Latest / Hörlock Holmes - Ein Baker Street Podcast / Der amerikanische Rolf Zuckowski - Fünf Apfelsinenkerne (Teil 1)
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- 0:28Was ist das, was ist Was? das, was ist das, was ist das,
- 0:30was ist das, was ist das, was ist das, was ist das, was ist
- 0:31das, was ist das, was ist das, was ist das, was ist das, was
- 0:33ist das, was ist das, was ist das, was ist das, was ist das.
- 0:58Ich könnte mich zumindest gerade nicht daran erinnern.
- 1:01Das letzte Mal, dass ich ein Gedicht aufgesagt habe, dürfte
- 1:04so ungefähr in der vierten oder fünften Klasse gewesen sein.
- 1:09Echt musstest du das am Gymnasium nicht machen.
- 1:13Nee, also das einzige, was ich mich da zumindest noch erinnern
- 1:17kann, ist, dass wir im Lateinunterricht, als wir
- 1:21angefangen haben, Lektüre zu lesen, haben wir den.
- 1:25Die die Einleitungssequenz quasi von caesars.de bello gallico
- 1:29auswendig gelernt. Aber ansonsten wüsste ich gerade
- 1:34nicht mehr, ob wir noch mal irgendwo Gedichte hätten lernen
- 1:38müssen, fällt mir gerade nichts ein.
- 1:40Also wenn ich könnte, wäre das in diesem Fall ein solides weder
- 1:43noch, aber ich glaube, es käme dann sehr auf den Rahmen an, ist
- 1:51damit ein öffentliches Vortragen gemeint?
- 1:55Es stand nur Karaoke, singen oder Gedicht vortragen.
- 1:59Also wenn es ein gutes Gedicht ist, glaube ich, würde ich
- 2:01lieber ein Gedicht vortragen. Wir können ja mal sagen, jetzt
- 2:05hier so im Rahmen der Folge würdest du jetzt, wenn du weißt
- 2:08es hören, auch Fremde lieber ein Gedicht Vorsagen oder singen.
- 2:13Dann würde ich lieber ein Gedicht vortragen.
- 2:15Gut, die Bühne gehört dir. Okay ich orientiere mich dabei
- 2:20an einem der größten deutschen Dichter der Gegenwart oder der
- 2:23jüngeren Vergangenheit, einen der größten zeitgenössischen
- 2:26deutschen Dichter, möchte ich sagen, und mein Gedicht lautet
- 2:32Zicke, Zacke, Hühnerkacke. Ja, ich wusste genau, dass das
- 2:36jetzt kommt. Ach ja, glorios ist einfach
- 2:41wirklich ein Künstler sondergleichen.
- 2:45Ja, das stimmt. Also zugegeben, ganz im
- 2:49Original. Als mir die Frage zugeschickt
- 2:51wurde, stand in Klammern noch dabei oder weglaufen.
- 2:55Ja. Wahrscheinlich wäre es dann
- 2:57weglaufen. Ja, aber die Option wollte ich
- 2:58dir genau deswegen nicht geben. Ja, aber es war tatsächlich
- 3:02jetzt eine eine gute Hilfe mit diesem, wenn du es genau jetzt
- 3:06machen müsstest, ja, ich glaube, dann würde ich mich weniger
- 3:11unwohl damit fühlen, ein Gedicht vorzutragen, einfach weil ich
- 3:14glaube, dass ich. Beim, Na ja, sagen wir mal
- 3:17vorlesen oder vortragen. Einfach beim Sprechen ein
- 3:21bisschen mehr Selbstvertrauen hab als jetzt beim öffentlichen
- 3:26Singen es der Fall wäre. Also bei mir käme es drauf an
- 3:31würde ich behaupten. Also ich musste halt auch in der
- 3:33Schule öfters Gedichte aufsagen, auch noch in der achten Klasse
- 3:36oder so. Wenn ich mich richtig erinnere,
- 3:38siebte oder achte. Deswegen ich hatte damit jetzt
- 3:41nie so ein großes Problem. Ich weiß, einmal hat unsere
- 3:43Deutschlehrerin sogar extra dann die Aula von unserer Schule
- 3:47quasi gemietet, dass wir dann dort auf der Bühne die Gedichte
- 3:51aufsagen mussten, aber das hat mich überhaupt nicht gestört,
- 3:55dass ich da auf einer Bühne stehen musste.
- 3:58Ich glaube, mein Problem wäre halt, ich kann halt on the Fly
- 4:02keine Gedichte, also ich fällt mir jetzt doch, ich könnte ein
- 4:06Gedicht, das. Trage ich jetzt aber nicht vor,
- 4:08weil das ellenlang ist und ein weihnachtsgedicht ist, also
- 4:11überhaupt nicht passt. Das habe ich dir sogar schon
- 4:14vorgetragen, dieses Wichtelweihnacht.
- 4:16Ja und? Das kann ich tatsächlich noch
- 4:18komplett, aber sonst würde mir jetzt spontan kein Gedicht
- 4:22einfallen, was ich komplett könnte.
- 4:24Also ich kann den Anfang vom Zauberlehrling noch, aber das
- 4:27war's dann auch. Ja, das Problem hätte ich auch.
- 4:31Und ich glaube, da schließt sich ein bisschen der Kreis.
- 4:33Das einzige Gedicht, bei dem ich auch nur in die Nähe davon käme,
- 4:37es auswendig zu rezitieren, wäre dann tatsächlich aus der
- 4:42gleichen Loriot Folge Weihnachten behaupten stets das
- 4:46wunderschöne Gedicht, das dort im Fernsehen verlesen wird von
- 4:50dem Horsthaus. Ja, also wie gesagt, dadurch,
- 4:54dass ich kein Gedicht mal so on the Fly vortragen könnte, wäre
- 4:59es bei mir das singen also. Hm.
- 5:01Ja, aber du singst auch viel besser als ich.
- 5:03Also ist das eine leichter zu wählende Option für dich.
- 5:07Naja, ich weiß nicht, ob ich besser singe als.
- 5:09Du? Ach doch, doch doch.
- 5:11Okay ja, wir können ja einen Deal machen, du nein, pass auf,
- 5:17du hast jetzt ein Gedicht vorgetragen, ich mache jetzt
- 5:19einen Deal mit unserem Zuhörer, wenn wir 50 Leute auf unserem
- 5:23Discord Server haben, stelle ich sogar was von mir rein, wo ich
- 5:28singe. Auf den Discord Server.
- 5:30Aber es müssen 50 Leute sein und sie müssen dran denken, dass ich
- 5:33das jetzt hier gesagt habe, weil ich werde es vergessen.
- 5:36Sehr gut. Deswegen der Aufruf kommt auf
- 5:40unseren Discord Server. Wir haben da demnächst sowieso
- 5:43auch ein bisschen was geplant. Ich werde demnächst wieder zum
- 5:46Beispiel Sherlock weiterspielen, da habe ich ja mal angefangen
- 5:49das Computerspiel zu spielen, also es lohnt sich
- 5:52vorbeizukommen, genauen Termin und Uhrzeit sage ich dann
- 5:55nächste Folge. Ist ja voll schlau.
- 5:57Ja. Richtig voraus geplant und so.
- 6:00Ja. Krass.
- 6:02Ich bin beeindruckt. Gut, aber dann lass uns einfach
- 6:05mal in die Geschichte von heute starten, die ja wieder irgendwie
- 6:09verschiedene Namen besaß. Ja.
- 6:12Bei dir waren es glaube ich die Apfelsinenkerne.
- 6:16Genau. Bei mir heißt die Geschichte 5
- 6:18apfelsine. Sorry, nein, so heißt sie nicht,
- 6:21so ähnlich heißt sie warte 5 Apfelsinenkerne.
- 6:25Genau, bei mir sind es die 5 Orangenkerne oder the 5 orange
- 6:29Pips. Finde immer noch Pip ein tolles
- 6:32Wort. Ja, ist wirklich schön.
- 6:34Ich denke halt auch immer direkt an Pippeln großartiger Hobbit.
- 6:40Ich. Weiß es ist nicht deine Meinung,
- 6:42aber ich sage das jetzt unseren Zuhörern so ganz geheim.
- 6:46Ich mag ja pipping am meisten von den 4 Hobbits, dann starten
- 6:51wir doch einfach mal rein. Redest du jetzt nicht mehr mit
- 6:54mir? Doch doch, ist OKO.
- 6:57K letzte Male kamen da Proteste. Ja, es ist nicht meine Meinung,
- 7:02aber es ist eine valide Meinung. OK, ist.
- 7:06Ja, jetzt nicht so, als hättest du gesagt, ja, dieses Herr der
- 7:08Ringe ist überschätzt und Ringe der Macht ist eigentlich viel
- 7:11besser, dann würde ich nicht mehr mit dir reden, glaube ich.
- 7:14Keine Sorge, das werde ich nicht tun.
- 7:16Gut. Also wir befinden uns im Jahr
- 7:1987. Wir haben mal wieder eine
- 7:21Jahreszahl angegeben. Mhm. 1887, und zwar in den
- 7:26letzten September Tagen. Ja, ich möchte aber ganz kurz
- 7:30auf den ersten Absatz eingehen. Ich finde das total Höhlen
- 7:35irgendwie und es macht die ganze Welt von John und Sherlock
- 7:40runder finde ich. Dass wir halt hier erklärt
- 7:43bekommen. Natürlich hat Sherlock viel mehr
- 7:46Fälle in Johns Anwesenheit gelöst oder in Auftrag genommen,
- 7:51aber wir lesen halt nicht von allen, weil einige sind dann
- 7:53halt doch mal schief gegangen, bei einigen war die Lösung
- 7:56einfach unzufrieden und dass er eigentlich nur die Sachen
- 8:01erzählt, die Halt interessant sind.
- 8:04Ja, und hier werden ja jetzt auch einige Fälle genannt,
- 8:07speziell für das Jahr 1887. Und da habe ich mich gefragt, ob
- 8:11wir irgendwelche von diesen Fällen tatsächlich noch mal
- 8:15sehen, ob wir noch mal welche erzählt bekommen.
- 8:17Weißt du das? Ich muss gerade noch mal gucken.
- 8:20Ich glaube nein. Schade.
- 8:25Ich bin aber gerade unsicher bei 2.
- 8:29Ich sag mal Andeutungen und wenn die doch vorkommen sollten, dann
- 8:35möchte ich da jetzt nichts vorwegnehmen.
- 8:38Also ich muss sagen. Den Bericht über die
- 8:41Schwindelhafte Bettlergesellschaft, die einen
- 8:44luxuriösen Club in den Kellerräumen eines Lagerhauses
- 8:47hatte, die würde ich zum Beispiel sehr gerne lesen.
- 8:49Klingt nach einer super skurrilen Story.
- 8:52Ja, das stimmt, und Schwindelhaft ist eine schöne
- 8:55Vokabel. Ja, aber wir erfahren also den
- 8:59Fall, den John diesmal ausgewählt hat.
- 9:02Der ist aber auch interessant. Keine ist in seinem Verlauf so
- 9:08eigentümlich wie der, den zu schildern ich mir diesmal
- 9:11ausgewählt habe. Ja, sonst hätte er ihn auch
- 9:13nicht ausgewählt, nehme ich an. Wahrscheinlich ja.
- 9:17Und wie du schon gesagt hast, wir befinden uns in den letzten
- 9:19Septembertagen, die Herbststürme toben, John ist für ein paar
- 9:24Tage wieder in die Baker Street gezogen, weil seine Frau bei
- 9:29einer Tante zu Besuch ist. Genau.
- 9:31Und ich muss sagen, diese diese Beschreibung des Wetters und.
- 9:36Der Umstände, die ist tatsächlich schon meine
- 9:39Lieblingsstelle. Mhm, kann ich verstehen.
- 9:42Ja, also die ist einfach so schön geschrieben.
- 9:43Ich möchte das kurz vorlesen. Mhm, es war in den letzten
- 9:47Septembertagen und die Herbststürme tobten mit
- 9:50ungewöhnlicher Macht. Vom Morgen an heulte der Wind,
- 9:53der Regen schlug dermaßen an die Fenster, dass wir auf
- 9:56Augenblicke von unserem Gewohnten Tun und treiben
- 9:59abgezogen wurden. Und uns selbst hier, inmitten
- 10:02des Großen, von Menschenhand erbauten London gezwungen sahen,
- 10:06die Gewalt jener Naturkräfte anzuerkennen, welche durch die
- 10:09künstlichen Schranken der Zivilisation hindurch die
- 10:12Menschheit antoben und anbrüllen wie ungebändigte Tiere im Käfig.
- 10:16Das ist so schön, ja, das hat das hat irgendwie so eine
- 10:20sprachliche Kraft und mal so ein schönes Bild, das kann man, man
- 10:25kann sich richtig da rein fühlen.
- 10:27Ja, du hast so richtig das Gefühl, du sitzt da in dieser
- 10:29Baker Street und schaust aus dem Fenster, wo der Regen Gegend
- 10:33prasselt und du hörst den Wind durch die Straße heulen und so.
- 10:36Es hat so ein richtig herbstfeeling.
- 10:39Genau richtig. Und deswegen, das macht so
- 10:43richtig schön Atmosphäre, das ist meine Lieblingsstelle in
- 10:46Kombination mit, ich würde das noch dazu ziehen, weil es
- 10:49eigentlich den gleichen Effekt hat oder einen ganz ähnlichen.
- 10:53Und eine sehr schöne Klammer bildet den letzten Satz des
- 10:56Abschnittes, den wir heute lesen.
- 10:59Genau da geht's dann nämlich wieder ums Wetter, als der
- 11:01Klient geht, erreichte uns die Hand und verabschiedete sich,
- 11:05draußen heulte der Wind noch immer und der Regen schlug an
- 11:08die Fenster, es war, als hätten die entfesselten Elemente diese
- 11:11merkwürdige Begebenheit zu uns hereingeweht wie einen von den
- 11:15Wogen angeschwemmten Büschel Seetang, den nun das tobende
- 11:19Meer wieder verschlang. Ja, und das ist so schön.
- 11:21Also für uns bildet es jetzt heute auch noch eine tolle
- 11:24Klammer, weil wir an der Stelle quasi den Cut gesetzt haben.
- 11:27Aber auch sonst ist das erzählerisch ja eine super
- 11:30schöne Klammer um den Besuch dieses Klienten herum.
- 11:34Ja, ich muss zugeben. Also die Klammer war natürlich
- 11:38so nicht beabsichtigt gewesen, als ich heute den Abschnitt
- 11:41gelesen habe in Vorbereitung, dachte ich noch so, oh, ich habe
- 11:44es diesmal sehr ungleich aufgeteilt, also ich mache ja
- 11:47immer die Einteilung. Aber ich hätte auch.
- 11:50Also beim Lesen ist mir dann auch wieder aufgefallen, du
- 11:52hättest halt nicht vorher irgendwo einen Punkt gefunden,
- 11:54wo du sagen könntest, OK, hier brechen wir heute ab, weil das
- 11:57so eine in sich verschlungene Geschichte ist, die da uns
- 12:00gleich erzählt wird, wo hätte das passen sollen, dass wir da
- 12:05gesagt hätten, OK und nächste Woche reden wir weiter.
