Latest / Rheinpegel - der Düsseldorf-Podcast / Chefs in Town - wie Düsseldorf zum Hotspot der Kulinarik werden soll
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- Mit gutem Essen kriegt man mich ja, also ich würde jetzt nicht sagen, dass ich ein Foodie bin oder so, so gut kenne ich mich tatsächlich gar nicht aus, aber wenn es schmeckt, bin ich safe dabei. Ich selber kann gar nicht so gut kochen, würde ich jetzt einfach mal so sagen, also ich bekomme es schon hin, aber mit viel Finesse und so hat das jetzt nichts zu tun. Ich backe lieber, das kriege ich auch ganz gut. Und wenn das Essen dann auch in einer schönen oder außergewöhnlichen Umgebung präsentiert wird, umso besser. Ich hatte ja kürzlich Geburtstag. Genau, ich erzähle das alles nur, damit ich das einmal erwähnen kann. Ich hatte Geburtstag und ich habe ganz, ganz viele tolle Sachen geschenkt bekommen. Unter anderem ein Gutschein für ein Restaurant in Amsterdam. Das ist ein Gewächshaus und alles, was man da serviert bekommt, kommt aus diesem Gewächshaus und wird auch dazu bereitet. Das ist doch toll, oder? Ein bisschen dieser Vibe von gutem Essen und vielleicht auch dem ein oder anderen ungewöhnlichen Ort herrscht am kommenden Wochenende hier in der Stadt. Zum ersten Mal sind die Chefs in town und da gibt es kulinarische Highlights noch und nöcher an vielen Orten in der Stadt, inklusive Rahmenprogramm und Events. Paul Küchler kennt die Details. heiß. Zum Kochen muss man einkaufen und das manchmal nicht so knapp. In vielen Supermärkten kann oder muss man die Dinge im Wagen mittlerweile selber scannen. Das gefällt nicht allen. Die Kundschaft von Aldi hier in Düsseldorf zum Beispiel hat da sehr dezidierte Meinungen und diese mit Maximilian Laufroth. Auf Supermarktparkplätzen begegnet man so allerlei Menschen und auch der einen oder anderen Person, die etwas an die Frau oder den Mann bringen will. Die Deutsche Tierrettung ist so ein Fall. Medizinische Hilfe für Haustiere bietet die an, in Verträgen, die auch auf der Straße geschlossen werden. Dass das nicht immer ganz das ist, was es scheint, liegt vielleicht schon auf der Hand. Verena Kehnsbock hat sich mit dem Thema auseinandergesetzt. Und damit herzlich Willkommen beim Rheinpegel. Ihr hört Folge 335 und der Rhein steht bei 1,83 Meter. Music. Rheinpegel, der RP-Podcast für alle, die Düsseldorf lieben. Herzlich willkommen im Rheinpegel, dem Podcast, in dem wir jede, aber auch wirklich jede Woche darüber sprechen, was Düsseldorf bewegt, was die Bewohnerinnen und Bewohner umtreibt, was passiert, was ansteht, was geht. Mein Name ist Tosja Kohlmann und für eine kleine, wunderbare Weile darf ich diese Aufgabe übernehmen. Wenn ihr uns etwas mitteilen wollt, wenn ihr Restauranttipps habt, wenn ihr Rezepte kennt, die ihr teilen möchtet, wenn ihr Themen wisst, über die wir sprechen können, wenn ihr Veranstaltungen habt, auf die wir hinweisen dürfen, dann tut das. Kontaktiert uns, schreibt uns zum Beispiel unter reinpegel.reinische-post.de oder 0160 80 80 844. Wir freuen uns immer, immer, immer, immer von euch zu hören. Ihr könnt auch einfach einen Kommentar da lassen, ihr könnt Lob oder Kritik äußern, was auch immer euch auf dem Herzen liegt. Wir lesen es. Düsseldorf gilt seit jeher als Modehauptstadt und jetzt soll noch ein anderes Attribut dazukommen, die Kulinarik. Und weil wir hier ja gerne feiern und groß auffahren, wird das direkt richtig angegangen, die Chefs kommen to town. Ende September steigt ein Wochenende lang das neuste Happening, was unsere Stadt in Zukunft hoffentlich öfters bereichert. Rund 100 Gastronomien sind dabei, stellen Gastköchen wie Nelson Müller, Anthony Sapong oder Tim Rauhe ihre Küchen, Gasträume und Ressourcen zur Verfügung. Foodies und Interessierte aus der ganzen Republik werden erwartet. Es gibt Talks, Rahmenprogramm und natürlich jede Menge zu essen. Paul Küchler hat den Überblick. Paul, wie schön, dass wir hier gemeinsam sitzen und sprechen über ein Thema, was mir am Herzen liegt und dir glaube ich auch. Essen. Love it. Guckst du The Bear? Nee, tatsächlich nicht. Ich auch nicht. Schöner Einstieg. Ich dachte, weil die doch immer, weil jetzt doch dieses Yes-Chef ist doch jetzt oder Sure-Chef oder so, das ist doch jetzt so ein geflügeltes Wort und fast schon ein Meme. Also Chefs sind auf jeden Fall auch präsent in unserem Gespräch. Es geht um ein neues Format, was Düsseldorf, ich möchte nicht sagen heimsucht, aber was hier etabliert wird. Ja. Chefs in Town. Ganz richtig. The Chefs are in Town. Jetzt ist meine allererste Frage, die Chefs, die da mitmachen, sind die alle auch from town oder kommen die von über, sind die, they are coming to town? They are coming to town in der Tat. Also da sind so Namen dabei, Tim Rauhe kennt man vielleicht, Nelson Müller, die sind nicht aus Düsseldorf, aber die kommen jetzt eben genau für dieses Wochenende, also Freitag, Samstag und Sonntag nach Düsseldorf zu Chefs in Town und übernehmen quasi als Star-Köche, übernehmen die lokale Küchen. Sei das jetzt der Grill ums Eck oder ein Sternerestaurant oder vielleicht das hochgestochene Restaurant im Breidenbacher Hof, im Luxushotel. Also es ist ganz, ganz unterschiedlich. Verstehe. Also das ist das Konzept. Es kommen Gastköche und Köchinnen. Die kommen und mischen mit. Die mischen einfach mit. Genau, die mischen mit. Die mischen sich so ein bisschen unter die Düsseldorfer Gastronominnen und Gastronomen, würde ich auch sagen. Da ist Düsseldorf ja inzwischen ganz vorne mit dabei und mausert sich ja auch quasi. Und deswegen haben sie ja auch dieses Event, man muss ja sogar sagen, abgeworben aus Berlin. Weil ja Düsseldorf immer weiter auf dem Weg ist, die Gastronomie hier auszubauen. Allein mit einem japanischen Viertel, was glaube ich deutschlandweit bekannt ist. Und so kam, glaube ich, so ein bisschen der Gedanke dahinter, das hier hinzuholen, um eben dieses Konzept Düsseldorf als Gastronomiehauptstadt Deutschlands ein Stück weit voranzubringen. Das ist wirklich noch nicht so, mit lange meine ich jetzt, es hat noch keine 20-jährige Tradition, dass das hier so ein kulinarischer Hotspot ist, oder? Also wie du schon sagst, das wird immer weiter ausgebaut und ich habe das Gefühl, in den letzten Jahren passiert da immer mehr auch an Events drumherum. Total, also früher gab es ja schon so Sachen ganz klassisch, Japantag, Gourmet-Festival ist ja auch schon seit einiger Zeit relativ groß. Aber das wird immer weiter ausgebaut, entweder mit verschiedenen Festivitäten, Food-Festivals, die immer wieder stattfinden oder eben dann jetzt mit so einem ganz großen Event, Chefs in Town dann eben. Genau und ich habe auch das Gefühl, dass gerade in Düsseldorf sehr viel passiert ist, so seit der Corona-Pandemie, wo ja sowieso ein sehr großer Umbruch in der Gastronomie stattgefunden hat. Und gerade in Düsseldorf, die Leute, glaube ich, sind hier finanzstark genug, um es sich eben auch leisten zu können, essen zu gehen. Das ist ja auch immer noch so ein Punkt. Von daher, glaube ich, ist hier eigentlich eine gute Zielgruppe. Ja, da würde ich gleich gerne tatsächlich noch mal ein bisschen näher drauf eingehen, auf diesen ganzen Faktor, genau wer da überhaupt angesprochen wird, werden soll, im Idealfall Ja, da würde ich gleich gerne tatsächlich noch mal ein bisschen näher drauf eingehen, auf diesen ganzen Faktor, genau wer da überhaupt angesprochen wird, werden soll, im Idealfall, sich angesprochen fühlt und wer vielleicht auch nicht. Aber jetzt erst mal ein bisschen bei dem Rahmen zu bleiben. Also das heißt, es sollen Leute auch in die Stadt gelockt werden. Also hier ist ja gerade, also in diesem Jahr ist ja hier was los. Ich weiß auch nicht. Also EM, klar, Kirmes, hallo, Zirkus des Horrors, diverse Festivals und jetzt auch noch irgendwie tausend Köche in der Stadt. Also wir haben keine Ruhe, aber das ist ja auch irgendwie was Schönes. Und dann kommt auch direkt wieder der Weihnachtsmarkt. Welche Fläche deckt das ab? Also ist es in allen Vierteln, konzentriert es sich ein bisschen auf die Stadt? Welche Restaurants sind so am Start? Kannst du da ein bisschen durchführen? Ja klar, also ich würde behaupten, es konzentriert sich ein bisschen auf die Stadtmitte und ich sag mal angrenzende Viertel und davon vor allem auch so ein paar Szeneviertel. Also Flingernord ist natürlich vertreten, Pempelford, der Medienhafen teilweise, ein bisschen was in Bilk. Aber du merkst daran schon so, es konzentriert sich ein bisschen. Es ist jetzt nicht in allen Stadtvierteln. Also auch nicht in Hassels oder so, ne? Ganz genau, also gerade in den etwas abseits liegenden, also im Norden, in Kaiserswerth gibt es nichts, in Hubbelrad auf dem Dorf gibt es jetzt nichts, in Hassels nichts. Das ist der erste Punkt, also es konzentriert sich sehr auf die Stadtmitte und angrenzende Bezirke. Und die zweite Sache ist natürlich die Teilnahme in Restaurants, du hast es angesprochen. Da sind jetzt tendenziell Restaurants dabei, die vielleicht eh schon ein Standing haben, die schon bekannt sind in der Stadt, vielleicht auch in der Gastroszene ganz besonders nochmal bekannt sind. Konnten die sich bewerben oder wie wurden die ausgesucht, die mitmachen? Ja, also tatsächlich konnten die Restaurants sich von sich