Latest / UnternehmerTUM Backstage - Geschichten aus dem Innovationsökosystem / Fünf Jahre Munich Urban Colab: Wo Stadt, Startups und Industrie zusammenkommen
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- speaker-0: Willkommen bei und ... ... speaker-1: Der Nimmertum wächst. speaker-0: Stage. Hier sprechen ... speaker-1: Menschen hinter den Innovationen. speaker-0: Forschenden, MacherInnen und Entscheidern aus dem Unternehmen. speaker-1: Nehmertum Ökosystem speaker-0: Wir teilen Einblicke, Erfahrungen, speaker-1: und Geschichten aus DABS. speaker-0: neuen Technologien und natürlich speaker-2: dem Unternehmertum. Los geht's! speaker-0: dass ihr dabei seid. speaker-2: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge Unternehmer zum Backstage. Normalerweise sprechen wir in diesem Raum ja mit Gästen hier im Munich Urban CoLab. Heute drehen wir den Spieß ein wenig Heute reden wir nicht nur mit Gästen, sondern heute reden wir mit den Gastgeberinnen des Munich Urban CoLab. Ich freue mich sehr, dass wir heute Julia Christensen von der Stadt München und Claudia Frei vom Munich Urban CoLab begründen dürfen. Herzlich willkommen. speaker-0: Danke, dass wir hier sind. speaker-2: Ja, was besonderes tatsächlich, zum einen weil ihr ja die Gastgeberinnen seid von diesem Gebäude und auf der anderen Seite auch ihr zugleich das Fünfjährige gefeiert, also auch was zu feiern heute hier. Erstmal herzlichen Glückwunsch. Wir wollen heute über die Historie reden. Wie kam es überhaupt zu der Idee, was es in letzten fünf Jahren passiert und vielleicht auch ein bisschen darüber reden, was steht in nächsten fünf Jahren an in diesem aus eurer Sicht glaube ich sehr besonderen Ort. Und bevor wir ins Gebäude einsteigen, würde mich natürlich interessieren, wie ihr beide zu diesem Vorhaben gekommen seid. Vielleicht fangen wir mit dir, Julia, an. meine, du bist ja bei der Stadt Landesamt für München angestellt. Das ist ja das Munich Urban CoLab, jetzt nicht der Standardjob der Stadt in so einem Referat für Wirtschaft und Arbeit. Wie kamst du zu der Rolle? speaker-0: Ja, also ich habe bei der Landeshauptstadt angefangen, Themen wie Digitalisierung und Innovation voranzutreiben an der Schnittstelle zum Innovationsökosystem. Und dann hörte ich relativ schnell, da ist etwas fertig gebaut worden, das heißt Munich Urban CoLab. Und dann dachte ich schon, was könnte das denn sein? Und dann läuft das bei uns auch tatsächlich oft so, dass erfreulicherweise, dass wir sagen, wer ist motiviert, wer hat Lust, was zu machen? Also habe ich die Hand gehoben zusammen mit einer Kollegin, mit der Ursula. Und dann waren, glaube ich, schnell die ersten Treffen hier auf der Baustelle. Und zugegeben, am Anfang wusste ich nicht wirklich, worauf ich mich einlasse. Hab dann aber schnell gemerkt, dass es irgendwie was, was man gestalten kann und was einfach eine tolle Chance, also jetzt auch Retro-Perspektive ist oder war auch. speaker-2: hat es auch bammelt damals, weil du die Hand gehoben für das Projekt, auch mal Zweifel gehabt, ist das so richtiger Schritt. Der Außenstehende sagt wahrscheinlich, bei der Stadt hat man eher so einen strukturierten Job, Klarheit. Das war schon sehr neues Vorhaben. Gab es das auch da? Man hat am Anfang gesagt, das war einfach tolle Chance und direkt zugegriffen. speaker-0: Ja, also ich glaube tatsächlich, es bei uns ein bisschen anders ist. Also wir haben gar nicht so klassische Struktur. Also wir haben natürlich Dinge, die wir regelmäßig machen und die auch zu unserem Job gehören, also die wir brauchen auch das Ökosystem und die Stadt zu unterstützen. Aber ich glaube, dass gerade so im Bereich Innovationsförderung haben wir das Glück, dass es Menschen gibt, die daran glauben, dass wir Freiräume auch in der Stadtverwaltung brauchen. Also dass es Vertrauen braucht, also dass es Leute gibt, die motiviert sind, die mitmachen wollen und die dass man sich auf ein Ziel vereinbart und gewisse Rahmenlinien dafür hat, aber dass man vor allem dann auch das Vertrauen hat, Dinge neu auszuprobieren. Also wir haben unten ja unsere eigenen Flächen hier auch im CoLib, das Munich City Lab, Lab deshalb auch, weil das für uns schon auch was ist, was wir ausprobiert haben. Also es war jetzt am Anfang klar, wir haben das CoLib zusammengebaut, es war jetzt klar, es gibt die Partnerschaft. Aber wie genau wir jetzt die Stadtverwaltung hier mit reinholen und wie wir sie motivieren, das war ja am Anfang alles noch nicht klar. Ich habe eher das Gefühl, aus der Stadtverwaltung selbst, aber auch aus dem Stadtrat das Backing zu haben, sagen, das ist etwas, was wir hier neu ausprobieren, wo wir Freiheiten haben. Und das weiß ich auch sehr zu schätzen und das wissen, glaube ich, viele der Kollegen in der Stadtverwaltung auch zu schätzen. speaker-2: Bevor wir jetzt auf die Inhalte eingehen, auch vom Gebäude her und wie die Zusammenarbeit funktioniert, Claudia, du bist ja eigentlich die CFO von Unternehmertum. Nimm uns mal mit auf die Reise. Wann kam die Idee Munich Urban Coalabs zum allerersten Mal bei dir an und wann hast du vor allem gemerkt als Claudia, okay, das wird jetzt mein Projekt. speaker-1: Also da muss ich schon ein bisschen ausholen, weil ich habe vor 16 Jahren bei der Unternehmertum angefangen als CFO und relativ zügig nach meinem Start kam so ein Seitenprojekt irgendwie auf mich zu gewalzt. Und das war nämlich das Entrepreneurship Center in Garching. Das heißt, die Idee war, dass die TUM, die TU München sozusagen mit der Unternehmertum, Entrepreneurship-Aktivitäten in einem Haus zentrieren wollte, zusammenfassen wollte, schon da mit der Idee, Innovation und Gründung erlebbar zu machen. Und genau da hat der Helmut mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte, dieses