Latest / SISOSIG Podcast / Mythos Spontanentscheidung
Transcript
- Lisa: Hallo Andreas! Andreas: Hallo Lisa, na? Sage mal, bevor wir loslegen, da war doch noch eine Entscheidung offen. Ich bin ja so gespannt, wie du dich entschieden hast. Kurzer Recap vielleicht. Korrigier mich, wenn ich das falsch erinnere. Es ging ⁓ das Knicks vs. Spurs Basketballspiel, was nachts ⁓ zwei oder so deutscher Zeit war. Und du warst dir nicht sicher, ob du das gucken willst oder nicht. Richtig? Lisa: Na? Ich war mir relativ sicher, dass ich das gucken will, aber nicht, ob ich das wirklich machen soll, wegen 2 Uhr Nacht. Und ich habe es getan. Allerdings mit einer kleinen Einschränkung, dass wir nur die zweite Hälfte geguckt haben und es war... Andreas: Nice. Lisa: eine absolut richtige Entscheidung, weil es war so ein gigantisches Spiel und es ist ja damit ausgegangen, dass die Knicks nach 53 Jahren das erste Mal wieder NBA-Champion geworden sind und es war wahnsinnig spannend, wahnsinnig toll und ich habe immer noch Jetlag, weil ich es anscheinend nicht mehr so gut wegstecke, mitten in der Nacht aufzustehen und Basketballspiele zu gucken. Aber glücklicherweise konnte man ja vorher schon auch Fußballspiele mitten in der Nacht gucken, sodass ich ein bisschen im Rhythmus war und da jetzt wieder raus muss. Also ich hab's getan und es war richtig. Andreas: Sehr gut, eine richtige Entscheidung. Die meisten Entscheidungen sind bestimmt richtig, oder? Also gut, das ist vielleicht noch mal eine Frage für einen anderen Podcast. bin sehr froh, und es war auch sehr knapp, oder? Ich hab's nämlich nicht gesehen, sondern nur so am Rande. Lisa: Ja, war super knapp, super spannend. Ich brauchte super viel Chips und Cola vor lauter Aufregung. War super. Andreas: Okay, gut. Also damit sind wir schon mittendrin. Es geht ⁓ Entscheidungen und damit herzlich willkommen beim See So Sick Podcast. See So Sick steht ja für Should I Stay or Should I Go? Und wir sprechen wöchentlich über Entscheidungen und alles, was damit zu tun hat. Es ist quasi der Podcast für alle, die zu lange vor dem Keksregal stehen. Also der entscheidende Podcast. Lisa: Genau und heute geht es ⁓ das Thema Mythos-Spontanentscheidungen. Also wir sprechen darüber, ob es so etwas wie intuitive Entscheidungen aus dem Bauch heraus überhaupt gibt oder ob so Spontanentscheidungen eigentlich ein Mythos sind, weil wir eigentlich schon lange voraus im Gehirn eine Entscheidung getroffen haben, bevor wir wirklich bewusst darüber nachdenken. Kleiner Einschub noch, wichtige Entscheidung, was sind unsere Songs denn? welche Lieder haben uns diese Woche begleitet? Andreas, bei dir? Andreas: Ja, tatsächlich durch Zufall lief er im Radio, glaube ich. Irgendwo habe ich ihn gehört und da dachte ich, das passt irgendwie auch. Also mein Song der Woche ist Flo Mega, Fertig. Wer ihn nicht kennt, ein Song über, wie soll ich sagen, vielleicht, natürlich geht es ⁓ Beziehungen, aber vielleicht ein Song, bei dem sich der Interpret nicht ganz sicher ist, ob die Entscheidung die richtige war, obwohl er vehement sagt, dass er jetzt fertig ist. Fertig. Lisa: Fertig, gut. Ja, mein Song der Woche hat mit deinem Song von letzter Woche zu tun. Mein Ding war das ja von Udo Lindenberg und da musste ich die ganze Zeit an King in meinem Ding von Yandilay denken und hab das auch mehrfach laut gehört. Insofern kommen die beiden auf unsere Playlist und wir haben schon wieder ein Stückchen Playlist gebaut. Das ist doch schön. Aber damit zurück zum Thema Mythos Spontanentscheidung. Darüber hast du dir ein paar Gedanken gemacht und erzähl doch mal. Andreas: Genau, das hat mich natürlich beschäftigt, ob wir überhaupt spontane Entscheidungen treffen. spontane Entscheidungen kennen wir alle. Wir gehen links rum, wir gehen rechts rum. Wir stehen vor dem Eisladen und müssen uns ganz schnell entscheiden, ob wir doch wieder Vanille nehmen, so wie immer. Das ist zumindest meine Methode, oder ob wir mutig sind. Und da habe ich bisschen rumgesucht. wie gesagt, die Show Notes werden entsprechende Quellen. aufweisen, die Psychologie schätzt, das finde ich mal sehr gut, also irgendjemand hat sich diese Zahl ausgedacht, ist meine Interpretation, dass etwa 90 bis 95 Prozent unserer Entscheidungen tatsächlich unbewusst ablaufen. Also das Gehirn verarbeitet ja sowieso ständig und pausenlos irgendwelche Informationen und wir entscheiden basierend auf den Sinneseindrücken, die wir haben und vergleich dann immer in Sekundenschnelle mit den Erfahrungen, die wir schon gemacht haben. Jetzt ist es aber so, dass ich auch rausgefunden habe, dass es eine These gibt, dass die