Latest / Spirit Mind Energy – Dein Universum für moderne Spiritualität | Gespräche mit Petra Baum / 056 Tarot verstehen lernen - Folge 4: Die Jahreskreisfeste im Tarot l mit Ivana Drobek
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- Petra: Hallo zusammen. Wir begrüßen euch zu einer neuen Folge zu dem Thema Taro und wie es eingesetzt und genutzt werden kann. ja, der Bogen wird immer größer und wir haben heute ein ganz spannendes Thema dazu, liebe Ivana. Herzlich willkommen. Ich bin froh, dich wieder an meiner Seite zu haben dazu. und wir widmen uns heute den Jahreskreisfest. ⁓ Ivana: und mich da zu zeigen. Petra: Es gibt einige, die sind astronomisch festgelegt. Es gibt andere, die werden an bestimmten Daten oder Mondständen gefeiert. Und wir bringen jetzt heute keine geschichtliche Definition in die Tiefe, wie es dazu kommt oder kam. Aber wir gehen mal auf das Thema, was hat eigentlich Tarot damit zu tun und wie kann ich Tarot für die Jahreskreisfeste verwenden? Liebe Ivana, Ivana: Ich hatte irgendwann mal die Idee, wirklich die Jahreskreisfeste mit den Tarotkarten zu verbinden, weil es passiert ja was in der Natur. Und da habe ich mir irgendwann mal überlegt, okay, was welche Karten entsprechen dem oder finde ich, dass es passen. Also das ist keine absolute Wahrheit wie so oft, sondern einfach meine Meinung, meine Zuordnung und das kann natürlich jeder halten, wie er mag und wenn sich jemand überlegt, okay die eine oder andere Karte finde ich für mich passender oder stimmiger, feel free. Petra: Ja, und nicht nur viel free. Wir freuen uns dann auch über Kommentare und Anmerkungen, denn das gilt bei ganz vielen Folgen, die wir haben zu verschiedenen Themen. Wir gehen nie von absoluten Wahrheiten aus. Jeder darf in diese Themen sich rein spüren und für den Zugang finden, den er hat. Und wenn er einen anderen hat, ist das genauso okay. Also von daher, wir stellen heute eine Sache vor und freuen uns, ob es euch so gefällt oder ihr andere Zugänge hat auch über eure Meinung. ⁓ Ivana: Genau. Jahreskreisfeste, derer gibt es acht, also acht, die gefeiert werden, auch so im neuhalbischen WK-Bereich. in dieser ganzen Ecke. Und ich finde es aber auch ganz schön, sich wirklich mal dieser Jahresentwicklung, was passiert im Jahr, sich dessen auch mal bewusst zu werden. Und ich würde da ganz gern wirklich chronologisch von Anfang des Jahres bis zum Ende des Jahres einfach mal durchgehen, damit ihr einfach einen Überblick bekommt, was gibt es und welche Karten kann man damit verbinden und ⁓ was geht es bei den Jahreskreisfesten. Petra hat es ja schon erwähnt, gibt welche, da hat man sich auf ein bestimmtes Datum quasi festgelegt. Man führt die Feste auch auf die Kelten zurück, aber die hatten einen ganz anderen Kalender, wenn überhaupt, als wir heute. Also man weiß nicht so genau, wann die gefeiert wurden. Diese Daten, die ich gleich erwähnen werde, die wurden halt irgendwann mal festgelegt. Man hat sich darauf geeinigt und gut ist. Man kann das aber auch zu bestimmten Mondständen feiern und manche sind astronomisch belegbar, weil es halt einfach berechenbar ist, wann die Sonnenwinden sind oder wann die Tag- und Nachtgleichen sind. Da gibt es nichts dran zu deuteln. Und im Jahreskreis fängt man mit Imbolk an, das ist das erste Jahreskreisfest, so ⁓ den 1.2. Februar, beziehungsweise man kann auch den zunehmenden Mond nehmen als Monddatum. Und da geht es ⁓ Klarheit. Da ist noch der Winter da. Das Land ist noch vom Winter im Griff. Aber vielleicht sieht man schon die ersten Frühblühe. Und da braucht man noch Geduld, bis der Frühling wirklich kommt. Also deshalb ist das auch noch ein Thema. Es geht ⁓ Reinigung. Da wird auch der Winter nochmal ausgetrieben mit unterschiedlichen Ritualen. Es geht ⁓ Klarheit, weil die Luft ist klar, die Luft ist kalt. Und das verbindet man mit diesem Jahreskreiswurst. Und ich finde dazu passend einfach auch das Ass der Schwerter. Die