Latest / Gin And Talk / Andy Holzer über die Blinden unter den Sehenden
Transcript
- 0:00Speaker 0: Ich habe ja quasi lang schon verstanden, dass mein wirkliches Problem also ein fehlendes Augenlicht.
- 0:07Speaker 0: Das kannst du als Problem sehen und das Problem handeln oder das Problem bis zum letzten Tag mit dir mitschleppen.
- 0:12Speaker 0: Oder du kannst aus dem ihr genau den Schlüssel zum Erfolg machen!
- 0:17Speaker 0: Also ich bin ein viel zu schlechter Bergsteiger was mich hier weltweit firmen buchen um ihnen die Augen zu öffnen jetzt unter Anführungszeichen sondern der Bergstärker muss doch auch blind sein sonst funktioniert es nicht.
- 0:30Speaker 0: Du hast niemals Flügel bekommen von Geburt an und ich habe niemals Augen bekommen vom Geburt.
- 0:35Speaker 0: Und genauso wichtig oder nicht wichtig ist das.
- 0:38Speaker 0: Mein Leben hat mir schon lange, lange vor dem Schuleintritt gesagt wo ich mit dem Fahrrad unterwegs war, wo ich schon mit Skiern über Schanzen gesprungen bin... ...und auch hingefallen bin wie immer wieder hingefalten bin.
- 0:51Speaker 0: Dass dieser Planet ja gar nicht dafür da ist dass man alles schafft, dass dieser Planet der gar nicht gemacht ist für die Perfektion.
- 0:57Speaker 1: Herzlich willkommen!
- 0:59Speaker 1: Mein Name ist Daniel Fürg und bevor wir gleich rüber an unseren Corona-Bedingt heute virtuellen Bartresen gehen, möchte ich kurz unseren heutigen Gast vorstellen.
- 1:08Speaker 1: Andy Holzer ist Bergsteiger, Autor und Vortragsredner.
- 1:12Speaker 1: Er hat die jeweils höchsten Berge der sieben Kontinente bestiegen – und noch viele, viele weitere!
- 1:19Speaker 1: Was für die meisten von uns kaum vorstellbar ist wird noch unglaublicher wenn man weiß dass Andy Holz er von Geburt an blind.
- 1:27Speaker 1: In seinen Vorträgen lässt er sein Publikum häufig sprachlos und sehr emotional zurück, denn eröffnet den Sehenden die Augen für Dinge, die sie häufig gar nicht mehr richtig wahrnehmen.
- 1:37Speaker 1: Ich freue mich auf ein Gespräch über Berge – unsere Sinne und die Frage was in unserem Leben wirklich wichtig ist!
- 1:44Speaker 1: Bevor wir aber gleich in das Gespräch starten noch eine Bitte….
- 1:49Speaker 1: Wenn dir Gen & Talk gefällt, klicke bitte auf den Abonnieren-Button bei Spotify, Apple Podcast oder wo auch immer du uns gerade zuhörst Gerne auch bei Instagram, das hilft uns wirklich sehr.
- 2:00Speaker 1: Nun aber viel Spaß beim Zuhören und schön dass ihr alle wieder mit dabei seid!
- 2:27Speaker 1: Düstere Atmosphäre
- 2:29Speaker 0: unserer
- 2:29Speaker 1: Studio-Bahn.
- 2:38Speaker 1: Lieber Andi, ich freue mich sehr dass wir heute hier virtuell zusammenfinden!
- 2:43Speaker 1: Wir haben uns ja vergangene Woche so richtig quasi virtuell kennengelernt bei einer Veranstaltung von einem Kunden von uns tatsächlich im Studio und ich war total begeistert von deiner Geschichte und dachte mir wir müssen uns unbedingt da nochmal ein bisschen intensiver drüber unterhalten.
- 3:01Speaker 1: Ich freu mich sehr das du heute hier bist.
- 3:03Speaker 0: Hallo Daniel, hallo liebe Zuhörer.
- 3:05Speaker 0: Ich freu das auch immer wenn neugierige Leute unterwegs sind.
- 3:08Speaker 0: ich bin nämlich auch so einer.
- 3:09Speaker 1: Ja neugirig bist du auf jeden Fall?
- 3:11Speaker 1: Das habe ich schon gemerkt.
- 3:13Speaker 1: War es eigentlich schon immer so.
- 3:14Speaker 1: also wolltest du schon immer alles mögliche verstehen und lernen was dir irgendwie über den Weg gelaufen ist?
- 3:20Speaker 0: Ja erstmal zu definieren Was ist ein Neugier?
- 3:24Speaker 0: der für mich ist ja halt etwas negative in der Gesellschaft raus Der Andi ist immer so neugärig.
- 3:32Speaker 0: Ich sage dann zu den Leuten, für mich ist das eine Wertschätzung.
- 3:35Speaker 0: Wenn ich mich für dich interessiere, ja?
- 3:38Speaker 0: Eine Geringschätzung wäre es wenn du sagst, dass mir egal wie pauschmalbar nichts erzählen, also bin ich überhaupt nicht neugierig auf dich!
- 3:45Speaker 0: Es ist leider auch das ein bisschen verkommen aus dem Urgedanken des menschlichen heraus.
- 3:52Speaker 0: Eigentlich ist die Neugier genau das was uns der einzige Chance, die uns voran bringt.
- 3:57Speaker 0: und weil du jetzt noch zusätzlich einen Sinneskanal weniger hast So wie es bei mir der Fall ist, ich bin ja nur mit vier Hauchdünnen treten.
- 4:06Speaker 0: Mit meinem innersten oder meiner Realität die auch nicht Außenschad findet sondern in einem Kopf immer wahrnehmen nach außen in die Welt verbunden.
- 4:17Speaker 0: und wenn du eben das virtuelle auch nicht hast, dass visuelle... Das virtuelle haben wir jetzt alle in Hülle und Fülle aber das visuelle auch nicht.
- 4:28Speaker 0: Ja dann hast du eben nur noch über die Neugier, die Chance den Rest hier reinzuziehen, den du nicht sehen kannst.
- 4:34Speaker 0: Und so muss ein blinder Mensch vielleicht eine Frage öfter stellen?
- 4:39Speaker 0: Ich frage die Leute oft ganz skurriere Dinge wo sie im ersten Moment ein bisschen überfordert sind.
- 4:46Speaker 0: aber wenn ich ihnen sage dass das Wertschätzung ist dann geben Sie mir auch die Antwort.
- 4:52Speaker 1: Du hast es gerade schon angesprochen, du siehst nicht und bist von Geburt an tatsächlich blind.
- 5:00Speaker 1: Ich habe lange drüber nachgedacht, wie das... Also es ist schwierig in Worte auszudrücken.
- 5:09Speaker 1: Aber du kennst es ja quasi nicht anders.
- 5:13Speaker 1: also du hast ja nie quasi gemerkt, wie es wäre zu sehen.
- 5:19Speaker 1: und was mich irgendwie so interessiert ist war das etwas was dir wirklich aktiv Gefäh oder jemals gefehlt hat?
- 5:27Speaker 1: also wie gehst du damit um?
- 5:29Speaker 1: mich hofft dass ich die frage jetzt nicht total doof stelle aber ist das für dich ganz normal dass Du quasi mit allen anderen sind dich so ja offensichtlich sehr gut zurechtfindest im leben.
- 5:43Speaker 1: Oder ist es was was dir auch irgendwie da fehlt?
- 5:47Speaker 1: also kannst du menschen verstehen die da irgendwie aus so eine gewisse Art von vielleicht ja, Mitleid ist das falsche Wort glaube ich.
- 5:56Speaker 1: Aber die da ja Mitleiden mit dir empfinden oder ist es für dich wirklich was eigentlich?
- 6:04Speaker 1: Das bist halt du quasi so wie du bist.
- 6:07Speaker 0: Ja man muss das mal ganz grob strukturieren.
- 6:11Speaker 0: wozu is'n?
- 6:12Speaker 0: das sehen wir abgemacht.
- 6:13Speaker 0: also aus meinen Augen als den Augen eines blinden Menschen Der Anti-Holzer heißt, du darfst ja nicht alle blinden Menschen in einen Topf werfen und so wie auch nicht alle Sehenden in einem Topf sparsen.
- 6:26Speaker 0: Aus meinen Augen habe ich zwei grobe Funktionen des Sehens für mich verstanden.
- 6:31Speaker 0: Einmal ist die Funktion des Praktischen also der quasi Navigation der Einschätzung des technischen Sehns Und das zweite, weit viel wichtiger ist das Sehen als Genuss.
- 6:48Speaker 0: Also das Sehren als Konsum.
- 6:53Speaker 0: Das Zweitere fehlt mir überhaupt nicht.
