Latest / Gin And Talk / Sportfreunde Stiller über Musik, Pausen und Neuanfänge
Transcript
- 0:00Speaker 1: Das macht doch Musik aus, das ist doch Kunst.
- 0:02Speaker 1: Dass man ein Gefühl entwickelt, dass es den Leuten irgendwie was bedeutet.
- 0:06Speaker 1: Mitnimmt auf eine Reise oder hochhebt oder zum Grübeln anregt Da ist doch ganz egal ob ich der schnellste Schlagzeuger bin.
- 0:15Speaker 1: Ich kann dem Beat halten und ich kann auch mal einen Break machen wenn's passiert.
- 0:19Speaker 1: Und das finde ich zu solltende der Blick auf die Musik sein.
- 0:23Speaker 0: Mein Gefühl ist... ...dass ganz viele Leute etwas mit unserer Musik verbinden zu irgendwelchen Momenten in ihrem Leben schon gehört haben.
- 0:31Speaker 0: Oftmals waren es positive Momente wie Hochzeiten, Lieder wie ein Kompliment.
- 0:36Speaker 0: Es waren so Feiermomente wie spezifische, wie die Vierundfünfzig zu Vierunfünftig.
- 0:41Speaker 0: So viele Lieder sind den Leuten bekannt und bei vielen Leuten sind wir so'n Begleiter geworden über denen man manchmal den Kopf schüttelt und über den man sich aber auch freut und wo man auf tollen Konzerten war.
- 0:54Speaker 3: Herzlich willkommen!
- 0:55Speaker 3: Mein Name ist Daniel Fürk und bevor wir gleich rüber an den Badresen gehen, möchte ich euch kurz unsere heutigen Gäste vorstellen.
- 1:02Speaker 3: Die Sportfreunde Stiller kennt hierzulande eigentlich fast jeder!
- 1:05Speaker 3: Mit Songs wie Applaus, Applaus ein Kompliment oder New York-Rio Rosenheim haben sie sich in die Köpfe der Allermeisten eingebrannt.
- 1:14Speaker 3: Nach etwas mehr als fünf Jahren Pause haben sich Peter Floh und Rüde endlich wiedergefunden und haben vor wenigen Wochen ihren neuen Single I'm Alright veröffentlicht.
- 1:22Speaker 3: In Kürze folgt dann auch das dazu passende Album Jeden nur ein X. Ich möchte von Flo und Rüde wissen, was da in den vergangenen fünf Jahren eigentlich geschehen ist?
- 1:31Speaker 3: Wie die Sportfreunde wieder zueinander gefunden haben Was uns bei dem neuen Album erwartet Und wie sich ihre Musik weiterentwickelt hat.
- 1:38Speaker 3: Bevor wir aber gleich starten noch eine Bitte Wenn euch Genintalk gefällt folgt uns bei Spotify Apple Podcast oder wo auch immer ihr gerne Podcast hört So verpasst ihr auch keine der folgenden Episoden.
- 1:50Speaker 3: Jetzt aber viel Spaß beim Zuhören.
- 1:51Speaker 3: Schön, dass ihr alle wieder mit dabei seid.
- 1:54Speaker 0: Zwei Menschen,
- 1:56Speaker 2: eiskalte Drinks
- 1:57Speaker 0: und eine Menge Zeit für ein persönliches Bargespräch.
- 2:02Speaker 0: Herzlich
- 2:03Speaker 1: willkommen an unseren Bartresen!
- 2:06Speaker 0: Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge Gin & Talk.
- 2:11Speaker 0: Mach es dir gemütlich, lehne dich zurück und tauche ein in die verrucht düstere Atmosphäre unserer Studio-Bar.
- 2:20Speaker 2: Die Sportfreunde stille heute bei uns zu Gast, Rüde und Flo.
- 2:31Speaker 2: Freut mich sehr dass es heute klappt.
- 2:33Speaker 2: herzlich willkommen hier bei uns an der Bar.
- 2:35Speaker 1: Ja vielen Dank für die Einleitung.
- 2:35Speaker 1: hallo!
- 2:36Speaker 1: Hallo?
- 2:36Speaker 2: Es hat ja zugegebenermaßen lange gedauert bis wir mal hier reden konnten.
- 2:41Speaker 2: Rüder war ja schon ganz oft hier in privater Mission sozusagen aber du warst noch nie hier.
- 2:48Speaker 2: Deshalb ein doppeltes Willkommen an dich sozusagen.
- 2:51Speaker 2: Ja,
- 2:51Speaker 1: vielen Dank nochmal.
- 2:53Speaker 1: Aber ich hätte Rüder gerne sprechen hören in diesen Situationen hier an der Bar.
- 2:56Speaker 1: Das wäre interessant gewesen!
- 2:58Speaker 2: Da hatten wir leider keinen Mikrofon laufen.
- 3:00Speaker 2: Hätten wir mal machen sollen.
- 3:01Speaker 2: Es
- 3:01Speaker 0: waren schon interessante Gespräche.
- 3:03Speaker 0: Einmal
- 3:03Speaker 2: haben wir sogar einen Mikro von Laufen lassen.
- 3:05Speaker 0: Stimmt?
- 3:06Speaker 2: Einmal habe ich eine Episode aufgenommen.
- 3:07Speaker 2: Können
- 3:07Speaker 1: wir da reinhören so nach dem vierten Schimpolig und fünften Whiskey?
- 3:10Speaker 1: Achso...
- 3:11Speaker 2: Wir haben erst danach was getrunken.
- 3:12Speaker 2: tatsächlich aber.... Seit ein paar Wochen seid ihr wieder richtig Vollgas unterwegs.
- 3:18Speaker 2: Ich habe ja lange darauf gewartet, wir haben lange darüber gesprochen.
- 3:22Speaker 2: und wie geht es euch denn damit?
- 3:25Speaker 2: Also ich hatte vor zwei Wochen Hannes Ringelstädter im Gespräch und Hannes hat gemeint nach diesen ganzen Pandemiejahren.
- 3:35Speaker 2: Er hat ein bisschen kürzer ausgesetzt als ihr aber er meinte so naja nach diesen Jahren der Pause kommt auf einmal sowas wieder was er gar nicht mehr kannte nämlich Lampenfieber.
- 3:45Speaker 2: Geht es euch da ähnlich?
- 3:46Speaker 2: oder was habt ihr für Emotionen damit, dass sie jetzt endlich wieder auf der Bühne steht?
- 3:50Speaker 2: Also
- 3:51Speaker 0: für mich ist in den ersten Wochen des Unterwegsseins... ...oder das Wiederunterwegsseinst war so ein Gefühl der Wiederbegegnung mit einer alten Liebe tatsächlich.
- 4:02Speaker 0: Ich wusste gar nicht, was ich vermisst habe bis ich dann oft mit Peter und Flo wieder irgendwie auf der bühne stand und dieses ganze Gefühl wieder so mit bekommen konnte.
- 4:13Speaker 1: man
- 4:14Speaker 0: Man checkt es ja gar nicht.
- 4:15Speaker 0: Wenn das Konzert vorbei ist, dann ist es wirklich vorbei und man kann sich das nicht vorstellen.
- 4:19Speaker 0: wie das ist mit so einer Energie zu spielen den Sound zu spülen, mit den Leuten in irgendeiner Form zu interagieren und zu sehen wie sie die Lieder singen oder zu hören zu spürn wie sie Lieder sinken.
- 4:32Speaker 0: Das kann man sich ja nicht vorstellen!
- 4:33Speaker 0: Es passiert nur auf der Bühne und wenn's nicht passiert ist einfach weg.
- 4:37Speaker 0: also da sind es nur wage Erinnerungen und sowas halt für mich ein total schönes Gefühl eine Eine Wiedersehensfeier über Wochen.
- 4:46Speaker 2: Ich fand es ja total lustig, ich war ... Ich hab's vorhin schon erzählt.
- 4:49Speaker 2: Ich war bei Rock'n Park dabei in der ersten Reihe und ich muss mich so zu sagen outen weil ich war in eurem ersten Leben nie auf einem Konzert von euch sondern habe euch wirklich immer nur eben doch das stimmt gar nicht.
- 5:05Speaker 2: Bei Bits and Pretzels war ich immerhin dabei Hab euch live gesehen, aber ich war noch nie auf so einem richtigen Konzert von euch.
- 5:13Speaker 2: Und dann stand ich in der ersten Reihe bei Rock'n Park und dachte mir so ja cool irgendwie nachmittags und schauen wir mal... Ich weiß nicht was ... Wetter war ja so ein bisschen durchmischt angekündigt und jetzt gucken wir mal wie viele Leute irgendwie kommen.
