Latest / Frag doch mal PINK! – EXPERTEN-TALK / Mama hat Krebs
Transcript
- 0:04Speaker 1: Hallo und herzlich willkommen bei unserem Podcast unserer kleinen Serie frag doch mal Pink Experten Talk.
- 0:12Speaker 1: Ich bin... Pia Wölfing, Gönäkologin.
- 0:15Speaker 1: Die Gründerin von Pink der Plattform für Brustkrebspatienten und freue mich ganz besonders dass ich heute Frau Professor Senf zu Gast habe die psychotherapeutische Psychologin oder umgekehrt?
- 0:27Speaker 1: Ich hab's jetzt wieder vergessen Frau Senft das macht nichts Spezialbegriffe absolute Expertin ist zehn Jahre an der Uni Klinik in Frankfurt gelehrt hat
- 0:35Speaker 0: sie jetzt
- 0:36Speaker 1: an der Evangelischen Hochschule Hessen eine Professur für Psycho Onkologie hält in der Psycho-Onkologie ganz besonders immer beschäftigt hat mit dem Thema Kinder, was macht eine Krebserkrankung mit Kindern?
- 0:48Speaker 1: Was brauchen Kinder?
- 0:49Speaker 1: und auch die erste entsprechende Beratungsstelle damals gegründet hat als es sowas noch gar nicht gegeben hat.
- 0:55Speaker 1: Ich freue mich sehr, dass Sie da sind und unseren Zuhörerinnen mit ihrem umfangreichen Wissen vor allem ihrer Erfahrung ein paar Tipps vielleicht mitgeben können Frau Senf.
- 1:04Speaker 0: Ganz herzlichen Dank Frau Böping für diese sehr nette Einführung und Vorstellung!
- 1:09Speaker 0: Und sie hat uns ja schon gesagt die Kinder von den krebserkrankten Elternteilen oder auch von Großeltern ist mein Herzensthema innerhalb der Psycho-Onkologie
- 1:19Speaker 1: Und das ist ja auch ein total wichtiges Thema.
- 1:22Speaker 1: Ich erinnere diese zwanzig Jahre im Brustzentrum und, wie viele Mütter vor mir gesessen haben und sich nicht nur mit dieser Diagnose selbst beschäftigt haben sondern eben mit dem Thema was macht das?
- 1:35Speaker 1: Mit meiner Familie?
- 1:36Speaker 1: Was macht das mit meinen Kindern?
- 1:38Speaker 1: Und vor allem die Frage und dann würde ich auch einsteigen wollen Wie sage ich das meinen Kindern?
- 1:44Speaker 1: Das war eine ganz häufige Frage in diesem Erstgespräch, wo wir die Diagnose besprochen haben.
- 1:48Speaker 1: Dass mindestens ein Großteil dieses Gesprächs davon eingenommen wurde.
- 1:53Speaker 1: wie erkläre ich das meinem Kind?
- 1:55Speaker 1: können Sie da schon mal ganz praktisch einsteigen?
- 1:58Speaker 0: Ja gerne trifft natürlich auch völlig meine Erfahrungen.
- 2:02Speaker 0: wirklich ausnahmslos alle Patientinnen und Patienten, die zu mir in die Beratung kommen oder gekommen sind in der Vergangenheit Prima erst mal damit beschäftigt, wie sage ich meinem Kind oder muss ich meinen Kind sagen?
- 2:16Speaker 0: Dass ich ein Krebs erkrankt bin.
- 2:18Speaker 0: Dass ich krank bin.
- 2:19Speaker 0: Muss sich das Wort Krebs überhaupt benutzen?
- 2:22Speaker 0: und wann sage ich mein Kind dass ich erkranked bin?
- 2:25Speaker 0: Und da kann ich ganz vorne weg schonmal sagen Das Kinder Egal welchen Alters möglichst schnell wissen sollten, dass die Mutter der Vater erkrankt ist.
- 2:36Speaker 0: Ein bisschen natürlich unterschiedlich und sollte auch gesagt werden das die Erkrankung Krebs heißt?
- 2:42Speaker 0: Das ist deshalb wichtig weil wir heute in unserer Mediengesellschaft überhaupt nicht verhindern können dass die Kinder das irgendwo aufschnappen.
- 2:50Speaker 0: ich könnte glaube ich einen ganzen Tag erzählen was Kinder erlebt haben oder wie Kinder herausbekommen haben dass die mutter er krank ist was gesagt hat und sie dann auf Spurensuche sozusagen gegangen sind.
- 3:03Speaker 1: Da kann ich sogar als ehemals betroffenes Kind... Einsteigen, Frau Senf von meiner Erfahrung beitragen.
- 3:09Speaker 1: Denn ich war neun als meine Mutter an Krebs erkrankt ist bei der Geburt meines jüngsten Bruders.
- 3:14Speaker 1: Das ist das Diagnostiziert worden und das war eigentlich auch eine ganz fatale Prognose die sie aber über also jetzt.
- 3:20Speaker 1: es überlebt und wird bald achtzig Und dann hat's glaube ich bis heute nicht geglaubt dass das so weit werden wird.
- 3:26Speaker 1: und ich Also für uns wurde das tatsächlich nicht direkt gesagt und wir haben natürlich mitbekommen dass irgendwas überhaupt nicht stimmt Dass Freundinnen kamen und dass die Mutter weinte.
