Latest / Das Gelbe vom AI - Der KI-Podcast / #104 KI wird Betriebssystem: Gemini dominiert, Cerebras Börsenhype, OpenAI macht Compute zum Produkt
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- Michael Witzenleiter: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Das Gelbe von AI. Schön, dass ihr wieder dabei seid. Mein Name ist Michael Witzenleiter, ich bin euer Host und wie immer habe ich einen kongenialen Co-Host, Sean Lück aus Hamburg, dabei. Hallo, Sean Lück. Jean-Luc Winkler: Hallo zusammen, ich freue mich auf diese Woche, denn wir haben wieder eine News-Folge. ist einiges passiert. Ich werde ein bisschen berichten zu Google I.O. Da habe ich mal einen Blick drauf geworfen. Aber vorab, ihr wisst schon wie immer die Zahl der Woche. Diesmal habe ich eine Zahl rausgesucht und zwar sind das 68%. Das klingt erst mal nicht ganz so spektakulär, aber wartet ab, da gibt es ein bisschen Hintergrund zu, denn so stark ist die Aktie von Cerebras beim Börsengang gestiegen. Das ist der größte Halbleiter-IPO aller Zeiten und der größte US-Tech-IPO seit Uber. Der Kontext ist hier eigentlich entscheidend, denn Cerebras baut KI-Chips für Inferenz, quasi für das Auspielen des Anbietens von KI-Modellen. Laut CEO bis zu 15-mal schneller als Nvidia, die eigentlich so als Platzhirsch gelten. Und Kunden sind bereits OpenAI und auch Amazon. Die Nachfrage zu Beginn war dann auch sehr extrem. Der Preis wurde mehrfach nach oben angepasst. Investoren mussten sogar Maximalpreise angeben. Das zeigt hier, wie groß der Hunger auch nach Alternativen zu Nvidia ist. großes Aber, es gibt ein Risiko. 62 Prozent des Umsatzes kommt vom einem einzigen Kunden. Das ist natürlich alles andere als stabil. Und für mich ist das aber ein klares Signal. Der Markt sucht hier dringend nach Diversifikationen im AI-Stack. Nvidia ist zwar aktuell der Platzhirsch, aber die Abhängigkeit ist für viele Unternehmen natürlich ein echtes Problem. Wenn Cerebras seine Performanceversprechen hält, dann kann die Kostensstruktur von AI-Anwendungen massiv verändert werden. Gerade bei der Inferenz, wo die Musik natürlich auch langfristig dann spielt. Aber die Kundenkonzentration ist natürlich ein dicker Haken. Für eine nachhaltige Bewertung braucht es natürlich eine breitere Nachfrage und Diversifikation in den Kunden. Also kurz gesagt, riesiges Potenzial, aber ist noch kein Selbstläufer, würde ich sagen. sehe du bist hier schon wahrscheinlich ⁓ in deinem Aktienportfolio dabei, zu schauen, ob es sich lohnt, die Aktie dir zu claimen. Ich dann direkt weitermachen mit der Google I.O. Vielleicht ein bisschen. ⁓ Michael Witzenleiter: Ja, jeden Fall. Kaufen, kaufen, Wir dürfen natürlich keine Aktienempfehlungen geben. Jean-Luc Winkler: Ja, danke. Ganz großer Disclaimer. Keine Anlagenberatung. So, kommen wir zur Google I.O. Für alle die, die sich vielleicht fragen, was ist das eigentlich? Die Google I.O. ist Googles jährliche Entwicklerkonferenz, auf der das Unternehmen seine wichtigsten neuen Produkte, Technologien, Plattformen, Updates und Co. vorstellt. Ursprünglich war sie vor allem für Entwickler gedacht. Heute ist sie eins der wichtigsten Tech-Events des Jahres, weil Google dort zeigt... Wohin sich Android, aber auch Search, Workspaces, YouTube, Cloud und natürlich mittlerweile auch die KI-Themen hin entwickeln. Besonders spannend, viele Ankündigungen der I.O. landen später direkt in Produkten, die dann Milliarden Menschen auch täglich nutzen, etwa die Google-Suche, Gmail, Google Maps, Android und Co. In den letzten Jahren ist die I.O. immer stärker zur AI-Keynote geworden. Google nutzt die Bühne, ⁓ neue Gemini-Modelle vorzustellen, AI-Funktionen, aber natürlich auch agentische Assistenzsysteme zu präsentieren. Also kurz gesagt, Google I.O. ist der Moment im Jahr, in dem Google seine Zukunftsstrategie zeigt und aktuell heißt die Zukunft natürlich ganz klar AI in wirklich allen Systemen. Was heißt das im Detail? Schauen wir mal rein. Gemini wird zur universalen AI-Plattform. Google positioniert Gemini als zentrales Betriebssystem für KI. Also Integration in Search kennen wir ja mittlerweile schon in Gmail, in Android, YouTube, Workspaces, alle möglichen virtuellen und Augmented Reality Themen, auch in Autos, in den Developer Tools, überall zeigt sich hier diese Plattformstrategie, statt einzelne Features anzubieten. Google verschiebt dabei den Fokus von Chatbots hin zu Agenten. Also Gemini soll nicht nur antworten, sondern aktiv auch