Latest / Schwer gezeichnet - der Comic-Podcast / S1 I EP 02 Särge, Kälte, Diebeskummer
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- 0:01Speaker 1: Es ging auch an mir vorbei.
- 0:03Speaker 0: Mehr als reinzeichnen kann es nicht!
- 0:05Speaker 0: Man muss das natürlich anschauen, ich gebe zu, dass ist eine kleine Hürde.
- 0:08Speaker 0: Ich
- 0:08Speaker 1: hab für mich sehr konzentriert
- 0:10Speaker 0: gelesen und ...
- 0:11Speaker 1: Auch mal umgeblättert?
- 0:12Speaker 1: Schön...
- 0:14Speaker 0: Der Punkt wo er das herhat, der findet in dem gesamten Ding nicht statt.
- 0:19Speaker 1: Und warum sollte er denn?
- 0:20Speaker 1: Das Kind hat jetzt einmal die Chance zu erzählen wie's für das Kind war.
- 0:24Speaker 0: Siehst
- 0:24Speaker 1: du's immer beim Vorwurf?
- 0:30Speaker 2: Schwer gezeichnet Der Podcast über Comics, Graphic Novels und alles dazwischen.
- 0:36Speaker 2: Zwei neue Bücher, zwei mittelneue Menschen
- 0:39Speaker 0: und zweiundzwanzig-einhalb
- 0:40Speaker 2: Meinungen mit Bestsellerautor Timo Vermisch und Popkultur Attaschi Katrin Mimi Promontier.
- 0:48Speaker 0: Schön dass wir da sind!
- 0:50Speaker 1: Es geht dieses Mal um ein Spezialthema.
- 0:53Speaker 1: es geht um Lieblingscomics.
- 0:55Speaker 1: eine Deine Lieblungscomics einer meiner.
- 0:58Speaker 1: Wir stellen sie beide vor und präsentieren Sie.
- 1:02Speaker 1: aber Wie sagt man antizyklisch?
- 1:04Speaker 1: Also ich stelle deinen vor und du stellst meinen vor.
- 1:07Speaker 1: Und danach streiten wir darüber.
- 1:10Speaker 1: Möglicherweise,
- 1:11Speaker 0: denn ich habe natürlich einen so guten Comic ausgewählt, dass da praktisch keinen Streit möglich ist außer man hätte überhaupt keine Ahnung.
- 1:23Speaker 2: Gass von Christoph Blah erschienen bei Reprodukt.
- 1:27Speaker 1: Es geht los mit Gas von Christophe Blah.
- 1:32Speaker 0: Blah wie der Franzose sagt
- 1:34Speaker 1: Das ist ein Art Western-Comic.
- 1:39Speaker 1: Ein Comic über harte Kerle, die aber wegen Frauen Liebesbriefen und Flörtereien völlig am Rande des Nervenzusammenbruchs sind.
- 1:49Speaker 1: Also kein Überfall treibt sie so um und macht sie so fertig wie ihre angebeteten Frauen den Sie ständig hinterherlaufen
- 1:59Speaker 0: oder neue suchen.
- 2:01Speaker 1: So
- 2:01Speaker 0: würde ich es aussehen.
- 2:03Speaker 0: Kaum hatte man
- 2:04Speaker 1: keinen Erfolg bei der einen, wird die nächste anvisiert.
- 2:07Speaker 1: Ja.
- 2:09Speaker 1: Gas ist der titelgebende Held mit seinen beiden Freunden Clem und Grad Und wie gesagt die überfallen Postkutschen und Züge.
- 2:18Speaker 1: vor allem gas verliebt sich regelmäßig und es fängt an mit einer Natalie die ihn am ausgestreckten Abend verhungern lässt, so ein bisschen.
- 2:28Speaker 1: sie ist verheiratet.
- 2:29Speaker 1: Aber Sie haben eine Affäre aber dann meldet sich nicht und ich fand sehr hübsch wie die Typen gezeichnet sind mit ihren langen Nasen und komischen Haaren und so vogelhaft.
- 2:46Speaker 0: Klem hat diese komische Blumenkohlfrisur, Gast hat diese super lange Nase.
- 2:51Speaker 0: Greta hat
- 2:53Speaker 1: ein
- 2:54Speaker 0: sehr langes Kind.
- 2:55Speaker 1: Das ist eben das Gegenteil von schönen Westernhelden, das ist quatschig!
- 3:03Speaker 1: Leicht lächerlich würde
- 3:05Speaker 0: ich sagen.
- 3:07Speaker 1: Aber dieser ganze dünne Band strahlt eine wahnsinnige Nervosität aus.
- 3:14Speaker 1: Und man wird richtig nervös, wenn man es liest und auch so hibbelig weil sie eben ständig geht was schief.
- 3:21Speaker 1: und dann müssen Sie wieder hier ein Date und dann warten Sie in der nächsten Bar.
- 3:25Speaker 1: und so richtig konnte ich zwar nicht folgen aber ich wurde mitgerissen mehr oder weniger.