Schwerter, stehen ja für Klarheit. Das Ass steht am Anfang und passt eigentlich ganz gut. Aber auch die hohe Priesterin. Denn da ist es noch die Zeit der Innenschau, der Innenkehr, der Einkehr. Man überlegt sich, okay, Was geht in mir vor? Was spüre ich? Mit was verbinde ich mich? Mit was will ich mich verbinden? Und der Stern, der die Hoffnung auf den nahen Frühling gibt. Also das sind so die Karten, die ich damit verbinde. Petra: Ein schöner Auftakt. Dann geht es weiter. Die Tag macht gleich. ⁓ Ivana: Ostara ist die Frühjahrstag- und Nachtgleiche. Und vielleicht ist es euch schon mal aufgefallen, dass der Frühlingsanfang immer mal der 20. Mal der 21. März ist. Woran liegt das? Das liegt eben an den astronomischen Gegebenheiten. Wir eiern ja so ein bisschen durch das Feld. Und da sind diese Schwankungen. Und die sind halt wirklich berechenbar. Und Ostara ist die Frühlingstag- und Nachtgleiche. Da geht es, weil Tag und Nacht gleich sind, ⁓ Balance, ⁓ Aufgewogenheit, aber weil es der Frühling ist, Aufbruch. Jetzt, wenn man irgendwie Ende März rausschaut, alles fängt an zu blühen, die Blätterfangeln anzuspriesen, das Wachstum beginnt. Aber es ist auch so die Zeit, wo man nochmal los, wo man losstartet, wo man dem Ganzen einen Schub gibt. Aber auch das innere Kind, freut sich Gott sei Dank endlich wieder Sonne. Man kann rausgehen, man kann vielleicht sogar schon im T-Shirt rausgehen. Man kann draußen was entdecken, spielen und das Jahreskreisfest wird auch mit dem Osten in Verbindung gebracht und damit mit dem Element Luft, also Neubeginn, Neustart und wer passt dazu? Natürlich der Nare. Der repräsentiert dieses, ich brech auf, ich renn einfach los, ich stürze mich ins Abenteuer, ich weiß noch nicht was kommt, der repräsentiert das perfekt. Aber man kann auch sagen, die Gerechtigkeit, weil Tag und Nacht in Balance sind, im Gleichgewicht sind. Die Schwerter per se, weil sie dem Luftelement zugeordnet sind, passen da natürlich auch. Aber auch zum Beispiel mit den Frühlingsgefühlen. Diese so langsam kommen, könnte man auch an die Zweiter Kelche denken. geht es weiter im Jahreskreis mit Elthain. Wird in der Regel gefeiert vom 30. April auf den 1. Mai. Der Tanz in den Mai sozusagen. Oder man kann auch den Vollmond nehmen, den Vollmond im Mai, weil da geht es ⁓ Fruchtbarkeit, ⁓ Wachstum, ⁓ Sinnlichkeit. Wenn man sich die Maibäume in Bayern anguckt, haben die auch, das ist im Grunde auch ein Fallos-Symbol. ⁓ Da geht es ⁓ Wachstum und Verbindung, ⁓ Schöpferkraft. Es entsteht was Neues und wir sind schon da auch wirklich mitten im Frühling, Ende Mai vielleicht sogar schon im Frühsommer. Und da geht es wirklich ⁓ Liebe, ⁓ Sinnlichkeit, ⁓ Verbindung. Und da passen auch so die zwei oder die drei der Kelche zusammen. Oder auch die vier der Stäbe, wo auch so eine Partykarte ist, wo man feiert. Oder auch die Liebenden. Man trifft jetzt die Entscheidung. gab damals, soweit ich weiß, so dieses Handfasting, wo man quasi eine zeitlich begrenzte Verbindung eingegangen ist, bevor man geheiratet Mit dem Sprung über das Beltane-Feuer hat man sich für eine bestimmte Zeit aufeinander eingelassen und geguckt, ob es funktioniert. Also auch eine gewisse Sinnlichkeit ist damit dabei. Und dann geht's weiter. Petra: Dann kommen wir wieder astronomisch zu Liga. Ivana: dann wird es wieder astronomisch zur Sommersonnenwende. Auch da genau geht es gleich über den Frühlingsanfang. Der Sommeranfang verschiebt sich ja auch immer. 