Latest / HSV, wir müssen reden – der Fussball-Talk / Wird Ex-Capo Henrik Köncke neuer HSV-Präsident?
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- Music. In vier Tagen ist es soweit, dann wird der nächste HSV-Präsident gewählt. Und wir hatten alle Kandidaten, fast alle Kandidaten schon hier, zwei von dreien nämlich. Heute haben wir den letzten, last but not least, Präsidentschaftskandidat. Und auf den freuen wir uns natürlich. Erstmal moin an meinen Kollegen Hendrik. Moin Hendrik. Moin Kai. Ja, und damit es einfach bleibt, habe ich mir direkt einen weiteren Hendrik eingeladen. Der ehemalige Amateur-Fußballer, Aufsichtsrat bei der HSV AG und jetzt Präsidentschaftskandidat Moin Hendrik Künke. Moin, vielen Dank für die Einladung. Sehr gerne. Moin auch von meiner Seite. Ehemaliger Amateurfußballer, vielleicht kannst du auch nochmal sagen. Sasel steht, glaube ich, bei Transfermarkt.de noch notiert. Was waren deine Clubs? Korrekt, genau. Ich habe bei Sasel tatsächlich in Kidderzahn angefangen, Fusi zu spielen und dann auch in meiner Jugend irgendwann gewechselt zum anderen Nordfeind in Hamburg, zum TSC Wellingsbüttel. Dann nochmal zwei Jahre beim SC Popbüttel, also dem Alstertal immer verbunden geblieben und dann nochmal zum TSV Sasel und dann nochmal versuchen anzugreifen. Dann waren die Knie irgendwann kaputt? Dann waren die Knie irgendwann kaputt, genau. Und dann habe ich mich lieber in die Seitenlinie gestellt, auf den Platz. Man kennt dich auf jeden Fall aus Hamburg, man kennt dich aus der Fanszene, man kennt dich jetzt aus dem Aussichtsrat, auch wenn du da natürlich dich im Hintergrund aufhältst. Viele waren trotzdem überrascht, als du jetzt so als letzter Kandidat, glaube ich, deine Bewerbung veröffentlicht hast vor vier Wochen. Vielleicht kannst du mal einmal vorab erzählen, wie lange steht für dich jetzt schon eigentlich fest, dass du Präsident werden willst? Ich glaube, den einen Moment gibt es nicht so richtig, den ich da herauskristallisieren könnte, sondern das war ein Prozess über viele Wochen und Monate. Ich habe mich immer mal wieder mit Engvertrauten ausgetauscht. Natürlich habe auch ich auf den Sommer geguckt und überlegt, wie geht es ab Sommer weiter und habe mit Leuten, mit denen ich mich sowieso mal viel über den HSV austausche, auch dann über die Präsidiumswahl ausgetauscht und überlegt, okay, wie könnte es denn ab Sommer weitergehen? Welche Rolle könnte möglicherweise welche Partei oder welche Person da drin spielen? Ja, und solche Gespräche, die wurden dann irgendwann intensiver mit sämtlichen Überlegungen. Und irgendwann habe ich mir auch die Frage gestellt, okay, welche Rolle kann ich vielleicht da drin spielen? Ich habe in der Vergangenheit immer ganz gerne Verantwortung übernommen, auch in besonderen Situationen oder für besondere Posten, mich dem Ganzen gestellt und war bereit, Verantwortung zu übernehmen. Und dann habe ich jetzt auch gesagt, okay, wenn es dann eine Chance gibt, dann möchte ich den HSV-Mitgliedern gerne eine Alternative bieten und auch mit meinem Hut in den Ring werfen. Und letztendlich ist die Entscheidung dann in den Wochen vor Frist gefallen und dann habe ich die Bewerbung entsprechend eingereicht. Du wirst so als der Kandidat aus der Kurve bezeichnet. Magst du eigentlich diese Bezeichnung? Also es ist ja klar, auf deiner Vergangenheit als Ultra, als Vorsänger, als Kapo, der mit der Amt gespielt, magst du immer dich als Kandidat aus der Kurve bezeichnen? Ich muss sagen, ich finde, dass wir beim HSV generell ganz gut darin täten, wenn wir Leute jetzt nicht auf ihre einzelnen Profile, Vergangenheiten, Erfahrungen oder sowas reduzieren. Das liegt natürlich nahe, woher der Begriff kommt. Ich würde aber schon sagen, dass ich auch in den letzten Jahren bewiesen habe, dass ich weit mehr Blicke auf den HSV habe, als jetzt nur meine Erfahrungen aus der Fankurve dort einbringen könnte. Deswegen, ja, ich kann damit leben. Das heißt auch, was ich in den Artikeln, die ich jetzt gelesen habe, gibt es auch immer den erfolgreichen Unternehmer Kai Sitzgrot, den erfolgreichen Unternehmer Frank Ockens und den Ex-Ultra-Henrik Hünge. Ja, das macht ja gut. Also ich kann damit leben. Ich weiß, woher das kommt natürlich, aber dürfen alle Leute selber entscheiden. Vor allem ja mittlerweile nicht der Mann aus der Kurve, sondern eigentlich der Mann aus dem Kuchenblock. Oder wo verfolgt sie mittlerweile die Heimspiele? ich nehme mal an, dann mit den Aufsichtsräten zusammen da oben in der Vorstandsloge? Tatsächlich nicht. Mein Spieltag beginnt relativ früh auch. Wir treffen uns dann immer schon Stunden vor dem Spiel häufig, um sich ein bisschen auszutauschen. Und ja, das passiert im Bereich des Kuchenblocks. Da tauschen wir uns aus, stehen immer mal wieder Themen an, die es zu besprechen gilt. Aber sobald dann es in Richtung Anpfiff geht und die Hymne erklingt, suche ich ganz schnell meinen Weg auf die Nordrömüne. Tatsächlich immer noch verfolgt da das Spiel. Immer stehen, muss ich sagen. Da, wo du auch immer, nicht auf dem Podest, schon klar, aber da nah bei. Genau, im Stehplatzbereich, da fühle ich mich einfach bei den Spielen zu Hause. Da kann ich auch noch 90 Minuten so Fan sein, wie ich es möchte und den HSV mit unterstützen. Und bin vor allem auch da mit Freunden und Bekannten unterwegs. Die mich viele Jahre begleitet haben und fühle mich einfach wohl. Und auch noch so wie früher, dass du tatsächlich dann Arme nach oben und 90 Minuten für den HSV. Das ist die Leidenschaft, die man, glaube ich, noch schwer aus meinem Herzen, aus meinem Kopf rauskriegt. Auch da wird er mit supportet und ich glaube, das lässt sich auch nur schwer ändern. Dann würde ich direkt mal da einhaken, weil ich habe auch in der vergangenen Saison mal ein Spiel eine Halbzeit lang da auf der Nordtribüne verfolgt. Und es sind ja mittlerweile so viele Flaggen, die da vor der Nase wehen. Wie viel kriegst du eigentlich dann vom Spiel mit? Also ich habe da nicht so viel gesehen vom Spiel. Stimmt. Ich würde schon sagen, dass es da zu Sicht-Einschränkungen kommt. Aber es ist trotzdem machbar, finde ich, da gewisse Zusammenhänge schon zu erkennen und das Spiel zu verfolgen. Ja, am Ende des Tages geht es auch um das, was man auf der Termine dort spürt. Und da ist es dann vielleicht auch manchmal okay, dass man den Anion an den Passt dann nicht verfolgen kann. Aber trotzdem, ich würde sagen, das Große vom Spiel, das meiste, bekommt man da schon mit. Auf der anderen Seite, um da vielleicht nochmal kurz darauf zurückzukommen. Ich habe jetzt auch in den letzten zweieinhalb Jahren mal ein Spiel oben verfolgt, auf einer Termine ausnahmsweise. Aber da sieht man natürlich das Spiel schon ein bisschen anders, ist mir auch klar. Aber für mich muss ich sagen, fühle ich mich auf der Nordtribüne oder in den Gästeblüten immer noch ein bisschen wohler als auf der Haupttribüne. Bin aber natürlich auch bereit, das