aus quasi bewerben. Die mussten dafür ein Konzept einreichen, wo es auch nicht gereicht hat. Ich sage jetzt mal, du hast einen Kaipir auf der Karte, einen Kaipirinha. Da hat es nicht gereicht jetzt zu sagen, das wird unser Chefsintown Kaipirinha jetzt am Wochenende, sondern das war schon die Vorgabe ein bisschen von den Organisatoren, wo ja auch die Stadt Düsseldorf mit dahinter steckt, dass die Restaurants ein Konzept vorstellen müssen. Es muss gar nichts Großes sein. Es reicht auch, wenn es ein besonderes Gericht ist, das vielleicht mal abgewandelt wird. Oder eben dann doch ein besonderer Cocktail. Nur es sollte schon explizit für dieses Wochenende mit Chefs in Town eben designt sein quasi. Verstehe. Und ... Du warst ja jetzt auch schon bei der PK, wo das alles vorgestellt wurde. Du bist natürlich in diesem ganzen gastronomischen Bereich auch sehr bewandert. Funktioniert dieses Masse-Ding, wo ja eigentlich Klasse herrscht? Ja und nein, würde ich sagen. Also die Voraussetzungen für, wie schon erwähnt, die bekannteren, größeren Gastronomen sind natürlich einfach bessere, weil von den Abläufen ja da alles schon ein bisschen gestrafter ist, sage ich mal. Dementsprechend hat natürlich auch so ein Restaurant, das sich schon auf einer bestimmten Stufe befindet, einfachere Möglichkeiten zu sagen, wir schmeißen jetzt mal das ganze Wochenende um, konzentrieren uns jetzt eben auf dieses Event, gestalten die Speisekarte neu, holen uns einen DJ ran. Das sind ganz andere Möglichkeiten, als es jetzt vielleicht das Bistro ums Eck hat. Dementsprechend sieht auch noch ein bisschen das Programm aus. Also wie gesagt, da sind natürlich eher Restaurants dabei, die schon gewinnstest Standing haben. Also da sind wir dann jetzt schon dabei. Wen spricht das an und was soll da eigentlich passieren? Also was ist der Sinn hinter dieser Aktion? Gute Frage. Ich glaube, das wird sich auch noch so ein bisschen zeigen, ehrlicherweise. Also man kann natürlich ganz viel planen und sich überlegen, Konzepte entwerfen. Aber es ist jetzt das erste Mal, dass es in Düsseldorf stattfindet. Deswegen bleibt es noch so ein bisschen abzuwarten. Ich würde behaupten, der Sinn und das Konzept dahinter sind natürlich, dass du den Menschen nochmal die Gastronomie ein Stück weit näher bringst. In der Form jetzt eben dadurch, dass es dann quasi Köche zu Besuch sind, die vielleicht was ganz Besonderes zaubern. Vielleicht sind es auch Köche, die man eben aus dem Fernsehen kennt, wo man dann sagt, ach komm, wollte ich immer schon mal was probieren von dem, jetzt gehen wir doch mal hin. Also ich glaube, da steckt so ein bisschen der Sinn dahinter, dass man den Leuten sagt, hey, wir haben schon super Gastro-Konzepte in Düsseldorf. Wir zeigen euch die jetzt nochmal von ganz nah und bringen euch die nochmal ein Stück weit näher. Im Rahmen dieses großen Events. Das spricht aber natürlich sowieso Leute an, die eh schon grundlegendes Interesse, so wie du und ich, an Gastronomie-Themen haben. Also die gerne essen gehen, die gerne trinken gehen, die vielleicht auch mal bereit sind, dann ein bisschen mehr Geld in die Hand zu nehmen. Dementsprechend gestaltet sich ja auch das Programm so ein bisschen anders. Das heißt, ich würde mal sagen, Foodies sind angesprochen, ganz klar. Also Menschen, die sowieso ein großes Interesse in der Richtung haben. Und ich würde auch sagen, es bleibt ein bisschen abzuwarten, ob das Ziel, was ja auch von Chefs intern rausgegeben wurde, also die Gastronomie für alle so ein bisschen zu machen, für alle Düsseldorferinnen und Düsseldorfer. Das bleibt abzuwarten, würde ich sagen, ob das so wirklich realisiert wird. Weil ich immer behaupten würde, am Ende des Tages stellst du dir natürlich die Frage, gehe ich jetzt diesen Samstag essen, auch wenn es was ganz Besonderes ist, und gebe vielleicht einen dreistelligen Betrag aus oder einen höheren zweistelligen Betrag. Oder gehe ich einfach zu meinem Lieblingsitaliener ums Eck, wo ich weiß, ich kriege eine gute Qualität und nutze das dann am Wochenende. Ja, und wo es vor allem, es kommt ja auch da noch dieser Event-Charakter dazu. Also wenn man hier nur ein bisschen durch das Stück, was es dazu gibt bei RP Online, aber auch so durchs Programm geht, es sind ja eh, also Paradise Now ist dabei, der Breidenbacher Hof ist dabei, der Schwan am Burgplatz, das sind ja eh jetzt auch eher nicht ruhige, versteckte Örtchen, wo ich meine Ruhe habe, sondern natürlich ist es halt ein Event, klar, dass dann was los ist. Und das ist, wo ich ein bisschen drauf hinaus wollte, wenn ich dann schon einen höheren zweistelligen Betrag in die Hand nehme oder sogar einen dreistelligen, ist dann die Qualität trotzdem gegeben oder läuft das Gefahr, so ein bisschen zu viel zu werden? Oder ist das gar nicht die Idee, sondern es gibt einfach auch, es ist eher so auf Party und ein bisschen probieren. Also wie sehen die Konzepte aus? Ich würde tatsächlich sagen, auch wenn das jetzt eine ganz blöde Antwort ist, es ist eine Mischung aus allem. Ja, okay, super. Also du hast natürlich recht, in Düsseldorf kann man eh schon gut essen gehen. Das heißt, wenn ich regulär schon sagen würde, okay, ich bin jetzt bereit, ein bisschen mehr Geld in die Hand zu nehmen, das kann ich sowieso schon machen. Dafür brauche ich nicht dieses große Event jetzt am Wochenende. Du hast natürlich recht, also es wird viel Rahmenprogramm geben, wobei ich auch glaube, dass es das auch braucht, damit du das so ein bisschen unter die Leute bringst. Ich würde sagen, also dieses ganze Event mit allem drum und dran soll einfach ein bisschen Erinnerungen sozusagen kreieren. Ob das dann vielleicht welche sind, wo du am Ende sagst, Mensch, einmal gemacht und... Jetzt ist es auch gut oder ob du auf einmal vielleicht die Welt der Trüffel, die Welt des Champagners, die Welt des Gyros für dich entdeckst. So, das bleibt dann vielleicht noch ein bisschen offen. Event ist halt auch, Event gibt so ein Main. Happening, also es gibt ein Zentrum, also ist der Breidenbacher Hof quasi das Mutterschiff und dann von da aus, also wo ist der rote Teppich, das will ich doch noch wissen, wo muss ich auflaufen? Ich würde sagen, so gesprochen musst du eigentlich überall auflaufen, weil es das tatsächlich nicht gibt. Also es gibt jetzt keinen Punkt, wo wir sagen, okay, da dreht sich alles drum herum. Es gibt einige Veranstaltungen, das ist ja auch mal so ein Teil dieses Chefs in Town. Wochenende besteht nicht nur aus Essensveranstaltungen, wo du buchen kannst und hingehen kannst, sondern es finden ja auch Talks statt, es finden Workshops statt. Das heißt, ich würde sagen, das ist vielleicht schon so ein bisschen... Ist es ein mini bisschen auch so wie so ein Fast so ein Showcase, weil es wird ja auch in der Gastronomie wahrscheinlich an Nachwuchsmangeln, also sage ich jetzt einfach mal ganz salopp, weil das ist ja sowieso nicht. Also ist es auch so ein bisschen, um zu zeigen, hey, es gibt so Workshops, möchtest du nicht eine Ausbildung machen in der Küche? Würde ich sagen, ja. Also es gibt tatsächlich einige Veranstaltungen im Süden von Düsseldorf. Da ist dann doch nochmal was. In Benrath, da ist das Berufskolleg, wo Hotelfachleute, Köchinnen und Köche hingehen, Restaurantfachleute. Und dort gibt es dann auch eine Veranstaltung, wo dann Nachwuchsköche sozusagen was zaubern. an. Gleichzeitig findet zum Beispiel im 25-Hour-Hotel ein IHK-Panel-Talk statt, wo dann verschiedene Akteure eben aus der Gastronomie, aus der Wirtschaft, aus der Politik zusammenkommen und nämlich genauso Themen auch bequatschen werden. Also wie ist es eigentlich mit dem Fachkräftemangel? Was kann man dagegen tun? Welche Konzepte gibt es da vielleicht? Das heißt, ich würde sagen, die einzelnen Events sind so ein bisschen garniert, um mal in der Gastrosprache zu bleiben, quasi mit diesen Talks, mit den Vorträgen und mit Dingen, die man vielleicht selber auch lernen und mitnehmen kann. Jetzt genau, hatten wir ja schon dieses dieses Thema, wer leistet sich das? Ich möchte jetzt erstmal wissen, wer veranstaltet das eigentlich? Es ist so, die Metro hat quasi, ich würde mal behaupten, die Schirmherrschaft so ein bisschen übernommen. Das heißt, die stecken da federführend dahinter, haben auch unterstützt, das Event nach Düsseldorf zu holen, im Verbund mit diesem Rolling Pin Magazin, wo dann im Anschluss auch diese Convention stattfinden wird. Aber unter anderem auch dabei als Sponsoren ist, wie gesagt, der Oberbürgermeister, also die Landeshauptstadt, die IHK ist mit dabei, die auch zum Beispiel einer von diesen Panel Talks veranstalten wird. Der Dehoga ist dabei, das ist der Hotel- und Gaststättenverband in Nordrhein-Westfalen. Du hast die Sparkasse und ein paar Firmensponsoren dabei. Ja, verstehe. Gibt es das auch in anderen Städten oder ist das eh ein neues Event? Das gab es bisher nur in einer einzigen Stadt, in Berlin. Und genau dieses Event, also Chefs in Town Berlin, wurde jetzt eben abgeworben und nach Düsseldorf geholt. Das heißt, es ist eine deutschlandeinmalige Veranstaltung. Okay, ich lese in diesem Stück dazu, es gibt ja drei Blöcke, also Chefs in Town haben wir jetzt schon etabliert, Chefs, Next Chefs, kann ich mir vorstellen, ist das ein Wettbewerb, also gibt