Latest / Warrens Watchlist - deutsch / Rheinmetall - Update 28.08.2026 - ISIN DE0007030009
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- 0:07Speaker 0: Ein Unternehmen hat Aufträge im Wert von über achtzig Milliarden Euro in den Büchern.
- 0:14Speaker 0: Stand Ende Juni, das Achtfache seines letzten Jahresumsatzes und trotzdem ist die Aktie seit Jahresbeginn deutlich gefallen.
- 0:22Speaker 1: Moment!
- 0:23Speaker 1: Wer auf Jahre hinaus ausverkauft ist, hat doch eigentlich keine Sorgen.
- 0:27Speaker 1: Was übersehe ich?
- 0:28Speaker 0: Das worauf der Markt gerade nervös reagiert?
- 0:31Speaker 0: Die kurze Antwort?
- 0:32Speaker 0: Bei Rheinmetall wurde ein großer Auftrag storniert und das Geld fließt in diesem Jahr heraus statt herein.
- 0:39Speaker 1: Und die Lange?
- 0:40Speaker 0: Die Lange ist die Interessantere, denn neu isst beides nicht!
- 0:44Speaker 0: Im Geschäftsbericht für zwei Tausend Fünfundzwanzig war beides angelegt – Das gebundene Geld wie das Risiko dass der eine große Kunde Aufträge stoppt.
- 0:53Speaker 0: Für jeden nachlesbar Aber der Grund, warum dieses hochprofitable Unternehmen bei uns die Spitzenwertung verfehlt ist keiner von beiden und auch nicht die gefallene Aktie.
- 1:04Speaker 1: Sondern?
- 1:05Speaker 0: Eine Frage, die sich durch meinen ganzen Report zieht – wie kann ein Geschäft so stark sein?
- 1:10Speaker 0: Und uns ausgerechnet dort im Dunkeln lassen, wo wir am genauesten
- 1:14Speaker 0: hinschauen.".
- 1:15Speaker 1: Das klingt nach einem Weltklasse-Fundament, bei dem es allerdings ein paar Türen gibt, die verschlossen bleiben!
- 1:20Speaker 1: Für alle, die uns zum ersten Mal hören ich spreche mit Warren Wise einer KI-Technologie, die Equity Stories analysiert und bewertet wie ein Value Investor.
- 1:48Speaker 0: Geprüft wurde er von mir nach der Methodik von Benjamin Graham, Warren Buffett und Charlie Manga.
- 1:55Speaker 1: Und ich bin Corey Capitel – auch KI die Stimme der Privatanleger!
- 1:59Speaker 1: Reinmittall hat gerade fast jeder auf dem Schirm und viele haben die Aktien nach der Rallye der letzten Jahre auch im Depot.
- 2:06Speaker 0: Und weil das oft gefragt wird ausgewählt geprüft und freigegeben wird jede Folge von einer Redaktion.
- 2:12Speaker 0: Die Analyse und die Stimmen sind KI – die Verantwortung nicht
- 2:16Speaker 1: Dafür, Warren, erkläre mal.
- 2:18Speaker 1: Wie kann ein Konzern operativ laufen wie ein Uhrwerk und trotzdem die Spitzenwertung verfehlen?
- 2:24Speaker 0: Um diese Frage zu beantworten, Corey, fangen wir am besten da an wo Rheinmetall wirklich stark ist beim Geschäftsmodell.
- 2:31Speaker 0: Und dafür vergiss für einen Moment die Panzer-und Schlagzeilen.
- 2:35Speaker 0: Stell dir stattdessen ein Rasierklingengeschäft vor
- 2:38Speaker 1: Ein Rasier-Klingengeschäft bei einem Rüstungskonzern.
- 2:41Speaker 1: das musst du mir erklären.
- 2:43Speaker 1: Ganz
- 2:43Speaker 0: einfach Den Rasierer verkaufst Du genau einmal.
- 2:46Speaker 0: Die Klingen verkaufst du demselben Kunden immer wieder.
- 2:49Speaker 0: Bei Rheinmetall ist der Rasierer das Waffensystem, sagen wir der Panzer und die Klinge ist die Munition, die exakt zu diesem Kaliber passen
- 2:57Speaker 0: muss.".
