Latest / MOMENTUM - kevinkellermazza / Ex-Insta-Star mit 350'000 Followern: "Mein Account fühlt sich befremdlich an"
Transcript
- 0:00Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von «Momentum». Deinem Podcast, der inspirierende Menschen inspirierende Geschichten erzählt. Mein Name ist Kevin Keller-Mazze und mein heutiger Gast ist Maren. Ich konnte mit Maren ein sehr tiefes Gespräch über ihr Leben führen. Die Themen in diesem Podcast waren Panikattacken, Hürden, Hindernisse, ganz schlimme Erlebnisse. Maren wurde durch einen der grössten Insta-Accounts bekannt, wenn es um diesen ganzen Töpfbereich geht.
- 0:27Mrs. Black. Der Account hat fast 350'000 Follower erreicht und ist dann langsam versichert werden müssen. Wieso das passiert ist, wieso man versichern musste, und was jetzt ihr Anspruch ist, wo ihr Leben sie jetzt angeführt hat, erfahrt ihr in diesem Podcast.
- 0:45Darum seid gespannt, schaut bis am Ende, weil er wird und er ist ganz, ganz festspannend. Ganz ein Hutmoment und Pipi in den Augen ist bei diesem Podcast effektiv dabei. Darum alles Gute und jetzt heisst es Intro ab.
- 0:59Und sie sind bei uns ein paar Mal eingebrochen, mit Gas, durch Airconditioning und so. Was? Voll, ja. Ich bin sehr früh ausgezogen von zu Hause. Ich habe dann, ehrlich gesagt, einfach Geld gebraucht und habe nebenbei gemodelt. Und sie haben mich für ein Shooting für Black Forest Rider gebraucht. Wie geil! Ja, voll. Ich bin in der Schweiz geboren. Wir sind dann aber ganz früh in die Dominikanische ausgewandert. Meine Eltern sind einfach Reisende. Wir sind so ein bisschen überall. Und dann haben wir ein paar Jahre in der Dominikanischen gelebt. In der Nachbarschaft sind schlimme Sachen passiert.
- 1:29«Was heisst das?» «Ein Nachbar von uns wurde umgebracht. Egal schlimm.» «Ah, so gefährlich.» «Ja. Und in dieser Zeit reiste mein Vater um, um zu schauen, welche Schule es für mich hat. Er landete dann in den Philippinen. Er packte alles wieder und ging in die Philippinen. Die Liebe, die sie zu meinem Vater hatte. Jetzt, als ich meinen Seelenverwandten verheiratet hatte, weiss ich, was bedingungslose Liebe ist. Aber zu diesem Zeitpunkt habe ich das nicht. Ich habe so gelitten für sie.»
- 1:53Dann ist meine Mutter krank geworden und dann hat mein Leben gestoppt. Dann habe ich den Job richtig runtergeschraubt und mich um sie gekümmert. «Neva, du hast leider kein Burnout.» Dann sind weitere Diagnosen gefällt worden. Die Panikstörung hat mich übernommen. «Bitte holt euch Hilfe, schämt euch nicht.» Ich sage immer «Hot Girls do Therapy». Und ich möchte nochmal wirklich ans Herz legen. Schaut auf euch. Schaut einfach auf euch. Macht es, seid mutig, macht es. Aber schaut auf euch. Das möchte ich nicht geben.
- 2:26Liebe Maren, mega schön, dass es geklappt hat, dass du hierher gekommen bist. Und herzlich willkommen im Momentum Podcast. Ja, danke. Wie geht's dir? Gut. Das ist die eh schon wichtigste Frage, finde ich. Mir geht's gut. Was ist deine Definition von gut? Oh Gott. Eine andere, wie sie mal war. Oh. Ja. Deine Definition von gut ist eine andere, als sie mal war. Wie war sie denn mal? Gut, richtig gut. Okay. Und jetzt so semi-gut.
- 2:56Jetzt so semi-gut. Ähm ... Okay, bist du bereit, zu mir ein bisschen darüber zu erzählen? Ja. Ja? Okay. Wir gehen auf dieses Thema gleich gleich ein. Ich fange aber immer gerne mit einer Hauptfrage an. Ja. Und zwar, meine Frage, die ich mir für dich überlegt habe, ist, was ist die schönste Erinnerung, die du von deinem ganzen Leben bis jetzt gehabt hast? Meine Hochzeit. Oh, schön. Ja. Erzähl mal.
- 3:23Ja, ähm, ich durfte sehr früh die Liebe meines Lebens kennenlernen. Was heisst früh? Mit 17. Oh wow. Mhm. Und dann haben wir mit, wie alt war ich? 24 haben wir geheiratet. Also vor zwei Jahren? I wish. Nein, vor sieben Jahren. Wow, okay. Das ist das Schönste. Wo haben Sie geheiratet? In der Stadt. In der Stadt? Ja. In der Stadt.
- 3:49Es war im Schwarzwald. Wir hatten eine Töf-Hochzeit. Ganz viele Töf, 80 Töf. Obviously. Ja, dann sind wir durch den Schwarzwald gefahren. Und dann in die Location. Es war mega schön. Es war so schön. An diesem Tag, was ist so davon... Wenn du an deine Hochzeit denkst, was ist der Moment, der gerade vor deinen geistlichen Augen ist? Ich glaube, als meine Mutter kam.
- 4:18Sie ist... In dem Moment ging es ihr nicht so gut. Sie war voll in der Chemo. Und sie hat sich voll zusammengerauft und ist mitgekommen. Wie geht es ihr? Mittlerweile gut. Sie hat es überstanden. Hat sie den ganzen Krebs besiegt?
- 4:36Also sie hat... Du giltst ja erst ab 5 oder 6 Jahren krebsfrei. Also nach der Chemo, wenn der Krebs wie weg ist. Bist du noch nicht... Nach 5, 6 Jahren, wenn er nicht zurückkommt, dann bist du eigentlich krebsfrei. Dann bist du geheilt. Okay. Sie hatte dann aber leider nochmal einen Scare, hat dann nochmal etwas rausnehmen müssen. Und das Ding ist, es hat gestreut. Also weisst du, es hat schon gestreut und dann ist es so wie...
- 5:01Sie ist noch geheilt, aber sie ist im Moment tumorfrei. Das ist mega schön. Ich hoffe, dass es so bleibt. Unbedingt. Du hast vorhin schon angesprochen, dass ihr eine TÜV-Hochzeit hattet. Und dafür bist du ja auch bekannt gewesen. Also nicht für deine TÜV-Hochzeit, sondern für du als TÜV-Fahrerin. Du hattest einen der grössten und wahrscheinlich bedeutendsten Accounts in der Schweiz und wahrscheinlich über die Schweiz hinaus.
- 5:27wenn es um Töf geht. Dein Künstlernamen, dein Insta-Namen war Mrs. Black. Und du bist liiert mit Dejan, der Black Forest Rider ist. Also Black Black. Genau. Das ist...
- 5:45Wie hat das Ganze gestartet? Ihr habt ja eine massive Reichweite generiert. Und ich glaube, du hast ganz, ganz viele Leute. Ich kenne dich ja sogar noch von dieser Zeit, als ich in diesen ganzen Töpfen-Gruppen war. Ich wusste immer, Black Forest Rider und Mrs. Black, das sind so, boah, wenn du einmal so eine Grösse erreicht hast, hast du es voll geschafft. Wie ist das passiert?
- 6:10Wie ist das passiert? Als ich den Dern kennengelernt habe, hatte er schon Black Forest Rider. Das war einfach sein Hobby. Weil er schon immer tief war. Er hatte eine Megaleidenschaft für Fotografie. Oder immer noch. Und dann, als ich ihn kennengelernt habe, also ich habe ihn ja eigentlich durch das kennengelernt,
- 6:33Oh, du hast einen Kanal durchs TÜV? Also ich bin sehr früh ausgezogen von zu Hause. Ich habe dann, ehrlich gesagt, einfach Geld gebraucht und habe nebenbei gemodelt. Und habe mich gebraucht für ein Shooting für Black Forest Rider. Wie geil! Ja, voll. Oh was? Was war das für ein Shooting? Ähm, ein Shooting mit dem TÜV. Mhm. Was haben wir alles gemacht? Ja, einfach wirklich ein Steh-Shooting, nicht beim Fahren.
- 7:00Und durch das sind wir dann auch bekannt geworden. So richtig. Hast du noch Bilder von diesem Shooting? Ja. Vielleicht können wir dich hier einblenden. Okay. Oh Gott. Ja. Durch das sind wir dann auch bekannt geworden. Okay. Eine grosse Töff-Marke hat dann diese Bilder in einen Kalender gedreht. Mhm.
- 7:18Bei diesem Shooting haben wir uns kennengelernt. Und so hat unser Content das Zweite extrem reichweite gehabt. Also die Leute sind, das ist wirklich eingeschlagen wie eine Bombe. Wir mussten einfach am richtigen Ort, zur richtigen Zeit so klein sein. Das ist gerade
- 7:33Und dann sagte der eigentlich «Komm, mach doch auch das Profil, die Leute lieben dich.» Ich als Maren hatte kein Facebook, kein Insta, ich war gar nicht in dieser Welt. Und dann habe ich den Account gemacht und irgendwie zwei Monate später habe ich 50'000... Zwei Monate später? 50'000? Ja. Was läuft? Oh mein Gott. Da habe ich mich auch gefragt. Das ist crazy. Ja. Und vor allem hast du dir schon... du hast dein Gesicht gezeigt, ich habe immer... Ja, ich habe mich immer gezeigt.
- 8:03Du hast es schon richtig gesagt. Es war wahrscheinlich der richtige Zeitpunkt. In der richtigen Nische. Weil ich mich noch erinnere, bevor das Ganze mit dem Insta passiert ist, bin ich schon Töv gefahren. Und dort war es so, du hattest deine Töv-Gruppe und deine Töv-Fahrer. Und das war cool. Und dann auf einmal hat es mega viel angefangen. Ich weiss.
- 8:22Es sind junge Fahrer gekommen. Auf eine Art schon cool, aber nicht so hochmäßig. Als erfahrener TÜV-Fahrer dachte man sich, jetzt muss ich mit jungen Leuten fahren gehen. Jetzt kommt man in den Schwartal und ist überall starr. Aber trotzdem, die Community war sehr cool. Und sie ist gewachsen, sie ist mega gewachsen. Es war etwas mega Schönes. Mhm. Was hätte dir das Ganze gegeben? Ähm...
- 8:53Also ich habe in erster Linie das einfach gemacht, weil ich da so eingerutscht bin. Ich hatte gar kein Ziel mit dem. Ich habe niemals erwartet, dass das passiert. Und als das dann so gross wurde, hat mich das mega...
- 9:07Ich bin voll der Helfer. Ich würde mega helfen. Ich bin mega empathisch. Ich gehe voll auf in dem, wenn ich jemandem etwas geben kann. Und als ich dann gemerkt habe, wie viele Leute durch mich angefangen haben, Töpfe zu fahren, das sind Tausende von Frauen, die wegen mir angefangen haben, Töpfe zu fahren.
