Latest / justETF Podcast – Antworten auf deine Fragen zur Geldanlage mit ETFs / #225 – Das ist die beste Entnahme-Strategie
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- 0:00Speaker 0: Das eine sozusagen die Psychologie grundsätzlich vom Buy-and-Hold-Investor von demjenigen, der sagt Mensch ich kaufe und ich weiß Akten sind volatil.
- 0:08Speaker 0: Die muss sich einfach liegen lassen.
- 0:09Speaker 0: irgendwann habe ich meine langfristige Durchschnittsrendite.
- 0:12Speaker 0: wenn ich hundert Prozent Aktien in meiner Entnahme Strategie habe dann fahre ich ein relativ hohes Risiko bei Kursverlusten dass ich eben mein Portfolio erschöpft und ich möglicherweise noch lebe.
- 0:22Speaker 0: wie lange lebe ich denn wahrscheinlich?
- 0:24Speaker 0: Und was heißt das für mich?
- 0:26Speaker 0: Ich hätte eigentlich viel besser leben können Ich hätte mir viel mehr leisten können oder noch viel schönere Reisen machen können.
- 0:33Speaker 0: Aber ich habe das nicht getan, weil es eben mein Entnahmekonzept nicht vorsieht und weil ich natürlich wie gesagt eher auf dieses Kapitalwachstum aus dem Kapital erhalten und kapitalwachsend.
- 0:54Speaker 0: Den Markt kannst du nicht steuern, die Kosten deiner Geldanlage allerdings schon.
- 0:58Speaker 0: Das ist für deinen Anlagererfolg entscheidend – denn hohe Kosten bremsen logischerweise auch deine langfristige Rendite!
- 1:05Speaker 0: Der ETF-Anbieter Vanguard steht seit fünfzig Jahren schon für günstiges Investieren.
- 1:10Speaker 0: Der Unternehmensgründer John Bogle legte eins den ersten Indexfonds für Privatanleger auf mit dem Ziel, bereitgestreut und gleichzeitig kosteneffizient zu investieren.
- 1:20Speaker 0: Eine Besonderheit an Vanguard – das Unternehmen hat genossenschaftliche Wurzeln.
- 1:25Speaker 0: Gewinne werden daher nicht an externe Eigentümer ausgeschüttet, sondern können in Form von Kostensenkungen direkt an dich als Anleger weitergegeben werden.
- 1:34Speaker 0: Auch heute arbeitet Vanguard kontinuierlich daran, Kosten weiterzusenken, damit mehr von der Rendite für Dich übrig bleibt!
- 1:41Speaker 0: Im Durchschnitt zahlen Anlegers in Vanguard ETF's derzeit nur Null Komma Eins drei Prozent.
- 1:47Speaker 0: Vanguard bietet damit laut Morningstar die im Schnitt Einzigste Palette an Aktien und Anleihen ETFs in Europa.
- 1:53Speaker 0: Falls du jetzt mehr über Vanguard und ihre ETF erfahren möchtest, dann klick doch einfach auf den Link in unseren Shownotes oder such bei deiner Bank oder deinem Broker nach Vanguard!
- 2:21Speaker 1: Für State Street unterwegs heute selbstständig.
- 2:25Speaker 1: Herzlich willkommen, Markus Weiß!
- 2:27Speaker 1: Schön dass du da bist.
- 2:28Speaker 0: Vielen Dank für die Einladung hier.
- 2:29Speaker 0: Freu mich auf das
- 2:30Speaker 1: Gespräch.
- 2:31Speaker 1: Ja, Markus.
- 2:31Speaker 1: Du wie schon angesprochen warst ja jahrelang im Asset Management unterwegs vor allem im ETF Bereich unterwegs bei Vanguard jetzt zuletzt auch bei State Street davor noch einige Stationen gehabt Und zum Ende hin kann ich mich erinnern, hattest du tatsächlich dich auch vermehrt mit dem Thema Entnahmestrategien beschäftigt und hast jetzt dein eigenes Unternehmen tatsächlich gegründet in diesem Bereich.
- 2:57Speaker 1: erzähl mal wie Krams dazu?
- 2:58Speaker 0: Ich glaube ich habe einfach gerade über die letzten ein zwei Jahre gelernt dass Privatanleger natürlich viel stärker selbst entscheidend ihren Vermögen aufbauen.
- 3:10Speaker 0: Da gibt es glaube ich eine Menge an guten Tools und Plattformen.
- 3:15Speaker 0: Aber wenn es dann soweit ist, dass ich Vermögen gebildet habe – und ich möchte das verzehren – da gibt's noch relativ wenig.
- 3:21Speaker 0: Und das sind durchaus spannende Herausforderungen, die da auf einwarten.
- 3:25Speaker 0: Das wollten wir lösen!
- 3:25Speaker 0: Da hab' ich einfach gemerkt, es bedarf, da ist eine Lücke und die wollen wir gerne füllen.
- 3:29Speaker 0: Das heißt, wir wollen Menschen helfen bei dieser Phase Ruhestandsplanung und dann Entnahmephase wirklich begleiten und sinnvolle Tools anbieten, die sie darunter
- 3:39Speaker 0: stützen.".
- 3:40Speaker 1: Ja und man kann sagen Retire Capital heißt das Unternehmen, können wir auch hier mit nennen.
- 3:47Speaker 1: Wir können wirklich sagen also Entnahmephase ist ein absoluter Wachstum.
- 3:50Speaker 1: zum Markt, ich habe mir jetzt erst nochmal die aktuellen Zahlen angeschaut.
- 3:56Speaker 1: in den nächsten zehn, fünfzehn Jahren geht mal ein Drittel der Erwerbstätigen in Rente.
- 4:02Speaker 1: Das sind Millionen an Fachkräften und Arbeitskräften, die natürlich einmal auf der einen Seite dem Arbeitsmarkt verloren gehen aber natürlich auch persönlich nach einem langen Erwerbst leben sich die Frage stellen okay was mache ich in der Rente wie lebe ich von dem Vermögen das jetzt über den Erwerbleben quasi aufgebaut wurde?
- 4:22Speaker 1: Und insofern freue ich mich genau über dieses Thema heute mit dir zu sprechen vielleicht bevor wir quasi da tiefer in die Strategien und Entnahmestrategien auch eingehen.
- 4:34Speaker 1: Ich denke, was wir hier natürlich mal voraussetzen ist der oder diejenige es sich über die Rentenlücke bewusst weiß welche Cash Flows ihn erwarten.
- 4:44Speaker 1: das sind natürlich die Grundlage für jede Entnahme-Strategie aber was gerne unterschätzt wird glaube ich ist der psychologische Punkt hier denn viele von uns oder die meisten Ja, sind ja fleißig am ETF-Sparplan dran.
- 5:01Speaker 1: Auch MSR World oder ACQUI oder wie sie alle heißen.
- 5:04Speaker 1: Futschi Allwald bald sogar mit dem Altersvorsorgedepot noch effizienter.
- 5:11Speaker 1: also es geht in die richtige Richtung was so Vermögensaufbau angeht.
- 5:14Speaker 1: aber was ich mich immer frage man spart dann so dreißig Jahre selten diszipliniert und soll dann quasi an die Entnahme gehen.
- 5:23Speaker 1: das ist ja gar nicht so einfach weil du natürlich auch eben nicht mal sagen kannst, okay.
- 5:28Speaker 1: Jetzt crashen wir im MSCI World kein Problem einfach durchhalten auch das was wir ja bei Just CTF immer prägen cool bleiben, Bayern holt.
- 5:37Speaker 1: Das ist ein Stück weit anders wenn es dann Richtung Entnahmephase geht.
- 5:41Speaker 1: Warum ist das so?
- 5:42Speaker 0: Absolut.
- 5:43Speaker 0: also ich glaube das zwei Punkte angesprochen und dass das eine sozusagen die Psychologie grundsätzlich glaube ich vom Sparer ja und da auch von Bayern Hold Investor von demjenigen der Sagen Mensch Ich kaufe und ich weiß, Akten sind volatil.
- 5:57Speaker 0: Und die muss sich einfach liegen lassen.
- 5:59Speaker 0: Irgendwann habe ich meine langfristige Durchschnittsrendite.
- 6:02Speaker 0: Wird man dann natürlich in der Entnahmephase auf einmal zum Kapitalverzehrer?
- 6:08Speaker 0: Das glaube ich schon auch mental.
- 6:09Speaker 0: eine andere Herausforderung aus dieser Ansparphase jetzt in die Endsparfase zu kommen und wirklich sagen, ich verbrauche jetzt meinen Vermögen.
- 6:16Speaker 0: Ja, ich glaube das das durchaus dem ein oder anderen gar nicht so einfach fällt.
