Latest / Border Allein – Selbstführung für emotional intensive Menschen / Brief an mich
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- 0:00Rief an mich selbst, wa herzlich willkommen zu ner neuen Folge
- 0:04border. Allein heut keine Interaktion,
- 0:10nichts rief an mich selbst quasi, denn ich versuche jetzt
- 0:16einfach mal so aus meiner Gedankenwelt zu schreiben, zu
- 0:22reden, schreiben, tja, jetzt sitzen wir hier dicker, jetzt
- 0:26bist du mittlerweile alt. Und was hast du erreicht?
- 0:32Wie geht's dir eigentlich, was hast du in letzter Zeit so
- 0:36gemacht, was hat sich wie entwickelt und lebst du das
- 0:41Leben, was du willst? Und hast du wirklich alles dafür
- 0:48getan, dass dein Leben so läuft, wie es läuft?
- 0:54Ey, guck mal, digga, das. Geht jetzt hier alles schon ein
- 0:57paar Jahre mit Border allein? Das geht jetzt alles schon ein
- 1:01paar Jahre mit mit Erkrankungen, es geht alles schon ein paar
- 1:06Jahre mit Depression auf, viele viele Jahre geht's mit
- 1:09Depression, mit mehr oder weniger guten und schlechten
- 1:13Beziehungen, freundschaftlich wie Beziehungstechnisch, es gab
- 1:20hoch und es gab Tiefs. Und jetzt sitzt er hier und
- 1:25versucht darüber zu sinnieren. Was habe ich richtig und was
- 1:30habe ich falsch gemacht? Fangen wir an mit dem, was habe
- 1:33ich falsch gemacht, ich bin viel zu spät auf den Trichter
- 1:38gekommen, dass ich eine Krankheit haben könnte oder dass
- 1:42ich überhaupt etwas haben könnte, ich bin viel zu spät auf
- 1:46den Trichter gekommen, ich habe einfach immer gedacht, ich bin
- 1:48so lebt damit, sterbt damit egal.
- 1:53Ich bin einfach so, wie ich bin. Punkt akzeptiert das Friss oder
- 1:57Stirb. Es hat sich mittlerweile Gott
- 2:02sei Dank geändert, ich bin immer noch der, der ich bin und ich
- 2:06würde sogar sagen viel, viel ehrlicher als ich es vielleicht
- 2:09vor 5 Jahren noch war, viel reflektierter als ich vor 5
- 2:13Jahren noch war, aber wer war ich eigentlich vor 5 Jahren
- 2:17hätte ich vor 5 Jahren dieselben Worte gewählt, die ich jetzt
- 2:21wähle. Oder hätte ich dieselbe Ansicht
- 2:24über mich, die ich jetzt habe? Jetzt sitzt man hier, ist
- 2:29einigermaßen erfolgreich mit dem, was man tut, hat seine
- 2:32Passion vor allen Dingen gefunden, hat seinen Sinn im
- 2:35Leben gefunden, hat seinen Menschen im Leben gefunden, also
- 2:39wirklich seinen einen Menschen gefunden und jetzt ist es
- 2:44natürlich sehr leicht. Immer Mindset rauszuhauen.
- 2:49Ja, und zu sagen, Hey guck mal, ihr müsst es so machen, ihr
- 2:51müsst es so machen, aber habe ich es denn auch immer so leicht
- 2:57oder mache ich es mir immer so leicht oder mache ich es mir
- 2:59immer noch schwer? Wie sieht mein Leben aktuell
- 3:04eigentlich aus, wie fühlt es sich für mich an?
- 3:08Aktuell sage ich ist es geil, ich habe das geilste leben, aber
- 3:12die geilsten Menschen um mich herum und.
- 3:16Fühle mich auch wirklich gut, aber reicht bei mir auch
- 3:21manchmal vielleicht ein kleiner Funke, der mich quasi
- 3:30vulkanisieren lässt, der mich hoch jagt, der mich aus der Hose
- 3:34schießen lässt? Na klar, Na klar reicht das, es
- 3:39muss nur emotional so hart sein, dass ich damit nicht umgehen
- 3:42kann, aber das ist normal, Sven und.
- 3:47Das ist völlig normal, das macht jeder so.
