Latest / Digital Sense – The Human Side of AI / Folge 21: Sonderfolge: Wer ist eigentlich Dr. Lucien André Reuter?
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- Yvonne Faoual: Hallo und willkommen Digital Sense, the human side of AI. Und wie versprochen haben wir ja heute den Lucien auf dem heißen Stuhl. Damit ihr einfach auch mal unsere Seiten kennenlernt, wie sind wir eigentlich privat, was haben wir so für Herausforderungen, wie denken wir über bestimmte Sachen und lieber Lucien, du liebst ja diese Zahl 3 so, deswegen habe ich dir drei Fragen, Kategorien mitgebracht und ⁓ Dr. Lucien André Reuter: Hallö! Yvonne Faoual: Ich würde tatsächlich ganz gerne mal mit einer klassischen beruflichen Frage einsteigen. Was war eine Entscheidung, bei der du gedacht hattest, boah, das könnte jetzt richtig gut oder richtig, richtig peinlich werden? Dr. Lucien André Reuter: Das ist eine gute Frage. Ich glaube, das war in der Zeit, ich in Duxenburg gelebt hatte und angefangen hatte für den Start, für Service nationale de la jeunesse zu arbeiten, also das Bildungsministerium. Und da gab es einen Punkt, wo es darum ging, was zu entwickeln. Und das sollte ein kleines Tool sein, was in den Makerspaces verwendet wird und die Arbeit ein bisschen entlasten sollte von uns Coaches. Und das hätte richtig cool werden können, hätte aber genauso gut total schief gehen können, weil ich dann zu dem Zeitpunkt schon... vier Jahre nicht mehr aktiv selbst entwickelt hatte. Produktiv. Das war schon die Phase, ich schon deutlich weiter in der Projektleitung und im Management aktiv war und eher Strategien überlegt hatte oder Systeme mir ausgedacht hatte, aber selbst nicht mehr entwickelt hatte. Aber gedacht habe, naja gut, hast du ja mal gelernt, ist bestimmt wie Fahrradfahren, kriegste auch wieder hin. Yvonne Faoual: Okay. Dr. Lucien André Reuter: Und hat am Ende auch ganz gut geklappt, nicht zu trotz, weil ich auch einen Kumpel mit an Bord geholt hatte, der aktiv Programmierer ist oder war zu dem Zeitpunkt, jetzt sicherlich noch sein wird. Und ich dann einfach mal einen Backup hatte, er konnte mir an den Stellen, wo ich nicht mehr weiter wusste oder halt nicht die neuesten Tricks und Versionen kannte, konnte er mir gut weiterhelfen. Yvonne Faoual: Sehr cool. Also gut ausgegangen für beide Seiten. Dr. Lucien André Reuter: Ich denke, ja. Also ich war auf jeden Fall zufrieden und da ich am Ende bezahlt worden bin, gehe ich davon aus, dass der Kunde auch zufrieden war. Yvonne Faoual: Ich glaube manchmal muss man einfach mal was riskieren. hatte mal so oft Topic eine wunderbare Führungskraft oder beziehungsweise einen wunderbaren CEO, der hat immer gesagt, Yvonne, einmal pro Woche musst du deine Kompetenzen überschreiten und deine Grenzen austesten. Und das habe ich mir wirklich so als Lebensziel gesetzt, weil dadurch weißt du wirklich, was kannst du, wie weit kannst du gehen und lernst halt immer wieder was dazu. von daher finde ich das schon ziemlich cool. Dr. Lucien André Reuter: Ich glaube gerade der Lernaspekt, wenn man immer nur in der Komfortzone drin ist, immer nur das tut, was man gerne tun möchte, dann entwickelst du dich nicht. Ich habe vielleicht sogar noch ein fast besseres Beispiel, was mir gerade so im Reden einfällt. Ich war ja in Luxemburg auch für die Digital Skill & Job Collision zuständig. Das ist ein EU Projekt, das ich nach Luxemburg geholt hatte und dort eine National Collision gegründet hatte mit meinem... ja, wann war denn das? Yvonne Faoual: Vielen Dr. Lucien André Reuter: vor acht