- 6:21Speaker 0: Das viel wichtigere ist eben tatsächlich die Funktionalität der Kapitalmärkte.
- 6:25Speaker 0: Während man in der Ansparphase, wie gesagt hast du eben richtig gesagt natürlich jeden Crash aussitzen kann, ist es in der Endsparfase nicht der Fall.
- 6:33Speaker 0: das ist sozusagen das Gegenteil des Cost-Average Effekts.
- 6:36Speaker 0: und im Cost-average Effekt sagt man ja immer Menschen im Sparplan wenn die Kurse fallen dann kaufst du ja günstig nach aber in der Entsparphase wenn die Kursen fallen dann wirst du sozusagen gezwungen Kursverluste zu realisieren Und verkauft sozusagen die gefallenen Kurse.
- 6:53Speaker 0: Das ist, glaube ich, die große Herausforderung und da gibt es eine ganze Reihe von Risiken, die damit einhergehen gerade in der Entnahmephase, die man kennen sollte und die man berücksichtigen soll.
- 7:02Speaker 0: Da gehen wir mit Sicherheit gleich noch drauf ein.
- 7:04Speaker 0: Aber im Ende ist das wirklich etwas anderes.
- 7:07Speaker 0: Es ist eben nicht so einfach wie in der Ansparphase zu sagen Ich spare jeden Monat kontinuierlich in breit diversifiziertes Aktien-Portfolio oder Aktienetf.
- 7:17Speaker 0: In der Entnahmephase brauche ich ein gutes Konzept, ein deutlich robusteres Portfolio.
- 7:21Speaker 0: Ich brauche eine Balance und Anleihen in diesem Portfolium.
- 7:25Speaker 0: Das ist essentiell!
- 7:26Speaker 0: Und ich brauche einen guten Plan mit gewissen festen Vorgaben wie entnehmig so dass sich eben auch auf Marktveränderung reagieren kann?
- 7:34Speaker 1: Ja das nennst du auch auf der Website habe ich gesehen fragile Dekade so ein Stück weit also vor- nach Rohrstands eintritt.
- 7:41Speaker 1: Das heißt man muss sich eigentlich schon frühzeitig mal damit beschäftigen wann möchte ich jetzt in Rente gehen und was bedeutet das dann konkret für die Portfolioallokation.
- 7:51Speaker 1: Vielleicht kannst du dazu ein Wort sagen, wir haben hier auch eine Grafik dazu quasi mitgebracht wie du gesagt hast Ansparphase relativ auf den ersten Blick unkompliziert breit gestreut in Aktien.
- 8:03Speaker 1: Aber zehn Jahre vor Rentenbeginn kommen wir in so eine Risikozone, die es jetzt mal genannt.
- 8:08Speaker 1: Was müssen Menschen, die jetzt vor der Entnahmephase stehen da beachten oder jetzt auch ein absehbarer Zeit quasi in diese Phase eintreten?
- 8:18Speaker 1: Weil quasi sieben Sechzig, jetzt gehe ich in Rente oder fünfe Sechzeh, jetzt geh' ich in Renter.
- 8:22Speaker 1: sich dann Gedanken machen ist halt zu spät in der Regel
- 8:25Speaker 0: Absolut, also ein ganz wichtiger Punkt.
- 8:27Speaker 0: Man sollte frühzeitig anfangen idealerweise zehn Jahre vorher.
- 8:30Speaker 0: das ist ein guter Zeitpunkt um sich um das Thema Rentenphase Entnahmephase Gedanken zu machen.
- 8:36Speaker 0: und ich sage mal dass das essentielle Risiko in der entnahme Phase Ist nicht so sehr dass die Kapitalmärkte fallen.
- 8:44Speaker 0: Das ist ja per se nichts Schlechtes.
- 8:46Speaker 0: Also könnte ich mit leben.
- 8:48Speaker 0: das essenzielle risiko ist dass mein kapital nicht bis zum ende reicht nennt sich pleite Risiko, pleite Wahrscheinlichkeit.
- 8:57Speaker 0: Und dieses Pleiterisiko wird halt hauptsächlich dadurch getrieben dass wenn ich am Anfang der Entnahmephase stehe also gerade in den ersten Jahren wo sozusagen noch kein Puffer dann über die Kapitalerträge gebildet worden ist.
- 9:10Speaker 0: wenn es da zu einem langanhaltenden starken Kursverlust kommt Dann habe ich eben dieses Risiko, ich verkaufe mit Kursverlusten und gehe an die Substanz meines Vermögens.
- 9:21Speaker 0: Und wenn ich das am Anfang der Entnahmephase tu und die soll da über, sag' ich mal... ...fünfundzwanzig, dreißig, fünfundreißig oder vielleicht sogar vierzig Jahre laufen dann ist es essentiell denn ich entnehme sozusagen dann wirklich die Basis meines Vermögens.
- 9:34Speaker 0: Da gilt es sich entsprechend vorzubereiten und das ist diese sogenannte Risikozone.
- 9:39Speaker 0: Das bedeutet Man kann sogar mit einer relativ hohen Aktienquote in der Ansparphase leben und auch in der Endsparphase.
- 9:46Speaker 0: Das ist überhaupt kein Thema, aber nicht in diesen kritischen zehn Jahren vor- und nach dem Renteneintritt weil da ist sozusagen die Marktwolatilität besonders schwierig und entscheidend für die Substanz und die Erhalt der Portfoliosubstanz.
- 10:03Speaker 0: das bedeutet Wenn man sich über die Entnahme sinnvollerweise Gedanken macht, dann gehört dazu dass ich eben ein ausbalansiertes Portfolio benötige.
- 10:11Speaker 0: In der Regel macht man das mit Anleihen.
- 10:12Speaker 0: Man kann auch mit einem Tagesgeldkonto oder mit einem Cashkonto agieren.
- 10:16Speaker 0: alles möglich aber ich brauche diesen Puffer, dass wenn es an der Börse eben für längere Zeit nach unten geht, dass ich dann eben möglichst wenige Aktien oder Aktien ETFs mit entsprechenden Kursverlusten verkaufen muss.
- 10:30Speaker 0: Und das kann ich nur ausgleichen, wenn wir mich ein anderes Esset habe, dass dann eben nicht im Kurs fällt und das sind Anleihen oder auch wie gesagt Cash-, Tagesgeld- und andere Möglichkeiten.
- 10:41Speaker 0: Die sollte ich aufbauen in der Regel zehn Jahre vorher und dann mir sukzessive ein sozusagen ausbalansiertes Portfolio konzipieren wo ich beispielsweise eine Aktienquote von siebzig Prozent nur noch habe und dreißig Prozent anleihen.
- 10:56Speaker 0: Das ist sehr robust, das ist schon ein sehr robustes Konzept.
- 10:59Speaker 0: mit dreizig Prozent Anleihen hab' ich einen guten Puffer für eben diese schwierigeren Marktphasen.
- 11:04Speaker 0: wenn Sie denn kommen!
- 11:04Speaker 0: Sie müssen ja nicht kommen aber wenn Sie kommen dann ist es essentiell dass ich diesen Anlein-Puffer wirklich auch habe.
- 11:10Speaker 1: Nennt sich dann Glyde Path quasi diese Methode innerhalb der Asset Allocation so ein bisschen zu wechseln oder da reinzuwachsen, puhres Aktienportfolio ist dann für diese Phase eben nicht mehr so das wahre.
- 11:24Speaker 1: Jetzt ist man natürlich bei deinen Ausführungen aber gleich eingefallen, es gibt auch tolle ETFs die alles kombinieren sowohl also dieser Mischportfolios Es gibt sogar inzwischen Lifecycle Produkte, dass alle in einem Produkt vereinen.
- 11:40Speaker 1: für dich Wie ist deine Meinung dazu?
- 11:42Speaker 1: Würdest du sagen, dass es sinnvoll für einen Ruhestand oder würdest du das mit eigenen ETFs für die asset-Klassen quasi aufsplitten?
- 11:51Speaker 0: Also grundsätzlich Portfolio ist sinnvoll.
- 11:53Speaker 0: Das ist das ganz wichtig und ganz essenziell, ich brauche ein robustes Portfolios in der Regel aus Aktien und aus Anleihen.
- 11:59Speaker 0: Und da kann natürlich so ein, ich sag mal Multi-Asset ETF Der quasi eine gewisse Anleinkwote hat Kann guter Baustein sein.
- 12:06Speaker 0: Ja, der kann guter baustein seien.
- 12:09Speaker 0: Aber in der regel kommen die Investoren ja mit einem bestehenden Depot.
- 12:14Speaker 0: Die haben auch schon Aktien oder Aktien ETF.