Aufgaben ausführen und dabei dann eigenständige Entscheidungen treffen können. Für Google von Vorteil ist natürlich die enorme Distributionsmöglichkeit. Milliarden Nutzer über bestehende Produkte geben Google einen strukturellen Vorteil gegenüber beispielsweise OpenAI, die mit ihren Produkten sich natürlich erst den Zugang erarbeiten müssen. Auch ganz spannend, Google führt ein neues AI-Abo-Modell ein. Mit Google AI Ultra für 100 US-Dollar wird jetzt auch klar, dass diese Premium-KI ein zentraler Umsatztreiber werden soll. Michael Witzenleiter: Ja, gute Frage. Ist es jetzt schon ein Produkt oder schon Infrastruktur? Jean-Luc Winkler: Ich würde sagen Gemini entwickelt sich ganz klar zur Infrastrukturschicht, also eher vergleichbar mit einem Android oder einem AWS beispielsweise. Vielleicht noch ein anderes Thema, die AI-Agenten sind jetzt die neuen Interfaces anstatt den Chatbots. Also Google erklärt, dass die Agents zu neuen AI-Kategorien werden. Der Fokus liegt auf do-it-for-me-use-cases, wie sie es nennen, statt reiner Informationsbereitstellung. Also ausführen statt einfach nur Antwort geben. Die neuen Agententypen entstehen hier. Das sind Information Agents, Coding Agents, das war die Rede von Mobile Agents, Browser Agents und die gewinnen immer mehr an Bedeutung. Also das Entwicklerökosystem wächst hier mit stark. Die Tools wie Longchain beispielsweise oder Browser Use zeigen, dass Agenten praktisch einsetzbar werden. Und Google setzt auf Alltagstauglichkeit dabei, denn das Ziel ist es, die Agents direkt in bestehende Workflows zu integrieren. Das haben wir jetzt in letzter Zeit schon bisschen gesehen, wenn man einen Gmail-Account hat, der weiß, man hat an der Seite so einen Gemini-Bar und kann dann auch damit direkt hinterarkieren. Michael Witzenleiter: Was hättest du von den AI-Agents von Google? Jean-Luc Winkler: Ja, das ist eine gute Frage. Also sind jetzt wirklich produktiv nutzbar oder ist eigentlich nur ein Hype? Ich würde sagen erste echte Use Cases, die entstehen hier, aber die Zuverlässigkeit bleibt noch ein Engpass. Also gerade das Gmail Beispiel, was ich gerade erwähnte, das funktioniert schon okay, aber das ist noch lange nicht perfekt, so wie man sich das vorstellen würde oder wünschen. Michael Witzenleiter: Und wen siehst du aktuell im Agent-Wettbewerb vor? Jean-Luc Winkler: Ja, ich würde sagen, nicht das beste Modell gewinnt hier. Es geht eher darum, wer die beste Integration in den realen Workflows schafft. Und dann kann man immer noch das Modell weiter optimieren. Aber erst mal muss der Mehrwert überhaupt geschaffen werden durch die tiefe Integration. Und da Google, würde ich sagen, schon die Nase ziemlich weit vorne, zumindest die Möglichkeiten. Ich habe auch noch einen Blick auf Google Search geworfen. Das wird jetzt eher zur AI-Antwortmaschine, könnte man sagen. Google baut jetzt Search radikal ⁓ also weg von Linklisten hin zu direkten Antworten. Das kennen wir natürlich schon. Es geht jetzt auch ⁓ Empfehlungen und Aktionen, die dann ausgeführt werden können. Der AI-Mode wird ein zentraler Bestandteil. Also die Nutzer interagieren mit Search zunehmend dialogbasiert. Man sieht es auch, wenn man es in AI-Mode angezeigt bekommt, kann danach dann direkt damit weiter agieren, springt eigentlich aus dieser klassischen Suchansicht raus. Google integriert jetzt diese Do-it-for-me-Funktion, wie sie sie nennen. Das heißt, Buchungen, Vergleiche oder zum Beispiel auch Entscheidungen sollen dann direkt in der Search passieren. Wobei der AI-Mode ja eigentlich auch eher so der Gemini-Mode dann ist. Was heißt das dann unter dem Strich? Publisher geraten jetzt unter Druck, also weniger Klicks auf die externen Seiten. Das ewige Spiel, was wir schon mit Search kennen und das bedroht auch weiterhin dann Geschäftsmodelle, die sich anpassen müssen. Michael Witzenleiter: Wie verdient Google eigentlich künftig Geld mit der AI Search? Jean-Luc Winkler: Wie immer, ein neues Google-Produkt rauskommt, bleibt die Frage, wann finden die Ads Einzug? Das wird sicherlich bei AI Search das Thema werden, dass sie tiefer in die Antworten integriert werden. Natürlich dann mit den Risiken, die wir bisher auch schon kennen. Also Nutzervertrauen muss weiterhin gewahrt werden. Dann bleibt immer der Spagat zwischen klarer Darstellung, ob es sich ⁓ eine Ad handelt und natürlich auch möglichst das Ganze so nativ integrieren. dass es für den Nutzer vielleicht doch trotzdem noch ein spannendes Ergebnis