Projekt zu machen. Und dann habe ich gesagt, ja, ich habe zwar noch nie irgendwas gebaut, aber mache ich. Schönberger, speaker-2: und Hemmung. speaker-1: der Co-Gründer und CEO der Unternehmertum. Und genau, und so haben wir als erstes Mal eben das Entrepreneurship Center in Garching zusammen mit der TU gebaut. Das war dann 2015 fertiggestellt. Und tatsächlich war das so, dass zum ersten Mal wirklich alle Gründer in einem Haus versammelt waren. Und das war einfach irgendwie ein unheimlicher Schub auch für die Unternehmertum, das man einfach Gründung erleben konnte in einem physischen Ort. Das war vorher so nicht möglich. Und daraus entstanden ist tatsächlich auch eine engere Verbindung mit der Stadt München. sich etabliert hat. Der Kurt Kapp kam damals auch nach Garching, hat sich das dort angeschaut. Und daraus ist eigentlich die Idee geboren, etwas auch, so einen Ort auch mitten in der Stadt München zu errichten. Und zwar tatsächlich dann als Public-Private-Partnership von Anfang an so gedacht, dass sozusagen wirklich die Stadt München und die Unternehmertum eine Partnerschaft eingehen und das gemeinsam dieses Projekt initiieren und errichten. Und ich sag mal, so für mich irgendwie zum ersten Mal real wurde das, als der Helmut Schönberger mir irgendwann gesagt hat, wir hätten dann noch ein zweites Projekt. Und da ich ja schon so viel Bauerfahrung hatte, lag es natürlich nahe, dass jetzt auch erstmal gerade in der Bauphase das Thema bei mir lag. ich hab natürlich, also ich konnte natürlich nicht nein sagen. Das ging natürlich nicht. Also es war natürlich auch irgendwie super spannend und eben auch gerade im Zusammenhang mit der Stadt, mitten in der Stadt, irgendwie sowas zu errichten. Da konnte ich nicht nein sagen. Also sozusagen war ich erstmal angedacht, dass ich sozusagen die Bauphase wieder begleite, dass es als Bauprojekt mein Projekt ist. Und tatsächlich muss ich sagen, dass es uns aber schon während der Bauphase so wahnsinnig viel Spaß gemacht hat, an diesem Munich Urban Collab zu bauen und auch mit der Stadt schon diesen Bau zu errichten. dass ich danach auch nicht loslassen konnte. Das heißt, ich bin dann eben auch Geschäftsführerin von Munich Urban CoLab geblieben und mir macht es jetzt auch nach fünf Jahren noch so wahnsinnig viel Spaß auch mit euch, und Ursula und den anderen, dabei sind, einfach dieses Projekt weiter voranzutreiben. speaker-2: Du hast ja beschrieben, jetzt ist dieses Gebäude, das Medium CoLab, eine eigene Gesellschaft und eine PPP, Public Private Partnership. Das heißt, ihr seid beide im Prinzip Co-Gesellschafter, Co-Vermieter. Bei euch eine Besonderheit der anfangs Wiesn-Chef, was ja auch bald ansteht, wiederum ist er zugleich auch für das CoLab ein bisschen verantwortlich, wenn man sich wundert, warum der auch ab und zu hier ist. Wie läuft denn so eine Partnerschaft ab? Ich meine, alle ... Meckern ja immer über die öffentliche Hand und das ist kompliziert. hier geht man sogar ein Projekt gemeinsam an, baut ein Gebäude gemeinsam. Nicht nur das, sondern kümmert sich auch die Inhalte gemeinsam. Wie funktioniert dann sowas dann doch? speaker-1: Also ich glaube, immer hängt ganz viel auch an Personen und also wie man zusammenarbeitet. Aber ich glaube, dass der wesentliche Punkt ist und das ist auch gleichzeitig so ein USP des Munich Urban CoLab. Der wesentliche Punkt ist, dass beide Gesellschafter wirklich hier vor Ort sind, im Haus sind und zwar eben nicht nur die Unternehmertou mit ihrem Programm, mit dem Accelerator, Incubator und allem, sondern eben auch die Stadt München, also die hier einfach ihr CityLab im zweiten Stock hat. speaker-2: Das heißt, sie kann bei dir jetzt Julia vorbeilaufen, an Tür klopfen und sagen, du mal Zeit für einen Kaffee. speaker-0: Ja, wenn ich da bin, ich tatsächlich viel im Hause unterwegs bin. wenn man nicht mich trifft, trifft man in Regel jemand aus den anderen Referaten. Wir haben tatsächlich das Glück, dass wir zu Beginn eine Roadshow machen die Referate abzuholen und sie hier einzuladen. Wir sind nach fünf Jahren nie zu dieser Roadshow gekommen, weil wir haben eher den Ansatz gefahren, holen die Leitungsebenen ab und wir holen die Mitarbeiterebenen ab und dann sind die gekommen, die Lust hatten. Wir sind 15 Referate, das kann man sich in der Stadt so vorstellen wie 15 Ministerien, verschiedene Zuständigkeiten haben, also wir für Arbeit und Wirtschaft. Aber es gibt Umwelt, Klima, gibt Gesundheit. Und alle 15 Referate der Landeshauptstadt München sind hier im COLEB in irgendeiner Art und Weise aktiv, manche mehr, manche weniger. Und unsere Aufgabe ist es halt, also als Referat für Arbeit und Wirtschaft, verstehen wir uns an dieser Schnittstelle, also den Kollegen einen Weg hier reinzubereiten. und gleichzeitig aber auch hier im Haus Verständnis dafür zu schaffen. ich glaube, Dreh- und Angelpunkt des Ganzen ist, ist, sich zu verstehen. Also ich glaube, es, wir sprechen in der Stadtverwaltung eine andere Sprache, als es im Start-up-Ökosystem der Fall ist, als es in einem Unternehmen der Fall ist. Und ich glaube, dass wir, also in der konkreten Zusammenarbeit sieht es so aus, dass wir, also mit Claudia und dem ganzen Team eine sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit haben und wir uns verständigen können. Also wir haben eine Sprache miteinander gefunden, basierend auf Vertrauen, wo wir Dinge besprechen können. Und dann fällt es uns auch leichter zu sagen, weil mir ist natürlich bewusst, als Stadtverwaltung, wir müssen schneller sein in manchen Dingen und müssen besser werden in bestimmten Dingen. Und gleichzeitig glaube ich, ist es aber auch oft gegenüber vielleicht zum Beispiel Start-ups nötig, auch mal