- 12:17Speaker 0: Und das jetzt komplett zu verkaufen und dann auch entsprechend Steuern auf den Kursgewinn zu zahlen, um dann in ein Mischkonzept zu investieren ist nicht so sinnvoll.
- 12:27Speaker 0: Da baue ich lieber strukturell sukzessive eine kleine Anlei-Quote auf ja?
- 12:32Speaker 0: Das kann ich zum Beispiel über die noch offenen Sparaten.
- 12:34Speaker 0: wenn ich sage Mensch jetzt will eigentlich zehn Jahre nochmal etwas mehr investieren in meine Altersvorsorge Dann mache ich es aber einfach an Anlei ETFs und bin da schon auf Nummer sicher.
- 12:44Speaker 0: für denjenigen der beispielsweise sagt Ich kriege jetzt einen hohen Cash-Betrag ausbezahlt, ob das Erbe ist im Haus verkauft oder irgendeine Versicherung aus bezahlt.
- 12:54Speaker 0: Da ist durchaus so ein Mischkonzept eine Option.
- 12:56Speaker 0: Ich kann mir sozusagen mein Portfolio selbst zusammenstellen oder ich nehme ne Mischerlokation wenn ich weiß Mensch!
- 13:01Speaker 0: Ich möchte eigentlich nen' seventy dreißig oder nen' sechzigvierzig.
- 13:04Speaker 0: dann kann ich das natürlich auch mit so nem fertigen ETF tun.
- 13:08Speaker 0: Das ist auf jeden Fall eine interessante Möglichkeit.
- 13:11Speaker 1: Vorteilen natürlich.
- 13:11Speaker 1: wie gesagt bei den selbst zusammengestellten Portfolios ist meistens es... Immer im Prozess, der Investmentprozess, man fängt irgendwie nicht mit achtzehn, zwanzig, fünfzwanzig Jahre an und weiß genau wie das jetzt in dreißig, fünfeinzig Jahren aussieht.
- 13:25Speaker 1: Auch die Produktwelt ändert sich ja.
- 13:27Speaker 1: Das ist auch schön.
- 13:28Speaker 1: es gibt immer mehr kostengünstige Weltportfolios.
- 13:31Speaker 1: wenn ich mal zehn, fünfzehn Jahre zurückdenke da waren war das eigentlich undenkbar so breit gestreut und so günstig zu investieren wie es heute möglich ist.
- 13:41Speaker 1: In diesem Fall werden wir nämlich drauf achten quasi das aktien risiko zu steuern.
- 13:47Speaker 1: da ist auch eine ganz spannende grafik mitgebracht.
- 13:49Speaker 1: dann passiert etwas das nennt sich sequence of returns risk finde ich sehr spannend.
- 13:54Speaker 1: die grafik an der stelle.
- 13:56Speaker 1: denn was wir hier sehen.
- 13:58Speaker 1: ist quasi eine Entnahme-Simulation mit dreihunderttausend Euro Startkapital.
- 14:03Speaker 1: Und das einzige, was wir hier wechseln, ist eigentlich die Aktienquote.
- 14:08Speaker 1: Also wir haben ein hundertprozent Aktienportfolio, was tatsächlich dann bis zum Jahr zwanzig Jahre auf Null fällt, während der siebzig-dreißig Portfolio sich eigentlich nur um fünfzig Prozent ermäßigt hat also bei hundertfünfzig tausend euro weiterhin liegt Deswegen, weil wir hier die Aktienquote reduziert haben.
- 14:28Speaker 0: Genau das ist mich da ganz kurz darauf eingegangen.
- 14:30Speaker 0: Also ich habe das eben schon ein bisschen angesprochen – das Risiko dass sozusagen in der Anfangsphase der Entnahme eine starke und langerndauende Kursverlust entsteht.
- 14:40Speaker 0: Das ist das worum es immer geht in der Entnahmediskussion Und das zeigt eben dieses Beispiel einmal sehr deutlich.
- 14:47Speaker 0: Wir haben in der Historie Echte Daten, wo wir es nachvollziehen können.
- 14:51Speaker 0: Gott sei Dank!
- 14:52Speaker 0: Nämlich von zweitausend bis zweitausendzehn – das nennt man das verlorene Jahrzehnt.
- 14:57Speaker 0: weil bei Anfang zweitaussend der eine oder andere erinnert sich noch neue Markt und dort kommen hohe Kurse eingestiegen ist.
- 15:07Speaker 0: Der hat erlebt, dass es erst mal bis zwei Tausend drei ordentlich nach unten ging.
- 15:10Speaker 0: Kursverlust von über fünfzig Prozent bei globalen Aktien.
- 15:14Speaker 0: Danach ging es langsam wieder nach oben aber hatte lange nicht den Höchststand erreicht von zweitausend.
- 15:19Speaker 0: und dann kam die Finanzkrise.
- 15:20Speaker 0: zwei tausend sieben, zweitausend acht.
- 15:22Speaker 0: Dann ging's schon wieder nach unten.
- 15:23Speaker 0: Man hat auch wieder gedauert so das eigentlich über elf Jahre.
- 15:27Speaker 0: wenn man zwei taussend quasi gestartet ist, hat es elf Jahre gedaubert bis man wieder auf dem Break-even Einstiegsniveau war, wenn man nicht verkauft hätte.
- 15:35Speaker 0: Wenn ich jetzt aber sozusagen anfange und verkaufe, und entnehme konstant aus diesem stark gefallenen ETF-Anteil oder Aktien.
- 15:44Speaker 0: Dann habe ich eben einen Substanzverzehr der so essentiell sein kann.
- 15:48Speaker 0: das am Ende.
- 15:48Speaker 0: Und da sieht man eben sehr schön an dieser Grafik nach drei Jahren dass Depot erschöpft ist oder aufgebraucht Und das passiert, wenn ich ein hundert Prozent Aktiendeport habe.
- 15:58Speaker 0: Das ist natürlich eine Worst Case Betrachtung aber man muss eben das wissen und entweder damit leben können oder zumindest verstehen.
- 16:05Speaker 0: Wenn ich Hundert Prozent Akzien in meiner Entnahme Strategie habe dann fahre ich in relativ hohes Risiko bei Kursverlusten vor allen Dingen wenn ich hier die Statische Entnahme habe also konstant den gleichen Betrag entnehme dass sich mein Portfolio erschöpft und ich möglicherweise noch lebe.
- 16:20Speaker 1: Sind das breitgestreute Anleihen hier oder würdest du hier, vielleicht können wir auf den Aspekt nochmal eingehen?
- 16:27Speaker 1: Weil speziell glaube ich seit dem Anleihe-Crash mit der Erzinswende kam dieses Thema dann doch noch mal vermehrt auf.
- 16:35Speaker 1: Ich glaub es war davor nicht so im Fokus.
- 16:37Speaker 1: aber Restlaufzeiten von Anleinen ist da ein Thema.
- 16:42Speaker 1: Ich mein dass es Euroanleihen sind ist vermutlich klar an der Stelle, aber vor allen Dingen die Restlaufzeiten ist ja ein Thema.
- 16:48Speaker 0: In unserem Beispiel hier haben wir deutsche Staatsanleihen genommen.
- 16:50Speaker 0: das heißt dahinter liegende Index ist der RxP.
- 16:53Speaker 0: Das ist einfach sozusagen die Durchschnittstouration.
- 16:56Speaker 0: da sind wir bei um die sieben Jahre und haben deutsche Staats Anleihen in Euro notiert.
- 17:01Speaker 0: Aber was für diesen Anleinteil enorm wichtig ist?
- 17:06Speaker 0: Und das ist es ja nicht glaube ich dass auch ein riesen Thema für viele Investoren Die sich eben mit dem Thema beschäftigen und durchaus verstehen ah ich brauche diesen Puffer und das macht alle Sinn.
- 17:15Speaker 0: Aber Anleihen sind eben nicht so einfach wie Aktien.
- 17:18Speaker 0: Sie haben ein ganz anderes Verhalten.
- 17:21Speaker 0: Ich hab bei Anlehen drei Risiken, die ich kennen sollte.
- 17:25Speaker 0: Das erste Risiko ist die Bonität.
- 17:27Speaker 0: Das bedeutet es gibt anleihen von sehr bonitären Schuldnern.
- 17:31Speaker 0: Das sind zum Beispiel Staaten und das ist der deutsche Staat.
- 17:35Speaker 0: Dann gibt es Unternehmensanleihen, wenn sie von gut geführten Unternehmen kommen Auch noch bonitär, aber nicht mehr ganz so hoch wie natürlich Staatsanleihen.
- 17:44Speaker 0: Und dann gibt es Unternehmens-Anleihen die haben eben eine schlechte Bonität und es gibt von Schwellenländer Anleihen auch mit einer schlechtem Bonität.
- 17:53Speaker 0: Also das ist ein Risikofaktor!
