Latest / Hamburg-News – der aktuelle Nachrichten-Überblick um 17 h / Hamburg-News: Beatlemania, Block-Prozess & Abstiegsangst
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- Willkommen zu deinem täglichen News-Update. Dies sind die Themen vom 4. Mai. Mietpreise in Hamburg steigen langsamer. Elbtunnel pünktlich zum Hafengeburtstag wieder komplett verfügbar. Neue Runde im Blockprozess. Broster gegen Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche. Die Preise für neu vermietete Wohnungen in Hamburg steigen weiter, allerdings deutlich langsamer als im Vorjahr. So lag die durchschnittliche Kaltmiete für auf Immobilienportalen angebotene Wohnungen im ersten Quartal bei 15,88 Euro pro Quadratmeter, ein 0,8 Prozent mehr als im Vorjahresquartal, wie aus einer Untersuchung des Gymnasiums OMOR hervorgeht. Die Schule untersucht seit inzwischen 40 Jahren alljährlich Angebotsmieten. Diesmal sei dem Profilkurs Geografie in der 11. Klasse vom Portal Immowelt ein anonymisierter Datensatz mit Mietwohnungsinseraten in Hamburg und Umgebung überlassen worden. Ausgewertet worden seien rund 5000 Anzeigen aus den Monaten Januar bis März. Zudem haben die Schüler den Angaben zufolge etwa 300 Inserate von anderen Immobilienplattformen für Stadtteile mit wenig Angeboten untersucht. Deutlich stärker als in der Stadt fiel die Entwicklung der Untersuchung zufolge im Umland aus. So seien die Angebotsmieten in sechs untersuchten Kreisen um 4,8 Prozent auf durchschnittlich 12,65 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Generell seien den Schülerinnen und Schülern außergewöhnlich viele Tauschangebote aufgefallen. Spitzenreiter bei den Mieten sei diesmal die Hamburger Altstadt gewesen. Ein Mittelwert aus zwölf Inseraten komme auf eine Durchschnittsmiete von 30,88 Euro pro Quadratmeter kalt. Pünktlich vor dem Hafengeburtstag, der am Freitag beginnt, ist ein Wahrzeichen der Stadt wieder vollständig erlebbar. Mit der Wiedereröffnung der zweiten Röhre steht der St. Pauli-Elbtunnel rechtzeitig zum größten Hafenfest der Welt wieder komplett zur Verfügung. Als diesjährige Partnerregion bringt die Liverpool-City-Region die gemeinsame Geschichte beider Städte eindrucksvoll zurück an die Elbe und lässt die Beatlemania in Hamburg neu aufleben. Als Tribut an die Partnerregion wurde die Weströhre des Tunnels vorübergehend in Penny Lane umbenannt, nach dem Beatles-Song, der wenige Jahre nach der Hamburger Zeit der Band entstand. Ein Höhepunkt ist eine Weltpremiere im Hamburger Rathaus. Erstmals werden ab heute Briefe der fünf ursprünglichen Bandmitglieder gezeigt, die während ihrer Zeit in Hamburg entstanden und nach Liverpool geschickt wurden. Die handgeschriebenen Dokumente aus den Jahren 1960 bis 1962 geben seltene Einblicke in die Gedankenwelt von John Lennon, Paul McCartney, George Harrison, Stuart Sutcliffe und Pete Best, noch vor ihrem weltweiten Durchbruch. Die kostenlose Ausstellung »Hafenstädte Schauplätze der Welt« läuft im Rathaus vom 4. bis 26. Mai täglich von 9 bis 19 Uhr und ist auch während des Hafengeburtstags geöffnet. Nach der Befragung eines mutmaßlichen Fahrers bei der Entführung der Blockkinder haben Verteidigung und Nebenklage diese Zeugenaussage ganz unterschiedlich bewertet. Es gebe zahlreiche Widersprüche, sagte der Anwalt der Angeklagten Christina Block, Ingo Bott, im Landgericht. Inzwischen hätten die Zeugen aus Israel zahlreiche unglaubwürdige Varianten eines angeblichen Treffens seiner Mandantin mit den mutmaßlichen Entführern Ende 2023 kurz vor der Tat geliefert. Blocks Verteidigung hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach betont, dass es ein solches Treffen im Hotel Grand Elysee nie gegeben habe. Als Beispiel nannte Bott unterschiedliche Angaben zu Farbe und Inhalt einer Tüte, die Block nach Aussage der Zeugen an dem Tag übergeben haben soll. Die Nebenklage sah das anders. Kleine Abweichungen, etwa welche Gegenstände in einer Tüte gewesen sein sollen, seien normal nach so langer Zeit, sagte der Vertreter der Nebenklage, Christoph Henkel, Anwalt von Blocks Exmann. Die Unternehmerin Christina Block, deren 53. Geburtstag an diesem Prozesstag war, ist eine von sieben Angeklagten. Sie soll laut Staatsanwaltschaft nach einem langen Sorgerechtsstreit