- 2:58Speaker 1: Und weil die Munktion zum System passen muß, kauft er Kunde jahrzehntelang beim selben Anbieter nach.
- 3:04Speaker 1: Um zu wechseln müsste er ja eine ganze Armee umrüsten.
- 3:07Speaker 0: Ganz genau!
- 3:08Speaker 0: Die Wechselkosten sind enorm – die Wechselrisiken hoch….
- 3:12Speaker 0: …und dann kommt noch eine zweite Mauer dazu Kriegswaffen darf in Deutschland nur herstellen, wer eine staatliche Genehmigung hat.
- 3:20Speaker 0: Und auf die gibt es keinen Rechtsanspruch.
- 3:22Speaker 0: Der Staat entscheidet, wer überhaupt mitspielen darf.
- 3:25Speaker 0: Diese Hürde kann sich ein neuer Wettbewerber weder kaufen noch erklagen.
- 3:30Speaker 1: Verstehe Wechselkosten plus Zulassungshürde.
- 3:33Speaker 1: Das zusammen ist also der Burggraben von dem du sprichst.
- 3:36Speaker 0: So ist es und diesen Burggraven sieht man auch ganz direkt in den Zahlen.
- 3:40Speaker 0: Das Segment Waffe und Munition macht eine operative Marsche von fast siebenundzwanzig Prozent.
- 3:47Speaker 0: Für ein Industriegeschäft ist das außergewöhnlich hoch, das ist schon fast
- 3:50Speaker 0: Software-Niveau.".
- 3:52Speaker 1: Fast sieben und zwanzig Cent Gewinn pro Euro Umsatz – ja, dass ist wirklich eine beeindruckende Marsche!
- 3:58Speaker 1: Der Burggraben isst ja das Eine….
- 3:59Speaker 1: was hat Rheinmetall zweitausendfünfundzwansicht daraus gemacht?
- 4:03Speaker 0: Zweitausendfundzwanzich war für Rheinmetal ein Jahr wie aus dem Lehrbuch.
- 4:07Speaker 0: Der Umsatz wuchs um fast neunundzwanzig Prozent auf neun, neun Milliarden Euro.
- 4:13Speaker 0: Größtenteils aus eigener Kraft nicht durch Zukäufe.
- 4:16Speaker 1: Fast dreißig Prozent Wachstum und dann auch noch organisch – das muss man erst mal liefern!
- 4:22Speaker 1: Was macht in so einem Jahr der Gewinn?
- 4:26Speaker 0: um gut, zweiunddreißig Prozent.
- 4:28Speaker 0: Und das ist der schöne Teil.
- 4:30Speaker 0: Rheinmetall wird mit jeder zusätzlichen Milliarde Umsatz profitabler.
- 4:34Speaker 0: die Kosten wachsen langsamer mit als das
- 4:36Speaker 0: Geschäft.".
- 4:37Speaker 1: Genau der Hebel auf den ein Value-Invester wie Du schaut Warren?
- 4:41Speaker 0: Ja ganz genau!
- 4:42Speaker 0: Und wenn du das in einer einzigen Zahl sehen willst... Die Kapitalrendite also das was das eingesetzte Kapital an Gewinn abwirft springt von rund sechsundzwanzig auf über dreiunddreizig Prozent.
- 5:01Speaker 0: Und jetzt kommt der Teil, der mich als Value-Investor am meisten überzeugt.
- 5:07Speaker 0: Denn ein hoher Gewinn ist das eine –.
- 5:09Speaker 0: die entscheidende Frage ist ob daraus auch echtes Bargeld wird?
- 5:13Speaker 0: Landet der ausgewiesene Gewinn wirklich als Geld auf dem Konto oder ist er nur eine Buchungsposition, die auf dem Papier gut aussieht?
- 5:21Speaker 0: Bei Rheinmetall landet er.
- 5:24Speaker 0: Der operative Cashflow lag zwei tausendfünfundzwanzig bei gut zwei Milliarden Euro, echtes Bargeld.
- 5:30Speaker 0: Und selbst nachdem Rheinmetall kräftig in neue Kapazitäten investiert hat bleibt davon ein freier Cashflow von gut einer Milliarde übrig.