- 17:55Speaker 0: Der zweite ist Währung wenn ich da noch zusätzlich Währungen drin habe ob das US-Dollar oder aus Schwelleländer anleihen oder japanische Anleien was auch immer sind.
- 18:03Speaker 0: Währing ist auch ein Thema.
- 18:04Speaker 0: das sollte man eliminieren.
- 18:05Speaker 0: Ich halte überhaupt nichts von Währungsrisiken in dem Anleihe-Kontext.
- 18:10Speaker 0: Ich habe Währung risiken im Aktienkontext, das ist in Ordnung, damit kann ich gut leben weil ich habe eine deutlich höhere Volatilität des Aktienmarktes versus der Währungen.
- 18:19Speaker 0: aber im Anleiekontext brauche ich das nicht, weil ich will ja keine Volatiltät.
- 18:23Speaker 0: Ich hab Volatilität im Aktienteil meines Portfolios und möchte möglichst wenig Schwankung im Anleiteil also Währrungen.
- 18:31Speaker 0: in der Regel sollte man wirklich Euro besichert oder nur Euro Anleihen erwerben.
- 18:37Speaker 0: Und das dritte Risiko, das ist die Laufzeiten.
- 18:39Speaker 0: Das ist glaube ich das Spannendste weil tatsächlich ist es so dass bei einer Anleihe je länger die Laufenzeit ist also je länger eine Anlei noch läuft desto stärker ist das Risiko dass sie an Kurs verliert.
- 18:51Speaker 0: Eine Anlei mit zehn Jahren Laufzeit und die Zinsen ändern sich oder die Bonität ändert sich des Schuldners dann verändert das eben wie ne Hebel sozusagen den Kurs Und die Laufzeit, dies auch essentiell.
- 19:04Speaker 0: und da tatsächlich wenn ich wirklich auf Nummer sicher gehen möchte.
- 19:07Speaker 0: Und möchte einen stabilen soliden Anleihepuffer für mein Depot sollte ich auf eine kurze Lauf Zeit setzen.
- 19:14Speaker 0: also das nennt sich Duration.
- 19:15Speaker 0: und dann gibt es jede Menge gute ETFs mit sogenannte Short duration.
- 19:21Speaker 0: in der Regel werden sie halt von Englischen Unternehmen aufgelegt.
- 19:25Speaker 0: Also Kurzläufer, Short-Duration.
- 19:27Speaker 0: ETFs gibt es für Staatsanleihen, gibt's für Unternehmensanlehen und auch für globale Anleihen.
- 19:32Speaker 0: Hauptsache ist Euro besichert.
- 19:33Speaker 0: Da habe ich einen sehr sinnvollen Baustein für mein Anleiheteil im Portfolio.
- 19:39Speaker 1: Genau, die Indizes werden von englischen Unternehmen aufgelegt.
- 19:43Speaker 1: Die ETFs kommen dann gerne auch mal von amerikanischen Instituten.
- 19:47Speaker 1: Ne aber genau sehr wichtiger Punkt glaube ich weil das wie gesagt sofort zwanzig zweiundzwanzig so ein bisschen abgetan wurde glaub ich so sechzig vierzehig breit gestreut aggregate bond etf ist fein und dann hat es ja richtig reingeregnet zweitausend zwanziger und in genauso einer Phase wenn man in der Entnahmephase ist.
- 20:05Speaker 1: Dann könnte ich mir vorstellen, sorgt das dann doch für die ein oder andere schlaflosen Nacht, wenn dann irgendwie die EZB oder FED, in dem Fall die E. ZB entscheidet okay.
- 20:14Speaker 1: Inflation läuft uns weg.
- 20:16Speaker 1: wir müssen jetzt hinsen sehr stark erhöhen wie es halt jetzt passiert im Zuge des ukrainekrieges.
- 20:23Speaker 0: Das waren wie gesagt aber lang laufende Anleihen und die haben wirklich den Wertverlust gehabt.
- 20:27Speaker 0: hätte ich kurz laufend anleihe gehabt Da hätte ich vielleicht zwei, drei, vier Prozent verloren.
- 20:32Speaker 0: Die langlaufenden haben wirklich minus zehn bis minus fünfzehn in der Spitze gehabt.
- 20:35Speaker 1: Deswegen wichtig hier auf die kurz laufenden Anleihen zu setzen.
- 20:40Speaker 1: Kommen wir vielleicht noch mal tiefer ins Thema wirklich zu den Entnahmestrategien an sich.
- 20:46Speaker 1: Also was gibt es denn da überhaupt für Möglichkeiten?
- 20:50Speaker 1: Und natürlich, ich glaube die meisten von uns und die meisten da draußen stellen sich die Entnahmephase ideal vor mit der Dividendenstrategie.
- 21:00Speaker 1: Also einfach sagen ja ganz ehrlich... Einfach ausschüttende ETFs, vielleicht sogar die Denden-ETF.
- 21:05Speaker 1: Und dann schauen wieder wie der Cash-Vlog steigt und irgendwann bin ich an einem Punkt wo ich sage, reicht mir kommt genug bei rum und das Beste?
- 21:15Speaker 1: Ich muss ja quasi kein Kapital verzehren an dieser Stelle.
- 21:19Speaker 1: Was hältst du von der Dividendestrategie?
- 21:21Speaker 1: ist es tatsächlich die überlegene Entnahmestrategie oder Übersehen hier die Fans von Dividenden etwas?
- 21:27Speaker 0: Also ich glaube, die Dividendenstrategie hat ihren Vorteil weil sie sehr einfach ist.
- 21:32Speaker 0: Psychologisch auch sehr schön, weil ich sehe mein Kapital wächst kontinuierlich und das Unternehmen schüttet eben jedes Jahr einen kleinen Teil aus und dass es so sagen meinen Cashflow den ich habe.
- 21:44Speaker 0: und das kann nicht optimieren indem ich jetzt dann hohe Dividende Aktien halte.
- 21:49Speaker 0: aber was man verstehen sollte ist diese Dividente die ein Unternehmen auszahlt.
- 21:56Speaker 0: damit reduziert sich ja im gleichen Atemzug auch der Kurs dieses Unternehmens.
- 22:01Speaker 0: Und das wäre genau das Gleiche, wie wenn ich eben aus einem Aktienunternehmen was keine Dividende zahlt in dem entsprechenden Betrag Aktien verkaufe also quasi wie eine Entnahme und dann ein Verkauftätige komme ich auf das gleicher Ergebnis.
- 22:16Speaker 0: Ich habe sozusagen nicht mehr den vollen Depot wert sondern er reduziert es sich um die drei Prozent die ich entnehme.
- 22:22Speaker 0: Also es macht überhaupt keinen Unterschied, ob das Unternehmen jetzt diesen Betrag aushalt oder ob ich aus einem breitgestreuten Portfolio diesem Betrag entnehme.
- 22:32Speaker 0: Ich komme auf das gleiche Ergebnis am Ende und dann ist es entscheidend zu verstehen habe ich wirklich einen Vorteil mit dividenden Aktien also liefern die mir strukturell ein besseres Portfolios?
- 22:43Speaker 0: Habe ich weniger Risiko?
- 22:45Speaker 0: Und da muss ich sagen, das ist leider nicht der Fall.
- 22:48Speaker 0: Ein Dividenden-Portfolio hat einen gewissen Bayeris.
- 22:51Speaker 0: Ich habe also in der Regel eine Abweichung teilweise sogar eine starke Abweicherung vom breiten Kapitalmarkt.
- 22:57Speaker 0: In der Regel Dividendentitel und vor allem höhere Dividende gehen einher mit Unternehmen die eher werthaltig substanzhaltig sind, Valueaktien Und ich habe dadurch häufig weniger in den Wachstumswerten investiert.
- 23:11Speaker 0: Das wissen wir alle über die letzten zehn, zwanzig Jahre vor allen Dingen die Werte gewesen, die eben die Kapitalmärkte angetrieben haben und auch historisch betrachtet sind es über die Letzten oder hundert-zwanzig Jahren kann man sich das sehr schön anschauen nur wenige Unternehmen, die wirklich die Wertentwicklung des gesamten Marktes treiben.
- 23:29Speaker 0: Wenn ich die nicht habe dann lasse ich ordentlich was liegen.
- 23:33Speaker 0: Das heißt nicht dass die Strategie schlecht ist Aber ich lass relativ viel Rendite liegen.
- 23:39Speaker 0: Ich lasse Diversifikationen liegen, weil ich ein sehr konzentriertes Portfolio habe und ich könnte mit einem wesentlich breiteren diversifizierten Portfoli – also du hast die WeltETFs eben schon angesprochen oder Weltindices – den gleichen Effekt haben.