- 3:49Es gibt Situationen im Leben, die schießen dich aus der Hose,
- 3:53die schießen dich vielleicht sogar aus dem Leben, erstmal
- 3:55gefühlt, die schießen dich sonst wohin, die bringen dich sonst
- 3:58wohin. Situationen, die so
- 4:01unvorbereitet kommen, die du gar nicht am am Schirm hattest, die
- 4:05gar nicht Teil deines Planes waren, und natürlich löst das
- 4:11etwas aus in einem, und dann darf man auch.
- 4:15Aus der Hose schießt, dann darf man weinen, dann darf man toben,
- 4:18dann darf man schreien, was darf man, weil es sind Emotionen, die
- 4:22müssen ja raus. Aber Sven, was passiert denn
- 4:25nicht mehr, was passiert denn nicht mehr?
- 4:32Ja, es ist fast weg fast, es ist fast weg, die Selbstverletzung,
- 4:39die Selbstmarterung. Die Selbstzweifel, alles ist
- 4:43weg, alles ist weg. Was ist nicht ganz weg, die
- 4:46Impulsivität aber macht die dich nicht auch irgendwo aus?
- 4:50Klar lässt die Impulsivität mich auch manchmal vielleicht Sachen
- 4:53sagen, die nicht okay sind oder nicht nicht bedacht sind und ich
- 4:57bin ja nicht mein eigener Coach, ich bin ja, ich bin ja ein
- 5:00Individuum und ich sage immer wieder immer wieder was raus
- 5:05muss, muss raus, aber es ist immer die Frage wie.
- 5:08Ich Filter, dass mittlerweile vorher was rauskommt oder
- 5:11versuche es wenigstens, aber jeder Filter besteht aus einem
- 5:15Geflecht wo Sachen durchrutschen können.
- 5:20Also sitze ich jetzt hier und bin sehr zufrieden, aber womit?
- 5:25Womit habe ich das überhaupt geschafft oder wie wie wie sehe
- 5:28ich mich heute und wo sehe ich mich morgen und wo sehe ich mich
- 5:32vielleicht in 5 oder 10 Jahren ist alles so.
- 5:38Wie ich es mir wirklich vorgestellt habe.
- 5:40Das heißt, der Brief meines Lebens, guck mal Sven, vor 5
- 5:47Jahren ungefähr gab es die krassesten Momente in deinem
- 5:54Leben, die krassesten Momente jetzt am ich spreche heute am 11
- 6:019 diesen Brief ein, und in 2 Tagen.
- 6:05Jährt sich der Todestag deines besten Freundes mal wieder, der
- 6:10damals ein Teil dessen war, was dieses fast Borderline hat
- 6:18überlaufen lassen? Ein Tropfen war er und ein
- 6:23Tropfen jemand anders, der mich so hart belogen hat, dass ich
- 6:31damit nicht klar gekommen bin und.
- 6:33Und die andere Person sieht das ganz anders, sieht das subjektiv
- 6:37für sich ganz anders. Es war ja alles gar nicht
- 6:38schlimm, andere sagen ja, gut, er ist jetzt, er ist jetzt 5
- 6:45Jahre tot, ist alles cool, aber ich in meiner Subjektivität, ich
- 6:52als Person Sven, die hier sitze, sehe das nun mal anders und ich
- 6:56denke da anders drüber, ich denke über Lebenslügen anders,
- 6:59ich denke über illoyalität anders.
- 7:02Ich denke einfach anders, aber ich gebe dir keine Schuld.
- 7:07Ich gebe auch dir keine Schuld, dass du gestorben bist.
- 7:10Das Leben ist endlich, das Leben ist endlich und ich glaube, das
- 7:16ist der Grund oder das ist auch 1 der Ereignisse gewesen, was im
- 7:21Nachhinein, weil mir für viele aha Momente auch gesorgt hat,
- 7:25ey, das Leben ist einfach endlich und ich kann mich hier
- 7:31hinsetzen. Und kann sagen, boah, ich halt
- 7:34halt alles aus oder ich versuche zumindest es besser zu machen
- 7:38und ich versuche und es war damals so, ich versuche das
- 7:42Beste aus der Situation irgendwie hinzubekommen und ich
- 7:44kannte die Situation doch gar nicht, ich kannte sie nicht, ich
- 7:49hab geweint, ich hab geschrien, ich hab getobt, ich kannte das
- 7:54nicht, ich hab mich Fehlverhalten vielen Menschen
- 7:57gegenüber, ich kannte es nicht, ich.