- 5:39Speaker 1: und die Bilanz?
- 5:40Speaker 0: Die dreht sich in einem einzigen Jahr komplett.
- 5:43Speaker 0: Von rund eins Komma drei Milliarden Euro netto Schulden zu einem Netto-Gut haben der Vollständigkeit halber.
- 5:49Speaker 0: Dabei half auch eine Wandelanleihe über siebenhundert Millionen, die zu Eigenkapital wurde.
- 5:55Speaker 0: Der Kern des Drehs aber ist verdientes
- 5:57Speaker 0: Geld.".
- 5:58Speaker 1: Aus dem Schuldner ist ein Sparer geworden und die Aufträge reißen ja nicht ab...
- 6:05Speaker 0: Und
- 6:13Speaker 1: wie ist das heute Warren?
- 6:15Speaker 1: Wie hat sich der Cashflow zuletzt
- 6:16Speaker 1: entwickelt?!
- 6:17Speaker 0: Und hier bist du bereits am Kipppunkt, Cory.
- 6:20Speaker 0: Denn genau dieser Cashflow ist im ersten halb Jahr tief negativ weil sie wie wild Vorräte aufbauen um die künftigen Aufträge überhaupt bedienen zu können.
- 6:29Speaker 0: aber wir müssen da sauber trennen.
- 6:30Speaker 0: das sind die Zahlen von heute.
- 6:32Speaker 0: mein Report urteilt über das Geschäftsjahr zwei tausend fünfundzwanzig und schon dort stand dasselbe Muster im Geschäftsbericht.
- 6:40Speaker 0: Die Maschine ist stark Aber ob der Rekordgewinn dauerhaft echtes Bargeld wird, das ist die eigentlich offene Frage.
- 6:48Speaker 1: Also ganz ehrlich – bis hierhin klingt das alles doch eher nach der Spitzenwertung?
- 6:52Speaker 1: Wo genau verliert Reinmitteil denn jetzt den Punkt nach ganz oben?
- 6:55Speaker 0: Nicht dort wo alle hinschauen!
- 6:57Speaker 0: Ich prüfe acht Dimensionen und überall wo es um Leistungen geht, ist das Bild stark.
- 7:02Speaker 0: Das Geschäft verdient, das Geld kommt an Die Bilanz ist sauber.
- 7:06Speaker 0: Den Punkt nach ganz oben verliert Rheinmetall an drei Stellen, an denen uns das Unternehmen nicht hineinschauen lässt.
- 7:13Speaker 0: Bei den Kunden bei der Forschung und bei den Risiken.
- 7:17Speaker 0: Und beim Kapitaleinsatz kommt noch etwas dazu.
- 7:20Speaker 0: Rhein-Metal setzt sein Kapital gerade sehr offensiv ein etwa mit dem Einstieg bei den Marinewerften ohne offen zu legen was das am Ende einbringen soll.
- 7:29Speaker 1: Aber wenn diese drei Stellen so schwer wiegen warum rutscht das Urteil dann nicht gleich auf die Mitte?
- 7:34Speaker 0: Weil Blindstellen etwas anderes sind als Befunde.
- 7:37Speaker 0: Meine beiden Gegenchecks auf Widersprüche im Zahlenbild und auf typische Warnmuster schlagen nicht an, es gibt also keinen Verdacht nur fehlende Sicht Und meine Bewertung rechnet Stärken und Schwächen nicht gegeneinander auf.
- 7:52Speaker 0: Solange diese drei Türen zu sind bleibt auch die Tür zur Spitzenwertung zu unterm Strich eine vier von fünf Die Zone stark in der die Value-These trägt.
- 8:03Speaker 1: Also eine richtig gute Bewertung und die drei verschlossenen Türen sind genau der Abstand zur Spitzenwertung.
- 8:09Speaker 0: Sehr schön gesagt!
- 8:11Speaker 0: Und genau bei diesen drei Tüuren lohnt es sich jetzt, der Reihe nach hinzuschauen.
- 8:15Speaker 0: Fangen wir mit der ersten an – der Konzentration.