es da so ein bisschen... Ich würde nicht sagen ein Wettbewerb, aber es soll quasi der Fokus auf so ein bisschen die Zukunft der Gastronomie gelegt werden. Das heißt, das Auszubildende, junge Nachwuchskräfte darf vor allem, ich sag mal, so ein bisschen zum Zug kommen werden. Darf halt auch berichten werden aus ihrem Berufsalltag, wie es aussieht, wie sowas abläuft, welche Perspektiven es gibt in der Gastronomie und Hotellerie. Und das spielt sozusagen diesen Teil davon. Und Chefs on Stage, singen die dann auch? Ich hoffe es, aber ich glaube leider nicht. Nein, also ich glaube, das ist quasi der Teil, der sozusagen dann auch nochmal auf eine andere Art und Weise diese Talks und die Vorträge abdeckt, wo dann einzelne Gastronomen, würde ich behaupten, oder Hoteliers eben nochmal berichten werden, was für besondere Konzepte sie vielleicht in ihren jeweiligen Betrieben haben und wie vielleicht damit auch andere Leute inspiriert werden können. Aber das ist so ein bisschen der fachlichere Teil. Ja, verstehe. Wenn wir jetzt wieder zum genießerischen Teil kommen, also es gibt also was zu essen, Fine Dining, das heißt auch ein wenig gehobene Küche. Gibt es auch was, wo ich so ganz langsam, also gibt es auch Pommes? Es gibt auch Pommes. Wo ich ganz langsam dran geführt werde an vielleicht eine kleine Pommes-Marmel mit ein bisschen Trüffel dran, aber wo ich vielleicht nicht direkt völlig aus meiner vielleicht bestehenden Comfort-Zone kulinarisch gehen muss. Ja und nein, würde ich da auch wieder sagen. Also es gibt einfache Gerichte, wie zum Beispiel eine Berliner Currywurst, die dann aber jetzt als Beispiel mit der Currywurst dann von Tim Rauhe zubereitet wird, also dem Sternekoch. Das heißt, du hast schon quasi gastronomisch Einsteigerangebote vom Geschmack her, sage ich mal. Also du musst nicht direkt die Trüffelpasta mit Parmesantopping und daneben noch der gratinierte Kaviar serviert bekommen. Das heißt, du kannst da auch mit Pommes und Currywurst einsteigen, aber dann eben eine besondere Currywurst und eine besondere Pommes. Ja, ich verstehe. Jetzt reden wir ein wenig um den, finde ich, heißen Brei herum. In Paradise Now zum Beispiel kann ich für ein Essen inklusive Party und Getränke teilnehmen für 230 Euro. That's quite a lot. Ja, das ist eine Menge in der Tat. Wie viel Geld muss ich in die Hand nehmen, um da am Wochenende irgendwie auf meine Kosten zu kommen? Also da du ja normalerweise nicht nur was essen möchtest, sondern ja vielleicht auch ein, zwei kleine Getränke haben möchtest, vielleicht einen Kaffee im Anschluss oder ein Aperitif, würde ich mal behaupten, du gehst eigentlich in den wenigsten Lokalitäten unter 50 Euro raus. Es gibt einige Ausnahmen, wo es nicht so teuer ist, aber auch da musst du mit 20 Euro aufwärts rechnen teilweise, also immer für Getränk und ein Essen dazu. Und ja, tatsächlich, der Durchschnitt wird sich in Richtung dreistellig bewegen. Das schließt ja bestimmte Zielgruppen einfach aus. Also jetzt gar nicht so heftig, sondern eigentlich, also mich auch zum Beispiel am Ende wahrscheinlich. Am Ende des Monats schwierig. Und ich frage mich, ob es irgendwie einen Weg gäbe, das auch nochmal so zu öffnen, dass vielleicht Menschen, für die das dann wirklich auch was Einmaliges, ganz Besonderes sein kann, dass die irgendwie teilnehmen können, ohne dass es sich so anfühlt, als sei es extra dafür. Also das ist ja auch, das muss man ja mit Fingerspitzengefühl irgendwie behandeln. Oder ist es ganz klar, was ja auch, ich meine fair enough, in Ordnung ist, dass man sagt, okay, es gibt halt ein bestimmtes Klientel, ist halt so. Also wenn jetzt auf der Kö irgendwie Louis Vuitton aufmacht, dann spricht das ja auch bestimmte Leute nur an und andere halt nicht. Also dann that's life. Also klang da das ein bisschen durch oder hast du da eine Position zu oder eine Idee, ob das in Zukunft, ob diese Town tatsächlich die ist, in der wir alle leben? Ja, also ich habe da eine persönliche Meinung zu. Ich will nochmal ganz kurz zu dem Punkt zurückgehen, als das Konzept vorgestellt wurde, weil ich damals selber auch vor Ort war, eben als auch der Oberbürgermeister mit dabei war und auch genau diese Frage in den Raum gestellt habe. Aber eben, ich sage mal so ein bisschen die soziale Frage, weil es ja ganz richtig ist, nicht jeder kann sich das leisten, nicht jeder möchte sich das leisten. Und wie möchtest du die Leute ansprechen, die vielleicht sonst überhaupt gar keine Verbindung haben zur Gastronomie oder vielleicht zu so einer Spitzengastronomie, die auch gar nicht in dem Fall, ohne das jetzt negativ zu meinen, gar nicht wissen, dass es sich vielleicht manchmal doch lohnt, ein paar Euro mehr in die Hand zu nehmen? Kannst du eigentlich nicht. Also das ist einfach die Sache. Man muss jetzt aber auch fairerweise sagen, es findet ja jetzt zum ersten Mal statt. Und am Ende des Tages muss ich es ja auch rechnen für die teilnehmenden Restaurants. Die müssen ihre Mitarbeiter bezahlen, die müssen ihre Gas- und Strom- und Heizrechnung bezahlen, ihre Ladenmiete bezahlen. Das heißt, es ist eigentlich ein totales Spannungsfeld, in dem wir uns da bewegen. Ich würde behaupten, ja, es richtet sich schon an eine bestimmte Bubble, an ein bestimmtes Klientel. Und das möchte ich nochmal betonen, das ist ja auch, also... Gar nicht zu kritisieren im Sinne von, sondern, aber genau, dann ist es ja einfach nur die Frage, wie es halt gemeint ist. Genau, also mit Ausnahmen aber, also das möchte ich auch auf jeden Fall nochmal betonen, also es gibt Ausnahmen, es gibt kleinere Events, wo es dann eben nur die Currywurst gibt oder vielleicht mal eine Gyros Bowl oder so, also an Orten auch, wo man es jetzt vielleicht weniger erwarten würde. Was zum Beispiel für Orte? Es gibt den Münstergrill in Derendorf, direkt an der Stadtgrenze zu Pempelfort, der ist bei ganz, ganz vielen Düsseldorfern eigentlich so eine Institution. Also den gibt es wirklich seit, ich würde behaupten, Jahrzehnten. Also ich komme aus Düsseldorf, ich bin hier groß geworden und ich erinnere mich schon immer an diesen Münstergrill. Ich auch, ne? So. Und da gibt es auch wirklich Gutes und Selbst- und Hausgemachtes. Gyros, Tzatziki, alles, was man sich so ein bisschen aus der griechischen Welt vorstellen kann. Faire Preise, kleines Lokal, nichts Besonderes im Grunde genommen, aber das ist beliebt wie sonst was. Und die sind jetzt eben auch dabei. Da gibt es jetzt nichts Großes, Außergewöhnliches, sondern da gibt es jetzt eben eine Gyros Bowl, die dann mit verschiedenen Dingen eben getoppt wird. Ich glaube, da bewegen wir uns auf jeden Fall unter 20 Euro. Das heißt, auch diese Optionen gibt es eben. Das sind nicht viele, aber sie sind vorhanden. Ich würde behaupten, dass sich das vielleicht, das muss ich jetzt erstmal etablieren, die Veranstaltung, dass sich das vielleicht auch in den nächsten Jahren, wenn das fortgeführt werden sollte, nochmal vielleicht ändern wird. Aber bisher spricht es einfach ein bestimmtes Klientel an, was auch in Ordnung ist. So manche Veranstaltungen sind auch schon ausgebucht, also das Interesse ist schon da. Ja, das kann ich mir gut vorstellen. So, und wie es dann vielleicht irgendwann mal weitergeht mit anderen Läden, mit anderen Konzepten, günstigeren Konzepten, das sieht man dann vielleicht. Ja, ich verstehe. Jetzt noch ein bisschen, also man kann das natürlich alles im Programm nachlesen, in welchen Lokalitäten, also Tim Rau ist im Schwan am Burgplatz, macht er da seine Currywurst. Nelson Müller ist, glaube ich, im Paradise Now, ne? Ganz genau. Dann ist im Breidenbacher Hof Henrik Otto aus dem Adlon aus Berlin. Das heißt, genau, wie wir eben auch schon gesagt haben, es gibt so diese paar etwas größeren, an den Kasematten wird gekocht. Das finde ich zum Beispiel spannend, weil die Kasematten würde ich jetzt erstmal ursprünglich nicht mit Feindeining oder irgendwas mit Fein in Verbindung bringen, sondern eher mit Trouble. Einen schönen Freitagabend mit einem Tazifilietrinken. Wie gesagt, es liest sich alles, also hier lese ich gerade Heimatküche von einer russischen Mutter, die mit französischer Haute Cuisine irgendwie kombiniert wird und so. Also ich finde, wie gesagt, das liest sich super und auch hier sind jetzt Preise zwischen 30 und 50 Euro, was immer noch was ist, aber. Das hast du jetzt noch nicht so viel mitbekommen, weil wir zum ersten Mal hier miteinander sprechen, aber ich habe schon oft auch darüber geredet, ich bin ja eh, also wenn ich irgendwie 7 Euro für eine Zimtschnecke bezahle, also ich zahle ja auch sonst für eine Bowl vielleicht 15, 16 nutzen. Also ich möchte das nochmal betonen, es ist jetzt nicht so, dass ich irgendwie denke, das ist alles, sondern ich frage mich einfach nur, wie, Wie großflächig das dann gedacht sein kann und wenn es aber auch die Ideen gibt, dass das irgendwie noch wie am Münstergrill in andere Zusammenhänge noch gebracht wird, ist ja super. Also es gibt eine ganz süße Weinbar in Flingern, die Cuvée Weinbar, da gibt es dann zum Beispiel brasilianische Küche. Das ist jetzt auch ein Konzept, wo man vielleicht erstmal denkt, hm, brasilianisch, was gibt es denn da eigentlich? Auch das ist, würde ich behaupten, Teil der Idee übrigens hinter Chefs in Town, dass