- 3:37Speaker 1: Und dann wurden diese Gespräche aber nicht mit uns geführt, sondern alleine unter den Erwachsenen.
- 3:43Speaker 1: Dann macht man sich eigentlich viel mehr Sorgen.
- 3:45Speaker 1: Also ich war fast erleichtert als ich rausgefunden habe was los ist und wir da irgendwie mitgenommen wurden und dann war ich auch zuversichtlich, dass das alles gut geht erstaunlicherweise.
- 3:57Speaker 0: Das entsprich!
- 3:58Speaker 0: vollkommen hundert Prozent meiner Erfahrung.
- 4:01Speaker 0: Dass Kinder sich sofort, also Kinder haben ja solch großen Ohren wenn irgendwas zu Hause nicht stimmt merken das unglaublich schnell.
- 4:08Speaker 0: die Mütter erzählen ganz oft auch wie sensibel ihr Kind ist und wie viel das Kind mitkriegt insgesamt Und dass mit der Mutter gerade irgendwas los ist, das in der Familie was los ist.
- 4:19Speaker 0: Dass die Mutter gestresst wirkt oder traurig ist oder was auch immer und genau das.
- 4:23Speaker 0: Es kommen plötzlich Leute, es werden Telefonate geführt.
- 4:26Speaker 0: Das bekommen die Kinder alle mit.
- 4:28Speaker 0: Und das trifft ja immer auf.
- 4:30Speaker 0: den Erfahrungs-Hintergrund von Kindern ist in der Regel, dass Eltern sich trennen.
- 4:36Speaker 0: Das ist ja das, was Kinder sehr häufig mitbekommen.
- 4:39Speaker 0: Und das sind auch die ersten Gedanken, die sich die Kinder meist machen?
- 4:42Speaker 0: Dass sie Eltern sich trennen oder dass die Kinder irgendwas, ich sag jetzt mal in Anführungsstrichen verbrochen haben... darauf keine Antworten bekommen und keine klare Information, was los ist.
- 4:54Speaker 0: Machen die Kinder sich Phantasien?
- 4:55Speaker 0: Da haben wir Erwachsene überhaupt keine Vorstellung von Was Kinder sich an Phantasie machen in so einer Situation.
- 5:02Speaker 0: Und das verursacht enorm Stress bei den Kindern um nicht zu sagen riesige Angst.
- 5:07Speaker 0: und je länger dieser Zustand dann andauert desto größer ist die Angst der Kinder.
- 5:11Speaker 0: und wenn die kindersachlich konkret informiert werden beruhigen sie sich relativ schnell.
- 5:16Speaker 0: Sie haben es selbst so erlebt, insbesondere wenn Kinder nicht so viele Vorstellungen von Krebs haben, hängt sehr von dieser Information ab ob ein Kind sich da sehr besorgt über die Situation oder sagt okay was kann man machen?
- 5:30Speaker 0: Die Kinder sind ja sehr pragmatisch oft und sich dann relativ schnell mit dieser Situation anfreunden oder adaptieren, halt anpassen.
- 5:39Speaker 0: So wie die Erwachsene
- 5:40Speaker 1: auch?
- 5:40Speaker 1: Ja das erinnere ich tatsächlich genau so.
- 5:42Speaker 1: Also aus der Erfahrung kann ich nur beitragen.
- 5:44Speaker 1: besonders wichtig ist natürlich dass irgendwie klar ist... Wie läuft die Woche?
- 5:48Speaker 1: also?
- 5:48Speaker 1: meine Mutter muss viel im Krankenhaus sein hat dann Strahlentherapie oder Substanzen bekommen Da durfte sie gar nicht in Kontakt mit uns gehen, dann kamen wir zum Teil auch wochenlang weg.
- 5:58Speaker 1: Aber wichtig war, dass da eine Konstante war.
- 6:00Speaker 1: Da ist immer meine Oma gekommen und mein Vater hat sich viel gekümmert und irgendwie hat es funktioniert.
- 6:05Speaker 1: Ich würde behaupten ich habe keinen Schaden genommen.
- 6:08Speaker 0: Es sprechen schon das wichtigste Thema an der Stelle auch an neben der Information... an Krebs erkrankt ist.
- 6:17Speaker 0: Welch Erkrankung ist hier bei Pink in dem Falle Prostkrebs konkret benennen?
- 6:22Speaker 0: Ist für die Kinder ganz wichtig, weil ansonsten... Die Phantasien gehen in Richtung ... die Kinder auf der Straße, sag ich mal an Informationen aufgeschnappt haben.
- 6:32Speaker 0: Eine Sängerin erkrankt oder einen Schauspieler erkrankte aber mit einer ganz anderen Erkrankung und die Kinder setzen das natürlich dann unmittelbar gleich.
- 6:40Speaker 0: abgesehen davon je älter die Kinder sind das zu schneller recherchieren die auch im Internet und da findet man das wissen sie ziemlich viel Unsinn erfahrene Kinder wenig positives insgesamt.
- 6:51Speaker 0: Und das Nächstes ist tatsächlich, was verändert sich für das Kind konkret im Alltag?
- 6:56Speaker 0: Ich muss jetzt einmal die Woche zur Chemotherapie erklären.
- 7:03Speaker 0: Immer altersangepasst und Entwicklungsangepasste.
- 7:05Speaker 0: Kinder von drei Jahren haben eine Aufmerksamkeitsspanne von zwei Minuten, dann sind sie auch schon wieder weg.