20.21.juni, vielleicht manchmal der 22. Denkt wie gesagt von mathematischen Berechnungen oder astronomischen Berechnungen ab. Da geht es ⁓ die Fülle. Es ist Sommer. Es geht ⁓ Wachstum, weil es ist ja noch nicht alles reif, sondern es ist alles noch am Wachsen, am Sprießen. Vielleicht kann man sogar schon die ersten Früchte ernten, aber wenn man sich so überlegt, so Äpfel, Birnen, Zwetschgen, Kirschen, das kommt ja alles erst später oder auch das Gemüse. Also da geht es noch ⁓ Wachstum, ⁓ Wandel. Es ist nämlich ein Wendepunkt im Jahr. Ab der Sommer-Sonnwende werden die Tage wieder kürzer. Tag, die kürzeste Nacht ist an der Sommer-Sonnenwende. Und was passt dazu? Sommer, Feuer, Stäbe, also die Stabkarten sind jetzt da ganz stark, aber natürlich auch die Sonne, die Sonnenkarte an sich selber, aber auch das Rad des Schicksals, weil es ein Wendepunkt ist, weil es ein Kipppunkt ist. Und natürlich kann man auch wunderbar zum Beispiel die Königin der Stäbe dazu nehmen, wenn die Sonnenblumenfelder blühen, dann hat man quasi wirklich eines der Symbole der Königin der Stäbe wirklich vor sich und kann das gut damit assoziieren. Aber auch zum Beispiel die Sechs der Stäbe. Was habe ich schon alles bis zu diesem Punkt erreicht? Was kann ich feiern? Worauf kann ich stolz sein? Was ist sozusagen mein Triumphmoment für das erste halbe Jahr? Petra: Das ist nochmal so richtig nach oben gehen, denn ab jetzt wird es dann wieder die Nächte länger und wir nähern uns dann schon wieder die nächsten Fest, richtig? Ivana: Genau, das ist dann Lammers, Schnitterfest, eine sehr bildhafte Bezeichnung, weil das Korn wird geschnitten und da fangen schon die ersten Ernten an, es ist auch ein Erntefest, wird gefeiert, man hat sich so drauf geeinigt, so ⁓ den 2. August, geht dann auch so mit den christlichen Festen ein wenig einher, und da werden ja auch dann die Kräuterbuschen geschnitten und zu diesem Fest geht es natürlich ⁓ Ernte, ⁓ Trennen, ⁓ Beenden und schon langsam auch ⁓ Grenzen setzen. Das ist auch so eine Grenze, wenn man einfach einen Cut macht und auch die Grenzen einfach auch verteidigen. Und da bei dem Thema Grenzen denken wir natürlich auch an den Herrscher. der eben für das Land sorgt, der einfach auch guckt, dass alles so seine Struktur hat. Man kann aber auch genauso die Herrscherin nehmen. Wenn ihr euch überlegt, auf der Karte von Wade Smithdeck ist sie mit dem Kornfeld, also kurz bevor es abgesäbelt wird, kurz bevor die Ernte eingefahren wird. Die neun der Münzen, die ja für Fülle steht, Fruchtbarkeit, für Wachstum. Da fährt man schon die Ernte ein, die man über die ganzen Karten der Münzen schon quasi sich erarbeitet hat. Die ganzen Tätigkeiten, die man gemacht hat, da fährt man die Ernte ein. Oder auch die Neun der Kelche, die Füllekarte, passt auch wunderbar dazu. Petra: weiter geht es wieder astronomisch, der astrologische Herbstanfang, der aber gleichzeitig ja astronomisch bedeutet wieder Ivana: ist Marbon, die Herbst-Tag und Nacht gleiche. Das ist auch so das letzte Erntefest. Da werden wirklich die letzten Feld- und Früchte geerntet, die Früchte von den Bäumen. Die Nacht und der Tag sind wieder im Gleichgewicht. Dann sind die Nächte dann definitiv länger als die Tage. ⁓ Und es geht darum, sich auch auf die Dunkelheit vorzubereiten, die da jetzt kommt. Bei der Sonnwende wurden die Tage kürzer, bis sie gleich lang sind mit Nächten, zur Tag- und Nachtgleiche, und dann werden die Nächte einfach länger. Eben noch mal das Gleichgewicht, Erntedank, da geht es ⁓ Dankbarkeit. Man bedankt sich bei der Natur, bei den Göttern, bei wem auch immer, für das, was einem das Jahr geschenkt hat, was einem Mutter Erde geschenkt hat. Denn ohne die Früchte der Erde würden wir ja auch nicht überleben. Also das ist wirklich ein sehr zentrales Thema zu diesem Fest. Erntedank wird ja auch ⁓ diesen Zeitpunkt herum auf dem christlichen Kalender gefeiert. Also da sind zum Beispiel auch die Zehen der Münzen da. Da ist der Zyklus abgeschlossen. Da feiert man das Erreichte. macht man sich die Werte bewusst. Man gibt sozusagen den Stab auch nochmal weiter. Gerechtigkeit kann man hier auch nochmal nehmen, genau wie das Rat des Schicksals, weil es halt eben nochmal solche Wendepunkte sind. Balance bei der Gerechtigkeit, klar. Wenn man sich die Dreiderkelche anguckt, die feiern da auch und da sind Kürbisse. Also die feiern auch schon was, was sie gemeinsam