Latest / MOMENTUM - kevinkellermazza / 60'000 Franken Schulden zum eigenen Gym – Pasquales Weg zurück ins Leben
Transcript
- 0:00Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von Momentum. Deinem Podcast, der inspirierende Menschen inspirierende Geschichten erzählt. Mein heutiger Gast ist Pasquale. Er hat in diesem Podcast sehr, sehr viele tiefgründige Sachen von seinem Leben erzählt. Und zwar, wie er vom untersten, untersten Tiefpunkt in ganz schöne Höhen jetzt am Fliegen ist.
- 0:20Er hatte Schulden von über 60'000 Franken und heute leitet er ein wundervolles Outdoor-Gym in Olten. Was er geleistet hat, wie er die ganzen Struggles gemeistert hat, wie ein Suizidgedanken ihn geformt hat und was er nachher aus seinem Leben gemacht hat, erfahrt ihr in diesem Podcast. Darum, das dürft ihr auf jeden Fall nicht verpassen und jetzt gibt es nur eins zu sagen. Intro ab! Intro ab!
- 0:45Heute Morgen bin ich auch schon 19 km gejoggt. Dann schaut er mir in die Augen und sagt mir, um das zurückzuzahlen, müssen wir Millionär werden. 59'650 Franken. Das war der Peak der Betriebungen, die du angeschaut hast? Ganz genau. Du musst dir vorstellen, du bist 29, bist auf einem Notfall und siehst du, was sie dir sagen? Wir gehen in den Faust, du hast einen Schlaganfall. Aber trotzdem habe ich gedacht, ich beende jetzt einfach mein Leben. Hast du Suizidgedanken gehabt? Ja, Suizidgedanken.
- 1:12Ich dachte wirklich, es hat einfach keinen Wert. Wie soll ich aus diesem ganzen Schlamassel rauskommen? Und dann habe ich gesagt, jetzt ist es einfach fertig. Es ist jetzt einfach fertig mit der Schwäche. Es ist fertig mit dem Mindset. Es ist fertig mit dem Pasquale. Wir erschaffen jetzt etwas Neues.
- 1:33Wie hast du es? Alles gut? Soweit, alles stabil. Cool, dass es geklappt hat. Du hattest eine weitere Hinreise, von Olten bis hierher. Ja, also Resperte wäre in Zürich da durch ewig bestanden. Findest du es kompliziert in Zürich?
- 1:48Ja, ich bin nicht viel da. Ja und zum Glück hast du ja nicht durch Zürich gefahren, du bist ja Westerling. Ich habe mich eben verfahren und bin durch ganz Zürich gefahren. Also wenn ich hierher gejoggt hätte, wäre ich auch schneller gewesen. Mama, ja. Ja, du hast noch geschrieben, ja, ich überlege mir mal, vielleicht jogge ich. Ja, genau.
- 2:08«Weisst du, wo ich bin? Weisst du, wo mein Studio ist?» «Dann möchte ich hier hin joggen.» Und dann haben wir uns ja geschrieben, nachher dachten wir uns, wir hätten schon getauscht. Ja, ja, voll. Nein, also, wenn ich von alten 30 oder 40 Kilometern entfernt wäre, dann wäre ich schon gut, ja. Krass, das wäre einfach ein Marathon. Ja, schnell. Nein, nicht ganz. Ja, nicht ganz. Wartest du schon mal um 2.40 Uhr? Ja, knapp. Ja, um 1.40 Uhr, 1.40 Uhr, etwas. Das habe ich jetzt auch nicht mehr so genau im Kopf, ja.
- 2:35Und für dich ist das kein Problem, dass wir auch mehr als einen Halbmarathon machen vor dem Podcast? Ja, heute Morgen bin ich auch schon 19 km gejoggt, bevor ich hierher kam. Jetzt ohne Seich? Ja. Das ist etwas, was ich täglich mache. Im Moment habe ich ein recht hohes Pencil, zwischen 100 km und etwas mehr pro Woche.
- 2:57Ich finde es krass, dass ich, wenn ich zwischen 10 und 15'000 Schritte am Tag mache, dann höre ich etwa 100 Kilometer in der Woche schon und denke mir, Kevin, du machst gar nichts. Ja, ich habe ja manchmal 30-40'000 Schritte am Tag gemacht.
- 3:16Also mein Körper wird gebraucht, ja. Massiv, ja. Ist es jetzt eigentlich gut, dass du das sagst, dass mein Körper wird gebraucht? Ich habe mal irgendwo gelesen, ich glaube, es ist in deiner Homepage, wo du gesagt hast, du hast damals Fitness und deine Lifestyle nicht angefangen wegen dem Körper, sondern wegen dem Mentalen. Kannst du das ganz kurz erläutern? Was ist der ausschlaggebende Punkt, um zu sagen, jetzt werde ich und bin fit?
- 3:41Angefangen hat ja alles im Jahr 2019, als ich meine ersten Panikattacken bekam. Das war das Jahr, in dem in meinem Leben alles ziemlich bergab war. Wenn wir jetzt gerade so anfangen wollen. Dann habe ich einfach lange gemerkt...
- 4:00dass irgendetwas mit mir einfach nicht mehr stimmt. Vor allem nicht nur körperlich. Körperlich sah ich mich eigentlich nicht so aus wie jetzt, sondern eher der Dicke, der Unfitte. So halt, ja das, was man halt in der heutigen Gesellschaft viel sieht. Und vor allem das Mentale war bei mir auch sehr... sehr schwach. Ich nenne es mal «schwach», ja. Wie kommst du darauf, dass es «schwach» war? Was hast du damals anders gedacht, als du heute denkst?
- 4:26Es ist zu schwer. Ich muss es gar nicht probieren, weil ich es nicht arbeite. Ich kann es nicht. Sobald es schwierig war, habe ich es auf die Seite geschoben und habe jeden einfache Weg gesucht. Das war meine Einstellung früher. Genau diese Einstellung hat dazu gebracht, dass ich die Kontrolle von meinem ganzen Leben
- 4:47nicht mehr hatte. Das hat schon angefangen, als ich meine Alire als Schreiner fertig gemacht habe. Ein normaler Mensch würde sagen, ich mache jetzt aus diesem Alire ein IFZ daraus. Für mich war das so, dass ich zufrieden war, ich gehe jetzt einfach irgendeiner arbeiten.
- 5:04Und dann fahren wir so weiter. Das war dann auch ein Punkt, an dem ich über 10 Jahre nicht wusste, was ich beruflich machen muss. Ich musste hier und dort arbeiten. Unzuverlässig, unpünktlich. In Olten haben mich dann auch temporäre Büros nicht mehr davon vermittelt, wegen meiner Unzuverlässigkeit. Pasquale ist immer krank, Pasquale hat immer etwas am Rücken, Pasquale hat Nackenschmerzen, Pasquale kommt heute spät.
- 5:34Pasquale ist nicht zuverlässig. Also eigentlich so eine richtige schwache Mindset. Das hat für mich auch Schwächen zu tun, weil der Mitarbeiter, der Arbeitgeber, der wartet auf dich am Morgen um 7 Uhr. Auf der Baustelle, im Lager oder wo auch immer. Und mir ist das einfach so ein «Fuck off». Ich mache mein eigenes Ding, aber das eigene Ding hat auch eigentlich null Sinn, weil ich habe ja nichts gemacht. Ich habe einfach gewartet, bin hergeguckt.
- 6:03Mit dem Gedanken, irgendwann kommt dann schon etwas Gutes auf mich zu. Und das hat sich dann wirklich 10 Jahre in die Länge gezogen. Und ich habe sehr viel Zeit verschwendet. Von 18 bis 29 wurde ich dann nachher einigermassen davon realisiert, dass mit mir etwas nicht stimmt. Ich habe... Meiner Meinung nach
- 6:31sind das die besten Jahre, 18 bis 30. Weil in diesen Jahren solltest du eigentlich wissen, was ich mache. Das Fundament bauen auf jeden Fall. Ganz genau. Eigentlich solltest du dir von etwas aufbauen, damit du mit 30 ready bist, um eine Familie zu gründen, um ein Haus zu kaufen.
- 6:48Und ich war mit 30 noch nie einer. Und alle meine Kollegen und auch Verwandte und auch die, die ich halt kannte, die meisten waren eigentlich schon mit 30 an einem anderen Punkt. Der eine war Filialeiter, der andere hat die Weiterbildung abgeschlossen. Und ich war einfach immer noch mit 30 mit meiner Anlehrtür da. Und ich habe nichts gemacht. Ich hatte immer den Gedanken, soll ich eine Handelsschule machen? Soll ich eine Erwachsenenlehre machen?
- 7:16Aber der Gedanke war zu fest da, was ist, wenn du wieder versäumst? Das ist der Gedanke, der mich auch sehr, sehr lange verfolgt hat. Und dadurch, dass ich dann auch die...
- 7:30unterschiedliche Jobs gemacht habe und vor allem nicht regelmässig gearbeitet habe, dann war ich wieder arbeitslos, und wieder etwas aufs Raff, und wieder etwas temporär gearbeitet. Also wirklich keine Stabilität im Leben. Und wenn du diese Stabilität nicht in der beruflichen Welt hast, hast du automatisch Ende Monat auch keine finanzielle Stabilität. Und dadurch haben sich dann mit den Jahren auch Schulden davon angehäuft. Also, ich bin ein wenig gearbeitet, dann habe ich mir ein Auto gekauft,
- 7:56Ich habe das Auto verkauft, bin wieder arbeiten gegangen und habe mir ein Dorf gekauft. Also... In diesen Jahren... ...hab ich dann mit 27, 28 Jahren... ...dann kam es, dass ich gecheckt habe, was ich für Scheisse gebaut habe in meinem Leben. Da hatte ich fast 60'000 Franken Betriebe. Doch. Ja. Dadurch, dass ich in all diesen Jahren einfach ein wenig da und ein wenig dort war. Also nichts konstant. Ich mache es, weil ich es jetzt muss.
- 8:28Irgendwann kommt es dann schon wieder gut. Mit 29, das war im Sommer, war ich mit meiner Mutter und meinen Brüdern in die Ferien in Italien. An diesem Tag stand ich schon mega komisch auf. Dann sind wir an den Strand runtergelaufen. Dann habe ich gemerkt, einen mega komischen Druck in meiner Brust. Dann lege ich mich her, versuche zu chillen, zu entspannen, was man in den Ferien macht. Dann schaue ich plötzlich so hoch.
- 8:56Und plötzlich beginnt mein Herz sehr schnell zu schlagen. Und ich war nichts zu tun. Ich war ziemlich dick. Was heisst ziemlich dick? Ja, so ein bisschen mehr als 30% Körperfett. Also Muskulatur gleich null, weil ich auf meine Ernährung auch nicht mehr schaue. Das war dann auch... Und gewichtsmässig warst du wie viel?
- 9:18Gewichtsmässig habe ich 74 Kilo. Aber es klingt nicht so tragisch. Wenn ich dir jetzt ein Foto von früher zeige und so jetzt würde man schon den tragischen großen Unterschied sehen.
- 9:34Und in dieser Zeit habe ich dann auch einen sehr schlechten Lifestyle geführt. Ich habe geraucht, manchmal habe ich auch gekifft. Am Wochenende bin ich getrunken. Mit der Zeit war das Trinken nicht mehr Spass. Es war das Trinken zum Abschalten, zum Vergessen. Und nach dem Trinken in diesem Zustand, ich war immer einer von den Letzten im Club. Ich wollte einfach nicht nach Hause.
- 10:02Weil ich genau wusste, was mich zuhause erwartet. Meine Streitereien mit meiner Mutter. Meine biegige Schulden. Es hat sich so eine Bige angehäuft gehabt. Steuern, Krankenkasse, Handyrechnung, mein Handy, das nicht mehr funktioniert hat. Also alles Mögliche. Buße von SBB, weil ich mehrmals die Autobrüffung abgegeben habe und ich mit dem Zug schwarz gefahren bin. Also wirklich, es ist mir... Es ist mir wie ein Rattenschwanz geworden. Und es ist mir wirklich auch...
- 10:31ziemlich alles egal war. Bis dann eben im Sommer 2019, wo die erste Panikattacke kam, wo ich nicht wusste, dass es eine ist. Eine Panikattacke dauert je nachdem 10 Minuten, sie kann aber auch eine Stunde dauern. Es ist immer...
- 10:47Für die, die es erlebt haben, die wissen, von was ich rede. Einer, der es noch nicht hatte, kann sich das nicht so gross vorstellen. Kannst du, wenn das irgendwie geht, in Worte fassen, deine Panikattacken, die du hattest, kannst du das kurz in Worte fassen, wie sich das angefühlt hat? Was ist passiert, so Schritt für Schritt?
- 11:07Die erste, die ich hatte, die vergiss ich auch nicht so schnell. Die erste war natürlich nicht so krass. Eine war etwas krasser. Ich glaube, ihr erzählt, die, die krasser war. Du sitzt vor dem Bürostuhl, in dem ich im Büro gearbeitet habe. Und plötzlich will alles auch drehen. Deine Hände werden nass. Du hast plötzlich von Schafenmerken Schweiss ausgerichtet.
- 11:37Und dann spürst du einfach eine Hitze in deinem Körper. Und bei mir hat hier alles angefangen zu kribbeln. Hier überall, Nacken, Kopf, überall. Und es wird alles anfangen zu drehen. Ich komme dann auch dazu, wieso es dreht. Zu dem komme ich dann auch. Und dein Herz, ich hatte dann eine Fitbit-Uhr. Und du musst dir vorstellen, du bist im Sitz und es ist ein Puls von 125.
- 12:00Das ist ein Puls, den ich heute beim Joggen habe. Dass man ein bisschen... Dass man stark ist. Dass man sehr stark ist, ja. Ich komme unterbeugt, dass ich den Staub sauge. Hast du in die Weine? Ja, klar, ja.
- 12:15Und in dem Moment, wenn du dich... Du legst dich dann an und messest deinen Puls. Ich habe mich dann auch ein bisschen informiert, was man von einem Ruhepuls muss. Über medizinische Sachen hatte ich null Ahnung. Heute weiss ich einfach die Basics, die mir helfen. Aber so kann man sich das vorstellen. Es dreht, dein Herz schlägt mega schnell, du hast Hitze, Wallen und das Krasse ist, du willst aufstehen und gehen. Du hast dann auch eine Fluchtangst. Du willst gehen, du willst flüchten,
- 12:43Aber keine Ahnung von was. Du weisst gar nicht, woher. Genau, und vor allem fühlt es sich an, als würdest du gerade sterben. Du gehst nicht in die Ohnmacht. Du stirbst nicht. Du warst voll bewusst da. Ich war im Bewussten da. Und ich wusste, mit meinem Körper und mit meinem Geist ist da irgendetwas, nicht meine Nachricht. Und an dem Tag, als es mir beim Büro passierte, habe ich dann ein Fenster aufgemacht. Habe schnell frische Luft geschnappt. Doch bevor ich das gemacht habe, habe ich den Arbeitskollegen gefragt. Da habe ich gesagt, hey Patrick,
- 13:11«Gespürst du auch so eine Hitze hier?» Dann sagt er «Nein». Ich fühle mich tipptopp und ich dort. Das fühlt sich dann so an. Angst? Richtig Angst. Eine richtige Angst. Doch das Problem ist in diesem Moment,
- 13:32weisst du eben nicht, was es ist. Heute weiss ich, was es ist, weil ich alles Mögliche über das gelesen habe. Aber damals wusste ich nicht, was es ist. Ich dachte wirklich, fuck man, was geht hier ab? Und das ist die zweite, und das hatte ich immer wieder. Ja, und dann hat sich das immer mehr angehäuft. Das war im November 2019.
- 13:59Dort ist das Erlebnis, gewisse Sachen vergisst man einfach nicht im Leben. Dort war ich eingeladen an einem Geburtstag mit einem guten Kollegen. Und dann war ich mit einem Pärchen, den ich auch kenne, waren wir im Lift, um hoch zu gehen.
- 14:15Und plötzlich wird es mir dort erträumlich. Es hat alles dreigt. Das ist die dritte. Das ist die dritte. Und die war richtig Vollgas. Die dauerte über eine Stunde. Und diese Stunde fühlt sich dann sehr, sehr lange an. Weil es ist eine unangenehme Stunde. Das ist eben noch das Problem.