- 7:12Speaker 0: Merkt man da auch ... Ist denn einfach genug?
- 7:16Speaker 0: Die müssen wissen, wie heißt die Erkrankung?
- 7:18Speaker 0: Was ist die Erkrankung genau?
- 7:20Speaker 0: Dass alles in ganz kurzen verständlichen Sätzen halt am Alter angepasst.
- 7:24Speaker 0: Und was verändert sich für mich?
- 7:26Speaker 0: Die Oma kommt sich vom Kindergarten abholen oder von der Schule abholend, dann Karin kocht das Mittagessen oder die Nachbarin bringt das Mittagsessen.
- 7:36Speaker 0: und was an dieser Stelle wichtig ist keine falschen Versprechungen machen auch, was die Zeitangaben anbelangt.
- 7:42Speaker 0: also nicht zu sagen ich bin ums sechzehn Uhr wieder da Das weiß man einfach.
- 7:46Speaker 0: Und das wissen alle Betroffene in der Klinik oder in der Arztpraxis, kann man nie mit irgendwelchen Zeiten rechnen und das kann bei den Kindern unglaubliche Angst hervorrufen wenn ich sage jetzt mal so eine Uhrzeit nicht eingehalten wird denn dann fangen sofort die großen Sorgen an und die Sorgen gehen immer.
- 8:03Speaker 0: es ist in Richtung ist was Schlimmes passiert
- 8:07Speaker 1: also konkret die Therapien erklären und benennen und die Schritte erklären und dadurch Einfach Sicherheit geben,
- 8:16Speaker 0: natürlich das
- 8:17Speaker 1: Wissen.
- 8:19Speaker 0: Für uns Erwachsene ist es ja auch so für die Kinder noch mal viel stärker, dass die Sicherheit in so einer Situation verloren gegangen ist.
- 8:29Speaker 0: Man hat nicht mehr so viel Kontrolle über den Lebensalltag und deshalb ist es wichtig einen Rahmen zu geben und dem Kind diesen Rahmen zu bieten.
- 8:38Speaker 0: Und zu sagen, an wem das Kind sich wenden kann was im Alltag passiert.
- 8:43Speaker 0: Und diesen Rahmen dann auch wirklich einhalten.
- 8:46Speaker 0: Rahmen bedeutet für den Kind auch wenn beispielsweise die Mutter im Krankenhaus ist, da einen Kontakt zu halten und klar zu sagen okay es gibt einen festen Zeitrahmen.
- 8:56Speaker 0: Wegen am Abend werden wir telefonieren oder Facetime machen.
- 9:00Speaker 0: heute hat man ja viele Möglichkeiten die man früher gar nicht hatte
- 9:03Speaker 1: Absolut.
- 9:05Speaker 1: Im Kontext der Diagnose Krebs ist auch, wenn Brustkrebs ja sehr gut heiber ist und die meisten Frauen geheilt werden werden – ist trotzdem natürlich Tod oder die Endlichkeit des Lebens später eine Rolle.
- 9:17Speaker 1: Und gerade Sie haben mir das recherchieren, das Googlen angesprochen oder auch irgendwelchen Austausch auf dem Schulhof oder auf der Straße mit Schülern oder Freunden….
- 9:27Speaker 1: Das ist ja unvermeidlich!
- 9:29Speaker 1: Selbst wenn man das selber nicht ansprechen und thematisieren würde, Kinder sich darüber Gedanken machen oder darauf gestoßen werden.
- 9:37Speaker 1: Was ist denn ihr Ratschlag?
- 9:38Speaker 1: sollte man das direkt mit benennen in diesem, wenn man mit den Kindern das erste Mal drüber spricht?
- 9:45Speaker 1: Wie hoch das Risiko ist dass man verstippt oder umgekehrt formuliert, dass man ganz wahrscheinlich gesund werden wird?
- 9:52Speaker 1: oder was raten sie da
- 9:54Speaker 0: ja Ein wichtiger Punkt vorne weg.
- 9:57Speaker 0: Meine Erfahrung ist einfach, dass jünger die Kinder sind, desto mehr scheuen sich die Eltern das Thema Todsterben anzusprechen.
- 10:05Speaker 0: Es ist aber komplett unruhkeert.
- 10:07Speaker 0: Die jüngeren Kinder fragen sehr unverplüht und haben auch diese Verbindung ganz häufig direkt schon parat Mama musst du sterben?
- 10:17Speaker 0: Da sollten Mütter unbedingt drauf vorbereitet sein, dass je jünger das Kind ist, desto eher diese Frage kommen wird damit sie nicht in die Versuchung geraten im Kind zu erzählen.
- 10:28Speaker 0: Ich sage jetzt ein Beispiel aus der Praxis war übrigens auch eine Kollegin, die gesagt hat, Mamas sterben nie.
- 10:34Speaker 0: und das war beispielsweise eine Frau, die Prokretent schon erkrankt war, schon bei Erstdiagnose war sich schon wirklich schwerstkrank metastasiert.
- 10:44Speaker 0: Und das war eine Situation.
- 10:45Speaker 0: da hat mich meine Kollegin dazu berufen Du, Bianca, du musst mir helfen.
- 10:50Speaker 0: Die hat ihrem Kind das und das gesagt.
- 10:51Speaker 0: Was mache ich denn jetzt?
- 10:53Speaker 0: Also vorbereitet sein darauf, dass ihr Jünger das Kind ist, desto unverplümter und direkter fragt es, warum fragt ein Kind mit drei Jahren das ganz unbedarft?
