Latest / Border Allein – Selbstführung für emotional intensive Menschen / #98 - es geht mir gut
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- 0:00Die zeigen nicht, oder die meisten zeigen nicht ihren
- 0:03Alltag und das ist in der und das ist dann einfach auch
- 0:05Scheiße geht ey, ich bin auch krank.
- 0:08Ich habe denselben Scheiß auch ich sitz abends in Mordor.
- 0:14Ich sitze oft genug abends, da bin alleine und denke so Alter
- 0:20und jetzt ist mal probehalber die Welt zu Ende und natürlich
- 0:25ereilt einen das dann abends, weil das ist praktisch dieses
- 0:29dieser Zustand, den legt man im Moment.
- 0:32Auf die auf die lange Bank Triggerwarnung dieser Podcast
- 0:36enthält sensible Inhalte. Bei manchen Betroffenen kann das
- 0:39negative Reaktionen auslösen. Bitte sei achtsam sollte dies
- 0:43der Fall sein. Die Gedanken sind frei an jedem
- 0:48Gott, verdammten Tag Emotionen kochen hoch bei jedem Wort, was
- 0:51ich nicht mag ich will niemanden verletzen mit den Worten die ich
- 0:55sag und macht der Kobold in meinem Kopf so weiter seht ihr
- 0:58mich schon bald im Sarg der Mensch in meinem Spiegel Ich
- 1:01hasse ihn so abgrundtief, ich werde ihn noch nicht los.
- 1:04Mein bester Freund, dem höchsten tief den Absprung schaffe ich
- 1:06leider nie, denn ich bin zu krass naiv auf meine Krankheit
- 1:10passt hier auch kein Adjektiv Adjektiv vorder allein der
- 1:14Podcast eines Depressiven voll und mit Sven ich will und kann
- 1:20nicht mehr hol mich hier raus dieser Teufelskreis in meinem
- 1:23Kopf ich halte es nicht mehr aus, ich bin ein Fehler im
- 1:26System. So fühle ich mich hier jeden
- 1:28Tag, bricht zusammen und sagte Lass dich auf meine Schultern
- 1:31tragen viel Spaß mit Border allein allein.
- 1:35Herzlich Willkommen bei Borderline herzlich willkommen
- 1:40zu Borderline Folge 98. Soweit haben wir es schon
- 1:46geschafft wir stehen Liebe Talk, Gemeinde kurz vor den 100 die
- 1:54Feuerwehrleute. Es geht mir gut.
- 1:59Es geht mir gut ist glaube ich die am meisten Verbreiteste
- 2:04Verbreiteste Verbreiteste am meisten also die Ausrede benutze
- 2:11ich am häufigsten, was ein mieses Wort erstmal Kaffee.
- 2:19Am Weitverbreitesten. Verbreitetste also ich schätze
- 2:25ihr wisst, was ich meine also es geht mir gut, ist quasi die
- 2:32Floskel, die man am häufigsten glaube ich benutzt als
- 2:36Erkrankter vielleicht auch als gesunder, wenn man wenn man
- 2:41einfach kein Bock auf Konversation hat.
- 2:44Nur ich möchte jetzt einfach mal aus meiner Sicht erzählen, und
- 2:47zwar aus meiner ganz persönlichen Sicht.
- 2:50Dieses es geht mir gut oder Jo alles gut weiß ihr kennt das
- 2:55alle? Dieser Smalltalk morgens, so von
- 2:58wegen. Moin Moin wie Isset gut.
- 3:04Der hat bei uns oder in meinem Fall natürlich eine viel tiefere
- 3:08Bedeutung, weil es geht mir gut. Ist so die, die die
- 3:12Schutzbehauptung, die ich verwende um einfach?
- 3:19Er nicht darüber reden zu müssen, wie es einem wirklich
- 3:22gut geht, ob es einem wirklich gut geht?
- 3:25Ich bin noch nicht ganz da, ist noch früh am Morgen wie ihr
- 3:27merkt aber die Folge heute kommen am letzten Drücker.
- 3:31Weil es ging mir die letzten Tage nicht so gut, ist einfach
- 3:34so Punkt. Und ich hab das letztens auch in
- 3:39irgendeinem Video auf Social Media.
- 3:42Hab ich das noch so versucht ansatzweise anzureißen und zwar?
