Latest / Gin And Talk / Uschi Glas über Glück, Verantwortung und soziales Engagement
Transcript
- 0:00Speaker 0: Und dann haben wir nach langem überlegen und hin- und herdiskutieren mit den Schulleitern.
- 0:05Speaker 0: Sie sind mir zu dem Schluss gekommen, dass wir ein tägliches Frühstück an den Schulen machen vor Schulbeginn so das die Kinder den Weg in die Schule sowieso haben.
- 0:14Speaker 0: also sie müssen jetzt nicht woanders hingehen sich dann irgendwie gefährden und wir werden schuld, sondern sie gehen sowieso in ihre Schule.
- 0:22Speaker 0: Und da wartet ein reichhaltiges Frühstücksbefehl auf diese
- 0:25Speaker 0: Kinder.".
- 0:25Speaker 0: Das ist ja auch eine große Situation jetzt gerade die Demokratie, die so herausgefordert wird – diese Diskussion dass man selbstverständlich immer irgendwie Kompromisse machen muss weil das ist die Demokraties!
- 0:40Speaker 0: Du kannst nicht sagen es ist so und ich hau jetzt den Hammer runter und schluss und halt den Mund, sondern wir müssen schauen.
- 0:47Speaker 0: Ich hätte nie gedacht, dass wir nochmals so scharf an die Grenze kommen.
- 0:51Speaker 0: Dass es wieder dieses aufkeimende, dieses ausgrenzende, das Hass erfüllte, dass das zu uns zurückkehren
- 0:59Speaker 0: könnte.".
- 1:01Speaker 1: Herzlich willkommen!
- 1:02Speaker 1: Mein Name ist Daniel Fürg und bevor wir gleich rüber in den Badresen gehen möchte ich erst einmal Danke sagen.
- 1:08Speaker 1: Vielen Dank an euch alle dafür, dass ihr uns in diesem Jahr entdeckt und unterstützt habt.
- 1:13Speaker 1: Kurz vor Weihnachten feiern wir die heutige zwanzigste Episode und haben auch dieses Mal wieder ein wahnsinnig spannenden Gast für euch, den ich gleich vorstellen werde.
- 1:22Speaker 1: Für die kommenden Wochen und Monate haben wir unglaublich viel vor – und ich persönlich würde mich sehr freuen wenn ihr wieder mit dabei seid!
- 1:30Speaker 1: Bitte folgt uns bei Spotify, Apple Podcasts und überall dort wo ihr uns gerade zuhört.
- 1:36Speaker 1: Wenn euch Genantalk gefällt, gebt uns bitte eine Bewertung auf Apple Podcast.
- 1:40Speaker 1: Das hilft uns wirklich sehr, um unsere Community noch weiter wachsen zu lassen.
- 1:44Speaker 1: Unser heutiger Gast – und glücklicherweise konnten wir uns dieses Mal unter Berücksichtigung aller Vorsichtsmaßnahmen auch wieder an unserem Badresen treffen – ist Uschi Glass.
- 1:54Speaker 1: Sie ist eine der bekanntesten Schauspielerinnen der Nation.
- 1:57Speaker 1: Sie wirkte in unzähligen Kino- und Fernsehproduktion mit, spielte Rollen in zehn der einhundert erfolgreichsten deutschen Kinofilme zwischen neunzehntelundsechzig und zweitausendseventeen Was viele nicht wissen.
- 2:09Speaker 1: Uschi-Glas engagiert sich seit Jahrzehnten in verschiedensten Funktionen und Formen für soziale Zwecke.
- 2:15Speaker 1: Zwei Tausendneuen gründete sie mit ihrem Ehemann den Verein Brotzeit eV, der kostenlose Schulfrühstücke organisiert – inzwischen an mehr als zwei Hundert Schulen in ganz Deutschland!
- 2:26Speaker 1: Ich freue mich auf ein spannendes Gespräch über Glück-, Verantwortung- und Sozialesengagement.
- 2:31Speaker 1: Ich wünsche euch viel Spaß beim Zuhören und frohe Erholsame vor allem aber gesunde Weihnachtstage.
- 2:36Speaker 1: Vielen Dank dass ihr alle wieder dabei seid.
- 2:39Speaker 1: Bevor wir gleich in das Gespräch starten, möchte ich kurz noch den Partner der heutigen Episode vorstellen.
- 2:44Speaker 1: Es handelt sich hierbei nicht um ein Unternehmen sondern um einen Hörbuch – Ein Hörbuch des Hörverlags mit dem Titel «Haltung», dass für uns alle eine wertvolle Inspirationsquelle in diesen Tagen sein kann.
- 2:56Speaker 1: Gerade im Jahr ist es wichtig, wie schnell sich Dinge verändern können und die richtigen Werte in unserer Gesellschaft zu verteidigen.
- 3:05Speaker 1: Wofür stehen wir?
- 3:06Speaker 1: Und was hält unsere Gemeinschaft zusammen?
- 3:09Speaker 1: Was ist, wenn all das auf einmal gefährdet ist?
- 3:11Speaker 1: Wenn Demokratie, Frieden und Gemeinschaft in Frage gestellt werden.
- 3:15Speaker 1: Genau mit diesen Fragen beschäftigt sich Haltung – und nimmt dabei spannende Persönlichkeiten in den Fokus.
- 3:21Speaker 1: Innovative kreative und mutige Köpfe die sich negativen Entwicklungen in den Weg gestellt haben oft ohne dass sie daraus eine große Sache gemacht haben und ohne dass man es von ihnen erwartet hätte.
- 3:34Speaker 1: Auf dem Hörbuch versammeln sich Schlaglichter aus Reden und Statements aus den vergangenen hundert Jahren.
- 3:39Speaker 1: Von Menschen und Themen, die unsere Gesellschaft bis heute prägen.
- 3:43Speaker 1: Darunter Albert Einstein, John F Kennedy Bruce Springsteen Greta Thunberg Christine Nöstlinger und Thomas Mann.
- 3:50Speaker 1: Alle Informationen rund um Haltung findet ihr auch in den Show Notes und auf unserem Blog.
- 3:55Speaker 1: Nun aber viel Spaß mit Uschi-Glas
- 4:03Speaker 0: Und eine Menge Zeit für ein persönliches Bargespräch.
- 4:08Speaker 0: Herzlich willkommen an unseren Bartresen!
- 4:11Speaker 1: Herzlich Willkommen
- 4:12Speaker 0: zu einer neuen Folge Gin &
- 4:15Speaker 1: Talk.
- 4:16Speaker 1: Mach es dir gemütlich,
- 4:18Speaker 0: lehne dich zurück und tauche ein in die verrucht düstere Atmosphäre
- 4:24Speaker 1: unserer Studio-Bar.
- 4:33Speaker 1: Uschi Glas ich freue mich sehr dass Sie heute hier sind und sich die Zeit nehmen für meine ganzen Fragen um gerade schon gesagt draußen Wetter wird kalt, da ist es ja ganz gemütlich auch mal wieder irgendwie hier im Warmen an einer Bahn zu sitzen.
- 4:46Speaker 0: Ja genau!
- 4:47Speaker 0: Vielen Dank für die Einladung und jetzt bin ich gespannt auf das Gespräch.
- 4:51Speaker 0: Mal schauen was sie alles wissen wollen und fragen wollen?
- 4:58Speaker 1: Herzensprojekt von Ihnen anfangen wollen, weil wir sind ja jetzt gerade in dieser Vorweihnachtszeit wo auch alle so ein bisschen besinnlicher werden.
- 5:07Speaker 1: Gute Zeit haben wir dieses Jahr ohnehin viel Zeit zum Nachdenken.
- 5:11Speaker 1: aber grade vor Weihnachten denkt man dann vielleicht auch noch mal über andere nach.
- 5:16Speaker 1: und das machen sie ja schon sehr lange sehr intensiv.
- 5:21Speaker 1: und was ihnen da besonders am Herzen liegt sind Kinder.
- 5:25Speaker 1: Und mit ihrem Projekt oder ihrem Verein Brotzeit sind sie da ja inzwischen wahnsinnig aktiv.
- 5:32Speaker 1: und die Idee, Sie dürfen es gleich nochmal ein bisschen genauer ausformulieren.
- 5:38Speaker 1: Aber die Idee ist hier wirklich zu sagen man bringt Kindern einen Frühstück an die Schule weil viele Kinder selbst in der Stadt wie in München einfach kein Frühstuck mitbekommen richtig?
- 5:49Speaker 0: Ja, das ist also wirklich so dass in Deutschland jedes fünfte Kind, das weiß man einfach ohne Frühstück sehr oft ohne Abendessen und ohne Pausenbrot in die Schule geschickt wird.
- 6:00Speaker 0: Und die Kinder einfach aus diesem Grund nicht am Unterricht teilnehmen.
- 6:04Speaker 0: Also nicht nur dass sie hungrig sind, sondern es bedeutet eine latente Benachteiligung weil die Kinder eben auch nicht konzentrationsfähig sind.
- 6:11Speaker 0: Weil die Kinder zum großen Teil auch aggressiv sind wenn du immer Hunger hast oder immer der Außenseiter bist.
- 6:17Speaker 0: Und die Geschichte, die ich eben vor ja jetzt vor zwölf Jahren in einem Bericht im Radio gehört habe.
- 6:24Speaker 0: Die hat mich nicht losgelassen.
- 6:25Speaker 0: und dann haben wir angefangen zu recherchieren meinen Mann und Freunde und ich und wollten wissen ob in diesen Hundertfünfunddreißig Grundschulen in München und Umgebung der Landkreis auch Ob es da Hunger gibt.
