Latest / Anonym Suchthilfe – KI-gestützte Selbsthilfe / #23 Folge 1: Die Willens-Lüge: Warum 70% rückfällig werden (und das System dir die Schuld gibt)
Transcript
- 0:00Hallo und herzlich Willkommen, ich freu mich echt riesig, dass
- 0:03du heute wieder dabei bist und dir Zeit nimmst.
- 0:05Ja, für dich und deine Themen. Heute schauen wir uns was an,
- 0:08das ist ziemlich provokant, muss man sagen.
- 0:10Es geht um Sucht und Willenskraft und zwar basierend
- 0:14auf einem Artikel von Nielix Berlin, geschrieben von Gabriel,
- 0:17der Titel allein schon die Willenslüge warum 70% rückfällig
- 0:22werden und das System dir die Schuld gibt.
- 0:24Puh, also was erwartet dich heute?
- 0:26Wir nehmen Gabriels Kernthese mal auseinander, ist das mit der
- 0:30Willenskraft in der Suchthilfe vielleicht ja eine schädliche
- 0:33Illusion? Wir gucken auf Zahlen, auf
- 0:36Neurobiologie, auf die Systemkritik, unsere Mission
- 0:40ist, Gabriels Sichtweise zu verstehen, und ja, die
- 0:43wichtigsten Punkte für dich rauszuziehen, und da ist direkt
- 0:46ein Hinweis wichtig, den Gabriel auch gibt, Triggerwarnung der
- 0:49Text nimmt kein Blatt vor den Mund, was Kritik am System und
- 0:52an der Willenskraftidee angeht. Aber, und das betont er, es soll
- 0:55entlasten, nicht verbittern. Das ist glaub ich ne wichtige
- 0:58Unterscheidung, absolut und was das Ganze noch mal anders macht,
- 1:04das ist keine trockene Theorie. Gabriel, der Autor, der steckt
- 1:08da ja mittendrin. Er schreibt im Artikel ganz
- 1:11offen von seinen 28 Jahren sucht und Recovery von unzähligen
- 1:16Runden im System, entgiftungen, Therapien, Selbsthilfegruppen.
- 1:21Er teilt das alles auf nilix Berlin.
- 1:23Ja, und das ist entscheidend. Er ist eben kein Außenstehender,
- 1:27sondern Selbstbetroffener. Er will damit, so schreibt das
- 1:30auch, ja Authentizität schaffen, er will dir quasi zeigen, Hey,
- 1:35du bist nicht allein mit diesen Kämpfen.
- 1:37Und das gibt seiner Kritik an diesem Satz, Du musst es nur
- 1:40wirklich wollen, den er als Peitschenhieb bezeichnet,
- 1:43natürlich noch mal n ganz anderes Gewicht.
- 1:45OK, dann packen wir es mal an, die Willenslüge, also Gabriels
- 1:50zentrale These ist krass, dieser Satz sei die größte, Faulste und
- 1:53zerstörerischste Lüge der gesamten Suchthilfe.
- 1:56Er beschreibt dieses Gefühl, dass sich ja viele kennen, man
- 1:58sitzt in der Therapie, nickt, hört sich die Lehren an, aber
- 2:02innerlich denkt man hm, bei mir fühlt sich das anders an.
- 2:06Genau. Und dann kommt der Rückfall und
- 2:08sofort kommt die Deutung von außen.
- 2:10Na ja, dein Wille war halt nicht stark genug und Gabriels Fazit
- 2:14dazu, seine Schlussfolgerung ist ziemlich radikal.
- 2:18Deine Sucht ist keine Willensschwäche, dein Rückfall
- 2:21ist kein moralisches Versagen, sondern sagte er oft das
- 2:25statistisch erwartbare Ergebnis eines Systems, das eben
- 2:29teilweise veraltete Methoden nutzt.
- 2:32Seine Forderung hört auf, dem Patienten die Verantwortung für
- 2:36das Versagen der Medizin zu geben.