- 3:48Nur weil man irgendwelche Reals macht irgendwelche kleinen
- 3:51Videos auf tiktok was weiß ich? Facebook, Instagram?
- 3:58Man darf nicht den Eindruck gewinnen, dass derjenige, der da
- 4:02diese, diese diese diese Videos macht, egal ob ich das bin, oder
- 4:05ob das ob das Karl-Heinz von nebenan ist oder oder Paula von
- 4:08oben drüber. Ihr dürft euch davon nicht
- 4:11blenden lassen, das ist mir auch nochmal ganz wichtig, dass so.
- 4:16Wir anzureißen, sag ich mal, ihr dürft euch gar nicht vom blenden
- 4:20lassen, weil die Menschen oder die meisten Menschen in
- 4:23irgendwelchen Videos und Reals und was weiß ich nicht noch
- 4:26alles? Die zeigen alle, ihre ihre
- 4:29Erfolge zeigen. Guck mal hier mein Haus, meine
- 4:33Villa, mein Punkrock und keine Ahnung, aber die zeigen keine
- 4:39Misserfolge, die zeigen nicht, oder die meisten zeigen nicht
- 4:42ihren Alltag und das ist ihr und das ist eben einfach auch
- 4:45scheiße geht und die suggerieren.
- 4:47Natürlich und da will ich mich auch gar nicht ausschließen.
- 4:50Die suggerieren natürlich, dass das Leben von denen einfach
- 4:53perfekt läuft ja, n scheiß tut das Leben n Scheiß tut das Leben
- 4:59bei jedem. Es läuft nicht perfekt und bei
- 5:02mir erst recht nicht. So und ihr wisst es aus der
- 5:07Vergangenheit im Podcast? Ich bin zum Beispiel jemand, der
- 5:13sagt so Pass mal auf. Mir geht es scheiße ja, mir geht
- 5:17es einfach scheiße so, aber wenn man muss das ein bisschen
- 5:21differenzieren. Der Podcast hier ist eine
- 5:23relativ persönliche Sache. Ja, das den lasse ich jetzt mal
- 5:27außen vor. Aber natürlich wenn man da
- 5:30irgendwo Aufklärungsarbeit leisten möchte, ja und so ein
- 5:33bisschen dazu beitragen möchte. Dass diese Thematik anders
- 5:38angegangen wird von der Außenwelt.
- 5:41Dann setzt man sich natürlich nicht vor irgendeinem Video und
- 5:44jammert rum. Sondern versucht man mit Fakten
- 5:48aufzuweisen und so Hey, guck mal, hier spricht ein
- 5:52Betroffener, aber ein Betroffener, der der wenigstens
- 5:58einigermaßen weiß, wovon er redet so, und das ist ja auch
- 6:01so. Das Macht der Betroffene aber
- 6:03auch, wenn es ihm gerade scheiße geht.
- 6:06Ja, und ich möchte hier nochmal ganz klar betonen, dass auch
- 6:11ich. Immer noch.
- 6:14Einer bin. Ich wollte gerade sagen einer
- 6:17von euch bin, hört sich ein bisschen bisschen plakativ an,
- 6:21ist aber unterm Strich so. Ich bin auch krank.
- 6:25Ey, ich hab denselben Scheiß auch ich sitz abends in Mordor.
- 6:31Und plötzlich kommt irgendwas uneingeladen über mich
- 6:34hereingebrochen, auch ich habe Probleme, richtige Probleme.
- 6:39Ja, alltägliche Sorgen. Auch ich hab ab und zu sorgen
- 6:45wegen Geld wegen wegen wegen Arbeit wegen dies wegen das was
- 6:51weiß ich was glaubt ihr denn nur, weil man da ne andersrum
- 6:57dann kriegt man andersrum andersrum langsam, man kriegt
- 7:01dann Nachrichten oder oder oder oder E-Mails oder nennen egal
- 7:06was. Du bist so stark und danke, dass
- 7:10du uns hilfst und so weiter und sofort.
- 7:14Hey. Ja, da war das mit dem Helfen
- 7:18und mit dem stark sein, das mit dem Helfen steht, auf einem ganz
- 7:21anderen Blatt so, das will ich, das will ich jetzt mal ein
- 7:24bisschen aber. Das mit dem starksein Leute was
- 7:28glaubt ihr, wie oft ich schwach bin?