- 8:02Aber ich habe das gelernt. Heute sitze ich hier und sehe
- 8:10die Sachen anders, mit Abstand, mit ganz viel Abstand, mit
- 8:14Abstand zum Menschen, mit Abstand zu Ereignissen, auch mit
- 8:18Abstand zu mir selbst sehe ich die Dinge doch ganz anders,
- 8:23reflektierter, aber auch wissender, ein bisschen weiser.
- 8:29Sieht man Weisheit, sieht man nicht an der an der Haarfarbe
- 8:32des Bartes. Weisheit findet im Kopf statt
- 8:39und generiert sich über Erfahrung.
- 8:42Ich sage ganz bewusst Erfahrung und nicht Fehler, viele sagen
- 8:47ich habe da einen Fehler gemacht, ich habe da einen
- 8:49Fehler gemacht nein Mann du hast dazu beigetragen, dass du
- 8:53Erfahrungen sammelst und dich weiterentwickelt.
- 8:55Ja, es gibt Sachen, die waren vielleicht nicht richtig.
- 8:59Ja, aber unterm Strich machen Sie was aus einem, wenn man es
- 9:04zulässt, dass man darüber nachdenkt, guck mal dicker,
- 9:08jetzt sitzt du hier und quatscht mit diesem Mikrofon und lässt
- 9:11wieder all deine Leute und es sind mittlerweile viel, viel,
- 9:15viel mehr als noch vor 45 Jahren daran teilhaben, was in einem
- 9:19komischen Kopf so vor sich geht. Ich habe mich oft gefragt, habe
- 9:24ich die Authentizität verloren, weil.
- 9:28Aus dem ganzen kleinen Projekt, aus diesem kleinen Projekt,
- 9:33damals auf dem Bett ist was riesengroßes gewachsen.
- 9:40Aber 1 weiß ich für mich, meine Authentizität habe ich nie
- 9:43verloren. Ich habe Leute umsonst gecoacht,
- 9:46versteht ihr, weil ich wusste, sie schaffen es sonst nicht, ich
- 9:53habe Dinge. Einfach gemacht, aus, aus, aus,
- 9:58aus, Nächstenliebe tatsächlich ohne mich in den Vordergrund zu
- 10:04stellen, war das vor 5 Jahren vor 10 oder vor 15 Jahren auch
- 10:09so weiß Gott nicht bei Gott, das war nicht so bei Gott, ich war
- 10:15ein Arschloch, ich rede immer von meinem eigenen Karma Konto
- 10:21und war immer darauf erpicht es auszugleichen.
- 10:26Aber warum soll ich denn etwas Ausgleich, was gar nicht
- 10:29ausgleichbar ist, was ja rein rechtlich gar nicht existiert.
- 10:34Ich gehe aber davon aus, ich trete irgendwann von meinen
- 10:36Schöpfer und der zählt mir eine pro und contra Liste auf, das
- 10:40ist mein Karma Konto, aber es ist nicht einfach auch nur cool.
- 10:47Auf die positive Seite des Kontos einfach einzuzahlen, ohne
- 10:50sich darüber Gedanken zu machen. Was gleiche ich jetzt damit aus
- 10:54und was wäre an diesem Tag festzustellen?
- 10:57Ich habe es ausgeglichen, ist da nicht die Gefahr für mich selber
- 11:02wiedergegeben, dass ich in alte Muster zurückfalle, weil ich
- 11:06kann es ja ausgleichen, aber meine Lebenszeit schwindet, aber
- 11:09meine Weisheit ist gestiegen, meine Erfahrungs, mein
- 11:12Erfahrungsschatz ist größer geworden.
- 11:16Viele fragen mich immer, wie hast du das geschafft, aus
- 11:19dieser Krankheit heraus? Ich habe es nie aus einer
- 11:22Krankheit heraus geschafft, ich habe meine Persönlichkeit
- 11:25verändert, es ist ein riesen Unterschied, wenn ihr so wollt,
- 11:31bin ich immer noch krank, auch ich bin manchmal froh, wenn ich
- 11:36aus dem Bett ausstehen kann, wenn ich zu meinem Schreibtisch
- 11:39komme und meine Morgenrituale einhalten kann, die auf bitte
- 11:43auf keinen Fall durchbrochen werden.
- 11:46Weil sonst bin auch ich am Arsch.
- 11:49Auch ich habe das alles, aber ich thematisiere es nicht mehr,
- 11:54aber ich musste es immer wieder thematisieren, der du musstest
- 11:59es thematisieren, um dahin zu kommen, wo du jetzt bist.