- 5:27Speaker 2: Dann steh ich da auf einmal und schaue mich die andere Richtung hinter und denk mir so wow!
- 5:32Speaker 2: Der ganze Laden ist ja irgendwie voll bis ganz hinter und alle sind wirklich so richtig.
- 5:36Speaker 2: Also wenn man dann auch in die Gespräche reinhört, ihr sagt, oh, die Sport ist endlich, sind sie wieder da?
- 5:41Speaker 2: Und endlich spielen Sie wieder!
- 5:42Speaker 2: Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet.
- 5:45Speaker 2: Wie geht Ihr denn mit diesem Feedback um?
- 5:48Speaker 2: also dass ihr auch wirklich spürt... Die Leute haben wirklich darauf gewartet das ihr wieder kommt.
- 5:53Speaker 1: Ja, vor allem diese Situation die du beschreibst am Ring und im Park.
- 5:57Speaker 1: Wo du jetzt warst das war ein total erwärmenes Gefühl eine Welle der Euphorie wie zumindest.
- 6:04Speaker 1: ich Hab nicht genau gewusst, was uns erwartet.
- 6:06Speaker 1: Kennen uns die Leute noch?
- 6:07Speaker 1: Klatschen ein paar, singen ein paar mit!
- 6:10Speaker 1: Aber dass wir dann so mitreißend empfangen werden und das es so überbohren wird... ...das war natürlich eine absolute Bestätigung, dass wir hier absolut richtig sind und die Entscheidungen Gott sei Dank getroffen haben, dass es wieder weitergeht.
- 6:21Speaker 1: aber ich habe mich auch schon gefreut von unserer Crew gehört.
- 6:25Speaker 1: Von einem Freund von uns der Digitalen macht.
- 6:28Speaker 1: als wir ihm wieder mitgeteilt haben Es geht wieder los und die ersten kleinen Konzerte haben Hatten, hat er mir so einen schönen Satz geschrieben.
- 6:37Speaker 1: Die Sportfarne braucht es einfach und das war so schön dass man jetzt von den sehr nahen Leuten hört aber natürlich auch vom Publikum.
- 6:43Speaker 1: also ist eine Bestätigung und fühlt sich natürlich wahnsinnig gut an.
- 6:48Speaker 1: Wir hatten ja eben nicht nur die zwei Jahre Pandemie, sondern fünf Jahre Pause davon drei Jahre.
- 6:54Speaker 1: Drei Jahre, die jetzt völlig undurchsichtig waren für uns in der wir uns selbst erst als Band wiederfinden mussten jeder diese Pause unterschiedlich gestaltet hat dann natürlich in der Pandemie Phase wo wir ziemlich viel Leid mitbekommen haben in unserem Umfeld beim Künstlern Musikerinnen und Kulturschaffenden In der Zeit haben freudigerweise wieder Musik entstehen lassen.
- 7:19Speaker 1: Deswegen hat die uns nicht so schlagartig schlimm betroffen, wir haben aber mitgelitten.
- 7:24Speaker 1: Aber jetzt nach diesen fünf Jahren einfach wieder dazustehen und zu behaupten können hey wir machen wieder Musik, wir spielen wieder das ist ja bisher sehr
- 7:32Speaker 1: belebend.".
- 7:33Speaker 2: Was hatte euch denn nach diesen drei Jahren wieder dazu gebracht?
- 7:37Speaker 2: Dass ihr gesagt habt ihr gehört irgendwie doch zusammen Da müsst ihr jetzt mal wieder Gas geben und was Neues machen.
- 7:44Speaker 2: Oder dass ihr auch gesagt habt, ihr habt überhaupt Lust gemeinsam wieder etwas anzupacken?
- 7:50Speaker 0: Ja es macht immer Spaß mit den anderen beiden zusammen zu hängen.
- 7:57Speaker 0: Es ist einfach total witzig und vertraut und
- 8:01Speaker 1: wir
- 8:02Speaker 0: teilen so viele Erinnerungen uns mit den beiden zusammenzuspielen.
- 8:07Speaker 0: So was gibt's mit keinem anderem!
- 8:10Speaker 0: Das ist halt dieses ganz spezielle Gefühl, was halt entsteht, wenn wir spielen.
- 8:14Speaker 0: Also spülen ja auch wir... also mit der ersten Probe war irgendwie klar, dass es weitergehen muss.
- 8:22Speaker 0: Die erste Probe bei so einem Versuch und als wir dann in diesem YouTube-Tutorial gelernt haben wie wir eine Hymne auf dich spielen und das dann erfolgreich bewältigt haben, haben uns dann irgendwie was und so, ach komm jetzt lass uns nochmal proben!
- 8:40Speaker 1: Dazu sagen zum Verständnis, die Pause hat er jeder anders beurteilt.
- 8:47Speaker 1: Und ich sehe das Ganze zu dem es natürlich Spaß macht und sehr leicht sich anfühlt wenn wir darüber reden über die Musik.
- 8:53Speaker 1: Es ist nicht nur Berufung Ich ernähre davon auch meine Familie und habe Verantwortung und einfach sozusagen so Das wäre jetzt gewesen.
- 9:00Speaker 1: Also ich bin noch lange nicht durch so mit meinem Empfinden mit berufstätigen Leben.
- 9:05Speaker 1: Das war schon eine Zeit die nicht so einfach war.
- 9:08Speaker 1: In erster Linie hat sie aber Peter gebraucht, weil er Kraft schöpfen musste.
- 9:12Speaker 1: Das ist für einen Außenstehender oder Mitgestalter einer Band schwer der immer Energie hat, der immer was will.
- 9:18Speaker 1: also wie ich kann ja nie ruhig sitzen und mir fällt es halt immer leicht irgendwas anzugreifen.
- 9:23Speaker 1: Und das zu akzeptieren dass wir warten müssen und dass das nur hilfreich ist wenn alle gleich viel Energie haben das war total schwer und letztlich hat natürlich auch Rüdes Meinung war hey ich bin jederzeit da Es braucht einfach einen, der sagt jetzt geht es weiter.
- 9:37Speaker 1: Ich kann's nicht sein!
- 9:39Speaker 1: Der Floh kanns auch nicht sein und der Peter ist ja das aufheben
- 9:41Speaker 1: muss.".
- 9:42Speaker 1: Und der Peter meinte irgendwann nachdem wir ziemlich deutlich waren mit unserem Frustrum, mit unserer Trauer ob die Situation der gesagt hat, komm lass doch mal im Proberaum gehen und darüber zu erwähnen lasst ein Versuch starten.
- 9:54Speaker 1: und er hat aber wirklich innerhalb vier Minuten zum breiten Grinsen geführt und somit uns halt gezeigt dass es bleibt nicht beim Versuch.
- 10:01Speaker 2: Jetzt haben Rüder und ich, als wir das letzte Mal hier vom Mikrofon offiziell sozusagen saßen viel über Kreativität geredet.
- 10:08Speaker 2: Und darüber wie eigentlich Kreativity entsteht gerade auch in der Musik, dass du mir noch erzählt damals, dass Du super gerne einfach ein Wald gehst und rennst wie ein Blöder und auf einmal kommen die Ideen zu dritt stelle ich mir das gar nicht mal so einfach vor.
- 10:24Speaker 2: also gerade wenn es darum geht ihr habt jetzt ein neues Album produziert Wenn es darum geht diese ganzen Ideen irgendwie so in einen Topf zu werfen und dann einmal umzurühren, jetzt machen wir ein Song daraus.
- 10:37Speaker 2: Wie läuft denn das?
- 10:38Speaker 2: Also wie kann man sich das vorstellen?
- 10:40Speaker 2: ihr kommt irgendwo zusammen.
- 10:42Speaker 2: Und dann sagt der eine ich habe die Idee der andere hat die Idee und noch ein anderer die Idee.
- 10:47Speaker 2: oder wie klamüsert ihr aus was jetzt wirklich ne Idee ist die sich lohnt weiter zu verfolgen?
- 10:53Speaker 1: also die letzten beiden Alben sind tatsächlich so entstanden dass wahrscheinlich hundert Prozent der Lieder so entstanden, dass zu Hause komponiert wurde.
- 11:01Speaker 1: Jeder einzelne für sich individuell Lieder entstehen hat Lasten die vorgestellt hat und an denen dann weitergearbeitet wurde.
- 11:08Speaker 1: Das war bei Stubbund Stille so und bei Nuja Grie Rosenheim.