- 7:32Was glaubt ihr denn? Wie oft ich hier sitze und auch
- 7:36nicht mehr weiter weiß? Die letzten Tage war das mal
- 7:41wieder so. Na dann, dann kommt plötzlich
- 7:45Mordor, dann wird alles dunkel. Dann.
- 7:51Keine Ahnung, da kann man nicht mehr in den Spiegel gucken.
- 7:56So ich gebe euch ein gutes Beispiel ich gebe euch ein
- 7:59richtig gutes Beispiel, weil es gerade aktuell ist.
- 8:01Ich lasse mir zum Beispiel gerade.
- 8:06Meine Tattoos. Überstechen.
- 8:11Warum? Es gibt manche Tattoos und?
- 8:16Es gibt nicht manche Titus, das ist falsch.
- 8:19Es gibt einfach einen Blick aus meiner Perspektive auf meinen
- 8:23Körper zum Beispiel. Wo ich denke Alter siehst du
- 8:29Scheiße aus so. Und da gerade Tattoos sind
- 8:36etwas, die kann man eigentlich nicht verändern.
- 8:37Den Körper kann man verändern, indem man eine Diät macht, indem
- 8:40man Sport macht. Indem man sich die Haare anders
- 8:44macht. Mhm.
- 8:47Als Brillenträger packste Kontaktlinsen rein so wie ich.
- 8:52Keine Ahnung, man kann den Kleidungsstil ändern, man kann
- 8:54irgendwie alles an sich ändern. Die Tattoos zum Beispiel, die
- 8:58kann ich nicht ändern. Die sind ja immer da, die sind
- 9:01immer gleich da kann man dann morgens unter der Dusche
- 9:04schrubben, wie ich will die Scheiße bleibt so.
- 9:07Also. Was macht man?
- 9:12Man ändert die halt ja. Aufs neue schmerzhaft ab und die
- 9:18meisten, die mich kennen, wissen so ich bin relativ gut zu
- 9:21gehackt und fange jetzt aber an, schon mal wenigstens die
- 9:25sichtbaren wirklich. Überstechen zu lassen, nicht zu
- 9:29bearbeiten, nicht neu und schön zu machen, sondern die neu zu
- 9:33machen. Also nicht nicht nicht
- 9:36nachzusprechen, sondern wirklich zu überstechen, einfach weil ich
- 9:40es nicht mehr tragen kann, dass man nur ein kleiner Einblick in
- 9:43meine Schattenwelt. Nicht, dass ihr da draußen
- 9:47glaubt h. Der Sven, der hattet, ihr hattet
- 9:52drauf, der hat geschafft, der hat der nicht, hat er nicht.
- 9:57Hat er einfach nicht. Ich sitze oft genug abends, da
- 10:02bin alleine und denke so Alter und jetzt ist mal probehalber
- 10:07die Welt zu Ende. Schönen guten Abend und Mordor
- 10:11tut sich auf Mordor ist momentan nur mein.
- 10:15Mein Vergleich irgendwie zu meiner zu meiner Schattenwelt,
- 10:19oder meine meine Definition meiner Schattenwelt sagen wir
- 10:22so. Und ich merke auch jetzt zum
- 10:25Beispiel bei dem Podcast hier jetzt gerade hier just in diesem
- 10:29just in this Moment merke ich auch, wie wie der Redefluss ein
- 10:34bisschen gehemmt ist, also gehemmter als.
- 10:37Als sonst, der ist nicht flüssig, sondern die Gedanken
- 10:40sind einfach, die schweifen immer mal wieder ab.
- 10:43Und ihr werdet das kennen, wenn ihr, wenn ihr irgendwas denkt
- 10:48und dann jagen die Gedanken, die jagen einfach kreuz und quer und
- 10:53chaotisch durch den Kopf, die lassen euch nicht schlafen, die
- 10:57lassen euch nachts wach liegen, die lassen euch wahnsinnig
- 11:00werden oder? Die lassen mich wahnsinnig
- 11:03werden und nicht schlafen so jetzt hab ich Gott sei Dank
- 11:07durch die Tablettenumstellung muss ich abends eine Tablette
- 11:09nehmen. Die macht schläfrig, schläfrig
- 11:12meine ich die macht pock. Die Macht eingenommen,
- 11:15umgefallen so. Und lässt mich auch relativ gut
- 11:20und auch traumlose Gott sei dank Traumlose schlafen, weil auch
- 11:24Albträume n Ding sind, die mich seit Jahren seit Jahrzehnten
- 11:29verfolgen und einen will ich jetzt sage Boah, die sind für
- 11:34mich. Schlimm an ist das auch genauso
- 11:38wie ich meine, wie ich meine, weil die sind einfach schlimm,
- 11:42die haben immer mit Blut, Tod und Ach.