spontane Entscheidung überhaupt gar nicht existiert. Also es gibt das sogenannte Libet-Experiment. Ich vermute, es wird amerikanisch oder englisch ausgesprochen. Also in den 80er-Jahren hat der Neuro-Psychologe Benjamin Libet, ich nenne ihn jetzt mal, ich verhänge jetzt mal englisch aus, ein Signal im Gehirn gemessen, dass einer bewussten Entscheidung ⁓ einige Millisekunden vorausging. Lisa: Gut. Andreas: Also in den 80er-Jahren wurde belegt, die Entscheidung ist schon gefallen. Es gibt schon Signal im Gehirn, bevor ich weiß, dass ich eine Entscheidung getroffen habe. Millisekunden schwierig, besonders in den 80er-Jahren. gab auch viel Kritik anscheinend zu dieser Studie. sagen, einen Unterschied von einigen 100 Millisekunden sicher zu messen, ist schon sehr anspruchsvoll. Da darf man sich die Frage stellen, ob das methodisch so passt. Allerdings ist dann 2008 eine neue Studie rausgekommen. und zwar am Max Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig. Und hier wird ein Forscher zitiert, John Dylan Haynes, auch hier vermute ich, dass man ihn englisch ausspricht. Sie haben ein ähnliches Projekt gefahren und haben mehrere Sekunden quasi schon Gehirnströme messen können, die einer Entscheidung vorausgingen. Also, Lisa, du kennst dich doch mit Marktforschung unheimlich gut aus. Da würde mich doch mal interessieren. Lisa: Ja. Andreas: was du davon hältst. Denn jetzt haben wir diese These von zwei unterschiedlichen Neuroleuten und Experten, die sagen, ja, eigentlich ist so eine Entscheidung gar nicht spontan. Lisa: Du meinst mit spontan jetzt aber, die Entscheidung ist gar nicht bewusst, also dass jemand sich gar keine bewussten Gedanken darüber macht, sondern dass es im Gehirn praktisch von selber passiert. Andreas: Naja, genau. These wäre und meine Frage an dich geht natürlich wie so Methode. Du hast dir die nicht im Detail angeguckt. Ist ein kleiner Überfall auf dich. Aber würdest du oder vielleicht andersherum. Vielleicht frage ich dich gar nicht als Forscherin. Vielleicht frage ich dich einfach als Mensch. Wenn du an deine spontanen Entscheidungen denkst, wie spontan glaubst du, sind die? Lisa: Also einer meiner Lieblingssätze ist ja immer, ich gerade nicht drüber nachdenken, wenn mich irgendjemand nach einer Entscheidung fragt. Und in dem Moment ist natürlich irgendwie schon ein Bauchgefühl da oder irgendeine Tendenz. das ist in ganz vielen Fällen tatsächlich... unbewusst und setzt sich, so wie ich das weiß, aus meiner Forschungserfahrung eben daraus zusammen, dass man ganz viele Infos schon im Kopf hat und bestimmte Erfahrungen zusammensetzt, bestimmte Gefühle da ins Spiel kommen und eigentlich die Entscheidung. innerlich schon getroffen ist. Das Gute ist ja aber, dass man solche Entscheidungen auch noch immer revidieren kann. Also es ist zwar nicht so, dass man jetzt keinen freien Willen hat, weil das Gehirn einem quasi schon immer so sagt, bevor man das wirklich getroffen hat, was jetzt eigentlich die Entscheidung ist. Ich glaube aber, dass es trotzdem ganz wichtig ist, im Nachhinein sich die Entscheidung doch noch zu erklären und irgendwie tatsächlich rationale Argumente dafür zu finden, warum warum ich jetzt dieses Keksregal gekauft habe oder kein Vanille genommen habe, weil ich mir dann sage, ach ich muss ja auch mal was anderes ausprobieren außer Vanille oder ich muss ja jetzt auch mal irgendwie was Neues erfahren und mich ein bisschen aus meiner Komfortzone raustrauen. In Wirklichkeit ist es aber tatsächlich so, dass das ganz oft oder meistens wirklich schon in dir drin passiert ist und insofern würde ich sagen, ja, freier Wille ist eine gute Frage. Aber wir haben tatsächlich viel mehr Infos im Kopf, die wir zusammensetzen, als wir das bewusst wahrnehmen. Andreas: Okay, also folgende Situation. Ähm ... Ich bin im Restaurant. Mir fällt das schwer, ich bin schnell überfordert. Also so Taco-Restaurants oder Sushi, das find ich ganz schlimm. Weil die Karte hört gar nicht auf. Also ich kann alles wählen, es gibt alles. Und es gibt alles siebenmal. Und grade so Tacos und Sushi ist halt ... Jedes Ding kostet dann 2,75 Das heißt, eigentlich müsste ich auch noch berechnen, wie teuer das dann irgendwie ist, damit ich mich nicht um Kopf und Kragen ... Lisa: Mhm, mhm. Andreas: bestelle, weil ich jetzt gerade Hunger habe. Und manchmal ist es dann so, dass ich mir Sachen angucke und so ein paar Sachen fallen mir vielleicht auf oder stechen raus aus so einer Liste von 55 Items, die ich bestellen kann. Und dann, wenn es dann darum geht, sagen, was ist du denn eigentlich, bevor das Bedienungspersonal kommt, bin ich ganz oft