- 14:33Und dann bin ich in diesem Lift, alles was davon dreht, mein Herz schlägt davon, ich bekomme diese Fluchtangst. Ich wollte aus diesem Lift raus. Dann habe ich die Frau des Kollegen schnell gehalten, «Hey, bitte halt mich, ich glaube, ich kitzle dir gerade um.» Der Lift geht auf, dann habe ich mich schnell beruhigt. Dann gehen wir an Geburtstag. Ich sitze her, er hat mir etwas zum Trinken angeboten. Doch innerlich habe ich einfach gemerkt, etwas stimmt mit mir einfach nicht.
- 15:04Und dann war ich dort so... Es war so richtig eine Nervosität, die ganze Zeit. Mein Puls war mega hoch, am schwitzen. Da sind wir ein bisschen Magnesium angeboten, um die Muskeln vielleicht etwas zu beruhigen, weisst du. Aber das hat nichts genützt. Und dann habe ich gesagt, du hörst, ich gehe meine Brüder holen.
- 15:23Er möchte auch gratulieren. Ich wollte keine Panik machen in diesem Moment, weil es waren alle dort, Kollegen von mir, er, seine Familie. Ich steigte das Auto ein und fuhr ins Kantonsspital. In diesem Zustand. In einem Stress. Ich weiss noch, ich war auf der Autobahn, bin gefahren, bin reingestürzt, ich wollte so schnell wie möglich ins Spital, um zu schauen, was da genau mit mir nicht gut ist. Weil ich habe es lange ignoriert,
- 15:51Doch nach diesem Tag habe ich gemerkt, jetzt muss ich einfach wissen, was ich habe. Das ist auch etwas, das dich verfolgt. Ich habe mich dann auch nicht mehr rausgetraut. Ich habe mich nur zuhause und in meinem Auto wohlgefühlt. Weil ich wusste, wenn ich in meinem Auto bin, dann habe ich die Kontrolle, woher es durchgeht. Das hat mir dann auch ein bisschen Sicherheit gegeben. Dann bin ich ins Spital.
- 16:18Sie haben mich gerade genommen, weil ich ihnen gesagt habe, dass ich strömmlich bin und mein Puls hoch ist. Du musst dir vorstellen, du bist 29 Jahre alt und bist auf einem Notfall. Siehst du, was sie dir sagen? «Wir gehen dir aus, du hast einen Schlaganfall.» Super. In diesem Moment wurde mir bewusst, dass ich keinen Schlaganfall bekommen könnte. Schau mal, wie du deinen Körper behandelst. Du behandelst deinen Körper so, als hättest du ein Zweitzimschrank.
- 16:46Du machst keinen Sport mehr. Du saufst nur noch. Du isst nur noch Dreck. Du machst keinen Sport mehr? Hast du vorher Sport gemacht? Ich habe immer wieder ein bisschen im Gym trainiert.
- 16:56Immer ein bisschen gegangen, dann wieder nicht. Dann mit den Kollegen bist du auf der Trip, konsumierst auch noch gewisse Medikamente, um ein bisschen schneller aufzugehen. Und das eigentlich immer gemacht, aber alles falsch gemacht. Nicht mit Konstant. Das ist ja auch ein super Thema. Du nimmst Medikamente zu dir, um bereit zu werden. Und am Wochenende trinkst du und nebenbei rauchst du noch. Krank.
- 17:20Das gibt noch Nebenwirkungen. In diesem Bereich habe ich auch meine Erfahrungen gemacht. Und wenn ich heute so zurückdenke, denke ich, schau mal, was dein Körper aushalten musste. Was deine Nieren, deine Leber, dein Herz alles durchmachen musste. Das ist auch eine Message, die ich den Leuten mitgeben möchte, die das konsumieren. Passet auf mit diesen Sachen. Vor allem, wenn ihr noch nebenbei einen ungesunden Lifestyle lebt, mit Alkohol, mit ungesundem Essen.
- 17:48Es macht so. Ich bin jetzt eher der, der eher Glück hatte. Und mit 29 habe ich die psychischen Probleme bekommen, durch das Physische. Der Respekt, den ich an meinem Physischen nicht hatte, durch das sind auch die psychischen Probleme auftaucht. Und dann noch Probleme, die du mit dir selber hast. Meine Grösse, wie ich vorhin gesagt habe. Es war immer sehr, sehr schwierig, dass ich mich so akzeptiere, wie ich bin.
- 18:18dann bin ich schuld und nicht wissen, was du beruflich machen willst. Und dann kommen Panikattacken, dann kommen gesundheitliche Probleme und du schaust dich im Spiegel an. Und ich sage mir immer, so wie du dich angesehen hast, einfach ein Stück scheisse. Das ist so mein Lieblingswort. Du hast vorhin gesagt, im Auto hast du dich wohlgefühlt, weil du Kontrolle hattest. Mhm. Sind die Panikattacken, die du hattest, so die ersten zwei, hast du drei Panikattacken gehabt?
- 18:44Nein, immer wieder. Das waren die drei Ersten. Du hast immer wieder einen gehabt? Ja, im Sommer, dann im September und dann im November. Und zwischendurch habe ich immer den Druck in meiner Brust gespürt. Das ist nicht so, dass ich nur diese drei gehabt habe. Und du musst dir mal vorstellen, ich habe mit dem gelebt, von dem Sommer 2019, als ich die erste bekommen habe, bis im Mai 2020.
- 19:07Das ist die Zeit. Das ist lang. Die Zeit wollte einfach nicht vorbeigehen. Und das war auch die Zeit, in der ich mit der Zeit angefangen habe zu investieren. Wieso habe ich das? Ich will zurück zum Thema, als ich im Spital war. Ich war drei Tage im Spital stationiert. Und sie haben mit mir alles Mögliche gemacht. Gleichgewichtsorgane.
- 19:29Blut, Urin. Und auf Panikattacken ist niemand gekommen? Kein einziger. Du musst dir mal vorstellen, am dritten Tag haben sie mir gesagt, Herr Barbarito, ihr könnt nach Hause gehen, wir haben keine Ahnung, was ihr habt. Ich hatte drei Oberärzte vor mir im Bett, die so gestanden sind.
- 19:44Und die machen mir so eine Aussage. Ich sage, ich bin drei Tage hier gelegen. Und ich musste erstens danken sagen, dass sie mich aufgenommen haben. Weil, als ich in den Notfall reingelaufen bin, musst du ja die Krankenkassenkarte abgeben. Und ich hatte ja 60'000 Franken Betrieb. Und nur allein die Krankenkassen waren fast über 3'000 offen.
- 20:05Das heisst, meine Karte kam und sagte mir, Herr Barbarito, wieso geht eure Karte nicht? Und dann sagte ich, ja, ich habe die Krankenkasse gewechselt, vielleicht ist noch etwas nicht aktiviert. Aber könnt ihr mich trotzdem aufnehmen, weil ich weiss nicht mehr, was ich machen muss. Und dann haben sie eine Ausnahme gemacht. Und die Kosten habe ich alle selber getragen. Von diesen drei Tagen? Von diesen drei Tagen. Was hat das gekostet? Das kostet ja massiv viel. Diese drei Tage mit allen Untersuchungen haben mich über vier Mio. gekostet.
- 20:36Ja, das habe ich auch gemacht. Also 4.060 habe ich noch offen gehabt, bis die Rechnungen, die noch gekommen sind. Der Job, den ich als Personalberater hatte, das war immer so mein Traum. Irgendwann sitze ich auf die andere Seite des Tisches. Jedes Mal, wenn ich mich als Personalberater vorstellen gehe, habe ich gesagt, das wäre doch eine gute Sache. Unterstützt die Leute, einen Job zu suchen, damit sie...
- 21:01Damit sie einfach leben konnten. Und danach bekam ich diesen Job auch. Und dieser Raumjob wurde plötzlich zum Albtraum. Weil durch diesen Job wurde ich dann noch einmal mehr unbeweglicher. Noch einmal undisziplinierter, noch fauler. Nicht auf die Ernährung geschaut. Ich habe manchmal meine Mahlzeiten mitgenommen, die gesunden. Und bin dann einfach abends oben und habe mir irgendeinen Scheiss gekauft. Wirklich? Ja, musst du dir das mal vorstellen. Ich habe mir Poulet mit Gemüse und Reis mitgenommen.
- 21:28Und darunter haben wir einen Club, die ich auch genau gewusst habe, die Penna alla Rabiata und Spätzli mit Speck. Sind die ready? Ich sagte, das schmeckt mir besser. So richtig, eben, keine mentale Kontrolle über mich selber. Genau, das ist meine Frage, die ich auch wieder rausgegeben habe. Du hast gesagt, während du Auto fährst, hast du Kontrolle gehabt, darum hast du dich gut gefühlt. Hast du das Gefühl, das Ganze ist entstanden, weil du die Kontrolle deines Lebens verloren hast und die Panikattacken waren wie ein Signal, um zu sagen, hey, nimm wieder,
- 21:58Zeugchen in die Hand deines Lebens und Step by Step aber fang an etwas zu machen. Kann das zusammenhängend sein? Definitiv ja, weil ich finde, du bekommst immer ein Zeichen, wenn mal genug ist.
- 22:13Und dieses Zeichen habe ich dann eben mit dieser Lebenssituation bekommen, in der ich dann plötzlich war. Weil plötzlich habe ich dann im April 2020 gekündigt worden, weil es einfach nicht mehr ging. Und dort habe ich dann einfach gesagt, weil in diesen paar Jahren,
- 22:33Ich weiss es nicht mehr genau, aber es waren über 40 Firmen, die ich in meinem Leben gewechselt habe in dieser Zeit. Also bring mir einen, der in zwölf Jahren 40 Buden gewechselt hat. Ah, Donner. Und in diesen Buden, in denen ich war, wurde ich immer wieder gekündigt. Oder ich habe gekündigt, weil es mir nicht mehr gepasst hat und damit ich noch jemand anderes gehen kann. Oder mit dem Gedanken, ja, der kündigt jetzt, du kannst wieder aufs Raff und so. Also...
- 22:56keine Verantwortung über das eigene Leben. Lass mal sein, dass du dick und nicht fit warst. Sondern auch die wichtigen Sachen sagen. Du hast auch in diesem Bereich null Kontrolle. Das war mir eigentlich egal. Hauptsächlich am Wochenende trinken gehen und mit Kollegen und Frauen Spass haben.
- 23:14Das ist die Einstellung. Die 12 Jahre habe ich alles falsch gemacht. Und dann, 2020, am 30. Geburtstag, konnte ich das gar nicht geniessen. Weil psychisch bin ich immer mit dem Gedanken, was ist mit mir nicht gut.
- 23:32Und in dieser Zeit hatte ich dann auch noch eine Trennung nach sieben Jahren mit einer Beziehung, sagen wir mal Beziehung, die sehr toxisch war, die hat mir nicht gut getan, aber ich habe mir darin geredet, dass mir das gut tut, weil wenn ich sie verliere, finde ich niemanden mehr. Also es war alles zusammen. Alles. Also jeder Punkt meines Lebens war eigentlich scheisse.
- 23:58In dieser Zeit habe ich eigentlich keine schönen Erinnerungen. Null eigentlich. Und als ich noch jünger war, ja, sehr wenige schöne Erinnerungen in meinem Leben, bis ich dann mal eine Entscheidung getroffen habe. Und mit 30 habe ich dann, weil ich eben lange nicht wusste, was meine Ursache ist, wieso es mir so geht, habe ich dann den Gedanken gehabt, du bist verschuldet.
- 24:25Menschen, die dich lieben, oder die Person, die du liebst, oder die dich lieben soll, lässt dich im Stich, in der schlimmsten Phase deines Lebens, weil das war die schlimmste Phase, die Leute, die mit dir in den Ausgang gekommen sind, denen ist es auch scheissegal, ausser die engen Kollegen, die haben sich darum gekümmert. Aber trotzdem habe ich gedacht, ich beende jetzt einfach mein Leben. Hast du Suizidgedanken gehabt? Ja, Suizidgedanken. Ich habe wirklich gedacht,
- 24:56Es hat einfach keinen Wert. Wie soll aus diesem ganzen Schlamassel rauskommen? Arbeitslos, verschuldet, mir geht es psychisch und physisch nicht gut. Du findest niemanden, der dir irgendeine Unterstützung geben kann. Oder du findest niemanden, der dir sagen kann, das ist dein Problem. Das war die offene Frage von Sommer 2019 bis Frühjahr 2020. Das war die offene Frage. Was hat der Pasquale? Wieso geht es dem so?
- 25:24Wenn du Fotos von mir siehst, in den Augen, merkst du, dass es leer ist. Tod. Ich sage immer den Leuten...
- 25:33Mein Körper hat zwar noch gelebt, aber meine Seele war tot. Innerlich bin ich nicht mehr existiert. Ich konnte nichts mehr geniessen. Hast du eine Schwestern? Ja, einen jüngeren Bruder. Er hat etwas gemerkt, oder? Was soll ich sagen? Er hat es schon gemerkt, aber er hat dann auch immer gesagt, «Besko, kommst du mit uns raus? Ich bin beim schönsten Wetter. Bin ich zuhause vor dem Fernseher gesessen, zum Beispiel. Bin nicht mehr rausgegangen.»
- 25:56Soziale Kontaktführung vernachlässigt. Alles vernachlässigt, einfach für mich sein wollen, mich komplett geschlossen. Und einfach mit dem Gedanken, was habe ich? Aber trotzdem noch der Gedanke, ich beende es jetzt einfach. Und jetzt die... Ich finde, das ist ein sehr wichtiges und zugleich sehr beängstigendes Thema, das Suizidgedanken.
- 26:22Wie hast du gemerkt, das ist jetzt nicht gut, ich habe jetzt einen Suizidgedanken. Hast du dir schon überlegt, wie willst du etwas machen, wie willst du etwas beenden? Wie weit bist du bei diesen Suizidgedanken gewesen? Der richtige Gedanke war, bei der Heime zu sitzen, wo ich noch bei meiner Mutter wohnte. Da war ich auf der Kante des Betts und habe so rüber geschaut an der Tür. Und dann habe ich den Gedanken, ich heiche mich jetzt einfach dort auf.
- 26:52Das ist der Gedanke, den ich hatte. Und ich sage es immer wieder, wir hatten so einen Vorfall schon in der Familie. Wir gehen davon aus, dass es auch ein Suizid war. Und ich gehe auch davon aus, dass er, mein Onkel, auch über das gelitten hat, auch unter das gelitten hat, was ich hatte.
- 27:15Weil ich mit ihm sehr, sehr nah war. Und ich bin fest überzeugt, dass er der war, der mich gerettet hat. Ich weiss, viele glauben nicht an solche Sachen. Aber ich glaube, weil jeder macht genau das, was er macht. Es ist mir völlig egal, was andere glauben. Ah, das ist mir egal.
- 27:31Das ist mir egal. Vor allem jetzt, so wie ich bin, wie ich denke, meine Einstellung. Die Leute können mir über meine Grösse fertig machen, über meine Aussagen, über mein grammatisches Problem, das ich manchmal habe, dass ich gewisse Sachen nicht schnell verstehe. Es interessiert mich null, weil ich weiss, was in mir steckt. Und ich denke, das ist auch sicher eine Botschaft, die jeder auch mitnehmen kann. Interessiert dich nicht über die Meinung der anderen. Du machst dein eigenes Ding. Ja, genau.
- 27:59Und... Hast du es jemandem mitteilt? Dass du diese Gedanken hattest? Nein, nein. Ich habe sehr viel für mich gehalten. Ich habe mit sehr wenigen Menschen über das geredet.
- 28:17Das war einfach für mich. Mit dem Gedanken, ich bin immer nach dem Arbeiten nach Hause gekommen. Und bin dann viel im Google gesucht. Was könnte ich haben? Was könnte ich haben? Weil das Krasseste war, Panik, Schwindelanfall und Kirsche auf der Torte, Tinnitus.
- 28:35Diese drei Kombinationen wünsche ich wirklich niemandem. Das bringt dich in einen... Wahnsinn. Das bringt dich in einen... Du wirst wahnsinnig. Es gibt kein anderes Wort. Es bringt dich zum Durchdrehen. Du weisst nicht mehr, ich habe eine schlaflose Nacht. Ich konnte nicht mehr schlafen.
- 28:523 Uhr am Morgen wach, so im Bett und du weisst einfach, am nächsten Morgen solltest du aufstehen, um zu arbeiten. Du fährst um 8 Uhr am Morgen von der Arbeit und sogar dort habe ich es fertig gebracht, dass ich mich verschlafen habe. Bis der Chef mal gesagt hat, Pasquale, es tut mir leid, aber das war es. Er hat mich ins Büro gerufen, im April 2020 hat er mich gekündigt, weil ich nicht mehr zu Gebrauch war. Ich habe am Tisch gesessen, vor dem PC, einfach rausgeschaut.