- 6:40Speaker 0: Und dann haben wir eben damals noch per Fax einfach einen Fax geschickt und geschrieben, wir haben uns bezogen auf diesen Bericht und wollten wissen, gibt's an ihrer Schule Hunger?
- 6:49Speaker 0: Ja oder nein!
- 6:50Speaker 0: Da war die erschreckende Nachricht ja wohl und manche mit das Kreuz angekreuzt und drei Ausrufungszeichen dahinterher.
- 6:58Speaker 0: Dann haben wir angefangen zu überlegen wie kann man da irgendwie helfen?
- 7:03Speaker 0: Man kann natürlich nicht... In die Familien gehen, man kennt die Familien ja auch nicht und sagen hören sie mal zu.
- 7:09Speaker 0: Sie müssen doch eigentlich ihrem Kind, ihrem sechsjährigen in der Früh was zu essen geben eine warme Milch und ein Stück Brot oder wenn es nicht viel ist aber wenigstens das also da haben wir schon gleich gesehen das geht natürlich nicht weil wir wissen ja gar nicht wo diese sind.
- 7:21Speaker 0: dann haben wir nach langem überlegen und hin und her diskutieren mit den Schulleitern.
- 7:26Speaker 0: Da sind wir dann auch zu dem Schluss gekommen, dass wir ein tägliches Frühstück an den Schulen machen.
- 7:31Speaker 0: Vor Schulbeginn, sodass die Kinder den Weg in die Schule sowieso haben.
- 7:35Speaker 0: Also sie müssen jetzt nicht woanders hingehen und sich dann irgendwie gefährden.
- 7:39Speaker 0: Und wir werden schuld, sondern sie gehen sowieso in ihre Schule und da wartet ein reichhaltiges Frühstücksbefehl auf diese Kinder.
- 7:46Speaker 0: Das machen wir eben schon elf Jahre.
- 7:51Speaker 0: Und haben inzwischen weit über elf Tausend Kinder jeden Tag zum Frühstück in der ganzen Bundesrepublik.
- 7:57Speaker 0: Wir sind in acht Bundesländern und der Bedarf ist riesengroß, also man muss auch dazu sagen er wird noch größer.
- 8:04Speaker 0: eigentlich es wird nicht weniger sondern mehr.
- 8:07Speaker 0: und jetzt natürlich auch mit dem Shutdown.
- 8:09Speaker 0: das hat uns im Frühjahr natürlich schon getroffen und es war ein Riesenschock Wobei es natürlich dann klar war, aber ich habe im Moment überhaupt nicht fassen können.
- 8:18Speaker 0: Weil man da erst gemerkt hat Mensch wenn die Schulen zu machen müssen, dann können wir die Kinder nicht mehr versorgen und wir haben ja keine Adressen.
- 8:24Speaker 0: selbstverständlich das ist ja auch Datenschutz und alles ist gar nicht möglich.
- 8:28Speaker 0: Und da hab' ich mir also mit den schlimmsten Gedanken war', ich da befasst wie's den Kindern jetzt geht weil wie solls den Kindern gehen?
- 8:35Speaker 0: Die normal unter normalen Umständen nicht versorgt werden?
- 8:38Speaker 0: warum sollen sie plötzlich versorgt?
- 8:43Speaker 0: Und Gott sei Dank sind jetzt die Schulen offen und das Einzige, was wir ... Ich hab neulich den hier in Spanach getroffen.
- 8:48Speaker 0: Und habe gesagt, man muss alles tun!
- 8:50Speaker 0: Also jede Disziplin ist eingefordert.
- 8:52Speaker 0: aber dass die Schulen und die Horte und die Versorgungsgeschichten auch die Arche zum Beispiel, dass sie offen bleiben dürfen, dass die Kinder hin dürfen, daß die Kinder in die Schulen dürfen... Dass sie versorgt werden und dass Sie am Unterricht daneben teilnehmen können Das ist wahnsinnig wichtig.
- 9:07Speaker 1: Man hat das ja sogar nicht auf dem Schirm.
- 9:10Speaker 1: tatsächlich, wenn man an Deutschland denkt ein reiches Land.
- 9:14Speaker 1: Gerade München auch eine wahnsinnig reiche Stadt aber es gibt eben diese vielen Kinder die nichts... zu essen haben.
- 9:22Speaker 1: Wie kann man sich das erklären, dass das so unter dem Radar quasi
- 9:27Speaker 0: passiert?
- 9:27Speaker 0: Also wenn man da tatsächlich ... weil sagen wir mal die Not der Kinder ist ja nicht so, dass die Kinder jetzt auf der Straße liegen oder sowas sondern die reißen sich am Riemen und viele Lehrer machen dann auch wie ich damals erfahren habe die machen dann so Stuhlkreise und dann teilt man sich ein bisschen was.
- 9:43Speaker 0: aber dann hab' ich gesagt dann ist doch eigentlich immer dieses Kind das nie was dabei hat schon auch hat schon die Marke auf der Stirn.
- 9:50Speaker 0: Was dabei immer muss ich mit dem teilen.
- 9:52Speaker 0: Das ist schon so eine Geschichte, die einfach schlecht ist und die Gründe warum Kinder nicht versorgt sind.
- 10:00Speaker 0: Ich sage mal ganz provozierend dass es nicht daran liegt das nicht wirklich auch in jedem kleinen Haushalt jemanden Tasse Milch hinstellen könnte und ein Stück Brot und vielleicht mit ein bisschen Marmelade drauf oder Margarine oder Butter, das glaube ich ist möglich.
- 10:17Speaker 0: Warum es nicht stattfindet?
- 10:18Speaker 0: Natürlich haben wir sehr viele alleinerziehende Frauen auch... die vielleicht tatsächlich im Pflegeberuf sind, die früh raus müssen und vielleicht das Kind sogar was im Kühlschrank hätte.
- 10:28Speaker 0: Aber dieses arme Kind sitzt dann allein daheim in der dunklen Wohnung und denkt sich auch Mensch so toll ist es auch nicht und versorgt sich dann vielleicht nicht.
- 10:35Speaker 0: aber wir haben eben auch ganz viele Familien die einfach nicht einsehen dass ein kind etwas braucht oder die resigniert haben die einfach im Bett liegen bleiben sie einfach nicht aufstehen wo Kinder uns sagen ich darf in der Früh kein Licht machen gerade im Winter dann schleichen die sich bei dunkelheit aus der wohnung also uns das eigentlich nicht vorstellen, was es dafür eine Not gibt.
- 10:54Speaker 0: Aber sie ist da und wir können auch heute schon sagen nach dieser langen Zeit.
- 10:58Speaker 0: natürlich dass die Kinder in dem Moment wo sie aufgefangen werden und versorgt werden, dass sie sich im Unterricht wesentlich verbessern, dass Sie sich darstellen, dass die Kindern lernen sich untereinander kennen, die Aggressionen werden abgebaut.
- 11:11Speaker 0: Im Pausenhof ist da plötzlich ein lustiges Lachen und einen dabei seinen miteinander weil eben... Wir machen auch so zum Beispiel in den Schulen Es dürfen nur die hungrigen Kinder rein in unsere Räume.
- 11:22Speaker 0: Sondern es wird die Schule definiert, eine Brennpunktschule oder bedürftige Schule, egal wie wir das nennen, ist egal und dann ist die Tür offen für jedes Kind.
- 11:32Speaker 0: Es wird niemand gefragt ob er wirklich Hunger hat oder ob er zu Hause vielleicht doch schon gefrühstückt hat.
- 11:37Speaker 0: Viele haben zum Beispiel auch eine lange Busfahrt um sechs losfahren und wenn sie um halb acht in die Schule kommen, haben Sie eigentlich schon wieder Hunger.
- 11:43Speaker 0: also sollen alle reinkommen?
- 11:45Speaker 0: Und da sehen wir dann lernen sich die Kinder kennen.
- 11:48Speaker 0: Und das andere zauber Ding, was wir Gott sei Dank erfunden haben ist dass die Verpflegung und die Versorgung von den Kindern übernehmen.
- 11:56Speaker 0: Senioren und Senioren.
- 11:58Speaker 0: Also hauptsliche Frauen natürlich!
- 12:01Speaker 0: bieten den Kindern Geborgenheit, Freundlichkeit.
- 12:04Speaker 0: Die sagen auch mal, du übrigens wir sagen guten Morgen und wir sagen auch Guten Appetit!
- 12:09Speaker 0: Und hat es geschmeckt?
- 12:09Speaker 0: oder sowas alles?
- 12:10Speaker 0: Also wir reden miteinander und die Kinder blühen auf.
- 12:12Speaker 0: Die fühlen sich plötzlich aufgehoben.
- 12:14Speaker 0: das sind ihre Heldinnen sozusagen.
- 12:18Speaker 0: dann Dass die eben dastehen und dann riecht man schon in der Früh den heißen Kakao, als wenn ich Schulen besuche.
- 12:23Speaker 0: Dann richtig schnuppe ich auch das schon immer und dann einen frischen Toast oder so.
- 12:27Speaker 0: Das ist super!
- 12:28Speaker 0: Das riech so toll ja.
- 12:30Speaker 0: Und so freuen sich die Kinder halt auch.
- 12:33Speaker 1: Ich habe vorhin die aktuellen Zahlen nochmal nachgeschaut.
- 12:36Speaker 1: Zweihundertfünfundvierzig Schulen sind es inzwischen.