man auch mal Gastronomien und Küchen aus anderen Ländern den Leuten näher bringt, die es vielleicht noch gar nicht kennen oder die vielleicht auch unterschätzt sind. Das heißt, da gibt es dann zum Beispiel brasilianische Tapas, also viele Kleinigkeiten. Dementsprechend wird es auch ein Stück weit günstiger sein. Alternativ gibt es auch noch in der Löffelbar, das ist eine ganz süße Kneipe, die du bestimmt auch kennst in Pempelfort oder in Dernendorf. Gibt es ein San Diego-Themed-Essen quasi. Also da geht es dann viel um mexikanische Küche, weil man ja immer so sagt, in San Diego gibt es die beste mexikanische Küche der USA. Das heißt, da warten dann Tacos, Margaritas auf die Leute. Das heißt, es sind so diese kleinere Läden, die selber auch mitmachen, die jetzt nicht das große, extravagante Konzept ausgepackt haben, sondern eben gesagt haben, hey, wir machen jetzt vielleicht mal ein paar Tapas, wir machen mal, was man auch mit den Händen in der Hand, im Stehen vielleicht auch mal essen kann. Wir machen mal solche Veranstaltungen und ich glaube, das könnte auch ganz, ganz spannend werden. Hast du Infos zum Rahmenprogramm? Also gibt es irgendwelche Spielenleute, die man sonst kennt? Gibt es irgendwie DJs, gibt es Partys, Livemusik? Oder ist das eher, also ist der Fokus schon auf dem Essen Und die einzelnen lokale Gastronomien können sich selber überlegen, wie sie es gestalten. Also es gibt jetzt nicht, da wollte ich auch eben so ein bisschen drauf hinaus, es gibt ja kein Main-Event, was dann abstrahlt, sondern das findet ja auch viel parallel statt. Also man muss, wie ich sehr liebe, man muss sich hier mit einem kleinen Kalender mal kurz hinsetzen und sich einen Plan machen. Es geht auch den ganzen Tag, also es ist nicht nur exklusiv abends, sondern es geht, man kann hier also von Freitag bis Sonntag sich wieder durch die Stadt fressen, das finde ich ja schon was für immer zu haben. und. Und meinst du, es wird auch, also kommen alle, werden alle da sein? Meinst du, es wird auch so ein Stadtding, also jetzt mal ganz so ein bisschen weg von dem Essen? Ich kann es mir vorstellen. Ich würde nicht drauf setzen tatsächlich, eben weil das Event noch relativ neu ist und ich glaube, dass ich das auch erstmal nochmal ein bisschen rumsprechen muss und vieles ja auch so Mund-zu-Mund-Propaganda im Anschluss stattfindet. Ganz, ganz viele Restaurants, Bars, die dabei sind, haben Rahmenprogramm, wo dann eben mit Live-Musik bespielt wird, wo ein DJ auflegen wird. Das ist dann aber wirklich immer nur quasi ein Randaspekt. Also der Hauptfokus in den meisten Restaurants jedenfalls soll dann tatsächlich auf den Köchen und auf dem Essen liegen. Gibt es ein Event, ein Restaurant, ein Menü, worauf du dich ganz besonders freust? In der Tat gibt es das. Da kam ich auch ehrlicherweise selber gar nicht drauf, sondern wurde quasi darauf hingewiesen und habe mich darüber aber umso mehr gefreut. Und zwar ist das im Setzkasten. Das ist im Zurheide, im großen Edeka-Supermarkt. Der Setzkasten hat auch einen Stern in sich erkocht. Hauptfokus ist eigentlich auf Fleisch, ganz klassisch. Und da findet eben ein Event statt, nachts im Supermarkt. Das ist so ein bisschen angelehnt auf meine absoluten Kindheitslieblingsfilme, nachts im Museum. Wer die kennt, kennt das Konzept. Das heißt quasi, man ist nachts in Räumen, wo man eigentlich nicht sein sollte. Das heißt, man darf da mal einen Blick hinter die Kulissen werfen, mal ein bisschen durch die Gänge laufen, mal abchecken, was da so nachts alles passiert, wie das so aussieht. Weil wir ja alle wissen, nachts wirken die Dinge nochmal ganz anders. Und parallel dazu wird dann natürlich auch gekocht. Der Egor Hopp, der Chefkoch da vor Ort, wird einige Köstlichkeiten servieren. Ich glaube, insgesamt sind es sieben aus sieben verschiedenen Abteilungen. Und parallel dazu gibt es dann natürlich eine schöne Getränkebegleitung. Ich glaube, Treffpunkt ist auch die Champagnerbar. Also es ist natürlich was ganz Besonderes und auch mit einem schönen Konzept dahinter. Also ich habe schon mit dem Egor gesprochen, der mir auch gesagt hat, es war so ein bisschen seine Idee mit diesem Nachts im Supermarkt, dass er selber total großer Fan dieser Filme ist und da irgendwie schon immer Bock drauf hatte und so kam das alles zusammen. Man muss aber auch dazu sagen, das Event war mit am schnellsten ausgebucht. Also das Interesse ist auch da wirklich sehr, sehr groß. Verstehe, also du wirst dir eine Nacht im Supermarkt um die Ohren hauen. Ich bin sehr gespannt, was du berichtest, ob die Tomaten anfangen zu sprechen, ob die Kerzen, die es gibt, Walzer tanzen und wie die sieben kleinen Köstlichkeiten dann geschmeckt haben. Du und ich mittendrin. Ich danke dir sehr für diesen, wie nenne ich das, Spaziergang. Kurzer Kollegen-Talk. Ja, sehr gerne. einen Spaziergang durch Chefs in Town und they gonna be in town und wer mitmachen möchte, findet alle Infos im Internet und, wir sehen uns. Guten Hunger. Bis bald. Tschüss. Music. Großeinkauf kann anstrengend sein, das wissen wir alle. Wie praktisch, dass in vielen Supermärkten gut geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort sind, die mit dem Warenscanner umgehen können wie sonst niemand. Noch. Der Trend geht zu Self-Checkout-Kassen, an denen die Einkaufenden ihre Waren selber übers Band ziehen. Das klingt in der Theorie erstmal einfach, praktisch und zeitsparend, ist es aber nicht immer. In einigen Aldi-Filialen zum Beispiel läuft nicht immer alles glatt, was die Kundschaft verärgert und den Mitarbeitenden am Ende vielleicht sogar mehr Arbeit macht. Maximilian Novroth hat sich vor Ort umgesehen und gehört. Lieber Max. Liebe Tosja. Herzlich willkommen im Konferenzraum der Lokalredaktion Düsseldorf. Vielen Dank. Wann hast du den letzten Großeinkauf gemacht? Vergangenes Wochenende. Also ich bin bei uns in der Familie für den Einkauf voll verantwortlich. No pressure. Wenn ich einkaufen gehe, dann auch groß. So richtig mit Liste und Abhaken und so? Nee, also ich kaufe meistens ähnliche Dinge. Das geht auch flink. Also 15, 20 Minuten bin ich durch. Manchmal lasse ich mich leiten von aktuellen Angeboten. Die helfen einem ja auch Entscheidungen zu treffen und Listen brauche ich nicht, weil ich weiß ja, was wir brauchen. Mhm. Gerade bei Großeinkäufen finde ich einen Moment, wo man innehält und nochmal guckt, was man da eigentlich alles veranstaltet hat im Einkaufswagen, ist ja, wenn man es aufs Kassenband legt. Dann hat man das alles nochmal so ausgeweitet. Also ich bin regelmäßig die, die dann nochmal kurz so, Entschuldigung, ich muss nochmal ganz kurz ganz nach hinten in den Supermarkt, um irgendwie schwarze Bohnen in der Dose zu kaufen. Die sind ja irgendwie immer ganz hinten. Ist ja ein Moment genau, den wir alle kennen und der ja wirklich so ein bisschen einmal kurz Ruhe reinbringt. Wenn auch nur im übertragenen Sinne. Jetzt ist ja, diese Welt schreitet voran und die Modernisierung. Und jetzt darf man selber auschecken. Genau, ich meine, das kennen wir ja schon von anderen Läden. Beispielsweise bei DM gibt es schon länger Selbstscan-Kassen. Bei Ikea in Düsseldorf gibt es gar keine Menschen mehr an den Kassen, sondern du musst alles selber scannen, auch wenn du einen riesigen Berg voll Möbel dabei hast. Und bei Supermärkten, speziell bei Discountern. Und ja, hat sich das auch so langsam durchgesetzt, recht spät, aber bei Aldi beispielsweise haben die vor einem Jahr angefangen in ein paar Filialen in Düsseldorf, also es gibt 36 Aldi in Düsseldorf, ein paar davon haben relativ neu Selbstscannenkassen drin. Und das stößt auf gemischtes Feedback, sagen wir es mal so. Ja, gemischte Gefühle, genau. Du hast ein Stück geschrieben, der Titel ist ein Zitat, kein Bock einen vollen Einkaufswagen selbst zu scannen und ich muss mich jetzt einmal hier kurz transparent machen, also ich habe mir früher nichts sehnlicher gewünscht als so eine Abdüte-Kasse, also ich fand das einfach so toll, dieses düd, düd mit diesem Scanner und darum, also bei mir geht das Herz auf, wenn ich selber scannen darf, weil ich das einfach mag, aber ich kann auch verstehen, ich kaufe ja auch immer nur für eine Person, höchstens mal für zwei ein. Wenn man so einen ganz vollen Einkaufswagen hat und den dann selber scannen muss, dass das irgendwie anstrengend ist. Aber woher kommt dieses, also wirklich schon verheftige, also es ist ja fast ein emotionales Thema für die Menschen. Ja, ist es. Also wir haben über 80 Kommentare unter dem Artikel. Meine persönliche Meinung ist, ich bin ein Freund von sowohl als auch. Ich mag entweder oder nicht, wenn man sich irgendwie entscheiden muss. Und Aldi hat am Anfang eigentlich auch versprochen, dass die sowohl als auch anbieten wollen, in dem in diesen paar supermärkten zum beispiel altstadt flingerstraße ist einer aber auch bilka arkaden friedrichstraße oder düsseldorfer karten heißen die haben es gibt aber auch einen gerrits heim in reißholz das dort zwar eben neuerdings 56 self checkout kassen wie adidas nennt sind also wo du selber ist aber eben auch die bestehenden kassen von menschen bedient werden zumindest eine. Speziell aber in der Altstadt und in Bilk ist das nicht mehr der Fall. Also mich hat eine Leserin