Latest / Voices of Growth - Dein Podcast / Vom Weltklasse-Kickboxer zum Mentor – Cesur Elen über Stärke, Verantwortung & Phoenix Fight Academy
Transcript
- 0:00Ich war einer der jüngsten Trainer, die damals die
- 0:02Trainerlizenz machen durften. Man hatte große Ziele vor den
- 0:05Augen, kam auf einmal Corona, das war so eine Sache, die mich
- 0:08bis heute begleitet, ohne das hätte es auch, denke ich mal,
- 0:11niemals geklappt, weil Kampfsport spiegelt das Leben
- 0:14wider, viele Leute begleiten einen und Kampfsport ist genauso
- 0:17und am Ende des Tages steht man aber im Ring und auf der Macht
- 0:19alleine, so ist es im Leben auch.
- 0:27Herzlich Willkommen zurück zu deinem Podcast Voices of Growth.
- 0:29Heute habe ich endlich unseren besonderen Gast dabei, er ist
- 0:32allerdings nicht nur besonders, weil er zu der Quellspitze
- 0:34gehört, sportlich gesehen, sondern weil er auch mit echter
- 0:37Hingabe, empathisch und mit Herz jungen Menschen auf ihren Weg
- 0:41begleitet. Jessul Allen ist mein Gast und
- 0:44er ist deutscher Weltmeister im kickbox Bereich, Zweiter der
- 0:47Weltrangliste, Gründer der Phoenix Fight Academy.
- 0:50Und er kämpft nicht, um nur zu gewinnen, sondern auch, um junge
- 0:53Menschen zu motivieren und ein Ziel zu geben, so Jesso.
- 0:56Vielen Dank, dass du gekommen bist.
- 0:58Ich freue mich wirklich sehr, dass du dabei bist.
- 1:00Ich meine, vielleicht wisst ihr das noch nicht oder vielleicht
- 1:02habe ich das mal erwähnt. Jesso ist mein Bruder.
- 1:04Jünger als ich. Und ja, also das ist schon für
- 1:07mich sehr besonders, weil ich die ganze Zeit Gäste einladen
- 1:10wollte, aber ich dachte mir, den besten habe ich ja zu Hause und
- 1:13der sollte auf jeden Fall dabei sein, damit ihr nicht nur ihn
- 1:17als Menschen, als Trainer seht, er hat nämlich wirklich so eine
- 1:20Persönlichkeit, die extrem motiviert und so eine krasse
- 1:23Energie und so ein Mindset, ich meine, im jungen Alter hatte ich
- 1:26schon sehr viel geschafft, das kriegt ihr alles jetzt gleich
- 1:28mit. Nochmal vielen Dank, dass du
- 1:29dabei bist. Danke für die Einladung und ich
- 1:32denke, dass. Wird auch viele Leute weiterhin
- 1:34motivieren, die diesen Podcast gucken, auch bestrebt sind
- 1:38einige Sachen, die du immer wieder aufgreifst im Leben auch
- 1:43wirklich ernster zu nehmen und umzusetzen.
- 1:44Also schaltet auf jeden Fall jeden Donnerstag ein, Leute.
- 1:48Vielen Dank also, das ist echt schön von den eigenen Brüder so
- 1:50was zu hören. Also wie ich schon gesagt habe,
- 1:53wir werden aber auch nicht. Natürlich gibt es immer viele
- 1:55Themen, aber ihr wisst ja auch bereits, vor allem jessu weiß es
- 1:58ja auch, weil es ja immer so mitnimmt, dass ich ja auch vor
- 2:00allem um Persönlichkeitsentwicklung mich
- 2:02spezialisiert habe, und ich werde heute auch über
- 2:05Persönlichkeitsentwicklung sprechen, über Mindset als auch
- 2:08über Empathie, so Jessu nochmal vielen Dank, dass du gekommen
- 2:10bist. Ich kenne dich ja schon
- 2:11persönlich, möchte aber von dir natürlich jetzt erstmal wissen,
- 2:15du bist der Kickboxer, wie bist du überhaupt da reingekommen?
- 2:18Das würde ich gerne wissen. Ich glaube, die Geschichte habe
- 2:21ich schon 100 mal erzählt, die wird sich auch so nicht mehr
- 2:23ändern. Ich habe damals Fußball
- 2:27gespielt, Fußball allein hat mir nicht gereicht, ich war zu
- 2:30aktiv, würde ich mal freundlich ausdrücken, meine Schwester, die
- 2:34Eiche, die hat Kickboxen gemacht, die war genauso aktiv
- 2:38und ja, dann hat sie mich irgendwann mit zum Kickboxen
- 2:41genommen und ich habe direkt die Leidenschaft in diesem Sport
- 2:43gesehen und es hat mich direkt. Gegriffen und ich bin dann quasi
- 2:49bei dem Sport geblieben. Also es ist das hätte ich jetzt
- 2:52auch gefragt, also sofort nachdem du in dem Sport drin
- 2:55warst, hast du gemerkt, OK, das ist jetzt für mich und ich
- 2:57möchte das weitermachen, genau oder gab es einen Moment schon?
- 2:59Nee, es war tatsächlich schon beim ersten Training.
- 3:02Ich habe ja direkt die Vergleiche zum Teamsport
- 3:04gezogen, es ist ja auch nicht verkehrt, Teamsport zu machen,
- 3:06das erkläre ich auch immer wieder den ganzen Kindern, nur
- 3:09die Anstrengung ist definitiv eine ganz andere gewesen und es
- 3:12sind einfach diese Sachen gewesen wie du musst selbst.
- 3:16Alles durchziehen. Es ist niemand anderes, der dir
- 3:18sonst hilft und das waren so Aspekte, die direkt schon beim
- 3:21ersten Training mir eigentlich aufgefallen sind, wo ich gesagt
- 3:23habe, hey, eigentlich ist das genau mein Sport.
- 3:26Also ich finde das schon krass, dass man im ersten Training das
- 3:28für sich so bemerkt, weil es gibt ja wirklich viele Kinder,
- 3:30die dann oder Jugendliche, die dann ein paar Mal
- 3:33Trainingseinheiten machen, aber das ist natürlich richtig schön,
- 3:36dass du sofort deinen Weg finden konntest.
- 3:38Also da bin ich stolz auf die Schwester, aber genau was hat
- 3:42ich will jetzt erst mal so deinen Weg als Champion, das
- 3:45bezeichne ich mal. Mal so, mal besser herausfinden
- 3:48auf dem Weg als Profi. Was hatte ich am meisten
- 3:50geprägt? Ich würde sagen, auf jeden Fall
- 3:54die ganzen harten Trainingseinheiten und zu dem
- 3:58Ganzen gehört natürlich auch viel Management dazu.
- 4:02Man muss schon gefühlt von klein auf, ich habe mit fast kurz
- 4:07bevor ich 14 geworden bin angefangen, musste ich damit
- 4:10klarkommen, wann gehe ich ins Training, wie organisiere ich es
- 4:12mit der Schule, wann komme ich nach Hause.
- 4:14Also man hatte schon relativ früh einen ganz eng getakteten
- 4:18Tag und ich denke, das war so eine Sache, die mich bis heute
- 4:21begleitet. Ohne das hätte es auch, denke
- 4:24ich mal, niemals geklappt, also egal wie hart man trainiert,
- 4:27aber wenn man nicht die richtige Zeit dafür findet und auch im
- 4:29falschen Moment trainiert, würde man niemals erfolgreich werden.
- 4:32Dasselbe gilt denke ich auch mal für viele andere Sachen im Leben
- 4:35und ich denke mal. Es war auch irgendwie so
- 4:39geschrieben. Also ich war zur richtigen Zeit
- 4:40am richtigen Ort. Das heißt also, wir haben 14
- 4:43Jahre erwähnt oder wenn ich das jetzt gerade so, dass du mit 14
- 4:46Jahren angefangen. Hast nein, das haben wir nicht
- 4:49erwähnt. Also ich habe quasi einen Monat
- 4:50vor meinem 14 Geburtstag angefangen.
- 4:52Genau. Das sind genau in diesem Jahr
- 4:55werden es knapp 13 Jahre. Ja, das hört sich nach sehr viel
- 4:59Druck an. Wie bist du damit umgegangen, in
- 5:00dem jungen Alter vor allem? Anfangs habe ich es tatsächlich
- 5:04nicht als Druck gesehen. Ich habe es eher mehr als.
- 5:07Ja, es war eine Leidenschaft, oder die Leidenschaft hat sich
- 5:10eher entwickelt. Man geht ahnungslos hin, man
- 5:12will erstmal nur trainieren, da will man natürlich besser
- 5:14werden, so wie es für mich zumindest in jeder Sache war,
- 5:18mit der ich angefangen habe. Ich wollte immer besser werden,
- 5:19ich wollte immer nicht nur einer der besten, sondern der Beste
- 5:23sein und ich denke, diese Siegermentalität, wenn man die
- 5:27auch nicht von Anfang an hat, die entwickelt sich irgendwann,
- 5:29wenn man Leistungssport macht oder wenn man vor allem einen
- 5:31Einzelsport macht und wenn man sieht, dass man Stück für Stück.
- 5:36Von jeder Etappe von Ziel zu Ziel bestimmte Sachen erreicht,
- 5:39die man sich vorgenommen hat oder sogar übertrifft.
- 5:42Dann weiß man, hey okay, ich kann schon einiges bewirken und
- 5:47es wurde dann auf einmal von jetzt auf gleich irgendwie
- 5:49größer als gedacht. Ich wollte schon immer dann
- 5:51kämpfen, natürlich, wenn man trainiert, wenn man auch immer
- 5:53Wettkampf machen, so wie man zum Fußball geht und zum
- 5:55Fußballspiel auch mal eingeladen werden will oder mitmachen darf
- 5:59und es kam von jetzt auf gleich und ich hatte tatsächlich.