zu sagen, hey, wisst ihr eigentlich, was wir für eine Verantwortung tragen als Stadt? Also wir können nicht einfach scheitern. Also wir sind für eine gesamte Stadtgesellschaft verantwortlich. Und ich glaube, Dieses Verständnis ist super wichtig. Und ich glaube, manchmal sind die Start-ups auch echt überrascht, was für ein Know-how in der Stadtverwaltung steckt. Also wir hatten, glaube ich, mal ein Start-up mit den Abfallwirtschaftsbetrieben zusammengebracht und die waren überrascht, wie viel die Kollegen schon wussten. Und ehrlich gesagt saß ich auch bisschen mit dem Grinsen ran, weil ich mir dachte, yeah, Kollegen, ihr seid cool und ihr wisst was. Und dann habe ich gesehen, wie die zusammen gesprochen haben und ich glaube, das sind so die... Moment, also ich glaube, dass wir eine Einheit haben, dass wir wirklich, wir sitzen ja jede Woche zusammen und besprechen und es ist ja nicht so, dass wir nicht auch kritische Themen haben und auch uns gegenseitig auch sagen, hey, könntest du das besser machen oder das besser machen? Und ich glaube, das ist der Kern des Ganzen, der Motor, der uns dann jeweils wieder befähigt, das sind die Unternehmertum, ins gesamte Innovationsökosystem in die Stadtgesellschaft zu tragen und uns in die Stadtverwaltung. speaker-2: Wenn ihr jetzt auf die Anfangszeit schaut, heute fünf Jahre rückblickend ist es ja einzigartig. Wir kommen auch gleich, was hier alles so stattfindet und versuchen es auch zu beschreiben. Aber was waren denn gerade am Anfang so die schwierigsten Entscheidungen? Oder gab es so einen Moment, wo du sagst, Claudio, auch du, Julia, wow, das war echt fast schon ein Dealbreaker oder da man fast schon dieses Kohle vielleicht doch nicht realisiert. Gab es so was? speaker-1: Es war schon dann am Ende auch eine etwas schwierige Entscheidung, jetzt sozusagen sich zusammen zu tun und zu sagen, wir machen es jetzt einfach. Und im Moment, glaube ich, wo das einfach dann passiert ist, wo die Entscheidung gefallen ist, war seinerzeit, wo der zweite Bürgermeister Schmidt damals und Frau Klatten irgendwie zusammen kam, sich die Hand gegeben haben und gesagt haben, wir machen es jetzt. speaker-2: Das ist eine Gesellschaft Gründen tatsächlich. speaker-1: Gesellschaft gründen und sich einfach in die Augen geschaut haben und das Projekt wird jetzt verwirklicht. Ansonsten ist es für mich eher so eine Reise von irgendwie Millionen von Entscheidungen, die eigentlich hier in dieses Haus gefallen sind. Und ich glaube, ich übertreibe da gar nicht, weil das ist ja wirklich alles, was du hier im Haus siehst, was wir hier machen. Dahinter liegt irgendwie eine Entscheidung. Also wir haben halt einfach versucht, eine Vision zu haben. Was wollen wir denn eigentlich mit diesem Haus und dann wirklich darauf hinzuarbeiten und die möglichst besten Entscheidungen dafür zu treffen, dass das eben auch gelingt. Und ich glaube, das Tolle ist, deswegen ich bin Total zufrieden mit den Entscheidungen, die wir getroffen haben. Weil das Tolle ist, dass du hast ja auch gesagt, diese Offenheit und Plattformneutralität dieses Hauses, eben die Leute hier anzuziehen, ins Haus zu bringen, dass sie sich wohlfühlen, dass sie hier reinkommen und denken, woa, hier möchte ich wieder herkommen, unbedingt morgen, gleich bin ich wieder da. Und das ist ja das, was uns angetrieben hat, die Leute hier anzuziehen, hier reinzuziehen, dafür zu sorgen, dass sie sich wohlfühlen und zwar jeden Tag hier wohlfühlen. Ich sage immer, irgendwie eine der wichtigsten Stellen hier im Haus ist der Front Desk, weil das der Punkt ist oder der Ort ist, wo sich entscheidet, ob du dich im Haus wohlfühlst oder ob du dich im Haus nicht wohlfühlst, ob du dich willkommen fühlst oder ob du denkst, wo bin ich denn jetzt hier gelandet. Und deswegen ist es für mich wahnsinnig wichtig. Und genau, das alles sind aber irgendwie Einzelentscheidungen bis hin zu, wen stelle ich jetzt ein für den Front Desk? Genau, und da können wir immer nur versuchen, natürlich unser Bestes zu tun, aber immer mit dieser Vision im Kopf irgendwie, was wollen wir denn eigentlich hier im Haus und wie soll sich das Haus darstellen und was soll es eigentlich den Menschen geben und wie sollen sie sich hier fühlen. speaker-2: Lass mal auf eine Audiotour gehen durch Scrolab. Jetzt sind halt die Zuhörerinnen und Zuhörer, die können ja jetzt in dem Fall nur zuhören und nicht wie wir das Glück zu haben, hier das Gebäude zu laufen. Ich glaube, so viel davon sagen, jeder ist herzlich willkommen, sich das auch mal anzuschauen. Aber lass uns doch mal das Gebäude beschreiben, jetzt mal wirklich von dem Eingang her kommend. Also einer von euch beide, einfach mal beschreiben, was von unten nach oben, was hier so passiert. Einfach mal als Interesse. speaker-0: Ja, also ich finde, man muss ja zugeben, dass wir momentan auch auf einem Baustellengebiet sind. Ich glaube, so ehrlich kann man sagen, weil wir in einem Viertel sind, was für München ja auch noch speziell ist, sich sehr im Umbruch befindet und wo viel entsteht, was für uns glaube ich aktuell vielleicht teilweise Herausforderungen mit sich bringt, aber was vor allem glaube ich für die Zukunft tolle Chancen bietet. Tiefquartier, speaker-2: Das ist Kreativpartie oder Dachwahl. speaker-0: mit der Tonnenhalle und mit der JT-Halle, die jetzt auch bald in den Betrieb genommen wird. speaker-2: Vorher, Julia? speaker-0: Das ist ein ehemaliges Gelände von den Stadtwerken München. Und ich finde, wenn man ans CoLib kommt und wir hatten ganz am Anfang mal einen Workshop, da ging es darum, wie können wir unsere Zwischennutzung auf der Rasenfläche machen. Da hatten wir Landschaftsarchitekten, ein Projekt da, da sind wir ums Gebäude rumgelaufen und ich