Latest / Rheinpegel - der Düsseldorf-Podcast / Dicke Luft im Luxushotel, drohender Verlust von sozialem Wohnraum und Weltreise im Weinglas
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- Gerade ist ja wettertechnisch, ja, es geht um eins meiner Lieblingsthemen, eine etwas trügerische Zeit. Die Krokusse zeigen ihre Köpfchen, die Vögel zwitschern und die Sonne scheint. Da geht es dann zumindest mit mir manchmal ein bisschen durch. Ich läute die Draußensitz- und Kaffeetrink-Saison ein und zack, erkältet. Ich weiß, dass es gerade sehr vielen Menschen so geht und auch noch heftigere Infektionen machen die Runde. Aber trotzdem. Ich behelfe mir mit dem Geheimrezept meiner jüngsten Schwester. Tütensuppe mit so viel Ingwer und Chili, bis es fast nicht mehr geht. Viel Tee und Schlafen, wann immer sich die Möglichkeit bietet. Am besten ging das natürlich in einem Luxushotel. Das stelle ich mir durchaus sehr erholsam vor, wenn so für alles gesorgt ist und das Ambiente stimmt. Hier in der Stadt hätte ich auf jeden Fall gute Auswahl. Es gibt ja so einige Fünf-Sterne-Häuser. Eins davon ist das The Wellam im Andreas-Quartier und da gibt es jetzt ein bisschen Zwist. Der Hoteldirektor wurde fristlos entlassen. Was genau passiert ist, weiß Maximilian Wachbott. Luxushotel schön und gut, die Realität sieht ja in den meisten Fällen anders aus. In Düsseldorf waren Ende 2024 knapp 5.900 Haushalte auf der Suche nach bezahlbarem Wohnraum. Das Angebot an Sozialwohnungen droht trotzdem weiter zu sinken. Alexander Esch kennt die Details. In Hotels lässt es sich nicht nur gut übernachten und ausruhen, sondern auch feiern. In der letzten Woche zum Beispiel lud das Clayton an der Immermannstraße zur Kick-Off-Veranstaltung der Pro-Wein-Ghost-City. Meine Kollegin Nilli Stegner und ich waren vor Ort. Und damit herzlich willkommen zum Rheinpegel. Ihr hört Folge 361 und der Rhein steht bei 1,81 Meter. Music. Hallo zum Rheinpegel, dem Podcast, in dem wir jede Woche darüber sprechen, was Düsseldorf bewegt, was die Bewohnerinnen und Bewohner umtreibt, kurz und gut, was geht. Mein Name ist Horst-Jek Kormann und diese wirklich schöne Aufgabe darf ich übernehmen. Wenn ihr uns etwas mitteilen wollt, zum Beispiel, was ihr macht, wenn ihr erkältet seid, habt ihr auch so ein Go-To-Rezept oder habt ihr andere Entspannungsmethoden und wieder Gesundwert-Kniffe auf Lager. Wenn ihr Themen habt, die euch auf der Seele und unter den Nägeln brennen, wenn ihr Veranstaltungen wisst, auf die wir hinweisen dürfen, wenn ihr Lob oder Kritik dalassen wollt, dann könnt ihr das gerne tun. Unter rheinpegel.podcast at rheinische-post.de erreicht ihr uns, genauso wie unter 0160 80 80 844. Wir freuen uns immer, von euch zu hören. Ich höre in meiner Freizeit sehr viele Podcasts, Surprise, und auch, wenn meine Liste echt schon gut gefüllt ist, Platz für neue und vor allem gute ist natürlich immer. Was für ein schöner Zufall, dass es seit dieser Woche Zuwachs in der RP-Podcast-Gang gibt. Hinreichend verdächtig heißt das neue True-Crime-Format, das ab jetzt zweiwöchentlich erscheint. Lilly Stegner berichtet gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Duisburg über echte Kriminalfälle aus der Region und das aus einer etwas anderen Perspektive. Eine Gerichtsreporterin oder ein Gerichtsreporter der Rheinischen Post und eine Vertreterin oder ein Vertreter der Staatsanwaltschaft Duisburg arbeiten sich durch einen Fall, beleuchten die öffentliche Wahrnehmung, informieren über die Arbeit der Behörden und darüber, wie so ein Prozess abläuft und wie das Rechtssystem funktioniert. Hört gerne mal rein, überall da, wo es Podcasts gibt. Die Welt der Luxushotels ist sicher für die meisten eine etwas unnahbare, vielleicht sogar absurde Service rund um die Uhr, Diskretion, Glamour, das verbinden wir mit Fünf-Sterne-Häusern. Umso spannender, wenn dann so etwas Weltliches passiert wie eine fristlose Kündigung in der Leitungsetage. Im The Wellem im Andreasquartier in der Düsseldorfer Altstadt hängt der Haussegen gewaltig schief. Direktor Carsten Fritz musste seine Sachen packen und den Posten, den er erst seit eineinhalb Jahren inne hatte, verlassen. Warum? Darüber ist man sich nicht einig. Hotelbesitzer Uwe Schmitz hat die Kündigung ausgesprochen. Nun droht ein Rechtsstreit. Maximilian Laufroth kennt die Hintergründe. Max. Toss ja. Wenn ihr so in den Urlaub fahrt, bist du dann eher so Campingplatz oder eher? Mehr Sterne Resort. Glamping Platz. Glamping. Also wir gehen nicht ins Zelt, sondern das heißt im französischen Mobile Home. So eine Art kleine Wohnung auf Stelzen. 36 Quadratmeter für vier Leute. Wichtig ist dann, dass schönes Wetter ist, damit man noch rausgehen kann. Aber das funktioniert ganz gut mit kleinen Kindern. Ja, das kann ich mir vorstellen. Also so fünf Sterne Häuser regelmäßig mal hier für einen kleinen Wochenendtrip oder so. Ich habe einmal in meinem Leben. Lang nicht mehr passiert, ne? Ich habe wirklich erst einmal in meinem Leben im Fünf-Sterne-Hotel übernachtet, aber auch nur, weil eine Verwandte von mir mir einen Rabatt gegeben hat. Aber immerhin. Und dann wollte ich wen beeindrucken und dann haben wir halt da übernachtet, aber lang her. Immerhin. Wie war das so? Wie fühlt sich das an? Ja, jetzt nicht so stark wie gedacht, aber vielleicht war es jetzt auch nicht das exquisiteste Fünf-Sterne-Hotel, was man hätte haben können. Da gibt es ja auch Unterschiede. Da gibt es Unterschiede. Hier in der Stadt haben wir einige. Mehr Sterne Häuser, sage ich jetzt mal. Ab wann ist es ein Luxushotel? Tja, also du brauchst auf jeden Fall einen Wellnessbereich, du brauchst eine gewisse Zimmergröße und wahrscheinlich auch in der Gastronomie gewisse Annehmlichkeiten und ein Level. Ja, und so ein Rund um die Uhr Service, das wäre ja das Einzige, was mich irgendwie so ein bisschen anmachen würde, wenn ich so nachts um halb drei, ich brauche einen Pony und dann wird das schon irgendjemand organisiert. Der Concierge stellt dir vor die Tür. Genau. Also wie gesagt, hier in der Stadt gibt es einige Luxushäuser, manche bekannter, manche unbekannter. Und in einem dieser Häuser spielt die Geschichte, die wir heute besprechen, The