da, dass ich weiß, ich muss das spontan machen. behaupte dann das wäre spontan und dann kommt nämlich die das personal und sagt so was möchtest du denn gerne essen und in dem moment vielleicht auch ⁓ diese entscheidung nicht treffen zu müssen oder mich nicht überfordert zu fühlen gehe ich dann los und sag so jetzt möchte ich gerne die 13 die 47 und die 28 und dann ist es halt vermeintlich spontan entschieden jetzt würde das aber ja bedeuten also zwei fragen die erste frage vielleicht vorweg ist das bei dir auch so oder entscheid oder bist du total super damit irgendwie bei aus einer liste von 235 unterschiedlichen Taco-Varianten genau das rauszufinden, was du eigentlich willst. Lisa: Ich habe zwei ganz tolle Hacks dazu. Wenn ich weiß, dass ich irgendwie abends oder in der Woche noch mal essen gehe, gucke ich mir vorher das Restaurant online an und vor allem die Karte und überlege schon mal so 20 Minuten, was ich dann abends bestelle, weil sonst auch immer alle mega genervt sind, wenn ich so lange brauche, ⁓ mich für irgendwas zu entscheiden. Zweiter Megatrick gerade bei Sushi, all you can eat. Da kannst du einfach alles nehmen. Musst du dich nur noch für die Reihenfolge entscheiden. Aber also Insofern, kenne das Thema und habe mich da so bisschen raus laviert. Ich glaube aber, dass am Ende auch da irgendwas Unbewusstes schon abläuft und natürlich die Ratio dazu kommt irgendwie, jetzt ist aber irgendwie California Roll wirklich teuer im Vergleich zu den Avocado Häppchen und man dann doch noch so bisschen hin und her überlegt. Also wie gesagt, Tipp an dich wäre All You Can Eat. Und da gibt es ja übrigens auch noch so ein total crazy Paradoxon außer Entscheidungstheorie. Also wenn man dann irgendwie, man möchte das Steak oder das Schnitzel und fragt dann irgendwie... Gibt es noch mal genau? Also auf jeden Fall sozusagen, du sagst irgendwie, ich möchte gern Fleisch und dann sagen sie, ja wir haben Steak oder Schnitzel und dann sagt der Gast irgendwie, achso, nee, dann nehme ich die Hühnersuppe. Also dass man einfach irgendwie durch eine neue Information plötzlich dann eine ganz andere Entscheidung trifft. Das ist bei mir tatsächlich oft so, ich bin große Tee trinkerin und bestell gerne einen schwarzen Tee und dann sagen die, ja wir haben aber nur Earl Grey und da beides Schwarzteesorten, die ich absolut nicht mag. Und dann sag ich dann sowas wie, dann nehm ich gern einen Kaffee. Da guckt der Kellner auch immer sehr irritiert, weil, sie wollten noch einen schwarzen Tee und wir haben sogar zwei zur Auswahl und jetzt plötzlich Kaffee. Also Restaurantentscheidungen sind nicht einfach, sind tatsächlich wissenschaftlich auch sehr gut untersucht. Und ich kann nur sagen, mein größtes Verständnis dafür und wie gesagt, all you can eat. Andreas: Ja, also ich kentiere dann eher dazu, also glaube ich zumindest, da hinzugehen, wo ich schon mal war und dann weiß ich so, was ich habe und dann muss ich aushalten, dass ich im Zweifel belächelt werde. So die Mittelalter Gouda-Vanillee-Ecke, wo man sagt, ich muss das jetzt gerade gar nicht entscheiden. Also mich würde sehr interessieren, ich werde noch mal die Runde fragen hier unter meinen, in meiner Familie, wie die das eigentlich so machen. Wer sich berufen fühlt, gerne einen Kommentar bei Spotify oder sonst was hinterlassen. Wenn ihr Tipps habt. Lisa: Das Brüte! Das gute bei Familienessen gehen ist ja, man kann auch immer den anderen einfach irgendwas vom Tisch klauen. Oder man entscheidet einfach alles für alle zu bestellen und jeder darf dann ein bisschen von allem probieren. Wobei da gibt es ja auch Leute, die da sehr kleinlich sind, wenn man denen in die Pommes greift. Und ansonsten hatte ich mal die Idee, dass man das auch so machen kann. Man bestellt einfach für den anderen einfach mal so als lustiges Experiment fürs Abendessen. So, heute bestelle ich für dich und du für mich und dann gucken wir mal was dabei raus. Andreas: Na? Lisa: kommt und am Ende tauscht man wahrscheinlich wieder zurück. vielleicht einfach ein paar Ideen für die kleinen Essensentscheidungen des Lebens. Andreas: Ich mal, im Nachhinein, du hast ja gerade erwähnt oder so habe ich es zumindest interpretiert, ist es wichtiger, sich hinterher zu erklären, warum man die richtige Entscheidung getroffen hat, als von Anfang an die richtige Entscheidung zu treffen. Da fällt mir natürlich spontan die Situation ein, man geht zusammen essen und dann bestellt Sachen und natürlich hast du das eine, ach, das wollte ich auch bestellen, dann muss ich ja was anderes bestellen. Das ist eine Phänomen, aber das andere ist natürlich auch, dann