- 11:03Speaker 0: Weil natürlich ein dreijähriges Kind die Dimension des Sterbens des Todes
- 11:08Speaker 1: nicht
- 11:08Speaker 0: weiß kognitiv ein bisschen her intuitiv wenn so eine Situation eintritt schon aber erst mal Als Dreijähriger hat das Kind keine Idee, was der Tod in der Gänze bedeutet.
- 11:21Speaker 0: Und deswegen fragt es das auch so.
- 11:23Speaker 0: Also man soll vorbereitet sein und dann sagen ... wenn ich das auch mit Bestimmtheit sagen kann.
- 11:28Speaker 0: also ich habe Diagnose die Erkrankung ist gut behandelbar und dazu sagen ja das ist eine schwere Krankheit.
- 11:35Speaker 0: So ein Brustkrebserkrankungen ist eine Schwere Krankheiten Krebs ist eine schwerer Krankheit.
- 11:39Speaker 0: Die Ärzte und wir tun alles dass die Krankheit geheilt wird und ich gehe da fest von aus Wenn das so ist, wenn es nicht so ist.
- 11:49Speaker 0: Die Fälle haben wir ja leider auch zu sagen Es ist auch das ist eine schwere Krankheit.
- 11:54Speaker 0: Wir tun alles die Ärzte tun alles dass ich möglichst ganz lange mit der krankheit leben kann
- 11:59Speaker 1: in der fortgeschrittenen
- 12:02Speaker 0: Situation vorhin nicht.
- 12:03Speaker 0: Dann kann man ganz klar sagen So wir tun alles und wir gehen fest davon aus dass die krankkeit gehalten werden kann.
- 12:10Speaker 0: Und das muss man natürlich das was man zum thema sterben sagt immer angepasst an die Altersstufen und auch die eigene Krankheitssituation.
- 12:19Speaker 0: Sechs, sieben Jährige haben schon eher eine Idee vom Sterben und Tod, die fragen das fast nicht mehr.
- 12:25Speaker 1: Ist auch meine Erinnerung übrigens dass ich mir die Frage verboten habe oder dass ich gar nicht fragen wollte?
- 12:33Speaker 0: Und da machen Kinder das gleiche wie die Eltern!
- 12:36Speaker 0: Die Kinder schonen ihre Eltern, sie wollen die Mama unter dem Papa nicht traurig.
- 12:42Speaker 0: Sie wissen, dass das eine ganz schwierige Frage ist und das ist natürlich verteilt für die Kinder weil sie mit dieser Sorge, mit dieser Angst dann ganz alleine bleiben.
- 12:53Speaker 0: Es ist wichtig zu wissen, daß die Gedanken, die Eltern sich um die Kinder machen je älter die Kinder sind auch die Kinder Machen.
- 13:01Speaker 0: also das ist sozusagen das gleiche in grün.
- 13:04Speaker 0: Ja, fast alle Gedanken nicht all aber fast alle.
- 13:08Speaker 1: Spricht dann sollte man das proaktiv ansprechen als Eltern und wenn man sich sicher ist dass es oder relativ sicher ist, dass alles gut behandelt bei ist und dass man gesund werden wird, dass auch wenn Kinder ältere Kinder nicht fragen, dass man sagt um was ich dir noch sagen wollte und und das dann mitteilt oder was würden sie raten?
- 13:27Speaker 0: Das kommt so ein bisschen auf den Sprachgebrauch den man insgesamt hat mit seinem Kind an, man kann auch sowas sagen wie ich weiß.
- 13:34Speaker 0: Ich hab mich beraten, ich habe mich blesen wie auch immer dass viele Kinder so in deinem Alter sich Gedanken darüber machen ob man eine Erkrankung stirbt oder einen Brustkrebs sterben kann.
- 13:45Speaker 0: Wie ist denn das bei dir?
- 13:48Speaker 0: Hast du dir auch schon so Gedanken gemacht?
- 13:50Speaker 0: und die Kinder fühlen sich, wenn sie sich diese Gedanken gemacht haben.
- 13:54Speaker 0: Und das haben fast alle Kinder in einem, sag mal jetzt Altersgruppe, sechs, sieben, acht, neunzehn Eltern.
- 13:58Speaker 0: sowieso merkt man daran, wenn die den Kopf runter machen also nach unten und auf die Seite schauen da weiß man, aha!
- 14:06Speaker 0: Also es sind so Anzeichen dass das Kind schon damit beschäftigt ist Und da wirklich sehr, sehr offen mit umgehen und sagen.
- 14:14Speaker 0: Hab mir auch schon darüber Gedanken gemacht natürlich und zu einer Angst dass man an der Krankheit sterben kann die ist ja ganz normal das wäre ja komisch wenn man sie nicht hätte.
- 14:22Speaker 0: so und ich möchte gerne dass wir ganz offen darüber sprechen und wenn du dir Sorgen machst dass du mich ansprechen kannst und da dann aber auch offen für sein und dem Kind eine Gesprächsbereitschaft nicht nur zu signalisieren sondern auch Zeit zu nehmen was Kinder gerne machen.
- 14:38Speaker 0: und da muss mal drauf gefasst sein Themen wie Todsterben, schwierige Themen die Kinder beschäftigen aber nicht direkt ansprechen wollen aus dem Grund den sie selbst auch schon erfahren haben.
