Latest / Audi Weekly / Audi droht Stellenabbau
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- Servus liebe Audi Interessierte zum Audi Weekly und das sind die Themen der Woche rund um die vier Ringe aus Ingolstadt. Audi unter Druck, neue Betriebsvereinbarung geplant, weiterer Stellenabbau droht und Gerüchte über einen Börsengang machen die Runde, den Experten als teuersten Weg zur Kapitalbeschaffung bezeichnen. Außerdem im Audi-Abgasprozess schildert eine Schlüsselfigur, wie eine Unternehmenskultur des Schweigens den Dieselskandal mit verursacht hat. Bei Audi in Ingolstadt bahnt sich eine neue Betriebsvereinbarung an. Personalvorstand Xavier Roos erklärt, das Geschäftsmodell der bisherigen Zukunftsvereinbarung gehöre der Vergangenheit an. Märkte schrumpfen, neue Wettbewerber drängen aggressiv hinein, Preise und Margen geraten unter Druck. Gesamtbetriebsratschef Jörg Schlagbauer fordert Klarheit bei Sparmaßnahmen und betont, die Verantwortung liege nicht bei den Beschäftigten. Das Ziel von jährlich 450.000 Fahrzeugen aus Ingolstadt sei nie erreicht worden. Die Rendite liegt bei nur 4,2 Prozent. Auch der vereinbarte Stellenabbau scheint zu stocken. Weitere Gespräche nun stehen bevor. Gerüchte über einen Audi-Börsengang machen die Runde, doch offenbar ohne belastbare Grundlage. Laut einem Zeitungsbericht soll eine Arbeitsgruppe unter den Finanzvorständen von Volkswagen und Audi ein entsprechendes Konzept erarbeiten. Betriebsratsvorsitzender Jörg Schlagbauer erklärt, ein Börsengang stehe weder bei Audi noch bei Volkswagen auf der Tagesordnung. Insider aus Ingolstadt und Wolfsburg bezeichnen die Spekulationen als völlig haltlos. Da bereits VW- und Porsche-Aktien existieren, ergebe eine weitere Emission keinen Sinn. Audi ist bereits eine AG, gehört aber seit dem 16. November 2020 vollständig zu Volkswagen. Zu den Gerüchten um einen möglichen Audi-Börsengang äußerte sich auch Thomas Mellmann, Professor für allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Schutzfinanzierung und Banken an der Katholischen Universität Ingolstadt-Eichstätt. Er sieht in den Gerüchten einen Hinweis, dass Audi Geld brauche, bestätigt durch eine schwache Umsatzrendite. Einen Börsengang hält er derzeit für schwierig, da Automobilgeschäfte an der Börse wenig gefragt seien. Aktien seien zudem die teuerste Finanzierungsform. Gleichzeitig warnt Mählmann, wer Anteile frei handelbar macht, riskiert unerwünschte Anteilseigner zu gewinnen, im Extremfall sogar eine Übernahme. Im Audi 2-Prozess ist die Vernehmung des Zeugen Henning L. fortgesetzt worden. L. leitete damals die Abgasnachbehandlung Grundentwicklung, eine Unterabteilung unter der Leitung von Giovanni P. Und gilt als eine der Schlüsselfiguren des Dieselskandals. Er beschreibt, wie Softwaretricks dafür sorgten, dass Fahrzeuge auf dem Prüfstand weniger Schadstoffe ausstießen als im Alltagsbetrieb. Die Unternehmenskultur sei damals geprägt gewesen von einer klaren Devise. Chefs wollen Lösungen, keine Probleme. Diese Angst vor Fehlermeldungen habe die Krise vertieft. Im Audi-2-Prozess hat auch eine ehemalige Sekretärin ausgesagt. Cornelia S. bestätigte die ungewöhnliche Arbeitsweise ihres Chefs Richard B. Er ließ täglich E-Mails ausdrucken und kommentierte sie handschriftlich. An illegale Vorgänge erinnerte sie sich nicht. Den Begriff Defeat Device habe sie vor dem Aufkommen des Dieselskandals nie gehört. Die Verteidigung stellte zudem weitere Beweisanträge. Unter anderem soll der ehemalige Technikvorstand Oliver Hoffmann aussagen. Der Prozess pausiert bis Mitte Juli. Die Audi-Sommerkonzerte starten mit zwei kostenlosen Open-Air-Abenden im Klenzepark. Am 26. und 27. Juni, jeweils ab 20.30 Uhr. Am Freitag spielt die Audi-Bläser-Philharmonie unter der Leitung von Matthias Wehrwerke von Duke Ellington, Maurice Ravel und Earth, Wind und Fire. Solist ist der israelische Newcomer und Klarinettist Elad Navon. Am Samstag präsentiert das Baltic Sea Philharmonic unter Robert Trevino, Swan Lake Reimagined, auswendig und im Stehen. Solistin ist die zwölfjährige Cellistin Charlotte Melkonien. Das war das Audi Weekly für diese Woche. Diese Episode wurde vom Donaukurier erstellt. Zum Schluss ein kleiner Hinweis. Dieses Update wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt.