Latest / Im Bett mit Buch / Konsumation zur Nächtigung
Transcript
- 0:02Dann fangen wir an. Und dann fangen wir an.
- 0:04Servus. Ja Servus Servus Monique, Ich
- 0:10kann es nicht okay wir haben hier gerade etwas probiert und
- 0:17ihr werdet auch gleich rausfinden, was wir probiert
- 0:19haben, aber jetzt lasst uns doch einfach mal ordentlich beginnen.
- 0:22Genau, tach. Tach, tach.
- 0:26Einen wunderschönen guten Morgen bis gute Nacht allerseits.
- 0:30Wir sind hier wieder und sitzen zusammen.
- 0:33Wir, das sind auf der einen Seite Monique.
- 0:36Und auf der anderen Seite Kurt und zusammen sind wir.
- 0:39Im. Bett mit.
- 0:40Buch, und zwar mit unserer neuen Folge.
- 0:44Und es gibt ein ich nenn s mal Special.
- 0:46Ja, denn ein wunderschönes und gar nicht so kleines Nachbarland
- 0:54von dem Land, in dem wir uns befinden.
- 0:58Wird nämlich zu Gast sein für eine Woche voller
- 1:02Kulturveranstaltungen in Berlin. Und ich lese, ich lese, ich lese
- 1:07nicht, ich lese auch, aber ich rede von dem Land, Österreich
- 1:12und Österreich hat eine sehr, sehr, sehr, sehr vorbildliche
- 1:16Kulturförderung. Ich habe das Gefühl, die geben
- 1:18da sehr viel mehr Geld aus, als wir es hier in Deutschland tun,
- 1:22und Österreich beschenkt uns. Mit einer Woche österreichischer
- 1:28Kultur, Österreichische Kulinarik, Österreichische
- 1:31wunderschöne Sachen und das Ganze nennt sich die Feel
- 1:35Austria Week. Ihr könnt auch Sachen darüber
- 1:38rausfinden, einfach mal im Internet eingeben.
- 1:40Feel Austria Week Es gibt Lesungen, Es gibt Musik, es gibt
- 1:44auch kulinarisches, Ich glaube, wir haben von einer Buchtel.
- 1:49Was war das eine? Eine buchtell Lesung.
- 1:52War es eine Buchtel? Also es klang auf jeden Fall
- 1:54unglaublich köstlich, wenn auch nicht richtig lesbar.
- 1:59Es war ein Buchtelmatiner. Ein Buchtelmatiner könnt ihr
- 2:02euch was Schöneres vorstellen, als an einem Vormittag mit
- 2:07vielleicht noch so lauwarmen Buchteln, einem café und einem
- 2:12guten Buch Zusammenzusitzen? Und all das wird stattfinden in
- 2:20einer Woche, und zwar vom neunten bis zum 14.
- 2:23September, also nur ein paar Tage, nachdem wir diese Folge
- 2:28hier ausgestrahlt haben und nur für alle strengen Sittenwächter
- 2:32und Juristen unter euch und unter uns.
- 2:35Dies hier ist ein veranstaltungshinweis, Wir
- 2:38werden hierfür aber nicht. Bezahlt.
- 2:41Auch nicht in Buchteln. Auch nicht in Buchteln, obwohl
- 2:44wir darüber vielleicht noch mal diskutieren könnten mit den
- 2:47Österreichern. Aber nehmt es wahr, geht zur
- 2:50Feel Austria Week, schaut euch einfach an im Internet unter der
- 2:53Seite Austria Punkt Info Slash Feel Austria, dort findet ihr
- 2:58viele viele Informationen, es gibt zum Beispiel auch darauf
- 3:02muss ich natürlich als Buchhändler darauf hinweisen.
- 3:07Gibt es auch in dieser wunderschönen Buchhandlung in
- 3:09der Alten Schönhauser Straße, die den Literatur Conesseuren
- 3:14dieser Welt bekannt ist. Unter dem Namen Hund Hammer
- 3:16Stein wird es im Rahmen der Phil Austria Week auch eine Lesung
- 3:21geben, und zwar am 9. September um 19:30 Uhr bei uns
- 3:25im Laden. Es liest Annemarie Andre oder
- 3:28Annemarie Andre, Ich bin mir nicht ganz sicher, auf welcher
- 3:31Silbe ich den Nachnamen betone, das Buch Nacktschnecken, das
- 3:36erscheint. Dem sehr sehr schönen
- 3:38unabhängigen kleinen Wiener Verlag Muri Salzmann, von dem
- 3:41wir auch hier in der Show schon mal ein Buch besprochen haben.
- 3:45Und wir würden uns freuen, wenn ihr auch dort erscheint oder
- 3:50auch zu allen anderen Veranstaltungen, die dieses
- 3:53großartige und doch etwas kleinere Land eigentlich zu
- 3:56bieten hat. Und ich muss an dieser Stelle
- 3:59auch ausdrücklich darauf hinweisen, dass Österreich
- 4:01natürlich nicht nur buchteln zu bieten hat, sondern auch noch
- 4:04Kaiserschmarrn. Sonst sonst eigentlich nichts.
- 4:11Man gut Kafka 2 buchteln, Kaiserschmarrn, mehr braucht es
- 4:16nicht. Damit kommt man schon ein Stück
- 4:18weit. Und ganz ehrlich, Sissi war
- 4:20eigentlich bayerisch. Wir haben, wir haben das zum
- 4:25Anlass genommen, um zu sagen, lass uns doch mal eine
- 4:27Österreich folge machen und uns österreichischen Büchern,
- 4:31Autoren, Autorinnen zu widmen. Und ja.
- 4:36Unter diesem Vorzeichen haben wir uns hier zusammengefunden
- 4:39und ich möchte jetzt mal einen Satz in den Raum stellen, lieber
- 4:42Kurt, nämlich wer lang sudert ist bei Regen das Beste von
- 4:46Wien. Darf ich auch kurz einen Raum,
- 4:51einen Raum, einen Satz in den Raum stellen?
- 4:53Wir haben hier nämlich, wir haben hier etwas Wunderbares,
- 4:57was Monique mitgebracht hat. Das ist der Wiener
- 5:01Wortwitzgenerator. Das Prinzip kennt ihr, es sind,
- 5:05das gibt es auch mit anderen, den Büro Wortwitz, Simulator und
- 5:08so weiter man kann also einfach vielste verschiedene Sätze
- 5:12bilden, indem man einfach Sachen wahllos durch die Gegend hin und
- 5:15herblättert. Und ich habe jetzt zum Beispiel
- 5:18den Satz, der Schlawiner ist heut heilbar, was Schönes und
- 5:23mein Österreichisch oder Wienerisch oder Schlossdeutsch
- 5:26ist so unter aller Sau. Was schade ist, weil ich liebe
- 5:30das schloss Deutsch, aber ich kann es nicht und das muss man
- 5:34auch einsehen. Aber darum sei euch die ihr
- 5:37vielleicht viel besser Akzente und Dialekte nachmachen könnt
- 5:40der Wiener Wortwitz Generator ans Herz gelegt.
- 5:45Alle Informationen dazu findet ihr wie immer in unseren
- 5:50Shownow. Ihr oder ihr Fahrt einfach in
- 5:53das Museum für moderne Kunst in Salzburg.
- 5:55Da habe ich es nämlich gekauft, das ist auch.
- 5:57Keine schlechte Adresse, auch wenn es hier heute nicht um
- 6:00Museen gehen soll. Und das wird natürlich dem
- 6:02Salzburger wehgetan haben. Das ist der Wiener Wortwitz
- 6:05Generator ich. Hab auch einen Salzburger
- 6:07gekauft, aber den gab es nicht. Gab es aber nicht.
- 6:09Aber da sind die sehr großzügig die Salzburger was das angeht.
- 6:13Nun, Österreich ist das Thema und es gibt natürlich unfassbar
- 6:17viele großartige Autorinnen und Autoren aus Österreich, all die
- 6:21Klassiker, die uns eh bekannt sind.
- 6:24Aber ihr kennt und liebt uns ja dafür, dass wir ein bisschen auf
- 6:29den nicht ganz so durchgenudelten Pfaden unterwegs
- 6:32sind, sondern einfach über unsere Lieblingsbücher eher der
- 6:36letzten Jahre und nicht unbedingt der letzten
- 6:38Jahrhunderte reden. Ja, ich bin jetzt gerade, ich
- 6:42wollte eigentlich noch ein bisschen was über Österreich
- 6:45reden, wie wir gleich zur Literatur kommen, weil ich
- 6:47fürchte, ich kenne mich in der österreichischen Kulinarik
- 6:49besser aus. Jetzt ein bisschen in der
- 6:51österreichischen Literatur, aber ich arbeite dran.
- 6:55Ich war mit 16 das erste Mal in Österreich, weißt du mal, wann
- 7:00du das erste Mal in Österreich warst?
- 7:03Ja, ich war einmal auf einem missglückten, auf so einer
- 7:07Skitour, wo wir am ersten Tag keine Skipässe bekamen und wir
- 7:11darum Tretboot gefahren sind. Und ich fühlte mich wie Fräulein
- 7:14Menke mit Tretboot in Seenot, und ich war zwar nicht in
- 7:16Seenot, aber beim Aussteigen. Schwappte eine Bugwelle über uns
- 7:21rüber und ich bin gestolpert und bin mit dem Schienbein voll
- 7:23gegen eine Metallkante geknallt, was dazu führte, dass ich keine
- 7:26Skistiefel mehr tragen konnte, was dazu führte, dass ich eine
- 7:29Woche lang im Gegensatz zum Skifahren.
- 7:32In der Hütte saß oder in der Wohnung und eher ein gemütliches
- 7:37Lesewoche verbringen durfte, was dazu führte, dass ich immer noch
- 7:40kein Skifahrer, aber ich war danach noch des Öfteren auch in
- 7:45Österreich. Aber ich muss auch ungefähr 1516
- 7:47gewesen sein. Wo warst du?
- 7:49Ich war in Niederösterreich und es war ne Klassenfahrt und es
- 7:53war quasi meine erste Reise ins nicht sozialistische Ausland,
- 7:57als es den Begriff eigentlich schon nicht mehr gab.
- 7:58Ne, also es war quasi 1990. Und ich glaub, wir konnten
- 8:02einfach günstig ne Reise nach Niederösterreich machen.
