Latest / Hamburg-News – der aktuelle Nachrichten-Überblick um 17 h / Hamburg News: Block-Prozess, Roboter-OPs & Promi-Geständnis
Transcript
- Willkommen zu deinem täglichen News-Update. Dies sind die Themen vom 11. November. Der Blog-Prozess wird zur unendlichen Geschichte. Computer unterstützen Ärzte bereits seit geraumer Zeit bei Operationen. Gefängnis statt Istanbul. Lars Klingbeil ist glühender Bayern-Fan. Prozess wird zur unendlichen Geschichte. Das Landgericht Hamburg hat für den Prozess um die Entführung der Blockkinder 19 neue Verhandlungstermine bis Ende Juni 2026 angesetzt. Es ist bereits die zweite Verlängerung. Ursprünglich waren für den im Juli begonnenen Prozess Termine bis Ende des Jahres anberaumt worden, dann wurden weitere Daten bis März 2026 und bis Sommer mitgeteilt. Sollten alle gebraucht werden, wären es insgesamt 71 Prozestage. Die Unternehmerin Christina Block ist angeklagt, während eines erbitterten Sorgerechtsstreits den Auftrag erteilt zu haben, zwei ihrer vier Kinder in der Silvesternacht 2023-2024 aus der Obhut ihres in Dänemark lebenden Ex-Manns zu entführen. Die Tochter des Gründers der Restaurantkette Blockhaus, Eugen Block, bestreitet das. Unterdessen hat der IT-Chef der Blockgruppe über Kontakte zu der israelischen Sicherheitsfirma berichtet, die für die Entführung der Kinder verantwortlich sein soll. Bei einem Gespräch im Elysee-Hotel, das zur Block-Gruppe gehört, habe der israelische Firmenchef über ein Gefahrenpotenzial gesprochen, das angeblich von dem Ex-Mann von Christina Block, Stefan Hänsel, ausgehe. Welche Gefahren konkret drohten, wurde aber nicht gesagt. Der Zeuge sagte weiter, er selbst und ein IT-Abteilungsleiter der Block-Gruppe hätten sich insgesamt viermal mit der israelischen Firma getroffen, zuletzt Ende November 2023. Er habe davon seinem direkten Vorgesetzten und dem Unternehmenschef per Mail berichtet. Der damalige Firmenchef habe schnell reagiert und verlangt, die Kontakte sofort einzustellen, erklärte der IT-Leiter. Computer unterstützen Ärzte bereits seit geraumer Zeit bei Operationen. Am Freitag aber wird jetzt ein medizinischer und technologischer Meilenstein gesetzt, der die Zukunft der chirurgischen Zusammenarbeit neu definiert. Ärzte operieren in Hamburg live Patienten in China, 7500 Kilometer entfernt mit Hilfe einer Konsole und Telerobotik-System. Es ist das Highlight des 15. Symposiums der Deutschen Gesellschaft für Roboterassistierte Urologie e.V., zu der am 13. Und 14. November rund 4000 Experten in der Handelskammer zusammenkommen. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Christian Wülfing, Chefarzt der Urologie an der Asklepios Klinik Altona, steht der Kongress in diesem Jahr ganz im Zeichen der Telerobotik. Gefängnisstadt Istanbul. Ein wegen Steuerhinterziehung gesuchter Mann ist am Flughafen Fuhlsbüttel verhaftet worden. Der 45-jährige deutsche Staatsbürger hatte insgesamt rund 84.000 Euro, bestehend aus einer Geldstrafe, Wertersatz und den Verfahrenskosten, noch nicht bezahlt, wie die Bundespolizei in Hamburg mitteilte. Seit September war er deshalb per Haftbefehl von der Staatsanwaltschaft Heilbronn gesucht worden. Ursprünglich wollte der Mann am Montagmorgen nach Istanbul fliegen. Weil er seine Schulden jedoch nicht direkt begleichen konnte, sitzt er seitdem in Haft. Denn dem Haftbefehl zufolge standen 167 Tage als Ersatzfreiheitsstrafe gegen ihn aus. Weil er seine Kollegin niedergestochen hat, muss sich seit heute ein 26-Jähriger vor dem Landgericht verantworten. Dem jungen Mann wird versuchter Mord in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung vorgeworfen. Der Auszubildende einer IT-Firma in Harburg soll am 19. Juni gegen 16 Uhr in den Büroräumen der Firma einer anderen Auszubildenden plötzlich in