kommt das Essen. Und bei einer großen Gruppe ist bestimmt statistisch auch irgendwo belegt, von mindestens 15 Leuten oder mehr wird dann die Situation eintreten, dass bestimmte Leute sich umgucken und sagen, ach, eigentlich möchte ich lieber das haben, was du hast, wenn ich dann auf meinen Teller gucke. Das widerspricht dem ja so bisschen. Also das ist ja das Gegenteil von, ich rede mir schön, was ich bestellt habe, ich gerne möchte, dass das die richtige Entscheidung war, sondern eher so, verdammt, ich hätte das bestellen sollen, was mein Sitznachbar bestellt hat. Lisa: Das hängt aber auch wieder damit zusammen, dass dann eine neue Information dazugekommen ist. Du hast dann ja plötzlich irgendwie die optische Information, das sieht geil aus, das sah auf der Karte, hörte sich das öde an, aber es ist echt hübsch dekoriert und das Fleisch sieht echt so richtig geil aus. Medium, Rare und ich hab da jetzt grad voll Bock drauf. Und das natürlich dann, wenn man eine informierte Entscheidung treffen möchte und man hat nur den Text und den Preis, ist es natürlich schwieriger, als man hat auch die Optik und womöglich auch noch den Duft in der Nase und denkt irgendwie so, geil Curry, Scheiße, warum hab ich den Salat bestellt? Es hängt einfach damit zusammen, je mehr Informationen du hast, desto, manche Leute sagen leichter fällt die Entscheidung. weil du halt mehr Informationen hast. Manchmal ist es aber dann natürlich auch eine Überforderung, wenn du zu viele Informationen hast. meine, jeder von uns kennt das. Früher ist man Geschäft gegangen und es gab drei Paar Turnschuhe zur Auswahl. Heute gehst du ins Internet und hast 53 Modelle mit irgendwelchen Sonderversionen und auch noch zu ganz verschiedenen Preisen. Da ist man ja dann auch mal so, ⁓ ne, ich kauf jetzt gar keine Schuhe, scheiß drauf. Also es ist auch immer eine Frage der, der zur Verfügung steht. Informationen. Andreas: gibt es ja bald wieder Urlaubszeit. Da fällt mir natürlich die Urlaubszeit ein. Zum einen, du gehst in ein Land, wo die Leute davon ausgehen, dass du die Sprache nicht sprichst. Und dann hast du ja ganz oft Karten, tatsächlich Bilder drauf sind und nicht nur Text. Also wenn ich nicht weiß, was so flucky ist, dann sehe ich das da und dann... Oder, noch extremer, ich weiß nicht, ob du mal in Japan warst, da gibt es in Asakusa, heißt glaube ich, der Bezirk, da gibt es eine Straße, da geht es nur ⁓ Küchenzeug. Lisa: Mhm. Andreas: Also, gibt's quasi eine Straße, gibt's dann halt Löffel und Mörser und weiß ich nicht. Und ich war glücklicherweise einmal da und Grüße an die Familie. Ein paar von uns waren jetzt ... Ich nicht, aber waren jetzt vor kurzem auch da und haben das auch gesehen. Da gibt es halt einen ganzen Laden, der nichts anderes macht als diese Modelle. Also, aus Plastik hast du dann einen Teller und Nudeln und die Stäbchen schweben da oben so drin. Damit sich dann die japanischen Restaurants, und das sieht man dann auch, tatsächlich im Schaufenster ... diese Plastikversion von dem Essen reinstellen und man darauf auf der Basis dann entscheiden kann. Ich bin noch nicht überzeugt, ob das hilft, weil die natürlich nicht so aussehen wie dann das Essen. Aber meinst du noch ein Level mehr Information, also quasi ein 3D-Modell von dem Essen? Würde dir das helfen? Lisa: drauf an, glaube ich, wieder in welcher Laune ich bin. Also manchmal ist es ja auch schön, sich überraschen zu lassen und solange man dann an den Symbolen irgendwie erkennt, ja, das ist vegetarisch und das ist nur mittelscharf und irgendwie scheinen Nudeln drin zu sein. Dann nehme ich das mal, weil ich mich auch überraschen lassen will, weil ich mal was Neues ausprobieren will. Wenn ich aber irgendwie denke, ich brauche jetzt einfach was, was ich kenne oder was, wo ich mir irgendwie besser vorstellen kann, wie das aussieht, dann glaube ich, dass so ein Modell durchaus hilft. meine, Fotos zu gerichten hat man hier ja auch zum Teil. Man weiß natürlich auch aus jahrelanger McDonalds Erfahrung, dass die Burger nie so aussehen wie auf dem Foto. Aber wenn man das mit einkalkuliert, finde ich, kann das schon helfen. dann zu sehen, ja, sind das irgendwie zwei Fleischstücke oder ist da irgendeine crazy Soße drauf oder McDonald's mal wieder. Man müsste jetzt irgendwie Weißwurst auf ein Burger tun oder so was Verrücktes. Ich glaube, ist wieder so ein Zusammenspiel aus, wie viel Informationen brauche ich gerade und wie risikofreudig bin ich auch gerade. so rein von der Handarbeit, das ist total spannend vor so Essensmodelle zu bauen. Da gibt es ja auch so Geschichten, außer Food-Fotografie, das ist ja auch