in Zukunft zu ändern bei Bedarf. Die Idee, als man dich zum Aufsichtsrat gemacht hat, war ja, dass man auch Fanbelange sozusagen dort im Aufsichtsrat dann eine Stimme, ein Gewicht geben wollen würde. Jetzt bist du nicht nur der Kandidat aus der Kurve, seid schon klar, aber der Wunsch von vielen Fans dürfte sein, dass dann vielleicht Mitspracherecht von Fans ein bisschen größer geschrieben werden. Ist das ein Anliegen von dir? Na ja, in der Rolle als Aufsichtsrat würde ich schon sagen, dass ich natürlich die Fanbelange dort auch platziere und zu gewissen Themen eine klare Haltung einnehme, weil für mich gehört das auch mit dazu, da die Verantwortung zu übernehmen und mich da auch zu stellen, auch wenn es vielleicht hier und da dann auch mal zu intensiveren Diskussionen dann kommt. Aber da bin ich wieder an dem Punkt, ich tue mich da ein bisschen schwer, Leute nur darauf zu reduzieren, aus welchen Kulturgruppen oder Berufsgruppen die Personen kommen. Ich meine beispielsweise anderen Aufsichtsräte, wir haben da einen Stefan von Bülow mit dabei, der jetzt auch weit mehr Einblicke in den Aufsichtsrat oder mehr reinbringt, als seine Erfahrungen aus der Gastronomie oder an Erik Bussand, der weit mehr reinbringt als aus der Versicherungsbranche, genau wie Lena Schrumm deutlich mehr aus dem Thema Nachhaltigkeit. Ich glaube, am Ende des Tages ist es ja wichtig, dass man unterschiedlichste Kompetenzbereiche im Aussichtsrat dort irgendwie vertreten haben sollte und unterschiedlichste Perspektiven auch zulassen sollte. Und das habe ich in den letzten Jahren in der Rolle auch wahrgenommen. Ich denke aber auch, wenn ihr andere Aussichtsräder auch die Vorstände fragen würdet, würde ich glaube ich auch sagen, dass ich nicht nur der war, der nur zu Fan-Themen sich einbringen konnte. Du bist jetzt bei der Wahl quasi als Einzelgänger unterwegs. Also es ist ja auch eine Einzelwahl. Trotzdem haben viele Kandidaten gesagt, sie fühlen sich einem Team zugeordnet. Du gehst alleine ins Rennen. War es für dich klar, dass du es dann auch nur so machst oder gab es vielleicht auch die Ideen, da ein Team irgendwie mitzunehmen und sich anders zu positionieren? Nach meinem Verständnis ist es eine Einzelwahl und so habe ich auch meine Entscheidungen am Ende des Tages getroffen. Ich habe natürlich überlegt, okay, in welcher Konstellation irgendwie könnte es funktionieren. Zu dem Zeitpunkt oder als ich dann am Ende meine Bewerbung eingereicht habe, waren ja schon ein paar Namen bekannt und ich muss sagen, dass das alles super Namen sind, mit denen ich mir das allen gut vorstellen könnte. Am Ende des Tages geht es aber auch weniger um einzelne Teams oder politische Mehrheiten meines Erachtens, sondern es geht um den HSV und ich stelle mich für einen Posten beim HSV zur Verfügung und dann fahre ich davon, wer vielleicht als Vize kandidiert oder als Schatzmeister kandidiert und deswegen war das nämlich ehrlich gesagt kein Berufssystem, sondern in mir ist die Überzeugung gewachsen, da Verantwortung zu übernehmen und dem stelle ich mich gerne. Gibt es oder gab es dann im Vorfeld für dich, du bist der einzige Einzelkandidat, so eine Art schon so vor Koalitionsgespräche, dass man sich mal abtestet mit den anderen Vizels oder anderen Schatzmeisterkandidaten, mit wem kann ich besser vielleicht oder ist das völlig unabhängig und mit allen würdest du das machen? Also hast du die alle mal getroffen oder telefoniert? Wie bist du das angegangen? Ich habe tatsächlich mit allen Kandidatinnen und Kandidaten gesprochen, also nicht nur mit den Vizes oder Schatzmeistern, sondern auch mit Kai und mit Frank tauschen wir noch aus, weil mir das einfach wichtig ist, die unterschiedlichsten Perspektiven auch zu verstehen. Und ja, ich habe mich auch mit den potenziellen Vizekandidatinnen mal ausgetauscht, hatte mal ein Gespräch geführt und Ralf Hartmann und Michael Papenfuss kenne ich auch aus meiner Tätigkeit im Aussichtsrat. Insofern kenne ich alle und wie gesagt, ich bleibe dabei, ich gehe davon aus, dass alle das gleiche Bestreben haben, den HSV voranzubringen und das ist schon mal eine sehr gute Basis einer Zusammenarbeit. Du hast schon gesagt, die anderen beiden, nämlich KS ist gut und von Oggens, die werden als die Unternehmer oder die erfolgreichen Unternehmer bezeichnet. Bei dir könnte man ja auch sagen, erfolgreicher Manager. Du hast einen Job, KS ist gut, ist jetzt in deinem Alter, da hat er seinen Job nicht mehr und könnte sich, wenn er das möchte und wenn er gewählt wird, aus Präsidentenamt konzentrieren. Bei von Oggens ist es so eine Mischform, sag ich mal. Du bist der jüngste Kandidat und bist voll in deinem Job drin. Wie hast du das mit deinem Arbeitgeber geregelt und auch so mit dir selbst geregelt? Also willst du dann trotzdem voll 100 Prozent weiterarbeiten? Und wie viel Prozent glaubst du oder wird der HSV dann in deinem Leben einnehmen, der ja ohnehin schon einen großen Teil annimmt? Also ich habe mit meinem Arbeitgeber gesprochen und habe auch denen ganz klar gesagt, dass ich nach einem Teilzeitmodell strebe, wenn ich gewählt werden sollte, sodass ich dann natürlich auch ausreichend Kapazitäten habe für das Amt. Und ich denke, am Ende des Tages, muss ich auch ganz klar sagen, und das hat auch einen Teil dazu beigetragen, also ich bin wirklich super happy mit meinem Leben, solange ich meine Miete decken kann, solange ich vielleicht ein, zweimal in den Urlaub fahren kann und mich da nicht zu sehr einschränke, ist es für mich auch fein, da meine persönlichen Interessen zurückzustecken und dann die HSV-Interessen nach vorne weiter zu stecken. Und deswegen bin ich davon überzeugt, dass ich da eine gute Möglichkeit finde. Gleichzeitig muss ich auch sagen, dass die letzten Jahre, wie du schon richtig gesagt hast, das war eine sehr große Rolle in meinem Leben gespielt hat und mein Tag jetzt auch nicht unbedingt nur 9 to 5 ist. Und ich denke, dass ich das auch in Zukunft ganz gut unterbekommen werde, wohlwissend mit aller Verantwortung und auch notwendigen zeitlichen Ressourcen, die damit einhergehen. Der Aufsichtsrat ist ja ohnehin schon ein herausforderndes Amt, wo du in der Tat relativ viele Gespräche hast, viel Zeit drauf geht. Ich würde mal vermuten, ich weiß nicht, beim Präsidentenamt dürfte das deutlich mehr werden, weil es dann ja auch viele präsidiale Aufgaben gibt, wo man einfach den HSV repräsentieren muss, auf Anlässen, auf Empfängen. Denn hast du mal für dich so voreruiert, wie viele Stunden kannst du dem da aufwenden und wie viele Stunden wird das kosten für dich? Ich habe auch, bevor ich in den Aufsichtsrat gegangen bin, das jetzt nicht vorher eruiert oder durchkalkuliert. Wie gesagt, ich bin davon überzeugt, dass ich die Ressourcen auch mir in meinem Leben freischaufeln werde, um der Rolle auch gerecht zu werden. Ich weiß um die Verantwortung, ich weiß um die Notwendigkeit auch, was es mit sich bringt, als HSV-Präsident