- 11:12Speaker 1: Diesmal haben wir sowieso einen Weg finden müssen, wie wir überhaupt wieder zueinander finden aufeinander zugehen und haben viel mehr gechämt zusammen.
- 11:18Speaker 1: Haben uns in Niederbayern in einer alten Schmiede eingemietet vier-fünf Mal und da einfach entstehen lassen, zugehört was der andere macht Und tatsächlich auch für mich total neu.
- 11:32Speaker 1: das Konzept oder die Idee hatte der Rüder dass jeder einfach mal dieser musikalischen Idee erst damit zuhört folgt Blätter in die Mitte legt, was einem einfällt.
- 11:42Speaker 1: Auch total spannend hatte ich so noch nicht erkannt und danach haben wir gemeinsam die Blätter, die nicht so ansprechend sind weggelegt und somit sind wir dann zum Text von einem All Right zum Beispiel gekommen.
- 11:52Speaker 1: Es galt da einfach dieser Parole einmal right nachzugehen und wie sieht das jeder?
- 11:56Speaker 1: Das war total spannend!
- 11:57Speaker 1: Und somit kann ich behaupten dass jetzt jeder nur ein kreuzes Album auf diese Art und Weise also noch nie entstanden ist vielleicht den ersten halben mehr Jahr.
- 12:05Speaker 1: Aber jetzt ist es schon wieder so ein schönes Jam-Album.
- 12:08Speaker 1: Es gibt natürlich auch Lieder, die individuell so entstanden sind und an dem man natürlich dann gemeinsam arbeitet.
- 12:13Speaker 1: aber... ...aber das bestimmt die Hälfte war so einen Jam Moment oder?
- 12:17Speaker 1: Hey was macht du da?
- 12:18Speaker 1: Das ist ja total spannend, mach mal!
- 12:20Speaker 1: Ach spiel mal länger und wahnsinnig hat man so einen Gestrüpp, so einen Gerüstengestrüpp.
- 12:25Speaker 0: Ein gestrüppsender
- 12:26Speaker 2: Gerüstsoft.
- 12:28Speaker 1: Was sehr ähnlich.
- 12:29Speaker 1: Irgendwas.
- 12:30Speaker 1: Und da hängt man dann so schön, in dieses Gestirb hängt mir dann so schöne Früchte aus Wörtern rein und das gemeinsam wie das Schmücken eines Weihnachtsbaumes.
- 12:39Speaker 0: Ich glaube es ist auch wichtig dass man Ortswechsel macht, dass man so Orte verlässt wo irgendwelche Dinge hängen.
- 12:47Speaker 0: schon alte Erinnerungen für mich hängen oft irgendwelchen Geistern, irgendwelcher Ecken irgendwelche Begebenheiten, das muss man mal verlassen und muss wo neu sind.
- 12:57Speaker 0: Wo Fragen aufgeworfen werden, wo man das Gebiet drum herum erkundet, spazieren gehen will, miteinander neu ins Gespräch kommt sich wunderten was für eine Gegend man hier geraten ist und dabei entstehen ja wieder neue Gespräche und irgendwie führt es vielleicht mal zu einem Text oder es führt einfach nur zum Bock dass man halt einfach nur spielt und der andere steigt ein aber so Zufälle zuzulassen und sich aufzumachen den Ort zu wechseln.
- 13:23Speaker 2: Die Orte habt ihr ja gefühlt ganz schön oft gewechselt, immer wenn ich dir Röde geschrieben hab.
- 13:28Speaker 2: Wo bist du eigentlich gerade?
- 13:29Speaker 2: Wart ihr mal irgendwie... Also nie dabei an habe ich grade gehört.
- 13:32Speaker 2: dann wart ihr ganz viel irgendwie in Wien.
- 13:34Speaker 2: Ihr wart ganz viel in Italien unterwegs.
- 13:39Speaker 2: Wie findet man eigentlich diese Orte?
- 13:41Speaker 2: also habt ihr euch wirklich irgendwie gedacht so was sind jetzt eigentlich richtig coole Orte wo man mal so richtig irgendwie den Kopf frei bekommt und cooles Studio zufällig noch nebenher hat?
- 13:50Speaker 0: Also nach Italien wollten wir, weil es in meiner Erinnerung zumindest war so, dass bei Sturm und Stille in der Toskain halt einfach total schön war.
- 13:58Speaker 0: Ich hab's geliebt mit dem Rennrad da rumzufahren.
- 14:01Speaker 0: Und irgendwie waren wir ... Der Tobi oder hat das Studio aufgetan, indem wir letztlich waren.
- 14:07Speaker 0: So ein unglaublich schöner Ort.
- 14:09Speaker 0: Und
- 14:13Speaker 1: die Chianti-Glassego-Gegend.
- 14:17Speaker 0: Genau, wenn man so einen Boden gekraben hat, hat man so alte Kalkmuscheln und sowas gefunden.
- 14:22Speaker 0: So es war mal ein Meeresboden offenbar also in einem herrlicher Ort wo man unendlich weit sehen konnte der natürlich dazu bringt dass man gerne draußen zusammensetzt Musik hört ist es warm?
- 14:35Speaker 0: naja das war auch kalt aber scheinbar trotzdem schön.
- 14:38Speaker 0: Und man hört Musik und man unterhält sich.
- 14:40Speaker 0: Dabei passiert halt wieder was, weil der Ort es einbietet.
- 14:45Speaker 0: Das andere war in Wien, da waren wir in der Villalala, in der viele Musiker gearbeitet haben und dort am Küchentisch zu sitzen um mit all den Musikern zu reden und zuzuhören wie überall Musik herkommt.
- 14:57Speaker 0: das trägt dann wieder woanders hin.
- 14:59Speaker 0: Und dasselbe halt in Niederbayern so eine alten Schmiede einfach das Zeug aufzubauen im riesigen Raum bis ins Gateboard drin zu fahren bisschen
- 15:08Speaker 1: Stünde
- 15:09Speaker 0: zu spielen, Wein zu trinken und die Instrumente in die Hand zu nehmen.
- 15:12Speaker 0: Ist dann wieder ein anderer Workflow?
- 15:13Speaker 0: Es ist immer dieses irgendwas Fühlen anfassen, reden, darsetzen... Und danach suchen wo das passieren kann.
- 15:21Speaker 2: Jetzt hatte ich ja das große Privileg dass sich euer neues Album schon anhören durfte.
- 15:28Speaker 2: Ich hatte zumindest den Eindruck dass ihr euch ja musikalisch auch ein Stück weit weiterentwickelt.
- 15:34Speaker 2: klingt immer so als Wer man besser geworden würde, aber gar nicht in dem Kontext sehen wollen.
- 15:39Speaker 2: Jetzt pass
- 15:39Speaker 0: auf was du sagst.
- 15:44Speaker 2: Nein im Sinne von einfach noch einen neuen Twist gefunden.
- 15:50Speaker 2: Wie würdet ihr das denn beschreiben?
- 15:52Speaker 2: Also wie habt ihr euch dann musikalisch in diesen fünf Jahren entwickelt und welche Handschrift trägt auch musikalisches dieses neue Album?
- 16:02Speaker 2: für diejenigen, die es noch nicht gehört haben
- 16:04Speaker 0: Ganz wichtig für uns war die Zusammenarbeit mit Tobi, Tobi Kuhn.
- 16:09Speaker 0: Mit dem haben wir schon fürs Anplagt Album zusammengearbeitet und der bringt halt einfach ganz eine Riesenoffenheit rein.
- 16:18Speaker 0: Der kann in alle Bereiche mitdenken und vordenken und hat so Bock auch mal was hinzulegen oder etwas hingelegt zu bekommen und mit dem selber arbeiten um das zur Diskussion zu stellen.
- 16:31Speaker 0: Er hat von uns auch so ein eigenes Bild gehabt.
- 16:33Speaker 0: Der wollte gerne, dass es... Als er uns die Frage gestellt und hat sich sehr stark die Frage stellt wie können wir auch so moderner klingen?
- 16:44Speaker 0: Wie können wir bewusster neue Sounds einsetzen?
- 16:48Speaker 0: Und der hat so Einflüsse gehabt, die auch dafür gesorgt haben das so ein Lied wie Ibrahimovic so klingt, wie's halt klingt.
- 16:56Speaker 0: Das hätten wir jetzt ohne ihn so nicht gemacht.
- 16:58Speaker 0: Wir haben in so eine Richtung sind wir schon mal gegangen, aber er macht es halt dann konsequent und das hat dazu was ein bisschen Dancy und ein bisschen cool und leicht und locker und macht nebenbei aber total Spaß.