- 6:04Bisschen das Glück würd ich sagen, aber das meiste war eher
- 6:07die harte Arbeit und dass ich schon beim ersten Turnier den
- 6:11ersten Platz gemacht hab und diese Erfolgsserie hielt sich
- 6:14dann immer weiter und weiter und weiter und das hat mir noch mal
- 6:17so diesen letzten Reiz. Gegeben oder diese letzte
- 6:21Erfüllung. Hey, du bist im richtigen Sport,
- 6:22wenn du wirklich hart trainierst, dann erreichst du
- 6:24auch deine Ziele. Ja, also du sagtest zwar Glück,
- 6:26aber ich ich persönlich bin der festen Überzeugung, dass man für
- 6:29sein Glück ja auch irgendwie verantwortlich ist.
- 6:31Also das selber für sich entweder erfinden kann oder es
- 6:35einfach entwickeln kann. Deswegen.
- 6:37Also du meintest ja, dass du viel trainiert, auch hast, oder
- 6:40also denkst du nicht, dass es jetzt weniger mit Glück, sondern
- 6:42mehr mit deiner Disziplin zu tun?
- 6:44Hat ja definitiv. Also für mich ist Disziplin an
- 6:47erster Stelle immer schon immer gewesen sonst.
- 6:50Könnte man, sei es sportlich, sei es beruflich, sei es privat,
- 6:53niemals so konsequent und erfolgreich sein.
- 6:56Und natürlich gehört egal zu was man macht, nicht nur Disziplin
- 7:01dazu, sondern man muss ein Hauch Glück muss man mit dabei sein,
- 7:04man kann der talentierteste Sportler auf der Welt sein, es
- 7:06gibt genug talentierte Sportler. Oder auch Leute im Berufsleben,
- 7:10die einfach noch nicht auf die richtigen Personen getroffen
- 7:13sind oder vielleicht zur falschen Zeit bei einem Scouting
- 7:16waren oder auf einem falschen Wettkampf, wo ein Sponsor nicht
- 7:19dabei war oder oder, oder. Ich will jetzt auch nicht die
- 7:22Profis oder die ganzen Leute, die es geschafft haben,
- 7:24kleinreden, dass sie nur Glück hatten.
- 7:26Natürlich gibt es hier und da wirklich Fälle, wo man weiß
- 7:30okay, da hat schon viel Glück mitgespielt, aber diesen Faktor
- 7:34Glück, den können wir nicht beeinflussen, ja, aber alles
- 7:36andere können wir beeinflussen und ich dachte okay mit.
- 7:39Durchtrainieren kann ich viel weiteres beeinflussen und
- 7:41deshalb bin ich auch dabei geblieben.
- 7:42Frank, Wir haben ja über Druckhaltung gesprochen, vor
- 7:45allem in dem jungen Alter. Das ist ja echt ja wahnsinnig.
- 7:48Wie bist du privat, vor allem auch damit umgegangen?
- 7:50Also ich muss sagen, zumindest wenn ich es aus meiner Situation
- 7:55heraus erzählen muss, die Leute in meinem Umfeld hätten
- 7:58wahrscheinlich was anderes sagen, aber ich finde, ich kam
- 8:00ganz gut klar, mit Druck, schon immer, weil ich mich selbst
- 8:03immer gerne unter Druck gesetzt habe, weil unter Druck entstehen
- 8:07Diamanten. Also das heißt, nur unter Druck
- 8:10bekommen bekommen zumindest ich es hin perfekt zu performen.
- 8:15Also wenn ich jetzt keinen Druck habe, das kennen bestimmt auch
- 8:17viele Leute, sei es in der Schule, sei es auf der Arbeit,
- 8:20wenn man keinen Druck hat, dann lässt man nach einer Weile so
- 8:23die Arbeit vor sich liegen oder denkt sich, ach ich mache das
- 8:26morgen, ich mache das und dann wenn man sei es Zeitdruck, sei
- 8:29es generell Druck von außen, Erwartungshaltung oder so, wenn
- 8:34man das alles nicht hat. Dann kann man auch nicht
- 8:38performen und diesen Druck muss man sich auch.
- 8:40Das war zumindest bei mir so. Im Training habe ich mir das
- 8:42immer Stück für Stück gegeben, ich so, ich muss jetzt schneller
- 8:44sein, ich muss jetzt mehr machen, ich habe mich immer
- 8:46versucht mit anderen zu messen, ich habe mir selbst diesen Druck
- 8:48gemacht, damit ich besser werde, weil hätte ich mich mit anderen
- 8:50nicht gemessen, sei es eine Frau, sei es ein Mann, sei es
- 8:53jemand, der älter ist, der viel länger dabei ist.
- 8:55Es muss natürlich ein gesunder Druck sein, man kann jetzt nicht
- 8:57erwarten, ah okay, es ist das erste Mal, dass ich Bungie
- 8:59Jumping mache, und ich springe runter ohne Angst oder
- 9:01sonstiges, man muss natürlich auch realistisch bleiben, aber
- 9:05man. Es sind so banale Dinge wie ich
- 9:08mache jetzt 2 waren mehr als der andere.
- 9:09Ich sprinte jetzt mal 2 waren mehr oder ich mache jetzt mal 10
- 9:12Schläge mehr. Also ich finde es fängt bei den
- 9:13Kleinigkeiten an. O.
- 9:14K hast du auch sofort daran geglaubt, als du angefangen hast
- 9:18mit dem mit all dem jetzt. Also ich muss sagen, als ich mit
- 9:21dem Sport angefangen habe, habe ich gar nicht so weit gedacht.
- 9:24Ich dachte mir, OK, es tut mir gut, es hat mir in meinem
- 9:28Selbstbewusstsein, in meiner Entwicklung sehr geholfen,
- 9:31definitiv. Das ist ja etwas, was ich auch
- 9:34an viele Leute weitergebe, an viele Kinder, Jugendliche, vor
- 9:38allem an Frauen und Mädchen, die sehr verunsichert sind oder
- 9:42vielleicht noch nie Sport gemacht haben, mit Übergewicht
- 9:45hinkommen und und und und einfach nur wegen den
- 9:48äußerlichen Dingen Gegebenheiten, sei es genetisch
- 9:50oder sonstiges kritisiert werden.
- 9:53Und deshalb denke ich tatsächlich, dass dieser Sport
- 9:59einem in jeder Hinsicht dann auch hilft, aber.
- 10:02Aber egal, wer es mir sagen mag, also ich glaube nicht, dass man
- 10:07direkt so mit der Haltung hingeht.
- 10:09Okay ich gehe jetzt hin, um Profi zu werden, ich wollte auch
- 10:11nie Profi werden, ich wollte meine Schule machen und mit der
- 10:15Zeit hat sich natürlich entwickelt, dass ich gesagt
- 10:16habe, hey, irgendwann, wenn ich meinen Beruf erlernt habe, dann
- 10:19würde ich gerne auch ein Sportstudio haben, nicht nur in
- 10:22einem Arbeiten, den Gedanken hatte ich dann schon nach einem
- 10:25Jahr oder so, nachdem ich mehr Verantwortung bekommen habe und
- 10:28Training geben durfte und, und das hat mir dann schon sehr
- 10:30gefallen und. Und ja, also das sind so Dinge,
- 10:35die sich mit der Zeit entwickelt haben.
- 10:36Aber ich bin nicht direkt durch die Tür reingekommen und dachte,
- 10:38Ah, OK, das und das sind meine Ziele, das und das will ich
- 10:41haben, sondern vor allem, wenn man 13 ist.
- 10:43So weit denkt man gar. Nicht nee, absolut nicht.
- 10:45Deswegen sage ich ja vor allem Faktor glaube ist finde ich auch
- 10:48sehr wichtig, also sagen ja eigentlich auch viele Sportler,
- 10:51wenn du den Glauben an den nicht hast, dann brauchst du gar nicht
- 10:53anzufangen. Und auf dem Weg dahin, immer
- 10:56wieder an sich zu glauben, ist bestimmt auch sehr schwierig.
- 10:58Oder definitiv also der Wille bewirkt wirklich Wunder, wenn
- 11:02man nicht willensstark ist. Ja, natürlich ist kommt keiner
- 11:05zur Welt und denkt ja, OK, ich bin jetzt der Herkules, ich
- 11:07kriege alles hin, das entwickelt sich mit Etappenzielen, also mit
- 11:12kleinen Erfolgen, sei es ich werde schneller oder ich habe
- 11:16auf einmal abgenommen oder wie auch immer, ich werde technisch
- 11:20besser voll mit meinem Sport. Diese Sachen stärken einen
- 11:23Stärken an das Selbstbewusstsein und so glaubt man auch immer
- 11:26mehr an sich, natürlich auch das Feedback von außen.
- 11:28Wir können uns ja selbst so viel zusprechen, wie wir wollen, wir
- 11:31sind tatsächlich oftmals nur so gut wie die Leute auch von uns
- 11:34reden. Ich kann der absolute Profi sein
- 11:38am Samstag, wenn jemand zu mir sagt, ja okay das, was du da am
- 11:41Boxtag machst, sieht schlecht aus, dann denke ich irgendwann
- 11:43dran, wenn der 56789 mir das sagt, dann zweifle ich dann auch
- 11:48plötzlich an meinen Fähigkeiten und sobald dann diese Zweifel
- 11:50aufkommen, genauso wie wir andere Sportler oder Leute
- 11:53größer reden als sie sind, das passiert in unserem Sport sehr
- 11:56oft, wenn jemand anfängt zu kämpfen und vielleicht mal nur
- 11:58sieht, der wärmt sich gerade so und so auf, das sieht schon gut
- 12:01aus und. Oder Ah, der hat gerade gegen
- 12:02den Gegner so und so gewonnen. Das beeindruckt einen, das
- 12:05hinterlässt auch einen Eindruck und wenn man dann in dem Moment,
- 12:09jeder hatte, das Glaube ich mal zu sagen, hm okay, das wird
- 12:11jetzt schwierig, aber hinzugeben und sagen, ich verliere das,
- 12:14dann verliert man das auch. Ja, natürlich.