Wellam im Andreasquartier. Ehrlich gesagt, also ich bin jetzt auch nicht unbedingt die ganze Zeit ständig im Luxussektor unterwegs. Das war mir nicht sehr bekannt. Also dieses Hotel in diesem, ich finde das Andreasquartier sowieso so ein bisschen so ein Nicht-Ort. Und das war mir gar nicht bekannt, dass da so ein Luxus-Fünf-Sterne-Hotel ist. Es ist noch verhältnismäßig jung zu manchen anderen Traditionsstädten. Das gibt es seit 2017. Auch das Andreas Quartier ist ja jung, aber seitdem gibt es dieses The Vellum. Und der Hotelier, der Hoteldirektor, der dort vergangene Woche Donnerstag fristlos entlassen, also auf gut Deutsch gefeuert wurde, der hat erst vor anderthalb Jahren seinen Posten dort begonnen. Wir reden von Carsten Fritz. Und die Geschichte ist, dass er nach einem Streit mit dem Eigentümer dieses Areals, Andreas Quartier, gefeuert wurde. Kannst du ein bisschen die Genese erzählen, beziehungsweise wie ist das jetzt rausgesagt, also ist das gerade das Gesprächsthema der Stadt, wurde diese Bombe platzen gelassen? Also man muss halt zu Carsten Fritz wissen, dass der ein sehr bekannter und sehr präsenter Hotelier ist in Düsseldorf, weil der jahrelang, ich glaube es waren acht Jahre, das Steigenberger Parkhotel an der Kühl geleitet hat und da zum Beispiel Promis empfangen hat. Christian Lindner war dort ein Stammgast, den hat er auch rübergenommen ins De Wellem, der ist jetzt Stammgast im De Wellem immer gewesen. Der hat auch viel mit dem Karneval zu tun gehabt, also De Wellem war zuletzt zum Beispiel auch Hofburg für das Prinzenpaar. Prinzenpaar. Das ist aber krass, oder? Ja. Schon also da Prinzenpaar angemessen. Ja, auf jeden Fall. Und er war halt immer sehr oft da, wenn zum Beispiel die Rheinische Post zu diesem Netzwerktreffen Düsseldorf Innenständerhaus, da war der eigentlich auch Stammgast. Deswegen kennt man ihn. Und ja, da hat er dann jetzt halt zuletzt über das Thema berichtet, was ihn persönlich am meisten beschäftigt, nämlich seine Kündigung, die sehr plötzlich kam. Ich meine, es ist schon so, dass man sich, glaube ich, so Top-Hotel-Chefs so ein bisschen vorstellen muss, ist wie Bundesliga-Trainer, wenn es nicht gut läuft, dann kann es auch mal ziemlich schnell vorbei sein, aber sein Vorgesetzter, das ist Uwe Schmitz, ist kein Chef von irgendwie einem amerikanischen Konzern, der Higher and Fire macht, sondern Familienunternehmen Franconia, die ja eigentlich, dachten, dass sie sich da jahrelang miteinander beschäftigen werden und jetzt ist es eben vorbei. Ich frage mich ja, dieses plötzlich gekündigt, er hat sich plötzlich getrennt, wie plötzlich ist sowas wirklich oder was ist da vielleicht schon passiert? Also wir haben auch mit beiden gesprochen. Carsten Fritz hat unserer Redaktion gesagt, es gab Streit um Geschäftszahlen und die Ausrichtung des Hotels. Und Uwe Schmitz, der Mann, der ihn gefeuert hat, sagt, wir haben ihn fristlos entlassen. Alles weitere will er nicht sagen, warum, weil es vermutlich bald einen Rechtsstreit zwischen den beiden geben wird. Am Arbeitsgericht Düsseldorf, Kündigungsschutzklage heißt das dann, weil du kannst eigentlich auch einen nicht mal ebenso sofort vor die Tür setzen. Ja, also das hört sich dann immer direkt so heftig an. Und beide Seiten, das haben die uns auch gesagt, haben sich schon mit Anwälten ausgestattet, um sich da auch vorzubereiten. Also es wird so ein bisschen schmutzig, little dirty. Ja, nicht schmutzig, sondern schmutzig. Im sonst ja wahrscheinlich bis aufs letzte Staubkorn rausgeputzte Hotel. Also ich finde, wie gesagt, wenn das in so einer Welt irgendwie stattfindet, wenn es um Zahlen geht, das ist ja immer so ein bisschen abstrakter, Ausrichtung durchs Hotel. Das kann ich mir jetzt irgendwie nicht vorstellen. Was könnte das bedeuten? Also was wir aus dem Umfeld gehört haben, ist, dass wohl ausschlaggebend offenbar war, dass das vergangenen Jahr nicht so lief wie vom Eigentümer gewünscht und dass das eben auch erst Ende des Jahres rauskam und danach soll er sogar eigenhändig dieser Uwe Schmitz in das Tagesgeschäft des Hotels eingegriffen haben, was super ungewöhnlich ist, weil der hat noch zig andere Baustellen im wahrsten Sinne des Wortes, weil Franconia Eurobau ist ein Immobilienentwickler, das Hotel ist nur ein Teil davon und dieses Hotel inklusive der anderen Gastronomie übrigens im Andreas Quantier war eben unter den Fittichen von Carsten Fritz. Dann aber soll eben der Oberboss sozusagen selber eingegriffen haben und auch sich einen externen Berater zur Hilfe geholt haben. Und ja, das Ergebnis dieses Eingreifens ist jetzt eben die Kündigung. Ja, ich habe mich gerade gefragt, als du gesagt hast, es lief nicht so ganz wie erhofft. Die Frage ist ja auch, dieses Luxushotel, das wird ja auch was kosten, wenn man da jetzt als Gast hingeht. Klar, du hast gerade schon einen relativ prominenten Stammgast erwähnt, aber ich frage mich, wie sehr kann man das eigentlich beeinflussen? Ich meine, klar, Leute, die Kohle ohne Ende haben, denen ist das dann wurscht, aber wenn ich jetzt mir zum Beispiel vorstelle, ja, ich nehme mir vor, ich möchte mir mal richtig was gönnen, ich fahre nach Düsseldorf und dann nehme ich die ganze Experience mit und gehe irgendwie in eins von diesen Luxushäusern, kann ja auch Rheidenbacher hohe, also ne. Aber wenn ich mir das halt einfach nicht leisten kann, dann kann ja auch der gewitzteste Hoteldirektor mit irgendwelchen Strategien nichts machen, wenn einfach das Geld nicht da ist und wenn ich das richtig verstehe und interpretiere, ist ja gerade eine Zeit, in der sowieso alles so ein bisschen, naja, knapp ist. Also dann auch aus dem Ausland vielleicht, TouristInnen, Messegäste werden da jetzt auch nicht unbedingt ständig untergebracht werden. Die sind aktuell tatsächlich sehr zahlreich vorhanden. Wegen der Pro-Wein-Messe ist das The Vellum fast komplett ausgebucht. Und wir reden von einer durchschnittlichen Rate pro Nacht von 350 Euro. Was jetzt für ein Fünf-Sterne-Hotel in Düsseldorf, kann ich sagen, relativ fair ist. Es gab auch schon Messen, wo es doppelt so viel war. Aber du hast halt einen sehr wichtigen Punkt angesprochen. Wie macht man so ein Haus