- 9:26Und das ist für mich... Ja, bestimmt. Weil in dieser Zeit gab es ja so viele Frauen, die angefangen haben. Genau. Vorher war es eine totale Männerdomäne. Und um das ging es mir am Schluss. Mega cool. Ich wollte einfach geben und das hat mir mega viel gegeben. Mhm. Ja, und... Du bist eine Dienerin.
- 9:45Kann man wirklich so sagen? Wir kennen uns jetzt ein bisschen, du hast uns die letzten paar Monate besser kennengelernt, weil du bei meiner Frau sehr regelmässig ein Pilates bist. Sehr regelmässig. Ja, und ich weiss, das erste Mal, als sie erzählt hat, dass sie eine Kuhkundin hat, die aber so einen mega krassen Töpfchen Geld hat.
- 10:09«Wer ist denn das?» Dann sagte sie so, «Ich kenne sie.» «What?» Mega, mega nice. Aber auf jeden Fall, wir kennen uns jetzt ein bisschen durch das und vorher habe ich dich eigentlich nur gekannt wegen diesem Account, aber halt nur durch die Videos und Bilder, viel mehr eigentlich auch von dir nicht. Was ich gerne mache in diesem Podcast ist, ich drehe ihn gerne ein bisschen zurück in der Zeit. Ich drehe ihn gerne ein bisschen zurück, weil mir...
- 10:36Was ich sehr spannend finde ist, wie ist die Marin, die heute vor mir sitzt, passiert? Wie ist das entstanden? Also, was waren die Struggles? Was waren Erfahrungen? Was waren Entscheidungen, die man treffen musste, um einen anderen Weg einzuschlagen? Und dafür drehe ich sehr gerne zurück. Darum vielleicht schnell zu deiner Kindheit. Wo bist du aufgewachsen? Erzähl mal ein bisschen von dir, Marin, als Kind. Ich bin in der Schweiz geboren.
- 11:03Wir sind dann aber ganz früh in die Dominikanische ausgewandert. Meine Eltern sind einfach Reisende. Wir sind so ein bisschen überall. Und dann haben wir ein paar Jahre in die Dominikanische gelebt, bis ich glaube sieben Jahre alt war.
- 11:19Also du bist hier geboren, aber dann relativ... Gleich gegangen, ja. Gleich gegangen, ja. Ziemlich früh gegangen. Dann haben wir den Dominikanischen gelebt. Ich war dann dort auch so in Preschool und hatte mein ganz normales Leben. Für mich war das ja normal. Du hast wahrscheinlich Kindergarten und erstes Jahr oder drüber. Es läuft halt ein bisschen anders. Du hast Kindergarten, das ist so Vorschul. Preschool heisst das. Und dann kommst du in die erste Klasse. Und das habe ich alles dort gemacht. Okay. Dann ist der Dominikanisch leider mega gefährlich geworden.
- 11:49In der Nachbarschaft sind schlimme Sachen passiert. Was heisst das? Ja, ich bin in eine Nachbarfüße umgebracht worden. Ah, so gefährlich. Und sie sind bei uns ein paar Mal eingebrochen mit Gas, durch Airconditioning und so. Was? Ja. Also, einfach weil es irgendwie wie normal war in dieser Zeit. Sind das Kartelle gewesen? Das weiss man nicht so genau, ja. Mein Bruder hatte einen ganz schlimmen, schlimmen, schlimmen Autounfall.
- 12:19Hat aber überlebt, Gott sei Dank. Und dann war es gut mit den Dominikanischen. Okay. Also für dich und deine Eltern wahrscheinlich. Ja, und dann sind wir nochmals kurz in die Schweiz. Und in dieser Zeit ist mein Vater umgereist, um zu schauen, wo es gute Schulen hat für mich. Er ist dann in den Philippinen gelandet.
- 12:41Wir haben alles wieder gepackt und sind in die Philippinen. Warte, warte, warte. Warte, okay. Also, Sie sind in der Schweiz geboren, in Dombri ausgewandert.
- 12:53Preschool gemacht, bis sieben Jahre in Städten war. Dann gefährlich geworden, zurück in die Schweiz. Dann, weil deine Eltern eh reisend waren, bist du mit ihr geblieben in der Schweiz. Dein Vater ist in dieser Zeit weitergereist, um zu schauen, wo es gute Schulen hat. Und weil das auch gerade das Nachbarland der Schweiz ist, ist er in den Philippinen gewandert.
- 13:14Okay, weil Deutschland wäre das nächste, oder? Das war einfach nicht unser Vibe. Okay, nicht der Vibe. Gut, also der Vibe ist mehr so ein bisschen... Tropen. Wir sind einfach Sonne... Ich bin ein mega Sonnenkind, ja. Gut, und dann seid ihr in den Philippinen. Ja. Oh mein Gott, wie lange habt ihr da gelebt? Bis ich 13 Jahre alt war. Also von 8... Wie lange warst du in der Schweiz?
- 13:36Ich kann es gar nicht sagen. Ja, ich kann es nicht sagen. Also nur als Überbrückung. Es war nur ein Zwischenstopp. Dann seid ihr in den Philippinen wo genau? In Bohol. Alona ist so ein kleines... Alona ist sehr bekannt. Bohol ist eine kleine Insel. Du hattest keinen Flughafen, du hattest keinen Flughafen.
- 13:59Aber wahrscheinlich kamst du auch von der Sprache relativ gut rein, weil es hat sehr viel spanischen Einfluss bei den Philippinen. Philippinisch ist eigentlich Spanisch, Englisch... Ja, so ein Mixed... Ja. Ja. Ah, okay, spannend. Dann warst du bis 13 in den Philippinen? Oh mein Gott. Ja. Wie ist das Leben dort? Vor allem als Teenie? Ähm, ich glaube das Leben wäre gut. Mein Vater ist dann leider ein bisschen... Ja.
- 14:29hat blöde Entscheidungen getroffen, sehr dumme Sachen gemacht. Dann ist alles so ein bisschen wild geworden.
- 14:38Also dumm heisst finanziell dumm oder dumm heisst illegal dumm? Nein, finanziell war es immer gut. Illegal dumm war auch so ein bisschen... Alkohol und Drogen für sich entdeckt. Ja. Andere Frauen hatten. Sorry. Ui. Also richtig einfach voll versagt. Ja. Und deine Mutter, wie war sie? Sie war ganz schlimm. Sie hat die Liebe von ihrem Leben. Immer noch. Immer noch? Oh nein, die Arme. Mega. Ganz schlimm. Ganz schlimm. Und gar keinen Kontakt mehr zum Vater? Er ist gestorben dann.
- 15:08Er ist dann gestorben? In den Philippinen? Also gestorben natürlich, oder? Das weiss man nicht so, oder? Wir haben ihn im Auto gefunden. Okay. Das tut mir mega leid. Ja. Wie geht es dir mit dem? Mittlerweile gut. Also gut. Das Leben mit ihm war so schrecklich. Aber erst ab den Philippinen oder schon vorher? Ich habe ihn super, super. Bis, sagen wir mal,
- 15:37Als ich neun oder zehn Jahre alt war, hatte ich ein super Leben. Also schon in den Philippinen? Ja. Ich hatte wirklich ein super Kind. Ich bekam so viel Liebe von meinen Eltern. Also, weisst du, so richtig... Ganz fürsorglich. Mir hat es auch nichts gefehlt.
- 15:54Wie sind Sie zweiter? Ein Bruder, 15 Jahre älter als ich. Er ist 15 Jahre älter? Ja, er war auch dabei. Seine Frau war auch dabei. Das Kind war auch dabei. Ich hatte wirklich ein schönes Leben bis dahin. Logisch war alles ein bisschen unstabil, weil sie so gelebt haben, wie sie gelebt haben, mit dem ganzen Reisen. Aber ich habe so viel Liebe für meine Eltern bekommen. Dann ist das passiert, dass er sturen trillt.
- 16:24Und wenn ich zurückblicke, was meinst du, was ist da der ausschlaggebende Punkt? Ist es irgendwie falscher Umgang, falsche Leute kennengelernt? Nein, einfach Alkohol. Alkohol. Alkohol, viel Drogen, Frauen. Ja. Ja, das war sein Untergang, also unser. Und das hat aber erst alles in der Philippinen angefangen. Vorher hat er gar nicht mit dem wirklich Kontakt gehabt.
- 16:52Nein, das ist in den Philippinen. Jetzt ist das passiert, ein mega Schicksalsschlag. Du bist jetzt 13. Er ist am 18. Mai gestorben und ich bin am 13. Mai 13. geworden.
- 17:09Ui, ganz laut über. Was habt ihr... Wie ging es weiter? Es ging ganz katastrophal weiter. Wir hatten nichts mehr. Meine Mutter traurte so. Sie ist fast gestorben. An einem gebrochenen Herz. An einem gebrochenen Herz, ja. Sie starb fast an einem gebrochenen Herz. Sie hatte so viel Enttäuschung, so viel Trauer, so viel...
- 17:32Es war ein Lebenslück für sie am Schluss. Es war wirklich so schlimm. Sie hat... Also es war so, ich bin... Ich glaube am 10. Mai... Ich habe gesagt, ich muss unbedingt... Mein Bruder war dann nicht mehr in den Philippinen. Er ist schon weg. Ja, er ist einfach wirklich nicht mehr gegangen. Er ist dann zurück in die Schweiz.
- 17:56Er hat am 12. Mai Geburtstag, ich am 13. Und ich habe einfach gesagt, ich möchte mit Sandro Geburtstag feiern. Ich muss. Er war mein Held. Ganz spezielles Ding für mich. Dann habe ich wirklich so weit gebracht, meine Eltern, dass ich zu ihm fliegen konnte. Und ich wusste aber, ich steige nie mehr ins Flugzeug zurück in die Philippinen. Das war mein Plan.
- 18:22Was? Mit 13? Also meine Mutter war bettlägerig zu diesem Zeitpunkt, weil sie so ein trockenes Herz hatte. Sie ist gar nicht mehr aus dem Bett gekommen. Mein Vater ist voll durchgerollt. Ich habe ihn jeden Tag noch einmal anders einsammeln müssen. Also wirklich, es war ganz schlimm. Und ich wusste, dass meine Mutter sterben würde, wenn ich jetzt keinen Entscheid treffe. Und dann habe ich wirklich den Plan geschmiedet,
- 18:50Dann war die neunjährige Geburt durch. Dann sagte mein Bruder, ich steige nicht mehr in das Flugzeug. Dann hat er natürlich versucht, mich wieder in das Flugzeug zu tun für meine Mutter.
- 19:04Also er hat eigentlich mehr, weil du wieder zurück gehst, aber auch aus Angst für dich. Wir haben ein 13-jähriges Mädchen. Ja sicher, es war eine ganz gefährliche Situation da unten. Ich hatte einfach Glück, dass mir nie etwas passiert. Ich habe viele Nächte irgendwelche Pausen verbracht wegen ihm. Ja, ja, viele. Und meine Mutter konnte nicht mehr. Sie konnte nicht mehr.
- 19:28Dann bin ich in die Schweiz. Dann hatten wir ein, zwei Tage zusammen. Dann musste ich wieder zurück. Und seine Frau stand mir mega bei und unterstützte mich, dass ich nicht wieder zurück muss ins Flugzeug. Dann haben sie meine Tante dazu geholt und mich versucht. Ich bin dort nicht eingestiegen. Und dann hat mein Bruder gesagt, du musst jetzt kommen und die Maren holen. Meine Mutter hat sich zusammengerauft.
