Latest / Border Allein – Selbstführung für emotional intensive Menschen / Trauma ist nicht das Problem – warum wir normales Leid krank machen
Transcript
- 0:00In dieser Folge spreche ich darüber.
- 0:02Sind Traumata wirklich Traumata, wo fängt es an, wo hört es auf,
- 0:06wer bin ich, was kann ich sein, was war ich, was habe ich für
- 0:12leiden für Freuden und ist es ein Leid oder ist es vielleicht
- 0:16nur eine ganz normale Situation? Darum soll es heute gehen und
- 0:20wenn du. Dieses Projekt wurde allein
- 0:22unterstützen möchtest, dann klicke einfach auf Folgen.
- 0:25Es kostet dich gar nichts, macht die Glocke an, egal ob bei
- 0:28youtube, Spotify oder sonst irgendwo, ich weiß viele, viele
- 0:32für die Leute hören, aber haben nicht abonniert und das kostet
- 0:36euch nur einen Klick, bringt aber diesen Kanal, diesen
- 0:39Podcast viel viel weiter und hilft uns allen unterm Strich
- 0:43und jetzt viel Spaß mit der neuen Folge.
- 0:57Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge Borderline.
- 1:00Mein Name ist Sven aka Borderline, ihr wisst Trauma
- 1:05oder Traumata hört ihr heutzutage überall, wir
- 1:09pathologisieren inzwischen möglicherweise ja auch normales
- 1:14Leid, also normal in Anführungszeichen.
- 1:18Weil wir sehen es auf Social Media, in Podcast, in
- 1:23irgendwelchen Selbsthilfe Contents, Therapie, Bubbles und
- 1:27und und. Immer mehr Menschen benutzen
- 1:31quasi, ich sag mal, eine psychologische Sprache für ihr.
- 1:36Erlebt ist, was ja auch grundsätzlich, ich will das auch
- 1:39gar nicht als als verkehrt einstufen.
- 1:42Mir stellt sich einfach nur die Frage.
- 1:45Ob das noch ne Kosten nutzen Rechnung ist, sprich ob das
- 1:49tatsächlich teilweise angebracht ist.
- 1:52Sagen wir es mal ganz vorsichtig und damit soll sich diese Folge
- 1:57heute beschäftigen. Genau, es hat natürlich was
- 2:02Gutes, dass es so viel besprochen wird, weil Menschen,
- 2:08die fühlen sich endlich gesehen. Viele Dinge bekommen einen einen
- 2:14Namen, viele Dinge werden einfach durch diese
- 2:20Namensfindung, ob es adas ist, ob es Borderline ist, ob es
- 2:24Depressionen, PTBS, Burnout was weiß ich ist aber viel mehr
- 2:29Menschen fühlen sich gesehen und dementsprechend sinkt die
- 2:34Schamgrenze, also die singt nicht Hula Hula Hoop, sondern
- 2:37die singt die Schamgrenze singt einfach und.
- 2:40Und das ist ja nun mein Ding, was ja nicht nicht unerheblich
- 2:46ist. So, ich habe mir zu diesem Thema
- 2:50auch ein paar Notizen gemacht diesmal.
- 2:52Diesmal habe ich mir ein paar Notizen gemacht, aber im großen
- 2:57und ganzen, glaube ich, wird das hier doch freier als ich dachte.
- 3:02Also von daher und guck mal, wenn die Scham abnimmt, dann
- 3:08wird doch. Eine kritische Frage tut sich
- 3:14dann ja. Die tut sich dann bei mir auf.
- 3:20Wird gerade wirklich besser verstanden oder wird wirklich
- 3:26alles momentan psychologisiert, ist alles das?
- 3:34Was draußen in dieser Welt passiert, was bei jedem
- 3:37Einzelnen passiert, ist, all das wirklich auch auf eine
- 3:43psychische Erkrankung zurückzuführen?
- 3:47Ist es wirklich ein Trauma? Wann beginnt ein Trauma?
- 3:51Früher, muss ich sagen, wurde viel zu viel bagatellisiert,
- 3:55früher, hey, da gab es das nicht, ich habe schon ein paar
- 3:59Mal gesagt, früher gab es dazwischen die Ohren.
- 4:02Der Ads, da war der Suppenkasper beziehungsweise hier derjenige
- 4:06der der nicht still sitzen könnte oder konnte.
- 4:10Der Zappel Philipp und so Sachen wie Borderline und so, die gab
- 4:13es damals nicht und eine PTBS war früher hier halt nur den
- 4:17Soldaten vorbehalten, so da wurde natürlich viel zu viel
- 4:21bagatellisiert, aber wird heute heutzutage nicht inzwischen fast
- 4:28alles psychologisiert? Oder Pathologisiert?
- 4:33Ja, haben wir, haben wir endlich Worte für echtes Leid gefunden
- 4:41oder verlieren wir gerade irgendwie die Unterscheidung
- 4:46zwischen Verletzung, Krise oder Störung?
- 4:53Dass die die Frage, die ich mir grundlegend stelle und.
- 5:00Natürlich ist es ein ganz, ganz schmaler Grat.
- 5:03Natürlich ist es wirklich ein, insofern ein schmaler Grat, weil
- 5:10ich sage ja auch immer, ein Trauma ist ein Trauma und ist
- 5:12nicht diskutabel, aber irgendwo setzen wir ja auch, oder
- 5:17andersrum müssen wir ja eine Grenze setzen zwischen das hier
- 5:22ist ein Trauma, und das ist eine Erfahrung oder ein Erlebnis, was
- 5:26wir hatten und. Und vielleicht gar nicht als
- 5:29Trauma zu bewerten, weil zum Beispiel Schmerz gehört zum
- 5:34Leben, Enttäuschung, Trennungen, Ablehnung und so weiter und
- 5:39sofort gehören irgendwo ja auch zum Leben und nicht jede
- 5:47Erfahrung ist automatisch auch traumatisch.