- 12:16Absolut definitiv. Und das ist denke ich auch der
- 12:18Glaube und der Wille, dass man sagt, ist egal was passiert, ich
- 12:21gehe rein, natürlich, man will Spaß haben, aber in dem Moment
- 12:23denkt man gar nicht an den Spaß, man will ja auch erfolgreich
- 12:25sein und das wichtigste ist, dass man natürlich alles da ist.
- 12:27Man will nicht am Ende sagen, hätte ich oder wäre oder keine
- 12:30Ahnung was, man darf es gar nicht.
- 12:31Ja, so weit kommen lassen. Ja, also findest du auch das
- 12:34wichtig, was die Gesellschaft auch sagt?
- 12:36Definitiv. Also wir werden leider Gottes
- 12:39sehr oft von der Gesellschaft beeinflusst, sei es Social Media
- 12:44inzwischen verstärkt, damals war es ja noch, dass die Leute mehr
- 12:47über persönliche Sachen geredet haben, alles war persönlicher.
- 12:50Wenn ich ein Problem hatte, habe ich es erwähnt und bin nicht
- 12:52irgendwie über ein paar Ecken hingegangen und.
- 12:55Und das macht schon Eindruck. Man vergleicht sich, man misst
- 13:00sich auch viel mehr mit Leuten, weil durch die ganze
- 13:02Digitalisierung die Sachen auch einfacher geworden sind.
- 13:04Ich sehe andere Sportler, was die können, die trainieren
- 13:06gerade, auch wenn es vielleicht nur 10 Sekunden Sequenz war, wo
- 13:09der Sportler mal gut geboxt hat oder gut seine Einheit gut
- 13:13absolviert hat, das beeindruckt einen und das setzt einen
- 13:17trotzdem wieder mental unter Druck, misst die anderen
- 13:19trainieren so hart ich. Ich muss noch härter, ich muss
- 13:22noch härter und man verliert dann teilweise wirklich sein
- 13:24Ziel vor Augen. Ja, jetzt sprechen wir mal ein
- 13:25bisschen über Phoenix Fight Akademie.
- 13:27Also du hast ja eine Akademie gegründet und das relativ früh
- 13:31in deinem, also in deinem Leben. Was war die Motivation dahinter?
- 13:35Also ich muss tatsächlich sagen, dass die Phoenix Fight Akademie
- 13:39relativ spontan gegründet wurde, weil es war zu der typischen
- 13:44Zeit, wie denke ich mal, für alle Leute in den letzten 5
- 13:47Jahren, die das miterlebt haben. Corona kam.
- 13:50Ich war am Ende meines Abis und wollte nach dem Abitur wie alle
- 13:53anderen Reisen studieren und und man hatte große Ziele vor vor
- 13:57den Augen, weil einem ja immer wieder in der Schule gesagt
- 14:01wurde, du musst dein Abitur machen, du musst dann das und
- 14:03das machen, und dann kommt als nächstes der große Job und dann
- 14:05verdienst du dein Geld und und und.
- 14:07Und da kam auf einmal Corona und ich denke, es hat vielen das
- 14:11Genick gebrochen. Ich hatte tatsächlich das Glück,
- 14:14dass ich zu der Zeit noch nichts irgendwie mit einer
- 14:17Selbstständigkeit oder Sonstiges zu tun hatte und.
- 14:20Und ich konnte in Ruhe arbeiten. Ich konnte trainieren, erst
- 14:24kontaktsport war natürlich verboten, aber ich konnte
- 14:27trotzdem mit meinem Bruder trainieren, der immer ein
- 14:29Trainingspartner für mich war. Da hatte ich natürlich auch das
- 14:32Glück, ich konnte draußen trainieren und konnte bei einem
- 14:35Kollegen, der seinen Keller für seine Kinder ausgebaut hatte,
- 14:38bei ihm konnte ich trainieren und dann kam das tatsächlich
- 14:41gegen Ende von Corona, dass wir gesagt haben, hey.
- 14:44Es wäre zu schade, wenn das Talent, was ich auch über die
- 14:47Zeit entwickelt habe und mein Wissen weitergegeben habe.
- 14:50Wenn es einfach so auf der Strecke bleibt und ich sage okay
- 14:53hier, ich lasse es komplett, wäre schade geworden und dann
- 14:57haben wir das Ganze gegründet, um eigentlich an Wettkämpfen
- 14:59teilnehmen zu dürfen, weil anders hätten wir es nicht
- 15:01machen können und dann kam das Ganze spontan, auch der Name und
- 15:05alles drum und dran. Damals hatte ich eigentlich
- 15:06einen ganz anderen Namen im Kopf, in eine Kampfsportschule,
- 15:09den habe ich komplett vergessen. Der ist mir nie wieder mehr
- 15:12eingefallen. Und ja, es war für mich dann mal
- 15:15wichtig, dass es etwas ist, was greifbar ist, etwas, was
- 15:17persönlich ist und die Leute, die mich über die Zeit immer
- 15:21wieder in meiner Karriere begleitet haben, haben gesehen,
- 15:25denke ich mal, was passiert ist und was man miterlebt hat und
- 15:29dass dann dieser Phönix aus der Mythologie, wie man ihn kennt,
- 15:33dass er aus der Asche das eigentlich nie so.
- 15:36Weg ist, dass er, sondern aus der Asche noch stärker
- 15:38zurückkommt und nie wieder mehr eigentlich weg sein kann.
- 15:43Also er ist dann für immer da und das war auch dann der
- 15:46Gedanke, dass das, was man lernt oder den Leuten weitergibt, dass
- 15:49das auch irgendwie immer da bleibt und dieses From Ashes to
- 15:53top hat dann eigentlich ganz gut gepasst.
- 15:54Auch zu dem Fun Fact, dass wir im Keller angefangen haben.
- 15:57Und vor allem ist es auch viel mit Neugeburt, oder?
- 15:59Ja, definitiv. Also man hat sich selbst neu
- 16:01entdeckt, man ist ganz. Ganz anders an Probleme
- 16:05rangegangen. Man hatte ganz andere Probleme
- 16:07plötzlich und man ist einfach erwachsen geworden durch die
- 16:11Zeit. Du hast ja viele Schützlinge,
- 16:12die Kinder und Jugendliche sind. Was ist hier bei dieser Arbeit
- 16:15so wichtig, vor allem also reaktiv?
- 16:18Damals war mir das irgendwie nicht so ganz bewusst.
- 16:21Ich habe die Kinder und Jugendlichen trainiert und es
- 16:24hat denen gefallen. Man war auf Augenhöhe mit denen,
- 16:26ich habe ja teilweise Leute trainiert, die.
- 16:29Vor mir angefangen haben, später waren es tatsächlich immer mehr
- 16:33Leute, die schon ein paar Jahre dort waren, während ich ein Jahr
- 16:36dort war, die älter waren als ich.
- 16:38Und das war natürlich dann auch immer schwierig, aber mit der
- 16:43Zeit hat sich das irgendwie so entwickelt, dass ich gesehen
- 16:45habe, hey, ich kann was bewirken und ich will, wenn ich was
- 16:48bewirken kann, etwas positiv bewirken, und ich denke, jeder
- 16:50hat so ein Vorbild im Leben, bei mir war es schon immer Ronaldo.
- 16:56Es gibt nur einen Ronaldo, Cristiano Ronaldo, nicht den
- 16:59anderen Ronaldo und ich finde irgendwie unterbewusst hat man
- 17:04natürlich viele Sachen aufgenommen davon und hat
- 17:07versucht die Werte auch weiterzugeben, weil so wie wir
- 17:10die Sachen, die er vorgelebt hat nachgeahmt haben, habe ich
- 17:13gesehen, dass immer mehr Kinder das nachahmen, sei es der
- 17:15Friseur, zu dem man geht, sei es Kleidung, die man anzieht, habe
- 17:18ich gesehen, hey, das, was ich wie ich lebe, ich lebe es
- 17:21anderen vor und das war natürlich auch ein gewisser
- 17:24Druck, aber. Aber dadurch, dass ich sowieso
- 17:26nie begeistert für irgendwie Alkohol oder Rauchen oder
- 17:30sonstiges war, also Sachen, die meiner sportlichen Laufbahn
- 17:33irgendwie einen Strich durch die Rechnung machen konnten, konnte
- 17:36ich das ganz gut vorleben. Und da war es dann für mich
- 17:39wichtig, dass ich diese Vorbildfunktion, die ich habe,
- 17:41auch wirklich gut annehme und ich gebe den Kindern die
- 17:46wichtigsten Werte, die ich denen weitergebe, ist natürlich
- 17:48Disziplin das. Dass nichts einfach so kommt,
- 17:51egal wie erfolgreich die Eltern sind, egal, was die Eltern
- 17:54vielleicht vorgearbeitet haben oder vielleicht, wenn die Eltern
- 17:56sogar gar nichts haben. Man selbst kann alles erreichen,
- 17:58wenn man wirklich dran glaubt und dahinter bleibt, das ist
- 18:03ganz wichtig, und das wird von vielen heutzutage leichtsinnig
- 18:07gesagt, aber wenn man es dann gar nicht vorlebt oder den
- 18:09Leuten sagt, Hey, guck mal, ich hatte nichts und ich bin jetzt
- 18:12auf einmal hier und da und. Mit diesen Beispielen, wenn man
- 18:17selbst das beste Beispiel ist, finde ich, kann man den Leuten
- 18:20das auch viel besser verdeutlichen.