- 12:05Du musst dich mit den Dingen auseinandersetzen, die dich
- 12:07kaputt machen oder vermeintlich kaputt machen, das betrifft
- 12:11Krankheiten, das betrifft Jobs. Das betrifft Beziehungen,
- 12:15Freundschaften, Familie, alles, was ihr euch vorstellen könnt.
- 12:21Wenn ich mich nicht mit den Dingen auseinandersetze, Herr
- 12:26Digger, dann bleibst du stehen und sitzt mal hier. 5 Jahre
- 12:31später, kurz vor dem Todestag, kurz vor sämtlichen Trennungen
- 12:36damals, die nur irgendwie trennbar waren.
- 12:41Und steh es auf und hast diesen Gedanken im Kopf.
- 12:43Du musst einen Brief an dich selber schreiben oder
- 12:46einsprechen, ich schreibe ihn, ich, ich spreche ihn ein, ich
- 12:49habe genug geschrieben in meinem Leben, ich habe genug Journaling
- 12:53betrieben um zu wissen wie es funktioniert, damit ich es
- 12:55weitergeben kann, aber jetzt sitze ich halt hier und erzähle
- 13:01mir selber was bin ich eigentlich, wer bin ich
- 13:05eigentlich und was was was wo will ich noch hin und wo ich hin
- 13:09will ist mir ganz klar, das ist mir ganz gleich ziele ich habe
- 13:13langfristige Ziele, ich bin immer derjenige der sagt erlebt
- 13:17den Tag und guckt, dass der Tag heute gut ist und das ist
- 13:21richtig und das ist richtig und mein Lieblingsspruch aktuell ist
- 13:26ich Sorge für eine schöne Vergangenheit, das beinhaltet
- 13:30automatisch, dass der heutige Tag gut werden muss oder sollte
- 13:34und die Zukunft sowieso. Und Digga, du bist dafür
- 13:40verantwortlich und sonst niemand.
- 13:42Wie diese Zukunft aussieht. Meine Partnerin ist nicht dafür
- 13:46verantwortlich, meine Kinder nicht, mein Hund nicht, niemand
- 13:50auch meine, meine Leute, mit denen ich nichts mehr zu tun
- 13:53habe, meine engsten Leute, keiner ist dafür verantwortlich,
- 13:57ob ich eine schöne Vergangenheit habe, sondern das bin ich ganz
- 14:02alleine, ich bin für mein Handeln und für mein Tun selbst
- 14:06verantwortlich. Manchmal ist es schwierig,
- 14:11wirklich schwierig, und da bin ich froh, dass ich jemand an
- 14:14meiner Seite habe, der mir Wege zeigt.
- 14:17Auf der anderen Seite zeige ich Ihr Wege und wir ergänzen uns
- 14:21einfach so geil und das ist ein Glück, was ich habe, das ist
- 14:26Glück, dass ich empfinden kann mittlerweile, ich brauche mich
- 14:33nicht mehr selbst verletzen und zu spüren, dass ich lebe, ich.
- 14:40Ich habe jetzt schon eine schöne Vergangenheit mit jedem Tag, den
- 14:45ich aufwache und habe auch Angst, dass es irgendwann endet.
- 14:50Aber auch, ja, das ist endlich, es ist endlich, das Leben ist so
- 14:57und bis zu diesem Punkt, wo es enden wird, zwangsläufig, weil
- 15:01die Natur so vorgesehen hat, versuche ich.
- 15:06Aus jedem Moment das beste Rauszuziehen, das Allerbeste für
- 15:11mich, für Sie, für meine Kinder, für meinen Hund, Herr Junge.
- 15:27Aber wer bist du aktuell wirklich?
- 15:30Ich bin glücklich, ja, ich bin glücklich und zwischendurch
- 15:37kommt Unglück rein durch Nachrichten durch.
- 15:41Geschehen ist Ereignisse, aber das ist so, das birgt das Leben.
- 15:47Das Leben birgt auch unschöne Dinge, aber ich glaube, Stärke
- 15:54ist auch mit unschönen Dingen einfach umgehen zu können, auch
- 15:57manchmal. Sie auch sie einfach ertragen zu
- 16:00können, vielleicht manchmal, weil man nicht anders damit
- 16:03umgehen kann, weil man überhaupt gar keine Möglichkeit hat,
- 16:06darauf Zugriff zu bekommen, weil man es nicht ändern kann.