- 5:53Nicht jede. Jetzt kommt es natürlich immer
- 5:55noch auf die Individualität des der Person an und damit meine
- 6:00ich, dass jeder natürlich seine Erfahrung anders verarbeitet,
- 6:06anders bewertet, anders für sich deklariert, aber sowohl die
- 6:15Psychologie, die Psychologie als auch die Therapie oder das
- 6:21Coaching muss ja irgendwo eine Grenze ziehen.
- 6:24Natürlich ist es so, dass jeder mit etwas ein Problem haben kann
- 6:28und dem muss man sich annehmen. Das darf man auch gar nicht
- 6:30runterreden Punkt, das darf man in keinster Weise runterreden
- 6:34aber nicht jede Krise, das ist für mich ganz wichtig, ist
- 6:37gleichzeitig auch eine psychische Störung, nicht jede
- 6:41starke Emotion ist ein Hinweis auf auf eine Traumafolge
- 6:50versteht ihr, wie ich das meine, das.
- 6:55Wir müssen halt nur was das angeht, Wichtigerweise
- 6:58differenzieren und zwar Schmerz ist nicht gleich Krankheit,
- 7:05Belastung ist nicht gleich Traumatisierung und eine Krise
- 7:13ist nicht gleich Pathologie. Wie wäre es denn, wenn wir.
- 7:22Wenn wir normales, in Anführungszeichen menschliches
- 7:25Leiden mal wieder als menschlich einordnen würden und nicht
- 7:32direkt in die Kategorie gehen, alles klar hier, nimm eine happy
- 7:36Pille, gehe 28 Jahre zur Therapie und und und.
- 7:42Weil ich finde diese diese, diese, diese Grenze ganz einfach
- 7:48zwischen normal erlebten Dingen und.
- 7:54Die darf man nicht sofort klinisch deuten.
- 7:57Ihr merkt selber, es ist für mich auch ganz, ganz schwierig,
- 8:01das hier insofern auseinander zu klamüsern, dass sich natürlich
- 8:04erstens mal keiner jetzt wirklich auf den Schlips
- 8:07getreten fühlt und denkt, so, Boah, der als Coach nimmt mich
- 8:11nicht ernst. Doch immer, immer, es geht mir
- 8:15quasi, es geht mir um die Grundeinstellung der Menschen.
- 8:19Es geht mir um die Grundeinstellung der Menschen,
- 8:22einer psychischen Störung gegenüber eines Trauma oder
- 8:27irgendwelche traumafolgen Traumata gegenüber.
- 8:31Darum geht es mir, weil haben wir vielleicht aber auch
- 8:37verlernt, heutzutage das Leben manchmal auch einfach weh tut,
- 8:44ohne dass mit uns persönlich. Direkt was kaputt sein muss und
- 8:49da finde ich ist so ein bisschen der Hebel anzusetzen.
- 8:53Ja, das Leben tut manchmal weh, genauso wie es auch oftmals
- 8:56einfach schön ist, kann es aber auch weh tun, aber heißt das
- 9:03direkt, dass wenn ich unter etwas leide, dass ich kaputt
- 9:06bin, ist es nicht auch oftmals so, dass ich vielleicht nur eine
- 9:12gewisse Timeline leide? Also eine Zeit lang leide und
- 9:17dass es dann eigentlich völlig okay ist, völlig okay im Sinne
- 9:22von, ja, das gehört irgendwie dazu, das musste ich lernen.
- 9:26Ich musste lernen, damit umzugehen, aber ich finde es zu
- 9:32einfach, wirklich zu einfach, alles direkt in die Kategorie
- 9:40Trauma, psychische Störung zu packen.
- 9:43Es ist mir zu einfach geworden. Weil was macht ein ein Trauma
- 9:49denn denn eigentlich aus? Was macht ein Trauma eigentlich
- 9:54aus? Das könnt ihr gerne mal eure
- 9:56Sicht der Dinge könnt ihr gerne mal hier in die Kommentare
- 9:59schreiben, das würde mich interessieren, wie ihr das seht,
- 10:04wie ihr das Thema seht. Was ist ein Trauma eigentlich
- 10:09ein Trauma aus meiner Sicht ist. Schon ein bisschen mehr als nur
- 10:15ich habe etwas Schlimmes erlebt. Bei dem Trauma geht es darum,
- 10:20dass das System dauerhaft dauerhaft komplett überfordert
- 10:26ist, dass es sich eine Ohnmacht, eine Hilflosigkeit oder gar
- 10:30Kontrollverlust auf Dauer einstellt.
- 10:35Es gibt ja die schöne Richtlinie, dass eine Depression
- 10:38eine Depression ist, wenn sie mindestens 14 Tage anhaltend da
- 10:41war. Ja, ist mal irgendwann so
- 10:42festgelegt, was ist, wenn es nach 3 Wochen eigentlich gut
- 10:45ist, aber ich nach 14 Tage denke so von wegen alles klar, jetzt
- 10:48habe ich eine amtliche Depression und der Mensch neigt
- 10:53ja dazu, Dinge zu benennen, er muss Dinge verstehen.
- 10:59Der muss Dinge einordnen können. So, und jetzt kriegen wir
- 11:01gesagt, alles klar, alles, was länger als 14 Tage dauert, ist
- 11:04dann auch eine Depression, wenn es uns wirklich schlecht geht,
- 11:08ja, Kaffee aber ist es dann direkt ein Trauma, ist es direkt
- 11:20kaputt sein, bin ich direkt psychisch gestört, nur weil ich
- 11:24etwas vielleicht. Nicht richtig verarbeitet habe
- 11:34oder keine Sicherheit mehr habe, weil dann wenn das der Fall ist,
- 11:40sprechen wir schon viel eher von mein System kann das nicht mehr,
- 11:45mein Nervensystem bleibt quasi irgendwo im Dreck liegen und.
- 11:54Es finden so Sachen wie wie wie, wie Flucht oder oder Kampfmodus
- 11:58statt und Rückzug, sozialer Rückzug, die ganzen, die ganzen
- 12:05Symptome brauche ich euch jetzt hier glaube ich glaube ich gar
- 12:07nicht zu erzählen, noch mal. Mir geht's darum, dass sich
- 12:10jeder Einzelne vielleicht auch mal selber hinterfragt.