eine große Kunst. Der Klassiker ist ja irgendwie, Sahne nimmt man Rasierschaum und so was, damit die Fotos gut werden. Wahrscheinlich macht das ⁓ mittlerweile alles eine KI und wahrscheinlich kotzen die Köche in den Küchen dann ⁓ so, ey Scheiße, wer das denn fotografiert, jetzt muss ich das genauso hinkriegen. Ja, kann auch unter Druck setzen. Andreas: Schöne Alliteration, ich mag das. Kurze Köche in der Küche. Aber unter Druck, das finde ich, ist eine sehr schöne Erinnerung an mich. Ich wollte nämlich auch darauf eingehen, was das vielleicht für Auswirkungen hat. spontane Entscheidung. Wir reden über spontane Entscheidungen und ob sie wirklich gibt. Und wir haben jetzt beschlossen, ja, vielleicht gibt es sie gar nicht so unbedingt, weil das Gehirn schneller ist, als wir das eigentlich merken. Und gleichzeitig wird immer alles abgeglichen mit dem, was wir schon erfahren haben. Also ich würde behaupten, ein dreijähriges Kind kann wahrscheinlich extrem spontan entscheiden. weil da gibt es noch nicht so wahnsinnig viele Vergleichsmöglichkeiten. Aber jetzt mal, ich wollte noch auf einen anderen Punkt hinaus. Wenn wir spontan entscheiden und das kommt quasi aus aus dem Bauch, dann ist es vielleicht in einem Restaurant noch mal eine andere Geschichte. Im Restaurant entscheidest du ja gar nicht spontan, oder? Also ich meine, wenn ich mir die Karte angucke, dann bin ich vielleicht überfordert. Und dann mein Beispiel war ja, ich entscheide dann spontan, wenn der Kellner, die Kellnerin vor mir steht. Aber das ist vielleicht gar nicht so spontan, weil ich eigentlich vielleicht schon eine Entscheidung getroffen habe. Aber ich will auf was ganz anderes hinaus. Du merkst schon, ich rede mich ⁓ Kopf und Kragen. Lisa: Macht nichts, ich finde es immer noch spannend. Andreas: Ich habe nämlich noch was rausgefunden, warte mal, das finde ich jetzt mal eben, und zwar eine Studie, da haben sich Leute damit befasst, welche Worte wir benutzen. Okay, hier, Martin Schäffer, Language Analysis, und der sagt, Intuition is overtaking rationality since 40 years. Also was haben die gemacht? Sie haben analysiert, was die, ich glaube es waren 5000 meistverwendeten Wörter sind in einem gegebenen Zeitraum. Und dann haben sie verglichen, ob das eher so rationale Begriffe sind oder eher emotionale Begriffe. Und dann haben sie rausgefunden, dass zwischen 1950 und 1980 es eine Zunahme gab an rationalen Begriffen. Also so der wirtschaftliche Aufschwung und so weiter. hängt das damit zusammen. da war so die Berichterstattung mehr rational und mehr durchdacht. ich finde, man Wenn ich mich daran erinnere, so Tagesschau, so ein klassisches Beispiel, die wollen ja extrem neutral berichten. Und der Trend in Amerika zum Beispiel geht in ganz andere Richtung. gibt's ja auch keine öffentlich-rechtlichen Medien, wo irgendwie Nachrichten zu Entertainment wurden. Und dann ist vielleicht auch nicht verwunderlich, dass die Sprache, die verwendet wird, eher emotional ist. Weil man will natürlich unterhalten mehr als informieren vielleicht sogar. Die Leute sollen dabei bleiben, damit man die Werbepause sieht. Und jetzt wird das natürlich noch weiter zugespitzt durch ... eine Verschiebung der Mediendutzung. Also wir lesen weniger Zeitung und weniger Bücher, sondern viel mehr passiert auf Social Media. Und jetzt noch einen drauf. Auf Social Media ist es ja sowieso so, das würde sofort wahrscheinlich jeder unterstreichen, da wird emotional kommuniziert und vielleicht weniger rational. Und was wir auch wissen, ist, dass negative Emotionen eher unsere Aufmerksamkeit erhaschen. Uns fällt eher auf, wenn ein Säbelzahntiger aus dem Busch springt, als wenn ein süßes Kaninchen vor uns steht. Das hat evolutionale Gründe. Wir wollen natürlich nicht von dem Säbelzahntiger gegessen werden und wir wollen weniger von ihm gegessen werden, als von dem Kaninchen zu streicheln. Ja, okay, das war jetzt umstellig formuliert, aber ich glaube, du weißt, was ich meine. Also, ich versuche, den Bogen zu spannen. Lisa: evolutionstheoretischer? Andreas: Die Sprache wird emotionaler und durch Social Media, würde ich behaupten, wird sie auch eher negativ emotionaler. unser Stresslevel insgesamt steigt an. wir sind alle die ganze Zeit, denken an irgendwelche Kriege und irgendwelche, was hat irgendein Präsident wieder gerade gesagt und ist irgendwo eine Bombe gefallen auf irgendein Kloster und so weiter. schwimmt alles irgendwie so mit. Das heißt Stresslevel erhöht grundsätzlich. Das muss doch Einfluss haben auf unsere spontane Entscheidung. das muss doch einen Einfluss darauf haben, fühlen wir uns vielleicht deswegen