- 29:19Das war mir alles scheissegal. Inklusive mein Leben. Alles war mir egal. Und in dieser Zeit hatte ich dann immer wieder Untersuchungen zu diesem Spezialisten, zu diesem Heino-Arzt und dann gehst du zu diesem und dann gehst du in die Massage und dann gehst du Akupuntur machen und dies und das. Ich habe alles Mögliche probiert und keiner konnte mir helfen. Also du musst dir mal vorstellen, was das in meinen Kindern ausgelöst hat.
- 29:45Kein Wunder, da hatte ich ja den Suizidgedanken. So viele Dinge in dir sind abgegangen. So viel Chaos, innerliche Unruhe, Panikattacken, Angstzustände, Tinnitus, Kopfschmerzen, all diese Sachen. Streitereien mit meiner Mutter, du kommst nach Hause und hast einen Berg von Schulden. Schon so viele Sachen. Wieder arbeitslos und Rechnungen, die... Und Ärzte, die dir sagen, wir wissen nicht mehr was.
- 30:11Pasquale, wir wissen nicht. Im April 2020 bin ich dann wieder ins Spital. Und dann haben sie mir wieder gesagt, «Herr Barbarito, wir können für euch nichts machen.» Und an diesem Tag habe ich dann gesagt,
- 30:24Jetzt mache ich mich auf der Suche. Aufgeben ist jetzt nicht eine Option. Aber das finde ich jetzt sehr krass. Wie ist das entstanden, dass du von Panikattacken, Angstzuständen, Streitereien in der Familie, Arbeitslosigkeit, Stellverlorenen, Schulden,
- 30:46Und dann gehst du noch ins Spital und die sagen dir, Herr Barbarito, wir wissen nicht, wir können nichts für Sie machen. Und dann kommst du zum Schluss, jetzt nehme ich die Sache in die Hand. Wieso? Was ist passiert? Ich hatte die Nase voll von dieser Persönlichkeit. Von dir selber hast du die Nase voll? Von mir selber hatte ich die Nase voll. Ich habe mich auch im Spiegel angeschaut manchmal und ich habe mich einfach angeschaut. Du hast ein weisses T-Shirt angeschaut, es war einfach ein Ransen, der bis hier vorne rauskommt. Also hier vorne nicht, aber...
- 31:15Ich habe mich nicht mehr schön gefunden. Und dann habe ich auch immer gedacht, wer nimmt dich so? Das ist jetzt vielleicht nicht einmal das Wichtigste. Das Wichtige ist, dass ich innerlich einfach tot war. Und ich musste mich wieder neu erschaffen. Die Persönlichkeit, die ich heute habe, Leute denken heute, wenn sie mich coachen, wenn sie mich reden, dass ich so geboren bin.
- 31:40Ich habe mich so gemacht, wie ich bin. Ja, die Leute sind immer nur der Spitz vom Eisberg. Ganz genau. All das andere, was darunter ist. Ganz genau. Wenn ich den Leuten sage, meine Depressionen habe ich selber geheilt, meine Panikattacken habe ich ohne Medikamente und ohne Psychologen geheilt, meinen Körper habe ich selber verändert, ich habe mich selber fit gemacht, ich habe mich ohne einen technischen Kaufmannsschul oder Weiterbildung oder was auch immer, mein eigenes Geschäft gegründet. Die Leute denken immer, das kann nicht sein.
- 32:09Wie ist so etwas möglich? Wie kann diese Person zu dieser Person werden und einfach alles verändern?
- 32:17Und im Mai 2021 bin ich dann nach Nidwalden, in Sarnen, zu einem Hainu-Spezialisten. Und dort kam mir wieder der Gedanke, wenn der mir nicht helfen kann, fahre ich gerade in den Sarnensee mit dem Auto. Das war einfach so ein Gedanke, den ich hatte. Aber ich wusste, das machst du nicht. Weil der kann dir helfen. Ich habe plötzlich auch etwas von Positiv-Denken. Wir werden eine Lösung finden für diesen ganzen Scheiss.
- 32:46Aus dem Nichts kam das. Frag mich nicht wie, keine Ahnung. Du warst am Tiefpunkt. Ich war am Tiefpunkt. Ich konnte mit diesem Druck nicht mehr umgehen. Dann ging ich dort hin. Er machte mir eins zu eins die gleichen Untersuchungen, wie alle anderen, die ich auch war. Dann sagte ich, in diesem Fall ist das heute der letzte Tag, an dem ich auf dieser Erde bin. So lustige Gedanken halt in diesem Moment. Und...
- 33:14Dann hat er mir einen Test gemacht, den man anderen nicht gemacht hat. Dann sagte er, wir müssen noch etwas machen. Kommt ins andere Zimmer. Dann ging ich ins Zimmer, stand auf einem Stuhl und er stand hinter mir und machte einfach so.
- 33:31Und dreht einfach meinen Kopf nach links. Und du musst dir vorstellen, dass ich in meinem Büro gearbeitet habe und den ganzen Tag gekocht bin und mich nicht mehr bewegt habe, keine Mobilität gemacht habe, kein Stretching, kein Yoga, was auch immer, hat sich meine Schulter bis hier vorne verschoben. Jetzt kommen wir eben zu den Ursachen. Und dann hat er mir gesagt, Herr Barbarito, ihr habt ein HWS-Syndrom, also ein Halswirbelsäulensyndrom. Da habe ich gesagt, was zum Teufel ist das? Das heisst, mein Kopf war hier blockiert. Jetzt.
- 34:01Ich kann mich noch fast drehen. Wir müssen hier Physiotherapie machen. Und das, diese Probleme hier, war der Ursache wegen dem Tinnitus und der Ursache wegen dem Schwindelanfall. Klar, Panikattacke ist natürlich auch noch ein bisschen, wie soll ich sagen, verstärkt. Verstärkt, ganz genau.
- 34:21Und dann hat er mir gesagt, ihr müsstet aber sicher einmal bis zweimal pro Woche nach Luzern fahren. Dann habe ich gesagt, ihr hört, ihr könnt mich schicken, wo ihr wollt. Ich muss einfach eine Lösung haben für das, weil das ist für mich eine Einschränkung. Ich kann nichts mehr machen. Ich kann nicht mehr arbeiten. Auch wenn ich als Zimmermalter, Tagtecher anwählen wollte, weil ich oft auch auf das unterwegs war, das konnte ich nicht mehr machen. Ich wollte in diesem Zustand auf dem Tag arbeiten. Das geht nicht mehr. Ich bringe mich selber um.
- 34:48Und dann habe ich die Physiotherapie angefangen. Dann hat sich ein Kollege von mir im Bereich Transport selbstständig gemacht bei den Pflanzern, so als Subunternehmer. Und dann hat er mich gefragt, «Besko, willst du vielleicht auf Anruf ein paar Touren übernehmen im Kanton Bern?»
- 35:04Da habe ich gesagt, du hörst, ich bin momentan nicht auf der Höhe, psychisch und physisch, um das zu machen. Ich bin alleine unterwegs. Weil alleine gewesen sein, einerseits hat es mir gut getan, aber andererseits hatte ich Angst, an Orte zu gehen, wo ich weiss, es ist kein Spital in der Nähe. Oder wenn ich einmal zum Kollegen gegangen bin, ich habe mich dort sicher gefühlt, weil seine Frau MPA war. Also, verstehst du? Auf was ich auswähle.
- 35:28Ich hatte keine... Ich hatte ständig Angst. Vorher bin ich auch durch die Pflanzer gefahren. Weisst du nicht mehr, wie man das hier vorn sagt. Hier bin ich auch sehr oft geladen. Und das erste Mal, weisst du, als ich dort stand, so... Shit, wo bringt der Mieter her? Da kam die Nervosität hoch, der Puls steigte. Und dann habe ich gesagt, probieren wir es doch mal einmal in der Woche. Dass ich in dieser Arbeitswelt wieder minimal reinkomme.
- 35:57Gleichzeitig arbeitete ich und konnte meine Physiotherapie machen. Die Touren waren meistens im Berner Oberland oder im Zöri-Gebiet. Im Berggebiet. Ich war oft durch Naturorten. Dort fand ich Frieden. Es war alles still. Eine Stille, die ich nicht mehr kannte. Was war mein Wochenende? Saufen, Party, rauchen, bäben.
- 36:25Das ist nicht gesund. Für den Geist ist das nicht gesund. Das ist meine Meinung und Erfahrung. Ganz genau. Und nachher habe ich dorthin gemerkt, wie ich
- 36:37ein Stückchen bergauf kommen. Dann habe ich dort die Physiotherapie angefangen in Luzern. Und sie war wirklich eine super Frau. Sie hat mich sofort verstanden. Sie hat mich dann auch wirklich bestätigt. Sie war dann die, die mir bestätigt hat, dass das Herzrasen, die Fluchtangst, das Panischen, dass das eben Panikattacken sind. Das heisst, fast ein Jahr habe ich gewartet, bis mir jemand sagt, was ich habe. Wie hat sich die Nachricht angefühlt für dich?
- 37:06Innen befreiend? Brutal, ja. Ah, okay. Es hat sich wirklich befreiend gefühlt, weil du bist monatelang, es sind glaube ich acht Monate, ein bisschen mehr als acht Monate, bist du am Suchen,
- 37:17Und dieses Fragezeichen bleibt einfach. Es bleibt einfach ein Fragezeichen da und der geht einfach nicht weg. Und das ist das, was noch mehr Druck gemacht hat auf meinen Nacken. Man sagt ja immer, es steht mir alles auf den Nacken. Die Last unserer Nacken leidet am meisten. Darum haben ja auch in der heutigen Gesellschaft alle Nackenprobleme, Nackenverspannungen, Tinnitus, das ist alles, was wir...
- 37:40Stress haben. Der ganze Stress, das geht alles da. Und Migräne, Kopfschmerzen, Trümmelung, das ist alles mit dem verbunden.
- 37:49Ja, und dort war der Start, dass ich begann zu sehen oder zu realisieren, okay, wir haben jetzt die erste Step gemacht. Jetzt müssen wir einfach eine Lösung finden, dass es noch besser wird. Wir reden auch von einem Start, wo ich gemeint habe, nach der ersten Sitzung bei ihr ist alles wieder in Ordnung. Nach der ersten Sitzung habe ich gewusst, was die Probleme sind. Sieht man hier, unter dem Schädel hat sie mir mit dem Finger gedrückt
- 38:19Alles hat sich auf einem Karussell gedreht. Dort wurde dann 100% bestätigt, dass die Schwindelanfälle, abgesehen von den Panikattacken, auch die Muskelhände so drücken, alles verbunden mit den Augen, mit allem. Ich war blockiert. Komplett blockiert. Ich war die ganze Zeit so. Und zu dem komme ich jetzt auch.
- 38:47Das hat sie dann gemerkt. Sie hat mir gesagt, du hast eine mega Spannung in dir drin. Und dann hat sie mir Atmungsübungen gezeigt, die ich machen kann, um wirklich runterzufahren. In diesem Bereich habe ich mich nur auskennt. Und nachher hat sie mir ein Lied gezeigt.
- 39:06die ich anbieten konnte. Sie hat mir gesagt, ich mache das zu Hause. Ich hatte dann auch den Willen, dass ich auch besser werden kann, dass ich diese Probleme lösen kann. Ohne meine Willenskraft wäre das nicht gut gekommen. Sie kann nur ihre Arbeit machen, wenn ich auch mitmache. Und das geht mir auch so. Wenn du als Kunde nicht mitmachst, kann ich meinen Job als Coach nicht erledigen. Das ist 50-50. Wir haben noch gar nicht gesprochen, was du eigentlich machst.
- 39:33Und die Leute wissen ja noch nicht, was ich überhaupt mache. Die wissen gar nicht, was du machst. Ganz genau. Auf das kennen wir alles noch. Das ist jetzt nur die Burg. Das ist ja erst mal der Tiefpunkt. Und dort ist dann eben bergauf gegangen, dass ich dann auch die Übungen von der Eime mache.
- 39:51Das erste Mal, als ich das Beeren gemacht hatte, sagte ich mir, jetzt löse ich. Du wachst mich aus, du willst lösen und dann spannst du dich wieder an. Und dann sagte ich mir, merkst du diesen Zustand? Ich sagte, ja. Das ist der Zustand, den du konstant hast. Dein Körper weiss nicht mehr, was es bedeutet, zu relaxen.
- 40:12Und dann dachte ich mir, ich habe das nicht gecheckt. Was ja eigentlich auch paradox ist. Dein Körper hat eine gewisse Art von Relaxen, obwohl du nicht einmal körperlich aktiv warst. Das ist eine innere Anspannung durch Gedanken ausgelöst. Ganz genau, was du in meinen Kopf hast, studiert. Wir denken über 40'000 Gedanken pro Tag, sogar mehr. Ich glaube, das ist auch das Dreifache.
- 40:36Es sind viele Sachen, die mich beschäftigt haben. Was passiert mit mir? Wie geht es weiter? Finde ich eine Lösung? Wird mein Leben besser? Werde ich besser? Finde ich wieder einen Job? Weil ich in der Region Alten mein kompletter Ruf zerstört habe. So viele Fragen, die für meine Zukunft sehr wichtig waren. Es gab natürlich noch mehr Spannung.
- 40:59Und ja, da habe ich einfach auch mitgemacht. Da hat sie mir gesagt, Krafttraining sofort aufhören. Fange mal an mit gemütlich zu stretchen. Gehst du laufen, gehst du in die Wald. Und als sie in die Wald gesagt hat, sagte ich, nein, wieso in die Wald? Was muss ich dort machen? Ich bin dort alleine. Was ist, wenn mir etwas passiert? Was ist, wenn ich eine Panikattacke bekomme?
- 41:22«Der Wald wird dir helfen», hat sie mir gesagt. Seit Jahren war ich nicht mehr im Wald. Ich wusste nicht mehr, wie sich das dort anfühlt. Das erste Mal habe ich Teilzeit geschaffen. Bei mir zu Hause in der Nähe, wo ich noch mit meiner Mutter wohnte, läufst du ein Stückchen bergauf und bist am Waldrand. Das habe ich dann gesehen.
- 41:49Und jetzt muss ich hier rein. Was ist, wenn dir etwas passiert im Wald? Dann bin ich einfach wieder runter gelaufen. Ich habe mich nicht getraut. Bist du nicht rein? Nein, ich bin nicht rein. Und es war hell, nicht dunkel. Ich bin wieder runter gelaufen und habe gesagt, ich schaffe das nicht. Dann bin ich wieder bei den Terminen gekommen und habe gesagt, du hörst, ich habe es nicht fertig gebracht, in den Wald zu gehen. Lass dir Zeit. Mach nicht nur mehr Stress, als es ist.
- 42:13Aber ich kaufte mir eine Yogamatte, ich machte meine Stretching-Einheiten zuhause mit YouTube, fand dann eine herzliche Dame, die durch den Klima... Sie ist so eine mega sympathische und ruhige Art. Und das hat mir... Auf Englisch? Nein, auf Deutsch. Deutsch. Von Deutschland. Eine mega bekannte... Ah, ja! Ich weiss, er. Madison. Ja, genau. Genau, mit Madison. Super. Mit ihr. Sie ist perfekt. Und jeden Morgen habe ich dann so einen Morgenstretch gemacht mit ihr.
- 42:41Und das hat mir gut getan. Ich bin mit den Fingern nicht heruntergekommen. Hey, warte. Ich schaffe es einfach auch nicht. Übung macht den Meister. Jetzt kann ich meine ganze Handfläche unter dem Fuss platzieren. Sicher nicht.
- 42:56Beweglichkeit ist so und so. Das ist das, was ich momentan verstehen muss. Das ist wirklich etwas, das viele Menschen als Priorität einsetzen sollten. Erstens, es beruhigt dich. Und zweitens, es ist einfach mega gesund, auch für dich selbst. Vor allem jemand, der intensiv Sport macht, so wie ich. Ich lege halt sehr viel Wert auf das. So habe ich dann angefangen und merkte, wie es besser wird. Doch ich hatte immer noch eine offene Challenge, und zwar den Wald.
