Latest / Anonym Suchthilfe – KI-gestützte Selbsthilfe / #3 Folge 2: Wiedersehen mit meinem Drogenberater: Meine Story über Vista Berlin & Dankbarkeit
Transcript
- 0:00Hallo und herzlich Willkommen bei uns.
- 0:01Ich freue mich wirklich, dass du heute wieder da bist, um dir ein
- 0:04bisschen Zeit für dich und ja für deine Themen zu nehmen.
- 0:07Und wir haben heute was ganz Besonderes für uns, legen eine
- 0:11extrem persönliche Geschichte. Genau von einer Plattform namens
- 0:15Nilix Berlin. Der Gründer Gabriel erzählt von
- 0:18der Suchtberatungsstelle Vista hier in Berlin.
- 0:20Aber der Auslöser ist keine trockene Analyse.
- 0:24Nein, überhaupt nicht. Es ist eine zufällige, total
- 0:27emotionale Begegnung auf der Straße, die bei ihm anscheinend
- 0:31alles wieder hochgespült hat. Deswegen eine kleine Warnung
- 0:34direkt am Anfang. Es geht um Themen wie
- 0:36Substitutionen, Polamidonen und den Weg aus der Abhängigkeit.
- 0:40Wenn das für dich gerade schwierig ist, Pass bitte gut
- 0:43auf dich auf. Ja, und was man bei dieser
- 0:46Quelle sofort verstehen muss. Das ist kein distanzierter
- 0:50Journalismus oder so richtig. Gabriel hat Nielix Berlin ja
- 0:54genau deshalb gegründet, weil er selbst tief in diesen Themen,
- 0:57also Sucht und Psyche drin steckt.
- 1:00Er teilt seine eigenen, wirklich ungefilterten Erfahrungen.
- 1:03Absolut. Und die Absicht dahinter ist ja
- 1:06eine echte Verbindung zu dir aufzubauen und klarzumachen,
- 1:10egal womit du gerade kämpfst. Du bist damit nicht allein.
- 1:13Und das spürt man wirklich in jeder Zeile.
- 1:16Lass uns direkt mal in diese Schlüsselszene Reinspringen, die
- 1:18alles ins Rollen gebracht hat. Ja, gerne.
- 1:21Gabriel beschreibt, wie er durch Berlin läuft, mitten in seinem
- 1:24neuen, Ja cleanen Leben total auf seine Projekte fokussiert.
- 1:28Und dann? Steht da plötzlich Felix vor
- 1:30ihm, aus heiterem Himmel ein Gesicht aus einer komplett
- 1:33anderen Zeit. Genau, Felix, das war jahrelang
- 1:36sein Betreuer bei Vista, aus einer Zeit, die Gabriel mit
- 1:40polamidon Chaos und ständigem Kampf beschreibt.
- 1:43Einer Zeit, die zu dem Zeitpunkt ja schon 3 Jahre zurück.
- 1:46Liegt. Und genau das macht den Moment
- 1:48so unglaublich aufgeladen. Absolut.
- 1:51Weil Gabriel jetzt diesem Mann nach all der Zeit in die Augen
- 1:54schauen und diesen einen entscheidenden Satz sagen kann.
- 1:58Ich bin raus. Ich bin seit 3 Jahren clean, ich
- 2:02bin frei. Wow.
- 2:03Er schreibt, wie sehr ihn das umgehauen hat, weil ihm in dem
- 2:07Moment klar wurde, wie schnell man vergisst, wo man eigentlich
- 2:10herkommt. Und vor allem, wer einem damals
- 2:13die Hand gereicht hat. Genau der ganze Text ist im
- 2:15Grunde ein einziges lautes Danke.
- 2:18Ein danke an ganz konkrete Menschen, an Felix und seine
- 2:22Kollegin Demeter, aber eben auch an ein System, über das ja oft
- 2:26geschimpft wird. Ja, aber Gabriel schreibt, in
- 2:29seinem Fall hat es funktioniert. Und zwar durch pure
- 2:32Menschlichkeit. Und das wirft natürlich die
- 2:34Frage auf, die uns heute beschäftigt.
- 2:37Was genau ist dieses Vista, an dem man laut Gabriel in Berlin
- 2:41nicht vorbeikommt, wenn man Hilfe sucht?
- 2:43Okay packen wir das mal aus. Gabriel schreibt Vista ist ein
- 2:48Schwergewicht. Was heißt das denn konkret?
