Latest / Gin And Talk / Paul Maar über Kindheit, Literatur und das Sams
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- 0:00Speaker 0: Andererseits ist es so, dass dieses Sams manchmal so übermächtig ist.
- 0:04Speaker 0: Ich denke nein ich will jetzt kein neues Samsbuch schreiben.
- 0:08Speaker 0: Bitte schön!
- 0:09Speaker 0: Ich könnte doch mal eine andere Idee entwickeln.
- 0:11Speaker 0: und dann meldet sich das Sams aber wieder zupft mich am Ärmel und sagt Aber vielleicht können wir eine Weihnachtsgeschichte schreiben mit mir und sagen Nein.
- 0:23Speaker 0: Und dann sagt der Sams Aber ich habe eine neue Idee, dann musst du nicht mit mir in der Geschichte schreiben.
- 0:31Speaker 0: Er finde doch mal ein kleines Samus was gerade aus dem Ei geschlüpft ist immer den Daumen im Mund hat und den Daum nur herausnimmt um zu sagen Ich hätte da einmal eine Frage Und das sage ich ja?
- 0:43Speaker 0: Das wäre also ein kleiner Samus.
- 0:45Speaker 0: Ja sagt er Samus!
- 0:46Speaker 0: Das ist das Mini-Samus.
- 0:48Speaker 0: Überlegen Mal und dann entsteht die neue Geschichte jetzt nämlich, die ich grade geschrieben habe oder das Mini-Sams die Hauptrolle spielt.
- 0:57Speaker 1: Herzlich willkommen!
- 0:58Speaker 1: Mein Name ist Daniel Fürke und ich freue mich sehr, euch heute zu einer neuen Episode Gin and Talk begrüßen zu dürfen der ersten Episode in zwanzig vierundzwanzig – insofern euch erstmal allen ein frohes, gesundes und erfolgreiches neues Jahr.
- 1:13Speaker 1: Ich bin heute in Bamberg und treffe mich hier mit Paul Maher Mit den Charakteren und Welten, die dann in Schweinfurt geborene Schriftsteller Drehbuchautor & Illustrator in rund einhundert Büchern und Theaterstücken erschaffen hat sind ganze Generationen von Kindern und Jugendlichen aufgewachsen.
- 1:32Speaker 1: Allein die Bücher- und Geschichten rund um das Fabelwesen Sams haben sich im deutschsprachigen Raum über sechs Millionen Mal verkauft und wurden in dreißig Sprachen übersetzt.
- 1:41Speaker 1: Ich wollte von dem Wissen woher er bis ins hohe Alter die Inspiration, Kraft und Motivation für immer neue Geschichten nimmt.
- 1:49Speaker 1: Und wie der Schreibprozess und Entstehungsprozess seiner Charaktere und Welten eigentlich funktioniert?
- 1:56Speaker 1: Wenn dir diese Episode von Genantalk gefällt dann folg uns bei Spotify, Apple Podcast oder wo auch immer du gerne Podcast hörst und hinterlasse uns eine gute Bewertung!
- 2:06Speaker 1: Jetzt aber viel Spaß beim Zuhören.
- 2:07Speaker 1: schön dass ihr alle wieder mit dabei seid.
- 2:11Speaker 0: Zwei Menschen, eiskalte Drinks und eine Menge Zeit für ein persönliches Bargespräch.
- 2:19Speaker 0: Herzlich willkommen an unseren Bartresen!
- 2:23Speaker 0: Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge Gin & Talk.
- 2:28Speaker 0: Mach es dir gemütlich, lehne dich zurück und tauche ein in die verrucht düstere Atmosphäre
- 2:35Speaker 1: unserer Studio-Bar.
- 2:44Speaker 1: Lieber Herr Maarten ich freue mich sehr dass wir uns heute hier Bamberg treffen können und danke Ihnen sehr, dass Sie sich die Zeit nehmen.
- 2:52Speaker 0: Bitte bitte!
- 2:52Speaker 1: Sie haben ja ein sehr bewegtes Leben hinter sich und wenn ich mir... Wenn wir mal ganz am Anfang anfangen, sie haben in einem anderen Gespräch ihre Kindheit als ambivalent bezeichnet.
- 3:07Speaker 1: Ich würde vielleicht sogar so weit gehen, sie in zwei Etappen aufzuteilen Nämlich die erste Hälfte, die trotz all der Kriegswiren und damit verbundenen Ängste ja doch sehr behütet war.
- 3:21Speaker 1: Wo sie einen sehr gut aufgehoben waren, sagen wir es mal so.
- 3:25Speaker 1: Und den zweiten Teil rund um ihre Pubertät als ihr Vater aus Kriegsgefangenschaft wiederkam und ein anderer Mensch war.
- 3:35Speaker 1: Sie haben gesagt, Wahrscheinlich den zweiten Teil nicht so gut überstanden, wenn der erste nicht so good gewesen wäre.
- 3:41Speaker 0: Ja wahrscheinlich war das so.
- 3:44Speaker 1: Wann haben Sie eigentlich angefangen zu reflektieren was in dieser Kindheit passiert ist?
- 3:49Speaker 1: Also haben sie damals schon gemerkt gerade in dem zweiten Teil dass es nicht normal ist was da passiert oder kam das erst später dass wir es verarbeitet haben?
- 3:59Speaker 0: Das kam eigentlich erst später und dann sogar noch sehr viel später Als ich beschlossen habe, meine Autobiografie zu schreiben, dieses Wie alles kam und lange saß und nachdachte und immer mehr Erinnerungen in mir aufstiegen.
- 4:19Speaker 0: Von denen ich gar nicht mehr wusste dass sich die gespeichert hatte.
- 4:23Speaker 0: also ich kam mit so eine tiefe Konzentration.
- 4:26Speaker 0: Ich war auch nicht zu Hause sondern ich habe eine Kur gemacht in der Kurklinik in der Lauterbacher Mühle weg von allem.
- 4:35Speaker 0: Und da kam ich, wie gesagt immer tiefer in die Konservation und fing an zu
- 4:41Speaker 0: schreiben.".
- 4:42Speaker 1: Wie ging es Ihnen dann mit den negativen Erinnerungen?
- 4:45Speaker 1: Also das ist ja liegt lange zurück aber ist da auch so was wie Wut in ihn aufgestiegen?
- 4:54Speaker 0: Eigentlich nicht im Gegenteil.
- 4:56Speaker 0: Es war so dass Ärger oder wie soll ich sagen, diese Unzufriedenheit mit meinem Vater eigentlich da ganz gut verarbeiten konnte und am Ende des Prozesses war ich innerlich richtig gut mit ihm versöhnt.
- 5:16Speaker 1: Ihre Mutter ist ja schon sehr früh sieben Wochen nach ihrer Geburt gestorben.
- 5:21Speaker 1: Ihr Vater ... Sie haben in einem Gespräch gesagt Schwierig ein menschen zu lieben den man gar nicht wirklich kannte oder eigentlich kaum möglich.
- 5:30Speaker 1: wie steht es denn um.
- 5:32Speaker 1: Liebe zu einem menschen der sich so verändert hat und der ihnen eben in dieser zweiten Hälfte ihrer kindheit, ihre jugend in der frühen zeit ihrer jugend auch so viel leid zugetannt?