draufgebracht, die hat uns geschrieben, voller Wut nach einem Großeinkauf in ihrem Stamm, Aldi in Düsseldorfer Arkaden, Friedrichstraße, meinte so, ich stehe da an der Kasse mit meinem vollen Einkaufswagen und stehe plötzlich in der Schlange bei Selbstkennkassen, die ja eigentlich dafür sorgen sollen, dass es weniger Schlangen gibt, weil keine normale Kasse geöffnet hat und Leute überfordert sind teilweise mit den Selbstkennkassen. Ja, das ist ja das Ding, die funktionieren da manchmal nicht so richtig, dann ist der Barcode irgendwie gruselig und klar, an der Kasse, die können das ja dann immer so ganz schnell so eintippen und so. Also diese Überforderung kann ich mir schon vorstellen. Ich denke nämlich auch, dass dieser Hybrid eigentlich das Beste ist, weil für, also ich finde das mega praktisch, wenn ich nur drei Sachen kaufe kurz in der Mittagspause. Und da habe ich mich auch gefragt, da können wir gleich nochmal ein bisschen genauer drauf eingehen, ob das auch Standort unterschiedlich ist. Also zum Beispiel der Aldi in der Altstadt oder auch hier am Kühlbogen. Da stelle ich mir vor, das ist ja wahrscheinlich eher frequentiert von Menschen, die halt in der Mittagspause oder mal schnell was kaufen und nicht jetzt so einen Großeinkauf wie vielleicht der in Lohhausen mit dem riesen Parkplatz, wo man dann wirklich einmal die Woche für eine mehrköpfige Familie einkauft. Ja. Mir, also da können wir gleich gerne nochmal so standortmäßig drauf eingehen. Mir ist natürlich auch dieser Satz aufgefallen, der springt mir auch gerade ins Gesicht. Ich habe heute das erste Mal bei Lidl eingekauft, das ist natürlich irgendwie, also okay, wow. Ja. Jetzt hast du gesagt, es gab sehr viele Kommentare, du hast dich ausgetauscht mit Einkäuferinnen, Einkäufern. Wie reagiert Aldi? Also die melden sich da doch bestimmt auch, kann ich mir vorstellen, oder? Ja, also die Sprecherin von Aldi hat sich auf meine Anfrage innerhalb von zwei Stunden zurückgemeldet. Ich habe da Fragen gestellt, zum Beispiel, in welchen Supermärkten in Düsseldorf wurde überhaupt umgerüstet oder aufgerüstet mit Selbstscannenkasten, in welchen wird es noch so sein und wie reagiert Aldi auf die Kritik, die du übrigens auch in Google-Rezensionen sehr deutlich lesen kannst, dass Leute sich eben teilweise gezwungen fühlen, nur noch Selbstscanner zu benutzen. Und die Antwort war leider sehr kurz und sehr standardmäßig. Das Ziel von Aldi Süd ist es, das Einkaufserlebnis kontinuierlich einfacher und moderner zu gestalten. Daher optimiert das Unternehmen täglich Prozesse und Abläufe in allen Bereichen. Also da steckt eigentlich gar keine Antwort auf meine Frage drin. Für wenig Aussage auf jeden Fall. Und dann noch eben, ich soll doch bitte Verständnis dafür haben, dass Aldi Süd aus Wettbewerbsgründen keine weiteren Angaben macht. Und deswegen habe ich mir gedacht, naja gut, dann, wenn die mir nichts sagen, gehe ich halt mal in die Filialen und schaue es mir an. Weil ich wusste ja von vier Filialen, die umgestellt haben. Du hattest Kühlbogen 2 erwähnt. Also das ist da, wo auch DM ist zum Beispiel. Und am Eingang demnächst der Polydöner aufmacht. Da ist ein Aldi im Keller. Und da ist halt kurios so, dass die zwar drei Selbstkennkassen aufgebaut haben, die funktionieren aber nicht im Moment. Also zum Beispiel. zumindest im Moment nicht. Und ja, dann war die Kassiererin an der Kasse und da lief alles entspannt. Also ich habe deswegen auch dieses ja wirklich schon fast, du sagst es ja, die Höchststrafe in einer Ein-Sterne-Rezension, ich habe heute das erste Mal bei Lidl eingekauft, habe ich deswegen so früh schon reingemischt in unsere Konversation, weil das halt für mich ein bisschen im Gegensatz dazu steht, dass die ja eigentlich das einfacher machen wollen und irgendwie angenehmer, kundenfreundlicher, kundinnenfreundlicher und dann diese ja doch etwas leere Antworten. Ja, wir versuchen alles zu optimieren und Prozesse und so. Also warum halten die so sehr daran fest, wenn sogar dann diese Kassen nicht funktionieren und ja dann ersichtlich ist, dass es mit dem Mensch besser funktioniert? Also was steckt dahinter? Ich meine, dass eine Umstellung erstmal ruckelig ist und Leute teilweise vor den Kopf stößt, ist ja irgendwie immer Natur der Sache. Aber das ist ja schon relativ lange. Ja, aber bei Aldi ist es eben neu und die Leute sind halt diesen Komfort gewöhnt. Es gibt ja auch den Mythos der superschnellen Aldi-Kassiererin, die schneller eintippen kann, als du die Gegenstände aufs Band legen kannst. Und die Leute sind es halt gewöhnt, dass es schnell geht an der Kasse, weil die Leute schnell sind. Und dass andere Leute auch für die, die Arbeit machen, das scannen, die sehen das quasi als Dienstleistung des Supermarktes und wollen es nicht selber machen. Ähnlich übrigens wie an Flughäfen, wo auch als Air Berlin damals noch, als es die gab, diesen Self-Check-In eingeführt hat, auch Leute gesagt haben, Moment mal, ich bin doch hier im Urlaub, warum soll ich jetzt meine Koffer selber einscannen, was soll das, ich bin abgeschreckt und. Es gibt dann natürlich Leute, die sich in Online-Rezensionen darüber auslassen. Da darf man jetzt auch nicht zu viel drauf geben. Deswegen kann ich verstehen, dass Aldi sagt, wir wollen es ja einfacher machen. Aber man darf halt nicht vergessen, dass wir in Deutschland auch eine relativ alte Gesellschaft haben, wo eben Leute gerne in Bar zahlen, was auch nicht an jedem Selbstscanner geht. Wo Leute vielleicht teilweise Probleme haben, die Technik zu verstehen oder genervt sind, weil sie ihr Obst dann plötzlich wieder selber wiegen müssen. Und ich habe es dann mal selber erlebt bei dem Aldi-Markt in der Altstadt, wo mir auch die Mitarbeiterin gesagt hat, da war nur eine Einzige an der Kasse, die durfte aber nicht an der normalen Kasse sitzen, sondern hat rein dafür gesorgt, dass die sechs Selbstscanner ordentlich bedient werden und war nur am Rumspringen. Die hat einer Kundin geholfen, ah jetzt hier, wie mache ich das mit dem Bezahlen. Beim nächsten musste sie das Alter quasi gegenprüfen, weil der halt Alkohol gekauft hat, dabei war das offensichtlich ein erwachsener Mensch. Beim nächsten musste sie mit dem Obst helfen und sie hat halt gesagt, es ist eine Anweisung aus der Zentrale in Mühlheim, die Leute bitte zu den Selbstkennkassen zu schicken, weil die testen wollen, wie das ankommt. Also man ist auf gewisse Weise auch in diesen Märkten in Bilk und in der Altstadt, so wie ich das in der Recherche herausgefunden habe, ein Versuchskaninchen als Kunde, um zu schauen, wie diese Technik, wenn man sie jetzt wirklich mal fokussiert einsetzt, wie gut die funktioniert. Und wie eruieren die, wie gut es funktioniert im Sinne von, also wenn man halt zuhört, also wie gesagt, du hast ja hier wirklich sehr viele Zitate, es ist ein Hohn, es ist eine Katastrophe, es kommt Wartezeit und so, also holen die sich dann da, dass es wahrscheinlich nicht so gut funktioniert oder ist das irgendwie messbar, dass vielleicht wirklich am Ende mehr gescannt wird als an der Kasse? Was ich mir nicht vorstellen kann. Also ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich mir, mich würde das wahrscheinlich auch, also wenn ich jetzt immer viel und groß und vielleicht auch mit Zeitdruck und so einkaufen müsste, mich würde das wahrscheinlich auch abhalten. Also ich denke, dass die jetzt auch erstmal testen, welche Märkte, welche Standorte sich dafür eignen. Weil du hast es ja auch schon gesagt, ich meine in der Altstadt ist vielleicht der Standardeinkäufer jemand, der in der Mittagspause sich zwei, drei Sachen kauft, während in den…. Bilka Arkaden, vielleicht hat das Aldi unterschätzt, Leute wirklich auch mit vollen Einkaufswagen für ihre Familie nach Hause gehen, also Großeinkaufen. Und was ich halt von dem Experten Gerrit Heinemann, den kennt man ja so ein bisschen, weil der Handelsprofessor ist, an der Hochschule Niederrhein gehört habe, ist, dass er sagt, das wesentliche Argument für die Umrüstung ist Ertragsdruck. Ja, also bei Supermärkten, speziellen Discountern wird ja sehr wenig Geld verdient. Also die Gewinnmarge ist niedrig, weil die Preise halt in so einem harten Wettbewerb stehen. Und um ein bisschen Kosten zu sparen, kann man natürlich sagen, gut, dann machen wir weniger Personal in den Filialen und lassen die Leute mehr die Arbeit des Personals machen. Und in den Märkten, wo ich war, Altstadt und Bilk, wo es besonders gravierend war, waren auch immer nur zwei Leute im Laden. Ein Mensch an der Kasse und einer auf der Fläche. Und ja, ob das dann so bleibt, muss, glaube ich, dann Aldi sehen. Es ist, wie gesagt, noch ein bisschen in den Anfängen, aber es ist eher der Plan, immer mehr Läden umzustellen. Und konntest du auch mit Mitarbeitenden sprechen? Also wie ist das für die? Die kriegen das ja dann ab. Genau, also ich hatte ja gerade schon geschildert von der Kassiererin in der Altstadt, die echt ziemlich genervt war und dann hat eben ein anderer in Bill, mit dem hatte ich auch gesprochen, mir gesagt, dass es einfach ein Personalthema wäre, warum Aldi zum Beispiel jetzt in Bill kaum noch die normale Kasse zulässt. Also er hat wirklich gesagt, wir öffnen die nur, wenn hier super lange Schlangen bei den Selbstscannern