- 2:52Na ja, das ist keine kleine Kiezberatungsstelle, die gibt es
- 2:55seit 1989. Oh wow.
- 2:59Die haben also über 30 Jahre Erfahrung.
- 3:02Wir reden hier von einem riesigen Netzwerk mit über 210
- 3:05Mitarbeitern, verteilt über die ganze Stadt, Kreuzberg,
- 3:08Neukölln, Charlottenburg, die sind quasi überall.
- 3:14Das ist ja eine richtige Institution.
- 3:16Total eine Institution in der Berliner Soziallandschaft.
- 3:20Er erwähnt ja auch immer wieder diesen integrativen Ansatz.
- 3:23Das klingt erst mal so ein bisschen nach, Na ja, schicken
- 3:26Werbesprech. Ja, das stimmt.
- 3:29Aber was er beschreibt, ist eigentlich ziemlich
- 3:32tiefgreifend. Es geht darum, dass die nicht
- 3:34nur auf die Sucht schauen, oder? Genau, und das ist der
- 3:37Kernpunkt. Integrativ bedeutet hier, die
- 3:40Trennen nicht zwischen du hast ein Drogenproblem und du hast
- 3:45Schulden oder keine Wohnung. Ah OK.
- 3:47Für die gehört das alles zusammen.
- 3:49Ich mein, wie sollst du dich auf ne Therapie konzentrieren, wenn
- 3:51du Angst hast, morgen auf der Straße zu sitzen?
- 3:54Macht total Sinn. Indem Sie also.
- 3:56Beim praktischen Lebenschaos helfen schaffen sie überhaupt
- 3:59erst den mentalen Raum, um die Sucht anzugehen.
- 4:02Genau, ein ganzheitlicher Blick auf den Menschen.
- 4:05Was mich in dem Text aber am allermeisten beeindruckt hat,
- 4:07ist die Philosophie dahinter. Ja, mich auch.
- 4:10Es ist nicht dieser klassische Ansatz, mit dem erhobenen
- 4:12Zeigefinger, er nennt es Akzeptanz und Harm reduction.
- 4:16Und das ist wirklich radikal. Das macht der Text sehr, sehr
- 4:19deutlich. Es ist eine komplette Abkehr von
- 4:21diesem reinem Abstinenzdogma. Was meinst du damit?
- 4:24Na ja, die klassische denke ist ja oft.
- 4:26Du musst ganz unten sein und zu 100% aufhören wollen, sonst
- 4:30können wir dir nicht helfen. Richtig ist, er dreht das
- 4:32komplett um, deren Ansatz scheint zu sein, lass uns erst
- 4:36mal dafür sorgen, dass du überlebst und gesundheitlich
- 4:39nicht völlig vor die Hunde gehst.
- 4:41Das ist n gewaltiger Unterschied.
- 4:42Ein riesiger philosophischer Unterschied.
- 4:45Also keinen Druck, sofort clean sein zu müssen.
- 4:48Sondern eher so n kommen wie du bist.
- 4:50Und wir schauen, was der nächste kleine Schritt sein könnte.
- 4:52Genau. Und dein Lebensentwurf wird
- 4:54dabei respektiert, nicht verurteilt.
- 4:57Das schlägt ja die Brücke zurück zu Gabriels persönlicher
- 4:59Erfahrung. Er sagt ja, das System besteht
- 5:01eben aus Menschen, und er hatte Glück.
- 5:04Er war von 2019 bis 2023 im Substitutionsprogramm.
- 5:10Und die psychosoziale Betreuung, kurz PSB, ist da ja oft nur eine
- 5:14Pflichtübung, die man absetzt. Aber für ihn war es das eben.
- 5:17Nicht nein. Für ihn war es so, wie er es
- 5:19beschreibt, seine Rettungsleine. Er nennt Felix und D Meterbraun
- 5:24seine Anker. Diese wöchentlichen Gespräche
- 5:27waren anscheinend oft das einzige, was ihm damals
- 5:30überhaupt noch halt gegeben hat. Und dann erzählt er diese eine
- 5:33Geschichte über Demeter, die also, die ging mir echt unter
- 5:36die Haut. Ja, die zeigt genau, was er mit
- 5:39dieser Menschlichkeit meint. Erzähl mal, er schreibt, dass
- 5:42sie sich bei ihm gemeldet hat, selbst als er schon auf 0 war.