- 12:07Sehr ungleich in dem Sinne, dass wir jetzt schon den längeren
- 12:10teilhaben. Ja.
- 12:11Ah OK, ich hab gar nicht geguckt wie lang das ja.
- 12:15Doch, also wir haben jetzt einen relativ langen Teil und es kommt
- 12:18gar nicht mehr so viel, sobald der Klient weg ist.
- 12:22Bin ich mal gespannt. Ja, aber das ist schön, weil
- 12:26meine Lieblingsstelle kommt quasi fast danach, also fast
- 12:32direkt danach, weil es geht ja dann darum, dass eben die
- 12:36Klingel geläutet wird. Und Watson fragt sich so, ja,
- 12:39wer könnte das sein? Vielleicht einer ihrer Freunde
- 12:42und Holmes sagt dann außer ihnen Watson habe ich keinen, ich lade
- 12:45niemanden ein, dann ist das ein Klient, ist das einer, so ist
- 12:50die Sache wichtig, nichts Geringeres führt einen Menschen
- 12:52bei solchem Wetter und zu solcher Stunde her, aber ich
- 12:54gehe davon aus, dass es eher eine alte Freundin der
- 12:57Vermieterin ist. Und jetzt kommt der Satz der
- 13:00Sätze, Sherlock Holmes hatte sich geirrt, Dam dam dam.
- 13:07Ja. Draußen ließen sich Schritte
- 13:09vernehmen und es klopfte an die Tür.
- 13:11Er streckte den langen Arm aus, um das Lampenlicht von sich weg
- 13:14auf den leeren Stuhl zu richten, auf den sich der Ankömmling
- 13:16setzen musste, und das Liebe ich einfach, diese Vorstellung also
- 13:20einmal. Ich weiß nicht, ob wir diesen
- 13:22Satz jemals wieder lesen werden. Sherlock Holmes hatte sich
- 13:25geirrt, aber dann auch diese, diese Vorstellung, jemand klopft
- 13:30an die Tür und sofort wird die Lampe auf den entsprechenden
- 13:33Stuhl gerichtet, also ich finde im.
- 13:36Englischen klingt es fast noch schöner.
- 13:37He stretched out his long armed to turn the land away from
- 13:41himself and to what's the weekend chair op on widget
- 13:44Newcomer must. Sid also so dieses Okay, und
- 13:48jetzt richten wir direkt mal die Glühbirne auf den Verdächtigen,
- 13:52den wir hier in unserem Verhörraum befragen.
- 13:56Ja, schon. Aber dieser eine Satz Sherlock
- 13:59Holmes hatte sich geirrt. Ich glaube, der ist auch schon.
- 14:02Von Con Doyle mit so einem schmunzeln geschrieben, ne.
- 14:05Ja. Also das ist ja sicher kein
- 14:08Zufall, dass der so kurz und prägnant da steht und dann der
- 14:12volle Name. Nicht Holmes hatte sich geirrt,
- 14:15nicht er, nicht mein Freund, sondern Sherlock Holmes hatte
- 14:19sich geirrt. Ja, fehlt.
- 14:21Eigentlich nur noch ein Ausrufezeichen dahinter.
- 14:24Ja, das stimmt, ist in der deutschen Ausgabe eigentlich ein
- 14:27bisschen schöner, weil da kommt ja wenigstens ein Punkt danach.
- 14:30Im englischen geht der Satz dann halt weiter.
- 14:32Also da ist dieses Sherlock Holmes with wrong in his
- 14:35conjecture how ever for there came a step in the passage in
- 14:38the tapping at the door. Also das ist alles ein Satz.
- 14:41OK. Aber trotzdem einfach die, wobei
- 14:44ich es dann fast besser finde. Sogar wenn ich jetzt so drüber
- 14:47nachdenke, weil dann liest du eigentlich gefühlt zuerst mal
- 14:49drüber und dann denkst du so warte was habe ich gerade
- 14:52gelesen. Du siehst so Sherlock Holmes
- 14:55Wrong and his conchicture how ever for they came a step in the
- 14:57pass. Warte was Sherlock Holmes aus
- 15:00The Wrong. Ja, und Sherlock dreht wie
- 15:02gesagt die Lampe auf den Sessel. Watson legt sein Buch Weg, er
- 15:06hat nämlich gelesen, das fand ich noch ganz schön, dass da
- 15:10auch so eingebaut ist, dass das, was er liest, irgendwie auch
- 15:13noch zu der Stimmung draußen passt, denn er hat ein, bei mir
- 15:17ist ein ein Seeroman genannt, das hat er gelesen.
- 15:21Ich suche es gerade bei mir. Und zwar von Clark Russell.
- 15:24Ah. Ja, genau.
- 15:26Habe ich natürlich nachgeguckt, weil ich neugierig war, wer das
- 15:29ist. Und William Clark Russell ist
- 15:32ein Schriftsteller, den man heute eher nicht mehr so kennt,
- 15:35der eben selbst als, ja, als Jugendlicher muss man sagen, zur
- 15:41See gefahren ist mit 13 von der Schule abgegangen und für
- 15:46ungefähr, naja, etwa 8 Jahre. Auf See gewesen.
- 15:51Auf so einem Handelsschiff oder auf verschiedenen
- 15:54Handelsschiffen und auch unter recht rauen Bedingungen.
- 15:58Und der hat dann eben danach eine beachtliche Karriere als
- 16:03Schriftsteller und Journalist hingelegt und war hauptsächlich
- 16:07bekannt für genau diese Seefahrergeschichten, die er
- 16:12besonders lebendig hinbekommen hat, weil er das ganze ja
- 16:14gesehen hat und unser lieber Arthur Con Doyle.
- 16:20War auch ein Zeitgenosse und mochte diese Werke und deswegen
- 16:24hatte das hier so schön eingebaut.
- 16:25Das finde ich, finde ich eine feine Sache.
- 16:27Also das ist zu seiner Zeit ein zeitgenössischer, relativ
- 16:31bekannter Autor, zwar schon viel gelesen, er hat es allerdings
- 16:36nicht so gut über die Zeit geschafft oder in unsere Zeit
- 16:41geschafft wie ein US amerikanischer Kollege des
- 16:46gleichen Genres und. Auch ungefähr des gleichen
- 16:50Alters. Den kennt man heute noch ein
- 16:53bisschen eher, die haben sich beide auch geschätzt und sich
- 16:58auch gegenseitig mal irgendwie Werke gewidmet oder so, aber der
- 17:03Kollege, den kennt man heute noch, das ist ein gewisser
- 17:05Herman Malville ne, also Moby Dick.
- 17:08Ah danke. Ja, ich habe kurz auf dem
- 17:11Schlauch gestanden, ich habe nämlich gerade die ganze Zeit
- 17:13mit einem anderen Namen gerechnet.
- 17:15Und ja, Herman Melville kennt man noch, zumindest von Moby
- 17:19Dick und William Clark. Russell ist eher so n bisschen
- 17:22dem Vergessen anheimgefallen, muss man sagen.
- 17:25Mit welchem? Namen hast du gerechnet.
- 17:28Robert Lewis Stephenson. Mhm.
- 17:31Weil Schatzinseln und ja. Ja, ja, aber dieser Russell hat
- 17:35sich dann übrigens auch noch politisch dafür eingesetzt, die
- 17:38Rechte von Matrosen auf solchen Handelsschiffen auszubauen.
- 17:43Und hat damit auch durchaus Erfolg gehabt.
- 17:44Damit andere Leute nicht mehr in den gleichen Bedingungen
- 17:47schuften müssen wie er selbst. Also es muss echt hart gewesen
- 17:51sein, der hat sich wohl wirklich in diesen 8 Jahren als
- 17:55Jugendlicher auf See die Gesundheit so ruiniert, dass er
- 17:57Zeit seines Lebens nicht mehr richtig gesund geworden ist.
- 18:00Boah okay krass, ja, aber das muss wirklich hart gewesen sein.
- 18:05Ich meine, so eine Überfahrt hat ja damals auch viel länger
- 18:09gedauert als heute, du warst damals.
- 18:12Gut, wobei da dürfte es eventuell langsam losgegangen
- 18:16sein, auch mit so Dampfmaschinen auf Schiffen, also mit so
- 18:20Dampfschiffen, aber vorher warst du ja Wind und Wetter
- 18:25ausgeliefert und zwar in beide Richtungen.
- 18:29Also wenn du Pech hattest und halt Flaute war und kein Wind
- 18:32ging und da die Sonne auf dich runtergeprallt hat war das
- 18:35genauso schlecht wie wenn da der Orkan tobte.
- 18:38Ja genau, ja. Aber kann ich schon verstehen,
- 18:40dass der dann. Dieses Genre, besonders lebendig
- 18:45und treffend schreiben kann, wenn das Halt Sachen sind, die
- 18:48er selbst erlebt hat. Ne aus eigener Anschauung
- 18:50schreibst du sowas glaube ich schon noch mal anders.
- 18:53Ja, das stimmt. Und dann du hast recht, es passt
- 18:56einfach super zur Atmosphäre, dass John ausgerechnet so ein
- 18:59Buch jetzt liest. Und ich finde das auch einfach.
- 19:02Finde das auch einfach so einen schönen Not ne so eine schöne
- 19:06schönes anerkennendes nicken. Dass dann Can Doyle hier den
- 19:10Schriftstellerkollegen in seinem eigenen Werk auftauchen lässt,
- 19:13quasi. Ja, das stimmt.
- 19:15Das mag ich. Ja, aber jetzt kommt wie gesagt
- 19:18auch unser Klient herein, ein junger Mann von ungefähr 22
- 19:23Jahren, gepflegt, adrett gekleidet.
- 19:26Seine ganze Erscheinung zeigt eine gewisse Gewandtheit und
- 19:29Eleganz, hat einen triefenden Schirm in der Hand und einen
- 19:34langen, glänzenden Gummimantel. Und er blickte, vom Lampenlicht
- 19:38geblendet, unruhig umher. Seine Wangen waren blass und
- 19:41seine Augen wirkten bedrückt, wie das bei Menschen vorkommt,
- 19:44auf denen große Sorgen lasten. Und Holmes tut direkt wieder
- 19:49Holmes Dinge sagt ihr nämlich Ah, ich sehe sie kommen aus dem
- 19:53Südwesten. Ja.
- 19:55Ja, hat er natürlich erkannt. Also das das muss man sehen,
- 20:00diese Mischung von Ton und Kalk an den Schuhspitzen, wer hätte
- 20:03das nicht sehen können? Und in der Tat, der Mann kommt
- 20:06aus dem Südwesten von London, genauer gesagt aus Horsesham
- 20:11heißt das ne? Ja.
- 20:13Richtig, habe ich mal nachgeguckt, wo das so ist, ist
- 20:17im westlichen Sussex, falls da jemand irgendwie was mit
- 20:21anfangen kann, also mehr südlich als westlich von London, aber
- 20:24doch ein gutes Stück, also ungefähr 40 Kilometer entfernt.
- 20:28Ja, der hat schon eine Strecke hinter sich gebracht, um bei
- 20:32Sherlock Holmes vorstellig zu werden.
- 20:34Und. Ja, weil er sucht Rat und Hilfe
- 20:37das eine. Es kann Sherlock Holmes gerne
- 20:40geben, das andere ist nicht immer so leicht zu gewähren.
- 20:45Ja, und der ist über Empfehlungen dahin gekommen von
- 20:48einem Major Brand Agast kriegen wir diesen Fall noch mal
- 20:53irgendwo näher erläutert. Ich glaube nicht, auch nicht
- 20:57gerade. Aber ich finde es bemerkenswert.
- 21:01Wie bescheiden Holmes jetzt hier plötzlich rüberkommt, ging dir
- 21:05das auch so? Das stimmt schon, das ist
- 21:08ungewöhnlich. Also dieser Major Prendagast hat
- 21:11eben erzählt, dass Holmes geholfen hat, weil er ja
- 21:17bezichtigt wurde, beim Kartenspiel betrogen zu haben
- 21:21und dann hat er wohl behauptet, ja, Sherlock Holmes könnte alles
- 21:26lösen und da sagt. Holmes he said too much.
- 21:30Also da hat er zu viel gesagt und der Mage of Brenda Guest hat
- 21:34noch gesagt That You I Never beaten, also dass Holmes nie
- 21:39besiegt wurde und da sagt Holmes, Oh I have been beaten
- 21:42four times three times by man and wants by a woman.
- 21:46Ja, das mal. Das kennen wir, das haben wir
- 21:48gelesen. Ja.
- 21:50Die anderen 3 Male haben wir davon irgendwas mitbekommen.
- 21:54Ich überlege die ganze Zeit, wie es halt.
- 21:57Also was versteht er unter er wurde geschlagen.
- 22:00Ich meine man könnte jetzt sagen bei das Zeichen der 4, er hat
- 22:04den Schatz nicht zurückgeholt, könnte man jetzt so sagen, aber
- 22:09ich weiß nicht ob er das so sieht oder ob er sagt Na ja er
- 22:12hat ja das Rätsel gelöst und er hat ja am Ende den Bösewicht
- 22:15trotzdem gefangen. Ja, deswegen ich glaube nicht,
- 22:20dass er das dazu zählen würde, ehrlich gesagt.
- 22:22Ja, dann haben wir, glaube ich, davon noch gar nichts
- 22:25mitbekommen. Kriegen wir davon noch was mit?
- 22:30Ich glaube ja. Ich habe da was im Hinterkopf.
- 22:34Okay. Das Problem ist halt also, das
- 22:37haben ja auch schon mal Zuhörer geschrieben.
- 22:39Bei mir vermischt sich einiges auch manchmal mit der Serie,
- 22:44aber ich glaube, wir kriegen da noch was von mit müsste.
- 22:51Okay. Ja, auf jeden Fall hören wir
- 22:54jetzt die Geschichte. Von John Openshore, der sehr
- 22:58verzweifelt ist, weil Holmes ist ja so die letzte Instanz, die
- 23:02man. Ruft, wenn.
- 23:04Man nicht mehr weiter weiß. Und dieser John Openshore sagt
- 23:09einen Satz, den haben wir jetzt irgendwie so ähnlich auch schon
- 23:11ein paar Mal gehört in der Richtung von ja, ist schon klar,
- 23:16sie werden nur mit schwierigen Fällen konsultiert, aber das
- 23:18hier, so was haben sie noch nicht gesehen.
- 23:20Also das ist mit Sicherheit das Schwierigste, was sie jemals
- 23:23angetroffen haben. Ja, aber ich glaube, das ist
- 23:27halt auch so für jemanden, der halt ein Ordinary Life führt, da
- 23:33ist das halt auch, wenn dir dann sowas passiert, wie es dem John
- 23:37Open Shore passiert, das ist halt dann, ah, sowas wird nie
- 23:42jemand anderen passiert sein, das ist so mysteriös und da wird
- 23:45selbst Sherlock Holmes dran zu rätseln haben.
- 23:50Ja, das stimmt. Dann kann man sich
- 23:51wahrscheinlich gar nicht vorstellen.
- 23:53Dass das für jemanden wie Holmes, Naja, gut, Alltag wird
- 23:56es jetzt auch nicht sein, es zählt ja schon zu den Fällen,
- 23:59die bemerkenswert genug sind, dass Watson sie aufschreibt.