wird. Springen wir mal rüber zum anderen Google-Produkt, zu Gmail Live und der AI-Inbox, das ist sozusagen der Einstieg in den persönlichen AI-Agenten. Google führt Gmail Live ein, dabei können Nutzer jetzt per Sprache mit ihrem Postfach interagieren und Informationen abrufen. Gemina Live versteht Kontext und auch Follow-ups, das heißt, die Suche wird durch eine dialogbasierte Interaktion ersetzt. Diese AI-Inbox priorisiert dabei Inhalte automatisch, also wichtige Informationen werden jetzt proaktiv zusammengefasst. Und dieses Feature wird optional positioniert, Also Google reagiert damit auf frühere Kritik an zu aggressiver AI-Integration. Das heißt, der Nutzer hat da dann etwas mehr Möglichkeiten auch Einfluss darauf zu nehmen, ob er das Feature nutzen möchte oder nicht. Michael Witzenleiter: Ja, und wie siehst du, es wird dann die Inbox zum persönlichen Operating System? Jean-Luc Winkler: Schwierig zu sagen. Also, e-mail könnte sich zur zentralen Datenquelle für persönliche AI Assistant entwickeln. Ich glaube aber nicht, dass das jetzt so dieses Cockpit wird, aus dem raus ich dann alles tatsächlich auch steuern kann. Aber apropos Steuern, wir jetzt noch mal gucken, was hat Google vorgestellt zum Thema AI im Alltag? Also Smartphones, Autos, Smartglasses und Co. Da muss man sagen, Gemini wird jetzt in Hardware integriert, das heißt der Einsatz in Smartglasses, Android, XR oder auch Fahrzeuge wie zum Beispiel bei Volvo. AI bekommt einen Zugriff auf die Sensoren dabei, also auf Kameras, Audio und die liefern jetzt Kontext für die reale Welt, sodass die KI dann mit der realen Welt besser interagieren kann. Wie macht Google das? Google treibt jetzt das Ambient Computing voran. heißt, AI wird unsichtbar und ständig verfügbar im Alltag. Das ist sozusagen das Ziel, so Art Companion, wenn man so möchte. Und dafür gewinnt dann die On-Device-AI zunehmend an Bedeutung. Also lokale Modelle und Hardware entwickeln sich jetzt parallel, sodass, wir haben darüber schon gesprochen, über diese On-Device oder Edge-AI, sodass die KI dann auch auf den Geräten ausgeführt werden. Dann gibt es natürlich auch noch bisschen Updates aus dem ganzen Contentbereich, also AI-Content und Medien. YouTube Shorts bekommt zum Beispiel die AI Remixes, d. Nutzer können Inhalte generativ verändern und neu interpretieren. Google führt auch die Content-Kennzeichnung konsequenter voran, d. h. die Thins und auch C2PA sollen jetzt AI-generierte Inhalte deutlich besser erkennbar machen. Generative Medien werden massentauglich, das heißt Video, Audio, auch Bildgenerierung erreichen jetzt neue Qualität. Auch da möchte Google weiter voranschreiten. Sie sind ja auch bisschen unter Druck geraten durch die aktuellen Open AI Modelle. Aber es geht natürlich auch an die andere Seite der Medaille, das Urheberrecht. Das wird jetzt zum zunehmend kritischen Thema, das heißt diese Remixing-Geschichten, die ich gerade erwähnt habe. Und auch die KI-Generierungen werfen jetzt neu rechtliche Fragen auf, die es dann zu beantworten gilt. Michael Witzenleiter: Wird jetzt jeder zum Creator oder wird Content dadurch entwertet? Jean-Luc Winkler: Also die Content-Produktion wird jetzt noch weiter demokratisiert. Das ist klar, wir schreiten hier immer weiter voran mit der KI und der Qualität und auch der Nutzbarkeit. Aber die Differenzierung wird natürlich dann schwieriger. Ich denke mal, die Content-Creator, die weiterhin sinnvolle Inhalte liefern und nicht nur AI-Slog, die werden auch weiterhin gewinnen können. Für Google ist das Spiel natürlich klar. Längere Aufenthaltsdauer bedeutet hier, Möglichkeiten Werbung einzuspielen und an Werbeeinnahmen dann zu partizipieren. Was für mich natürlich noch spannend war, ist das ganze Thema AI Coding. Google bringt AI nun auch stärker in den Development-Bereich rein. Das AI Studio, auch die Android CLI ermöglichen die App-Entwicklung mit Agenten. Coding Agents werden jetzt noch produktiver. Das heißt, Tools wie Gemini CLI, Cloud Code, Code Graph und Ähnliches, die zeigen jetzt neue Workflows, die hier integriert werden. Vibe-Coding wird damit zunehmend weiter massentauglich. Das heißt, auch Nicht-Entwickler können jetzt Software erstellen. Da würde ich jetzt sagen, ist Google vielleicht noch nicht ganz Vorreiter, was die Zugänglichkeit angeht, aber auch da wollen sie weiter aufholen. Und dann last but not least, auch das Thema Security und Governance werden wichtiger. Tools wie One Password sichern jetzt hier die