- 8:19Speaker 0: Nach außen lautet die Geschichte Drei-Segmente breit aufgestellt.
- 8:24Speaker 0: Die Zahlen erzählen aber etwas anderes.
- 8:26Speaker 0: Das Segment Waffe und Munition steht für gut ein Drittel des Umsatzes, aber für über die Hälfte nämlich sechsundfünfzig Prozent des gesamten operativen Segmentgewinn.
- 8:37Speaker 1: Das heißt der halbe Gewinn hängt an einem Drittel das Geschäfts.
- 8:41Speaker 1: Das ist ja dann doch weniger breit aufgestellt als es klingt.
- 8:44Speaker 0: Stimmt!
- 8:45Speaker 0: Und geografisch siehst du dasselbe Muster Der Anteil Deutschlands am Umsatz ist zwei Tausend fünfundzwanzig auf achtunddreißig Prozent gestiegen, plus fast vier Punkte in nur einem Jahr.
- 8:57Speaker 1: Also wächst die Abhängigkeit sogar statt zu schrumpfen?
- 9:01Speaker 0: Richtig!
- 9:01Speaker 0: Das ist genau der Punkt und der größte Kunde – der deutsche Staat – steht dabei allein für fast vier Milliarden Euro Umsatz.
- 9:10Speaker 1: Naja und damit schließt sich ja auch der Kreis zu unserem Einstieg.
- 9:13Speaker 1: Genau dieser Kunde hat gerade ein großes Fregattenprogramm gestoppt.
- 9:17Speaker 0: Stimmt und prompt musste Rheinmetall die Jahresprognose um rund dreihundert Millionen Euro kappen.
- 9:23Speaker 0: Im Klingenbild heißt das, ein einzelner Stammkunde kauft allein mehr als ein Drittel aller Klingen!
- 9:29Speaker 0: Und diesem Kunden gehört zugleich der Laden – und er schreibt auch noch die Hausordnung.
- 9:33Speaker 0: Die selbe Hand, die den Auftrag unterschreibt und die Exportlizenz erteilt kann dem Auftrag eben wieder
- 9:39Speaker 0: zurückziehen.".
- 9:40Speaker 1: Und so einen Kunden kannst du nicht einfach austauschen wenn er unbequem wird?
- 9:44Speaker 1: Ziehst Du auch deshalb bei der Transparenzpunkte ab.
- 9:47Speaker 0: Die Abhängigkeit allein ist noch kein Urteil.
- 9:50Speaker 0: Der Auftragsbestand ist ja über Jahre hinaus vertraglich mit dem Staat gesichert.
- 9:55Speaker 0: Für mich war das größte Thema, dass die nächste Ebene fehlt.
- 9:59Speaker 0: Wie verteilt sich der Rest der Kundschaft?
- 10:01Speaker 0: Ein Bild der drei größten Kunden beispielsweise gibt es schlicht nicht.
- 10:06Speaker 1: Dann kommen wir doch zur zweiten Tür.
- 10:08Speaker 1: Warren.
- 10:08Speaker 1: Rheinmetall behauptet ja gern Technologieführerschaft, löst die Forschung dieses Versprechenden ein.
- 10:14Speaker 0: Das Unternehmen nennt dafür gut vierhundert Millionen Euro Entwicklungsleistungen rund vier Prozent vom Umsatz.
- 10:21Speaker 0: aber rate mal wie viel davon Rhein-Methal selbst als eigene Forschung trägt.
- 10:26Speaker 1: Na wenn du so fragst drei Viertel?
- 10:28Speaker 0: Etwa die Hälfte.
- 10:29Speaker 0: knapp zweihundert Millionen davon sind vom Kunden bezahlte Auftragsentwicklung Und von dem, was Rheinmetall selbst trägt erreicht nur gut ein Prozent des Umsatzes die Gewinn- und Verlustrechnung.
- 10:41Speaker 0: Für einen Konzern der Technologieführerschaft beansprucht ist das dünn – und es gibt einen zweiten Haken wie verbucht wird.
- 10:49Speaker 1: Wie meinst du das Warren?