erreicht haben. Also finde ich... passt die Karte eigentlich auch ganz gut und auch die Königin der Münzen, wenn man sie sich anschaut in ihrem wunderschönen Garten und die ist sozusagen die Königin der Fruchtbarkeit. Also auch wunderbar passend dazu. Petra: Alles noch die warmen Faden. Jetzt geht es dann eigentlich schon wieder weiter. Wir springen auf Ende Oktober, Anfang November. Ivana: Soin wird jetzt auch häufig mit Halloween in Verbindung gebracht. Man kann das eben in der Nacht vom 30. Oktober auf den 1. November feiern oder man nimmt einfach den Neumond, also die ganz dunkle Zeit. Im Vikkartum ist das auch das heidnische Neujahrsfest und es wird natürlich mit dem Tod in Verbindung gebracht, mit Tod und Neubeginn und auch im christlichen Kalender aller Heiligen, aller Seelen. Das ist alles ⁓ diesen Zeitpunkt. Da geht es ⁓ Tod, ⁓ Ahnenthemen, ⁓ Neubegehen, der letztendlich auf den Tod auch folgt. Es geht darum, Resümee zu ziehen, aber auch das loszulassen, was einen beschäftigt hat, was man aber auch hinter sich lassen möchte, wenn man festgestellt hat, okay, das nutzt mir nichts mehr. Das ist alter Hut, den Zopf schneide ich ab. Karte der Tod drängt sich da quasi auf. Aber auch auf der anderen Seite bis zum gewissen Grad die Welt, die ja auch ein Abschluss ist, ein Zyklus endet mit der Welt. Im Grunde kann man deshalb aufgrund dieser Logik auch die ganzen Zehnerkarten nehmen, die ja auch immer im jeweiligen Reich einen Abschluss bilden und sich dann halt einfach damit auseinandersetzen. Was kommt jetzt? Was möchte ich, jetzt dann als nächstes kommt? Was möchte ich, dass als nächstes startet? Petra: Damit sind wir schon an der letzten Station angelangt, das letzte Astronomische, und springen sozusagen auf die Wintersonnenwende um den 21. Dezember. Ivana: Genau, das ist das Julfest. Natürlich auch eine gewisse Nähe zu Weihnachten. Das Licht kommt wieder. Das ist die dunkelste, die längste Nacht, der kürzeste Tag und dann geht es dann schon wieder aufwärts, auch wenn man es nicht merkt. Also da geht es wirklich darum, nochmal die Wiedergeburt zu feiern, die Wiedergeburt des Lichts. Da fangen, zumindest für mich, mit der Wintersonnenwende auch die Raunächte an. Also nochmal reflektieren, innehalten, bei sich selber ankommen, das Jahr mal nochmal komplett Revue passieren lassen und sich überlegen, okay, was will ich im nächsten Jahreszyklus haben? Wie will ich mein Leben gestalten? Was will ich in meinem Leben gestalten? Also darum geht's. Und da geht's natürlich auch ⁓ den Eremiten letztendlich, der nochmal reflektiert, der nochmal guckt. Petra: Vielen Dank. Ivana: noch mal bei sich ist und er hat ja auch so seine Laterne mit dabei, also sein Licht ist mit dabei. Man kann bei der Sonnenwende natürlich auch die Sonne noch mit dazu nehmen, weil man sehnt sich nach der Sonne in dieser dunklen Zeit und die Sonne, auch wenn man es wie gesagt nicht merkt, wird ja von diesem Tag an wieder stärker. Man merkt es noch nicht, man merkt es erst wirklich dann an Imbolk. wieder, dass die Tage wirklich merklich länger werden. Was kann man auch noch dazu nehmen? Den Magier, weil man sich überlegt, was will ich im kommenden Jahr mir manifestieren, in mein Leben holen? Wo ist meine Schöpferkraft? Wo möchte ich meine Schöpferkraft einsetzen? Das sind ein paar Anregungen, welche Karten man damit mit den Jahreskreiskristen verbinden kann. Aber wie gesagt, Wenn ihr andere Ideen habt, schreibt sie einfach drunter. Petra: Das war jetzt auch bewusst mal eine sehr persönliche Ansicht und genau dafür darf ja auch Raum sein. Liebe Ivana, ich danke dir ganz herzlich. Es war eine spannende Jahresfestrunde, die wir eben gedreht haben. Und ich sage jetzt mal beim nächsten Mal tauchen wir ein in ein noch spannenderes Thema und zwar in Tarkania. Und alles, was es damit auf sich hat, erzählt Ivana in der nächsten Folge. Danke Ivana, danke euch allen. Ich sage Tschüss. Ivana: Danke.