- 3:31Speaker 0: Ich würde auch sagen dass vieles da drin ist irrsinnig schnell.
- 3:35Speaker 1: Ja
- 3:35Speaker 0: Das ist... das ist auch das was sich an Blin sehr liebe.
- 3:40Speaker 0: Das ist einer, der unheimlich aufs Tempo drückt.
- 3:45Speaker 0: Der Dinge in Bildern zusammenfasst, Reaktionen zusammenfasst für die andere zwei oder drei brauchen und das geht bei dem super schnell.
- 3:56Speaker 0: also im Film gibt es ja diese Technik des Cut-To bei denen du praktisch irgendwie eine Voraussetzung schaffst und dann Schnitt Und wir sind in der Situation, die als nächste folgt.
- 4:09Speaker 0: Es gibt kaum einen, der das so schnell und elegant hingerickt wie Christoph Blair.
- 4:16Speaker 1: Aber es ist auch nicht zu seinem Vorteil!
- 4:19Speaker 1: Warum?
- 4:20Speaker 1: Es ist einfach zu schnell, ich weiß gar nicht was passiert.
- 4:23Speaker 1: Und gleichzeitig passiert so wenig weil es sowieso immer nur um Flirten und Frauen geht oder ab und zu eine Postkutsche überfallen.
- 4:30Speaker 1: Das ist so wenig für den ganzen nervösen Aufwand dass ich denke oh Gott...
- 4:37Speaker 0: Im Grunde ist das das Leben!
- 4:40Speaker 0: Ich meine es ist nicht wirklich wichtig ob die jetzt erfolgreich Banken überfallen oder nicht.
- 4:44Speaker 0: im Grunde geht's bei denen um Frauen Die Vorbereitung, die mühsame Vorbereitung von Frauen und von Flirts.
- 4:56Speaker 0: Und wie man mühsam an sie rankommt... ...die Umwege, die man macht um bei ihnen zu landen.
- 5:05Speaker 0: in einer Folge soll Gas eigentlich eine Bank ausspionieren.
- 5:12Speaker 0: Weil ich aber die Kassiererin ganz gut gefällt.
- 5:15Speaker 0: Er öffnete da erst mal ein Konto, damit er öfter vorbeigehen kann.
- 5:18Speaker 0: Riesige Umstände!
- 5:20Speaker 1: Das ist witzig.
- 5:21Speaker 1: Das ist an mir vorbeigegangen?
- 5:23Speaker 0: Es ist auch im zweiten Band jetzt.
- 5:26Speaker 0: Aber das ist tatsächlich immer das Prinzip.
- 5:27Speaker 0: Es gibt drei oder vier Teile und ...
- 5:31Speaker 1: Drei oder vierteile?
- 5:32Speaker 1: Ich liebe
- 5:33Speaker 0: dieses Szenerie... Also die Optik liebe ich.
- 5:38Speaker 0: Tatsächlich sind die Jungs sehr lustig.
- 5:40Speaker 0: Die Landschaft Die ist eigentlich sehr schön reduziert.
- 5:43Speaker 0: Das ist genau diese Westernlandschaft.
- 5:45Speaker 1: Darf ich Lucky Luke Landschaft sagen?
- 5:47Speaker 1: Ja, es
- 5:48Speaker 0: ist die Lucky Luke.
- 5:49Speaker 0: Es ist die klassische Westernlandstschaften.
- 5:51Speaker 0: Die wird nicht funny gezeigt sondern der werden diese Figuren dann ausgesetzt.
- 5:57Speaker 0: manchmal wird sie auch genutzt um den um um um dieses Figuren raus zu arbeiten wenn er diese riesigen Ebenen macht.
- 6:07Speaker 0: und in diesen Eben ist ein ganz winziger Reiter, der in höchstem Tempo durchflitzt und wir sehen nicht wer der Reiter ist.
- 6:14Speaker 0: Wir sehen nur seine lange Nase.
- 6:15Speaker 0: es ist offenbar Gas!
- 6:16Speaker 0: Wir erkennen ihn und das ist einfach ein Bild dass nicht lang inszeniert wird.
- 6:21Speaker 0: Das ist Patsch da und funktioniert unglaublich schnell.
- 6:26Speaker 0: dann und gibt natürlich auch diese Landschaft wieder.
- 6:29Speaker 0: was ich auch lieben bin.
- 6:32Speaker 0: Blegens Vorliebe fürs Lepstik Handlung, Reaktion.
- 6:38Speaker 0: Es gibt diesen Moment wo sie einen Überfall einproben und dazu ist es wichtig glaube ich dass man von relativ weit oben auf einen Zug springt und zum Training üben Sie verzweifelt wie man mit der Kutsche unten vorbeifährt.
- 6:55Speaker 0: unter anderem springt im richtigen moment ab.
- 6:57Speaker 1: Das ging auch einmal vorbei?
- 7:00Speaker 0: Mehr als reinzeichnen kann er nicht!
- 7:01Speaker 0: Man muss das natürlich anschauen.
- 7:03Speaker 0: Ich gebe zu daßes eine kleine Hürde
- 7:06Speaker 1: konzentriert, für mich sehr konzentrierter gewesen.