AI-Agents ab. Im Grunde genommen das, was uns bisher noch so gefehlt hat, dass die die Secrets, die Credentials, also die ganzen Passwörter auch wirklich sicher abgelegt sind und die KI dann auch sicher keinen Zugriff darauf hat. Das Thema geht Google jetzt an. Ja, Zusammenfassung, Google hat auf der I.O., würde ich sagen, sehr klar gezeigt, dass Gemini nicht länger nur ein Chatbot sein soll, sondern zu intelligenten Handlungsebene über alle Google-Produkte hinweg wird. Von Search über Gmail, Android bis YouTube und auch XR. Das heißt, Fazit, Google setzt voll auf AI als Betriebssystem im Alltag und muss dafür aber auch beweisen, dass diese Agenten wirklich nützlich, vertrauenswürdig auch und natürlich auch datenschutzseitig dann akzeptabel sind. Aber damit würde ich sagen, mal genug zu Google. War ein spannendes Event. Viele Sachen, die vorgestellt wurden, die jetzt einen Einzug erhalten. Wie sieht es denn bei den anderen Big Player aus in dieser Woche, Michael Witzenleiter: Da ist wie immer auch sehr viel passiert schon, und zwar starten wir mal mit OpenAI. Compute wird zum Produkt. guaranteed capacity. Was ist genau passiert? OpenAI verkauft gesicherte Rechenleistung und zwar, wie ich schon sagte, mit guaranteed capacity können Unternehmen sich langfristig compute sichern, also letztendlich Rechenzeit. Eine bis drei Jahre Laufzeit sollen diese Verträge haben und die Kunden erhalten Preisnachlässe, wenn sie sich darauf einlassen. Und damit reagiert OpenAI auf die Knappheit an Computezeit. Das heißt, die steigende Nachfrage nach KI-Anwendungen zwingt die Anbieter, Kapazitäten eben planbar zu machen. Und damit springt OpenMRI gerade auf einen ganz großen Trend auf. Dadurch wird sich auch ein neues Geschäftsmodell oder neues Erlösmodell besser für OpenMRI etablieren. Das heißt, die Infrastruktur wird neben den Modellen selbst zum eigenständigen Geschäftsmodell und eröffnet dann neue Perspektiven, wahrscheinlich auch im Hinblick auf den geplanten Börsengang. Vorteil für Kunden, speziell jetzt für die Enterprise-Kunden, eben, dass mehr Planbarkeit da ist und die Unternehmen können damit KI-Produkte vor allem stabil betreiben, ohne von Engpässen getroffen zu sein. Jean-Luc Winkler: Wird denn jetzt Compute zum neuen Öl der KI-Industrie? Michael Witzenleiter: Ich würde schon sagen, ja, also man sieht ja so einen Trend. Wir kommen jetzt aus einer Phase des Testens von KI, der ersten Implementierung bis zum eben laufenden Betrieb, wo dann eben bereits etablierte Modelle eingesetzt werden, wo dann eben, wie gesagt, es schon sehr sinnvoll ist, sich diesem Problem zu nähern, nehme ich tatsächlich der Rechenzeit und daraus kann man wirklich ein sehr gutes Geschäftsmodell machen, glaube ich. Jean-Luc Winkler: Wir haben gerade schon bei Google gesehen, dass die Infrastruktur eher spannender wird als die Modelle. Wird zu sagen, jetzt verschiebt sich die Wertschöpfung von den Modellen zu der Infrastruktur? Michael Witzenleiter: Teilweise schon. man sieht es ja hier. Zumindest wird das Geschäftsmodell von OpenAI diversifiziert. auch hier wird dann eben auf diese Compute-Seite gesetzt. Deshalb, glaube ich, kann man das schon so einschätzen. Und das befruchtet sich ja auch ein Stück weit gegenseitig. Das heißt, wenn ich langfristig meinen Vertrag mit Open AI habe, wird sich das wahrscheinlich auch in Synergien mit den Modellen zeigen. Kommen wir zum nächsten Thema von OpenAI, dem GPT-55 Instant. Und das verbessert eben die Zuverlässigkeit. Was genau passiert? OpenAI reduziert die Halluzination. Wichtiges Thema, besonders in sensiblen Bereichen wie Recht und Finanzen, wo es eben auf die Verlässlichkeit ankommt. Und wie macht das der Anbieter? Er macht es mit Kontextmanagement. Das bedeutet, dass Modell nutzt. besser frühere Chats, Dateien und Integration wie Gmail, ⁓ einfach noch mehr Kontext verarbeiten zu können. Dadurch macht OpenAI KI noch bisschen business-tauglicher. Das heißt, wir haben dort eine höhere Genauigkeit und das senkt dann eben auch das Risiko bei produktiven Anzeichen. Jean-Luc Winkler: Ist das jetzt der Wendepunkt für KI im Enterprise Einsatz? Michael Witzenleiter: Ja, gute Frage. wenn solche neuen Anwendungen rauskommen, ist der Halt natürlich immer erst groß. Das wird natürlich auch von den Anbietern getrieben. Ich glaube, da muss man wirklich schauen, wie weit das auch zuverlässig und dauerhaft in der Praxis läuft. Wenn ja, dann schon. Weil wenige Halluzinationen sind wirklich in