eher unter Druck gesetzt. Lisa: Das finde ich gerade eine sehr spannende These. Vielleicht erst mal zu dem, was du am Anfang gesagt hast, von stärker rationaler zu mehr emotionaler Kommunikation oder Nachrichten, Sprache. Das geht ja völlig einher mit dem immer stärkeren immer stärkeren Tendenz zu nicht faktenbasierten Nachrichten. meine, der Begriff postfaktisch kommt ja auch nicht von ungefähr. Das ist ein Riesenproblem. Übrigens auch in der aktuellen Zeit ein sehr spannender Artikel zum Thema Propaganda, wo auch nochmal ganz klar darauf eingegangen wird, dass unserer Gesellschaft immer mehr ein gemeinsames Verständnis von Wahrheit und Fakten fehlt und dass eben ganz viele politische, gesellschaftliche negative Implikationen hat. Da gehe ich total mit, dass es weniger Ratio und mehr Emotionen ist. Wie sich das jetzt auf Entscheidungen auswirkt? Ich kann mir da ehrlich gesagt viele Folgen ausmalen. Zum einen, dass man sich Druck und Stress einfach schneller entscheiden muss und vielleicht dann auch eine nicht so gute Entscheidung trifft. Allerdings kann ich mir auch gut ausmalen, dass das eher zu einer Entscheidungsmüdigkeit führt durch die Überinformation oder durch zu viel Input und zu viel Nachrichten und zu viel vielleicht auch schlechten Nachrichten oder Fake News, dass man eher sich zurücklehnt und sagt, das ist jetzt alles zu anstrengend, ich mache einfach gar nichts. Wobei Sternchentext sich nicht zu entscheiden ja auch eine Entscheidung ist. Finde ich aber auf jeden Fall einen spannenden Gedanken, aber ob wir dadurch spontaner werden, gerade im Hinblick. darauf, du vorher gesagt hast, sind wir eigentlich überhaupt spontan und ist da nicht irgendwie doch immer irgendwas im Gehirn schon vorher da, was eigentlich ganz tief irgendwas mit Urinstinkten und Fight, Flight, Freeze zu tun hat? Ja, kann sein, kann nicht sein. Andreas: Aber vielleicht ist die Frage, wenn ich dir gerade so zuhör, glaube ich, du recht. vielleicht ist die Frage gar nicht, ob wir mehr oder weniger spontan entscheiden. Ich glaube, das können wir uns gar nicht so richtig aussuchen. wenn wir sagen, 90 bis 95 Prozent der Entscheidungen, die wir ständig treffen, sind ⁓ unbewusst und beeinflussen natürlich alles andere. Vielleicht ist es eher eine Frage der Qualität der Entscheidung, sondern der, ob ich mich eher offen und bereit für einen ein Experiment entscheide oder ob ich eher ablehnend bin. Ja, also wenn ich also ich versuch's mal als These zu formulieren, wenn ich gestresst bin, also auf bestimmtem Level gestresst bin und irgendjemand stellt mir eine Frage, die ich nicht entscheiden kann oder wo ich nicht nicht schnell weiß, ob das jetzt gut oder schlecht für mich ist, dann sag ich erstmal nein. Vielleicht eine ja, computer says no. Lisa: Computer ist das Noooow! Andreas: Kleines Beispiel fällt mir dabei ein. war wandern. Bin relativ spontan Sieh ... in die Lüneburger Heide gegangen und bin losgewandert und bin dann in einer ... in einer einer Gaststätte, Schrägstrich Hotel, untergekommen und hab da die Nacht verbracht alleine. Bin also Abend zum Abendbrot auch alleine ins Restaurant gegangen. Und bin zum Personal und hab gesagt, ich esse alleine. Lisa: Well, Andreas: Und die sehr freundliche Bedienung lächelte mich an und sagte, ja, ja, er wartet schon auf Sie. Drehte sich ⁓ lief los. Und ich sah auch den entsprechenden Mann an einem Tisch sitzen, der natürlich Augenbrauen hoch und wusste nicht so richtig, wie ihm geschah, und sagte, ja, hier ist er auch, so ungefähr. Und der guckte ein wenig erstaunt. Also die Frage stand gar nicht im Raum. Aber ich bin mir ziemlich sicher, wenn ich gefragt hätte oder Sie gefragt hätte, hier darf sich der junge Mann dazusetzen, hätte er wahrscheinlich ... Nein antworten wollen, ich mal. Also das hat sich dann aufgelöst, indem ich dann schon gesagt habe, ich bin's nicht, hab ihn angeguckt und hab gesagt, wenn der andere nicht kommt, können wir uns ja unterhalten. Dazu kam's dann nicht. Vielleicht glücklicherweise. Nein, das wär bestimmt ganz spannend gewesen. Aber das meine ich, also du hast eine, nehmen wir mal an, die Entscheidung wäre gewesen oder er hätte eine Entscheidung treffen können, darf sich hier jemand dazusetzen. Aus sozialem, glaub ich, aus sozialem Kontext heraus kann man wahrscheinlich nicht Nein sagen, aber ... könnte mir vorstellen, dass dieser Mann oder auch ich, wenn ich gefragt würde, wollen sie sich hier dazusetzen, dass der Instinkt gewesen wäre zu sagen, nee, ich will lieber alleine sein. Und vielleicht trifft man so eine Entscheidung eher mit einem Nein, wenn man einen bestimmten Stresslevel