- 10:50Speaker 0: Ein wachsender Teil der eigenen Entwicklungskosten landet nicht als Aufwand in der Gewin-und Verlustechnung sondern wird in der Bilanz aktiviert.
- 10:59Speaker 0: Zweitausendfünfundzwanzig waren das rund hundert Millionen nach knapp siebzig im Jahr davor.
- 11:05Speaker 1: Das heißt, für dich ist das ein Warnsignal?
- 11:07Speaker 1: Ja
- 11:08Speaker 0: absolut!
- 11:09Speaker 0: Wenn du Entwicklungskosten aktivierst legst du die Ausgaben von heute in eine Schublade mit der Aufschrift Investition
- 11:16Speaker 1: und das bedeutet dann dass der Gewinn dieses Jahres dadurch schöner aussieht.
- 11:20Speaker 1: Die Rechnung kommt da nämlich erst später irgendwann als Abschreibung Und dieses Vorgehen sehen wir ausgerechnet in einem Rekordjahr.
- 11:28Speaker 0: Ganz genau, Cory.
- 11:29Speaker 0: Ehrlicherweise muss man dazu sagen es wird nicht weniger geforscht im Gegenteil aber je mehr von den Entwicklungskosten in die Bilanz wandert desto stärker schmeichelt es dem laufenden Ergebnis.
- 11:42Speaker 0: und das ist genau die Art Detail die man bei der Ergebnisqualität im Auge behalten muss.
- 11:47Speaker 1: Gibt es davon noch mehr Details von dieser Sorte?
- 11:50Speaker 0: Eines noch Rheinmetall hat eine Beteiligung verkauft und den Gewinn daraus, forty-six Millionen Euro im operativen Ergebnis der Elektroniksparte stehen lassen.
- 12:02Speaker 0: Belastungen dagegen werden konsequent als Sondereffekte herausgerechnet.
- 12:07Speaker 1: Also was das Bild schöner macht bleibt drin.
- 12:10Speaker 1: Was es hässlicher macht wird bereinig.
- 12:12Speaker 0: Genau diese Schlagseite meine ich.
- 12:14Speaker 0: Alles legal alles offengelegt.
- 12:17Speaker 0: Aber wer die bereinigten Marschen liest, sollte wissen in welche Richtung hier bereinigt wird.
- 12:44Speaker 0: Ja und gleichzeitig zu unserem schärfsten Befund.
- 12:47Speaker 0: Zuerst das Positive, Rheinmetall listet sechzehn wesentliche Risiken sauber auf jedes mit konkreten Gegenmaßnahmen.
- 12:56Speaker 0: Das ist handwerklich ordentlich.
- 12:58Speaker 0: Aber dann kommt die entscheidende Frage Und rate ruhig noch mal Wie viele dieser Sechzehntin Risiken sind denn auch in Euro konkret beziffert?
- 13:06Speaker 1: Bei Sechszehn Risiken Die Hälfte vielleicht
- 13:09Speaker 0: Acht Null von Sech Zehn bei einem Konzern Mit fast zehn Milliarden Umsatz Kein einziger Korridor, keine Bandbreite.
- 13:17Speaker 0: Nichts!
- 13:18Speaker 0: Und bei uns gilt der Grundsatz – was nicht offengelegt ist rechnen wir nicht wohlwollend hoch.
- 13:24Speaker 0: Wir wehrten es als
- 13:25Speaker 0: Lücke.".
- 13:26Speaker 1: Das ist in unserem Klingenbild dann das Lager, in dass man uns einfach nichts schauen lässt.
- 13:30Speaker 1: und da war ja noch diese zweite Sache die mir aufgefallen ist….
- 13:34Speaker 1: Diese Milliarden schweren Garantien?
- 13:36Speaker 0: Ja im Kern Zusagen an den Bund für einen großen Auftrag.
- 13:41Speaker 0: Der Fachbegriff dafür ist Patronatserklärungen.
- 13:45Speaker 0: Und die haben sich in einem einzigen Jahr mehr als verdoppelt, auf fünf Komma sieben Milliarden Euro.
- 13:53Speaker 1: Das ist ja ungefähr so viel wie das Eigenkapital und das Ganze steht komplett außerhalb der Bilanz.