agieren zu können und ich habe mich ganz bewusst dafür entschieden zu kandidieren mit all den potenziellen Konsequenzen, die es sonst auch für mein Leben da mit sich bringt und deswegen bin ich davon überzeugt, dass ich auch bis jetzt in einer Woche so und so viele Stunden sind oder in den nächsten so und so viele, ich werde dem gerecht werden und werde zusammen mit meinen zukünftigen Präsidiumskolleginnen und Kollegen, das Amt auch so ausführen, wie es beim HSV auch dem Anspruch gerecht werden sollte. Kai hat gerade schon gesagt, du bist auch ein Manager, erfolgreicher Manager bei Herberg Lloyd Und trotzdem in der öffentlichen Wahrnehmung wirst du wahrscheinlich immer so der Ex-Capo sein, der aus der Ultraszene kommt. Ich glaube, auch als wir unseren ersten Artikel dann geschrieben haben, nachdem du deine Kandidatur bekannt gegeben hast, war mit der Überschrift, übernehmen jetzt die Ultras den HSV. Ich glaube, es gibt ja auch tatsächlich hier und da Stimmen, die sich da vielleicht sogar Sorgen machen. Ich glaube, Frank Oggens hat da auch schon ein paar kritische Worte hier geäußert. Was kannst du den Kritikern oder diesen Menschen, die sich Sorgen machen, da vielleicht zu sagen? Wie schon gesagt, ich verstehe die Haltung oder ich verstehe die Kommentare und ich habe sie natürlich auch wahrgenommen, dass es jetzt irgendwie in eine Fanrichtung gehen sollte. Ich muss sagen, wie gesagt, in den letzten zweieinhalb Jahren im Aussichtsrat habe ich, glaube ich, dieses Bild auch ein bisschen abwenden können und habe auch da zeigen können, dass es da nicht nur dann um Fan-Thing geht oder dass die Fans hier den Verein übernehmen. Deswegen verstehe ich es hundertprozentig nachvollziehen kann ich es nicht weil am Ende des Tages muss mir auch jemand erklären was dann wirklich konsequent oder konkret damit gemeint ist also wenn damit gemeint ist, dass die Vorstände Eric Huber und Stefan Kunz die Spiele dann nur noch mit Schal und Fahne auf der Tribüne verfolgen dürfen, dann kann ich den Leuten sagen, dann wird das nicht der Fall sein und auch der Aussehsratsvorsitzende wird sein, wird die Sitzung nicht mehr im Megafon in Zukunft leiten müssen, also das kriegen wir schon so hin, dass es professionell bleibt. Wenn aber damit gemeint ist, dass man in Zukunft als HSV noch mehr Haltung einnimmt, eine klare Identität ausstrahlt, Wenn damit gemeint ist, dass man mehr seiner gesellschaftlichen Verantwortung nachkommt, wie jetzt beispielsweise aus den Fanszenen heraus immer Tage wie den Blutspendetag, der jetzt am Wochenende war oder auch der Wintermarkt, wo für Obdachlose gesammelt ist. Und wenn das damit gemeint ist oder wenn man sich noch klarer und deutlich auch gegen Diskriminierung positioniert, damit gemeint ist, dass man wie bei dem Winterprogramm als Alternative zur WM in Katar den anderen Sportarten auch die Möglichkeit gibt, strahlen zu können und auch den Glanz, den sie verdienen, auch zu bekommen und dort irgendwie auch die Aufmerksamkeit hinzuleiten, dass möglichst viele Leute auch zu denen spielen, andere Sportarten beim HSV geben, beispielsweise damals HSV Frauen, BG Baskets. High-Sockey war es noch, oder Futsal. Wenn das alles damit gemeint ist, dann kann ich durchaus mit den Befürchtungen leben und stelle mich denen auch gerne. Dann würde ich dir aber ein konkretes Beispiel geben. Als Aufsichtsrat bist du ja nicht der Sprecher des Aufsichtsrats, deswegen bist du gar nicht in der Pflicht, zu irgendwelchen Themen Stellung zu beziehen. Es gibt natürlich aber ab und an, auch aus der Fanszene heraus, alles, was du gerade aufgezählt hast, sind ja positive Beispiele. Es gibt ja aber auch negative Beispiele. Und dann als Präsident ist man in der Tat, würde man gefragt werden und da würde man auch eine Antwort erwarten. Ich gebe dir ein Beispiel, das ist jetzt ein paar Monate her, als es den Überfall auf Kölner Fans gegeben hat, der sehr lange für Schlagzeilen gesorgt hat. Wenn du da schon Präsident gewesen wärst, hätte man natürlich dich als Präsidenten und ehemaligen Ultra gefragt, wie bewertest du die Dinge? Und da stelle ich mir den Spagat auch durchaus herausfordernd für dich als ehemaligen oder immer noch aus der aktiven Fanszene, aber auch gleichzeitig Präsident. Das ist so eine Spagatsache, wo ich dich fragen wollen würde, wie gehst du damit um? Ich denke... Also ich habe ein ganz klares Werteverständnis und ich habe eine ganz klare Vorstellung auch von Fan-Kultur und diese Vorstellung, die hat auch ganz klare Grenzen und sowas würde auch meine Grenzen überschreiten auch in Zukunft und dann bin ich auch ganz klar bereit, entsprechend Stellung zu beziehen. Also den Spagat stelle ich mir als Präsident in Zukunft nicht so vor. Ich habe natürlich die Erfahrungen aus unterschiedlichsten Interessensgruppen und kann deswegen vielleicht auch manchmal differenziert mich äußern. Aber um bei deinem Beispiel zu bleiben, ist für mich ganz klar, dass dort Grenzen überschritten worden sind. Und da hätte ich dann auch kein Thema mit, mich in der Öffentlichkeit zu äußern als HSV-Präsident. Was vielleicht noch etwas schwieriger werden könnte, sind so wirtschaftliche Themen. Auch da hatten natürlich die aktiven Fanszenen oft eine klare Haltung zum Beispiel gegen Investoren. Auch Klaus-Michael Kühne wird hier mal sehr kritisch gesehen. Da hast du natürlich jetzt auch als Aufsichtsrat schon mal eine andere Perspektive wahrscheinlich eingenommen oder musst sie auch einnehmen. Gerade so in diese Richtung Investoren, auch das kommt ja jetzt auf den HSV wieder zu. Bei der Mitgliederversammlung gibt es einen Antrag, ob nicht dann in Zukunft doch wieder mehr Anteile verkauft werden können in Form dieses Supporters Trust. Das wird der Supporters Club dann ja auch vorstellen, diesen Antrag. Wie stehst du dazu, grundsätzlich sich weiter auch zu öffnen für Investoren oder ja dann auch für Anteilsverkäufe wieder? Nur einen Schritt zurückgehen, bin ich sehr happy. Ich war ja damals auch Teil der Initiative unserer HSV, die ja letztendlich auch zwei Anträge auf die Mitgliedsversammlung 2021 gebracht haben, unter anderem auch der Antrag zur Überprüfung der Rechtsformänderung, woraus dann die Arbeitsgruppe entstanden ist und letztendlich auch der Rechtsformwechsel, was ich sehr, sehr positiv finde, weil da auch ganz klar die Haltung des HSV für die Zukunft definiert und manifestiert ist. Und gleichzeitig ist mir natürlich bewusst, dass wir auch in Zukunft uns gewissen Situationen stellen müssen, wo es vielleicht auch einen zusätzlichen Kapitalbedarf gibt. Und deswegen finde ich die Idee eines Supporters Trust sehr, sehr positiv. Ich habe mich deswegen auch dort in der Arbeitsgruppe jetzt über die letzten Monate engagiert, um auch zu überlegen, unter welchen Voraussetzungen kann es funktionieren. Wir müssen sicherstellen, dass es ganz klare Leitplanken gibt, die es zu definieren gilt und dass die Fans und Mitglieder ganz klar