- 18:21Ja, das ist auf jeden Fall ein Riesenvorteil.
- 18:23Was du jetzt gerade gesagt hast für die Jugendlichen, vor allem
- 18:25auch, und es gibt ja bestimmt Jugendliche, die gar keine
- 18:29Perspektive haben, wie schaffst du es, diesen Jugendlichen Mut
- 18:31zu machen? Das ist natürlich immer eine
- 18:34sehr schwierige Arbeit für uns. Also ich denke, viele Lehrer,
- 18:37Erzieher oder Leute, die in sozialen Berufen arbeiten,
- 18:39kennen das, dass man. Haben.
- 18:42Ich würde es jetzt nicht Problemfälle nennen.
- 18:44Spezielle Fälle würde ich es mal nennen, dass man Leute hat, die
- 18:47aus speziellen Familien kommen oder schwierigen Situationen
- 18:51bestimmte Sachen erlebt haben oder einfach durch Misserfolg
- 18:57vielleicht in vielen Sachen, sei es man hat in der Schule nur
- 18:59schlechte Noten geschrieben, man wird vom Körpergewicht immer
- 19:03kräftiger, das sind ja Punkte, die dann Leute oder vor allem
- 19:06Kinder und Jugendliche kaputt machen.
- 19:08Und wenn die dann kommen, versucht man die natürlich
- 19:10aufzumuntern. Aber das geht nicht, indem
- 19:12jemand durch die Tür reinkommt und ich ihm sage, ey, du bist
- 19:14top oder so, das wäre ja gelogen, ich lass die Leute
- 19:17erstmal trainieren. Natürlich spreche ich denen
- 19:19immer wieder Mut zu, das ist unfassbar wichtig und ich
- 19:22glaube, das Wichtigste, was man machen sollte, ist, jedem, der
- 19:26in so einer Situation ist, auch zeigen, dass er einen Wert hat,
- 19:30diese Leute denken ja oder die Kinder und Jugendlichen fühlen
- 19:34sich ja wertlos. Das ist ja der Grund, warum die
- 19:37dann diese Probleme haben und denken hm ich bin zu nichts zu
- 19:40gebrauchen oder ich kann nichts gut das stimmt nicht, man muss
- 19:44nur sein Talent selbst entdecken.
- 19:46Ich wusste ja auch nicht von klein auf, jeder dachte er wird
- 19:48Profifußballer, ich hatte niemals gedacht, dass ich
- 19:51irgendwie in einem Kampfsport so weit komme und genau das sage
- 19:55ich denen auch. Ganz ehrlich, ich habe später,
- 19:58als sie angefangen und da spricht schon denen sehr, sehr
- 20:00viel Mut zu, indem ich dann sage, hier, du hast viel jünger
- 20:03angefangen als ich, wenn du noch ein paar Jahre mehr machst,
- 20:05kannst du sogar noch mehr Erfolg haben.
- 20:06Das sind so Kleinigkeiten, die diese Kinder und Jugendliche
- 20:10oder auch Erwachsene motivieren, dass sie dann sagen, Hey okay,
- 20:12ich versuche wirklich die beste Version von mir selbst zu sein,
- 20:16das Bestmögliche rauszuholen und dann, sobald man das Ganze ins
- 20:19Rollen gebracht hat, ich sage mal zu 99% klappt das, und
- 20:22sobald man denen dann Stück für Stück Verantwortung gibt.
- 20:26Die eben auch nur sagt, Hey, kannst du bitte da mal
- 20:27mitgucken, kannst du da mal mithelfen?
- 20:30Das sind so Faktoren, die einen sehr beeinflussen.
- 20:32Ja, hast du denn einen Jugendlichen?
- 20:34Jetzt müssen wir ihn nicht bei Namen nennen oder sie, wo du zum
- 20:36Beispiel einen besonderen Fall hattest.
- 20:39Ich hatte tatsächlich einige Jugendliche auch schon vorher,
- 20:43bevor wir die Phönix Veit Akademie hatten, hatte ich ja
- 20:45immer wieder Leute dort, aber vor allem.
- 20:47Als ich die Phoenix Fight Akademie gegründet habe und.
- 20:51Gesehen habe. Ja, es gab tatsächlich einige
- 20:54Fälle, ich sag mal so 23 Fälle, wo man sich sehr um Kinder und
- 20:57Jugendliche gekümmert hat und gesehen hat, dass die Leute aus
- 21:00schwierigen Situationen kommen und mal wurde es natürlich einem
- 21:04mit Dankbarkeit gezeigt, mal ging es in die andere Richtung.
- 21:09Man hat den Leuten vielleicht zu viel gegeben, es war zu viel,
- 21:12weil die es gar nicht anders kannten oder es vorher nie so.
- 21:17Bekommen haben, wie man es denen gezeigt hat.
- 21:19Und es ist natürlich schwierig. Es ist natürlich für uns auch
- 21:23sehr schwierig, weil wir sind in Anführungszeichen nur Trainer,
- 21:28wir haben keinen Erziehungsauftrag und wir sind
- 21:32mal mehr, mal weniger mit Kindern und Jugendlichen, mit
- 21:35einigen sind wir wirklich ein paar Stunden am Tag, andere
- 21:38sehen wir vielleicht ein 2 Mal die Woche und dann ist natürlich
- 21:40die Bindung auch anders und. Aber hatten wir auf jeden Fall.
- 21:44Also wir hatten schon alles an Fällen denke ich mal dort,
- 21:47deshalb können wir auch so gut mit gefühlt jeder Sparte
- 21:50umgehen. Das ist sehr schön.
- 21:52Du meintest ja, wir sind jetzt keine Erzieher direkt weil ihr
- 21:55ja Trainer seid, aber hast du da so einen bestimmten
- 21:57pädagogischen Ansatz für dich wie du so mit den Kindern und
- 22:00Jugendlichen? Umgehst.
- 22:01Ich denke, es ist, was ich auch sehr oft von den Eltern höre, es
- 22:04ist so eine härtevolle Liebe so, es ist diszipliniert, es gibt
- 22:12regeln. Es gibt auch Prinzipien, an die
- 22:15man sich zu halten hat, aber gleichzeitig macht man mal Spaß
- 22:18mit den Kids, weil die sehen einen gar nicht sehr oft nicht
- 22:23als alten Trainer. Die meisten, die einen Trainer
- 22:27hatten, deren Trainer war 2030 Jahre älter, war im Alter von
- 22:30deren Vätern, wir sind teilweise jünger als die Leute oder im
- 22:34Alter vom großen Bruder oder von irgendwelchen anderen
- 22:37Geschwistern und ich denke, das spielt uns sehr in die Karten,
- 22:40dass wir dann ganz anders mit denen umgehen können und.
- 22:43Und dass auch die Sachen, die wir sagen, anders aufgenommen
- 22:45werden können. Einige kommen damit klar, andere
- 22:48nicht, wir haben schon genug Kitas, Schulen, alles drum und
- 22:51dran gearbeitet, mit vielen Pädagogen, die meisten loben
- 22:54unsere Arbeit, weil die verstehen auch, dass wir
- 22:58eigentlich in der Hinsicht keine eigentlichen Pädagogen sind, wir
- 23:02haben jetzt nicht Lehramt studiert oder so und müssen auf
- 23:05jede Kleinigkeit achten, Wir sind Trainer, bei uns geht es
- 23:07eigentlich an erster Stelle um Disziplin, dass das, was wir
- 23:09denen beibringen, nicht. Irgendwie auf der Straße
- 23:12verwendet wird, sondern dass man wirklich nur bei bestimmten
- 23:16Sachen auch reagiert und viele kommen dann mit dem harschen Ton
- 23:21nicht klar. Also wenn wir jetzt mal
- 23:23vielleicht sagen, Leute jetzt Schnauze halten, so, damit
- 23:28kommen wir nicht klar, ja hier Schnauze halten, das ist nicht
- 23:30respektvoll oder sonstiges und dann muss man den nun mal vor
- 23:34allem auch den Eltern sagen, das ist die harte Realität, es kann
- 23:37doch nicht sein, dass sich die Kinder oder Jugendlichen mit
- 23:39Samthandschuhen anfassen und sagen.
- 23:41Ja, hier könntet Ihr bitte mal ruhig sein, das ist ja absolut
- 23:43unrealistisch, diese Kinder, wenn die es vielleicht nicht im
- 23:45Elternhaus hören, aber die sind ja 89 Stunden am Tag in der
- 23:48Schule oder 56 Stunden in der Kita, da kann mir jeder noch so
- 23:52viel sagen, wir wissen, wie es auf den Pausenhöfen abläuft, wir
- 23:55waren selbst Schüler und da fallen definitiv schlimmere
- 23:59Wörter. Es wird ja auch, also das habe
- 24:01ich so mal mitbekommen, ich weiß jetzt nicht, ob ich da richtig
- 24:03liege, Kickboxen wird ja wirklich als ein.
- 24:05Also bei den Menschen, die mir das gesagt haben, als eine
- 24:07aggressive Sportart betrachtet. Und deswegen sehen viele Eltern
- 24:10da eigentlich eine Gefahr. Stimmt das oder hattest du die
- 24:13Erfahrung und was würdest du dagegen sagen?
- 24:15Also natürlich passiert es, dass vor allem im Kampfsport, wenn
- 24:19die Eltern kommen, überhaupt erst mal der Schritt dorthin,
- 24:21dass die sagen okay, mein Kind soll mal Kampfsport machen, weil
- 24:24meistens ist er so. Nein, das ist ein asozialer
- 24:27Sport, das machen nur Asis, das machen nur Leute, die sich auf
- 24:29der Straße. Damit profitieren wollen andere
- 24:33Leute irgendwie demütigen, demütigen wollen oder generell
- 24:37draußen versuchen, Stärke zu zeigen und.