- 2:38Wow, das stellt ja das gängige Bild komplett auf den Kopf.
- 2:42Aber wie begründet er das, das ist ja schon ne starke Ansage.
- 2:46Er stützt sich da vor allem auf Zahlen, und zwar oft zahlen, die
- 2:50vom System selbst kommen, zum Beispiel die Rückfallquoten.
- 2:54Dann nennt er das amerikanische Nida, also das National
- 2:57Institute on Drugabuse und andere Studien.
- 3:00Die sprechen von 40 bis ja über 70% Rückfällen.
- 3:04Im ersten Jahr nach einer Behandlung. 70% das ist ja
- 3:08enorm. Ja, und jetzt kommt der Clou,
- 3:11der vergleicht den er zieht. Diese Quoten, sagt er, ähneln
- 3:15denen von anderen chronischen Krankheiten bei Diabetes Typ 1
- 3:20liegen die laut nieder, so bei 30 bis 50%, bei Bluthochdruck
- 3:23sogar bei 50 bis 70% echt. So ähnlich.
- 3:28Genau, und da stellt er die rhetorische Frage, würdest du
- 3:31einem Diabetiker mangelnden Willen vorwerfen, wenn sein
- 3:34Blutzucker entgleist? Wohl eher nicht, oder?
- 3:37Hm nee, wahrscheinlich nicht. Das ist echt ein starker Punkt,
- 3:41das rückt die Perspektive wirklich zurecht.
- 3:44Warum wird bei sucht so oft die Moralkeule geschwungen, wenn die
- 3:47Zahlen ähnlich sind wie bei ja anerkannten körperlichen
- 3:50Krankheiten? Exakt das ist seine Kritik.
- 3:52Er spricht ja auch vom Drehtüreffekt, dass viele immer
- 3:55wieder kommen. Und von der Trauma Ignoranz.
- 3:59Er zitiert Schätzungen, dass bis zu 80% der Suchtkranken vor
- 4:03allem Frauen eine posttraumatische
- 4:05Belastungsstörung haben, also PTBS, aber viele
- 4:09Standardtherapien, so seine Kritik, sind gar nicht
- 4:11traumainformiert die behandeln dann halt das Symptom, die
- 4:14sucht, aber nicht die mögliche Wurzel, das Trauma.
- 4:17OK, wenn man das so hört. Die Zahlen, der Vergleich, die
- 4:20Traumasache. Das kann ja für dich, wenn du
- 4:23vielleicht selbst Erfahrungen mit Rückfällen oder
- 4:25Schuldgefühlen gemacht hast, irgendwie auch entlastend sein.
- 4:28Es klingt so, als ob es vielleicht nicht nur an dir
- 4:31liegt, sondern auch an dem Werkzeugkasten, den man dir da
- 4:34mitgegeben hat. Absolut.
- 4:37Und Gabriel geht ja noch n Schritt weiter auf die
- 4:38neurobiologische Ebene. Er sagt, die Idee sucht allein
- 4:42mit Willenskraft zu besiegen, das sei ein neurobiologischer
- 4:46Witz. OK, was meint er damit?
- 4:49Na ja. Vereinfacht gesagt, unser Wille,
- 4:52die Fähigkeit zu planen und rational zu entscheiden, die
- 4:55sitzt im präfrontalen Cortex. Das ist sozusagen der Chefplaner
- 5:00vorne im Gehirn. Aber die Sucht, dieses Craving,
- 5:03dieses unbändige Verlangen, das hat seine Wurzeln tief im
- 5:06limbischen System. Das ist ein viel älterer Teil,
- 5:10eher Instinktgesteuert, zuständig für Emotionen, fürs
- 5:13Überleben. Und die beiden geraten
- 5:15aneinander. Genau im Moment von starkem
- 5:18Suchtdruck, so erklärt das Gabriel, kapert das limbische
- 5:21System quasi den präfrontalen Kortex, stelle vor der rationale
- 5:25Geschäftsführer vorn im Büro wird lahmgelegt, weil im
- 5:28Emotionskeller die Alarmsirenen schrillen und alle Leitungen
- 5:32kappen. Dann ist es weniger ein.