- 12:39Speaker 1: Es sind vierhundert fünfzig Tonnen Lebensmittel pro Jahr damit man mal ein Gefühl für diese wahnsinnige Dimension hat.
- 12:48Speaker 1: Das hört sich für mich erst mal nach einem wahnsinnig großen Organisationsaufwand an.
- 12:54Speaker 1: Wie kriegen Sie das gestern?
- 12:55Speaker 0: Ja, also wir sind natürlich nicht von heute auf morgen so groß geworden sondern wir haben hier in München erstmal mit vier Schulen angefangen und dann waren wir neun Schulen und dann sind wir nach Berlin gegangen, nach Hamburg, nach Leipzig, nach Duisburg und so weiter und so und nach Heilbronn und danach Nürnberg und danach Frankfurt usw.
- 13:12Speaker 0: Es ist immer eins zum anderen gekommen.
- 13:15Speaker 0: Wir haben von Anfang an Lidl an Bord genommen, weil man kommt aus der Gegend Heilbrunn.
- 13:21Speaker 0: Und dann haben wir halt gesagt, wir wollten jetzt ganz gerne ein Termin haben und da haben wir vorgestellt unser Projekt und haben gesagt, Wir hätten da vier Schulen in München und ob sie uns vielleicht mit dem Lebensmittel ein bisschen helfen könnten?
- 13:32Speaker 0: Vielleicht E-Cow oder was immer.
- 13:35Speaker 0: Dann haben die damals gesagt, Nee, also so fangen wir gar nicht an!
- 13:37Speaker 0: Wir spenden euch die Lebensmittel, die ihr braucht.
- 13:42Speaker 0: Jetzt hätten wir neun Schulen und bewerben sich jetzt in Münchens.
- 13:46Speaker 0: Wir konnten auch ein Frühstück gebrauchen, schon wieder eine Schule und jetzt möchte ich bei Ihnen nach Berlin gehen.
- 13:52Speaker 0: Und die Firma ist immer mitgezogen.
- 13:53Speaker 0: Also wie gesagt sind wir inzwischen so riesengroß geworden.
- 13:58Speaker 0: Sie finden es einfach so toll!
- 14:01Speaker 0: Das muss man auch mal sagen... Wir kriegen also die frischeste Ware, genau wie kleine Filialen in den ganzen Städten Und wir haben dann jeweils Kühlfahrzeuge natürlich auch, weil wir ja Buttermilch, Quark, Joghurt also Wurstkäse alles möglich haben.
- 14:18Speaker 0: Was die Kühlkette sozusagen, die darf nicht unterbrochen werden und das musste ich jetzt auch alles lernen.
- 14:23Speaker 0: Es war Müssem am Anfang.
- 14:24Speaker 0: Ich dachte mein Gott was denn noch?
- 14:26Speaker 0: Alles Mensch!
- 14:27Speaker 0: Ich möchte einfach nur etwas Gutes tun.
- 14:28Speaker 0: Jetzt kommt es dazu und das ist eine Auflage in den Hygieneauflagen und das.
- 14:32Speaker 0: Und jetzt natürlich Corona muss man die Scheiben machen.
- 14:35Speaker 0: Manche Frühstücke können wir jetzt nicht... müssen wir schichten ausgeben, weil die Räume kleiner sind.
- 14:41Speaker 0: Weil die an den Klassenzimmer gebraucht werden.
- 14:43Speaker 0: Also gehen die Kinder halt dann schichtweise und auseinander gesetzt und so.
- 14:46Speaker 0: Das ist halt alles jetzt ein bisschen ein Kompromiss.
- 14:48Speaker 0: aber ich finde das Wichtigste dass wir da sind in der Schule, dass sich die Kinder verlassen können, dass sie eben nicht nur einmal am Freitag frühstücken oder einmal Mittwoch sondern jeden Tag.
- 14:59Speaker 0: Sie können in die Schule gehen, sie können die Tür aufmachen, sie kommen rein und erwartet es frühstück.
- 15:05Speaker 1: Das heißt, sie sind eigentlich dann vor zwölf Jahren nochmal... so eine Art Sozialunternehmerin geworden.
- 15:12Speaker 1: Also man kennt ja dieses ganze Social Entrepreneurship-Thema, das haben sie eigentlich angefangen als noch keiner so richtig davon gesprochen hat?
- 15:20Speaker 1: Ja
- 15:20Speaker 0: es war natürlich irgendwie.
- 15:22Speaker 0: ich habe mich schon immer engagiert weil ich denke dass ist für mich ein ganz tiefes inneres Gefühl, dass wenn man das Glück hat im Leben eigentlich immer wieder mal an der richtigen Stelle zu stehen und einfach deinen Traumberuf machen darfst und dabei auch Glück hast, dass du Erfolg hast und das ist ja auch nicht alles.
- 15:37Speaker 0: da kann man ja nicht sagen Und dann habe ich es halt geschafft und fertig ist, sondern das ist schon ein großes Glück.
- 15:44Speaker 0: Ich habe heute gerade gelesen von einem Kollegen der sagt man muss natürlich fleißig sein was sich auch immer sagt aber du brauchst doch eine Portion Glück dass du in dem Moment an der Stelle stehst wo grad einer kommt und sagt sagen wir spielen sie eigentlich nicht die Rolle und du denkst ja gerne ja so und wenn du halt an dem Tag nicht da bist denkt er vielleicht gar nicht an dich und nimmt halt jemand anderen.
- 16:05Speaker 0: Also du brauchst auch immer zu dem fleißigen, tüchtig sein und begabt sein und was du alles um dich herum hast.
- 16:11Speaker 0: Brauchste auch das Quentchen Glück!
- 16:13Speaker 0: Und das sehe ich schon so dass sich das hatte in meinem Leben.
- 16:15Speaker 0: Deswegen ist es für mich ein großes Anliegen und auch eine Freude etwas zurückzugeben.
- 16:20Speaker 0: Ich habe also zum Beispiel auch damals die erste Botschafterin für SS Kinderdorf Als der Herrmann Gemeiner in Deutschland sein erstes SRS Kinderdorf aufmachte, haben wir sie in diesen.
- 16:34Speaker 0: Da bin ich schon seit über fünfzig Jahren hier ganz lange.
- 16:38Speaker 0: Und da war es für mich auch selbstverständlich, mich da reinzuhängen.
- 16:42Speaker 0: Da war es damals natürlich auch so ein Gerätmensch.
- 16:44Speaker 0: Wie will denn der das machen?
- 16:46Speaker 0: Ein Dorferschulen soll eine Frau kommen, die so als sieben Tage in die Woche bei den Kindern sein wird und das ist super gut gelungen!
- 16:53Speaker 0: Das war mir auch immer so ein Vorbilder.
- 16:55Speaker 0: Der hat wirklich Nerven gehabt.
- 16:56Speaker 0: Er hat einfach gedacht, das mache ich jetzt, das ziehe ich durch.
- 16:59Speaker 0: Ich finde die Frau nicht.
- 17:01Speaker 0: Und dann natürlich auch zum Beispiel bei der damaligen Hospiz-Stiftung, die heißt heute Patientenschutzorganisation.
- 17:08Speaker 0: Wo man sich um sterben Skankermenschen kümmert, wo auch Felix sagt, wann bist du jetzt darum kümmern?
- 17:13Speaker 0: Ist ja furchtbar!
- 17:14Speaker 0: Nein es ist nicht furchтbar!
- 17:16Speaker 0: Auch da war das mein Anliegen Menschen... klar zu machen, dass jeder von uns sterben muss und dass wir uns mit Verantwortung darum kümmern müssen wie wir sterben wollen.
- 17:26Speaker 0: Auch für unsere Kinder oder Verwandten oder Freunde oder Mann oder Frau das man sagt ich habe den Ich habe die Courage darüber jetzt nachzudenken, ich mache eine Patientenverfügung und damit wissen meine Kinder wenn es mal so ist dass ich mich nicht selber ausdrücken kann.
- 17:40Speaker 0: Dass sie sagen, ich weiß die Mama hat das verfügt, die will das so haben und fertig.
- 17:45Speaker 0: Und da haben sich auch so viele gesagt nein das ist jetzt warum wir's jetzt das machen kümmert dich doch um was anderes.
- 17:52Speaker 0: Gerade deswegen ja?
- 17:53Speaker 0: Und dann eben hat der Schicksal gewollt Rundfunkbeitrag höher.
- 17:59Speaker 0: Und ich habe das schon so oft erzählt, aber es war ein wunderbarer Herbsttag in München mein geliebtes München.
- 18:04Speaker 0: bin durchgefahren Ludwigstraße Leopold hinten und an Ludwigstrasse hoch die protzige Gelbe Tiertinerkirche und der Platz einfach Odeonsplatz.
- 18:14Speaker 0: zu schön ist da eine schöne Stadt bin ich froh dass ich hier wohnen darf.
- 18:19Speaker 0: und dann kam der Bericht und er hat mir mitten in dem Glück was sich gerade empfindet.
- 18:22Speaker 0: blauer Himmel Es war so schön hat mir mitten ins Herz gestochen.
- 18:26Speaker 0: Es war wirklich so wie ein Gongschlag, duf!
- 18:30Speaker 0: Und da bin ich halt, was?
- 18:32Speaker 0: Und dann... Das hat mich nicht losgelassen.
- 18:34Speaker 0: also hab dann einiges erledigt und der Daun ist mit dem Kopf umgegangen und bin eben nach Hause gefahren zu meinem Mann und habe ihm das gesagt, sag ich, du hör mal, ihr habt gerade einen Bericht gehört es war Wahnsinn.