- 7:09Speaker 0: Auch mal umgeblättert?
- 7:10Speaker 0: Ja
- 7:10Speaker 1: auch mal um geblättert und ich glaube wirklich dass es sehr viel an mir vorbeigegangen ist dadurch das du wie du sagst eher soviel in ein Bild packt und dann bin ich zu abgelenkt und deswegen... Ist es nur für Leute die Lucky Luke lieben?
- 7:25Speaker 0: Nein aber Lucky
- 7:26Speaker 1: Luke ist
- 7:26Speaker 0: nicht in dem Tempo.
- 7:27Speaker 0: Ich
- 7:27Speaker 1: mag auch Lucky Luke nicht.
- 7:30Speaker 1: Ah!
- 7:30Speaker 1: Ich manchmal mag ja sowieso Western nicht so gern, das hatten wir schon.
- 7:33Speaker 1: Warum?
- 7:35Speaker 1: So staubig, so wenig.
- 7:38Speaker 1: Meistens ist so wenig Saft da drin, wenig Details, wenig Alltag.
- 7:46Speaker 1: ich krieg immer nur Hainun und Kitty im Saloon und was weiß ich aber nie, dass er mal das Geschirr abspült oder aufs Klo geht.
- 7:56Speaker 1: Das war hier allerdings dann zum Schluss ganz nett wie sie eine Wohnung oder ein Haus haben zusammen Frau in Anführungszeichen wird und schimpft, wenn die an den schmutzigen Füße und Samtvorhänge aufhängt.
- 8:11Speaker 1: Das fand ich ganz nett!
- 8:12Speaker 1: Und das kriege ich im Western sonst nie.
- 8:14Speaker 1: Und das fehlt mir eben.
- 8:16Speaker 0: Also... Ich finde schon dass diese Dynamik zwischen den drei ist auch unglaublich wichtig.
- 8:22Speaker 0: Die drei sind kumpels
- 8:24Speaker 1: Merkt man aber erst zum Schluss
- 8:25Speaker 0: Zum Schluss?
- 8:26Speaker 0: Und zwar brutal Weil auch da ist Da ist klar genauso kompromisslos, diese Leute bringen andere Leute um.
- 8:36Speaker 0: Und das zeichnet er mit viel Blut und viel Geschwindigkeit und viel Herzlosigkeit als ob es das Normalste der Welt wäre.
- 8:44Speaker 0: Das gefällt mir natürlich, dass er das total kommentalos danebensetzt weil's schnell funktioniert und die Charaktere rausarbeitet
- 8:53Speaker 1: Aber weil das Herz schon an die Frauen vergeben ist und das andere wird eben schnell erledigt, bisschen Kehlen aufschlitzen und dann wieder an die Bar.
- 9:02Speaker 0: Das eigentliche Herz ist ja an die Charaktere und an die Männer in dem Punkt natürlich vor allem verloren.
- 9:07Speaker 0: also für mich strahlt der ganze Comic eine irrsinnige Zuneigung zu seinen Darstellern, zu seinen Protagonisten aus.
- 9:18Speaker 0: eben die Tatsache, wie sie da hocken und verzweifelt versuchen entweder an Frauen ranzukommen oder klemmen umgekehrt seine Gewissensbisse weil er zuhause eigentlich Frau und Kind hat.
- 9:30Speaker 0: Und wir dann diese andere tolle Frau kennenlernt
- 9:34Speaker 1: Wie die praktisch
- 9:36Speaker 0: leiden wären Sie eigentlich recht unterhaltsam mit Dinge tun.
- 9:40Speaker 0: für uns Das ist das zusammenzubringen also auf der einen Seite Komisch?
- 9:46Speaker 0: Auf der anderen Seite tun Sie einem auch ein bisschen Leid.
- 9:49Speaker 1: Das
- 9:49Speaker 0: ist, wie ihr das mischt und diese Sachen aufeinanderprallen lässt, das schafft kein anderer.
- 9:56Speaker 1: Wahrscheinlich gibt es ja mehrere Bände.
- 9:59Speaker 1: Es hat viele Fans dieser Reihe und kommt gut an.
- 10:05Speaker 1: Ich habe sie zum ersten Mal gelesen Und muss, glaube ich da erstmal reinkommen.
- 10:11Speaker 1: Weil wie gesagt erst zum Schluss als sie dieses Haus haben und dann habe ich verstanden ah!
- 10:15Speaker 1: Wie diese Freundschaft funktioniert?
- 10:18Speaker 1: Da hab' ich aber das ganze Buch gebraucht.
- 10:19Speaker 1: deswegen Ja.
- 10:22Speaker 0: Also Blin Ich gebe zu er nutzt natürlich hier nur das Mittel des Western weil ihm das Szenario passt und gefällt Er könnte es genaues gut woanders machen Und er macht es auch woanders.
- 10:34Speaker 0: Er hat eine zweite Serie, die heißt Isaac der Pirat ein Maler in Paris, ich weiß nicht...