- 8:05Ich glaub die wollten uns als Arbeitskräfte akquirieren, ne,
- 8:08da gab es keine, da haben keine jungen Menschen mehr gewohnt,
- 8:11die waren alle über 50, die sind alle dann sonst wohin gegangen
- 8:14oder wahrscheinlich nach Wien und die dachten sich ja da holen
- 8:17wir uns doch mal die die jungen Menschen aus dem Osten, weil ich
- 8:20bleiben ja n Paar hier und fangen bei uns auf den
- 8:22Bauernhöfen an, aber wir sind zumindest damals als Klasse auch
- 8:26geschlossen zurückgereist. Und hat es dir gefallen, fandst
- 8:29du es schön. Ich fand Niederösterreich
- 8:32genauso langweilig wie Brandenburg, aber wir waren
- 8:36einen Tag in Wien und ich kann es nicht anders sagen.
- 8:40Ich hätte eine Wienerin werden sollen, das.
- 8:43Sofortige Instantlavio. Sofort, sofort.
- 8:47Ich weiß nicht, ob wir noch mal eine extra Folge über Wien
- 8:49machen, nur ob ich dann erst diese Geschichte erzähle, wie
- 8:52meine Freundin Katja und ich uns in Wien.
- 8:54Quasi mit Absicht verlaufen haben, weil wir unser weniges
- 8:58Geld nicht für ein Ticket ausgeben wollten, aber unbedingt
- 9:02das Hundertwasser Haus sehen wollten.
- 9:03Also ich wollte es unbedingt sehen und in diesem
- 9:05Hundertwasser Haus war da auch gerade eine Andy Warhol
- 9:08Ausstellung und wir haben uns durch Wien durchgefragt sind,
- 9:12ich glaube an diesem Tag 11 Kilometer gelaufen haben ganz
- 9:15ganz viele Kunstorte gefunden, weil der Wiener auch nicht
- 9:19unbedingt. Weiß oder es dir nicht sagt oder
- 9:22was sagt, was du nicht verstehst oder lang laufen musst, wie du
- 9:26zu Fuß zum Hundertwasserhaus kommst, vom Stephansdom aus.
- 9:31Dabei ist es gar nicht so weit, aber irgendwann haben wir es
- 9:34gefunden und es war, das war toll und es war eine Mega schöne
- 9:39Andy Warhol Ausstellung und dann hatten wir noch ein bisschen
- 9:44Geld übrig, nachdem wir den Eintritt bezahlt haben und 34
- 9:47Postkarten gekauft haben, die ich heute noch habe.
- 9:50Und sind dann auf einem sehr viel schnelleren Weg wieder
- 9:54zurückgelaufen und wollten unbedingt in so ein Wiener
- 9:58Kaffeehaus gehen und mal so einen richtigen Wiener Kaffee
- 10:02trinken, eine Melance oder Neumanns halb gekippten oder wie
- 10:07das heißt und sind in ein sehr, sehr also sehr schickes
- 10:16Modernes. Kaffeehaus da sind wir einfach
- 10:20drin gelandet. Also ganz viel Chrom und rote
- 10:22Lederhocker also sah einfach alles furchtbar nach 80er und
- 10:25nach Falco Videos aus und unser Geld hat nur für was gereicht
- 10:31auf der Karte was wir bis dahin beide nicht gehört hatten, was
- 10:34wir nicht kannten, das hieß Expresso, das haben wir bestellt
- 10:40und waren maximal enttäuscht von diesen winzigen Tässchen mit
- 10:43dieser kleinen Pfütze drin wo jemand reingespuckt hat.
- 10:48Und wir wussten auch nicht, dass man sich da besser so ein halbes
- 10:52Kilo Zucker reingibt. Deshalb haben wir beiden, also
- 10:58wir wollten auch natürlich irgendwie jetzt, wir wollten
- 11:00jetzt auch nicht irgendwie wie in die ostdeutschen sie.
- 11:01Möbel jetzt echt gewandt daherkommt.
- 11:03Natürlich. Und haben dann dieses Zeug
- 11:10getrunken, konnten es damals noch nicht schätzen.
- 11:12Es war wirklich expresso mit x auf der Karte.
- 11:14Ja, ich denke mir das nicht aus. Aber das hat meiner Liebe zu
- 11:20Wien überhaupt keinen Abbruch getan.
- 11:23Überhaupt nicht. Aber diese Getränkenamen, die
- 11:25man nicht einschätzen kann. Ich war einmal Ewigkeitenhauch
- 11:29her in Valencia und dort waren wir auch in einem café oder in
- 11:33einer Bar und jeder, der Spanisch kann, weiß das, aber da
- 11:35stand das Wort Infusion, also wie geil ist das denn, Infusion,
- 11:40I'm gonna have it und dann krieg ich einen Tee, ja, ich so
- 11:43ernsthaft. Ich meine, ich verstehe auch, wo
- 11:45das Wort herkommt, aber bei Infusion, da dachte ich eher an
- 11:48expresso. Genau das, also man sollte
- 11:51vielleicht ab und an vorher mal nachschauen, was es ist.
- 11:53Mittlerweile dank dank Smartphone und Internet kann man
- 11:56das auch, aber eigentlich ist es doch ganz geil was auf der Karte
- 11:59zu bestellen, von dem einfach nur weil das Geld reichte.
- 12:02Ja, und und. Ich habe aber eigentlich
- 12:03gedacht, ich bin quasi durch die Hans Moser Filme, die meine
- 12:06Mutter und meine Großmutter so gern geguckt haben, bestens
- 12:09vorbereitet auf den Besuch eines Wiener Kaffeehauses.
- 12:13Es war nicht so. Aber ich glaube, das sind die
- 12:15einzigen Etablissements in der Welt, wo es die Kellner
- 12:18schaffen, noch arroganter zu sein als die Gäste.
- 12:21Was ich immer wieder faszinierend finde, und das ist
- 12:24trotzdem natürlich eine großartige und fantastische
- 12:27Stadt, aber das Kulturleben Österreichs findet tatsächlich
- 12:30nicht nur in Wien statt, erstaunlicherweise, es gibt auch
- 12:34andere tolle Städte, ich meine Salzburg hatten wir jetzt schon
- 12:37gerade, wo du ja auch diesen Wiener Wortwitz Generator
- 12:40herbekommen hattest. Auch Bregenz gerne mal
- 12:42vergessen. Das gesamte Vorarlberg Linz
- 12:46gerade so viele große Orte und ich meine natürlich berühmt in
- 12:49der Literaturwelt ist Klagenfurt wegen der Ingeborg Bachmann
- 12:52Festspiele, die übrigens Disclaimer überhaupt nicht mein
- 12:57Ding sind und lustigerweise auch im Laden nicht.
- 12:59Also wer auch immer bei den Klagenfurter.
- 13:01Ingeborg Bachmann Preisen gewinnt.
- 13:03Die Bücher können wir aus dem Laden direkt wieder raus.
- 13:06Sofortiges Desinteresse der gesamten nicht nicht
- 13:08Belegschaft, aber der gesamten Werten Kundschaft, aber wir
- 13:14hoffen, dass wir euch ein paar österreichische Autoren,
- 13:17Autorinnen und vielleicht auch österreichische Verlage
- 13:20näherbringen können im Verlaufe dieses Gesprächs.
- 13:24Ich hab noch n kleinen Tipp dabei.
- 13:26Wenn ihr jetzt denkt, das ist ja ganz schön und gut, dass ihr
- 13:28darüber sprecht, aber ich brauch gerade noch so n bisschen.
- 13:31Wien Feeling Österreich Feeling noch so ein bisschen Stimmung
- 13:35und auch vor allen Dingen Stimme im Ohr ne.
- 13:38Also dann dann um euch so richtig reinzuhören, schaut
- 13:42euch, schaut euch ein Video an und zwar der also ist Musik
- 13:48nicht wirklich, es ist ein Ausschnitt aus einer Serie.
- 13:52Und es gibt als Musikvideo der Sänger ist Wolfgang Ambros, so n
- 13:56ja österreichischer Liedermacher glaub ich, das liest Lied heißt
- 14:00die Kinetten wo ich Schlaf. Und das hat, das war Teil dieser
- 14:05wunderbaren Serie, der Pass mit Nikolaus Auftscharek, und da
- 14:09sitzt er einmal in so einem Gasthaus und springt auf einmal
- 14:12auf und singt dieses Lied, und es ist fabelhaft, und ich
- 14:15möchte, dass ihr das sozusagen im Ohr habt, wenn ihr uns reden
- 14:19könnt. Und das selbst übersetzt.
- 14:22Und wenn einer von uns, und hier schaue ich unseren Produzenten
- 14:26an, es schafft, dann wird auch der Link vielleicht zu diesem
- 14:30Video in irgendeiner Form in den Show Notes.
- 14:33Erscheinen können. Es ist also, ich rede hier sehr
- 14:36Konjunktiv, ansonsten schreiben wir zumindest rein, wie das in
- 14:42der Song weiter heißt. Weißt du, wie wir es machen?
- 14:44Wir können dieses Video doch auf unserem Instagram Kanal.
- 14:47Oh Gott, you so clever. Ja, den haben wir nämlich auch.
- 14:52Es gibt ein Insta, machen wir einfach jetzt fix, wir haben
- 14:55einen Insta Account jetzt, früher musstet ihr die
- 14:57Informationen über unseren Podcast immer über unsere
- 15:00anderen gar nicht dazugehörigen Insta Accounts herausfinden,
- 15:04jetzt aber gibt es den Insta Account im Bett mit Buch.
- 15:07Könnt ihr einfach so eingeben bei uns, da findet ihr aber
- 15:10eigentlich wird es mit unterstrichen geschrieben und
- 15:12dort findet ihr unsere Reals die Infos zu den neuen Folgen und
- 15:16alles was uns sonst irgendwie dazu einfällt, wie man so einen
- 15:20lustigen Social Media Kanal befüllen kann und vor allen
- 15:23Dingen freuen wir uns darauf, denn endlich haben wir den Ort,
- 15:26wo ihr uns auch entweder belobigen oder beschimpfen
- 15:30könnt, aber wenn ihr uns beschimpft, bitte im Wiener
- 15:32schmähen. Oh ja, bitte.
- 15:34Genau, sonst nehmen wir das gar nicht erst an.
- 15:37Und man kann ja im Wiener Schmäh auch nur beschimpfen.