sind und nicht mehr regulär und dass der Grund dafür wäre, dass man halt so schwer neues Personal fände. Ah okay, weil ich hätte jetzt nämlich, genau, also nicht nur die kriegen das ab von den KundInnen, sondern natürlich auch, also die gucken ja dabei zu, wie sie ersetzt werden quasi und müssen dann auch noch dafür sorgen, dass das, was sie dann vielleicht ersetzt, gut funktioniert. Also das frage ich mich auch, was das wohl für ein Gefühl ist, wenn du so…. Auf der anderen Seite kann man vielleicht auch argumentieren, Maschinen nehmen uns ja im besten Sinne, also im positiven Sinne Arbeit ab, die uns nervt, die monoton ist und die eben auch Maschinen machen können und nicht Menschen machen müssen. Vielleicht sind die teilweise auch froh, aber ich habe das halt eher wahrgenommen, dass ich es sehr anstrengend fand, immer dieses Rumgespringe und eben natürlich auch genervte Leute. Ja, ich meine gerade im Lebensmittelsektor, ich denke da gerade so an Ikea, das ist ja eh vielleicht nicht so was spontan Einkaufiges, also da nehme ich mir das ja auch vor dahin und dann weiß ich vielleicht auch schon, heute kann ich wieder an die Expresskasse, yay. Also so, da stelle ich mich ja schon so ein bisschen drauf ein. Wie großflächig wurde das eigentlich angekündigt? Also war das auf einmal, ich kann mich da nicht mehr dran erinnern, waren auf einmal diese Self-Checkout-Kassen da oder wurde das gut anmoderiert? Also Aldi hat vergangenes Jahr im Frühjahr eine Pressemitteilung rausgegeben, Aldi rollt Self-Checkout-Kassen bundesweit aus. Seitdem läuft diese peu à peu Aufrüstung. Also es ließ sich in dieser Pressemitteilung nicht so, dass die jetzt vorhaben, menschliche Kassen abzuschaffen, sondern eher das als Ergänzung zu schaffen, also sowohl als auch. Aber, und das fand ich eben das Überraschende bei meiner Recherche, es zeigt sich eben, dass es auch Märkte gibt, wo scheinbar versucht wird, wie es ist, ohne normale Kassen und das stößt eben hier vielen Leuten sauer auf. Ja, jetzt haben wir ja auch schon mal darüber gesprochen, in einem anderen Supermarkt gibt es ja das, dass man noch nicht mal mehr auschecken muss, also dass man einfach rein und raus gehen kann und dann bei Rewe, genau. Und da habe ich diese Frage auch schon gestellt und zwar nicht, weil ich hier wieder meine kriminelle Energie ins Spiel bringen möchte, sondern also dieses Self-Checkout. Ich frage mich halt, ob es darunter noch einen anderen Nutzen für diese Unternehmen gibt, außer jetzt das mit dem Personal und so, weil ich mir vorstellen kann, ich weiß nicht, wie…. Gewissenhaft ich da jetzt nochmal scanne, wenn es vielleicht nicht düttelt bei dem einen oder anderen Apfel, also ne, weil ich jetzt natürlich nicht, aber also, ich verärgere meine KundInnen, ich gebe vielleicht das Risiko ein, dass weniger gekauft wird und, vielleicht, also das wird jetzt nicht das große sein, aber fliegen auch ein paar Sachen unterm Radar oder ich drücke die falsche Paprika oder so, also ich frage mich so, warum halten die da dran so fest und ja auch mit diesen etwas floskeligen Antworten, also was, Das ist nicht, dass ich eine Verschwörung getragen habe. Die flossgeliehenen Antworten sind typisch Aldi. Ich meine, bis vor zehn Jahren hatten die gar keine Kommunikationsabteilung. Da hätte ich halt keine Antwort bekommen. Jetzt bekommt man so eine. Aber ich will es halt differenziert sagen, dass es ja auch viele Leute gibt, die sich darüber freuen, dass es Selbstscannenkassen gibt. Ich gehöre teilweise auch dazu. Ich meine, wenn ich bei DM oder von mir aus auch bei Aldi einen kleinen Einkauf mache, dann gehe ich natürlich selber scannen, weil ich dann weiß, ich bin hier in einer halben Minute raus. Ja, oder nicht. Dann funktioniert das nicht. dann muss man jemanden rufen, dann klappt die Karte nicht. Ja, aber ich meine, in den Kommentaren unter dem Artikel, wo sich ja wirklich viele Leute bei uns gemeldet haben, siehst du auch, dass es zahlreiche Befürworter dieses Systems gibt, die sagen, warum meckern jetzt Leute rum? Aber eben, wenn man es schafft, halt beide Welten zu bedienen, also die neue und die bestehende Welt, glaube ich, dann würde man es besser machen. Aber das ist scheinbar eben am Ende eine finanzielle Frage. Verstehe, eine finanzielle Frage. Jetzt hast du das gerade ja auch schon gesagt, also du bist ja auch teilweise Fan, haben wir ja auch am Anfang schon etabliert, Also eigentlich dieser Hybrid vielleicht, der ganz gut ist. Jetzt, genau, ist das Lebensmittelindustrie. Wir wissen jetzt bei Ikea, welche Branche meinst du, wo wird das nie funktionieren? Bei H&M kann man das ja auch teilweise schon machen. Bei Talia auch. Bei Uniclo gibt es dieses, dass man das nur rein, also da muss man auch nicht mal scannen, da tut man einfach die Sachen rein. Bei Decathlon ist es auch so, genau. Also meinst du, es gibt so eine Industrie oder einen Strang Einzelhandel oder Handel, wo das…. Gar nicht passen würde. Also im Luxusbereich passt es überhaupt nicht. Louis Vuitton Self-Checkout. Und dann geht das nicht, dann muss man so auf Mitarbeiterin rufen, drücken. Ja, genau. Nee, nee, das wird nicht passieren. Also deren, nicht Alleinstellungsmerkmal, aber deren Wettbewerbsvorteil, den die wollen, ist ja eben Beratung zu haben. Und wir haben ja auch schon mal über die Louis Vuitton Boutique in Düsseldorf gesprochen. Da hast du ja quasi immer eine Person, die dich durch den ganzen Laden führt. Also das wäre da ein absolutes No-No. Und das ist jetzt ein bisschen weg von deinem Stück und Und diesen fast schon rationalen Part oder der rationalen Seite. Ich frage mich auch, so Supermarktkassen sind ja auch für manche Menschen ein Ort, nicht nur wie ich vorhin behauptet habe und ich bleibe dabei, ein bisschen des Einhaltens und man guckt, was man alles gekauft hat, sondern auch Kommunikation. Es gibt Menschen, die sind vielleicht, ja, haben sonst am Tag nicht so viel Kontakt zu anderen Menschen, die können da wenigstens mal Hallo, Tschüss, wie geht's? Ach ja, das Wetter und so. Meinst du, das fällt irgendwann auch ganz, also kann das irgendwie aufgefangen werden oder ist das ein bisschen auch so zeitgeistig, dass da, also ich meine das ganz bewusst so sehr emotional, weil ich finde, das ist... Also ich habe von Supermärkten gehört, ich weiß nicht, ob das in Deutschland oder im Ausland war, die eine spezielle Erzählkasse eingeführt haben, wo halt genau für diese Zielgruppe ein Angebot geschaffen wird. Genau, Niederlande, wo Leute halt Lust haben, die wollen ja jetzt nicht wahrscheinlich eine Stunde Sprechstunde halten, aber vielleicht mal zwei Minütchen zu schnacken. Und auf der anderen Seite gibt es ja Leute, die das total nervt, weil die halt im Stress sind oder Hektiker sind. Und ja, auch da ist es ja dann interessant, dass sich das so ausdifferenziert. mit. Ich persönlich glaube halt, dass die Leute, die dann am Ende richtig genervt sind, vielleicht sogar Lebensmittel nur noch online bestellen, die dann quasi maximal Zeit sparen wollen und sagen, naja, dann gehe ich halt zu Picknick oder zu Rebeliefer-Service oder sonst wohin und will mich gar nicht mehr einstellen, weder an dem Kassenband noch an der Self-Checkout-Kasse. Also es gibt mittlerweile ja sehr viele Möglichkeiten, sich Lebensmittel zu besorgen. Klar kann ich auch online, ich kann alles online machen, ich muss mich wahrscheinlich gar nicht mehr rausbewegen, aber das meine ich. Also Also diese Supermarktkassen haben ja auch noch eine andere Funktion. Ja, natürlich. Also ich verstehe deinen Punkt total. Ich glaube, am Ende haben ja trotzdem die Leute den Anspruch, möglichst günstig einzukaufen. Und das verspricht Aldi und Lidl, versprechen dir das ja auch, immer die günstigsten Preise zu haben. Auf der einen Seite will man dann Plauder und Personal haben, du willst es aber auch günstig haben und günstig geht eben über den Hebel weniger Miete oder weniger Personal und weniger Personal ist ein schneller Hebel. Ich weiß nicht, wie sich die Leute am Ende entscheiden, vielleicht plaudern sie dann länger bei der Bäckertheke oder beim Markt, beim Wochenmarkt. Also dass man sich das schon dann irgendwie noch holt. Es gibt ja auch noch andere Orte, wo man einkaufen kann, wo man Self-Checkout jetzt nicht unbedingt macht. Also das Einzige, was mich manchmal richtig nervt bei diesen Self-Checkout-Kassen ist der Platz. Also ich finde, es ist zu wenig Platz. Wenn ich wirklich viel einkaufe und dann ist es auf der anderen Seite, ja, es ist nicht dafür gemacht. Vielleicht muss man sich das einfach so behalten im Kopf, dass wenn du deinen Großeinkauf machst und ich meinen mittelgroßen Einkauf, dass wir dann vielleicht in einem Supermarkt landen, wo wir noch, meinst du, das wird so irgendwann überall sein? Also meinst du, das ist jetzt der Anfang vom Ende der Kassenbänder? Das glaube ich nicht. Also ich glaube, wie so häufig bei Fortschritt wird manchmal versucht, zu schnell oder zu radikal vorzugehen und zu sagen, wir brauchen das Alte gar nicht mehr und irgendwann pendelt es sich dann in so einer Mitte ein. Also eher Evolution als Revolution. Das ist ein wunderschönes Abschlusswort. Das sind wunderschöne Abschlussworte. Vielen Dank, Maximilian. Danke dir, Tosja. Bis zum nächsten