- 10:43Speaker 1: Ja, Frauen nach!
- 10:44Speaker 0: ...der durch irgendwelche Umstände auf einem Piratenschiff verschlagen wird und im Grunde sind wir wieder im selben Setting.
- 10:51Speaker 0: natürlich rennen sich zuerst als Frauen hinterher
- 10:54Speaker 1: Auf dem Piratenschiff
- 10:56Speaker 0: auf dem Piratenschiff bzw.
- 10:57Speaker 0: im Versteck der Piraten und wieder dann sind wir im Dschungel, aber wir haben wieder eine ähnliche Mechanik.
- 11:04Speaker 0: Und das ist sein Thema dass ihm besser passt als er hat irgendwann so ein Ökobuch geschrieben indem er sich letztlich für Atomenergie ausspricht.
- 11:15Speaker 0: Das fand ich glaube nicht
- 11:16Speaker 1: ganz so gut.
- 11:17Speaker 1: Es ist nicht so sein Ding weil er nicht so gut gemacht.
- 11:21Speaker 0: im Prinzip Männer und was sie für Umwege gehen, um zu Frauen zu kommen.
- 11:26Speaker 0: Und das Ganze mit attraktiven Genres wie Piraterie oder dem Western zu paaren... Das ist blarst ding!
- 11:37Speaker 1: Okay, und das ist eben einer deiner Lieblingscomics?
- 11:41Speaker 1: Das
- 11:41Speaker 0: ist sensationell!
- 11:43Speaker 1: Meiner wird's nicht werden.
- 11:45Speaker 1: Klar Das war vorher klar.
- 11:46Speaker 1: Dann
- 11:47Speaker 0: versuche ich ihn aber immerhin noch zur zwei zu schaufen bei dir, weil bei mir ist hier
- 11:50Speaker 1: eins Pflicht.
- 11:51Speaker 1: Ja die ist gesetzt natürlich, aber ich gebe leider nur eine drei.
- 11:54Speaker 0: Eine Drei?
- 11:55Speaker 1: Ja.
- 11:56Speaker 0: Merke ich mehr!
- 11:57Speaker 0: Es
- 11:58Speaker 1: ist vielmehr einfach zu schwer mitzukommen und mitzuhalten mit diesem kleinen Mann der schnell durchs Bild reitet.
- 12:05Speaker 0: Man muss halt vielleicht ein bisschen üben.
- 12:09Speaker 0: Ich fand es nicht anstrengend, aber du musst wach sein dazu.
- 12:13Speaker 1: Wahrscheinlich wacher als ich war.
- 12:16Speaker 0: Dann zieht es natürlich nach der Drei aus bei dir.
- 12:28Speaker 0: Nummer zwei hat mit dem berühmten Bechteltest zu tun, das ist das was man von der Autorin eigentlich am meisten kennt Der Test ob in einem Film Zwei Frauen Vorkommen die nicht über einen Mann reden die sich
- 12:45Speaker 1: unterhalten, aber nicht
- 12:47Speaker 0: über einen Mann reden.
- 12:48Speaker 0: Und dann merkt man das ist ein Film der auch Frauen berücksichtigt.
- 12:55Speaker 0: Der Test stammt von der Kartonserie Dikes to Watch Out Form und damit ist Alison Bechtel Comic Zeichnerin geworden oder hat sich damit ernährt?
- 13:08Speaker 0: Was wir hier haben, ist dein Lieblingsbuch Fun Home.
- 13:11Speaker 0: Das is Your Claim To Fame Ein Comic über ihr aufwachsen mit ihrer Familie, mit ihren gefühlskalten intellektuellen Eltern und ihrem Vater der offenbar insgeheim auf wie Jungs steht.
- 13:34Speaker 0: Und von dem sie munter behauptet er hätte sich umgebracht was offenbar gar nicht so sicher ist.
- 13:41Speaker 1: Das sicher ist das nicht, ja?
- 13:43Speaker 0: Sicher ist es nicht!
- 13:43Speaker 0: Insofern behaupten wir's einfach mal.
- 13:48Speaker 0: Du hast mir damals auch noch gesagt, neben den gefühlskalten Eltern ist die Wachsen in diesem Begräbnis-Institut auf, also ist Beerdigungsinstitut, dass er von seinen Eltern übernommen hat.
- 14:00Speaker 0: Das ist der titelgebende Name des Hauses Funeral Home abgekürzt Fun Home.
- 14:06Speaker 0: und dann dachte ich, hey super das klingt ja witzig.
- 14:09Speaker 0: Und wow was für eine Fehl-Erwartung!
- 14:15Speaker 0: Gar nicht mal so witzige würde ich sagen.
- 14:18Speaker 0: Letzten Endes ist es erstaunlich was Frau Bechtel alles beobachtet an dem Verhältnis der Familie und Ähnlichem.
- 14:28Speaker 0: Es ist aber insgesamt würde ich gar nicht mal nett seinen Vater nach seinem Tod zu outen.
- 14:34Speaker 1: Okay, war ich jetzt nicht das Wichtigste an der Geschichte?