- 5:34Ich will jetzt nicht mehr clean sein, sondern eher ein ich kann
- 5:37nicht mehr klar denken, mein Überlebenssystem hat gerade
- 5:40übernommen. Ah verstehe das ist dann quasi
- 5:44ein Notfallprogramm, das anspringt.
- 5:46So kann man es sehen. Und dazu passt ja auch die
- 5:49Selbstmedikationshypothese. Das sucht oft unbewusst als
- 5:53Versuch beginnt, unerträgliche Zustände durch Trauma,
- 5:57Depressionen, ADHS, was auch immer irgendwie auszuhalten.
- 6:01Nicht der Wille wählt die Droge, sagt er, sondern das System
- 6:04sucht verzweifelt nach Linderung.
- 6:06Und das führt ihn zu diesem Punkt der zynischen Tautologie.
- 6:10Was heißt das? Na ja, die Krankheitssucht
- 6:14schädigt ja oft genau die Hirnstrukturen, die für
- 6:17Impulskontrolle und eben auch für Willenskraft zuständig sind.
- 6:21Und dann genau diese Willenskraft einzufordern,
- 6:23obwohl die Krankheit sie schwächt, das ist für ihn ein
- 6:26Widerspruch in sich eben. Zynisch.
- 6:28OK, die Zahlen sind übel, die Neurobiologie leuchtet irgendwie
- 6:32ein, aber warum hält sich dieser Mythos vom alles entscheidenden
- 6:37Willen dann so hartnäckig, wenn der doch scheinbar so viele
- 6:41Schwachstellen hat? Gabriels Analyse dazu, die er
- 6:45die Schuldfalle nennt, ist ziemlich direkt, weil es für
- 6:49viele Beteiligte außer für den Betroffenen selbst ganz bequem
- 6:52ist. Bequem.
- 6:53Wie meinst du das? Na ja, für das System, also
- 6:56Kliniken, Kostenträger. Wenn jemand rückfällig wird,
- 6:59dann war halt der Patient schuld, nicht die Methode.
- 7:01Das System muss sich nicht groß hinterfragen, die Betten bleiben
- 7:04belegt, er spitzt es zu mit dem Satz ein Drehtürpatient ist ein
- 7:08sicherer Kunde. Das ist natürlich hart
- 7:10formuliert. Ja, das ist es.
- 7:12Und für die Therapeuten, für einzelne Therapeuten, die
- 7:15vielleicht überarbeitet sind oder in starren Vorgaben
- 7:18stecken, kann es halt einfacher sein, ein Standardprogramm
- 7:21abzuspulen. Die aktennotiz Patient nicht
- 7:24motiviert schiebt die Verantwortung dann elegant weg
- 7:28und gesellschaftlich, da erlaubt es uns allen, sucht als rein
- 7:32individuelles moralisches Problem abzutun, dann müssen wir
- 7:36nicht auf die unbequemen Ursachen schauen.
- 7:38Soziale Ungleichheit, die weite Verbreitung von Traumata,
- 7:42Leistungsdruck und so weiter. Das ist schon eine fundamentale
- 7:45Kritik am ganzen Umgang mit Sucht.
- 7:47Und da kann man sich als Zuhörer ja mal fragen, erkennst du
- 7:50solche Muster vielleicht wieder aus eigenen Erfahrungen im
- 7:53Hilfesystem oder auch im Freundeskreis, wie über sucht
- 7:56gesprochen wird? Absolut.
- 7:59Aber Gabriel bleibt ja nicht bei der Kritik stehen.