- 12:13Schiebe ich irgendwas in Richtung psychische Erkrankung,
- 12:17weil ich kaputt bin, oder komme ich gerade mit irgendetwas nicht
- 12:21zurecht? Oder ist vielleicht das, womit
- 12:26ich gerade nicht zurecht kommt, der Auslöser tatsächlich dafür,
- 12:29dass alles andere, was ich bis jetzt angestaut habe, hat, dass
- 12:34das der Punkt ist, wo alles ausbricht?
- 12:39Es gibt viele Varianten, es gibt ganz viele Varianten, und
- 12:46wichtig ist zu betrachten, dass er manchmal reicht, nur ein
- 12:50Ereignis im Leben, da brauchen wir nicht drüber diskutieren.
- 12:54Aber wichtig ist ja, wie die Wirkung im Menschen ist.
- 13:00Wie wie, wie schlimm dieses Erlebnis eingeordnet wird und
- 13:09wie gut oder schlecht der Mensch damit umgehen kann.
- 13:12Kann er damit nicht gut umgehen, ist es ein Trauma, kann er damit
- 13:15gar nicht umgehen und bedient sich quasi dieser dieser
- 13:18Symptomatiken, die ich gerade erwähnt habe.
- 13:22Dann ist das ein Trauma und das können Kleinigkeiten sein.
- 13:24Ja, aber diese Kleinigkeiten bergen normalerweise ein großes
- 13:32ganzes, Man sagt immer, ich bin in der Kindheit nicht gesehen
- 13:37worden, emotional wie wie körperlich, aber war es
- 13:40tatsächlich immer so oder war es eine Situation, an die wir uns
- 13:45vielleicht erinnern? War es tatsächlich.
- 13:50Ein immer wiederkehrendes Erlebnis.
- 13:55Oder war es unterm Strich nicht so schlimm?
- 13:58Ich weiß, das hört sich alles provokant an und viele werden
- 14:01sich jetzt wahrscheinlich auch um Schlips getreten fühlen und
- 14:03denken so Alter, willst du mir hier irgendetwas absprechen,
- 14:08möchtest du mir irgendwie erzählen, das wäre nicht so wie
- 14:14ich, wie das wie das diagnostiziert ist, wie ich das
- 14:16empfinde, nein möchte ich nicht, ich möchte das keinem
- 14:19absprechen. Definitiv nicht, weil ich weiß
- 14:21selber aus eigener Erfahrung, was es heißt, traumatisiert,
- 14:26also traumatisiert zu sein und und und.
- 14:30Ich weiß das alles selber, aber was ich mit der Folge erreichen
- 14:34will, ist einfach ein Nachdenken, ein Nachdenken
- 14:37darüber, wie Pathologisiert sind wir oder ist der einzelne von
- 14:44euch und wie weit. Oder inwiefern schiebt man es
- 14:52irgendeiner Diagnostik zu, weil, seien wir ehrlich, Traumasprache
- 14:57die ist heute extrem attraktiv geworden, ja, weil der Mensch
- 15:06ist darauf ausgelegt, Erklärungen in seinem Chaos oder
- 15:10für sein Chaos zum Beispiel zu suchen und.
- 15:15Ein das Wort Trauma alleine, nur das Wort Trauma oder eine
- 15:19Diagnose liefert dafür eine maximal starke Erklärung.
- 15:23Das entlastet uns, das sagt uns, ich bin gar nicht verrückt, es
- 15:30gibt ja einen Grund, warum ich so bin, es ist meiner Meinung
- 15:36nach fahrlässig, weil das nimmt schuld weg, das schafft
- 15:39Zugehörigkeit anstellen, wo man vielleicht keine Zugehörigkeit
- 15:44haben sollte, das. Es gibt eine neue Identität und
- 15:49irgendwie ergibt es Sinn, weil das ja nachvollziehbar ist.
- 15:53Plötzlich, plötzlich ist alles nachvollziehbar, ein Begriff,
- 15:59eine Diagnose kann helfen zu sagen, so von wegen alles klar,
- 16:04ich bin da gar nicht schuld dran, ich bin an meiner Scheiße,
- 16:09bin ich überhaupt nicht schuld, Punkt.
- 16:13Ganz einfaches Ding, weil ich habe ja borderline, weil ich
- 16:17habe ja mit PTBS, weil ich habe ja dies das oder jenes und dann
- 16:27seid ihr auf dem Weg, der maximal falsches, das ist quasi
- 16:34eine Schuldumverteilung aus der Schuld anderer.
- 16:40Eine Schuldlosigkeit sich selbst gegenüber zu schaffen, klingt
- 16:44erstmal ein bisschen kompliziert, ist aber im Prinzip
- 16:47ganz einfach. Es ist ein leichtes, irgendeiner
- 16:51Person oder einer Personengruppe oder whatever eine Schuld zu
- 16:56vergeben für Dinge, die man uns vermeintlich angetan hat oder
- 17:01die man uns angetan hat, ja die man uns zugemutet hat.
- 17:10Die man uns einfach mit ins Leben gegeben hat.
- 17:13So, das sind Dinge in der Vergangenheit, die kann ich
- 17:15nicht ändern, die sind passiert, Punkt.
- 17:18Und ja, es gibt natürlich was heißt, es gibt natürlich,
- 17:24natürlich haben diese Menschen, die uns etwas zugefügt haben,
- 17:27eine Schuld, aber jetzt sitze ich hier im hier und jetzt und
- 17:33jetzt habe ich die Wahl, übernehme ich jetzt
- 17:36Verantwortung für mich selber und.
- 17:39Oder lasse ich die Verantwortung quasi in der Vergangenheit
- 17:41liegen? Das soll heißen, ich selber muss
- 17:44jetzt im hier und jetzt dafür Sorge tragen, dass ich mich
- 17:49weiterentwickelt, ich selber habe die Gabe oder habe jetzt
- 17:56die Möglichkeit zu entscheiden, wie geht es mit mir als Person
- 18:01in meinem Leben weiter, unabhängig davon, was passiert
- 18:06ist oder was noch passieren wird.