eine israelische Sicherheitsfirma damit beauftragt haben, ihre beiden jüngsten Kinder, damals 10 und 13 Jahre alt, in der Silvesternacht 2023-2024 vom Wohnort ihres Ex-Manns in Dänemark nach Deutschland zu entführen. Die Tochter des Gründers der Steakhouse-Kette Blockhaus, Eugen Block, beteuert ihre Unschuld. Für den Hamburger Medienpolitiker Carsten Broster, SPD, wäre ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche eine politische Kapitulationserklärung. Das sagte Broster beim 2MR-Festival in Hamburg, das alternative soziale Medien beleuchtet. Wenn man Kinder und Jugendliche von der Nutzung von Social-Media-Angeboten ausschließe, sei das ein Bekenntnis, dass man es nicht schaffe, die Plattformen so zu gestalten, dass sie für Kinder nicht schädlich seien, so Broster weiter. Die Teilhabe an digitalen Kommunikationsräumen ist auch für Kinder ein Menschenrecht, so der Politiker. Außerdem wies er darauf hin, dass ältere Menschen, die nicht mit dem Internet aufgewachsen sind, oft viel größere Probleme hätten, mit der Technologie und den Plattformen umzugehen. Broster erinnerte in seiner Rede an die ursprünglichen Versprechen von Austausch und Netzwerken, die zu Beginn mit sozialen Medien verbunden gewesen seien. Der Kapitalismus habe dann aber dafür gesorgt, dass sich das eigentlich dezentrale Internet immer mehr zentralisiert habe, weil so digitale Geschäftsmodelle leichter umzusetzen gewesen seien. Plattformen wirken heute wie die alten Massenmedien, nur mit schlechterem Content, so Broster. Die ursprüngliche Idee hinter sozialen Netzwerken, dass Menschen sich unterhalten und verbinden, sei theoretisch zwar noch möglich. In der Realität passiere das aber nicht mehr. Ein bewaffneter Mann hat am Sonntagnachmittag einen großen Polizeieinsatz im Bereich des Hauptbahnhofs ausgelöst. Reisende meldeten gegen 16.23 Uhr, sie hätten in einer S-Bahn der Linie S3 eine Person mit einer Schusswaffe gesehen, wie die Bundespolizei mitteilte. Der Zug wurde daraufhin am S-Bahnhof Elbbrücken gestoppt. Beamte der Bundes- und Landespolizei durchsuchten die S-Bahn sowie das Umfeld. Der 46-jährige Tatverdächtige wurde in der Nähe des S-Bahnhofs festgenommen. Bei dem Rumänen fanden die Beamten eine Druckluftwaffe zum Verschießen von Metallkugeln sowie entsprechende Munition und Gaskartuschen. Die Waffe war nicht geladen. Ein Atemalkoholtest ergab 1,09 Promille. Eine waffenrechtliche Erlaubnis lag nicht vor. Verletzt wurde niemand. Eine konkrete Bedrohung bestand nach bisherigen Erkenntnissen nicht. Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren nach dem Waffengesetz eingeleitet. Anschließend kam er wieder auf freien Fuß. Das LKA übernimmt die weitere Sachbearbeitung. Der denkwürdig schwache Auftritt des FC St. Pauli ließ auch den Gegner nicht kalt. Ausgerechnet der Mainzer Angreifer Philipp Tietz setzte nach dem perfekten Klassenerhalt seines Teams am Millern-Tor zu einem flammenden Plädoyer für den Kiez-Klub an. Zwei Wochen vor dem von vielen Fans heiß erwarteten Duell um den Relegationsrang mit dem VfL Wolfsburg am letzten Spieltag hat der abstiegsbedrohte Verein wohl jedes aufbauende Wort nötig. Die tun mir extrem leid, sagte Tietz. Ich wünsche denen wirklich nur das Beste und ich hoffe, dass sie die Liga halten, weil dieser Charme, der hier am Millern-Tor herrscht, ist einfach unfassbar. Ich liebe es, hier zu spielen, schwärmte der Torschütze nach dem 2-1-Erfolg in der Fußball-Bundesliga. Die Fans seien der Hammer, der Verein geil und die Spieler sehr sympathisch, nicht abgehoben. Ich drücke denen einfach nur ganz doll die Daumen. Aktuell deutet vieles darauf hin, dass auf dem Kiez das von Jan Deley besungene Licht ausgeht, zumindest sportlich. Den seit acht Partien sieglosen Hanseaten scheint im Rennen um den Relegationsrang die Puste auszugehen. St. Pauli spielte gegen Mainz Energie und kampflos, ließ über weite Strecken Bundesliga-Format vermissen. Dagegen zeigt der klar besser besetzte VfL Wolfsburg die deutlich bessere Form. Zwei Wochen vor dem Abstiegskampffinale am letzten Spieltag verließ die Mannschaft von Dieter Hecking den vorletzten Tabellenrang und zog an den Hamburgern vorbei. Wolfsburg ist seit drei Partien ungeschlagen und holte dabei fünf Punkte.