- 24:03Aber ja, es gibt halt doch schon einige solcher Fälle, die so
- 24:06ganz kurios sind. Ja, ja, und in diesem Fall geht
- 24:10es tatsächlich auch um eine Erbgeschichte.
- 24:14Also der Fall wurde eigentlich weiter vererbt und.
- 24:18Kann man so sagen. Ja, also wirklich im wahrsten
- 24:21Sinne des Wortes ne. Ja, wir erfahren nämlich, dass
- 24:25eben der Großvater von diesem John Open Short 2 Söhne hatte,
- 24:29einmal den Onkel Elias und eben. Nein, nein, den Oheim, den Oheim
- 24:36Elias. Echt steht bei dir, Oheim.
- 24:38Ja, und zwar durchgehend. Ich finde das so klasse, es
- 24:41steht die ganze Geschichte durch, Oheim.
- 24:43Ist wie. Schön, ja, das fand auch vorher
- 24:46schon als Sherlock spekuliert, wer an der Tür ist.
- 24:48Bei dir ist es irgendwie eine alte Freundin der Vermieterin,
- 24:52bei mir ist die Rede von eine alte Base der Wirtin.
- 24:56Ach schön. Diese, genau diese ganzen
- 24:59Verwandtschaftsbezeichnungen, die sind, die sind super, das
- 25:01mag ich sehr. Ja, vor allem halt Oheim.
- 25:05Also. Mag ich, aber ist noch nicht
- 25:09Wort der Woche. Nee, noch nicht.
- 25:11Ich habe überlegt, OK, aber ich, also ich hab mir es als so ne
- 25:16Art honorable Menschen aufgeschrieben beim Wort der
- 25:19Woche, weil es sich auch so durchzieht, aber ich versuche ja
- 25:23schon immer irgendwas mit einem Gewissen, wie soll ich sagen
- 25:27Nein nicht alleinstellungsmerkmal aber
- 25:29irgendwie was zu nehmen was auch.
- 25:31Vielleicht ein bisschen charakteristisch sein kann für
- 25:35diese Geschichte, diesen Abschnitt, dieses Kapitel, das
- 25:37man damit verbinden kann. Okay.
- 25:39Aber ich, ich war in Versuchung, Oheim zu nehmen.
- 25:43Bin ich gespannt. Ja, also wie gesagt, es gibt den
- 25:46Oheim alias und den Vater Joseph und über den Vater gibt es jetzt
- 25:52erstmal nicht so viel zu berichten, aber der Onkel alias
- 25:57Entschuldigung Oheim alias ich versuche mir das jetzt
- 25:59anzugewöhnen. Der hat eine Zeitlang in Amerika
- 26:02gelebt. Ja, und bevor wir damit richtig
- 26:05anfangen. Es gibt schon ein bisschen was
- 26:07über den Vater zu berichten, also wenn der jetzt nicht noch
- 26:09diesen Onkel mit dem merkwürdigen oder diesen Bruder
- 26:12mit dem merkwürdigen Lebenslauf hätte, der Vater hat auch schon
- 26:16ganz, also der hat eigentlich eine ganz gute Karriere gemacht,
- 26:19der hatte irgendeine Fabrik, die er dann quasi auf Fahrräder
- 26:23umgestellt hat, als es in Mode kam, und ist recht reich damit
- 26:25geworden, weil er irgendein Patent hatte.
- 26:30Für die Open Schorschen Sicherheitsräder hat mir
- 26:33gefallen. Ja.
- 26:35Übrigens in Coventry, und das habe ich mal nachgeguckt, das
- 26:38war auch dann das Zentrum der Fahrradindustrie in England und
- 26:45wurde dann später übergangslos zum Zentrum auch der
- 26:49Automobilindustrie. Ja.
- 26:51Das kennst du ja ne. Ja.
- 26:55Wobei, bei uns geht's ja jetzt fast schon wieder zurück zum zur
- 26:58Fahrrad. Also ja meine, ich sag mal so,
- 27:02mein Wohnort ist sehr fahrradfreundlich.
- 27:04Das stimmt. Oh, ich hab das tatsächlich noch
- 27:07nie in dieser Tradition gesehen, aber das ist ja richtig gut
- 27:10dann, das gefällt mir. Ich glaub nicht, dass das damit
- 27:12zu tun hat, aber egal, mach weiter.
- 27:14Aber das gefällt mir ja. OK so, das wollte ich nur zu dem
- 27:18Vater, also Joseph heißt der, wollte ich das noch kurz
- 27:20anmerken, denn das finde ich eigentlich auch schon nicht
- 27:23schlecht und der. Oheim, der ist ausgewandert in
- 27:28die USA, wie du gesagt hast, als junger Mann schon und wurde dann
- 27:32in Florida planza ist auch irgendwie ein schönes Wort, ich
- 27:36weiß nicht, es ist so simpel, aber ich mag es, es hat
- 27:38irgendwie sowas altertümliches an sich, ne.
- 27:41Okay Plantagenbesitzer, ich musste wirklich nachschauen, was
- 27:44bei mir steht. Ja genau, und Pflanzer ist
- 27:47irgendwie so. Ja, es ist simpel, aber es hat
- 27:50irgendwie, es hat so einen gewissen Ton.
- 27:53Ja. So sorry, jetzt hab ich dich
- 27:55eben unterbrochen, aber erzähl mal weiter was der sonst da noch
- 27:57so angestellt hat. Ja, er hat im Krieg gekämpft,
- 28:01und zwar in Jacksons Armee, dann unter Hood und wurde zum Colonel
- 28:05befördert. Und irgendwann, also nein, nicht
- 28:08irgendwann. Aber als Lee die Waffen
- 28:10streckte, kehrte der Onkel dann auf die Plantage zurück, wo er
- 28:14noch 3 bis 4 Jahre blieb, und dann kam er so 1869 1870 kam er
- 28:20dann zurück nach Europa, kauft ein Anwesen und Sussek.
- 28:24Eben in dieser Nähe von Hawesome.
- 28:27Und er hat wohl auch ein gutes Vermögen angesammelt.
- 28:31Mhm. Sollen.
- 28:33Wir den Krieg noch ein bisschen erläutern.
- 28:36Ja, ich war die ganze Zeit am überlegen, was das für ein Krieg
- 28:38war, in dem er gekämpft hat. Also die, die Namen haben mir
- 28:41alle was gesagt, aber es war nicht der Unabhängigkeitskrieg,
- 28:44der war früher. Genau der war früher.
- 28:46So ist der Bürgerkrieg gewesen, der.
- 28:48Bürgerkrieg, richtig? Genau.
- 28:50Der amerikanische Bürgerkrieg oder Sezessionskrieg?
- 28:531861 bis 65. Wo es um diese Trennung von Nord
- 28:58und Süd ging. Richtig, genau ja.
- 29:00Also ich kann das ja mal kurz zusammenfassen, wenn ich soll.
- 29:04Kannst du gerne. Ja, wie du schon gesagt hast,
- 29:06Trennung von Nord und Süd, die Nordstaaten und die Südstaaten
- 29:11waren schon eigentlich von Anfang an ein sehr fragiles und
- 29:16irgendwie schwierig auszubalancieren.
- 29:19Das Gleichgewicht. Da gab es dann auch einige.
- 29:22Regelungen, die dafür gesorgt haben, dass zum Beispiel die
- 29:26Südstaaten tendenziell immer ein bisschen mehr Stimmgewicht
- 29:30hatten bei Wahlen, als sie eigentlich von der Bevölkerung
- 29:33her hätten haben dürfen. Also das alles kommt dann immer
- 29:37wieder zurück, irgendwie auf die Frage der Sklaverei, die war
- 29:42halt in den Südstaaten sehr viel verbreiteter, gerade durch
- 29:46dieses ganze Plantagenwesen und. Dann gab es zum Beispiel auch
- 29:51solche Regeln, wie dass die Zahl der Sklaven in einem Bundesstaat
- 29:56zu einem gewissen Anteil auf die Bevölkerungszahl angerechnet
- 30:00wurde, die dann hier quasi wahlmannstimmen bei der
- 30:05Präsidentenwahl und so zugrunde lagen.
- 30:08OK, also im Prinzip haben die für die Sklaven stimmen
- 30:12bekommen, aber die Sklaven durften natürlich nicht wählen.
- 30:14Ja, richtig, genau das ist also ne, das ist so ein Beispiel
- 30:19dafür. Und dann hat man irgendwann
- 30:21Linien auf der Landkarte gezogen.
- 30:23Südlich von diesen Linien war weiter Sklaverei erlaubt,
- 30:27nördlich davon schon nicht mehr, und ja, genau, also es sind sind
- 30:31schon irgendwie ganz schwierige Aushandlungsprozesse, schon in
- 30:35den Jahren und Jahrzehnten davor gewesen, also mindestens so die
- 30:4030 Jahre, bevor dann wirklich ein Krieg ausbricht.
- 30:42Und das ist auch jedes Mal wieder ein bisschen aus dem
- 30:45Gleichgewicht gekommen, wenn ein neuer Bundesstaat dazu gekommen
- 30:48ist. Das ist ja dann auch noch die
- 30:50Zeit, in der das regelmäßig passiert ist.
- 30:51Ne, und irgendwann ist das ganze Halt eskaliert, als ein gewisser
- 30:57Abraham Lincoln zum US Präsidenten gewählt wurde, ein
- 31:02Sklavereigegner, wenn auch ein gemäßigter, aber das war schon
- 31:06zu viel und da sind dann im Winter 1860 61.
- 31:12Die meisten Südstaaten aus den USA ausgetreten und haben ihren
- 31:17eigenen Laden aufgemacht, also die Konföderierten Staaten von
- 31:20Amerika. Und ja, wenig überraschend ist
- 31:24darüber dann ein Krieg ausgebrochen und diese Frage ist
- 31:29das in Zukunft ein Land oder 2. Und ja am Ende auch, wie halten
- 31:34wir es mit der Sklavenfrage ist dann militärisch gelöst worden
- 31:39und unser. Ach so sympathischer Elias hier.
- 31:43Der hat dann eben in der Südstaatenarmee bei den
- 31:46Konföderierten gekämpft, also die Befehlshaber, die hier
- 31:50genannt sind, Jackson, Hood, Lee, alles Südstaaten Generäle,
- 31:54ich würde sagen Lee, wahrscheinlich der wichtigste,
- 31:56ja die Südstaaten haben den Krieg verloren, hatten auch
- 32:01waren auch insgesamt einfach was Truppenstärke und so weiter
- 32:05angeht unterlegen und das. Hat sich dann am Ende auch im
- 32:10Ergebnis gezeigt. Aber das Ganze ist wohl heute
- 32:13noch in den USA sehr im kollektiven Gedächtnis und war
- 32:17auch vielleicht der erste oder einer der ersten richtig
- 32:22modernen Kriege in Anführungszeichen, weil es schon
- 32:27so Züge eines totalen Krieges hatte, also die ganze jeweilige
- 32:30Gesellschaft und Wirtschaft alles auf Krieg ausgerichtet.
- 32:34Einige technische Neuerungen auf dem Schlachtfeld oder zum
- 32:37Beispiel Eisenbahn, die für die Logistik natürlich einen riesen
- 32:41Unterschied macht. Ja, und sozusagen, denn der
- 32:45erste Moderne, industriell geführte Krieg, ich war ganz
- 32:48überrascht, dass es da auch schon Fotos aus der Zeit gab,
- 32:53also das hatte ich, irgendwie habe ich das jetzt so zeitlich
- 32:56nicht wirklich zusammengebracht, aber habe dann manche Fotos
- 33:00gesehen, zum Beispiel von Gefallenen einer Schlacht da,
- 33:03und das ist irgendwie. Das für mich dann doch noch so
- 33:06weit in der Vergangenheit, dass ich ja nicht mit Fotos gerechnet
- 33:08habe. Na ja, gut, aber wir hatten ja
- 33:10schon auch zum Beispiel bei Sherlock Holmes die Geschichte
- 33:12mit dem mit der Fotografie von Ayreen Adler.
- 33:15Ja genau, also rein von den einzelnen Daten.
- 33:18Von beidem wäre mir schon bewusst, dass es beides gegeben
- 33:24haben muss, aber ich habe es irgendwie nicht so
- 33:25zusammengebracht, kennt man ja manchmal.
- 33:27Hast du so Sachen, die zeitgleich passieren und du
- 33:30denkst so hä? Da müssen doch ein paar
- 33:31Jahrzehnte dazwischen sein oder so.
- 33:34Ja, das stimmt. Ja, also wie gesagt, der Süden
- 33:36hat um das noch fertig kurz zusammenzufassen, hat den Krieg
- 33:40verloren. Die Staaten sind aber dann
- 33:43wieder aufgenommen worden in die USA und die Sklaverei eben
- 33:49abgeschafft, in den Südstaaten gab es dann aber leider in der
- 33:53Folge immer wieder lokale oder einzelstaatliche Gesetze, die
- 33:57quasi dann doch. Die Schwarzen wieder
- 34:00benachteiligt und diskriminiert haben.
- 34:03Ja, das ist dann leider bis mindestens in die
- 34:07Bürgerrechtsbewegung knapp 100 Jahre später ja auch noch so
- 34:10geblieben. Ja.
- 34:12Kennen sicher viele. Ich möchte da ganz kurz
- 34:16vielleicht 2 Empfehlungen aussprechen in diese Richtung.
- 34:20Falls euch dieses Thema mit dem Bürgerkrieg in den USA
- 34:24interessiert, aber ihr sagt jetzt so, Oh, ich bin niemand
- 34:27der sich jetzt da irgendwelche Fachartikel zu durchliest oder
- 34:30Dokumentationen guckt, es gibt ne Serie, ne Miniserie, Fackeln
- 34:34im Sturm, die kann ich echt empfehlen, die ist aus den
- 34:39Achtzigern, muss man vielleicht dazu sagen, also die ist jetzt
- 34:41nicht neu, die ist schon n bisschen älter.
- 34:44Aber das sind irgendwie 12 folgen oder so.
- 34:46In der ersten und 2. Staffel und die 1.
- 34:49Staffel da geht es nämlich genau um diese Zeit vor 18, also vor
- 34:53dem Krieg 1842 bis 1861 und die 2.
- 34:56Staffel dreht sich nämlich dann um diesen Krieg, also 1861 bis
- 34:591865. Es gibt theoretisch noch eine 3.
- 35:03Staffel, aber die könnt ihr vergessen, die ist nicht gut,
- 35:05schaut die ersten beiden Staffeln, die sind super.
- 35:07Kann ich wirklich nur empfehlen und da geht es nämlich auch ganz
- 35:10viel um diesen Konflikt zwischen Nord und Süd, weil es da eben um
- 35:132 Freunde geht, die sich an der Militärakademie kennenlernen,
- 35:16einer aus den Nordstaaten, einer aus den Südstaaten.