finde, was von außen schon mal speziell ist, ist der Weitblick, den man hat, was man selten in der Stadt hat. Und ich finde dann, das ist schon so eine gewisse Offenheit, also den Blick weiten und dann geht man ins Haus rein und man wird unten gleich freundlich willkommen geheißen. haben unten, glaube tolle Eventflächen, irgendwie vielleicht nicht den klassischen Standards irgendwie entsprechen, sondern das ein bisschen andere Formate auch zulassen. Eine tolle ... Genau, speaker-2: Das ist ja wie so ein Audi Max, speaker-0: also es erinnert ein bisschen an die Universität. speaker-1: was auch gewollt ist. speaker-0: Was auch tatsächlich ein tolles Feeling ist. Also man muss sich das so vorstellen. Man kommt rein und dann sind da die Treppen und die sind recht steil auch. Was aber den Vorteil hat, wenn wir da Diskussionsformate oder Formate haben, man ist den Zuschauern sehr nahe. Und ich finde, auch wenn da 100 Leute drin sind, man hat nicht das Gefühl, man ist eine große Gruppe, sondern man ist in schönen, behütet ist das das falsche Wort, aber einem vertrauensvollen Ort und insgesamt sehr Licht durchflutet, sehr viel Raum. Also ich glaube, das ist das, was den Leuten auch mit am meisten auffällt. Also ich glaube, wenn man ins Haus reinkommt und gerade die Treppen. Häuser sich anschaut, wir haben sehr viel Raum, vielleicht auf den ersten Blick ungenutzt aussieht. Also da hätte man sicherlich auch noch Berufsflächen. Also Claudia kann über den Bau da sicherlich noch mehr sagen, dass es Raum gibt, wo man sich einfach mal treffen kann, wo man sich spontan hinsetzen kann. Genau. dann... speaker-1: Ich würde mal sagen, das Haus ist nicht optimiert zur Vermietung, sondern das Haus ist optimiert, sich zu begegnen und uns zu treffen. Deswegen genau diese Transparenz von der Architektur her, die Transparenz, die Offenheit, die Durchsichtigkeit und auch die Weite. auch wenn man ins Haus reinkommt, wir haben ja ein riesengroßes Treppenhaus, wo man wirklich von unten ganz nach oben schauen kann. Und wenn man von oben ganz nach unten schaut, das ist schon ganz schön tief. Und in der Bauphase, als es noch kein Geländer gab, da wurde einem richtig schwimmend. speaker-2: Ist auch von Tartot mal der Todesplatz oder ist der mal runtergeflogen oder war das im Tartot speaker-1: Genau, da war mal eine Folge hier. Aber das ist alles tatsächlich gewollt, diese Begegnungsstätten. Und wir ja auch die großen Nischen am Treppenhaus, die jetzt nöbliert sind, wo Sofas stehen, wo Sessel stehen, wo man sich einfach niederlassen kann. Und das ist alles tatsächlich so geplant, dass wir eben diese Begegnungsstätten haben, dass du überall Raum findest, dass du dich überall begegnen musst. Wir haben wahnsinnig viele Treppen, die auch nochmal die Stockwerke irgendwie in sich miteinander verbinden. Wir haben zwei riesengroße Wintergärten. Die finde ich jetzt architektonisch auch irgendwie ein Highlight sind, weil die auch nochmal so eine Helligkeit machen. Und gleichzeitig aber wir haben sehr nahe Nachbarn, also Wohnbebauung hier am CoLab und die gleichzeitig sozusagen für die Nachbarn auch nochmal das ein bisschen weiten. Also dass die jetzt nicht so eine riesengroße Wand irgendwie vor ihrem Balkon haben, sondern einfach auch nochmal in diesen Wintergarten schauen und eine gewisse Weite haben. Also es ist alles irgendwie mitgedacht. Deswegen ist der Entwurf, ist schon Wirklich toll, es war auch mit Abstand der beste und ich bin sehr froh, dass wir den auch verwirklichen konnten, obwohl er etwas teurer war als geplant oder als Budget da war. Aber ich glaube, es hat sich auf jeden Fall gelohnt, dass wir uns für den entschieden haben, weil der einfach konsequent mitdenkt, was wir hier wollen. Wir haben ja natürlich auch irgendwie, bevor wir auch diesen Wettbewerb zur Ausschreibung gemacht haben, haben wir uns überlegt, was wollen wir denn überhaupt in dem Haus und haben das auch sehr detailliert beschrieben, auch inhaltlich beschrieben. Und daraufhin sind dann die Entwürfe entstanden. ich glaube, der ist der Steidler Architekten hier gemacht. Und ich glaube, war einfach, die haben das am besten erfasst und auch nochmal diese industrielle Atmosphäre auch aufgenommen. Also wir haben ja so einen industriellen Look. ja auch so bisschen, wir wollen ja auch so einen Arbeitsplatz sein, also Arbeit, also Werkstattplatz auch sein, dass man hier wirklich das Gefühl hat, ja, ich kann jetzt hier loslegen. Jetzt, wenn ich an die Startups denke, hier irgendwie meine Prototypen bauen und hier einfach loslegen und. speaker-2: Jetzt im Erdgeschoss, wenn man hier reinkommt, dann nach dem freundlichen Empfang kann ich nur bestätigen, kann man tatsächlich auf der Wand des Mietervorzeichnisses anschauen. Da sieht man dann de facto die Logos und wer es dann weiß, der versteht, dass diese Holztafel de facto das Mietervorzeichnisses ist. Und dahinter ist auch ein Café, das ist ja nicht ganz ungewollt, weil es dort noch Leute treffen, die sie sonst nicht treffen. Jetzt hast du das angedeutet, auch du Julia. Audi, Max, verschiedene Räumlichkeiten, Werkstatt, industrieller Charakter, irgendwie Arbeitsplatz. Was ist denn das Colab? Ist es jetzt ein Cowork Space? Ist es ein Arbeitsplatz? Ist es ein Lab? Ist es eine Eventfläche? Also wie würdet ihr das Colab beschreiben? speaker-1: Gleichzeitig speaker-0: Also ich glaube, tatsächlich glaube ich, es manchmal dadurch, dass wir hier so oft sind und das auch mitmachen, sehen wir das manchmal. Also gar nicht mehr so, was hier entstanden ist. Aber ich glaube, was wir viel so widergespiegelt bekommen, ist, dass es ein Ort ist, das zusammenkommt. Also dass es ein Ort ist, der optimistisch ist. Also sofern ein Ort optimistisch sein kann. Aber