Tötungsabsicht ein Messer mit einer etwa 10 cm langen Klinge in den Hals gestochen haben. Der Kollegin gelang es jedoch, das Messer an der Klinge festzuhalten und es dem Angeklagten abzunehmen. Ein tiefes Eindringen in den Hals konnte so verhindert werden. Beim anschließenden Kampf gingen beide zu Boden. Durch Hilferufe eilten zwei weitere Kollegen herbei und halfen der jungen Frau, die daraufhin aus dem Büroraum fliehen konnte. Sie erlitt eine Stichverletzung am Kehlkopfbereich sowie mehrere Schnittverletzungen. Zu Beginn des Prozesses legte der Angeklagte, ein ruhiger, korpulenter junger Mann in weißem Hemd und mit schwarzer Brille, ein Geständnis ab, das von seinem Verteidiger vorgelesen wurde. Ich bereue es, was ich getan habe, las der Verteidiger vor. Mir ist bewusst, dass ich dafür bestraft werden muss. Zudem bat der Deutsche um ein mildes Urteil. Ihm sei klar geworden, wie schlimm meine Tat für sie gewesen sein muss. Er bereue es und wolle sich bei ihr entschuldigen. Schuld trage allein ich. Lars Klingbeil ist glühender Bayern-Fan. Daraus macht der SPD-Vorsitzende kein Geheimnis. Doch als Anhänger des Rekordmeisters hat man es im hohen Norden nicht immer leicht. Was er als junger Mann in Hamburg erlebte, erzählte er jetzt auf Kampnagel, wo der Vizekanzler als Gast bei »Eine Stunde Zeit mit« deutlich länger als eine Stunde Rede und Antwort stand. Klingbeil war mit Kumpels aus seiner Heimatstadt Munster zum Volkspark gereist, wo der HSV gegen das Team von Bayern München antrat. Alle außer ihm waren HSV-Fans, offenbar ebenso glühend wie er Bayern-Anhänger. Anders als sie saß Klingbeil im Gästeblock der Bayern. Nachdem seine Mannschaft das Spiel mit einem völlig unverdienten Elfmeter gewonnen hatte, kam er zurück zum verabredeten Treffpunkt am Auto. Doch das Auto war weg, ebenso wie seine Freunde. Nicht nur um Anekdoten wie diese ging es auf Kampnagel, aber Klingbeil machte immer wieder Abstecher zu seiner eigenen Biografie, um seine Politik zu begründen. Er befürworte den deutschen Sozialstaat, der sich um Menschen kümmere, denen es gerade nicht gut geht. Aber es verstößt gegen mein Leistungsprinzip und mein Gerechtigkeitsempfinden, wenn Menschen Geld vom Staat nehmen, aber sagen, ich mache nichts und ich will auch nichts machen und ich strenge mich auch gar nicht an. Morgen wird es spannend. Dann wird die Jury zusammenkommen, um über die Entwürfe für ein neues Opernhaus am Barkenhöft zu entscheiden. In dem derzeitigen Qualifizierungsverfahren waren die Architekten aufgerufen, ein offenes, einladendes, schwellenloses und helles, beschwingtes Haus frei von Pomp und Pathos zu entwerfen. Fünf Büros aus dem obersten Regal, Bjarke Ingels Group aus Kopenhagen, GMP International und Professor Jörg Friedrich aus Hamburg, Snöhetta, Oslo und Sofujimoto haben in der vergangenen Woche ihre digitalen Präsentationen für die neue Oper Hamburg vorgelegt, die Klaus Michael Kühne stiften will. Der Hamburger Architekt Carsten Roth hatte seiner Masterclass an der TU Braunschweig eine ähnliche Aufgabe im Sommersemester auf den Weg gegeben, mit einer verwandten Aufgabenstellung. Ziel der Entwurfsaufgabe ist es, einen Entwurf für ein Opernhaus der Zukunft auf dem Barkenhöft zu entwickeln. Dabei sollen sie sich mit der städtebaulichen, freiraumplanerischen und architektonischen Gestaltung des Gebäudes sowie dessen Kontext auseinandersetzen. Die Ideen können sich sehen lassen. Das war dein tägliches News-Update, erstellt mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Wenn dir diese Episode gefallen hat, abonniere unseren Podcast und teile ihn mit deinen Freunden. Bis zum nächsten Mal. Ein Podcast von Funke. Weitere Podcasts vom Hamburger Abendblatt finden Sie in unserer Abendblatt-Podcast-App und auf abendblatt.de.