Mal. Ciao. Music. Kurze Pause. Vielleicht mit etwas Werbung. Haustiere sind für viele ein Teil der Familie, enge Vertraute, wichtige Bezugspunkte. Dass alles getan wird, dass das lange so bleibt, ist fast klar. Und dass dafür auch Geld investiert wird, ebenso. Was gebraucht wird, wird gezahlt. Spezielles Futter, Zubehör, Spielzeuge und natürlich die medizinische Versorgung. Dass dieser Umstand ausgenutzt wird, ist so traurig wie naheliegend. Das Geschäft mit der Tierliebe heißt der Text dazu von Verena Kehnsbock. Sie berichtet von der deutschen Tierrettung, die von vielen für einen Verein gehalten wird, tatsächlich aber eine GmbH ist und mit fragwürdigen Vertriebspraktiken an Kundschaft kommt. Liebe Verena, heute sitzen wir nicht in der Lokalredaktion in Düsseldorf, sondern im Mutterschiff in Herth. Auf der anderen Rheinseite. Auf der anderen Rheinseite. Auf der linken. Die richtige, die falsche, it's debatable. Und wir sprechen über einen Text, der schon ein wenig älter ist. Den hast du vor einem Jahr geschrieben und der wurde jetzt für einen Preis nominiert. Herzlichen Glückwunsch. Dankeschön. Das Thema dieses Textes ist allerdings nach wie vor so aktuell, dass wir gedacht haben, wir sprechen da einfach nochmal drüber im Zuge dieser Nominierung. Der Text heißt Das Geschäft mit der Tierliebe. Und vielleicht kannst du direkt mal ein wenig einordnen, worum geht es? Es geht um die Deutsche Tierrettung. Das ist eine Organisation aus Düsseldorf, mit Sitz in Düsseldorf. Und ich bin darauf gekommen, weil sich tatsächlich Leserinnen bei mir gemeldet haben, beziehungsweise eine, die gesagt hat, schaut euch das vielleicht doch mal näher an. Das ist nämlich, wie sie damals dachte, sie wurde vor einem Supermarkt angesprochen von der Deutschen Tierrettung. Die haben ihr gesagt, dass sie so eine Art Krankenwagenservice für Tiere bieten, für Haustiere, also schnelle medizinische Hilfe. Wenn mal was mit dem Haustier ist, dann kommen sie vorbei und können sich kümmern. Das fand sie gut und hat tatsächlich vor diesem Supermarkt dann eine, wie sie dachte, Vereinsmitgliedschaft abgeschlossen. Sie sagte im Nachhinein, sie ist sich nicht mehr ganz sicher, was sie zu ihr gesagt haben, aber sie ist fest davon ausgegangen, dass es sich bei der Deutschen Tierrettung um einen Verein handele. Irgendwie klingt es auch nach Verein, muss ich sagen. Also ich finde, das hört sich irgendwie, würde ich auch denken. Ja, aber tatsächlich, es ist eine GmbH und die macht gar nicht so ein schlechtes Geschäft damit. Und zugleich gibt es extrem viele Beschwerden darüber, dass sie... Auch gleichzeitig die Leistung nicht erbringt. Und das ist ja der Knackpunkt. Also dass man irgendwie, wir können jetzt darüber sprechen, wie dodgy eh Sachen sind, die einem auf Supermarktplätzen angeboten werden. Also oder in der Fußgängerzone, das ist ja die alte Krux. Das hat ja eh schon einen gewissen Ruf. Und dann ist ja die Frage, das eine ist das eine. Aber wenn dann auch die Leistung nicht erbracht wird und ich verlasse mich dann darauf, wenn es meiner Katze, meinem Hund, meinem Kaninchen, meinem, wie groß geht das? Pferd wahrscheinlich nicht, aber so meinem Haustier. schlecht geht, dann wird mir da geholfen und das ist ja eben nicht der Fall. Ja, und es war, also es ist beides, also ich glaube dieser, wie du sagst, das ist schon ein bisschen fragwürdig, dieses, ich spreche Menschen auf der Straße an und lasse da Verträge unterschreiben, das wissen ja alle irgendwie theoretisch, dass man da vorsichtig sein sollte und da setzen sie natürlich genau darauf, auf diese Tierliebe, dass man sagt, naja, aber für mein ein Kaninchen für meinen Hund, für meine Katze, mache ich es. Und unterschreibe das, ohne wirklich zu wissen, worauf ich mich einlasse. Ich habe mit mehreren Betroffenen gesprochen. Die eine sagte, dass sie halt wirklich davon überzeugt war, dass es ein Verein ist, ein gemeinnütziger Verein und dass sie auch einen Mitgliedsausweis bekommen habe, aber nie irgendwie einen Vertrag, den sie unterschrieben hat. Und dann ist sie das erste Mal stutzig geworden, als zu viel Geld abgebucht wurde. Über welche Summen sprechen wir? Es waren nicht die Riesensummen, es waren halbjährliche Beiträge, aber eben regelmäßig. Und sie war fast zehn Jahre da und dann kommt das eben zusammen. Und bei so vielen Kundinnen und Kunden, die die Deutsche Tierrettung hat, kann da dann doch ein ordentlicher Schaden entstehen. Wie kann so eine Firma das abziehen, das frage ich mich. Also kann ich mich jetzt auch hinstellen und sagen, ich bin die neue Deutsche Tierrettung und hätte gerne 70 Euro. Also wie sehr geschützt ist dieser Begriff? Also es ist ein Firmenname, insofern das ist schon legal. Es wird aber interessant, wenn man so ein bisschen hinter die Kulissen guckt, weil diese Tierrettung eben nicht nur eine Tierrettung ist, sondern die Geschäftsführerin auch in anderen Bereichen mit mischt. Unter anderem gehört zu der Deutschen Tierrettung, die gehört einer GmbH an, die auch ein Inkassobüro ist. Aha. Und das sind dann schon Ebenen, auf denen man sich wirklich fragen sollte, wie passt das zusammen? Schulden eintreiben und Tiere retten. Und das ist natürlich auch was, also selbst wenn sich das auf einer legalen Ebene noch bewegt, es ist natürlich für die Menschen, die da ihr Geld zahlen, eine totale Täuschung, weil die meisten das natürlich nicht durchschauen. Also selbst wenn sie irgendwann auf die Internetseite der Deutschen Tierrettung gehen und sehen, oder es ist ja kein Verein, sondern der GmbH, dann wissen sie aber immer noch nicht, was dahinter steckt. Ich behaupte auch, dass vielleicht viele Menschen inklusive mir, also deswegen behaupte ich das hier so auf meinem hohen Ross, also GmbH, Verein, GmbH, also für mich ist das alles irgendwie was Offizielles und dann wird das schon stimmen. Also das ist ja auch die Frage, ob ich dann überhaupt weiß, was der Unterschied ist und was mir da passieren kann oder halt auch nicht. Ja, ich glaube, es ist so ein bisschen eine Vertrauensfrage. Total, das ganze Thema ist ja, also darum finde ich das ja auch so spannend, weil das ja auf der Meta-Ebene einfach so viel abgrast. Ja, und ich habe ja gerade auch schon kurz angeschnitten, ich habe auch mit einer Betroffenen gesprochen, die sagte, es wäre ja sogar in Ordnung, wenn das eine GmbH ist und die damit irgendwie Gewinn machen. Aber dann sollen sie doch bitte die Leistung erbringen. Also sie hatte selbst mal das Problem mit ihrer Hündin, dass sie den Notruf wählen wollte, er nicht erreichbar war. Also sie hat es mehrfach versucht und dann ist einfach niemand reingegangen. Und solche Beschwerden haben sich halt extrem gehäuft. Wo wurde sich dann beschwert? Es gibt eine Internetseite, wo man extrem viele solche Bewertungen finden kann. Und da waren Hunderte, würde ich sagen. Und ich habe dann halt zu mehreren Betroffenen Kontakt aufgenommen und mit denen auch direkt sprechen können. Wollten die gerne reden? Also ist da Redebedarf? Wie gesagt, ich reite jetzt ein bisschen darauf rum, weil ich glaube, dass dieses Thema Haustiere... Ist vielleicht nochmal was anderes, als wenn ich jetzt auf einen Klempner-Service reingefallen wäre. Also ich stelle, ich denke mir jetzt aus, es gibt jemanden, der sagt, okay, ich habe einen Verein für haushalterische Tätigkeiten. Also Haustier ist ja für sehr, sehr viele Menschen sehr, sehr nah dran. Und da kennt man ja dann vielleicht auch keine andere Grenzen. Dass man sagt, okay, wie du schon sagst, selbst wenn ich 100 Euro pro Halbjahr bezahle und ist mir auch am Ende egal, ob das nette Menschen sind oder nicht. Hauptsache, es wird dann geholfen, wenn es so ist. Also das finde ich eigentlich, da frage ich mich, ist man dann auch bereit und möchte eigentlich darüber sprechen oder schämt man sich ein bisschen? Also hattest du auch die Erfahrung, dass Leute gesagt haben, so nee. Nee, also es war glaube ich, es gibt es ja oft in so, wenn Leute irgendwie Betrugsopfer werden, dass die sich so sehr dafür schämen. In dem Fall hatte ich überhaupt nicht das Gefühl. Ich glaube, die meisten waren einfach richtig sauer. Fair enough. Und waren deshalb auch bereit, darüber zu sprechen und zu sagen, das läuft hier nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe. Und es gab tatsächlich, auch da laufen die Beschwerden auf. Also das eine war halt so ein Internetportal, wo man Bewertungen abgeben kann, wo ich direkten Kontakt zu den Betroffenen aufnehmen konnte. Und zum anderen habe ich mit der Verbraucherzentrale gesprochen und die kannten tatsächlich das Unternehmen auch schon und haben gesagt, bei denen laufen auch zig Beschwerden auf. Über diese etwas fragwürdigen Vertriebspraktiken und eben Verflechtungen des Unternehmens. Und jetzt ist es ja, in den meisten Fällen landet das ja dann irgendwo, also ich möchte eine Leistung haben, die kommt nicht an, ich beschwere mich und dann wird der oder diejenige, über der oder die ich mich beschwere, wird dann kontaktiert und damit konfrontiert. Das ist auch schwierig in diesem Fall, oder? Wer ist da verantwortlich und wen kriegt man zu packen oder eben auch nicht? Das Unternehmen hat eine Geschäftsführerin. Die ich kontaktiert habe und sie war leider nicht zu einem persönlichen