- 14:51Speaker 0: Machen das gerne in einer Situation wo man überhaupt nicht sprechen will oder kann?
- 14:56Speaker 0: Ich sage jetzt mal beim Supermarkt an der Kasse, beim dicksten Verkehr im Auto ja ich Beispiele habe ich unzählige wo Kinder die Eltern fragen oder in so einem Nebensatz kommt wie plötzlich ein Kindergartenkind.
- 15:12Speaker 0: Ein Beispiel, die Oma von Max ist auch an Krebs gestorben.
- 15:18Speaker 0: Einfach so aus dem Nichts raus, das machen Kinder!
- 15:21Speaker 0: Und Eltern nehmen es gar nicht in der Form wahr, dass das Kind da jetzt eine Frage hat aber leihen sich kleine Würzchen auch sagt aha okay das Kind ist beschäftigt und solche Bemerkungen vom Kindern sollte man aufgreifen in einer ruhigen Situation.
- 15:36Speaker 0: Du sag mal, Leni du hast im Auto gesagt die Oma vom Max ist auch gestorben.
- 15:41Speaker 0: Machst du dir so Gedanken?
- 15:43Speaker 0: Was ich auch sterben könnte und je offener und klarer ich damit bin und was natürlich einfach gesagt und schwer getan ist aber desto sicher wird das Kind also proaktiv wie sie es jetzt auch schon formuliert haben auf jeden Fall man kann tatsächlich so machen dass wir satt sind.
- 16:02Speaker 0: Ich habe gelesen, habe gehört dass Kinder in deinem Alter wissen das bei dir würde mich interessieren.
- 16:08Speaker 0: Das ist sehr, ich sage jetzt mal so niederschwellig, das ist so normalisiert.
- 16:13Speaker 1: Ja und jetzt haben wir ja vor allem bei Diagnosometeilung und auch bei dieser Thematik des Sterbens über Kinder bis neunzehn gesprochen.
- 16:23Speaker 1: Ich habe jetzt hier ja so pubertierende Kinder zu Hause, da ist die Kommunikation doch manchmal ein bisschen anders?
- 16:29Speaker 1: Da haben Sie da einen Tipp!
- 16:30Speaker 1: Also da ist ja die Offenheit unterschiedlich Tagesform abhängig würde ich sagen.
- 16:37Speaker 0: Genau also was da ganz wichtig ist bei Kindern, ich sage mal so ab zwölf braucht man nicht auf eine gute Gelegenheit zu warten das sagen Eltern oft.
- 16:45Speaker 0: Ich warte immer auf eine Gute Gelegenkeit.
- 16:46Speaker 0: diese gute Gelegigkeit wird es wahrscheinlich nicht geben.
- 16:49Speaker 0: So, da ist es wichtig den Kindern zu sagen.
- 16:52Speaker 0: Pass auf!
- 16:53Speaker 0: Wir am besten immer natürlich die Eltern oder wichtige Bezugspersonen da zusammen auch sind also alle in einem Boot sag ich immer das bringt am meisten Sicherheit.
- 17:01Speaker 0: Ich habe was Wichtiges zu besprechen.
- 17:03Speaker 0: nicht möchte gerne dass du heute Abend um neunzehn Uhr Da bist oder dass wir zusammen essen und danach noch Zeit haben für ein Gespräch?
- 17:11Speaker 0: Ich hab was Schwieriges oder Also das dann zeitnah.
- 17:14Speaker 0: ansonsten macht das Kind sich ans sonst die Gedanken.
- 17:18Speaker 0: Da muss man so ein bisschen gucken, erkennt man das Kind am besten zu sagen ich möchte gerne etwas Wichtiges zu besprechen bis du heute Abend um um neunzehn Uhr zum Essen da Punkt also ankündigen Ich möchte einen Termin haben.
- 17:30Speaker 0: es ist wichtig und wir würden gern zusammen was besprechen.
- 17:34Speaker 0: wenn das Kind dann beunregt ist Dann kann man auch natürlich die Gelegenheit ergreifen und sagen ja die Situation die und, die.
- 17:42Speaker 0: Und dann das genau erklären und dem Kind dabei immer zu signalisieren.
- 17:46Speaker 0: auch mir ist wichtig dass wir ganz offen miteinander sind und dass du das fragen kannst was du wissen möchtest und auch sagen kannst wenn es zu viel wird so.
- 17:58Speaker 1: Was ich von mehreren Patienten gehört habe ist dass die
- 18:01Speaker 0: Kinder
- 18:03Speaker 1: stückweit ablehnt reagiert haben oder auch in der Folge sich ein bisschen zurückgezogen abgekapselt haben und fast ja unfreundlich waren zu ihren Müttern, was die Mütter oft sehr belastet hat.
- 18:18Speaker 1: Was wahrscheinlich ein Selbstschutzmechanismus der Kinder ist?
- 18:20Speaker 1: Vielleicht können Sie das noch mal einordnen!
- 18:22Speaker 0: Die Kinder sind natürlich unterschiedlich wie Menschen unterschiedlich sind Und die Mürter kennen ihre Kinder an sich am besten.
- 18:33Speaker 0: Von daher ist das mit zu berücksichtigen im Gespräch.
- 18:36Speaker 0: überhaupt Die Kinder, die sich zurückziehen und da gibt es eine Geschlechtsthematik.
- 18:42Speaker 0: Jungs werden häufig aggressiv und verbarrikadieren sich hinter der Konsole oder sind nur nach draußen.