- 14:38Speaker 0: Nein.
- 14:38Speaker 0: Das Wichtigsten in der Geschichte ist definitiv was anderes nämlich Frau Bechtel selbst und
- 14:43Speaker 1: diese heile Welt vorspielen.
- 14:45Speaker 1: Ich meine da kann man darüber diskutieren ob man das dann im Nachhinein offenlegen sollte dass das alles gar nicht so wahr wie es schien.
- 14:52Speaker 1: aber die warum mich dieses Buch so unglaublich fasziniert und ich habe bestimmt schon vierzehnmal gelesen wenn nicht mehr ist die, wie sie diesen Vater beschreibt und mit was für Details.
- 15:07Speaker 1: Und er ist... Es gibt eine Zeile, die sagt eigentlich alles.
- 15:12Speaker 1: Es gibt nur einen der ein größeres Mädchen als mein Vater ist und das ist Marcel Proust.
- 15:18Speaker 1: Und dieses Mädchenhafte an diesem Vater, Er errichtet ja dieses viktorianische Haus her.
- 15:28Speaker 1: Er hängt Sampferhänge auf, er vergoldet alle Gardinenstangen und macht da einen wahnsinnigen Aufriss.
- 15:36Speaker 1: Seine Kinder sind mehr so seine Gehilfen.
- 15:38Speaker 1: reichen mir mal den Lappen, reichen wir mal dies und das.
- 15:42Speaker 1: Und sie sagt er behandelte seinen Möbel wie Kinder und seine Kinder wie Möbel.
- 15:47Speaker 1: Auch ein schöner Satz, wie ich finde.
- 15:50Speaker 1: Dann gibt es eben viele Konflikte weil Alison ist eben ein Tomboy also sie ist ja lesbisch und die Jungs hafter als sich dass die Eltern so vorstellen.
- 16:01Speaker 1: Und der Vater ist mädchenhaft und dieses Zusammenspiel ist einfach sehr schön.
- 16:07Speaker 1: Sie weiß ja noch gar nicht, wie sie damit umgehen soll und er versucht das alles ein bisschen zu verbergen.
- 16:16Speaker 1: Er ist einfach so gut getroffen und vielleicht liegt es daran dass mein Vater auch eine Mimose war.
- 16:24Speaker 1: Es ist ganz schwer mit Mimosen umzugehen Und er ist auch eine, man durfte nicht mal was über seine Krawatte sagen und erst ausgeschlippt.
- 16:35Speaker 1: Dieses Porträt dieses Mannes ist einfach mitreißend.
- 16:40Speaker 1: ich meine das Buch hat Preise gewonnen Eisnerpreis also bester Comic des Jahres, Time-Magazin, Buch des Jahres als Comic!
- 16:50Speaker 1: Das ist es auch nicht oft, das war in dem Jahr erst mal berühmt geworden, New York Times Bestseller sowieso.
- 16:58Speaker 0: Ich glaube allerdings die kriegt diese Preise weil Leute etwas da drin sehen was nicht drin ist.
- 17:02Speaker 0: das kommt ja häufiger vor.
- 17:04Speaker 0: ich würde schon sagen diese Schilderung des Vaters die ist durchaus sehr präzise und auch sehr erhellend.
- 17:11Speaker 0: Was sie für mich schwer erträglich macht ist der Duktus in dem sie vorgetragen wird Und dieser Duktuss ist im Grunde der eines permanenten Vorwurfs.
- 17:22Speaker 0: durch das gesamte Buch kommt dieser Tonfall des Vorwurfs und zwar nicht, dass der Vater so ist wie er ist sondern das er es ist um das Leben von Frau Bechtel schwer zu machen.
- 17:38Speaker 0: Das es kommt aus jeder Zeile raus inklusive ihres eigenen Outings als Lesbe.
- 17:43Speaker 0: ich glaube kurz darauf bringt er sich um oder bringt es stirbt er letzten Endes und von ihr kommt ein Tonfall.
- 17:51Speaker 0: Das hat er auch nur gemacht, um mir irgendwie das Outcoming zu vermiesen.
- 17:55Speaker 1: Ja gut aber... Das
- 17:56Speaker 0: ist derart selbstgerecht!
- 17:59Speaker 0: Ich habe etwas Ähnliches in der Richtung schon lang nicht mehr gesehen.
- 18:02Speaker 1: Ich würde es nicht selbst gerechnet.
- 18:04Speaker 1: Es ist die Kühle, die sie spiegelt und erfahren hat.
- 18:08Speaker 0: Was ist interessant?
- 18:08Speaker 0: Und warum wirft Sie es dann Ihren Eltern vor?
- 18:10Speaker 1: Ich fand's nicht vorwurfsvoll!
- 18:11Speaker 1: Es ist durch die Bank wirklich...
- 18:13Speaker 1: Nein?!
- 18:17Speaker 0: Es ist zum Teil haasträumt natürlich.
- 18:20Speaker 0: Vor allem war auch dieser Vorwurf, er behandelt seine Kinder wie Möbel.