- 5:46Was heißt das? Also als er das Polamidon
- 5:48komplett abgesetzt hatte und offiziell gar nicht mehr ihr
- 5:51Klient war. Sie hat ihn quasi auf eigene
- 5:53Faust weiter begleitet, bis er sicher in seiner Therapie
- 5:56gelandet war. Moment mal.
- 5:58Das heißt, Ihr offizieller Job war erledigt, die Akte hätte
- 6:00geschlossen werden können. Aber sie hat trotzdem
- 6:03weitergemacht. Wahnsinn, genau das ist der
- 6:06Punkt, und das illustriert perfekt, was in der Psychologie
- 6:09therapeutische Allianz genannt wird.
- 6:12Der Erfolg hängt oft weniger von der Methode ab, sondern von der
- 6:16Qualität der menschlichen Beziehung.
- 6:18Die Metas Anruf hat Gabriel signalisiert.
- 6:21Du bist mir nicht egal, du bist keine Aktennummer.
- 6:24Eben, und das ist der Unterschied zwischen einem Job
- 6:27und einer Berufung. Und das ist auch seine zentrale
- 6:29Erkenntnis. Hier arbeiten Menschen mit Herz,
- 6:33die wollen, dass ich es schaffe. Absolut.
- 6:36Aber von dieser persönlichen Ebene mal abgesehen, hebt
- 6:39Gabriel ja auch ganz praktische lebensrettende Angebote hervor.
- 6:43Stimmt. Vor allem für Leute, die noch
- 6:46aktiv konsumieren. Er nennt das Drug Checking einen
- 6:49Game Changer. Und das zurecht.
- 6:51Vista ist eine von nur 3 offiziellen Stellen in Berlin,
- 6:55wo du deine Drogen chemisch analysieren lassen kannst.
- 6:57Das heißt, du gibst eine kleine Probe ab und erfährst.
- 7:01Was da wirklich drin ist. Ja, nicht nur, wie rein der
- 7:04Stoff ist, sondern vor allem, ob da gefährliche Streckmittel oder
- 7:06Beimengungen drin sind, die dich umbringen könnten.
- 7:09Das nimmt dem Ganzen ja quasi das Russisch Roulette Element,
- 7:13das ist riesig, ja, aber es gibt noch mehr.
- 7:15Er listet zum Beispiel die Nada Akupunktur auf, klingt erst mal
- 7:19ein bisschen. Esoterisch.
- 7:22Ist aber ein extrem praktisches Werkzeug.
- 7:24Stell dir mal vor, du hast diesen unerträglichen
- 7:26Suchtdruck, dieses Craving und kriegst die Wände hoch.
- 7:29OK, die Nada Akupunktur ist eine spezielle Ohrakupunktur, die
- 7:32nachweislich das Nervensystem beruhigt.
- 7:35Das ist eine nonverbale, medikamentenfreie Soforthilfe,
- 7:38um einfach den Moment zu überstehen.
- 7:40Und dann gibt es noch diese Kurse zur Konsumkompetenz SKOLL
- 7:45nennt er das. Genau da geht es auch nicht
- 7:47sofort ums Aufhören. Das ist wieder dieser Harm
- 7:49Reduction Ansatz, es stärkt die Konsumenten.
- 7:52Wie meinst du? Statt zu sagen, du bist machtlos
- 7:54und musst sofort aufhören, lautet die Botschaft, du kannst
- 7:58lernen, die Macht über deinen Konsum zurückzugewinnen.
- 8:01Das kann für viele der erste machbare Schritt sein.
- 8:04Und was oft vergessen wird, aber so wichtig ist die Hilfe für
- 8:08Angehörige. Oh ja, die Sucht betrifft ja nie
- 8:10nur eine Person, das ganze Umfeld leidet mit.
- 8:13Und sie fühlen sich oft genauso hilflos.
- 8:15Absolut. Dass Vista auch für Sie eine
- 8:18kostenlose Anlaufstelle bietet, ist ein unglaublich wichtiger
- 8:21Teil des Gesamtkonzepts. OK, das alles klingt wirklich
- 8:25überzeugend. Aber wenn ich jetzt jemand bin,
- 8:27der das hört und wirklich Hilfe braucht, habe ich wahrscheinlich
- 8:30ein paar sehr direkte praktische Fragen im Kopf.