Jahren, vor zehn Jahren, also mit Anfang 20ern, würde ich mal sagen. Und dann hatten wir natürlich ein Gründungsevent gehabt. Da waren mehrere Ministerien dabei. Ich hatte den Country Manager von Microsoft, Benelux da gehabt. Von Amazon war es ein Head of Marketing aus Amerika eingeflogen und und und und und. Und am Ende waren 300 Leute in diesem Raum, in dem Hotel und also in der Location, wo wir es gemacht haben. Das war ein Parkhotel. Und ja, da ich der Initiator war. musste ich ja auch eine Begrüßung machen und eine Rede machen. Und dadurch, dass das Luxemburg war, war das natürlich nicht Deutsch, Englisch. So. Jetzt kann ich natürlich gut Englisch lesen und schreiben. Sprechen ganz solide, ich sagen, zu dem Zeitpunkt. Aber es macht einen Unterschied, ob ich für mich rede, ob ich vor zehn Leuten rede oder ob ich vor 300 Leuten rede. Und zu dem Zeitpunkt war ich auch noch nicht so viel als Dozent unterwegs, als dass ich gesagt habe, ich stelle mich irgendwo hin und ich erzähle irgendwas. Das wirklich so ein Punkt, wo ich dachte, ja, das kann gut werden, das kann richtig gut werden und das kann auch richtig in die Hose gehen. Blackout oder sonstiges. Also ich hatte in den Schulklauseln immer Blackouts gehabt. Immer wenn es darauf ankam, ging gar nichts mehr. Da hat mein Kopf zugemacht. Sense. War ganz schlimm für mich. Es hat funktioniert, es ist, glaube ich, kein allzu negativer aufgefallen. Natürlich waren die anderen Redner viel spannender und der Fokus lag sicherlich bei den meisten Zuhörern gar nicht auf mir. Aber es hat mich auch geformt. es war wirklich kaltes Wasser, sehr, sehr kaltes Wasser. Aber ich habe unglaublich viel gelernt von der Organisation von so Events über das Stakeholder-Management, über Partnerschaften, über wie kriegst du Leute zusammen. Das Ganze war ja mehr oder weniger auf freiwilliger Basis das Projekt. Wir hatten keine großen Gelder, wir konnten nichts bezahlen. sondern wir mussten dafür sorgen, dass Partner bereit sind, sich zu plätschen, sich zu beteiligen, ⁓ daraus irgendwas zu machen. Weil am Ende müssen ja Sachen wie Locations et cetera bezahlt werden. Yvonne Faoual: Spannend, sehr spannend. Dann kommen wir gleich zur nächsten Frage. Was ist ein Talent von dir, was so völlig unnötig ist? Dr. Lucien André Reuter: unnötiges Talent. Yvonne Faoual: Mhm. Dr. Lucien André Reuter: Lassen Sie mich mal kurz überlegen, junge Dame. Yvonne Faoual: Also vielleicht an unsere Zuhörer einfach mal mit überlegen. ⁓ Dr. Lucien André Reuter: Überlegt mal für euch selbst mit. Ich bin ja immer sehr schwierig dabei, mich selbst zu analysieren. Das weiß die liebe Yvonne. Was für ein Talent habe ich, das absolut unnötig ist. Yvonne Faoual: Ich hab mir, als ich mir die Frage überlegt hab, tatsächlich gefragt, gibt es Talente, die unnötig sind? Dr. Lucien André Reuter: Das ist ein guter Punkt. Es kommt immer auf die Betrachtungsweise sicherlich drauf an. Also ein Talent, ich früher hatte, das aber je älter ich werde, immer schwieriger wird, ist, dass ich nicht einschlafen kann. Warum ist das ein Talent? Ein Talent war das immer, weil ich früher ganz oft der Fahrer war. und ich konnte noch so lange wach sein und noch so müde sein, wenn ich was getan habe, wie zum Beispiel Auto fahren, bin ich nicht eingeschlafen. Ich hatte weder einen Sekundenschlaf noch sonstiges gehabt. Was natürlich ein Talent dahingehend war, dass ich keine Angst hatte beim Autofahren wegpennen zu müssen. Also ich konnte 12, 14 Stunden lang durchfahren und wurde nicht müde dadurch. Also ich wurde schon