- 24:41Vielleicht haben einige Eltern diese Sachen draußen gesehen
- 24:43oder ein paar Youtube Videos gesehen.
- 24:45Denken Hey okay, da haut man sich mit dem Knie direkt ins
- 24:47Gesicht, das ist schwachsinnig. Ich denke der beste Sport den
- 24:50man machen kann ist Kampfsport, weil Faktoren wie
- 24:53Selbstbewusstsein aufbauen wie Disziplin, also so wie man im
- 24:56Kampfsport Disziplin und Selbstbewusstsein natürlich
- 24:59unter der Bedingung, dass man im Richtigen Sportstudio ist.
- 25:01Das ist ja das wichtigste, ich kann noch so sehr sagen, hey,
- 25:04ich glaube an Kampfsport, dann gerate ich an den falschen
- 25:07Trainer oder ich habe mir nicht verschiedene Angebote angesehen,
- 25:09das ist sehr wichtig. Viele gucken sich nur ein
- 25:11Angebot an und denken okay okay, das ist gut und am Ende ist es
- 25:15leider die falsche Entscheidung, weil man vertraut seinem Kind
- 25:19jemandem an, teilweise dann, wenn das Kind später kämpft oder
- 25:22sonstiges über mehrere Tage, Stunden und und und.
- 25:25Und das kann auch ganz schnell nach hinten losgehen, dass die
- 25:27Leute dieses Vertrauen ausnutzen und ja es Gewohnheit wird und
- 25:32man deshalb dann aus diesem ganzen Umfeld nicht mehr
- 25:34wegkommt, sich kein Neues Sportstudio sucht oder oder
- 25:36oder, aber. Aber Kampfsport ist auf jeden
- 25:39Fall die Wichtigste für mich inzwischen mal.
- 25:41Wir sind auch Fußballfans alles drum und dran, aber für die
- 25:43persönliche Entwicklung ist Kampfsport unfassbar wichtig und
- 25:46ich denke auch die beste Sportart, weil Kampfsport,
- 25:48spiegelt das Leben wider. Viele Leute begleiten einen im
- 25:51Kampfsport ist es genauso, man hat viele Trainingspartner, die
- 25:54kommen, die gehen, man hat immer wieder Leute, mit denen man
- 25:56Bekanntschaft macht und am Ende des Tages steht man aber im Ring
- 25:59und auf der Matte alleine, so ist es im Leben auch, man kann
- 26:03Partner haben, egal Beziehungen in welcher Hinsicht es auch
- 26:06immer sein mag. Es können Freunde sein, es kann
- 26:08die Familie sein, früher oder später, egal ob im guten oder im
- 26:12Schlechten, wie man auch immer auseinander geht.
- 26:14Trotzdem ist man alleine, jeder muss seinen Weg alleine gehen,
- 26:18du arbeitest nicht für mich, ich arbeite nicht für dich und das
- 26:21passiert nun mal. Jeder verfolgt seine eigenen
- 26:23Ziele und im Kampfsport ist es genauso.
- 26:25Natürlich passiert es, dass man mit seinen Trainingspartnern auf
- 26:28dasselbe Ziel hinarbeitet, ist auch gut so, nur so wird man
- 26:32besser, so kann man sich mehr pushen, aber ich denke, wenn man
- 26:37so. Sonst einen anderen Sport nehmen
- 26:38will. Mir wird kein anderer Sport
- 26:39einfallen. OK, also ich denke mal
- 26:41Leistungssport und vor allem Einzelsport sind unfassbar
- 26:43wichtig, vor allem es kann auch schwimmen sein, es kann
- 26:45Leichtathletik sein, das sind auch Leistungssportarten und vor
- 26:48allem einzelsportarten und man sagt Hey am Ende muss man seinen
- 26:52Weg alleine gehen. Das heißt, das stärkt auch die
- 26:54Persönlichkeit. Oder definitiv.
- 26:56Also. Ohne starkes Selbstbewusstsein
- 27:00kommt man nicht an die Spitze. Absolut nee, aber ich meine nur
- 27:02jetzt, wenn Jugendliche kommen, die überhaupt kein
- 27:04Selbstbewusstsein haben, du hast es jetzt gerade so schön
- 27:05erklärt, dass die Jugendlichen und Kinder die Möglichkeit sogar
- 27:09von dir zum Beispiel als Trainer kriegen, sich auch so wirklich
- 27:12dieses Selbstbewusstsein auch zu kriegen, weißt du.
- 27:14Und am Ende kommen die trotzdem gestärkt raus.
- 27:16Also definitiv also diejenigen, die natürlich auch die
- 27:18Bereitschaft zeigen. Ich kann noch so gut sein, ich
- 27:22kann noch so viele erste Plätze gemacht haben oder erfolgreiche
- 27:26Schüler haben. Wenn ein Kind jugendlicher,
- 27:29Erwachsener, egal wer hinkommt und keine Bereitschaft dazu
- 27:32zeigt. Hey, ich will mich bessern, ich
- 27:33will besser werden, sondern es nur leere Worte sind und keine
- 27:36Taten, dann kann ich noch zu viel bewirken, da kann ich noch
- 27:39so oft den Schüler anrufen und sagen, Hey, wann kommst du ins
- 27:42Training oder wann machst du wieder das und das es ist
- 27:44verschwendete Energie, wenn jemand kommt und wirklich von
- 27:48mir als Trainer auch erwartet Hey mein Trainer soll mich
- 27:52wirklich bis zum Schluss begleiten, mir helfen und
- 27:54machen, das will natürlich jeder das.
- 27:57Das das können wir vom Aufwand her gar nicht stemmen.
- 28:00Nur wenn wir wissen, Hey, er zeigt uns diese Bereitschaft, er
- 28:03kommt hin, bemüht sich nicht nur im ersten Training, sondern es
- 28:06ist, dass man kontinuierlich immer weiter und weiter besser
- 28:10wird oder ins Training kommt und damit uns auch zeigt, Hey werdet
- 28:16mal aufmerksam auf uns, schaut mal und wir sind jetzt seit 6
- 28:19Monaten on Stop im Training und das sehen wir dann natürlich
- 28:22auch. Es sind keine Sachen, die
- 28:23untergehen, ob wir dort sind oder nicht in dem Moment wir,
- 28:26wir wissen es. Ja, und das heißt, du siehst
- 28:28dann dieses Potenzial bei den Jugendlichen und sagst okay,
- 28:30jetzt könnt ihr auf die Meisterschaft.
- 28:31Gehen genau also bei einigen ist es früher, bei anderen später.
- 28:35Bei mir war es so, ich habe relativ spät mit Wettkämpfen
- 28:37angefangen, wenn ich sehe, wie schnell ich meine Schüler
- 28:40hinschicke. Es kann auch vielleicht daran
- 28:41liegen, dass ich sehr viel mit den Schülern und generell mit
- 28:46meinen Kämpferinnen im Kampfsport oder vor allem in
- 28:50diesem Wettkampfsport arbeite, bei.
- 28:53Weil ich selbst die negative Erfahrung gemacht habe, selbst
- 28:55relativ spät angefangen habe, über die Zeit sehr viel
- 28:57Erfahrung sammeln konnte und weiß, Hey, je früher man
- 29:00anfängt, desto besser ist es, weil das ist auch eine Sache,
- 29:03dass zurück zu dem Punkt Etappenziele, sei es die
- 29:07Gürtelprüfung, sei es ein Turnier, was man kämpft, egal ob
- 29:10man gewinnt oder verliert, sei es irgendeine Technik, die ich
- 29:13immer besser drauf habe, wenn man mit auf diese Etappenziele
- 29:16aufbaut, dann. Dann kann man am Ende dann auch
- 29:19das Selbstbewusstsein von solchen speziellen Fällen lösen
- 29:22oder generell auch von jedem selbst.
- 29:24Wenn man jetzt nicht unbedingt extreme Probleme hat oder so, es
- 29:27stärkt jeden, wenn man mit dem ersten Platz nach Hause geht.
- 29:29Es ist, wie wenn ich auf der Arbeit was Gutes mache und eine
- 29:32Gehaltserhöhung bekomme, es ist eine Bestätigung, die ich von
- 29:34meiner Arbeit bekomme. Und wenn jetzt jemand doch nicht
- 29:36gewinnt, motivierst du die danach.
- 29:38Mal natürlich. Also ich sag mal in dem Moment
- 29:40nach dem Kampf. Sagen einige, kritisieren mich
- 29:43sogar einige. OK, warum motivierst du die
- 29:45Kinder nicht? Ich sag denen die sind mit den
- 29:47ganzen Eindrücken hier schon selbst so beschäftigt, die haben
- 29:50natürlich auch einen gewissen Druck, eine Erwartung sich
- 29:55selbst gegenüber, die wollen selbst performen, aber bei sehr
- 29:58sehr vielen ist es so, die wollen uns nicht enttäuschen.
- 30:00Und wir sagen dann immer wieder Nein, ihr enttäuscht uns nicht
- 30:03für uns nur das Wichtigste, dass wenn ihr kämpft, nicht direkt
- 30:05weinend Runterläuft von der Fläche nicht mal eine Sekunde
- 30:07gekämpft habt, gebt euer Bestes und wenn ihr wirklich euer
- 30:09Bestes da gelassen habt, dürft ihr auch verlieren, aber wenn
- 30:12ihr dann sagt, aber nein, hätte ich doch und sonst was anfangen
- 30:14zu diskutieren, sage ich nein, wenn ihr wirklich euer Bestes
- 30:16gegeben hättet, hätten wir keinen Diskussionsbedarf über
- 30:19einen Kampfrichter oder über irgendwas anderes, es kann immer
- 30:21mal etwas passieren, definitiv, aber ich lasse dann ein bisschen
- 30:25Zeit vergehen, weil die Leute, vor allem die älteren Schüler.