- 5:47Speaker 0: ja also ich versuche jetzt überlegen also in das situation selbst Also in der Pubertät mit diesen Schwierigkeiten, mit meinem, in Anführungszeichen gewaltstätigen Vater.
- 6:03Speaker 0: Der also sehr streng war und sehr hat und sehr autoritär.
- 6:08Speaker 0: Da hatte ich keinen Zugang zu ihm.
- 6:12Speaker 0: aber mit der Zeit hat sich das gewandelt und wir haben beide versucht es zu vergessen weil ich gemerkt habe als ich mein erstes Buch geschrieben hatte dass ich durchaus einen Vater hatte, der stolz auf seinen Sohn war.
- 6:29Speaker 0: Weil er nämlich mit meinem neuen Buch unter dem Arm in Schweinfolg durch die Fußgängerzone gegangen ist und wenn er einen alten Bekannten getroffen hat – das hat mir meine Schwester erzählt!
- 6:40Speaker 0: Dann hat er das Buch hervorgeholt und hat gesagt, dass übrigens ein Buch von meinem Sohn Paul, ja, der hat dafür jetzt den deutschen Jugendliteraturpreis gekriegt.
- 6:49Speaker 0: Und dann hat es wieder reingesteckt, hat sich noch ein bisschen unterhalten ist weitergegangen, um einen neuen Bekannten zu treffen, den man auch diese schöne Nachricht übermitteln konnte.
- 7:01Speaker 0: Und dann später wenn ich kam merklich wie stolz er auf mich war, wenn ich dann wieder mal den österreichischen Staatspreis oder denn was weiß ich, Ness-Bundesverdienstkreuz gekriegt habe das sagte da müssen wir feiern und dann hat eine Flasche Sekt aufgemacht.
- 7:17Speaker 1: Hat der es denn auch einmal geschafft Ihnen wirklich zu sagen dass er stolz auf Sie ist?
- 7:21Speaker 0: Nie!
- 7:22Speaker 0: Also gesagt hat er's nicht.
- 7:26Speaker 0: Gefühle wurden nie ausgesprochen bei uns in der Familie.
- 7:30Speaker 1: Wenn man so aufwächst, dass Gefühler eigentlich nicht kommuniziert werden?
- 7:34Speaker 1: War das etwas was ihnen später schwer gefallen ist auch für sich selbst?
- 7:37Speaker 0: Ja es war durchaus schwierig.
- 7:39Speaker 0: ich habe es nie gelernt über Gefühlen zu sprechen und dann erst langsam im lauf meines lebens erfahren und gelernt dass das wichtig ist nicht nur Gefühle zu empfinden, sondern die auch auszusprechen.
- 7:56Speaker 1: Sie haben sehr früh schon sehr viel und gerne gelesen?
- 7:59Speaker 0: Ja!
- 8:00Speaker 1: Ich kenne das aus meiner eigenen Kindheit wenn Nicht alles so rundläuft gerade auch mit den Eltern dass man sich gerne als kind Auch in diese Fantasiewelten die man in den Büchern erlebt Und entdecken kann auch gerne mal zurückzieht.
- 8:16Speaker 1: war es bei ihnen
- 8:16Speaker 0: genauso?
- 8:19Speaker 1: Können Sie sich noch erinnern, was so das erste Buch die erste Geschichte war, die Ihre Leidenschaft für das Lesen entfacht hat?
- 8:28Speaker 0: Ja.
- 8:28Speaker 0: Das weiß ich noch ganz genau.
- 8:30Speaker 0: Das war die Indianer-Geschichte.
- 8:32Speaker 0: So hieß das Buch.
- 8:34Speaker 0: heute würde man ja nicht mehr von Indianern sprechen.
- 8:37Speaker 0: Die Indianergeschichte von einem Autonamen Strapsch.
- 8:40Speaker 0: aber fast noch mehr als die Geschichte selbst haben mich die Illustrationen begeistert und inspiriert.
- 8:49Speaker 0: Das war ein Holzschnitt, Illustration von einem Künstler namens Zacharias.
- 8:54Speaker 0: Ich habe mich später mit seiner Lebensgefährtin, weil er schon gestorben war als Erwachsenauto, habe ich das gemacht in Verbindung gesetzt, weil ich mal in einem Telefoninterview im Rundfunk erzählt habe wie sehr ich fasziniert war für seine Illustration Und sie hat Kontakt mit mir aufgenommen und hat mir viele seiner Holtschnitte geschenkt und geschickt.
- 9:20Speaker 0: Und fand es gut, dass es da einen Bewunderer seiner Arbeit
- 9:23Speaker 0: gab.".
- 9:24Speaker 1: Sie haben ja um die hundert Bücher in ihrem Leben geschrieben?
- 9:28Speaker 1: Wie ging das mit dem Schreiben los?
- 9:31Speaker 1: Wann haben Sie gesagt – also ich glaube Ihr Großvater hat Sie ja durchaus so ein bisschen motiviert dazu zumindest zum Geschichten erzählen inspiriert?
- 9:40Speaker 1: Wann haben Sie das erste Mal sozusagen ein Stift in die Hand genommen und wirklich ernsthaft darüber nachgedacht, eine Geschichte aufzuschreiben?
- 9:48Speaker 0: Es war eigentlich erst ziemlich schnell.
- 9:50Speaker 0: Nämlich in meiner Zeit als Kunststudent da jeder Kunststudent in Stuttgart der später mal Kunst erzielt werden wollte wie ich einen Beifach brauchte Da gab es keine Uni, aber an der Hochschule einfach studieren konnte.
- 10:13Speaker 0: Nämlich Geografie haben also sämtliche Kunsterzieher von der Stuttgarter Akademie als Beifachgeographie gehabt und das war nicht unbedingt unser Febel sondern Notwendigkeit und ich musste mir ein Spezialgebiet für die Prüfung auswählen und ich habe China genommen und hab sehr viel über China gelesen.
- 10:37Speaker 0: Das hat mich dazu inspiriert.
- 10:39Speaker 0: Meine erste schriftcellerische Arbeit war ein Hörspiel, wo zwei Geschichten die sich zum Teil widersprechen, zum Teil Widerspiegeln von zwei Sprechern erzählt werden und die eine spielt im Mittelalter und die andere spielt in China.
- 10:58Speaker 0: Und dann gibt es einen angeblichen Professor von der Uni in Ostberlin damals noch Ost Berlin der die beiden Geschichten deutet und zusammenführt.
- 11:14Speaker 0: Wie soll ich sagen, den Zusammenhang zwischen dieser beiden scheinbar so nebeneinander stehenden Geschichten, die nichts miteinander zu tun haben erklärt?
- 11:27Speaker 0: Ein bisschen umständlich erzählt!
- 11:32Speaker 1: Sie haben Ihre Frau ja schon sehr früh kennengelernt.
- 11:35Speaker 1: ihre Frau beziehungsweise die Familie ihrer Frau hatte ja durchaus einen sehr kulturellen Hintergrund, könnte man sagen.
- 11:44Speaker 1: Ich glaube ihr Schwiegervater hat hier ein Theater geleitet?
- 11:48Speaker 0: Mein Schwiegarvater aus Gabalhaus hat zusammen mit seiner Frau meiner späteren Schwiegermutter das damals sogenannte fränkische Theater gegründet.