- 16:10Es gibt Dinge, die kann man selbst nicht ändern und die muss
- 16:14man fressen. Die muss man dann einfach mal
- 16:18fressen. Ja, aber dafür setze ich doch,
- 16:22oder schaffe ich doch jetzt auch eine Voraussetzung, wo ich sage,
- 16:26ich bin in der Lage, die zu fressen, ohne daran kaputt zu
- 16:28gehen, nicht so wie vor 5 Jahren, als ich sterben wollte,
- 16:34als ich versucht habe, mir meinen Kopf zu öffnen.
- 16:38Als ich. Dinge gesagt und getan habe, als
- 16:42ich mich im im maximalen Drogenrausch fast umgebracht
- 16:47hätte und eine damalige ganz tolle Person mir einfach am
- 16:53nächsten Tag 2 Brötchenhälften gemacht hat mit Frischkäse und
- 16:57Putenfleisch und Käse drauf, das werde ich nie vergessen.
- 17:00Ich werde auch dieses Gefühl dieses Brötchen nie vergessen,
- 17:04das war vielleicht an dem Tag sogar meine Rettung und.
- 17:07Vielleicht aber auch. Nicht.
- 17:09Das habe ich. Aber in dem Moment nicht
- 17:11gesehen. In dem Moment war alles egal.
- 17:16Ich habe nicht darüber nachgedacht.
- 17:20Wer bin ich? Was bin ich und wo will ich hin?
- 17:25Das tue ich. Aber heute mit jeder Handlung.
- 17:28Ich überlege, wenn du das und das machst, was passiert denn
- 17:33dann? Das ist gut für dich, Junge, das
- 17:35ist gut für dich, das ist gut für dich.
- 17:39Ich glaube, ich mache. Es richtig.
- 17:41Ich glaube einfach, ich gehe die Sachen richtig an.
- 17:45Ja, ich bin. Sehr ungeduldig und habe
- 17:48gelernt, dass Geduld auch eine Tugend sein, Tugend sein kann.
- 17:54Ich habe. Gelernt all das, was ich in
- 17:56meinem Mindsetbuch geschrieben habe, zu verinnerlichen.
- 18:00Das eine klappt gut, das andere klappt weniger gut.
- 18:03Ja, mein Gott. Und es kann.
- 18:05Nicht immer alles funktionieren, nichts auf dieser Welt ist
- 18:08perfekt und ich schon gar nicht. Das dachte ich aber früher, oder
- 18:12ich habe es mir vorgegaukelt, ich bin das Maß der Dinge, ich
- 18:15bin der Nabel der Welt, und wenn ich sage, dieses Auto ist grün,
- 18:19dann ist es gefälligst grün, obwohl es rot ist.
- 18:24Aber wem belügt man am meisten die anderen?
- 18:29Ich selbst. Mich selbst habe ich am meisten
- 18:33in meinem Leben belogen und ergo dadurch auch andere.
- 18:38Und das, wo ich immer gesagt habe, ich bin kein Lügner, ich
- 18:40würde niemals lügen, aber ich habe es getan, ich habe es
- 18:44getan, weil ich mir selber noch eine Lüge aufgetischt habe.
- 18:49Ich habe mich. Selber als Lügner ertappt und
- 18:53habe aber gedacht, ich bin loyal mir gegenüber.
- 18:57Nee, ich habe mich maximal in die Scheiße geritten, immer.
- 19:01Und immer wieder. Aber auch das.
- 19:04Waren keine Fehler, sondern Erfahrungen.
- 19:07Junge, es waren Erfahrungen. Ich kann heute hier sitzen und
- 19:12über über viele Ereignisse muss ich weinen, über viele kann ich
- 19:18heute lachen, wirklich lachen. Manche tun.
- 19:22Weh auch in der in der Retrospektive tun sie weh.
- 19:27Aber das darf. Sein.
- 19:29Es sind Dinge, die. Die mich heute.
- 19:32Hier sitzen lassen und ein Gespräch mit mir selbst zu
- 19:36führen, einen Brief an mich selbst zu schreiben oder
- 19:38einzusprechen. Und mir zu.