- 30:30Die realisieren das selbst, die wissen okay ich habe das und das
- 30:31falsch gemacht und die Fortgeschrittenen, da braucht
- 30:34man teilweise schon keine Worte mehr, die wissen okay hey das
- 30:37und das war falsch und dann geht man hin, hey du weißt also man
- 30:41versucht es natürlich auf einer humorvollen Art und Weise, weil
- 30:45man auf Augenhöhe mit denen reden will und nicht von oben
- 30:48herab. Ja, alles war Scheiße und du
- 30:49kannst nichts, habe ich auch schon alles erlebt an Trainern
- 30:52was einen negativ beeinflusst und.
- 30:54Und ja, also wir versuchen es definitiv es.
- 30:56Ist auf jeden Fall ein starkes Statement und natürlich hört
- 30:59sich auch viel Herausforderung an.
- 31:00Aber ja, wir haben aber darüber auch nicht gesprochen, du bist
- 31:04ja sehr jung, in welchem Alter hast du denn deine Trainerlizenz
- 31:08noch mal gemacht? Ich war einer der jüngsten
- 31:10Trainer, die damals die Trainerlizenz machen durften.
- 31:13Das war kurz vor meinem 16 Wahnsinn, dass ich die Prüfung
- 31:17geschrieben habe. Damals war es noch so, dass man
- 31:20die Trainerausbildung beim Olympischen Sportbund.
- 31:24Noch bis mit 16 Jahren machen durfte.
- 31:26Also sobald man das Zertifikat bekommt, musste man 16 Jahre alt
- 31:29sein und ich war 15 als ich damit angefangen habe und das
- 31:34war ein 2 Tage glaube ich oder vielleicht eine Woche nach
- 31:36meinem Geburtstag, da habe ich dann das Zertifikat bekommen,
- 31:38die Prüfung hatte ich vorher geschrieben, das war glaube ich
- 31:42sogar am Tag der Verlobung meiner Schwester oder am Tag der
- 31:45Hochzeit sogar von meiner Schwester genau und ja, da habe
- 31:50ich noch die Prüfung geschrieben und ja, hatte dann ja.
- 31:54Habe schon das Ergebnis und wusste das schon und das kann
- 31:58ich natürlich auch nicht von jedem erwarten.
- 31:59Also ich war schon relativ früh reif und konnte solche Sachen
- 32:02machen. Ich war motiviert eine
- 32:03Trainerausbildung zu machen und und und.
- 32:05Was das Beste jetzt für meine spätere Entwicklung war, Kinder
- 32:08und Jugendliche wissen ja gar nicht was gut ist für die.
- 32:10Ich glaube, deswegen bist du so reifer geworden, oder?
- 32:13Auf jeden Fall. Also meine Mama hat mich
- 32:15natürlich immer unterstützt, Familie sowieso, aber es ist
- 32:18natürlich was anderes, wenn. Die Mama keinen Führerschein
- 32:21hat, die Mama einen nicht zum Sport fahren kann, die Mama
- 32:23einen nicht zu den Wettkämpfen fahren kann.
- 32:26Meine Mama war auch nicht bei so vielen Wettkämpfen generell,
- 32:29weil sie das Ganze gar nicht mit ansehen kann, sie verschließt
- 32:31immer die Augen, egal wenn auch wenn sie weiß OK, mit
- 32:34Sicherheit, mein Sohn gewinnt, trotzdem kann sie nicht zusehen
- 32:37inzwischen ist es so. Wie ich andere treffe.
- 32:40Damals war es dann immer so. Ich will nicht, dass mein Sohn
- 32:42sich verletzt, ist auch sehr häufig passiert, dass ich kleine
- 32:44Verletzungen oder mal blaue Flecken etc.
- 32:46Da hatte ein paar Tage gehumpelt bin, das war für sie direkt ein
- 32:49Weltuntergang, mein Sohn hat sich alle Knochen gebrochen und
- 32:51und sie wollte ja auch nie, dass ich kämpfe, aber trotzdem denke
- 32:56ich, das ganze wäre gar nicht so weit gekommen, hätte man nicht
- 32:58diese Unterstützung gehabt. Also es gibt viele, die sind
- 33:02unfassbar erfolgreich, weil sie viel Unterstützung hatten, sei
- 33:05es finanziell oder sonstiges, es gibt aber auch viele die hatten.
- 33:08Nicht das Glück oder Privileg. Ich meine, ich bin heimgekommen.
- 33:11Meine Mama hat das gekocht, was ich wollte, was ich gebraucht
- 33:13habe für den Sport, das haben viele andere nicht und deshalb
- 33:15schaffen die es leider auch in vielen Fällen gar nicht so hoch,
- 33:18weil die mit ganz anderen Problemen beschäftigt sind, sie
- 33:21können sich gar nicht mit ihrem Talent oder mit ihrem Traum
- 33:23beschäftigen. Aber insgesamt weiß ich ja, hast
- 33:26du einfach versucht das negative und positive einfach zu wandeln?
- 33:28Definitiv. Wirklich und einfach, was du zu
- 33:30deinen Vorkommen hast, oder? Ich habe einen Kunden, wenn ich
- 33:33ihn mal frage, wie geht's dir, sagt er.
- 33:36Ja gut, schlecht wird es von alleine.
- 33:38So ist es auch. Also man muss immer, egal wie
- 33:41schwierig die Situation sein mag, das Positive in allen
- 33:44Dingen sind, weil es ist so schlecht, wird wirklich vieles
- 33:47einfach von alleine. Habe dann gesagt, Hey ich mache
- 33:49einen Schlussstrich, ich kämpfe auf jeden Fall noch, ist zwar
- 33:54weniger geworden, aber ich denke wenn das nicht weniger geworden
- 33:58wäre, wäre das Ganze das ganze Drumherum nicht so groß
- 34:00geworden, also dann wäre die Phoenix Fight Akademie jetzt
- 34:02nicht so groß wie sie ist. So bekannt deutschlandweit wie
- 34:05sie ist. Wir sind immer noch das jüngste
- 34:07Trainer, Duo in oder generell jüngste Trainerteam in ganz
- 34:10Deutschland. Ich wüsste also, ich kenne
- 34:13niemand anderen und ich kenne viele Kampfsportler und viele
- 34:16Studiobesitzer, die so früh so erfolgreich waren und so so
- 34:22viele, ja so viele Erfolge generell auch in dem Sport
- 34:26verzeichnen konnten, nicht nur an Mitgliederzahlen, sondern
- 34:29generell auch an Erfolgen, das ist unfassbar wichtig, wir haben
- 34:31im Schnitt über 101. Plätze im Jahr.
- 34:33Und das haben einige Trainer an der ganzen Karriere nicht.
- 34:36Und das sind so Sachen, wo man sagt, Hey Leute, da hatten wir
- 34:42tatsächlich auch noch mal so den richtigen Riecher zum richtigen
- 34:44Zeitpunkt nach Corona, wo die Leute sich das mit Sport, das
- 34:48soziale Leben wieder gewünscht haben, dass wir damit angefangen
- 34:50haben. Ja, mit Trainer Duo möchtest du
- 34:54noch mal sagen, Wer noch mit. Dir mit dem Trainer Duo
- 34:56natürlich mein Bruder, die meisten kennen ihn ja auch,
- 34:59Kasim, einige kennen ihn von den Bildern, andere kennen ihn vom
- 35:02Training. Und ja, wir haben aber generell
- 35:05ein großes Trainerteam. An Jugendlichen, sei es Justin
- 35:11Diljan, Chennrim, Tabea, Tamara, Noah, Mia.
- 35:14Wir haben immer wieder Kämpfer von uns, die wir natürlich auch
- 35:17als Trainer einsetzen, dass sie, so wie wir es selbst gemacht
- 35:20haben, wir waren selbst nur Schüler, dann waren wir Kämpfer
- 35:23und so gibt man das ganze weiter, so wächst das Ganze auch
- 35:26und so bleiben auch die Werte, die man einem beibringt,
- 35:29weiterhin bestehen, länger bestehen als man selbst.
- 35:33Meinst du, dass man Empathie trainieren kann?
- 35:37Also schwierig. Ich denke tatsächlich, dass man,
- 35:42wenn man Erfahrung, viel Erfahrung gemacht hat, sei es
- 35:47positiv, negativ, wenn man es natürlich auch so so nachdenkt
- 35:51wie wie jetzt ich in dem Fall sehr reflektiert bei vielen ist
- 35:54es ja nicht so, dass die reflektiert nachdenken, etwas
- 35:56Blödes passiert, Mist, ich bin verflucht, alles läuft scheiße,
- 36:00wenn etwas Gutes läuft. Es könnte besser laufen und wenn
- 36:04man aber aus jeder Situation, sei es auch wenn nur ein Kollege
- 36:07was Schlechtes erlebt hat oder generell irgendwas passiert ist,
- 36:11man bekommt es ja dann vom Freundeskreis gesagt, Ach, wärst
- 36:12du doch mal nicht so assi gewesen, ach du hättest ihm doch
- 36:15das und das sagen können oder zur Partnerin oder wie auch
- 36:17immer, man kriegt es irgendwie von außen immer wieder mit und
- 36:19irgendwie auch beigebracht und ich denke mit der Zeit, wenn man
- 36:23diese Sachen, wenn man sie selbst besser will, also nicht
- 36:25nur. Der sportliche Aspekt ja
- 36:28komplett zur Seite. Ich finde deshalb ja Sport so
- 36:30wichtig, weil man in der persönlichen persönlichen
- 36:32Entwicklung voranschreitet und wenn man dann das ganze auch so
- 36:36aufnimmt und sagt, Hey, ich will mich bessern, persönlich, ich
- 36:38will vielleicht nicht mehr so voreilig sein oder bestimmte
- 36:41Sachen sagen, ohne vorher nachgedacht zu haben, dann denke
- 36:44ich schon, dass man bestimmte Aspekte sich.