- 8:32Klar, Gabriel hat das in seinem Artikel super gemacht und so
- 8:36eine Art FAQ eingebaut, lass uns die doch mal durchgehen, die
- 8:40erste und drängendste Frage, Ich bin pleite, ich bin am Ende
- 8:44kostet mich das was? Klare und eindeutige Antwort aus
- 8:47der Quelle Nein, nichts, absolut nichts.
- 8:51Die Beratung ist komplett kostenlos, sie wird vom Berliner
- 8:54Senat finanziert und ganz wichtig für Dich zu wissen, du
- 8:58kannst anonym bleiben. Wirklich?
- 9:00Ja, du musst deinen Namen nicht nennen, wenn du nicht willst.
- 9:03Die Hürde ist also so niedrig wie nur irgendwie möglich.
- 9:06Gut, nächste Frage, die wir im Prinzip schon geklärt haben,
- 9:09aber die so entscheidend ist. Muss ich clean sein, um da
- 9:13aufzutauchen? Absolut nicht.
- 9:14Das ist der Kern der ganzen Philosophie.
- 9:17Komm wie du bist. Egal in welchem Zustand.
- 9:19Genau. Egal ob du gerade drauf bist,
- 9:22darüber nachdenkst, aufzuhören oder einfach nur ne einzige
- 9:24Frage hast, die Tür steht offen, niemand wird dich verurteilen
- 9:29oder wegschicken. Sehr gut.
- 9:32Und dieses Drag Checking, wie funktioniert das?
- 9:34Ganz praktisch muss ich da in ein Labor?
- 9:36Viel einfacher. Du gehst während der
- 9:38Sprechzeiten zu einer der Anlaufstellen und gibst eine
- 9:41winzige Probe deiner Substanz ab.
- 9:43OK. Die wird dann ins Labor
- 9:45geschickt. Und das Ergebnis, also was genau
- 9:48und wieviel davon drin ist, kriegst du dann entweder online
- 9:51mit einem Code oder persönlich genau, oder du lässt es dir in
- 9:54einem Gespräch erklären, wo sie dir auch gleich sagen können,
- 9:57welche Risiken damit verbunden sind.
- 9:59Das ist ne enorme Sicherheitsmaßnahme.
- 10:01Letzte praktische Frage. Er schreibt, die helfen auch bei
- 10:04Wohnungsproblemen oder Schulden, wie weit geht das?
- 10:08Ziemlich weit. Das ist wieder der integrative
- 10:10Ansatz. Die Sozialarbeiter dort helfen
- 10:13dir, Anträge fürs Jobcenter auszufüllen.
- 10:16Sie vermitteln Plätze im Betreuten Wohnen, helfen bei der
- 10:19Schuldenregulierung. Es geht also darum, das
- 10:21Fundament deines Lebens wieder aufzubauen.
- 10:23Genau, damit du überhaupt die Kraft für den Rest hast.
- 10:26Und wo finde ich die? Wie gesagt, in vielen Bezirken,
- 10:29Charlottenburg, Neukölln, Pankow, Kreuzberg mit der
- 10:34bekannten Anlaufstelle Missfit und so weiter.
- 10:37Gabriels Tipp im Artikel ist da ganz pragmatisch, oder?
- 10:40Ja, einfach Vista Berlin und deinen Bezirk googeln.
- 10:43Super, um das ganze abzurunden, hat Gabriel noch 2
- 10:46Inspirationstipps eine davon ist ein Buch.
- 10:49Richtig, vom Yonki zum Iron Man von Andreas Niedrig.
- 10:53Ah, das kenne ich. Eine wahre Geschichte von einem
- 10:56Mann, der von ganz unten kommt und es nicht nur schafft, clean
- 10:59zu werden, sondern zu einem Weltklasse Triathleten.
- 11:03Und Gabriel empfiehlt es, weil. Weil es so kraftvoll zeigt, dass
- 11:07es einen danach gibt. Und dass man diese immense
- 11:10Energie, die ja in einer Sucht steckt, in etwas unglaublich
- 11:14Positives umwandeln kann, das ist pure Hoffnung.
- 11:17Und er verweist natürlich auf seinen Instagram Kanal at Neelix
- 11:21Berlin. Klar, das alles bringt ihn dann
- 11:24zu seinem Fazit, wo er den Bogen wieder ganz an den Anfang
- 11:27schlägt. Ja zu dieser Begegnung mit
- 11:29Felix. Genau.
- 11:31Und dieser Moment auf der Straße wird für ihn zur Metapher.