- 13:59Speaker 0: Aber es ist eine Verpflichtung, die stark anschwilt und in einer Welt, in der derselbe staatliche Kunde gerade Programme streicht will man als Investor ziemlich genau wissen was da eigentlich außerhalb der Bilanz an Zusagen
- 14:13Speaker 1: liegt.
- 14:14Speaker 1: Und wenn du das alles zusammen nimmst?
- 14:16Speaker 1: Was heißt das am Ende für dein Urteil?
- 14:18Speaker 0: Und genau da geht es um mehr als um Formalien.
- 14:21Speaker 0: Das Fundament ist Stark keine Frage aber ich kann schlicht nicht prüfen was passiert Wenn eines dieser sechzehn Risiken wirklich eintritt.
- 14:30Speaker 0: Die Geschichte ist damit nicht widerlegt, sie ist unbelegt und das ist ein Unterschied.
- 14:36Speaker 1: Wobei ich als Aktionärin vor allem eines sehe – die Dividende steigt kräftig!
- 14:41Speaker 1: Das spricht doch erst mal für das Unternehmen.
- 14:43Speaker 0: Auf den ersten Blick ja plus zweiundvierzig Prozent.
- 14:46Speaker 0: Elf Euro fünfzig je Aktie.
- 14:49Speaker 0: aber es hängt eben auch entscheidend davon ab wie man rechnet.
- 14:52Speaker 1: Warte… Wie man rechnet?
- 14:54Speaker 1: Eine Ausschüttungsquote isst doch eine Ausschüttsquote
- 14:58Speaker 0: Eben nicht Und das ist der Haken an der Sache.
- 15:01Speaker 0: Nimmt das Unternehmen sein bereinigtes Ergebnis als Basis, landet es bei rund forty-fünf Prozent.
- 15:07Speaker 0: Nimmst du dagegen den Konzerngewinn, der den Aktionären wirklich zusteht?
- 15:11Speaker 0: Sind es plötzlich fast sechsundsiebzig?
- 15:14Speaker 1: Fünfundvierzig oder Sechsundsiedzig – je nach Nenner!
- 15:17Speaker 1: Das ist ein gewaltiger Unterschied.
- 15:19Speaker 0: Allerdings und die selbst gesetzte Zielspanne lag ursprünglich mal bei fünfunddreißig bis vierzig.
- 15:28Speaker 0: Eher eine Richtung.
- 15:30Speaker 0: In drei Jahren hat sich die Dividende fast verdreifacht, der Gewinn je Aktie ist im selben Zeitraum nicht einmal halb so stark gewachsen.
- 15:38Speaker 0: Die Ausschüttung läuft dem Gewinn davon.
- 15:40Speaker 1: Okay verstehe du kritisierst im Kern aber ja gar nicht die Höhe an sich sondern dass die Basis nichts sauber daneben steht oder?
- 15:48Speaker 0: Ganz genau Cory.
- 15:49Speaker 0: Der freie Cashflow deckt die Divedende bequem zweifach.
- 15:53Speaker 0: Daran liegt es nicht.
- 15:54Speaker 0: Stünden beide Zahlen offen nebeneinander könnte ich es einordnen Steht nur die eine da, fragt man sich warum.
- 16:01Speaker 1: Und es gibt noch einen letzten Widerspruch der dir aufgefallen ist?
- 16:04Speaker 1: Das größte Segment ist ausgerechnet nicht das stärkste richtig?
- 16:08Speaker 0: Richtig!
- 16:09Speaker 0: Die Fahrzeugsparte Vehiclesystems ist mit rund der Hälfte des Umsatzes.
- 16:14Speaker 0: das mit Abstand größter Segment verdient aber nur gut zehn Prozent operative Marge.
- 16:20Speaker 0: Das ist weniger als die Hälfe dessen was die Munitionssparte abwirft.
- 16:25Speaker 1: Und da ist dann auch meine große Frage ans Management aus Sicht der Privatanleger.
- 16:30Speaker 1: Wenn dein größtes Segment strukturell hinterherhängt, wie erreist du dann bis zum Jahr- und Jahrzehnt?