- 12:01Speaker 0: Inzwischen nennt es sich unterfrängische Landesbühne, Schloss Maasbach und wird von meiner Tochter Anne geleitet.
- 12:09Speaker 0: Die ist jetzt in der Familie geblieben.
- 12:13Speaker 1: Sie sind ja da quasi eine ganz andere Welt hineingetaucht also vom Hintergrund des Betriebes ihres Vaters einem handwerklichen Betrieb auch der Meinung ihres Vaters, dass nur das was man tatsächlich irgendwo schafft.
- 12:29Speaker 1: Also zum Beispiel eine Wand zu streichen ja viel mehr bringt als sich mit einem Buch oder dem Geist auseinanderzusetzen
- 12:37Speaker 0: sozusagen
- 12:38Speaker 1: in eine Welt hinein die sehr kreativ geprägt war, sehr geisteswissenschaftlich geprägt war.
- 12:45Speaker 1: und was hat es mit ihnen gemacht als junger Mensch?
- 12:48Speaker 0: Das war so etwas wie ein Erweckungserlebnis.
- 12:52Speaker 0: Also ich zum ersten Mal meine spätere Frau dort besuchte.
- 12:58Speaker 0: Sie wohnte zusammen mit ihren Eltern und etwa zehn Schauspielerinnen in einer Schauspielekommune, in einem ehemaligen Herrenhaus mit achtzehn Zimmern.
- 13:10Speaker 0: Und man saß dann am Nachmittag, es war Sommer draußen auf der Wiese hinter dem Haus Und da war dabei ein Schauspieler und der Bühnenbildner, und ein Regisseur und mein Schwiegervater.
- 13:22Speaker 0: Und dann hat sich eben unterhalten über Stücke, über Literatur auch ein bisschen über Malerei.
- 13:29Speaker 0: Da konnte ich immerhin mitreden weil ich habe mich schon sehr früh für Malerei interessiert aber auch schon als Glaube ein siebzehnjähriger Schüler mal an Plakatwettbewerb geworben.
- 13:42Speaker 0: Und da hängen meine Plakate überall in Schwallen an den Litfer-Säulen zu meinem Stolz und ich versuchte dann also immer das Gespräch, wenn es ging doch eher auf die Malerei zu lenken weil ich damit sprechen konnte.
- 13:58Speaker 0: aber ich merkte dass ist eigentlich die Welt wo ich hin will.
- 14:01Speaker 0: Also ich will nicht unbedingt einen Kunst begabter Malermeister werden der Kunst am Baum macht, um dessen Graffiti, also dessen Arbeiten in vielen Schweinfutterhäusern über der Haustür oder an der Wand hängen.
- 14:19Speaker 0: Sondern ich hatte das Gefühl, ich werde Künstler, wusste aber noch nicht, werde ich eh malen?
- 14:28Speaker 0: Oder schreiben?
- 14:29Speaker 0: und dann hat mich mein Schwiegervater animiert weil er gemerkt hat durch die Gespräche wie interessiert ich war Und ich habe für das Theater mein erstes Theaterstück geschrieben, Für Kinder der Königin der Kiste.
- 14:43Speaker 0: Was dann großer Erfolg wurde so groß dass sogar das ZDF kam und eine Aufnahme der Inszenierung machte und wir gesendet hatten.
- 14:54Speaker 0: als zweites habe ich dann geschrieben Mein Erfolgsstück was im ersten Jahr schon von zwölf Theatern gespielt worden ist Kekere Kiste.
- 15:02Speaker 0: Da kam also auch das ZDF und hat es gleich wieder aufgenommen.
- 15:06Speaker 0: Und damit war ich im Theater etabliert, vor allem bei den jungen Schauspielern so ungefähr... Ach!
- 15:12Speaker 0: Das ist der, da hat Verbindung zum Fernsehen.
- 15:15Speaker 0: Und jeder Schauspüler, obwohl er erzählt etwas eigentlich fürs Theater, hat doch die heimliche Hoffnung vielleicht doch mal eine Filmrolle oder eine Fernsehrolle.
- 15:24Speaker 0: Also musste man sich mit mir gut stellen weil ich diese Verbindung zu dem Fernsehen hatte als Nächsten ein Drehbuch für einen Film schreiben konnte.
- 15:37Speaker 0: Das hat aber noch lange gedauert, bis ich dann später zusammen mit den Produzenten Ole Limmer insgesamt sechs Filme realisiert
- 15:47Speaker 0: habe.".
- 15:47Speaker 0: Wie
- 15:47Speaker 1: hat denn Ihr Vater darauf reagiert?
- 15:49Speaker 1: Dass Sie auf einmal in diese ganze Künstlerfamilie und diese ganze künstler Kommune auch so ein bisschen eingetreten sind mit kreativer Arbeit, ja dann irgendwann auch ihr Geld verdient haben.
- 16:02Speaker 0: Ja ich überleg gerade er hat es war eigentlich neutral er hat das weder abgelehnt noch besonders gutiert oder gelobt hatte.
- 16:16Speaker 0: so hingenommen sag' ich mal.
- 16:17Speaker 1: Wollte er mehr darüber wissen?
- 16:19Speaker 1: Oder war das einfach nur okay so und du machst jetzt Machmal?
- 16:24Speaker 1: Das
- 16:24Speaker 0: war so wie sie sagen so ungefähr mach Mal.
- 16:27Speaker 0: Sie
- 16:27Speaker 1: sind ja damit damals schon ganz früh in dieses Genre oder in die Zielgruppe Kinder hineingestiegen.
- 16:34Speaker 1: Können sie sich heute erklären im Rückblick warum?
- 16:37Speaker 0: Vielleicht durch die eigenen Kinder, weil mein Sohn Michael war besonders geschichten hungrig.
- 16:44Speaker 0: da kommt er auch schon die fünf Jahre lesen ohne dass ich es ihm beibe... beigebracht habe.
- 16:49Speaker 0: Es hat er einfach selber, was heißt das?
- 16:52Speaker 0: Und ich hab's ihm übersetzt und irgendwann hat er kapiert wie die Buchstaben sich zusammensetzen zu Wörtern.
- 17:00Speaker 0: Dann habe ich angefangen und da habe ihm Geschichten erzählt später auch seine Schwester Katja, die ein Jahr jünger war.
- 17:09Speaker 0: also es hing zum Beispiel in Katjas Kinderzimmer auf Packpapier gemalt ein riesiger Kater, den ich gemalt habe und an die Wand geheftet mit Reiszwecken.
- 17:22Speaker 0: Und irgendwann fragte sie mich dann Was ist denn das für eine Katze?
- 17:26Speaker 0: Ich sagte es ist ein Kater der ist so dick.
- 17:29Speaker 0: hat er einen Namen überlegen der so gemütlich nennen wir ihn Traugott ja und daraus entstande Geschichte vom Kater Traugot dem Gegensatz zu seinem eiligen und vielbeschäftigten oder eifrigen Bruder Raff in seine gemütlichen Art am Schluss dann doch Bürgermeister wurde.
- 17:51Speaker 0: Das war die erste Geschichte, die dann im Tertetowier der Hund ihren Platz gefunden
- 17:57Speaker 0: hat.".