auch mitgenommen werden auf einen Prozess oder in einen Prozess, wie mögliche Anteile in Zukunft ausgegeben werden können. Und ich finde, dass mit so einem Supporters-Chass wirklich eine super Möglichkeit geschaffen worden ist, die Fans partizipieren zu lassen und deswegen die wirtschaftlichen Herausforderungen, die die Fußballbranche mit sich bringt, trotzdem auch mit dem Einklang der Fankultur beim HSV zu bringen. Es gab diesen Antrag ja vor einem Jahr schon auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung. Damals dann nicht mit der nötigen Mehrheit verabschiedet worden. Es hieß dann auch hinterher, vielleicht hätte man die Mitglieder dann noch stärker mitnehmen müssen und dieses Thema vielleicht noch stärker erklären müssen. Also ich habe jetzt nicht so viel wahrgenommen in den vergangenen Monaten, dass da bei den Mitgliedern vielleicht das nochmal stärker thematisiert wurde. Wahrscheinlich hinter den Kulissen etwas mehr. Warst du da auch dran beteiligt? Hast du tatsächlich auch für dieses Modell jetzt schon in Fanszenen geworben? Der Unterschied zur letzten Mitgliederversammlung ist ja, dass es jetzt ein klares Konzept auch zum Supporters Trust gibt, was es ja damals nicht gab. Das war ja noch recht unkonkret und ich glaube, das hat bei einigen Leuten dann auch gewisse Reflexe ausgelöst, weswegen man da dort sehr, sehr skeptisch war und letztendlich der Antrag dann nicht durchgegangen ist. Jetzt glaube ich mit der Bildung auch der Arbeitsgruppe, die ja dann auch ein bisschen anders aufgestellt war, personell, hat man ein konkretes Modell, was man zur Abstimmung bringen möchte. Und ich glaube, das ist am Ende des Tages auch der entscheidende Unterschied zum letzten Jahr. Ergebnis offen jedoch. Ich weiß, wie gesagt, auch nicht, was dann am Samstag bei rumkommt. Das ist ein Antrag auch vom Supporters-Club. Die werden es ja auch entsprechend noch vorstellen und dann auch die Leute aufklären und mitnehmen. Dieser Spagat zwischen einerseits aktive Fanschen und andererseits Vereins AG Interessen, wenn es dann diesen Spagat gibt, der den sehr gut gemeistert hat. Anerkennungweise, das hat das die halbe Bundesliga zumindest gesagt, ist der verstorbene Hertha BSC Präsident Kai Bernstein, ist der ich will jetzt nicht sagen Vorbild für dich, aber kannst du dir das in dieser Form, wie er das ausgeübt hat kannst du dir das ähnlich vorstellen für dich? Ich würde sagen Kai hat seine ganz eigene Geschichte geschrieben in Berlin die wirklich auch deutschlandweit ja sehr bekannt ist und bei Hertha BSC glaube ich etwas sehr sehr Besonderes auch geschaffen in seiner Zeit als Amtsträger. Ich bin aber hier in Hamburg, bin beim HSV, ich bin mit dir beim HSV ganz gerne meine eigene Geschichte schreiben und deswegen auch Losgelöss von Kai, den ich sehr, sehr geschätzt habe für das, was er bei Hertha BSC gemacht hat. Wie siehst du denn dann grundsätzlich deine Rolle als Präsident? Weil Kai Bernstein war natürlich dann schon ganz klar auch auf die Fußballer fixiert. Ich glaube, das ist da auch in der Struktur dann noch etwas klarer auch definiert. Bei Hertha BSC in diesem Vereinsmodell als HSV-Präsident bist du vor allem dann verantwortlich für sehr, sehr viele andere Sportabteilungen. Wie siehst du dich da? Bist du schon dann der Mann für die Fußballer auch oder musst du dich da jetzt etwas anders positionieren und erzähl, wie du es vielleicht auch mit anderen Sportarten hast? Also auch da, mir ist schon bewusst, was die Rolle mit sich bringt und dass es da beim HSV-EV um deutlich mehr als nur um Fußball geht. Und deswegen habe ich auch ganz klar gesagt, das Erste, was es zu definieren gilt, zusammen auch mit dem Amateurfusspann, ist dann auch ein klares Sportkonzept. Wie wollen wir uns den Sport beim HSV in Zukunft vorstellen? Unter welchen Voraussetzungen? Welche einzelnen Sparten möchte man noch weiter fördern? Wo möchte man noch erfolgreicher agieren? Welches Sportangebot möchten wir noch anbieten? Welche Sportangebot fehlen uns vielleicht noch? Das sind alles Fragen, die mich natürlich auch umtreiben. Jetzt auch in den letzten Wochen und auch in Zukunft dann bei einer hofflichen Wahl natürlich. Aber ich mache das im Team. Also es gibt dann ja noch zwei weitere Präsidiumskandidatinnen und Kandidaten, die das Ganze mit mir machen würden. Plus, wie gesagt, super Gremien, die es beim HSV e.V. schon gibt, wie den Amateurverstand. Und da wird man sicherlich super Modelle finden, den HSV auch in den anderen Sparten weiter voranzubringen. Also auf diese Fragen hast du aber noch keine Antworten, habe ich da auch richtig gehört. Also welche Sportarten, wo sollte man vielleicht mehr fördern? Bei den Kollegen hatte ich gelesen, du hast ja mit den Kollegen von der Bild-Zeitung gesprochen, dass du gerne mehr bei den nächsten Olympischen Spielen mehr Athleten, die die Raute auf dem Herzen sozusagen tragen, haben wollen würdest. Das sind aber erst Anfangsideen, richtig? Ich kann natürlich jetzt hier auch Trendsportarten nennen und sagen, okay, was mir beim HSV vielleicht noch fehlt. Aber es gibt auch Gründe, warum manche Sportarten beim HSV vielleicht noch nicht implementiert worden sind. Und deswegen ist es mir ganz wichtig, intern zu sprechen. Aber ganz klar, also meine Zielsetzung ist, dass wir mit noch mehr Mannschaften in den höchsten Ligen um Meisterschaften kämpfen. Dass wir bei Olympia, bei den nächsten Olympischen Spielen die Raute mehr vertreten haben als jetzt in Paris. Da muss einfach mehr Blau-Weiß-Schwarz in L.A. zu sehen sein als in Paris. Das sind ganz klare Ziele, die ich habe. Nur der Weg dorthin, klar kann ich jetzt irgendwie große, schöne Luftschlösser bauen, aber am Ende des Tages muss es auch konkret umsetzbar sein. Und da bin ich einfach sehr bedacht da drin, den Amateurvorstand mitzunehmen und die Präsidiumskollegin in Zukunft, sodass man da gemeinsam den Weg definiert. Aber ich habe klare Ideen und Konzepte auch schon im Kopf oder in der Schublade. Du wirst uns jetzt keine interne aus deinen Gesprächen, die jeder haben musste mit dem Beirat, berichten. Es wurde ja rauf und runter diskutiert. Felix Magath wurde nicht zugelassen. Das war einer der Kernvorwürfe, dass er sich zu sehr in den Fußball wiederfindet, zu sehr dann als Präsident auch in den Aufsichtsrat gehen wollen würde und da möglicherweise Änderungen vornehmen wollen würde. Wurden diese Fragen, also hast du die gleichen Fragen bekommen? Weil du bist ja nun mal Fußballfan, du bist Aufsichtsrat der Fußball AG. Also hat das der Beirat, hat das den Kollegen am meisten interessiert? Das ist ja die Frage auch schon selber beantwortet, dass ich aus den Gesprächen mit dem Beirat dort nichts groß preisgeben werde. Aber natürlich kamen diverse Fragen dort auch hervor. Und natürlich liegt es nahe, dass auch Fragen zu meiner Rolle jetzt im Aufsichtsrat gestellt worden sind. Und ich habe einfach versucht, auch dort einen weiteren Fokus