- 17:13Speaker 0: Klingt nintismäßig und sinkt aber halt über Angst und über den Superhelden, denen man sich halt dazuholen möchte über einen Ibrahimophon wenn's mal richtig scheiße läuft.
- 17:23Speaker 0: eigentlich ein lustiges Lied über Angst.
- 17:25Speaker 0: Und es wirkt auch so lustig, weil der Tobi uns so geholfen hat zu einen Sound zu kreieren.
- 17:29Speaker 0: und andere Lieder die klingen so klassisch wie Du bist eine Bank.
- 17:33Speaker 0: Ein tolles Lied vom Floh über das was seine alte Parkbank mit all dem was auf ihr steht zu einem spricht.
- 17:42Speaker 0: also wo sind wir hin?
- 17:44Speaker 0: Es ist irgendwie...
- 17:47Speaker 1: Es
- 17:47Speaker 0: gefällt mir einfach jetzt gerade total gut und könnt jetzt gar nicht sagen was es genau ist.
- 17:53Speaker 2: Es hat sich in diesen fünf Jahren, also ohne das Negativ zu meinen ihr seid jetzt auch schon ein Stück weit alte Hasen im Musikbusiness.
- 18:02Speaker 2: Also ihr habt ja schon bisschen was erlebt und habt schon einige Jahre des Erfolges sozusagen mitgenommen.
- 18:10Speaker 2: In diesen fünf jahren hat sich ja viel weiterentwickelt in dem Musik-Business an sich.
- 18:15Speaker 2: Also vor fünf Jahren war Spotify zum Beispiel noch gar nicht so dominant wie es jetzt zum Beispiel ist.
- 18:21Speaker 2: Viele Dinge haben sich verändert, dann kamen auch die Pandemie dazu.
- 18:25Speaker 2: Jetzt sind wir momentan in der glücklichen Lage dass wir wieder Konzerte vor Live Publikum spielen können fast so wie wir es mal gewohnt waren.
- 18:33Speaker 2: Inwieweit hat euch das beschäftigt?
- 18:35Speaker 2: Also diese Frage auch wenn man jetzt die Musik auch ein Stück weit als Geschäftsmodell sieht Wie inwieweit habt euch das Beschäftig darüber nachzudenken?
- 18:44Speaker 2: Was hat sich da verändert?
- 18:45Speaker 2: Wie gehen wir da jetzt weiter vor?
- 18:47Speaker 1: Im Laufe der Jahre eigentlich noch gar nicht, weil wir mit uns beschäftigt waren.
- 18:51Speaker 1: Also wir konnten den Blick nach außen gar nicht fließen lassen und ich komme mich erinnern bevor wir in diese Pause ging war ich so der alte Nostalgiker der halt wirklich dafür gekämpft hätte unbedingt weiterhin das physische Versuch hochzuhalten.
- 19:05Speaker 1: und es ist doch Streaming ist doch ein Scheiß und der Musiker wird nicht vergütet eigene scheu-klappmatige Positionen eingenommen, weil ich so wollte.
- 19:17Speaker 1: Dass es so ist wie früher.
- 19:18Speaker 1: Ich habe immer das ganz einfache Argument genommen.
- 19:20Speaker 1: Ich gehe auch nicht zum Bäcker und nehme das Brot und sage ja hier hast du fünf Euro... ...ich komme jetzt einen Monat und hol mir was ich veressen will!
- 19:26Speaker 1: Also Entschuldigung, was ich essen will?
- 19:28Speaker 1: Die Zeit dreht sich.
- 19:29Speaker 1: Es gab auch mal Kassetten, es gab auch Mal Grammophonen und jetzt ist halt die Zeit des Streamings.
- 19:34Speaker 1: Das gilt's zu erkennen wenn gleichlich immer noch behaupte die Vergütung des Musikers ist viel zu schlecht.
- 19:42Speaker 1: Wir stießen an diese Frage, die du stellst.
- 19:46Speaker 1: also als wir halt veröffentlichen wollten und mit der Plattefirma wieder zusammenarbeiten mussten.
- 19:51Speaker 1: Und da kam dann so Überlegungen auf, ja komm wie machen wir das jetzt?
- 19:54Speaker 1: Also wir müssen den Algorithmus anwerfen und dann habe ich was bin jetzt im Matheleisterskurs.
- 20:00Speaker 1: Ja irgendwie ja.
- 20:01Speaker 1: es gibt dann neue Betrachtungen wie Musik konsumiert wird und wenn wir damit machen wollen, wenn wir wollen dass die Leute das hören, dann müssten wir auch diese Erwörter lernen und diese Wege.
- 20:11Speaker 1: und da haben wir uns natürlich in diesen Social Media ... Welt begeben, die extrem wichtig ist.
- 20:18Speaker 1: Und auch wir sind jetzt bei TikTok... ... weil wir natürlich starke Tänzer sind und tolle Hüftbewegungen haben!
- 20:26Speaker 1: Ja es ist ein anderes Bild.
- 20:27Speaker 1: wie du sagst in diesen fünf Jahren ist so viel passiert,... ...und das ist spannend und teilweise skurril zugleich.
- 20:34Speaker 2: Jetzt weiß ich ja von Rüde dass du dich viel mit vielen Digital-Themen beschäftigt hast, viel mit Startups beschäftigt hat hast überhaupt generell großes Interesse daran hattest herauszufinden, was irgendwie so alles an Innovationsthemen und Veränderungen in der Welt passiert.
- 20:53Speaker 2: Was habt denn ihr zwei anderen in dieser Zeit eigentlich gemacht?
- 20:57Speaker 2: Was hat euch beschäftigt oder gerade auch dich?
- 20:59Speaker 2: Was hatte ich in dieserzeit bewegt, beschäftigt bei Laune gehalten?
- 21:05Speaker 1: Also muss gestehen es war... Ich hatte schwierige Momente.
- 21:12Speaker 1: Nicht mich bei Laune zu halten, das fällt mir immer leicht.
- 21:15Speaker 1: Ich musste in der Zeit schon immer wieder mir klar machen dass es nicht gewesen sein kann mit den Sportfahren und ich will da zukünftig weitermachen und das gab's schon immer so ein bisschen Dauner.
- 21:27Speaker 1: Ich habe natürlich auch mich kreativ beschäftigt.
- 21:31Speaker 1: Das unterscheidet mich aber sehr vom Rüde.
- 21:32Speaker 1: Der interessiert sich für Finanz, Wirtschaft, Technologien Politisch, was nicht verstehe.
- 21:41Speaker 1: Was öfters passiert?
- 21:42Speaker 1: Dann freu ich den Rüder!
- 21:43Speaker 1: Der ist der Politikwissenschaftler für mich oder die Ansprechperson.
- 21:47Speaker 1: Aber es ist... Für mich, wenn du sagst, er findet ein Brettspiel logisch.
- 21:50Speaker 1: Übermorgen hast du einen Brettspiel, wenn Du willst.
- 21:52Speaker 1: Also ich beschäftige mir eher künstlerisch dann und habe dann Taskete, so eine Zweibahnband ins Leben gerufen mit einem Bekannten aus Frankfurt.
- 22:00Speaker 1: Sehr hartes Rock-Douet.
- 22:05Speaker 1: Da hab' ich ein Album aufgenommen und war mal auf Tour.
- 22:07Speaker 1: Rüdiger war auch mal kurz Backliner von mir dann.
- 22:11Speaker 1: Ich habe ein Hip-Hop-Projekt mit meinem Bruder gemacht, MS Flinte heißt das und vor allem Buch geschrieben.
- 22:17Speaker 1: Das hat mir sehr viel Spaß gemacht, durfte es auch veröffentlichen ist jetzt im März rausgekommen.
- 22:21Speaker 1: Und ich erwähne es jetzt wie's heißt weil du ja auch schon Jan Weiler hier hattest der so nett war und das Buch auch beurteilt hat.
- 22:28Speaker 1: Das heißt die wundersame Ästhetik der Schonhaltung beim Ertrinken gibt beim Heine Hardcore-Verlag und ja, das war so mein großes Steckenpferd.
- 22:37Speaker 1: Und damit war ich auch ein bisschen auf Lesereise und da gibt es immer noch zu kaufen.
- 22:42Speaker 0: Heißt das jetzt Heiner Hardcore oder Heine hardcover?
- 22:46Speaker 1: Heine hardcore?
- 22:47Speaker 1: tatsächlich heißt der Verlag!