- 11:46Hi Metzeleien und alles mögliche und ich weiß auch nicht wie
- 11:51schon in meinem gestorben bin. Und jetzt sagt man ja, man kann
- 11:55in seinem Traum nicht sterben. Es ist Bullshit, das kann man
- 11:59wenigstens ansatzweise, und das verfolgt mich alles und jetzt?
- 12:05Momentan Gott sei Dank habe ich wenigstens was das angeht, Ruhe
- 12:09so. Dann ist es so guck mal, ich
- 12:12wollte so ein gutes Beispiel ich wollte am am Samstag wir haben
- 12:16heute, Montag, ich wollte am Samstag mit meiner Tochter einen
- 12:21DM. Um.
- 12:24Haben wir wollten was kaufen so wir wollten einfach was kaufen,
- 12:28ich hatte ihr das versprochen und ich habe Stunden dafür
- 12:30gebraucht, um es dann wirklich irgendwie irgendwie zu schaffen.
- 12:35Sozusagen gut kommen, dann fahren wir jetzt gleich ihr zu
- 12:38und damit einfach das Kind nicht enttäuscht ist.
- 12:40Für mich. War das in dem Moment?
- 12:44Ein Heidenaufwand. Danach waren wir im Kino, also
- 12:49meine Kinder und ich. Das war für mich noch viel
- 12:52größerer Aufwand, da waren plötzlich fremde Menschen ganz
- 12:54viele Stimmen dann lief er noch was haben wir geguckt hier Mario
- 13:00neue, Mario Brothers Film oder wie der heißt, der war auch noch
- 13:05in 3 D also ne 3 d Brille drauf Gemurmel gekriselt von
- 13:11irgendwelchen Popcorntüten und dann ist er natürlich m wir
- 13:15waren natürlich relativ früh so um Viertel nach 5 da waren
- 13:18natürlich viele Kinder mit ihren Eltern und die sind ja nicht
- 13:21ruhig im Kino. Also könnt ihr euch ungefähr die
- 13:23Stimme Kulisse vorstellen, in der ich da saß und ich hab ganz,
- 13:28ganz kurzzeitig gedacht alles klar Digger raus, ganz schnell
- 13:34raus und natürlich geht das nicht, wenn du mit deinen
- 13:37Kindern im Kino bist, du hast du Familie und hier und du, die
- 13:41freuen sich die und meine Tochter hat sich gleich dreimal
- 13:44bei mir bedankt Papa Boris im Kino sind und so weiter, dann
- 13:48gehst du natürlich nicht, also erträgst du das.
- 13:53Das ertragen. Kommt dann natürlich irgendwann
- 13:56abends, wenn man wieder zu Hause ist.
- 13:59Das ertragen ist aufgehoben, aber keine aufgeschoben.
- 14:03So oder ist aufgeschoben und aufgehoben, so rum.
- 14:08Und natürlich ereilt einen das dann abends, weil das ist
- 14:11praktisch dieses dieser Zustand, den legt man im Moment.
- 14:16Auf die auf die lange Bank. Aber der kommt.
- 14:21Und? Man weiß auch, dass er kommt und
- 14:25man versucht dann irgendwie versucht man den aufzuhalten.
- 14:32Viele von euch sind vielleicht schon so weit, dass schaffen.
- 14:36Und ich oftmals auch, aber dann kommt so ein Tag wie am Samstag.
- 14:41Das schaffst du es nicht. Und das nimmst du dann auch in
- 14:44den Sonntag mit rein du schaffst es einfach nicht.
- 14:48So und dann musst du aber also jedenfalls ist es bei mir so ich
- 14:54muss dann aber. Trotzdem funktionieren?
- 14:58Und das macht die Sache nicht einfacher.
- 15:00Ich muss funktionieren, der Kinder wegen.
- 15:03Wegen mir mir wäre es scheißegal.
- 15:07Ja, ich kann auch mal auf der Couch oder 2 Tage gekaufte Couch
- 15:10legen mich n bisschen Mitleid und Herumjammern und keine
- 15:13Ahnung und Zustände ertragen das kann ich.
- 15:17Aber ich muss dann funktionieren.
- 15:20So und dieses dieses trotz trotz schlechter Verfassung
- 15:26funktionieren zu müssen, das geht mir ganz extrem an die
- 15:31Substanz. Was glaubt ihr denn?
- 15:34Da die Stadt einfach locker weg stecke.
- 15:39So. Und?
- 15:44Vielleicht merkt ihr das an der Stimme, weil mir schlägt das auf
- 15:46die Stimme mir schlägt das auf den Körper bei mir geht ja, wenn
- 15:50ich Zustände habe bei mir geht es körperlich zu.
- 15:52Ich habe dann Schmerzen. Ich krieg wirklich richtig,
- 15:57richtig, richtig? Halsschmerzen, richtig
- 16:01Ohrenschmerzen ist hab ich schon tausendmal erzählt, sich dann
- 16:05wieder Grippe so und jetzt gleich irgendwann gehe ich
- 16:08arbeiten und dann werden die Leute mich fragen und wie geht
- 16:10es ja, es geht mir gut. Es geht mir nicht gut.
- 16:15Jetzt die Frage, ob es die Leute was angeht, die mich da gerade
- 16:18fragen ich kann da nicht so wild fremden Leuten sagen, wenn die
- 16:21wenn die Fragen so von wegen und wie Power also ich war Samstag
- 16:25Abend in Mordor und mir gehts eigentlich ziemlich scheiße.
- 16:29Macht dir niemand und macht auch keinen, das ist auch richtig so.
- 16:33Also stellt sich für mich auch immer die Frage soll nicht
- 16:37einfach auf diese scheiß Floskel auch verzichten?
- 16:39Wie geht es dir? Der wird mir dein Gegenüber wird
- 16:41mir sowieso nicht erzählen, was er hat.
- 16:45Und wenn interessiert mich das überhaupt?
- 16:47Gut, ich bin ein Mensch, mich interessiert das sogar, ich sehe
- 16:51auch, und das ist ja unser unser Segen quasi wenn man, wenn man
- 16:55diese diese Erkrankung hat. Ich sehe zum Beispiel, wenn ich
- 16:59Stammkunden, die bei mir trainieren, die ich auch schon
- 17:03auf dem Einzeltraining hatte, die die kennt man.
- 17:08Und dann merkt man sofort, man hat die ein Gespür dafür.
- 17:12Oh, heute ist irgendwas anderes und dann geh ich zum Beispiel
- 17:15auf die Leute zu und sag hey, Frau XY, Herr XY was ist los,
- 17:21was ist los bei dir? Hier stimmt irgendwas nicht, sie
- 17:24gucken anders in ihrem Blick in ihre Optik, irgendwas ist anders
- 17:27was passiert dann kommen die Leute sagen Oh, wie haben Sie
- 17:30denn gemerkt? Das ist unser Fluch und Segen
- 17:34dieses dieses Hoch empathische, dann dieses Hochsensible.
- 17:40Was man allerdings dann gerne von sich auf andere Münzt also
- 17:44so überträgt, damit man selber gar nicht damit man selber in
- 17:47der Position ist. Dass man, dass man derjenige
- 17:51ist, der, der fragt Hey, was ist denn los?
- 17:53So und der andere erzählt von sich dann ist man ja schon fast
- 17:58in einem sicheren Hafen, dass man selber nicht gefragt wird,
- 18:02weil die gehen ja davon aus O, der merkt, das muss aber gut
- 18:07gehen. So also lassen Sie einen in
- 18:09Ruhe. Und das ist dann der negative
- 18:12Aspekt dieser dieser Empathie, dieser Hochsensibilität oder
- 18:15nennt es wie ihr es wollt? So so vermeide ich doch die
- 18:19Frage wie geht es dir? Und ich muss sagen es geht mir
- 18:24gut. Und ich habe auf diese Floskel
- 18:27auf diese Phasen drescherei eigentlich gar keinen Bock.
- 18:31Aber es ist auch tatsächlich so so wenn ich merke OK, da ist ein
- 18:34Kunde von mir oder in meinem in meinem in meinem Umfeld was los
- 18:39was stimmt irgendwas nicht selbst wenn ich das nur meine,
- 18:43also jetzt auch mal in Bezug auf eine Partnerin?