müde, aber nicht müder, als ich ⁓ schon war zu dem Zeitpunkt. Muss aber sagen, das ist mittlerweile auch nicht mehr so. Mittlerweile werden dann irgendwann die Augen müde und ich merke, die Konzentration schwindet. Das hatte ich früher halt nicht gehabt. Yvonne Faoual: Mhm. Dr. Lucien André Reuter: Das heißt, war ein temporäres Talent der Jugend geschuldet, würde ich mal behaupten. Nee, eigentlich nicht unnötig, aus der anderen Sicht her, du dich ins Bett legst und schlafen möchtest und nicht einschlafen kannst, das ist schon sehr unnötig. Yvonne Faoual: Aber eigentlich auch nicht unnötig, weil wenn du da nochmal fahren kannst, das spannend. Okay, wir lassen es einfach mal so gelten. Jetzt wissen wir ja, dass du, also du gehst ja auch sehr offen damit ⁓ dass du Ligasteniker bist, aber das ist ja jetzt, also das blenden wir jetzt aus bei meiner nächsten Frage bitte und zwar, worin bist du überraschend schlecht? Ich weiß die Antwort. Dr. Lucien André Reuter: Mhm. Worin bin ich überraschend schlecht? ⁓ ich weiß es. In gerade Linien ziehen. Da regt sich mein Handwerker immer wieder drüber auf, weil mit der Ligastini einhergehen ist meistens eine Sauklaue bei vielen. Und bei mir ist diese Hand-Augen-Koordination, was fein granulare Sachen geht, nicht die beste. Also ich kann zwar Zahnräder in der Uhr mit einer Pinzette zusammenkriegen, das klappt irgendwie, aber... Yvonne Faoual: Okay, damit habe ich jetzt nicht gerechnet. Okay. Dr. Lucien André Reuter: Gerade Linie zu ziehen klappt nicht. Und das geht so weit schief, dass ich mit meinem Handwerker, mit einem guten Freund von mir mittlerweile, eine Einhausung von einer Belüftungseinlage gebaut hatte und das Brett schneiden sollte. Und natürlich ausgemessen, angelegt, meine Punkte markiert und irgendwie einen Versatz von am Ende 10 cm gehabt. Und er hat sich gefragt, wie geht das? Du musst doch einfach nur die Linie runterziehen. Aber irgendwie gehen die so. In meinem Hand-Augen-Gefühl war das gerade, aber es war nicht gerade. Also darin bin ich wirklich schlecht. Yvonne Faoual: Also, baut niemals irgendwas mit dem Lusure oder fragt ihn niemals, ob er euch irgendwo eine Linie ziehen kann. Dr. Lucien André Reuter: Lieber nicht die Linienzine bauen, ja, abreißen kann ich gut, aber das Linienziehen oder auch das Schneiden dann macht sie lieber selbst. Also auch mit Papier und einer Schere, gerade schön an der schwarzen Kante entlang, so Mandalaß ausschneiden, das lieber nicht. Yvonne Faoual: Okay, spannend. Unser Podcast heißt ja Digital Dissens, The Human Side of AI und wir sprechen ja auch über Technik und AI. Und ich habe dir auch noch drei Fragen zu dem Thema mitgebracht, weil drei ist ja deine Lieblingszahl. Glaubst du, dass AI irgendwann oder KI uns irgendwann besser verstehen wird als wir uns selbst? Dr. Lucien André Reuter: Drei. Das ist eine gute Frage. Ich kann mir... Also da muss man ein bisschen weiter ausholen. Ich selbst glaube, dass der Mensch eine Art Maschine ist. Jetzt nicht, dass wir alle Maschinen und Roboter sind, fändet sie extrem, aber letztendlich basieren wir ja auf elektronischen Impulsen, auf Stromflüsse in unserem Körper, die alles auslösen, was wir machen. Theoretisch sind das in meiner Wahrnehmung Daten. Der Mensch ist nicht sonderlich dazu geeignet, große Datenmengen zu analysieren. Eine Maschine kann das. Das heißt, kann mir vorstellen, wenn der Mensch in der Lage ist, die Sachen grundsätzlich zu verstehen und wirklich dann komplett versteht, wie der ganze Körper und alles zusammenhängt, und wir das der Maschine