- 8:01Sein Punkt ist nicht Resignation, ganz im Gegenteil,
- 8:05er sagt, OK, du kannst das System nicht über Nacht
- 8:07umkrempeln, aber du kannst aufhören dich wie sein Opfer zu
- 8:10fühlen, mal neu zu bewerten. Er nennt das einen mind Hack.
- 8:14Ein mind Hack klingt interessant.
- 8:17Was meint er damit genau? Also einen mentalen Trick, quasi
- 8:20eine Abkürzung, um die Perspektive zu wechseln.
- 8:23Er schlägt da konkret 4 Schritte vor.
- 8:25Sie einen Rückfall nicht als moralische Niederlage, sondern
- 8:30als Datensatz. Er liefert dir Infos darüber,
- 8:33was noch nicht funktioniert hat, es ist Feedback.
- 8:37Trigger X oder Gefühl y war in dem Moment stärker als deine
- 8:41aktuellen Fähigkeiten deines Skills.
- 8:43OK, also weg von der Schuld, hin zur Information und der zweite
- 8:48Schritt. Analysier den Rückfall wie ein
- 8:50Ingenieur ganz nüchtern, ohne Schuldgefühle nicht fragen.
- 8:54Warum war ich so schwach, sondern OK, was genau war der
- 8:58Auslöser, welches unangenehme Gefühl wollte ich damit
- 9:02vermeiden? Welches Werkzeug hat mir genau
- 9:04in dem Moment gefehlt? Das ist ein ganz anderer Ansatz.
- 9:07Fehlersuche statt Selbstanklage. Erkenne deine Individualität an,
- 9:12wenn die Standardmethoden für dich nicht funktionieren, dann
- 9:15ist das eine Information, kein persönliches Versagen.
- 9:19Dann brauchst du halt andere Werkzeuge und viertens, das
- 9:22nennt er den Soulmasterweg Übernimm 100% Verantwortung für
- 9:27dein Leben, aber lass die 0% schuldlos Schuld, lähmt dich nur
- 9:31Verantwortung, macht dich handlich.
- 9:34Also die Haltung OK, das System hat mir vielleicht nicht optimal
- 9:38geholfen, aber es ist mein Leben.
- 9:40Ich suche mir jetzt die Werkzeuge, die für mich
- 9:43funktionieren. Puh, das ist stark.
- 9:47Also der Kern dieses mind tags ist raus aus der
- 9:50Selbstbeschuldigung, rein in die aktive, neugierige Suche nach
- 9:54dem, was für mich persönlich passt, das Steuer wieder selbst
- 9:57in die Hand nehmen. Genau darum geht es.
- 9:59Gabriel geht in seinem Artikel ja auch auf ein paar typische
- 10:02Fragen ein, die bei so einer Kritik oft hochkommen.
- 10:05Lass uns die mal durchgehen, vielleicht ist deine Frage ja
- 10:07auch dabei, zum Beispiel die Frage, heißt das jetzt, dass
- 10:10Therapien und Entgiftungen nutzlos sind?
- 10:13Da ist seine Antwort ganz klar. Nein, absolut nicht, die sind
- 10:17oft lebensrettend, wichtige erste Schritte.
- 10:19Aber die dort vermittelten One Size Fits all Ansätze, die
- 10:23reichen halt oft nicht aus. Sie sind Bausteine, sagt er,
- 10:27aber eben nicht der ganze Bauplan, man muss sie
- 10:29individuell erweitern, nicht abschaffen.
- 10:31OK, das ist wichtig, ergänzen, nicht verteufeln, gut, nächste
- 10:35Frage, die kennen sich ja viele aus Selbsthilfegruppen, aber in
- 10:39meiner 12 Schritte Gruppe sagen alle, der Wille ist
- 10:42entscheidend. Ja, und da macht er eine
- 10:44interessante Unterscheidung. Der Wille, wie er auf dem 12
- 10:47Schritte Kontext verstanden wird, ist ja die Bereitschaft,
- 10:50den eigenen Willen einer höheren Macht zu übergeben, das ist
- 10:53Schritt 3. Das ist ja eigentlich das
- 10:54Gegenteil von ich schaffe das allein mit meiner Willenskraft,
- 10:58es ist die Akzeptanz der Machtlosigkeit über die
- 11:00Substanz, und das, sagt Gabriel, passt Neurobiologisch viel
- 11:04besser als dieses ständige Ankämpfen, nur mit dem Verstand,
- 11:08also dem präfrontalen Kortex. Ah okay das ist eine wichtige
- 11:12Differenzierung, macht Sinn, nächste Frage.