- 18:24Speaker 0: Wenn du guckst was passiert denn da wirklich?
- 18:27Speaker 0: Im Grunde sollen sie ihm einen Schraubenzieher reichen.
- 18:30Speaker 1: Ja aber...
- 18:32Speaker 0: Der Punkt ist im Grunde Er verlangt von Ihnen ein bisschen Mitarbeit in
- 18:36Speaker 1: den Haushalt.
- 18:36Speaker 1: Nein, nein!
- 18:37Speaker 1: Das ist einfach jetzt rausgenommen, einen Schraubenzieher reichen das geht permanent.
- 18:41Speaker 1: Sind Sie seine kleinen Gehilfen?
- 18:43Speaker 1: Egal was für ein Projekt er hat.
- 18:46Speaker 1: Er sieht sie nicht, er fühlt sich nicht, es gefühls kalt Es gibt keine Umarmung, es gibt eine ganz schöne Szene.
- 18:52Speaker 1: Da hat sie das Bedürfnis ihm mal einen guten Nachtkurs zu geben und dann weiß sie gar nicht, wie sie das jetzt anstellen soll.
- 19:00Speaker 1: Und küsst dann seine Finger als wäre ja ein Weihbischof!
- 19:03Speaker 1: Ja... ...und zieht sich dann so verschämt zurück.
- 19:06Speaker 0: Super Szene?
- 19:07Speaker 1: Super Szenee und ich kann das waschern vielleicht weil ich das so nachfühlen kann, weil mein Vater eben Ähnlichkeiten hat mit diesem Mann.
- 19:16Speaker 1: aber natürlich er war kein Künstler sondern Beamter, aber diese ganze Mädchenhaftigkeit Ja, all das
- 19:27Speaker 0: zielt auf einen Effekt nämlich Arme Ellissen.
- 19:30Speaker 0: Aber was ich sage ist die Arme ellissen könnte eigentlich mal gucken wo kommt das bei ihrem Vater her?
- 19:38Speaker 0: Das ist ja nicht aus dem luftleeren Raum der entscheidet sich doch nicht irgendwie sich so zu benehmen weil er sich denkt na wenn ich jetzt recht gefühls kalt bin dann ist meine Tochter auch eines Tages gefühlskalt.
- 19:48Speaker 1: Nein
- 19:48Speaker 0: aber... Der Punkt wo er das her hat Der findet in dem gesamten Ding nicht statt.
- 19:53Speaker 1: Und warum sollte er denn?
- 19:54Speaker 1: Warum sollte man denn, es wird ... Das Kind hat jetzt einmal die Chance zu erzählen wie's für das Kind war.
- 19:59Speaker 1: Siehst du's immer beim Vorwurf!
- 20:03Speaker 1: jetzt diese ganzen Rücksichten nehmen, wie damals bei dem Buch das aus Sicht des Freiers geschrieben wurde und eben nicht auf die Gefühle der Prostituierten eingegangen wird usw.
- 20:13Speaker 1: Ich würde
- 20:14Speaker 0: sagen, dass hängt davon ab was das Verbrechen des Vaters ist.
- 20:19Speaker 0: Und das ist der Punkt!
- 20:20Speaker 0: Warum sollte man Rücksicht nehmen?
- 20:22Speaker 0: Jetzt ist der punkt erreicht indem man sagt eben ja warum muss ich den so an den Pranger stellen und hinstellen was hast du mit meinem Leben gemacht In Anbetracht zu welchem Verbrechen, dass er möglicherweise so gefühlskalt war wie seine Eltern es zu ihm auch gewesen sind?
- 20:41Speaker 1: Das mag ja sein.
- 20:41Speaker 1: Aber darf man's deswegen nicht erzählen?
- 20:46Speaker 0: Es gibt eine schöne reflektivische...
- 20:48Speaker 1: Dann kann man ja ewig weitergehen!
- 20:49Speaker 1: Der war deswegen so.
- 20:50Speaker 1: und dann der Opa und der Uropa usw.
- 20:53Speaker 1: Also
- 20:53Speaker 0: sie erzählt... Man kann ja keiner mehr was dafür oder anschliessend...
- 20:55Speaker 1: Sie erzählt das sagst
- 20:56Speaker 1: du?!
- 20:57Speaker 1: Das hast du gesagt?
- 20:58Speaker 1: Nein, das
- 20:58Speaker 0: ist der Punkt.
- 20:59Speaker 0: Das ist die Interpretation!
- 21:00Speaker 0: Ja wenn ich damit erst anfange – das sagt sie selber nämlich auch in diesem Ding ganz drin.
- 21:06Speaker 0: Wenn nicht dass zu viel Verständnis äußern würde dann wäre es Harder to blame him.
- 21:12Speaker 0: Das heißt Sie möchte ihn als Schuld...
- 21:14Speaker 1: Aber Sie reflektiert das ja mit diesem Satz.
- 21:18Speaker 0: Ja das ist irgendwann ganz zum Schluss.
- 21:19Speaker 0: Ja, sehr freundlich.