- 18:10Wenn ich die Schuld nicht loseise und wenn ich immer
- 18:13wieder die Schuld in der Vergangenheit suche bei
- 18:15irgendwelchen Personen. Das heißt nicht, dass ihr den
- 18:17Verzeihen sollte, das verspricht kein Mensch, es heißt nur, dass
- 18:24er die Schuld loslassen müsst, weil sonst blockiert ihr euch
- 18:28selber, also euch und eure Weiterentwicklung und ich weiß
- 18:34ganz viele von euch. Ganz viele von euch lassen sich
- 18:41dann auch über Stunden man. Das Thema kommt immer mal wieder
- 18:44bei mir auf, wo ich das sage, lassen sich dann im im Social
- 18:50Media Bereich lassen sich träumen treiben und haben da
- 18:56quasi die Inflation psychologischer Begriffe für
- 18:59sich entdeckt. Alles wird unfassbar schnell
- 19:06erklärt auf Social Media von irgendwelchen Content Creator
- 19:09und ich, ich bin hier da keine Ausnahme, ich erkläre ja auch,
- 19:12ich versuche aber für mich zu beanspruchen, dass ich es so
- 19:16tue, dass wir hier nicht auf reiner Diagnostik und und und
- 19:21Erklärung sitzen bleiben, sondern tatsächlich hergehen und
- 19:24sagen, so, ja, stimmt alles, das sind die typischen Anzeichen von
- 19:29Borderline, von Adas, von der PTBS einer K PTBS.
- 19:34Das sind die typischen Anzeichen einer Depression.
- 19:36Und was können wir dagegen tun? Welche Möglichkeiten haben wir
- 19:40und und und. So es ist alles schön und gut,
- 19:47um sich zu informieren, aber viele nutzen Social Media auch
- 19:51als Wikipedia für sich selbst, um sich selbst vor sich selbst
- 20:00zu erklären, um sich. Vor sich selbst auch irgendwo zu
- 20:07zu profilieren, vor sich selbst und sich selbst zu sagen,
- 20:11siehste, ich bin halt so, das ist mein Beweis.
- 20:14Ich bin halt so ja so, und wir, wie gesagt, wir lassen uns so
- 20:21viel auf auf Social Media ein und lernen da unsere Sachen über
- 20:30toxische Muster, über Nervensysteme und.
- 20:33Überbindungsängste Trigger und und und.
- 20:36Ja, und viele Inhalte haben natürlich auch einen wahren
- 20:42Kern. Natürlich ja, aber jetzt kommt
- 20:47was ganz, ganz, ganz prägnantes, das sind, nee andersrum, es
- 20:57werden dort keine Einzelfaktoren berücksichtigt.
- 21:00Sondern sind in Gänze natürlich Wahrheiten, die aber nicht
- 21:05zwangsläufig auf dich, auf mich oder sonst irgendwen auf dieser
- 21:10Welt zutreffen müssen. Aber wir Menschen neigen dazu,
- 21:15uns in irgendetwas wiederzufinden, und da könnt ihr
- 21:18gerne mal einen Gegentest für euch machen, und zwar testet
- 21:23doch einfach mal, wie sehr ihr euch auf Inhalte von von Reals
- 21:28generell. Einlasst und wie schnell ihr
- 21:34euch vor euch selbst wieder erkennt.
- 21:39Und ich glaube, die Erkenntnis aus diesem Selbstversuch, die
- 21:45wird nicht die Beste sein, weil da sitzt jemand irgendein Social
- 21:50Media Guru, was auch immer und noch mal.
- 21:53Ich nehme mich davon nicht aus, ich.
- 21:55Ja, ich habe eine sehr, sehr hohe Fanbase.
- 21:57Und natürlich sind da auch viele drunter, die sich
- 22:00wiedererkennen. Die erkennen sich aber auch in
- 22:03anderen Inhalten wieder und da wieder und da wieder und da
- 22:05wieder, das ist auch der Grund, warum ich auf Social Media keine
- 22:08Aufklärungsarbeit mit mehr betreibe, sondern es Versuche,
- 22:11individualisiert in meiner Community of Bright tatsächlich
- 22:17anders sichtbar zu machen. Ich gebe mir jedenfalls größte
- 22:19Mühe so. Und dann habt ihr vielleicht
- 22:27erkennt ihr euch in Social Media soweit wieder, dass vielleicht
- 22:31sogar normale Reaktion ganz urplötzlich behandlungsfähig
- 22:37erscheinen, dass sie denkt, ich bin ja gar nicht normal, ich
- 22:40muss das behandeln lassen und so die Wirklichkeit einfach oder
- 22:44die Realität einfach verschwimmt.
- 22:47Sie verschwimmt. Und ist gar nicht mehr auf eure
- 22:51Persönlichkeit ausgelegt. Ich zum Beispiel habe schon
- 22:54lange aufgehört, mir irgendwelche Dinge über
- 22:59irgendwelche Erkrankungen anzugucken, weil es gibt so viel
- 23:03Input. Und ihr alle und ich auch.
- 23:06Wir neigen dazu, uns Dinge abzuspeichern, die nur irgendwie
- 23:10in irgendeiner Art und Weise catchen, die speichern wir ab
- 23:14und dabei ist es völlig egal, ob das Fehlinformationen, Fake
- 23:18Informationen oder Real gute Reaktionen sind oder oder oder
- 23:22Aussagen oder Informationen so rum, ja dann kommt das nächste
- 23:27große Thema ist ganz einfach, auch viele Eltern bewegen sich
- 23:30auf Social Media, ja und plötzlich.
- 23:36Hinterfragen die quasi die eigenen Kinder oder die Kinder
- 23:41gehen her und sehen Konflikte mit den Eltern plötzlich als
- 23:45Trauma, obwohl es vielleicht einfach nur vielleicht gerade
- 23:50mal eine schwere Zeit ist. Oder die Pubertät hat
- 23:52eingesetzt, oder oder oder, ja, oder Menschen gehen gehen mal in
- 23:59den Rückzug, das passiert. Und manchmal ist es ja auch
- 24:03gewollt. Aber Rückzug heißt dann sofort,
- 24:09dass ich ihn psychologisch interpretieren muss.