- 23:52Speaker 0: Ich entnehme mir einfach meine drei Prozent.
- 23:54Speaker 0: Wenn das für mich eine sinnvolle Strategie ist, dann entnehm' ich mir meine drei Prozente aber an deutlich breiteres Portfogio und hab vor allen Dingen auch die Wachstumswerte
- 24:03Speaker 0: mittrinnen.".
- 24:04Speaker 1: Wie würdest du sagen ist quasi die überlegende Strategie in Namen zu tätigen?
- 24:08Speaker 1: Wir haben jetzt gesagt, okay Dividenden haben so ihre Vor- und Nachteile.
- 24:12Speaker 1: Ein Punkt den man noch erwähnen könnte es Man kann's nicht auf dem Punkt genau teimen.
- 24:17Speaker 1: erstens nicht Und auch nicht außer von der Höhe her sich entscheiden, weil man hat halt das was ausgestattet wird und kann nicht sagen ich will aber genau drei tausend Euro jetzt für diesen Monat.
- 24:29Speaker 1: Würdest du sagen es hat Vorteile entnahmen monatlich zu tätigen oder sollte man das vierteljährlich jährlich machen?
- 24:37Speaker 1: Vielleicht kannst du dazu nochmal ein paar Worte sagen.
- 24:40Speaker 0: bei der Dividenden Strategie da noch mal ganz kurz so hast du es angesprochen.
- 24:44Speaker 0: Das Problem ist, dass ich sozusagen auch eine hohe Schwankung in meiner Auszahlung habe.
- 24:49Speaker 0: Ich kann sie nur überhaupt nicht beeinflussen sondern wenn es den Unternehmen schlecht geht und es gibt immer wieder solche Phasen an den Märkten wo's auch mal länger andauernd Unternehmern nicht so gut geht dann werden Dividenden gekürzt oder gestrichen.
- 25:02Speaker 0: das bedeutet auch da hab' ich eben eine Schwankungen in meine Auszahlungen.
- 25:06Speaker 0: die ist nicht konstant Die ist nicht konstant, drei oder vier Prozent so wie das vielleicht die letzten fünf oder zehn Jahre in vielleicht gängigen ETFs dann erscheinen mag.
- 25:15Speaker 0: Die kann genauso nach unten gehen und ich habe da eben genau so hohe Schwankung, wie ich im Aktienmarkt habe.
- 25:22Speaker 0: also das noch mal vorne weg.
- 25:23Speaker 0: Ich glaube was wichtig ist wenn man tatsächlich entnimmt und da gibt es jetzt verschiedene Strategien wie man das umsetzen kann Dann hab' ich eben die Markt-Volatilität.
- 25:32Speaker 0: Und da gibts zwei Möglichkeiten.
- 25:35Speaker 0: Entweder relativ häufig.
- 25:38Speaker 0: Du hast monatlich angesprochen, das ist ein guter Rhythmus.
- 25:42Speaker 0: Monatlich, vielleicht nehme ich sogar zweimonatlich oder zweimonatlich entnehmig um letzten Endes nicht punktuell gerade an einem falschen Punkt zu landen.
- 25:51Speaker 0: Wenn ich das quartalsweise oder jährlich mache dann habe ich natürlich das Risiko irgendwie am falschenpunkt zu lande und ich kann den Markt nicht time.
- 25:58Speaker 0: Ich kann nicht sagen dass jährliche die Entnahme besser ist als monatlig.
- 26:02Speaker 0: Ich will eigentlich möglichst den Durchschnitt kurzen Abständen in der Entnahme.
- 26:08Speaker 0: Also monatlich ist ein sehr guter Ansatz und das reicht völlig aus, aber ich möchte sozusagen in kurzen Abständen entnehmen oder – das ist die Alternative!
- 26:18Speaker 0: Ich baue mir eine Entnahmestrategie und die haben wir auch hier in unserem Beispiel mit drinne, die weniger volatile Assets enthält.
- 26:26Speaker 0: Das bedeutet, ich entnehme aus zum Beispiel einem Cash ETF oder auch aus einem Cash-Konto oder Tagesgeldkonto, aus einem Anleihe ETF kann ich entnehmen.
- 26:36Speaker 0: Da hab' ich auch die Schwankung nicht drin und dann kann ich natürlich auch andere Zeithorizonte wählen, also da kann ich auch einmal im Jahr entnehmen.
- 26:43Speaker 0: nur wenn ich wirklich aus einem, sag' ich mal Aktien-Portfolio oder Aktienlastigen Portfolio entnehme, dann macht es wenig Sinn das jährlich zu tun.
- 26:52Speaker 1: Pure Aktienstrategie macht ja ohnehin nicht so wirklich Sinn vor allen Dingen in dieser Phase nah am Ruhestand dran.
- 27:00Speaker 1: Hinten raus ist es vielleicht nochmal was anderes aber eigentlich ist es ein Mischportfolio.
- 27:04Speaker 1: Verkaufen wir dann in der Entnahmephase proportional beide Assets oder verkaufen wir eher Aktien oder eher Anleihen?
- 27:12Speaker 1: Also
- 27:12Speaker 0: das ist eine ganz wichtige Frage.
- 27:13Speaker 0: Auch da gibt es wiederum zwei Möglichkeiten, also nehmen wir mal an wie haben jetzt unser siebzig-dreißig Portfolio egal in welcher Strategie?
- 27:21Speaker 0: ich kann unterschiedliche Strategien für meine Entnahme fahren d.h.
- 27:26Speaker 0: berechnen was kann ich denn da wirklich rausnehmen?
- 27:29Speaker 0: unabhängig davon kann ich das sozusagen idealerweise aus dem übergewichtigen Asset entnehmen.
- 27:37Speaker 0: Das ist so sagen das Optimum.
- 27:39Speaker 0: ich halte meine Portfolio Struktur konstant, dass heißt ich entscheide mich für siebzig-dreißig und das ziehe ich auch über den Rest meines Ruhestandes durch und entnehme einfach aus dem Übergewichtige Asset d.h.
- 27:52Speaker 0: jeden Monat, was ist im Übergewicht?
- 27:54Speaker 0: Das wäre sozusagen Ideal-Vorstellung.
- 27:57Speaker 0: Und würde aus dem übergewichtigen Asset sind Aktien besser gelaufen, entnehm ich aus dem Aktientop, sind Anleihen besser gelaufe, entnehmen mich aus dem Anleihnhof oder anders ausgesprochen, sind Aktie stark im Kurs gefallen, ist natürlich der Anleihe Teil im Übergewicht und dann entnehme ich natürlich auch das Anlein.
- 28:15Speaker 1: Das sehe ich einfach okay.
- 28:17Speaker 1: wir haben eine einfache asset allocation in den Siebzig Drasig sind Anleihen bei.
- 28:21Speaker 1: über dreißig Prozent ist relativ easy.
- 28:24Speaker 1: Werden halt Anleihen gestutzt, ansonsten Aktien.
- 28:26Speaker 1: Noch mal kurz zu dem MR-Topfmodell jetzt.
- 28:29Speaker 1: Wie sieht das konkret aus?
- 28:30Speaker 1: Also gibt es da eine Best Practice.
- 28:34Speaker 1: wenn man sich die Töpfe anschaut wie viel Jahre zum Beispiel sollte man da abgebildet bekommen?
- 28:41Speaker 1: oder weil man muss ja auf der anderen Seite immer sagen okay jeder Topf den wir im Tagesgeld oder im Anleihe bucket quasi lassen gibt mir Sicherheit.
- 28:49Speaker 1: Aber ich verzichte auch auf Rendite langfristig, im Aktientopf der quasi langfristige das Wachstum ja auch garantiert und ganz wichtig in der Entnahmephase mir ja auch ein Inflationsschutz bietet.
- 29:01Speaker 1: Vielleicht kannst du da noch ein paar Worte zu sagen?
- 29:03Speaker 0: Also wir haben über die Dividendenstrategie gesprochen.
- 29:06Speaker 0: Ich glaube die nächste Strategie von ihrer Einfachheit ist die Statische Entnahme.
- 29:10Speaker 0: Das will ich nur nochmal ganz kurz anschneiden.
- 29:12Speaker 0: Statische Endnahme heißt ich entnehme einfach von meinem Anfangsbetrag bei Renteneintritt einen festen prozentualen Anteil und ziehe das über die gesamte Laufzeit einfach durch.
- 29:22Speaker 0: Also beispielsweise ich nehme ein gemischten ETF aus Aktien und Anleihen, siebzig-dreißig... Ja!
- 29:27Speaker 0: ...und da setze ich mir einen Entnahmeplan fest.
- 29:29Speaker 0: ausgerechnet, beispielsweise dreihunderttausend Euro habe ich jetzt dann wären vier Prozent entnahme tausend euro im Monat und nicht zahlen wir immer tausende Euro im Monatsaus.