- 35:19Dann geht es eben darum, wie die das alles erleben und falls ihr
- 35:23noch mehr zu diesem ganzen Thema, gerade auch mit Black
- 35:28Lives und so, also falls ihr daran interessiert seid, mache
- 35:32ich jetzt mal ganz kurz Werbung für eine Folge aus meinem
- 35:35anderen Podcast. Und zwar Tea Time bei den
- 35:38Bridgertons. Wir haben uns nämlich im Zuge
- 35:41dessen, weil ja bei Bridgerton in der Serie einfach viele
- 35:46Hauptdarsteller mit Schwarzen besetzt wurden, unter anderem
- 35:48zum Beispiel die Queen of England, haben wir dazu mal eine
- 35:51Folge gemacht, wie denn eigentlich deren Leben aussah zu
- 35:57dieser Zeit, in der Bridgerton spielt und so weiter und da
- 35:59haben wir auch ganz viele Buch und Serientipps und Filmtipps
- 36:03untergebracht, die sich eben mit all dem Beschäftigen und.
- 36:06Also falls ihr euch da interessiert für die Geschichte,
- 36:09hört da gern mal rein. Findet ihr wie gesagt bei Tea
- 36:12Time, bei den Pridgertons und schaut Fackeln im Sturm.
- 36:15So das sind meine 2 Empfehlungen die ich euch gebe.
- 36:19Ja man merkt auch einfach, dass Alias also er kommt schon
- 36:23ziemlich unsympathisch rüber hier am Anfang.
- 36:26Das ist noch sehr freundlich gesagt, ja.
- 36:28Weil der Grund, warum er ja auch dann aus Amerika weggegangen
- 36:31ist, ist ja zum Beispiel, dass er halt das nicht.
- 36:35Mochte, dass dann die Schwarzen wieder mehr Rechte bekommen
- 36:38haben. Ja, das ist hier in Worten
- 36:41ausgedrückt, die ich nicht reproduzieren werde.
- 36:43Ja, ich auch nicht. Leider auch anders als bei dir.
- 36:46Nicht ordentlich eingeordnet, aber ich ich möchte es insofern
- 36:52zusammenfassen, als dass dieser Elias ein rechtes, rassistisches
- 36:57Arschloch war. Ja.
- 37:00Also wie du schon sagst, der ist dann zurückgegangen nach
- 37:02England, weil er sich nicht damit abfinden konnte, dass die
- 37:05Schwarzen plötzlich keine Sklaven mehr sein sollten,
- 37:07sondern richtige Menschen so mit rechten und allem.
- 37:11Das konnte er nicht, ja und? Ich.
- 37:16Also ich möchte da einmal noch irgendwie kurz die Verbindung
- 37:19herstellen, weil zum einen wirkt einem das so super weit aus der
- 37:25Zeit gefallen, zum anderen hält sich aber diese, wie soll man
- 37:29sagen. Dieses Verständnis oder diese
- 37:31Lesart des Sezessionskrieges und der Folgen hält sich bis heute.
- 37:36Ne, also das Schlagwort ist da, so The Lost Course, unter dem
- 37:41das dargestellt wurde, quasi schon ab direkt nach dem Krieg,
- 37:46so bis heute werden da Ursache und Wirkung vertauscht und sich
- 37:51irgendwelche Ausreden ausgedacht, warum?
- 37:53Eigentlich der Norden an diesem Krieg schuld ist und dass es gar
- 37:57nicht an der Sklaverei liegen würde und gelegen hätte und der
- 38:01Süden ja nur durch Verrat verloren hätte und bli bla
- 38:04blubb, also ein bisschen ähnlich wie die Dolchsturzlegende, aber
- 38:07das ist halt leider nie ausgestorben.
- 38:10Also ich weiß nicht, wer sich noch erinnert an diese
- 38:14rechtsextremen Krawalle in Charlottesville vor ein paar
- 38:18Jahren, ich glaube 2017 oder so. Ja, irgendwie sowas.
- 38:24Genau ne wo wirklich die die Nazis einfach offen Krawall
- 38:28gemacht haben. Genau die haben sich eigentlich
- 38:32immer noch an dieser Frage aufgehängt, denn da ging es
- 38:36drum, dass ein Reiterstandbild für genau diesen General Lee
- 38:41entfernt werden sollte, also dass man da einfach 150 Jahre
- 38:45später immer noch so. Die Gemüter mit Erhitzen kann
- 38:50und sich da Leute noch so auf den Fuß getreten fühlen, dass
- 38:53dieser Leave vielleicht kein super glorreicher Volksheld war,
- 38:59ja, ist ist erstaunlich und erschreckend.
- 39:02Ja, definitiv. Was ich noch überraschend fand,
- 39:06vielleicht ein bisschen. Also hier steht ja wie gesagt
- 39:11ne, dass er eben zurück nach England kam, weil er was gegen
- 39:14die Schwarzen hatte und and his dislike of the Republic and
- 39:17policy in extending the franchise to them.
- 39:20Das heißt, die Republikaner haben damals dafür gestimmt,
- 39:23denen mehr Rechte zu geben. Ja, ja.
- 39:26Wenn man das mit heute vergleicht.
- 39:28Das stimmt. Ja, das ist auch wirklich
- 39:30erschreckend, was aus der Grand Old Party geworden ist.
- 39:33Wenn man mal da ein bisschen in der Geschichte recherchiert.
- 39:36Wie sich diese Partei ursprünglich mal gegründet hat
- 39:39und dass das mal die fortschrittliche Partei in den
- 39:41USA war, ja, das ist wirklich schlimm, was daraus geworden
- 39:45ist. Ja, kann man.
- 39:46Nicht anders sagen also jemand wie Abraham Lincoln wird sich
- 39:50glaube ich im Grab rumdrehen, wenn er das drehen müsste.
- 39:54Wahrscheinlich gut, aber wir sind zurück in England.
- 39:57Wie gesagt, er hat sich ein Anwesen in der Nähe von Horsem
- 40:01geholt, der gute Elias. Nein, der schlechte Elias.
- 40:05Und es liest sich halt auch schon wieder, wieso eine
- 40:07Plantage he had a garden and two or three fields round to south
- 40:11and there he would take exercise so very often for weeks on, and
- 40:16he would never leaf as room. Also es ist so, ja
- 40:19Plantagenbesitzer hat seine Felder, aber kümmert sich halt 0
- 40:23drum, sondern das lässt er alles machen.
- 40:25Ja, und da lebt er irgendwie so abgeschottet als Sonderling.
- 40:30Der junge John sagt, wahrscheinlich hat er in den
- 40:34ganzen Jahren, in denen er da war, noch nicht einmal das
- 40:36Städtchen betreten oder so. Also jedenfalls will er nicht
- 40:40viel zu tun haben mit der Außenwelt, womit er oder mit wem
- 40:43er viel zu tun haben will, ist allerdings besagter John, also
- 40:47sein Neffe, den holt er schon recht früh zu sich, den lernt er
- 40:53irgendwie kennen, glaube ich, als er, ungefähr der John
- 40:56ungefähr 12 ist, oder und. Findet Gefallen an dem, fragt
- 41:03dessen Vater also seinen eigenen Bruder, ob der Junge nicht bei
- 41:06ihm wohnen könnte. Der hat da merkwürdigerweise
- 41:09auch nichts dagegen. Also ja, den scheint das
- 41:12entweder nicht zu stören oder er hat das nicht so wahrgenommen,
- 41:14was für ein Typ sein Bruder geworden ist.
- 41:17Da drüben jedenfalls wohnt John dort, und weil der Elias so
- 41:22zurückgezogen lebt und oft tagelang sein Zimmer nicht
- 41:26verlässt und sich lieber besäuft.
- 41:28Ist eigentlich John von der Herr im Haus irgendwie mit 1516 dann.
- 41:34Ja, ja, weil er hat halt alle Schlüssel bekommen.
- 41:37Dienstboten und Händler werden zu ihm geschickt, er darf tun
- 41:41und lassen was er möchte, nur er darf nicht oben auf dem
- 41:45Dachboden in eine verschlossene Rumpelkammer, die bleibt ihm
- 41:49verwehrt. Wir wissen ganz genau, was das
- 41:52für Konsequenzen hat, wenn man jemandem sagt, ihr dürft alles,
- 41:55nur diese eine Sache, die dürft ihr nicht.
- 41:59Die Früchte von diesem Baum bitte nicht essen.
- 42:02Okay ich dachte gerade, ich muss gerade an das Krimispiel denken,
- 42:05was wir neulich gespielt haben. Da stehe ich jetzt auf dem
- 42:08Schlauch. Dieses Wir haben noch neulich
- 42:11The Ecos gespielt, die Tänzerin. Ja, ja, genau.
- 42:15Wo es auch so eine Rumpelkammer gab, hat auch kein schönes Ende
- 42:18genommen. Ja, das stimmt.
- 42:20War ein richtiger Stimmungskiller.
- 42:21Dieses Spiel, muss man zugeben. Also es war gut, aber es war ein
- 42:24Stimmungskiller. Ja, schon.
- 42:26Gut, aber in dem Fall ist der John anständig genug, dass er
- 42:28nicht da irgendwie einbricht oder so.
- 42:31Aber neugierig wäre er schon. Genau, er schaut durchs
- 42:34Schlüsselloch, aber er sieht halt nicht viel, nur halt ein
- 42:38paar Truhen, ein paar Kisten, die da rumstehen.
- 42:42Das, was man erwarten würde in einem, in einer Rumpelkammer.
- 42:45Ja, schon, irgendwie. Ja.
- 42:47Und so leben sie da ihr Leben bis zum März 1883.
- 42:54An dem Tag ändert sich etwas, denn ein Brief kommt an.
- 42:59Genau am 10 März, um exakt zu sein.
- 43:02Wie kommst du jetzt auf den 10 März?
- 43:04Ja, hier wird er noch nicht genannt, aber Holmes fragt
- 43:06gleich nach. Ah, stimmt ja, ich sehe es
- 43:09gerade am. 10 März 1883 morgens trifft ein Brief ein.
- 43:14Genau, er kommt aus Indien, wie die Briefmarke verrät.
- 43:20Ja, und zwar aus einer Stadt, deren Namen wir schon mal
- 43:22gehört. Haben.
- 43:24Ponty Cherry und als der Onkel den Brief öffnet, fallen 5
- 43:33Orangenkerne raus und John Open Show will darüber so lachen,
- 43:38weil denkt sich, ist halt ein dummer Scherz irgendwie und dann
- 43:43sieht er, dass aber Elias Dreckgeweitete Augen hat, völlig
- 43:48erstarrt ist. Ja, also das ist ja auch ein
- 43:50Skandal. Der hat eindeutig 5
- 43:53Zitronenkerne bestellt, eine falsche Lieferung bekommen.
- 43:56Womit soll er jetzt seine neue Plantage aufbauen?
- 43:58Ja, OK. Der hat schon alles, sein ganzes
- 44:02Marketing und alles Fonds im Zitronenfang ausgerichtet.
- 44:04Natürlich, und jetzt soll er stattdessen Orangen anbauen?
- 44:08Ja, vor allem getrocknete Orangenkerne.
- 44:10Also ich weiß nicht wieviel die noch bringen.
- 44:13Ja, ich glaub die haben den Transport nicht so gut
- 44:14überstanden aus Indien. Nein, es geht natürlich darum,
- 44:18dass in dem. Briefumschlag eben noch 3
- 44:23Buchstaben stehen nämlich dreimal K mit einer roten
- 44:27Schrift. Ja, und das ist jetzt so ein
- 44:30Punkt. Ich glaube, die Geschichte wäre
- 44:34noch mal irgendwie sehr viel beeindruckender, wenn man nicht
- 44:37dieses ich glaube, kann man sagen, heutzutage
- 44:41Allgemeinwissen hätte. Für was KKK steht, oder?
- 44:46Willst du es sagen? Ja, also.
- 44:49Für mich war das jetzt beim Lesen sofort klar.
- 44:51Okay KKK ist der Ku Klux Clan. Ja, okay.
- 44:55So, ich weiß nicht, ich glaube, das war wahrscheinlich damals
- 44:58zeitgenössischen Lesern noch nicht so sehr ein Begriff.
- 45:02Vielleicht. Ich glaube nicht.
- 45:04Ich denke, dann ist die Geschichte noch mal ja irgendwie
- 45:09bannender und ein bisschen rätselhafter so.
- 45:12Kann man. Sich halt jetzt schon.
- 45:14Ausmalen, wer da der große Böse im Hintergrund ist und wer dem
- 45:20auf den Fersen ist. Die Frage ist eigentlich dann
- 45:21nur noch warum. Ja, aber Theorien möchte ich
- 45:24gerne wieder am Ende von dir hören.
- 45:26Ah okay ja. Aber ja, also ich glaube, das
- 45:30kann man wirklich vorwegnehmen. Also KKK hast schon Recht, ist
- 45:34der Kuckucks Clan, aber John Open Shore weiß das nicht, der
- 45:40fragt nämlich Ja, what is it Uncle?
- 45:43Death Zelti und dann verschwindet er.
- 45:47Ja, ist ja auch ein guter Mike Drop Satz.
- 45:49Ja. Ja, also dieser, dieser komische
- 45:52Brief, der hat wirklich eine schlimme und heftige Wirkung auf
- 45:57den Elias. Also einmal beim Aufmachen haben
- 45:59wir ja schon geschildert bekommen, sein Mund war
- 46:02verzerrt, die Augen traten hervor, seine Farbe war Aschgrau
- 46:06geworden, noch immer starrte er auf den Umschlag in seiner
- 46:09zitternden Hand, Hey Kay, stieß er hervor.
- 46:13Mein Gott, meine Sünden kommen herab auf mein Haupt.
- 46:16Ja, das ist ein Dramatiker. Ja, schon, ja, aber das scheint
- 46:20ihn wirklich im Innersten erschüttert zu haben und auch in
- 46:24den Wochen danach, auch wenn erst mal nichts passiert, ist
- 46:29alles nicht mehr so ganz wie vorher.
- 46:32Also der Onkel wird, der Oheim wird noch seltsamer, er trinkt
- 46:37noch mehr und schließt sich noch mehr in sein Zimmer ein und ab
- 46:40und zu hat er so. Anfälle, in denen er dann
- 46:44besoffen Rausstürmt in den Garten und irgendwie mit einem
- 46:48Revolver rumfuchtelt und so was schreit wie kein Mensch und
- 46:53nicht mal der Teufel persönlich könnte ihn dazu zwingen, sich
- 46:56irgendwie wie ein Schaf einpferchen zu lassen.
- 47:00Und dann pfercht er sich aber wie ein Schaf wieder ein.
- 47:02Ja, ich möchte nur ganz kurz noch eine Sache sagen, über die
- 47:06ich drüber gestolpert bin. Irgendjemand hätte dem guten
- 47:09Herrn Deul mal ein Buch mit Frauennamen schenken sollen.
- 47:15Ja, ist doch geschehen. Das ist halt ein Buch, in dem
- 47:20sehr oft der Name Mary vorkommt. Ja, also weil ich ist jetzt eine
- 47:24hausdienerin Hausmädchen, die heißt einfach wieder Mary.
- 47:27Ja, selbstverständlich. Also.
- 47:29Wir haben doch festgestellt, alle Frauen heißen hier Mary.
- 47:32Gut, aber wobei, wir müssen jetzt mal ganz kurz überlegen,
- 47:34wie viele Johns hatten wir schon in den.
- 47:36Johns Geschichten, das stimmt, das ist nun wirklich auch häufig
- 47:40Mary und John, aber ich glaube, man kann ihm jetzt nicht mal
- 47:45mangelnden Einfallsreichtum oder so vorwerfen.