- 24:11Nein, muss ich nicht, manchmal ist ein Rückzug aus der aus der
- 24:15sozialen Umgebung unabdingbar, weil ich mich neu resetten muss,
- 24:19weil ich neue Kraft, neue Energie brauche.
- 24:22Ja, Social Media ist, was das angeht, ein heikles, heikles
- 24:26Thema, so und viele. In Social Media haben durch
- 24:35Vereinfachung viele Reichweite viel Reichweite bekommen und ihr
- 24:41wisst selber ganz genau, dass da auch ganz viele Idioten
- 24:45rumlaufen. Das mag auch der ein oder andere
- 24:47über mich denken, ist mir scheißegal.
- 24:50Aber wenn ihr wirklich über Heilung nachdenkt, dann müsst
- 24:53ihr euch differenzieren von allem und ihr müsst euren
- 24:55eigenen Weg finden und immer gucken, dass es individualisiert
- 25:00bleibt. Ja, dass das nicht ein ein ein
- 25:07er, wie soll ich sagen, ein Prozess ist, wo ihr euch blind
- 25:10auf fremden Content verlasst, weil dann seid ihr verlassen,
- 25:15dann seid ihr einfach verlassen. So, und dann kommt irgendwann
- 25:19die, die die wirkliche Gefahr der Überpathologisierung, weil
- 25:24wenn normales leid Normales immer noch in Anführungsstrichen
- 25:28zu setzen, ja wenn das Pathologisiert wird, dann dann
- 25:34passiert was ganz entscheidendes, und zwar
- 25:37Menschen verlieren ihr Gefühl der Handlungsfähigkeit, das
- 25:42heißt, sie ergeben sich quasi des.
- 25:49Wie soll ich sagen und nicht sie ergeben sich, sondern sie
- 25:53erleben sich plötzlich nicht mehr als verletzbar oder
- 25:59verletzlich, sondern sie sehen sich als beschädigt an.
- 26:04Sie sehen sich als kaputt an und dann wird aus Schmerz
- 26:09plötzlichen Defekt aus der Krise.
- 26:15Wird ne ganz andere Wahrnehmung und daraufhin aufbauend auch
- 26:19tatsächlich ne komplett neue Identität, die man sich anlegt.
- 26:23Ich komme da gerne noch mal drauf zurück, man verirrt sich
- 26:29in seinen Symptomen, man verirrt sich in seinen Diagnostiken ich
- 26:36habe 4 also alle ihr kennt mich schon ewig her, ich habe meine
- 26:41Diagnostiken und die habe ich auch zurecht.
- 26:44Aber verliere ich mich da drin? Nein, habe ich mich darin
- 26:48verloren? Ja, definitiv hat mir das gut
- 26:52getan, nope, und doch irgendwie schon eine Auseinandersetzung
- 26:59ist immer gut im Fall von. Ich muss das kennenlernen.
- 27:04Was habe ich da diagnostiziert bekommen?
- 27:05OK, ich will das kennenlernen, ich will wissen, wie es
- 27:07funktioniert und dafür gibt es eine übergeordnete Wahrheit mit
- 27:11ganz klaren Punkten, an denen man sich halten kann, wunderbar
- 27:14bis dahin, alles tutti, alles cool, was bewirkt das, man setzt
- 27:18sich mit sich und der Vergangenheit auseinander, mit
- 27:20sich im im hier und jetzt auseinander wieder alles tutti,
- 27:23alles cool, aber irgendwann kommt der Punkt und den den den
- 27:28darf man nicht verpassen. Irgendwann kommt der Punkt.
- 27:33An dem ihr euch nicht überpathologisieren dürft, weil
- 27:38ihr seid ein Individuum, das nicht auf einer Diagnostik
- 27:47lastet, sondern ihr habt alle die freie Wahl und die
- 27:53Möglichkeiten, euch selber zu entwickeln.
- 27:57Guck mal, euer Gehirn hat was weiß ich 30 Jahre lang Scheiße
- 28:00gelernt und. Aber es hat gelernt, das zeigt
- 28:05uns ganz klar, es kann auch wieder neue Dinge, neue Dinge
- 28:08lernen. Aber für diese neuen Dinge, wenn
- 28:12sie besser laufen sollen, seid ihr verantwortlich, kein anderer
- 28:16da ist auch nicht mehr die Person aus der Vergangenheit
- 28:18oder die Personen aus der Vergangenheit für
- 28:20verantwortlich, sondern ihr selber ganz kurz erklärt, Kinder
- 28:26bis zum keine Ahnung, ich sag mal 12.
- 28:28Lebensjahr. Sind nicht in der Lage,
- 28:31Verantwortung zu übernehmen. Das können Sie nicht.
- 28:33Rein biologisch geht das nicht, es ist von der Natur
- 28:37nichtvorgesehen.es ist so und es ist auch nicht diskutabel,
- 28:42dadurch entstehen mögliche Traumata, hervorgerufen oftmals
- 28:49von den Menschen, die uns eigentlich auf das Leben
- 28:51vorbereiten sollen, die einen Erzieher, einen
- 28:53Erziehungsauftrag, einen pädagogischen Auftrag haben und
- 28:56dem nicht nachkommen so. Dadurch entwickeln sich oftmals
- 29:00ganz viele Schutzmechanismen. Überlebensmechanismen sagt man
- 29:05und und und. Und die sind alle gerechtfertigt
- 29:08und ich finde, es ist auch mehr als legitim, sich im hier und
- 29:10jetzt, wenn man merkt, irgendwas stimmt nicht, ich komme mit
- 29:14Dingen nicht klar, wenn man sich damit auseinandersetzt, ja, das
- 29:17will ich alles nicht 0,0 runterreden jetzt sitze ich,
- 29:21aber ich zum Beispiel als erwachsener Mensch hier und
- 29:24übernehme Verantwortung für mich.
- 29:28Punkt. Ich übernehme Verantwortung für
- 29:31mich, mein Handeln, mein tun, mein denken, mein sein, und ich
- 29:35sage mir scheiße, was damals passiert ist.