die Stimmung ist optimistisch. Die Leute kommen ins Gespräch. Also für mich ist das KULIP ein Ort, den wir irgendwie gerade vielleicht zurzeit besonders brauchen, weil Menschen Freiraum haben. Also sie fühlen sich nicht eingeengt, sie fühlen sich willkommen, miteinander ins Gespräch zu kommen. Und da muss nicht jeder die gleiche Meinung haben und auch man kann in der Sache diskutieren, welche Mobilitätsform die richtigen sind oder wie wir zu mehr Klimaschutz oder wie wir unser Gesundheitssystem verbessern. Aber Erst mal kommen die Leute hier zusammen und stehen sich von Mensch zu Mensch gegenüber und dann entstehen Gespräche. ich glaube, das ist das, was das Gebäude befördert und was ich auch von den Kollegen zurückgespiegelt bekomme, dass das zum Beispiel uns als Stadtverwaltung auch total hilft, dass wir einen Ort des Zusammenkommens haben, der eben kein Referat für Arbeit und Wirtschaft ist, kein Gesundheitsreferat, sondern das ist unser gemeinsamer Ort hier auch. Und das tut uns als Stadtverwaltung auch sehr gut und genau, ich glaube, vornehmlich ist es für mich ein Ort des Zusammenkommens. speaker-2: Wie viele Menschen sind hier täglich im Gebäude? Wollen wir noch was ergänzen? Nee, klar. speaker-1: Weil da fällt mir gerade noch eine, die eine Kollegin irgendwie kürzlich gesagt hat, die war hier in einem Meeting und mit eigentlich sehr steifen Menschen. Und die hat mir dann erzählt und dass sie das toll fand, weil plötzlich aus der Atmosphäre hier die Menschen sich anders verhalten haben. Also viel offener miteinander umgegangen sind und viel lockerer irgendwo. Genau, und das ist, was du gesagt hast, die Atmosphäre hier, die irgendwas in den Menschen bewegt und sie einfach zusammenkommen lässt. Neutralität auch, ich. speaker-2: Das ist eine Gäste, tageweise kommen. Jetzt mal zurück zur Frage, wie viele Menschen sind hier täglich im Gebäude ungefähr? speaker-0: Kann ich gar nicht sagen. speaker-1: 400 bis 1000. speaker-2: Und dann ist ja ein Charakter auch von dem Gebäude, dass neben den Bestandsmietern gibt es ja ganz viele Events. Gefühlt hat man den Eindruck, jeden Tag mindestens einen. Wie viele Events gibt es im Jahr? 100? 500? Wow. speaker-1: fast 500. Also mehr als ein speaker-2: Und von der Größenordnung her kannst du mal Beispiele nennen von bis speaker-1: Also das ist halt wirklich von einem kleinen Workshop, unten in den Seminarräumen, in einem kleinen Seminarraumfest stattfindet oder so, bis zu den Groß-Events, die irgendwie mehrere Tage hier stattfinden. Also Süddeutsche Nachhaltigkeitsgipfel oder das Handelsblatt war schon ganz oft hier oder Siemens macht immer ein mehrtages Event hier. Also wirklich die volle Bandbreite. Aber insgesamt sind es circa 500. Unser Bestreben ist einfach, das Haus noch mehr zu füllen, eben auch mit dem Ganz wichtig für die Stadt ja auch, dass die Bürgerinnen und Bürger hier ins Haus kommen. wir versuchen einfach durch so TEDx-Formate und ähnliches auch nochmal mehr Bürgerinnen und Bürger von außen hier rein zu ziehen. speaker-2: Wir haben ja vorhin besprochen, sehr unterschiedliche Parteien also sind von Stakeholdern hier im Gebäude, also von Forschenden über Talente, Startups, Industriepartner, vom HITEN Champion bis zum Global Player, einer SAP zum Beispiel, Investoren und eben auch die öffentliche Hand. Also sozusagen ein Brennglas auf das Ökosystem in München auch ein Stück weit und macht es ganz attraktiv. bekommt ihr sehr viele Besuche auch von außerhalb, also nicht nur Events, sondern auch Besuch, Delegationen. Gab es da mal ein Highlight für euch, wo ihr sagt, okay, das war echt mal was ganz Besonderes, weil in den fünf Jahren gab es doch bestimmt irgendwas, wo ihr sagt, das war schon echt einzigartig. speaker-1: Das ist viele. Das ist von der dänischen Königin. speaker-2: Königin Margarete. speaker-1: Die war hier? ziemlich am Anfang. speaker-2: Was hat ihr gemacht? speaker-1: Es ging Innovation auch bei ihrem Besuch und hat sich halt irgendwie Innovationsstätten in München auch angeschaut. Und da waren wir halt dann relativ fast noch Corona-Zeit. Da wir eben eine Anlaufstelle und sie hat uns hier besucht, hat auch dänische Start-ups gesehen und begrüßt. Aber wir haben einfach wahnsinnig viele Besucher. speaker-2: Für dich, Julia. speaker-0: Ich glaube, ich habe gar nicht so das eine Highlight. Also wir haben viele Delegationen ja weltweit, irgendwie aus anderen Städten. Das ist ja auch nicht nur so, dass die hier herkommen und wir erzählen denen, wie wir es machen, sondern wir bekommen ja auch was mit. Also ein Highlight war schon, dass Valencia letztes Jahr, glaube ich, mal da war. Da war es toll zu sehen, was für ein Spirit die mitbringen und wie die zum realer Bohren in der Stadt vorantreiben. Das war ein toller Austausch. Aber auch gleichzeitig irgendwie das gespiegelt zu bekommen, dass diese Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und Privatwirtschaft sozusagen, also dieses Public-Private-Partnership schon was Besonderes ist. das ist zum Beispiel was, ich glaube am Anfang, ich das Coalit mitgemacht habe, ich habe mir gedacht, okay, wir machen dieses Public-Private-Partnership und ist schon cool. ich glaube so, also ich glaube diese Bandbreite und ich glaube, ich, mein Gefühl ist gerade so ein bisschen, dass diese Bedeutung zwischen Public-Private-Partnerships gerade eher noch weiter zunimmt. Also weil Ökosysteme mehr an Bedeutung bekommen. Also es geht nicht einzelne und damit sind wir beim Ökosystem, glaube ich, dass Es geht nicht einzelne Akteure, sondern es geht darum, dass wir irgendwie alle zusammenarbeiten. Und was sich eben aus den verschiedenen Delegationen, die wir auch bekommen und auch über München gespiegelt bekommen, ist, dass