- 19:57Sie war so unstabil, aber sie hat es geschafft ins Flugzeug zu steigen und hierher zu kommen. Ich habe den ganzen Körper gebrochen. Das ist wirklich schlimm. Das ist eine ganze Arme. Und dann... Ist sie in die Schweiz gekommen? Ist sie in die Schweiz gekommen, um mir Kohle zu holen. Aber eigentlich ist sie gekommen, um die Kohle in die Philippinen zurückzugeben. Aber so weit ist sie gar nicht gekommen. Nein, weil dann das Telefon kam, dass sie einen Toten im Auto gefunden haben.
- 20:28Er war alleine. Dann kam das Telefon in der Nacht. Und ein paar Tage später war ich dann mit meinem Bruder in die Philippinen.
- 20:45Der Verstorbenen muss ausgestellt werden. Das ist ein bisschen makaber für uns, aber das ist dort einfach so. Und es ist auch schön und alles. Das mussten sie dann machen. Also, mich haben sie nicht mitgenommen. Ich war dann alleine in der Schweiz. Die haben das dann gemacht, zwei Tage. Und dann haben sie eingeschüttet und ins Meer gestreut. Und meine Mutter hat von Luther Truhe alles dort gelassen. Das heisst, alles dort gelassen?
- 21:15Alles dort lassen. Alles dort lassen? Sie kam mit einem Handgriff zurück. Alles. Alles. Kleider, Spielzeug, Möbel, Fahrzeug, Tüftel. Erinnerungen? Erinnerungen, Dokumente. Sie hat alles dort lassen. Hast du deinem Vater eigentlich das letzte Mal gesehen, als du noch in der Philippine warst und danach eigentlich nicht mehr? Nein. Hast du etwas gespürt? Hast du gewusst, dass es so weit kommt? Mhm. Schon? Mhm. Wann?
- 21:44Ich habe mir in der Zeit, in der ich da war, den Fuss gebrochen. Also den Oberfuss, nicht schlimm gewesen, etwas Kleines. Und er hat dann immer wieder angerufen und ich habe zu diesem Zeitpunkt nicht mehr mit ihm gesprochen. Ich habe ihn
- 22:02Meine Mutter hat so gelitten. Und ich kann das nie verziehen. Und ich habe zu diesem Zeitpunkt nicht mehr mit ihm gesprochen. Dann hat er angerufen, wegen dem halt. Und bitte gib sie mir. Und hat meine Mutter bearbeitet. Ich weiss das noch genau. Wir sind im Auto gesessen. Gib sie mir, gib sie mir. Hat mir immer Minkeli gesagt. Gib mir das Minkeli, gib mir das Minkeli. Meine Mutter, sie will nicht, sie will nicht. Und dann habe ich einfach meiner Mutter das Telefon genommen.
- 22:27Und dann waren wir am Kaffee und er sagte, «Lass mal, hast du gehört?» Und ich so, «Ja, voll halt.» Also ich habe ihm gerade meinen Schutzengel zugeschickt. Für ihn. Und das war das Letzte, was ich mit ihm gesprochen habe. Mhm. Und ich glaube, das war schon mein Zeichen. Krass, das kommt mir gerade sehr nahe. Ja.
- 22:57Aber er hat dich geliebt? Über alles. Aber er hat auch andere Sachen geliebt. Ja. Und Sachen, die du nicht machst, wenn du Familie hast. Natürlich nicht. Wie ist dein Bruder damit umgegangen? Ich meine, 15 Jahre älter. Schwierig. Das ist für ihn natürlich... Mein Bruder hat nie so... Ich weiss, dass er jetzt noch mega leidet. Wahrscheinlich mehr als ich. Sind deine Eltern beide Schweizer?
- 23:27Ja. Also meine Mutter ist Deutsche. Und mein Vater ist wirklich ein Reisender. Wirklich? Hat mir immer etwas anderes erzählt. Woher er effektiv ist. Aber du hast einen Schweizer Pass? Ich habe einen Schweizer Pass, ja. Und du Deutsch hast du gar nicht?
- 23:47Also ich war immer Doppelbürger, als wir dann aber in den Philippinen waren, habe ich den philippinischen halt genommen. Und den haben wir dann aber abgegeben. Und jetzt habe ich nur noch den Schweizer Pass, werde jetzt aber den Deutschen wieder beantragen. Du willst den Deutschen wieder beantragen? Aus welchem Grund? Weil wir nach Mallorca gehen. Ihr nach Mallorca? Ah! Und das ist das Beste mit dem Schweizer Pass? EU halt. Ah, weil es EU ist, klar. Nice to have. Cool. Und nein, Doppel ist super. Ja.
- 24:15Ja, sie gehen nach Mallorca. Yes. Gut, also deine Reise geht weiter. Ja. Gut, also wir sind jetzt in den Philippinen. Ähm... Ein grosses Schicksal passiert. Dein Vater ist gestorben, du warst aber da mit deiner Mutter. Ja. Ähm... Und deine Mutter kam dann zurück und hat alles dort gelassen. Nach dem Einestrick deines Vaters. Sie kam zurück und sie hat alles stehen und liegen gelassen. Ja. Und kommt mit einem Koffer zurück. Sie musste sich ein neues Leben aufbauen. Ja.
- 24:44Wie ging das alles? Schwierig. Traur. Mega. Verlust. Angst. Sie hat halt auch ihr ganzes Leben verloren. Sie hat Liebe vor ihrem Leben verloren. Sie hat ihr Umfeld verloren. Sie hat alles verloren. Mich auch. Aber ich sage, die Liebe, die sie zu meinem Vater hatte, das ist...
- 25:03Ich konnte das nie ... Jetzt, als ich meinen Seelenverwandten verheiratet hatte, weiss ich, was bedingungslose Liebe ist. Aber zu diesem Zeitpunkt habe ich das nicht ... Ich habe so gelitten für sie. Und sie ist so eine resiliente, starke Frau. Sie hat dann Tag und Nacht gearbeitet in einem Restaurant.
- 25:28Dort durften wir schlafen. Wir haben eine Matratze bekommen. Ich weiss noch, es war ein Nachttisch. Wir hatten zwei Nachttische. Es waren alte Wein-Kisten. Eine Matratze, zwei Wein-Kisten. Und dann ging das ein bisschen so. Ja. Von null geht das ein bisschen.
- 25:52Wir haben dann durch einen anderen Schicksalsschlag, in diesem Restaurant war eine alte Dame. Sie ist dann leider verstorben. Wir durften dann die Wohnung... Wir durften dann die Wohnung anmieten. Und sie hatte alles drin, Bett, Möbel. Und du warst dann wieder euer... Dann haben wir wieder... ...einem Start wieder in das Zivilisierte. Das ist so. Also auch so ein Wink vom Himmel.
- 26:21Ja, dann ist es leider noch schwieriger geworden. Oh, wirklich? Meine Mutter trauert. Ich habe andere trauert. Wie hast du trauert? Ich habe für sie trauert. Ich habe für meinen Bruder trauert. Ich habe für alle trauert. Mein Herz ist zerrissen für alle anderen. Ich habe für mich gar nicht trauert. Okay. Meine Empathie ist so viel grösser als meine Selbstliebe. Ich konnte nicht trauern. Es ist alles später gekommen. Es ist alles später gekommen? Ja.
- 26:52Ja. Und in dieser Zeit... Wir sind immer noch... Du bist jetzt etwa 13, 14? Okay, das heisst, eigentlich wäre es ja wahrscheinlich diese Zeit, wo wir langsam anfangen müssen, mal eine Lehre zu suchen oder so, oder? Ich habe eine Lehre gestartet. Als was? Verkäuferin, als Schuhfachfrau. Als Schuhfachfrau? Mhm. Okay. Wo? In Schaffhausen. Das alles war in Schaffhausen. Ah, das war in Schaffhausen? Okay. Ja. Ich habe dann die Lehre gemacht.
- 27:22Ich musste dann sehr früh ausziehen. Mit 15, 16. Ausziehen mit 15? Mit 15, 16. Wie machst du das? Alles möglich. Ich hatte eine 800-Franke-Reise-Rente. Aber dein Pappi? 410-Franke-Lehrlingslohn. Früher hast du ja nichts bekommen. 410-Franke-Lehrlingslohn, 800-Franke-Reise.
- 27:52Ja, es ging irgendwie. Ich hatte eine kleine Wohnung in Behringen. Da ist so ein kleines Café, in Schaffhausen. Ich lebte dort. Es war sehr schwierig mit meiner Mutter, wegen der Ruhe und allem. Sie kam noch nicht davon weg? Nein. Und dann war es schwierig. Ich habe dann ein wenig gemodelt, weil... Geld brachte.
- 28:19Dann habe ich Dejan kennengelernt. Mit dem Shooting. Mit 17. Mit 17. Mit 17 hast du ihn kennengelernt. Dann hatten wir das Shooting. Zwei Wochen später bin ich zu ihm nach Zürich. Alles. Was? Zu ihm nach Zürich gezögert. Wirklich? So schnell? Wie geil, Maureen. Oh mein Gott. Er hat dann für mich alles geregelt. Soll noch einer sagen, ich bin schamlos mit meiner Frau zusammengezogen? Richtig so.
- 28:47Sicher ist es richtig. Wenn man es weiss, dann... Logisch. Keine Frage. Er hat dann alles für mich geregelt und hat gesagt, jetzt heile ich erst mal ein bisschen. Hat er dir gesagt? Hat er dich... Er hat dich... Er hat dich... Er ist meine Rettung gewesen. Ja. Er hat mir das Leben gerettet. So schön. Ja.
- 29:07Sehr schön. Puh, okay. Jetzt hast du aber ganz am Anfang des Podcasts gesagt, als ich dich gefragt habe, was deine schönste Erinnerung ist, sind wir auf das Thema gekommen von «Was heisst für dich Glück?», «Was heisst für dich glücklich sein?», was heisst das früher für dich? Das hatte eine ganz andere Bedeutung früher als heute. Kannst du das jetzt etwas genauer beschreiben, jetzt wo wir ein bisschen mehr Background haben?
- 29:31Ich habe... Es war eine ganz schwierige Zeit, eine schlimme Zeit. Ich wusste nicht, wie ich da rauskomme, wie ich das überlebe. Ich hatte Todesangst, sehr oft. In dieser Zeit, in den Philippinen, alles war wirklich nicht einfach. Dann habe ich den Dejan kennengelernt und mein Leben ist... Ich habe Sicherheit verspürt. Ich habe Freude verspürt. Ich habe so viel Liebe von ihm bekommen. Geborgenheit, er hat sich so um mich gekümmert. Dann ging es bergauf, dann ist das mit Social Media passiert.
- 30:02Und das ist explodiert. Das hat uns eingenommen. Das ist unser Stoff. Konntet ihr von diesem Social Media leben? Man konnte von dem leben, ja. Wir haben aber immer weiter geschafft. Ja. Von Social Media kannst du leben. Besser als
- 30:20Du bist relativ schnell auf 50'000, innerhalb von 2 Milliarden. Und dann haben sie wegen Kooperationen... Alles Sponsorings, Kooperationen. Wir haben dann... Also warte mal, Maren. Die erste Kooperation. War das die erste Kooperation durch einen Sponsor?