- 47:47Ich glaube, zu der Zeit waren das Halt noch mal dominantere
- 47:52Vornamen als heute. Ja, vor allem wenn du überlegst,
- 47:56dass es damals ja noch mehr Tradition war, dass halt jeder
- 47:59Sohn nach dem Großvater benannt wird und jedes Mädchen nach der
- 48:02Großmutter. Und dann hast du halt irgendwann
- 48:04die Dopplung der Namen. Ja, ja, also ich glaube, es ist
- 48:08eher ein bisschen Ausdruck des heutigen Zeitgeistes, dass
- 48:12gefühlt jeder mit seinem mit dem Namen, den er seinem Kind gibt,
- 48:16was ganz Besonderes machen will. Und dann ist es halt keine
- 48:20Ahnung der. Aristoteles Jerome, der dritte
- 48:25sein gefühlt ja, also hierzulande geht das ja fast
- 48:28noch, aber in den USA ist das zum Beispiel ganz schlimm, was
- 48:32man da teilweise für Vornamen sieht.
- 48:35Ja, das stimmt. Da ist jemand auf der
- 48:37Sonderzeichentastatur ausgerutscht oder so.
- 48:39Ja, aber auch selbst normale Namen werden heutzutage, so
- 48:45Rass, abgeändert in der Schreibweise dann also.
- 48:48Ich meine, Bianca ist jetzt kein ungewöhnlicher Name und ich
- 48:53hatte mal eine Zeit lang eine Reitlehrerin, die hieß auch
- 48:57Bianca, wurde auch genau geschrieben wie ich, also mit C
- 49:00statt mit K, weil die Variante gab es ja dann auch irgendwann
- 49:03und die hat mir erzählt, die hat irgendwann eine Schülerin
- 49:07gehabt, auch mit dem Namen Bianca, aber ich sag mal die
- 49:13gebotschaftste Variante, die du dir vorstellen kannst.
- 49:17Okay wie? Mit also ich buchstabiere
- 49:20BIJANKA. Ja, das kann aber sein, dass das
- 49:28gar nicht irgendwie absichtlich für ich will was Besonderes
- 49:33machen ist, sondern vielleicht irgendwo aus einem
- 49:36osteuropäischen Sprachraum und dann halt transkribiert.
- 49:40Da kann das durchaus sein. I.
- 49:42Und J. Ja, also wie gesagt, das ist
- 49:45jetzt nur meine meine Vermutung. Aber wenn du zum Beispiel
- 49:50russische Namen Transkribierst oder Namen aus der, die in der
- 49:54kyrillischen Schrift geschrieben sind, da hast du halt einen
- 49:56Buchstaben, der ja heißt. Also das ist ein eigener
- 50:01Buchstabe, ne, du hast ein A und du hast ein ja, und wenn dieser
- 50:05Buchstabe dann halt in dem Namen verwendet wird, wie es bei
- 50:09Bianca definitiv der Fall wäre, dann sitzt da halt vielleicht
- 50:12irgendein Beamter und transkribiert das Halt und
- 50:14schreibt dann halt. Aha, das ist der Buchstabe so
- 50:17und so. Dann schreiben wir da ja, aber.
- 50:19Dann noch mit Karstadt mit C und Bianca ist ein italienischer
- 50:22Name so. Ja, das ist richtig.
- 50:25Aber dann kannst du ihn in Russland mit der gleichen oder
- 50:28ich habe jetzt einfach Russland genommen, ne, könnte auch
- 50:30tatsächlich Serbien sein oder so kannst du ihn mit der gleichen
- 50:33Begründung und Rechtfertigung dort verwenden wie in
- 50:36Deutschland, denn wir sind hier auch nicht in Italien.
- 50:38Ja, ich. Ja, also ich meine, das würde
- 50:42ich vermuten, ist dann wahrscheinlich.
- 50:44Da ne andere Ursache. Gut, aber trotzdem.
- 50:47Also es ist seltsam und es gibt heute schon Wear the Namen.
- 50:52Ja, das ist definitiv und auch Wear The Zusammenstellungen
- 50:56irgendwie 2 Vornamen, die sogar nicht zusammenpassen.
- 50:59Ne zum Teil. Veneres Frodo.
- 51:03Ach du Scheiße. Nein, keine Ahnung.
- 51:05Ich hab jetzt gerade einfach nur random 2 Namen.
- 51:08Genommen. Ich frag mich übrigens.
- 51:11Wann wir zu dieser Phase kommen, dass Schauspieler heißen wie
- 51:17Filmrollen von früher. Und ja, das gefällt mir ja.
- 51:23Also dass wir wirklich halt irgendwann so einen Frodo Smith
- 51:26da stehen haben, weil seine Eltern Halt Herr der Ringe Fans
- 51:29sind und er ist dann aber halt Schauspieler geworden.
- 51:32Schön. Ja, das mag ich, das ist, das
- 51:35ist irgendwie so ein so ein guter.
- 51:38Markerpunkt ne den an dem sollte man aufpassen.
- 51:42Ja. Da wird es irgendwann weird.
- 51:44Nee, aber das ist cool, aber Schauspieler ist ein gutes
- 51:46Stichwort für seltsam unpassende Namen.
- 51:50Ich möchte die Kinder von Uwe Ochsenknecht ins Feld führen,
- 51:54ne? Ja, OK.
- 51:56Wilson Gonzales Ochsenknecht. Jimmy Blue.
- 52:00Ja, oder also eigentlich Jimmy. Ja, also nee, ich weiß nicht,
- 52:04diese Schreibweise ist ja auch ganz ganz.
- 52:06Komisch, Jimmy Blue Ochsenknecht also einfach ja für mich, ohne
- 52:12jetzt irgendwie die Leute beurteilen zu wollen, aber das
- 52:15ist sind für mich so Paradebeispiele dafür, in welche
- 52:18Regale man vielleicht dann nicht unbedingt greifen muss, wenn man
- 52:23mit Nachnamen Nummer Ochsenknecht heißt.
- 52:25Ja. Naja, egal wie auch immer wir
- 52:27hier hin gekommen sind. Über Mary auf jeden Fall.
- 52:32Wir haben gerade erwähnt, dass eben alias jetzt immer mal
- 52:36wieder so Phasen hat, wo er dann doch aus seinem Raum rausrennt
- 52:40verrückt durch die Gegend rennt, sagt ja, ihr könnt mich nicht
- 52:45einsperren und dann sperrt er sich wieder in sein Zimmer ein.
- 52:48Genau. Bis das einmal schief geht.
- 52:51Ja. Beziehungsweise vorher muss man
- 52:53noch sagen, dass er ein Neues Testament aufsetzt.
- 52:56Das ist noch wichtig. Er lässt extra den Advokaten
- 53:01kommen. Mhm und genau vermacht seinen
- 53:05ganzen Besitz an Johns Vater, an den Josef.
- 53:10Mit allen vor und Nachteilen. Ja, weil er eben davon ausgeht,
- 53:14dass dann der ganze Besitz auch irgendwann an John übergeht.
- 53:17Mhm. Erwähnenswert ist vielleicht
- 53:19noch, dass bei dieser Gelegenheit, als der Anwalt da
- 53:22kommt und John mit ins Zimmer gebeten wird, um als Zeuge für
- 53:26das Testament zu fungieren. Er sieht, dass sein Onkel, sein
- 53:31Oheim, eine Kassette voller Dokumente da stehen hatte
- 53:36beziehungsweise die Dokumente sind nicht mehr da, die sind
- 53:38verbrannt worden und in dem Deckel des Kastens ist auch
- 53:43wieder dieses merkwürdige AKK eingezeichnet.
- 53:47Ja. Und eines Tages kommt es wie
- 53:50gesagt dazu, dass Alias wieder durch die Gegend rennt.
- 53:54Macht. Und dabei ein Unfall passiert.
- 53:57Eventuell keine Ahnung, man weiß es nicht so genau, auf jeden
- 54:02Fall wird er eben am nächsten Tag im Teich gefunden, im Teich,
- 54:07ja. Genau.
- 54:09Und ich glaube, das ist das, was ich im Hinterkopf hatte bei der
- 54:13letzten Geschichte schon. Also zumindest.
- 54:19Ich habe irgendwie so ein ungefähres, innerliches Bild vor
- 54:22Augen gehabt. Und ich glaube, ich habe
- 54:25sozusagen die Szenerie in meinem Kopf jetzt wiedererkannt, die
- 54:29sich in diesem inneren Bild gezeigt hat.
- 54:31Und ich habe sie in dieser Geschichte wieder genickt.
- 54:33Es könnte gut sein, dass das das war, was mir im Hinterkopf noch
- 54:37rumgespuckt ist. Das kann natürlich sein, auf
- 54:41jeden Fall. Ja, kommt die Polizei, schaut
- 54:44sich das an und. Urteil der Geschworenen lautet
- 54:47dann aber ja, das wird Selbstmord gewesen sein.
- 54:50Was der John aber nicht glaubt, weil eben sein Onkel Angst vor
- 54:55dem Tod hatte und es dann bisschen seltsam wäre, wenn er
- 55:00halt Selbstmord begehen würde. Aber es bleibt dabei, der Vater
- 55:04erbt den ganzen Besitz. Ja, und der erbt ne ganze Menge.
- 55:08Ne. Also das wird hier so am Rande
- 55:10gesagt ja 14000 Pfund auf der Bank.
- 55:13Ich hab es jetzt diesmal nicht versucht.
- 55:16Mit irgendwelchen großen Mühen in heutiges Geld umzurechnen.
- 55:19Aber wir hatten das ja jetzt schon mehrfach ne und ich meine
- 55:26wir hätten auch schon einmal in der in der Weihnachtsfolge.
- 55:31Genau da hatten wir auch schon irgendeine Belohnung, damals
- 55:34waren es 1000 Pfund und da habe ich irgendwie rausgefunden, dass
- 55:39Faktor 100 noch konservativ geschätzt wäre.
- 55:42Also hängen mal noch 2 Nullen dran.
- 55:44Das ist auf jeden Fall ein Millionenerbe.
- 55:46Was der hier bekommen hat, der ist nicht nur, dem ist es nicht
- 55:52nur recht gut gegangen in den USA, wie das vorhin formuliert
- 55:57wurde, sehr zurückhaltend. Ja.
- 55:59Sondern der ist richtig steinreich geworden.
- 56:02Ja, plus wie gesagt, den ganzen Grundbesitz, der ja noch vererbt
- 56:07wurde. Und hier ist aber, dass Holmes
- 56:09zum ersten Mal unterbricht, der möchte nämlich jetzt genau
- 56:11wissen, wann der Brief ankam. Und wann der Onkel eben
- 56:15verstorben ist. Und wir erfahren, dass, wie du
- 56:19schon erwähnt hast, der Brief am 10 März kam und verstorben ist
- 56:22der Onkel am 2. Mai, also 7 Wochen später.
- 56:26Genau also 7 Wochen hatte der wenig sympathische Elias vom
- 56:31Erhalt der Apfelsinenkerne bis zu seinem mysteriösen Tod.
- 56:36Und leider gibt es da nämlich Vergleichswerte.
- 56:40Was meinst du mit Vergleichswerte?
- 56:41Naja, das ist. Dabei leider nicht.
- 56:44Ach so bleibt. Ja, genau.
- 56:47Sobald der Vater dann das Haus geerbt hat, drängt John ihn ja
- 56:51dazu, auf dem Dachboden mal nachzusehen, was jetzt in dieser
- 56:54Kammer ist. Und die finden auch diese
- 56:56Metallkassette und auch da klebt ein Zettel drin mit KKK, und
- 57:03darunter steht Briefe, Mitteilungen, Quittungen und
- 57:06Register. Aber sonst ist sie leer.
- 57:09Genau. Und ansonsten gibt es jetzt
- 57:11eigentlich nicht so viel in dem Raum.
- 57:12Also es sind noch n paar andere Papiere und Notizbücher halt aus
- 57:17der Kriegszeit da. Da geht es dann auch wieder
- 57:20hauptsächlich um Politik. Also dieser Alias war ja
- 57:25wirklich stramm, strammer Ideologe von all dem, wofür die
- 57:30Südstaatler dann meinten, Krieg führen zu müssen.
- 57:33Ja, ja, auch hier wird ja sehr abfällig von Carpet baggern
- 57:38geredet. Hast du das nachgeschaut?
- 57:43Bei mir ist es nicht carpetbagger.
- 57:44Ich habe den Begriff jetzt trotzdem ja schon gelesen, weil
- 57:48ich habe ja diesmal ausnahmsweise zuerst mal deine
- 57:51Ausgabe gelesen, weil ich meine halt nicht dabei hatte bei dir
- 57:54und da war es ja auch ein bisschen erläutert, das habe ich
- 57:58dann auch gelesen, bei mir ist der Begriff ersetzt durch
- 58:02Wanderagitatoren, was ich aber auch irgendwie ein schönes Wort
- 58:05finde. Okay ja.
- 58:07Also vielleicht ganz kurz. Ich lese hier einfach mal die
- 58:10Fußnote zuvor carpetbagger, zu deutsch Teppich taschenträger
- 58:15war ein abschätziger Ausdruck für Nordstaatler, die nach dem
- 58:17Sezessionskrieg in den unterlegenen Süden kamen.
- 58:20Viele Südstaatler warfen den Nordstaatlern vor, sich als
- 58:23Profiteure seiner Niederlage an der Bevölkerung und Wirtschaft
- 58:26des Südens bereichern zu wollen. Die Bezeichnung verweist auf
- 58:30diesen Vorwurf, in dem sie nahelegte, Neuankömmlinge würden
- 58:33den Süden ausbeuten und ihre Taschen mit seinen Reichtümern
- 58:36füllen. Ja, also sicher wird es da
- 58:39einzelne gegeben haben, die solche Absichten hatten.
- 58:41Aber wenn man sich es im Großen und ganzen anguckt, würde ich
- 58:45behaupten, sind die Südstaaten jetzt nicht so schlecht
- 58:47weggekommen. Ich habe schon Kriegsgegner
- 58:49gesehen, die erheblich härter behandelt wurden.
- 58:52Ja, aber ich fand es halt spannend, weil das erzählt ja
- 58:56hier der John. Also das ist ja jetzt kein Zitat
- 58:59mit diesem Carpet Bagger, das ist ja ein Begriff, den John
- 59:02benutzt, und ich fand das aber so schön.
- 59:07Weil es zeigt tatsächlich so n bisschen was es halt
- 59:10wahrscheinlich auch mit ihm gemacht hat, dass er da bei
- 59:13seinem Onkel gelebt hat. Also ich würd, so hab ich es
- 59:15zumindest gelesen, dass man daran so merkt, dass so n
- 59:18bisschen der Onkel Halt auf den Neffen abgefärbt hat.
- 59:22Ja, ich hoffe nicht zu sehr, aber klar.
- 59:26Aber so Begrifflichkeiten halt weißt du, wenn du nie in Amerika
- 59:29warst und dann weißt du nicht so nordstaatler und dann nennt der
- 59:32Onkel die aber immer carpetbagger vielleicht hat er
- 59:34sich auch nie damit beschäftigt, was das eigentlich für ein
- 59:36abfälliges Wort ist. Weil hier steht ja auch nur,
- 59:39dass der Onkel gegen die Carpetbagger, die vom Norden
- 59:41ausgesandt wurden, entschieden Partei ergriffen.