- 36:48Trainieren kann also unter. Anderem auch Empathie oder okay,
- 36:51weil ich habe jetzt einen Teil eingebaut für unsere Gäste werde
- 36:54ich das immer wieder machen und du darfst es als erstes
- 36:56mitnehmen. Es ist so ein Perspektivwechsel,
- 36:58ich werde dir eine Geschichte erzählen und natürlich auch
- 37:01abgucken, aber an bestimmten Sequenzen anhalten und dann
- 37:05sagen, wie du dich dafür fühlst. Und da will ich mal deine
- 37:07Meinung immer wissen und das wird so sein als wärst du jetzt
- 37:09diese Person okay ich bin jetzt mal gespannt wie du dich in den
- 37:12Momenten fühlen wirst so. Also du bist ein Kind, du rennst
- 37:17barfuß durch die Felder, spielst mit deinen Geschwistern, lachst
- 37:20viel und hast 9 Geschwister. Doch eines Tages stirbt dein
- 37:23Vater, du bist vielleicht 8 oder 9, plötzlich bist du kein Junge
- 37:27mehr, du bist der Sohn eines Mannes, der viel bedeutet hat,
- 37:29unter anderem hast du auch von deinem Vater diese ganze
- 37:31Motivation und alles immer bekommen, aber er ist jetzt
- 37:33plötzlich weg, du wirst Fortgeschickt und bei einem
- 37:37Führer eines anderen Stammes aufzuwachsen, streng aber
- 37:40gerecht und du bist 9 Jahre oder alt, ja.
- 37:43Deine Kindheit endet an diesem Tag.
- 37:46Jetzt sag mir mal bitte, ich meine, das war jetzt ein
- 37:48bisschen schnell, aber kannst du gerade hineinführen?
- 37:50Wie fühlst du dich in diesem Moment gerade das?
- 37:53Ist auf jeden Fall sehr viel an neuen Reizen.
- 37:57Also Überforderung würde ich sagen.
- 37:59In dem Moment ist es zu viel, was gleichzeitig passiert ist.
- 38:01Es ist ein Druck, natürlich, viele Leute erwarten, was eine
- 38:04Erwartungshaltung mir gegenüber, obwohl ich selbst noch gar nicht
- 38:07weiß, wo ich stehe, was mit mir los ist und ich?
- 38:11Ich wäre in der Situation dann erst mal überfordert als
- 38:13Neunjähriger. Ja, okay, also auch Angst
- 38:15hättest du wahrscheinlich. Definitiv, definitiv, weil eine
- 38:18gewisse Angst verspürt man immer, wenn etwas Neues
- 38:20passiert. Also dann vergeht halt die Zeit
- 38:23und als junger Mann ziehst du in die große Stadt.
- 38:25Du siehst, wie Menschen unterdrückt werden wegen ihrer
- 38:27Hautfarbe, Herkunft, Armut, du kannst das nicht ertragen, weil
- 38:31du das ja anders gelernt hast. Vor allem von dem Stammesführer
- 38:33und insgesamt auch von deinem Charakter.
- 38:35Du beginnst zu lernen, zu lesen, zu sprechen, zu führen.
- 38:39Dein Herz brennt für Gerechtigkeit, du Gründest eine
- 38:41Bewegung nicht mit Waffen, sondern mit Werten.
- 38:44Doch das System duldet keinen Widerstand.
- 38:47Jetzt will ich von dir wissen, wie würdest du in diesem Moment
- 38:50vorgehen, also würdest du eher denken okay, ich werde den
- 38:53friedlichen Weg wählen oder mehr mit Hass umgehen, weil du musst
- 38:56ja vorstellen, du bist gerade in dieser ganzen Situation und
- 38:58erlebst das 1 zu 1. Also natürlich ist das erste,
- 39:01wenn. Man sieht, man ist machtlos,
- 39:04weil es ist ja Machtlosigkeit. Das System akzeptiert das Ganze
- 39:07nicht, man dachte erst mal, man ist groß, man hatte viele Leute
- 39:11um sich herum, ist man ja auch in Relation zu anderen Sachen,
- 39:14aber in Relation zu einem System, wie man es jetzt auf
- 39:16einmal mitkriegt und ich glaube eine gewisse, also ich würde
- 39:21eine gewisse Wut auf jeden Fall auch empfinden, warum man das
- 39:25Ganze unterlässt, um mich klein zu halten oder generell die
- 39:30ganzen Leute klein zu halten und.
- 39:33Aber natürlich wird man erst mal den korrekten Weg gehen.
- 39:37Also man wird alles versuchen, friedlich zu klären, weil ich
- 39:41als Anführer dieses Stammes muss ja etwas vorleben, eine gewisse,
- 39:45auch eine Vorbildfunktion wieder, wenn ich jetzt aggressiv
- 39:48vorgehe, werden es alle anderen auch machen, dann kann es auch
- 39:52in Sachen enden wie tot. Und fühlst du dich gerade auch
- 39:55in dem Moment überfordert? Das ist natürlich auch eine
- 39:57Überforderung. Ist jetzt 15 Jahre.
- 39:58Alt ja, also es ist eine große Verantwortung, die ich tragen
- 40:02muss und. Und es ist natürlich immer noch
- 40:06sehr, sehr viel, also definitiv überfordert.
- 40:09Ja, so und nichtsdestotrotz wählst du tatsächlich hier
- 40:14gerade den friedlichen Weg und du bist verhaftet.
- 40:17Man wirft dir Verrat vor, du kommst ins Gefängnis, nicht für
- 40:20Wochen, nicht für Monate, sondern für 27 Jahre.
- 40:23Du siehst deine Kinder nicht aufwachsen, du bist weggesperrt
- 40:25ohne die Möglichkeit, etwas zu verändern, doch du hast so sehr
- 40:28dafür gebrannt und. Und du brichst, du brichst das
- 40:31trotzdem nicht. Du liest, du lernst und du
- 40:33verzeihst. So, jetzt sag mir mal bitte, du
- 40:37bist gerade gerade in diesem Moment zwischen diesen 4 Wänden
- 40:41und du weißt, dass du 27 Jahre deine Familie nicht mehr treffen
- 40:46darfst. Also nicht so wie wir im
- 40:47normalen Alltag und du willst aber trotzdem so für
- 40:50Gerechtigkeit kämpfen, wie fühlst du dich gerade im Moment?
- 40:53Wütend auf jeden Fall, wütend, weil man.
- 40:59Gedacht hat, man könnte was bewirken und am Ende ist man
- 41:02derjenige, weil man der Vorreiter war oder vorangegangen
- 41:05ist, der jetzt für alles irgendwie die Schuld trägt,
- 41:10dafür zur Rechenschaft gezogen wird.
- 41:12Und ich würde mir jetzt, also ich denke, warum ist es mir
- 41:16jetzt passiert und nicht jemand anderen, warum muss ich jetzt
- 41:19hier drin sein, nur weil ich was Gutes bewirken wollte.
- 41:21Du hast aber nicht aufgegeben. Also du liest, lernst und gibst
- 41:23trotzdem noch dein Bestes. Und was hält dich gerade
- 41:25aufrecht? Die Motivation?
- 41:29Dass meine Familie oder generell die Leute, die draußen sind,
- 41:32das, was ich vorgelebt habe, auch weiterleben und
- 41:34voranbringen, weil wenn ich jetzt anfange, zwischen diesen 4
- 41:39Wänden durchzudrehen, mir was anzutun, dann gebe ich dem
- 41:43System eigentlich nur eine Bestätigung.
- 41:45Ja, okay so, du wirst entlassen nach 27 Jahren.
- 41:49Die Welt erwartet Rache, doch du entscheidest dich für
- 41:51Versöhnung, du wirst Präsident, nicht um zu herrschen, sondern
- 41:55um zu heilen. Du lädst deine Entschuldigung,
- 41:59du lädst deine Feinde an den Tisch, du sagst Freiheit ist nur
- 42:03echt, wenn sie allen gehört. So, jetzt genau jetzt bist du
- 42:07plötzlich in der Situation, du bist raus und plötzlich bist du
- 42:09sogar Präsident, aber du rufst deine Feinde, die einst gegen
- 42:12dich waren und versuchst auch deren Meinung über Freiheit zu
- 42:16ändern. Wie schwer ist es in diesem
- 42:18Moment also nicht nur stark zu sein, vor allem als Präsident,
- 42:21sondern auch. Man muss ja auch diese sanfte
- 42:23Seite zeigen. Also wie fühlst du dich gerade
- 42:26in diesem Moment? Natürlich sehr stark und
- 42:29machtvoll. Und es ist für mich gerade sehr
- 42:33schwierig, auf Augenhöhe mit denjenigen zu reden, mit
- 42:36denjenigen, die gefühlt dafür verantwortlich waren, dass ich
- 42:38mein halbes Leben im Gefängnis verbracht habe, jetzt draußen
- 42:43bin, mit denen scheinheilig normal zu reden, aber trotzdem
- 42:48muss man ja. Alle Parteien hinziehen, wenn
- 42:51man wirklich Frieden haben will auch.
- 42:54Man muss auch berücksichtigen, was die zu sagen haben, was
- 42:57deren Ansicht von Frieden ist. Und ich will den auch gar nicht
- 43:01erst. Wir können gerne Ihre Meinung
- 43:03haben zum Frieden, ich habe meine Meinung zum Frieden, man.