man merkt, hier gibt es Zusammenarbeit. Also im COLEP, aber auch am gesamten Standort. Und es ist ja auch so, das COLEP ist ein sehr toller Standort hier in München, aber es gibt ja noch viele andere. Und wir ergänzen uns alle ganz hervorragend. Und das ist, glaube ich, auch, wie wir uns als Stadtgesellschaft oder als Stadtverwaltung hier sehen, dass das Die Möglichkeit ist hier im CoLab, einen anderen Akzent zu setzen, nämlich in Richtung die Stadtverwaltung auch noch mit reinzubringen. Und das ist, ich, das, was die Leute hier besonders finden und auch besonders gut finden. speaker-1: Ich finde auch immer irgendwie ein Highlight, ich schaue dich gerade. Es sind eben solche Formate wie Digital Health & Care, die irgendwie von dir, Julia, mit initiiert und durchgeführt werden. Wo man einfach sieht, Stakeholder zusammenkommen, die sonst vielleicht nicht so viel miteinander gesprochen haben. dem Fall eben die Start-ups, die Pflegestellen zum Beispiel. wie die dann wirklich konstruktiv in Workshops zusammenarbeiten und am Ende des Tages irgendwie tolle Ideen rauskommen. Das ist das, was wir hier wollen. speaker-2: ist ein gutes Beispiel, weil tatsächlich bei einem dieser Events war ich sogar dabei und weiß, dass auf Basis von diesem Event tatsächlich zum Beispiel ein Pflegeunternehmen sich mit dem Thema humanoide Roboter echt beschäftigt hat und jetzt tatsächlich auch pilotenhaft einführt sogar vor Ort in speaker-0: Ja. speaker-2: der Pflege, was schon cool ist auch. Und wenn du dann fragst, woher kam der Impuls, der war damals, als wir im Munich Urban CoLab waren und zu Besuch waren da vor Ort. Darum geht es euch ja auch. Klar, du hast die Mieter hier. viele Events hier, aber am Ende des Tages geht es ja eigentlich die Projekte. ich glaube, wenn man jetzt mal die verschiedenen Phasen sich anschauen würde, man sagen, wahrscheinlich am Anfang musste man erst mal erklären, warum das Co-Lab Sinn macht. Dann musste man jetzt ein bisschen warm miteinander auch, sowohl die Mieter als auch die Gäste als auch das Team wahrscheinlich. Und gefühlt ist noch jetzt nach fünf Jahren in diesem Projektmodus drin. Was sind denn so Projekte, wo du sagst, das sind die, gerade so laufen oder anstehen? Als Beispiel auch, vor allem ist vielleicht auch mal speziell Die Stadt interessieren auch im Zusammenspiel mit Start-ups und oder halt auch der Industrie in dem Fall. speaker-0: Ja, also vielleicht kurz, ich glaube, diese Phasen sind irgendwie so parallel laufend, ne? Also diese Informations- und wir-sind-wir-erklär-Phase, ich glaube, das läuft parallel immer weiter so als Kundrauschen. Was wir aber jetzt gemerkt haben, ist, dass es halt gewisse Gruppen in der Stadtfamilie gibt, die halt sofort wussten, was das für eine Chance ist. Also da gehört die Stadtbibliotheken von Anfang an zum Beispiel mit dazu. Claudia hat vorhin gesagt, dass wir ja auch uns als offenes Haus verstehen. Also unten, kann ja Erdgeschoss und erster Stock ist frei zugänglich für alle. Wir haben deshalb so ein tolles Restaurant, weil wir wollen, dass die Leute hier reinkommen. Die Leute kommen rein. speaker-2: Flash Gordon speaker-0: Flashgarden, genau. Und ich glaube, wenn ich eine Sache am CoLib noch mal von Anfang an neu machen würde, ich würde gleich die Stadtbibliothek, eine Zweigstelle quasi mit reinplanen. Aber die Kolleginnen zum Beispiel, die waren von Anfang an mit an Bord. Wir haben mit denen Workshops gemacht, haben geguckt, okay, wo gibt es gemeinsame Sachen, die wir gemeinsam angehen können. Und da sind Projekte entstanden wie, okay, wir sind beide öffentliche Räume und scheinbar kann kein Mensch Müll trennen. Also haben wir ein gemeinsames Projekt gelauncht, wie können wir Mülltrennung im Haus vorantreiben. Sagen wir es so, dass es hätte besser laufen können in der Stadtpolitik wie bei uns. Das Problem ist auch nicht gelöst. Aber was zum Beispiel super gelaufen ist, die Kolleginnen und Kollegen hatten den Bedarf, die haben ja die verschiedenen Zweigstellen in der Stadtverwaltung, wo die verschiedenen Medien von A nach B transportiert werden. Und durchs COLEB sind die mit dem Lehrstuhl Logistik in der TU zusammengekommen, die wiederum dann ein gemeinsames Projekt aufgesetzt haben, das zu analysieren, wie die Stadtbibliotheken quasi noch nachhaltiger und effizienter ihre Sachen transportieren können. Und das ist in die neue Strategie eingeflossen. Also das ist sehr konkretes Thema gewesen. Anderes konkretes Beispiel ist tatsächlich aus dem Bereich Digital Health & Care, was glaube ich auch so mit meinem Herzblutthema ist. Das haben wir vor fünf Jahren angefangen. Zugegeben vielleicht am Anfang ein bisschen blauig. Ich habe gesagt, wir machen mal so eine Konferenz. Dann kam die Rückmeldung, Leute, beteiligt ihr die Leute irgendwie. Und seit dem zweiten Jahr machen wir das in Co-Kreation tatsächlich mit allen, die irgendwie beteiligt sind. Also Start-ups, den Pflegeeinrichtungen. Das ist ja so, dass wir als Stadt München, zum Beispiel München Stift als hundertprozentige Tochter haben, aber auch München Kliniken. Und da freuen wir uns, dass natürlich die vor allem mit an Bord sind. Zum Beispiel Münchenschift war dieses Jahr auch drei Tage im Munich-Örm-Kolib, weil die ihre Pflegestrategie für Demenzkranke neu aufgesetzt haben, also diese mit ihren Pflegekräften hierher gekommen. Und wir haben dann zum Beispiel Devantro dazu eingeladen und haben gesagt, einfach mal damit die Kollegen und Kollegen, weil Robote kann in dieser Pflege eine Rolle spielen, dass sie das mal sehen können, so einem Roboter die Hand geben können. Weil da gibt es natürlich schon so, wie fest drückt der mich jetzt und kann der stoppen und... So weiter und so fort. Und das war so