Scheinen, auch für echte Business Adoption. Aber wie gesagt, das muss glaube ich jeder für sich erstmal austesten. Wir haben ja schon häufig über Benchmarks diskutiert etc. Es ist immer sehr schwierig, Modelle von außen zu bewerten. Also am Ende kommt es glaube ich wirklich darauf an zu schauen, ob das wirklich auch in der Praxis für sein eigenes Unternehmen was bringt. Jean-Luc Winkler: Wir haben auch schon häufiger darüber gesprochen, dass immer so ein Wechsel zwischen Generalisierung und Spezialisierung, wenn jetzt die spezialisierten Tools wieder verdrängt. Michael Witzenleiter: Teilweise wahrscheinlich schon. Die Generalisten werden jetzt immer stärker durch solche Zusatzanwendungen. Aber ich glaube trotzdem, dass Speziallösungen weiter relevant bleiben. Weil ich glaube, man kann nicht an allen Fronten dort topnotch sein. Und ich glaube, haben Speziallösungen durchaus ihre Vorteile. Jean-Luc Winkler: Mmh. Und was würdest du sagen, wie groß ist jetzt der Positivitätseffekt wirklich? Michael Witzenleiter: Ja, wenn es wirklich super funktioniert, dann sicherlich hoch. Hängt aber auch ganz stark von der Abhängigkeit der Integration und den Workflows ab. Das heißt, wenn das gegeben ist, wenn alles wirklich voll automatisiert schon ist und dann noch dieses Feature hinzukommt, dann ist wahrscheinlich der Effekt hoch. Wenn Unternehmen noch nicht so weit sind, dann ist dieser Effekt wahrscheinlich eher gering. Ja, kommen wir zu einem anderen Thema, was auch so in diese Richtung geht, nämlich dem Herkunftsnachweis für KI-Content. Da gibt es auch was Neues von OpenAI, und zwar die haben die C2PA-Standards implementiert. Das heißt, Inhalte erhalten nachvollziehbare Herkunftsinformationen. Dafür nutzt OpenAI das sogenannte SYNF-ID-Wasserzeichen. Das heißt, KI-generierte Bilder werden technisch markiert. Und damit reagiert OpenAI auf ein klassisches Trust Problem, Fake Content, Desinformation, die dann eben direkt adressiert werden. Wahrscheinlich auch im Hinblick auf den AI Act nicht uninteressant für so Jean-Luc Winkler: wird damit Content-Authentizität zum Standard? Michael Witzenleiter: Also mittelfristig glaube ich ja, besonders in regulierten Branchen. Ob das jetzt schon, wie gesagt, schnell adaptiert wird, müssen wir uns anschauen. Ich hatte es ja gerade schon erwähnt, mit mehr IACT wird es immer mehr zu einem Muss, zumindest in Europa. Und ich glaube schon, dass sich da Standards langsam etablieren werden. Jean-Luc Winkler: Was ich mich immer frage, man hat ja zwar eine technische Kennzeichnung, aber die kann ich auch relativ schnell umgehen, wenn ich das möchte. Reicht jetzt eine technische Kennzeichnung gegen Deepfakes aus? Michael Witzenleiter: Ich denke eher nicht. Das ist wirklich nur ein Baustein und kein vollständiger Schutz. Ich glaube, da müssen noch weitere Anbieter dran arbeiten und auch mehr Detectionsysteme etc. in den Markt reinkommen. Man muss ja auch sagen, für die Anwendungsfälle, die jetzt stark in den Medien waren, gerade bei Prominenten oder auch bei pornografischen Inhalten, gibt es ja sowieso schon Schutzmechanismen bei diesen Anbietern. Das heißt, Leute, die in dem Bereich ihren Schmuck treiben. Die nutzen ⁓ andere Modelle. Von dem her ist es, glaube ich, eher ein Thema für die breite Masse, ⁓ da zumindest einen gewissen Schutz zu haben. Aber nur ein Baustein eben. Wie gesagt, für die, wirklich Böses wollen, gibt es noch genug andere Möglichkeiten, ihr Unwesen zu treiben. Jean-Luc Winkler: Hm. Sind die Wettbewerber da alle an einem Strang oder ist das eher ein Wettbewerb gegeneinander ⁓ die vertrauenswürdigste KI? Michael Witzenleiter: Naja, ich glaube, dass in dem Bereich zumindest die großen Anbieter sich keine offene Flanke erlauben können. Und dementsprechend ziehen auch die ganzen großen Anbieter in dem Bereich in einem Strang. Am Ende geht es ja wirklich darum, sich auch seriös im Businessbereich zu etablieren. Haben wir ja schon häufig diskutiert. Und da kann man so ein Schmuddelthema, sage ich jetzt mal in Anführungszeichen, relativ schlecht gebrauchen. Das ist ein Thema, was den Anbietern umsatzartig nicht groß weh tut und ihnen eher Reputationsgewinne verschafft. Deshalb bei den großen Anbietern ja. Wie gesagt, es gibt viele Open Source Modelle und mit denen ich auch mein Schindluder treiben kann. Da wird es noch ein anderes Thema werden. Kommen wir zum Thema Microsoft und OpenAI. Das ist ja auch ein Thema, was sehr häufig diskutiert wird. Da gibt es ein