- 29:38Und ich muss diesen Menschen nicht verzeihen, egal wem und
- 29:43auch mir muss man vielleicht nicht verzeihen, egal wer, aber
- 29:49ich sitze hier und habe jetzt die freie Wahl zu sagen, soll so
- 29:51weitergehen oder eben nicht, wenn ich nur im Schonverhalten
- 29:57bleibe ich. Habe ich keine Entwicklung, wenn
- 30:02ich nichts analysiere, habe ich keine Veränderung, wenn ich mich
- 30:15selbst nicht beobachte, komme ich nicht in die Selbstführung,
- 30:18das heißt, ich muss, um Selbstführung zu erlangen, muss
- 30:25ich mich analysieren, muss ich mich beobachten und.
- 30:28Muss ich aus meiner, aus meiner, aus meiner Komfortzone
- 30:30rausgehen, aus dieser Schonhaltung rausgehen?
- 30:35So, und das ist ein ganz, ganz, ganz, ganz schwerer Prozess,
- 30:41brauchen uns überhaupt nicht zu machen, das kostet Kraft, das
- 30:45kostet Energie, das kostet Freundschaften, das kostet
- 30:48vielleicht sogar Beziehungen oder in Partnerschaften sucht
- 30:50euch irgendwas aus im schlimmsten Fall.
- 30:53Und ich will. Das auch gar.
- 30:54Nicht wieder direkt so in das in das war, in das in der in
- 30:57Supergau abgleiten lassen der passieren könnte.
- 31:01Aber aus meiner Erfahrung und aus der Erfahrung von vielen
- 31:05Coaches die bei mir waren oder sind sind halt viele Sachen auch
- 31:09zerbrochen weil man plötzlich erkennt bis hierher habe ich gar
- 31:15nicht, ich war nicht selbst führend, sondern ich war
- 31:17verfügbar. Ist.
- 31:22Hart und setzt noch ganz andere Prozesse in Gang.
- 31:26Ich will da jetzt gar nicht so ins Detail gehen, aber setzt
- 31:31voraus, dass ich mich nicht überpathologisiere, sondern mich
- 31:36einschätze, mich beobachte, ob mich einfach frage, was.
- 31:43Erwarte ich von meinem. Leben bis hierhin ist Scheiße
- 31:46gelaufen. Ich habe bis jetzt die Schuld in
- 31:48der Vergangenheit gesucht. Jetzt habe ich aber die
- 31:51Möglichkeit, die Verantwortung zu übernehmen.
- 31:54Warum zum Geier? Sollte ich diese Chance liegen
- 31:57lassen? Es klappt nicht beim.
- 32:01Ersten Gedanken, das klappt nicht nach einer.
- 32:04Woche. Das klappt.
- 32:04Auch nicht beim 100. Gedanken, aber.
- 32:07Alleine diesen. Eigenen Stein der Reflexion
- 32:12quasi ins Rollen zu bringen, schafft schon mehr Kapazitäten,
- 32:17um eine Veränderung zu. Sichtbar und planbar und
- 32:22vielleicht auch umsetzbar zu machen.
- 32:29Es wird natürlich es. Kommt natürlich dann auch aus
- 32:33dem direkten Umfeld zum Beispiel.
- 32:37Oder aus dem. Bekanntenkreis, wie auch immer.
- 32:44Kommen so fatal Aussagen? Wie du übertreibst alles.
- 32:51Früher ging es doch auch was weiß ich.
- 32:54Und heutzutage ist ja jeder traumatisiert.
- 32:56Warum willst du dich jetzt damit beschäftigen?
- 33:01Und das sorgt. Wieder dazu, dass eure
- 33:04Entwicklungsverletzung quasi die eigentlich real ist, dass.
- 33:09Die stagniert. Was will er?
- 33:13Damit sagen. Wenn ich sage, ihr.
- 33:17Habt die Chance auf. Verantwortung.
- 33:20Dann. Habt ihr die alleine?
- 33:23Da hat kein Zweiter. Mensch, was versucht drin zu
- 33:25suchen, sind die Menschen. Gut zu euch.
- 33:29Haben Sie ein Recht, in dieser verantwortungsvollen Phase, wo
- 33:33ihr seid, Teil davon zu bleiben, zu zu werden oder zu bleiben?
- 33:37Ja, und womöglich dann auch diesen Prozess mit euch.
- 33:48Dann auch erfolgreich abschließen.
- 33:51Und noch mal es. Ist Völligst egal.
- 33:55Es ist völligst egal, was auf eurem Diagnosezettel steht, das
- 34:00macht keinen Unterschied. Borderline ist nicht heilbar,
- 34:05richtig ist es. Nicht ADS kriegt ihr.
- 34:10Nicht aus euch raus, ihr seid so wie ihr seid, es ist alles gut
- 34:14so wie es ist, aber dann kann ich doch die Dinge.
- 34:18Die diese. Störungen.
- 34:22In Anführungszeichen mit sich bringen, die kann ich doch fürs
- 34:25gute Nutzen. Ja, ich bin empathisch, ich bin
- 34:28hochsensibel, ich kann schon beim Schach, würde man sagen,
- 34:33ey, du kannst 67 Züge im voraus denken, ich merke Dinge, wenn
- 34:36sie andere Dingen, wenn andere Leute sie nicht merken und und
- 34:38und. Ich zerdenke auch meine Zukunft,
- 34:42das mache ich, weil die Vergangenheit einfach zeigt,
- 34:45dass die Zukunft ja so werden muss.
- 34:48Und. In dieser Schnittmenge im.
- 34:50Hier und jetzt habt ihr die Möglichkeit, es zu verändern.
- 34:53Ihr habt. Die Möglichkeit dazu.
- 34:56Jeder. Für sich.
- 34:58Und deswegen sage ich, es ist egal, was auf eurem
- 35:00Diagnosezettel steht. Völlig egal.
- 35:04Wer sagt denn, dass? Ihr eure Geschichte nicht
- 35:06einfach umschreiben könnt. Wer sagt das?
- 35:10Und damit meine ich natürlich nicht, dass euch die hinter die
- 35:12Diagnosen wieder weggenommen werden sollen und ihr vielleicht
- 35:14aus einer möglichen Verrentung oder Berentung rausgehen soll.