- 6:56Speaker 0: also das kann man nämlich wunderbar nicht machen sondern das kann unsere Gehirnstruktur wunderbar kompensieren wenn man eben die Chance gibt.
- 7:07Speaker 0: und wir wenige Menschen haben die Chance bekommen.
- 7:11Speaker 0: Aber das technische, also das pragmatische, das fehlt mir natürlich jeden Tag.
- 7:15Speaker 0: Also wie oft wünsche ich mir... Jetzt muss sich schon wieder meine Frau oder meine Mutter irgendjemand fragen, kannst du mich dort hinfahren?
- 7:24Speaker 0: Oder mit dem Auto...?
- 7:25Speaker 0: Ich kann nicht in die Garage rauslaufen und den Autoschlüssel nehmen.
- 7:27Speaker 0: Das kann ich schon ja!
- 7:29Speaker 0: Kann der Autoschlüssel nehmen, die Garage laufen, kann er gut als Auto einsteigen, kann das Auto auch starten, kann den Gang einlegen aber dann wird es langsam brenzlig.
- 7:38Speaker 0: Das geht mir wahnsinnig ab und auch wenn ich hier jetzt am Computer sitze, da wäre jetzt irgendeine ein kleines Häkchen anzuklicken mit der Maus.
- 7:48Speaker 0: Alles ist visuell aufgebaut.
- 7:50Speaker 0: Da geht es mal echt auf die Eier des Blindseins oder eben alles was so technisch und funktionell gemeint ist.
- 8:03Speaker 0: großes Hindernis, aber vom Genuss her also zu sehen wie schön die Welt ist oder da geht es mir überhaupt nicht ab und deswegen habe ich auch unglaublich viele blinde Menschen schon getroffen.
- 8:16Speaker 0: Die sehenden Augen ist durch die Welt laufen und Samt-Augen quasi nicht alle sehen.
- 8:23Speaker 0: und da denke man was hilft sie mir jetzt sehen zu können wenn er das trotzdem nicht wahrnimmt?
- 8:31Speaker 0: Also Mitleidbarheit war ganz
- 8:34Speaker 1: nah Wenn man dich so ein bisschen verfolgt quasi auch über deine medialen Auftritte, die du hattest oder jetzt auch ich wie ich dich kennenlernen durfte in den letzten Wochen.
- 8:47Speaker 1: Man merkt relativ schnell, dass du dir ja ganz viele Techniken angeeignet hast die für uns sehenden oft fast schon über natürlich wirken.
- 9:00Speaker 1: Also ich weiß das du zum Beispiel in einem Fernsehinterview mal erzählt hast auf die Frage wie du dich am Berg zurecht findest Kies aufwirfst und akustisch wahrnehmen kannst, wie tief dieser Kies dann fällt.
- 9:18Speaker 1: Und darüber so ein bisschen dich orientieren kannst?
- 9:21Speaker 1: Sind es Techniken die dir quasi mal jemand beigebracht hat oder war das bei dir wirklich ganz intuitiv dass du einfach dir überlegt hast Wie kann ich mich besser zurechtfinden, die du dir quasi dann selbst beigebracht hast?
- 9:33Speaker 1: Das
- 9:34Speaker 0: war einfach die Notwendigkeit.
- 9:36Speaker 0: also viele Menschen nicht nur Blinde haben Zeiten wie diesen, wo alles so hoch entwickelt ist ja die Notwendigkeit lange schon verloren.
- 9:44Speaker 0: Also die Notwendigkeit sich wirklich kreativ auf den Weg zu machen.
- 9:49Speaker 0: Kreativität wird ja in dem Moment gebremst da wo es nicht mehr nötig ist also wo alles vorgegeben ist, wo eigene Institutionen und eigene ... Wo die Gleise, wo dein Weg einfach von anderen gemacht wird.
- 10:07Speaker 0: Da brauchst du dir keine Gedanken mehr machen wird auch das der Muskel, der Kreativität schwindet.
- 10:15Speaker 0: Das ist so wie auch der wahre Muskel wenn du dich nicht bewegst, auch schwindelt.
- 10:20Speaker 0: Wie auch die Knochenlichte bei Menschen die sich nicht zu viel bewegen auch schwindet alles was du nicht benötigst und nicht brauchst hat die Evolution so eingerichtet dass es dann schwindel weil es nur ein unnötiger Palast ist wenn du zu viele Ressourcen mitschläbst.
- 10:35Speaker 0: Es ist bei den Antikörpern gegen Covid genau das gleiche Ja, bei Knochenwichte schon.
- 10:43Speaker 0: Wenn man zu wenig oft auf seinen Knochern steht und sie zu wenig belastet.
- 10:46Speaker 0: So ist es mit der Kreativität.
- 10:47Speaker 0: Und ich bin eben als Kind aufgewachsen und habe viele Jahre überhaupt nicht verstanden... Als Kinder aufgewachsen bist ja du auch und sind eigentlich gerade zuhörer!
- 10:59Speaker 0: Aber als blindes Kind auf gewachsen Das aber in einer sehenden Welt aufgewachen ist das möchte ich sagen Ich bin ja nicht quasi von meinen Eltern in die Schublade der Blindheit geschoben worden, sondern ich bin im kleinen Dorf mit dreihundert Einwohnern, wo überhaupt keine Infrastruktur für dieses Thema geherrscht hat.
- 11:19Speaker 0: Da bin ich einfach in das kalte Wasser geworfen worden sowie alle anderen Kinder ins kalte wassergeworfen wurden sind genauso wie du Daniel hast deine ersten Erfahrungen machen müssen.
- 11:29Speaker 0: genau so wie Du die ersten Worte, die einem unter Nichtverstanden hast und nur gedeutet hast intuitiv immer mehr darauf gekommen, bis wieder die deutsche Sprache funktioniert.
- 11:38Speaker 0: und so habe ich intuitiv von Schritt für Schritt bemerkt wie das Sehen von Sehenden funktioniert.
- 11:47Speaker 0: Und wie ich das kompensieren kann weil die Ressourcen im Kopf also der See Cortex wo ja quasi die Bilder dann wirklich entstehen zwischen den synapsen die Verschaltungen muss sich das alles abspielt.
- 12:00Speaker 0: es ist ja bei einem blinden Menschen dessen Gehirnfunktion voll enttakt ist überhaupt nicht geschädigt.
- 12:08Speaker 0: Also mir fehlt ja quasi nur der Original Input, also das Signal des See-Nerfs.
- 12:14Speaker 0: aber das ist überhaupt kein Grund warum das Seekoratex nicht Bilder produzieren soll.
- 12:18Speaker 0: Aber auch dein Gehirn Daniel arbeitet mit den Input von allen fünf Sinnesnerven und macht sich Bilder.
- 12:25Speaker 0: Das kann ich dann später einmal besser darstellen.
- 12:28Speaker 0: Und genau diese Funktion habe ich von ersten Tagen genutzt.
- 12:33Speaker 0: Ich bin jetzt kein besserer Blinder, wie andere blinde Menschen sind.
- 12:36Speaker 0: Ja ich bin vielleicht einer von der nicht großen Mehrheit aber weiß dass man auch so unglaublich gut leben kann und sich nicht ständig auf die Blindheit ausreden und zurücklehnen muss.
- 12:47Speaker 0: also ich bin einfach so aufgewachsen das diese Techniken mit den Sandkörnern zu werfen wo ja jeder Aufprall ein akustisches Pixel mehr vermittelt von dem Bild.
- 13:01Speaker 0: Je breiter du das ausfächerst beim Auswerfen, wie ein Seeer die Saat auf dem Feld, desto größer ist das Bild, dass ich bekomme.
- 13:09Speaker 0: Ein Sandkorn fällt direkt von meiner Nase auf meinen Schuh und das nächste fällt vielleicht zwanzig Zentimeter weiter vorne auf einen Stein und zweihundert Sandkörner weiter fallen ins Nichtsinn unter den Weißich-Omarona.
- 13:22Speaker 0: da ist gleich einmal abgeholt.
- 13:23Speaker 0: Da muss er auch passen!
- 13:26Speaker 0: Es ist wie ein Echolot im mechanischen Ebene.
- 13:29Speaker 0: Das ist ganz simple eigentlich!
- 13:32Speaker 1: So wie du dir diese diese Werkzeuge angeeignet hast haben ja Generationen vor uns sich aus einer gewissen Notwendigkeit heraus Dinge erfunden, die wir heute alle gerne nutzen.
- 13:44Speaker 1: Also sei es ein Ofen oder ein Auto oder ein Flugzeug Es gab eine eine gewisse notwendigkeit oder einen gewissen Wunsch etwas tun zu können und daraus haben wir quasi Ideen entwickelt, die dann Zulösungen geführt haben.