- 17:58Speaker 1: Sie haben ja auch recht früh – also sagen wir auch mal – die Illustrationen vor der Geschichte und andersrum.
- 18:07Speaker 1: Aber wann haben Sie denn gemerkt, dass die Illustration auch so ein wichtiger Schlüssel gerade bei den Kindern ist?
- 18:16Speaker 0: Ich denke das merkt man automatisch.
- 18:19Speaker 0: Wenn man zum Beispiel in einer Bibliothek steht und unauffällig in der Kinderabteilung – man schaut auch immer ob sie das eigene Buch vielleicht heraussehen – da steht und schaut und den Kindern zuhört Und dann merke ich sie ziehen das Buch heraus, schauen den Umschlag an und sagen ne das ist nichts.
- 18:39Speaker 0: Dann stellen die es wieder rein.
- 18:40Speaker 0: Wollen anders oder sieht gut aus?
- 18:42Speaker 0: Also Kinder sind sehr optisch fixiert, optisch interessiert und ein schlechter Umschlag, einen nicht kindgerechten Umschlag kann den Kindern die Freude am Buch verderben oder sie überhaupt nicht... Oder sie dazu bringen, dass sie das Buch überhaupt nicht ausleihen werden.
- 19:03Speaker 0: Obwohl es vielleicht ein ganz toller Inhalt ist.
- 19:06Speaker 1: Mussten Sie am Anfang eigentlich darum kämpfen, dass Sie die Illustration selbst machen?
- 19:10Speaker 1: Also ich könnte mir vorstellen, Sie haben jetzt nicht unbedingt bei einem kleinen Verlag angefangen damals und zwar durchaus gleich ein sehr renommierter Verlag.
- 19:20Speaker 1: Ich könnte mir vorstellen, dass die am Anfang gesagt haben naja ... Die Geschichte finde ich ja gut aber wir haben da ganz viele Illustratoren und Illustratorinnen... Genau!
- 19:28Speaker 0: Ich weiß nicht ob Sie das gelesen haben, weil ich das mal erzählt habe.
- 19:32Speaker 0: Es war jedenfalls so, als der Herr Oettinger, also ich mit meinen Illustrationen kam, sagte nein Wir haben hier den Rolf Redicht dahinter, der illustriert für uns schon seit Jahren Und ich sagte Ich hätte es aber gerne mit meinen Illustrationen nicht von Herrn Rettich, obwohl hier auch schön sind.
- 19:50Speaker 0: Aber sie sind mir zu verspielt und die Konklusio war dann sagt er, da kommt das Buch eben ohne Illustration.
- 20:00Speaker 0: Und der erste Auflage, die heute sehr gefragt ist – weil die sehr klein war, der erste auflager ich war ja ein unbekannter Autor Die erschienen ohne Illustration und nachdem das Buch so schnell verkauft war, haben ein Erfolg gesagt.
- 20:14Speaker 0: Na gut!
- 20:15Speaker 0: Dann machen Sie mal deswegen Ihre Illustration.
- 20:18Speaker 0: Ab der zweiten Auflage gibt es das Buch also mit
- 20:21Speaker 0: Illustrationen.".
- 20:22Speaker 1: Man war eigentlich der Moment wo sie gemerkt haben dass was ich hier mache funktioniert tatsächlich und ich werde davon leben können oder zumindest aktuell man.
- 20:32Speaker 1: Wenn man kreativ unterwegs ist, weiß man ja immer nicht wie lange der Erfolg hält.
- 20:35Speaker 1: Aber wo Sie das erste Mal gemerkt haben, dass scheint zu funktionieren?
- 20:40Speaker 0: Ich war ja dann muss ich sagen erst mal Kunsterzieher.
- 20:43Speaker 0: Ich habe sieben Jahre lang an einem Gymnasium als Kunsterzier gearbeitet und hab neben mir geschrieben.
- 20:50Speaker 0: Irgendwann merkte ich dann allerdings es geht nicht, ich kann nicht gleichzeitig mit ganzem Herzen Lehrer sein und Autor auch sein wollen!
- 21:01Speaker 0: Also habe ich sehr zum Kummer meines Schuldirektors, der mich sehr geschätzt hat, gekündigt.
- 21:08Speaker 0: Er hat gesagt, machen Sie das nicht?
- 21:11Speaker 0: Vielleicht laufen Ihre Bücher jetzt gerade im Moment oder ihre Theaterstücke und dann haben sie eine Flaut und dann bereuen sie das Und dann haben es ganz schwer ... Sie kommen einfach nicht mehr so schnell wieder in den Schuldienst, in den Offiziellen.
- 21:28Speaker 0: Aber ich hab mir vertraut und meine Arbeit Und nachdem mein Erfolgsstück Kiggerikiiste im ersten Jahr, ich glaube von zwölf Bühnen gespielt worden ist in Nächsten vor noch mehr und dann in Polen und Ungarn und überall.
- 21:45Speaker 0: Selbst in USA wird es unter dem Namen Nudel-Doodlebox, weil Kiggerikis ist ja so ein künstlicher Name aus Kigeriki und Kiste.
- 21:59Speaker 0: Da merkte ich, also ich habe so viel verdient.
- 22:01Speaker 0: Soviel hätte ich als Lehrer in diesem Jahr nie unnimmer zusammengebracht und dann hab' ich mir vertrauten aber also
- 22:07Speaker 0: gekündigt."
- 22:09Speaker 1: Was ja du raus auch mit Mut zu tun hat oder?
- 22:11Speaker 1: Also gerade in der Zeit aus einer sicheren Anstellung...
- 22:15Speaker 0: Genau!
- 22:16Speaker 0: Mit drei Kindern.
- 22:17Speaker 1: Ja was hat ihre Frau denn damals dazu gesagt?
- 22:19Speaker 0: Die war die stand hinter mir.
- 22:23Speaker 0: Du musst schreiben, das ist für dich wichtig.
- 22:25Speaker 0: Und wenn du nicht gleichzeitig das Gefühl hast, oh jetzt am Donnerstag kommt wieder diese schlimme Elfbäder muss ich mich zwei Tage sehr gut vorbereiten, damit ich da nicht untergehe.
- 22:37Speaker 0: und wenn du in aller Ruhe schreiben kannst dann finde ich das gut, dann steh' ich hinter dir und irgendwie schaffen wir das
- 22:43Speaker 0: schon.".
- 22:43Speaker 0: Wenn
- 22:43Speaker 1: wir mal die drei Bereiche Theater Literatur- und Illustrationen, die ihr Leben sehr begleitet haben gegeneinander anlaufen lassen würden.
- 22:56Speaker 1: Was würden Sie denn sagen, wofür schlägt Ihr Herz am meisten und worauf können sie am ehesten im Rückblick verzichten wenn sie müssten?
- 23:04Speaker 0: Das ist ja schwierig.
- 23:05Speaker 0: das eine schwierige Frage wahrscheinlich in jetzt in meinem Alter mit eighty-six wollte ich sagen Ich kann auch am ehestern auf das illustrieren verzichten bis so mühsam.
- 23:17Speaker 0: man sitzt da und mischt die Farben an und arbeitete einen halben Tag an einem einzigen Bild.
- 23:26Speaker 0: Aber nicht verzichten würde ich auf meine Theaterarbeit, erst vor kurzem ist ja wieder ein neues Stück von mir aufgeführt worden und auf das Schreiben.