- 59:43Also das ist ja relativ neutral beschrieben.
- 59:47Ja, ja, also klar, ganz ohne Spuren bleibt sowas nicht, wenn
- 59:52der halt mehrere Jahre mit einem.
- 59:56Rassisten und ja, nicht besonders freundlichen Kerl
- 1:00:03zusammengelebt hat. Dann bleibt davon ein bisschen
- 1:00:06was, immer so ein gewisser Schmierfilm, den hinterlässt es
- 1:00:09einfach, glaube ich, aber ich habe nicht den Eindruck, dass es
- 1:00:13wirklich den John jetzt zutiefst geprägt hätte und dass Elias
- 1:00:17sein großes Vorbild ist und der irgendwie so wird wie der.
- 1:00:20Zum Beispiel? Sonst hätte ich nicht besonders
- 1:00:23großen Enthusiasmus, dass Homes und Watson ihm wirksam helfen
- 1:00:29können. Nee, aber den Eindruck hatte ich
- 1:00:31jetzt nicht unbedingt. Er erzählt dann, dass sein Vater
- 1:00:36eben im Jahr 1884 nach Horsem gezogen ist und im Januar 1885,
- 1:00:44da passiert dann das nächste Unglück, sage ich mal.
- 1:00:49Genau also. Ungefähr gut eineinhalb Jahre
- 1:00:53nach dem Boot des Elias sind wir jetzt ne.
- 1:00:56Genau, bisschen mehr aber ja, ungefähr.
- 1:01:00Gut, gut eineinhalb. Denn auch der Vater erhält einen
- 1:01:04Briefumschlag mit 5 Orangenkernen drin.
- 1:01:08Kurz nach Neujahr 85 am 4. Januar.
- 1:01:12Wieder ist in dem Umschlag von KKK die Rede.
- 1:01:19Aber diesmal gibt es noch ein bisschen.
- 1:01:21Zusatzinformationen genau, es liegt nämlich noch ein Zettel
- 1:01:24drin, wo draufsteht, legt die Papiere auf die Sonnenuhr.
- 1:01:28Es ist ein Zettel, ich habe das so gelesen, dass es einfach auch
- 1:01:32in den Umschlag gekritzelt ist. Ah ja, stimmt, da sind, da sind
- 1:01:36Sie, die Buchstaben. Was aber steht hier drüber?
- 1:01:38Ja, okay, das ist im Umschlag quasi reingeschrieben.
- 1:01:42Ja, also dieser kuglux Clan, das mögen ziemlich.
- 1:01:48Vollidioten sein, um das hier nicht ständig in Fäkalsprache
- 1:01:51auszudrücken, die ich dazu in meinem Kopf hätte.
- 1:01:55Aber sie sparen wenigstens Papier.
- 1:02:00Ja, ja, aber die Frage ist, wovon ist die Rede, weil weder
- 1:02:05Vater noch so ein Wissen, von welchen Papieren die Rede ist.
- 1:02:08Genau, Vater weiß noch nicht mal, von welcher Sonnenuhr die
- 1:02:10Rede ist. Oder die.
- 1:02:12Du lebst da seit einem Jahr und du weißt nicht, wo auf deinem
- 1:02:16Grundbesitz eine Sonnenuhr ist. Warst du die ganze Zeit im Haus
- 1:02:21eingesperrt oder was war los? Ja, das stimmt.
- 1:02:25Vielleicht hat er die guten Whisky Vorräte seines Bruders
- 1:02:28gefunden und muss die mal alle Durchprobieren.
- 1:02:30Ja, das kann sein. Na ja, weil also der Macht auf
- 1:02:34mich jetzt schon einen nicht ganz so eigenbrötlerischen
- 1:02:38Eindruck. Aber es hat mich schon
- 1:02:40gewundert. Ja, also so welche Papiere,
- 1:02:43welche Sonnenuhr? Ich hätte mal auch damit
- 1:02:46gerechnet, dass die Sonnenuhr wahrscheinlich irgendwo in
- 1:02:49ungefährer Sicht und Laufweite des Hauses steht, sonst ergibt
- 1:02:52es ja wenig Sinn. Warum sollte man die irgendwo
- 1:02:55ans Ende des Grundstücks stellen, wenn man da gar nicht
- 1:02:57ist? Ja, John sagt Ja, die steht im
- 1:02:59Garten. Ja gut, Garten von so einem
- 1:03:02englischen Landhaus. Ja, okay.
- 1:03:05Also. Das kann schon ein bisschen
- 1:03:07größeres Anwesen sein, ne auch die Gegend wo sie da sind, ist
- 1:03:10eher ländlich geprägt. Ich glaube, das ist schon ein
- 1:03:14ordentliches Gutshaus, das würde ich auch vermuten als das, wo
- 1:03:18sich ein Parma, der eine Florida Plantage gewöhnt war, zur Ruhe
- 1:03:22setzen wird, das wird jetzt keine Scheibchen will da kein
- 1:03:26kein Reihenhaus in der Stadt sein.
- 1:03:28Nein, das sage ich ja auch nicht.
- 1:03:29Aber wie gesagt. Der Garten wird ja direkt am
- 1:03:32Haus irgendwo sein, auch wenn der Garten größer ist.
- 1:03:35Aber du wirst doch mal da durchgelaufen sein.
- 1:03:37Ja, hätte ich auch gedacht. Naja gut, ich finde insgesamt
- 1:03:42die Reaktionen des Vaters aber ganz interessant oder ganz ja
- 1:03:48lustig fast schon, denn der hat diese ganze Geschichte immer mit
- 1:03:52so einem Lächeln abgetan und als das Märchen vom Obersten.
- 1:03:59Bezeichnet, wenn John davon erzählt hat.
- 1:04:02Und jetzt trifft es ihn aber selbst.
- 1:04:03Und da ist er schon etwas verunsichert.
- 1:04:06Also die gleichen 5 trockenen Apfelsinenkerne wieder dieser
- 1:04:10Umschlag mit dem KKK und das das verunsichert ihn dann doch
- 1:04:16schon. Ja, wichtig.
- 1:04:18Vielleicht noch zu erwähnen, diesmal kommt der Brief aber
- 1:04:20nicht aus Pondy Cherry, sondern aus Dundee.
- 1:04:24Also von Indien nach Schottland. Wir rücken etwas näher.
- 1:04:27Ja. Ich finde übrigens dann die den
- 1:04:30Augenblick, in dem der Vater sich dann doch fasst und
- 1:04:34überlegt, wie man damit umgehen soll.
- 1:04:37Also John schlägt ihm vor, dass man doch vielleicht sich
- 1:04:43überlegen sollte, ob man da irgendwie, ob man irgendwie
- 1:04:46darauf reagiert, ne, also schlägt gleich noch die Polizei
- 1:04:50vor, aber vorher überlegt schon ja diese.
- 1:04:53Diese Papiere, irgendwie können wir da irgendwas rausgeben und
- 1:04:57der Vater fasst sich dann wieder und sagt dann was meinte er in
- 1:05:01dem er sich zu fassen suchte. Wir leben hier in einem
- 1:05:04zivilisierten Land und können uns auf derartige Narrenpossen
- 1:05:06nicht einlassen. Woher kommt das Ding und diese
- 1:05:09Narrenpossen, das ist mein Wort der Woche narrenpossen ist
- 1:05:13schön. Ja.
- 1:05:15Ja, sagt, dann sagt dann auch gleich noch irgendein alberner
- 1:05:18Streich, meint er, was habe ich mit Sonnenuhren und Papieren zu
- 1:05:21schaffen? Ich werde den Unsinn nicht
- 1:05:22weiter berücksichtigen. Ja, also der erste Schock, der
- 1:05:27hat schon gesessen, aber er fasst sich dann und versucht das
- 1:05:30alles so schnell abzutun, sagt ja, es ist irgendein alberner,
- 1:05:34dumme Jungenstreich oder so, ich werde damit auch nicht zur
- 1:05:38Polizei gehen und mich zum Gespött der Leute machen, wohin
- 1:05:41kommen wir denn da könnte ja jeder kommen.
- 1:05:45Ja, und der will es einfach weg ignorieren.
- 1:05:47Ja, tut er ja auch. Also 3 Tage später, nachdem er
- 1:05:50den Brief bekommen hat, fährt er dann auch einfach zu einem alten
- 1:05:53Freund Major Free Body in Ports Downhill.
- 1:05:58Habe ich natürlich auch nachgeguckt, wo das ist.
- 1:06:01Und das ist schon ein ganzes Stück weg.
- 1:06:03Also der Macht da schon einen eine, ja eine Reise, zumindest
- 1:06:09einen Fernbesuch, das ist jetzt nicht so, dass er mal irgendwie
- 1:06:122 Orte weitergeht, ne? Also Ports down.
- 1:06:16Wie hießen die Dinger Ports Downhill?
- 1:06:18Ja. Genau, es ist quasi so eine Art
- 1:06:22Hügelkette oder Klippe, falls schon eine Klippe nicht ganz,
- 1:06:27aber so eine Art Hügelkette, die sich oberhalb von Portsmouth ein
- 1:06:31bisschen um die Stadt zieht. Und also ich habe jetzt nicht
- 1:06:36die Kilometer abgezählt, aber ich würde sagen, es ist von
- 1:06:40Horsem sogar noch ein Stück weiter weg.
- 1:06:43Als London also andere Richtung fährst, von Horsem quasi noch
- 1:06:48mal nach Südwesten. Portsmouth ist ja an der Küste
- 1:06:50einer der wichtigsten Häfen und ja, da besucht er eben den
- 1:06:55Freund. Auf diesem Hügelkamm waren dann
- 1:06:58irgendwann gleich mehrere Forts errichtet worden, um die Stadt
- 1:07:04gegen einen möglichen Angriff aus dem Landesinneren zu
- 1:07:07sichern, also wenn ein Feind irgendwo gelandet wäre.
- 1:07:10Und versucht hätte, der Stadt in den Rücken zu fallen.
- 1:07:13Dann sollten diese Fords das verhindern.
- 1:07:16Ja, und da passiert dann das große Unglück, weil 2 Tage
- 1:07:21nachdem er eben bei seinem Kumpel angekommen ist, stirbt
- 1:07:25der Vater. Der fällt nämlich in eine der
- 1:07:28vielen Kalkgruben und erleidet einen Schädelbruch.
- 1:07:33Genau. Und wenn man sich mal Bilder
- 1:07:35angeguckt hat von Ports, Downhill und die Gegend da so.
- 1:07:39Das kann man sich dann schon ein bisschen besser vorstellen.
- 1:07:42Also das sind Recht hohe Kreidefelsen und die sind
- 1:07:48natürlich dann an manchen Stellen auch abgebaut worden.
- 1:07:51Also da hast du schon ganz ordentliche Klippen und da
- 1:07:53runterfällt, dann ist schnell Schluss.
- 1:07:57Ja, ja, und der Sohn eilt sofort los, sobald er von der nach,
- 1:08:02also sobald er von der Tragödie hört.
- 1:08:04Aber ja, der Vater ist bereits verstorben.
- 1:08:08Und auch hier geht man wieder von einem Unfall aus und tut das
- 1:08:12alles ab. Ja, also hier geht man von einem
- 1:08:14Unfall aus, bei dem Onkel, bei dem Oheim war es ja angeblich
- 1:08:18Selbstmord. Stimmt.
- 1:08:19Hier ist es jetzt n unglücklicher Unfall.
- 1:08:21Ja gut, der kannte die Gegend nicht, der ist irgendwie doof
- 1:08:24genug gewesen, nachts vom Nachbarort irgendwie allein nach
- 1:08:27Hause laufen zu wollen im Dunkeln und ist dann halt
- 1:08:30gestürzt und darunter gefallen. Ja, Mhm.
- 1:08:33Na ja. Ja, und so kam John Openshor zu
- 1:08:36seinem Erbe. Mhm.
- 1:08:39Und seit dem Tod seines Vaters sind jetzt 2 Jahre und 8 Monate
- 1:08:44vergangen. Und eigentlich war er ganz
- 1:08:46glücklich in Horsem. Also er war sogar soweit, über
- 1:08:49eine Familie nachzudenken und hat so überlegt, ja, was könnte
- 1:08:53die Zukunft jetzt noch für ihn bringen und dann kommt wieder
- 1:08:59ein Umschlag an. Mhm.
- 1:09:02Diesmal diesmal allerdings aus East London.
- 1:09:05Diesmal sind wir wirklich in der Nähe.
- 1:09:08Ja, es ist wieso so Kreise, die sich immer enger ziehen
- 1:09:11irgendwie. Ja, also irgendwo ist der
- 1:09:15Begriff aufgetaucht und ich konnte ihn nicht zum Wort der
- 1:09:18Woche wählen, weil ich das schon mal getan habe.
- 1:09:20Aber allein deswegen muss es schon genannt werden und weil es
- 1:09:23die ganze Atmosphäre hier sehr gut trifft, Bangigkeit also
- 1:09:29immer, wenn die gerade diesen Schock hatten, dann passiert
- 1:09:32erst mal eine Weile nichts mehr, aber diese gewisse Bangigkeit.
- 1:09:36Die bleibt noch, drückt auf die Atmosphäre und immer wenn du
- 1:09:39gerade denkst, ah, na gut, vielleicht kann ich mich doch
- 1:09:43entspannen, vielleicht passiert jetzt doch nichts mehr
- 1:09:45Schlimmes, dann passiert wieder was Schlimmes.
- 1:09:47Mhm, ja, ich finde, das hat auch so ein bisschen was von dem
- 1:09:52Horroradventskalender aus dem ersten Buch.
- 1:09:55Oh ja, dieser Countdown, das stimmt ja.
- 1:09:58Wo dann die Zahlen im Haus aufgetaucht sind und es ist
- 1:10:01nicht ganz das gleiche, weil ja hier keine Zahlen oder so
- 1:10:04auftauchen. Du weißt nicht genau, was ist
- 1:10:06das jetzt hier für ein Countdown, aber dadurch dass
- 1:10:09halt wie gesagt dieser Poststempel quasi immer näher
- 1:10:12rückt, das hat schon irgendwie sowas so, du weißt da da kommt
- 1:10:16etwas näher. Ja, und es steht wieder die
- 1:10:20gleiche Aufforderung drin. Also es steht wieder KKK drin,
- 1:10:23wieder legt die Papiere auf die Sonnenuhr und es sind auch
- 1:10:25wieder die 5 Orangenkerne drin und dann Holmes fragt Halt ja
- 1:10:30was haben sie getan, nichts nichts ja also ich bin ein
- 1:10:35bisschen hilflos, ich weiß auch nicht genau was ich machen soll,
- 1:10:40ich war bei der Polizei, die haben mich ausgelacht, deswegen
- 1:10:44bin ich jetzt hier. Ja, und da finde ich Holmes
- 1:10:47Reaktion wieder super. Ja.
- 1:10:50Also er berichtet, wie er bei der Polizei war, unter anderem
- 1:10:54mit so einem Satz wie dort hörten sie mir lächelnd zu, ja,
- 1:10:57und man hält die Briefe für einen dummen Spaß.