- 29:37Speaker 0: So völlig sag mal Starr ohne irgendeine Anpassung.
- 29:41Speaker 0: Das ist etwas, das kann funktionieren.
- 29:43Speaker 0: Dass es so sagen die klassische statische Entnahme hat den Vorteil ganz konstanter Cashflow und ich habe eben nach hinten raus durchaus je nachdem was sich für eine Portfolio Struktur haben in gewisses Pleiterisiko ein kleines Restpleiterisico bleibt.
- 29:58Speaker 0: Was groß ist das sogenannte Unterentnahmenrisiko?
- 30:01Speaker 0: Sprechen wir gleich nochmal drüber.
- 30:03Speaker 0: Und eine Abwandlung dieser statischen Entnahme weil oder wir haben es vorhin besprochen, das größte Risiko ist dass am Anfang der Entnahmephase ein starker und lang an dauernder Kursverlust stattfindet.
- 30:16Speaker 0: Das ist das große Risiko!
- 30:17Speaker 0: Und das kann ich umgehen indem ich eben jetzt meine Assets auf mehrere Töpfe verteile und sage das ist jetzt mein sicherer Topf also Cash Online und ich entnehme aus diesem Topf und habe dann einen anderen Topf für Wachstum und für beispielsweise meine Aktienallokation.
- 30:36Speaker 0: Und da in diesem Meertopfmodell klassischerweise gibt es sozusagen Cash, Online-Aktien.
- 30:42Speaker 0: Das sind die drei Töpfe.
- 30:43Speaker 0: Gibt das jetzt zwei Modelle?
- 30:45Speaker 0: Also das Meertopfmodell Nummer eins und das wer sich damit beschäftigt wird darauf stoßen von Dr.
- 30:52Speaker 0: Beck.
- 30:53Speaker 0: Das ist sozusagen das Modell wo ich konstant aus Cash entnehme und schieb dann immer wieder nach.
- 30:59Speaker 0: D.h.,
- 30:59Speaker 0: Ich gucke immer sind die online sind Anleihen gut gelaufen, sind Aktien gutgelaufen.
- 31:04Speaker 0: Dann schiebe ich eben in Cash.
- 31:06Speaker 0: wenn die Aktien schlecht gelaufen sind dann verzehr' ich diese Töpfe und hoffe dass irgendwann der Aktienmarkt sich erholt.
- 31:12Speaker 0: aber ich habe zumindest ein Puffer von drei oder vier oder fünf Jahren je nachdem wie ich meine Töpfel von der Gewichtung gestalte.
- 31:18Speaker 0: Spätestens dann muss ich an den Aktientopf ran und wenn die Kurse noch im Minus sind, dann ist es sozusagen verkaufe ich auch mit Verlusten.
- 31:26Speaker 0: Aber ich habe zumindest das drei oder vier Jahre schon mal ausgeglichen.
- 31:29Speaker 0: Das ist Modell Nummer eins.
- 31:30Speaker 0: Ich schiebe so zu sagen immer nach Und da ist ein bisschen Market Timing drin Wenn ich da sozusagen hoffe dass nach drei oder four Jahren Oder fünf jahren sich die kurze wieder erholt haben.
- 31:39Speaker 0: das zweite mehr topfmodell das gibt Sozusagen Ist ein recht einfaches.
- 31:45Speaker 0: ich nehme drei Töpfe und sage der erste top ist mein verzehr für die ersten jahre vielleicht nur für die erstens zwei drei oder vier.
- 31:53Speaker 0: da ist überwiegend cash drinnen.
- 31:55Speaker 0: Der zweite top ist überwiegend online, und in diesem top entnehme ich für ja zwei drei vier bis fünf sechs sieben und die verbrauche ich einfach komplett.
- 32:06Speaker 0: Und dann habe ich meinen dritten Topf, der ist Aktienlastig.
- 32:08Speaker 0: Das muss nicht hundert Prozentaktien sein das kann auch neunzig Prozent oder achtzig Prozent Aktien sein aber dem gebe ich einfach Zeit sich zu entwickeln oder in einer gegebenenfalls schwierigen Börsenphase sich zu erholen.
- 32:17Speaker 0: Ich weiß ich hab auf jeden Fall die ersten acht, neun oder zehn Jahre habe ich im Prinzip abgesichert und bin auf keinerlei Kursschwankungen angewiesen.
- 32:26Speaker 0: und dann bin ich im letzten Topf und dass es dann mein ich sag mal vielleicht achtzig zwanzig Aktien Portfolio und dann entnehme ich konstant aus diesem Portfolium.
- 32:36Speaker 0: Großer
- 32:36Speaker 1: Vorteil hier ist natürlich, man macht sich so ein bisschen dieses Stehaufmännchen-Mentalität am Aktienmarkt ein bisschen zu nutzen.
- 32:45Speaker 1: Man hat auch eine schöne Grafik dazu die wir einblenden können, die eben sich den MSH World anschaut und ganz schön grafisch aufzeigt in wie viel Prozent der Fälle der MSH Welt im wann im plus war zum gegebenen Einstiegszeitpunkt.
- 33:00Speaker 1: bisher war es so, dass nach fünfzehn Jahren spätestens so war das der MSR-Börl dann wieder ins Plus gedreht ist.
- 33:05Speaker 1: Selbst wenn man wirklich den denkbar schlechtesten Zeitpunkt erwischt hat was ja auch erst mal viel Pech wäre.
- 33:12Speaker 1: aber es ist möglich.
- 33:13Speaker 1: Gutes Modell um ruhig schlafen zu können.
- 33:16Speaker 1: da ist auch die Innahme wieder etwas anderes.
- 33:19Speaker 1: Da muss man jetzt kann man natürlich monatlich einfach aus einem Tagesgeldkonto und Dauerauftrag einrichten klar.
- 33:25Speaker 1: aber da würde man jetzt logischerweise nicht monatlich irgendwie Essers verkaufen, sondern schaut sich dann zu einem gegebenen Stichtag einmal im Jahr zum Beispiel an okay wie fülle ich jetzt beispielsweise meine Töpfe.
- 33:36Speaker 1: Wenn Aktien gut gelaufen sind kann ich meinen Topf wieder füllen.
- 33:38Speaker 1: hier und daraus lebe ich wieder.
- 33:40Speaker 1: das nächste Jahr ist gewissermaßen eigentlich eine ganz clevere Strategie hat den gewissen Nachteil dass er ein bisschen Das ist ein bisschen komplexer als eine einfache Dividendenstrategie oder die statische Namen.
- 33:53Speaker 0: Genau, die reduziert auf jeden Fall das Pleitrisiko bzw sie managt das Rendite-Reihenfolgerisiko.
- 34:00Speaker 0: Weil ich so sagen sicher mir wir hatten eben über die Risikozone gesprochen.
- 34:04Speaker 0: Die ersten zehn Jahre vor und nach dem Renteneintritt sind die gefährlichen Und das kann nicht einfach lösen indem für die ersten zehn jahre Nach Renteneinthrid einen Topfarbe jetzt in dem Kontext Topf, ist sozusagen ein Asset Pool der nicht schwankungsanfällig ist.
- 34:20Speaker 0: und schon habe ich dieses Problem im Prinzip gelöst.
- 34:23Speaker 0: Und danach kann ich ja wieder mit mehr Schwankung leben und so löse ich aus der statischen Entnahme heraus dieses Problem dass sich nicht genau weiß ob die Kurse in den ersten zehn Jahren der Entnahmephase einbrechen.
- 34:35Speaker 0: Das ist eine schöne charmante Lösung die auch umsetzbar
- 34:39Speaker 1: Ja, definitiv.
- 34:40Speaker 1: Vermutlich für jeden der ein bisschen Excel-Affines oder ihr bei euch habt sicherlich das eine oder andere passende Tool auch auf der Website was man sich dann zu gegebener Zeit anschauen kann.
- 34:50Speaker 1: Kommen wir jetzt mal zu den nächsten beiden Punkten nämlich den dynamischen Entnahmen wo es dann doch ein bisschen komplexer wird, können Sie sagen?
- 34:57Speaker 1: Erklär uns mal was es damit auf sich hat und welche Vornachteile vor allen Dingen hier mitkommen.
- 35:03Speaker 0: Also die dynamischen entnahmen sind meine großen Lieblinge weil sie eben Folgendes machen sie optimieren.
- 35:10Speaker 0: Auf der einen Seite meine Entnahme, ich kann also deutlich mehr entnehmen auf der anderen Seite muss sich aber auch quasi mit der Dynamik der Entnahme leben das heißt mit der Schwankung der Entnahmen und dafür ist es wichtig dass ich weiß wie viel Geld brauche ich eigentlich fix jeden Monat und brauche um wirklich meine sage mal Basiskosten zu decken und das ist ja in Deutschland in der Regel durchaus habe ich noch andere Nämlich die gesetzliche Rente, vielleicht noch eine betriebliche Rnte.