- 43:26Und ich habe dann auch selber angefangen, ein bisschen psychologische Sachen mit mir selber zu machen. Ich bin einfach selber auf diese Ideen gekommen, bin ich wieder hochgelaufen, bin ich vor diesem Waldrand gestanden, habe ich das iPhone vorgenommen und dann habe ich den Timer auf 5 Minuten gestellt. Oder auf 7, ich kann es jetzt nicht mehr genau sagen. Aber auch damit die Leute vielleicht einen Start bekommen. Wie könnte ich es machen, falls die Person, die das gerade sieht, auch das Problem hat. Ich habe den Timer auf 5 Minuten gestellt, dann wusste ich, wenn ich jetzt 5 Minuten reinlaufe,
- 43:56Hast du 5 Minuten? Ich habe 4 Minuten zum runterlaufen. Runterlaufen geht ja schneller. Genau. Aber ja, sagen wir sowieso. Und so hat das dann angefangen. Und sehr oft... ...hab ich es nicht geschafft, 5 Minuten reinzulaufen. Sehr oft habe ich in der Mitte angehalten und bin wieder runtergeklappt. Ich hatte Panik, Angst. Das kannst du dir nicht vorstellen. Aber vor dem, was im Wald ist, das du noch siehst?
- 44:21Nein, vor dem, dass wenn ich jetzt hier im Wald sterbe, oder mir etwas passiert, oder eine Panikattacke bekomme, findet mich niemand. Es kann mir niemand helfen. Weil es ist auch ein Todesangst da gewesen. Ich hatte immer Angst, dass ich sterbe. Das war eben der Gedanke da drin, der mich einfach nicht mehr losgelassen hat. Und ja, und dann irgendwann hat das einfach angefangen, dass ich dann einfach immer wie mir reingegangen bin.
- 44:50Ja, und danach war das eigentlich gut mit der Physiotherapie. Dann haben wir plötzlich nur noch, das war dann so gegen August, September, Oktober, dort haben wir dann nur noch einmal in der Woche gemacht oder einmal auch zwei Wochen. Du bist immer auf Luzern? Jeden Tag, ja. Und wir mussten immer noch als Auto tanken.
- 45:10Und Geld war auch nicht immer rum. Ich war immer knapp bei der Kasse. Durch den Zwischenverdienst vom RAF und den Teilzeitnebenjob, den ich noch hatte, habe ich die kleinen Beträge der Betriebe zurückgezahlt. Das hatte ich schon dann angefangen. Im Peak hattest du schon die 65'000? Wenn du es genau wissen willst, sind es 59'000 und 650 Franken.
- 45:37Das war der Peak der Betriebungen, die du auch schon hatten? Ganz genau, ja. Jetzt sprechen wir von 20 Jahren. Im Jahr 2019 habe ich dann realisiert, was ich an Schulden angehäuft habe. Das war dann auch dieses Jahr, als ich im Spital war und meine Depression angefangen hat. Und der ganze Rest. Und dann hast du angefangen, so kleinere Beträge zu bezahlen? Genau, ich wollte die kleinen Beträge aufzahlen, 200 Franken, damit ich das bezahle.
- 46:07sehr wenig Geld davon ausgegeben, für Sachen, die ich nicht brauche. Weil ich immer Sachen kaufe, die ich nicht brauche. Ich kaufe Kleider, Schuhe, richtig unnötig eigentlich. Und dadurch habe ich dann auch die Kosten komplett... Ich hatte auch keinen Finanzberater. Das habe ich auch bei den Heimen hergesessen, habe geschaut, was ich schaffe, habe alle Briefe aufgemacht, das war so eine Beugung. Habe alle aufgemacht, das war im Fall ein Mäppli. Und dann bin ich mit diesem Mäppli zum Betreibungsamt gegangen, bin ich auch schalter gegangen, habe gesagt, ich habe...
- 46:37Herr Müller, was auch immer. Das ist das, was ich gemacht habe. Ich möchte es gerne wieder gut machen. Und dann sagt er mir steinhärt ins Gesicht.
- 46:47Er hat mir das System eingegeben, er schaute mich so an mit einem Smiley. Als hätte er Freude gehabt, dass ich in dieser Scheisse war. Das hat mich dann auch noch genervt. Ich komme persönlich hierher. Auch einer der Einzigen, der diese Eier hat, kommt an diesen Schalter mit so einem biegen Unterlagen und sagt, ich möchte das Problem lösen, das ich gemacht habe. Und dann schaut er mir in die Augen und sagt mir, um das zurückzuzahlen, musst du Millionär werden.
- 47:11«Wir müssen im Lotto spielen und im Lotto gewinnen.» Was er auch immer sagte. «Ja, im Lotto spielen, im Lotto gewinnen, genau.» Dann bin ich von dort raus spaziert und habe gesagt, «Du Wichser!» Also er. «Du Wichser!» «Wir werden sehen, wer im Lotto gewinnen wird.» Und ich habe bis heute noch nicht im Lotto gewonnen. Und ich habe meine Schulden ja zurückgezahlt. Alle.
- 47:34Meine Mutter hat mir nicht mehr geholfen. Mein Vater hat mir nicht geholfen. Ich hatte auch von zu Hause keine Unterstützung mehr. Mein Bruder ist jünger, was hätte er mir helfen wollen? Die haben auch selber nicht viel verdient.
- 47:46Mein Onkel hätte mir helfen können. Weisst du, was er mir gesagt hat? Ich könnte dir das Geld geben. Aber wenn ich dir das Geld gebe, wirst du nichts daraus lernen. Er hat mir das Telefon aufgehängt. Das hat es wahrscheinlich gebraucht. Das hat es gebraucht, ja. Du kannst dir nicht vorstellen, wie hässlich ich war. Ich habe niemandem gesagt, hey...
- 48:06«In welcher Scheissfamilie bin ich?» «Wieso hilft mir jetzt plötzlich auch in der Familie niemand?» «Aber wieso soll dir jemand helfen, wenn dich deine Eltern auch jahrelang unterstützt haben und du immer wieder Scheisse baust?» «Logisch.» «Irgendwann sagen deine Familie auch, weisst du was, leck mich am Arsch, ich muss meine eigenen Sachen begleichen.» «Schau dir das jetzt selber an.» «Was eigentlich in dieser Zeit noch passieren konnte, was zum Glück nicht war, dass mich meine Mutter herausgerührt hat.»
- 48:35Und da muss ich meiner Mutter auch wirklich danken, dass sie das nicht gemacht hat, weil sonst wäre ich auch irgendwo unter einem Bruch gelandet. Weil wer gibt dir eine Wohnung mit Betreibungen? Und in dieser Situation war ich dann auch so am Verzweifeln, dass ich... Wie lange hattest du dann, um alles zurückzuzahlen? Über drei Jahre.
- 48:55Ist es nicht so, dass es irgendwann zu einer Empfänglichkeit kommt? Ich habe es immer wieder... ...durch das ich immer kein fixes Einkommen hatte, konnte man auch nichts empfinden. Aber oft ist auch die Polizei zuhause gekommen. Oh wirklich? Und meine Mutter musste sogar manchmal auf ein Betriebsamt gehen. Und die Polizei kam auch, meine Mutter am Arbeiten, ich zuhause auf dem Sofa chillen. Ein richtiger scheiss Loser. Die Polizei kommt durch und macht... ...weil die gelben Zettel, die man hier bekommt, wenn man einen nicht geschriebenen Brief holen muss. Das war ja bei uns zuhause so.
- 49:25Das einzige, was ich bereue, ist, dass ich das nicht dokumentiert habe. Hätte ich gewusst, dass aus mir das geworden wäre, was ich heute bin, das wäre so richtig so «Hey Leute, das ist möglich.» Und die dümmste Sache, die ich auch noch sagen möchte, was ich damals gemacht habe, dass ich im Google eingegeben habe,
- 49:44Kredite trotz Schulden. Ciao. Das war der grösste Fehler, den ich je gefunden habe. Dann war ich noch als Berater unterwegs.
- 49:56Da fand ich jemanden, der mir sagte, wir helfen euch. Aber ich brauche so viel und so viel. Er sagte, das ist kein Problem. Wir sind eine Bank auf das spezialisiert. Da dachte ich, okay, super geil. Geil. Super geil. Dann habe ich nur noch am Ende des Monats 900 Franken, die ich zahle. Und der Rest ist alles begleichbar. Ich bin schuldenfrei. So à la schuldenfrei. Ich zahle einfach nur noch an einem Ort. Das war das Ziel, das ich hatte. Dass ich jemanden finde, der mir Geld auslehnt. Dass er mir diesen Betrag auslehnt. Ich habe viele gefragt, auch in meinem Umfeld.
- 50:25Und wer gibt dir 60'000 Stutz, immer ehrlich. Weil einer, der 60'000 Schulden macht, wird dir die 60'000 nicht mehr zurückgeben. Ich habe es gemacht, ja. Weil ich wollte besser werden. Aber in der Regel, einer, der Schulden macht, hat sich nicht im Griff, emotional. Weil der gibt es aus, was er nur kann.
- 50:44Und danach, nur noch kurz zu dem, dass man das ja nicht machen sollte, eine Bank suchen zu müssen, die dir Geld gibt, damit du deine Betrieblichkosten zurückzahlen kannst. Die haben mir dann gesagt, wir machen das, schickt uns eure Lohnabrechnungen, die ihr habt. Ich habe meinem Chef gesagt, ich brauche die letzten sechs Monate Lohnabrechnungen.
- 51:06Ich habe mir die schnell alle in PDF gegeben, dann kann ich sie weiterleiten. Brauchen wir den Ausweis und alles drum und dran? Da habe ich alles gemailt. Und dann hat sie mir angeguckt und gesagt, die hat Schweizerdeutsch geschnorrt. Du wärst niemals darauf gekommen, dass es zu dem kommt. Ich habe mich eben
- 51:23Ja, wir brauchten drei Monatsraten. Und eine Ratte, wenn ich mich nicht äussche, wäre 1'001. Das heisst, ich habe ihnen 3'300 bezahlt, habe ich ihnen im Voraus überwiesen. Wo hast du das Geld hergekriegt? Ich habe mir den Lohn vom nächsten Monat vom Chef vorschießen lassen. Für das? Für das. Habe ich eingezahlt. Am gleichen Tag. Es war eine Sache von drei Tagen, wo ich alles erledigt habe.
- 51:47Und drei Tage später dachte ich mir, jetzt höre ich immer noch nichts. Keine Mail, kein Telefon. Dann versuche ich dort anzuhören. Und dann kommt einfach, diese Nummer ist nicht mehr gültig. «Prag, was für ein Arsch.» Also jetzt musst du dir vorstellen, ich habe 3300 Franken dort eingezahlt. Ich habe dort eingezahlt und am Monat darauf hatte ich kein Geld um meine bestehenden Rechnungen zu zahlen. Das heisst, dort hatte ich wieder 3000 Franken Schulden.
- 52:17Was muss ich noch Geld haben zum Essen oder zum Tanken? Also broke, ich war wirklich broke. Und es hat mir niemand geholfen. Ich war immer noch...
- 52:26Wir geben dir kein Geld, Pascuale. Du bist selber schuld. Laifatto, du. Niemand anders. Und jetzt musst du selber schauen. Ja, und das ist dann nachher zu dem Ganzen. Also suche keinen Kredithallen im Internet, bitte. Das ist gefährliche Sache. Machen das ja nicht. Und heute passiert es immer noch.
- 52:50Pasquale, kennst du eine Bank, die mir eine Bank empfehlen kann, die trotz Betreibung einen Kredit erhält? Ich sagte, ich mache nie Schulden, um Schulden zu zahlen. Ich habe dann jeden Gläubiger angerufen,
- 53:13Ich habe mich bei jedem Einzelnen entschuldigt. Das hat richtig Mut gebraucht. Das hat richtig Eier gebraucht, wenn ich es so betonen darf. Weil ich dann noch einen offenen Kredit hatte bei der Cembra, den ich wegen einem Töpfchen geliefert hatte. Den Töpfchen habe ich dann auch nicht mehr gehabt. Mein Auto habe ich auch nicht mehr gehabt, weil durch ein Auto, das ich unbedingt wollte, sind dann auch so viele Schulden entstanden. Um Geld auf die Seite zu legen, habe ich meine Rechnungen gezahlt, damit ich so schnell wie möglich mein Auto holen kann.
- 53:43Also verstehst du, ich habe nur emotional gehandelt, ohne irgendeinen Gedanken zu machen. Und heute bin ich gar nicht fern. Wenn eine Mary sagt, ich habe ein Auto geleistet, ich habe einen Kredit genommen für ein Auto. Nein. Ich habe Abstand von diesen Sachen.
- 54:02Weil die materiellen Sachen haben mein Leben zerstört. Eben durch ein Auto bin ich auf 60 gekommen. Und nachher am Gläubigerag... Das war der grösste Betrag wegen dem Auto. Der grösste Betrag? Also das ist eigentlich alles wegen diesem Auto entstanden. Wegen diesem Auto, weil ich mich mit ihm so abgemacht habe, weil ich keinen Kredit bekommen habe. Ich hatte schon einen Teil an Schulden, fast 20 Millionen, als ich das Auto begann zu holen. Als ich das Auto begann zu anschauen, waren schon ein Teil Betriebe da.
- 54:29Dann sagte ich ihm, ich bekomme keinen Kredit, aber können wir hier nicht eine monatliche Rote Zahlung machen? Dann sagte ich, nein, ich brauche ein Geldpaar. Dann konnten wir nicht mehr darüber reden. Dann sagte er mir, also machen wir das. Was ist das für ein Auto? Ein BMW M3 36. Ein E36? Okay, schön. Wunderschön, ja. Brav, Lundkneide.
- 54:51Also es war ein Fluch, weil wir haben dann das gemacht. 7-8 Monate später habe ich das Auto geholt, mein Spiegel daheim hat sich gehäuft. Die Briefe habe ich natürlich alle versteckt von den Rechnungen. Ich habe die nicht einmal aufgemacht. Mein Fokus ist, ich will dieses Auto. Das ist mein Ziel, dieses Auto. Was hier kommt, das nehmen wir auf die Seite. Das zahlen wir dem... Mit dem Fokus, den du hast, um ein Auto zu holen, hättest du schon investiert, um dich selbstständig zu machen.
- 55:21Werde ich jetzt ganz nebenanders. Hätte ich aber so vier Filialen oder so.
- 55:26Leider war das nicht so. Es ist mir passiert, weil der Schicksal wollte, dass ich lerne. Dass ich lerne, wie man mit Geld umgeht und dass man Geld schätzen sollte, wenn man es hat. Und das hilft mir heute sehr. Ja, und das ist dann die Story. Wegen einem Auto bin ich auf diesen Betrag Schulden gekriegt. Das Auto habe ich dann geholt.
- 55:51Ich hatte nicht einmal die Autobrüffung, weil ich wieder abgeben musste. Meine Autobrüffung habe ich vier Mal abgegeben. Und drei Mal wieder von vorne machen müssen, wenn ich mich nicht täusche. Auch mit dem Psychologen und der ganzen Scheisse. Also schon alles erlebt. Ich habe die Leute in jedem Bereich mittlerweile beraten.
- 56:09Von Schulden bis Autoprüfung. Ich könnte sogar auf die MFK arbeiten. Nein, das sicher nicht. Aber ich habe eigentlich schon einiges durchgemacht in diesen Bereichen, wo mich die Leute manchmal schon warnen. Und ich glaube, genau aus diesem Grund sind sie mir ja passiert. Weil mein Job ist heute, den Menschen zu helfen. Und ich kann sie nicht nur im Bereich Fitness unterstützen, sondern auch in anderen Bereichen
- 56:32Irgendwann hast du dann FreeFit gegründet. Ja, genau. Wann war das? Das war im März 2021. Also warte. Einfach schauen, dass wir eine Timeline haben.
- 56:482019, ich weiss nicht genau, welcher Monat, aber du bist peak 59'000 Franken Schuldenbetreibungen. Realisiert, ja. Realisiert. Yes. Langsam anfangen abzuzahlen. Drei Jahre. Also sagen wir, du bist etwa im 2, 23 fertig geworden mit der Schuldenabzahlung. Kann man so sagen. Hast aber im 21 eine Firma gegründet, die FreeFit heisst. Was hast du? Eine GmbH, A-G, Einzelfirma.
- 57:11Ich habe einfach angefangen zu arbeiten, ohne irgendetwas. Das ist gar nichts. Ich war noch im Zwischenverdienst mit dem RAF. Die haben das gewusst. Sie haben mir gesagt, Herr Barbarito, mach das. Wenn ihr natürlich pro Monat einen gewissen Betrag verdient, müssen wir das ein bisschen wissen, dass wir den Zwischenverdienst anpassen können. Aber mein Free-Fit hat ja eigentlich gratis angefangen. Darum Free-Fit? Nein, Free-Fit, weil es eben draussen ist. Aber dann haben sich wirklich Leute gedacht, das heisst Free-Fit, weil ich es eben gratis anbiete. Wieso hast du das gratis angeboten?