- 18:44Speaker 0: und dann habe ich ihm das erzählt.
- 18:46Speaker 0: Dann sagt er, hat er Gott sei Dank nicht gesagt lasst mich in Ruhe sondern hat gesagt weißt du was?
- 18:51Speaker 0: wir machen's?
- 18:51Speaker 0: ganz einfach, wir recherchieren Und so haben wir es gemacht und dann haben wir angefangen.
- 18:55Speaker 0: Dann kann man heute eins.
- 18:56Speaker 0: zum anderen, wenn ich damals, wenn mir immer gesagt hätte du das wird mal eine Riesenaufgabe und es ist ne Verantwortung und da wirst du plötzlich in acht Bundesländern sein und wirst Du in zwischen zwei verschiedenen Großstädten sein und Mittelstädte und so.
- 19:09Speaker 0: Hätte ich gesagt nicht.
- 19:10Speaker 0: Also Leute bei aller Liebe, ich habe noch einen Beruf.
- 19:12Speaker 0: also das kann ich nicht schaffen.
- 19:14Speaker 0: aber dadurch dass sich so reingeschlichen hat zu step by step ja und dann das noch und das noch.
- 19:19Speaker 0: Wenn man dann in die Schule geht Und die Kinder sieht, wie sie beieinander sitzen und wie sie miteinander plaudern.
- 19:25Speaker 0: Wie sie sich ihr Frühstück holen und den Apfelschnitz, den Sie normal nicht kennen.
- 19:30Speaker 0: Wo du sagst, es ist halt ein Apfellschnitz.
- 19:32Speaker 0: Es ist so gesund!
- 19:33Speaker 0: Dann mag ich nicht.
- 19:35Speaker 0: Doch jetzt schau mal, probier mal bitte mir zu Liebe mache ich das.
- 19:38Speaker 0: So spiele ich natürlich auch.
- 19:39Speaker 0: Und dann probieren Sie ja, schmeckt ja gut.
- 19:40Speaker 0: Und da gehen die Äpfel weg.
- 19:41Speaker 0: Wenigstens habe ich so eine Freude in der Mitte.
- 19:43Speaker 0: Das ist einfach
- 19:44Speaker 0: toll.".
- 19:45Speaker 1: Wer so viel Glück gehabt hat in seiner Karriere, auch wie sie und so viel Erfolg gehabt hat.
- 19:52Speaker 1: Der würde ja vielleicht irgendwann mal drüber nachdenken oder das Leben zu genießen und weniger tun.
- 19:58Speaker 1: Bei Ihnen hab ich das Gefühl ... Wenn ich mir anschaue was Sie alles tun nach wie vor, da denken Sie irgendwie sogar nicht darüber nach.
- 20:08Speaker 1: Ich glaub, Ihnen wird's langweilig sein?
- 20:10Speaker 1: Ja
- 20:10Speaker 0: also ehrlich gesagt, ihr habt für mich sozusagen Das Nichtstun überhaupt keine Attraktion.
- 20:15Speaker 0: Natürlich denken wir mal, das wäre schön.
- 20:18Speaker 0: Ich möchte einfach meinen ganzen Tag blöd schauen und es ist jetzt ganz cool oder so.
- 20:22Speaker 0: Das ist vielleicht mal ganz nett ja?
- 20:24Speaker 0: Oder wir gehen Golf spielen miteinander oder wir laufen natürlich, das gehört auch zu bewegen für mein Körpergefühl schon.
- 20:31Speaker 0: aber wenn ich mir denke, dass ist das Einzige was sich vorhabe am Tag Das interessiert mich null.
- 20:38Speaker 0: Mich interessiert mehr die Sehnsucht danach, dass wir mal denken, ah schön, mal gar nichts zu tun haben.
- 20:44Speaker 0: aber eigentlich ist es gar nicht wahr weil ich finde auch ganz wichtig für mich so... Dass der Kopf immer irgendwie, dass man sich noch was ausdenkt oder irgendwas funktioniert nicht.
- 20:54Speaker 0: Und dann rufen die mit Büro auch an und sagen, Mensch, da kennst du uns?
- 20:57Speaker 0: Da helfen!
- 20:58Speaker 0: Da ist der Haken so... So ja, dann rufe ich selber an wenn wir mal schauen ob man das hinkriegt.
- 21:03Speaker 0: Das ist einfach interessant.
- 21:06Speaker 0: Auch beruflich auch so.
- 21:08Speaker 0: Ich will ganz gern drehen.
- 21:10Speaker 0: Und ich freue mich, wenn ich ein Angebot bekomme.
- 21:12Speaker 0: Wenn es passt, mache ich's.
- 21:13Speaker 0: Und wenn es mir halt nicht gefällt, dann sollen die Leute... Das ist jetzt eigentlich nicht mein Ding.
- 21:18Speaker 0: Für mich ist es einfach attraktiv, wenn sich im Kopf was rührt.
- 21:22Speaker 0: Also nicht nur körperlich, da muss ich auch fit sein weil ich will auch fit zu sein Ich will meine Figur halten und das alles machen.
- 21:27Speaker 0: aber ich möchte vor allem eine Herausforderung für meinen Kopf haben.
- 21:32Speaker 1: Sie haben ja was geschafft als Schauspielerin, was viele ihrer Kollegen und Kolleginnen nicht geschafft haben.
- 21:37Speaker 1: Und sie haben eigentlich mit dem ersten Fuck You Goethe-Film damals noch mal eine ganz neue Zielgruppe für sich erschlossen.
- 21:45Speaker 1: Da kamen dann auf einmal diese ganzen jüngeren Leute die sie auch ziemlich cool fanden.
- 21:52Speaker 1: wie war das für sie?
- 21:53Speaker 0: Ja natürlich es war ganz witzig der ... Boradaktikin, der hat meine Filme, meine Lümmelfilme so gemacht als Kind.
- 22:02Speaker 0: Und dann hat er das Buch geschrieben und er hat eben gesagt in der Produktion, er wird sich so gewünschen dass die Ingrid Leimbach nur diese Lehrerin, dass sie eventuell die Uschi-Glas spielen und so.
- 22:14Speaker 0: Dann ist es einfach mal spinnst du bist ja eigentlich noch echt ... Brauchen wir gar nicht anfangen, ich spielte es nie, weil da also Entschuldige, doch bitte kann man wenigstens versuchen und so aber nicht die Agentur sondern Sie versuchen selber zu erwischen.
- 22:26Speaker 0: Und dann haben sie mich irgendwie erwischt und haben gesagt, da hat eben die Lina Schömann damals ... Hat mich angerufen und sagt Frau Klaas, ihr habt so eine peinliche Frage an Sie.
- 22:35Speaker 0: Aber ich frag jetzt einmal würden Sie auch ne kleine Rolle spielen irgendwo in einem Film?
- 22:40Speaker 0: Dann sag ich ja also wenn ich was zu spielen hab ist mir das egal!
- 22:44Speaker 0: Ich brauch keine Hauptrolle spielen aber ich muss was spielen.
- 22:47Speaker 0: Also ich geh beim Namen nicht her und gehe zweimal durchs Bild immer weiß gar nicht worum was halt das Dieter gemacht.
- 22:51Speaker 0: Sondern wenn ich etwas zu Spielen habe warum nicht?
- 22:54Speaker 0: und sagt, jetzt gebe ich ihn am besten den Boradaktik hin.
- 22:56Speaker 0: Und der soll nicht mehr selber erklären was er will.
- 22:59Speaker 0: Den kannte ich aber von dem Film Türkisch für Anfänger.
- 23:03Speaker 0: Da ist der mir aufgefallen.
- 23:04Speaker 0: also der Film ist mir aufgefallen und eben der Regisseur ist mir aufgefahren wie gedacht habe das ist einer der kann Komödie weil wir wissen wie in Deutschland wird immer komödie.
- 23:15Speaker 0: Komöde ist sauschwert zu machen ohne Frage.
- 23:18Speaker 0: Und bei dem türkisch für Anfänger, da ist es eben auch so.
- 23:21Speaker 0: Da gibt's Momente ganz viele.
- 23:23Speaker 0: was dann später in Fakü Güte auch ist dass du eigentlich dir vornimmst, da lache ich jetzt nicht weil das ist ein bit too much aber es ist dann haupt ja so eine rein und es kommt so unerwartet, dass du dann doch lachst.
- 23:35Speaker 0: und sowas bei Fakül Güte dann auch.
- 23:37Speaker 0: und deswegen war ich dann schon mal ganz gut eingestellt.
- 23:40Speaker 0: Und dann habe ich ihm gesagt, wenn wir darüber reden können.
- 23:43Speaker 0: Wenn ich die Rolle erst so spielen kann und da eben irgendwas einbringen kann, dann mache ich das.
- 23:47Speaker 0: So haben wir es geeinigt und so war sie auch dann.
- 23:50Speaker 0: Dann war ich aber schon sehr überrascht dass die Kinder also meine Ingrid Leimbach-Knoa in dem Fall ist mich richtig mögen weil ich gedacht vielleicht mögen die diese durchgeknallte, diese nervige Frau die erstmal aus dem Fenster springt und zweitens lauern den Nervenzusammenbruch hat eigentlich die Station gehört Aber die mögen sie.