- 35:39Speaker 0: Die schon einen guten Teil decken.
- 35:41Speaker 0: und dann weiß ich wie viel Flexibilität kann Ich mehr leisten um sozusagen zu reisen Poste auch mal schnell, zehntausend Euro und das sind dann sozusagen die Dinge.
- 35:51Speaker 0: Wenn ich das weiß wie viel Flexibilität kann ich mir leisen?
- 35:54Speaker 0: Und wieviel brauche ich wirklich als Fix?
- 35:56Speaker 0: Dann bin ich in dem Bereich gesagt Ich gucke mir die dynamischen Strategien an und da gibt es zwei Varianten.
- 36:01Speaker 0: Die erste Variante ist ich sage Mal auch relativ einfach umsetzbar und die ist vom Kapital auch eher so dass das Kapital erhalten bleibt.
- 36:10Speaker 0: Ich baue mir ein robustes Portfolio auch hier.
- 36:12Speaker 0: Wie gesagt, ich kann mit einer hohen Aktienquote agieren aber hohe Aktienquote heißt immer dann auch höhere Schwankung in der Entnahmerate und ich setze dann eben prozentual einen festen Teil wo ich sage von der Anfangsvermögen zum Beispiel fünf Prozent entnehme kontinuierlich auf den depot wert.
- 36:34Speaker 0: und jetzt kommt die dynamik ins spiel.
- 36:36Speaker 0: das heißt ich passe meine auszahlung zu bestimmten stichtagen idealerweise pro kwartal pro halbjahr oder pro jahr an und zwar immer wieder auf den aktuellen depotwert.
- 36:45Speaker 0: das heißt wir haben mit drei hundert tausend gestartet.
- 36:48Speaker 0: Und jetzt ist das Depot eben auf zwei Hunderttausend gesunken, weil Aktienmarkt stark eingebrochen ist.
- 36:53Speaker 0: Dann entnehme ich jetzt meine vier oder fünf Prozent aus den Zweihundertausend.
- 36:57Speaker 0: Das heißt, meine Entnahmerrate sinkt ein wenig und ich passe mich quasi der neuen Marktsituation an gleiches nach oben.
- 37:05Speaker 0: Aktienmärkte laufen gut.
- 37:06Speaker 0: Mein Portfolio ist gewachsen von dreihunderttaussend auf vierhundert tausend.
- 37:10Speaker 0: auch Jetzt kann ich sozusagen wieder meine Entnahme Rate anpassen und entnehmen etwas mehr.
- 37:15Speaker 0: Das heisst Ich habe eine schwankende Entnamerate, aber trotzdem entnehm ich in der Regel im langfristigen Durchschnitt weniger als die Rendite dieses Portfolio-Konzeptes.
- 37:26Speaker 0: Das ist essentiell und damit ist sie kapital erhalten.
- 37:29Speaker 0: In der Regel vermehrt sich mein Vermögen und erhöht sich mein Deportwert Und damit gleiche ich zum Beispiel auch die Inflation aus, das heißt über den langfristigen Aspekt.
- 37:39Speaker 0: Über zwanzig dreißig Jahre habe ich in der Regel ein Wert zuwachs,
- 37:42Speaker 0: d.h.,
- 37:42Speaker 0: meine Entnahme steigt sukzessive im Durchschnitt und gleicht somit auch die inflation aus.
- 37:48Speaker 0: Das ist eine wunderschöne Variante wo ich statt in der statischen Entnahme da bin nicht eher so bei dreieinhalb Prozent um.
- 37:55Speaker 0: wenn ich wirklich auf Nummer sicher gehen will bin ich bei dreienhalb Prozent entnahme bin ich in der Dynamischen schon sehr schnell bei vierundhalb bis fünf Prozent, die sich sehr sicher entnehmen kann ohne irgendeinen Pleiterisiko einzugehen langfristig sogar eher mit hohem Vermögenswachstum.
- 38:12Speaker 0: Das ist sozusagen die einfache Variante auch einfach umzusetzen.
- 38:17Speaker 0: aber auch hier wie in allen anderen Entnahme Strategien habe ich das sogenannte Unterentnahme-Risiko und da will ich jetzt gerne mal kurz darauf eingehen.
- 38:25Speaker 0: Das unterentnahme Risiko ist sozusagen der Gegenspieler vom Pleitrisiko.
- 38:29Speaker 0: Pleit risiko heißt, das Geld ist vorher aufgebraucht bevor ich ablebe und das wollen wir ja vermeiden.
- 38:37Speaker 0: also ich möchte ja möglichst so lange Kapitalfluss Cashflow haben wie ich lebe.
- 38:43Speaker 0: Das ist ja das Ziel des Ganzen.
- 38:45Speaker 0: Um das zu erreichen und das zu minimieren, da gehen wir hin Richtung Wir wollen die pleite Wahrscheinlichkeit bei ein Prozent oder bei null Prozent idealerweise haben.
- 38:53Speaker 0: Ich will eigentlich nicht in dieses Szenario rein.
- 38:56Speaker 0: Das bedeutet aber bei den ganzen anderen Entnahmestrategien, dass die Wahrscheinlichkeit das hinten heraus ein deutlich höheres Vermögen dann noch vorhanden ist wenn ich ablebe.
- 39:06Speaker 0: Das ist sehr hoch!
- 39:07Speaker 0: Das ist sogar so hoch und man sich die ganzen Entnahmestrategien anschaut wie wir bisher besprochen haben und wir entnehmen vier Prozent oder auch fünf Prozent.
- 39:16Speaker 0: Dann hat sich in der Regel nach dreißig Jahren das Vermögan vertreifacht bis verfünffacht trotz der Entnahme.
- 39:22Speaker 0: Das heißt ich hätte eigentlich viel besser leben können Ich hätte mir viel mehr leisten können oder noch viel schönere Reisen machen können.
- 39:30Speaker 0: Aber ich habe es nicht getan, weil eben mein Entnahmekonzept nicht vorsieht und weil ich natürlich wie gesagt eher auf dieses Kapitalwachstum aus bin.
- 39:38Speaker 0: Kapital erhalten, Kapital wachsend.
- 39:41Speaker 0: Und das finde ich ist durchaus ein ganz, ganz wichtiger Aspekt, weil wenn ich die Möglichkeit habe meinen Vermögen effizient zu verzehren, sodass es wirklich bis zum Ende reicht.
- 39:50Speaker 0: So dass ich bestimmen kann wie viel soll denn da noch übrig bleiben für meine Erben?
- 39:54Speaker 0: Dann ist das für mich eine deutlich effiziendere Möglichkeit.
- 39:57Speaker 0: und ich sage ich kann jetzt mein Lebensabend wirklich maximieren und sagen Ich nehme das Maximale aus meinem Vermögend heraus was eben der Kapitalmarkt natürlich hergibt.
- 40:07Speaker 0: Und das kann ich mit der zweiten dynamischen Variante nämlich die dynamische Variante Die auf ein festes Enddatum hin agiert.
- 40:15Speaker 0: und hier kommt jetzt etwas ins Spiel, was wir vorher nicht hatten.
- 40:18Speaker 0: Weil da waren wir immer kapitalerhaltend.
- 40:20Speaker 0: Hier kommt jetzt sozusagen die Lebenserwartung mit ins Spiel und da sollte man sich einmal mit beschäftigen sagen Mensch wie lang lebe ich denn wahrscheinlich?
- 40:29Speaker 0: Und was heißt das für mich?
- 40:31Speaker 0: Die Statistiken geben eine ganz gute Guidance und sagen also durchschnitt haben wir ja bei eighty-sechzig Mann Frau aber das sind ja nur fünfzig Prozent und die anderen fünfzig leben länger.
- 40:44Speaker 0: Also ich muss von der Wahrscheinlichkeit eher so Richtung fünf Prozent oder zehn Prozent gucken.
- 40:48Speaker 0: Und da bin ich sehr schnell bei hundert, also wenn ich zum Beispiel auf ein Lebensalter von Hundert plane dann bin ich nur noch mit einer Wahrscheinlichheit von wahrscheinlich fünf sechs Prozent dass sich das erlebe und überlebe und wenn nicht da dann noch zusätzlich auch Kapital erhalt von zum Beispiel zwanzig dreißig Prozent mit Einrechner.
- 41:07Speaker 0: d.h.
- 41:07Speaker 0: Ich habe dreihunderttausend aktuell und ich sag komm fünftig tausend oder hundertausend sollen am Ende übrig bleiben.