- 19:42Sagen ey, heute morgen geht's mir nicht ganz so gut,
- 19:44vielleicht tut hier weh, tut da weh, hab nicht gut geschlafen
- 19:50oder hab gut geschlafen. Heute ist ein geiler Tag
- 19:52gestern, der Tag war besser als der heute, das weiß ich.
- 19:56Gestern. Habe ich freiwillig 18 Stunden
- 19:58gearbeitet? Das würde heute.
- 20:01Nicht passieren, aber aber. Ich habe das.
- 20:07Alles mache ich aus Passion. Ich lebe mein Leben aus Passion,
- 20:12ich habe mir meinen Menschen aus Passion ausgesucht oder habe ihn
- 20:17angenommen, habe mich aus Passion verändert.
- 20:22Und. Nicht weil ich es musste,
- 20:24sondern weil ich es wollte. Ich.
- 20:26Bin jetzt. 50 Jahre alt und. So Gott will, hab ich laut
- 20:33Statistik keine Ahnung. Noch 25 bis 30 Jahre übrig, das
- 20:36ist ne lange Zeit, das ist aber nichts, nichts.
- 20:42Im Raum der. Zeit des Universums, das ist
- 20:44einfach n das ist n fliegenschiss, aber für mich
- 20:48sind diese 2530 Jahre noch viel wert.
- 20:53Für mich. Sind die viel wert und ich plane
- 20:56auch tatsächlich mit diesen Jahren.
- 20:59Obwohl ich immer. Derjenige bin, der sagt, Plane
- 21:01nie mit etwas, was du noch nicht hast.
- 21:05Und das stimmt auch. Aber es sind Ziele, die mich
- 21:08jeden Tag doch dahin bringen, dass ich sie verfolge, einhalte
- 21:12oder zumindest versuche, sie irgendwie zu erreichen.
- 21:18Und was mich. Auf meinem Weg bis zum letzten
- 21:22Atemzug. Auf jeden Fall.
- 21:25Zu einem glücklichen Menschen machen wird.
- 21:27Weil es sind Ziele, die sich für mich gut anfühlen.
- 21:31Und das ist das wichtige Digger. Es müssen Ziele sein, die sich
- 21:36für dich. Gut anfühlen.
- 21:38Man kann sich ein Imperium erschaffen, man kann Umsatz
- 21:43haben von 500 K. Von einer 1000000.
- 21:47Und ist nicht. Glücklich.
- 21:49Und ist einfach. Nicht glücklich mit seinem
- 21:51Leben. Man kann.
- 21:55Vom Bürgergeld leben. Und ist glücklich.
- 21:59Man kann eine Villa haben am Stadtrand mit einem Riesen
- 22:02Garten oder im Schuhkarton glücklich sein.
- 22:08Und das? Habe ich gelernt, das habe ich,
- 22:10das habe ich für mich gelernt. Ich hatte viele.
- 22:14Erfahrungen in meinem Leben, die mich dahin gebracht haben.
- 22:16Ja, es fällt mir gerade selber auf, ja ist so und es ist schwer
- 22:21den Brief an sich selbst zu schreiben und ihn aufrecht zu
- 22:23erhalten. Und viele.
- 22:25Gedanken blockieren auch dann ist das so.
- 22:27Die dürfen blockieren, weil vieles aus der Vergangenheit
- 22:32blockiert, auch einfach. Ich bin auch meiner meiner
- 22:35Mutter nicht mehr, nicht mehr böse und ich gebe ihr keine
- 22:38Schuld, ich hasse sie auch nicht, aber ich will sie nicht
- 22:42in meinem Leben haben, sie ist ein böser Mensch für mich.
- 22:46Das wird sie. Anders sehen, das wird ihre
- 22:49Schwester anders sehen, das sehen ihre Enkel anders.
- 22:53Ergo, meine Kinder. Aber ich?
- 22:56Für mich sehe das anders. Ich sehe es so, wie es sich für
- 23:01mich anfühlt und da und danach handle ich einfach.
- 23:07Und so verfahre. Ich mit jedem Menschen.
- 23:09Ich bin mit keinem Menschen im Groll, weder mit Exfrau noch mit
- 23:15Mutter, noch mit. Alten Weggefährten.
- 23:19Ich bin mit keinem mehr im Groll, egal was passiert ist.
- 23:22Und Gott weiß, ich habe selber genug Scheiße gebaut und habe
- 23:26mich selber oft genug Fehlverhalten und wenn die Leute
- 23:29mit mir im Groll sind, sind sie es aus Ihrer Sicht zurecht, das
- 23:34muss man akzeptieren und noch respektieren.