profitabel? Weil es ist ja nicht jeden Tag Messe in Düsseldorf. Und die haben ja eher Geschäftskunden und jetzt nicht irgendwie den klassischen Wochenenturi, der aus Holland kommt und hier den Weihnachtsmarkt verbringt. Die würden jetzt nicht ins Develem gehen. Deswegen ist, glaube ich, die größte Herausforderung für einen Chef dort, die Kosten im Griff zu halten. Weil du kannst ja auch die Kosten, die überall steigen, Personal, Strom, Zutaten, Lieferanten erhöhen, Preise kannst du nicht eins zu eins umlegen. Deswegen musst du halt gucken, dass du einigermaßen sparsam unterwegs bist und ja, offenbar ist das nicht so gelungen wie geplant. Was sind so Ausgaben, die man dann, also wo kann ein Hotel viel Geld rausschmeißen? Also du hast ja auf jeden Fall eine Personaldecke, wo du halt dann schauen musst, wie du die am schlauesten einsetzt für so Bereiche wie Gastronomie oder Housekeeping beispielsweise. Aber das ist jetzt wirklich alles Spekulation, weil das wissen wir nicht bis heute, wie es gelaufen ist. Wir versuchen natürlich möglichst nah dran zu bleiben, auch wenn diese Verhandlung dann ansteht. Aber das ist ein Punkt und für dieses Jahr, das können wir sagen, das wissen wir, soll das Hotel halt eine Auslastung von 70 Prozent erreichen, woran man auch eben sieht, dass es nicht Standard ist, dass da alle Zimmer ausgebucht sind. Und ganz wichtig ist denn auch, dass sie schwarze Zahlen schreiben, zeigt eben, naja, wir sind im Moment in der Wirtschaftskrise, die selbst dann im Luxussegment ankommt. Wie schnell geht da jetzt, dass eine Nachfolge gefunden wird? Steht die vielleicht schon in den Startlöchern? Also das frage ich mich jetzt auch gerade bei so einem Hotel. Ich meine, ich habe nur ganz, ganz, ganz wenig Berührungspunkte mit diesem ganzen Hotelfach und so, aber das ist ja ein Riesenapparat, da ist ja Orga, also Logistik dahinter und es braucht ja, Also es ist ja auch ein hierarchisch aufgebautes Ding. Also was geht da? Also es gibt 120 Beschäftigte im Gastro-Bereich vom Andreas-Quartier. Wir reden eben nicht nur vom The Wellam, da arbeitet der Großteil, sondern auch von Restaurants, zum Beispiel The Court heißt eins oder dieser ein bisschen edleren Bar Embassy, wo auch Jazz-Konzerte stattfinden. Und dieses Konstrukt hat jetzt einen Interimsmanager, also jemanden, der das vorüber geht, macht, der heißt Michael Lamm. Ich musste den erstmal googeln. War mal Hoteldirektor in Neverkusen, ist in der Stadt ziemlich unbekannt. Und ja, ich glaube, jetzt wird nach wem neuem gesucht, aber auch da, kleiner Fußballvergleich, ist es halt nicht so leicht, jemanden zu finden, weil die Guten sind ja schon irgendwo angestellt. Ja, und ich stelle mir auch vor, so rein, also wie gesagt, wenn wir jetzt mal ein bisschen auf dieser persönlichen Ebene bleiben, wenn das natürlich eine sehr präsente, sehr bekannte Person ist, gut vernetzte Person und man muss ja auch dann erstmal diese. Fußstopfen füllen in jeder Hinsicht. Also wahrscheinlich auch, gibt es vielleicht auch Leute, die sagen, ja, dann wird es jetzt besser. Also das ist ja immer, das hat ja immer alles zwei Seiten, aber also das stelle ich mir auch schwierig vor, da jemanden zu finden, der dann auch quasi in dieser, Stadtgesellschaft und so auch akzeptiert wird. Gibt es da so ein, genau, weil du hast ja gerade schon gesagt, aus Leverkusen, gibt es da so eine Handvoll, also wie bei Fußballtrainern wenn man so in einer gewissen Liga sich bewegt, dass da schon klar ist, ah, da wird jetzt einer aus Zürich geholt. Also so. Ja, es gibt durchaus auch Rotationen innerhalb Düsseldorfs. Könnte es auch eine Frau werden vielleicht. Selbstverständlich. Also die Vorgängerin von Carsten Fritz heißt Sandra Epper. Die war sogar noch kürzer als er auf der Position, allerdings aus persönlichen Gründen unter zwölf Monaten. Die ist mittlerweile Chefin im Hilton Hotel am Kennedy-Damm. Also quasi innerhalb Düsseldorf gewechselt, was ja auch Sinn macht, weil dann kennst du halt Hintz und Kunst, für die du auch mal eine große Buchung mitnehmen kannst ins neue Hotel, zum Beispiel bei Vereinen, die da Veranstaltungen abhalten. Ansonsten, klar, wird sich jetzt der Uwe Schmitz, der Eigentümer des Hotels, umsehen müssen. Wahrscheinlich auch mit Hilfe eines Personalberaters, wen er da abwerben kann. Ihn oder sie, um das Hotel zu führen. Ist das ein lukrativer Job, meinst du? Ja, denke ich schon. Aber natürlich auch viel Arbeit und mit Druck verbunden. Soll ich meine Initiativbewerbung, meinst du? Wenn du die entsprechende Erfahrung hast und den Mut. Ja, oder so das Beginnerslack, wer weiß vielleicht. Zu allerletzt würde ich gerne wissen, weil du so schön diesen Fußballvergleich aufgemacht hast, also es gibt ja, habe ich immer das Gefühl, zwei Varianten, entweder ist jemand seit 45 Jahren beim St. Pauli Trainer oder so sieben Monate lang. Wie ist das in der Hotelwelt und vor allem hier in der Stadt, in diesen Häusern? Also weil ich stelle mir vor, wenn ich jetzt ein kleines familiengeführtes Hotel habe in Richtung Kaiserswerda in Lohhausen, da werden wahrscheinlich, wird der Inhaber in den Wechsel jetzt nicht so völlig inflationär vonstatten gehen. Wie ist das in so großen Häusern und ja, gibt es gerade so einen Trend hier in der Stadt? Also es gibt eigentlich nur eine große Konstante, also der ist jetzt nicht seit 45 Jahren dabei, aber immerhin schon seit 17 und das ist Cyrus Haydarian. Der wirklich auch ziemlich bekannt ist in der Stadtgesellschaft und den Breidenbacher Hof, sicherlich das prestigeträchtigste und auch teuerste Luxushotel der Stadt, eben seit 17 Jahren führt und der ist ja auch mit Er ist Inhaber dieses Hotels, also er ist nicht nur Geschäftsführer, sondern auch Gesellschafter. Und dann gibt es hier eine Menge Rotationen, also ich habe mir das mal angeschaut, Ende vergangenes Jahr zum Beispiel hat Guntram Weipart, der war da auch noch relativ kurz Chef im Steigenberger Parkhotel an der Köh, auch relativ überraschend bekannt gegeben, ich bin hier raus Ende 2024, da wird glaube ich noch ein neuer Chef gesucht. Hyatt Regency im Hafen, ist Daniela Danz angetreten, erst vergangenes Jahr im Sommer, quasi pünktlich zur Europameisterschaft, das