- 57:39Es war etwas Neues, eine andere Art von Trainieren, Dossentrainieren in der Gruppe, wie man das in Amerika in den US-Army sieht. Das ist danach... Ich habe nämlich, die Kante, die du erzählst, habe ich immer einen Army-Typ vor mir.
- 57:55Und du erzählst über dein altes Ich, wer du dort warst. Ich würde es mal sagen, so ein bisschen chubby. Unfit. Ich sehe jetzt aber jemand vor mir. In diesem Schnitt hatte es einen Bass. Ja, so ein Boxerschnitt. So ein Boxerschnitt. Fit. Free-Fit-T-Shirt an. Du bist für mich so ein Arme-Typ.
- 58:19Ja, das sagen viele. Weil angefangen hat das eben nachher, mein Training hat dann wieder angefangen. Das ist dann nachher ähm
- 58:30September 2020 begann ich wieder mit Stretchen. Im Oktober, weil ich dann auch durch meine Nackenprobleme bin, ging ich am Sonntag immer ins Thermalbad. Das ist eine super Story, die ich wirklich erzählen möchte. Jeden Sonntag habe ich mir immer eine Pizza beim Dieci gekauft.
- 58:55Super Pizza machen sogar Werbung sagt nachher auch wieso am Sonntagabend habe ich mich entschieden diese Pizza zu Hause zu essen und ich bin eben unfit immer noch büchlig habe mich immer noch unwohl gefühlt aber diese Pizza wollte ich mir einfach gönnen
- 59:15Und dann komme ich nach Hause und war einfach auf YouTube, statt Mediason habe ich jetzt das mal... sind plötzlich Vorschläge unten gekommen und zwar kommt Navy SEAL Training, Navy SEAL Workout.
- 59:30Ich bin drübs drauf. Drücke mich drauf und gebe meine Pizza in die Hand. Voll abgefuckt. Und ich sehe dort ganz viele junge Leute mit dieser Frisur, mit weissen T-Shirts, schwarzen Feldhosen und Boots. Und ich sehe sie dort. One, two, three, one.
- 59:53«Was sind das für Vollidioten, Mann? Um fünf Uhr am Morgen gehen sie schweizen, die sind alle dreckig. Instruktoren mit Wasserschleuchse am Bespritzen und all. Vielleicht hast du so Videos auch schon gesehen, ich weiss es nicht. Und dann habe ich... «Das sind die mega geilen Videos.» «Wie?» «Das sind die mega geilen Videos.» «Ja, da hast du genau so einen vor dir. Also nicht ganz, aber ich bin voll auf das Schweben, ja. Aber wir sind in der Schweiz, das ist das Problem.» «Das ist ein bisschen anders.» «Und dann habe ich das gesehen. Im ersten Moment habe ich gedacht, wieso twittert ihr euch das an?
- 1:00:24Im zweiten Moment habe ich in den Augen dieser Rekruten einen Schmerz gesehen. Und plötzlich ist dieser Gedanke in meinem Kopf gekommen, wenn ich mich im Spiegel anschaue, sehe ich in meinen Augen auch einen Schmerz. Aber ich mache nichts, um diesen Schmerz zu lösen, um diesen Schmerz in etwas Gutes zu verwandeln. Transformieren, ja. Transformieren, genau.
- 1:00:50Aber die Rekruten dort leiden, weil sie im Moment etwas am machen sind, um besser zu werden. Und dort hat die Inspiration angefangen mit dem Army-Training. Und da habe ich gesagt, morgen, da weiss ich noch, habe ich eine Woche keine Einsätze gehabt, weisst du, als Kurierfahrer. Nächsten Morgen stehe ich auf, mache mein normales Retsching-Einheit.
- 1:01:17Und dann fand ich einen anderen Clip, wo sie in 20 Minuten Peaty macht. Also einfach ein normales Training. Und wir reden hier von Jumping Jacks, Pushups, Situps, Windmills. Also nichts in die Air Squats. Kein Gewicht, alles eigener Körper. Dann mache ich in meinem Kinderzimmer vor dem Fernsehen mein Yoga-Metall auf und warte, bis der Instructor durchstartet. Und dann fange ich durch in meinem Zimmer mit den Jumping Jacks an.
- 1:01:48Danach kommen die Push-Ups, dann die Sit-Ups. Das war eine Sache von sieben Minuten. Ich war tot. Dann habe ich gesagt, nein, komm. Das ist nichts für mich. Ich habe gerade davon schlecht geredet. Das macht man ja meistens. Wenn man weiss, ich kann es nicht, dann redest du schlecht. Und
- 1:02:06Aber ich in dir habe gedacht, hat sich das aber schon richtig angefühlt. Ich meine, schau dich mal an. Manchmal bin ich auch vor dem Spiegel gestanden und ich habe mich dann auch selber beleidigt. Ich habe mich im Spiegel angeschaut und gesagt, schau dich mal an.
- 1:02:22Und der Punkt, wo ich jetzt kommen möchte, wieso das dann nachher die Transformation, nicht Transformation, die Neugeburt. Ich sage den Leuten immer, ich habe mich nicht verändert, ich bin neu geboren. Ich habe mein altes Ich getötet, ich habe das Schäfli geschlachtet und habe den Wolf erschaffen. Das sind Sachen, die ich mir manchmal selber philosophiere, um den Leuten auch ein bisschen Motivation zu geben.
- 1:02:45Am Morgen stehe ich auf und sage mir, dass ich 3 km joggen gehen werde. Einfach so gemütlich. Bei uns haben wir einen Flugplatz, einen Segelflüger am Wochenende. Dort ist eine gerade Strecke, etwa 300 Meter lang. Ich werde mit 30 Jahren arbeiten, hin und her secklen.
- 1:03:12Nach 900 Metern war es fertig. Also drei Längen? Ja, drei Längen habe ich nicht mehr gemacht. Dann habe ich noch geraucht. Rauchen war immer noch aktuell. Ich schlafe eigentlich nicht mehr so. Obwohl manche schon immer noch, auch unter den Wochen, um die Panikattacke ein bisschen zu lindern, um den Druck zu vergessen.
- 1:03:31Da habe ich gemerkt, es tut mir gut. Es unterdrückt. Ja, es unterdrückt. Du vergisst es halt, darum geht es dir gut. Sobald der Flash weg ist, geht es dir dann wieder verschissen. Also noch verschissen eigentlich. Und an diesem Morgen bin ich dann nach Hause gegangen und ich war sehr frustriert. Ich weiss noch, ich war in der Küche, immer noch bei meiner Mutter zu Hause.
- 1:03:51Ich habe gerade Zopf mit Nutella gefunden im Schränkchen. Ich habe das einfach vorgenommen, habe ein paar Scheiben geschnitten, Nutella draufgetatscht und sogar mit einem Kaffeelöffel reingetan. Während ich das gegessen habe, habe ich über mein ganzes abgefucktes Leben reflektiert. Über meine Schulden,
- 1:04:13Über meine Situationen, die ich hatte, über wie viele Jobs ich gewechselt habe, meine Unzuverlässigkeit, jahrelang, dass ich mich selber angelogen habe. Über alles, über alles habe ich mir in diesen paar Minuten, das waren so wie Flash-Gedanken die ganze Zeit, weisst du.
- 1:04:33Und dann sagte ich einfach, ich muss jetzt einfach etwas verändern. Diese drei Kilometer, diese 900 Meter, hatten einen Auslöser. Am Tag vorher schaffst du nicht einmal richtige Liegestützen, was eigentlich normal sein sollte. Am nächsten Morgen schaffst du nicht einmal drei Kilometer. Und den Rest, wie ich vorhin gesagt habe, meine ganzen Lebenssituationen, die ich hatte. Und dann sagte ich, jetzt ist er einfach fertig.
- 1:05:01Es ist jetzt einfach fertig mit dieser Schwäche, es ist fertig mit diesem Mindset, es ist fertig mit diesem Pasquale, wir erschaffen jetzt etwas Neues. Am nächsten Morgen bin ich aufgestanden am 6. Ich habe den Wecker gestellt, ich habe immer noch arbeitslos Teilzeit geschaffen, am nächsten Morgen aufgestanden, habe mir Zitronensaft gemacht, habe das getrunken, bin ins Auto eingestiegen und bin wieder auf dieser Strecke hochgefahren.
- 1:05:25Und sagte, wir gehen erst nach Hause, wenn die drei Kilometer abgeschlossen sind. Ich habe nicht Fitbit gestartet, aber danach habe ich es gemacht. Ich bin gestartet, dann zurück gelaufen, wieder gesägt, wieder aufgegeben und wieder weitergemacht. Einfach in meinem Grund, wir werden die drei Kilometer fertig machen. Zehnmal. Zehnmal werden wir jetzt verdammt scheisse hin und her sägen können. Es kann ja nicht sein, ich war dann hartnäckig mit mir selber.
- 1:05:51Ich schaue auf die Uhr, erst 1,7 Kilometer, 2,1, 2,9, nein, komm weg, da sind noch 100 Meter, nein, wir machen die drei Kilometer fertig, du hast dir das vorgenommen und du gehst jetzt das machen. Und das ist das Erste in meinem Leben, das ich erreicht habe. Das ist mein erstes gesetztes Ziel, mein erstes schweres Ziel, das ich dann für mich gedacht habe, krass, du hast das geschafft.
- 1:06:18Du hast zum ersten Mal etwas Schwieriges geschafft. Das heisst, alle deine Lebenssituationen, die du jetzt gerade hast, deine Arbeitslosigkeit, der Arbeitsweg, wo du noch nicht klar weisst, was du in deinem Leben machen willst, ist auch noch nicht definiert.
- 1:06:39Das heißt, wir versuchen jetzt einfach mal, diese schwierigen Sachen zu machen. Und nachher habe ich gedacht, ich hatte immer noch die Navy Seals in meinem Kopf. Dann hatte ich lange Haare bis hier. Ich habe manchmal ausgesehen wie ein Penner, ich konnte die Haare in der Woche nicht waschen. Mir hat es sogar angeschissen, Haare zu waschen. Ich habe manchmal drei, vier Tage nicht getäuscht. So wirklich Nägel. Gruselig. Wirklich gruselig. Ich habe mich auch nicht mehr in die Haare gelassen.
- 1:07:03Leute sehen meine alten Bilder, sie sehen aber den Ranzen. Ich sehe dort ganz etwas anderes. Und darum rede ich auch so offen, weil Bilder täuschen manchmal. Und darum bin ich auch so offen und so ehrlich und sage, hey, es ist nicht nur der Ranzen, es ist ein ganz anderer Hintergrund auf diesen Fotos.
- 1:07:21Und am gleichen Tag, als ich nach Hause kam, habe ich statt Soft-Me-Nutella Spiegeleier gemacht. Ich bin auf diesen Trip gekommen, ich muss etwas verändern. Und dann habe ich gesagt, es wird ja wohl ein Training geben, ein Buch oder eine App oder irgendetwas, mit dem ich begleitet werde. Weil ein Fitness-Abo oder ein Crossfit-Abo, oder Pilates, wie auch immer, habe ich mir nicht leisten können.
- 1:07:49Unmöglich. Einen Ernährungsberater konnte ich mir nicht leisten. Einen Coach, einen Person, oder was auch immer, konnte ich mir nichts leisten. Ich war wieder auf mich alleine selber gestellt. Das heisst, ich muss mir jetzt den Weg neu machen. Und darum war es für mich so schwierig, wenn du alleine etwas machen musst, von Grund auf. Das ist eine Challenge, die nicht jeder annimmt. Aber das war für mich in diesem Moment die letzte Möglichkeit, die ich hatte.
- 1:08:18Und danach fand ich ein Trainingsbuch von einem Ex-Navy Seal. Er hat ein Buch geschrieben. Er hat dann auch selber ein Functional Training in Kalifornien gegründet. Und das war jahrelang recht etwas Gutes. Aber er hat es einfach so ein bisschen gegen Schluss entdeckt. Und ich bin Gottesfrau, weil ich dann im Google eingegeben habe, Navy Seal Training. Und das Buch ist irgendwie zuletzt gekommen. Da habe ich es gesehen. Seal Fit in acht Wochen.
- 1:08:47steht drauf, wo er sagt, 8 Wochen Fitness. Komm, bestellen wir mal das. Ich könnte ja nicht noch die Bar 20 Stutzi, ich könnte ja noch zusammen rummeln. Ich sage, komm, die Investition machen wir jetzt. Habe ich das Buch gekauft, es ist gekommen. Und ich habe gedacht, in diesem Buch stehen alle Sachen drauf, die ich schon kenne, weisst du, vom Fitnessstudio und alles drum und dran. Das Buch kommt, mache ich es auf.
- 1:09:11Was ist das? Keine Ahnung. Ich hatte keine Ahnung, was dort drin stand. Ich habe jede Übung in meinem Leben noch nie gesehen. Weil das Functional Training und Crossfit ist in der Schweiz noch nie so. Also ich habe es noch nicht gekannt. Es hatte sicher ein paar Boxen, aber gekannt habe ich es noch nicht.
- 1:09:28Und da habe ich es zugemacht. Ich und meine Brüder haben uns ein Zimmer geteilt. Er hat nicht mehr schon bei uns gewohnt. Da bin ich so auf dem Bett gelegen, habe es aufgemacht. Ja, jetzt schicke ich nichts, was da drinnen steht. Mache ich es zu, zack. Schicke es einfach auf sein Bett. Und dort lag es dann zwei Wochen. Und ich bin dann auch nicht mehr am Morgen zu schocken. Ich bin dann wieder so wie... In die alte Routine reingekommen. Ich penne wieder bis um 10 Uhr. Ich bin ja auch arbeitslos. Ich muss nicht arbeiten. Der braucht mich sowieso nicht. Fuck off, weisst du.
- 1:09:57Das war eine temporäre Motivation. Das ist eben das, die Motivation, die nur temporär schnell war. Und dann plötzlich, bam, habe ich wieder angefangen zu sinken. Und jedes Mal, wenn ich dann nachher zu Hause gekommen bin, weil ich irgendwie draussen war oder einfach zu Hause auf dem Bett lag und mich gedreht habe, hat mich dieses Buch immer wieder angeschaut.
- 1:10:16Und die innere Stimme, jetzt kommt eben, wo ich einfach das Gefühl habe, das ist mein Onkel, der mir die Message gegeben hat, durch die Stimme, die ich gehört habe, nimm das Buch, es wird dein Leben verändern. Und ich habe ständig versucht, diese Stimme zu ignorieren. Bis ich dann nachher mal gesagt habe, weisst du was, ich nehme jetzt das Buch und studiere das jetzt schnell. Das habe ich gemacht, habe gewisse Sachen angefangen zu verstehen,
- 1:10:42Und dann hat es drei Teile von acht Wochen Training. Es hat Basic, dann das Mittlere und dann Operator. Also der ganz krasse Sportler, der bei ihnen der Operator wäre in der Einheit. Weil es war halt immer auf das Militärische basiert. Auf das Navy Seal, den Weg des Kriegers und all diese Sachen. Und die habe ich durch diese Sachen gelesen, die ich zum ersten Mal gesehen habe.
- 1:11:12Und dann sah ich das erste Workout, ich musste fünf Sätze, fünf Wiederholungen, Squats machen. Ich dachte mir, wie will ich das machen? Ich habe keine Gewichte. Das Einzige, was ich habe, ist eine Garagebox. Gerade bei mir zu Hause. Und dann dachte ich, komm, kannst du deine Trainings dort hin machen? Die Gyms hatten ja zu, wegen Corona.
- 1:11:35Obwohl ich ab und zu immer noch gleich gegangen bin. Der eine ist ganz zugemacht. Dann habe ich gesagt, das ist nicht mein Weg. Auf das Ganze von den Navy Seals, das habe ich eben vergessen zu sagen, ist ein wichtiger Punkt. Meine Physiotherapeutin hat mir eine Übung gezeigt, die ich am Boden ausmachen muss, also auf dem Bauch liegend, und dann mit beiden Armen vorn und hinten, um deine Verspannungen zu lösen.
- 1:11:54Diese Übung habe ich dann in einem Navy SEAL YouTube Training gesehen. Das war dann auch der Ausprung, wie ich auf diese Gedanken gekommen bin. Suche ein Buch, suche irgendetwas, wo auf das passiert ist, wo du das noch trainieren kannst. Wo wie dein Coach wäre, aber du dich halt selber motivieren musst.