- 1:11:00Und Holmes? Holmes erhob seine gefalteten
- 1:11:03Hände. Unerhörte Borniertheit.
- 1:11:05Rief er aus? Ja, ist auch so.
- 1:11:09Das sind aber auch wirklich Trottel da, ganz ehrlich?
- 1:11:11Also da sind 2 Leute gestorben, zweimal kamen diese Briefe an,
- 1:11:16du musst ja nicht, was weiß ich für eine Verschwörung jetzt
- 1:11:20erahnen, die da vielleicht wirklich dahinter steckt, ne?
- 1:11:23Aber es könnte doch reichen, dass in den letzten wieviel 3
- 1:11:27Jahren oder so zweimal Menschen gestorben sind, denen dieses
- 1:11:32Haus gehört hat, kurz nachdem sie einen solchen Brief bekommen
- 1:11:35haben. Wenn der Dritte.
- 1:11:37Mal so ein Brief ankommt, dann also, wenn die ihren Job auch
- 1:11:41nur halbwegs ernst nehmen würden, dann würden sie da nicht
- 1:11:45mehr drüber lachen. Nee, vor allem ich find es halt
- 1:11:48auch so geil. Sie geben ihm dann auch noch
- 1:11:50einen Schutzmann mit nach Hause, also es darf ja ein Beamter mit,
- 1:11:54der ihn ne beschützen soll. Ja.
- 1:11:57Und dann kam er heute Abend mit ihnen her.
- 1:11:59Nein, sein Befehl lautet, im Haus zu bleiben.
- 1:12:02Ja, der bewacht anscheinend eher das Haus, damit das Haus nicht
- 1:12:04umgebracht wird. Oder?
- 1:12:05Ja, scheinbar. Also wirklich.
- 1:12:09Was passiert mit so einem Haus und dem Bankbesitz, wenn der
- 1:12:13letzte Erbe verstirbt? Geht es dann an den Staat?
- 1:12:16Gute Frage. Weil dann würde es ja voll in
- 1:12:19deren Interesse sein, dass der stirbt und dann dieser
- 1:12:22Millionenbesitz an den Staat übergeht.
- 1:12:25Jetzt vermutest du aber eine große Verschwörung.
- 1:12:28Ja, komm also so unfähig wie die Polizei hier ist.
- 1:12:31Ja, also hierzulande ist das glaube ich so.
- 1:12:33Wenn wenn jemand stirbt und kein Verwandter irgendwie ausgemacht
- 1:12:38werden kann. Der Erben könnte, dann fällt
- 1:12:41sowas ultimativ am Ende an den Staat, ja.
- 1:12:44Oh. Wir stellen nur Fragen.
- 1:12:48Ja. Genau.
- 1:12:53Ja, und dann ist halt die Frage, warum kam er denn erst jetzt zu
- 1:12:56Holmes und da sagt er, na ja, er wusste ja nichts von ihm, er hat
- 1:13:00erst heute mit Major Print aguess gesprochen.
- 1:13:03Er hat aber wirklich Glück gehabt, ne, dass er dann gerade
- 1:13:06noch rechtzeitig, hoffentlich gerade noch rechtzeitig von
- 1:13:09diesem Sherlock Holmes was hört. Ja.
- 1:13:12Ja, und dann auf die Frage Ja, gibt es nicht noch irgendeinen
- 1:13:15Hinweis? Sagst du so, ach ja, hier diesen
- 1:13:19Ach diesen Zettel habe ich noch dieses eine was aus den
- 1:13:21verbrannten Dokumenten übrig geblieben ist.
- 1:13:24Ja, habe ich jetzt nicht für wichtig genug gehalten das mal
- 1:13:26vorher zu erwähnen, aber hier ist übrigens so hauptbeweis
- 1:13:30Stück A. Ja, wo ich auch.
- 1:13:33Also das erzählst du doch bitte an der Stelle, wo er über die
- 1:13:36verbrannten Zettel redet. Und nicht jetzt, so.
- 1:13:39Ja, also vielleicht, ich hab hier so, ich hab hier die
- 1:13:42Mordwaffe, vielleicht kann die helfen.
- 1:13:45Ja, genau. Vor allem er durchsuchte seine
- 1:13:47Rocktasche. Er hat das auch noch irgendwo
- 1:13:49reingekramt, der muss das erst wieder raussuchen.
- 1:13:52Ja, wobei es hat ein bisschen was von Sherlock, der
- 1:13:55kommentarlos den Stein am See einpackt und dann in der Kutsche
- 1:13:59sagt, nachdem er noch irgendwie Briefe verschickt hat und
- 1:14:03Nachrichten ausgetauscht hat. Dann so nebenbei zu Le Straight
- 1:14:06sagt Ja übrigens, das hier ist die Mordwaffe.
- 1:14:08Könnte Sie interessieren? Ja, ja, man muss sagen, wir
- 1:14:12haben schon ein bisschen besser organisierte Klienten erlebt,
- 1:14:16also immerhin hat er diesen Zettel dabei.
- 1:14:18Aber wir haben auch schon Klienten oder Klientinnen
- 1:14:21gehabt, die sich ein Lob von Ferlock verdient haben dafür,
- 1:14:24dass sie ganz akribisch allerlei Beweisstücke gesichert und
- 1:14:29mitgebracht haben. Ja, Mary zum Beispiel.
- 1:14:32Genau das sind ja eine wahre Musterklientin, habe ich noch im
- 1:14:35im Ohr klingeln. Ja, genau, und da auf diesem
- 1:14:39Zettel ist jetzt auch nicht so viel zu lesen.
- 1:14:42Ein paar rätselhafte Notizen also, es steht einmal drauf,
- 1:14:45März 1869 also es ist ungefähr das Jahr, wo ja der Onkel aus
- 1:14:50Amerika weg ist. Und.
- 1:14:53Dann steht da viertens. Hudson gekommen, dieselbe alte
- 1:14:57Plattform, Siebtens die Kerne an Macaulay Paramore und John
- 1:15:02Swayne von St. Augustin aufgegeben.
- 1:15:05Neuntens Macaulay erledigt Zehntens John Swayne erledigt
- 1:15:10Zwölftens Paramore besucht alles gut.
- 1:15:13Ja. Ja.
- 1:15:14Und ich glaube, wir können relativ zuversichtlich sagen,
- 1:15:19dass es jeweils das Datum ist. Das ist so eine Art nicht
- 1:15:22Tagebuch, aber. Tätigkeitsbericht ist für den
- 1:15:26März 1869. Ja, hätte ich jetzt auch so
- 1:15:30gelesen. Ja, und angesichts dessen, was
- 1:15:33wir in dieser Geschichte jetzt schon gelesen haben, kann man,
- 1:15:37glaube ich, berechtigte Vermutungen anstellen, was es
- 1:15:41heißt, wenn man jemandem die Kerne zuschickt und derjenige
- 1:15:46dann ein paar Tage später erledigt ist.
- 1:15:49Ja, ja, hoffen wir, dass man bei.
- 1:15:52John Open Shore am Ende dann auch alles gut steht.
- 1:15:55Ja, das ist die Frage. Ne Paramore, da steht nicht
- 1:15:58erledigt, da steht Paramore besucht alles gut.
- 1:16:01Ja. Es ist der 12 März und alles ist
- 1:16:04gut. Oh, das passt ja sogar richtig
- 1:16:08gut. Ja, also mit dem 12 März ist mir
- 1:16:11noch nicht aufgefallen, ja, aber jetzt ist halt die große Frage
- 1:16:14was tun und Holmes hat da sehr klare Vorstellungen sofort nach
- 1:16:20Hause fahren. Ohne Verzögerung direkt dieses
- 1:16:24Stück Papier eben zur Sonnenuhr bringen, in der Metallkassette
- 1:16:29einen Zettel dazu legen, dass alle anderen Notizen eben
- 1:16:32verbrannt wurden, schon vor Jahren und hoffen und beten,
- 1:16:36dass das reicht, denken sie jetzt weder an Rache noch an
- 1:16:40dergleichen. Ja, also vermittelte eine große
- 1:16:45Dringlichkeit, redet sogar noch drüber.
- 1:16:48Na ja, es ist noch früh genug, es ist irgendwie jetzt 09:00 Uhr
- 1:16:51und. Die Straßen sind noch belebt
- 1:16:53genug, dass man hoffen kann, dass er jetzt nicht auf dem Weg
- 1:16:56zum Bahnhof zurück überfallen wird.
- 1:16:58Also der rechnet da wirklich mit dem schlimmsten und mit
- 1:17:01unmittelbar drohender Lebensgefahr.
- 1:17:04Ja. Wobei ich mich gefragt habe, bei
- 1:17:05dem Wetter, sind da wirklich die Straßen belebt?
- 1:17:08Ich bin mir nicht so sicher, aber OK es.
- 1:17:11Ist London, die sind das gewohnt.
- 1:17:13Ja naja, es stand ja vorher extra.
- 1:17:15Das Wetter zwingt selbst in London die Leute dazu, kurz
- 1:17:18innezuhalten und. Ja.
- 1:17:20Die Naturkräfte anzuerkennen, das stimmt.
- 1:17:23Also ja. Weiß ich nicht, ob das jetzt
- 1:17:26wirklich so eine gute Sicherheit bietet, aber.
- 1:17:29Gut, aber der John Open Shore ist ja auch bewaffnet.
- 1:17:31Also. Genau, und das ist auch eine
- 1:17:33vernünftige Maßnahme laut Roms. Genau.
- 1:17:36Und Holmes sagt auch, Morgen nehme ich ihren Fall in Angriff.
- 1:17:38Also Holmes hat anscheinend wieder Zeit.
- 1:17:41Ja gut, ist halt die Frage was er machen will, ob man da um
- 1:17:4509:00 Uhr abends tatsächlich noch so viel wird ausrichten
- 1:17:48können. Ja, kommt sehr drauf an was er
- 1:17:51vorhat. Ja, das stimmt.
- 1:17:53Und dann sagt er noch, Ihr Geheimnis liegt in London
- 1:17:55verborgen. Hier muss sich danach suchen,
- 1:17:57also er wird nicht nach Hawesome reiten, reiten, nicht nach
- 1:18:01Hawesome reisen. Ja, weder reiten noch reisen.
- 1:18:06Ja, Entschuldigung, horsem. Ja, okay schön.
- 1:18:10Also es wird zwar ohne E geschrieben, aber trotzdem.
- 1:18:12Ja, das stimmt, wird nicht da raus reiten.
- 1:18:16Genau also und vor allem ganz kurz.
- 1:18:19Wir haben jetzt gehört, okay der John Open Shore ist anscheinend
- 1:18:22in Lebensgefahr, der soll sich jetzt echt beeilen, dieses
- 1:18:25Papier in das Kästchen zu bringen und zur Sonnenuhr zu
- 1:18:28legen, der hat zu Hause einen Schutzmann stehen.
- 1:18:32Das heißt, im Haus dürfte er ungefähr sicher sein.
- 1:18:36Gut. Wer weiß, was das für n
- 1:18:37Schutzmann ist, wenn die von der üblichen Qualität der Polizei in
- 1:18:40England sind, dann boah, das ist dann wahrscheinlich wieso ne
- 1:18:44Energiesparlampe ne wenn du die anschaltest wird es erstmal
- 1:18:47dunkler. Ja OK, aber alle Tode sind
- 1:18:51bisher außerhalb des Hauses passiert.
- 1:18:54Ja, das stimmt. Und trotzdem sagt Holmes, nee,
- 1:18:56ich fahr jetzt nicht nach Horst. Dann kommen Sie mal in 2 Tagen
- 1:18:59wieder her und berichten mir, was los ist.
- 1:19:01Ja, okay. Also.
- 1:19:04Tatsächlich ein Punkt. Ja, sie schweben in
- 1:19:06Lebensgefahr. Sie sollten aufpassen, dass Sie
- 1:19:07jetzt nicht auf der Straße hier vor meiner Haustür getötet
- 1:19:10werden. Aber kommen sie in 2 Tagen noch
- 1:19:11mal her? Ja, machen sie dann noch mal die
- 1:19:1440 Kilometer Fahrt, bitte. Aber wir wissen ja noch nicht
- 1:19:17mal, ob der dann außer Lebensgefahr ist.
- 1:19:19Ja, hast einen Punkt. So hä ist ein bisschen konfus
- 1:19:25alles. Ja, aber genau damit sind wir
- 1:19:29auch schon am Ende angelangt. Also es wird gesagt, OK, John
- 1:19:33Open Shore wird 2 Tage später Bericht erstatten, er will genau
- 1:19:38so handeln, wie Holmes es ihm vorgegeben hat und dann
- 1:19:42verschwindet er wieder nach draußen und den letzten Satz von
- 1:19:45dem heutigen Abschnitt hast du ja schon vorgelesen.
- 1:19:48Aber ich lese ihn trotzdem noch mal vor, weil ich finde ihn auch
- 1:19:50großartig. Es war, als hätten die
- 1:19:52entfesselten Elemente diese merkwürdige Begebenheit zu uns
- 1:19:55hereingeweht, die einen von den Wogen angeschwemmten Büschel
- 1:19:58Seetang, den nun das tobende Meer wieder verschlang.
- 1:20:01Das ist schon echt ein sehr schönes Sprachbild.
- 1:20:04Ja, ja, aber da sind wir am Ende des heutigen Abschnitts
- 1:20:07angekommen und jetzt bin ich neugierig, was du für Theorien
- 1:20:11hast. Also wir haben ja schon darüber
- 1:20:12gesprochen, was KKK bedeutet, ja warum, wieso, weshalb.
- 1:20:18Ich muss gestehen, ich habe mir jetzt gar nicht so richtig
- 1:20:22ausführlich darüber Gedanken gemacht.
- 1:20:26Also so wie ich das gelesen habe und wie es sich für mich
- 1:20:30angefühlt hat, ist, glaube ich dieser Elias eher Teil des Q
- 1:20:35Glücks Clans gewesen, als dass er ein Gegner gewesen wäre.
- 1:20:39Das würde auch dazu passen, dass er diese Kassette mit
- 1:20:42Aufzeichnungen hatte, also glaube ich der war Teil des KKK.
- 1:20:48Und hat dann vielleicht sich irgendetwas zuschulden kommen
- 1:20:53lassen aus deren Sicht? Oder hat sich mit irgendwas aus
- 1:20:56dem Staub gemacht und die quasi beklaut.
- 1:20:59Das könnte auch sein, so dass ja es jetzt für ihn ein
- 1:21:04Riesenschock ist. Als er dann nach all diesen
- 1:21:06Jahren plötzlich diese Botschaft vom KKK bekommt, die ja
- 1:21:11offensichtlich ein du bist zum Tode verurteilt ist, und das
- 1:21:15weiß er wohl auch. Anhand dieser Aufzeichnungen,
- 1:21:17die wir hier gesehen haben, also die Kerne abgeschickt und dann
- 1:21:22Leute erledigt. Die Handschrift ist seine, also
- 1:21:26er weiß, was das heißt, er hat das möglicherweise oder sehr
- 1:21:30wahrscheinlich selbst auch vollzogen, dieses Urteil, er
- 1:21:34weiß, was ihn erwartet, und wenn das jetzt ihn selbst trifft,
- 1:21:38nehme ich an, dass er halt ja vielleicht die irgendwie übers
- 1:21:43Ohr gehauen hat, oder oder so. Dass es jetzt ihn trifft und
- 1:21:47dann halt er so als so eine Art Verräter angesehen wird.