- 30:41Ich glaube mein erster Sponsor war HJC. Darf man das sagen? Ja, wieso nicht? Jo oder? Jaja, voll. HJC. HJC. Das ist eine Toff-Marke, das ist eine Helm-Marke. Gut. Was? Heftig. Mega. Sorry. Einfach schnell zum... Ich bin dann... Es ist crazy. Es ist crazy. Crazy? Mega. Und sie haben dir einfach Toff-Helm geschenkt? Nein, ich war dann... ...Markending für sie. Botschafterin?
- 31:06Die Einzigen. Und dann ist das losgegangen. Sie haben mich... Ja. Das ist dann auch mit Finanzierung dahinter? Ja, ja. Ja, voll. Aber für uns ist das finanziell... Wir sind so nicht...
- 31:20Am Anfang ist das alles so unreal. Das ist ja eine Welt, das ist ja eine andere Welt, wie die Realwelt. Es ist einfach so. Und wir sind einfach mit dem Flow gegangen. Ich sage immer, man muss Wellen anmix reiten. Und wir sind die Wellen geritten. Und dann ist das weitergegangen, weitergegangen, mehr Sponsoren, mehr Töpfe sponsort, eingeladen worden, Meet & Greets, alles Mögliche. Und dann ist das explodiert. Ja.
- 31:49Ich habe an einem Tag 5, 6, 7'000 Follower bekommen. Und ich so «Wofür das noch?» Ja, ich bin nicht mehr daraus gekommen. Was? Ich war sehr überfordert, muss ich sagen. Wir hatten nie ein Management. Hast du Druck verspürt, wegen dem Fall? Druck? Oder warst du überfordert? Es ist mir ein bisschen... Ich sage immer, für Social Media muss man ein bisschen Show-Pony sein. Man muss das wollen. Man muss gerne im Mittelpunkt stehen. Es ist so.
- 32:16Das bin ich halt nicht. Das ist mir immer schwer gefallen. Also jedes Meet & Greet, jede Autogrammstunde. Ich habe eine Überwindung gebraucht für das. Das ist nicht in meiner Natur. Ich bin dann da reingewachsen. Mittlerweile war das easy. Aber am Anfang war das nicht einfach für mich. Und halt auch die Menschenmenge.
- 32:35Es sind viele Menschen. Es sind sehr viele Menschen. Und ich habe das halt so ernst genommen. Ich habe wirklich jedem beantwortet. Ich habe nämlich das Nächte durchgemacht. Wir haben dann eine Brand gestartet. Die heisst «Dry It More». Weil wir die Leute einfach zusammenbringen wollten. Ich glaube, ich habe sogar mal ein T-Shirt gekauft. Schön. Dann ist es losgegangen. Sie hatten ein Merch. Ja. Alles. Mega viel. Alles.
- 33:06Welche Idee war das? Meine. Krass. Ich habe gesagt, ich war ein bisschen modafin, habe im Verkauf gearbeitet und ich habe gesagt, schau,
- 33:16Wir haben immer gesagt, so Merch ist total strange. Wieso machen die Leute Merchandise mit ihrem Namen drauf? Das ist immer so ein bisschen... Dann haben wir gesagt, wir machen etwas anderes. Ich würde nirgends irgendwie Mrs. Black oder Black Forest reden. Es geht hier nicht um uns, es geht hier um uns. Ja. Und was hätten wir fahren dürfen? Was würden wir fahren dürfen? Wir wollen einfach mehr fahren. Alles andere ist uns doch eigentlich scheissegal. Wir wollen einfach fahren. Und dann ist Ride More entstanden. Dann habe ich gesagt, guck, ich möchte das machen.
- 33:47Dann sagte er, also, da, finanzielle Dinge, das hatte ich alles nicht. Ich hatte nichts. Dann sagte er, also, da, mach. Dann haben wir das gemacht. Er hat das alles designt. Das hat alles er designt.
- 34:02Dann ist das explodiert. Ja, das ist ja mega viel mit so Sachen. Ja, mega. Sehr kreativ. Mega. Mega kreativ. Dann ist Swiss Moto von uns zugekommen. Er hat gesagt, wir möchten euch ein Aushängeschild haben für dieses jährige Swiss Moto. Dann sind wir mit unserer ersten Kollektion Swiss Moto. Die haben wir dort verkauft und sind in zwei Tagen ausverkauft. Mit Ride More?
- 34:33Maren, was erzählst du da? Wie krass ist das? Ich kann mir das selber nicht. Und eigentlich alles aus dem Flow? Alles aus dem Flow. Wir sind nur immer mit dem Flow gegangen. Wir haben jede Welle geritten, wie sie gekommen ist. Das ist unser Motto. Wie lange ist das Ganze gegangen? Du bist jetzt mit 17 hast du ihn kennengelernt, dann hat das Ganze mit den Töpfen angefangen, dann hast du einen Account gemacht, bist du schon 18 gewesen? Ja.
- 35:02Oder nein. Ja, doch. Dann habe ich von 250er an Follower kassiert. Und dann teilweise 5000-7000 am Tag. Jetzt bist du ja über 250. Ja, ich war über 300'000. Wirklich? Wie lange ist das gegangen? Ich weiss es nicht. Wann haben wir es letztes Mal gepostet? Seitli. Er schon. Ich glaube, der wirkliche Ding, den wir mitgenommen haben, waren 6-7 Jahre.
- 35:29Okay. Und ich glaube, jetzt kommen wir in eine spannende Phase. Ihr habt etwas massiv grosses aufgebaut. Beide Accounts, riesige, mega reichweite Sponsoren, links und rechts. Swiss Moto, die von euch zukommt. Einen eigenen Merch-Brand, der von nullkommanix ausverkauft ist.
- 35:50Ich meine, wie gesagt, ich habe selber Schürze von euch gehabt mit diesen gefahrenen Amix über meinem Lederkombi. Genau, das war unser Ziel. Das war so geil. Das war mega cool. Das war super geil. Ja, und wir haben halt auch mega Wert auf Qualität geleitet und ich glaube, das hat uns so ein bisschen einzig, so ein bisschen...
- 36:06Ja, es war einfach schön. Wir haben das für die Leute gemacht. Uns ging es nicht um uns, darum auch nicht Black Forest Rhythms. Wir wollten das wirklich für die Gemeinschaft. Und dann ist das enger und grösser geworden. Wir haben das Zeug von zu Hause aus versendet. Nächtelang. Wir haben unsere Sticker selber geplottet.
- 36:26Ich habe sehr gute Freunde. Sehr gute Freunde. Sie haben die Nacht mit uns durchgemacht. Sie sind mit uns von Mess zu Mess gereist, um uns ein Zeug zu verkaufen. Sie hatten sehr viel Unterstützung. Wir haben immer noch weitergearbeitet. Ich habe dann etwas runtergeschraubt, weil es 24 Stunden am Tag gearbeitet hat. Wie viel war das? Dann wurde meine Mutter krank. Und dann hat mein Leben gestoppt. Dann habe ich den Job richtig runtergeschraubt. Und mich dann um sie gekümmert.
- 36:57Und dann war das die Welle, in der wir geritten sind. Gut. Du warst wann? Ende 2018. Ende 2018. Habt ihr gestoppt? Nein, ich habe einfach mein Leben gestoppt, ein bisschen. Social Media haben wir weitergemacht, weil es halt peak war. Peak, peak. Du bist einfach mit deinem Job runtergefahren.
- 37:23Ja. Und hast du dann wirklich nur noch Social Media gemacht, dass du auch mehr Zeit hast für deinen Mann? Ich habe keine Chemo ausgesetzt, keine Bestrahlung, bin jeden Tag mit ihr das Zeug gemacht. Über Monate, weil ich gewusst habe, das ist meine einzige Priorität und den Rest habe ich dann gemacht in der Nacht oder während der Chemo gepostet oder guckst du ja 8 Stunden dort, bis das Zeug hier läuft. Dann habe ich dort ein bisschen gearbeitet, bin weitergegangen, der hat auch noch Gas gegeben und unsere...
- 37:53Du reist halt auch viel. Du wirst dort hinbestellt, da wirst du hingeflogen. Du bist überall ein bisschen. Und das haben wir alles noch mitgenommen. Das war auch finanziell interessant. Irgendwann bist du halt auch so, dass man immer gewünscht, dass er das ein wenig machen muss. Wir sind sehr sicherheitsbewusste Leute. Also wir machen nichts so naiv. Wir sind sehr auf der sicheren Seite mit unserem Leben. Was halt auch finanzielle Sicherheit bedeutet.
- 38:22Logisch. Ja, und dann sind wir die Welle weitergeritten. Musst nicht, aber du kannst sehr gerne, wir droppen gerne Sachen. Der beste Monat mit Social Media. Kannst du sagen, was sie dir verdient haben? Oder was du verdient hast?
- 38:42Ja, ich kann etwas sagen, ich glaube, das ist sehr eindrücklich. Wir sind an die MotoGP geflogen worden. Das war auch so ein einschneidender Moment für uns. Wir sind an die MotoGP eingeflogen worden. Im luxuriösesten Hotel, das es dort hatte, wo irgendwie eine Nacht für 1000 Euro oder so kostet. Wie die Rennstrecke? Was war das? Salz. Salzburg.
- 39:11Ich glaube das ist Salzburg. Wien. Also der österreichische... Ja, ich glaube das ist Salzburg. Wir waren halt oft an der MotoGP, aber das ist so der. Okay. Wir haben uns eingeflogen. Wir haben das höchste Ticket bekommen, das du für die MotoGP kannst. Also das heisst so mit dem Rossi, mit dem Marchesi, einem Ding.
- 39:27«Tschau, Lava.» «Die laufen alles vorbei.» «Ich fange gerade an zu weinen.» «Es ist crazy, wenn ich das alles so überlege. Wie bin ich dort gelandet? Wie sind wir dort gelandet? Drei Tage. Und ich glaube, wir haben am Tag pro Person 3000 Euro zusätzlich bekommen, dass wir dort sind.» «Schon mal 18 Millionen, nur schon von dem, dass er dort ist.» «Irgendwie so etwas war das.»
- 39:54Und das sind schon nur drei Tage. Das ist glaube ich so der Monat, wo wirklich... Die haben uns vom Hotel auf die Rennstrecke geflogen mit einem Privatjet. Morgen hin, am Abend zurück, am nächsten Tag hin, am Abend zurück. Das war aber für uns so der Moment, wir wären viel lieber am Campingplatz gewesen. Mit den Leuten. Wir hätten dort gepennt.
- 40:19Camper, Zelt, scheissegal. Aber wir haben das Treatment bekommen, das war so für uns der Moment, sind wir das? Wollen wir das? Wir sind mega dankbar. Wir sind zwei mega dankbare Leute. Aber es ist schon eine spezielle Sache, wenn du dort so reingehst.