beibringen, also unserer KI, dass die dann das natürlich viel, viel schneller machen kann als wir. Das heißt, Die hängt dich an ein Gerät dran, misst alle Ströme in deinem Körper und sagt, ja, pass mal auf, dir tut die Schulter oben links weh. Das liegt daran, weil du unten rechts den Dorlingfuß hast. also, weil das wäre ja eine rein datenbasierte Analyse des ganzen menschlichen Systems. Und mit genügend Daten und Fakten kann eine Maschine uns besser interpretieren, als wir uns selbst. Yvonne Faoual: Mhm. Okay, spannend. Finde ich spannende Ansicht, muss ich mir mal noch Gedanken drüber machen. Was war dein Okay? Jetzt wird's gruselig, EI Moment. Dr. Lucien André Reuter: Jetzt wird es gruselig, Eiermoment. Ich finde das alles nicht so gruselig, ⁓ ehrlich zu sein, weil ich sehr viel dahinter verstehe und sowieso schon seit Langem davon ausgehe, dass es früher oder später kommen wird. Natürlich ist es gruselig, wenn auf einmal Autos selbst fahren können und du dir überlegst, naja, die hat ein Mensch gemacht, meistens unter sehr viel Kaffee Einfluss, überarbeitet, extra Stunden oder halt ein Team von Menschen. Der Fehler hintran wird immer der Mensch bleiben. in den Systemen. Also solange die Systeme sich noch von Menschen schreiben lassen. und nicht komplett selbst schreiben. Und selbst wenn sie sich selbst schreiben, wann haben sie den Zeitpunkt erreicht, dass der menschliche Fehleraspekt raus ist? Finde ich das sehr gruselig, wenn das Sachen sind, die mir persönlich gefährlich werden können. Autofahrten, Operationsroboter. ist alles, wo es dann rein die KI entscheidet und macht, aber sie vom Menschen programmiert worden ist. Weil der Programmierer, der KI, die die Auto fährt, ist ja kein Rennauto-Fahrer, sondern ein Informatiker. Das heißt, der weiß zwar auch, wie man Auto fährt, weil er einen Führerschein hat, normalerweise, oder vielleicht, aber denkt er an wirklich alles, alles, alles, was Autofahren angeht? Oder sind genügend Entwickler in diesem einem Autofahrprojekt drin, mit genügend Mechanismen, die das abfangen? Und kommt nicht irgendwann der Punkt, wo die KI sagt, na ja, ich habe jetzt die Auswahl zwischen A und B und ich mache lieber B, weil mathematisch gesehen ist B besser als A. Vergisst aber dabei zu denken, dass der Mensch Option C vielleicht spontan in die Idee hätte, die aber nicht programmiert worden ist oder wo die KI gar nicht dran denken könnte. Also das wäre so ein Punkt, wo ich sagen würde, okay, das finde ich nicht ganz so cool. Das macht mir schon ein bisschen Pflaumen. Auf der anderen Seite, gerade beim Thema Autofahren, wie viele Autofahrer gibt es, die kein Auto fahren können? Wie viele junge Menschen gibt es, die gerade das Auto fahren lernen? Die müssen es lernen, die sind einfach noch nicht so erfahren. Wie viele alte Menschen gibt es, die schon längst lieber den Führerschein hinten abgeben sollen, einfach der Körper das nicht mehr kann? Ich meine, du kannst noch so erfahren sein, wenn dein Körper die Reaktion nicht mehr hat, dann bringt dir deine ganze Erfahrung nicht nichts, aber weniger. Die reagieren dann vielleicht aufgrund der Erfahrung noch besser. Aber bei meiner Frau war das so, Auto stand vor der Haustür, ein älterer Mann hat sich ... Yvonne Faoual: Mhm. Ja. Dr. Lucien André Reuter: Er hat sich hinten dran geparkt, weil er nach seiner Sonnenbrille gucken wollte. Er hat nach seiner Sonnenbrille gegriffen, hat dabei auch immer den Fuß losgelassen, war ein Automatikauto, fährt uns in das parkende Auto rein und hat gar nicht geschaltet, sondern