- 1:12:13Und dann habe ich das erste Workout gemacht. Das mit den Gewichten konnte ich nicht. Aber dann hatte es einen Teil. 400 Meter Run, 40 Air Squats, Bodyweight, 30 Sit-Ups, 20 Push-Ups und 10 Jumping Pull-Ups. Du stehst unter der Stange und kommst einfach hoch. Also ich konnte kein Klimm-Zeug, nichts. Und das habe ich in meiner Garage gemacht.
- 1:12:38Bei den Sit-Ups war es viel oben. Die 400m haben mich so zerstört, dass dann der Squat oben drauf war. Und die Sit-Ups, das war in der Mitte des Workouts. Dann habe ich gesagt, das ist nichts für mich. Ich warte, bis die Gyms wieder aufgehen. Hast du immer Ausregen gesucht, um etwas nicht weiterzumachen?
- 1:12:56Zuerst hast du zum Gym gegangen, weil es nichts für dich ist. Danach ist das Training gezerrt worden, weil die Sparen wieder beim Gym offen sind. Einfach, weil es bequem ist. Ganz genau. Ich habe mich eigentlich immer für den einfachen Weg entschieden. Heute sage ich das einmal so. Für den einfachen Weg entschieden. Und danach habe ich gesehen, dass das Buch wieder auf dem Bett liegt. Und die ganze Zeit schaut es mich an. Nimm dieses Buch, es wird dein Leben verändern. Nimm dieses Buch. Und ich habe in meinem Leben bis zu diesem Tag, bis zu diesem Jahr noch nie ein Buch fertig gelesen.
- 1:13:23habe ich das Buch wieder genommen und habe gesagt, jetzt studieren wir das Buch noch einmal. Wir studieren es jetzt wirklich von Grund auf, was das genau ist und was ist das System dahinter von dem ganzen Zeug. Dann haben wir noch Notizen, die ich mir noch gemacht habe. Was ist ein Grinder PT? Was ist dies? Was ist das? Was ist das andere? Dann habe ich Notizen gefüllt und nachher habe ich gesagt, bis ich mit diesem Buch starte, bereite ich mich selbstständig vor. Das heisst, ich habe jeden Morgen mit dem Joggen angefangen.
- 1:13:532 Kilometer, 3 Kilometer, nein, 3 Kilometer war immer das Mindeste, das war so das Ziel. Jeden Morgen? Jeden Morgen, ich sagte mir, ich stehe auf, ausser ich muss arbeiten, weil ich am 6. Morgen schon auf Zürich oder Bern fahren muss. Aber immer wenn ich die Möglichkeit habe, gehe ich joggen. Und das ist dann das, was ich gemacht habe. Und wir haben dann nicht abgestimmte Schuhe, Superkleider, Thermokleider und es war dann langsam November, 2022, also Arsch kalt des Todes, also irgendwie minus 5, minus 7. Also wir reden von einem komfortablen Typen,
- 1:14:22komplett ausserhalb dieser Komfortzone raus müssen. Und wäre es Sommer gewesen, hättest du noch sagen können, geil, trainierst du raus, gehst kurz raus. Wind, Schnee, Regen, morgen früh Minustemperaturen. Aber das durchgezogen. Ja, das durchgezogen. Nicht die perfekten Schuhe, gar nichts. Und dann habe ich gedacht, in dieser Vorbereitungsphase brauche ich irgendetwas, das mich motiviert. Und dann habe ich gesagt, ich muss mich zu diesen Rekruten verwandeln. Ich will auch Feldhosen.
- 1:14:52Ich will auch diese Boots. Ich will auch Handschuhe. Ich will auch T-Shirts. Und ich will eine Sturmmaske. Und einen Militärrucksack.
- 1:15:02Es ist ja dann plötzlich... Du hast dich angefangen zu verwandeln. Ja, ich habe mich angefangen zu verwandeln. Dann habe ich in Pratelen, in Baselland, einen Laden gefunden, der... Militärshop. Nur so Sachen hat. Bin ich dort hineinspaziert. Boah, richtig geil. Wie im Paradies gewesen. Weil ich das Militärzeug immer schon geil fand. Du bist aber nie im Militär. Nein, Militär habe ich nicht gemacht.
- 1:15:23Ja, und zu dem komme ich dann auch. Wegen dem wurde ich auch sehr oft kritisiert. Weil ich bin dann auch immer mit Militärhosen rumgelaufen, mit Militärrucksachen, habe dann Videos auf Social Media gemacht, mit der Sturmmaske und die Leute haben mich dann immer gesagt, «Ja, der hat nicht nur das Militär gemacht, aber er möchte gerne.» Gestern hat er noch gesoffen und jetzt heute möchte er hier eins auf eins auf krasse Sieg machen. Und das hat mich dann auch irgendwie so wie, «Hey, ich versuche mich zu verändern, wieso unterstützt du das nicht?»
- 1:15:51Und dort habe ich mir dann oft Gedanken gemacht, mit mir selber habe ich gesagt, was ist das wirklich der richtige Weg? Weisst du, ich präsentiere mit der Sturmmaske Videos. Manchmal haben Leute, die dann auch im Wald trainieren, an Vita-Barkour und so, Leute sind durchgelaufen und ich dort mit der Sturmmaske Klimmzüge zu machen, mit den Militärhosen und so. Und dann habe ich mir ein bisschen Gewicht dazu gelegt, dieses Gewicht habe ich manchmal in den Wald mitgenommen und der Wald ist dann mein Trainingsort geworden. Und meine Garage.
- 1:16:21Ja, aber das war später. Die erste Vorbereitung habe ich mich wirklich zwei Monate, November und Dezember, auf das vorbereitet. Und dann habe ich gesagt, am 1. Januar starte ich mit diesem Trainingsbuch. Und genau so war es. Januar kam, ich war schon bereit, Militärhose, Boots, ich habe dann mit den Boots geschockt, nicht mit den Turnschuhen.
- 1:16:46habe ich mir ein wenig Gewicht dazu gelegt. Und somit ist dann dann auch langsam etwas entstanden, Step by Step. Ich habe gemerkt, ich werde fitter, ich werde besser. Wir haben bei uns in der Nähe von Volta, es nennt sich Tausender Stegeli, es sind 1150 Stegen, den Wald darauf. Manchmal bin ich sogar mit dem
- 1:17:10Ich ging sogar mit dem Rucksack nach oben, trug sogar noch extra Steine, damit es schwerer ist. Der Anfang war sehr, sehr hart, weil ich Dinge begann zu machen, die ich nicht kannte. Vor allem war ich mir nicht genau sicher, ob es richtig ist, was ich hier genau mache. Aber das Gute war, ich habe es versucht.
- 1:17:29Der Start war eine Katastrophe, aber sonst hätte es nicht funktioniert. Dann habe ich im Januar, Februar und März mit diesem Trainingsbuch trainiert. Ich habe dann mit der Zeit meine Garage umgeändert. Ich kaufte dann eine Klimmzugstange, weil ich bei uns immer hinter einem Block klimmte. Du hast so verroschene Stangen, die Kleider aufhängen. Also früher. Ich habe durch den Klimmzug gearbeitet. Mit Minimum habe ich das Maximum rausgeholt, das ich hatte.
- 1:17:57Oder wenn ich die Karastore aufgemacht habe, habe ich mich am Tor gehalten und dort auch ein kleines Zeug gemacht. Alles gebraucht, ja. Genau, ich bin dann so kreativ geworden und habe gesagt, du hast kein Geld, aber das Geld, das du jetzt bekommst, vom Arbeiten, vom Züchten verdienst und so weiter, damit musst du jetzt deine Schulden abzahlen. Auch diese Ausrüstung, dieser rosa Rucksack hat mir auch etwas gekostet. Aber das war etwas, das ich gebraucht habe, um mich zu motivieren.
- 1:18:20Und danach begann ich mit den Videos auf Social Media. Wo der eine den anderen cool fand. Du hast halt immer jemanden, der etwas sagen muss. Dann habe ich dann wirklich angefangen, für mich zu denken, sagt euch alle, was ihr wollt, es geht mir einfach am Arsch vorbei. Nach drei Monaten
- 1:18:41Ich habe dann nicht mehr 3 km gewechselt, sondern 5, 6, 7, 8 km waren möglich. Ich konnte Klimmzüge mit der Zeit, ich konnte schöne Liegestützen mit einem Minimum. Und dann habe ich mir ein wenig Gewicht dazu gelegt und meine Garage ist dann wie ein Räumchen geworden. Sofa, Fernseher, ich habe noch Rauchtaschenbächer und so. Das hat dann nicht mehr so gepasst wegen dem Rauchen, aber das war dann meine nächste Challenge, wo ich dann auch zu dem komme, wie es dann auch dazu gekommen ist.
- 1:19:09dass ich aufgehört habe. Ja, und somit hat dann meine Hobbysportlerkarriere angefangen. Und als ich dann gemerkt habe, Physiotherapie habe ich dann nicht mehr besucht, habe ich gedacht, ich weiss jetzt selber, wie ich weitermachen muss. Ich überlasse den Platz an jemandem, das war dann auch der Gedanke, ich überlasse den Platz an jemandem, der es wirklich braucht. Und ich war manchmal auch dort, Leute waren rausgelaufen, wo ich dachte, fuck, die sind noch in einer krasseren Situation, weder ich. Und ich bin ja schon in einer schlimmen Situation.
- 1:19:38Man sagt ja 50-50, damit es aufgeht. Damit beide Therapeuten und der Kunde vorwärts kommen. Bei mir war es 100 zu 50. Sie gab 50 und ich 100. Ich habe viel mehr gemacht, als sie von mir verlangt hat. Ich habe gestretcht, ich bin schwimmen gegangen, ich habe Mobilitätsübungen gemacht, ich habe die Übungen gemacht, die sie mir zu Hause gegeben hat. Ich habe alles gemacht, was sie mir zusätzlich umgesetzt hat.
- 1:20:04habe ich meine Ernährung umgestellt, selbstständig, was auch sehr wichtig ist für den Körper. Fast Food, gleich Entzündungen, Entzündungen gleich, wenn wir nicht weiterreden, schon nicht in meinem hundertprozentigen Fachgebiet. Und ja, und dann im März 2021, Anfang 2021, habe ich gedacht, okay, Basko, dir geht es jetzt gut, was machst du jetzt beruflich?
- 1:20:29Das war für mich immer noch eine offene Frage, weil ich noch nicht wusste, was ich beruflich machen möchte. Ich hatte schon jobtechnisch sehr vieles ausprobiert und nie hat mir irgendetwas gefallen. Und danach habe ich mich von den Videos der Navy Seals wieder inspirieren lassen. Und dann habe ich auch wieder ein Video von ihnen gefunden, wie sie dort auf dem Grinder, der Grinder ist der Betonboden, den sie haben, wo sie dort alle zusammen trainieren und bestraft werden, sagen wir es so.
- 1:20:59Und dann sah ich dort viele Jugendliche, also die Rekruten, die dort die Flatterkicks machen, mit den Beinen hoch, runter, 1, 2 und so. Da dachte ich mir, was wäre, wenn ich das, was sie in diesem Video machen, in Olten anbieten würde. Das war einfach ein Gedanke, den ich hatte, was wäre, wenn ich das einfach in die Schweiz bringe. Diesen amerikanischen Stil einfach in die Schweiz bringen.
- 1:21:25Ich dachte, weisst du was, mache einen Flyer. Bevor ich das FreeFit gegründet habe, habe ich mit meinem Kollegen noch drei andere Projekte ausprobiert, die in die Hose gegangen sind. Das hat mich natürlich auch ein bisschen abgelenkt, mit dem Gedanken, ich will mein eigenes Ding machen. Ich will nicht etwas mit jemandem teilen. Ich will meinen eigenen Weg gehen.
- 1:21:42Das war dann auch so, wir sind immer noch Kollegen, alles schön und gut. Wir haben es probiert, es hat nicht geklappt. Das vierte Projekt, wo Leute denken, das Free Feed hat er gemacht, das hat von Anfang an geklappt. Nein, ich habe schon vorher immer wieder Sachen versucht, aber nie hat es funktioniert. Ich hatte einfach immer den Willen, immer weiter zu machen. Und dann habe ich gesagt, das möchte ich machen. Ich möchte den Menschen helfen und vor allem, ich möchte die Menschen wieder herausbringen.
- 1:22:10Von den Büros, von den Läden. Wir verbringen keine Zeit mehr draussen. Wir sind nur noch drinnen. Und das ist in der heutigen Gesellschaft... Das ist also wie Bootcamps anbieten, die draussen sind. Ganz genau. Und dann habe ich einen Flyer gemacht mit der Instagram-Story, wann, wo und Preis gratis. Weil ich konnte den Leuten nichts bieten. Ich hatte keine Zertifizierung als Trainer. Ich hatte nichts. Ja, schön zu hören.
- 1:22:31Die habe ich nicht. Ich bin Athletikinstructor, habe sechs Monate Ausbildung gemacht. Aber ich muss sagen, ich habe mehr mit dem Praktischen gelernt als mit dem Theoretischen. Weil ich trainiere selber ja sehr viel und anhand davon teste ich immer Sachen, die ich dann auch mit den Leuten mache, um zu schauen, klappt es oder nicht. Ja, und danach habe ich einen Flyer gemacht.
- 1:22:51Ich habe es gepostet, und niemand hat sich gemeldet. Weil in Olten, wo ich wohne, in einer kleinen Stadt, kennt jeder jeden. Und viele dachten dann auch, also warte kurz, für diesen brutalen Party-Typ... Jetzt macht er auf einmal Fitness. Jetzt trainiert er seit drei Monaten,
- 1:23:09Und jetzt hat er das Gefühl, er kann den Leuten etwas beibringen. Das ist das, was die Leute nachher gedacht haben. Das heisst ja auch, wir müssen das Vertrauen wieder zurück gewinnen. Hey, mir kann man vertrauen, wenn du zu mir kommst, alles in Ordnung. Wir reden immer noch, ich hatte noch ein bisschen eine Rance, und du versuchst auch zu reden. Ich sage immer, wenn du jemand im Gesundheitsbereich bist, dann musst du halt auch eine Vorbildfunktion haben. Das ist so ein bisschen mein Mindset.
- 1:23:36Und niemand angemeldet mit dem ersten Flyer. Machen wir einen zweiten Flyer, auch niemand. Machen wir einen dritten Flyer, vier Leute melden sich ab, alle vier melden sich wieder ab. Sie sind Kollegen gewesen. Ja, komm, was wollen wir bei dem?
- 1:23:51Und dann sagte ich mir, okay, komm, dieser Traum ist jetzt auch geplatzt. Was habe ich gemacht? Ich habe dreimal einen Flyer gemacht, den ich fünf Minuten gebraucht habe, nach dreimal habe ich es schon aufgegeben. Und dann habe ich gesagt, das klappt auch nicht. Ich wollte ja bewerben, suche dir einen Job und keine Ahnung, vielleicht kannst du auf Kalifornien auswandern, weisst doch nicht. Ich hatte dann eigentlich solche Gedanken, du bist ja eh voll auf diesem Trip. Und
- 1:24:14Irgendetwas in mir rein. Mache einen vierten Flyer. Ich sage, ja komm, ist gut. Mache einen vierten Flyer. Meldet sich ein Kollege.
- 1:24:25Das war mein erster, den ich trainieren durfte. An diesem Tag regnete es wie die Sau. Er machte das Militär. Er kam mit den Militärhosen, mit den Boots, ich genau gleich. Dann machten wir durch das Training, zu 40 Minuten, er fand es mega cool. Ab diesem Tag kam er in die Rolle. Er kam, seine damalige Freundin, seine Brüder, seine Freundin, ein anderer Kollege, eine andere Kollegin. Somit reiste ich durch meinen Kollegenkreis
- 1:24:51Das Ganze ein wenig gestartet. Und am Anfang hast du dir natürlich auch Spass gemacht. Du hast gedacht, was will es daraus werden? Aber ich gleich mit dem Gedanken, «Mau, let's go, machen wir etwas.» Und wir reden immer noch davon, ich habe es angefangen zu machen, als ich halt, wie sicher noch, bei 50'000 war, meine Schulden. Das heisst, ich musste gar nicht probieren, mich
- 1:25:13anmelden für eine Einzelfirma oder GmbH oder irgendjemanden suchen, der mir eine Webseite macht oder sonst irgendetwas. Es war null Cash oben. Meine Mutter oder mein Vater, ich kann es nicht probieren, war die Erste, die mich in der Garage gesehen hat, wenn ich durch die Sachen machen konnte, wo sie mir gesagt hat, hör auf mit dem, das wirst du nicht schaffen. Aber nicht, weil sie nicht an mich glaubt hat. Ich habe ihr jahrelang bewiesen, dass ich ein Loser bin.