- 40:40Aber auch dort sind wir weitergeritten. Und dann irgendwann wurde das Social Media so ein bisschen anders. Den Wechsel haben alle mitbekommen. Jeder wollte, jeder hat es probiert. Es ist eine Megamasse an Influencern dazugekommen. Und der Content ist so ein bisschen strange geworden. Was heisst strange? Also wir waren bekannt für unser Fahren. Wir sind die zweite Rennstrecke gefahren. Der Dejan ist
- 41:10sehr... Der Dejan hat ein riesen Talent fürs Töpfe fahren. Und ist bekannt geworden durch extreme Fahrweise. In unserem Leben war es das Töpfe fahren. Und irgendwann wurde der Content so ein bisschen anders. Stadtvlogs... Es wurde alles so ein bisschen erotisch. Du musstest etwas Extremes machen und irgendwann mussten wir auch sagen, der Content
- 41:38ist nicht egal. Was wir machen, ist nicht in Ordnung. Darum hat der DERN sich nicht gezeigt. Er wäre ein Gefängnisgut. Bis heute war ich. Genau. Und darum ist das wie, wir haben das verjähren lassen. Dass ich jetzt über das rede. Wir haben das verjähren lassen und dann hat der DERN sich angefangen zu zeigen. Und wir müssen halt unserem Ding treu bleiben.
- 42:02Weil die Fahrweise sind nicht nur auf der Ansteckung, sondern auch auf der Strasse. Grenzwertig. Wir machen es nicht, aber wir haben es gefilmt. Genau, das ist es. Ich habe damals auch meine Kamera aufgestellt in der Kurve im Schwarzwald und bin dort wie ein Vollhorn durchgefahren, wo nicht nur ich mich selber, aber auch andere gefährdet haben. Absolut. Und ich weiss nicht, ob das der jugendliche Lichtsinn ist. Ich wollte gerade sagen, man wird auch älter.
- 42:27Ja, aber damals hat es einfach gezogen. Du hast ein Bild gemacht, wo du in der Kurve einen schwarzen Streifen ziehst. Das ist angekommen. Es ist angekommen. Ich finde, ich habe 24 Euro gekostet. Und dann denkst du so, ich muss nächste Woche wieder und wieder und wieder und wieder. Und dann wollten wir nicht von Cayenne. Verstehe ich, das hat er gut gemacht. Wir wollten einfach fahren. Und wir konnten nicht mehr fahren, weil wir sind überall erkennbar geworden. Aber warte, du hast aber gerade gezeigt,
- 42:49Der Konten hat sich verändert. Es ist erotischer geworden. Was ist erotisch? Also die Frauen mussten immer mehr. Zeigen? Ja, und ohne Schutzkleidung. Ich habe keine Autoprüfung. Ich bin das ganze Jahr durch die Töpfe gefahren. Und für mich ist die Töpfe nicht etwas Erotisches. Ja.
- 43:12Der Fahrer ist stinkig, schwitzig, heiss, schmerzhaft, anstrengend, aber mega leidenschaftlich. Und dann wollte man ihn mitziehen. Und ich habe das dann so mitgezogen, wie ich mich mit dem... Irgendwann konnte ich das nicht mehr. Und habe mich dann halt entschieden, mein Zug weiterzuführen. Ich bin...
- 43:35Ich bin aus der Schweiz, ich bin nass, ich bin durch den Schnee gefahren, ich bin umgefallen, ich hatte einen Unfall. Also weisst du, es sind alles so reale Sachen und wir wollten das halt beipalten. Und in Dern ist der ganze Insta und YouTube und das war nicht mehr so. Und dann hat er aufgehört. Krass. Er hat aufgehört. Ich habe dann noch ein bisschen weitergezogen, weil ich halt, ich war sehr nah an meiner Community. Und jetzt reden wir von welchem Jahr etwa? Wo sind wir jetzt? Jetzt musst du mal schauen, wenn der Dern es letztes Mal gepostet hat.
- 44:04Also ich bin schon auf Insta bei Black Forest. Und das letzte Foto, einfach diese Fotos, wir müssen hier ein paar einblenden, wirklich massiv geil. Das war seine Leidenschaft. Was für geile Fotos. Aber das letzte, 17. Juni 2021. Ja, in diesem Fall. Und bei dir? Ich habe vor kurzem nochmals etwas gepostet, weil ich wollte ein Lebenszeichen geben. August 25. Ja, aber ich habe vorher aufgehört eigentlich.
- 44:34November 25. Das war einfach so etwas. Weisst du, dass... Ich sage jetzt mal, das letzte Wüki, das man sieht, du bist Töpferin auf diesem Steg. 13. Mai 25. An meinem Geburtstag. Ja.
- 44:52Und du hast auch geschrieben, it's been a while. Ja, eben. Ich war dort schon nicht mehr aktiv. Ja, du warst nicht mehr so aktiv. Okay, krass. Also das sind wirklich ein paar Jahre her. Und dann haben sie dich dann auf Eis gelegt? Mhm, sie haben mich so ein bisschen verlaufen lassen. Sie haben mir nie gesagt, wieso. Viele Leute meinten dann, dass... Sie haben viele Leute gefragt? Mega viele Leute meinten dann, dass der nicht mehr lebt. Ja. Dass er verunfallt ist.
- 45:18Und er ging psychisch auch nicht mehr so gut, hatte ein Burnout und alles. Es war einfach zu viel. Es waren zwei Fulltime-Jobs. Und dann haben wir uns entschieden, um das Leben zu geniessen. Den haben wir einfach mal genossen. Und was heisst das?
- 45:39Wie sind ihr das angegangen? Ihr habt den Entschluss gefehlt, ihr habt gesagt, ihr wisst ja was. Wir lassen uns einfach nichts kommunizieren. Ja, wir lassen uns einfach verlaufen. Wir haben nicht wollen, irgendwie, ich habe aber auch die Leute nicht wollen, so in dieser Angst, dass immer etwas passiert ist. Was ist mit dem Brand? Haben wir dann noch ein bisschen weitergeführt, haben wir auch verlaufen lassen. Haben wir auch verlaufen lassen. Und dann gibt es auch nicht mehr, da kann man nichts mehr kaufen. Nein. Das dann alles.
- 46:02Ja, wir haben es genossen. Ferien, schön für uns, Töpfe fahren wieder für uns. Es war halt schwierig. Zu diesem Zeitpunkt waren wir schon zu bekannt. Überall waren wir nicht in der Restsitzung, ohne dass jemand nach einem Foto gefragt hat. Und wir wollten einfach für uns geniessen. Wir waren relativ frisch verheiratet, zu der Zeit, als das so in Action war. Wir konnten uns nicht winnen. Wir waren nicht mehr am Machen. Viel, viel. Und dann haben wir einfach mal langsam gemacht.
- 46:33Ja. Dann sind wir von Refts nach Wallisälen gezogen. Dann haben wir dort einfach ein wenig genossen. Super Entscheidung, Wallisälen kann ich wirklich nur empfehlen. Absolut. Es ist ein wunderschönes Städtchen hier. Absolut. Ja, dann haben wir genossen. Dann haben wir genossen. Meine Mutter ist dann auch wieder fitter geworden. Schön. Ich habe wieder ein wenig das Leben zurückgewonnen. Schön. Und in dieser Zeit hast du ja dann aufgehört, oder fast aufgehört zu arbeiten, hast du es mega reduziert. Ich bin dann zurück in die Töpfwelt, habe dann wieder
- 47:04Äh, im 21 oder was? Was, jetzt ist ja gleich... Nein... Jetzt reden wir von Covid-Zeit. Genau, ich habe dann weitergearbeitet. Als was? Töpferkäuferin. Du warst Töpferkäuferin bei der Dugatti. Ja, Dugatti Zürich hat das damals geheisset. Dugatti Zürich, ja. In Dietlicken? Ja, gleich da vorne, ja. Da habe ich ein paar Jahre gearbeitet. Dann bin ich aber in ein anderes Geschäft.
- 47:30Schlussendlich in das Geschäft, das ich bis vor zwei Jahren geschafft habe. Und dann ging es mit meiner Psyche bergab. Vor zwei Jahren? Ja, Dezember. Dezember. 1924 oder was? Was ist denn passiert? Er hat alles eingeholt. Alles. Von deinem Vater? Kein... Alles. Alles?
- 48:00Alles, ja. Wie hat sich das ausgewirkt? Es hat sich auch angeschlichen. Ich bin halt eine mega Geschaffige. Ich arbeite so gerne, ich habe es geliebt. Ich bin mega geliebt zu arbeiten. Ich liebe die Branche, das war mein Leben. Ja, es hat sich angeschlichen. Ich bin dann weiterhin gearbeitet. Ich habe dann oftmals meinen Kindern nicht mehr gewusst, für den PC. Ich habe oftmals nicht mehr gewusst, wie man einen Vertrag schreibt.
- 48:29Ich bin oft in Tränen ausgesprochen, hysterisch, aus dem Gespräch. Ich konnte das nicht, was läuft jetzt da, ich konnte das gar nicht. Und dann ist das immer schlimmer geworden. Ich habe aber weitergeschafft. Der Dern hat sich mega Sorgen gemacht. Ich habe gesagt, nein, alles gut, ich muss, ich liebe es, ich mache es. Und dann hat ein sehr guter Freund von mir, ich habe viele Jahre mit ihm geschafft, dort auch mit ihm geschafft.
- 48:54Auf dem Heimweg im Dehannageläuten. Und gesagt, hör mal, ich weiss nicht, was los ist, aber irgendwer stimmt nicht mit den Maren. Sie vergisst alles. Sie kann nicht mehr klar reden. Sie ist mega viel im WC. Ich weiss nicht, was läuft. Ich muss ins WC heulen. Ich hatte eine Panikattacke. Ich hatte so eine Angst. Auf einmal kommen? Ja, mega. Schlimm, ja. Ich kannte mich nicht mehr. Ich wusste nicht, was läuft.
- 49:25Dann bin ich nach Hause gekommen, der Dern ist in der Tür gestanden und hat gesagt, so, das war es. Er hat da einen glatten Termin gemacht, bin zu einem Arzt. Er hat mich dann weiterverwiesen und dann bin ich... Dann ist es losgegangen. Ich habe eine Panikstörung entwickelt. Ich bin zum Arzt... Eine Panikstörung? Heisst das, das ist der Begriff für eine Panikattacke? Nein, eine Panikstörung ist...
- 49:53Panikattacke mal 100. Okay. Ich gehe zu dem Arzt, weil ich gesagt habe, ich habe ein Burnout. Selbststördmose? Genau. Also die ersten paar Mal konnte ich gar nicht reden. Gar nicht. Es ist nichts mehr rausgekommen. Ich habe verlernt, wie man redet. Die Panikattacke war so übel. Ich bin am Boden gelegen. Krampfanfälle. Andere Welt. So dissociated. Ich habe nicht mehr gewusst, wer ich bin. Ich bin davon gerannt vom D.A.N. Weil ich Todesangst hatte. Ich bin durch die ganze Wohnung gerannt. Ich habe...
- 50:23Es waren Erfahrungen, bei denen ich nicht wusste, dass das Menschen möglich ist. Ich habe dann aber dort hingehauen und sagte, «Doktor, ich habe einen Burnout. Du hast leider keinen Burnout.» Dann wurden weitere Diagnosen gefällt. Die Panikstörung hat mich übernommen. Ja. Mein Leben hat sich geändert.