gibt dann noch drei, viermal Gas. Warum auch immer. Also da ist halt irgendwas schief gegangen und das war schon noch sehr lustig. Aber wir haben dann ein paar Wochen, Monate später gehört, dass wohl er einen Kinderwagen angedotzt hatte beim Kurve schneiden. Ja, ist wohl nicht viel passiert oder gar nichts passiert, aber Yvonne Faoual: ⁓ hallo! Dr. Lucien André Reuter: Wenn ich mir überlege, mein Sohn ist jetzt zwei Jahre, ich laufe mit dem irgendwo rum im Kinderwagen oder an der Hand und einer schneidet die Kurve und fährt drüben. Ja, kann auch mit einem jungen Menschen passieren, will da gar nicht jetzt ins Alterbashing reingehen. ja, wie gesagt, der Mensch macht Fehler, die KI macht Fehler, finde ich beides gruselig. Yvonne Faoual: Wenn AI dich ersetzen würde, was wäre Ihre erste Verbesserung? Dr. Lucien André Reuter: wenn ai ein nicht verbessern würde bei schlafer Yvonne Faoual: Wenn es dich ersetzen würde und was wäre dann die erste Verbesserung? Dr. Lucien André Reuter: Beruflich oder privat? Yvonne Faoual: Das darfst du dir aussuchen, du kannst auch beides machen. Dr. Lucien André Reuter: Mhh. Das ist eine verdammt gute Frage. Beruflich gesehen vermutlich Sales. Vertrieb. Ich bin, glaube ich, kein guter Vertriebler, weil ich bin ein ehrlicher Mensch und das passt oft bei überwiegend so zusammen, ich das Gefühl. Also wenn ich was blöd finde, dann sage ich das. Wenn ich sage, das lohnt sich nicht, dann sage ich das. Yvonne Faoual: Mhm. Vielen Hahaha Dr. Lucien André Reuter: wenn ein Kunde zu mir kommt und sagt, ⁓ hätte gerne diese KI-Software, die alle haben, dann sage ich, lass uns mal deine Prozesse angucken, ob die ki überhaupt für das das Richtige ist oder ob du überhaupt bereit bist, schon KI einzusetzen. Und damit habe ich mir schon einige Kunden vergrault, weil die einfach kein RPA wollen, die wollen keine Prozessanalyse, die sind der Meinung, sie sind ready, ich bin der Meinung, sie sind nicht ready und ich sage ihnen das. Und klar, ich hätte ihnen auch erzählen können, ja, dann machen wir diese KI und ich berate in dem Bereich und... Yvonne Faoual: Mhm. Dr. Lucien André Reuter: geht die Tür auf. Hallo? Wir kriegen Besuch. Der wollte sohnemann gucken, wer hier rumbrüllt. Und kommen wir zu einem Punkt, wo ich den natürlich hätte irgendwas verkaufen können, irgendeine Strategie, KI-Implementierung, aber damit würde ich mich nicht wohlfühlen. Und deswegen sicherlich eine KI würde das besser machen, anders machen vielleicht, weil sie einfach auch in dem Rahmen dann eine andere Idee hat, wie man das verkaufen könnte oder vermarkten könnte oder dann Cross Selling, dass ich dann doch den irgendwie erstmal das eine anbiete und dann nachher dann zurückrolle und sage, guck mal, ich hab's ja gesagt. Also das wäre vielleicht ein Punkt beruflich gesehen und privat. Naja, wenn eine KI mich entsetzt, müsste ich nicht mehr schlafen. Das heißt, ich könnte tatsächlich meine Frau deutlich mehr entlasten, was mein Sohn angeht, weil momentan besteht mein Leben häufig aus Arbeiten, zu versuchen zu schlafen, dann irgendwann zu schlafen und dann wieder zu arbeiten. Mit kleinen Pausen, wo ich dann tatsächlich mal Zeit finde, mich ⁓ meinen Sohn zu kümmern. Ich glaube, das würde eine KI besser hinkriegen als ich. Yvonne Faoual: Möchte deine Frau eine KI haben? Dr. Lucien André Reuter: Sicherlich nicht, aber die Frage war ja, was die KI besser macht. Also auch mein Sohn hätte sicherlich lieber mich als eine KI. Behaupte ich mal, noch ist er nicht so alt, als dass er Vorteile von einem Roboter