war so ihr Start und Kö 59 hat ebenfalls, also das ist Ex-Interconti an der Kö. Einen neuen Chef bekommen im vergangenen Jahr, also da gibt es schon jede Menge Rotationen aktuell. Ja, und hat das vielleicht damit zu tun, dass auch die Ansprüche irgendwie so sind, dass man die halt nicht erfüllen kann, in Einordnung zu diesem vielleicht bisschen Zeitgeistigen, worüber wir gerade gesprochen haben, dass halt dieses Luxussegment, also vielleicht eh so ein bisschen sich wandelt? Also ich glaube, die Gründe sind sehr individuell. Manchmal kann es damit zu tun haben, dass die Person, die die Stelle vorher hatte, versagt hat aus Sicht der Inhaber und dann gefeuert wird. Manchmal kann es aber auch sein, dass die Person einen extrem guten Job gemacht hat und dann zum Beispiel danach in höhere Verantwortung in einer anderen Stadt. Was ist noch über Hoteldirektorin? Ja, vielleicht wenn du ein Land leitest und dann mehrere Hotels unter deinen Fittichen hast. Wäre dann dein nächster Step. Ja. Und klar, kann es auch persönliche Gründe haben, dass man sich umorientieren will oder dass das Personal sagt, wir können mit der Person nicht mehr. Das muss ja auch untereinander sehr gut passen. Ja. Stell dir vor, du hast jeden Tag diese 120 Leute, die da Champions League abliefern müssen, weil jeder Gast will ja für sein Geld auch die entsprechende Behandlung bekommen. Ist nicht einfach. Ja, kann ich mir vorstellen. Also ich bewundere auch Menschen in jedem Segment des Hotelfachs, sowieso Gastronomie, aber auch gerade dieses Dienstleistungsding, dass man irgendwie so zur Verfügung steht und so findet, das ist nochmal eine ganz eigene Welt, die man echt, wenn man die von außen manchmal so sieht, bin ich immer wieder… Ja, schlechte Laune und Schlavern zu kannst du da nicht bringen, Homeoffice geht auch nicht, also…, Schau mal, schau mal, spielst du gerade auf mich heute an? Nee, nee. Wenn wir jetzt wieder von dem allgemeinen Hotel-Ding und warum vielleicht Leute die Position wechseln oder verlieren oder so, wenn wir jetzt nochmal auf diesen ganz speziellen, auf diese Situation zurückkommen, was meinst du? Wird sich das jetzt in so einer Woche klären, weil jetzt beide irgendwie Anwälte sich gesucht haben, Anwältinnen und dann wird einmal dann auch kurz, es geht ja wahrscheinlich auch so ein bisschen darum, wer jetzt wie da steht und so. Oder könnte das ein Exempel sein, weil es halt gängig ist, in so einer Welt auch mal von jetzt auf gleich gekündigt zu werden? Also kann das so ein Fall werden, der sich zieht? Also ich glaube, dass es sich ziehen wird. Ich denke nicht, dass wir jetzt nächste Woche schon darüber sprechen könnten, wie genau diese Verhandlungen ablief und wer jetzt auch der offizielle Nachfolger wird, sondern das wird dauern. Und ja, wenn du einmal so einen Streit hast und Anwälte beschäftigst, das erfahrungsgemäß wird, dass das mal vorm Gericht landet. Vielleicht in einem halben Jahr. Vielleicht wird sich ja auch noch so geeinigt. Also ich denke auch gerade diese Stadt ist natürlich, wir lieben und schätzen sie alle, aber riesig groß ist sie jetzt nicht. Und wenn man sich in bestimmten Welten bewegt, erst recht nicht. Also das könnte ja jetzt auch ein bisschen spannend werden, wenn man sich dann jetzt so immer über den Weg läuft. Also vielleicht ist ja allen Parteien dran gelegen, das irgendwie jetzt schnell smooth über die Bühne zu bringen und vor allem wahrscheinlich, dass für dieses Hotel jetzt eine neue Leitung gefunden wird. Genau und halt auch, dass die Gäste möglichst wenig davon ab mitkriegen, weil Diskretion gehört ja zum Geschäftsmodell. Das stimmt und das ist auch so spannend, aber darüber reden wir. Bei uns das genaue Gegenteil. Max, viel Spaß beim Glamping das nächste Mal. Danke dir, Torsten. Bis dann. Wir sprechen uns demnächst wieder. Tschüss. Music. Bezahlbaren Wohnraum generieren und auf der anderen Seite finden, das sind Dauerbrenner-Themen in der Stadt. Obwohl theoretisch durchaus Fläche zur Verfügung stünde, gibt es nicht genug Wohnungen, vor allem keine, die gefördert werden. Im Gegenteil, es droht Verlust von noch mehr Sozialwohnungen. Zum Jahresende gab es noch knapp 15.000 Einheiten. Die Zahl ist das Ergebnis eines schon lange anhaltenden Trends. Parallel dazu waren knapp 5.900 Haushalte auf der Suche nach Wohnungen. Und dass diese Zahlen aneinander angeglichen werden müssen, liegt auf der Hand. Alexander Esch weiß, was Lösungen sein könnten, wie der aktuelle Stand ist und warum es Grund zur Hoffnung gibt. Heute, lieber Alexander, sprechen wir über ein Thema, was sehr wichtig ist, aber so ein bisschen trocken vielleicht. Trotzdem möchte ich mich gerne mit dir darüber unterhalten. Du hast ein Stück geschrieben über den drohenden, massiven Verlust von Sozialwohnungen hier in der Stadt. Ja, über den drohenden und vor allem auch über den zurückliegenden, der schon stattgefunden hat. Genau. Ich wollte mit einem Kompliment anfangen. Ich bin mir sicher, dass du auch dieses Thema so smooth erzählst, dass die Trockenheit da rausweicht. Der Druck steigt. Der Druck steigt, weil es hat natürlich viel mit Zahlen zu tun, es hat irgendwie viel mit Logistik zu tun, mit Strukturen, aber am Ende, und darum finde ich das ein wichtiges Thema, auch mit Menschen, weil wir alle im besten Falle ein Dach über dem Kopf haben, was wir uns auch leisten können. Also ich finde es ja sowieso mittlerweile absurd, wenn ich manchmal mich umhöre, was an Mieten bezahlt wird, jetzt ein bisschen von diesem Sozialwohnungsding weg, also das ist ja, man rechnet ja fast schon mit der Hälfte des Einkommens. Also das ist ja absurd so, wenn ich überlege, ich arbeite die Hälfte der Zeit nur, damit ich dann irgendwo, weiß ich nicht, meine Socken wechseln kann, um dann wieder zur Arbeit zu gehen. Also das finde ich sowieso eine Sache und wenn man dann vielleicht noch in einer Lage ist, wirtschaftlich oder aus irgendwelchen anderen Gründen, dass man das nicht aufbringen und leisten kann, ist man auf Systeme angewiesen, so wie die Wohnberechtigungsscheine, also soziale Auffangsysteme. Und wenn die dann quasi anfangen zu wackeln, wird es richtig brenzlig, finde ich. Und deswegen