- 41:13Speaker 0: Dann habe ich eine ganz solide Kenngröße und mit der kann ich jetzt rechnen.
- 41:16Speaker 0: Und wenn ich mit der rechne und sage, okay, mit hundert soll noch hunderttausend übrig bleiben, dann kann ich immer auf das aktuelle Depot schauen und sagen was ist denn da aktuell drinne?
- 41:26Speaker 0: Wie viel kann ich entnehmen damit es bis zu diesem Enddatum und dem Restvermögen reicht?
- 41:32Speaker 0: Das haben wir auf unserer Website einen Rechner, der das macht!
- 41:34Speaker 0: Da kann ich mir halbjährlich oder jährlich meine Entnahmerate anpassen.
- 41:39Speaker 0: und das Schöne an dieser dynamischen Variante Sie ist auch schwankend, also auch da atmet sozusagen die Entnahmerate mit dem Kapitalmarkt.
- 41:48Speaker 0: Also wenn es schlechter läuft am Kapitalmarktrech nicht wieder neu aus und dann kann ich weniger entnehmen.
- 41:52Speaker 0: Wenn's besser läuft, entnehme mich mehr!
- 41:54Speaker 0: Aber das ist die einzige Variante, die sozusagen das Unterentnahmerisiko eliminiert.
- 41:59Speaker 0: Das bedeutet ich verzerre wirklich meinen Vermögen effizient und ich lasse nicht hinten irgendwie das drei-, vier- oder fünffache übrig was wahrscheinlich schön ist für die Erben.
- 42:09Speaker 0: Und wenn das jemand möchte dann ist es ja auch ein sinnvoller Weg.
- 42:11Speaker 0: aber für denjenigen sagen wir eigentlich will ich lieber besser leben und es reicht, wenn da vielleicht hunderttausend für meine Erben übrig bleibt Dann ist die dynamische Variante mit Kapitalverzehr, die mit Abstand sinnvollste.
- 42:23Speaker 1: fast schon meine Frage nach deinem Favoriten.
- 42:26Speaker 1: Aber es ist tatsächlich ein wichtiger Punkt, wir haben im Vorgespräch auch schon darüber gesprochen wie unterschätzt dieses Unterentnahme-Risiko ist.
- 42:34Speaker 1: normalerweise wenn man da drüber redet dann denkt jeder nur ans pleite Risikof außer ständlichen Gründen natürlich aber größtenteils ist das eben der Fall dass viele Leute dann eigentlich mit sehr hohen Restvermögen ableben und sich eigentlich ein viel schöneres Leben leisten können tatsächlich.
- 42:53Speaker 1: Und das Traurige ist natürlich, dass all das in gewisser Weise verlorene Lebensqualität hier ist.
- 42:59Speaker 1: Du hast gesagt schöne Reisen mit der Family oder die eine oder andere Annehmlichkeit dann noch gönnen.
- 43:07Speaker 1: Man kann ja dieses pleite Risiko auch relativ gut eliminieren beziehungsweise auf den Punkt Erbschaft gut mit einberechnen indem man einfach sagt Ich habe ein Kapital erhalt und ich hab hier einen Restkapital zu Zeitpunkt X von zehn, zwanzig, dreißig Prozent.
- 43:24Speaker 1: Und dann ist das alles auch in dieser Form definitiv machbar.
- 43:28Speaker 1: Wenn wir zu dem Punkt noch kommen bevor wir zum Ende kommen welche Nachteile siehst du denn?
- 43:33Speaker 1: Welche Schwächen siehst Du denn bei dieser dynamischen Variante auch wenn es dein favorisierter Ansatz zu sein scheint?
- 43:39Speaker 1: Ja
- 43:40Speaker 0: natürlich habe ich Kapital verzehrt.
- 43:42Speaker 0: das heißt ich muss Ich sag mal wirklich psychologisch damit leben, dass mein Depot sukzessive im Prinzip weniger wird.
- 43:51Speaker 0: Ja und ich glaube das ist schon etwas... Das muss man für sich erstmal verstehen sagen ja möchte ich wirklich und ich möchte auch ein Teil meines Kapitals echt verzehren.
- 44:02Speaker 0: Wer das nicht muss, dann muss er es ja auch nicht tun.
- 44:04Speaker 0: also wenn, sage ich mal die Vermögensituation das her, gewisse ich sage Mensch ich vererb das und das ist auch gut so, dann ist es in Ordnung.
- 44:11Speaker 0: Aber für den sagen wir, ich möchte einfach meinen Lebensabend optimieren und maximieren mit dem was sich da hart erspart habe.
- 44:18Speaker 0: Da ist eben die dynamische Variante natürlich am interessantesten also die dynamischer Variante.
- 44:23Speaker 0: Und da ist es wichtig dass ich wirklich zwei Dinge berücksichtige.
- 44:28Speaker 0: Ein langen Planungshorizont denn wenn ich das zu kurz plane und dann tritt ein Markt event ein d.h.
- 44:35Speaker 0: lange anhaltende Kurzverluste dann wirkt das natürlich überproportional.
- 44:40Speaker 0: Und es ist wichtig, dass ich da eben durchaus diese Langfristigkeit... Das dynamische Konzept mit Kapitalverzehr macht keinen Sinn für zehn oder fünfzehn Jahre.
- 44:50Speaker 0: Aber für thirty-fünf Jahre macht das absolut Sinn!
- 44:53Speaker 0: Für dreißig, fünfundreißig oder vierzig Jahre ist es sehr, sehr sinnvoll.
- 44:56Speaker 0: und eben dann noch mit diesem Kapitalerhaltungsfaktor, den ich festbestimmen kann oder vorgeben kann und sagen kann.
- 45:03Speaker 0: Ich möchte das da noch hunderttausend ne?
- 45:05Speaker 0: Oder zwehunderttaußen oder drehundertausend mit mit Hundert als Lebensalter vorhanden sind habe ich einen Puffer für mich also auch noch ein gewissen Sicherheitsaspekt natürlich auf der einen Seite und es ist eben auch eine Erdmasse da auf der anderen Seite.
- 45:19Speaker 0: Aber dieses Konzept der Nachteil ist, das ist natürlich etwas komplexer.
- 45:22Speaker 0: Die anderen sind deutlich einfacher umzusetzen.
- 45:24Speaker 0: Da schaue ich einfach einmal im Jahr auf meinen Depotwert und setze die Entnahme wieder neu an oder... Ich muss nicht mal schauen bei den ersten Modellen, die wir besprochen haben ob das Dividende- oder Statischeentnahme ist, da setze ich einmal auf und das war's!
- 45:38Speaker 0: Bei dem Modell ist es so dass sich schon sehr regelmäßig eben schauen muss auf mein Depotwert machen muss.
- 45:47Speaker 0: Wann will ich sozusagen, was ist mein Planungshorizont?
- 45:50Speaker 0: Zum Beispiel hundert als Lebensalter.
- 45:52Speaker 0: Was ist das der Betrag, der am Ende noch dastehen soll?
- 45:56Speaker 0: und diese Rechnung zum Beispiel einmal im Jahr setze ich mich da dran macht die Rechnungen mit Inflation also wirklich Inflations auch mitteinberechnen haben wir beispielsweise auf unserer Webseite auch ein Tool was es alles macht Und dann kann ich wirklich sauber so eine dynamische Entnahme mit Kapitalverzerr planen.
- 46:13Speaker 0: Also das ist jetzt nicht schwer, das fünf Minuten habe ich das maximal in den Rechner eingegeben.
- 46:19Speaker 0: Es sind drei vier Werte die ich da eben mit einem Schieberegler einstelle und dann hab' ich meinen neuen monatlichen Entnahmebetrag und den stelle ich dann entsprechend in meinem Broker-Konto ein und dann habe ich wieder für einen Jahr und kann es durchlaufen lassen.
- 46:34Speaker 1: Ich würde sagen wir haben das Thema einmal umrundet.
- 46:38Speaker 1: Vielen, vielen Dank für deine Zeit.
- 46:39Speaker 1: Und wer mehr vom Markus und seinem Team erfahren möchte, der findet mehr Informationen unter retire.capital.
- 46:46Speaker 1: Ganz genau!
- 46:47Speaker 1: Schön dass du da warst auch bei uns.
- 46:49Speaker 1: natürlich auf der Website gibt es den einen oder anderen Beitrag dazu.
- 46:53Speaker 1: Wenn ihr weitere Fragen zum Thema habt dann lasst es uns doch gerne in den Kommentaren unten wissen und dann laden wir vielleicht ein Markus nochmal zu uns ein hier ins Studio.
- 47:02Speaker 0: Danke dir Kier hat mich sehr gefreut.
- 47:04Speaker 1: Danke Markus.