- 35:18Nein, nein, nein, das System sieht das vor, alles cool, das
- 35:21Krankensystem ist so aufgebaut, ist alles cool, ist ja schön,
- 35:25das machen wir uns zu eigen, wunderbar, aber muss ich denn
- 35:29auch so leben, wie es dort geschrieben steht, in meinem
- 35:33Diagnosebogenzettel, in meiner Datei, bei der bei irgendeiner
- 35:38Krankenkasse muss ich dann auch so leben.
- 35:43Ich denke. Nicht.
- 35:48Dafür muss ich. Aber ein Verständnis.
- 35:49Entwickeln. Für mich selbst.
- 35:55Und es kann nicht. Sein, dass wir alles, was wir
- 35:59erleben, diagnostizieren müssen oder diagnostiziert bekommen
- 36:03müssen. Das kann in meiner Wahrnehmung
- 36:06nicht sein. Es kann auch nicht sein.
- 36:12Dass wir echtes Leid nicht ernst nehmen, echte Traumata nicht
- 36:17ernst nehmen. Es kann.
- 36:21Auch nicht sein, dass wir unsere Vergangenheit nicht einordnen
- 36:24dürfen können. Wie auch immer, ohne in ihr
- 36:27Stecken zu bleiben, es. Kann alles nicht sein.
- 36:33Und es darf auch. Nicht.
- 36:34Sein, dass wir Angst haben müssen über unsere Probleme,
- 36:37über unsere Erlebnisse, über unsere Traumata oder
- 36:39Traumafolgen offen und ehrlich sprechen zu können, zu können.
- 36:45Ja, und natürlich ist es auch wichtig und ich will auch nicht,
- 36:49dass jetzt hier irgendeiner, der die Folge hört und sagt, Ah,
- 36:51guck mal, der sagt, Das gibt es alles gar nicht, ja, der soll
- 36:55sich sofort sofort verpissen und sagen, so von wegen alter, du
- 36:59hast, du hast einfach nichts verstanden, nichts verstanden
- 37:01von dem, was ich hier erzähle. Ich erzähle das aus der Sicht
- 37:04des Betroffenen, nicht aus der Sicht eines Lehrers, nicht aus
- 37:08der Sicht des Coaches, sondern hier bin ich Betroffener.
- 37:12Aber meine Arbeit als Coach zum Beispiel basiert natürlich
- 37:15darauf, logischerweise, und es ist ja auch eine Erfahrung, die
- 37:19ich selber gemacht habe, und ich kann euch hier nur meine
- 37:23Ansichten über die Dinge erzählen, das, was ich seit
- 37:26keine Ahnung wieviel Folgen border allein tue, was ich auf
- 37:30Social Media tue. Ja, und jeder.
- 37:34Von uns hat das recht, beschissene Tage zu haben, gute
- 37:38Tage zu haben, traurig zu sein, glücklich zu sein und und und.
- 37:42Aber wir dürfen uns das nicht nehmen lassen, indem wir die die
- 37:46Schuld in der Vergangenheit suchen.
- 37:50Wenn ich mir heute vorstelle, ich.
- 37:52Darf nicht traurig sein, weil ich ja in der Vergangenheit
- 37:54Schlimmes erfahren habe. Welche Lebensqualität habe ich
- 37:57denn da noch, welche Qualität bringt mir dieses Leben, gar
- 38:01keine 0,0. Also liegt es doch auch da
- 38:05wieder in meiner Verantwortung, das jetzt umzuändern, egal was
- 38:14passiert ist und. Ja, das Erlebte.
- 38:17Das darf und soll und muss vielleicht auch weh tun, damit
- 38:21wir vielleicht nicht vergessen, was passiert ist.
- 38:24Aber manche Dinge muss man nicht vergessen, muss man sie, man
- 38:27muss sie nicht ausknipsen. Und nur gute Dinge.
- 38:32Schaffen und. Guck mal, wer einmal ganz tief
- 38:34unten in der Scheiße war. Er will.
- 38:37Doch nichts anderes. Als da nicht wieder hin oder,
- 38:40und genau das tun wir doch mit jedem Tag, wo wir uns in der
- 38:43Vergangenheit bewegen und uns sagen.
- 38:48Das und das ist. Passiert der und der war schuld.
- 38:50Mein Leben ist im Arsch. Ich weiß, es wird sich alles
- 38:55ganz. Einfach an und das ist noch mal
- 38:58ein elendig langer Prozess. Der findet nicht in einem Jahr
- 39:03statt, den den Zahn kann ich euch ziehen, aber der muss am
- 39:07Tag x beginnen und dann werdet ihr Stück für Stück merken, wie
- 39:13es einfach ja wie es besser wird.
- 39:22Ihr müsst nicht für. Alles ein Etikett finden.
- 39:27Das ist nicht das Ziel. Das.
- 39:33Wichtig ist, dass man. Sich und andere Menschen
- 39:35versteht. Wichtig ist, dass man.
- 39:38Dinge vielleicht. Nicht kleiner macht als.
- 39:44Sie sind. Aber.
- 39:48Auch nicht größer als. Sie wirklich vermutlich zu sein
- 39:51scheinen. Ihr müsst für euch einen Weg
- 39:58finden. Euch aus der Vergangenheit.
- 40:03Mental zu lösen. Um die Zukunft besser zu.
- 40:08Gestalten und ihr habt nur eine einzige Möglichkeit, das zu tun
- 40:12und das muss jedem, wirklich jedem klar sein, egal ob
- 40:16Krankheit, nicht Krankheit, Mindset hin, Mindset her,
- 40:20Motivation, Motivation ist sowieso Motivation ist eine
- 40:23kleine Hure Motivation. Kommt, geht, bleibt, bleibt
- 40:29nicht, ist mal da, ist mal nicht da.
- 40:31Die Motivation ist doch nicht die Basis, sondern das tun ist
- 40:34die Basis und all das motivieren kann ich mich nur für die
- 40:38Zukunft. Denk mal drüber nach.