sieht, den er programmieren und abändern könnte. Ich glaube, der ist beeinflussbarer vermutlich als ich am Ende. Also die KI. Aber ja, das wäre vielleicht etwas, was die KI besser machen könnte, als ich jetzt nicht dem Umfeld besser gefallen könnte. Yvonne Faoual: habe eine Kategorie, wo es darum geht praktisch spontane Reaktionen. Da warte ich aber noch kurz, weil du hast ja in meinem Interview mir zwei Fragen gestellt ⁓ der Bedingung, dass ich in diesem Podcast bleiben kann. ⁓ habe auch eine schöne Frage für dich, beziehungsweise zwei. Die erste ist, warum glaubst du funktioniert das hier zwischen uns beiden? Dr. Lucien André Reuter: Ja. Ich glaube, das funktioniert, weil wir im Denken ähnlich sind, aber grundsätzlich verschieden. Wir sind wirklich wie zwei Seiten einer Mitte alli. Du hast... Also wir kennen uns ja letztendlich schon seit einer geraubenen Zeit mittlerweile, dadurch, dass du mich gecoacht hast und du mir geholfen hast, meinen Gefühls-Gedanken-Chaos neu zu programmieren. ⁓ es mal so zu formulieren. Und da habe ich schon gemerkt, dass wir sehr oft miteinander reden können, gut auch unsere Ideen austauschen können und dass nicht immer alles weiß und schwarz sein muss unbedingt. Also du weißt ja, ich habe sehr viele alte Regeln gehabt, die ich mir selbst oder mein Umfeld mir auferlegt hat. Also Glaubenssätze hast du es genannt. Und da habe ich schon gemerkt, dass deine Ansicht, auch wenn ich die selbst so nie gesehen habe, doch ganz spannend sein kann oder auch ihre Daseinsberechtigung hat, ⁓ es mal so zu formulieren. Und ja, ich glaube, genau dieser Kontrast von du sehr menschlich, sehr Gefühle, Emotionen und ich halt eher mehr dieses mathematische, technologische, stringente Yvonne, wir müssen Podcast machen, ich schreibe uns mal einen Plan runter, wer in welcher Sekunde was zu sagen hat und die Yvonne eher so, hm, äh... Ich habe mir da mal was überlegt, lass uns mal ausprobieren. Ich glaube, ist so gerade der Punkt, das so harmonisch macht, weil wir beides abdecken können. zum einen dieses sehr strukturierte, als auch dieses spontane Ich reagiere jetzt auf irgendwas und habe eigentlich zu immer irgendwas zu sagen, immer eine Antwort und ja, kann mich eigentlich in jedem Augenblick erwischen. Also dich in jedem Augenblick erwischen und es ist authentisch. Yvonne Faoual: Jetzt hast du mir eine Frage schon weggenommen, die wäre gewesen, was bringst du mit und was muss ich davon immer ausbaden? Das hast du mir schon beantwortet, aber ich habe ja noch welche in petto. Und zwar, was kann ich besser als du und tut das weh, das zuzugeben? Dr. Lucien André Reuter: Ja. Was kannst du besser als ich? Du kannst vieles besser als ich und ich kann vieles besser als du. Und ich glaube, eine Sache, die du deutlich besser kannst als ich, ist ja das, ich gerade schon angesprochen habe, menschlich sein, über Emotionen reden, über dich selbst zu analysieren, dich selbst zu hinterfragen, liegt sicherlich auch an dem Punkt, dass du das schon viel, viel länger praktizierst als ich. Yvonne Faoual: Ja. Natürlich. Dr. Lucien André Reuter: Ja und letztendlich musst du das ausbaden, weil du ganz häufig mich wieder einfangen musst und sagen musst, Lucien, guck mal hier, mach mal da, überleg mal so, könnte das was sein? Ich mein du sagst mir ja nie, Lucien, du musst das tun. Sondern du gehst mir ja richtig auf den Sack manchmal und sagst hier, ich hinterfrag dich da mal, überleg mal, guck mal, was könntest du tun oder was sind Möglichkeiten oder wäre das eine Option oder stell dir mal