zu platzieren und auch denen die Wichtigkeit zu untermauern, dass mir der gesamte HSV wichtig ist. Und deswegen bin ich jetzt nicht nur auf die AG bezogen. Ich glaube, wir haben die anderen Kandidaten auch gefragt, wie es denn mit den Ambitionen für den Aufsichtsrat dann auch aussieht. Bei dir ist es ja eigentlich klar, du bist schon im Aufsichtsrat, daran würde sich dann wahrscheinlich auch nichts ändern. Würdest du vielleicht dann auch versuchen, den Vorsitz zu übernehmen? Siehst du da die Rolle des Präsidenten auch schon klar dann in dieser Rolle oder wie siehst du deine Ambitionen dann auch hinsichtlich des Aufsichtsrats? Also auch da ist mir wichtig zu sagen, dass man solche Entscheidungen gemeinsam mit den Präsidiumskolleginnen und Kollegen führt und auch mit dem Beirat natürlich irgendwie beraten, den mit einbindet. Am Ende des Tages müssen wir schauen, welchen Aufsichtsrat haben wir jetzt und welche Kompetenzbereiche sind auch belegt oder auch ausgefüllt und wie stellen wir uns auch den Aufsichtsrat der Zukunft vor. Da habe ich vielleicht gewisse Vorstellungen. Da haben vielleicht aber auch die anderen Präsidiumsmitglieder andere Vorstellungen und das muss am Ende zusammengeführt werden. Ich glaube, dass die letzten Jahre im Ausdienstrat durchaus solide und erfolgreich auch gearbeitet worden ist, zusammen auch mit dem Vorstand. Und die ganzen wirtschaftlichen Zahlen kennt man und man kennt jetzt auch den Aufstieg in die Bundesliga. Insofern würde ich jetzt nicht sofort am 22.06. Haltungsbedarf dort sehen. Man guckt sich das an, bespricht das und dann trifft man gemeinsam eine Entscheidung für die Zukunft. Ich wollte da einmal nochmal nachhaken, weil da finde ich, da war ein Punkt, der Unterschiede von euch dreien Kandidaten beziehungsweise von deinen beiden Vorgängern offensichtlich gemacht hat. Also bei KS Eskrot hatte ich den Eindruck, dass er das alles als positive Entwicklung gesehen hat und da jetzt nicht den ganz großen Handlungsbedarf erkannt hat. Falk Oggens hat ganz offen gesagt, dass er sich das gut vorstellen könnte, dass man da ein bisschen mehr ändern sollte im Aufsichtsrat. Das hat da kein Geheimnis draus gemacht. Und du hast gesagt, du würdest das gerne mit eventuellen Vizekandidatinnen, die ja erstmal gewählt werden müssen, zusammen entscheiden. Aber wie ist denn deine Meinung? Also du bist ja Aufsichtsrat. Eher KS ist groß, sage ich mal, oder eher Frau Rockens oder genau in der Mitte? Also wir haben im Aufsichtsrat, wie ich schon eben gerade erwähnt habe, die letzten Jahre meines Erachtens wirklich erfolgreich gearbeitet. Jetzt haben wir aber auch neue Herausforderungen mit dem Aufstieg in die Bundesliga. Da bringt das ganze Umfeld neue Herausforderungen oder mehr Herausforderungen mit sich. Wir müssen auf jeden Fall schauen, dass wir jetzt in keinen Stillstand kommen, weil jeglicher Stillstand ist Rückschritt für mich. Und deswegen, klar, müssen wir schauen, okay, wie stellen wir uns zukunftsfähig auf. Aber ich tue mich schwer da drin jetzt irgendwie zu sagen, dass wir zwei, drei Positionen oder sowas verändern müssten, weil ich kann sagen, intern ist es die letzten Jahre wirklich gut gelaufen. Es ist auch wenig nach draußen gekommen. Der Aufsichtsrat ist seiner Rolle gut gerecht geworden und deswegen sehe ich jetzt keine kurzfristigen Notwendigkeiten, den Aufsichtsrat zu verändern. Aber auch da müssen wir schauen, wie bewegt sich das auch in die Zukunft, in die nächsten Wochen, Monate, aber auch Jahre natürlich. Und sicherlich werden wir irgendwann auch an den Funk kommen, wo es eine Überlegung gibt, okay, brauchen wir vielleicht auch am Aussitzrat Veränderungen. Und wenn wir den Bedarf sehen, dann werden wir auch entsprechend handeln. Ein Nachfall dazu, was alle Kandidaten, nicht alle, was viele Kandidaten immer wieder sagen, was auch immer viel geschrieben wird, ist, man braucht sportliche Kompetenz. Da kann man darüber diskutieren, was ist denn sportliche Kompetenz? Frau Gorgens hat es sehr deutlich gesagt, das ist ihm wichtig, sportliche Kompetenz. Marcel Jansen hatte die natürlich, der ist sonst nicht vieler Nationalspieler. Und wenn man jetzt nur auf Ex-Profis geht, dann gibt es die im Moment im Aufsichtsrat nicht. Man könnte aber auch sagen, naja, du hast bei TSV Sasel gespielt. Frau Schrumm hat aber tatsächlich auch professionell Fußball gespielt und, und, und. Wie wichtig ist, unabhängig von Personen aus deiner Sicht, in einem Aufsichtsrat einer Fußball-Bundeslehrmannschaft dieses Schlagwürde sportliche Kompetenz? Sicherlich ist Sportkompetenz wichtig im Aufsichtsrat, genau wie Wirtschaftskompetenz, weil wir reden jetzt hier nicht von einem Sportverein, sondern daraus vor ist noch viel mehr als nur ein reiner Sportverein. Sicherlich ist sie wichtig, aber genau wie du auch schon gesagt hast, erstmal gilt es darum, Sportkompetenz zu definieren und die dann auch letztendlich auszuführen. Für die einen ist es ein ehemaliger Profifußballer, Für die anderen ist es ein ehemaliger Trainer, ich glaube, oder für andere ist es noch ein ehemaliger Vorstand, Manager, vielleicht sogar Berater. Das gilt es dann auszudefinieren und ich glaube beim HSV, wie gesagt, jetzt ohne die letzten Jahre irgendwie zu sehr mal hervorheben zu wollen, aber ich glaube, dass alle Aufsichtsrätinnen und Aufsichtsräte viel Kompetenz einbringen konnten, um den HSV auch dahin zu bringen, wo er jetzt ist. Und wie gesagt, jetzt gilt es ja auch, den nächsten Schritt zu machen, der ist mir durchaus bewusst. Und natürlich spielen solche Gedanken da auch eine Rolle. Jetzt sprechen wir natürlich logischerweise auch viel über den HSV, über die Profifußballabteilung. Du sagtest mit dem Aufstieg in die Bundesliga, natürlich muss da viel mobilisiert werden, dass der HSV dann auch in der Lage ist, die Klasse zu halten und perspektivisch dann auch wieder in Deutschland oder in der Bundesliga sich zu etablieren und auch eine wichtige Rolle zu spielen. Ist es für dich auch okay, wenn du jetzt sagst als Präsident, es gibt mehr als 120.000 Mitglieder, aber ich glaube fast 100.000 davon sind im Supporters-Club, dass man auch sagt, ja, HSV ist halt auch Fußball und dafür muss ich mich einsetzen. Klar, also ich denke, das ist natürlich das Interessensfeld der meisten HSVinnen und HSV, die sich entschieden haben, Mitglied zu werden. Es ist ganz klar, dass das, was im Volkspark passiert, weil der Supporters-Club ja mit, wie du schon richtig gesagt hast, mit einem sehr, sehr großen Anteil der gesamten Mitgliedschaft dort vertreten ist. Und der Hintergedanke ist wahrscheinlich eher der Blick in den Volkspark als auch auf die anderen Abteilungen. Und trotzdem hat man ja auch eine Gesamtverantwortung als HSV, e.V. mit allen Gremien zusammen. Und deswegen ist eine gute Zusammenarbeit wichtig unterhalb der Gremien, um eben auch die unterschiedlichen Querverbindungen und auch Möglichkeiten, sich gegenseitig zu