- 18:50Speaker 0: Mädels reagieren nach ihnen, ja?
- 18:53Speaker 0: Die werden traurig, die werden eher depressiv, sie werden mozzig oder sehr anhänglich also ganz unterschiedlich natürlich so wie die Persönlichkeit des Kindes ist.
- 19:03Speaker 0: In der Regel ist es so, wenn die Kinder sehr distanziert reagieren sich komplett zurückziehen haben die Kinder Angst diese nicht verbalisieren können.
- 19:13Speaker 0: Also je auffälliger sage ich jetzt mal das Verhalten ist oder belasten dafür die Eltern desto eher kann man davon ausgehen dass das Kind wirklich viel Angst hat und mit Fragen unterwegs ist sie sich nicht getraut zu stellen.
- 19:27Speaker 0: Und dann ist es wichtig das anzusprechen Was ich häufiger hatte, dieses Thema Pubertät.
- 19:32Speaker 0: So der Ausdruck vor Semp ist es nur die Pubertäd oder ist es die Krankheit?
- 19:37Speaker 0: Okay wahrscheinlich beides wissen wir nicht aber wir müssen darauf reagieren und das drauf reagieren heißt immer auch das anzusprechen und nicht nur anzusprechen du was ist mit dir los bist so unfreundlich und bist so motzig zu mir sondern auch sagen auch da deutlich zu sagen mich verletzt das Verhalten, ja?
- 19:57Speaker 0: Und ich mach mir Sorgen.
- 19:58Speaker 0: Ich weiß überhaupt nicht was los
- 20:00Speaker 0: ist.".
- 20:00Speaker 0: Also mit dem Kind als einen sehr ernsten gleichberechtigten Partner da zu begegnen... Das ist das, was im Kind dann hilft!
- 20:09Speaker 1: Ja und es mag ja auch Kinder geben die vielleicht externe Hilfe brauchen wo man wo's nicht reicht dass man das in der Familie offen bespricht und wo es vielleicht sinnvoll ist wirklich professionelle Hilfe zu suchen, wie merkt man denn das als Eltern?
- 20:26Speaker 0: Wenn ein Verhalten eines Kindes so auffällig mich und mich belastet und so aufällig ist vielleicht auch von der Schule Meldung kommen oder vom Kindergarten und sich nicht verändert und eher stärker wird.
- 20:38Speaker 0: Also wenn ein Kind, ich sag mal jetzt mal nach einer Diagnose eine Woche irgendwie auffellig ist viel weint oder anhänglich ist... Das ist, dass ich sage erstmal im normalen Range Ja, wenn das anhält oder sich ausweitet.
- 20:53Speaker 0: Ich sage mal bei kleinen Kindern ist es häufig die wollen nicht mehr alleine schlafen.
- 20:57Speaker 0: Die brauchen das Licht an.
- 20:58Speaker 0: Sie haben ein verändertes Essverhalten und sie wollen nicht rausgehen
- 21:03Speaker 0: usw.,
- 21:05Speaker 0: also wirkliche Verhaltensaufhelligkeiten und Veränderungen und dich stärker werden dann muss ich auf jeden Fall in eine Beratung selbst erstmal um diese Situation genau zu schildern und dass man sich das genau angucken kann.
- 21:18Speaker 0: Das muss nicht immer das Kind in der Beratung.
- 21:21Speaker 0: Also, ich bin kein Fan davon, dass zu psychologisieren alles sondern zu gucken.
- 21:27Speaker 0: die beste Hilfe für die Kinder ist sowieso die Stabilität der Eltern.
- 21:31Speaker 0: Wenn das nicht ausreichend ist dann sollte man die Kinder auf einer Beratungsstelle vorstellen entweder an einer spezialisierten oder in der Kinderpsychotherapie wenn ein Verhalten... Ich nenne jetzt mal etwas ganz Krasses was ich vor von der Zeit erlebt hatte.
- 21:48Speaker 0: Da hat sich eine neunjährige in den Hundekäfig eingesperrt nachts und wollte das abgeschlossen haben.
- 21:55Speaker 0: In der Nacht, also es wollte nicht mehr raus.
- 21:57Speaker 0: Das sind natürlich ein auffälliges Verhalten was unbedingt in Fachhänden gehört.
- 22:01Speaker 0: Es ist auch so dass manche Kinder mit den Eltern einfach nicht reden möchten können wollen aus vielerlei Gründen Und da ist es gut, auch ich sage jetzt mal eine Fachkraft hinzuzuziehen die das Kind dann als Ansprechpartner hat.
- 22:15Speaker 0: Also gerade diese ganz schwierigen Fragen oder aber wenn vorher auch schon ein schwieriges Verhältnis bestanden hat Es gibt Situationen, das sind Risikofaktoren.
- 22:25Speaker 0: Adoptivkinder beispielsweise.
- 22:28Speaker 0: Das ist oft eine Risikosituation weil das Kind schon mal einen Verlust hinter sich hatte.
- 22:33Speaker 0: wird diese Erfahrung angetriggert?
- 22:35Speaker 0: oder Alleinerziehende oder wenn ein Elternteil noch da ist der auch ne andere schwere Erkrankung hat oder ein krankes Schwisterkind da ist.
- 22:44Speaker 0: also es sind alle Situationen die für das kind dann schwierig zu bewältigen sind Und wo man sich hier so holen sollte.