finde ich, dass in diesem trockenen Thema auf der Oberfläche irgendwie sehr viel drinsteckt, über das es sich bestimmt gut reden lässt. Klar, es sind ganz viele Rahmenbedingungen und Fördervoraussetzungen und was ist das überhaupt? Man begibt sich in so ein System der abstrakten Begriffe irgendwie. Obwohl, genau, wie du zu Recht sagst, geht ja wirklich um ein ganz konkretes Thema. Ja, und da würde ich gerne etwas gegen Ende dieses Gesprächs, wenn ich das jetzt schon anmoderieren kann, darauf kommen, genau, dass es wirklich sehr viele Menschen gibt, die berechtigt sind, sich so einen Schein zu holen oder zu beantragen, aber ich glaube, das wissen ganz wenige Menschen und es ist so ein... Administrativer Aufwand, ich glaube, das ist auch eine Hürde, dass man dann irgendwie denkt, dann mache ich das lieber irgendwie anders und so. Da kommen wir vielleicht gleich nochmal drauf. Aber jetzt erstmal, es gibt 15.000 oder knapp 15.000 noch öffentlich geförderte Wohnungen in Düsseldorf und das finde ich gar nicht viel. Nee, du hast recht. Ich glaube, der Wohnungsbestand wäre jetzt nochmal interessant. Das sind glaube ich irgendwie 300.000 irgendwas. Ja, das ist ein kleiner Teil. Und wenn man jetzt überlegt, dass 2024 24, was hatten wir eben gesagt, ich glaube 5.800, knapp 5.900 Haushalte Wohnraum gesucht haben. Das ist ja auch, also da ist ja schon, da steckt ja der Mangel schon drin in dieser Rechnung. Genau, das ist jetzt die Zahl, die die Stadt mitgeteilt hat auf die Frage, wie viele Leute suchen denn so eine Sozialwohnung. Und das war eben die Zahl, die da registriert wurde. Ja, also das heißt von 15.000, die sind ja dann belegt. Also ist ja fast nochmal ein Drittel benötigt. Also es gibt keinen Überschuss. Genau, also von wegen benötigt könnte man auch noch nicht mal sagen, weil es sind ja wirklich dann nur die Haushalte und da muss man ja sagen, da leben ja mehrere Menschen oft auch drin in diesen Haushalten, die wirklich sich da registriert haben. Also es gibt, der Bedarf ist wahrscheinlich viel höher noch. Ja okay, ja das stimmt, vielleicht wie wir eben gesagt haben. Genau, viele Menschen wissen vielleicht gar nicht, dass ich überhaupt einen Spruch habe, viele wollen das vielleicht auch nicht, weil der Aufwand so groß ist, andere haben da ein bisschen Scham vielleicht auch, ja ich soll jetzt hier eine Sozialwohnung und so. Kann ich auch verstehen. Das schließe ich irgendwie für mich aus, will ich mich gar nicht mit befassen. Ist ja auch irgendwie konnotiert. Und das finde ich auch so krass. Das ist ja nochmal wirklich eine ganz, ganz, ganz andere Nummer. Aber dass diese Sachen irgendwie konnotiert sind und dass da vielleicht auch das mitspielt, dass man denkt, nee, ich doch nicht. Und da ist natürlich immer diese Quote, ist natürlich immer Wahnsinn, die der Mieterverein da zumindest immer sagt. Das ist jetzt schwer nachzuvollziehen, dann bis ins Detail. Aber da ist ja immer die These, die Hälfte der Bevölkerung in Düsseldorf hätte Anspruch auf Irrwobenberechtigungsschein. Und wenn wir jetzt diese Zahlen, also 15.000, 5.900, egal wo die jetzt herkommen und die Hälfte von 650.000 EinwohnerInnen. Wie kann es sein, dass die Zahl der Sozialwohnungen oder der sozial geförderten Wohnungen sogar noch zurückgeht? Naja, das liegt daran, dass die halt nach und nach aus dieser Bindung fallen, so heißt das ja. Also es wird ja immer festgeschrieben, wenn so eine Sozialwohnung dann, weiß ich nicht, vor 20 oder 30 Jahren dann auf den Markt kam, so diese Bindung an die bestimmten Mietsätze, die mit einer Sozialwohnung verbunden sind, die gelten eben nur für diese Zeit, für diese 20 Jahre oder 30 Jahre. Warum? Ja, das sind letztendlich dann gesetzliche Vereinbarungen auch, die dazu geführt haben, dass es so ist, wie es ist. Und... Im Gegenzug werden zu wenig neue Sozialwohnungen auf den Markt gebracht, sodass da kein Gleichgewicht besteht und das ist eben auch schon länger der Fall. Also der Rückgang ist schon rapide gewesen in den letzten Jahren. Und gibt es da irgendwie Ideen, wie man das vielleicht stoppen kann? Ich weiß, es gibt ja dieses Impulsprogramm, dass der auch dafür da ist, dass es irgendwie leichter gemacht wird, erschwinglichen Wohnraum zu bauen erstmal. Das ist ja auch wieder so eine Sache, da möchte ich auch gleich noch drauf kommen, auf den zeitlichen Faktor. Also das habe ich damals, habe ich mit Uwe Jens Runau über dieses Impulsprogramm gesprochen, wo ich schon gedacht habe, oder wo es auch Thema war, ich brauche ja jetzt eine Wohnung. Also ich brauche jetzt eine Wohnung, wenn 2029 irgendwie 30 Wohnungen fertiggestellt werden. Also diese tatsächlich aktuelle Dringlichkeit, wie kann die aufgefangen werden? Und genau, was sind da zum Beispiel diese Impulsprogramme, wie viel teilhaben die da? oder wie viel Effekt. Ja, also die Stadt hat ja schon länger ja auch darauf reagiert. Und zwar schon vor über zehn Jahren mittlerweile. Damals hieß das Handlungskonzept Wohnen. Mittlerweile Baulandmodell. Und da ist eben ein wichtiger Teil gewesen, wenn neu gebaut wird, ab einer bestimmten Größe zwar nur, aber eigentlich doch dann immer, wenn da auch Bebauungspläne nötig sind und so weiter. Muss, und mittlerweile, die Quote ist dann gestiegen, die war am Anfang ein bisschen niedriger, muss die Hälfte als sozial gefördeter Wohnraum umgesetzt werden. Also das ist so ein. Finde ich ein entscheidender rechtlicher Rahmen, der so gesetzt worden ist, um darauf zu reagieren, dass eben die Zahl der Sozahlung immer niedriger wird. Das hat dann sehr gedauert, bis das mal so wirksam wird, weil ganz viel schon auf dem Weg war vorher und so und auch die Quoten erst andere waren. Aber trotzdem ist das so ein ganz wichtiger Hebel, der wirkt, um eben gegenzusteuern. Auch wenn es eben da noch nicht reicht. Das Impulsprogramm, was du gerade ansprichst, ist nochmal jetzt neu dazugekommen. Da wird ja mit hohen Millionenbeträgen quasi, da werden die Entwickler gefördert, die dann wiederum dann angehalten sind oder verpflichtet sind, auch bestimmte Mietdeckel einzuhalten. Also das sind ja dann öffentlich geförderte Wohnungen, die aber eigentlich keine Sozialwohnungen in dem Sinn