Gespräch bereit, aber sie hat mir schriftlich geantwortet und hat Stellung genommen zu den Vorwürfen. Und auch daran erkennt man, wie schwierig das ist, weil sie sagt, wir operieren offen als GmbH, wir behaupten nicht ein Verein zu sein, was aber nicht bedeutet, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Vertrieb das nicht vielleicht so vermittelt haben, ohne das direkt zu sagen. Und auch da, wenn ich auf dem Supermarktparkplatz einen Vertrag abschließe, dann gucke ich vielleicht erst Wochen, Monate später, wenn ich merke, das ist irgendwie komisch hier, dann gucke ich vielleicht mal auf die Internetseite. Also selbst wenn das nicht illegal ist, es ist vielleicht nicht ganz koscher. Ja, ja, ja. Also es wird so ein bisschen genau diese Emotionalität, die die Menschen halt bei diesem Thema haben, wird da ausgenutzt. Und ich habe sie natürlich zum Beispiel auch auf diese nicht besetzte Notrufnummer angesprochen. Da meinte sie, es passiere häufiger, dass die Leute die falsche Telefonnummer wählen und dann irgendwie im Büro landen. Das kann ich jetzt natürlich nicht genau nachweisen, wie es in dem Fall war. Aber ich glaube, ehrlich gesagt, bei der Menge an Beschwerden kann es nicht völlig unberechtigt sein. Wer sollte denn da in der Notrufnummer sitzen? Also wer arbeitet da? Sind das dann ausgebildete Tierärztinnen, immerhin RettungssanitäterInnen in den Krankenwagen? Davon sind zumindest mehrere Kundinnen und Kunden ausgegangen. Die haben schon gedacht, dass da vielleicht dann auch ein Tierarzt sitzt, der auch das Tier dann behandeln kann. Bei einer Betroffenen, mit der ich gesprochen habe, war das aber nicht der Fall. Da kam dann jemand, der hat sich das Kaninchen irgendwie angeguckt und hat gesagt, ja, das kann ich jetzt leider auch nicht machen, das kann ich nicht behandeln. Wollen Sie das selber in die Klinik fahren oder soll ich das machen? Wo sie sich dann gedacht hat, ja, dann hätte ich auch direkt losfahren können. Dann hätte ich mir die Beiträge für die Deutsche Tierrettung sparen können. Du hast das ja eben schon mal kurz angesprochen. Also in deinem Stück schreibst du, dass die ja auch ihren Sitz auf der Köhe haben. Also es ist ja irgendwie auch represent ein bisschen so. Also es ist jetzt nicht in irgendeinem… Aber es ist eine Adresse. Genau. Also die haben dort keine Büros, das muss man dazu sagen. Also es ist eine Adresse, wo man sich so eine repräsentative Geschäftsadresse suchen kann. Genau, ich finde, das hat ja auch was Vorsätzliches. So dass man sagt auf der köhe klar wenn ich das jetzt google dann würde ich also wie gesagt ich bin ja auch ich denke dann auch ach so ja dann wird schon was sein wahrscheinlich ja und selbst aus dem handelsregister geht nicht eindeutig hervor wo diese firma ihren sitz hat was natürlich auch einem irgendwie zu denken geben sollte in der stellenausschreibung ist vom standort oberhausen. Aber es ist nicht eindeutig, von wo aus die operieren. Und ich finde nämlich, diese Metamorphose quasi mit Inkasso-Unternehmen oder Inkasso-Büro, die treiben dann einfach selber die Gelder ein, die sie da per Vertrag sich holen. Also das ist natürlich so ein bisschen die Befürchtung. Also es ist wirklich, die Tierrettung hat eine ganz interessante Historie, weil es wirklich mit ganz vielen unterschiedlichen Firmen zusammenhängt, die sich in ganz anderen Branchen bewegen. Und wo man wirklich ein bisschen stutzig wird. Also es wurde gegründet von einer Geschäftsführerin und ihrem Kompagnon und die haben zuerst eine HD-Holding GmbH gegründet. Also kann man jetzt auch nicht so viel mit anfangen mit dem Namen. Kann sich alles drunter bewegen und dazu gehörte zu dem Zeitpunkt, als ich den Text recherchiert habe, unter anderem so ein Hotelbetrieb mit drei Häusern in Dortmund. Und in den Folgejahren haben sie immer wieder unterschiedliche Sachen gemacht und unter anderem zwei weitere Unternehmen aufgebaut. 2015 die DDM24, das ist die Kurzform für Deutsches Debitorenmanagement, also ein Inkasso-Büro. Wir haben wirklich eine Internetseite, die, komplett oldschool aussieht. Und da kann man für einen jährlichen Festbetrag von 399 Euro offene Rechnungen eintreiben lassen. Schreiben die auch dann irgendwelche Rechnungen? Also ich würde gerne offene Rechnungen eintreiben lassen, aber ich habe keine. Vielleicht könnte ich das den Schritt aufnehmen. Dann würde ich mir das wohl überlegen. Und 2016 haben sie dann die Deutsche Tierrettung GmbH gegründet. Erst mit Sitz an der Kurfürstenstraße in Düsseldorf und dann wechselte die Adresse zur Königsallee, wo sie aber eben nicht mal wirklich sitzen. Und in demselben Jahr sind beide Firmen verschmolzen. Und die DDM24 hat die komplette Tierrettung und das gesamte Vermögen übernommen. Und alles läuft jetzt unter dem Dach der HD Holding und unter alleiniger Geschäftsführung dieser Geschäftsfrau. Verboten ist das alles nicht. Es ist sogar üblich, dass Firmen irgendwie verschmelzen, weil man damit Ressourcen bündeln kann. Man kann Personal sparen. Es ist natürlich oft sinnvoll, wenn man mehrere Zweige hat, die sehr ähnlich sind, dass man dann sagt, man führt das zusammen. In dem Fall aber sind ja irgendwie die Geschäftsfelder so unterschiedlich, dass man sich wirklich fragt, wie soll das zusammenpassen? Also ich finde auch, ob es verboten ist oder nicht, ist das eine. Aber ich finde auch, es hat halt so ein Geschmäckle. Also es ist halt Tierrettung und Inkasso, das wirkt schon sehr nach, womit kann man Leute packen, dass sie irgendwas unterschreiben. Es wären wahrscheinlich noch mit, also sag ich jetzt einfach mal so ganz frank und frei mit Kindern würde das wahrscheinlich noch funktionieren. Also alles emotionale Sachen und vielleicht mit Menschen helfen. Also alles, was, wie gesagt, ein Abo für einen Fernsehanbieter oder so Streamingdienst ist, würde mich vielleicht nicht so catchen. Also das finde ich daran so das... Auch immer noch aktuelle, weil es ist ja eine immer sich wiederholende und immer bestehende Geschichte und Situation. Und es gibt die ja auch noch, weil man kann ja nichts machen. Die haben sich ja überall wasserfest abgesichert, stelle ich mir vor. Vor allem, wenn es natürlich Leute sind, die sehr umtriebige Geschäftsleute sind. Das ist ja fast beeindruckend, wenn es nicht so schlimm wäre oder so ätzend wäre. Eine Frage habe ich noch, nur ganz kurz zum Abschluss. Es gibt ja auch tatsächlich Leute, die sich um Tiere in Not kümmern. Feuerwehr, Tierrettung, ich weiß nicht, wie die dann offiziell heißt. Also da habe ich schon mal einen Tiernotdienst, wenn man tote Tauben auf der Straße sieht oder kranke Tiere im Park. Natürlich haustierärztliche Notrufe. Wie reagieren die da drauf? Also es gibt ähnliche Tierrettung, auch in Düsseldorf und daran sieht man halt auch, dass diese Organisation der deutschen Tierrettung relativ ungewöhnlich ist, weil das sind in den meisten Fällen Vereine oder gemeinnützige Gesellschaften, also GGMBH. Ist, deshalb sollte man sich wirklich als Haustierbesitzer gut umgucken. Also es gibt Haustierpraxen, die Hausbesuche anbieten und da dürfen diese Veterinärmediziner dann eben auch mehr tun, als einfach nur Notfallhilfe zu leisten oder das Tier eben irgendwo hinzufahren. Und ich habe natürlich auch mit der Verbraucherzentrale gesprochen, die ja auch gesagt haben, schon mehrere Kunden Die konnten auch rechtlich vertreten im Streit mit der Tierrettung und konnten einige Verträge widerrufen und einige anfechten wegen Irrtums, weil die Leute getäuscht wurden. Und die raten im besten Fall wirklich niemals Verträge in der Fußgängerzone oder an der Haustür zu unterschreiben, sondern sich, wenn man wirklich überlegt, das zu machen und denkt, das könnte für einen sinnvoll sein, lieber die Unterlagen mitgeben lassen, sich das in Ruhe angucken, mal auf die Internetseite gehen. Und wenn man doch was unterschrieben hat, frühzeitig reagieren, sich zum Beispiel bei der Verbraucherzentrale melden, den Vertrag widerrufen. Meistens ist das dann noch möglich. Einfach nur nicht zu zahlen ist natürlich keine besonders gute Idee, denn dann schalten die meisten Anbieter ein Inkassobüro. Ihr hauseigenes Inkassobüro. Um die Beiträge anzutreiben und genau das ist ja witzigerweise bei der Deutschen Tierrettung schon im Geschäftsmodell integriert. Abschließend ist zu sagen, never sign anything without a table under it. Also das habe ich mal gehört. Also überall, wo kein Tisch drunter ist, wo ich vernünftig unterschreiben kann, besser nicht. Und gerade wenn es um das Wohl lebendiger Wesen geht, lieber nochmal ganz genau hingucken. Lieber Verena, ich danke dir für dieses Gespräch. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. Das war der Rheinpegel für diese Woche. Wenn ihr uns eine große Freude und mir ein verspätetes Geburtstagsgeschenk machen wollt, dann abonniert diesen Podcast und bewertet uns mit Daumen, mit Sternen, mit Punkten und empfiehlt ihn weiter. Erzählt jemandem davon, der Düsseldorf liebt oder noch viel besser, der das noch lernen soll. Mein Name ist Tosja Kohlmann. Vielen Dank fürs Zuhören. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. Wieder einen Rheinpegel durchgehört. Gratulation. Jetzt müsst ihr nur noch jemandem von dieser Episode erzählen. Music.