ein Moment, stand ich da und dachte, das ist schon richtig, was wir hier machen. Weil die haben sich ausgetauscht untereinander. Und tatsächlich entsteht jetzt auch daraus, dass sie vielleicht an einem Pilotprojekt zusammenarbeiten. Und da sehe ich halt, dass wir Herausforderungen, die wir in der Stadt haben, mit der Innovationskraft, die hier im Innovationsökosystem ist, lösen können. wir haben die Leute vor Ort, motiviert sind, die Lösungen einbringen wollen. Und wir müssen halt die Räume dafür schaffen, dass diese Leute zusammenkommen und auch die gleiche Sprache sprechen. Und zum Beispiel ein Beispiel, wo es vielleicht gehakt hat, wo wir auch draus was gelernt haben, ist, wir haben KI-Hackerfonds für Lehrkräfte mit Schülern zusammen gemacht, beim Referat für Bildung und Sport. Das war ein Pilotprojekt. Und da hatte ich dann die verschiedenen Akteure zusammengebracht. Und dann habe ich mir ein paar Monate später gedacht, komisch, ich höre überhaupt gar nichts mehr. Und dann habe ich so nachgefragt, ja, wir haben miteinander gesprochen, aber so richtig verstehen wir nicht, was wir von einander wollen. Und dann bin ich in das Meeting mit reingegangen und die haben unterschiedliche Sparten. Die waren willig, die wollten, aber ich glaube, man darf immer nicht, auch bei aller technologischen Entwicklung, die wir gerade haben, nicht vergessen, dieses Vertrauen schaffen, dieses Vertrauensräume schaffen, das müssen die Menschen machen. Und ich glaube, das passiert hier sehr gut. speaker-2: Du hast die Themen genannt, Logistik, Gesundheit, Energie, Bauen. sind ja alles Themen der Stadt der Zukunft. Und so ja auch der Rahmen für das Munich Urban Core Labs, sich genau mit diesen Themen zu beschäftigen. Wie du beschrieben hast, jungen Unternehmen, etablierten Unternehmen, der öffentlichen Hand, den Investoren etc. Jetzt ist er 5 Jahre alt. Und es waren ja Millionen Entscheidungen. Was ist so Das eine, was ihr aus diesen fünf Jahren gelernt habt. speaker-0: Das eine speaker-2: Das eine, es gibt das eine, es gibt viele, ich weiß aber was ist das eine, was man so in einem Projekt auf so einer Public Private Partnership, die ja erfolgreich ist, bis dazu gelandet hat? speaker-1: Für mich ist es tatsächlich, wie wichtig ein physischer Ort ist. weil du das hier einfach wirklich erleben kannst, wie wichtig es ist. haben die ganze Zeit jetzt eigentlich darüber gesprochen, dass wir uns hier treffen. Und das ist genau der Punkt. Also das funktioniert virtuell nicht. Du kannst kein Vertrauen wirklich aufbauen. Wenn du dich noch gar nicht kennst, kannst du virtuell eigentlich nicht wirklich Vertrauen aufbauen. Dazu brauchst du den physischen Austausch. Danach kannst du auch mal virtuell sprechen. Kein Problem. Genau, also das ist nochmal die Erkenntnis eigentlich aus beiden Gebäuden jetzt in Garching und hier auch aus Munich Urban Collab, wie wichtig es ist, dass du dich triffst. speaker-0: schwierige Frage, finde ich. Also ich glaube, für mich ist es tatsächlich so, wie man Leute zusammenbringt, zusammenzuarbeiten, was ich gerade gesagt habe. Das ist wirklich, ich glaube, auch für uns als Stadtverwaltung gegenüber der Stadtgesellschaft und das ist unser Anspruch, dass das Kölop ein Ort für alle ist, also für alle, die im Ökosystem sind, auch für alle Bürgerinnen und Bürger. Und ich glaube, uns als Stadt tut es wahnsinnig gut, dass wir hier transparent sind. Also ich saß einmal auf dem Panel, da ging es Communities, wie wir das machen. Ich war am Anfang schon aufgeregt, da dachte mir, naja, was interessiert die Leute, was wir als Stadtverwaltung machen und die haben ja 30.000 Vorurteile und das ist ja auch so, wenn man als, ich sagte, ich arbeite bei der Stadt, dann, Julia, kümmer dich mal den Fahrradweg oder so. Also man ist ja eins so. Aber auf dem Panel, ich habe so viel Zuspruch erhalten, dass die Leute sich so darüber freuen, wenn die sehen, dass hier Leute in der Stadtverwaltung arbeiten, die motiviert sind und die die Stadt auch in Zukunft. Ich München ist eine wunderschöne, lebenswerte Stadt. Und das arbeiten ganz viele von meinen Kollegen daran, dass es jeden Tag so bleibt. Und ich glaube, diese Kollegen sind halt hier erlebbar. Also die bekommen hier Gesichter, die bekommen hier Stimmen, die sind nicht nur eine Box. Und ich glaube, das ist auch wahnsinnig wichtig und eine tolle Chance für uns hier. speaker-2: Stichwort Zeichen der Zeit, das passt ja auch zu physischem Raum und Leute zusammenzukriegen. Ihr habt im Vorgespräch erwähnt, dass ihr auch an einem Format arbeitet, rund Demokratie. Warum? speaker-1: weil das nötig ist. Ich habe vorhin schon gesagt, dass wir immer bestrebt sind, in die Diskussion mit den Bürgerinnen und Bürgern zu kommen. Dafür sind wir auch hier eine Plattform. Wir haben ja auch unser eigenes Event-Format mit Inspiration and Talk, wo wir einfach mit den Bürgerinnen und Bürgern über aktuelle Themen diskutieren. immer so, das ist ein Panel. Und dann gibt es aber wirklich den Austausch mit dem Publikum. Und das wird auch wirklich genutzt. Und daraus entstanden ist, dass wir uns Gedanken gemacht haben, okay, wir haben jetzt Inspiration in Talk, what's next? Das ist ja auch immer irgendwie für uns die Frage, what's next? Und wir sind dann einfach irgendwie draufgekommen, weil wir kürzlich so ein Unterhaus-Debattenformat hier durchgeführt haben, dass wir sozusagen das Thema Demokratie eigentlich sehr gut hier ins Haus passen würde, sich darüber auszutauschen und sich Gedanken zu machen. Also wie kann man das Verständnis für Demokratie, das Wissen über Demokratie oder wie man demokratisch agiert. Also wie kann man das hier auch nochmal wieder genau erlebbar machen, erfahrbar machen und vielleicht eben auch