- 15:41Das muss man dazu sagen. Und es klingt einfach so, so
- 15:43toll. Also ich persönlich Krieg toffi
- 15:45Knie, wenn ein Mann mit Wiener Schmäh spricht.
- 15:49Toffi Knie ist ein Ausdruck, den ich noch nicht kannte.
- 15:51Vielen Dank dafür, man kann sich es richtig vorstellen, das ist
- 15:55sehr schön. Die Bücher, die unsere
- 16:00österreichischen Autoren und Autorinnen aber schreiben, sind
- 16:03meistens nicht im Wiener Schmäh, sondern eher im Blütenreinem
- 16:07Hochdeutsch gefasst. Ich.
- 16:09Hab 1 dabei. Oh cool, sehr cool.
- 16:14Ich bin gespannt, was von dir kommt.
- 16:15Wir beide haben natürlich wie immer uns auch vorbereitet und n
- 16:19paar Bücher rausgesucht, über die wir reden wollen, denn es
- 16:21ist jetzt nicht so, dass uns das alles einfach so dazu fliegt.
- 16:25Und dieses Mal bin ich allerdings, was moniques Bücher
- 16:27angeht, relativ uninformiert. Ich glaube auch, du bist relativ
- 16:31uninformiert, was meine Bücher angeht und das macht sie ein
- 16:34bisschen spannender. Es ist nicht so, dass wir nicht
- 16:36nachgucken könnten, was der andere oder die andere in unsere
- 16:39Notizen reingeschrieben hat, aber manchmal denkt man sich
- 16:41nicht, ich lass mich überraschen, wer überrascht, wen
- 16:48darf ich anfangen. Du darfst anfangen.
- 16:50Okay ich würde gerne einfach. Es gibt so viele tolle
- 16:55österreichische Autoren, dass man sich wirklich entscheiden
- 16:57musste. Aber vielleicht machen wir
- 16:58einfach noch mal ne Folge über andere Bücher aus oder in
- 17:01Österreich, denn es gibt einen Autoren, über den wir, glaube
- 17:05ich, heute gar nicht sprechen werden, nur dass wir den Namen
- 17:07noch mal genannt haben. Daniel Kehlmann vergisst der
- 17:10Deutsche ja gerne, dass er Österreicher ist eigentlich, und
- 17:14Daniel Kehlmann ist ja unbestritten einer der.
- 17:16Derzeit größten zeitgenössischen.
- 17:18Deutschlands Foto mit Daniel Kehlmann Du.
- 17:20Hast ein Foto mit Daniel Kehlmann.
- 17:22Wer von euch beiden ist größer? Ich weiß nicht, wie groß ist
- 17:25Daniel Kehlmann eigentlich? Ich glaube, der ist so groß wie
- 17:27ich, OK. OK, also eine ordentliche Größe.
- 17:31Ja. Wo habt ihr euch getroffen?
- 17:34Das war in einem Arbeitskontext gewesen.
- 17:36OKOK siehst du, ich habe Daniel Kämann, glaube ich noch nicht
- 17:40treffen dürfen. Bin ein großer Fan meistens
- 17:43seiner Bücher, nicht immer. Es gibt auch Bücher, wo ich
- 17:45denke, UI, das war jetzt aber nicht so ein Burner, aber wie
- 17:50auch in der letzten Folge schon besprochen, historische Bücher
- 17:52sind mein Ding. Und Daniel Kehlmanns Till Ja.
- 17:56Ist. Ein Meisterwerk.
- 17:58Wie kann man so was schreiben, so was, vielleicht machen wir
- 18:02noch mal, wir machen ihn schon besprochen.
- 18:03Nein, haben wir nicht. Wir machen noch ne Folge.
- 18:05Wir machen noch ne Folge. Verzeiht, dass er heute nicht
- 18:07dabei ist. Jetzt möchte ich anfangen mit
- 18:10einem Autoren, der sogar in einem Buch geschafft hat, sehr
- 18:14viel über Daniel Kehlmann zu schreiben, denn sie sind
- 18:17eigentlich Freunde gewesen. Ich weiß nicht, wie die
- 18:19Freundschaft jetzt aussieht. Thomas Glavinic, auch ein großer
- 18:23österreichischer Autor, eher in der Vergangenheit.
- 18:26Man hat lange nichts mehr von Glavinic gehört, leider also
- 18:30seit den letzten, ich würde sagen, vielleicht 10 Jahre oder
- 18:33so, ist glaub ich kein Buch mehr von ihm rausgekommen und ich war
- 18:36immer schon n großer Fanboy und er schreibt so Herrlich über den
- 18:41Kehlmann in dem Buch Das bin doch ich, das ist ja so n
- 18:43Wiener. Also eigentlich sehr selbst
- 18:46zerfleischendes Buch über einen Autoren, der einfach mit seinem
- 18:48Buch fertig ist. Und es geht nicht weiter und
- 18:50sein bester Kumpel, der Daniel Kehlmann, der schreibt ihm immer
- 18:54nur 2 wöchentlich die Ergebnisse und die Veröffentlichungszahlen
- 18:57seines neuen Buches, und als es bei einer Dreiviertelmillion
- 19:01landet und seine Mutter dann sagt, Ja, aber Thomas, warum
- 19:04kannst du nicht auch mal n Buch schreiben wie der Daniel, Ich
- 19:06glaube, da hat die Freundschaft einen leichten Knacks, aber das
- 19:10ist nicht das Buch, worüber ich sprechen möchte, auch nicht über
- 19:12seine eigentlich. Das größere Wunder oder die
- 19:15Arbeit der Nacht, also die Bücher, für die er wirklich
- 19:18bekannt geworden ist, sondern ich möchte über 1 sprechen, was
- 19:21für mich unglaublich österreichisch ist in seiner
- 19:24Dreckigkeit, und das ist das Buch der Kameramörder es ist 1
- 19:29der fiesesten Bücher, die ich je in meinem Leben gelesen habe.
- 19:32Es erinnerte mich teilweise auch sehr an, ich weiß nicht, ob dir
- 19:36das was sagt. Der Film Funny Games von dem
- 19:38Harnecke ist ja auch einer der bittersten Filme.
- 19:41Und der Glavinic macht was ähnliches, denn wir erleben ein
- 19:46Wochenende aus der Sicht eines sehr technokratischen Ingenieurs
- 19:50wird er sein, der verbringt mit seiner Frau und einem
- 19:53befreundeten Ehepaar ein Wochenende auf dem Haus auf dem
- 19:55Lande und irgendwo in der Umgebung muss ein furchtbarer
- 19:59Mord stattgefunden haben, 2 Jungs wurden gezwungen, von
- 20:03einem Baum oder auf von etwas hohem in den Tod zu springen.
- 20:07Und der oder die Mörderin oder die Person, die also, die sie
- 20:11uns gezwungen hat, hat das auf Video aufgenommen und dieses
- 20:14Video an die großen deutschen Nachrichtenkanäle geschickt.
- 20:18Und während also die Suche nach dem Täter losgeht, erzählt in
- 20:24sehr, sehr trockenem Tonfall, also wirklich nicht literarisch
- 20:28geschrieben, unser ich erzähle, dieser Technokrat Ingenieur.
- 20:33Erzählt einfach, wie die Suche sich immer, immer, immer weiter
- 20:37eingrenzt auf genau das Gebiet, in dem sie gerade zu viert ihre
- 20:42Wochenende verbringen. Und das wird immer bedrohlicher.
- 20:45Es kommt immer, immer näher, die ganzen Polizei, cordons und
- 20:48Ketten, die sich also wirklich immer mehr diesem kleinen Dorf
- 20:50nähern, und das ist die eine Ebene und die andere Ebene, und
- 20:54das Macht das Buch so stark, es ist eine böse.
- 20:58Böse, böse Kritik an Sensationsjournalismus und eben
- 21:02nicht nur an dem Journalismus, sondern auch an dem Konsumenten,
- 21:05nämlich an uns, den Zuhörern und Zuschauerinnen, die ja solche
- 21:09Themen wollen. Denn die Frage, die sich die
- 21:12Nachrichtenredaktion stellen ist, können wir dieses Video
- 21:15senden, also ist das moralisch vertretbar?
- 21:19Und es ist natürlich klar, dass irgendeiner damit anfängt, weil
- 21:22sie sehen nur die Klicks. Also was heißt die Klicks des
- 21:25Buches noch weit vor etwas geschrieben worden, wo man von
- 21:28Klicks redete. Sie sehen die Zuschauerzahlen
- 21:31und es ist so gut wie der Glavinic in seiner bösen, bösen
- 21:36Art, einfach uns auch als Zuschauer.
- 21:40In die Haft nimmt und sagt, ihr seid es doch, ihr seid doch die,
- 21:43die diesen Dreck sehen wollt und ihr seid die, die im Endeffekt
- 21:47die die Fernsehsender überhaupt erst dazu ermächtigen, so eine
- 21:52Scheiße zu senden, denn an sich kann es nicht sein, dass so ein
- 21:55Video tatsächlich gezeigt wird und dann wird irgendwie von
- 21:59Nachrichtenwert geblubbert also einerseits haben wir diese sehr
- 22:02fiese, immer enger werdende Krimikette wer ist denn jetzt
- 22:06der Täter gewesen? Was mir sehr gefällt an dem
- 22:09Buch, denn der Glavinic ist ein äußerst erfahrener Autor und hat
- 22:12wirklich eine große Bandbreite Ansprache.
- 22:15Dass er in diesem Buch uneitel genug ist, sich so zu reduzieren
- 22:21auf die Sprache seines Protagonisten, das ist wirklich
- 22:24keine künstlerische, fein ziselierte, schöne Sprache, es
- 22:27ist wirklich ein sehr knapp und einfach gehaltenes technisches
- 22:33Deutsch, eher, was einfach so der Figur entspricht.
- 22:36Und ich finde es schön, wenn Autoren und Autorinnen ihre
- 22:39Eitelkeit runterschlucken können.
- 22:41Denn oftmals hat man Bücher über Figuren, die im ich Tonfall eine
- 22:46Sprache haben, wo man denkt, entschuldige, aber warum bist du
- 22:49jetzt nach 4 Jahren Schule direkt an der Supermarktkasse
- 22:52gelandet und hast trotzdem die Sprache, als ob du gerade den
- 22:55Nobelpreis gewonnen hättest? Hier schafft es slawinic
- 22:58wirklich. Sprachlich und figürlich exakt
- 23:02zu sein und neben allen anderen Büchern von ihm, die großartig
- 23:06sind, hat das den größten Eindruck auf mich gemacht.