- 11:35Er versteht plötzlich, wie wichtig es ist, zurückzublicken
- 11:38und danke zu sagen. Wir sind oft so auf die Zukunft
- 11:41fixiert, dass wir die Menschen vergessen, die uns geholfen
- 11:44haben, überhaupt dorthin zu kommen.
- 11:46Er schreibt das Lächeln von Felix war echt und das war für
- 11:50ihn der Beweis für den Unterschied zwischen Job und
- 11:53Berufung. Er ist aber auch realistisch.
- 11:55Er sagt, Vista ist ein riesiger Laden und vielleicht hat nicht
- 11:59jeder so ein Glück mit seinen Betreuern wie er.
- 12:01Aber seine Geschichte soll zeigen.
- 12:03Dass es diese Menschen im System gibt.
- 12:05Menschen, die dich nicht aufgeben.
- 12:07Und sein Appell am Ende ist dann auch ganz direkt an dich
- 12:11gerichtet. Wenn du in Berlin bist und nicht
- 12:13weiter weißt, geh zu Vista, vielleicht findest du dort
- 12:15deinen Felix oder deine Demeter. Bevor wir hier zum Ende kommen,
- 12:20gibt es noch einen Abschnitt in Gabriels Text, den wir dir nicht
- 12:24vorenthalten wollen. Ja, sein persönlicher Aufruf zu
- 12:26seinem Projekt. Genau.
- 12:28Und der fasst eigentlich alles zusammen.
- 12:30Er schreibt sinngemäß. Wenn dir das hier etwas gegeben
- 12:34hat und du die Arbeit von Neelix Berlin wertvoll findest, würde
- 12:37er sich riesig über Unterstützung freuen.
- 12:40Man kann ihm helfen, indem man seine Inhalte auf Social Media
- 12:42teilt oder den Podcast auf Spotify und Apple bewertet.
- 12:46Richtig, denn er macht das alles komplett allein, ohne
- 12:49finanzielle Mittel von außen. Jede Unterstützung hilft ihm,
- 12:52weiterzumachen. Und damit sich selbst und
- 12:54gleichzeitig anderen zu helfen. Dahinter steckt sein
- 12:57persönliches Motto, dass er auch teilt aus allem schlechten in
- 13:00seinem Leben etwas Gutes zu machen.
- 13:02Das ist der Motor hinter dem ganzen Projekt.
- 13:05Das ist keine anonyme Infoseite, sondern das Ergebnis eines
- 13:09persönlichen Kampfes und des Wunsches, etwas zurückzugeben.
- 13:13Eine unglaublich starke Haltung. Was nehmen wir also aus dieser
- 13:16Quelle mit? Für mich ist es diese
- 13:18Erkenntnis, dass hinter jedem abstrakten System.
- 13:21Am Ende einzelne Menschen stehen.
- 13:24Ja, Menschen, die mit einer kleinen Geste, einem Anruf,
- 13:27einem echten Lächeln alles verändern können.
- 13:30Und es zeigt, wie überlebenswichtig ein
- 13:33niedrigschwelliger, akzeptierender Ansatz in der
- 13:35Suchthilfe ist. Diese Botschaft, Wir verurteilen
- 13:38dich nicht. Komm einfach her.
- 13:40Genau die kann für jemanden, der sich wertlos und allein fühlt.
- 13:44Buchstäblich den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten.
- 13:47Zum Abschluss haben wir noch einen Gedanken, der uns nach dem
- 13:50Lesen von Gabriels Text nicht mehr losgelassen hat.
- 13:54Hm seine ganze Geschichte dreht sich ja darum, nach vorne zu
- 13:57blicken, ohne zu vergessen, sich auch mal umzudrehen.
- 14:01Und dieser Blick zurück, dieses Danke, das ist ja nicht nur ein
- 14:04Geschenk an die andere Person, es verändert auch den Blick auf
- 14:08die eigene Reise. Wie meinst du das?
- 14:10Es macht einem bewusst, wie weit man eigentlich schon gekommen
- 14:13ist. Absolut.
- 14:14Und. Und das ist vielleicht die
- 14:15Frage, die wir dir heute mitgeben wollen.
- 14:17Wer ist dein Felix oder deine Demeter?
- 14:20Und wann hast du das letzte Mal einfach nur danke gesagt?
- 14:24Muss ja keine große Geste sein, manchmal reicht eine kurze
- 14:27Nachricht. Vielen Dank, dass du heute dabei
- 14:29warst. Pass gut auf dich auf und bis
- 14:31zum nächsten Mal.