- 11:16Wenn es nicht primär die Willenskraft ist, was ist denn
- 11:18dann wichtiger? Dann nennt Gabriel 3 Sachen,
- 11:22erstens Skills, also ganz konkrete Fähigkeiten und
- 11:25Werkzeuge, um mit Graving und schwierigen Gefühlen umzugehen,
- 11:29ein Werkzeugkasten sozusagen, zweitens ein starkes, warum also
- 11:33eine Sinnfindung, ein Ziel, das dich wirklich antreibt, dein
- 11:37persönlicher Treibstoff und. Und drittens ein unterstützendes
- 11:40Umfeld, ein soziales Netz, das dich auffängt.
- 11:43Er sagt, Willenskraft ist wie ein Muskel, der ermüdet, aber
- 11:47diese 3 Dinge, Skills, warum umfällt, die tragen dich auch
- 11:51wenn der Muskel mal schlapp macht, Skills warum umfällt
- 11:55klingt logisch, aber was ist mit diesem nagenden Gefühl, das
- 11:58vielleicht trotzdem bleibt? Vielleicht bin ich ja doch
- 12:01einfach willensschwach. Diesen Gedanken weist Gabriel
- 12:04wirklich entschieden zurück. Willensschwach ist für ihn keine
- 12:08Charaktereigenschaft, sondern ein Mangel an passenden Skills,
- 12:11an passenden Werkzeugen. Dir fehlen dann die Strategien,
- 12:13um mit diesen oft überwältigenden Gefühlen oder
- 12:16dem Suchtdruck klarzukommen. Seine Botschaft ist, lerne die
- 12:20richtigen Werkzeuge für dich, dann wächst die Fähigkeit zur
- 12:24Abstinenz sozusagen von selbst. Das nimmt echt Druck raus, finde
- 12:27ich okay letzte Frage aus dem Artikel.
- 12:31Wie kann ich dem System denn überhaupt noch vertrauen, wenn
- 12:33es so fehlerhaft ist? Sein Rat ist da sehr
- 12:36pragmatisch. Vertraue nicht blind dem
- 12:38abstrakten System, sondern vertraue einzelnen Menschen
- 12:41darin, dem Therapeuten, der Ärztin, der Gruppe, wo du dich
- 12:44wirklich gesehen und verstanden fühlst und nutze das System wie
- 12:48ein Buffet, nimm dir das raus, was dich nährt und dir hilft und
- 12:51lass den Rest liegen. Du bist der Kunde, sagt er,
- 12:53nicht der Bittsteller. Das ist auch noch mal eine
- 12:55wichtige Haltung okay. Wenn du jetzt sagst, das Thema
- 12:59interessiert dich, du willst da tiefer rein, dann empfiehlt
- 13:02Gabriel in seinem Artikel vor allem ein Buch, und zwar im
- 13:05Reich der hungrigen Geister von Doktor Gabor Matthe.
- 13:09Gabriel nennt das die ultimative Anklage gegen die Willenslüge,
- 13:14weil es eben sucht, so stark mit Kindheitstrauma und seelischem
- 13:17Schmerz verbindet und ganz wichtig, das Selbstmitgefühl
- 13:20fördert. Mhm.
- 13:22Ja, das Buch ist wirklich sehr eindrücklich.
- 13:24Und für weitere Impulse verweist er natürlich auf seinen
- 13:26Instagram Account nilix Berlin, also at nilix Berlin.