Mega-Investment, das sich auch wirklich auszahlt für Microsoft. Über 100 Milliarden investiert Microsoft. Damit wird die Partnerschaft mit OpenAI weiterhin massiv ausgebaut. Der Anteil von Microsoft steigt stark im Wert auch. Das heißt, die Beteiligung wird aktuell auf ca. Milliarden geschätzt, die sie bereits haben im Dollar. Und damit verfolgt Microsoft eben klare Renditeziele. Das heißt, erwartete Gewinne von rund 92 Milliarden Dollar nur durch dieses Investment. Wahrscheinlich auch im Hinblick auf den geplanten Börsengang, wie gesagt. bleibt weiterhin ein sehr spannendes Unternehmen Microsoft. Jean-Luc Winkler: War das jetzt die beste Wette im KI-Markt? Michael Witzenleiter: Bisher ja, glaube ich. Microsoft hat sich sehr früh strategisch dort positioniert. Wie gesagt, ich glaube, die wirklichen Früchte werden sie erst jetzt ernten, wenn OpenAI auch an die Börse kommen soll. Jean-Luc Winkler: Aber wie abhängig ist jetzt Microsoft dann von OpenAI? Michael Witzenleiter: Die ist relativ hoch. haben natürlich gesprochen, dass sie gerade auch eigene Modelle entwickeln. Also sie diversifizieren schon. Aber es ist natürlich schwierig zu diversifizieren, wenn du gleichzeitig natürlich ein Interesse daran hast, dass diese Story auch für OpenAI bestehen bleibt. Damit auch deren Wert natürlich nach oben geht. Also es ist ein bisschen so eine Zwickmühle, sag ich mal. Aber ... Wenn man es jetzt nicht rein strategisch und finanziell betrachtet, macht natürlich auch die Integration ins eigene Ökosystem, die ja breit durch OpenAI stattfindet, sehr, sehr viel Sinn auf der Anwenderebene, aber eben auch strategisch, würde ich sagen. Also von dem her kann sich das langfristig für Microsoft durchaus auszahlen. Jean-Luc Winkler: Hm. Wenn wir vielleicht mal die riskante Seite dabei betrachten, entsteht jetzt dabei ein KI-Duo-Pool mit Google zusammen. Michael Witzenleiter: Zumindest im Westen würde ich sagen ja. Einfach vor dem Hintergrund, weil wir es ja auch schon häufig diskutiert haben. Am Ende bringt KI dann am meisten, wenn sie tief integriert ist, in Prozesse, in Systeme und und und. Und da haben solche Anbieter wie Google und Microsoft, eben auch Office-Produkte mitbringen und eben einen ganz, ganz großen Vorteil, wenn es richtig gemacht ist. Ja, kommen wir zum anderen sehr wichtigen Player mittlerweile im Businessbereich, zu Entropic. Die haben auch eine ganz große Offensive gerade gestartet, wenn es um Talente und auch um Compute geht, über das wir ja gerade auch schon diskutiert haben. Sie haben einen absoluten Star der KI-Branche jetzt als neuen Mitarbeiter gewonnen, nämlich Andrej Kapati. hatten wir in der Vergangenheit ja auch schon ein paar Mal über ihn gesprochen. Ihr erinnert euch vielleicht an das Wiki-Thema. und Kapati ist eben einer der bekanntesten KI-Forscher, ex OpenAI-Mitarbeiter auch. Von dem her kann man das durchaus als Gewinn für Entropic verbuchen. Und Entropic sichert sich auch eine massive Rechenleistung. Das heißt, wir haben dort eine Kooperation mit SpaceX für über 220.000 NVIDIA-Chips. Also auch da ist Entropic sehr stark strategisch gerade am Kochen, wenn man so möchte. Wir haben ja schon darüber gesprochen, dass SpaceX auch in diesem Compute Bereich aktuell ein sehr spannendes Geschäftsmodell aufbaut. Also von dem her haben sie sich in sehr großen ersten, mit ersten Kunden gesichert. Dann haben wir das Thema Forschung mit Skalierung. Da fokussiert sich Entropic ganz stark auf sogenannte Frontier-Modelle. Und auch das zeigt eben, wie stark diese Vorreiterrolle dort auch eingenommen wird. Da scheint Entropic wirklich jetzt auch sehr stark in Forschung und Entwicklung zu investieren und dementsprechend auch eine sehr langfristige Perspektive einzunehmen, ⁓ dort auch langfristig im Markt als Top-Layer zu bestehen. Jean-Luc Winkler: Jetzt haben wir natürlich einige solche Meldungen in letzter Zeit gehabt, bei denen diese Top-Leute zu den großen Anbieter gehen. Wir hatten den Peter Steinberger von OpenClaw, der zu OpenAI gewechselt ist. Jetzt haben wir den Andrej Kapethe, der zu Entropic geht. Wie wichtig, würdest du sagen, sind diese einzelnen Top-Talente heutzutage noch? Michael Witzenleiter: weniger als früher, weil es einfach glaube ich immer mehr KI-Experten oder auch in der Praxis sehr starken Mitarbeiter gibt. Das hat sich in letzten Jahren einfach sehr stark entwickelt, der Bereich. Es gibt immer mehr sehr gute Studenten, die dort nach ihrem Studium aktiv werden. Viele, wie