- 50:54Sito? Oder ab diesem Zeitpunkt? Wahnsinnig. Zum Beispiel? Oder hast du nicht mehr arbeiten können? Ich konnte nichts mehr machen. Nichts mehr. Du wurdest vom Arzt auch arbeitsunfähig deklariert? Ja, sofort. Therapie war was?
- 51:14Einmal in der Woche Therapie. Dann sind wir zum Entschluss gekommen, dass ich in eine Klinik muss. Ah, okay. Da war ich drei Monate in der Tagesklinik. War das so Rehab-mässig? Ja. Drei Monate war das, war gar nicht gut. Ich war noch nicht an dem Punkt, dass ich etwas aufnehmen konnte. Meine Panikstörung war noch so stark.
- 51:38Dann habe ich Pause gemacht für ein paar Monate. Mit der Klinik? Ja, weiterhin Therapie, Therapie, Therapie. Extrem Medikamente. Also ich bin total voll mit Medikamenten. Sonst könnte ich hier jetzt nicht sitzen. Ich habe die Kontrolle über mich verloren. Ich habe durch die Medikamente 17 oder 18 Kilo zugenommen.
- 52:06Das ist jetzt wieder weg. Aber ich habe 80 Kilo zugenommen. Ich konnte nicht mehr mit Leuten reden. Ich konnte nicht mehr vor das Haus. Ich konnte nicht mehr alleine etwas machen. Ich konnte nichts mehr. Ich habe mich verloren. Ich habe in den Spiegel geschaut und mich nicht mehr erkannt. Es ging nicht mehr. Und dann kam die Crisis, was läuft? Was ist das? Wer bin ich? Und dann haben wir gesagt, also zweite Klinik.
- 52:31Wir machen das nochmal. Also der zweite Anlauf. Noch drei Monate. Weitere drei Monate. Auch nicht gegangen. Es hat sich durchgezogen. Was macht man in so einer Klinik? Du hast verschiedene Angebote. Du suchst dir aus, was für dich
- 52:51was gut klingt. Dann hast du dort Gruppentherapie. Das Problem ist, du sitzt dort mit Leuten, die ein Burnout haben. Er ist ein Borderline. Er hat PTSD. Sie hat eine Angststörung. Eine Depression. Du sitzt dort mit Leuten, mit ganz verschiedenen Diagnosen. Und ich habe eine Panikstörung. Mir hat alles Angst gemacht.
- 53:16Jeder Einzelne hat die Antwort? Jeder Einzelne. Der war laut, der war verschlossen. Passiert jetzt da etwas? Tut er mir etwas an? In einer Panikstörung, das ist vielleicht noch wichtig zu sagen, fühlen sich wie Hirnstränge entkoppeln. Du hast zu viele schlimme Sachen erlebt, dein Hirn geht in... Tilt. Dann entkoppeln sich verschiedene Hirnstränge. Und du kannst nicht mehr...
- 53:40Warnen, ob das eine reale Gefahr ist oder nicht. Mir macht alles Angst. Jedes Geräusch, jede Bewegung. Ich konnte nicht mehr raus. Ich konnte nichts mehr. Und dann hatte ich dort viele Triggerpunkte. Leute, die ein bisschen laut waren, auf den Tisch geklopft. Und dann ist mir der Laden runter. Ich hatte Todesangst. Ich konnte nicht mehr einschätzen. Macht er mir etwas? Macht er ihnen etwas? Muss ich da? Muss ich rennen? Auch jetzt noch.
- 54:08Es ist vielleicht jetzt komisch, aber als wir vorher durch das Zeug gelaufen sind und ihr mir alles gezeigt habt, habe ich immer überlegt, wo ich wegrennen könnte, wenn etwas wäre. Das ist immer noch in mir drin. Die Angst übernimmt mich nicht mehr. Ich nehme alles wahr. Ich kann mit euch das geniessen. Ich habe das gesehen. Aber dahinten habe ich immer Fight or Flight. Ich bin 24 Stunden am Tag am Abschätzen, ob mir jetzt etwas passiert. Und dann war das mein Leben.
- 54:39Die zweite Therapie, ich nenne es jetzt Rehab, weil das ist so, wie ich es jetzt am besten beschreiben kann. Vielleicht ist es falsch, wenn es so ist. Alles gut, alles gut. Das zweite Mal Rehab, das war im Jahr 2022? Nein, vor kurzem. Ah, vor kurzem. Ja. Vor vier Monaten. Ah, wow. Fertig gewesen, ja. Vor vier Monaten fertig gewesen? Ja.
- 55:09Dann haben wir uns ja kurz darauf abgelenkt. Und dann habe ich Pilates entdeckt. Yes. Wirklich? Ja. Und das hat mich... ...wirklich wieder spüren lassen.
- 55:21Ich weiss wieder, dass ich die Maren bin. Mein Körper wieder. Das ganze Gewicht war innerhalb von zwei Monaten weg. Ich weiss nicht wie. Mein Körper hat sich wieder gefunden. Er hat mich wieder reguliert. Die Medikamente sind sehr gut eingestellt. Ich habe einen super Arzt. Das ist aber kein Hausarzt. Das ist ein Psychiater. Einer der besten Psychiater in Zürich. Ich hatte so viel Glück. Ein wahnsinniger Mann. Der hat mich...
- 55:53Was war das, du hast dich dann wieder gefunden im Pilates, was war das? Ich glaube auch der Safe Space, ich war eine mega aktive Person, ich war immer unterwegs, ich habe viele Party gemacht, ich hatte immer Gäste. Ich hatte nie einen ruhigen Moment, ich bin eine mega gesellige Person, ich bin ein mega Host. Ich hatte immer gerne Leute bei mir, ich hatte immer voll Haus. Ich habe das alles verloren.
- 56:14Das hat man auch sehr fest gemerkt, als wir das letzte Mal bei dir waren. Meine Leidenschaft, ich empfehle. Du bist eine gute Gastgeberin. Ich liebe es. Habe ich auch verloren. Nichts mehr gehabt. Und dann war ich so, fuck. Und dann hat meine Mitbewohnerin, wir wohnen jetzt gerade in einer WG, bevor wir gehen,
- 56:33Er sagte dann, er habe noch ein E-Book. Ich sagte, nein, auf keinen Fall. Ich habe noch nie Sport gemacht. 30 Jahre keinen Sport gemacht. Ich war noch nie im Fitnessstudio. Ich war noch nie im Joggen. Ich habe der Schule scheisse gemacht, dass ich nicht ins Turnen durfte. Ich hatte so eine Abneigung zu Sport. Und sie sagte, du kommst jetzt mit. Wir machen das. Gott sei Dank hatte sie so einen starken Ding. Dann bin ich an meinem ersten Pilates Event. Ab dann bin ich jeden Tag ins Pilates.
- 57:05Yes. Krass. Und so habe ich mich selber wieder gespürt. Mhm. Ich bin noch weit weg, weit, weit weg von einem normalen Leben und gesund zu sein. Das sagst du, weil... Du weisst ja, wie Maren von früher war. Du weisst, wie Maren jetzt auch ist. Ich will nie mit Maren von früher. Wieso? Ist das... Aber darf ich noch etwas challengen? Mhm. Nur für mich. Ist das ein Glaubenssatz? Nein, es ist nicht. Weil... Okay...
- 57:34Nach so einer Diagnose verändert sich dein Hirn. Dein ganzes Bewusstsein. Aber es hat sich auch verändert aus meiner... Es war ja schon so und es hat sich verändert. Das Ding ist, dass... Kann man nicht mehr... Also kann das nicht wieder... Es sterben Sachen ab im Hirn. Okay. Wenn du über lange Türen... Das heisst KPD-SD. Das ist so... Kurz erklärt ist KPD-SD... eine Belastungsstörung, die du bekommst... aufgrund von sehr langen...
- 58:02sehr traumatische Erfahrungen. Ja. Und das hatte ich leider nicht in der Kindheit. Und weil du dort so leid bist, sterben dir Sachen ab. Dein Gehirn ist niemals das gleiche. Heisst aber nicht, dass die Neumaren nicht noch viel schöner, besser fühlen können, wie die Alten.
- 58:20Weil es sind ja alte Sachen abgeschoben, aber das Hirn kann ja neue Sachen generieren und neue Sachen produzieren. Also vielleicht, wie du jetzt sagst, kann es der Anfang sein von einer noch viel schöneren, nicht äusserlich,
- 58:36Schöner meine ich, sondern von einer innerlich schöneren Maren, die sich neu entwickelt. Wie der Phönix, der aus der Asche entsteht. Genau, es wird so sein. Ich spüre das. Das Schöne ist, ich habe durch die ganze Diagnose und die ganze Zeit nie meinen Kern verloren. Man hat immer noch meinen Kern gespürt. Das extrem Hilfe bereitet. Ich bin mega sozial, ich bin mega fürsorglich.
- 59:05Ich bin sehr fürsorglich, ich bin mega empathisch, ich würde für meine Liebsten alles geben. Ich habe das nie verloren. Und auf das möchte ich jetzt aufbauen. Ich muss ein bisschen bewusster sein mit meinem Helfen, weil das...
- 59:23Das ist halt dir helfen. Genau. Ich darf an mir helfen, ich muss mir helfen, ich brauche jetzt viel Kraft für mich. Aber ich habe nie verloren, dass ich andere Menschen extrem liebe und dass ich eine Dankbarkeit habe fürs Leben. Und auf dem baue ich jetzt auf.
- 59:37Ich wollte wieder mutig werden. Ich musste nur für den Töff fahren, weil ich nicht mehr wegen der Medis dürfen durfte. Ich habe alles verloren. Aber ich habe jetzt die Chance, wieder alles zurückzuwinnen. Ich möchte das mitgeben. Auch in diesem Podcast. Das klingt doof, aber ich möchte durch das zeigen, dass ich so lebensmüde war. Ich wusste, das wird nicht mehr. Ich habe es im Düsten gespürt. Das wird nie mehr. Ich habe Tage, in denen ich weiss, dass es wieder wird. Egal wie
- 1:00:06unmöglich, unlösbar, schmerzhaft etwas ist, es kann wieder werden und es wird wieder. Und ich will das mitgeben. Mein Leben wollte so, so hoch, so hoch, aber ich habe nicht die Freude am Leben verloren. Ich habe nicht die Freude am Menschen verloren. Ich liebe das Leben. Ich liebe die Liebe. Ich liebe noch so fest. Und das will ich mitgeben. Man kann für viele Dinge nichts.
- 1:00:38Für all das kann ich nichts. Ich kann wie nichts. Aber ich nehme es an. Das ist so die radikale Akzeptanz. An dem schaffe ich noch. Aber es wird besser. Und ich werde das mitgeben. Es wird besser. Egal in welcher Situation man steckt. Es wird besser, wenn man es will. Willenskraft.