unterstützen, auch auszunutzen. Definitiv. Ja, aus den Reihen der Supporters gab es auch, oder wird es den Antrag geben, dass der nächste Präsident, ob man den nicht bezahlen sollte. Wir haben eben schon Kai Bernschen eingesprochen. Bei St. Pauli zum Beispiel ist es ja auch so, dass Uke Göttlich hauptamtlicher Präsident ist und in der Tat ist der Aufwand extrem für einen Präsidenten. Deine anderen beiden Kandidaten sind streng dagegen. Wie ist das mit dir? Ich glaube, es geht auch neben St. Pauli noch andere Beispiele in Deutschland, wo der Präsident in der Hauptamtlichkeit unterwegs ist. Aber den Antrag, muss ich sagen, den habe ich so nicht gelesen. Ob eine Bezahlung möglich ist oder nicht, Das ist qua Satzung jetzt schon manifestiert. Also das kann jetzt schon entschieden werden, unabhängig von einem Antrag. Den Antrag, auf den ihr wahrscheinlich anspielen wollt, ist ein Antrag zur Finanzordnung. So habe ich es auf jeden Fall interpretiert, dass dort sich mehr Transparenz gewünscht wird und auch eine ganz klare Mittelverwendung den Mitgliedern offengelegt, damit alle auch genau wissen, wohin gehen ihre Mitgliedsbeiträge. So habe ich den Antrag verstanden und jetzt nicht, ob ein Präsidentschaftskandidat bezahlt werden sollte oder nicht. Du willst ja wahrscheinlich darauf hinaus, wie du das lässt. Genau. So, völlig fein. Genau. Also ich habe meine Entscheidung bewusst auch entschieden in den jetzigen Strukturen und weiß, dass es ein Ehrenamt ist. Und ich habe jetzt auch keine Bestrebungen, das Ganze zu ändern. Wenn, dann müssen das andere ja entscheiden. Aber ich weiß, unter welchen Voraussetzungen ich mich auf die Kandidatur eingelassen habe und stelle mich auch den ganzen so. Aber du findest es auch so richtig, wie es im Moment ist? Oder würdest du sagen, was ich eben angedeutet habe, der Aufwand ist extrem. Es gibt ja gute Argumente dafür, dass man sagt, eine Bezahlung wäre vielleicht eine ganz gute Idee. Also was ist deine Meinung? Meine Meinung ist, dass man sich erstmal anschauen sollte, auch wie sind die Strukturen. Also man hat ja auch in den anderen Fällen, die du vielleicht schon angesprochen hast, vielleicht andere Strukturen auf der Geschäftsstelle, wo ja Aufgaben übernommen werden. Und ich kenne jetzt nicht alle Aufgaben von der Geschäftsführung so im Detail, dass ich dann abwägen sollte, okay, macht es Sinn, vielleicht dort jemand aus dem Präsidentschafts- oder ein Präsidentschaftskandidat oder ein Präsidiumsmitglied, kann ja auch für die anderen beiden gelten, dort Aufgaben zu übernehmen oder die entsprechenden dann auch, wenn auch ganz entschädigt, zu enden. Also da kenne ich die Strukturen einfach nicht. Ich glaube, beim HSV ist man in den letzten Jahren mit der Art und Weise so ganz gut gefahren. Und da gilt es dann irgendwie auch zu gucken, okay, wie will man sich jetzt auch zukunftsfähig aufstellen als HSV? Auch ein gutes Stichwort zukunftsfähig aufstellen. Vor zwei Wochen gab es eine große Überraschung, als die Stadt Hamburg verkündet hat, sich für die Olympischen Spiele zu bewerben. Das war nicht die große Überraschung. Die Überraschung war, dass gleichzeitig... Bekannt wurde, dass Hamburg ein neues Stadion bauen will, ein neues Olympiastadion, in dem dann zukünftig auch die Fußballer spielen könnten. Dieses Thema wird dich dann natürlich auch als HSV-Präsident in den nächsten Jahren beschäftigen. Vielleicht erstmal so grundsätzlich, wie stehst du eigentlich so zu olympischen Spielen? Bist du jemand, der auch immer das gerne guckt oder bist du jemand, der sagt, nee, also IOC, das ist nicht mein Ding. Ja, wie stehst du dazu? Ich bin absolut sportbegeistert. Ich habe jetzt auch neben Fußball, auch wenn ich sehr gerne Kenntnis darauf beschränkt werde, aber ich will auch andere Sportarten mal ausprobieren. Unabhängig davon, ich bin wie gesagt sportbegeistert. Ich freue mich, wenn Sportlerinnen und Sportler auf höchstem Niveau um Medaillen kämpfen. Und deswegen schaue ich auch gerne die Olympischen Spiele. Die sind natürlich auch immer sehr zeitintensiv. Aber ich stehe dem sehr offen gegenüber und weiß auch, was das für alle Sportlerinnen und Sportler bedeutet, bei Olympia auch antreten zu dürfen und Medaillen kämpfen zu dürfen und wie gesagt, das sind absolute Vollprofis, die auf höchstem Niveau. Dort in den Wettkämpfen antreten und vor allem auch in der Vorbereitung, die ja über viele Jahre hinweg geht, von morgens bis abends, alles wie im großen Traum tun und dafür habe ich einfach maximalen Respekt. Und unabhängig von der Stadiongeschichte, die Henrik schon angesprochen hat, auf die wir gleich nochmal kommen, grundsätzlich olympische Spiele in Hamburg, ein Traum von dir? Oder bist du dem skeptisch gegenüber? Man gibt ja viele Pro und Kontrast. Also wie ist deine grundsätzliche Haltung zu einer Bewerbung Hamburgs für Olympia? Ich glaube, man sollte schon auch das Referendum abwarten und sich dann die konkreten Pläne angucken in der Umsetzung. Ich kenne jetzt alle die Pläne nicht so im Detail, dass ich genau weiß, wie nachhaltig ist das Ganze. Wenn ein Sport, also so ein großes Sportereignis, irgendwie auch vor der Tür stattfinden kann, dann stehe ich denen total offen gegenüber. Und als Prozess, Und theoretisch am Thema Präsidentschaftskandidat in Zukunft eines großen Hamburger Sportvereins bin ich natürlich auch manchmal daran interessiert, so Wettkämpfe auch vor der Haustür, dann zu sehen, welche Rolle aber der HSV dort spielt. Das sollten dann die Mitglieder zusammen entscheiden und man sollte sich an der Entscheidung auch partizipieren lassen, welche Haltung auch der HSV dazu einnimmt. Aber ich persönlich, wie gesagt, bin sportbegeistert und würde mir auch die Olympischen Spiele in Hamburg angucken. Da hast du wahrscheinlich auch schon Laura Ludwig kennengelernt in den vergangenen Jahren mal. und dich mit ihr auch über Olympia ausgetauscht. Sie war ja in Brasilien, ist Olympiasiegerin geworden. Das war auch ein großes Highlight damals. Dietmar Beiersdorfer war damals da beim Finale. Hast du das Finale auch geguckt damals? Nee, das Finale habe ich nicht geguckt und ich war auch nicht vor Ort. Also ich habe es verfolgt natürlich in der Nachbricht. Ich weiß nicht, welche Uhrzeit das damals war. Aber selber live geguckt habe ich es einmal nicht. Aber mit Laura Ludwig, hast du dich wahrscheinlich schon mal ausgetauscht oder bisher nicht? Also sie könnte ja dann künftig deine Vizepräsidentin werden. Ja, also Laura habe ich mal getroffen, auf einer Veranstaltung habe ich mich mit ihr ausgetauscht. Und auch da, ich glaube, die Sportbegeisterung und auch die Professionalität, die kann man ihrem nicht absprechen. Zudem ist sie einfach eine sehr professionelle, sympathische Person. Du hast gesagt, du willst ein Votum nicht vorwegnehmen wollen. Persönlich würdest du dich über Olympische Spiele in Hamburg freuen. Gleiche Frage beim Stadion. Also Henrik hat es schon angesprochen, das