- 23:36Speaker 0: im nächsten Frühjahr erscheint ein neues Buch von mir.
- 23:40Speaker 0: Diesmal habe ich es aber nicht selbst illustriert sondern mein Enkel Hannes, der auch in Begabter zeichnet ist.
- 23:48Speaker 0: Der durfte also das neue Buch illustrieren.
- 23:51Speaker 0: Wir stellen es dann im März auf der Leipzeigerbuchmesse gemeinsam vor, haben wir uns schon auch überlegt wie wir das machen.
- 23:59Speaker 0: Da steht eine große Flipchart Hannes Malt.
- 24:02Speaker 0: ich lese vor bei jeder neuen Figur die Auftritt wird die an das Papier gezeichnet und dann umgedreht so dass das Publikum gewissermaßen miterlebt bis ohne Geschichte entsteht und aufgebaut wird, und illustriert wird.
- 24:19Speaker 0: Wie
- 24:19Speaker 1: hat sich das Schreiben für Sie eigentlich verändert?
- 24:22Speaker 1: Sie haben in einem Gespräch mal gesagt heute kommen die Ideen eher angetrabt und nicht mehr angeflogen.
- 24:27Speaker 1: also es ist ein bisschen langsamer geworden.
- 24:29Speaker 1: aber was würden sie sagen?
- 24:31Speaker 1: Was hat sich verändert über all die Jahre?
- 24:33Speaker 0: Im Grunde genommen hat sich die Freude am Schreiben nicht geändert.
- 24:38Speaker 0: Es ist dazu gekommen, dass ich jetzt nicht nur eben für Kind erschreibe.
- 24:42Speaker 0: Im Moment schreibe ich kein neues Kinderbuch sondern ich schrei be wieder ein Buch für Erwachsenen und den Fischerverlag einen Roman und es macht großen Spaß.
- 24:56Speaker 0: große Freude wenn Ich merke ich habe auch auf diesem Gebiet Erfolg.
- 25:03Speaker 0: das knüpft wieder ein bisschen an meinen an mein erstes Hörspiel für den Süddeutschen Rundfunk, das ja auch für eine Erwachsenenspublikum gedacht war.
- 25:12Speaker 0: Ist
- 25:12Speaker 1: es für Sie ein anderer Denkprozess?
- 25:15Speaker 1: Wenn Sie für Erwachsene schreiben...
- 25:16Speaker 0: Ja ich kann da bei Kindern... Ich habe vor kurzem mal wieder meinen ersten Buch der Tätowier der Hund in die Hand genommen und gelesen und dachte mann was hab' ich da alles gewagt?
- 25:28Speaker 0: Setze die über drei Zeilen gehen!
- 25:31Speaker 0: so viele Nebensätze, Wörter.
- 25:35Speaker 0: wo ich weiß ist würde heutzutage meine Lektoren sofort ausbessern oder an der Rand steigen.
- 25:41Speaker 0: Also so ein Satz wie Eröffnete ein Kästchen.
- 25:48Speaker 0: drinnen lag nichts geringerer als der Zauber schlab höchstbar südlich Das sagt, kann man doch kürzen drinnen lag der Zauberstab ist doch für Kinder.
- 25:59Speaker 0: Du wirst doch nicht so schulstig sei das nicht Thomas Mann.
- 26:04Speaker 1: Sie haben mal erzählt sie sind recht sensibel wenn sie schreiben und brauchen ihre Ruhe und am besten kommen niemand rein und deshalb haben sich glaube ich auch ein Häuschen am Waldrand in dem sie sich gerne zurückziehen.
- 26:16Speaker 1: wie sieht denn so einen Schreibtag bei ihnen aus?
- 26:19Speaker 1: also ist es wirklich geplant, dass sie sagen okay die Woche Freitag schreibe ich oder ist das die Wachen auf und sage ich habe heute ganz viele Ideen.
- 26:30Speaker 1: Die muss sich jetzt alle mal unterschreiben.
- 26:32Speaker 0: Es ist Letzteres.
- 26:33Speaker 0: Ich wache nachts um drei Uhr auf und da haben wir dann viele Idee und dann hab' ich schon einen Stift und ein Papier neben dem Bett liegen und dann mache ich mir kurze Notizen und schlafe wieder ein und am nächsten Tag überlege wie man das ausbauen könnte und setzt mich froh gemut, sage ich mal.
- 26:53Speaker 0: Weil ich jetzt gerade Märchen gelesen habe, kommt so ein Wort wie Frohgemut an den PC und fange an zu schreiben.
- 27:03Speaker 1: Habt ihr mal darüber nachgedacht?
- 27:04Speaker 1: Warum so viele Ideen in der Nacht kommen?
- 27:06Speaker 1: ist man da so'n bisschen losgelöster von den Alltags-Gedanken und Zwängen und Dingen die man vielleicht hat?
- 27:13Speaker 0: Ja!
- 27:14Speaker 0: Ich denke schon, dass es so ist.
- 27:15Speaker 0: Also man verarbeitet im ersten Nachtschlaf so wahrscheinlich die Dinge, die sich tagsüber ereignet haben.
- 27:23Speaker 0: dann gibt das irgendwelche Träume, die auch manchmal unangenehm sein können und dann wird man ruhiger und meistens gegen drei Uhr ich kann fast den Wecker stellen mache ich erst mal auf muss dann mal auf die Toilette und dann kann ich nicht gleich wieder einschlafen.
- 27:38Speaker 0: Und dann denke ich, ich muss mich jetzt sich zwingen einzuschlaven.
- 27:43Speaker 0: Das kommt von alleine.
- 27:45Speaker 0: Ich habe mal gelesen dass früher die Menschen meistens nur vier Stunden geschlafen haben.
- 27:51Speaker 0: Haben dann eine Phase vom Arbeit oder Dienst oder sowas hin das sie gebracht vielleicht eine Stunde lang vielleicht auch zwei Stunden.
- 28:00Speaker 0: Dann haben Sie wieder hingelegt noch einmal vier Stunden geschlagen Und ich dachte, das ist eigentlich ein gutes Prinzip.
- 28:06Speaker 0: Ich muss gar nicht denken, oh Gott!
- 28:07Speaker 0: Ich bin jetzt schlaflos, sondern ich schreibe mir meine Gedanken hin aus dem Kopf und dann wenn die da auf dem Blatt stehen, dann bin ich so entspannt, dann kann ich weiter schlafen.
- 28:19Speaker 0: Das klappt auch.
- 28:20Speaker 1: Wenn Sie das so erzählen – und ich glaube, Sie widersprechen mir gleich – wenn sie das so erzählt, klingt es wie ... Es klingt jetzt nicht so, als hätten sie die ganz große Disziplin und die ganz grosse Strategie dafür wie Sie so ein Buch schreiben.
- 28:38Speaker 1: Ich habe mit vielen Autoren in dem Format schon mal darüber diskutiert, wie sie herangehen?
- 28:43Speaker 1: Und das ist tatsächlich sehr unterschiedlich!
- 28:45Speaker 1: Die einen sind wirklich ganz strukturiert durch Sturrier... Die die Filme machen.
- 28:49Speaker 1: wir haben viel darüber diskutiert wie man eigentlich gut schreiben kann und sie hat da gefühlt in den ganzen Lehrgang dafür, wie man am besten diszipliniert sich jeden Tag hinsetzt.