- 22:48Speaker 1: Gibt's aber leider nicht mehr lange den Verlage also das Herbstprogramm noch und dann wird da schlichtig gemacht Was jetzt nicht so schlimm für mein Buch ist, aber grundsätzlich schade weil ich immer die Bücher sehr gerne gelesen habe.
- 22:59Speaker 2: Grüße an Jan an der Stelle den wir nächste Woche hier zu Gast haben.
- 23:02Speaker 1: Mensch Jana, zeig mir mal wie man so besteller Schreibt wie du!
- 23:07Speaker 1: Das ist echt
- 23:08Speaker 2: krass, er hat irgendwie echt ein Händchen dafür.
- 23:11Speaker 2: Entschuldigung,
- 23:12Speaker 1: aber man hört dass wir Wasser trinken.
- 23:16Speaker 0: Also Prost?
- 23:17Speaker 1: Prost ne?
- 23:19Speaker 1: Was klimpert denn da so in dem Glas?
- 23:23Speaker 2: Jetzt kommt eine fiese Frage.
- 23:29Speaker 2: Ihr kokettiert ja immer so ein bisschen damit, dass ihr jetzt nicht die begnadeten aller besten Musiker seid?
- 23:38Speaker 2: Also das Rüde jetzt nicht unbedingt der beste Bassist ist, dass du nicht unbedingt den besten Schlagzeugern bist und überhaupt also dass ihr nicht unbedingt die begnadeten besten Musikers seid!
- 23:54Speaker 2: Wie ernst meint ihr das
- 23:55Speaker 2: eigentlich?!
- 23:56Speaker 1: Ja, also wir sind jetzt nicht die besten Musiker.
- 23:59Speaker 1: Das ist eigentlich nicht unbedingt falsch!
- 24:01Speaker 1: Also das ist eine richtige Aussage.
- 24:03Speaker 1: Warum sage ich eigentlich?
- 24:05Speaker 1: Wir sagen es natürlich im Augenzwing in den Tonfall weil wir uns selbst total immer mit einem gewissen Unperfektion sehen.
- 24:16Speaker 1: Es steht aber auch uns einfach auf den Fahnen geschrieben so deuten wie auch unser Entertainment.
- 24:22Speaker 1: wichtig ist ein Gefühl und nicht die Perfektionen.
- 24:25Speaker 1: Aber ich kann sagen, der Rüder ist schon verdammt guter Bassist und das ärgert mich dann immer wenn viele Leute uns so ab tun.
- 24:36Speaker 1: Wir sind auch stimmlich sehr eigenständig!
- 24:39Speaker 1: Ich sag nicht dass wir die besten Sänger oder Peter der beste Sänger ist überhaupt nicht.
- 24:43Speaker 1: aber es ist so eine markante charakteristisch starke Stimme wieder im Radio läuft, weil sie ihm gefehlt hat.
- 24:53Speaker 1: Und das kriegen wir von den Radiumenschen mit aus und auch von den Konsumenten.
- 24:58Speaker 1: Das macht doch Musik aus!
- 24:59Speaker 1: Das ist doch Kunst!
- 25:00Speaker 1: Dass man ein Gefühl entwickelt, dass die Leute irgendwie was bedeutet.
- 25:04Speaker 1: Mitnimmt auf eine Reise oder hochhebt oder zum Grübeln anregt Da ist doch ganz egal ob ich der schnellste Schlagzeuger bin.
- 25:13Speaker 1: Ich kann dem Beat halten und ich kann noch mal einen Break machen wenn es passiert.
- 25:17Speaker 1: Und das, finde ich, ist der Blick.
- 25:19Speaker 1: Zu solltet der Blick auf die Musik sein?
- 25:20Speaker 0: Also, ich find's ja jetzt gerade sehr schön was du gesagt hast dass die Kunst es ist ein Gefühl herzustellen an das die Menschen andocken.
- 25:29Speaker 0: Es geht nicht darum, dass man selber super seinen Instruments spielt sondern was man miteinander daraus macht.
- 25:36Speaker 0: Im übrigen Flo, du haust da Ding heraus aus deiner Kiste bist schon echt ein Saugutterschlag zu... Props muss ich dir echt zurückgeben, du machst so eine Freude mit dir zu schüchtern.
- 25:48Speaker 0: Aber das ist ja der Punkt!
- 25:50Speaker 0: Man erschafft halt zusammen was eigenes, was neues ein eigenes Lied, dass aber auch nur gemeinsam so klingen kann also so... Ich habe das Gefühl, ich kann mit keinem Musik machen außer mit den beiden weil irgendwie ist es immer irgendwas, was dazwischen uns entsteht und das kann dann vielleicht dadurch entstehen, dass sich weniger spielt.
- 26:12Speaker 0: Vielleicht will ich in dem Moment mehr.
- 26:14Speaker 0: Aber merkt, dass es insgesamt für alle mehr wird wenn nicht weniger spielt.
- 26:18Speaker 0: und das ist halt so eine Art wie man miteinander halt umgeht mit dem was man miteinander da erschaffen will als Song.
- 26:27Speaker 0: Das steht im Vordergrund und nicht was Ich spiel und... Das gehört schon dazu, dass man sich ab und zu mal ein bisschen behackelt und was anbietet und auch ein bisschen dafür kämpft aber
- 26:36Speaker 1: macht ja auch Bock also.
- 26:37Speaker 0: Es macht Bock genau.
- 26:41Speaker 0: Der Song muss ja cool werden.
- 26:42Speaker 2: Jetzt gibt's ja in Deutschland gar nicht mal so viele Bands, die mal eben fünf Jahre weg waren und dann wiederkommen und sofort irgendwie in den Charts wieder da sind.
- 26:50Speaker 2: Und wenn wir jetzt hier keine Ahnung Bayern Drei oder irgendeinen populären Radiosender anschalten würden, würden wir wahrscheinlich ich würde jetzt mal sagen so eine Stunde warten müssen maximal bis irgendwie einem
- 27:04Speaker 3: All Right läuft.
- 27:05Speaker 2: Warum glaubt ihr dass das so gut funktioniert?
- 27:09Speaker 2: Also warum glaubt ihr, dass ihr... also was ist euer Erfolgsgeheimnis?
- 27:13Speaker 2: Woran liegt es das ihr einfach mal so fünf Jahre zurück sein könnt und dann sagt ihr so hey wir haben hier neue Songs.
- 27:19Speaker 2: Wir haben einen neuen Song fürs erste Und dann kommt noch ein ganzes Album und so von null auf hundert.
- 27:24Speaker 2: seid ihr irgendwie wieder da als werdet ihr nie weg gewesen.
- 27:27Speaker 0: Also ich mein Gefühl ist, dass ganz viele Leute etwas mit unserer Musik verbinden zu irgendwelchen Momenten in ihrem Leben schon gehört haben.
- 27:37Speaker 0: Oftmals waren es positive Momente wie Hochzeiten, Lieder wie ein Kompliment.
- 27:42Speaker 0: Es waren so Feiermomente, wie zu Vier und Fünfzig.
- 27:47Speaker 0: So viele Lieder sind den Leuten bekannt.
- 27:50Speaker 0: Und bei vielen Leuten sind wir so'n Begleiter geworden über denen man manchmal den Kopf schüttelt und über die man sich aber auch freut und wo man auf tollen Konzerten war.
- 28:02Speaker 0: Ich hab's jetzt ganz oft so gehört auf den Konzern Schön, dass ihr wieder da seid.
- 28:09Speaker 0: Ich freue mich so euch wiederzusehen.
- 28:10Speaker 0: Krass was dieses Lied gemacht hat in meinem Leben heute erst eine.
- 28:15Speaker 0: die wunderbaren Jahren als ihr Abi-Lied vor achtzehn Jahren hatte sich so gefreut hat uns kennenzulernen und ich glaube da liegt halt ein bisschen etwas darin dahinter das auch Redakteure bereit sind in der Zeit wo eigentlich viele Radiosender schon von externen Agenturen irgendwo beraten werden dann doch zu sagen, hey Sport vorne, die lassen den Gehmeitz schon mal Platz.
- 28:41Speaker 1: Genau ja weil wir eine ganz bestimmte Art der Positivität haben, wie ich es jetzt gehört habe.
- 28:48Speaker 1: nicht so viele haben also diese Wunsch nach... nach Leichtigkeit die trotzdem Wert hat und trotzdem ein Tiefgang hat.
- 28:58Speaker 1: Man ist leichter, man hat einen Tieffang, klar geht!
- 29:01Speaker 1: Und das schaffen wir offenbar.
- 29:03Speaker 1: Trostspenden und trotzdem wirklich wichtige Dinge ansprechen.