- 21:21Speaker 0: Vorher haben wir zwehundert Seiten lang ihn als den selbstgerechten Möbel renoviert.
- 21:28Speaker 0: Wir wollen mal festhalten dass erstens Frau Bechtl eine Menge von ihm mitgekriegt hat die Bücher, den intellektuellen Input.
- 21:38Speaker 0: der ist zwar nicht herzlich gewesen aber Den von dem profitiert sie jetzt sehr gerne.
- 21:44Speaker 0: Ein Dank haben wir da relativ wenig, aber umgekehrt gefühlskalt gewesen.
- 21:49Speaker 0: das reiben wir ihm permanent unter die Nase.
- 21:52Speaker 0: und dann war auch noch so eine Klemmschwester und hat seine Vorliebe für Jungs irgendwie nicht offen ausgelebt wie ich es jetzt tue.
- 22:00Speaker 1: Aber das ist doch, wenn jeder Biografie hast du mal jemanden der eben in einem nicht so guten Licht eine Biografiedis gibt heißt Gott sei Dank is meine Mutter tot von einer Schauspielerin die dann eben erklärt warum das eben so war.
- 22:15Speaker 1: und das hast Du doch immer.
- 22:16Speaker 1: nein das macht es nicht besser.
- 22:17Speaker 1: In deinen Augen aber es ist ja das Leben.
- 22:20Speaker 1: also das war eben so ne anstrengende kalte Kindheit für sie und dann darf Sie meiner Meinung nach darüber erzählen Er könnte über seinen Vater schreiben, wenn er das betrifft.
- 22:31Speaker 1: Natürlich!
- 22:31Speaker 0: Sie sind im freien Land.
- 22:32Speaker 0: jeder darf alles.
- 22:33Speaker 0: Der Punkt ist nur, dass Lestin kein besseren Licht dastehen.
- 22:36Speaker 1: Aber warum ist es denn dann so ein Riesenerfolg?
- 22:39Speaker 0: Weil sie eine tolle Frau ist... Nein Es
- 22:40Speaker 1: ist eine toller Geschichte unglaublich gut erzählt vor allem mit diesen ganzen Bezügen auf Klassiker Auf Joyce, Proust, Fitzgerald.
- 22:49Speaker 0: Das macht sie
- 22:51Speaker 1: ja gerne Und das hat sie da auch zum ersten Mal gemacht.
- 22:54Speaker 0: Wo hat sie die Klassik her?
- 22:55Speaker 0: von dem blöden Vater.
- 22:57Speaker 1: Es geht ja gar nicht darum, dass man den Vater nur hasst.
- 23:03Speaker 1: In meinen Augen erkenne ich gar nicht so viel Hass wie du.
- 23:08Speaker 1: Ich habe den Vater als interessante
- 23:11Speaker 0: Figur...
- 23:12Speaker 1: die Fehler gemacht hat gesehen, aber überhaupt nicht als... Da kügelt sie jetzt Hass über den aus.
- 23:18Speaker 1: Es ist
- 23:18Speaker 0: nicht Hass, aber es ist Vorwurf natürlich!
- 23:20Speaker 1: Nein habe ich nicht so gesehen.
- 23:21Speaker 1: Die Kusszene
- 23:21Speaker 0: ist eigentlich sehr schön gemacht.
- 23:24Speaker 0: Einfach geschildert?
- 23:24Speaker 0: Die Handkusszähne ist ganz genau dieses Seht was er mit mir gemacht hat.
- 23:29Speaker 0: So verkümmert bin ich wegen meinem blöden Vater oder meiner blöde Mutter natürlich auch, die ihr genauso stattfindet.
- 23:36Speaker 1: Du magst die Geschichte nicht wie sie erzählt ist.
- 23:38Speaker 1: das ist jetzt eine Haltung.
- 23:39Speaker 1: Also
- 23:39Speaker 0: die Haltung extrem unfreundlich und selbstgerecht.
- 23:46Speaker 1: Das
- 23:46Speaker 0: muss man auch mal sagen.
- 23:47Speaker 1: Findest du?
- 23:48Speaker 1: Gut, das ist ja deine Meinung.
- 23:51Speaker 1: Und
- 23:52Speaker 0: wie findest
- 23:52Speaker 1: du es als Comic?
- 23:54Speaker 0: Als Comic finde ich... also ich finde es deswegen interessant weil es mir sehr viel über Frau Bechtel erzählt am allermeisten über Frau Bächl und ihre Defizite die sie da ausbreitet Anstelle irgendwie, was ich gerne hätte wäre natürlich eine kühle Analyse.
- 24:11Speaker 0: Was ich aber kriege ist mir so ein dumpfer Vorwurf.
- 24:15Speaker 1: Ja das hast du jetzt schon fünfzigmal gesagt.
- 24:17Speaker 1: Das sind wir zu wenig.
- 24:19Speaker 0: Zu wenig?
- 24:20Speaker 0: Ich hab's auch belegt!
- 24:22Speaker 1: Aber dann ist es eben dein Vorwurf an den Vater.