- 23:10Krass harte Nummer, ja, aber das war jetzt mein Österreicher,
- 23:14mein erster, jetzt bin ich gespannt, mit wem du um die Ecke
- 23:19kommst. Ich, ich glaube, ich muss jetzt
- 23:21hier mal ein bisschen was lockeres, Flupfiges reinbringen.
- 23:26Was ja mein Österreich, also der das erste Buch, das mir
- 23:30tatsächlich dazu eingefallen ist, ist ein Buch gewesen, wo
- 23:35ich bei einer Lesung war und den Autor nicht nur habe lesen
- 23:39hören, sondern auch habe singen. Er hat auch gesungen, und er hat
- 23:45so einen wunderbaren Wiener Schmäh, das hatte ich sofort im
- 23:48Ohr, und ich habe tatsächlich auch beim Lesen die ganze Zeit
- 23:53seine Stimme im Ohr gehabt. Es war eine große Freude.
- 23:56Ich spreche von Michael Ostrowski, der auch als
- 24:00Schauspieler ja bekannt ist in dem Buch der Onkel und dieser
- 24:04Roman ist schon vorher verfilmt worden mit Michael Ostrowski
- 24:09eine Hauptrolle, warum auch? Nicht für pries.
- 24:11Und er sieht ja auch selber aus, wieso ein Wiener Schlawiner?
- 24:16Hast du ein Bild im Klappentext? Manchmal machen verlagert das.
- 24:21Ja, fantastisch. Fantastisch, oder?
- 24:24Der ist so ein Tausendsasser, der kann alles, er kann vor
- 24:27allen Dingen drüber reden. Und ja, also ich höre ihm auf
- 24:32jeden Fall sehr, sehr gerne zu und das ist ein wirklich sehr,
- 24:36sehr sweetes lustiges Buch, Ich schau mal an, also unsere
- 24:41Hauptfigur heißt Mike Mike Bitini Mike ist ein Streuner und
- 24:47ein Spieler und ein echter Halunke und.
- 24:50Und Hallodri und Weiberheld. Und der kommt nach 17 Jahren on
- 24:57the Road wieder nach Hause, und zwar in seinem alten Ford
- 25:03Escort, in dem er auch lebt, und in seinen weißen Lederboots.
- 25:09So also ich glaube, er hat alle ein Bild vor Ort.
- 25:12Aber sehr. Wie wie Mike dort ankommt?
- 25:15Er kommt zurück nach Wien, das ist ein Vorort von Wien.
- 25:18Es gibt einen Grund dafür, dass er zurückkommt, und zwar sein
- 25:21Bruder liegt im Koma und er fährt jetzt nicht ins
- 25:25Krankenhaus oder so, sondern er fährt direkt zur Villa seines
- 25:28Bruders, der sehr vermögend ist. Er ist Immobilienmakler,
- 25:32immobilienhändler, ja 1 von beiden und schleicht sich
- 25:37wirklich in diese Villa rein und hat ganz klar den Plan, er will
- 25:40den Platz seines Bruders einnehmen.
- 25:44Die Frau des Bruders Gloria findet das nicht so richtig
- 25:47schick, ja erstaunlich, also es ist wirklich erstaunlich, wenn
- 25:52wir weiter in die Geschichte reinkommen und übrigens die
- 25:54beiden Brüder, also er heißt Mike und sein Bruder heißt
- 25:57Sandro, und ich sage auch, das könnte genauso gut auch in
- 25:59Granatstadt spielen, Sandro und Mike.
- 26:02Von den Namen her sehr. Ja, also Gloria, die Frau von
- 26:07Sandro und Mike, unserem Hallodri.
- 26:10Unsere Hallodri Hauptfigur, die kennen sich auch schon von
- 26:13früher und na, man merkt schon, da war vielleicht was, da geht
- 26:16vielleicht auch noch was, also der Mike, dass dir eh nichts
- 26:19anbrennt. Gloria hat 2 Kinder zusammen mit
- 26:21Sandro, die sind beide jetzt so jugendlich, also die Tochter
- 26:25glaube ich 1516 der Junge ein bisschen jünger und der Mike
- 26:31schafft es einfach so binnen kürzester Zeit sich ins.
- 26:35Ins Herz dieser beiden Kinder rein zu schlawinern und er hat
- 26:40so ein ganz tolles Bild im Buch dafür.
- 26:42Er schleicht sich wie ein Habicht in den Hühnerstall, na
- 26:46wird es dann ja auch schon ganz klar, dass das irgendwie jetzt
- 26:51nicht nur so die lautersten Absichten sind, die.
- 26:56Die dahinter stecken. Das Buch ist.
- 26:58Darf ich eine Zwischenfrage? Ist er also, weil du das sagtest
- 27:02mit lautere Absichten, also ist er böswillig, hat er böse
- 27:06Absichten und er denkt einfach gar nicht nach und er ist halt
- 27:08Schlawiner und er will halt Spaß haben.
- 27:10Ja, das ist so ne Mischung dazwischen.
- 27:12Okay also er will die Jungs oder die die Teenagerkinder auch
- 27:16schon beeinflussen. Er will die schon beeinflussen.
- 27:19Okay das das, das will er auf jeden Fall.
- 27:21Und also, es gibt wirklich, es gibt so herrliche Szenen, dann
- 27:24auch so in der Nachbarschaft, ne, also der der, der, der
- 27:26nistet sich da wirklich ein und es kann irgendwie keiner was
- 27:28dagegen unternehmen und dann ist das eben auch so ne ganz ganz
- 27:32cleane Nachbarschaft, wo die eigentlich alle so auf und auf
- 27:34was macht denn dieses Auto da und so ne und der der wirbelt
- 27:37das alles auf, der bringt das alles durcheinander und es ist
- 27:40ihm wirklich jede Ordnung ist ihm scheißegal und das Ganze ist
- 27:43eben auch genauso geschrieben, also es ist lustig, es ist
- 27:46schnell und hat sprachlich so ne wilde Mischung.
- 27:50Zwischen Slang dann auch gerne mal irgendwie so Englisch, aber
- 27:55wirklich sauwitzig kann man nicht anders sagen.
- 27:58Slang, Wienerisch und ein bisserl Deutsch.
- 28:01Okay ich habe jetzt irgendwie fallkohle vor No Plastic mani
- 28:05Banken waren gegen ihn. Irgendwie irgendwie so in diese
- 28:09Richtung. Es ist schon, es ist ein
- 28:11bisschen albern. Was immer gut ist.
- 28:13Oh, das ist ein bisschen poetisch, also eine wirklich
- 28:16Sweet Mischung, um mal in der Sprache von Bilder zu.
- 28:20Hoch einer sehr geliebten österreichischen Fans zu bleiben
- 28:23und vor allen Dingen ist es sehr, sehr lässig.
- 28:27Also wenn Buch, das Spaß macht, keine größeren
- 28:34Wundenverletzungen, oder ja. Beeinflussung hinterlässt aber
- 28:38eben 1. Ist wirklich viel Spaß.
- 28:40Macht, und das sind doch genau die Bücher, die man ab und an
- 28:42braucht. Das klingt großartig, der Onkel
- 28:44der. Onkel von Michael Ostrowski.
- 28:46Michael Ostrowski und wo du Bilderbuch sagst, das ist ja
- 28:50auch eine von mir sehr geliebte Band.
- 28:52Weiß ich, hab ich dir erst mal erzählt.
- 28:53Mit diesem fand ich auch so schön darüber mal zu lesen, wenn
- 28:56es einfach Unterschiede zwischen dem österreichischen und den
- 28:59Deutschen gibt. Es gibt irgendwo ein Lied Oh
- 29:01Gott, frag mich jetzt nicht wie es heißt, aber auf jeden Fall
- 29:03sagt er glaub ich er holt sie mit dem Auto ab ja und dann sagt
- 29:06er gib mir deinen Lader. Nee, nee, nein, nein, da waren
- 29:09was. Anderes Lader.
- 29:10Na, wenn man was anderes damit. Ja, ich, das ist ja das Ding.
- 29:13Da ich denk, warte mal, du bist doch mit dem Auto da, warum
- 29:15willst du denn ihren Lader haben?
- 29:18Und irgendwann Baby, leih mir deinen Lader.
- 29:20Baby, leih mir deinen Lader genau und ich denke so, du bist
- 29:23doch schon im Auto und irgendwann tatsächlich in einem
- 29:26Interview sagte der Sänger vom Bilderbuch ja, ihr Deutschen
- 29:31das, wofür ihr das lange Wort Aufladekabel oder Ladekabel
- 29:34benutzt, das ist bei uns ein Lader, ich so ah mit er okay
- 29:39jetzt verstehe ich, ich hab gerät.
- 29:42Das ist, das ist das Zauberhafte, das ist Bungalow.
- 29:44Ja, ja, Bungalow. Zauberhaftes Lied, aber eben
- 29:49leider auch nur ein Lied. Und wir sind ja nicht im Bett
- 29:52mit Lied, sondern wir sind im Bett mit Buch, was tatsächlich
- 29:56auch on The Long Run viel, viel lohnenswerter ist.
- 30:03Von Bilderbuch Ich habe jetzt keinen, ich finde keinen
- 30:07sauberen Übergang, darum mache ich, wenn ich darf, mal eine
- 30:10kurze Zwischennummer und bitte nicht dich, weil das wäre
- 30:14sinnlos, denn wir beide machen es zusammen, sondern ich bitte
- 30:17allen, denen diejenigen, die jetzt hier zuhören sollten,
- 30:21vielleicht einfach mal in unsere Show Notes zu gucken oder auch
- 30:24auf unsere Seite im Bett mit Buch.
- 30:26De zu gehen, denn dort gibt es wirklich sehr fabelhafte
- 30:29Hinweise dafür, wie man uns. Uns unterstützen könnte, so man
- 30:35denn wollte. Und ihr wollt natürlich.
- 30:38Ihr wollt natürlich, wir freuen uns auf jeden Fall sehr.
- 30:41Wir machen die Arbeit, die wir hier machen, ich möchte sie gar
- 30:44nicht arbeiten nennen, aber wir machen das eh mit großer Freude
- 30:47und haben sehr viel Spaß daran, aber ihr wisst ja, wir leben in
- 30:50einer Welt der Penunzen. Und ab und an fallen auch Kosten
- 30:54für uns an. Abgesehen von Zeit.