- 1:00:59Es ist, ja es ist. Hey, ich muss wirklich sagen, ich hatte schon wirklich einige, einige, einige, einige Gestalt. Und ganz viele haben mich berührt. Ganz viele Geschichten haben mich berührt, ganz viele Geschichten haben mir den ganzen Hautmoment gegeben. Aber ich bin selten, so oft, ich meine, ich bin jetzt in diesem Podcast, wir sind jetzt seit einer Stunde dran,
- 1:01:26war ich schon so nah an den Tränen, dass ich mich wirklich schnell zurückhalten musste. Einfach weil ich dich kennengelernt habe und jetzt deine Geschichte lernen kann,
- 1:01:38Also nur schon von dem erzählen, schon ein bisschen Pipi in den Augen. Ich finde das wirklich krass. Deine Geschichte ist wirklich mega krass. Und es zeigt von so viel Stärke, dass du da sitzen kannst, mit mir ein Gespräch führen kannst, über deine Geschichte, über deine Story, über deine Struggles. Und ich glaube, der Podcast ist genau für das da. Der Podcast ist da, um ein Mehrwerk herauszubringen. Und nennen wir es beim Nennen. Du hast wirklich Scheisse erlebt. Du hast wirklich...
- 1:02:08viel Shit erlebt. Aber du hast die Hoffnung nie aufgegeben. Du bist jetzt voll im Leben, du bist voll da. Du arbeitest an dir, du arbeitest an deiner neuen Maren. Und du machst es mega gut. Danke. Es ist mega schön, wie du es machst. Danke. Ich bin stets bemüht. Stets bemüht. Wo kann deine Reise hin? Wo kann es sein, was siehst du?
- 1:02:36Was kann man von dir erwarten? Oder was kannst du von dir erwarten? Ich glaube, noch viel wichtiger. Ich erwarte von mir wieder... Ich will wieder in meinen Flow reinkommen. Ich will einen ruhigeren Alltag haben, wie ich ihn damals hatte.
- 1:02:57Unsere Reise geht jetzt nach Mallorca weiter, Ende Jahr. Wir gehen. Meine Mutter lebt in Mallorca. Sie ist das Grösste für mich. Ich will die Nachbarin sein. Mallorca ist eine mega heilsame Insel. Sie hat eine mega Energie. Eine mega Energie. Und ich möchte dort meinen Frieden wiederfinden. Ist das eine... Ist diese Reise, diese Auswanderung, ist das ein kompletter Cut?
- 1:03:27Ich bleibe hier gemeldet. Okay. Ich muss, wegen meiner ärztlichen... Ja. ...Furcht das. Weil wer weiss, wie lange das noch geht leider. Panikstörungen können mega lang gehen. Okay. Ich muss mein Hirn jetzt umtrainieren. Das mache ich jeden Tag. In diesen vier Monaten, ist seitdem wieder etwas passiert? Klar, du hast erzählt, du bist oben und du hast immer das Gefühl, wo kann ich jetzt... ...wo könnte ich... Mega viel passiert. Ich fahre jeden Tag alleine ins Pilates. Ich bin vorher nicht mal vor der Tür.
- 1:03:54Nein, viel Gutes ist passiert, aber es ist wieder eine Panikattacke passiert. Ah ja, gestern. Ich gehöre dazu, das ist jetzt ein Teil von mir. Merkst du, dass sie kommen? Ja. Also bannen sie sich an? Wie bemerken sie sich? Also ich habe leider einen Hörsturz bekommen. Hörst du die Sachen nicht mehr? Hör nicht mehr. Sehe sie auch nicht mehr. Also bei mir ist es wirklich Shutdown.
- 1:04:24Du bekommst eine Panikstörung. Das ist so eine Panikattacke. Jeder, der die schon hatte, kann mitfühlen. Das ist unbeschreiblich. Also es ist für dich in dem Moment lebensbedrohlich. Du hast das Gefühl, das war's.
- 1:04:43Das war es dann einfach. Und du überlebst jede Panikattacke. Aber du hast in dem Moment das Gefühl, das war es. Du kriegst Herzrasen, du kriegst einen Druck. Gewisse Leute können schnaufen, hyperventilieren. Das habe ich zum Glück nicht. Ich hyperventiliere nicht. In den meisten Fällen. Aber dann ist erstmal schnell Pause. Ich habe mittlerweile Tools. Meine Leute um mich herum wissen, wenn es passieren sollte, was sie machen sollen. Es ist okay.
- 1:05:10Und das ist eine Medikation? Ja, ja. Und... Reduzieren die Medikationen die Panikattacken? Entschärfen? Extrem. Ja? Also ohne die, würdest du wahrscheinlich einfach viel mehr haben? Ich wäre nicht lebensfähig, ohne die Medikamente im Moment. Ja. Was merkst du sonst an dieser Medikation? Gibt es Kontraindikatoren? Es ist... Am Anfang ist es schwer. Auch das weiss jeder, der schon einmal...
- 1:05:41Ich darf so Medikamente nehmen. Ein Antidepressiva oder was ist das? Ich nehme ein Antidepressiva. Ich nehme Dinge gegen meine Angst. Ich nehme Sachen, die eine extrem starke Ich habe viele Gedanken, ich habe viele Gefühle, ich bin sehr sensibel. Ich habe viele Gedankenkarussell. Gedankenkarussell in einer Panikstörung ist mega streng. Dann rollt das eine das andere. Ich nehme mehrere Sachen. Ich nehme etwas zum Schlafen.
- 1:06:13Aber es ist super. Ich bin dankbar. Am Anfang habe ich mich gesträubt, weil ich einfach gedacht habe, oh scheisse, jetzt ist es real. Und jetzt nehme ich dich jeden Tag mit einer Dankbarkeit. Danke, dass du mir das am Alltag teilen lässt. Fann, ja. Fann, ja. Am Anfang ist es streng. Sicher, ja. Übelkeit. Ah ja. Extreme Schwindel.
- 1:06:39Gewichtszunahme. Ja, die greifen in ein System ein, in ein System, das aktuell nicht mehr so rund läuft und sie müssen versuchen, es wieder rund zu lassen. Dass da irgendwelche Kontraindikatoren passieren, ist völlig normal. Ich hatte glaube ich Glück. Das Gewicht, logisch. Scheisse, fühlst du dich nicht wohl. Aber who cares? Es ging mir um das. Ich hätte noch 50 Kilo mehr zunahmen können, hätte nicht aufgehört.
- 1:07:05Aber du fährst jetzt aktuell wieder tief? Fähre ich wieder tief? Oder es geht mit diesen Videos? Also ich wäre nie in die Schwarzwelt. Nie oder so. Ich fahre von zu Hause, weil ich nicht so da bin, dass ich das könnte. Ja. Nein. Okay. Nie. Ja.
- 1:07:25Ja, ich glaube, an dieser Stelle muss ich wirklich denken, du bist schon aktuell der Grund, wieso ich mir jetzt mega streng in der letzten Zeit überlege, ich muss mir jetzt auch wieder... Ich habe dir letztes Mal gesagt, so einen Diabel oder so, wo ich einen Chili gehören kann. Macht's.
- 1:07:40Wir hatten immer extrem viele Töpfe, die schnellsten, die besten, die teuersten Töpfe. Wir hatten immer top, top, top Sachen. Und ich habe mich jetzt für eine kleine, also 97er Duke entschieden, weil es einfach Spass macht. Mir ist scheissegal, wie was es ist, mir ist scheissegal, wie teuer, wie was. Ich wollte einfach etwas Spritziges, das mich Freude verspüren lässt. Ja, voll. Darum, kauf dir das, worauf du gerade Lust hast. Kannst du bitte noch etwas sagen?
- 1:08:08Ganz laut. Klär dir heim ab. Du kannst speichern. Klär dir heim ab, ob das gut ist. Ich sage nichts. Du hast es schon gesagt, es ist auf Kamera und auf Ton. Also wir haben es gespeichert. Ist okay. Danke vielmals.
- 1:08:25Nein, nein, es ist... Hey, schau, genau. Man kann ja alles übertreiben, man kann alles... Absolut. Ich meine, TÜV ist ein Extremsport. TÜV ist aber auch ein Abschalten. TÜV fahren ist ein Wingspüren. Freiheit. Freiheit. Ich meine, ich habe auf dem TÜV so viele schöne Sachen erlebt. Oh mein Gott. Die schönsten Sachen auf dem TÜV erlebt. Oh mein Gott.
- 1:08:48Ich glaube, es ist eine Einstellung. Aber auch schlimme Sachen. Ich habe mir zwei Wirbel gebrochen, drei Rippen gestorben. In Mugello bin ich dann drei Tage im Spital, ich bin voll gemuckt. Du bist ja wieder auf den Topf gestiegen, oder? Ja, logisch. Mir haben das immer gesagt, wir haben viele Leute verloren, die auf den Topf fahren. Viele Freunde, es sind Leute gestorben. Mir haben immer gesagt, wir reiten die Wellen, solange es sich gut anfühlt. Und wir sind jetzt an einem Punkt, wo wir sagen, wir werden nicht mehr so fahren wie früher.
- 1:09:18Ja, klar. Wer wird ja älter? Wer wird der Vorhinein? Wer wirst du? Ich spreche immer äh Wer wird älter? Also alt und schrumpelig aber sie nur alt.
- 1:09:33Und nicht schrumpelig. Eben, ja genau. Sie wird fix, nicht schrumpelig. Meint ihr, Maren? Das kommt jetzt. Du bist noch nicht ganz fertig. Wir haben jetzt schon eine Stunde, 50 sind wir am Quatschen. Du bist mir dein ganzes Leben am Offenbaren und am Reden über deine Highs und Lows. Und ich muss wirklich sagen, an dieser Stelle sind es ein paar Lows gegeben, die du jetzt mega am Überarbeiten bist und am Aufarbeiten bist, besser gesagt.
- 1:09:57Und ich bin dir mega dankbar dafür. Wirklich, wirklich. Und ich glaube, jeder, der den Podcast hört, an dieser Stelle, geht ich ihm aufrufen. Wenn du solche Sachen verspürst, wenn du Angst hast, Angstzustände, Panikattacken, hol dir Hilfe. Rede mit Leuten und geh bevor es zu spät ist. Und bevor etwas passiert. Du kannst vielleicht noch etwas dazu sagen. Suche dir Hilfe. Wenn ich das Gefühl habe, es
- 1:10:27jetzt wollte ich sagen, wenn etwas mit euch nicht stimmt. Ihr seid perfekt, so wie ihr seid, und das hat nichts mit euch zu tun. Aber wenn ihr das Gefühl habt, es kommt etwas auf, das sich komisch anfühlt, schmerzhaft anfühlt und das euch anfängt zu übermannen, bitte, bitte holt euch Hilfe.
- 1:10:45Es gibt so tolle Ärzte, es gibt so tolle Therapien. Redet mit euren Leuten. Lasst das nicht zu lange passieren. Weil das kann eine ganz, ganz, ganz schlimme Sache sein. Bitte holt euch Hilfe, schämt euch nicht. Sagt immer, hot girls do therapy. Geht in die Therapie, macht eures Ding. Kein Problem. Absolut. Wichtig, dass man das so sehr ernsthaft sagt. Wichtig, weil das wirklich, nehmt das ernst.
- 1:11:18Danke für das. Wie gesagt, wir sind noch nicht ganz fertig. Ich habe immer noch eine Schnellführrunde. Es sind ein paar Fragen, die wir versuchen, relativ schnell zu beantworten. Manchmal geht noch mal eine Tür auf, aber wir versuchen mal zu schauen, wo die Reise hinführt. Darum, meine liebe Maren, bist du ready für die Schnellführrunde? Sowas von ready. Okay, sehr gut. Dugatti oder BMW? Dugatti. So schön. Was ist das für eine Frage? Oder? Fix?
