Latest / ntv Wirtschaft / Aufschrei wird groß - Gewerkschaftsbund fordert Betriebsrente für alle Beschäftigten
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- Der DGB will die Betriebsrente für alle verpflichtend machen. Und die Arbeitgeber sollen mindestens mit sein. OpenAI plant den größten Umbau von ChatGPT und will aus dem Chatbot eine super App für Firmenkunden machen. Und wir schauen auf Biontech. Wie sehen die Pläne des Unternehmens nach dem Abgang der Gründer aus? Damit hallo und herzlich willkommen. In diesem Podcast verwandeln moderne KI-Systeme journalistische Inhalte, die auf unseren NTV-Plattformen publiziert wurden, in ein neues Hörformat. Text und meine Stimme wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt. Vor der Veröffentlichung werden alle Folgen nach strengen journalistischen Standards geprüft. Viel Spaß beim Zuhören. Fangen wir mit der Rente an. Der Deutsche Gewerkschaftsbund will eine verpflichtende betriebliche Alterssicherung für alle Beschäftigten, also nicht nur für Menschen in großen, tarifgebundenen Unternehmen, sondern möglichst breit. DGB-Chefin Yasmin Fahimi sagt, rund 20 Millionen Beschäftigte hätten keine betriebliche Altersvorsorge. Meistens, weil sie in Betrieben ohne Tarifbindung arbeiten. Der Knackpunkt ist die Finanzierung. Aus Sicht des DGB sollen die Arbeitgeber mindestens mitzahlen. Fahimi rechnet selbst mit Protesten und sagt, der Aufschrei werde groß sein. Dazu Christoph Ahlhaus, Bundesgeschäftsführer des Mittelstandsverbands BVMW. Eine verpflichtende Betriebsrente für alle Beschäftigten, wie der DGB fordert. Klingt ja erst einmal vernünftig. Warum sind Sie dagegen? Naja, es ist mal wieder die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Weil die Betriebe, die das leisten müssen, sind eben nicht nur Volkswagen, Siemens und andere Großindustrieunternehmen, sondern es ist auch der breite Mittelstand. Die tun sich schwer, da gibt es diese Betriebsrenten in der Regel nicht. Und das heißt, man wälzt eine Aufgabe, die der Staat eigentlich zu erbringen hat, nämlich für eine solide gesetzliche Rentenversicherung zu sorgen, einmal mehr wieder auf kleine und mittlere Betriebe ab. Das kann so nicht funktionieren, schafft auch wenig Akzeptanz. Ja und für viele Mittelständler kommen ja ohnehin immer neue Vorgaben hinzu. Also wäre eine verpflichtende Betriebsrente für kleinere Unternehmen dann also ihrer Meinung nach eine echte Belastung? Wie groß wäre denn der zusätzliche Aufwand zum Beispiel für einen typischen Handwerksbetrieb oder Dienstleister mit vielleicht 20, 30 Beschäftigten? Naja, das fängt ja bei der Bürokratie und bei all den Themen an. Und dann muss es natürlich Sicherungssysteme geben. Es gibt Berichtspflichten, weil das Geld muss ja auch sicher angelegt sein dann. Also ich halte davon vor allem in der Größe dieser Betriebe gar nichts davon. Die Unternehmen sticken ohnehin schon in vielen Berichtspflichten und bürokratischen Auflagen. Da wäre es eine mehr. Und ganz ehrlich, ich meine, wir stehen doch jetzt kurz vor großen Gipfeln wieder im Kanzleramt, und jetzt lassen wir erst mal abwarten, was ein Gesamtkonzept sein kann, bevor jetzt wieder einzelne Vorschläge im Vorgriff auf so ein Treffen auf den Markt geworfen und dann gleich wieder zerredet werden. Ich glaube, auch der Mittelstand, auch mittelständische und kleinere Betriebe können zusätzliche Leistungen dann erbringen, wenn sie eingebettet sind, in ein vernünftiges, faires Gesamtkonzept. Dann kann man darüber reden. Aber dass jetzt jede Seite einzelne Vorschläge rausbläst, die dann mit einer Halbwertszeit von wenigen Stunden wieder öffentlich zerredet werden, das ist nicht mehr der Weg, den wir in Deutschland gehen sollten. Ja und jetzt sagen Kritiker zudem, Millionen Beschäftigte kümmern sich sowieso zu wenig um ihre Altersvorsorge. Würde denn eine Pflicht nicht genau diese Menschen besser absichern? Wir brauchen in unserem Land weniger Staat und nicht mehr Staat. Wir brauchen Hilfe zur Selbstverantwortung. Da können solche Modelle, wie sie eben auch in dem Beitrag gezeigt worden sind, natürlich helfen. Aber am Ende des Tages sind Pflichten, die wieder wenig individualisiert alle treffen, einfach nicht hilfreich. Die Arbeitswelten und auch die Ansprüche der einzelnen Arbeitnehmer sind völlig unterschiedlich. Der eine kann was einbezahlen, der andere nicht. Der Dritte braucht vielleicht Unterstützung. Wir haben doch aus gutem Grund eine funktionierende Tarifautonomie. Die regelt das und da sollte man nicht sachfremd wieder von staatlicher Seite eingreifen. Ja, also wenn die gesetzliche Rente künftig unter Druck gerät, wer trägt denn dann am Ende mehr Verantwortung für die Altersvorsorge aus ihrer Sicht? Der Staat, die Arbeitgeber oder die Beschäftigten selbst? Am Ende ist es