- 24:08Speaker 0: Und es war dann für mich ein tolles Erlebnis in den Schulen, weil wenn ich sonst in die Schulen kam irgendwo eine neue Schule aufgemacht habe, da kam ich dahin und dann sagt die Schulleiterin ja guck mal Kinder heute haben wir besucht das ist die Uchi-Glas und die macht's möglich dass ihr jeden Tag euer Frühstück bekommt.
- 24:26Speaker 0: Dann haben Sie so gesagt vielen Dank Uchi Glas und fertig.
- 24:29Speaker 0: also Ja Das steht der Frau, weil für die Kinder ist klar, dass es eigentlich die Senioren haben.
- 24:34Speaker 0: Weil die richten sie, dann kommt plötzlich so eine Fremde da her und das Chaos war für die kinder total abstrakt und sagen halt danke und fertig, weil also so Dann war Fakü Götze Und da kam ich halt wieder in irgendeine Schule und an die Kinder die Augen aufgeregt habe sofort gewusst So sage ich, ja!
- 24:52Speaker 0: Ich bin das.
- 24:52Speaker 0: Ich bin die Ingrid Leimbach-Knoa und nehmt euch mal wirklich zusammen.
- 24:57Speaker 0: Da war natürlich ein Riesenhallo.
- 24:59Speaker 0: seitdem und seitdem finde sie es natürlich viel cooler, dass das jetzt eine Frau ist, die Sie jetzt kennen und weil natürlich meine Fernsehgeschichten oder meine alten Filme kein Mensch kennt von den Kindern das.
- 25:09Speaker 0: Und plötzlich ist diese Frau, die also das Frühstück möglich macht, eben diese coole Ingrid Und ja, seitdem bin ich sozusagen, bin ich für dich wirklich anders wahrgenommen.
- 25:24Speaker 1: Wie ist es für Sie heute wenn sie nochmal diese älteren Filme anschauen die Sie am Anfang gemacht haben?
- 25:31Speaker 1: Wenn Sie sich selbst in diesen ersten Filmen, die Sie gemacht haben sehen...
- 25:38Speaker 0: Also erstmal bin ich eh kein mich selber Anschauer gar nicht weil ich irgendwie Ich hab so Kollegen schon immer, die auch was für sich eine Einladung geben, wenn ein Film läuft.
- 25:50Speaker 0: Das könnte ich nicht!
- 25:51Speaker 0: Weil ehrlich gesagt, wenn ich aus Versehen mal mich reinschalte irgendwo und seh das dann, denk man, naja, das hättest du da ein bisschen anders machen oder so... Oder dann erinnere ich mich ach, es war der Tag gut, das war... Also ich kann den Film gar nicht so verfolgen wie man eigentlich normal verfolge sollte.
- 26:06Speaker 0: Und natürlich sind diese alten Filme, die immer wieder da und dort wiederholt werden Es ist ja alles über Fünfzehn Jahre her, also mein Gottes Willen.
- 26:14Speaker 0: Aber ich denke halt im Großen und Ganzen, mir hat es damals einen Riesenspaß auch gemacht.
- 26:19Speaker 0: Weil ich dann sozusagen in Anführungszeichen in Opas Kino viel gespielt habe... Und ich war damals ja eine total Film- und Kinoverrückte!
- 26:29Speaker 0: Ich bin in jedes Kino gegangen wo ich nur reinkonnt.
- 26:31Speaker 0: Also schon als junges Mädchen in Lande an der Isar haben mich überall reingeschmuggelt weil ich wollte einfach Kino oder?
- 26:38Speaker 0: Und dann habe ich eigentlich das Glück gehabt, so mit den ersten Edgar Wolles Filmen eigentlich mit den tollen Schauspielern zu spielen die ich vom Theater her kannte oder von den Zeitschriften halt.
- 26:48Speaker 0: Oder eben schon von Filmen die ich gesehen hab.
- 26:50Speaker 0: und da plötzlich war es daneben dem Gestand das gehabt.
- 26:53Speaker 0: Mit dem darf ich spielen oder so.
- 26:55Speaker 0: Und dann habe ich später meine erste Hauptrolle mit Pierre Brise und Lex Barker, Vinny Thun, das Halbblut Apanachi in Jugoslawien und dann plötzlich stehst du neben denen wo du vorher die Vinny-Thus gesehen hast den ersten, zweiten Teil und dritten Teil und so.
- 27:12Speaker 0: Ich war ja bei meiner Anneliese Hanschke und hab meinen Gesangsunterricht gehabt einen Schauspielunterricht um zu tanzen.
- 27:19Speaker 0: Aber ich habe eigentlich beim Drehen dann sehr viel gelernt.
- 27:22Speaker 0: Mein allererster Edgar Wollis mit Siegfried Loewitz und Hart Leibniz im Carindor, Dieter Epler... Da hab' ich dann dem Dieter Ebler, den Kollegen gesagt, das ist mein erster Film!
- 27:34Speaker 0: Ich hab noch nie von der Kamera gestanden.
- 27:36Speaker 0: also meine Schulaufführung, die ich gemacht hab gar nix.
- 27:39Speaker 0: und da hat er nur gesagt zu mir, merken sie sich eins, Text, Text Text.
- 27:44Speaker 0: Nie den Text aufsagen, sondern du musst ihn so oder sie müssen ihn so lernen dass wenn man sich in der Nacht sticht müssten Sie den Text parat haben und nicht den Viva-Seite.
- 27:54Speaker 0: drei nochmal dann ist schon verloren.
- 27:56Speaker 0: ein guter Tipp!
- 27:57Speaker 0: Und dann habe ich Kostümprobe und alles machen und aber die haben schon gedreht.
- 28:01Speaker 0: da hab' ich gefragt ob ich dazuschauen darf, klar kannst du zuschauen?
- 28:04Speaker 0: Dann habe ich damals die Karindor beobachtet und Herr Radt Leibniz und er war eine Schiene aufgebaut wurde gefahren und da mussten die beiden über die Schiene gehen.
- 28:17Speaker 0: Erstens mal ist mein erstes aufgefallen, das hört sich zwar etwas naiv an aber mir ist es trotzdem aufgefallen weil ich in München schon ab und zu so Fotos gemacht habe.
- 28:25Speaker 0: Es war ein wundermädchen München oder wie das nochmal hieß hab ich mit dem Rusche Fritz die Fotos für quick gemacht und der schaust ja in die Kamera.
- 28:34Speaker 0: Da bin ich als erstes gemerkt natürlich man darf gar nicht in die Kammer schauen sozusagen in den Film rein.
- 28:41Speaker 0: Also das Nummer eins ist ganz wichtig.
- 28:43Speaker 0: und dann habe ich beobachtet, wie die beiden über diese Schiene schwebten.
- 28:48Speaker 0: Natürlich hat kein Mensch runter geschaut wo die Schiene ist weil logisch, denn die Schienen sind ja nicht da!
- 28:52Speaker 0: Und so hab' ich mir das so aah gesehen.
- 28:56Speaker 0: okay du musst souverän sein muss das vorher einbringen und dann gehst du eben einfach drüber ja und so.
- 29:01Speaker 0: und so habe ich eigentlich gelernt gelernt gelernt und habe eigentlich ja eigentlich von Kollegen mir auch viel.
- 29:08Speaker 0: Also sage ich mal in Weise abgeschaut, weil ich habe viel Schlechtes gesehen.
- 29:14Speaker 0: Ich dachte mir nicht so mag ich mich immer nicht benehmen das möchte ich nicht gern aber das finde ich ganz cool.
- 29:19Speaker 0: also sozusagen präpariert an set zu kommen dass du den Leuten auf die Nerven gehst und sag meils kann ihren Text wieder nicht Wahnsinn.
- 29:27Speaker 0: ja was ich natürlich auch oft erlebt hab dass du halt einfach sagst du stilst in anderen leuten nun auch den Kollegen Nicht nur die Energie, die Zeit.
- 29:34Speaker 0: Alles ist kostet Geld.
- 29:36Speaker 0: also so Geschichten und da habe ich unheimlich viel
- 29:38Speaker 0: gelernt.".
- 29:39Speaker 1: Das heißt was sich auch in der Vorbereitung auf unser Gespräch ein bisschen gemerkt haben ist?
- 29:45Speaker 1: Was dich glaube ich bei Ihnen wirklich von vor der Filmzeit bis heute.
- 29:49Speaker 1: irgendwie durchzieht es so eine niemals endenwollende Neugierde oder?
- 29:53Speaker 1: Also Dinge verstehen wollen herausfinden wie kann ich das machen?
- 29:58Speaker 0: Ja weil auch dieses geht nicht... das ist für mich gar nichts.
- 30:02Speaker 1: Also
- 30:02Speaker 0: wenn einer sagt, jetzt still war ich schon mit meinem Vater so.
- 30:05Speaker 0: Wenn er eben gesagt ist, es ist ruhig und wird nicht mehr diskutiert.
- 30:09Speaker 0: Du willst jetzt nicht mehr diskutieren?
- 30:10Speaker 0: Okay, du hast das letzte Wort auch wurscht.
- 30:13Speaker 0: Dann denke ich meinen Kopf einfach weiter und diskutiere das mit mir aus oder so.
- 30:17Speaker 0: Also ich habe nie eigentlich ... Ich war ein großer Widerspruchsgeist, nicht weil ich nur widersprechen wollte sondern weil ich viele Dinge einfach nochmal abklopfen wollte und sagen wollte Moment mal, lass uns noch einmal hören!
- 30:28Speaker 0: Wie meinst du das?
- 30:29Speaker 0: So meinst ihr das wirklich unter so oder ist es vielleicht doch anders?