- 1:11:48Und overall? Tugatti. Schon geil. Ja, schon sehr geil. Ich bin immer von Brillant gekommen, ich habe Brillant geliebt. Auch geil. Ich habe Brillant so geliebt. Der V4-Sound. Ich liebe halt den V4. Ja, mega. Ich liebe es. Mega, mega, mega. Dein wildest Moment auf dem Dorf? Wildest Moment auf dem Dorf? Ich glaube Rennstrecke mit Dejan. Das war wild.
- 1:12:16Wenn ich an eine randstückliche Tankschwelle gehe, ist dir am meisten eingefahren? Hockenheim. Hockenheim habe ich nie gefahren. Oh nein, ich nehme es zurück. Pannoniering. Okay, ja, verstehe. Pannoniering. Sehr geil. Dort haben wir die geilsten. Brünn? Ich bin selber nie auf Brünn gefahren. Ja. Dein und ich? Ja, ja. Ich bleibe bei Pannoniering. Geil, okay. Da ist ein geiler Vibe.
- 1:12:44Ja, ich habe vorhin so geile Sachen erlebt. Ja, ähm, was vermisst du am meisten an dieser ganzen Biker-Girl-Zeit? Action. Der Action riecht sie. Erlebnisfried. Was vermisst du überhaupt nicht? Aufmerksamkeit.
- 1:13:05Ja. Das vermiss ich gar nicht. Schön. Megaschön eigentlich, sorry. Weil wahrscheinlich würden die meisten sagen, ich habe da so viel Aufmerksamkeit gehabt. Aber ja. Nein. Insta. Fluchen oder sagen? Sagen. Schön. Okay. Was denkst du heute, wenn du deine Seite Mrs. Black anschaust?
- 1:13:33Es ist befremdlich. Befremdlich? Ist wirklich so, ja. Aber auf der einen Seite denke ich mir auch, well done. Weil ich habe wirklich, ich habe wirklich viele Leute positiv beeinflusst. Und um das zu sagen, das ist mega. Okay, sehr schön. Diese Frage jetzt zu entscheiden, ob wir überhaupt noch weitermachen. Das ist eine ganz wichtige Frage.
- 1:14:02Die ist extrem wichtig. Darum bitte gut überlegen, was deine Antwort da ist. Ananas auf der Pizza. Oh, scheisse. Ich glaube, es endet. Meine lieben Damen und Herren, schön, dass ihr wieder zugehört habt. Tschüss. Um meinen Podcast zu veröffentlichen. Nein, Maren. I'm sorry. Wirklich. Ananas auf der Pizza. Voll geil. Voll geil. Mega. Voll schade. Nein, ist voll geil. Und dann noch ein bisschen Aroma drüber. Oh mein Gott. Send help. Ich weiss, aber es ist so fein.
- 1:14:31Oh mein Gott. Ja, Mrs. Black, 100'000 Follower verloren. I'm sorry. Ich muss mich schon beruhigen. Ich weiss. Ja, es ist gerade sehr hart, aber aus Respekt zu deiner Zeit, weil du dir auch extra Zeit gemacht hast, um hierher zu kommen, machen wir jetzt weiter. Ich muss mich schon sammeln. Was kann der Black Forest Rider besser als du? Dejan. Ich glaube, fast alles.
- 1:15:03Ich schwöre. Ich glaube fast alles. Ich koche besser. Du kochst besser? Ja, schön. Kochst du meistens heim? Ich koche. Ich habe eine riesen Leidenschaft fürs Kochen. Du tust auch so Meal Preppen und alles? Habe ich? Ja. Kochen ist mein Ding.
- 1:15:25Das beantworte ich bei der nächsten Frage. Was kannst du besser als er? Dann einfach kochen. Okay, sehr schön. Ein Kompliment, das dich mega nervt. Nervt? Ja. Boah, so krass, Mrs. Black. Ach so? Ja. Das nervt mich. Bist du nicht mehr Mrs. Black? Nein. Du bist es nicht mehr? Nein. Hast du schon mal gedacht, um den Account zu verkaufen? Nein.
- 1:15:54Ich habe viele Dinge, die ich könnte. Ich behalte den Account. Ja. Und mache den entweder für meine zukünftigen Projekte. Okay. Ich weiss, was da noch kommt. Ja. Oder ich gebe den weiter an mega gute Leute, die sich etwas aufbauen versuchen in der TÜV-Welt. Und ich würde den Account ihnen schenken. Schön. Mega schön. Ja. Schön. Okay. Wovor hast du aktuell am meisten Respekt? Von meiner Krankheit.
- 1:16:25Nein. Welches Wort beschreibt dich am besten? Herzlich. Ja, so. Kann ich so sagen. Was machst du, wenn niemand zuschaut? Was mache ich, wenn niemand zuschaut? Oh mein Gott. Im Moment? Einfach sein. Einfach sein. Liesest du?
- 1:16:56Ich habe es probiert. Aber es ist nicht so das Ding. Schwierig, ich bin also der Hörer. Ja. Ja. Oder du hörst Bücher hören. Das lieber. Ja. Hast du noch etwas, das du gerade am Hören bist? Dein Stück. Ich bin gerade voll dein Stück am Hören. Ah. Ja. Seit den Ferien, jeden Tag. Danke. So schön. Ja. Schau mal. Da muss ich gerade speichern. Super. Herrlich ist es.
- 1:17:26Was würdest du heute anders machen? In Bezug auf Mrs. Black? In Bezug auf deine Vergangenheit? Nichts. Würdest du alles genau gleich machen? Nichts. Aber in Bezug auf Mrs. Black nicht. Darf ich fragen? Wenn du jetzt nichts sagst,
- 1:17:46Das Ganze mit deiner Panikattacke ist ja vor allem durch die Erlebnisse passiert, die du hatte. Ja, ich überlasse dich. Ich habe extrem viel geschafft in den letzten Jahren. Ich habe viel, viel, viel geschafft. Zu viel gesehen, weil mein Nervensystem ist. Ja, okay. Aber ich würde nichts anderes machen. Ich habe das alles gebraucht. Sonst wäre ich jetzt nicht an diesem Punkt. Das stimmt, ja. Ich würde nichts anderes machen. Gut. Sehr schön.
- 1:18:16Was soll diese Folge bei deinen Zuhörern, bei meinen Zuhörern auslösen? Ich glaube ein bisschen Verständnis. Für was? Ich hatte nicht immer so ein schlechtes Gewissen, dass ich meine Leute ghostet habe. Und ich war ein riesen Teil von ihrem Leben. Ich war sehr aktiv auf Social Media. Das ist auch etwas. Ich hatte nicht mehr ein schlechtes Gewissen, dass ich einfach weg war.
- 1:18:41Keins? Doch. Autoscheiss? Ja. Und ich glaube, ich würde mit dem so weit den Leuten sagen, ich lebe, es geht gut, der Dern lebt, no worries. Also das Leben hat sich einfach geändert. Und generell würde ich mit dem Podcast zeigen,
- 1:19:01dass es okay ist, wenn es mal nicht so rund läuft. Es ist okay. Und ich möchte den Leuten wirklich sagen, nehmt eure Gefühle ernst. Es gibt viele Leute, die viel fühlen und das ignorieren. Ich würde mit diesem Podcast zeigen, nehmt eure Gefühle ernst und schaut auf euch. Schaut einfach auf euch. Sehr schön. Selbstfürsorge. Unbedingt, ja. Sehr wichtig.
- 1:19:30Dann zu meiner letzten Frage. Und zwar, der Podcast heisst Momentum. Was heisst Momentum für dich? Einfach für mich, in Bezug auf mich, was Momentum für mich bedeutet. Du hörst Momentum, was bedeutet es für dich? Resilienz. Weitermachen. Weitermachen. Und den Flow fühlen. Weiter laufen lassen. Machen. Machen.
- 1:19:59In diesem Podcast hast du ein paar Mal gesagt... Wellenreiten. Ja, voll. Es ist die Wellenreiten. Du musst die Wellenreiten, so wie sie kommen. Und es macht Spass, wie sie... Du kannst richtig geile Wellenreiten. Mega. Also go for it. Und wenn du mal irgendwie auf die Presse fliegst, die nächste kommt und schnappt ihr die einfach. Und ich habe keine Angst vor der. Megaschön. Es hat mich so fest gefreut, zu mit dir den Podcast zu machen. Es ist mir wirklich ein...
- 1:20:30Nicht nur eine Ehe, sondern es war mir eine richtig grosse Freude. Dass du so offen warst über dich, über deine Story, über deine Geschichte. Dass du da jetzt einfach rausgeposaunt hast, um was es geht. Dass du das anerkennst und aber auch dafür am Arbeiten bist. Dass du gekämpft hast für die Frau, die da vor mir sitzt. Ich finde das mega schön und ich wünsche dir und Anderian alles, alles Gute in der Zukunft.
- 1:20:56ganz viele tolle Reisen. Ich wünsche dir ganz viel Erkenntnis. Ich wünsche dir viel zurückkommen zu dir selber. Ich wünsche dir ganz viele neue Synapsen, die sich kreieren in deinem Hirn, dich neu in der Blühe lassen. Aber ich denke, du bist da voll auf dem richtigen Weg. Mega fest.
- 1:21:17An dieser Stelle einfach Danke, dass du dir Zeit genommen hast, um hierher zu kommen. Hier ist deine Kamera. Wenn du etwas für die Community erzählen möchtest, etwas ihnen auf den Weg mitgeben, dann ist jetzt der Zeitpunkt dafür. Ja, ich möchte auch Danke sagen. Ich möchte wirklich Danke sagen für die Erfahrungen, die ich sammeln durfte. Ich möchte Danke sagen, dass ich hier sein durfte. Danke an dich. Und ich möchte nochmal wirklich ans Herz legen. Schaut auf euch. Schaut einfach auf euch.
- 1:21:46Macht es, seid mutig, macht es, aber schaut auf euch. Das möchte ich mitgeben.
- 1:21:52Mega schön. Solltet ihr es unbedingt machen. Und an dieser Stelle auch dir ein grosses, grosses Dankeschön. Dann hast du wieder eingeschaltet bei Momentum, deinem Podcast, der inspirierende Menschen, inspirierende Geschichten erzählt. Ihr wisst ja, wie das Game hier unten funktioniert. Jetzt hat es ein paar Knöpfe. Keine Angst, ich erkläre das mir auch gerne. Einer heisst abonnieren. Wenn du diesen Knopf drückst, verpasst du nichts mehr, was auf diesem Kanal läuft. Nebenan ist so ganz fein und klein, aber es ist eine Glocke. Wenn du diesen drückst,
- 1:22:17Du bekommst sogar eine Benachrichtigung, weil ein neuer Podcast-Video von Maren aufgeschaltet wird. Darum drücke dich, schenke ein bisschen Liebe mit einem Kommentar und einem Like, weil es mir mega viel bedeutet. Und folgt Maren, es wird alles verlinkt in der Caption. Also geht rein und schenkt auch ihre Liebe und zeigt ihr, was sie für eine mega tolle Frau ist. Alles Gute und bis zum nächsten Mal. It's a wrap. Jetzt muss ich doch noch heulen.