- 30:57Und wir freuen uns immer, wenn ihr der Meinung seid, das ist
- 31:01doch unterstützenswert, was diese beiden jungen Menschen
- 31:04sich hier um Kopf und Kragen reden, während ich einfach im
- 31:07Autoslash im Bett liege, slash sitze und einfach mein Ding
- 31:11mache und mich darüber freue, was die so erzählen.
- 31:15Damit das Ganze aber auch ein bisschen mit Inhalt gefüllt
- 31:17wird, würde ich, wenn ich darf, ja zum nächsten Buch.
- 31:20Und ich möchte ein, wie sagt man das, Ich möchte ein Brett
- 31:24brechen, nein, das kann nicht sein, ich möchte das klingt
- 31:28komisch, ich habe auch keinen. Stein eine Lanze brechen.
- 31:30Danke. Ich wollte gerade sagen, ich bin
- 31:32ein Dünnbrettbohrer, was ich auch bin, aber ich wollte eine
- 31:34Lanze brechen für die vielfältige österreichische
- 31:38Verlagswelt. Es ist wirklich was ganz, ganz
- 31:41tolles, was Österreich sich da wirklich leistet.
- 31:44Wenn ich das richtig verstanden habe, gibt es richtiggehende
- 31:46Strukturförderungen des Staates auch für unabhängige Verlage,
- 31:50das hat Deutschland so nicht, also die deutschen Klein und
- 31:53Kleinstverlage, die auch unfassbar geile Arbeit machen
- 31:57müssen hier wirklich unter anderen finanziellen Bedingungen
- 32:00arbeiten, da ist Österreich n bisschen gnädiger, was natürlich
- 32:03dazu führt. Dass Verlage auch die
- 32:06Möglichkeit haben, wirklich Projekte zu machen, die
- 32:09vielleicht gar nicht so lohnenswert sind, sondern die
- 32:11einfach inhaltlich toll sind und neben diesen ganzen Verlagen,
- 32:15die es da gibt, also genannt, hatte ich ja schon die Muri,
- 32:18Salzmann Verlag, Wir hatten hier das Buch, Frau Schebester räumt
- 32:22die Welt auf. Im Muri Salzmann Verlag schon
- 32:24mal besprochen. Es gibt den Chernin Verlag, die
- 32:27unter anderem den wunderbaren Christopher Wurmdobler haben,
- 32:30der eigentlich Freiburger ist, aber in Wien lebt, 20 Jahre lang
- 32:33für den Falter dass das Wiener Stadtmagazin geschrieben hat,
- 32:36einen so geilen, campie, schwulen Humor hat, dass es
- 32:39einen Riesenspaß bringt, ihn zu lesen, also nur, falls es, falls
- 32:42ihr mal drüber stolpert, das Buch Reset.
- 32:44Es gibt auch andere Bücher von ihr, aber das Buch Reset ist ein
- 32:47Riesenspaß. Es gibt den tollen, tollen Visa
- 32:51Verlag, der hat eine Reihe gemacht namens Europa erlesen,
- 32:55da kann man zu jeder europäischen Großstadt oder
- 32:57Kleinstadt oder auch Region sind es sammelbänder wunderschön
- 33:01aufgemacht, dort findet man dann Literatur, Snippets, Gedichte,
- 33:06kurze Artikel, vielleicht auch mal n Songtext eben über diese
- 33:09Stadt oder diese Region. Es ist also wie eine Art
- 33:11literarischer Reiseführer in eine Stadt hinein, das ist der
- 33:15Visa Verlag. Es gibt andere tolle Verlage.
- 33:19Ich, wenn ich die Zeit habe, rede ich vielleicht doch noch
- 33:22über ein Buch aus dem Picus Verlag, es gibt den Milena
- 33:25Verlag, die die Annemarie Selinko wieder herausgegeben
- 33:28haben, eine alte Autorin, die so n bisschen wie die Wiki Baum
- 33:31schreibt, aber mein absoluter Lieblingsverlag und es tut mir
- 33:37leid für alle anderen österreichischen Verlage, ihr
- 33:39seid großartig. Aber der geilste Verlag von
- 33:41allen ist der Braumüller Verlag. Hallo braumüller, ich liebe
- 33:45euch, aber das wisst ihr auch, denn sie braumüllers haben es
- 33:49geschafft mir einen meiner absoluten Lieblingsautoren zu
- 33:52schenken, Patrick Tschand der ist nun Schweizer, also darum
- 33:54findet er leider in diesem Podcast in dieser Podcast Folge
- 33:57nicht statt. Sie haben insbesondere einen der
- 34:00spannendsten mitteleuropäischen Autoren überhaupt, nämlich jerji
- 34:04Kratochville. Von dem ein sehr alter Autor
- 34:08schon. Und ich bin ausgeflippt vor
- 34:11Freude, als ich sah, dass jetzt ein neues Buch von Geji
- 34:14Kratochwil erscheinen wird. Vielleicht kann ich auch mal
- 34:17über den Kratochwil reden, sie haben aber insbesondere so
- 34:22tolle, tolle österreichische Autoren genannt, seien hier
- 34:25einfach nur mal jetzt Stefan Soda oder Christian mehr es sind
- 34:29alles unbekanntere Autoren, also zumindest in Deutschland
- 34:32unbekanntere und ein Geschenk, dass wir die alle bekommen.
- 34:35Aber ein Buch, über das ich heute sprechen möchte, das ist
- 34:38auch ein österreichischer Autor, Bastian Kresser, ein im
- 34:42Vergleich zu den anderen Autoren, die ich genannt habe,
- 34:45etwas jüngerer Mann, und der hat schon einige Bücher geschrieben,
- 34:49die ich alle toll finde, aber er hat wirklich seinem Werk die
- 34:53Krone aufgesetzt mit dem Buch, als mir die Welt gehörte.
- 34:58Dieses Buch hat nichts mit Österreich zu tun, das muss ich
- 35:01schon mal dazu sagen. Aber Hey, er ist n
- 35:03österreichischer Verlag und ist ein österreichischer Autor und
- 35:05er ist fantastisch, denn er erzählt die Geschichte eines.
- 35:10Trickbetrügers des genialsten Trickbetrüger, den das 20.
- 35:14Jahrhundert glaub ich gesehen hat namens Viktor lustig.
- 35:17Diese Figur gab es wirklich, er war aber ein so genialer
- 35:20Trickbetrüger, dass man wirklich gar keine Ahnung hat aus seiner
- 35:22Biografie, was hier eigentlich stimmt und was nicht, denn es
- 35:25gibt sehr viele verschiedene Varianten seiner Biografie, die
- 35:28er selber gesteuert hat. Viktor Lustig muss ein Mensch
- 35:31gewesen sein, mit einem immensen Gehirnvolumen.
- 35:34Denn er hat es zum Ende seiner Lebenszeit wohl geschafft, 80
- 35:38Identitäten zu haben, die er alle im Kopf mit Backstory ins
- 35:43kleinste Detail. Und er konnte einfach wechseln
- 35:45von einer Identität in die anderen.
- 35:47Er hat Europa wie die USA gleichermaßen beschissen, ich
- 35:50glaube sein sein Meisterstück war es den so ne geile Idee, den
- 35:57Eiffelturm. An einen Pariser Schrotthändler
- 36:02zu verkaufen mit dem Hinweis, der wird jetzt abgebaut, wer
- 36:05will die Metallteile des alten, Oh mein Gott, das funktionierte
- 36:08so ein, dass er es gleich noch mal probierte, ja, das
- 36:12funktionierte nicht so gut, also schnell neue Identität zurück
- 36:15nach USA, er hat es sogar so weit gebracht, dass er sich
- 36:18dachte, Na mal gucken, ob ich Al Capone verarschen kann und um
- 36:24ein paar $1000 bringen kann, er konnte er.
- 36:27Er hat ihm das Geld sofort zurückgegeben.
- 36:29Gesagt, ja, ich wollt es nur mal probieren, also no sweat ne,
- 36:33eine so coole, eine so coole Figur, der also wirklich in in
- 36:38in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
- 36:41Europa und die USA unsicher gemacht hat.
- 36:44Manchmal ist man versucht, den irgendwie eine moderne Robin
- 36:47Hood zu nennen, was aber nicht so ganz stimmt, weil er kam
- 36:49nicht auf die Idee das Geld an die Armen weiterzugeben.
- 36:51Es war für ihn, er hatte aber auf jeden Fall, er sagte Ich
- 36:55betrüge keine armen Leute, also A ist das unmoralisch und B
- 36:58bringt es mich nicht weiter, denn die haben kein Geld, also
- 37:01nicht dass es sich für mich lohnt und es lohnt sich erst bei
- 37:04so reichen Leuten anzusetzen, die es gar nicht richtig merken,
- 37:08denen es auch egal ist, mehr oder weniger ob sie es verlieren
- 37:10oder nicht. Und was der Bastian Kresser so
- 37:13Schönes Macht in diesem Buch, er erzählt das Ganze als
- 37:16Autobiografie und lässt Viktor lustig aus seinem eigenen Leben
- 37:19erzählen. Aber er ist der unzuverlässigste
- 37:23Erzähler der Weltgeschichte, er fängt an zu erzählen aus seiner
- 37:26Kindheit, und man liest über seine Kindheit und dann, nach 10
- 37:29Seiten, schreibt er dann nach 20 Seiten.
- 37:32Na ja, gut, also das ist jetzt die Variante, die ich nur den
- 37:34Leuten erzähle, die eigentlich das hören wollen.
- 37:36Eigentlich war es ganz anders und man hat nicht die geringste
- 37:39Ahnung, was hier eigentlich stimmt aus seinem Leben und was
- 37:42nicht. Und wenn man mal probiert, n
- 37:43bisschen die Fakten nachzuforschen, dann merkt man
- 37:45auch, es gibt relativ wenig gesicherte Daten.