gesagt, die bei Top-Lehren da auch enormes Wissen anhäufen. Aber nichtsdestotrotz ist es weiterhin noch eine Signalwirkung für Qualität. Und es gibt einfach nach wie vor für diesen ganz tiefen Bereich immer noch eine überschaubare Menge an großen Experten. Und von dem her sind solche Themen nicht nur aus PR-Sicht ein wichtiger Move. Jean-Luc Winkler: Kann in Tropic OpenAI hierbei jetzt gefährlich werden? Michael Witzenleiter: Ja, vor allem im Enterprise- Safety-Bereich absolut. Das haben wir ja schon häufiger diskutiert und man darf einen Effekt natürlich auch nicht vergessen, solche Experten ziehen immer wieder auch gute Talente mit sich. Also sprich, da werden sicherlich noch einige gute Leute folgen und vielleicht der eine oder andere Bewerber sich dann eher für Entropiq statt für OpenAI entscheiden, er darauf hofft, mit Carparty auch zusammenarbeiten zu werfen wir noch einen Blick in Richtung China. Was ist dort passiert? Da gibt es natürlich einen großen, ja, gibt es viele gute Modelle und große, aber einen, natürlich im westlichen Bereich häufig diskutiert wird, das ist nämlich DeepSec. Die erreichen aktuell eine Bewertung von 45 Milliarden. Trotz fehlender Monetarisierung, muss man sagen. Und das Unternehmen wächst eben sehr extrem. Ein großer Treiber dahinter ist Chinas Big Fund, der eben als zentraler Akteur dort auch investiert. Und man muss auch sagen, die Open Source Modelle, die DeepSea rausbringt, die überzeugen wirklich technisch auch. Das heißt, der Wettbewerb zu den westlichen Modellen wird einfach immer intensiver. Kommen wir jetzt zu zwei etwas kleineren KI-Playern, die aber viel Potenzial für die Zukunft mit sich bringen, Meta und XAI. Und zwar geht es darum, dass der Druck durch Infrastruktur-Allianzen immer größer wird. Was bedeutet das? SpaceX vermietet Computer in Entropic, haben wir gerade schon gehört. Das heißt, die Infrastruktur wird plattformübergreifend genutzt und wird neu... Geschäftsmodell auch für diesen Anbieter. Dadurch verliert XAI auch potenziellen Vorteil. Das heißt, die eigene Nähe zu SpaceX bringt keinen exklusiven Zugang mehr, wenn eben andere Wettbewerber auch da draufgehen auf die Infrastruktur. Und der Wettbewerb auch intern ⁓ Compute-Sites verschärft sich damit. Kommen wir zum letzten Big Player für heute, nämlich Nvidia. Die werden zum KI-Investor. Über 40 Milliarden Dollar investieren sie in ein riesiges Beteiligungsportfolio. Damit deckt Nvidia die gesamte Wertschöpfung ab, von Hardware bis zu KI-Unternehmen. Nebenbei entwickelt Nvidia dadurch auch ein zweites Geschäftsmodell, nämlich... Nebenchip-Verkauf. Jean-Luc Winkler: Superspannend, wir haben noch keinen Blick nach Deutschland geworfen. Ich glaube, wenn ich es richtig gesehen habe in den Notizen, Michael, da hast du was zu ergänzen. Lass uns doch einmal zu den Quick News rüber springen. Michael Witzenleiter: Genau. Es gibt da nämlich durchaus wieder ein Update aus Deutschland, nämlich zu SAP. Viele haben sich schon gefragt, was passiert im KI-Bereich bei SAP und relativ viel nicht gehört. Jetzt greift SAP mit Milliarden Investments an. SAP kauft das Freiburger Start-up Prior Labs und legt direkt über eine Milliarde Euro für KI-Forschung obendrauf. Und das ist kein Experiment, das ist ein strategischer Schiff, den Sie jetzt vollziehen. Der Fokus ist ganz spannend. Es geht nicht ⁓ generative Texte, sondern ⁓ strukturierte Daten. Also im Prinzip genau das, womit Unternehmen ihr Geld verdienen. Tabellen, Reports, Forecasts passen natürlich auch sehr gut zur Ausrichtung von SAP. Prior Labs ist hier führend. Das Modell TAP-PFN ist in allen Benchmarks top und schon millionenfach genutzt. Das adressiert eine echte Schwäche von Chatchabit und Co. und kann dann eine sehr gute Differenzierung für SAP werden. Der Hintergrund ist klar, die Investoren haben Angst, dass KI-Agenten klassische Software ersetzen. SAP kontert und baut selbst die Infrastruktur für diese Agenten. Besonders relevant ist, dass SAP weg will von Userlizenzen hin zu nutzungsbasierter Abrechnung. Das heißt, KI wird damit direkt Umsatztreiber. Jean-Luc Winkler: Ich habe noch mal einen Blick Richtung Social Media geworfen und da bin ich bei TikTok auf ein Problem geschossen, denn TikTok stolpert jetzt, wenn man so möchte, über ihre eigene KI, denn TikTok testet gerade sogenannte AI-Overviews. Nicht zu verwechseln mit den Google AI-Overviews. Es ist aber ähnlich. Also automatisch generierte Zusammenfassung jetzt zu Videos