hat. Anderes Beispiel vielleicht, und vielleicht können wir die beiden vergleichen. Meine Nichte ist nach Neuseeland gefahren mit 15 oder so für ein Jahr. ich meine, es war mein Schwager vielleicht war jemand anders, wo wir darüber gesprochen haben, Erfahrungen machen, offen sein für Neues, und das wäre die Gelegenheit, dass wir ihr gerne mitgegeben haben, als grundsätzliche Richtung zu sagen. Immer wenn jemand was vorschlägt, sagt man ja. Also sei offen, wenn jemand sagt, hey, gehen heute der Gruppe heute Nachmittag schwimmen, willst du mitkommen? solche Sachen. Stimmte andere Sachen möchtest du gerne, diese Drogen kaufen wäre natürlich ein klassisches Nein. Aber dass du diese Grundhaltung nicht wäre, ja, nee, weiß ich nicht, ich weiß gar nicht, worauf ich mich einlasse, grundsätzlich sage ich erst mal ja. Und dann kann ich mich ja immer noch umentscheiden, wenn es mir komisch vorkommt. Aber dass so diese Hürde des Nines überwunden wird. Weiß ich nicht, hast du das mal probiert vielleicht oder hast du eine Meinung dazu? Lisa: Ich habe zu allem eine Meinung. Das ist schon mal gut. Ich glaube, das ist letztendlich ein guter Tipp. Andererseits liest man ja auch in ungefähr auf jeder Instagram-Kachel, dass man ja auch Nein sagen lernen muss. Und vielleicht eher das Problem ist, dass man so oft Ja sagt. Also gerade wenn man ⁓ einen Gefallen gebeten wird oder irgendwie im Arbeitskontext noch eine Aufgabe übernehmen muss, dass... Andreas: Sehr gut. Lisa: Ich mir vorstellen kann, dass es eben in beide Richtungen geht. Also dass man auch ganz oft erstmal ja sagt, einfach weil man sich nicht traut, nein zu sagen. Und ich gar nicht mir so viele Leute vorstellen können, die generell erstmal nein sagen zu neuen Dingen. Wobei vielleicht kommt es auch darauf an, ist es eine mögliche Freude oder ist es eine Belastung? Andreas: Ich glaube, sozialer Kontext ist ganz wichtig. Ich überlege mir gerade, im Restaurant möchtest du Nein sagen, ... Vielleicht traut man sich da, weil es sich ⁓ fremde Leute handelt. Aber man möchte auch nicht unhöflich sein. Auf der Arbeit ist es ganz anders. Wenn jemand zu dir kommt und sagt, willst du nicht diese Aufgabe übernehmen? Das ist viel schwieriger, da Nein zu sagen. Meinst du nicht? Dass der Kontext bestimmt, in welcher Tendenz du glaubst, es von dir erwartet wird, Ja oder Nein zu sagen. Lisa: Ja. Ja, ja, ja, ja, ja, Andreas: Möchtest du nicht noch das letzte Stück Kuchen? also das wäre dann wahrscheinlich eher so, da wird sozial eventuell eher vermutet, dass man nein sagen soll. Möchtest du nicht noch einen Schluck Kaffee? Ja, sondern, apropos, wenn ich mal sage, so, so, möchte noch jemand was trinken? Heißt es ja oft so, könnt ihr jetzt mal alle gehen. Aber vielleicht ist das nur mein Gefühl. Lisa: Genau. Ja, stimmt, ist ein guter. Also generell finde ich den Rat, den deine Nichte bekommen hat, total gut. Irgendwie erst mal offen sein, neue Erfahrungen machen, erst mal Ja sagen. Erst mal Ja sagen ist ja auch eine beliebte Methode oder Taktik, wenn man sich eigentlich noch nicht entscheiden will und dann sagt, ja klar komme ich nächste Woche mit zum Wandern, Schrägstrich, Sport und in Wirklichkeit macht man aber gar keine Lust und schreibt dann am Tag vorher. Ich habe doch Kopfschmerzen, muss die Wohnung aufräumen oder so. Insofern, mehr Ja sagen, finde ich generell aber ganz gut. Andreas: Mehr Ja sagen, mehr wagen, mehr Ja wagen, Ja wagen. ja. Okay, also dann hiermit meine Frage halbwegs beantwortet. Ich möchte auch mehr Ja sagen. Eine Frage, die ich mir natürlich darstelle, ist, und das ist vielleicht auch der Übergang sozialer Kontext, wenn wir sagen, es gibt Fragen, bei denen wir annehmen, dass eine bestimmte Antwort eigentlich von uns erwartet wird. Also. Lisa: Ja! Ja, ja! Mhm. Andreas: Hey, ich feiere nächsten Samstag Geburtstag, will sie nicht auch kommen? Da wird erst mal erwartet. Würdest du vermuten, dass ein Ja gewünscht ist. Also sozialer Kontext schreibt uns vor, wie wir uns entscheiden sollen, wenn wir bestimmte Fragen bekommen. Jetzt nutzt das natürlich die Wirtschaft und insbesondere die Werbung eiskalt aus, diese ganzen Geschichten. Also diese, diese ... Dann mache ich meine Pause. verhaspe mich gerade. Wir machen mal Cut hier. Lisa: Ich wollte gerade sagen, wir merken uns bei Minute 32. Andreas: Mh. Lisa: Ich glaube gerade irgendwie das Thema Werbung und so, ist so groß, das tut es auch in eigenen Folge oder wahrscheinlich sprechen wir da ⁓ noch ganz oft drüber. Andreas: Ja, und ich merke auch gerade, ich will das nur machen, weil das auf unserem Zettel steht. Lisa: Genau und was entscheiden