- 29:06Speaker 1: So ein Lied wie Wächter handelt sich um...handelt von Depressionen.
- 29:11Speaker 1: also man kennt es jetzt nicht wird veröffentlicht und bietet trotzdem den Begleitenden die begleitende Hand um dem Betroffenen mitzuteilen, hey wir gehen bis zum Ende.
- 29:23Speaker 1: Mit dir aber irgendwann musst du selbst gehen.
- 29:25Speaker 1: und das hat einfach so diese positive Sicht auf die Dinge, die offenbar etwas weiter hinten war als wir nicht da waren.
- 29:34Speaker 1: und offenbar schaffen wir auf eine ganz bestimmte Art und Weise für die Leute zu den Flügeln mit unseren
- 29:39Speaker 1: Lieren.".
- 29:40Speaker 2: Ich glaube ein Grund der auch noch mit rein spielt ist dass ihr einfach so einen Haufen Leute seid sich jetzt nicht irgendwie über andere Leute stellen.
- 29:52Speaker 2: Also Rudi, ich hoffe du bist mir nicht die Geschichte erzählt aber wir waren irgendwann mal zum Beispiel in so einer Bar am Tegernsee Und irgendwann hat dieser DJ angefangen, Sportfreunde Songs zu spielen weil er dich erkannt hat und Rüde wäre am liebsten im Boden versunken.
- 30:12Speaker 2: Weil es ihm so unangenehm war dass ihr jetzt da erkannt wurde und auf einmal irgendwie so gefühlt im Mittelpunkt stand obwohl's eigentlich nur der DJ war, der irgendwie gecheckt hat aber diese Demut auch irgendwie dieser Reichweite gegenüber diesem dieser Berühmtheit gegenüber ist glaube ich auch so ein bisschen was, was da mit rein spielt.
- 30:32Speaker 2: Also dass die Leute nicht meinen das sind jetzt irgendwie die, die haben irgendwie paar coole Songs gemacht und meinen jetzt sie sind sonst werder sondern dass ihr irgendwie gefühlt zumindest in der Außenwahrnehmung alle irgendwie so ein bischen auf dem Boden geblieben seid oder?
- 30:46Speaker 1: Ja ich würde sagen nicht nur ein bisschen.
- 30:47Speaker 1: also es konnte schon behaupten, dass wir ziemlich geerdet sind wissen Auch wo wir herkamen, klar.
- 30:54Speaker 1: Wir kommen ja schon seit siebenundzwanzig Jahren wenn ich das jetzt dazu sagen darf.
- 30:58Speaker 1: So dann gibt es uns und wir haben wirklich auf Bühnen übernachtet in den ersten Jahren mehr Leute im Publikum gehabt... Auf der Bühne als in Publikums.
- 31:06Speaker 1: Das haben wir alles miterlebt und das hat uns halt gezeigt wie wertvoll so ein Schritt für Schritt wachsen ist.
- 31:14Speaker 1: und warum sollen wir uns über andere Leute stellen, weil wir Musik machen die gut ankommt?
- 31:20Speaker 1: Was sagt ein Arzt, der Leben rettet?
- 31:23Speaker 1: Wo kämen wir denn dahin.
- 31:24Speaker 1: Das ist unser Sicht sehen man hier anders.
- 31:27Speaker 1: Wir haben auch schon Stars in Anführungsstichen Stars erlebt die sich es auch anmerken haben lassen.
- 31:32Speaker 1: Nicht unser Ding macht keinen Spaß im Leben.
- 31:34Speaker 1: dann Also wir stehen lieber für Humane Für Empathie und ja Vielleicht werden wir blöd vorkommen Mit zu zählen wie oft wir schon auf rote Teppiche waren.
- 31:46Speaker 1: Weißt du auch da
- 31:49Speaker 0: Wenn man beobachtet einfach, nicht wenn man im Mittelpunkt steht.
- 31:54Speaker 0: Ich stehe immer lieber am Rand und schaue zu.
- 31:57Speaker 0: Es war ja früher mal im Grüßen oder also am Rand von der Tanzfläche zu sitzen und zu schauen wie die anderen Hät bängen?
- 32:04Speaker 2: Ich habe ihnen die tanzen können ich bei Marmaranth gibt es eigentlich Dinge, die er heute anders macht.
- 32:10Speaker 2: also wo ihr sagt nach fünf Jahren als Band wir haben jetzt was gelernt aus unserem Sag's jetzt noch mal aus unserem ersten Leben, wo wir sagen das wollen wir so nicht mehr machen.
- 32:22Speaker 2: Weil... ...wir genau gemerkt haben dass tut uns als Trio quasi nicht gut und da wollen wir jetzt irgendwie Dinge anders machen damit wir nicht nochmal in eine Situation kommen wo wir... ...sagen wir müssen jetzt irgendwie fünf Jahre aussetzen?
- 32:35Speaker 0: Ich glaube es ist wichtig wenn man so ein Gefühl hat, dass irgendwas grad hängt,... ...dass man einfach mal fragt alles in Ordnung?
- 32:45Speaker 0: Hat es gepasst?
- 32:46Speaker 0: oder hast du da jetzt irgendwie gerade das Gefühl, dass das irgendwie grad ein Quatsch von mir kam?
- 32:54Speaker 0: So nochmal ein bisschen direkter auf den anderen zuzugehen.
- 32:57Speaker 0: Also in so einem Moment wo wir früher dann doch eher irgendwas überspielt hätten... Wir hatten schon oft eine gute Art, finde ich auch.
- 33:04Speaker 0: Aber wir waren auch saugut im Überspielen.
- 33:06Speaker 1: Ja total!
- 33:07Speaker 1: Also das ist problematische Kommunikation.
- 33:10Speaker 1: Das war nicht mehr vorhanden in den Jahren vor der Pause, in den Monaten vor der pause sage ich jetzt mal... aber ich habe total das Gefühl, ich kann es ja noch nicht so richtig beurteilen.
- 33:19Speaker 1: Wir sind jetzt zuerst wieder seit zwei Jahren werkeln, aber es ist ne ganz andere Ehrlichkeit da.
- 33:25Speaker 1: Sofort wird irgendwas dann doch angesprochen wird.
- 33:29Speaker 1: Peter, der mich darauf hinweist, bleibt doch charmant.
- 33:32Speaker 1: Das hätt's vielleicht in manchen Situationen ... Man spricht da über Sachen, wo man vielleicht das vor fünf, sechs Jahren nicht gemacht hätte?
- 33:41Speaker 1: Weil dann hat es in sich reingefressen und dann staut sich natürlich was auf.
- 33:47Speaker 1: Und jetzt sprich mal kurz drüber her übrigens auf der Bühne du, das muss eigentlich nicht sein, dass du das erwähnst.
- 33:52Speaker 1: Stimmt, mach ich nicht mehr.
- 33:54Speaker 1: Wo immer Früßes dachte, ah, jetzt hab er das wieder gesagt!
- 33:56Speaker 1: Und ich glaube so diese offene Art der Ehrlichkeiten des Umgangs ist uns bisher als total eigener.
- 34:04Speaker 2: Gibt es denn aus dieser Erfahrung was, wenn jetzt uns eine junge Band sozusagen zuhört die gerade so durchstarten und jetzt irgendwie vielleicht das erste zweite Mal auf Tour gehen?
- 34:15Speaker 2: Gibt's da irgendeine Erfahrung wo ihr sagen würdet achtet mal darauf.
- 34:18Speaker 2: Und macht nicht vielleicht den gleichen Fehler oder einen ähnlichen Fehler oder seid einfach ein bisschen bewusst dafür irgendwas?
- 34:26Speaker 2: ist es vielleicht dann Kommunikation tatsächlich Also... Man landet ja schnell in so einem Strudel, wenn man merkt auf einmal läuft irgendwie alles und dann kommt noch ein Konzert.
- 34:34Speaker 2: Und nochmal fünftausend Leute mehr.
- 34:39Speaker 0: Also ich glaube das ist ganz wichtig, dass es ganz wichtig ist einfach... Einmal natürlich abgehen und das Ganze mitnehmen und total feiern und trotzdem im Hinterkopf halt zu behalten.
- 34:54Speaker 0: so Lass uns trotzdem cool bleiben miteinander!
- 34:59Speaker 0: Es passiert, weil jeder daran Teil hat.
- 35:02Speaker 0: Weil jeder daran gearbeitet hat nicht anfangen zu sagen also das habe ich zumindest öfter erlebt dass dann Spannungen aufkommen weil sich der eine vielleicht als wertvoller als der andere achtet hat.