- 13:31Ja, zusammenfassend kann man sagen, Gabriels eigene Reise hat
- 13:35ihn zu der Erkenntnis gebracht, dass nicht er therapieresistent
- 13:39war, wie es vielleicht oft hieß. Sondern dass die Therapie oft
- 13:42resistent war gegen seine individuelle Realität, gegen
- 13:45neue Ideen. Ein Rückfall beweist für ihn
- 13:48eben nicht eine Willensschwäche. Sondern nur, dass die bisher
- 13:51angebotene Lösung noch nicht zum Problem gepasst hat und sein
- 13:56Appell am Ende ist dann auch ganz klar, Hör auf dich für die
- 13:59schlechten Statistiken eines Systems zu schämen, das
- 14:02vielleicht selbst an sich arbeiten muss.
- 14:04Sieh dich nicht als Willensschwach, sondern als
- 14:06Überlebenden, dem bisher vielleicht einfach das passende
- 14:09Werkzeug gefehlt hat, werde selbst zum Architekten deiner
- 14:13Heilung, das sei die Revolution, die es braucht.
- 14:16Ein starker Aufruf. Absolut und diese doch sehr
- 14:20persönlichen und auch kritischen Einsichten.
- 14:23Die teilt Gabriel ja auf seiner Plattform nilix Berlin und wie
- 14:27er im Artikel und im Begleitmaterial auch erwähnt,
- 14:30das muss man sich mal klarmachen.
- 14:32Er finanziert und erstellt dieses ganze Projekt komplett
- 14:35allein, also wenn dir dieser Beitrag jetzt gefallen hat, wenn
- 14:39du seine Arbeit und diese andere Perspektive wertvoll findest,
- 14:42dann würde sich Gabriel wirklich riesig über deine Unterstützung
- 14:46freuen. Du kannst ihm helfen, indem du
- 14:48vielleicht diesen Beitrag auf Social Media teils oder den
- 14:51Podcast hier auf Spotify oder Apple Podcast bewertest und
- 14:54Likest. Das hilft ungemein bei der
- 14:56Sichtbarkeit. Ja, das macht wirklich einen
- 14:58Unterschied für solche unabhängigen Projekte.
- 15:00Genau, er betont das auch, dass jede Form der Unterstützung ihm
- 15:03hilft, mit diesem Projekt nicht nur sich selbst, sondern eben
- 15:07gleichzeitig auch anderen Betroffenen zu helfen.
- 15:09Und er teilt ja auch sein persönliches Motto, dass ihn
- 15:12antreibt, aus allem schlechten, was ihm im Leben passiert ist,
- 15:15irgendwie etwas Gutes zu machen. Ein schönes Motto und das führt
- 15:19uns vielleicht auch zu einem abschließenden Denkanstoß für
- 15:22dich, der über den Artikel hinausgeht.
- 15:25Wenn sucht wie Gabriel das ja argumentiert, nicht primär eine
- 15:28Frage des Willens ist. Sondern oft ganz eng mit Trauma,
- 15:32mit Schmerz, mit fehlenden Bewältigungsstrategien
- 15:34zusammenhängt. Was bedeutet das dann eigentlich
- 15:36konsequenterweise dafür, wie wir als Gesellschaft nicht nur über
- 15:40sucht, sondern generell über psychische Gesundheit, über
- 15:43Prävention und über wirklich wirksame Unterstützung
- 15:45nachdenken und handeln sollten? Eine große Frage zum Schluss.
- 15:49Ja, damit sind wir am Ende für heute vielen, vielen Dank, dass
- 15:53sie dir die Zeit genommen hast, dass du zugehört hast bei dieser
- 15:57ja Erkundung von Gabriels Perspektive.
- 16:00Wir hoffen, es waren ein paar interessante, vielleicht ja auch
- 16:02entlastende Gedanken für dich dabei.
- 16:05Pass gut auf dich auf und bis zum nächsten Mal.