so einen Beitrag zu leisten. Wir arbeiten gerade an einem Konzept. speaker-2: Okay, jetzt geht ein Schluss auch schon kommend. Es ist halt das Einformat, was eine Idee ist für die Zukunft. Was sind denn die Pläne für die nächsten fünf Jahre so aus deiner Sicht? speaker-0: Also tatsächlich sind wir gerade dabei. Wir haben mit Fraunhofer gerade ein Forschungsprojekt laufen zu unserer Wirkung hier in Munich im CoLab. Also das läuft gerade. das haben wir angestoßen, weil wir einfach wissen wollten, was bewirken wir denn. Jetzt ist natürlich klar, in Innovationsförderungen, man kann das nicht auf einen Euro genau runterbrechen und es ist super schwierig, das zu messen. Und wir machen das als Forschungsprojekt, damit die Erkenntnisse auch wieder zurück in die Wissenschaft quasi fließen, dass wir da auch was dazu beitragen. Genau, da bin ich jetzt ehrlich gesagt gerade gespannt darauf, was da die Ergebnisse sind. Die bekommen wir jetzt in der zweiten Hälfte des Jahres. Und da wird zum einen deutlich werden, wo sind wir gut. Ich gehe davon aus, dass Bereiche gibt, wir gut sind. Und wo können wir aber auch noch nachsteuern, gerade wenn es das Ökosystem geht. Also das finde ich gerade irgendwie sehr spannend. Und ich glaube, das ist auch gerade sehr wichtig, dass wir das machen, weil ich glaube, es hat jeder mitbekommen, dass Kommunen auch weniger Geld haben und dass wir wirklich auch verantwortungsvoll mit dem Geld umgehen müssen, was wir haben und dass diese Freiheiten, uns der Stadtrat und die Stadt hier ermöglichen als Stadtverwaltung, also dass wir hier wirklich gemeinsam mit dem Ökosystem arbeiten können und damit ja auch Prozesse verbessern können, das ist glaube ich viel wert und deshalb die nächsten fünf Jahre, also ich glaube, dass wir noch mehr an Projekte gehen werden, weil wir jetzt Beziehungen aufgebaut haben, Vertrauen aufgebaut haben, wir lassen das mit reinfließen, was in die Forschung gekommen ist. Und falls ich noch ein konkretes Projekt sagen darf, was glaube ich zeigt, wie es wirklich konkret für Bürgerinnen und für Stadtverwaltung besser werden kann und auch für Unternehmen ist, hier im Co-Libis entstanden, dass wir uns als Stadt bei Magentic II Hub beworben haben von der Bundesregierung. Und da hat das KVR zusammen mit dem IT-Referat, also Kreisverwaltungsreferat zusammen mit unserem IT-Referat mitgemacht und zwar mit der Abteilung, sich Aufenthaltstitel kümmern. Die Kollegen haben wahnsinnig viele Anträge und müssen die tatsächlich quasi händisch, also schon digital, aber händisch am Computer durchgehen. Und in dem Programm wurde quasi dann gemeinsam daran gearbeitet, wie das mithilfe von KI strukturierter passieren kann. Und der Benefit davon ist ganz einfach, dass meine Kollegen haben geringeren Workload, die Bürgerinnen und Bürger oder auch die Fachkräfte, die das beantragen, bekommen schneller eine Rückmeldung. Also da werden wir einfach, da sieht man ganz konkret, wie das Ö-System dazu beitragen kann. Und das ist hier im CoLib. entstanden und die Kollegen sind hier zusammengekommen und haben das von hier aus gemacht. Und solche Projekte sehe ich in den nächsten fünf Jahren noch viel mehr und sehe auch, dass die Kollegen und Kolleginnen dazu bereit sind und das mitmachen wollen. speaker-1: was uns eben auch noch umtreibt, das auch noch mal genau zu forcieren, weil darum geht es ja, konkrete Projekte zu haben. Und dazu treibt uns noch dass wir als Colab noch mehr in so eine Matchingrolle gehen wollen. Also dass wir noch konkreter und gezielter eben die Akteure hier im Haus zusammenbringen wollen und vernetzen wollen, genau so was dann noch mehr zu initiieren. speaker-0: und das Kreativquartier nicht zu vergessen. das Diotierhalle wird jetzt ja langsam oder ist glaube ich langsam fertiggestellt. Also ich glaube, das ist ja auch was Besonderes, dass wir hier in so einem kreativen Umfeld sind und ich glaube, wir brauchen diese Kreativität auch, innovativ zu sein. Und ich glaube, das CoLib hat von Anfang an versucht, die Türen auch zu öffnen und ich glaube, das hat gut funktioniert. ich glaube, da freue ich mich drauf, wenn das alles hier erblüht ist, auch der Park, zu sehen, wie das zusammenwächst. speaker-2: Also man spürt auf jeden die Energie. Fünf Jahre Munich Urban Core Lab scheint eine erste Reise gewesen zu sein, eine sehr erfolgreiche. Ich bin mir sicher, dass die Studie garantiert viele positive Beispiele herauswerfen wird, was hier alles richtig gemacht wurde. Es gibt natürlich viele Orte, aber ich habe von euch beinstanden, das ist schon ein sehr besonderer Ort, den man, glaube ich, schon beschreiben kann. Aber am Ende des Tages, glaube ich, wie du es gesagt hast, Claud, erlebt davon, dass man hierher kommt und mal dieses ganze Thema erlebt und die Energie spürt. Die Reise geht garantiert weiter. hast Beispiele genannt. Ich bin sehr gespannt, was aus dem Gebäude, was aus dem Umfeld werden wird, wie die Inhalte weitergehen. Vielen Dank an euch beide. Vielen Dank an dich, Julia Christensen von der Landeshauptstadt. Vielen Dank an mich, Claudia Frei von der Unternehmertum und Munich Urban CoLab. Ich glaube, wir könnten noch viel, länger weitersprechen. Aber das Schöne ist ja, wenn die Studie rauskommt und wir dann auch die ersten Maßnahmen vielleicht mal angeschaut haben, dann ist es vielleicht wert, einer weiteren Folge auch wieder über das Thema zu sprechen. Insofern vielen Dank. für die Einblicke hinter die Kulissen des einzigartigen Munich Urban Collabs und man darf glaube ich sagen eine sehr schöne Eingangstür in das Innovationsökos in München. Vielen Dank. Dieser Podcast ist eine Produktion von NEMA TUN. Lasst uns gerne ein da und abonniert den Kanal, keine weitere Folge zu verpassen.