- 18:47Dann. Kreiert man quasi ein Szenario
- 18:51gedanklich so OK, die verhält sich anders.
- 18:53Was stimmt hier nicht? Und dann spricht man dann sag
- 18:55mal was los mit dir hier stimmt was nicht was habe ich falsch
- 18:59gemacht, was falsches passiert? Hat?
- 19:01Irgendwas getan, irgendwas auf der Arbeit passiert bla bla bla
- 19:04man müllt den anderen quasi zu. Nur.
- 19:09Um sich selber vielleicht irgendwo ein bisschen Safe zu
- 19:12fühlen so Hey frag mich bitte nicht wie es mir geht.
- 19:16Weil. Gerade beim Partner.
- 19:19Gibt man schon mal ehrlichere Antwort?
- 19:22Aber oftmals bei mir ist es jedenfalls so hab ich gar keinen
- 19:25Bock. Darüber zu reden.
- 19:30Und oftmals ist es bei mir allerdings aber auch so.
- 19:33Dass ich es gar nicht vermeiden kann, ich komme gar nicht in
- 19:36diese Vermeidungsphase. Dass man mich nicht fragt.
- 19:41Sondern. Ich habe dann wirklich Symptome,
- 19:46die ich nach außen tragen muss, wie Traurigkeit und vielleicht n
- 19:51Zittern im Körper oder ja, wie sich das halt so auswirkt.
- 19:56Und dann ist aber mein Zenit, wenn man mir das schon ansieht,
- 20:00der ist dann schon überschritten, dann hab ich
- 20:02schon diese s wie geht es dir? Frage zu oft verdrängt?
- 20:07Als dass ich dann noch irgendwann sagen kann, ist alles
- 20:10gut und dann bricht es irgendwann raus dann hat sich
- 20:12das quasi angestaut und angesammelt und es bricht
- 20:16einfach raus und dann reichen Kleinigkeiten und ich spreche
- 20:21von Kleinigkeiten ja ein falscher Gedanke, ne falsche
- 20:26Geste von dem also eine Mimik von dem anderen.
- 20:31Nur ein falsches Wort, eine falsche Aussage, eine falsche
- 20:35Handlung weiß ich um mich. Zu triggern, um mich dann so
- 20:44dünnhäutig werden zu lassen, dass ich dann ja in Mordor bin
- 20:51in meiner Schattenwelt bin. Und das ist zum Beispiel noch so
- 20:55ein Ding, was ich noch so ein bisschen kompensieren und
- 20:56herausfinden muss, dass ich das so präventiv nicht kompensieren,
- 21:00sondern präventiv schon im Vorfeld.
- 21:04Versuche abzustellen. Also ich sage OK, ich merke, es
- 21:09geht mir nicht gut. Also müssen wir irgendwie so ein
- 21:13bisschen runter dosieren und durch irgendwelche Dinge.
- 21:18Versuchen, in die Vermeidung zu gehen, so da arbeite ich dran
- 21:22ja. Aber.
- 21:26Soweit bin ich halt nicht Punkt, ich bin halt einfach nicht so
- 21:29weit, soll ich sagen so und ich bin auch nicht so weit aus
- 21:33meinem Zustand rauszukommen. Richter einmal drin ist
- 21:35schwierig, denn wer kennt das nicht von euch?
- 21:37Man steigert sich halt rein. Und das können wir gut, und das
- 21:43können wir gut. Und auch da, die richtigen Worte
- 21:47zu finden, um einen da da rauszuholen.
- 21:51Also für den Angehörigen oder für den Partner oder für für das
- 21:55Umfeld generell. Es ist eine, das ist eine
- 21:59Mammutaufgabe für den anderen. Ja, weil da die richtigen Worte
- 22:04zu finden ist, sehr schwer. Aber das kann auch meiner
- 22:07Meinung nach nur jemand der den man damit wirklich der
- 22:11involviert ist, der da wirklich involviert ist.
- 22:16Und der? Hat dann die Möglichkeit,
- 22:19eventuell von außen Einfluss zu nehmen, wenn man selber auf sich
- 22:24keinen Zugriff mehr hat? So.
- 22:31Wisst ihr Bescheid, wa? Also nur weil ich hier vor
- 22:36diesem Mikrofon sitze, nur weil ich mich öffentlich gemacht
- 22:40habe, nur weil ich Aufklärungsarbeit betreibe.