die Gesellschaft insgesamt. Da werden auch Arbeitgeber natürlich ihren Beitrag leisten. Wir brauchen mehr Selbstverantwortung von Beschäftigten. Wenn das staatliche Modell nicht mehr funktioniert, bevor wir aber soweit sind, müsste man eben erstmal eine richtige Rentenreform der gesetzlichen Rente auf den Weg bringen. Da gibt es viele Möglichkeiten, dieses System zu stabilisieren. Zum Beispiel, indem nicht völlig sachfremde Ausgaben daraus finanziert werden. Das ist mal der erste Schritt, wenn was nicht mehr funktioniert. Wie kann ich das System wieder auf gesunde Füße stellen? Und wenn es darüber hinaus Bedarfe gibt, ja, muss die Gesellschaft insgesamt sich überlegen, wo kann sie mithelfen und unterstützen. Aber das muss dann ein faires Gesamtkonzept sein und nicht, sage ich mal, Reaktion auf Reaktion auf Einzelmeinung. So kommen wir in der Diskussion nicht weiter. Ja, deutliche Worte von Christoph Ahlhaus. Er ist Bundesgeschäftsführer des Mittelstandsverbandes und ist für ein faires Gesamtkonzept. Vielen Dank für unseren Austausch und unser Gespräch, Herr Ahlhaus. Chat-GPT soll sich fundamental verändern. OpenAI plant laut Financial Times den desslang größten Umbau seines Chatbots. Aus der Anwendung soll eine Art Super-App werden, mit Programmierwerkzeugen, KI-Agenten und einer Oberfläche, die Nutzer gezielt zu Angeboten wie Canva oder Booking.com führt. Ein leitender Mitarbeiter wird mit dem Satz zitiert, der Chat ist tot. Der wirtschaftliche Dreh dahinter? OpenAI will stärker an Firmenkunden verdienen. Zwei Millionen Geschäftskunden machen dem Bericht zufolge derzeit etwa 40 Prozent des Umsatzes aus. Bis zum Jahresende soll dieser Anteil auf 50 Prozent steigen. Auch Codex, das Programmierprodukt von OpenAI, soll wichtiger werden. Die Neuerungen sollen in den kommenden Wochen zunächst als Updates für Website und mobile Apps kommen. OpenAI verkauft also die nächste Wachstumsfantasie über Technologie. Wachstumshoffnung ist auch genau das Wort, das gerade in Mainz wichtig ist. Nur geht es dort nicht um KI-Agenten, sondern um mRNA und Krebsforschung. Biontech hat nach dem angekündigten Rückzug der Gründer eine erste wichtige strategische Entscheidung getroffen. Das Mainzer Biotechnologieunternehmen setzt weiter auf mRNA, also auf jene Technologie, die Biontech mit seinem Corona-Impfstoff weltbekannt gemacht hat. Das berichten mehrere Personen, die mit den Vorgängen vertraut sind. Konkret treibt BioNTech eines seiner Krebsforschungsprojekte weiter voran, indem es um maßgeschneiderte mRNA-Impfstoffe für individualisierte Krebsimmuntherapien geht. Auf solchen Projekten ruhen große Hoffnungen für künftiges Wachstum. Die Gründer Ugur Shahin und Özlem Türeci hatten im März angekündigt, sich zum Jahresende zurückzuziehen und ein neues Unternehmen aufzubauen. Jetzt geht es also um die Frage, ob mRNA auch nach der Pandemie ein tragfähiges Wachstumsmodell bleibt. Nicht mehr als Corona-Impfstoff, sondern als Plattform für neue Therapien. Eine Einschätzung dazu von Patrick Duane an der Frankfurter Börse. Beim durch die Corona-Pandemie bekannt gewordenen Unternehmen Biontech aus Mainz zeichnet sich jetzt konkreter ab, wie die Trennung der Gründer Sahin und Türeci vonstatten gehen soll. Wichtig erstmal die mRNA-Technologie. Sie verbleibt bei den Mainzern in der Goldgrube. Das ist die signifikante Anschrift. Das ist die gute Nachricht. Gleichzeitig sollen Teile der früheren Forschung beispielsweise von den CAR-Zelltherapien und eben der Ribomap-Therapie gegen die Tumore möglicherweise in das neue Unternehmen verbracht werden. Ein gewisser Brain Drain macht sich breit und die Patente sollen aber, was die mRNA-Technologie betrifft, bei BioNTech verbleiben. Man hat ja eine Kooperation mit Bristol-Myers-Skip vereinbart, vor allem in den Bereichen klinische Studien und Onkologie bleibt auch BioNTech weiter das Maß der Dinge. Allerdings, von BioNTech werden künftig 300 Mitarbeitende rübergehen können zum neuen Unternehmen. Und das ist nicht so schlecht, denn insgesamt der Stellenabbau bei BioNTech doch ziemlich groß und gravierend mit 1860 Stellen, die abgebaut werden müssen. Standorten, die abgebaut und geschlossen werden zum Teil, weil eben die Impfstoffproduktion weiter rückläufig ist. Und für die Aktionäre das erste Mal, als die Meldung der Trennung der Gründer- und Neugründung bekannt wurde, ging es mit der Aktie ziemlich bergab. Mittlerweile ist relativ viel im Preis eingepreist. Es ist die Frage, inwieweit die neuesten Entwicklungen sich auswirken auf die mittelfristigen Ziele der Aktie. Im Moment sieht es eigentlich für Biontech doch ganz gut aus. Das war unser Blick auf die aktuellen Nachrichten aus der Wirtschaft für den Moment. Wir hören und lesen uns wieder bei NTV. In der App, im TV oder hier im Podcast.