- 30:33Speaker 0: Und so.
- 30:33Speaker 0: also ich hab Riesenspaß am diskutieren gehabt Und das habe ich auch bis heute nicht nachgelassen, weil ich finde es einfach wichtig.
- 30:41Speaker 0: Wenn man beim Sprechen oder beim Diskutieren mit meinem Mann so ... Wir streiten nicht miteinander aber wir diskutieren viel und wir sind nicht immer einer Meinung.
- 30:51Speaker 0: Aber meiner arbeitet sich viel und denkt dann plötzlich, vielleicht hat er da in der Stelle gar nicht so unrecht?
- 30:59Speaker 0: Vielleicht muss ich das noch mal überdenken!
- 31:00Speaker 0: Dann sehen wir zum Beispiel beide große Zeitungsleser also noch mit Papier.
- 31:05Speaker 0: Er hat immer seine Frankfurter, seine FHZ und ich meine Süddeutsche.
- 31:09Speaker 0: Und da haben wir schon überhaupt genügend miteinander zu diskutieren.
- 31:13Speaker 0: was schreibt in deine Zeitung wieder und so.
- 31:15Speaker 0: aber das finde ich eben auch ganz wichtig dass man einfach Dinge auch nicht einfach als gegeben immer hin nimmt sondern dass man auch mal sagt durchaus lohnt sich das nochmal eine andel Perspektive zu sehen und nachzudenken.
- 31:27Speaker 0: könnte es nicht auch anders gehen?
- 31:29Speaker 0: oder fällt mir sowas ein?
- 31:33Speaker 0: Und da habe ich auch ein großes Glück, dass ich meinen Mann kennengelernt habe und das wir zum Beispiel über Werte, wie man sich stellt gegenüber anderen Menschen so überhaupt nicht diskutieren.
- 31:47Speaker 0: oder wo ich denke, oh Gott wie hat sich der es benommen eben?
- 31:50Speaker 0: Oder das geht überhaupt nicht.
- 31:52Speaker 0: Das gibt's bei uns nicht sondern es ist so wie mir wie ich das möchte und er macht es also obwohl man es wirklich spät in unserem Leben kennengelernt haben sind wir ganz vielen Dingen wie wir mit Menschen umgehen was wir für einen Anliegen haben, welche Verantwortung man trägt.
- 32:10Speaker 0: Ob man für andere auf etwas tun kann oder ob einem alles wurscht sein kann.
- 32:14Speaker 0: Da haben wir doch sehr viel Übereinstimmung und das ist halt auch ein Glück finde ich!
- 32:19Speaker 1: Absolut.
- 32:20Speaker 1: Das ist diese sachliche, respektvolle, sachliche Diskussionskultur auch etwas was uns ein bisschen in unserer Gesellschaft fehlt.
- 32:28Speaker 1: also gerade wenn man dieses ewige schwarz-weiß denken auch wenn es um Corona geht die einen sind dagegen und die anderen sind dafür und in der Mitte passiert nicht viel.
- 32:39Speaker 1: Ist das was was uns fehlt?
- 32:41Speaker 0: Ja ich denke ich glaube man müsste viel öfter Eine scharfe Diskussion haben, aber eben kein Streit.
- 32:49Speaker 0: Weil der Streit will ja eigentlich... Wenn ich mit jemanden streite und das Wort Streit wirklich im Sinne des Streits annehme, dann möchte ich gewinnen!
- 33:00Speaker 0: Weil das ist ein Streit.
- 33:03Speaker 0: Das heißt, ich höre gar nicht zu was Sie sagen sondern ich hau meine Argumente auf den Tisch und sag so ist so jetzt ist Schluss ja?
- 33:10Speaker 0: Und so geht es nicht!
- 33:11Speaker 0: Ich glaube das ist auch eine große Situation jetzt gerade die Demokratie die jetzt so herausgefordert wird diese Diskussion dass man selbstverständlich immer irgendwie Kompromisse machen muss weil das ist die Demokraties.
- 33:26Speaker 0: Du kannst nicht sagen es ist so und ich haue jetzt in Hammer runter den Mund, sondern wir müssen schauen dass wir miteinander das wir uns nicht verlieren.
- 33:36Speaker 0: Und gerade diese Herausforderung Corona, das bedeutet für jeden Einzelnen finde ich eine große Disziplin.
- 33:42Speaker 0: Eine große Eigenverantwortung, dass sich sagen, Ich brauche keine Polizei bei mir muss keiner klingeln ja?
- 33:49Speaker 0: Ich halte mich an die an die Vorgaben und so.
- 33:52Speaker 0: Das ist eigentlich jetzt die große Klasse, die wir beweisen müssen nicht sagen.
- 33:55Speaker 0: Ich habe auch Bekannte, die dann sagen Ja du man wird ja ihn nicht kontrolliert.
- 33:59Speaker 0: also ich treffe mich mit Freunden.
- 34:01Speaker 0: Seht ihr mal bitte Das ist doch keine Verantwortung, die du trägst.
- 34:06Speaker 0: Das ist ja gratisgroße Gut was sie zu verteidigen haben.
- 34:09Speaker 0: Was die Demokratie von dir eben auch verlangt.
- 34:11Speaker 0: in solchen Zeiten und das bin ich zum Teil schon man mal also enttäuscht oder manchmal auch erschütternd denke ich mir nur weil dich keiner kontrolliert machst du was du willst.
- 34:22Speaker 0: es finde jetzt gar nicht gut.
- 34:24Speaker 0: Es finde ich irgendwie klein.
- 34:27Speaker 1: Es ist ja manchmal auch wirklich zum Verzweifeln auch jetzt nicht nur bei Corona sondern auch Bei anderen Themen, wenn wir über unsere Demokratie, bei unserer Gesellschaft nachdenken, Thema das sie ja auch sehr beschäftigt ist Antisemitismus zum Beispiel.
- 34:42Speaker 1: Wir hatten vor ein paar Monaten einen hier also nicht hier, wir haben es bei ihr aufgenommen aber wir haben Gespräche mit Charlotte Knoblauch auch gemacht und ich habe das so bewundert.
- 34:54Speaker 1: an dieser Frau diesen... niemals enden wollen, denn Optimismus, dass es sich vielleicht doch mal irgendwann verbessert.
- 35:03Speaker 1: Aber das Aufrecht zu halten ...
- 35:06Speaker 0: Unglaublich!
- 35:07Speaker 0: Ganz eine tolle Frau.
- 35:08Speaker 0: und was sie auch erlebt hat und was Sie erlitten hat als Kind schon miterlebt hat unglaublich.
- 35:13Speaker 0: Und wie mit wie viel Charme und wie viel Kraft sie immer noch eben sozusagen ihre Frau steht ist finde ich ganz toll.
- 35:21Speaker 0: und Ich muss schon auch sagen... nie gedacht, dass wir nochmals so scharf an die Grenze kommen.
- 35:28Speaker 0: Dass es wieder dieses Aufkeimende, dieses Ausgrenzende, das Hass erfüllte, dass das zu uns zurückgehen könnte.
- 35:37Speaker 0: Das habe ich wirklich gedacht und ich hab zum Beispiel jüdische Freunde.
- 35:45Speaker 0: vor vielen Jahren also wo unsere Kinder noch klein waren haben sie mir einfach auch gesagt Wir schauen eigentlich, dass unsere Nachbarn oder halt auch andere vielleicht nicht unbedingt mitbekommen, das wir Juden sind.
- 35:58Speaker 0: Und dann wieder sagen wir, nein!
- 36:00Speaker 0: Ihr müsst sagt, nein?
- 36:02Speaker 0: Wir spüren das und wir möchten... Wir schämen uns natürlich nicht, dass wir Judens sind aber eigentlich wollen wir sozusagen die Ohrfeige uns nicht einfangen und das fand ich damals schon ganz furchtbar.
- 36:16Speaker 0: und schäme mich heute wenn ich eben in der Zeitung lese was weiß ich einer mit sagt, ja ich trage schon mein Keppi aber ich setze jetzt doch lieber ein Hut drüber auf damit man das nicht sieht.
- 36:34Speaker 0: Das ist für mich zu beschämend.
- 36:37Speaker 0: Da schäme ich mich beim Lesen weil ich mir denke Menschen's Kinder stellen mir vor ist es soweit und warum mischt sich auch nicht jemand ein?
- 36:45Speaker 0: Warum musst du denn nicht den Mut haben einen Rabbiner bedrängt oder irgendjemand, der sich zeigt, dass er jüdisch ist.
- 36:56Speaker 0: Da muss man vielleicht nicht dazwischen gehen weil man vielleicht als Frau Angst hätte.
- 37:00Speaker 0: aber ich habe selber schon erlebt das wenn man schreit und ruft und schreiht darüber hey was macht ihr denn da?
- 37:07Speaker 0: Dann ist zumindest eine Schrecksekunde da und dann gibt es vielleicht auch andere die dann sagen und sich auch einmischen Aber vorbeigehen kann man nicht machen.
- 37:16Speaker 0: also wie gesagt ihr habt schon erlebt Vor vielen Jahren war das auch, wo Jugendliche einen anderen an eine Säule gedrängt haben.
- 37:24Speaker 0: Und ich bin die Treppen hochgekommen und es waren viele!
- 37:27Speaker 0: Ich habe so geschrien dass sie einfach auseinander gefahren sind... ...und dann hab' ich ihn natürlich geschimpft, da ist ein Feld... und so... und dann haben sich sie getrollt.
- 37:39Speaker 0: Jetzt hätte ich natürlich sagen können vielleicht gehen die auf mich los.
