Latest / Hamburg-News – der aktuelle Nachrichten-Überblick um 17 h / Hamburg-News: Linke verliert überraschend Spitzenkandidatin
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- Music. Lars Haider. Heute geht es um die Auswirkungen der Bundestagswahl für Hamburg, die vor allem die Linken überrascht haben. Weitere Themen? Wie viele Politiker unsere Stadt künftig in Berlin vertreten, warum die CDU und die FDP aneinander geraten und wie sich der Tourismus in Hamburg entwickelt. Dazu gleich mehr. Zunächst wie immer die drei meistgelesenen Themen und Texte auf abendblatt.de. Auf Platz 3 80% der Stimmen. AfD hat in Hamburg zwei Hochburgen. Auf Platz 2 Wolfgang Kubicki. Ich denke ernsthaft über den FDP-Vorsitz nach. Und auf Platz 1 Bundestagswahl. Das sind die fünf wichtigsten Lehren für die. Music. Hamburg-Wahl am kommenden Sonntag. Das waren, das sind die Top 3 auf amblatt.de. Hamburg wird künftig mit weniger Abgeordneten im Deutschen Bundestag vertreten sein als bisher. Das ist eine Folge des neuen Wahlrechts, bei dem es keine sogenannten Überhangmandate mehr gibt. Negativ zu Buche schlägt sich dies in Hamburg bei der SPD, die künftig nur noch mit drei statt mit fünf Abgeordneten im Bundestag sitzt. Die Grünen werden drei statt bisher vier Sitze dort haben. Die CDU behält wie bisher drei Mandate, Linke und AfD gehen aufgrund ihrer deutlich verbesserten Wahlergebnisse künftig mit jeweils zwei Hamburger Abgeordneten nach Berlin. Bisher hatten sie jeweils nur einen und die FDP, das ist ja klar, verliert aufgrund ihres Ausscheidens aus dem Bundestag ihre zwei bisherigen Mandate. Welche Politikerinnen und welche Politiker für welche Parteien Hamburg in Berlin vertreten, das lesen Sie natürlich auf abendblatt.de. Eins vorweg, Kanzleramtsminister Wolfgang Schmidt hat es weder direkt noch über die Liste in den Bundestag geschafft. Dabei war er auf Platz 1 in der Hamburger Liste. Und das unterscheidet übrigens von seinem Chef Olaf Scholz. Der Kanzler, der hat ein Direktmandat für den Bundestag in Potsdam gewonnen und wird nun als einfacher Abgeordneter in der nächsten Legislaturperiode im Parlament sitzen. Ich habe es oben schon angedeutet, der überraschende Erfolg der Linken bei der Bundestagswahl hat auch Konsequenzen für die Partei in Hamburg. Völlig überraschend haben die Linken durch ihr gutes Wahlergebnis Anspruch auf zwei Bundestagsmandate. Das wäre nicht so schlimm. Das erste beansprucht der Spitzenkandidat Jan van Aken, der Co-Chef der Linken auf Bundesebene. Aber das Zweite, das geht an die bisherige Fraktionschefin der Linken in der Bürgerschaft, Shansu Özdemir. Sie wird in den Bundestag einziehen, was einerseits ein großer Erfolg ist, aber andererseits auch die eine oder andere Frage aufwirft. Denn in Hamburg ist Özdemir zusammen mit der linken Verkehrsexpertin Heike Sudmann derzeit als Spitzenkandidatin für die Bürgerschaftswahl am 2. März plakatiert. Und jetzt ist hier natürlich die Frage, was macht sie? Geht sie nach Berlin? Geht sie nach Hamburg? Oder macht sie beides? Auch das geht, aber da haben die Linken schon gesagt, nee, nee, nee. Und es sieht wohl so aus, als ob die Spitzenkandidatin der Linken für die Bürgerschaftswahl in Hamburg tatsächlich in den Bundestag einzieht. Wo wir gerade bei der Bürgerschaftswahl sind, die steht ja nächsten Sonntag an. Freunde werden CDU und FDP in Hamburg nicht mehr. Nachdem die liberale