war eine große Überraschung für alle als Sportsenator. wo er Andi Grote das gedroppt hat und gesagt hat, wir bauen ein neues Stadion im Volksball, no matter what, unabhängig von den Olympischen Spielen. Was war dein erster Gedanke, als du das wahrscheinlich auch in dem Moment das erste Mal gehört hast? Schon überraschend und gerade auch dieser Zusatz, man baut das Stadion völlig unabhängig von Olympia, kam für mich schon sehr, sehr überraschend. Am Ende des Tages, wie ein neues Stadion vielleicht in den Volkspark hassen würde oder wie nicht, das muss man sich dann im Detail anschauen. Für mich ist aber ganz, ganz klar, dass das Volksparkstadion Herz und Heimat des HSV ist und auch so lange wie möglich erhalten werden sollte, unabhängig von olympischen Spielen oder auch einer neuen potenziellen Arena. Weil auch da gibt es einfach viel zu viele Fragen, die es noch zu klären gibt. Da wäre eine Frage, das Volksparkstadion oder ein Volksparkstadion? Wenn das man erhalten sollte. Ja, weil das daneben wäre halt auch ein Volksparkstadion. Ich meine bei dem Volksparkstadion schon das, in dem wir uns in den letzten Jahren dort sehr heimisch gefühlt haben, das auch zu erhalten. Weil, wie gesagt, es ist Herzblut oder Herzstück des HSV und soll es auch in Zukunft bleiben. Und zu Erd Arena, da sind einfach so viele Fragen, die noch offen sind. Also, wie gesagt, Stadienbetreibung, wie sieht das ganze Stadion aus und sowas. Unabhängig davon, ob man überhaupt eruiert als HSV, dort einzuziehen. Für mich ist ganz klar, Volksparkstadion ist unsere Heimat und soll das auch bleiben. Hat deine Tätigkeit in der aktiven Fanszene eigentlich schon im alten Volksparkstadion angefangen oder bist du eigentlich so ein Kind der neuen Arena dann gewesen? Also in der aktiven Fanszene schon in der neuen Arena. Du musst doch kurz rechnen, 4 oder 5 oder 6 war ich jetzt noch nicht auf der Nordrhein unterwegs. Aber warst du schon mal mit 4 oder 5 im alten Volkspark? Ich war schon im alten Volksparkstadion. Damals mein Vater, der mich mitgenommen hat, war sogar mal Einlaufkind, auch im alten Volksparkstadion. Weißt du noch an der Hand von wem? Thomas Gravesen, tatsächlich. Sehr stark. Weil meine Mama ist Dänin und wir haben versucht, das so zu drehen, dass ich mit dem Dänin dann auch auf den Platz laufen darf. Es war ein kalter Winter im Monat. Ich habe das Jahr jetzt nicht im Kopf. Auf jeden Fall war es in Halmwiener Lage gehen, in den FC Anseo-Rostock. Werden wir nochmal nachgucken, welches Jahr das war. Da gab es ja nicht allzu viele, glaube ich. Ja, ich habe es leider nicht gefunden. Aber ja, ich war damals schon im alten Stadion unterwegs. Nein, natürlich jetzt für die Jahre neu. Dieses Volksparkstadion, du hast es schon gesagt, für viele ist es die absolute Heimat und eigentlich unvorstellbar, irgendwann in einem anderen Stadion zu spielen. Als Aufsichtsrat müsst ihr euch ja auch mit diesem Thema beschäftigen. Es ist ja klar, dieses Stadion wird nicht mehr 100 Jahre Heimspielstätte sein können. Wie blickst du denn also auf dieses Thema, wenn das vielleicht auch mal in Aufsichtsratssitzungen thematisiert wird? Und schon mit diesem Anspruch, ja, da müssen wir irgendwann über diesen Gedanken sprechen? Oder sagst du, das Volksparkstadion ist das Volksparkstadion, da wird der HSV immer spielen, egal was passiert? Also das war ja auch jetzt in der Vergangenheit schon immer ein Thema, auch rund um die EM ist ja auch bekannt. Ich gehe davon aus, ich habe da ja auch ausführlich darüber berichtet. Da mussten ja auch einige Maßnahmen umgesetzt werden und die Instandhaltungsmaßnahmen, die sind da oder die Notwendigkeit, die ist da, ist ganz klar, liegt ja auf der Hand. Und deswegen stelle ich mich mit dem mit der ganzen Verantwortung. Und ich bin davon überzeugt, dass wir auch für die nächsten Jahre gute Möglichkeiten finden, das Volksparkstadion attraktiv gestalten zu können und auch da noch weiterzuentwickeln. Ganz klar, völlig unabhängig davon, was vielleicht mal in 25, 30 oder wie langer Zeit ist. Dein Vorstand, euer Vorstand, hat sich aber sehr offen, würde ich mal das so formulieren, für die Pläne, die da vorgestellt worden sind von Sportsenate Andi Grote gezeigt. Rekuva wurde da schon zitiert. Also irgendwann sind die Instandhaltungskosten teurer als ein neues Stadion zur Bauung und es könnte die ganzen Gedankenmodelle der HSV dem sehr offen gegenüberstehen. So würde ich das jetzt mal frei interpretieren. Und du hast es eben gerade 20, 30 Jahre gesagt. Tatsächlich ist es ja, wenn wir über Olympia 2036 oder 40 sprechen, dann ist das gar nicht mehr so lange hin. Dann reden wir, mit dem Baum muss dann tatsächlich eher früher, als später begonnen werden. Also, wie siehst du dieser Haltung des Vorstands dem gegenüber? Auch da bleibe ich dabei, dass man erst mal das Referendum dann abwarten sollte, um zu schauen, welche Situationen hat man, kommen die Spiele, wenn ja, wann kommen die Spiele und dann auch den zeitlichen Druck da bewerten. Ich denke, oder wichtig ist, man muss, wenn man irgendwann an den Punkt kommt, dass das Volksfahrtsstadion, wie es jetzt ist, Veränderung bedarf und man das Ganze verändern sollte, dann muss man sich den ganzen stellen. Aber man muss erst mal die ganzen Fragen, die ich eben schon angesprochen habe, muss man erst mal klären und vor allem klären wir die auch intern. Also wir lassen, meines Erachtens sollten wir uns nicht von außen darüber bestimmen lassen, ob der HSV jetzt ein neues Stadion bekommt und wie das Ganze aussieht, sondern das sollten wir HSV intern klären und dann eine ganz klare Haltung zu definieren. Und wenn wir die haben, dann werden wir die auch entsprechend kommunizieren. Aber auch da gilt es, alle Gruppen mitzunehmen, alle Interessensgruppen im HSV einfach mitzunehmen und dann gemeinsam eine Entscheidung zu definieren. Und das ist ein partizipativer Prozess, den wir in den letzten Jahren bei unterschiedlichsten Themen auch gut unter Beweis gestellt haben. Und ich sehe auch bei dem Thema eine große Chance, alle Leute mitzunehmen und dann gemeinschaftlich als HSV dort eine Haltung einzunehmen. Also große Chance, da würde ich nochmal einmal einhaken, weil als Präsident wird es für dich ja auch viel um das Thema Sportstätten gehen. Für viele Abteilungen sind vielleicht auch die aktuellen Anlagen dann nicht mehr so zeitgemäß. Es wird über ein neues Amateurstadion gesprochen. Würdest du vielleicht auch sagen, Olympia wäre eine Chance, auch gerade in Hinsicht vieler Sportstätten, da auch anderen Abteilungen eine neue Heimat zu geben? Ja, aber die Frage ist immer, unter welchen Voraussetzungen und wie nachhaltig ist das Ganze und ja auch, welche Rolle spielt der HSV in der ganzen Planung, Gestaltung, Umsetzung und auch danach in der Betreibung. Aber wenn es dort Möglichkeiten gibt, dann mit der Stadt gemeinsam einen Weg zu finden, noch mehr Sportstätten in Hamburg in Zukunft anbieten