- 16:37Speaker 1: Ja
- 16:38Speaker 0: das Ziel lautet ja immerhin über zwanzig Prozent Konzernmarsche.
- 16:42Speaker 0: Da müsste aus meiner Sicht entweder die Fahrzeugsparte massiv aufholen oder die Munition müsste noch dominanter werden.
- 16:49Speaker 0: Aber beides würde das Profil noch weiter in Richtung Konzentration verschieben, das sollte man nicht vergessen.
- 16:56Speaker 0: Dazu kommt dass das Umsatzziel ja ebenfalls sehr sportlich ist.
- 17:01Speaker 0: Fünfzig Milliarden Umsatz bis zwei Tausend Dreißig Das wäre mehr als eine Verfünffachung in nur fünf Jahren.
- 17:07Speaker 0: Der Auftragsbestand gibt Planbarkeit, keine Frage.
- 17:11Speaker 0: Aber jede Programmabsage wie jetzt bei den Fregatten nagt genau am fünfzig Milliarden-Ziel.
- 17:17Speaker 1: Und wie verlässlich waren solche Ansagen bisher?
- 17:20Speaker 0: Gemischt und das gehört zur Ehrlichkeit dazu!
- 17:23Speaker 0: Die ursprüngliche Prognose für zwei tausendfünfundzwanzig hat Rheinmetall übertroffen.
- 17:28Speaker 0: die im Dezember noch einmal angehobene Wachstumsspanne hatte es dagegen knapp verfehlt.
- 17:33Speaker 0: wer die Ziele anhebt hebt eben auch die Messlatte und daran werden auch die Fünfzig Milliarden gemessen.
- 17:39Speaker 1: Wenn der Vorstand jetzt hier bei uns säße, was müsste er dir beantworten?
- 17:44Speaker 0: Von den rund zwanzig Fragen in meinem Report wären es im Kern drei Dinge, Cory.
- 17:48Speaker 0: Erstens beziffern Sie Ihre Top-Risiken in Euro.
- 17:52Speaker 0: Null von sechzehn ist kein Standard, der zu Ihrer Größe passt.
- 17:56Speaker 0: Zweitens legen sie ihre drei größten Kunden offen und sagen sie uns wie viel vom Auftragsbestand an den größten Verträgen hängt.
- 18:04Speaker 0: Und drittens Nennen Sie einen konkreten terminierten Synergiewert für die milliardenschwere Übernahme der Marine werften.
- 18:11Speaker 0: Wenn man Kapital so aggressiv einsetzt, erwarte ich hier mehr Informationen.
- 18:15Speaker 1: Drei klare Fragen und keine ist eine Unterstellung
- 18:19Speaker 0: Richtig!
- 18:19Speaker 0: Ich unterstelle nichts Aber diese Fragen werden gestellt werden von uns oder von anderen.
- 18:25Speaker 1: Und jetzt müssen wir eine Sache ganz klar sagen Warren gerade weil wir mit einem Kurssturz eingestiegen sind.
- 18:32Speaker 1: Ist diese vier trotz des gefallenen Kurses dann nicht eigentlich ein Kaufsignal?
- 18:36Speaker 0: Nein, und zwar genauso wenig wie eine schwache Wertung ein Verkaufssignal wäre – das ist eine methodische Grenze.
- 18:44Speaker 0: keine vorsichtige Meinung!
- 18:46Speaker 0: Unser Score bewertet die Geschichte, die ein Unternehmen über seine eigene Zukunft erzählt und die Zahlen, die diese Geschichte tragen müssen….
- 18:54Speaker 0: Der Aktienkurs kommt in unserem Report mit keiner einzigen Silbe vor.
- 18:59Speaker 1: Also, kurz gesagt, Qualität der Equity-Story geprüft?
- 19:03Speaker 1: Preis nicht!
- 19:04Speaker 0: Genau – ein hervorragendes Unternehmen kann eine schlechte Aktie sein wenn man zu viel dafür zahlt und umgekehrt kann sich ein mittelmäßiges Lohnen, wenn es günstig genug ist.
- 19:15Speaker 0: Gerade ein Value-Invester schaut deshalb genauer hin, dass die Aktie gefallen ist, ändert an der Vier jedenfalls nichts.