- 29:01Speaker 1: Und egal was einem in den Sinn kommt man es erst mal runter schreiben soll auch wenn man die Hälfte wieder wegwirft.
- 29:07Speaker 1: bei ihnen klingt das eher nach Sie haben die Idee Sie notieren sich die Idee dann setzen sie sich irgendwann hin und machen daraus die Geschichte.
- 29:18Speaker 1: Liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte?
- 29:20Speaker 1: Nee,
- 29:20Speaker 0: so wie Sie das gerade gesagt haben.
- 29:24Speaker 0: Ich wache auf, denke was habe ich denn heute Nacht geschrieben?
- 29:28Speaker 0: Ah ja tolle Idee!
- 29:30Speaker 0: Geh hinunter Frühstücker-Hastigen, setz mich an den PC und fange an zu schreiben.
- 29:35Speaker 1: Ich glaube Billy Walder war es, der mal gesagt hat... Wann mal diesen Versuch gemacht hat, weil er immer gedacht hat die besten Ideen kommen in der Nacht und hat sich dann ein Notizblock neben das Bett gelegt.
- 29:48Speaker 1: Und ist am nächsten Tag aufgewacht und hat festgestellt dass es eigentlich totaler Quatsch ist den er da aufgeschrieben hat.
- 29:54Speaker 1: Ich
- 29:54Speaker 0: weiß erst geschrieben boy meets girl.
- 29:59Speaker 1: Ist das passiert das Ihnen auch?
- 30:01Speaker 1: Also wenn Sie aufwachen...
- 30:04Speaker 0: Nein!
- 30:05Speaker 0: Ich erinnere mich immer noch ganz genau, was ich da gedacht habe und geschrieben habe.
- 30:10Speaker 0: Und streiche manches durch und manches sage ich, das ist ausbaufähig.
- 30:18Speaker 0: Da werde ich mal drüber nachdenken.
- 30:20Speaker 1: Ich hab vorhin schon gesagt Sie haben unfassbar viele Bücher geschrieben in Ihrem Leben.
- 30:26Speaker 1: für viele Menschen da draußen sind sie in allererster Linie der Autor des Sams.
- 30:33Speaker 1: Sie haben auch schon öfter mal gesagt, dass das sie ein bisschen stört.
- 30:37Speaker 1: Also auf der einen Seite natürlich ein wahnsinniges Glück war, den Erfolg damit zu haben und es ihnen sehr viel Freiheit ja auch gegeben hat aber auf der anderen Seite sie sich auch wünschen würden, dass die anderen Werke mehr Sichtbarkeit bekommen werden.
- 30:55Speaker 0: So ist es also.
- 30:57Speaker 0: wo ich auch immer hinkomme sei es in eine Buchhandlung, sei es eine Bibliothek Wo ich zu einer Lesung eingeladen werde, würde ich ihm empfangen für die Kinder mit dem Satz.
- 31:09Speaker 0: Hier kommt das Samsautor und dann sage ja bin ich aber... Ich habe auch noch andere Geschichten geschrieben.
- 31:18Speaker 0: darf ich euch vielleicht heute mal eine andere vorlesen Lippelstraum zum Beispiel.
- 31:24Speaker 0: Nee, nee, Sam's muss Sam sein!
- 31:26Speaker 0: Die Kinder zwingen ein geradezu die Sams-Geschichten zu lesen und ich muss mich dann manchmal durchsetzen und dann stellen sie fest dass eine Geschichte wie Lippels Traum also mindestens genauso gut ist.
- 31:38Speaker 1: Wie würden Sie heute Ihre quasi persönliche Beziehung zum Samms beschreiben?
- 31:45Speaker 0: Einerseits kann ich dem Samms nur dankbar sein weil er mir ein gesichertes Einkommen beschert hat.
- 31:56Speaker 0: Ich muss mich nicht um meine Miete kümmern, andererseits ist es so dass dieses Samst manchmal so übermächtig ist das ich denke nein ich will jetzt kein neues Samstag schreiben.
- 32:08Speaker 0: bitte schön!
- 32:09Speaker 0: Ich könnte doch mal eine andere Idee entwickeln und dann meldet sich der Samstag aber weder zupft mich so am Ärmel und sagt Aber vielleicht können wir eine Weihnachtsgeschichte schreiben mit mir.
- 32:24Speaker 0: Und dann sagt er Samus, aber ich habe eine neue Idee.
- 32:27Speaker 0: Dann musst du nicht mit mir in der Geschichte schreiben.
- 32:31Speaker 0: Er finde doch mal ein kleines Samus was gerade aus dem Ei geschlüpft ist immer den Daumen im Mund hat und den Daum nur herausnimmt um zu sagen Ich hätte da einmal eine Frage und das sage ich ja Das wäre also ein kleine Samus.
- 32:46Speaker 0: Ja sagt er samst das ist das Mini Samus.
- 32:48Speaker 0: überlegen.
- 32:48Speaker 0: Mal entsteht die neue Geschichte jetzt nämlich, die ich gerade geschrieben habe.
- 32:55Speaker 0: Wo das Minisams die Hauptrolle
- 32:57Speaker 0: spielt.".
- 32:58Speaker 1: Wenn wir noch mal kurz auf Kindheit und Erziehung und diese Themen zurückkommen... wenn Sie das von außen betrachten auch mit Ihrer eigenen Geschichte?
- 33:09Speaker 1: Und wenn Sie mal darauf schauen wie sich Kindererziehung auch verändert hat überall die Jahre würden sie sagen es ist heute deutlich besser geworden.
- 33:22Speaker 1: oder haben sich die Themen nur so ein Stück weit verschoben, hin von vielleicht weniger physischer Gewalt.
- 33:29Speaker 1: Die Kindern teilweise widerfährt hin zu vielleicht mehr psychischer Gewalts- oder zumindest psychischem Missbrauch in welcher Form auch immer und on top vielleicht ganz viele Eltern, die ja auch die Kinder gar nicht mehr richtig frei sich entwickeln lassen, sondern in ein sehr enges Korsett stecken wollen.
- 33:51Speaker 0: Das stimmt also ich glaube ideal wäre eine Mischung aus der Kindererziehung in meiner Kindheit und der jetzigen dieser überbehütenden Kindheit.
- 34:05Speaker 0: Also ich sitze manchmal da drüben am Café und vor dem Café ist ein Spielplatz und das sind verschiedene Klettergeräte.
- 34:13Speaker 0: Ich überlege, was hätte ich gemacht?
- 34:16Speaker 0: oder was haben meine Kinder gemacht?
- 34:18Speaker 0: Die werden halt hochgeklettert und ich hatte weiter meinen Tee- oder Kaffee getrunken.
- 34:22Speaker 0: Hätte ab und zu mal rüber geschaut.
- 34:24Speaker 0: Jetzt sehe ich immer so junge Mütter die stehen immer zehn Zentimeter vor dem Kind und achten drauf jetzt geht es ein bisschen höher dann gehen sie auch ein bisschen mehr.
- 34:35Speaker 0: Es könnte ja vielleicht von der Leiter fallen.
- 34:37Speaker 0: also das fällt mir auf dass die Kinder Nicht alle natürlich, es gibt ganz andere.