zu können, diese in Stand zu halten, attraktiv zu gestalten, modern zu halten, dann sollte man sich den ganzen stellen, ganz klar. Das sind sicherlich Fragen, die auch tatsächlich schon am Sonnabend gestellt werden. Ich gehe davon aus, dass das Stadion auf der Mitgliederversammlung schon eine Rolle spielt. Inwiefern bist du jetzt vorbereitet auf die Mitgliederversammlung? Hast du die Rede schon geschrieben? Hast du vielleicht auch ein bisschen Lampenfieber? Lampenfieber würde ich es jetzt nicht nennen. Ich habe natürlich Respekt vor der Veranstaltung und auch der Kandidatur an sich. Das bringt aber auch so eine Kandidatur mit sich. Ich glaube, da ist man ganz gut beraten, wenn man auch mit einem gewissen Respekt an die Sache rangeht. Ich habe natürlich viele Gedanken im Kopf, die ich jetzt auch in den letzten Wochen schon kommuniziert habe oder jetzt auch gerade hier bei euch im Podcast. Ich versuche hier natürlich dann auch gut knackig in der Rede zu formulieren. Final ausgeschrieben ist die jene noch nicht. Ich habe sie vielleicht größtenteils im Kopf, aber es wird am Ende des Tages dann auch in den Tagen oder Stunden vor der MV dann konkretisiert. kritisiert. Und dann freue ich mich einfach auf eine tolle Mitgliederversammlung. Ich freue mich darauf, dass wir eine Wahl haben dieses Mal, bei der sich alle präsentieren können. Ich freue mich auf die Reden der anderen und dann hoffe ich, dass wir als HSV einfach die beste Entscheidung treffen für die Zukunft. Ab dem Moment, wo dein Name als Kandidat bekannt geworden ist, haben dann viele gesagt, ach, der bringt dann jetzt 500 Ultras mit und die werden dann die Entscheidung. Oder 5000. Das ist sehr interessant. Aber jetzt im Ernst, mobilisiert man in seinem Umfeld, Also versuchst du so viele wie möglich Fanclubs und dann auch aus deinem Netzwerk zu sagen, kommt, kommt, kommt zur Wahl und wenn ihr kommt, dann dürft ihr auch gerne mich wählen oder wie funktioniert das? Ich habe in den letzten Wochen natürlich versucht, möglichst viele Leute in erster Linie vielleicht auch aufzuklären, weil ich diese Vorurteile oder auch diese Skepsis durchaus antizipieren konnte, als ich mich dafür entschieden habe, zu kandidieren. Und deswegen in erster Instanz möchte ich die Leute auch klärend informieren und möchte die Leute mitnehmen, auch auf die Reise der Motivation, warum ich kandidiere, was ich mit dem HSV als Präsident vorhabe, was ich gerne umsetzen möchte. Und habe deswegen auch mit vielen Leuten gesprochen oder vor allem mit vielen Leuten gesprochen, die ich eben nicht kenne. Ich könnte es mir natürlich leicht machen, mich nur in meinem Umfeld zu bewegen, aber ich bin ganz bewusst auf unterschiedlichste Fanclubs zugegangen. War unter anderem auch letzte Woche bei den Hermanns treuen Regen. Habe mich dort vorgestellt, habe mit denen gesprochen. Die fanden dann nicht so gut, dass Felix Magath nicht dabei ist. Was hast du denen gesagt? Ich habe das auch vor Ort verstanden, dass sie die Entscheidung nicht so gut fanden. Ich habe denen einfach gesagt, wofür ich stehe, warum ich kandidiere. Und habe versucht, die Leute auch mitzunehmen. Und natürlich auch von mir zu überzeugen, gar keine Frage. Aber ich stelle mich dem Ganzen. Ich renne da nicht weg und spreche nicht mit Leuten, wo ich weiß, die haben auch ähnliche Interessen und auch Vorstellungen von der Zukunft des HSV, sondern ich stelle mich auch bewusst den Leuten, mit denen ich vielleicht in den vergangenen Jahren nicht so häufig zu tun hatte. Und das habe ich in den letzten Wochen gemacht. Das versuche ich auch in dieser Woche zu machen. Dann würde ich mich natürlich freuen, wenn ich möglichst viele HSV-Rinnen und HSV überzeugen konnte, mich dann am Samstag zu wählen. Du hast ja schon auf Instagram und auf X einige Botschaften veröffentlicht. Gibt es für dich so eine Leitüberschrift, unter dem diese Kandidatur steht, wofür du dann auch stehst? Ich habe sie ja für mich definiert, so wie ich sie auch in den Posts immer kommuniziere, dass ich für das Miteinander und füreinander stehe und gemeinsam für den HSV. Das ist auch mein Credo, wie es auch in der Vergangenheit war. Ich finde, der HSV kann seine volle Kraft entfalten, wenn wir im Miteinander agieren, wenn wir auf Augenhöhe agieren, wenn wir kritisch sind immer, aber auch konstruktiv, wenn wir ehrlich sind, wenn wir unterschiedlichste Perspektiven zulassen. Aber wenn wir vor allem miteinander die Zukunft des HSV gestalten und unabhängig von unterschiedlichen Interessen, unterschiedlichen persönlichen Interessen vielleicht auch oder einzelnen Befindlichkeiten, muss es am Ende des Tages immer um den HSV gehen und wir müssen uns immer die Frage stellen, wie machen wir den HSV erfolgreich in Zukunft und deswegen ist das so mein Credo, was ich vielleicht jetzt für mich definiert habe, auch schon die ganzen letzten Jahre gelebt habe. Aber gemeinsam 2029 wäre vielleicht dann ein Verein 2025, weiß ich nicht, eine gute Idee, aber das wirst du schon richtig machen am Sonnabend. Auf jeden Fall wird es eine spannende Mitgliederversammlung. Wir haben schon die anderen Kandidaten gefragt, was gehen Sie davon aus, wie A, wie lange wird es und B, was glaubst du, wie viele Wände am Ende kommen? A. Lange, weil es gibt auch noch ein paar Anträge, wichtige Anträge, über die es abzustimmen gilt. Und ich finde die auch genauso wichtig wie die Präsidiumswahl. Und B. Was war denn B nochmal? Wie viele Leute kommen? Genau, wie viele Leute kommen. Ja, ich hoffe, möglichst mehr als bei den letzten Wahlen oder bei der letzten Wahl. Es würde mich schon freuen, wenn wir da möglichst viele Leute ins Stadion bekommen, die dann auch aktiv partizipieren an der Entscheidung, wie das Präsidium der Zukunft aussehen sollte. Und habe eine genaue Zahl, kann ich dir nicht sagen. Ich glaube, die Wettervorhersage ist auf jeden Fall schon mal gut. Also das Kommen lohnt sich allein schon deshalb, aber natürlich vor allem für die Präsidiumswahl, aber natürlich auch viele wichtige Anträge, du hast es schon gesagt. Von daher, glaube ich, können auch wir an dieser Stelle einmal nochmal aufrufen. Kommt alle zur Mitgliederversammlung, nutzt diese Chance, dann auch diesen demokratischen Prozess mitzumachen und die Stimme abzugeben. Und dann sind wir vor allem auch gespannt, wer es am Ende wird. Alle drei Kandidaten waren jetzt hier. Und ja, dann werden wir auf jeden Fall wahrscheinlich in der nächsten Woche darüber hier nochmal einmal sprechen. Genau, wir freuen uns auf die Wahl. Wir sind nicht dabei, aber das Abendblatt wird auf jeden Fall dabei sein. Und da könnt ihr alles nachlesen und bei abendblatt.de. Und ansonsten werden wir uns nächste Woche mit dem nächsten Podcast hier wiedersehen. In Hamburg sagt man Tschüss. Das heißt bei uns auf Wiederhören. Ein Podcast von Funke. Weitere Podcasts vom Hamburger Abendblatt finden Sie in unserer Abendblatt-Podcast-App und auf abendblatt.de. Music.