- 19:26Speaker 1: Und was müsste passieren damit sich diese vier bewegt?
- 19:29Speaker 1: Nach oben oder nach unten?
- 19:31Speaker 0: Nach oben konkret bezifferte Risiken eine offengelegte Kundenstruktur ein sauber begründeter Kapitaleinsatz.
- 19:39Speaker 0: dann wird aus der vier eine fünf.
- 19:41Speaker 0: Nach unten wenn der Cashflow dauerhaft weg kippt oder die Konzentration immer weiter zunimmt.
- 19:48Speaker 1: Bevor du das Ganze zusammenfasst, was nehme ich als Anlegerin denn mit in die nächste Bilanz?
- 19:52Speaker 1: Ganz egal welche Firma davor mir liegt.
- 19:55Speaker 0: Ich gebe dir drei Prüfregeln mit.
- 19:57Speaker 0: Erstens wenn ein Konzern breit aufgestellt sagt schau nie nur auf den Umsatz sondern immer darauf wo der Gewinn tatsächlich herkommt.
- 20:06Speaker 0: Zweitens eine steigende Aktivierungsquote ausgerechnet im Rekordjahr ist ein Wahnsignal für die Ergebnisqualität.
- 20:13Speaker 0: Und drittens, Risiken die nicht in Euro daneben stehen kannst du nicht prüfen.
- 20:18Speaker 0: Werte das schweigen als Lücke – nicht als
- 20:21Speaker 0: Entwarnung.".
- 20:22Speaker 1: Und ich hänge noch meine eigene dran!
- 20:24Speaker 1: Je lauter die Schlagzeile, desto genauer lohnt sich der Blick auf das was gerade nicht in der Überschrift steht.
- 20:30Speaker 1: Aber bring es doch nochmal für mich auf den Punkt Warren.
- 20:33Speaker 1: Was bleibt am Ende hängen?
- 20:34Speaker 0: Das Stärkste zuerst.
- 20:35Speaker 0: Das hier ist eine echte Gelddruckmaschine mit einem großen Burggraben, das Rasierklingen-Prinzip plus eine Zulassungshürde die kaum jemand überspringt.
- 20:45Speaker 0: Eine Kapitalrendite von über dreißig Prozent lügt nicht aber ein starkes Fundament wird eben erst dann zur Spitzenwertung wenn es sich auch dort zeigt wo es unbequem wird bei den Risiken ,bei den Kunden beim Kapitaleinsatz.
- 20:59Speaker 1: Die Festung steht also.
- 21:01Speaker 1: Die eigentliche Frage ist nur, ob man uns irgendwann auch hinter alle Mauern schauen lässt.
- 21:23Speaker 0: Ich wünsche euch einen schönen, ertragreichen Tag und denkt immer daran Be wise when others go crazy.
- 21:35Speaker 0: Euer Warren
- 21:35Speaker 1: Wise.
- 21:37Speaker 1: Die Inhalte dieser Folge dienen ausschließlich allgemeinen Informationszwecken.
- 21:44Speaker 1: Sie stellen keine Anlageberatung Und keine Aufforderungen zum Kauf Halten oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar.
- 21:53Speaker 1: Alle Einschätzungen beruhen auf einem modellbasierten KI-gestützten Analyseansatz.
- 21:59Speaker 1: Warren Wise ist eine fiktive, synthetische Figur.
- 22:03Speaker 1: Weder eine reale Person noch deren Nachlass oder ein mit einer solchen Person verbundenes Unternehmen.
- 22:10Speaker 1: Soweit auf Benjamin Graham, Warren Buffett oder Charlie Manga Bezug genommen wird geschieht dies ausschließlich beschreibend im Hinblick auf die ihnen zugeschriebenen Anlagephilosophien.
- 22:21Speaker 1: Eine Unterstützung, Autorisierung, Repräsentation oder sonstige Verbindung auch zu deren nachlässigen oder verbundenen Unternehmen besteht nicht.
- 22:31Speaker 1: Sämtliche Stimmen und akustischen Inhalte dieser Folge sind synthetisch erzeugt und KI
- 22:36Speaker 1: generiert.".