Spitzenkandidatin Katharina Blume im Abendland erklärt hatte, die Bürgerschaftswahl in Hamburg sei längst gelaufen und damit CDU-Anhänger um Leihstimmen bat, kontert nun die Union. Statt schwarze Leihstimmen zu spendieren, nimmt sie die FDP-Wähler in den Blick. Dazu sagt Dennis Thering, Spitzenkandidat der CDU Hamburg, Stimmen für die FDP sind verlorene Stimmen. Das gilt auch für die Bürgerschaftswahl am kommenden Sonntag. Die FDP sei im Bund krachend gescheitert. Gleichzeitig fehlten der Union dadurch rund 4 Stimmen an Stimmen für einen noch klareren Politikwechsel. Thering ruft alle Hamburger auf, ihre Stimmen klug einzusetzen. Das war es zu den Wahlen. Dann weiter geht es mit anderen Themen des Tages. Der Hamburger Hafen hat im vergangenen Jahr weniger Güter umgeschlagen als im Vorjahr. Der gesamte Seegüterumschlag lag bei 111,8 Millionen Tonnen. Das teilte der Verein Hafen Hamburg Marketing mit. Das entspricht im Vorjahrsvergleich einem Minus um 2,1 Prozent. Grund dafür sei, dass das vergangene Jahr von geopolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen geprägt gewesen sei. Drei Jahre nach Beginn des völkerrechtswidrigen russischen Angriffskrieges in der Ukraine wollen SPD und Grüne die Partnerschaft zwischen Hamburg und Kiew weiter vertiefen. Neben der laufenden Direkthilfe, etwa mit medizinischen Gütern, sollen vor allem langfristige Projekte gestärkt werden, heißt es in einem rot-grünen Antrag für die Bürgerschaftssitzung am Mittwoch. Dazu zählten die Förderung des Jugendaustauschs, Kooperationen in der Gesundheitsversorgung sowie Maßnahmen im Bereich Mobilität. Und damit sind wir schon bei der letzten Meldung für heute in Hamburg. Da geht es um Tourismus. In Hamburg haben im Dezember 2024 so viele Gäste übernachtet, wie schon seit mindestens Dezember 2019 nicht. Die Zahl der Gäste ist im Vergleich zu Dezember 2023 um 11,5 Prozent auf 630.000 Menschen gestiegen und die Anzahl der Übernachtungen um 7,3 Prozent auf 1,287 Millionen. 2019, also vor Corona, hatten 586.000 Gäste in Hamburg übernachtet und ihre Unterkünfte für 1,2 Millionen Nächte gemietet. Die meisten Gäste, die Hamburg besucht haben, kamen im Dezember aus Deutschland. Menschen aus dem Ausland buchten sich bei Hotels, Pensionen und Co. Nur für etwa 298.000 Nächte ein. Aber das waren immerhin 7,2% mehr, ganz schön viele Zahlen als im Dezember 2023. Und interessant, jeder fünfte Hamburger Übernachtungsgast kommt aus dem Ausland. Die meisten aus Dänemark, die Niederlanden, Großbritannien, der Schweiz und den Vereinigten Staaten. Naja, und einen Podcast-Tipp des Tages habe ich für Sie auch noch. Denn kurz nach der Wahl haben der liebe Kollege Matthias Iken und ich uns hingesetzt und eine neue Folge des Scholz-Updates aufgenommen. Ein Podcast, dessen Namen sich bald ändern wird. So viel steht fest, weil nämlich Olaf Scholz bald nicht mehr Kanzler sein wird. Und was wir so sagen, was unsere Einschätzung über die Wahl ist und wie es weitergeht, insbesondere mit der FDP, die ja nicht wieder in den Bundestag kommt, aber auch, wie man sich erklären kann, dass die AfD so stark ist und die SPD so schwach, all das hören Sie unter www.abendblatt.de slash podcast. Und wir hören uns morgen wieder mit den Hamburg News. Bis dahin. Tschüss. Ein Podcast von Funke. Weitere Podcasts vom Hamburger Abendblatt finden Sie in unserer Abendblatt-Podcast-App und auf abendglatt.de slash podcast.