- 35:16Speaker 0: Dass man einfach den Wert des ganzen gemeinsamen Erreichten betrachtet.
- 35:20Speaker 0: Vielleicht ist es sowas aber alle Bands sind so unterschiedlich und Ich könnte es gibt da nicht die eine Formel.
- 35:32Speaker 0: Auf jeden Fall einfach mal mitnehmen und sich total daran freuen!
- 35:38Speaker 0: Und noch immer checken, dass halt andere Leute auch mithelfen... ...dass man nicht vergisst, dass der Manager mit dranhängen oder Rodys oder Fahrer zu denen man halt gut sein sollte.
- 35:57Speaker 1: Ja das ist richtig gut sein.
- 35:59Speaker 1: also zu Mitmenschen zum Umfeld.
- 36:01Speaker 1: Ich bin Koratgeber für Selbstoptimierer, auf keinen Fall will ich mir anmaßen und sagen hey mach das so und so dann klappt es auch.
- 36:08Speaker 1: Du hattest auch mal in jede Band ist verschieden.
- 36:10Speaker 1: Aber... Habt Respekt!
- 36:13Speaker 1: Sei demütig!
- 36:15Speaker 1: Du hast das gesagt?
- 36:16Speaker 1: Ich muss an eine Vorbein denken von uns.
- 36:19Speaker 1: die sag' ich natürlich namentlich nicht.
- 36:22Speaker 1: Die kam da hin, ich war kurz davor, ich sagte du kriegst das gleich erfutzen feierlich.
- 36:26Speaker 1: So wie du dich auffällst.
- 36:28Speaker 1: So nicht sein.
- 36:29Speaker 1: also Wirklich, ähm ... alle auf einer Ebene.
- 36:34Speaker 1: Klar, menschlich bleiben kann ich dir später gleich sagen und dann wirst du mich beifrigten.
- 36:38Speaker 1: Ähm ... wir ansonsten genießen mitnehmen, die mütig bleiben, respektvoll bleiben fertig also aber haben eigentlich erst gesagt, aber diese Müll wäre ich gleich sauer wenn ich jetzt da so ein
- 36:49Speaker 2: Trick.
- 36:50Speaker 1: Ziemlich guter Chin!
- 36:51Speaker 2: Ja,
- 36:52Speaker 0: finde ich auch.
- 36:53Speaker 2: Grüße nach Findland.
- 36:54Speaker 2: Können
- 36:55Speaker 1: wir doch so wie sich probieren?
- 36:58Speaker 2: Eben gerne.
- 37:00Speaker 2: Sag mal ... Jetzt hatten wir zwei Jahre, zweieinhalb Jahre fast ohne Live-Auftritte.
- 37:06Speaker 2: Gab es eigentlich in diesen zwei, zweienhalb Jahren, je nachdem wie man sehen will, gab's da für euch solche Musikheroes die euch irgendwie durch diese Zeit gebracht haben?
- 37:17Speaker 2: Ich hab vor ein paar Tagen mit einem Freund darüber gesprochen und bin dann schon wieder irgendwie für mich persönlich an Bruce Springsteen hängen geblieben, weil er in dieser Zeit dieses neue Album rausgebracht hat.
- 37:30Speaker 2: Und es hat mich echt sowas von musikalisch durch diese Zeit gerettet.
- 37:35Speaker 2: Gibt's für euch da auch was?
- 37:37Speaker 2: Wo ihr sagt, in diesen zwei Jahren das war so auf Dauerschleife bei euch, weil sich irgendwie mental durch diese Miesezeit gerettete?
- 37:47Speaker 0: Nicht auf Dauerschleife, aber ich habe sehr viel gehört Sam Fander zum Beispiel.
- 37:52Speaker 0: Also was für eine Entdeckung?
- 37:53Speaker 0: Was für ein Typ!
- 37:55Speaker 0: Einfach total geiles Zeug.
- 37:57Speaker 0: Gute Energie von einem der auch weiß wie sich es anders anfühlen kann.
- 38:03Speaker 0: Der
- 38:06Speaker 2: war glaube ich sogar live und stage als wir gemeinsam in Austin auf der South by waren.
- 38:11Speaker 0: Echt?!
- 38:12Speaker 2: Ach krass... Wir haben ihn, glaube ich beide verpasst.
- 38:15Speaker 0: Ah ok ja scheiße!
- 38:17Speaker 0: Wir sind heute lustigerweise gefragt worden ob wir ihnen erst ein Gumpel oder Gurten... Das
- 38:22Speaker 1: ist St.
- 38:22Speaker 1: Gallen.
- 38:22Speaker 0: ...Sanct Gallen ist er ausgefallen auf dem Festival und die ihn ersetzen können.
- 38:26Speaker 0: das wäre natürlich...
- 38:27Speaker 2: Oder komme ich mit?
- 38:28Speaker 0: Ja heute sind wir leider woanders...
- 38:32Speaker 2: Um euch in Sanct Gallens zu sehen.
- 38:34Speaker 1: Schade, wir hatten leider keine Zeit aber...
- 38:36Speaker 0: Sam Fender großartig.
- 38:38Speaker 0: grundsätzlich muss ich sagen echt.
- 38:40Speaker 0: Jetzt weiß ich wieder auf den Festivals, wenn ich so unterwegs bin was echt gefehlt hat.
- 38:44Speaker 0: Also wir haben viel zu viel im Kopf gelebt die ganzen Menschen und sind daran irre geworden einmal auf zum Festival wiederzustehen und einen Typen vor sich zu sehen der in einem Unterhemd mit verbrannten Oberkörper vor allem steht Total nach Alkohol stinkt und halt irgendwie... Und nach Toten Hosen schreit, während Sportfreunde auf der Bühne sind.
- 39:06Speaker 0: Das sind halt großartige Momente, die wirklich diese Momente das man sich verschwestert und verbrüdert mit irgendwelchen Leuten fremden, dass man zu irgendwelche Bands sinkt und sich anlacht, dass wir miteinander einfach tanzt Das sind so viele Momente der Freude, die uns entgangen sind.
- 39:25Speaker 0: Und ich hoffe so sehr dass wir das behalten und
- 39:29Speaker 1: auch echt
- 39:29Speaker 0: schätzen was das von Wert ist.
- 39:32Speaker 0: Weil wir haben es ganz genau... Also ich habe das Gefühl Die Gesellschaft ist auch so ein bisschen abgedriftet wie so'n Super-Sternzerstörer aus Kriegzerster.
- 39:43Speaker 0: So'n bisschen abgeschmiert weil's die Kultur nicht gab.
- 39:49Speaker 0: Weil's diese Formen der Begegnung nicht gab.
- 39:52Speaker 0: Es gab nur Schlagzeilen und komische Dinge der Angst.
- 39:57Speaker 0: Also da müssen wir halt wieder hin, die Künstler unterstützen und in Zukunft ein bisschen mehr schützen, dass sie solche Situationen nicht mehr so ausgeliefert sind.
- 40:09Speaker 1: Nicht nur die Kündler, klar!
- 40:11Speaker 1: Vielleicht haben wir an das Bildwerk.
- 40:13Speaker 1: bei Künstlern sehen wir natürlich auch Leute, die damit helfen, dass der Künstlerin Künstlers sein kann.
- 40:17Speaker 1: Aber es gibt ja einen ganzen Pool an Leuten, die helfen, sodass die Kultur überhaupt stattfindet.
- 40:22Speaker 1: Die waren unterstützt und bedingungslos finanziell, wenn es wieder so weit kommen sollte.
- 40:27Speaker 1: Dass man kurz mal wieder stoppen muss
- 40:29Speaker 0: was wir nicht hoffen.
- 40:30Speaker 0: Bevor mein Benzinpreis der Deckel macht hilft mir doch einfach mal.
- 40:37Speaker 0: Der Kultur das gibt's da nicht.
- 40:39Speaker 2: Floh der Vollständigkeit haben wir gerade aus seinem Fernster gehört.
- 40:43Speaker 2: Gabs bei dir auch Hehmann?
- 40:45Speaker 1: Überhaupt nicht.
- 40:45Speaker 1: ich kann dir sagen ich habe Probleme gehabt Musik zu hören in der Zeit.
- 40:50Speaker 1: Also es wirkt ja noch so nach, diese drei Jahre Pause der Sporpfanne.
- 40:56Speaker 1: Die haben mich so beklommen gemacht.
- 40:59Speaker 1: ist das richtig ausgedrückt dass sich in der Zeit keine Musik hören konnte?
- 41:02Speaker 1: ich kannte also meine Frau hört sehr gern ähnliche Musik Deutschsprachmusik Bosse Marzen.