- 1:21:51Aber diese Papiere müssen ja anscheinend wichtig sein,
- 1:21:55wichtig genug, um dafür zu töten.
- 1:21:58Frage mich nur was die Vorhaben, ob die jetzt so lange jeden
- 1:22:01Hausbesitzer bedrohen, bedrohen und töten wollen bis was weiß
- 1:22:05ich, also wie sollen das Enden, die stehen ja nicht irgendwo in
- 1:22:10der im Testament in der Erbreihenfolge quasi.
- 1:22:15Ja, und dann als Fünfter würde das Haus an den Ku Klux Klan
- 1:22:18fallen. Also ich weiß nicht genau, was
- 1:22:22der Sinn davon ist, diese Leute einfach immer weiter zu töten.
- 1:22:25Es wäre doch irgendwie viel schlauer gewesen, okay
- 1:22:28vielleicht haben sie mit dem Elias noch eine Rechnung offen,
- 1:22:31dass sie den dann für irgendwas bestrafen wollen oder so, das
- 1:22:34kann sein, aber wenn es sonst um die Papiere geht, wäre es auch
- 1:22:38viel schlauer gewesen, da einfach mal nachts einzubrechen.
- 1:22:41Ja, da hätte man viel leichter diese Papiere bekommen können.
- 1:22:45Das ist mir noch nicht so richtig klar.
- 1:22:47Was mir auch noch nicht so wirklich klar ist.
- 1:22:49Übrigens ist, wann genau der John diesen Zettel gefunden hat.
- 1:22:53Ich glaube, als er im Raum war, um das mit dem mit dem Anwalt zu
- 1:23:00unterzeichnen, das Testament zu unterzeichnen.
- 1:23:03Dann hat er den die ganze Zeit gehabt und hat nichts davon
- 1:23:05gesagt. Also auch nicht, als er zum
- 1:23:07Beispiel nach Elayes Tod mit seinem Vater die Kammer
- 1:23:11durchsucht hat und dieses Kästchen.
- 1:23:14Gefunden hat das dann aber leer war.
- 1:23:16Kann. Man nicht, kann man nicht auf
- 1:23:17die Idee zu sagen, Ach guck mal, dieser eine Zettel, der gehört
- 1:23:20da übrigens rein. Na.
- 1:23:22Ja gut, aber er hat also sein Vater hat ihm ja auch nie
- 1:23:25wirklich geglaubt. Ich weiß nicht, ob er ihm das
- 1:23:27jetzt gesagt. Hätte, na ja, müssen wir mal
- 1:23:31sehen. Ja, ich bin mal gespannt.
- 1:23:34Also so richtig viel mehr kann ich darüber nicht sagen.
- 1:23:37Ich weiß nicht, was in diesen Papieren drin gestanden hat und
- 1:23:41warum da irgendwas so Wichtiges dabei war.
- 1:23:44Dass man dafür bereit ist, über Leichen zu gehen.
- 1:23:48Aber ja, ich glaube, es ist offensichtlich, dass alle beide
- 1:23:52Todesfälle eben Morde waren und dass dieser Ku Klux Clan aus
- 1:23:56irgendeinem Grund diese Kassette ganz dringend haben will und
- 1:24:00bereit ist, jeden Hausbesitzer dieses Gutes in Horsem
- 1:24:05umzubringen, um an die Kassette zu kommen.
- 1:24:08Viel weiter kann ich nicht spekulieren heute.
- 1:24:11Ist okay. Wir werden nächste Woche die
- 1:24:13Auflösung erfahren. Gut, aber dann kommen wir ja
- 1:24:17heute schon zur Musik. Ich fange vielleicht heute mal
- 1:24:20an. Ja.
- 1:24:22Ich muss sagen, mir ist es schwer gefallen, Musik zu
- 1:24:26finden. Ich bin auch immer noch nicht
- 1:24:29100% happy mit meiner Musik, aber ja, wie gesagt, es ist mir.
- 1:24:35Sehr schwer gefallen. Ich habe überlegt, ob ich
- 1:24:37irgendwas in Richtung Kuckucks Klan andeuten soll, schon mit
- 1:24:41der Musik, dann hatte ich irgendwie was in Richtung
- 1:24:44Hurricane überlegt, weil das ja so eine Klammer war mit dem
- 1:24:47Sturm. Ich habe wirklich gefühlt alles
- 1:24:51durchprobiert, ich bin dann am Ende bei dieser Eile geblieben,
- 1:24:57also dass ja alles so eilig passiert und so Abgehetzt ist
- 1:25:01alles am Ende. Und bin dann am Ende wieder bei
- 1:25:05einem Disney Lead gelandet. Muss ich zugeben.
- 1:25:09Oh, wie überraschend. Ja, wie gesagt, ich habe halt
- 1:25:13irgendwie was gesucht mit ja to late oder so irgendwie sowas so
- 1:25:17ne zu spät und ja auf jeden Fall ja bin ich dann bei I'm late
- 1:25:24gelandet, das ist aus Alice im Wunderland.
- 1:25:27Vielleicht hat auch mit beigetragen, dass ich gerade
- 1:25:30wieder sehr viel Disney Dream Light Valley Spiele und da
- 1:25:32gerade ein Update rauskam zum Alice im Wunderland.
- 1:25:36Keine Ahnung, auf jeden Fall ja, ist mein Lied I'm late Original
- 1:25:40ist es aus Alice im Wunderland, ich habe jetzt aber, weil das
- 1:25:43ein bisschen anstrengend zu hören ist und nur 40 Sekunden
- 1:25:46geht. Im Film habe ich eine andere
- 1:25:47Version jetzt genommen von Danny Kay oder so, keine Ahnung,
- 1:25:51scheint irgendwie so der. Amerikanische Rolf Zukowski, der
- 1:25:5640er Jahre gewesen zu sein oder so, der.
- 1:25:59Amerikanische Rolf Zukowski geil.
- 1:26:02Ja, keine Ahnung. Also eine wirklich gruselige
- 1:26:05Vorstellung. Da steht Danny Kay for Children.
- 1:26:09Okay. Also keine Ahnung.
- 1:26:14Vielleicht tue ich dem Mann jetzt auch Unrecht, aber er hat.
- 1:26:17Irgendwie so eine noch ein viertes K jetzt.
- 1:26:21Hinzugefügt. Oh ja, okay, dann bin ich
- 1:26:23vielleicht nicht ganz so unzufrieden.
- 1:26:26Ja, okay, das ist mein Lied. Wie gesagt, I'm late.
- 1:26:30Okay ich habe auch erst kurz überlegt, aber dann war mir
- 1:26:36eigentlich klar, dass ich diesmal ein bisschen ein
- 1:26:41Statement Lied nehmen werde. Also wir sagen ja immer, so ein
- 1:26:44bisschen Musik, die wir dazu halt fühlen.
- 1:26:47Und mich hat beim Lesen dieser Kotzbrocken Elias sehr gestört
- 1:26:52und sehr genervt. Deswegen wollte ich bildlich
- 1:26:56gesprochen dem jetzt ein passendes Lied vor einen Latz
- 1:27:01knallen, über das er sich so richtig aufgeregt hätte und da
- 1:27:05habe ich also überlegt, was gibt es denn so für schöne
- 1:27:08Spirituals, die speziell aus ja aus der aus der Kultur dieser.
- 1:27:16Und Sklaverei unterdrückten Schwarzen entstanden sind.
- 1:27:19Also das hat ja ein sehr, sehr reiches kulturelles Erbe
- 1:27:22hervorgebracht, und da hätte ich jetzt alles Mögliche nehmen
- 1:27:26können, gibt es ja viele berühmte Virtuals, Gospels, Work
- 1:27:29Songs und so weiter ich habe mich jetzt entschieden, weil es
- 1:27:33auch inhaltlich dann zu dem Thema Sklaverei so super gut
- 1:27:37passt. Für Go Down Moses also kennt man
- 1:27:40mit diesem Let my people go. Ja, und auch da gibt es sehr
- 1:27:45viele Versionen. Ich habe jetzt einfach eine
- 1:27:47genommen, die mir persönlich gut gefallen hat und jetzt nicht
- 1:27:50ganz so langsam und getragen war, so ein bisschen mehr Feuer
- 1:27:55hatte in diesem Fall von Mika Paris auch eine schwarze
- 1:28:02britische Sängerin, das fand ich dann auch irgendwie noch ganz
- 1:28:05nett und passend. Ja, Go Down, Moses, Mika, Paris.
- 1:28:09Okay sehr schön. Hast du ihm einmal reingewirkt?
- 1:28:13Ja richtig, das hat er jetzt davon.
- 1:28:17Aber dann sind wir schon am Ende.
- 1:28:19Bewertung gibt es ja erst, wenn wir die gesamte Geschichte
- 1:28:22gelesen haben, vielleicht so als kleiner Ausblick noch, ich
- 1:28:28finde, das können wir machen, also wir lesen ja jetzt
- 1:28:30natürlich diese Geschichte noch zu Ende, dann werden wir noch
- 1:28:34die nächste Geschichte lesen, also bei mir heißt es im
- 1:28:37englischen the man with the twisted lip.
- 1:28:40Und dann käme ja eigentlich der blaue Karfunkel, den wir ja
- 1:28:44schon besprochen haben. Den besprechen wir jetzt
- 1:28:47natürlich nicht noch mal, sondern wir haben gesagt, das
- 1:28:49bietet sich dann an, dass wir da vielleicht mal wieder eine
- 1:28:51Sherlock Folge machen. Ja genau, also.
- 1:28:54Jetzt. So der Plan ungefähr.
- 1:28:56Genau, eine Doktor watchson folge eigentlich und dann gucken
- 1:29:00wir die 2. Folge der ersten Sherlock
- 1:29:02Staffel. Genau.
- 1:29:03Ich muss auch sagen, ich habe wieder richtig Lust darauf.
- 1:29:05Mal. Mal wieder eine zu gucken.
- 1:29:07Also ich habe tatsächlich überlegt, ob ich dir schon
- 1:29:09vorschlage, dass wir das irgendwie noch ein bisschen
- 1:29:11früher machen oder so, aber es passt auch so.
- 1:29:14Ja, ich finde auch, es passt einfach sehr gut da rein, aber
- 1:29:18damit kommen wir schon zum Rätsel der Woche würde ich sagen
- 1:29:21oder hast du noch irgendwas? Gut.
- 1:29:25Dann darfst du das Rätsel verlesen, weil du hast es
- 1:29:28diesmal ausgesucht. Ja, Sekunde muss es nur wieder
- 1:29:32aufmachen. Das Rätsel der Woche.
- 1:29:35Wenn ich nach unten gehe, gehe ich gleichzeitig auch nach oben.
- 1:29:40Was bin ich also eigentlich wieder recht einfach und kurz
- 1:29:45und knapp formuliert und wieder nach unserem bekannten Muster,
- 1:29:49was bin ich, was wir jetzt ja schon häufiger mal genommen
- 1:29:54haben, lese es auch einmal vor, wenn ich nach unten gehe, gehe
- 1:29:58ich gleichzeitig auch nach oben, was bin ich ja.
- 1:30:03Viel mehr kann ich da eigentlich gar nicht drum rumreden jetzt
- 1:30:06oder ich. Muss zugeben, ich habe es nicht
- 1:30:09gelöst. Diesmal ja, aber ich.
- 1:30:12Ich glaube, es ist auch tatsächlich nicht so ganz
- 1:30:16einfach. Es ist so ein Facepalm.
- 1:30:18Rätsel, finde ich. Ja.
- 1:30:21Weißt du, wenn du gleich die Lösung hörst, denkst du dir so?
- 1:30:23Ja klar, aber du kommst halt nicht so wirklich drauf im
- 1:30:26ersten Moment. Also zumindest ging es mir so.
- 1:30:29Ja, es ist schon nicht ganz leicht, dieses Paradox
- 1:30:31irgendwie. Einen Gegenstand zu finden, auf
- 1:30:34den dieses Paradox tatsächlich zutrifft, ja, gleich nach unten
- 1:30:39und nach oben zu gehen. Aber es gibt einen Gegenstand,
- 1:30:43findet ihr auf sehr vielen Spielplätzen eine Wippe.
- 1:30:47Ich überlege gerade, wenn ich das letzte Mal auf einer Wippe
- 1:30:49gesessen habe. Ja, bei mir ist eine Weile her,
- 1:30:53auch wenn ich ungefähr sagen kann, wann das gewesen sein
- 1:30:56müsste, aber nicht gar nicht so fürchterlich lang her. 23 Jahre
- 1:31:02so vielleicht. Genau, es ist weniger lang, als
- 1:31:05man vielleicht denkt. Ja, genau.
- 1:31:08Es steht nirgends vor, dass das nur Kinder benutzen dürfen.
- 1:31:11Ja, also an manchen Spielplätzen steht das so.
- 1:31:14Aber. Ja, okay.
- 1:31:15Ja naja, es kommt ja dann schon mal vor, dass man irgendwie noch
- 1:31:19mal abends mit Freunden rumläuft und ein bisschen durch die Stadt
- 1:31:24läuft und lustig drauf ist und dann denkt, haha, ja, komm, wir
- 1:31:26setzen uns mal auf diese Wippe. Ja, aber die Wippe war auch
- 1:31:30immer. Also Wippe war auch immer so ein
- 1:31:33bisschen in Gamble. Wie sehr vertraust du deinen
- 1:31:36Freunden, finde ich. Ja.
- 1:31:38Weil es konnte halt auch echt schmerzhaft sein.
- 1:31:41Das stimmt schon. Ja, irgendwie.
- 1:31:44Ich hab das Gefühl, wir wollen nicht aufhören.
- 1:31:46Och doch, das ist schon okay. Wir können schon aufhören, also
- 1:31:48wir haben ja jetzt alles. Ja dann.
- 1:31:51Gut, dann dann hören wir doch auf.
- 1:31:53Ja, okay gut. Gut, mach doch, mach doch.
- 1:32:00Okay. Ich habe, nein, dann machen wir
- 1:32:05hier mal Schluss. Ich muss ja noch bei irgendwas
- 1:32:08wieder viel Spaß wünschen, das ist mir diesmal sogar schon eben
- 1:32:11kurz nach meinem Lied eingefallen, also voll weit im
- 1:32:14Voraus. Sehr gut.
- 1:32:16Ich sag jetzt einfach schon mal schönen Abend, schönen morgen,
- 1:32:19wann immer ihr uns hört, bis nächste Woche und du wünschst
- 1:32:22viel Spaß bei. Viel Spaß beim Nazis boxen, wenn
- 1:32:25man in Nazis sieht, muss ich boxen.
- 1:32:27Oder bei einer vergleichbar wirksamen, aber noch besser
- 1:32:31gewaltfreien Version etwas gegen Rassismus zu tun.
- 1:32:34Denn Rassismus ist scheiße und ist keine Meinung, sondern ein
- 1:32:38umgesetztes Verbrechen. Ja, kann ich nur ja sagen.
- 1:32:43So. Gut, dann bis nächste Woche
- 1:32:47ciao. Bis nächste Woche mal Tschüss.
- 1:33:01Was?