- 43:07Kriegt es also. Ich würde es jetzt auch gar
- 43:08nicht versuchen, die komplett umzustimmen, weil das wäre dann
- 43:12gar nicht deren eigentliche Meinung.
- 43:13Das wäre jetzt eigentlich nur etwas von mir, was ich den
- 43:16aufgezwungen habe und sobald ich nicht mehr Präsident bin, könnte
- 43:18es ja sein, dass sie beim nächsten Präsidenten.
- 43:21Plötzlich wieder einen Seitenwechsel.
- 43:22Machen okay also sagst. Du, also ich würde sagen, ich
- 43:24würde jetzt eher versuchen, einen Kompromiss zu.
- 43:25Finden okay, okay und das ist dann die sanfte.
- 43:28Genau, genau. Also ich würde natürlich
- 43:29einfühlsam sein, sagen okay erzählt mir von eurer Weise und
- 43:33würde jetzt nicht radikal sagen, alles ist falsch, was ihr sagt
- 43:36oder so schlecht, sondern man muss auf jeden Fall auch in
- 43:39dieser Rolle als Politiker politisch vorgehen und ja
- 43:43entgegenkommen. Ja, also vielen Dank dafür.
- 43:46Tatsächlich hat er sich auch immer wieder dafür entschieden,
- 43:49hier sind ja auch immer so seine Meinung, seine Ideen und es ist
- 43:52kein anderer als Nelson Mandela. Genau, ich lese da noch mal kurz
- 43:57Nelson Mandela, ein Mann, der nach Jahrzehnten in Gefängnis
- 43:59Präsident von Südafrika wurde. Doch seine Geschichte beginnt
- 44:02viel früher. Mandela war eines von 13 Kinder,
- 44:04sein Vater war ein Stammesführer, starb jedoch früh
- 44:07und Nelson wuchs in der Obhut eines königlichen Mentors auf,
- 44:10das sein Onkel war, jedoch war sein Leben ein Wechselspiel aus
- 44:13Schmerz, Verantwortung, disziplinvergebung und sein
- 44:15Onkel war wirklich. Gnadenlos streng.
- 44:18Und ich meine die Situation jetzt gerade in Südafrika habe
- 44:20ich euch auch noch mal gerade beschrieben.
- 44:22Du durftest gerade so ein bisschen dich in Nelson Mandelas
- 44:24Position hineinfühlen, war das schön, konntest.
- 44:28Du nicht. Ich meine, ich habe schon damals
- 44:30als jugendlicher Bücher von Nelson Mandela gelesen, deshalb
- 44:34habe ich direkt gerade schon grob an Nelson Mandela gedacht,
- 44:37aber es ist natürlich hart, also so jemanden natürlich, er hat
- 44:41jetzt auch nicht alles richtig gemacht, er hat auch gewaltsame
- 44:45Aufstände gehabt und alles ich. Aber ich mein, wenn man 27 Jahre
- 44:51im Gefängnis ist, wenn jemand erst mal in dieser Situation
- 44:54ist, denk ich mir, dass sehr, sehr viele ganz anders umgehen
- 44:56wird. Absolut, wir haben genug Leute,
- 44:58die im Gefängnis waren oder sind.
- 45:00Große Persönlichkeiten, die das Ganze nicht so machen.
- 45:03Nee, absolut nicht. Deswegen also jetzt, wenn ich
- 45:05über Nelson Mandela mehr gesprochen hätte, hätten wir
- 45:07natürlich viel mehr rausgeholt, wie du das schon gesagt hast.
- 45:09Aber ich wollte mal so an einigen Aspekten mal festhalten,
- 45:11um einfach mal einen Perspektivwechsel bei dir zu
- 45:13machen. Vielen Dank, dass du mitgemacht
- 45:15hast. Das ist nicht selbstverständlich
- 45:17so und wir kommen jetzt langsam zum Schluss, aber ich habe noch
- 45:192 sehr wichtige Fragen, die ich dir gerne stellen würde.
- 45:22Gibt es denn einen Ratschlag, was dich am meisten in deinem
- 45:25Leben geprägt hat? Das ist tatsächlich ein
- 45:29Ratschlag von meiner Mama. Sie meinte damals, als Kind hat
- 45:35sie sich auch immer mit älteren Leuten begeben und dann wurde
- 45:39sie mal gefragt, warum bist du immer mit älteren und sie
- 45:42meinte, weil die Älteren alle schon durchlebt haben und mir
- 45:45nur gutes Wünschen und mir einfach in meiner Entwicklung
- 45:49weiterhelfen wollen. Die Leute die in meinem Alter
- 45:51sind, die. Die wollen immer besser sein als
- 45:54ich oder als etwas Besseres angesehen werden und gönnen mir
- 45:58oftmals so Missgunst oder bringen mich im Leben nicht so
- 46:01weiter wie die Älteren. Und ich denke, das ist etwas,
- 46:03was ich mir auch sehr zu Herzen genommen habe.
- 46:05Ich war schon als kleiner Junge immer viel lieber mit den
- 46:08Älteren, die konnten mir viel mehr beibringen, ich war nicht
- 46:11so gerne oder nicht so oft mit Leuten in meinem Alter, weil ich
- 46:14mich zu erwachsen gesehen habe und schon viel reifer, man hat
- 46:19das gesehen, ich habe relativ früh angefangen Training zu
- 46:21geben und. Und, und, und.
- 46:22Und auch jetzt noch sind wir früher.
- 46:24Aber ich fühle mich schon gefühlt wie ein Familienvater.
- 46:26Und ja, das ist so etwas, was ich jedem empfehlen kann.
- 46:32Gebt euch wirklich mit Menschen, die euch gut tun, sei es jemand,
- 46:34der erfolgreich ist, jemand, der viel durchgemacht hat, jemand,
- 46:39der euch wirklich Dinge fürs Leben mitgeben.
- 46:40Kann ja das finde ich auch sehr, sehr wichtig.
- 46:43Also ich versuche das auch immer weiterzugeben.
- 46:44Gibt es ein Zitat, so dass dir vielleicht einfällt, insgesamt
- 46:47auch, was noch so dich geprägt hat?
- 46:49Ein Zitat hätte ich tatsächlich hardwork Beats Talent.
- 46:53Sehr schön, das werden wir auf jeden Fall bei uns
- 46:55reinschreiben. Nochmal danke jasuit, dass ich
- 46:57dich nicht nur zu Hause sehen durfte, auch hier in meinem
- 46:59Podcast. Das war wirklich eine Ehre für
- 47:00mich, immer wieder gerne ja, also dein.
- 47:02Bündnis sich oder Zahlen Monatsbeiträge dafür?
- 47:04Okay, vielen Dank nochmal an euch und vielen Dank an Jasuit
- 47:07also wie schon gesagt, sein Mindset finde ich einfach sehr
- 47:09wertvoll und ich hoffe, dass da natürlich einige Jugendliche und
- 47:12Kinder oder Eltern auch zugehört haben und das auch viele Tipps
- 47:14gegeben hat. Ich denke schon, weil ich sehe
- 47:16das ja auch im Alltag, weil jasuit darf ja das ja hin und
- 47:18wieder mit ansehen und da. Sind wirklich sehr viele Eltern,
- 47:21die extrem überfordert waren, anfangs aber durch diese
- 47:24Mentalität von unseren Sportlern, vor allem durch Jesso
- 47:26und Castle sich so extrem entwickeln.
- 47:28Also ich hatte gestern einen Jugendlichen gehabt, er hat zu
- 47:31mir gesagt, hätte ich jesso nicht in meinem Leben gehabt,
- 47:33dann wäre ich auf jeden Fall ganz anders gewesen, im
- 47:35negativen Sinne aber auch und ja, als Schwester bin ich extrem
- 47:38stolz, aber. Aber auch so, wenn ich überlege,
- 47:41ich werde irgendwann meine Mama, würde ich auch sofort meinen
- 47:43Kindern jetzt, unabhängig davon, dass er mein Bruder Jessy
- 47:46übergeben, weil er ist wirklich eine große Persönlichkeit, auch
- 47:48so jung, also wirklich trotzdem so talentiert, deswegen sage ich
- 47:53ja, es war einfach wirklich eine Ehre, ihn dabei zu haben, und
- 47:55wenn ihr irgendwelche Bemerkungen oder Fragen habt,
- 47:58ich bin ja jede Woche für euch da, werde natürlich auch einzeln
- 48:01noch mal eine Folge über drehen, aber werde natürlich auch Gäste
- 48:04dazu rufen, aber wenn ihr zu Jessy auch noch mal was habt,
- 48:06weil er ist ja Kickboxer, er ist ja auch Trainer, es kann ja
- 48:08sein, dass ihr als Eltern da dann fragen habt.
- 48:10Ich habe ihn ja sofort griffbereit, da könnt ihr mir ja
- 48:12gerne die Fragen stellen und ich würde Ihnen die stellen und er
- 48:14kann natürlich mir die Antwort dazu geben.
- 48:16Ja und wie schon gesagt, ihr könnt natürlich jede Woche hier
- 48:18einschalten um 18:30 Uhr bin ich für euch da auf Spotify und
- 48:21Youtube und genau wenn ihr weitere Fragen habt, könnt ihr
- 48:24euch bei mir melden und wie ich immer so schön sage, ich liebe
- 48:27euch, fühlt euch von mir gedrückt und passt gut auf euch
- 48:29auf und nochmal tschüss und vielen Dank, dass Ihr gekommen.
- 48:31Bist danke dir und donnerstags 18:30 Uhr einschalten und neues
- 48:35Phoenix mal euch abschicken.