sind, sondern dann auch für andere Einkommensgrenzen, auch so für die mittleren Einkommen, dann bestimmten Wohnraum zur Verfügung stellen, der dann, ich glaube, 12 Euro oder so einen Deckel hat immerhin. Was ja auch schon eine irre Zahl ist, wenn man sich ein paar Jahre zurückerinnert. Aber mittlerweile sind die Mieten ja ganz woanders noch hingeeilt. Ja, das stimmt. Also da habe ich echt auch manche im entfernteren Bekanntenkreis, wo ich echt denke, das geht ja gar nicht. Genau. Und die Quote, also wie viel Geld gebe ich von meinem Einkommen für die Miete aus, das nimmt auch immer extreme Reformen an. Ja, das stimmt. Wie gesagt, ich frage mich, wie das passieren kann, aber das ist natürlich eine ganz grundsätzliche Frage. Und wie dieser Rückgang in der Stadt quasi rezipiert wird von vielleicht Verantwortlichen, also du hast in deinem Stück dazu sehr ausführlich, genau, es geht viel um Zahlen. So schreibst du das im vergangenen Jahr 11.194 Wohneinheiten aus dieser Bindung zum Beispiel gefallen sind. Es wurden 711 Wohnungen quasi trotzdem für eine Förderung, also kamen wieder neu rein. Das ist ja jetzt nicht annähernd irgendwie die gleiche Summe, also es ist ein bisschen über die Hälfte und trotzdem zitierst du PolitikerInnen mit, das sind hervorragende Ergebnisse oder so. Also woran wird das gemessen? Ja, also erstmal natürlich auch an den Ergebnissen der Vorjahre. Also man kommt jetzt so in die Nähe, das auch auszugleichen. Vor allem, weil es eben auch noch weitere Mosaiksteinchen gibt, die man eben auch noch dazusetzen muss zu dieser Zahl 711. Also es sind zum Beispiel eben auch Belegungsrechte aufgekauft worden. Also dass man über diesen Weg eben auch neue Sozialwohnungen schafft. Die sind dann nicht neu gebaut worden, aber es gibt eben trotzdem jetzt wieder eine Belegung, das ist jetzt eine Sozialwohnung, die bleibt eben auch so oder nach einer Modernisierung kommt auch nochmal eine Zahl dazu. Wenn man das alles mit dazu rechnet, kommt am Ende nicht die Zahl raus, die da sagt, wie viele Sozialwohnungen es weniger gibt, aber insgesamt beim Bestand ist der Rückgang jetzt so, weiß ich nicht, 200, 300 oder so Wohnungen. Also da gab es schon größere Rückschritte auch. Insofern ist es, obwohl es eigentlich diesen Negativtrend weiterhin gibt, ist man trotzdem einigermaßen zufrieden auf der politischen Seite, dass sich da doch was bewegt in die richtige Richtung. Ich verstehe. Trotzdem, ich möchte immer wieder, also mir kommt das immer wieder in den Kopf, so das ist ja alles immer schön und gut, aber am Ende, genau, ist es trotzdem zu wenig Raum und da sind dann Leute, die haben keinen Wohnraum. Also was ist da, was passiert? Ja, ja, die haben schon Wohnraum, aber die suchen natürlich andere Wohnraum, der besser auf sie passt. Wenn plötzlich die Familie da ist und so. Man sitzt noch in diesen zwei Zimmern, hat jetzt aber zwei Kinder oder so. Da ist der Druck natürlich groß. Aber wir reden jetzt nicht von 5000 Obdachlosen oder so, aber eben Menschen, die ganz dringend, oder ja, das weiß man natürlich im Einzelfall nicht, aber in vielen Fällen wahrscheinlich dringend, was Neues suchen. Was ja durchaus auch Lebensqualität beeinflussen kann. Also ich meine, wir leben wahrscheinlich alle irgendwann mal in dieser Situation eine Wohnung zu suchen. und wenn da noch ein bisschen Druck dahinter ist. Oder vielleicht für die eigenen Verhältnisse viel zu hohe Miete zahlen müssen und eigentlich aber Anspruch hätten auf eine Sozialwohnung, bekommen die aber nicht, weil es einfach zu wenig gibt. Und vor allem auch ja immer weniger Menschen bereit sind, überhaupt ihren Wohnraum aufzugeben, weil sie ja alle vor der Frage, also in vielen Fällen dann vor der Frage stehen, wie soll ich denn diese neue Miete da bezahlen? Das berichtet zum Beispiel ja auch Thomas Hummelsbeck, mit dem ich da gesprochen habe, für den Artikel von der Rhein-Wohnungsbau, ja auch ein gemeinwohlorientierter Bestandshalter und ein Entwickler, vor allem kirchlicher, im kirchlichen Hintergrund das Unternehmen. Aber dass er sagt, die Frequenz im Bestand, also dass Menschen wirklich ausziehen, das war noch nie so niedrig wie heute. Also das ist ein Beweis dafür. Die Leute bleiben einfach, weil sie auch keine andere Wahl haben, in ihrer Wohnung sitzen. Und somit ergeben sich auch in dem Bestand immer weniger Chancen, da mal dazwischen zu kommen. Und da kommt ja noch dazu, dass da oft ja Menschen auch in Sozialwohnungen leben, die eigentlich keinen Anspruch mehr darauf hätten, heute eine Sozialwohnung zu bekommen. Aber es gibt eben keinen Mechanismus, der die dann herausbefördern würde. Es gibt keinen Mechanismus, der die daraus befördert. Aber ich denke gerade, wo du das nochmal so aufzählst, jetzt unabhängig von den Mietpreisen. Vielleicht bleiben auch manche Menschen gar nicht so in dieser Wohnung oder in diesen Wohnungen dann, weil sie ein Schnippchen schlagen wollen und weniger Miete, sondern wenn ich mir überlege, also es hat, ja, wie schwierig es auch ist, überhaupt was zu finden, dann was da für Parameter manchmal angesetzt werden. Also ich zum Beispiel, ich bin alleinstehend, ich bin freiberuflich größtenteils und dann bin ich auch noch Musikerin. Also das ist wirklich auch jetzt nicht und dann gibt es ja noch ganz andere Dimensionen, da kann ich jetzt nicht für sprechen, aber die es einfach ja auch wirklich schwer machen, irgendwo neu zu mieten oder neu überhaupt was zu finden. Also ich glaube, dass vielleicht gar nicht mal immer dieser finanzielle Aspekt nur der ist, warum man dann in so einer Wohnung, in der man mal ist, sitzen bleibt oder vielleicht dann sich da irgendwie arrangiert und sagt, okay, wenn wir jetzt eine Familie meinetwegen gründen, dann kriegen wir das hier schon irgendwie hin, sondern einfach auch noch ganz andere Faktoren, die es noch dazu schwieriger machen und bestimmt für manche Menschen noch doller als für andere. Das denke ich nur gerade, während wir darüber sprechen, dass dieses ganze Wohnungssuchen finden, irgendwo bleiben, sich was leisten können und so, das ist einfach ein Riesenthema sowieso, glaube ich gerade, was ich gerade schon gesagt habe, das kann einfach Lebensqualität