- 40:41Sage die Verantwortung, das ändern einer Persönlichkeit, das
- 40:46ändern eines Zustandes einer Situation kann nur im hier und
- 40:51jetzt passieren heute. Nur.
- 40:54Heute kann ich anfangen. Etwas zu ändern.
- 40:57Ich kann mich motivieren. Und.
- 40:58Sagen ja. Nächste Woche fange ich an, fast
- 41:02nächste Woche, wenn du wirklich etwas ändern willst, hör auf mit
- 41:06irgendwelchen mit irgendwelchen Phrasen.
- 41:11Um dich zu werfen. Änder.
- 41:14Es heute fang zumindest. An geh den ersten kleinen Mikro,
- 41:18schritt Mikro, schritt, Mikro, makro, was weiß ich.
- 41:24In Richtung besseres Leben. Und das fängt tatsächlich im
- 41:27Kopf an. In euren Gedanken, wie denke.
- 41:30Ich über mich. Wie?
- 41:32Schätze ich mich. Ein wie.
- 41:33Schätze ich andere Menschen ein? Wie schätze ich Situationen ein,
- 41:36wie schätze ich mein Leben ein, wie schätze ich das ein, was mir
- 41:38passiert ist? Wie schätze ich das ein, was mir
- 41:40vielleicht passieren kann? Habe ich vielleicht sogar
- 41:43Erfolg? Das ist aber alles nicht
- 41:46planbar, weder. Die Vergangenheit noch die.
- 41:49Zukunft aber planbar ist das, was ihr heute macht.
- 41:53Das ist planbar. Manchmal glaube ich, oder?
- 42:01Denke ich. Die Menschen heutzutage fühlen
- 42:03zu viel, zu vieles wird zu viel propagandiert propangiert ist
- 42:09aber egal, ihr wisst was ich meine.
- 42:14Dass wir alles. Bewerten müssen, fühlen müssen.
- 42:19Sehe ich nicht so. Bleibt in eurer Bubble.
- 42:24Ändert das, was ihr direkt ändern könnt, wo ihren direkten
- 42:28Einfluss darauf habt und das seid ihr Ende.
- 42:31Bei euch fängt es an und hört es auch auf.
- 42:33Ihr könnt nicht mal Eurem Partner könnt ihr kontrollieren
- 42:41im Sinne von beeinflussen, ich kann nicht beeinflussen wie er
- 42:45reagiert, was er sagt, was er tut, wie er denkt, wie er fühlt,
- 42:48wie er handelt, ob er Erfolg hat, aber Misserfolg, da kann
- 42:51ich alles nicht beeinflussen. Ich kann beeinflussen.
- 42:55Ob die Beziehung gut läuft, aber nur mit meinen Anteilen.
- 43:00Die 51% sind die Anteile des Partners und er dafür zu sorgen,
- 43:04dass diese Beziehung zu 100% funktioniert, funktioniert sie
- 43:06nur von einer Seite, funktioniert sie gar nicht so
- 43:09einfach ist das. Ihr könnt Dinge, die ihr nicht
- 43:12beeinflussen könnt, aus eurem Gedächtnis streichen, macht euch
- 43:17stattdessen lieber Gedanken um das, was ihr beeinflussen könnt,
- 43:21das seid ihr ihr. Jeder Einzelne für sich kann
- 43:25sich beeinflussen, nichts anderes auf dieser Welt könnt
- 43:28ihr beeinflussen, nichts, weder das Wetter noch die
- 43:31Vergangenheit und die Zukunft nur bedingt, indem er die
- 43:35Richtigen, die richtigen Wege geht, aber zu beeinflussen die
- 43:38Zukunft ist nicht planbar, morgen am Tag kann irgendwas
- 43:42passieren, was alles im Arsch macht oder besser macht Erfolg.
- 43:47Ist nicht planbar. Aber.
- 43:50Er ist auf jeden Fall in irgendeiner Richtung.
- 43:52Könnt ihr ihn etwas beeinflussen, ob es erfolgreich
- 43:56wird oder nicht? Und wenn es einen Misserfolg
- 43:58gibt, war es vielleicht mal nicht der richtige Weg, geht man
- 44:01einen neuen Weg, aber dann hat man wieder eine hier und jetzt
- 44:04Situation okay ist gescheitert, Projekt XY ist gescheitert, dann
- 44:08brauche ich hier eine neue Entscheidung wie gehe ich jetzt
- 44:10weiter damit die Zukunft wieder besser wird?
- 44:13Es gibt nicht nur diesen einen Weg.
- 44:16In eurer Zukunft. Liegen Tausende Wege, aber eure
- 44:22Vergangenheit ist nur ein einziger Weg.
- 44:26Eine Einbahnstraße, die. Einbahnstraße des Erlebten.
- 44:30Die könnt ihr nicht mehr verändern, die ist nicht mehr
- 44:33veränderbar. Nur oder auch nicht
- 44:35verhandelbar, nur die Draufsicht darauf, die könnt ihr ändern und
- 44:38zwar jetzt nicht morgen, nicht übermorgen, nicht in einem Jahr,
- 44:44sondern jetzt. Und dann werdet.
- 44:47Ihr etwas. Feststellen, und das sage ich
- 44:49euch aus eigener Erfahrung, plötzlich wird vieles einfacher.
- 44:53Nur. Weil ich hergehe.
- 44:55Und die Dinge anders. Bewerte.
- 44:58So wie sie jetzt sind. Ich kann mich nur so bewerten,
- 45:00wie ich jetzt bin, wie ich vor einer Woche war oder vor 10 oder
- 45:0420 Jahren, kann ich nicht mehr beeinflussen, das kann ich zwar
- 45:07bewerten, kann sagen, Du warst ein Arschloch, aber ich kann es
- 45:11nicht mehr. Beeinflussen?
- 45:12Gesagtes ist gesagt, ein gesprochenes Wort fangt ihr
- 45:15nicht mehr ein. Aber ich?
- 45:17Kann mir jetzt darüber. Gedanken machen, welches Wort
- 45:19ich spreche. Auf wie ich mich entwickel.
- 45:23In diesem Sinne, mein Name ist Sven aka Borderline und ich bin
- 45:28raus.