vor, ABCDE. Ja. Yvonne Faoual: Ne, auf Weitere ist gut. Hast du gerade gesagt, ich geh dir damit auf den Sack manchmal? Dr. Lucien André Reuter: positiv gesehen. Es ist genauso wie wenn ich meinen Kunden mit bestimmten Punkten nerfe, wo ich weiß, okay, wir müssen da durch, das hilft alles nichts und wenn wir den Punkt jetzt nicht machen in der Digitalisierung, guckst du nachher in die Röhre. Da gehe ich meinen Kunden auch auf den Sack. Aber das ist ein liebevolles Aufsichtssackgehen. Yvonne Faoual: Okay. Okay, jetzt habe ich noch eine kleine, spontane Kategorie. Eine schnelle Runde ohne Nachdenken. Kaffee oder Schlaf? Dr. Lucien André Reuter: Schlaf. Struktur. Yvonne Faoual: Struktur oder Chaos? Früh dran oder immer knapp? Beende den Satz, ich bin der Typ Mensch, der... Dr. Lucien André Reuter: Immer Gewinn. Yvonne Faoual: Was wäre dein persönlicher Bewerbeslogan? Pitsch dich jetzt. Dr. Lucien André Reuter: Äh... Gute Frage. Yvonne Faoual: spontan. Dr. Lucien André Reuter: Ja, Yvonne Faoual: Okay. Dr. Lucien André Reuter: Ich weiß es nicht. Das ist wieder typisches Marketing-Vertrieb-Ding. Irgendwas vielleicht in der Richtung, was mir gerade durch den Kopf geht, wäre... Willst du Digitalisierung? Komm zu Lucien. Also so ganz plain und simple. ohne viel Tram-Dram, weil wer mich kennenlernt weiß, was ich kann und schätzt das. Problem für mich ist nur, die Leute müssen mich erstmal kennenlernen. Yvonne Faoual: Mhm. Das haben wir damit heute getan. Das ist ein superschöner Abschlusssatz zu unserer Folge. Mir hat es unfassbar viel Spaß gemacht. glaube, auch wir haben bei dir tatsächlich mal eine andere Seite erleben dürfen. Und für unsere Zuhörer, nein, der Lucian hatte diesmal keinen Skript. Er musste komplett spontan auf meine Fragen reagieren und konnte sich auch nicht vorbereiten, gar nicht. Ich glaube, das war die größte Herausforderung für ihn heute, weil er nicht wusste, was kommt auf ihn zu. Dr. Lucien André Reuter: Das glaube ich. Bye! Ich habe mich bisschen gefühlt wie in der Führerscheinprüfung oder in den Führerscheinstunden früher. Da habe ich auch immer sehr viel transpiriert und so was kommt auf mich zu, was kommt das nächste? Ich wusste nicht, wo mein Fahrer langfahren sonst hätte ich mir vorher mal die Strecke angucken können etc. Yvonne Faoual: Hahahaha Dr. Lucien André Reuter: Das ist wirklich was Neues. Ist aber auch mal schön, im My Metal Outfit durch die Gegend zu sein. Ist auch vielleicht nochmal ein guter Punkt, ⁓ bisschen Fremdwerbung zu machen. Und zwar gibt es in Deutschland einen Business Metal Club. Oder Metal Business Club heißt der. Und das ist für Gleichgesinnte, also für alle Leute, die Rock, Metal, Industrial und ähnliches hören. Aber auch auf einer gewissen Ebene Geschäfts... treibend sind, also Führungskräfte, Geschäftsführer, Selbstständige. Vielleicht etwas, wo ihr mal reingucken könnt, reinhören könnt. Fängt jetzt langsam an in Deutschland zu starten. Googelt es einfach mal. Ich kenne einen, der Haupt, wenn ich auch als Countrymanager Initiatoren oder Sonstiges kenne, nennt. Kenn ich. Ist eine coole Sache. Wer Metal mag und sagt, der Lucien hat ein Metal-T-Shirt an, guckt euch das an. Yvonne Faoual: Sehr cool, sehr cool. damit liebe Zuhörer, unsere Folge für heute ist unsere Folge für heute am Ende. Es war sehr lustig, es war sehr spannend und ich könnte mir gut vorstellen, dass wir das irgendwann in einem halben Jahr nochmal wiederholen mit anderen Themen. Bis dahin eine schöne Woche euch. Dr. Lucien André Reuter: Wir werden's Eine schöne Woche, ciao!