- 13:59Speaker 1: jetzt bist Du ja jemand der auch gar viele Vorträge in Unternehmen hält und mit dieser Kreativität, die du dir da ja erhalten hast muss man sagen über dein ganzes Leben hinweg stehst du ja auch so ein bisschen manchmal alleine da.
- 14:15Speaker 1: Also dem Sinne dass wir Menschen in der Breite ja durchaus ein bisschen faul und bequem geworden sind weil uns Diese Lösungen, die wir brauchen um gewisse Herausforderungen im Leben zu meistern.
- 14:31Speaker 1: Diese ganzen Werkzeuge, die es gibt werden uns ja quasi auf dem Silbertablett präsentiert.
- 14:38Speaker 1: Ist das was du auch wahrnimmst?
- 14:41Speaker 1: Also dass wir da so ein bisschen faul geworden sind gerade wenn du in deinen Vorträgen auch auf Menschen aus allen möglichen Unternehmen triffst?
- 14:51Speaker 0: Das ist sie genau!
- 14:52Speaker 0: davon, wo ich profitiere und wo immer ein bisschen schmunzeln muss.
- 14:56Speaker 0: Wenn ich auf die Leinwand schreibe bei meiner ersten Folie den Sehenden die Augen öffnen das ist ja nicht eine überhebliche Ansage eines verzweifelten blinden Menschen sondern für mich ist es die völlige Überzeugung dass sich der Aufgabe habe dem Menschen genau das zu eröffnen was du gerade gesprochen hast.
- 15:11Speaker 0: also wenn ich dann eine wissenschaftliche Abhandlung oder eine Sensationsmeldung aus den USA höre wo jemand mit klickender Zunge plötzlich erkennen kann, ob die Tür offen oder zu ist.
- 15:26Speaker 0: Oder welcher Gegenstand davor ihm steht – was sogar im deutschen Fernsehen bei Wetten das glaube ich – dann muss er einfach sagen hey in meiner Welt gibt es das seit ich denken kann?
- 15:38Speaker 0: Ich könnte ja gar nicht ohne ein akustisches Signal auszusenden um im Treppenhaus festzustellen.
- 15:47Speaker 0: Erstens steht da oben jemand, ist die Tür offen oder zu?
- 15:52Speaker 0: Das ist für mich einfach so was von völlig klar.
- 15:55Speaker 0: Das wäre so ähnlich wenn jetzt eine wissenschaftliche Abhandlung rauskommt mit einem Wahnsinns Headline das man drauf gekommen ist dass man sich die Schuhe knüpfen kann.
- 16:08Speaker 0: also So simpel ist das für mich.
- 16:11Speaker 0: Ich verstehe natürlich, dass sich da Geschäftsmodelle entwickeln und dass ich da Leute ja ihr Business draus machen.
- 16:17Speaker 0: Also ich habe ja quasi lang schon verstanden, dass mein wirkliches Problem also ein fehlendes Augenlicht... Das kannst du als Problem sehen oder das Problem handeln oder das problem bis zum letzten Tag mit dir mitschleppen?
- 16:30Speaker 0: Oder du kannst aus dem ihr genau den Schlüssel zum Erfolg machen!
- 16:34Speaker 0: Also ich bin ein viel zu schlechter Bergsteiger dass mich hier weltweit Firmen buchen, um ihnen die Augen zu öffnen oder Anführungszeichen.
- 16:43Speaker 0: Sondern der Bergstärker muss doch schon auch blind sein, sonst funktioniert es nicht.
- 16:47Speaker 0: Also ich habe die Blindheit einfach missbraucht und hab die Situation der westlichen Hemisphäre quasi benutzt damit auch ich etwas voranbringe.
- 16:59Speaker 0: mein Credo ist jeder soll das machen was er besten kann.
- 17:01Speaker 0: Ich kann so ziemlich sicher in einem Vortragssaal fünfhundert oder tausend Leute sitzen in einem normalen Unternehmen, auch in Schulen und auch im Open-Public ist egal wo.
- 17:15Speaker 0: Ich bin mir sehr ziemlich sicher dass ich in diesem Publikum der einzige bin der die Blindheit am besten kann.
- 17:22Speaker 0: ja und deswegen mache ich sie auch also keine Schande.
- 17:26Speaker 0: ich habe es mir nicht aussuchen können was Da für Gentefekt zwischen meinen Eltern passiert ist, dass ich keine Netzhaut habe und keine Stebchen oder Zäpfchen die elektrischen Impulse dann ins Gehirn weiterleiten.
- 17:41Speaker 0: Das kann man mir nicht aussuchen.
- 17:42Speaker 0: aber ich kann mir auch suchen was ich mit dieser vielleicht auch fehlenden Ressource mache.
- 17:47Speaker 0: du kannst nicht immer nur als Erhöhungen über Höhungen und Vorteilen etwas tolles generieren, du kannst auch aus Lückchen etwas machen.
- 17:56Speaker 0: Da liegt genau der HCM Pfeffer und das sehe ich den Leuten.
- 18:01Speaker 0: So ist es für mich nicht nur bewusst sondern das tägliche Brot was sich mit dem ich lebe.
- 18:09Speaker 1: Wenn ich mal so eine ganz hypothetische Frage stellen darf und wenn Du sie ganz doof findest musst Du sie auch nicht beantworten aber so ein bisschen Wunschkonzert spielen würden und zu dir würde jetzt morgen jemand kommen und sagen ich habe jetzt eine Technologie erfunden, die es dir ermöglichen wird sehen zu können.
- 18:31Speaker 1: Also man macht irgendwas an deinen Augen setzt ihr irgendwie einen Chip ein oder was auch immer und ermöglicht dir das sehen.
- 18:40Speaker 1: aber dafür könnte es sein dass du zum Beispiel nie wieder bergsteigen kannst, weil du vielleicht nicht mehr... also weil vielleicht deine Bewegungsnerven oder ähnliches dadurch eingeschränkt sein könnten.
- 18:55Speaker 1: Was würdest du diesem Menschen sagen?
- 18:57Speaker 1: Würdest du sagen ja bitte mach es lass mich sehen dafür nehme ich die anderen Einschränkungen in Kauf.
- 19:06Speaker 1: oder würdest du sagen nein ich bin so wie ich bin und glücklich und möchte Das auch nicht ändern.
- 19:15Speaker 0: Ich würde mir noch niemals meine Identität rauben lassen, das ist ja... ich kann ja nichts anfangen dann mit sehen und nicht mehr bewegen.
- 19:24Speaker 0: also das ist so wie wenn manche fragen mich Herr Holzer, wenn Sie dafür das Hören hergeben müssten, wenn sie nichts mal hören aber dafür sehen können was ist ein wichtiger Hören oder Sehen?
- 19:34Speaker 0: Das sind keine doofen Fragen sondern das sind einfach unüberlegte Unüberlegten oder ungereifte Überlegungen.
- 19:43Speaker 0: fast die Menschen noch nie fertig gedacht dachten, so wie vieles nicht fertig gedacht ist auch in der heutigen Zeit dieser Krise und so weiter.
- 19:53Speaker 0: Das würde demgleichen wenn ich den Marathonläufer frage jetzt müssen wir leider Gottes einen Bein amputieren.
- 20:00Speaker 0: was kannst du aussuchen das linke oder das rechte bein?
- 20:02Speaker 0: Was ist denn das Wichtigere?
- 20:03Speaker 0: also es ist ja alles ein Blödsinn.
- 20:07Speaker 0: diese Frage die mir auch noch gestellt hast erinnert mich an eine meiner ersten Auftritte wo ich noch gar nicht gewusst habe, dass ich in diese Richtung gehen kann.
- 20:15Speaker 0: Ich bin ja vor fünfzehn Jahren noch in der Massagekabine als Heilmasseur an der Physiotherapie im Krankenhaus Liens bei meinen Patienten gestanden, wo ich sechsundzwanzig Jahre lang gearbeitet habe.
- 20:25Speaker 0: Da hat mich mal jemand gebeten, in die Schule zu gehen dort in die örtliche und da sind dann – ich weiß gar nicht – waren die zwölf Jahre alt?
- 20:33Speaker 0: Die Kinder oder bereit sind ganze Stunde es hinter Fragen gestellt worden, banale Fragen Und bis dann zum Schluss noch jemand aufzeigt, der das ganze Jahr nicht aufzeigt.
- 20:43Speaker 0: Der hinten in der Eselsbank sitzt und sagt ja Andy du bist ein cooler Hacks.
- 20:47Speaker 0: Jetzt haben wir aber auch noch eine Frage.
- 20:48Speaker 0: da waren schon alle ganz beplext dass der Typ dahinten.