- 37:49Also man weiß ungefähr, wann er geboren ist und auch ungefähr
- 37:52wo, aber die Umstände seiner Kindheit und Jugend weiß man
- 37:55nicht. Man weiß natürlich anhand seiner
- 37:56Kriminalakte einige Sachen, die er gebracht hat und man weiß,
- 38:00dass er am Ende. Auf Alcatraz glaub ich
- 38:04tatsächlich saß und dort leider an einer Krankheit zugrunde
- 38:09ging. Also es war jetzt kein Happy
- 38:12End, aber ein so geiles Leben und von dem Bastian Kresser mit
- 38:16so viel Werf und Spaß geschrieben, dass es eine wahre,
- 38:21wahre Freude ist. Und das ist so n bisschen jetzt
- 38:23vielleicht auch was du meintest. Auch mit dem Ostrowski.
- 38:26Es ist jetzt kein Buch, was uns irgendwie tiefe Wahrheiten
- 38:28widerspiegelt und was uns irgendwie weiterbringt auf
- 38:32unserer philosophischen Suche nach dem schönen und guten,
- 38:35sondern es bringt einfach nur verdammt viel Spaß, es zu lesen.
- 38:41Also, das war sozusagen meine Lanze, die ich gebrochen habe,
- 38:44nicht nur für Bastian Kresse, sondern für.
- 38:47Alle großartigen kleinen österreichischen Verlage, die so
- 38:50viel liebevolle Arbeit machen, Jahr für Jahr uns mit tollen
- 38:53Büchern beschenken und insbesondere verzeiht es ihr
- 38:56lieben anderen Verlage. Der Braumüller Verlag, aber man
- 38:59muss einfach einen Liebling haben und das ist der Braumüller
- 39:01Verlag ich. Würde jetzt auch gerne mit einem
- 39:06kleinen österreichischen Verlag weitermachen, aber ich?
- 39:11Bin dann doch bei einem bekannten Autor und einem
- 39:14bekannten Verlag. Wenn ich jetzt wieder
- 39:17übernehmen. Will aber ich bitte drum, ich
- 39:19bin, ich muss was trinken. Ja, trink was.
- 39:21Und ich fang an. Ich fang mal an über das nächste
- 39:25Buch zu reden, also eigentlich, eigentlich wollte ich als
- 39:28zweites Buch Elias Canetti die Blendung nehmen, eine ganz tolle
- 39:32Geschichte dazu, und dann also, ich sitze quasi im, war ein
- 39:36Wochenende in in in Kassel gewesen.
- 39:38Er sitze im Zug nach Kassel, hole den Canetti raus, Google
- 39:43noch mal ein bisschen, stelle fest, der ist ja gar kein
- 39:44Österreich, sondern ein bulgarisch britischer Autor.
- 39:50Und Bulgarien war auch nie Teil von K und K.
- 39:53Oder also dass man das so hätte irgendwie drehen.
- 39:56Können und das Spiel zwar in Wien, aber Canetti war im Grunde
- 39:59viel stärker von Berlin beeinflusst, als er das
- 40:02geschrieben hat, so dass ich dachte.
- 40:04Also wir finden auf jeden Fall eine Gelegenheit, dass ich über
- 40:06die Blendung reden kann. Das ist eine gute Geschichte,
- 40:09dazu aber heute für Österreich wird es das nicht sein und dann
- 40:14war ich quasi in Kassel, wusste ich muss ja noch mal was mit
- 40:21einem österreichischen Autor, eine österreichische Autorin,
- 40:23ich brauche noch ein zweites Buch und wie es dann so ist,
- 40:26wenn man so fokussiert ist. Also ich habe auch nicht an
- 40:29Bücher gedacht, die ich schon im Schrank habe, ich habe quasi
- 40:31immer nur an neue Bücher gedacht.
- 40:33Und an dem Sonntag, an dem wir zurückgefahren sind.
- 40:36Es war furchtbar verregend ich war klitschnass, weil weil sich
- 40:40so tiefe Pfützen gebildet haben und ein Auto durchgebrettert ist
- 40:43und mich wirklich zur Hälfte komplett geduscht hatte.
- 40:46Ich wollte gerne einen einen ICE Platz mit Sitzheizung, die gibt
- 40:50es aber komischerweise gar nicht.
- 40:53Was ja erstaunt, sonst bietet doch die Deutsche Bahn alles,
- 40:55was das Herz begehrt. Und ich war vorher noch in einem
- 41:00tatsächlich ganz, ganz anständig sortierten Bahnhofsbuchhandel
- 41:04und habe da ein Buch entdeckt von einem Autor, wo ich wusste,
- 41:08der ist Österreicher, das nimmst du jetzt mit, und wahrscheinlich
- 41:11passt es auch irgendwie ganz gut zu deiner pitschnassen Laune.
- 41:16Das Buch, das ich gekauft habe, ist von Robert Seetaler und es
- 41:20heißt das café ohne Namen im. Autor Bestsellerautor, ja,
- 41:24vielleicht habt ihr das Buch schon gelesen oder zumindest
- 41:27habt ihr bestimmt schon was von der Trafikant gehört.
- 41:29Das hatte ich auch schon mal gelesen und das Buch war super
- 41:34gut geeignet, um eine pitschnasse Rückreise von Kassel
- 41:38nach Berlin zu überbrücken. Ich war am Ende der Fahrt dann
- 41:41auch fertig mit dem Buch. Aber was auf der Rückseite
- 41:44steht, dass es 283 Seiten reines Leseglück waren, würde ich jetzt
- 41:49nicht so sagen. Aber lass mich mal vorne
- 41:53anfangen. Es spielt in Wien von 1966 und
- 42:01ein ja ein da nicht mehr so ganz junger Mann Robert, warum auch
- 42:07immer. Als sich das überlegt hat, der
- 42:09Robert Sitana Robert möchte ein. Kaffee aufmachen also,
- 42:13vielleicht hat er ja auch wirklich einen Kaffee gehabt,
- 42:14ich weiß es gar nicht und macht es auch auf und kann sich nicht
- 42:18für einen Namen entscheiden und deshalb bleibt es eben das
- 42:20Kaffee ohne Namen. Was Schönes als Name finde ich.
- 42:26Oder das Kaffee ohne Namen ja ein bisschen schwierig, wenn man
- 42:29sich verabredet und sagt, lass uns doch einen Kaffee ohne Namen
- 42:31treffen. Ja, ja, ja, okay.
- 42:35Also ich fand es okay. Das sind quasi also dieses café
- 42:42existiert 10 Jahre lang, von 66 bis 76, und diese 10 Jahre sind
- 42:46wir mit dabei. Es ist ein café für einfache
- 42:51Leute, für auch so ein bisschen, die Leute, die jetzt irgendwie
- 42:54vom Aufschwung nicht profitieren, die vielleicht auch
- 42:57eher so zu den Verlierern der Gesellschaft gehören, da bin ich
- 43:00mir gar nicht so ganz sicher, und?
- 43:04Ich fand, es hätte genauso gut 1928 spielen können oder
- 43:06irgendwie direkt in der Nachkriegszeit.
- 43:08Also man merkt kein bisschen was, also ich fand tatsächlich
- 43:11nicht wirklich von dem Aufbruch, also von irgendwie 68 oder von
- 43:15den schrillen Siebzigern oder so und auch den, den also gerade so
- 43:20die Kunstszene in in in Wien in den Siebzigern war dann ja
- 43:23wirklich schon auch wirklich bedeutend und schillernd.
- 43:26Also all das spielt da überhaupt gar keine Rolle.
- 43:28In diesem Sinne ist es irgendwie zeitlos und so ist es auch
- 43:31geschrieben, um nicht zu sagen ganz bisschen altmodisch.
- 43:35Ja, also wer das mag ist hier genau richtig, ne und es
- 43:41passiert auch nicht so wahnsinnig viel und wer jetzt
- 43:44sagt ja, aber da draußen passiert ja immer so wahnsinnig
- 43:47viel, der ist mit dem Buch auch richtig gut versorgt, weil da
- 43:50drin passiert nicht so viel. Und das in so gemütlich
- 43:53altmodischer. Sprachen in gemütlich
- 43:56altmodischer Sprache, ja. Es gibt mal n Feuer und da
- 44:00stürzt meine Brücke ein. Also was so drumherum passiert
- 44:03und dann gibt es so n bisschen ja so Beef unter den
- 44:09Cafébesuchern und Besucherinnen und ja vielleicht noch was, was
- 44:13so von der Erzählweise her interessant ist.
- 44:16Also es gibt n Hauptfokus auf Robert und auf seine
- 44:19Gedankenwelt und es gibt dann aber immer wieder Kapitel da.
- 44:25Belauscht man im Grunde ein ein ein Gespräch zwischen 2
- 44:30weiblichen Gästen des cafés, sind auch immer die gleichen.
- 44:34Merkt man mit der Zeit, die sich über das Zeitgeschehen, naja,
- 44:39ich würde über Zeitgeschehen, über ihr Leben unterhalten, also
- 44:42so ganz belanglose Sachen Kaffeegespräche halt, das fand
- 44:45ich eine, das finde ich eine sehr hübsche Idee, das Ganze so
- 44:48zu machen und irgendwann passt. Passiert halt das, was eben
- 44:53vielen passiert. Es wird verkauft und das café
- 44:58muss zumachen und dann ist das Buch Halt auch zu Ende.
- 45:02Ging nach einem verdammt unbefriedigenden und da war halt
- 45:07Schluss und dann haben wir halt was anderes gemacht.
- 45:11Also es ist also es hat viel Milieu, das ist schon auch ein
- 45:16bisschen schön. Es hat viel Klischee.
- 45:21Aber ich kann euch tatsächlich nicht genau sagen, worum es
- 45:23geht. Ich habe mir dann auch noch so
- 45:26Kritiken durchgelesen, Kritiken von Leserinnen, und da waren
- 45:30viele begeistert davon, einfach gerade weil nichts passiert oder
- 45:34weil das passiert, also weil was passiert, was im Leben auch so
- 45:37irgendwie, dann geht halt ein café, Ach, heute ist die Miezi
- 45:40nicht da, also es gibt keine Miezi.
- 45:41Ja. Und es gibt ein Himbeer Soda.
- 45:47Und der ist schon wieder betrunken.
- 45:48Also, aber ja. Also sehr alltäglich.
- 45:52Sehr alltäglich. Was ja seinen Reiz haben kann.
- 45:55Was haben Reiz haben, also kommt drauf an in der Situation, in
- 45:58der man gerade steckt. Ich muss zugeben, der Robert
- 46:03Seethaler ist für mich so ein bisschen so ein Phänomen, denn
- 46:08mir ging es so wie dir jetzt nicht beim Kaffee ohne Namen,
- 46:11das habe ich jetzt nicht gelesen.