- 24:24Speaker 0: Nächster Punkt ist natürlich auch warum gehts eigentlich immer nur um Frau Bechtel?
- 24:28Speaker 0: denn wenn ich es richtig sehe wohnen in dieser Familie noch zwei weitere Kinder.
- 24:32Speaker 0: Hast
- 24:32Speaker 1: Du schon mal Autobiografien gelesen Es gibt solche mit dem Titel, die heißen ich.
- 24:38Speaker 1: Es geht um
- 24:39Speaker 0: mich und
- 24:40Speaker 1: nicht um meine Mutters Bruder.
- 24:42Speaker 0: Wenn es darum geht dass diese Eltern so furchtbar gefühlskalt waren Warum tun sie das ganze nur Frau Bechtl an und nicht ihren Geschwistern?
- 24:50Speaker 0: Weil
- 24:50Speaker 1: Frau Bechdel so kreativ ist das in Worte und Bilder zu packen.
- 24:54Speaker 1: Ja aber
- 24:54Speaker 0: was ihre
- 24:55Speaker 1: Geschwisters haben Sie nicht verklagt?
- 24:57Speaker 0: Ihre Geschwester leben neben ihr
- 25:00Speaker 1: Ja.
- 25:00Speaker 0: Und kommen die schadlos durch?
- 25:02Speaker 0: Kommen die nicht schadlos durch?
- 25:04Speaker 1: Aber das weiß man doch nie, wenn ein Mensch eine Autobiografie schreibt dann geht es aus um seine Sicht!
- 25:08Speaker 1: Ich glaube wir kommen nicht weiter... ich glaub wir sind fest gefahren
- 25:13Speaker 0: im
- 25:13Speaker 1: Hassmatch den du.
- 25:15Speaker 1: Es
- 25:15Speaker 0: ist kein Hassmatt, es ist einfach nur dass das nicht da ist was mir irgendwie versprochen wird.
- 25:21Speaker 0: Diese wunderbare Vater-, Tochterbeziehung, die so wunderbar gespiegelt wird und so wunderba erklärt oder analysiert wird – das hier ist für mich eine mehr- oder weniger unverholene Abrechnung.
- 25:35Speaker 0: Und dafür fehlt mir einfach das Verbrechen!
- 25:38Speaker 1: Okay, das ist deine Sicht?
- 25:40Speaker 1: Ich hoffe ich konnte irgendwie darlegen dass man das Buch auch anders lesen kann.
- 25:50Speaker 1: Es war klar, dass es hart werden würde.
- 25:51Speaker 1: Weil ich weiß das du Alison Bechtel kritisch siehst.
- 25:55Speaker 1: Sehr
- 25:55Speaker 0: kritisch!
- 25:56Speaker 1: Und ich gebe natürlich eine eins und dieses Buch hat mich überhaupt zur graphic novel oder wie man sagt Comic gebracht.
- 26:07Speaker 1: Ich habe Bücher besprochen damals für eine Zeitschrift und ich habe dieses Buch bekommen.
- 26:14Speaker 1: Seitdem bin ich in der Szene.
- 26:17Speaker 0: Also dafür natürlich, dass das muss man Frau Becht dann auf jeden Fall anrechnen dich in die Szene zu bringen.
- 26:23Speaker 0: Ich würde auch dem Buch nicht weniger geben als eine Drei weil es tatsächlich natürlich spannend ist das zu verfolgen.
- 26:30Speaker 0: Es ist nur An sich Eine Ziemliche Übrigens auch zeitgemäße Mimosenhaltung In der das erzählt wird was da passiert was ich dem Buch nicht entnehme.
- 26:46Speaker 0: und es gab auch keine Gewalterfahrung meines Wissens.
- 26:51Speaker 0: oder habe ich da etwas verpasst?
- 26:52Speaker 0: Nein,
- 26:52Speaker 1: nur Kühle und Schweigen und Distanz.
- 26:55Speaker 0: Und dann sind wir also praktisch auf weißes Band-Level...
- 27:02Speaker 1: Aber psychische Terror!
- 27:05Speaker 1: Also ein Schweigen das so laut ist dass es dröhnt das als Kind zu erleben ist genauso hart wie körperliche Erfahrungen.
- 27:17Speaker 0: Darum hätte ich eben ganz gerne gesehen, dass neben ihr auch ihre Geschwister in Mitleidenschaft gezogen werden um die These zu belegen
- 27:25Speaker 1: und nicht nur
- 27:26Speaker 0: das.
- 27:26Speaker 0: es macht für Frauen.
- 27:28Speaker 0: Also drei bin ich dabei!
- 27:30Speaker 0: Das
- 27:30Speaker 1: finde ich versöhnlich, das finde ich jetzt Gott sei Dank.
- 27:34Speaker 1: Es klang ja natürlich nach fünf,
- 27:36Speaker 0: sechs... Nein weil bloß weil ich's nicht mag ist der Comic ja nicht schlecht.
- 27:41Speaker 1: Ich empfehles aus ganzem Herzen Fun Home meiner Meinung nach
- 28:08Speaker 0: genial.