- 22:55Speaker 1: So eine Beratungsstelle gibt es in jeder größeren Stadt und die kann einem der Kinderarzt nennen.
- 23:02Speaker 1: oder wie geht man vor?
- 23:05Speaker 0: Ja leider nicht, ich glaube nicht in jeder grösseren Stadt aber in Großstädten.
- 23:09Speaker 0: mittlerweile denke ich schon Es gibt auf der Krebsinformationsdienstseite Adressen also können sich ja Patienten auch Psycho-Onkologen suchen oder Krebsberatungsstellen.
- 23:21Speaker 0: Mittlerweile sollten alle Krebsberatungsstellen die Adressen von spezialisierten Beratungsstellen für Kinderkrebskranken Eltern oder somatisch kranker Eltern haben.
- 23:32Speaker 0: Ich denke, dass es auch mittlerweile so sein wird aber vor ein paar Jahren war das natürlich überhaupt nicht der Fall und wenn man heute recherchiert Kinderkrepskranker Eltern dann spuckt das Internet natürlich schon richtig viel raus.
- 23:46Speaker 0: Auch mit KI bekommt man da direkt auch Adressen wohnortnah geliefert.
- 23:52Speaker 0: Aber ich würde erst mal als Anlaufstelle immer auch die Krebsberatungsstellen allgemein nennen und dann fragen, welches spezialisierte Angebot gibt es?
- 24:02Speaker 0: Und natürlich auch in der Klinik, in der ich behandelt werde, sollten die Psycho-Onkologen darüber natürlich informiert sein – das wären so meine ersten Ansprechpartner!
- 24:15Speaker 1: Wen sollte man im Umfeld informieren, wenn man die Diagnose bekommen hat?
- 24:19Speaker 1: Sollte man in der Schule im Kindergarten Bescheid geben.
- 24:23Speaker 1: Wie weit ... Es gibt ja Mütter, die wollen das eigentlich nicht unbedingt, dass es bekannt wird und mit sich selbst ausmachen.
- 24:30Speaker 1: Würden sie trotzdem sagen, ziehen Sie Klassenlehrer, Kindergärtnerin wen auch immer ins Vertrauen.
- 24:37Speaker 1: Wenn ja warum?
- 24:38Speaker 0: Zum einen würde ich mit der betroffenen Mutter noch mal ein bisschen eruieren.
- 24:42Speaker 0: Warum?
- 24:43Speaker 0: Also wie ist die Motivation?
- 24:45Speaker 0: Ernst nehmen, natürlich.
- 24:47Speaker 0: Wenn jemand das nicht will muss ich erst mal ernst nehmen und dann ist es wichtig zu wissen warum es jemanden nicht möchte.
- 24:53Speaker 0: um da nochmal so Klarheit zu kommen welche Befürchtungen sind überhaupt im Raum?
- 24:58Speaker 0: alle nahen Bezugspersonens Kindes kann der Nachhilfelehrer sein Das kann der Klavierlehrern sein je nachdem welches Hobby das Kind hat.
- 25:06Speaker 0: Lehrer Kindergärten sollten alle informiert sein.
- 25:10Speaker 0: Und zwar aus dem folgenden Grund, die Kinder sind ja eine lange Zeit entweder in der Kindertagesstätte oder in der Schule und in dieser Zeit zeigen die Kinder am ehesten auch, ich sage jetzt mal Auffälligkeiten.
- 25:22Speaker 0: Oder aber das Kind ist so beschäftigt irgendwie verträumt, abwesend unkonzentriert oder aber auch aufmüpfig oder aggressiv habe ich natürlich ganz viele Fälle in denen das Kind schulauffällig geworden ist und kein Mensch wusste warum genau.
- 25:39Speaker 0: Deshalb ist es wichtig dass die Lehrer und die Erzieher insgesamt informiert sind Und man sie bittet an der Stelle auch.
- 25:47Speaker 0: Das Kind will keine Besonder sollte keine besondere Aufmerksamkeit bekommen sondern nur im Blick gehalten werden und die Eltern sollten dann Informationen erhalten, wenn irgendwas auffällig ist.
- 25:59Speaker 0: Für Lehrer selbst ist es auch wichtig weil natürlich wenn ein Kind unkonzentriert ist oder nicht mitmacht oder was auch immer die Kinder bestraft werden.
- 26:08Speaker 0: für so einen Verhalten ja habe ich mehrfach erlebt.
- 26:12Speaker 0: das heißt das Kind wird bestraft dafür dass sie sich Sorgen macht.
- 26:16Speaker 0: Das führt natürlich zu einer Verstärkung von so einem Verhalten und die Kinder werden immer unglücklicher in der Situation.
- 26:24Speaker 0: Für die Eltern ist es wichtig, weil die Kinder häufiger eher Außenaufhelligkeiten zeigen und für die Lehrer erzieher selbst.
- 26:33Speaker 0: Es ist wichtig dass sie das Verhalten von einem Kind einordnen können und es nicht zusätzlich noch negativ sanktionieren.
- 26:39Speaker 1: Ja ich glaube das ist superwichtig was Sie das nochmal so betont haben.
- 26:43Speaker 1: eine letzte Frage habe ich viele Mütter haben bei Kinder gesprochen haben gesagt naja die will ich jetzt ja auch mit meinen Sorgen belasten.
- 26:53Speaker 1: Und gerade bei Brustkrebs bekommen viele nicht Chemotherapie, viele anstrengende Therapien und es geht ihnen einfach nicht gut.