- 46:14Aber bei anderen Büchern, wo man denkt, so, ja waren, war nett so
- 46:22Next One, Please und er ist ja ein riesiger Hit, also wirklich,
- 46:29Leser und Leserinnen lieben ihn, ich kann es auch verstehen, was
- 46:33Sie daran lieben, es ist halt nicht meins.
- 46:36Ja, so so ging es mir auch. Ich hatte vor ein paar Jahren
- 46:39der Trafikant gelesen, einfach weil es auch so, ich dachte
- 46:43also. Ne, das ist das Buch, das man
- 46:44jetzt lesen muss, auch das und war auch so.
- 46:48Also ja, die Story verstehe ich, ich verstehe auch, was man dran
- 46:52finden kann, aber es es es bringt in mir nicht die Seiten
- 46:57zum Klingen, die ich so gerne fühle, wenn ich lese.
- 47:00Und das war jetzt noch mal ein Versuch.
- 47:01Aber ich glaube, wir wir matchen dann halt einfach nicht so sehr
- 47:04miteinander. Aber das hat dich zumindest von
- 47:06Kassel bis nach Berlin. Ich habe mich.
- 47:07Von Kassel nach Berlin gebracht und ich war auch trocken, als
- 47:10ich Berlin war. Was muss man sagen?
- 47:11Und das muss man dem Buch wirklich mal auch wirklich.
- 47:13Danken vielleicht an diesem Buch.
- 47:16Genau. Das also, liebe Leute, war
- 47:21Robert Sethaler das café ohne Namen, was Monique trocken
- 47:26hinterlassen hat. Und das ist nicht das
- 47:30Schlechteste. Das ist wirklich nicht das
- 47:31schlechteste und ich kann aus eigener Erfahrung sprechen.
- 47:35Es gibt viele Bücher, die haben mich nicht über eine Zugfahrt,
- 47:40Zugfahrt hinweg gerettet, sondern wo man schon nach 20
- 47:43Seiten dachte, nee, ganz das kann ich nicht, eine Seite
- 47:47weiterlesen, da bin ich ja schon dankbar, wenn es etwas ist, wo
- 47:50man denkt, Oh OK, das Schlubber ich jetzt einfach weiter durch
- 47:52und. Hat mich jetzt nicht
- 47:54weitergebracht, aber zumindest unterhalten.
- 47:57Durchschlubbern kann man das ganz prima, das ist jetzt nicht
- 48:01das Thema, aber wartet nicht auf eine große Überraschung oder
- 48:05Erkenntnis oder so schlubbern halt schlubbern.
- 48:10OK. Dass, wo dieses Buch erschienen
- 48:15ist, erfahrt ihr natürlich wie immer in unseren Shownotes.
- 48:18Wie auch alle anderen Hinweise dort stehen, werden dank unseres
- 48:24großartigen Produzenten Götzes, der also nicht nur hier
- 48:27probiert. Das vom Ton her hinzubekommen,
- 48:30was wir 2 uns mit Bewegungen immer in das Mikro reinpusten
- 48:34oder eben nicht pusten, sondern auch noch solche administrativen
- 48:37Arbeiten übernimmt, weil wir beide uns dafür einfach zu fein
- 48:41sind. Also 1000 dank dafür für Götzens
- 48:45Arbeit und ich würde gerne noch einen richtigen Wiener
- 48:54besprechen, wenn ich ja. Und auch hier sind wir wieder in
- 48:58einem kleinen österreichischen, unabhängigen Verlag gelandet,
- 49:02dem Picus Verlag. Auch der einer der wirklich
- 49:06tollen Verlage aus der österreichischen Verlagswelt,
- 49:08die ihr alle kennenlernen könnt. In der Feel Austria Week also
- 49:13schaut es euch einfach an. Feel Austria Week, Wir werden
- 49:15die links auch noch in unsere Shownotes setzen, ich möchte
- 49:19über ein Buch reden von Thomas Saudner das Buch heißt nur 2
- 49:24alte Männer und und es ist letztendlich genau das, was es
- 49:28ist, was es im Titel beschreibt. Es sind nur 2 alte Männer, und
- 49:33was passiert, ist fantastisch. Wir haben 2 Protagonisten, die
- 49:37sind Nachbarn, der eine ist ehemals berühmter Fotograf
- 49:41gewesen, dem geht es wirtschaftlich wirklich super,
- 49:44lebt in einer Riesen Villa. Knabbert so n bisschen an seiner
- 49:49eigenen Bedeutungslosigkeit. Mittlerweile also hat schon
- 49:51lange keiner mehr ne Ausstellung über ihn machen wollen und also
- 49:55ihm geht es gut, alles in bester Ordnung, aber er ist halt
- 49:57einfach nicht mehr der Hot Shot der er mal war.
- 49:59Ich nehme an er wird vielleicht so Anfang 80 sein und er hat
- 50:03einen der ist sehr knarzig, sehr Wienerisch, der beißt eigentlich
- 50:07alle weg und findet alles immer ist schmähernd ist alles
- 50:10Blödsinn, es braucht auch kein Mensch was du hier machst und
- 50:12also auf jeden Fall einer von den Wienern wo man merkt, OK
- 50:15irgendwo da drunter ist auch n Herz verdeckt, aber du musst
- 50:17dich erstmal da wirklich erstmal diesen erstmal diese knarzigkeit
- 50:20abkratzen und ihm zur Seite gestellt wird sein Nachbar, der
- 50:25ist das genaue Gegenteil, der ist ein Lebenslustiger war er
- 50:29ehemaliger, war er Bauchtänzer oder Tanzlehrer oder nur
- 50:32tanztänzer er ist auf jeden Fall die komplett andere Figur, er
- 50:36ist lebenslustig, er ist outgoal.
- 50:39Vor meinen Augen ein wie wie sehr er, ein typischer Wiener.
- 50:42Bauchtänzer aus in fortgeschrittenem Alter also.
- 50:46In diesem Falle ist er ein Wiener Bauchtänzer mit
- 50:48Migrationsgeschichte. Also er sieht nicht aus wie ein
- 50:51typischer Bioösterreichischer Wiener und die beiden Leben also
- 50:56schon lange wirklich Garten an Garten und es gibt einen Baum,
- 50:59der diese beiden Gärten trendelst so n schönes Bild,
- 51:01weil beide diesen Baum unabhängig voneinander nutzen,
- 51:05um sich einfach mal dran zu lehnen und mal lehnt Halt der
- 51:07eine dran von der einen Seite, mal der andere von der anderen
- 51:09Seite. Und die beiden verbringen
- 51:11einfach so ihre Tage in der Rente und der der der Tänzer.
- 51:15Der lebenslustige probiert also immer so ein bisschen so diesen
- 51:19alten Fotografen auch mal so ein bisschen zu bewegen, mal wieder
- 51:21was zu machen und mal so ein bisschen am Leben teilzunehmen,
- 51:23so in das Leben dieser beiden stürzt plötzlich eine aus ihrer
- 51:28Sicht heraus junge Frau, die wird so Anfang 50 sein, diese in
- 51:33Anführungsstrichen junge Frau hat am Todesbett ihrer Mutter
- 51:36erfahren. Kind, dein Vater, von dem du
- 51:40immer dachtest, das ist dein Vater, das ist er gar nicht.
- 51:44Dein Vater ist eigentlich dieser berühmte Wiener Fotograf und das
- 51:50möchte jetzt also unsere Heldin mit Anfang 50 rausfinden, ob dem
- 51:54wirklich so ist. Und sie schleicht sich unter
- 51:57einem Vorwand, dass sie also irgendwie forscht über seine
- 51:59Fotos und so weiter und es gäbe doch in der Stadtbibliothek und
- 52:02ne Ausstellung und Doppel n Interview und so weiter auf
- 52:04jeden Fall schleicht sie sich in das Leben.
- 52:06Der grantige Fotograf findet das alles erstmal ziemlich unnötig,
- 52:09aber unser Tanzlehrer denkt sich, juhu, ein neuer Mensch,
- 52:12toll und es beginnt eine zauberhafte Freundschaft
- 52:16zwischen diesen dreien, währenddessen halt die Tochter
- 52:20in Anführungsstrichen probiert rauszufinden, ob dieser Fotograf
- 52:23wirklich ihr Vater ist oder nicht, was diese Dynamik
- 52:27zwischen diesen dreien ist. Wunder wunderschön und dann
- 52:30passiert etwas so Geiles. Vollkommen unerwartet taucht
- 52:37plötzlich ein großes Raumschiff über der Erde auf, die nicht nur
- 52:42für unsere Wiener zu sehen ist, sondern von der ganzen Erde.
- 52:45Und sie kommunizieren mit den Menschen.
- 52:49Und sie probieren also, der Menschheit mitzuteilen, Hallo,
- 52:52wir haben jetzt über Millionen von Jahre oder was auch immer
- 52:54auf Eure Erde aufgepasst und auch auf euch und ihr seid jetzt
- 52:57mittlerweile für uns ungefähr im Teenager Alter gelandet.
- 53:00Liebe Menschen, wir lassen euch jetzt alleine, ihr müsst jetzt
- 53:04selber klarkommen, wir geben euch nicht viel Jahre, denn wir
- 53:07wissen ja, wie Scheiße drauf ihr seid und wie gut ihr es könnt,
- 53:10eure Welt so zerstören, aber falls ihr noch fragen habt.
- 53:13Fragt sie uns und dann geht es natürlich los, die Menschen, oh
- 53:16Gott, wie entscheiden wir uns, wer ist denn unser Sprachrohr
- 53:18und wir sind zwar nur 5 Leute, aber wir haben 12 verschiedene
- 53:21Meinungen und dann gibt es also Fragen, die gestellt werden, das
- 53:24Raumschiff, diese Außerirdischen erklären uns dann auch die Welt,
- 53:27nur egal was sie sagen, es kommt dann bei den Menschen schon
- 53:29wieder gleich in 500 anderen verschiedenen Interpretationen
- 53:31an und die Menschheit zerstreitet sich hoffnungslos
- 53:34über dieses Schiff und das Schöne ist, es interessiert
- 53:38unsere 3 die beiden alten Männer und die 50 jährige Frau 0.
- 53:42Das ist total unbeeindruckt davon.
- 53:44Ich meine, das ist das einsteinste Erlebnis seit Jesus
- 53:47oder was auch immer und die so ja geh ja raumschiff du.