- 20:53Speaker 0: was fragt er sonst nie?
- 20:54Speaker 0: was fragte?
- 20:55Speaker 0: den hat das nämlich berührt Ja?
- 20:57Speaker 0: Und der hat gesagt Andy jetzt kommt morgen eine Fee.
- 21:00Speaker 0: es ist die selbe frage.
- 21:01Speaker 0: du will mich die du mir gerade stellst Die sagt Andy Du kannst jetzt für eine Stunde sehen.
- 21:11Speaker 0: Was würdest du sagen?
- 21:12Speaker 0: Würdest du das zusagen, würdest du das mitmachen?
- 21:15Speaker 0: Würdest Du das gerne haben, eine Stunde zu sehen damit du mal weißt wovon wir sprechen?
- 21:19Speaker 0: und was würdest Du dir denn in dieser Stunde ganz schnell einmal anschauen?
- 21:24Speaker 0: weil dann wird es wieder finster!
- 21:25Speaker 0: Was ist denn das Wichtigste?
- 21:26Speaker 0: Niemand vermisse sein die genialeste Frage der ganzen Schulklasse gewesen.
- 21:31Speaker 0: Und wenn man echt müssen überlegen jetzt ratzen alle überlegt dann wird das alles ein Blödsinn.
- 21:35Speaker 0: ja Die Antwort.
- 21:36Speaker 0: Ich habe einfach emotional geantwortet, die überhaupt nicht überlegt.
- 21:41Speaker 0: Jetzt stelle ich dir eine Regenfrage!
- 21:43Speaker 0: Jetzt kommt eine Fee und ich sage zu dir, du bekommst jetzt Flügel auf deine Schultern und du kannst dir den Traum der Menschheit erfüllen.
- 21:53Speaker 0: Du kannst eine Stunde lang fliegen wie ein Adler und nach einer Stunde wird das wieder weggekommen.
- 21:58Speaker 0: Erstens würdest du dich trauen jetzt hier beim Fenster rauszufliegen?
- 22:02Speaker 0: Wir waren in einem dritten Stockwerk dieser Schule Und wo würdest du denn schnell mal hinfliegen?
- 22:07Speaker 0: Was würdest Du dir gerne erleben und was würdest Dich gerne sehen, von oben ist es erstmal.
- 22:13Speaker 0: Dann hat der Bursche gar nicht lange überlegt, er hat überhaupt nicht überlegt.
- 22:16Speaker 0: Er hat einfach gesagt, das tat mir nicht an für die Stunde.
- 22:19Speaker 0: Völlig sinnlos!
- 22:21Speaker 0: Es wäre natürlich schon schön fliegen zu können... Aber fliegend tun die Vögel ja nicht wie Menschen und wir müssen halt herumlaufen.
- 22:32Speaker 0: Aber deswegen ist das Leben trotzdem wahnsinnig lebenswert.
- 22:34Speaker 0: So wichtig ist man das gar
- 22:35Speaker 0: nicht.".
- 22:35Speaker 0: Und dann habe ich gesagt, genau so geht es mir mit dem Sehen!
- 22:38Speaker 0: Du hast niemals Flügel bekommen von Geburt an und ich hab' niemals Augen bekommen von Geburten und genauso wichtig oder nicht wichtig ist uns
- 22:46Speaker 0: das!".
- 22:47Speaker 0: Ja und dann haben da's dreißig Schüler verstanden und alle haben geklatscht und das war die wichtigste Frage in der ganzen Stunde ja...
- 22:53Speaker 1: Du hast ja gerade vorhin schon gesagt, du bist kein besonderes guter Bergsteiger oder nicht gut genug genüger Bergsteigern um für Forträge gebucht zu werden.
- 23:04Speaker 1: Das würde ich jetzt mal infrage stellen.
- 23:06Speaker 1: Du bist ein beeindruckender Bergsteige egal ob deiner Blindheit oder ohne.
- 23:16Speaker 1: Ich habe mir mal so ein bisschen angeschaut, wo du überall unterwegs warst.
- 23:20Speaker 1: Das sind unzählige Gipfel gewesen und einige der höchsten Gipfel inklusive dem Everest auf dem Du warst, einige wahnsinnig gefährliche Wände die Du hinaufgestiegen bist.
- 23:35Speaker 1: Woher kommt eigentlich diese Faszination für den Berg bei Dir?
- 23:40Speaker 1: Und wann ist das entstanden?
- 23:42Speaker 0: Ja, wenn ich sage, ich bin ja zu schlechter Bergsteiger dann... Möchte ich einfach diesen unglaublichen Druck, der auf diese armen Bergsteiger ist.
- 23:52Speaker 0: Ich rede jetzt nur von den Bergsteigern, da gibt es viele andere Gruppen auch, die immer schneller, immer höher, immer geiler und immer steiler sein müssen.
- 23:59Speaker 0: Diese ganze Sportszene weltweit, ob das die Freeriders sind oder die Basejumpers sind, weiß ja Teufel was alles ist.
- 24:11Speaker 0: Es muss immer noch geiler, noch steiler, keine Bilder und dann geht wieder einer drauf, dann gibt's eine neue Namen.
- 24:19Speaker 0: Da steige ich einfach, da bin ich nie eingestiegen.
- 24:21Speaker 0: Das funktioniert nicht, das kann ich nicht aus physischen Gründen und meine Blindheit hat mir auch gelehrt dass es überhaupt keinen Sinn macht weil was wäre denn der Erfolg der auf so etwas fußt?
- 24:33Speaker 0: Stellt ihr mal vor du kommst in einen Vortragssaal die Leute zahlen eintritt.
- 24:38Speaker 0: ja das ist bei meinen Vorträgen ein großer gar nicht der Fall ist weil ich ja bei Firmen Events unterwegs bin.
- 24:45Speaker 0: was für mich noch viel spannender ist Die Leute zahlen eintritt und kommen dann drauf, innerhalb von einer Stunde zum Wiederkennen klären der besser ist als ich.
- 24:53Speaker 0: Also wenn ich da vorne der große King bin, dann gebe ich ja niemanden was.
- 24:58Speaker 0: mit mir geht es doch immer um darum, ohne Menschen etwas wirkliches mitzugeben?
- 25:03Speaker 0: Ich möchte mich ja nicht selbst dort präsentieren und denen Alten zeigen wie schnell und wie cool oder wie geil ich bin.
- 25:10Speaker 0: Da hat überhaupt niemand was davon.
- 25:11Speaker 0: Ja und überhaupt in diesen ... In diesen Kreisen, wo ich mich jetzt mittlerweile schon bewegen darf von über eins.
- 25:21Speaker 0: Da habe ja Verantwortung also... Ich habe eine Verantwortung, da geht so viel Geld und dann würde ich mich da brüsten was ich alles machen kann und ihr da unten seid als Naukabanzeln hier kein Score nix.
- 25:36Speaker 0: Das ist nicht der Mehrwert den ich bringen will sondern für mich geht es sich in ein Umgekehrt ab.
- 25:40Speaker 0: Ich möchte dass jeder meiner Zuhörer versteht das es eigentlich um ihn geht und nicht um die dass der eigentlich durch meine Inspiration vielleicht etwas mitnehmen kann.
- 25:51Speaker 0: Vielleicht sieht das sich, was heißt vielleicht?
- 25:55Speaker 0: Ich kriege unzählige E-Mails immer wieder und immer wieder, wo ich mich Leute nach zehn Jahren noch anschreiben und sagen, jetzt habe ich erst verstanden, was du vor fünf Jahren in unseren Unternehmen gemeint hast.
- 26:05Speaker 0: Ich bin genau an dieser Kreuzung gewesen im Leben und hab gesagt, also machst du das Maße.
- 26:09Speaker 0: Jetzt verstehe ich erst, worauf es drauf ankommt.
- 26:15Speaker 0: so unglaublich spannend.
- 26:16Speaker 0: Und das Bergsteigen ist ja doch nur ein einziger Zufall, ich sage immer wieder bei den Vorträgen wenn ich in Hamburg am Meer zur Welt gekommen wäre oder vielleicht irgendwo am Mittelmeer oder Atlantik dann hätte dir die selbe Geschichte von mir gehört und nur auf der Leimwand würden nicht meine Gipfel von der ganzen Welt aufscheinen sondern würde mein Segelboot oder mein Cut aufscheienen wo ich vielleicht in der Atlantique überquert habe.
- 26:40Speaker 0: Ich bitte überhaupt keine Rolle was das ist!
- 26:43Speaker 0: Das Bergsteigen und das Blindsein ist am Ende völlig uninteressant.
- 26:47Speaker 0: Es geht darum, was habe ich in diesen wenigen Jahren?