massiv beeinflussen. Jetzt frage ich mich, könnte ich mich jetzt auch einfach entscheiden zu sagen, okay, ich habe hier irgendwie sieben, mehr Familienhäuser. Drei Viertel davon mache ich als Sozialwohnungen. Kann ich so rum auch? Ja, es kommt natürlich darauf an, du hast ja natürlich auch dann Mieter da wahrscheinlich drin sitzen. Und die kannst du natürlich auch nicht einfach so rausbefördern, wenn die jetzt zum Beispiel keinen Anspruch drauf hätten. Ja, das stimmt. Also unter bestimmten Bedingungen, also wenn die Wohnungen da auch dann wahrscheinlich leer stehen und so weiter, dann geht das. Ja, also das heißt, es geht auch in kleinerer, also man kann auch sagen, ich bin ja am Ende wahrscheinlich als Vermieterin selber dafür. Ich kann mir die Miete doch ausdenken, oder? Jetzt mal ganz bescheid gesagt. Also wenn ich jetzt nicht unbedingt davon leben muss. Nein, kannst du nicht. Ach, kann ich nicht. Ich kann nicht sagen, du kannst für 300 Euro in meiner Wohnung wohnen. Es gibt unterschiedliche Deckel, die da wirken in Düsseldorf. Aber nach unten meine ich nicht. Achso, du kannst gut. Achso, ich glaube, da könnte irgendwann kommt das Finanzamt auf die Idee, dass da irgendwas nicht stimmt. Die kommen nicht auf die Idee, dass ich einfach nur ein richtig netter Mensch bin, der möchte, dass Leute wohnen können. Ja, aber ich bin da nicht so ganz in den Details, aber ich könnte mir schon vorstellen, dass dass da mal Fragen kommen in Richtung Finanzamt, ob das denn auskömmlich ist und ob man da einfach so bewusst ein Minusgeschäft in Kauf nehmen kann. Das weiß ich jetzt auch nicht. Ich habe auch nicht mehr Familienhäuser, deswegen war das jetzt eh nur eine hypothetische Sache, die ich mich gerade gefragt habe. Was nicht so hypothetisch ist, womit wir vielleicht das Ganze jetzt ein bisschen abschließen können, ist der zeitliche Faktor, den ich ja am Anfang schon ein bisschen, also du schreibst ja auch, es droht der Verlust. Und eine Drohung ist ja erstmal immer eine Drohung und kann ja immer noch aufgefangen werden. Also was könnte jetzt ein Fahrplan sein, um das vielleicht zumindest zu stoppen, also dass es nicht noch weiter runter geht und wie könnte so eine zeitliche Choreo sein, dass diese ja immerhin knapp 5.900 Haushalte, die Wohnungen suchen, jetzt in diesem Zusammenhang irgendwie bald neue Schlüssel in der Hand haben. Ja, leider ist es so, dass ich da gar nicht so optimistisch bin für die nächsten fünf Jahre, sagen wir jetzt mal. Also vor allem, weil für die nächsten fünf Jahre eben tatsächlich, und da sind wir bei dieser Drohung, ein massiver Rückgang nochmal von Sozialwohnungen erstmal stattfinden wird. Das wissen wir. Also da fallen über 5000 sind es, glaube ich, wenn ich die Zahl jetzt richtig im Kopf habe, Sozialwohnungen in den nächsten fünf Jahren aus der Bindung. Also das heißt. Über 30 Prozent des Bestandes noch mal weniger. Das heißt, das ist eine ganz schöne Hausnummer, die man jetzt da kompensieren muss. Aber kann man dann diese Bindung nicht irgendwie, ich höre jetzt immer Bindung, Bindung, Bindung, kann man die dann nicht irgendwie anpassen? Ja, könnte man versuchen zu verlängern, aber natürlich haben viele Vermieter ja nicht das Interesse unbedingt jetzt, wenn sie jetzt am Ende der Bindung angekommen sind, das jetzt zu verlängern. Sondern haben ja dann die Möglichkeit, höhere Mieten zu nehmen und darauf einfach jetzt zu verzichten. Ist natürlich auch viel gewollt. Deswegen so dieser Weg, Belegungsrechte kaufen von der Stadt. Aber wohl da jetzt beide Experten, mit denen ich gesprochen habe, Hans-Joachim Witzke vom Mieterverein, aber auch Thomas Hummelsbeck vom Reiner Wohnungsbau, sehen das nicht als wirklich ein Hebel. Sondern am Ende geht es ums Bauen. Aber genau da sind wir natürlich weiterhin in einer Baukrise, muss man sagen. Die Zinsen sind weiterhin relativ hoch. Die Baukosten sind enorm gestiegen. Alle Entwickler sagen, wir müssten hier horrende Mieten nehmen von 20 Euro und mehr, damit das irgendwie wirtschaftlich ist. Also genau das ist das Problem, deswegen das Impulsprogramm der Stadt und so weiter, dass das auch wirken soll. Aber unter den gegebenen Rahmenbedingungen wird da wirklich jetzt so viel Wohnraum entstehen in den nächsten Jahren. Ich bin da wirklich skeptisch. Also große Hebel sind ja auch die großen Flächen, die wir ja brach haben, haben wir ja ein paar Mal auch schon im Podcast drüber gesprochen, Diese Art Blabrachen, zum Beispiel das Glasmacherviertel, wo Riesenpotenzial ist, was aber jetzt wirklich schon, ich weiß nicht, ich kriege die Zahlen nicht zusammen, aber wie lange ist es da möglich eigentlich zu bauen und das passiert nicht. Irre. Und jetzt gibt es ja einen neuen Eigentümer mit der LEG und so weiter und alle dachten ja Gott sei Dank, jetzt geht es los. Und die sagen aber, Neubau machen wir jetzt im Moment gar nicht. Also weil das geht ja nicht wirtschaftlich und so weiter. Und ich finde, da sind wir nämlich ein bisschen am Anfang und haben einen schönen Kreis geschlossen, weil natürlich, es geht um Zahlen, es geht um Jahreszahlen, es geht um Zeit, aber am Ende geht es halt um Menschen und um auch Menschlichkeit. Also wie gesagt, ich komme mir da manchmal vor wie so ein, also so sehr naiv, weil ich so denke, aber wenn ihr den Platz habt und irgendwie Steine, dann baut doch was damit, aber am Ende irgendwie finde ich ist es schon so. Also da liegen Flächen brach und dann geht es um Wirtschaftlichkeit und auf der anderen Seite suchen halt Leute, wie gesagt, das ist ja auch in ganz vielen anderen Bereichen so, wir reden jetzt halt über Wohnraum, aber also dass es da manchmal so hakt und darum finde ich dieses Thema wirklich nicht sehr trocken oder sondern zutiefst. Fast schon emotional, weil ich finde, da geht es auf einer Meta-Ebene auch ein bisschen um was anderes. Also darüber, was man dem für eine Wertigkeit zumisst, dass alle irgendwie sein können. Vielleicht noch so ein bisschen als Hoffnungsschimmer, also was sicherlich nicht passieren wird ist, dass jetzt nochmal 5000 Sozialwohnungen weniger sind und dann sind wir bei unter 10.000 oder so, sondern wir haben schon ja in diesem Jahr gesehen, wie es