- 26:59Speaker 1: Manchmal tagelang, manchmal auch wochenlang... Was ist Ihre Erfahrung?
- 27:03Speaker 1: Kann man das einfach mit Kindern teilen?
- 27:06Speaker 1: Davon dürfen die Kinder das sehen.
- 27:08Speaker 1: oder muss man immer stark sein oder stark spielen im Zweifelsfall auch?
- 27:12Speaker 1: Oder gucken, dass man sich so zurückzieht, dass sie Kinder das gar nicht mitbekommen?
- 27:16Speaker 0: Alles was die Kinder nicht mitbekommen macht Kindern Angst!
- 27:19Speaker 0: Deshalb ist es wichtig, Therapien zu erklären Wichtig zu erklären, das ist eine Chemotherapie.
- 27:25Speaker 0: Das sind chemische Medikamente die machen die Krebszellen kaputt.
- 27:30Speaker 0: ja so die wirken gegen sich schnell.
- 27:33Speaker 0: teilne zählen.
- 27:33Speaker 0: dann erklärt man eben auch H-Zellen sind schnell teilen erklärt dem Kind genau dass was im damen passieren kann sodass eben die medikamente so und so wirken und dass dazu führt dass man müder ist dass man nicht so leistungsfähig oder auch erstmal mit einer operierten Brust, das muss man im Kind erklären warum ich es nicht mehr auf den Arm nehmen und drücken kann.
- 27:57Speaker 0: Das muss das Kind wissen weil das Kind sich sonst ganz schnell abgelehnt fühlt.
- 28:01Speaker 0: Alles was das Kind nicht einordnen kann ist für einen Kind betrohlich.
- 28:05Speaker 0: D. h., dass Kind sollte das mitkriegen und dem psychologisch wichtiger Grund ist – des Kind lernt daran!
- 28:12Speaker 0: Kompetenzen zu entwickeln.
- 28:14Speaker 0: Also es ist nicht so, dass die Kinder nur belastet werden durch eine Erkrankung, sondern wenn sie mit ins Boot genommen und in diese Familienangelegenheit zu managen, erhöht das die Selbstwirksamkeit eines Kindes und macht die Kinder, wenn's gut läuft stärker.
- 28:33Speaker 0: Und Kinder müssen ja auch ihre Verarbeitungsmechanismen Ausbauen, lernen.
- 28:38Speaker 0: Ich bin kein Fan davon im Kind jede Kieselstein sage ich mal ein bisschen salopp aus dem Weg zu räumen weil es Kinder nicht lernt mit schwierigeren Situation umzugehen.
- 28:48Speaker 0: Deshalb sollte die Behandlung erklärt werden und ich sag jetzt noch was wichtiges das man überhaupt nicht aufm Schirm hat.
- 28:54Speaker 0: wir haben ja heute die situation dass sehr lange antihormonell behandelt wird.
- 28:59Speaker 0: Das ist eine behandlung und das müssen die kinder wissen.
- 29:03Speaker 0: Zu mir kam mal eine Mutter in die Beratung, weil sie mit ihrer Tochter überhaupt nicht mehr klar war.
- 29:09Speaker 0: Es gab nur Krach und es ist fast handgreiflich geworden.
- 29:12Speaker 0: Und dann kam nach einem zweistündigen Spräch heraus, dass die Mutter Tamoxyphena nahm.
- 29:18Speaker 0: Dass die immer versteckt hat, die Dose?
- 29:20Speaker 0: Weil sie nicht wollte, dass ihr Kind das sieht!
- 29:22Speaker 0: Die hat das aber natürlich entdeckt.
- 29:24Speaker 0: Die Kinder sind ja wie gesagt sehr findig und hatten das Gefühl gehabt... ...die Mutter blügt sie Das Kind wird belogen und sie ist viel schlimmer krank, als sie ihr das gesagt hat.
- 29:35Speaker 0: Also die hat sie angelogen.
- 29:36Speaker 0: Das kann man aber gar nicht raus.
- 29:37Speaker 0: Es kam nur durch dieses sehr aggressive Verhalten des Mädels heraus.
- 29:41Speaker 0: also von daher auch diese Behandlung muss dem kind erklärt werden warum ich jetzt noch ein paar Jahre diesen Medikamente nehmen muss.
- 29:49Speaker 0: Das
- 29:50Speaker 1: finde ich ist doch ein sehr guter Schluss für unseren heutigen Podcast.
- 29:52Speaker 1: Liebe Frau Professor Sem, vielen Dank für diese tolle Einordnung und für die vielen guten Tipps, die sie für alle Altersklassen von Kindern mitgegeben haben!
- 30:01Speaker 1: Und wer noch mehr erfahren will.
- 30:03Speaker 1: Sie haben ja, wir machen ein Webinar zusammen in ganz kurzer Zeit was auch in unserer App Pink Coach dann erscheinen wird.
- 30:09Speaker 1: für Pink Coach haben sie Texte geschrieben kleine Videos aufgenommen also da gibt es noch weitere Inhalte wenn sie tiefer einsteigen wollen und für heute bedanke ich mich ganz herzlich dass sie da gewesen sind
- 30:19Speaker 0: Und ich bedanque mich ganz herzlich für diese Fragen und auch ihre Beiträge.
- 30:23Speaker 0: Dankeschön!
- 30:25Speaker 1: Dann sagen wir tschüss und auf Wiedersehen.