- 1:25:41Alles was ich berühre, mache ich kaputt. Und jetzt plötzlich, und das haben auch viele andere von der alten Umgebung gedacht, was der berührt, geht kaputt. Was hat der jetzt für ein Gefühl, was er machen will? Die Leute haben dann auch so geredet. Der hat nicht einmal das Militär gemacht, jetzt macht er eins. Weisst du was ich meine? Aber ich habe das ignoriert, ich habe gesagt, es wird funktionieren. Und dann kam plötzlich ein Kollege auf mich zu, der arbeitet in der IT, ist Wirtschaftsinformatiker.
- 1:26:08«Weisst du was, ich mache mir eine Webseite.» «Ich kann dich nicht zahlen.» «Nein, ich will dich mit dem noch ein bisschen anfangen nebenbei und so.» «Mach dir das gratis. Oder wenn du Erfolg hast, kannst du mir da etwas zahlen.» Ich sagte, «Schau, ich weiss nicht, ob das etwas daraus wird.» «Wir sind ja unter einem freien Himmel, wir sind auch nicht in Kalifornien.» «Wir haben hier Regen, Schnee, Wind, Stürme.» «Es wird sehr schwierig, dass eventuell jeder nachher gleich gut denkt, positiv denkt.» «Aber gleichzeitig habe ich nachher auch gedacht.»
- 1:26:35Ich war realistisch. Dann haben wir die Webseite gemacht, haben uns dann oben getroffen, haben mir die Webseite gezeigt, habe ich ein Logo entwerfen lassen mit Bäumen und Bergen, das ist halt nicht das, was ich jetzt habe. Das ist mein zweites Logo, das ich dann entworfen habe. Und dann kam es dann so ein bisschen Step by Step in die Rolle. Viele dachten am Anfang, dass es ein Free-Fit wäre, weil es eben gratis ist.
- 1:27:05Ich hatte nichts zu bieten. Weder Wissen, weder Equipment, weder noch irgendwelche komfortable Sachen, die man braucht, um ein Herstellungstraining zu machen. Eine reine Katastrophe und ein miserabler Start eigentlich.
- 1:27:23Und dann habe ich es sechs Monate lang gratis angeboten. Und dann habe ich mir innen gesagt, ich habe mir immer die Navy Seals Videos angeschaut, wie machen sie es, was machen sie. Dann habe ich immer noch weiter trainiert. Ich muss jetzt eine richtige Maschine werden, damit die Leute sehen, mein Produkt, mein Angebot funktioniert. Und ich habe dann trainiert, wie ein Gestürter, jeden Tag am Morgen joggen gehen.
- 1:27:46Bin ich in die Garage, habe ich mein Training gemacht, bin ich nach Hause, habe ich gegessen, habe ich Notizen geführt, was kann ich machen, um das zu realisieren, wie wollen wir, was wollen wir. Also ich bin dann plötzlich produktiv geworden, habe mit meiner RAF-Beraterin darüber gesprochen. Ja, Herr Barbarito, macht es, wenn es klappt, ist gut, aber haltet euch, dass wir immer informiert sind, was du an Einnahmen bekommst. Dann ist eine Kollegin von mir...
- 1:28:09ins Training gekommen und da haben wir gesagt, «Cabasquale, ich finde es nicht gut, dass du das gratis machst. Hier ist ein Kessel. Da haben wir ein Kessel gegeben, da steht «Moneyballs» drauf, die habe ich immer noch, steht bei mir auf dem Areal, als Erinnerung, wie das Ganze gestartet hat. Und nach jedem Training habe ich dann das Kessel genommen und gesagt, «Hey Leute,
- 1:28:30Wer etwas aus Gutwil hineinfallen will, kann das sehr gerne machen. Der eine hat 5 Franken, der andere 10, der andere 20. Und dann bin ich zuhause in meiner Garage und habe dort eine kleine Buchhaltung geführt. Und das habe ich dort verdient pro Monat, vielleicht 200-300 Franken, wenn überhaupt. Und meine Berater haben dann auch gesagt, «Ja, komm, wegen diesen 200 Franken musst du mit 1000 Franken Unterlagen vornehmen.» Aber gleichzeitig habe ich dann in meiner Garage immer gedacht,
- 1:29:01wie will ich mit dem etwas gründen? Es ist nicht möglich. Weil ich dann meine damalige Freundin, also jetzt ist sie Ex-Freundin, seit einem Monat, habe ich meine damalige Freundin kennengelernt und dann hat sie auch bei mir trainiert. Und dann haben wir gesagt, es findet so ein High Rocks Test Day statt, den man PFT nennt.
- 1:29:24Wenn wir das im Soloturm machen. Da war ich sicher, machen wir. Ich bin super bereit, nehmen wir alles auseinander. Das war dann eine Crossfit Box. Special Forces und Sondereinheiten machen Crossfit. Darum sind sie alle so brutal.
- 1:29:43Und dann laufe ich durch die Räder und sehe eine riesige Halle, die nichts damit zu tun hat, wie in einem Fitnessstudio. Mit Geräten und tausenden Laufbändern und den ganzen Dingen, von denen ich nichts halte. Ich halte von dem nichts mehr, weil es ist für mich alles zu überflüssig. Es braucht sich alles nicht. Ich habe mich in 5m² fit gemacht, also in meiner Garagebox.
- 1:30:07Und dann laufe ich durch die Fläche, die Racks, wo man Klimmzüge machen kann, Gewichte, Langhandel, eine komplett neue Welt. Und dann haben wir diesen Test gemacht, ich war einer der Schlechtesten.
- 1:30:22An diesem Tag sind wir nach Hause gefahren und ich so «Du bist eine richtige Lusche, Mann. Was für eine Maschine. Alles für alle brutal, weil das Crossfit gibt es mittlerweile seit 10 Jahren. Also leistungstechnisch. Die Leute, die schon mega lange trainiert haben. Ganz genau. Und die haben das erst seit ein paar Monaten gemacht.
- 1:30:42Aber ich ging zwar demotiviert nach Hause, aber ich ging mit einer Motivation, wo ich gesagt habe, das, was ich dort drin gesehen habe, das möchte ich draussen anbieten. Doch die Frage ist, wo? Dann haben meine Brüder, wir haben das auf einem Areal gemacht, unter einem freien Himmel, und das war dann mit der Zeit nicht so angenehm. Dann haben meine Brüder einen Unterstand gefunden, dann ging ich diesen Unterstand anschauen.
- 1:31:11Und dreckig. Bierdosen, Flaschen. Was will ich da mit diesen Leuten trainieren? Ich sage mir, okay, schön und gut, weisst du, aber... Schön und gut, aber weisst du, in der Schweiz ist es halt ein bisschen anders. Es ist eine andere Mentalität als Amerika. In Amerika geben sich die Leute mit einem Boden zufrieden. Hier in der Schweiz muss halt alles ein bisschen schöner sein. Da habe ich gedacht, weisst du was, wenn man den Platz ein bisschen putzt, kann man da vielleicht etwas draus machen. Wem habe ich gehört?
- 1:31:40Das ist die Firma Stirnimai in Olten, die ihm Lüften und Krähen vermittelt. Und die haben das dort zur Verfügung gestellt? Genau, die haben dort eine riesige Lagerhalle, voraus mit einem Unterstand. Und dann habe ich dort angeklungen und gesagt, dass sie das und das machen. Kann ich hier Trainings geben, wenn es regnet?
- 1:32:03«Ja, ja, wir unterstützen, das ist in Corona-Zeit, die Leute können nicht trainieren, dann sind sie doch in der frischen Luft.» Da dachte ich «Ja, das ist genau das, was ich machen möchte, die Leute in die frische Luft bringen.» Und dann habe ich meine Trainings-Tourtunden begonnen. Das erste Mal habe ich das Dreckig geladen, um zu schauen, wie es ankommt. Und dann habe ich Styropor-Mäden im Bauhaus für zwei Stutz gekauft, so Sack-Ex-mässig.
- 1:32:28Und dann habe ich die dort alle platziert und daraus haben wir dann Trainings gemacht. Am Ende des Trainings hast du die Leute nicht mehr erkannt. Voll Staub und dreckig. Einige fanden es nicht so lustig, andere dachten, es sei richtig geil und so. Endlich mal ein geiles Training. Weil ich habe die Leute nur mit dem eigenen Körper trainiert. Und ich habe die Leute meistens auseinander genommen.
- 1:32:50Leute konnten manchmal zwei Wochen nicht mehr laufen. Ich war wirklich auf einem Trip, wie diese Instruktoren bei diesen Rekruten in Amerika. Ich war mit dem Megafon dort. Und wirklich wie ein... Wenn ich heute Videos anschauen gehe, denke ich, «Hey, nein, Mann.» Aber es hat funktioniert. Das ist schlussendlich der Punkt. Und dann habe ich gedacht, ich möchte den Leuten ja trotzdem etwas bieten. Vielleicht ein bisschen Equipment kaufen, irgendetwas.
- 1:33:17Genau, dann habe ich die Trainings mit den Leuten durch die Stunden begonnen. Und ich wollte dann einfach Equipment kaufen, aber Geld war nicht da. Und dann habe ich Equipment selber gemacht. Ich habe Steine besorgt, und dann habe ich Turnsäcke besorgt, habe dadurch in den Sand hineingeleert und habe dadurch so 9 Kilo Sandsäcke gemacht. Und dann habe ich eine Styropor-Mette, einen Stein und einen Sandsack zur Verfügung gestellt für die Leute.
- 1:33:38Und so haben wir die Trainings am Anfang gemacht, ohne irgendwelche fixen Preise oder was auch immer. Einfach gratis. Ich habe ja etwas investiert, Zeit vor allem, wo ich nicht wusste, was daraus wird. Nachher die Website, das Logo, die ersten T-Shirts davon bedrucken, gemacht, gemacht, gemacht. Die Leute hatten Freude, da habe ich die ersten 7 Stoze eingeführt, die fixen 7 Franken. Pro Session? Pro Session, ja. Die ersten Kunden habe ich schon verloren.
- 1:34:06Und danach haben wir das Ganze immer mehr und mehr. Dann habe ich mal die Firma angerufen und gesagt, «Kathir, hör mal, wer ist für diese Fläche zuständig? Welche Verwaltung? Ich möchte hier eine Fläche mieten.» Dann gab ich dort die Nummer, habe dort angerufen, habe mit ihnen Termine abgemacht und man spricht immer noch davon, mein Betreibungsauszug war nicht sauber. Das heisst, die wollten etwas mieten, trotz Betreibungen. Und die einfach gekauft, verlangen keinen Betreibungsauszug. Und sie haben keinen verlangt.
- 1:34:36Und da habe ich dort eine Fläche gemietet, das ist etwa 7 Meter auf 4 Meter. Also wirklich eine Käfig eigentlich, wirklich eine Käfig. Da habe ich dann Mähtchen selber gemacht und dort habe ich dann wirklich die Trainings gestartet. Und wir reden vielleicht dort, was war das, knapp 70, 80 Quadratmeter oder so. Wirklich sehr, sehr klein.
- 1:34:56Ja, und dann haben wir die ersten 10er-Abos, die ersten 20er-Abos eingeführt. Das haben wir dann lange gehalten, weil ich auch nicht wusste, Jahresabo, ist einfach noch alles zu früh, um wirklich da konkret etwas zu machen. Und ja, und dann hat das Ganze eigentlich so gestartet, mit diesen Metallisteinen, Sandsecken. Und dort bist du heute noch drin?
- 1:35:16Ich bin heute dort noch. Du bist dort drin? Ja. Heute ist... Und du hast immer noch 7 Franken für das Training? Nein, jetzt haben wir Jahresabonnementen, wir haben Monatsabonnementen, wir haben Garten oben, wir haben einen Lounge zum Sitzen, wir haben ein Toilet als WC, wir haben über 300 Quadratmeter Fläche, wir haben Schirgometer, Rudergraben... Aber die haben viel grösser geworden. Viel, viel grösser, ja. Von diesen vier, von diesen fünf... Ja, ganz genau.
- 1:35:40Viel, viel grösser. Und heute ist eigentlich das Free-Fit so ausgestattet wie eine Crossfit-Box. Also es ist eine Crossfit-Box an die Frische los. Was kostet das Jahresabo? 1650 unlimitierte Teilnahme. Und das ist jeden Tag Trainings? Montag bis Sonntag. Montag bis Sonntag? Yes. Bist du jeden Tag da? Jeden Tag, ja. Brauchst du, trainiere ich noch recht? Du kannst auch selber gehen ohne dich? Ich habe es lieber, also sie können, aber ich habe es gerne, wenn ich vor Ort bin. Weil ich weiss, wie die Leute alleine trainieren.
- 1:36:10Okay. Darum habe ich so Open Scheme Off am Wochenende. Kann man sehr gerne. Also eigentlich kann man wirklich sagen, egal aus welcher Situation man kommt, egal wie viele Schulden du hast, wenn du eine Zeit im Kopf hast, wenn du eine Passion im Herzen hast, zieh es durch. Dinge werden aufgehen. Egal ob du jetzt irgendwie
- 1:36:31Die Panikattacken waren eigentlich nur da, um dich aus dieser Situation herauszurütteln. Ja. Ja. In dieser Zeit... Hast du sie in dieser Panikattacke gehabt? Letztes Jahr hatte ich ein strenges Jahr. Ich habe mich verletzt. Wieder mit meiner Freundin hatten wir eine kurze Trennung. Ich habe nach vier Jahren fast mein Geschäft verloren. Dann ist wieder jemand während des Autofahrens auftaucht.
- 1:36:58gut meistern können. Aber nachher sind wir zusammengesetzt mit einem, der auch Analysen über mein Geschäft gemacht hat. Dann mussten wir gewisse Veränderungen machen. Was ist jetzt für eine Geschäftsform?
- 1:37:15Es ist immer noch eine Einzelfirma. GmbH wird in Zukunft sicher eine Frage sein, weil es ist halt sehr lange die offene... Ich hatte am Anfang vor allem auch Probleme. Was soll ich für das verlangen? Das ist eben auch so etwas. Das Free Feed habe ich von Grund auf aufgebaut.
- 1:37:34Ich konnte mir nie ein Beispiel machen. Klar, ich konnte mir ein bisschen von den Crossfit-Boxen schauen, was die kosten können. Aber ich bin nicht eine Crossfit-Box. Ich bin ein Free-Fit, an die frische Luft, ohne Dusche, ohne richtige Gartenroben. Bei mir hast du wirklich ein Training und das Nötigste, was du brauchst,
- 1:37:53Es ist eine sehr simple Geschichte. Was in fünf Jahren ist, kann ich dir nicht sagen. Aber fünf Jahre lang hat es funktioniert und die Leute sagen mir noch bis heute, «Danke vielmals, hast du so etwas gemacht?» Weil ich habe immer so etwas gesucht, wo ich nach zehn Stunden im Büro raus trainieren kann. Wie hat sich das angefühlt, als du die letzte Rechnung von deinen Betrieben bezahlt hast?
- 1:38:17Das war auch sehr, sehr erleichternd. Ich hatte es im Dezember 2023 in meine letzte Zahl. Ich habe Geld investiert in mein Geschäft, bestehende Rechnungen und meine Betriebe. Das heisst, ich habe mir nichts gegeben. Ich habe mir nichts gegeben. In den letzten fünf Jahren bin ich... Aber so ist es. So ist es halt. So ist es. Und das Lustige war dann im Januar, Leute haben die Betriebe gesammelt und gesagt, hey, ich glaube, ich bin fertig.
- 1:38:45Eine Kollegin von mir hat auf dem Betriebsamt geschaut. Sie arbeitet immer noch, glaube ich. Ich habe ihr immer wieder geschrieben, wie viele noch offen sind. Sie sagte, ich sei super dran und mache weiter. Dann im Januar 1924 sagte ich, «Laura, wie sieht es aus?» «Es ist noch eine offen.» Ich sagte, was?
- 1:39:03«Was, noch eine Offen? Ich war im Dezember fertig.» «Nein, es ist noch eine Offen.» Er sagte, er schicke mir die Einzahlung, ich schien sofort, habe sie begleichen und seit Januar 2024 bin ich schuldenfrei und habe einen sauberen Betreibungsauszug und bin selbstständig. Also alles ist möglich? Man muss nur den Willen haben und sich ein Ziel setzen, aber auch einen Plan machen, damit man das Ziel auch erreichen kann. Das Ziel setzen ist eigentlich...