- 26:50Speaker 0: In dieser kurzen Zeitspanne auf diesem Planeten, wo ich bin... Was mache oder was mache ich nicht?
- 26:56Speaker 0: Und nur darum geht es mir.
- 26:58Speaker 0: Also ja, was soll ich sagen?
- 27:01Speaker 0: Es ist total simpel.
- 27:03Speaker 1: Ein Freund von mir der ursprünglich aus Nepal kommt in München lebt, momentan aber sehr viel in Kathmandu ist.
- 27:13Speaker 1: Der ganz viele Bergtouren organisiert dort vor Ort.
- 27:18Speaker 1: auch mit dem habe ich mich mal lange über Nepal und auch überall über den Everest unterhalten und er sagt auch naja das mit diesem Everest ist so eine Sache es vielleicht jetzt nicht unbedingt der alleranspruchsvollste Berg.
- 27:34Speaker 1: von wenn man die alle anspruchs vollen Berge quasi nimmt, ist es vielleicht nicht das schwierigste.
- 27:39Speaker 1: Es ist vor allem aber eine riesengroße ja muss fast abfällig so sagen Touristenattraktion, die leider auch darunter leidet dass natürlich all diese Menschen dort die dorthin gehen ihren Abfall auf den Wegen lassen mit dem Berg nicht sehr freundlich umgehen, wenn man jetzt mal so sagt und man dann oft sogar irgendwie an bestimmten Stellen anstehen muss bis man dran kommt und diesen Weg dann laufen darf.
- 28:11Speaker 1: Wie hast du das erlebt?
- 28:13Speaker 1: Also hattest du ähnliche Erfahrungen als du da hochgegangen bist?
- 28:17Speaker 0: Ja, da muss ich immer ganz schnell aufräumen.
- 28:18Speaker 0: Da ist ziemlich viel Unsinn, wird auch verbreitet.
- 28:22Speaker 0: Wir reden von den Achtziger-Nachtzigerjahren die du ansprichst.
- 28:26Speaker 0: Aber einen Satz zum vorherigen Thema möchte ich dir nur sagen.
- 28:29Speaker 0: Wie tun diese jungen Sportler, die jetzt das noch nicht so sehen?
- 28:34Speaker 0: Auch beim Klettern und auch beim Höhenwerksteigen oder bei anderen Sportarten, wie tun sie alle Leute, die einfach überhaupt keine Chance mehr sehen sich dort ein Business aufzubauen?
- 28:48Speaker 0: Nur wenn es ist nochmal ärger treiben!
- 28:51Speaker 0: Und man muss ein bisschen die Medien verfolgen, wie viele Menschen sterben dort völlig singlos.
- 29:01Speaker 0: Und in Wahrheit interessiert es trotzdem niemand, auch wenn er es schafft!
- 29:04Speaker 0: Auch wenn da gibt's ja diese Arm-Limit in Yosemite auf diesen großen Big Walls wo die Huberpuren... Ich hab die Hoverpuren umgeschätzt und glaube ich, die deutschen zwei Brüderbahre sind ja jetzt auch schon im meinem Alter wesentlich gemäßig.
- 29:23Speaker 0: Aber die haben da eine Wand im Speed, am Limit.
- 29:26Speaker 0: Da gibt es sogar einen Film und so.
- 29:28Speaker 0: Das tut mir alles so leid!
- 29:31Speaker 0: Was ist das bitte?
- 29:32Speaker 0: Was ist die Botschaft dahinter?
- 29:36Speaker 0: Welcher Mensch auf diesem Planeten hat irgendwas davon?
- 29:40Speaker 0: Und dann wird noch mehr, noch mehr und dann stürzen.
- 29:46Speaker 0: Die Zeit geht so schnell vorbei.
- 29:48Speaker 0: Immer Brill vor ... Jetzt habe ich's nicht am Schirm.
- 29:56Speaker 0: Wo diese weltberühmten Kletterer da, David Lama an Österreich in Nordamerika tödlich verunglückt ist.
- 30:05Speaker 0: Völlig unnötig!
- 30:07Speaker 0: Das kann natürlich überall passieren, das kann mir auch passieren aber Leute gehen einfach immer noch... weil man das einfach glaubt zu brauchen und das braucht man aber nicht um gut solche Dinge auch umsetzen zu können, beruflich.
- 30:25Speaker 0: Und das ist das was ich ganz laut sagen möchte.
- 30:28Speaker 0: Die Älter, dass ich werde, dass da mehr merke wie entspannt kann man es machen wenn man die Botschaft herausarbeitet ja, die die Menschen her verstehen sollen und nicht schneller, normal gewaltiger, noch mal steiler, noch einmal was weiß der auf was alles.
- 30:43Speaker 0: Das ist einfach katerinter Zeit wo die Leute einfach reinfallen, wo sie wollen niemandem muss bringen.
- 30:48Speaker 0: Nicht nur beim Sport!
- 30:50Speaker 0: Und mit den hohen Bergen Das mit dem Everest, man könnte jetzt eine zwei Stunden drüber referieren.
- 30:59Speaker 0: Ich weiß noch eines... dass ich bis zum Jahr zehntreizehn nicht viel anders darüber geredet habe, weil mich viele Leute gefragt haben bei Interviews ob ich nicht auch dann zum Everest gehen möchte?
- 31:13Speaker 0: Ich hab ja vorher schon auf anderen achttausend mal meine Versuche gemacht.
- 31:18Speaker 0: Da hab ich immer gesagt im Interview, na na zum Everest aber auch nicht hingehen.
- 31:21Speaker 0: Das interessiert mich nicht.
- 31:21Speaker 0: Es ist viel zu viel los und das ist ja alles so überlaufen.
- 31:25Speaker 0: Und es ist ja... Müll und die was nicht, was ich alles gesagt habe.
- 31:32Speaker 0: Bis sich drauf gekommen bin da sich die Menschen und zwar ein Mensch bin auch ich grundsätzlich im Gehirn immer einen Shortcut machen.
- 31:41Speaker 0: Das macht den nicht am Mensch bewusst sondern läuft ihm unterbewusst sein.
- 31:45Speaker 0: Wenn du nach etwas gefragt wirst, wo du dir keine Chance siehst, dann sagst du ganz schnell, na das brauch ich aber nicht.
- 31:51Speaker 0: Also wenn ich dich jetzt fragt Daniel was waren mit der Lamborghini?
- 31:54Speaker 0: oder was war denn mit dem Spyder R-Acht von Audi?
- 31:58Speaker 0: Wäre das ein tolles Alter für die?
- 32:00Speaker 0: Weißen wir es?
- 32:00Speaker 0: du dann antwortest, ja wäre vielleicht cool, aber eigentlich brauche ich das nicht.
- 32:03Speaker 0: Oder wie wär das mit der Finca in Spanien und auch mit der Segliacht auf Mallorca Sagen die Leute natürlich heule, das braucht man nicht weil es so sinnlos ist.
- 32:15Speaker 0: Aber wehe wenn du dann in die Verlegenheit der Gelegenheit kommst?
- 32:18Speaker 0: Wehe!
- 32:19Speaker 0: Wenn du plötzlich die Chance siehst.
- 32:21Speaker 0: Wehe wenn dir jetzt ganz pragmatisch verstehst was ich meine.
- 32:24Speaker 0: Wenn dir jemand fünfhunderttausend Euro auf den Tisch legt und sagt Daniel das Geld kannst haben muss er's aber zweckgebunden in einen Sportwagen investieren.
- 32:32Speaker 0: Spätestes Donnerstag Daniel zumindest noch einmal heimlich im Internet und googlet auch beim Maserati bei Lamborghini oder Ferrari Was gibt es in der Formodelle?
- 32:40Speaker 0: Wo könnte was würde denn am ehesten noch zu mir passen, wo sehe ich mich denn irgendwie.
- 32:45Speaker 0: Also dann gehts plötzlich ab im Gehirn und da gibt's keinen Shortcut mehr.
- 32:49Speaker 0: Dann werden die Gehirnsbindungen plötzlich bemüht um sich dieses Konstrukt aufzubauen und diese Vision dann plötzlich im Gang zu setzen.
- 32:59Speaker 0: Und so ist das auch beim Everest.
- 33:01Speaker 0: ganz viele Leute haben überhaupt keine Chance weder körperlich noch zeitlich ...monitär dort in die Nähe zu kommen.
- 33:11Speaker 0: Da sagt man natürlich, das ist alles auf Leitzener Dogel.
- 33:14Speaker 0: Das brauchen wir nicht!
- 33:15Speaker 0: Es gibt so viele schöne andere Berge.
- 33:16Speaker 0: Habe ich jahre Jahre lang gesagt bis ich... ...二tausend dreizehn in die Gelegenheit gekommen bin.