- 37:41Speaker 0: Das heißt ich habe natürlich gar nicht gedacht sondern ich habe einfach das gesehen und habe geschrien.
- 37:45Speaker 0: Und so denke ich mir auch, dass man wenn man irgendwo was sieht, das nicht in Ordnung ist einfach rüberrufen und zwar richtig laut aggressiv, dass andere Leute auch sehen.
- 37:54Speaker 0: Was ist denn da drüben?
- 37:56Speaker 0: Und dann könnte man das vielleicht verhindern.
- 37:59Speaker 0: aber ich finde es also ganz grauenvoll und es ist wirklich für unser Land zu beschämen, dass wir wieder so viele Tendenzen haben.
- 38:06Speaker 0: Ich habe heute meiner Süddeutschen einen Bericht gelesen von einem Arzt Der ist schwarz und schwul, ich warte die Überstift.
- 38:17Speaker 0: Und der sich vorbildlich für Flüchtlinge in Asylantenheimen kümmert.
- 38:23Speaker 0: Weil er selber in Angola gegen Kohlera als Arzt gekämpft hat, kennt er sie mit Pandemie gut aus und wird dann in neuen Bundesländern ausgegrenzt.
- 38:32Speaker 0: Zum Teil schalten Sie ihm dann Stand da in dem Artikel, schalten sie ihm seinen Computer runter.
- 38:37Speaker 0: Dann braucht es schon wieder eineinhalb Stunden bis er das alles hochlitt.
- 38:40Speaker 0: Alles Schikane.
- 38:41Speaker 0: Das sage ich mir, sag mal geht's noch?
- 38:43Speaker 0: Was ist denn mit uns?
- 38:45Speaker 0: Es kann doch nicht sein, dass ich so ein verkorkstes und steinendes Herz habe, das sich das mache anstatt ich diesem Menschen dankbar bin, dass er da ist, der seinen Arzt ist, dass es sich kümmert, dass sie das kann, dass die Pandemie verstanden hat, dass auch die Hygienevoraussetzungen richtig gelebt haben schon.
- 39:05Speaker 0: Den brauchen wir nicht erklären wie das jetzt geht.
- 39:07Speaker 0: Da wird der Gedist ohne Ende!
- 39:09Speaker 0: Ach so, das finde ich.
- 39:11Speaker 0: Es macht mich sprachlos wirklich!
- 39:13Speaker 0: Aber man darf eben nicht sprachlose werden sondern ich bin entsetzt dann und denke mir, ich mache jetzt weiß noch nicht genau was ich mache aber da mache ich eben auch etwas.
- 39:21Speaker 0: Das ist mal heute auch nicht aus dem Kopf gegangen dass es sowas möglich ist.
- 39:25Speaker 0: Und dann ist der Vorgesetzte einer von der AfD.
- 39:28Speaker 0: Ich will die Mann jetzt nichts unterstellen weil ich kenne ihn nicht aber ob da nicht schon wieder... Was will denn eine?
- 39:33Speaker 0: sozusagen ein schwarzer Untenschwuler?
- 39:34Speaker 0: Er sei mal geht's noch?
- 39:36Speaker 0: Wen geht'n das was an?
- 39:38Speaker 0: also Sie sehen schon.
- 39:42Speaker 1: Was ich so erschreckend finde an diesen Entwicklungen, ich habe immer gedacht früher dass meine Generation und die nachkommenden Generationen ja eigentlich nicht mehr so denken können.
- 39:56Speaker 1: Also wir waren alle in der Schule, wir haben alle irgendwie kein Leid erfahren normalerweise.
- 40:03Speaker 1: In unserem Leben müssen den Wohlstand
- 40:04Speaker 0: aufgehört werden.
- 40:05Speaker 0: Genau und woher kommt es dann?
- 40:07Speaker 0: Wo ist das?
- 40:07Speaker 0: Wir war da alle miteinander in der Schule... Es war immer schon bunt gemischt ja!
- 40:11Speaker 0: Im München war's immer schon bund also schon Jahrzehnte und plötzlich gibt so was wieder.
- 40:17Speaker 0: ich verstehe es nicht.
- 40:19Speaker 0: Und dann auch mit diesen Verschwörungstheorien wie dieses ganze sozusagen kann man es wieder ganz gut aufhängen.
- 40:26Speaker 0: Die Juden sind an einem Schuld mit dem Impfstoff miteinander, drehst dir den Magen um, das stellt dir die Haare auf.
- 40:34Speaker 0: und diese Menschen, die so denken, die sind natürlich in ihren Echokammern.
- 40:38Speaker 0: Die informieren sich nicht bunt rund und sagen okay dann lese ich jetzt mal die Zeitung oder das, dann lse ich mal diesen Artikeln, höre ich mir das an?
- 40:46Speaker 0: Dann höre vielleicht mal öffentlich-rechtliche Diskussionen einfach so eine Variety in meinen Kopf zu kriegen und dann fasse ich vielleicht eine Zusammenfassung sozusagen, eine Konklusion und sage, mhm.
- 40:57Speaker 0: Vielleicht ist es doch so!
- 40:58Speaker 0: Aber die sind ja dann so narrow-minded nur bei sich und der Hass kann sich ausbreiten.
- 41:03Speaker 1: Wahnsinn!
- 41:05Speaker 1: Ist das vielleicht auch ein Stück weit?
- 41:07Speaker 1: Ich will da jetzt niemanden an den Pranger stellen, aber um auch so einen Stück weit den Bogen zu den Schulen zurückzuschließen quasi.
- 41:16Speaker 1: Ist es ein Stückweit auch ein Thema was wo sich zumindest die die Schulen unser Bildungssystem an sich mehr Gedanken machen müsste wie man solche Themen transparenter offener angeht und diskutiert?
- 41:29Speaker 0: Das muss einfach, da muss mehr Raum dafür da sein.
- 41:31Speaker 0: Weil natürlich ist es so dass viele Kinder zu Hause den sozusagen schon diese Marschroute sozusagen in den Kopf bekommen.
- 41:41Speaker 0: und wenn du jetzt die Kinder in der Schule hast und wenn man zum Beispiel gemeinschaftlichen, sage ich mal, Religionsunterricht machen würde das man einfach erklärt was ich immer meine und sage ich weiß nicht ob das jetzt dem Fahrernrecht ist oder den anderen Recht, das weiß ich nicht.
- 41:55Speaker 0: aber ich denke jede Religionsgemeinschaft hat sich irgendwie ausgedacht, wie deren Gott sein soll.
- 42:01Speaker 0: Aber im Endeffekt, wenn ich glaube ist es mir doch ganz egal ob der Gott oder das Aller ist oder ob das... Das ist egal!
- 42:09Speaker 0: Irgendwie hat sich der Mensch etwas gesucht und dafür ein oder nenn es nur Natur.
- 42:14Speaker 0: Das ist mir auch egal, Respekt usw.
- 42:17Speaker 0: Und das müsste man miteinander aufklären.
- 42:20Speaker 0: Dieses fanatische, ich hab recht.
- 42:25Speaker 0: Du hast nicht Recht!
- 42:26Speaker 0: Das ist grausam, das ist fürchterlich.
- 42:28Speaker 0: Nein lass drüber reden, lass diskutieren, lass mal schauen was rauskommt und eventuell können wir sagen okay ich kann respektieren dass du das so siehst und du respektierst wie ich sehe aber nicht streiten deswegen sondern sag mal da ist die kleine Ecke da kann ich jetzt nicht mit dir.
- 42:45Speaker 0: Aber ich glaube dann müsste viel mehr getan werden dass sich das gar nicht heimlich so reinschwappen kann, weil ich denke dann ist es immer so wenn du sowas laufen lässt irgendwann ist es zu spät.
- 43:02Speaker 0: und deswegen sage ich auch immer bei Diskussionen oder wenn ich mit Leuten rede unsere Vorfahren, unsere Eltern oder unsere Großeltern waren ja nicht per sie antisemitend und waren alle Mörder natürlich nicht sondern Sie sind reingerutscht.
- 43:15Speaker 0: Und am Anfang, da stehen wir wieder.
- 43:18Speaker 0: Am Anfang bist du vielleicht zu dem Schneider gegangen und es waren Jude oder dein Arzt war Jude oder egal was.
- 43:25Speaker 0: Und dann plötzlich hieß es also bei denen kaufen übrigens jetzt nicht mehr ein Ja, oder so.
- 43:30Speaker 0: Und da hätte man schon sagen müssen Moment mal also ich kauf da immer ein Geh dahin nicht kauft einen das du mir dann wurscht.
- 43:36Speaker 0: und wenn man das gemacht hätte Wenn man da sofort gesagt was soll es sein?
- 43:40Speaker 0: Ich soll nicht mehr zu meinem Zahnarzt gehen oder zu meinem Aus- oder zu irgendwas Oder zu dem Anwalt illegal Was?
- 43:47Speaker 0: Wenn man Da frühzeitig gesagt und jetzt lasse ich mich jetzt nicht gefallen Dann in das Step by step, es hat sich reingeschließen und plötzlich bei Juden kauft man nicht einen.
- 43:56Speaker 0: Und plötzlich war dann so viel Angst da, wahrscheinlich so ein Kriegsmirr.
- 43:59Speaker 0: Die einen waren natürlich fanatisch dafür.
- 44:01Speaker 0: Ich will jetzt wirklich nicht sagen dass das alles Mitläufer waren ganz viele waren davon überzeugt mit ihren arischen und rassischen Dingen da um mit ihrem Wahnsinn.