- 34:45Speaker 0: Aber dass viele Kinder ein bisschen überbehütet sind.
- 34:48Speaker 0: und wenn ich denke was wir damals für eine Freiheit hatten da kam man nach Hause ist Essen schon fertig?
- 34:56Speaker 0: Nee es dauert noch ne halbe Stunde hat mein Schulrandsinn hingestellt ist rausgegangen hat dort andere Kinder getroffen die auch noch nicht zum Mittagessen kamen.
- 35:06Speaker 0: Das war ja in der Nachkriegszeit.
- 35:08Speaker 0: Dann gab es irgendwie Ruinen, Grundstücke noch, wo die Mauern stammten und wir haben dann so Mutproben gemacht.
- 35:15Speaker 0: Ich springe von einer ein Meter hohen Mauer ... Ach Quatsch!
- 35:18Speaker 0: Ich springen von zwei Meter nach unten oder so.
- 35:21Speaker 0: Also das war eine ganz andere wilde Kindheit unbehütet aber auch freier.
- 35:28Speaker 0: Und da tun mir die heutigen Kinder, die so überbehütend sind und keine Geheimnisse mehr haben meine ich tun mir da ein bisschen Leid.
- 35:37Speaker 1: Wie haben Sie das dann mit Ihren eigenen Kindern hinbekommen?
- 35:40Speaker 1: Ich kenne durchaus dieses Gefühl der Angst davor zu sehr in die Verhaltensmuster, der eigenen Eltern hineinzurutschen... Ja
- 35:50Speaker 0: ja aber ich bin da fast zu sehr ins Gegenteil reingerutscht.
- 35:54Speaker 0: Das heißt mein Erziehungsgedanke war, ich will es nicht so machen wie meinen Vater und da war ich manchmal vielleicht zu sehr bemüht die Autoritätsperson zu sein, die man manchmal hätte sein müssen.
- 36:12Speaker 0: Sondern der große Freund der Kinder.
- 36:15Speaker 0: Also deswegen sagen auch alle Kinder mir jetzt noch alle drei Paul zu mir und nicht Papa oder Vater.
- 36:21Speaker 1: Was würden Sie dann jemandem empfehlen, der mit einer schwierigen Kindheit aufgewachsen ist?
- 36:26Speaker 1: Und ja selbst Vater- oder Mutterwirt um eben da einen guten Mittelweg irgendwie zu finden?
- 36:33Speaker 0: Was ich empfehlen würde, ja eben den Mittelweg, was ich empfehl.
- 36:41Speaker 0: Dass man den Kindern eine gewisse Freiheit lässt diese Freiheit aber grenzen hat.
- 36:52Speaker 0: also als wenn nicht so gummiartig gedehnt wird nach außen um die Kinder keinen festen Halt oder keine feste Struktur vorfinden.
- 37:02Speaker 0: Sonst sie müssen wissen das und dass kann ich machen.
- 37:06Speaker 0: Aber dann kommt der Vater und sagt, das geht nicht.
- 37:12Speaker 0: Und das gilt auch also dass man die Vaterrolle annimmt und erwachsen ist und sich dazu bekämmt, dass man jetzt ein Erwachsener ist, der besser weiß was den Kindern gut tut als die Kinder selber.
- 37:26Speaker 1: Sie haben heute noch viel Kontakt auch mit ihrer Zielgruppe sozusagen, also ganz viele Kinder schreiben ihr.
- 37:32Speaker 1: Sie machen nach wie vor Lesungen sind noch viel unterwegs.
- 37:37Speaker 1: Wie wichtig ist denn dieser Kontakt zu den Kindern um auch die Verbindung da nicht zu verlieren?
- 37:43Speaker 0: Das ist schon wichtig.
- 37:44Speaker 0: ich freue mich immer auf jede neue Lesung.
- 37:48Speaker 0: Es hat sich ein bisschen geändert.
- 37:50Speaker 0: das was ich fast schade finde Was man vielleicht als Erfolg anzieht hat auch seinen negativen Hintergrund.
- 37:59Speaker 0: Früher als etwas unbekannte Autor habe ich mich gefreut, wenn ich eine Lesung hatte vor einer Schulklasse oder vor zwei in der Aula und dann kam man ins Gespräch.
- 38:12Speaker 0: Jetzt mache ich Lesungen im Taliatheater von tausend Kindern oder in Oldenburg von neunhundert Kindern.
- 38:19Speaker 0: Da ist ein Gespräch mit dem Publikum überhaupt nicht möglich, denn wenn ich mit einem Kind spreche dass er in der achtzenden Reihe sitzt und die anderen hören verstehen das nicht.
- 38:29Speaker 0: und ich muss auch sagen bitte ein bisschen lauter ich da vorne kann dich nicht hören dann gerät alles außer Kontrolle.
- 38:35Speaker 0: um das entsteht eine allgemeine Unruhe.
- 38:37Speaker 0: Dann muss sich strukturiert sein, muss vorlesen, muss dazwischen zeichnen, muss frei erzählen weil Es ist immer ganz wichtig, dass man auch frei erzählt.
- 38:47Speaker 0: Weil wir dann den Augenkontakt mit den Kindern hatten und nicht nur mit den Augen im Buch geleben bleiben.
- 38:53Speaker 0: Und dann entsteht so eine schöne Mischung und ich bin immer zufrieden vor allen Dingen in letzter Zeit drehe dich ja fast immer mit zwei Musikern auf.
- 39:03Speaker 0: Wir nennen uns nach meinem Buch der Schiefe-Mörchentrio und da haben die am Anfang immer zwischen meinen einzelnen Geschichten Musik gemacht, sehr schönes selbstkomponierte Musik.
- 39:20Speaker 0: Bis ich gesagt habe es eigentlich nicht so schön dass sie immer sitzt und warten bis meine Geschichte zu Ende ist und dann anfangen zu spielen.
- 39:30Speaker 0: Ich muss euch viel mehr einbeziehen.
- 39:32Speaker 0: Dann hab' ich die Geschichte genommen, da hab' blau und rot unterstrichen dem Blau und den Kontran und Rot, der Moly Dialoge gegeben.
- 39:43Speaker 0: Diese sprechen mussten nicht.
- 39:44Speaker 0: Ich war quasi der Erzähler und sie haben die ganzen Dialoges dazwischen gesprochen.
- 39:49Speaker 0: Und dann wurde alles sehr viel lebendiger und sie waren auch mit einbezogen.
- 39:53Speaker 0: Sie sagten allerdings, wenn wir deine Rolle mit übernehmen müssen, musst du auch unsere Mitüber nehmen.
- 40:00Speaker 0: Das heißt ... Wir haben nämlich meine Gedichte vertont.
- 40:05Speaker 0: Das heisst Du wirst mit uns singen!
- 40:08Speaker 0: Und deswegen wäre immer meine Gedichte zu dritt.
- 40:11Speaker 1: Wir hatten ja in den letzten Jahren große Diskussionen auch darüber, wie man Kinderbücher heute sozusagen schreiben darf oder wie auch ältere Kinderbühner vielleicht umgeschrieben werden müssen, weil man bestimmte Dinge nicht mehr sagen darf.
- 40:26Speaker 1: Ist das etwas was heute ihre Arbeit beim Schreiben beeinflusst?