- 33:22Speaker 0: Nicht nur monetär sondern auch vom Team her und du kannst mit einem Rucksack voll Geld da in Nepal stehen.
- 33:27Speaker 0: Du hast keine Chance mehr über.
- 33:28Speaker 0: es geht einfach nicht wenn du nicht speziell als blinder Mensch es gibt ja bis zum heutigen Tag zwei blinde Menschen sie den Gipfel von Everest geschafft haben.
- 33:37Speaker 0: Da geht's ja um ganz andere Dinge.
- 33:39Speaker 0: Wenn ich der Wolfgang Klocker und der Clemens Bichler, zwei Leute hier, zwei Freunde aus meinem Dorf gesagt hätten, es wäre uns nicht nur ein Anliegen sondern das ist ein sehr irrsinnig emotionales Projekt wenn wir gemeinsam dieses Werk vollziehen.
- 33:56Speaker 0: Und dreimal sind wir nach Nepal geflogen weil es bei den ersten zweimal nicht geklappt hat wegen Naturkatastrophen.
- 34:02Speaker 0: also da war so viel drin gewesen.
- 34:04Speaker 0: Und jetzt bin ich auf diesem Berg gewesen.
- 34:06Speaker 0: und jetzt weiß ich natürlich die andere Seite des Berges.
- 34:08Speaker 0: Die siehst Du ja immer erst, wenn Du den Berg bestiegen hast.
- 34:12Speaker 0: Sonst kannst Du da gar nicht mitrehen.
- 34:14Speaker 0: Also das weißt Du ja nicht wie sich das anfühlt, wenn du an der anderen Seite des berges runtersteigst in den weiten großen Schritten, ja in das offene Tal wo die Sonne immer mehr scheint was immer wärmer wird oder einfach dem Berg dann hinter Dir hasst.
- 34:26Speaker 0: es ist ein vielig was ein anderer gar nicht beschreiben kann, der nicht hochgestiegen ist.
- 34:32Speaker 0: dass ich der anderen Seite des Berges, ich spreche jetzt nicht nur vom Everest sondern ich sprech allgemein von den Menschen wenn sie ein Projekt nie angegangen sind und trotzdem beurteilen oder die anderen die es eben geschafft haben und vielleicht auf die Schnauze gefallen sind was ja tausendmal wertvoller ist.
- 34:48Speaker 0: Jetzt siehst du erst auf der anderen Seiten des Bergers wie die Dinge wirklich stehen.
- 34:53Speaker 0: und wenn ihr jetzt jemand sagt da sind so viele Leute also viel Müll, da ist soviel Tourismus dann gibt's dieses Foto her.
- 35:01Speaker 0: traurig saugen, wie sowas entsteht.
- 35:05Speaker 0: Es gibt ganz wenige Menschen die dieses Image produziert haben.
- 35:13Speaker 0: Leider Gottes sind das genau Menschen, die mindestens einmal wenn nicht zweimal am Everest gestanden haben den Everest für ihr ganzes Lebensbusiness ausgelutscht haben und ihnen jetzt nicht mehr brauchen und jetzt sagen bitte geht's nicht dorthin.
- 35:29Speaker 0: es ist alles Wahnsinn.
- 35:31Speaker 0: Für mich ist es einfach ewig schade oder unfair.
- 35:34Speaker 0: Zuerst war der Everest gut genug, als sie Ihres gemacht hatten in einer anderen Zeit.
- 35:40Speaker 0: und jetzt wollen Sie diese Leistung einfrieren für alle Zeiten damit ja nicht nur jemand kommt und das nochmal anders macht aber dass eben die Entwicklung weitergeht und dass niemand die Berechtigung hat zu einem einzigen Menschen zu sagen hey du darfst und du darf's nicht Wenn ich mich ein Bergsteiger, das ist so wie einen Seefahrer.
- 35:59Speaker 0: Wie ein Segler oder wie einer in anderen Sportarten... Wenn du am höchsten deiner Branche aus einem Bergsteigen ist, ist es auch der höchste Berg.
- 36:10Speaker 0: Wenn du da nicht spürst, wenn dein eigenes Steiger ist nach achttausend, achthundert und vierzig Metern, nach wochenlangen Plagen und Mühen, nach jahrelangen Planen in das Eis des Mount Everest schürft.
- 36:22Speaker 0: Wenn du da nicht spürst, wenn du da emotional erregt bist, egal ob da zehn oder zwanzig Leute irgendwo stehen... ...wenn du da nichts spürts, dann glaub ich spürste auch auf den anderen Bergen dieser Welt nichts.
- 36:34Speaker 0: Also mir der Everest unglaublich viel jetzt nach dieser Erkenntnis gebracht für mein Übersicht fürs ganze Leben.
- 36:44Speaker 0: Unglaublich spannend, die mich das nie mehr missen!
- 36:47Speaker 0: Und diese Kalone von Menschen waren Suria.
- 36:50Speaker 0: Die war nicht die Realität bei meinem Everest-Gang, ich habe die Nordseite gewählt.
- 36:55Speaker 0: Wir hatten am ganzen Gipfeltag auf der Strecke selbst, ich glaube fünf Leute getroffen.
- 37:02Speaker 0: Das war sogar angenehm weil man irgendwann einmal mit ihrem Game und sprechen wollte und das ist eh nicht gang über die alle fertig waren.
- 37:08Speaker 0: da redet man ja immer viel aber Ich bin ja immer so neugierig.
- 37:11Speaker 0: auch im Everest, aber auch in den Mett haben wir einen Kinesen angesprochen und wollte einfach wissen, wie es ihm geht.
- 37:17Speaker 0: Da ist überhaupt nichts mehr gekommen.
- 37:19Speaker 0: also der hat mich überhaupt nicht gestört von wegen Und am Gipfel haben wir dann vielleicht insgesamt fünfundzwanzig dreißig Leute Inklusive aller die auch von der anderen Seite dort gekommen sind von Nepal gehabt.
- 37:32Speaker 0: Also für mich war das überhaupt nicht so wie es dargestellt wird.
- 37:34Speaker 0: Es war eine relativ einsame Geschichte Die da am Everest passiert ist und jetzt noch zum Müll sagen oder das so herausbesaunt haben, dass die Leute genau den Müll hochgetragen haben.
- 37:53Speaker 0: Man muss einmal wissen, dass man in den neunziger Jahren begonnen hat im Nepal speziell jetzt auch auf der Nordseite aus China und Tibet hat man später ein bisschen später begonnen den Everest aufzuräumen.
- 38:07Speaker 0: Jeder einzelne Bergsteiger der dort hingeht legt einen eine gewisse Summe von Geld, das ist fix definiert.
- 38:17Speaker 0: So quasi wie sagt man eine Anzahlung ab und dafür ist er zuständig so und zu viel Kilogramm Müll der Mühlde aber nicht zu diesem Bergsteiger gehört sondern von früheren Expeditionen vom Berg runterzubringen.
- 38:33Speaker 0: erst wenn das erfüllt ist kriegst du dieses Geld wieder zurück.
- 38:36Speaker 0: also so wie ein Einsatz ja Und das läuft jetzt schon seit vielen vielen, ich glaube seit fünfzehn Jahren oder zwanzig Jahren läuft das schon.
- 38:43Speaker 0: Das weiß ja niemand in der Gesellschaft da ist.
- 38:45Speaker 0: Also natürlich trägt jetzt nicht der Bergsteiger so wie ich den Müll von den anderen persönlich runter sondern das sind dann eigene Teams von Höhenbergsteigern also von Höhenscherpas die ja dort drüben leben, die Menschen die ja ganze Familien und Familienstämme davon finanziell auch versorgen über Jahre und Jahrzehnte.
- 39:05Speaker 0: Das sind eigene Teams unterwegs, die nur das machen und eben von diesen Geldern von uns Bergsteigern damit finanziert werden.
- 39:14Speaker 0: Ich finde es unheimlich genial und gerade am Everest findest du fast überhaupt keinen Müll mehr!
- 39:21Speaker 0: Und diese Leute, die den Müll runterbringen – wir haben da Jagdkarabinen gesehen in Tivert, die Sauerstoffflaschen von den, ja, von den Achtziger-Ninzigerjahren darunter gezerrt haben… die damals wirklich da oben stehen gelassen wurden.
- 39:37Speaker 0: Und jetzt wird das wirklich alles abgehalten, dass sie die drüber geschumpfen haben deren Müll wird heute von den Bergsteigern abtransportiert.
- 39:44Speaker 0: Es ist noch viel zu tun es ist natürlich immer wieder was aber keine Aussicht mehr oder keine Chance mehr solche Bilder zu fotografieren, die man mal von damals gesehen hatte weil er einfach immer sauberer wird.