- 23:38Muss ich das? Mit den Leuten ausdiskutieren?
- 23:40Nein, weil es ist nicht meine Intension, es ist mir egal.
- 23:43Und das ist wichtig. Wichtig ist dass.
- 23:48Ich heute noch ein gutes Gespräch habe.
- 23:49Vielleicht. Wichtig ist, dass ich mich heute
- 23:54Abend, wenn ich wieder ins Bett gehe, mich so fühle, dass dieser
- 23:57Tag mir irgendwas gebracht hat und das hat er schon mit diesem
- 24:00Brief hier, egal, was jetzt an diesem Tag passiert, egal.
- 24:06Dieser Tag hat. Einen Wert, den kannst du in
- 24:10Geld zum Beispiel überhaupt nicht messen.
- 24:15Dieser Tag hat für mich schon einen Wert.
- 24:17Und der morgige Tag hat einen Wert.
- 24:21Und alles hat. Einen Wert und ich bin auch
- 24:24etwas wert. Es ist schwierig.
- 24:29Den Wert. Einzuschätzen und Einzuorden.
- 24:33Oder das von. Anderen sich sagen zu lassen.
- 24:35Aber ich weiß, ich habe einen Wert.
- 24:39Ich kann ja. Auch sagen, Ich bin einer der
- 24:41besten Coaches, das ist so, das weiß ich.
- 24:43Ich weiß das, das ich weiß das einfach.
- 24:47Na, aus, aus Rückmeldung, aus Erfolgsbilanzen, die immer noch
- 24:54bei 100% sind, zeigt mir eine coachelerschaft ich weiß das und
- 24:58das sage ich hier nicht, weil ich arrogant bin, sondern ich es
- 25:00weiß, fragt mich aber, wie ich mich als Menschen sehe, das weiß
- 25:03ich dann nicht mehr, dann fällt es mir schwer zu sagen, Boss,
- 25:06wenn du bist ein Dufter Typ, es fällt mir schwer, ja und staff
- 25:12es, ich versuche aber für mich doch.
- 25:16Guter Typ zu. Sein.
- 25:18Was fängt damit? An dass ich versuche, jeden Tag
- 25:25aufs Neue. Mit mir selber.
- 25:27Klar zu kommen mit mir selber. Ein gutes Gespräch führe, aber
- 25:35ich frag mich jeden morgen, was erwarte ich von dem Tag heute?
- 25:37Ich habe mein Pensum für heute schon erfüllt, die Erwartung ist
- 25:42schon übertroffen und. Das ist doch.
- 25:46Geil ist doch. Geil und egal.
- 25:54Alles andere ist geschrieben, alles das, was noch vor einer
- 25:58Minute war es vorbei, es passiert, es ist passiert,
- 26:02draußen fahren Autos an mir vorbei oder an meinem Haus
- 26:06fahren Autos vorbei, es ist passiert, ist nicht mehr
- 26:09rückgängig zu machen. Vielleicht hört man gleich
- 26:11irgendwo quietschen von Blech. Und 2 Autos.
- 26:16Fahren ineinander. Dann ist das.
- 26:19Vorbei ist nicht mehr rückgängig zu machen.
- 26:23Und mit dieser. Mit dieser Eingabe, mit dieser
- 26:26Auffassung gehe ich durch meinen Tag und durch mein Leben.
- 26:32Aber es gibt viele Dinge, die wie gesagt passiert sind, die
- 26:36auch vorbei sind. Aber die ich als Erfahrung für
- 26:39mich mitnehmen kann und auch darf.
- 26:43Ich habe immer. Gesagt, ich kriege nur in die
- 26:45Fresse, nur in die Fresse. Immer und immer wieder.
- 26:49Nein, ich sammle doch nur immer und immer wieder neue Erfahrung.
- 26:58Der Fakt ist ganz einfach, wie gehe ich damit um?
- 27:02Wie gehe ich? Damit um.
- 27:05Vielleicht spreche ich in einem Jahr den nächsten Brief an mich
- 27:08selbst ein, vielleicht schon nächste Woche, vielleicht erst
- 27:11in 10 Jahren. Aber einen Brief?
- 27:14An sich selber einzusprechen ist glaube ich ziemlich geil.
- 27:21Mein Name ist. Sven aka Boder allein und.
- 27:25Ich bin raus.