wir dann? Nicht alles, was auf dem Zettel steht, muss sein. Ich finde, also ich finde bis jetzt super spannend und irgendwie auch, also ich bin damit total fein, aber ich habe das Gefühl, das wäre jetzt irgendwie, das hat man ja auch schon gemerkt an deiner versuchten Überleitung, es kommt irgendwie, es ist so nicht, kommt nicht so organisch durch. No. Wollen wir dann das? Andreas: Nö. Das lassen wir weg. Ist die Frage, wie wir jetzt das Ding nach Hause fahren oder gab es noch irgendwas, was sich besser anfühlt als Nächsten? Lisa: Äh, nee, nee, finde ich, ich jetzt, ich habe jetzt eher so eine technische Frage, machen wir jetzt Schluss und nehmen was Neues auf? Ist das leichter zusammenzuschneiden oder schneidest du dann einfach Minute 32 bis jetzt raus? Ja? Okay, das ist einfach. Gut, dann würde ich nämlich sagen, eigentlich passt ja der Übergang jetzt total schön, irgendwie mehr Ja sagen, mehr wagen und dass wir dann kommen irgendwie zu den Entscheidungen, die demnächst anstehen. Andreas: Ja, das ist einfacher, wenn wir laufen lassen und... ⁓ ja, super. Willst das einleiten? wir... Lisa: Ja, und was ist denn? Ach so, dann leg ich mal los. Ja, mehr Ja sagen, ich gut. Kommen wir doch da doch mal gleich passend zu unserer Rubrik Entscheidungen, die demnächst anstehen. Andreas, was für eine Entscheidung steht bei dir an und warum sagst du sofort Ja dazu? Nein, das war jetzt mehr... Andreas: Mmh. Ja. Weil ich das eigentlich schon lange machen will und das immer vor mir her schiebe. hiermit wird es dann offiziell, indem ich es hier in diesem Podcast sage, eine Entscheidung, die ansteht und die ich nach diesem Gespräch definitiv mit Ja beantworten werde, ist, sollten wir nicht unsere Stühle, zwei Stühle, die hier am Esstisch stehen, müssten mal neu bespannt werden. Und sollten wir das mal tun. Und ich sage jetzt Ja, das sollte getan werden. Aber wenn ich ganz ehrlich bin, diese Entscheidung ist eigentlich schon gefallen. Und ich stellte mir dann eher die Frage, warum schiebe ich das die ganze Zeit vor mir her, das jetzt endlich mal zu tun? Und ich glaube, es hängt damit zusammen, dass diese eine Entscheidung auf einmal 15 andere Entscheidungen nach sich zieht. Also, wer ist der Polsterer? Was für eine neue Farbe wäre es dann? Mit wem muss ich das eigentlich abstimmen? Will ich das selber entscheiden? Kann ich das selber entscheiden? Wir sind demnächst im Urlaub, wird das dann zeitlich schwierig und so weiter. Ich glaube, ich habe Respekt davor, dass dann ganz viele andere Entscheidungen anstehen. Aber das wäre meine Entscheidung, die ich jetzt in der nächsten Woche fällen werde und dann berichten, wie es mir damit ergangen ist. Lisa: Es ist sehr schön. Und das ist übrigens auch ein spannendes Phänomen, dass man manchmal Entscheidungen eben nicht trifft oder nicht treffen kann, weil da Blockaden hinterstecken, die man erstmal aufdröseln muss. So warum kann ich denn jetzt nicht irgendwie sagen, ja ich leg damit los? Ja weil dann ja eben so was noch dahinter steckt wie ich muss mich mit anderen absprechen, ich muss mich für eine Farbe entscheiden, ich muss mich für... einen Helfer entscheiden oder dafür, dass ich mir das passende Gerät kaufe und das selber mache. Im Übrigen, wenn du einen Polsterer suchst, ich habe keine Ahnung, ob der gut ist, aber bei mir ⁓ die Ecke ist ein Laden, heißt Polstergeist und das finde ich so unglaublich witzig, dass ich da schon immer mal irgendwas zum Polstern hinbringen wollte, einfach nur, damit ich nachher eine Rechnung vom Polstergeist habe. Andreas: Die kommen auf jeden Fall auf die Liste und dann werde ich mich dann mal melden und mal fragen, ob die mir mit meiner Entscheidung helfen können. Lisa: Sehr gut. Andreas: Schön. Wir haben wieder eine neue Folge, würde ich sagen. Lisa: Würde ich auch sagen. Andreas: Dann wünsche ich dir eine grandiose Woche. Wir gucken weiter Fußball, wahrscheinlich. Und vielleicht spät oder auch früh, je nachdem. Lisa: Ja, das machen wir, das machen wir auf jeden Fall. Wenn ihr hier an unsere Zuhörer, wenn euch die Folge gefallen hat oder auch nicht, schickt uns gerne Feedback. Danke auch schon mal für alles, was wir an Feedback bekommen haben. Schreibt uns eure Gedanken, Themenideen zum Beispiel an sisu.sig.podcast.gmail.com oder bei Insta oder wer mich privat kennt, ruft mich an und beschimpft mich oder schickt mir Blumen als Dankeschön, wie auch immer. Andreas: Lob! Lisa: Wir freuen uns über Input und wir freuen uns, glaube ich, auch schon auf die nächste Folge. Andreas: Unbedingt, Lisa, ich danke dir, mach's gut, bis bald. Tschüss. Lisa: Gut. Bis bald. Tschüss.