- 40:30Speaker 1: Dass sie sagen würden Sie sind da ein bisschen sensibler geworden als die es vielleicht früher waren in dem wie sie Dinge schreiben oder beschreiben dass sie da dass sie sagen ja haben da heute vielleicht noch ein größeres Bewusstsein dafür was man sagen darf und was nicht.
- 40:48Speaker 0: Ja ich habe ein großes bewusst sein dafür.
- 40:50Speaker 0: Ich muss mich aber nicht an der eigenen Nase fassen, weil ich weiß.
- 40:55Speaker 0: Ich muss eigentlich meinen Bücher nichts verbessern.
- 40:58Speaker 0: Es kommt weder das Endwort noch während die Zägräune erwähnt in diesem Zusammenhang.
- 41:05Speaker 0: Weil ich gerade zägröne spreche.
- 41:08Speaker 0: Ich habe in Oldenburg nach meiner Lesung, weil eine junge Musikerin sich mit meinen Musikern unterhalten hat ein Aufschlussreiches Gespräch.
- 41:21Speaker 0: Sie sagte, ich bin Zigeunerin und ich bekenne mich dazu.
- 41:25Speaker 0: Ich mache halt Zigueunermusik.
- 41:27Speaker 0: Da gibt es seit Jahrzehnten fast seit Jahrhunderten – das ist ein fester Begriff – Zigueuna-Musik meistens mit Geige.
- 41:34Speaker 0: Und ich finde es diskriminieren, dass ich mich nicht mehr als Zigueiner bezeichnen darf.
- 41:40Speaker 0: Warum nicht?
- 41:41Speaker 0: Ich bin eine Zigueinere und ich mach halt Zigeuna Musik!
- 41:44Speaker 0: Ich sage dann, ja es ist halt manchmal so im abfälligen Zusammenhang geäußert als fast ein Schimpfwort.
- 41:52Speaker 0: Und sie sagt, man muss aber differenzieren.
- 41:54Speaker 0: also ich möchte die Geunerin bleiben.
- 41:56Speaker 1: Tun wir uns damit eigentlich einen Gefallen dass wir da so super korrekt geworden sind?
- 42:04Speaker 1: Also das wir jedes Wort fünf mal umdrehen und uns überlegen was wir eigentlich sagen dürfen und was nicht?
- 42:10Speaker 0: Ja das hindert ein bisschen oder... schwenkt ein die Kreativität.
- 42:15Speaker 0: Also immer so die Schere im Hinterkopf, das darf ich sagen und nicht sagen.
- 42:20Speaker 0: Man schreibt erst mal alles hin und dann liest man das kritisch durch.
- 42:23Speaker 0: Es geht mir auch so, dass ich zum Beispiel bei Lippels Traum eine Geschichte geschrieben habe.
- 42:29Speaker 0: Dann hab' ich festgestellt... Da habe ich wieder an meine Mutter gedacht.
- 42:40Speaker 0: Position, sage ich mal zugeschrieben.
- 42:44Speaker 0: Und dann habe ich das schnell geändert.
- 42:46Speaker 0: und in einer anderen Geschichte hab' ich die Mutter zur Pfifträgerin gemacht damit auch die Frau einen Beruf hat und es nicht so dass überlieferter Rollenbild ist.
- 42:56Speaker 0: man arbeitet die Frau ist in der Küche und kümmert sich um die Kinder.
- 43:00Speaker 0: also das macht man mit einem gewissen Bewusstsein wenn wir erstmal die Geschichte runtergeschrieben haben.
- 43:10Speaker 0: Selbstkontrolle macht so, es lese ich das alles mal durch und schau mal was ich da wieder geschrieben habe.
- 43:16Speaker 0: Ach unbewusst wieder hab' ich die Frau so geschrieben wie meine Mutter war.
- 43:19Speaker 0: aber die heutigen Frauen sind natürlich ganz anders.
- 43:23Speaker 0: Und dann geht man nochmal an den Computer und bessert die Passagen aus erfindet etwas Neues.
- 43:30Speaker 1: Sie sind jetzt eighty-six.
- 43:32Speaker 1: seit fast einem Monat Gibt's Dinge die sie gerne noch umsetzen würden, wo Sie sagen da haben sie sich Ziele gesetzt Dinge die Sie gerne erreichen würden?
- 43:45Speaker 0: Eigentlich nur auf literarischem Gebiet.
- 43:48Speaker 0: Dass ich gerne noch schreibe Ich gerade ein Buch für Erwachsene schreiben werde in einem Roman.
- 43:55Speaker 0: Dann freue ich mich Auf gemeinsame Veranstaltung mit meinen beiden Musikern weil ich schon weiß es gibt mindestens zehn allein in Bonzin mehr sechs mal in verschiedenen Stadtbüchereien und Stadtteilen treten da zusammen auf.
- 44:11Speaker 0: Ich lese vor, Sie machen Musik, wir
- 44:13Speaker 0: singen.".
- 44:14Speaker 0: Also das ist etwas, hofft dass ich gerne zugehe und hoff dass ich mich freue.
- 44:21Speaker 1: Sie sitzen vor mir mit einer wahnsinnigen Energie wenn ich das so sagen darf.
- 44:27Speaker 1: Wie halten sie sich denn fit?
- 44:30Speaker 1: Und wie groß ist die Rolle der Kreativität dabei?
- 44:35Speaker 0: Beim Fithalten!
- 44:37Speaker 0: Ja, da ist die Kreativität nicht besonders stark ausgebildet.
- 44:43Speaker 0: Mein einziger körperliche Betätigung, dass ich jeden Tag tausend Schritte... Ich habe mal so eine Spritzeile auf dem Handy, mindestens tausende Schritte spazieren gehe.
- 44:55Speaker 0: Das ist mein Ziel und wenn ich dann mal dreitausend erreicht habe, bin ich ganz stolz auf mich!
- 45:03Speaker 1: Dann wünsche ich Ihnen weiterhin ganz viel Ganz viel Kraft
- 45:07Speaker 0: und
- 45:08Speaker 1: Gesundheit.
- 45:09Speaker 1: Ich bin sehr gespannt auf den Roman für Erwachsene, können Sie da schon was über die Geschichte erzählen?
- 45:16Speaker 1: Also einen ganz kleinen Ausblick, worum es gehen wird...
- 45:20Speaker 0: Es ist die Geschichte einer jungen Frau, die ich Nora genannt habe und ganz im Hintergrund erzähle ich die Geschichte meiner unglücklichen Schwester Barbara, die durch Selbstmord geendet hat.
- 45:44Speaker 0: Also ich schreibe diese Nora manche Dinge zu, die ich bei Barbara beobachtet habe.
- 45:49Speaker 1: Ich danke Ihnen sehr für die Zeit!
- 45:51Speaker 0: Bitte schön Das war es leider schon.
- 45:54Speaker 0: Die letzte Runde ist ausgetrunken.
- 45:57Speaker 0: das Gespräch zu Ende.
- 45:59Speaker 0: Vielen Dank fürs Zuhören.
- 46:01Speaker 0: Bitten im Rücksicht auf die Nachbarn und sei leise, wenn du die Bar verlässt.
- 46:06Speaker 0: Aber vergiss auf keinen Fall den Abonnieren-Button zu klicken!