- 39:56Speaker 0: Das ist wirklich eine ganz ganz schrägeres und falsches Bild was da den Menschen suggeriert wird.
- 40:03Speaker 1: Jetzt ist ja jede solche Expedition auch mit einem durchaus echten Risiko verbunden.
- 40:10Speaker 1: Also es gibt auf all diesen Bergen, auf denen du warst, gibt es immer wieder Unglücke.
- 40:16Speaker 1: Es waren Unglücken immer wieder Menschen und was mich interessieren würde ist wie wägst du für dich selbst ab?
- 40:25Speaker 1: Welches Risiko du bereit bist einzugehen?
- 40:27Speaker 1: also ... Wie triffst du diese Entscheidung, ob du so eine Expedition machen möchtest oder nicht?
- 40:34Speaker 1: Weil am Ende ist es ja für jeden Menschen ein Risiko.
- 40:38Speaker 1: Egal ob ich jetzt blind bin oder nicht blind bin das Risiko ist sehr real bei solchen extremen Expeditionen auch.
- 40:47Speaker 1: wie wächst du für dich ab was du machst und wo du die Grenze ziehst?
- 40:53Speaker 0: Ja, ich habe von erster Stunde an Risiko ganz anders bearbeiten müssen in meinem Leben.
- 40:59Speaker 0: Wenn du ohne Augenlicht in der Früh aufstehst und die Treppe runter zur Toilette gehen musst, ist das schon ein ganz anderes Risiko als wenn du das mit sehenden Augen machst.
- 41:09Speaker 0: Wenn Du mit blinden Augen die Zahnpaste ... auf die Bürste gibst und schon dein Hemd anhast für deinen Business-Auftritt.
- 41:17Speaker 0: Ist es ein brutales Risiko, dass du das neue Hemd der Ankläck hast mit der Zahnpaste?
- 41:21Speaker 0: Also muss man mal probieren ohne sehen zu können oder mit verbundenen Augen.
- 41:26Speaker 0: einfach einmal so probieren, das Butterbrot zu schmieren.
- 41:28Speaker 0: Das sind alles Dinge wie dem mit Risiko zu tun haben.
- 41:33Speaker 0: Mein Leben hat mir schon lange vor dem Schulleintritt gesagt wo ich schon mit dem Fahrrad unterwegs war, wo ich auch mit Skiern überschanzen gesprungen bin Und auch hingefallen bin, immer wieder hingefalten bin.
- 41:46Speaker 0: Dass dieser Planet ja gar nicht dafür da ist dass man alles schafft, dass dieser Planet der gar nicht gemacht ist für die Perfektion und das Risiko überhaupt nichts Böses ist sondern das Risiker ist ja quasi der Turbohr diese quasi der Vortrieb der menschlichen Gesellschaft stelle ich mir vorher ganz kein Risiko gibt eher wie Fahrt.
- 42:04Speaker 0: was ist denn überhaupt Risiko?
- 42:05Speaker 0: Das muss man mal ausdefinieren.
- 42:07Speaker 0: worum geht es denn überhaupt?
- 42:09Speaker 0: Die Leute tun immer so In der westlichen Welt meine ich jetzt, wie wenn es ums Überleben ging.
- 42:15Speaker 0: Davon reden wir im Risiko-Management.
- 42:18Speaker 0: Im Wahrheit hat noch niemand geschafft das zu überleben auf dem Planeten.
- 42:22Speaker 0: Es funktioniert einfach nicht.
- 42:23Speaker 0: Er weiß nicht dafür gemacht ist und wir tun im Investment in Bauern von Häusern auf Jahrhunderten machen wir das alles die Verträge und was da öffel war so alles.
- 42:37Speaker 0: Es muss alles Bombe erhalten und in Wahrheit eine kleine Fehlreaktion auf der A-neun zwischen Hof.
- 42:48Speaker 0: Was heißt die nächste Stadt da oben?
- 42:50Speaker 0: Irgendwo Richtung Berlin, eine kleine Unachtsamkeit und alles ist vorbei.
- 42:55Speaker 0: Du kannst programmieren was du willst!
- 42:57Speaker 0: Also Risiko ist genau auf diesen hohen Bergen vielleicht besser zu sehen.
- 43:05Speaker 0: dort besser zu sehen.
- 43:10Speaker 0: Aber ich habe lieber das Risiko in meiner eigenen Hand, wo ich ein bisschen damit arbeiten kann wie ein diffuses Risiko was uns jetzt in den letzten vierzehn Monaten quasi eine diffuse Sicherheit.
- 43:26Speaker 0: so eine diffuse Sicherheit also gerade bei uns in Österreich, Deutschland und anders.
- 43:32Speaker 0: Gerade jetzt in Tirol war wieder so ein extremer Fall wo hunderttausende Tests im Nachhinein falsch waren.
- 43:40Speaker 0: also das sind auch so diffuse Sicherheiten wo überhaupt nicht mich drauf ein... Also da würde ich mich nicht in Klettergurt vor den Seil reinsetzen.
- 43:50Speaker 0: Das setzt es mich lieber irgendwo rein was ich selbst den Knoten gemacht habe.
- 43:54Speaker 0: Also gesehen ist wirklich vor Augen Risiko zu handieren ist mir tausendmal lieber wie die Fuß aus dem Flugzeug zu sitzen in der Vierundzwanzigsten Reihe und der Pilot sagt durch bitte jetzt anschnallen, es kommen leichte Drohlenzen.
- 44:09Speaker 0: Und im Wahrheit ist das Triebwerk draußen auf der Tragfläche in Vollbrand.
- 44:13Speaker 0: also ich habe einen anderen Bezug zur Risiko.
- 44:19Speaker 1: Welchen Bezug hast du eigentlich zum Thema Glück?
- 44:23Speaker 0: Gibt's auch wieder verschiedene Ebenen Glück.
- 44:28Speaker 0: Glück ist für mich einfach Wenn du so denken darfst, dass du die Option überhaupt bekommst.
- 44:36Speaker 0: Also viele Menschen machen im Denken die Abzweigung bevor überhaupt die Option kommt also bevor überhaupt Die abzweigung zum Lamborghini kommt ja zweit der vorher schon irgendwo anders da war in die Ja kleine Garage fährt, wo eben kein Lamborghini steht.
- 45:00Speaker 0: Ich möchte, Sie sind davon Lamborghini beschränken, es ist egal wie der Strebenswert.
- 45:03Speaker 0: aber Glück ist für mich wenn du im Denken ja als fifty-fünfzigjähriger so wie ich jetzt bin immer noch denken darfst fallweise wie ein Kind weil die Kinder sind die einzigen menschlichen Lebewesen die immer noch so denken können dass das Glück überhaupt eine Chance bekommt.
- 45:23Speaker 0: Erwachsene denken viel zu erwachsen Erwachsene denken viel zu aufgeklärt, viel zu programmiert.
- 45:29Speaker 0: Viel zu strategisch und viel zu eingefahren in Systeme wo das Glück manchmal überhaupt keine Chance mehr hat zu kommen.
- 45:39Speaker 0: Und Kinder denken an das.
- 45:41Speaker 0: die wissen eben gar nicht was ist Risiko?
- 45:44Speaker 0: Was ist Chance?
- 45:44Speaker 0: Was is programmiert?
- 45:47Speaker 0: Was iss der Prognose?
- 45:52Speaker 0: So denke ich über Glück und so möchte ich alle auffordern, den kleinen Jungen das kleine Mädchen in sich manchmal wieder wach zu rütteln um den Glück die Chance zu geben.
- 46:02Speaker 1: Jetzt hast du in deinem Leben ja schon unglaublich viel erlebt auch als Bergsteiger sehr sehr viel geschafft wo von anderen teilweise auch träumend nach wie vor Was hast du denn für dich selbst, für Ziele noch die Du erreichen möchtest?
- 46:22Speaker 1: Ist das eine Kategorie in der Du überhaupt denkst?
- 46:26Speaker 1: also dass Du sagst es gibt konkrete Dinge die Du erreichen möchtes.
- 46:31Speaker 0: Viele viele Jahre damit verbracht genau diesen Kategorien zu denken hat mich auch unglaublich weitergebracht.
- 46:38Speaker 0: alles was ich jetzt hier von mir gebe ist ja nicht etwas was Du mit zwanzig Lebensjahren so leben sollst sondern ich habe auch die andere Seite gelebt.
- 46:46Speaker 0: Ich habe auch verzweifeln geliebt, ich habe Aussichtslosigkeit gelebt.
- 46:50Speaker 0: Ich habe die Sonne verflucht weil sie in der Massage Kabine durch die Fensterscheibe fein zählich auf meinen Unterarm geleuchtet hat.