- 41:08Speaker 1: Ich konnte das nicht hören.
- 41:09Speaker 1: T.S.
- 41:10Speaker 1: Ullmann ich habe gesagt ich liebe die Benz aber bitte mach's aus Unvorstellbar dass sie auf Tour gehen dass die Konzerte geben und ich muss hier sitzen und weiß nicht ob es überhaupt weiter geht.
- 41:18Speaker 1: Deswegen hab' ich mit der Musik Gänzlich gebrochen tatsächlich und habe mich voll aufs Hörbuch hören.
- 41:26Speaker 1: Gestürzt, bin ja eher viel Leser und somit höre ich auch ganz gern.
- 41:30Speaker 1: aber ich konnte wirklich Musik nicht mehr aushalten.
- 41:33Speaker 1: das hat mir so eine Art W-Mut verabereicht mit der ich nicht klarkam Jetzt dann in den letzten Jahren mich wieder da in den letzten Monaten angenähert.
- 41:44Speaker 1: Turnstyle ist so eine neue amerikanische Band, die so eine lustige Mischung aus Hardcore und Pop macht.
- 41:49Speaker 1: das finde ich gerade so ganz gut.
- 41:51Speaker 1: aber ja ich bin vielleicht dann doch eher der Hörbuchhörer grad als Musikkonsument.
- 41:58Speaker 2: Viel Leser ist ein gutes Stichwort.
- 42:00Speaker 2: du hast vorhin schon gesagt du hast einen Buch geschrieben auch noch in der Zeit.
- 42:04Speaker 2: wie kam es denn dazu?
- 42:05Speaker 1: Das ist ja schon mein dritter Roman.
- 42:06Speaker 1: Ich habe tatsächlich vorsturm und stille mit dieser Idee schon angefangen, weggelegt dann mal wieder meinen alten Verleger angefragt.
- 42:15Speaker 1: Du schau mir her ich hatte diese Seiten.
- 42:18Speaker 1: Der meinte toll lass uns zusammenarbeiten.
- 42:22Speaker 1: Dann hat er aber irgendwie seinen Verlag nicht mehr gehabt, dann wieder weggelegt und jetzt in der Pandemie wieder angefangen vollendet und Gott sei Dank Mündner Verlag gefunden Und durfte das veröffentlichen, habe damit echt viel Spaß.
- 42:35Speaker 1: Tolle Gespräche und es hat auch tolle Menschen beurteilt wie eben der schon oft erwähnte Jan oder Dennis Schäck, Anni Friedrich haben alle ganz gut über dieses Buch gesprochen.
- 42:51Speaker 1: Sollten sie halt auch mal die Leser alle kaufen?
- 42:55Speaker 1: Ja!
- 42:56Speaker 1: Da bin ich jetzt noch nicht gelesen.
- 42:57Speaker 2: Echt
- 42:57Speaker 1: nicht?
- 42:58Speaker 1: Enttäuscht mich.
- 42:58Speaker 2: Ach bitte was ist da
- 43:00Speaker 2: los?!
- 43:00Speaker 0: Bei mir ist das Gegenteil zur Zeit der Fall.
- 43:06Speaker 0: Ich lese tatsächlich keine Romane, ich bin versinkt völlig in diesen politischen Waren.
- 43:14Speaker 0: Bin da ein Vielleser was diese ganze heldpolitische Lage betrifft und finde es irgendwie wichtig da so meine Einstellung zu haben und meine Perspektiven daraus darauf zu entwickeln.
- 43:28Speaker 2: Jetzt kommt ja bald euer Album raus.
- 43:32Speaker 2: Wenn ihr und das da möchte ich jetzt von euch beiden eine Antwort in einem Satz, und ich weiß es ist super fies.
- 43:41Speaker 2: Wie würdet ihr dieses Album in einem Satz zusammenfassen?
- 43:45Speaker 1: Lustig, wir sind heute gefragt worden.
- 43:46Speaker 1: Es gibt auf Instagram so eine Möglichkeit Fragen zu stellen und ich sage den Satz gleich!
- 43:53Speaker 1: Das ist nicht mein Satz aber beschreibe das neue Album mit drei Worten.
- 43:57Speaker 1: Das fand ich spannend und dachte immer oh das war schwer Peter was meinst du?
- 44:01Speaker 1: sagt er sportfreunde stille.
- 44:06Speaker 2: es
- 44:06Speaker 1: wird gar nicht so leicht.
- 44:07Speaker 1: es gibt ja Gott sei sagen Schachtelsätze.
- 44:08Speaker 1: Das
- 44:08Speaker 0: ist eine starke Antwort von Peter, aber echt stark.
- 44:13Speaker 0: Ja cool.
- 44:14Speaker 0: Finde ich gar cool!
- 44:16Speaker 0: Einsatz?
- 44:17Speaker 1: Ausrufezeichen oder wie?
- 44:18Speaker 1: Einsatz?
- 44:19Speaker 2: Pausen können wir lieber schneiden.
- 44:21Speaker 0: Wie früher und ein bisschen mehr.
- 44:23Speaker 2: Aha gut.
- 44:25Speaker 2: Ich finde das gar nicht schlecht.
- 44:27Speaker 2: Ist es gut?
- 44:28Speaker 0: Ja früher auch.
- 44:30Speaker 1: Es könnte ja aber auch das Feuerzeug in einem sehr trockenen Wald sein.
- 44:41Speaker 2: Das ist auch gut.
- 44:42Speaker 1: Ist blöd?
- 44:43Speaker 1: Dann nehme ich es zurück!
- 44:46Speaker 0: Also das brennt das Streichhölz in einem sehr hochprozentigen Chin
- 44:50Speaker 1: rum.
- 44:50Speaker 1: Fühlt gut, passt zu der Sendung.
- 44:52Speaker 1: Nehmen wir das.
- 44:55Speaker 1: Ja also natürlich... ...das ist aber das Schöne an den Sportfreunden.
- 44:59Speaker 1: wieder sehr buntes.
- 45:00Speaker 1: ... breite Spektrum haben wir uns ja immer schon erlaubt, also es gab ja schon in den Anfangsjahren ... ... Versuche einer hippo-plastigen Nummer wie Hockey oder ... ... zehn zu eins zu dem Punk dann wieder hümmnen und dann wieder Pop wie Geschenk.
- 45:11Speaker 1: Also so brunnt ist das jetzt auch dank des Produzenten Tobi Kuhn der vorher erwähnt wurde... Und wir freuen uns einfach dass wir dadurch einfach wieder zusammengefunden haben die Freundschaft wieder ... In einer Glut lodern wie selten davor wir echt wieder drauf haben können und laut sein dürfen damit.
- 45:31Speaker 1: Und echte tolle Aussagen da getroffen.
- 45:36Speaker 1: Jeder nur ein Kreuz, jeder hat die Möglichkeit demokratisch zu sein, jeder hatte die Möglichkeit sich menschlich zu verhalten.
- 45:42Speaker 1: Jedes sollte aber wenn er zur seiner Kreuzigung geht auch bitte nur einen Kreuz mitnehmen.
- 45:49Speaker 2: Danke euch für eure Zeit und für das tolle Gespräch!
- 45:53Speaker 0: Ja danke dir.
- 45:54Speaker 1: Danke für den schön herausragend und natürlich noch besser deine Fragen.
- 45:57Speaker 1: Und danke Rudi!
- 45:58Speaker 0: Ja, du mich... Aber was ist?
- 46:00Speaker 0: Schenkst du uns noch einen ein oder...?
- 46:02Speaker 2: Ja, natürlich.
- 46:03Speaker 1: Wach mal.
- 46:03Speaker 2: Wann müsst ihr los?
- 46:06Speaker 2: Das war es leider schon.
- 46:08Speaker 2: Die letzte Runde ist ausgetrunken.
- 46:10Speaker 0: das Gespräch zu Ende.
- 46:12Speaker 1: Vielen Dank fürs Zuhören.
- 46:15Speaker 2: Bitten
- 46:15Speaker 1: im Rücksicht auf
- 46:16Speaker 0: die Nachbarn und sei leise wenn Du die Bar verlässt aber vergiss auf keinen Fall dem
- 46:21Speaker 2: abonnieren
- 46:22Speaker 0: Button zu klicken.
- 46:28Speaker 0: Gin & Talk ist ein Podcast von Forty-Eight Forward,
- 46:32Speaker 2: produziert
- 46:33Speaker 0: in den Forty Eight Forward
- 46:34Speaker 2: Studios
- 46:35Speaker 0: in München.