- 53:51Aber wo waren wir gerade noch, machst du noch ein These so
- 53:56schön es ist ein so heiteres, wunderbar lebenslustiges,
- 54:01lebensfrohes Buch, was natürlich auch.
- 54:06Nee, ich will es gar nicht spoilern, wie es endet.
- 54:07Es ist einfach so wunderschön und man hat es auch schnell
- 54:11durch, das muss ich zugeben, es ist jetzt wirklich kein dicker
- 54:13Schinken und auch wieder 1 der Bücher, die uns nicht auf der
- 54:17philosophischen weiten Suche irgendwie weiterbringen, wobei
- 54:20ehrlich gesagt doch vielleicht n bisschen denn dieses
- 54:23Lebensgefühl, was sich einstellt bei den beiden oder bei den
- 54:27Dreien dann. Das bringt einen schon weiter.
- 54:29Und auch diese Gelassenheit, einfach mal Sachen kommen zu
- 54:33lassen und einfach dieses einfach mal nicht beeindruckt zu
- 54:35sein von irgendetwas, was augenscheinlich eigentlich sehr
- 54:38beeindruckend ist. Ich habe so viel Freude an
- 54:42diesem Buch gehabt und das danke ich persönlich wirklich dem
- 54:45picus Verlag, dass sie also den Thomas Sautner dort
- 54:48herausgegeben haben mit dem Buch nur 2 alte Männer.
- 54:54Und es gäbe noch so viele andere österreichische Bücher, für die
- 54:57ich reden wollte. Aber ich sehe schon in die Augen
- 55:00von Götz und dass er wirklich einfach nur noch denkt, Kind,
- 55:02dass ihr redet und redet, wer soll denn den Strom bezahlen?
- 55:10Aber. Bevor wir, glaube ich, aufhören
- 55:14zu reden, gibt es eine Premiere. Es gibt eine Premiere.
- 55:20Nee, also nee, nee, es. Es gibt was anderes.
- 55:26Es gibt was anderes. Es.
- 55:27Gibt was anderes. Also eigentlich kommt ja am Ende
- 55:31jeder Folge unsere beliebte Rubrik, das Buch fürs Bett und
- 55:38da hast du ja lieber Kurt, ganz häufig sehr schmale Bücher.
- 55:42Vorgestellt. Und argumentiert, warum die sich
- 55:47besser besser im Bett lesen und man sich keinen Nasenbeinbruch
- 55:53holt und es einem müde aus der Hand fährt.
- 55:55Und wir haben schon einige unserer Hörerinnen und Hörer mit
- 55:59ihren Empfehlungen gehabt, aber ich glaube, heute nennen wir
- 56:02diese Rubrik Mal um und zwar würde ich dann jetzt auch was
- 56:06empfehlen in der neuen Rubrik in der einmaligen Rubrik, die es
- 56:10nur heute gibt, die Konsumation zur Nächtigung.
- 56:17Entschuldigung, es ist wunderschön.
- 56:20Gut die Konstellation zur Nächtigung.
- 56:23Ich bin gespannt, was du zu sagen hast.
- 56:26Österreich ist so Scheiße okay. Und wir waren ja jetzt wirklich
- 56:30weit weg von allen Klassikern gewesen und ich dachte.
- 56:35Ich überrasche dich mal mit einem Klassiker und es ist ganz
- 56:38in deinem Sinne. Es ist ein wirklich sehr, sehr
- 56:40schmales Buch, sehr, sehr schmal.
- 56:42Ich glaube, es sind 70 seiten oder 90 oder so was, man kann es
- 56:45also prima vor dem Einschlafen lesen und es ist ein Autor, zu
- 56:51dem wir beide ein sehr zwiegespaltenes Verhältnis
- 56:54haben. Ich rede von Franz Kafka, so
- 56:58meine Lieben. Meine Empfehlung zur Konsumation
- 57:02bevor ihr schlafen geht zur Nächtigung ist Franz Kafka die
- 57:07Verwandlung. Die Geschichte ist wirklich
- 57:09eigentlich in einem Satz erzählt.
- 57:12Gregor Samsa wacht eines Morgens auf und beobachtet sich dabei,
- 57:17dass er sich in ein ungeheures Ungeziefer verwandelt,
- 57:22verwandelt hat, und ja, das ist auf 70 Seiten ausgebreitet.
- 57:30Wow. Danke.
- 57:34Und man kann doch so nicht arbeiten.
- 57:38Kurt, Wie soll ich denn dabei ernst sein?
- 57:41Ich habe dieses Buch selber einmal gelesen, und zwar direkt
- 57:44vor dem Schlafengehen, bin dann eingeschlafen und bin habe in
- 57:52der Nacht einen einen Traum gehabt, weil ich.
- 57:55Das Gefühl hatte ein riesengroßer, 2 Meter großer
- 57:58Marienkäfer kommt in mein Schlafzimmer gekrabbelt und
- 58:03kippt sich sozusagen an meinem Futonbett, das ich damals hatte,
- 58:06mit 20 an der Seite so hoch, bis er aufrecht dasteht.
- 58:11Und ich konnte. Kennt ihr Marienkäfer, die unten
- 58:13diese ganzen Rillen und so haben, die konnte ich alle
- 58:16sehen, die waren riesig, weil der war jetzt 2 Meter groß und
- 58:19fällt sozusagen auf mein Bett drauf, und ich bin schreiend
- 58:22aufgewacht, die Hände nach oben und.
- 58:24Und was passiert war, war, dass mein Freund nach Hause gekommen.
- 58:29Entschuldige. Und ich wünsche euch natürlich
- 58:34überhaupt gar keine schlechten Träume oder sowas.
- 58:37Aber es war jetzt auch kein, es war kein Abtrum, es war einfach
- 58:40unglaublich intensiv und es hat mich sehr mit diesem Buch
- 58:43verbunden und das fand ich schon besonders.
- 58:47Also wenn ihr am nächsten Tag nichts vorhabt, wenn ihr keine
- 58:49Prüfung schreibt. Wenn ihr nicht irgendwie um 4
- 58:52raus müsst und eine lange Autofahrt nach Rimini vor euch
- 58:57habt, sondern einfach denkt, ja, morgen ist halt auch noch ein
- 59:00Tag, was mache ich denn jetzt? Dann könnte die Verwandlung
- 59:03vielleicht genau das richtige Buch für euch sein.
- 59:06Großartig, Monique für diese Buchempfehlung zur Konsumation
- 59:10für die Nächtigung, ja. Ich danke dir sehr, von einem
- 59:15Autoren, zu dem ich zumindest überhaupt gar kein zwiespältiges
- 59:19Verhältnis habe. Ich finde, es ist das
- 59:21Furchtbarste, was der deutschen Literaturgeschichte je passiert
- 59:24ist. Nach Josef von Eichendorff Ich
- 59:27glaube just dieses Buch, Die Verwandlung, was heißt Buch,
- 59:31Büchlein, Die Verwandlung, das ist natürlich literarisch
- 59:34brillant, das muss ich zugeben, also ich, ich mag ihn einfach
- 59:37persönlich nicht. Und ich mochte vor insbesondere
- 59:40meinen Deutschlehrer nicht, bei dem wir das Durchnehmen mussten.
- 59:43Und ihr redet hier oder nicht ihr.
- 59:45Ich rede ja, aber also ein ein Buchhändler, der Literatur
- 59:48studiert hat, und ich habe einmal in meinem Leben eine 5 in
- 59:52Deutsch bekommen, danke, Kafka war geil, aber ich finde es eine
- 1:00:00großartige Idee, tatsächlich für die Konfirmation zur Nächtigung.
- 1:00:06Denn das ist glaub ich sehr, sehr spannend was so n schmaler
- 1:00:09Text von Kafka im Unterbewusstsein auslösen kann.
- 1:00:12Und vielleicht war es auch das, dass ich das als 1817 jähriger
- 1:00:15irgendwie scheiße fand, weil es ist schon düster, es ist schon,
- 1:00:19es ist schon wirklich, also alles von ihm hatte irgendwie
- 1:00:23meiner Lebensfreude nicht richtig Zuspruch gegeben.
- 1:00:29Ja, wir machen mal. Wir machen mal ne Folge
- 1:00:31Lebensfreude und reden dann über Kafka.
- 1:00:34Wir aber auf der anderen Seite sind natürlich sehr gespannt.
- 1:00:37Vielleicht könnt ihr uns sagen, was ihr über Kafka haltet,
- 1:00:40überhaltet vor allen Dingen von Kafka haltet oder über Kafka
- 1:00:44denkt. Ihr merkt, es ist das Ende der
- 1:00:46Stunde erreicht, wir können mit unseren Wörtern gar nicht mehr
- 1:00:48so umgehen, wie wir es noch vor 60 Minuten tun konnten und
- 1:00:51dementsprechend würde ich. Sagen ja, es ist Zeit für n
- 1:00:53Marillenschnaps und n Germknödel.
- 1:00:57Und wenn wir schon kein Buchtelmatinee bekommen, dann
- 1:00:59machen wir halt jetzt unser eigenes Buchtel Soiree hier.
- 1:01:03Sehr gute Idee. In dem Sinne sage ich bussi
- 1:01:06Papa. Sag es noch mal.
- 1:01:09Bussi Papa, Oh kleine Geschichte da, weil ich das so geil fand.
- 1:01:13Ich hatte in Wien einen Kumpel besucht, der hatte ein Praktikum
- 1:01:15gemacht. Und bei irgendeinem Büro.
- 1:01:19Und er kriegt halt immer mit, wie die Leute telefonierten.
- 1:01:21Und er fragte sich die ersten Tage immer, das kann doch nicht
- 1:01:24sein, dass die alle andauernd mit ihrem Vater sprechen, warum
- 1:01:27sagen die denn immer bussi Papa, bis irgendjemand immer darauf
- 1:01:30hingewiesen hat, was es eigentlich heißt und seitdem
- 1:01:33liebe ich das bussi Papa. Dann sag ich mal ciao und Papa.
- 1:01:37Bis bald. Ciao, ciao, ciao.
- 1:01:44Im Batman Buch ist eine Produktion von irgendwas ist
- 1:01:47immer Konzept und Produktion. Götz Gring Modalma Redaktion und
- 1:01:52Hosts Moni, Lukas und Kurt von Hammerstein.