- 47:00Speaker 0: Ich hab sie nur gespürt und ich habe sie nicht gesehen.
- 47:02Speaker 0: Und da haben wir ja die Sintlase Sonne her, die macht mir überhaupt ... Die macht mich gerade nur aufmerksam dass da draußen etwas Gewaltiges ist und ich kann das nie leben im Leben.
- 47:10Speaker 0: Weil ich bin ja hier in der Kabine bis zur Pensionierung nicht ein Alt bin, kann ich auch nicht mehr die Sonne genießen weil ich mich nicht mehr so weiter.
- 47:19Speaker 0: Also ich möchte auch sagen man braucht diese Täler und man braucht den ganz dunklen Zeiten oder auch diese strukturierte Ebene des Denkens das nächste Ziele, das nächste Höhere dann wieder ein höhere ist.
- 47:31Speaker 0: es brauchen wir schon auch manchmal um nicht im Flachland zu versumpfen ja aber irgendwann muss man auch drauf kommen.
- 47:43Speaker 0: Ja so wie es bei mir jetzt ist, dass das höchste Ziel viele fragen.
- 47:48Speaker 0: Der nächste Challenge, der nächste Ziel und die nächste Herausforderung.
- 47:54Speaker 0: Ich arbeite immer mehr daran diese Freiheit zu denken und das Höchste Ziel ist wenn du den Luxus hast kein Ziel haben müssen.
- 48:04Speaker 0: also stelle dir den oder erinnere dich an deinen ersten Ferientag als siebenjähriger nach der ersten Schulklasse, hat dich die Oma gefragt.
- 48:18Speaker 0: Was machst du denn jetzt in den Schulferien?
- 48:21Speaker 0: In der ersten Woche oder zweiten Woche?
- 48:23Speaker 0: und wann in der dritten Woche kommst du mal zu uns auf einen Kaffee?
- 48:27Speaker 0: Das Siebjährige versteht ja die Oma gar nicht, was sie meint.
- 48:30Speaker 0: Weil die neuen Wochenferien sind eine unüberschaubare Zeit und da brauchen wir nicht mit Planen, das ist ja völlig sinnlos.
- 48:36Speaker 0: Dass er einfach ins Land ziehen zu können, lassen zu können.
- 48:39Speaker 0: Am Abend schlafen gehen zu können ohne einen Plan für morgenzuhaben.
- 48:42Speaker 0: Das ist der oberste Luxus den du haben kannst.
- 48:45Speaker 0: Und diesen ersten Feriendag, den mit fifty Jahren noch zu leben... Gelingt mir nicht alle Tage.
- 48:52Speaker 0: Ich fahre immer wieder auf das Schema zurück, jetzt muss ich einen Plan, jetzt müssen wir programmieren.
- 48:56Speaker 0: Aber manchmal spüre ich schon den ersten Ferientag und das ist das höchste Ziel, dass du erreichen kannst.
- 49:03Speaker 0: Welcher Berg dir dann am vierundzwanzigsten Feriantag oder wann wir zur Oma Kaffee trinken gehen?
- 49:09Speaker 0: Das ergibt sich ja dann in der Leichtflüssigkeit eines Siebenjährigen und den möchte ich jedem Erwachsenen Menschen ans Herz legen.
- 49:17Speaker 0: Es ist unglaublich viel Potenzial.
- 49:19Speaker 1: Also es Glück vielleicht auch der Luxus sozusagen im hier und jetzt zu leben.
- 49:25Speaker 1: Und diesen Moment wirklich gerade in dieser schnelllebigen Zeit, den Moment, den man gerade erlebt auch wirklich wertzuschätzen statt immer nur an die nächsten zu denken?
- 49:36Speaker 0: Das ist genau der Moment!
- 49:37Speaker 0: Du bist genau im Moment und da ist dann das iPhone heraus und da habe ich dann fotografiert und gepostet und gemacht, dass du den Moment ja selbst gar nicht mitkriegst.
- 49:45Speaker 0: Du kannst ihn dann zu Hause vielleicht noch mal am Foto anschauen aber da ist es schon wieder der nächste Moment.
- 49:50Speaker 0: Es ist alles so mühsam.
- 49:52Speaker 0: Und ich habe einfach gemerkt, dass das Leben – es ist auch ganz wichtig – grundsätzlich gut mit mir meint.
- 50:02Speaker 0: Dass das Leben grundsätzlich alles was ich denke und mache und vorabe, grundsächlich gut ausgeht.
- 50:07Speaker 0: Das ist nicht grundsässlich alles schlecht und wies und fies und ich muss mich überlaufpassen, was das und das und dessen nicht passiert sondern grundsließlich, sonst wäre ich ja gar nicht auf diesem Planeten wenn es nicht für mein Leben gedacht werde.
- 50:22Speaker 0: Und so, wenn ich jetzt genieße, denke ich immer weniger daran.
- 50:28Speaker 0: Jetzt muss ich sofort schauen, dass ich das morgen auch wieder haupe und übermorgen auch wieder.
- 50:31Speaker 0: Sondern ich stehe da oben in meinen Dolomiten wie ich es gestern hatte völlig überraschend mit meinen Skiern.
- 50:39Speaker 0: Wir haben immer noch viel Schnee, Pulverschnee.
- 50:42Speaker 0: Und denk mal, das ist ja einzigartig, Mitte Mai in solchen Conditions in den Dolomittenflanken in einer Steilerinne zu stehen mit meinem Freund.
- 50:50Speaker 0: Aber ich habe noch nichts gesagt.
- 50:51Speaker 0: Jetzt müssen wir sofort morgen den Plan machen, wann wird das morgen wieder erleben?
- 50:54Speaker 0: Sondern jetzt fahren wir einfach einmal nach Hause und lassen es einfach kommen!
- 50:58Speaker 0: Und dass kommen lassen beherbergt noch wesentlich viel mehr Chancen wie du dir jemals selbst ausrechnen kannst.
- 51:05Speaker 0: Also einfach das kommen lassen und das Freizügige der Chance eine Chance geben.
- 51:12Speaker 0: Ich bin auch Schüler in diesem Denken.
- 51:14Speaker 0: Ich rede jetzt von etwas was ich selbst nicht beherrsche aber In diese Richtung möchte ich in die Perfektion kommen.
- 51:20Speaker 0: Ich werde es nie erreichen, weil mein Leben zu kurz ist aber das möchte ich planen einfach es kommen zu lassen, denn jeder Moment ist eine Einzelausgabe des Universums und das kannst du nicht programmieren.
- 51:34Speaker 1: Das ist richtig.
- 51:36Speaker 1: ein wunderbarer Schlusssatz sozusagen den wir uns glaube ich alle mal so ein bisschen hinter die Ohren schreiben sollten Gerade in diesen Zeiten, in denen so wahnsinnig viel passiert und wir immer nur von einem zum nächsten springen.
- 51:53Speaker 1: Andi ich danke dir sehr für diese ganzen vielen sehr inspirierenden Einblicke und ich glaube gerade wir Sehenden können eine ganze Menge von dir lernen.
- 52:04Speaker 0: Ich bedanke mich fürs Vertrauen, ich bedanque mich fürs Zuhören für die Geduld und für manches was vielleicht auch von mir nicht ganz klar rübergekommen ist.
- 52:13Speaker 0: Man kann mich fragen, ich bin anfassbar.
- 52:15Speaker 0: Ich spüre den Auftrag dem Menschen ein bisschen Licht zu geben auf anderer Ebene.
- 52:22Speaker 0: Vielleicht jetzt überheblich aber ich spüre es immer mehr und meine Blindheit hat schon so seinen Sinn genauso wie deine Sehkraft einen Sinn hat und man auch so was raus geht's raus und lasst den kleinen oder die Kleinen in euch nicht sterben sondern das ist der Vortrieb das ist das Sinn des Lebens Alles nachher so wichtig zu nehmen, wie es wirklich sein könnte.
- 52:46Speaker 1: Danke dir!
- 52:47Speaker 0: Das war's leider schon.
- 52:49Speaker 0: Die letzte Runde ist ausgetrunken.
- 52:51Speaker 0: das Gespräch zu Ende.
- 52:53Speaker 0: Vielen Dank fürs
- 52:54Speaker 1: Zuhören.
- 52:56Speaker 1: Bitten
- 52:56Speaker 0: im Rücksicht auf die Nachbarn und sei leise
- 52:59Speaker 1: wenn du die
- 52:59Speaker 0: Bar verlässt Aber vergiss auf keinen Fall den abonnieren Button zu klicken.
- 53:10Speaker 1: Gin & Talk ist ein Podcast von Forty-Eight Forward, produziert in den Forty Eight Forward Studios in München.