- 22:44Nur weil ich möchte, dass diese Krankheit entstigmatisiert wird,
- 22:49nur weil ich das will, nur weil ich jenes will, heißt das noch
- 22:52lange nicht, dass ich der Vorreiter des derjenigen, die es
- 22:55geschafft haben, in keinster Weise und ich möchte das auch
- 22:59hier auch klar wirklich klar kommunizieren.
- 23:03Das ist einfach so ja, ich bin einer von euch.
- 23:09Ich bin wie ihr ich bin wie andere ich bin wie der ich bin,
- 23:12wie der vor allem bin ich. Vor allen Dingen bin ich so, wie
- 23:16ich bin und ich bin nicht perfekt ganz im Gegenteil so und
- 23:20auch ich ziehe mich zurück, wenn es mir richtig scheiße geht.
- 23:22Auch ich will dann Ruhe haben und ich will mit keinem reden
- 23:25oder oder eben doch, oder oder Verfall dem Wahnsinn oder wie
- 23:29auch immer. Es sind viele Dinge, viele Dinge
- 23:33besser geworden. Ich kann mich zum Beispiel in
- 23:35viel, viel mehr in eine Gegenpartei reindenken wie wie
- 23:39wohl der Umgang mit mir sein muss?
- 23:40Ja, ich habe ein Gespür für mittlerweile.
- 23:45Na, aber das das deswegen bin ich nicht davor gefeit.
- 23:50Dass ich besser mit mir umgehen kann, hey.
- 23:55Ey digger, ich lass meine Tattoos überstechen ich mich
- 23:57scheiße. Punkt ich find mich einfach
- 24:00Scheiße. Gerade jetzt in der Situation.
- 24:03Ist so. Ja also.
- 24:08Aber mein Ziel und da kommen wir zu der anderen Seite.
- 24:11Mein Ziel ist es aber, dass sich das bessert.
- 24:15Dass ich mich nicht mehr Scheiße finde oder mich zumindest anders
- 24:20sehen kann ja, das ist mein Ziel, darauf arbeite ich hin und
- 24:26in meiner Welt nehme ich gerade den ersten Unternehmen, ich
- 24:29gerade den ersten Schritt, indem ich sage OK so.
- 24:32Die alten Tattoos werden über gestochen.
- 24:35Zum Beispiel aber was viel wichtiger ist nur äußerlichkeit,
- 24:38was viel wichtiger ist auch mein Mindset muss über gestochen
- 24:42werden und meine bei der Metapher zu bleiben.
- 24:46Wo ich sagen muss o, du musst ein anderes ein anderes
- 24:49empfinden, dir gegenüber entwickeln.
- 24:52Ja dafür. Die Therapie, weil sich selber
- 24:59neu zu erfinden, ist die eine Sache.
- 25:02Aber. Um sein Mindset oder sein sein,
- 25:06sein nach seinem Mindset ist das hört sich immer so groß an, um
- 25:11seine Sicht auf sich selber zu verändern zu können, braucht, es
- 25:15braucht es Input und den kriegt man am besten in einer Therapie.
- 25:21Ist einfach so so. In diesem Sinne kommen wir zum
- 25:25neuen Auto. In den neuen Auto habe ich auf
- 25:30Hörerwunsch. Das hab ich nämlich vorher
- 25:32einfach mal nicht am Schirm gehabt und da hatte die Hörerin
- 25:36lieben Gruß absolut recht. Da gibt es natürlich noch den
- 25:41Verweis auf die ganzen Telefonnummern und so weiter.
- 25:43Also es gibt ein neues Auto hört da rein und danke euch fürs
- 25:47Zuhören. Ihr Lieben Danke fürs Zuhören
- 25:51und in den Shownotes werdet ihr alle relevanten Telefonnummern
- 25:54finden, die euch im Notfall helfen können von der
- 25:57Kassenärztlichen Vereinigung bis hin zur Telefonseelsorge.
- 25:59Des Weiteren dürft ihr gerne im Shop stöbern.
- 26:03Ob da was für euch dabei ist oder eine kleine Spende an
- 26:06Borderline hinterlassen, so dass wir uns weiter finanziell tragen
- 26:09können. In diesem Sinne habt einen
- 26:11schönen Tag kommt gut durch die Woche, bis dann euer Sven.