- 1:39:31Ich kann es jetzt machen, ich kann es jetzt ersetzen. Aber wenn ich keinen richtigen Plan habe, dann wird es halt einfach schwierig, dass man das Ziel erreichen kann. Meine Ziele waren, ich will von meiner Unternehmung leben, ich will meine Schulden zurückzahlen, ich will Menschen aus den Wohnungen rausbringen, aus den Büros rausbringen, mindestens eine Stunde am Tag, auch wenn es minus sieben ist, wir trainieren das ganze Jahr draussen und der eine oder andere kann ich dazu motivieren und mittlerweile hat FreeFit über 80 Mitglieder.
- 1:40:01Ja. Und viele leiden im Winter, aber du leidest mehr im Sommer, weil im Winter kannst du dich abziehen, im Sommer nicht. Ja. Im Winter nicht. Aber sie haben Freude. Manchmal habe ich ein schlechtes Gewissen, wenn es halt sehr kalt ist, aber so ist es halt. Wir müssen raus.
- 1:40:17Es geht ums draussen sein. Es geht ums draussen sein, ja. Darum FreeFit. Es war mega spannend, zu hören, weil es ein abartiger Werdegang war. Also wirklich von saufen zum vergessen, über rauchen, über 60'000 Franken Schulden haben, Betriebe, 60'000 Franken Betriebe haben.
- 1:40:42Willen rauskommen aus dem ganzen massiven Ängstezustand und Panikattacken zu einem jungen Herrn, der sein Leben jetzt im Griff hat, etwas Schönes aufgebaut hat. Andere Leute dazu motiviert und dazu unterstützt, um rauszugehen, zu trainieren, ihren Körper zu stehlen.
- 1:41:01Nicht steilen, steil lernen. Ja, stärken, genau. Ich habe mir gedacht, wenn das von Olden klingt, dann erstillt der Körper. Von dem her wirklich ein sehr beeindruckender Weg, den du hierhin geleitet hast. Du kannst machtig, machtig, machtig schuld auf dich sein.
- 1:41:20Ja, danke vielmals. Wie gesagt, wir sind schon ein paar zwei Stunden dran bei dem Ganzen. Wir haben noch ein paar Schnellfeuerrunden, die ich immer erstelle. Mhm. Darum, Pasquale. Ich hoffe, ich verstehe alle Fragen, manchmal habe ich Mühe mit den Worten. Alles gut, kein Problem. Sonst einfach sagen. Ja. Darum bist du ready für die Schnellfeuerrunde? Ich glaube schon, ja. Frühaufsteher oder Nachtmarsch? Frühaufsteher. Was ist deine Morgenroutine in einem Satz?
- 1:41:50Ich stehe sehr früh auf und das Erste, was ich mache, ist etwas, was ich hasse, und zwar Joggen. Und das machst du jeden Morgen? Ja. High Rocks oder klassisches Krafttraining? Beides. Beides. Kombiniert. Liesest du
- 1:42:10Seit ich selbstständig bin, überwinde ich mich. Ich kann es eben auch lesen. Was ist dein Lieblingsbuch? «Can't hurt me» von David Goggins. Okay, er ist... Er ist auch der Typ, der... Ja. ...der mich so gemacht hat. Das härteste Training, das du jemals gemacht hast?
- 1:42:32Eine Simulation eines Seelfit-Training in Zug, in einer Crossfit-Box. Das war ein Personal-Training, weil ich das Bootcamp in Kalifornien machen wollte. Das dauert 60 Stunden. Ich simulierte das und er hat mich 3 Stunden getötet.
- 1:42:50Das würde mich wirklich töten, als Vorbereitung, dass ich das Kokoro Camp besuchen könnte. Das wird leider nicht mehr angeboten. Das wäre eigentlich von dem, der das Buch geschrieben hat, das ich trainiert habe. Und das wäre eigentlich eine Simulation einer Hell Week gewesen, die dann eine Seals am Schluss machen. Und das konnte ich leider nicht besuchen, weil es jetzt einfach nicht mehr angeboten wird. Oder vielleicht wieder. Ich hoffe es auch mal. Sonst machst du selber Reisen? Ja. Wer ist dein grösster sportlicher Vorbild? David Goggins.
- 1:43:20Der grösste Fehler, den du als Gründer gemacht hast? Eine Partnerschaft machen mit einer Firma, die Abos angeboten hat, mit der man dann mit diesem Abo überall trainieren kann. Das heisst, du als Kunde hast das Abo, ich will jetzt nicht sagen wer, du machst das Abo,
- 1:43:44Jeder Anbieter, Pilates, Free-Fit, Cross-Fit, was auch immer, der diese Partnerschaft hat, kann dann mit diesem Abo abscannen und trainieren. Am Anfang war es gut, gegen Schluss war es fast der Grund, weshalb ich letztes Jahr mein Geschäft fast verloren habe.
- 1:44:03Weil ich unbegrenzt mit diesem Mann trainieren durfte. Plötzlich kamen sie mir nachher und sagten, dass es bei mir zu gut läuft. Wir müssen begrenzte Einträge machen. Von unbegrenzt auf einmal pro Woche. Das hat meine Einnahmen komplett gesunken.
- 1:44:19Und die Leute haben sich natürlich darauf gewöhnt. Wieso soll ich am Free-Fit diesen Betrag zahlen, wenn ich das Album günstiger bekomme und an 30 verschiedenen Orten trainieren kann. Ist ja logisch, als Kunde, tiptop. Aber ich persönlich würde das nicht mehr machen, weil ich wegen dem fast mein Geschäft verloren habe. Hast du selber auch einen Coach?
- 1:44:41Jetzt seit zwei Wochen. Er unterstützt mich im Bereich Lauftraining. Der Rest, eigentlich mache ich alles selber. Aber wenn ich mir einen Coach nehme, dann nehme ich es auch zum Besserwerden, aber auch zum Lehren. Da umsetze ich das Theoretische in das Praktische. Ich bin halt nicht so Fan von Theorie.
- 1:45:01Die Theorie muss gleich umgesetzt werden, dann funktioniert es. Aber nur zu reden und zu tun, bin ich nicht ein Fan davon. Darum holen wir jemanden, der es hundertprozentig checkt, ich setze es um und dann schauen wir, ob es passt. Okay. Genau. Was nervt dich am meisten in der Fitnesswelt?
- 1:45:24Dass jeder seinen Senf dazugeht und sagt, so musst du es machen und das funktioniert hundertprozentig. Und der andere sagt, Kohlehydrate sind Gift und der andere sagt, Kohlehydrate sind super und Zucker ist Gift. Das ist das, was mich aufregt. Jeder, der keine Ahnung hat, macht irgendwelche Videos auf Social Media und redet irgendeinen Müll.
- 1:45:44Ich habe schon Leute gesehen, die so einen Arm haben und kritisieren einen Bodybuilder, dass er die Übungen falsch macht. Und wenn ich solche Sachen sehe, dort bekomme ich einfach Schübe. Oder die Leute, die Theorie erklären wollen. Jeder erklärt wie ein Klimmzug geht. Aber mach mal 10.
- 1:46:04Das ist das, was mich nervt. Es ist viel zu viel Theorie. Man setzt einfach um und schaut weiter. Und das gibt sehr viel Verwirrtheit im Moment. Mega. Brutal. Und das geht mir so etwas auf den Sack. Das kannst du dir nicht vorstellen. Das macht mich so richtig ässig. Schon nur, weil du es jetzt gefragt hast. Ananas auf der Pizza.
- 1:46:30Ich bin jetzt ehrlich, für meine italienischen Kollegen, ich habe es schon ein paar Mal gegessen, aber in Kombination mit scharfem Salami. Ich finde es mega geil, aber seit zwei Jahren habe ich es nicht mehr gemacht. So, das Interview ist leider abgerufen. Ja. Ich habe noch eine. Und zwar, der Podcast heisst Momentum. Was heisst Momentum für dich? Es erinnert mich so wie
- 1:47:01Das Moment. Vielleicht heisst es so, ich kann es nicht sagen. Es ist deine Interpretation. Wenn ich Momentum höre, und vor allem jetzt die Erfahrung, die ich bei Momentum Podcast machen durfte, dass wir alles auf den Moment gemacht haben. So hat sich das angefühlt. Ich habe keine Fragen bekommen, vorbereitete. Ich hatte null Ahnung, was mich erwartet. Ich war auch relativ leicht nervös, wenn ich ehrlich bin. Aber ich bin mega schnell oben runtergekommen.
- 1:47:31Es hat nicht so ein «Jetzt fangen wir an.» Es hat wie einen Moment gegeben, wo es einfach angefangen hat zu fliessen. Schön auf einen Moment zu halten. Sehr schön. Mega schön. Wirklich eine super Erfahrung und weiterhin viel Erfolg mit dem. Danke, danke dir. Das wünsche ich dir im Fall auch. Bevor ich dir aber noch dein Aussprechen, was ich dir alles wünsche,
- 1:47:52Wenn du etwas für die Community sagen möchtest, für Leute, die vielleicht noch nicht entdeckt haben, wie man gesund werden kann oder was es braucht, egal was, wenn du etwas sagen möchtest, ich stelle es schon an deinen Zeitpunkt. Ähm... Versuche immer,
- 1:48:18Der schwierige Weg, der euch am Ende glücklich machen wird. Er wird hart, er wird steinig, aber der Sonnenaufgang findet am besten statt, wenn wir hier oben sind. Und bis wir hier oben sind, wird der Weg sehr, sehr schwer. Aber den müssen wir akzeptieren.
- 1:48:38Megaschön. Und ich glaube, die letzten paar Worte, die du jetzt gesagt hast, ist genau das, was dein Leben bewiesen hat. Dass der Sonnenaufgang megaschön ist, wenn du zuoberst bist. Aber der Weg darauf ist hart, ist streng, ist nicht einfach, ist mit viel Scham, ist mit viel Blutschwitzen, mit teilweise schlimmen Gedanken, mit Ängsten verbunden. Verzichten. Verzichten. Das ist die wichtigste Regel. Mit sehr viel Verzichten.
- 1:49:08Ich habe sehr viel verzichtet und ganz etwas Simples, wieso das auch meine Beziehung darunter gelitten hat. In den letzten fünf Jahren bin ich fünf Wochen in die Ferien geblieben. In den letzten fünf Jahren war ich eigentlich nur für mein Geschäft da. Es ist nicht so, dass ich es mit Willenskraft gemacht habe, weil
- 1:49:28Ich habe mein komplettes Leben selbst sabotiert und zerstört. Und wenn du plötzlich merkst, dass etwas klappt in deinem Leben durchs Herz arbeiten, dann sagst du, weisst du was, ich brauche keine Ferien. Ich muss jetzt einfach mal den Fokus behalten.
- 1:49:45Und viele kommen mit dem klar. Es gibt ein Umfeld, das kommt klar, dann gibt es ein anderes Umfeld, das nicht klar kommt. Aber manchmal muss man einfach auch den Weg weiterhin alleine laufen. Weil sonst kommst du nicht vorwärts. Du musst eben auch bereit sein, dass du dich selbst verhalten kannst. Und das ist auch wichtig.
- 1:50:02den Weg alleine zu gehen. Und mein Weg hat alleine angefangen. In gewissen Situationen bin ich immer noch alleine. Aber für mich ist das nicht so, dass ich traurig bin, wenn ich alleine bin. In der Einsamkeit finde ich mich wieder, erhole ich mich wieder und komme wieder auf neue Ideen. Und somit ist das eigentlich der beste Tipp, den ich auch an den anderen geben kann.
- 1:50:21Wenn ihr niemanden habt, der euch unterstützt, dann macht ihr das alleine. Aber wenn ihr jemanden habt, der vielleicht die gleiche Situation schon erlebt hat, dann lernt von dieser Person, könnt die Person nicht kritisieren, nehmt wirklich das mit, was er sagt. Ich werde ja oft kritisiert, wegen meiner Wahrheit, die ich ausspreche. Aber wie gesagt, ich habe keine Psychologie studiert,
- 1:50:45Alles, was ich sage, habe ich praktisch erlebt. Ist das richtig für dich? Ja, es ist nicht aus einem Buch. Alles, was ich heute hier erzähle, das sind Dinge, die auf meinem Weg passiert sind. Und ich finde, der Mensch lernt eben erst richtig, wenn er so richtig mal auf die Fresse fällt. Aber auch dann gibt es wieder Leute, die eben nicht lernen. Ja, da müssen wir nochmal auf die Fresse fallen.
- 1:51:06Nur mal die Fresse fallen, so oft wie ihr könnt. Bis es geht. Und immer wieder aufstehen. Und wenn ihr aufgestanden seid, und ihr merkt, es geht bergauf, man sagt, es gibt zwei Arten von Wölfen. Es gibt den Wolf, der den Gipfel besteigt, und irgendwann ist auch der Gipfel wird erreichen. Und irgendwann ist er auch satt. Und dann sagt man, der Wolf, der den Gipfel noch am besteigen ist, der ist immer noch hungrig.
- 1:51:34Das ist mir eben letztes Jahr passiert. Darum habe ich auch einerseits fast mein Geschäftsmodell gesehen. Es läuft gut. Ich war ein Wolf, der satt war. Und jetzt, heute, denke ich einfach, sobald ich einen Gipfel erreicht habe, laufe ich den Gipfel wieder ab und suche mir einen neuen. Damit ich auch nicht den Hunger verliere. Weil Sättigung...
- 1:51:55Wenn du satt bist, hast du kein Interesse, zum Beispiel zu jagen. Du bleibst einfach dort und sagst, ja, voll leise, gemütlich. Eben, die Komfortzone. Auch das wird dann nachher so eine Komfortzone.
- 1:52:08Das ist dann sehr gefährlich. Sobald ein Ziel erreicht wurde, muss eigentlich schon der nächste bereit sein. Auch wenn es nur etwas Kleines ist. Das habe ich letztes Jahr eben nicht gemacht. Das war ein Fehler. Aber ja, aus Fehlern lernt man. Also sollte man eigentlich. Sollte man.
- 1:52:26Und es wäre gut, wenn die Menschen diesen Mindset bekommen. Wir sagen ja nicht, dass man je pro Woche 100 Kilometer segeln muss oder mit einem kaputten Knie weiterlaufen muss oder was auch immer. Aber einfach mal probieren, einfach mal das machen, wo es sich umso angenehmer anfühlt, umso schöner wird es am Schluss. Und dann hast du es einfach gemacht.
- 1:52:46Ich glaube, das waren sehr schöne Schlussworten. Danke vielmals, dass du dir die Zeit genommen hast, um hierher zu kommen und auch hierher über deine Story zu erzählen, die wirklich sehr tiefgründig und auch hart ist. Aber ich glaube, es sind genau solche Storys, die man hier draussen darf.
- 1:53:02und muss hören, dass man auch sagt, es gibt immer einen Weg, wenn man wirklich will. Darum danke viel, vielmals. Ich wünsche dir alles Gute, weiterhin ganz viel Erfolg, schönen Aufbau deines Geschäfts und vor allem wünsche ich dir viel Gesundheit und viel Durchhaltevermögen.
- 1:53:17Vielen herzlichen Dank, das wünsche ich dir auch. Und du hast noch ein Training zu gut bei mir. Das ist gut, das machen wir. Das machen wir sehr gerne. Ich habe jetzt ein paar noch, wo ich rausgehen muss. Ich muss noch Rugby spielen. Das habe ich gesehen. Das wird heftig. Das habe ich gesehen. Sehr starker Mindset. Sehr starker Mindset.
- 1:53:39Hey, danke vielmals. Und an dieser Stelle auch danke dir. Vielmals bist du wieder dabei gewesen bei Momentum. Dein Podcast, der inspirierende Menschen schöne und inspirierende Geschichten erzählt. Heute mit dem Pasquale. Ein Trainer aus Olten, der sich aus dem Nichts
- 1:53:54rausgekämpft hat mit sehr vielen Schulden, die jetzt da sind mit meinem eigenen Geschäft und etwas wunderbares am aufbauen ist. Ich bin mir sicher, dass diese Story dich berührt hat, weil mich hat sie berührt. Und wenn es dir gefallen hat, dann hat es da unten ein paar Knöpfe. Ich erkläre es ganz schnell. Einer heisst abonniere. Wenn du dort drückst, verpasst du nichts mehr, was auf diesem Kanal läuft.
- 1:54:13Wenn es dir gefallen hat, ein Thumbs-up würde mir sehr viel bedeuten. Und wenn du sogar noch etwas in die Kommentare schreiben möchtest, dann nur zu. Das ist jetzt der Zeitpunkt dafür. Danke vielmals und bis zum nächsten Mal bei Momentum. Tschüss. It's a wrap. Fertig. Jawohl. Schön. Sensationell. Crazy.