in diesem Fall klingt erstmal sinnvoll. Das Problem ist aber, dass diese Ergebnisse teilweise komplett daneben liegen. Also Ähnliche Fälle, wie wir sie bei Google mit zum Beispiel sehr absurden Antworten schon gesehen haben. Und das zeigt jetzt hier ein Muster. Also egal ob Google, OpenAI oder jetzt auch TikTok. Diese Halluzination, die sind weiterhin noch nicht gelöst. Für Nutzer ist das jetzt relativ nervig und für Unternehmen ist das sogar noch riskant. Denn niemand will jetzt das falsche Infos in kritischem Kontext hier gelangen. Mein Fazit wäre jetzt eher KI ist weiterhin stark, aber noch nicht zuverlässig genug für alles. Und gerade bei Content-Plattformen wird das natürlich auch sehr schnell sichtbar. Michael Witzenleiter: Finde ich sehr spannend, wenn man bedenkt, dass die meisten TikTok-Videos, wie lange sind die? Zehn bis zwanzig Sekunden, dafür eine Zusammenfassung. Kein Wunder, dass die Kaida dann ein bisschen scheitert. Ich muss sagen, mir geht's da manchmal ähnlich. Ich verstehe das innerhalb der auch nicht, aber vielleicht ist nicht ganz so. Jean-Luc Winkler: Ja, jetzt stell dir vor, dass das Video auch noch AI-Slop ist und dann auch noch von KI zusammengefasst wird. Wer will das noch konsumieren dann? Aber gut, wer's braucht? Michael Witzenleiter: Das Ja, kommen wir zum Robotikboom in Deutschland. Da ist die Aufmerksamkeitsspanne ein bisschen länger. In der Frage nach Robotiktechnikern in Deutschland ist seit 2022 ⁓ 127 Prozent gestiegen. Damit sind wir weltweit Spitze. Der Grund ist recht simpel. Die KI braucht Infrastruktur, Rechenzentren, Kühlung und Strom und dafür braucht es Fachkräfte. Parallel sinken klassische Bürojobs minus 19 Prozent weltweit. das Handwerk bleibt weiterhin stabil. Das ist die Ironie der KI. Sie ersetzt eher White-Color als Blue-Color-Jobs. hatten wir auch schon diskutiert. Das Problem ist, fehlen eben Nachwuchskräfte. Die Zahl der Auszubildenden im Handwerk sinkt seit Jahren, obwohl die Nachfrage eben steigt. Für Unternehmen heißt das, der Engpass verschiebt sich. Nicht die Software ist das Limit, sondern die Umsetzung in der realen Welt. Jean-Luc Winkler: Kommen wir bei der nächsten Quick News zu Figma, denn die bringen KI auch immer weiter direkt in ihre Designs rein. Figma integriert KI-Agenten direkt in die Design-Oberfläche. Also nicht als Tool daneben, sondern mitten in dem Workflow. Nutzer können jetzt per Prompt Designs erstellen, anpassen oder Varianten generieren. Mehrere Agenten parallel können dabei auch laufen und sind möglich. Das ist jetzt ein großer Schritt. Also KI wird vom Assistenten zum aktiven Teammitglied. So ähnlich wie wir das jetzt vielleicht auch gerade bei Cloud Design sehen. Spannend ist auch die Positionierung. Also trotz KI-Boom wächst Figma weiter stark. Plus 46 Prozent Umsatzmaxtum. Und das zeigt dann, gute Tools werden durch KI natürlich nicht ersetzt, sondern sie werden dadurch besser, wenn sie KI richtig selber integrieren. Michael Witzenleiter: Ja, kommen wir zu Spotify. Die werden nämlich zum KI-Audio-Betriebssystem. Spotify testet personalisierte Podcasts, die komplett von KI generiert werden. Direkt in der eigenen App. Technisch basiert das unter anderem auf Tools wie Cloud Code. Der Shift ist deutlich. Spotify geht weg vom reinen Streaming hin zu personalisierten Content-Plattformen. Für Nutzer heißt es, Inhalte werden individueller. Für Creator heißt es mehr Wettbewerb durch KI. Langfristig könnte Spotify damit zu zentralen Audio-Schnittstellen werden. Nicht nur Musik, sondern alles, hörbar ist. Ja, das die News. Damit sind wir am Ende. Das waren die Quick News für diese Woche. Man sieht klar, wie sich KI gerade von Tools zu echter Infrastruktur entwickelt. Da haben wir heute einiges diskutiert, Stichwort Computer. Wenn euch das Format gefällt, dann lasst gerne Bewertung da und abonniert den Podcast. Ihr habt es ja gerade gehört, Spotify schläft nicht. Und wir wollen natürlich auch gegen die KI-Inhalte dort bestehen in Zukunft. Also helft uns dabei. Jean-Luc Winkler: Genau, und etwas, was sicherlich nicht durch KI zu ersetzen ist, ist die Einblicke in reale Use-Cases, die Stimmen aus der Praxis und aus der Forschung, die wir dann auch in der nächsten Folge wieder mit einer neuen Gastfolge zu euch bringen werden. Also ich mache mir da noch nicht so viel Sorge, dass Spotify uns hier ersetzen wird. Deswegen freue ich mich auf nächste Woche. Macht's gut, bis dahin. Michael Witzenleiter: Ja, bis dann, ciao.