- 44:10Speaker 0: aber ganz viele haben sich zu guter Letzt dann nicht mehr getraut und haben gedacht ne dann mache ich das lieber so wie die dies jetzt wollen weil sonst kriege ich Schwierigkeiten und dann war's zu spät.
- 44:20Speaker 0: Deswegen, ich denke wir sind schon große Schritte weit vorwärts gegangen ohne aufzumerken.
- 44:27Speaker 0: Ohne zu sagen jetzt reicht es ja!
- 44:29Speaker 0: Das finde ich.
- 44:30Speaker 1: Also brauchen wir quasi generell mehr Mut um unsere Werte
- 44:35Speaker 0: und
- 44:35Speaker 1: Demokratie zu verteidigen?
- 44:40Speaker 0: Wenn man zum Teil auch liest, was da alles steht oder wenn ich dann auch mal zu meinen Schützdorben kriege.
- 44:49Speaker 0: Denk mal, was geht in so einem Menschen vor?
- 44:51Speaker 0: Der mag das wirklich alles hinschreiben!
- 44:53Speaker 0: Menschens Kinder!
- 44:55Speaker 1: Ja kurz vor Weihnachten... vielleicht noch mal einen kleinen Bogen hin zu etwas positiver.
- 45:07Speaker 1: Gibt es denn etwas für Sie, wenn sie auch auf dieses Chaos ja zurückblicken?
- 45:12Speaker 1: Etwas das sie optimistisch stimmt, dass Ihnen gezeigt hat naja irgendwie da gibt's vielleicht doch einen Funken was auch in dieser ganzen Situation gut gelaufen ist wo wir gezeigt haben wir können vielleicht doch zusammenhalten und sind bereit, gemeinsam den Weg zu gehen auch.
- 45:32Speaker 0: Also ich habe mich ehrlich gesagt auf das Jahr... also ich bin kein Silvesterfeierer sowas mache ich sowieso nicht gerne aber trotzdem ich hab mich irgendwie auf dieses Jahr zwei Null gefreut und mir hat es irgendwie so eine runde Geschichte.
- 45:46Speaker 0: Keine eckigen Zahlen drin nur die Zwei ist in Rund, die Nulle ist in rund der nächste zwei ist auch rund.
- 45:54Speaker 0: dann kriegst du so ein Ding hingeknallt.
- 45:57Speaker 0: Und dann heißt es eben schon, wie gehe ich damit um?
- 46:01Speaker 0: und dieses damit umzugehen auch erst mal dieses zum Beispiel dieses abgeschottet sein.
- 46:07Speaker 0: ja plötzlich dürfen die elf tausend Kinder nicht versorgt werden.
- 46:09Speaker 0: Dann musst du aber sagen okay Okay Es ist jetzt so Jetzt müssen wir schauen was wird gemacht haben.
- 46:14Speaker 0: Wir haben sofort Hygienekonzepte entworfen wenn sie wieder aufgeht Damit man bereit sind.
- 46:18Speaker 0: So und da habe Ich schon gesehen Wie viele Menschen kreativ werden, wie sie zusammenhalten.
- 46:24Speaker 0: Also ich muss ehrlich sagen mein Keimmenschen ist sowas gewünscht was wir da erlebt haben jetzt in dem Jahr.
- 46:29Speaker 0: aber trotzdem glaube ich dass viele viele Menschen auch zusammengerückt sind das ich zum Beispiel auch ganz toll finde.
- 46:36Speaker 0: Ich war jetzt sowohl beim Spendenmarathon als auch bei Herz für Kinder und ist es noch nie so viel gespendet worden.
- 46:43Speaker 0: Es muss ich ja immer sagen, ein ganz großes Lob an die Menschen draußen.
- 46:47Speaker 0: Beim Spenden-Marathon sind fünfzehn Millionen zusammengekommen also mehr oder weniger fast das Doppelte vom letzten Jahr.
- 46:55Speaker 0: Ich bin auch seit Anfang an da dabei, weil ich finde das ist auch so eine Verpflichtung die man hat und beim Herz für Kinder war es auch dieses mal sechsundzwanzig Millionen im Nachspiel bis zu dreißig Millionen gegangen.
- 47:06Speaker 0: Das heißt es waren noch nie da gewesen, seit diese Organisationen oder Stiftungen da sind es so hohe Spenden.
- 47:13Speaker 0: und da glaube ich dass die Menschen, die meisten Menschen und deswegen muss man auch bei uns Menschen auch loben, weil die anderen sind die Ausfranzen, die wir aber nicht dulden dürfen und nicht einfach akzeptieren dürfen.
- 47:24Speaker 0: Aber das Großteil der Menschen ist ganz großzügig gewesen, die deutschen Spenden sind sehr viel immer schon, aber dieses Jahr vielleicht auch durch dieses Besinnlichsein und denken es geht uns ja unter dem Strich immer noch verhältnismäßig gut!
- 47:40Speaker 0: Wir haben weder so einen Shutdown, auch in Europa gesehen.
- 47:43Speaker 0: Weder so ein Shutdown gehabt wie in Spanien oder Italien.
- 47:46Speaker 0: Wir haben immer uns noch bewegen können wir konnten rausgehen, wir können Sport machen, wir könnten einkaufen und frische Luft schnappen usw.
- 47:54Speaker 0: Also wir haben immer noch eine große Freiheit.
- 47:56Speaker 0: das finde ich ganz toll!
- 47:57Speaker 0: Und gefragt sind wir eben alle dass wir damit gut umgehen?
- 48:01Speaker 0: Und wie gesagt für mich war schon der Lichtblick dass man tatsächlich mit ganz wenig auskommt Ja, dass man also zu Hause ist und kocht.
- 48:13Speaker 0: Und wir haben zum Beispiel Mann und ich... ja, ein Mal kocht er, ein mal koche ich oder so und wir haben Spaß trotzdem miteinander und mir ist nicht ein einziges Mal die Decke auf den Kopf gefallen weil ich genug sozusagen immer in der Schublade habe was sie schon lange tun sollen und dann mach' ich das endlich, da bin ich stolz in dem.
- 48:32Speaker 0: ach jetzt hast du mal aussortiert oder ich weiß nicht was gemacht.
- 48:35Speaker 0: Also ich sehe es auch so und das bespreche auch mit meiner Tochter, mit der ich natürlich viel telefoniere.
- 48:41Speaker 0: Man muss es nehmen!
- 48:43Speaker 0: Und für mich ist eben wenn's dann mal so eng ist, dann denke ich mir stelle mal vor meine Großmutter und mein Grossvater und meine Eltern haben also meine Großeltern zwei Weltkriege erlebt Inflationen erlebt.
- 48:57Speaker 0: Wenn ich an meine Eltern denke, der Vater war im Krieg und die Mutter mit den Kindern daheim hat Weihnachten auch allein gefeiert.
- 49:03Speaker 0: Und es waren nicht warm in der Wohnung weil wir waren nun mal nicht reich und die meisten Leute haben's nicht warm gehabt ja?
- 49:08Speaker 0: Und die Männer waren draußen.
- 49:09Speaker 0: Manche Männer sind gefallen manche Väter.
- 49:11Speaker 0: Und dann natürlich wenn ich mir dann vorstelle... Ich habe zu Hause eben so ein Buch einige aber das von München, das stört dem München Ja!
- 49:18Speaker 0: Wenn ihr das anguckt wie das München ausgeschaut hat und nach kurzer Zeit haben die Menschen wie die Armeisen das wieder alles auf die Beine gestellt und eben deutschlandweit oder was in Dresden stattfand mit der Frauenkirche.
- 49:31Speaker 0: Es gibt dann so viel Freude, wie viel Kraft ein Mensch entwickeln kann und wie das gemeinsame Miteinander wirken kann.
- 49:41Speaker 0: Das baut mich total auf und es finde ich toll.
- 49:43Speaker 0: aber trotzdem muss ich dabei bleiben dass wir ganz viel zu arbeiten haben.
- 49:48Speaker 0: Ganz viel müssen wir schauen, dass die Anständigen sozusagen aufstehen und nicht schweigen.
- 49:53Speaker 1: Ein wunderbares Schlusswort!
- 49:55Speaker 1: Und für all diejenigen, die uns zuhören und noch nicht wissen wo sie dieses Jahr vielleicht noch was spenden können kann man gerne auch nochmal auf der Website von Brotzeit vorbeischauen.
- 50:06Speaker 1: Wir packen den Link auch nochmal in die Show Notes damit denen auch jeder findet weil Sie freuen sich ja auch jederzeit über Spenden.
- 50:12Speaker 0: Auf jeden Fall natürlich.
- 50:14Speaker 1: Vielen Dank fürs vorbei kommen.
- 50:15Speaker 1: Danke
- 50:15Speaker 0: schön für die Einladung.
- 50:17Speaker 0: Spaß gemacht Das war es leider
- 50:19Speaker 1: schon.
- 50:20Speaker 1: Die letzte Runde ist ausgetrunken,
- 50:22Speaker 0: das Gespräch zu Ende.
- 50:24Speaker 0: Vielen Dank fürs Zuhören!
- 50:27Speaker 1: Bitten
- 50:27Speaker 0: im Rücksicht auf die Nachbarn und sei leise
- 50:30Speaker 1: wenn du die
- 50:30Speaker 0: Bar verlässt aber vergiss auf keinen
- 50:33Speaker 1: Fall den abonnieren
- 50:34Speaker 0: Button zu klicken.