möglich ist auch gegenzusteuern und da kann man schon auch die Hoffnung haben und das stellt die Stadt auch da mit unterschiedlichen Potenzialen, die es da gibt, mit unterschiedlichen Bebauungsplanverfahren, die gerade laufen, mit Baugenehmigungen, wo wir jetzt glaube ich bei 3000 Bauanträgen laufen. Wo die im letzten Jahr waren, also wo einfach so ein paar Rahmenbedingungen schon auch darauf oder Eckdaten darauf hinweisen, ja, also da wird auch was auf der anderen Seite wieder entstehen. Ja, das ist doch hoffnungsvoll, oder Alex? Ich hoffe. Vielen Dank für dieses Gespräch. Ich habe recht behalten, es war alles andere als trocken und ich freue mich auf das nächste Mal. Tschüss. Ciao. Music. Kurze Pause. Vielleicht mit etwas Werbung. Trotz Fastenzeit treffen sich im März traditionell WeinkennerInnen und LiebhaberInnen aus aller Welt in Düsseldorf, um sich auszutauschen, ihre Produkte vorzustellen, zu netzwerken und natürlich sich durch viele edle Tröpfchen zu probieren. It's Pro-Wein-Time. Seit einigen Jahren ein festes Event rund um die Fachmesse, die Pro-Wein-Ghost-City. In verschiedenen Locations in der Stadt gibt es Events, Dinner, Tastings und allerlei andere coole Aktionen. Wir waren bei der Kick-Off-Veranstaltung vor Ort. Liebe Lilly, Karneval ist ja vorbei. Aber fürchte dich nicht, es gibt trotzdem was zu feiern. Es geht hier nahtlos weiter. Wir sind mal wieder ausgeflogen und sind gelandet im Clayton Hotel auf der Immermannstraße beim Kick-Off der Pro-Wein-Goes-City. Genau. Warst du schon mal bei der normalen Pro-Wein? Tatsächlich nicht. Ich habe trotzdem einen Berührungspunkt damit und zwar meine beiden Schwestern haben jahrelang auf der Pro-Wein gearbeitet. Und da gibt es ja immer diesen, wenn sich die Messe dann dem Ende zuneigt, dann ist ja manchmal die ein oder andere angebrochene Flasche übrig und... Da bin ich dann ins Spiel gekommen. Aber als Gast war ich noch nie da. Nein, du? Nee, ich auch nicht. Aber das ist ja auch gar nicht so einfach, da hinzukommen. Also man muss ja echt hier irgendwie Kontakte in die Gastronomie oder in die Presse vorweisen. Und um das zu ändern, gibt es ja jetzt aber hier dieses wundervolle Event, beziehungsweise eine Eventreihe ProVineGoCity, damit auch die Normalsterblichen unter uns mal in diesen Genuss kommen. Und dann haben wir uns jetzt heute mal, wie du sagst, in die Kick-Off-Veranstaltung reingesneakt, möchte ich sagen, und mal ausgecheckt, was es hier denn so zu erleben gibt, damit ihr euch nächstes Jahr vielleicht dann auch überlegen könnt, hier mal die eine oder andere Veranstaltung zu besuchen. Und es gibt zahlreiche, dieses Jahr sind es irgendwie 135 in 69 Locations, also Pro-Wein-Go-City ist der Name das Programm. Es ist ja auch ein bisschen, erinnert es mich an die Veranstaltung der Chefs in Town, wo wir auch quasi ein übergreifendes Thema haben und überall in der Stadt verteilt verschiedene Sachen passieren. Und genau das ist hier bei der Pro-Wein-Ghost-City eben auch so ein bisschen die Idee, dass jeder sich aussuchen kann, auf was er Bock hat. Also sei das jetzt irgendwie eine Weinverkostung von ganz besonderen georgischen Weinen oder japanischen Sakel-Tastings oder auch einfach mal so ein bisschen reinschnuppern. Und ich glaube, da gibt es ganz, ganz viele spannende Sachen zu entdecken. Und vielleicht kommt man so auch an Orte in dieser Stadt, wo man noch nicht war. Ich war zum Beispiel noch nie hier im Clayton Hotel. Ich auch nicht. Und wir haben uns jetzt auch ein ruhiges Örtchen gesucht und wir sind in der Naschstation gelandet, im Naschraum. Also hier vor uns, es gibt nämlich auch, es wird nicht nur hier heute Wein zum Probieren angeboten, sondern auch allerlei Köstlichkeiten und wir haben uns hier in den Dessertraum verirrt, was mir natürlich gut gefällt. Was vor allem auch clever war von uns zu Beginn der Veranstaltung in den Dessertraum zu gehen, denn noch ist es hier relativ leer. Wir rollen das Ganze von hinten auf. Es füllt sich, es füllt sich. Ja, es sind sehr viele Menschen schon hier. Ich bin gespannt, wen wir so treffen. Absolut. Wer uns über den Weg läuft und vor allem, was wir alles verkosten. Und ja, ich würde sagen, wir machen uns jetzt nochmal auf. Es gibt ja auch ein straffes Programm. Es gibt eine Tombula zugunsten der Elterninitiative Kinderkrebsklinik e.V. Es gibt verschiedene Präsentationen über Weinregionen, wo man sich dann auch irgendwie informieren kann, wo man was lernt. Es gibt eine Führung durchs Hotel, was natürlich auch ganz spannend ist, weil wir ja beide noch nie hier waren. Und dann sehen wir mal, wo man immer hier dran vorbeiläuft auf der Immermannstraße. Und natürlich gibt es ganz viel zum Probieren. Zum Start haben wir uns jetzt hier mal mit einem Cremant versorgt, einem Rosé-Cremant. Ich würde sagen, wir gucken mal, was noch so auf uns zukommt. Und wir halten euch auf dem Laufenden. Cheers! So, we're back. Wieder im Dessert-Paradies. Wir haben inzwischen diverse Begrüßungsreden gehört, ein paar Informationen bekommen zur gesamten Veranstaltung, zum Ablauf der Pro-Wein, der Pro-Wein-Go-City und natürlich haben wir probiert. Natürlich, das Wichtigste. Das Wichtigste, wir haben schon eine kleine Reise hinter uns von Südafrika über Slowenien zurück nach Deutschland, zumindest im Glas. Lilly, was hattest du? Genau, du sagst es, wir haben schon relativ weite Strecken quasi hier. Komm, ich möchte hier kurz verzeihen, wenn ich dir ins Wort fahre, ich möchte kurz einwerfen. Ich bin sehr beeindruckt, ich wusste nicht, dass du eine Sommelier im Herzen bist. Naja, ich bin keine Sommelier im Herzen, aber ich komme aus deiner Weinregion. Da wird einem das quasi in die Wiege geforst. Also wenn du das Glas schwenkst, da denke ich, okay, weil ich bin immer so, ich halte kurz meine Nase rein und dann, naja gut, schmeckt oder schmeckt nicht. Und doch, ich bin sehr beeindruckt und deswegen überlasse ich dir jetzt hier das Wort und die Bühne. Erzähl doch mal. Das ist sehr nett von dir. Wir haben angefangen mit einem Blanc de Noir aus Südafrika. Blanc de Noir sowieso ja ein ganz trendiger Wein. Ja stimmt, das lese und höre ich oft im Moment. Genau, das ist so ein bisschen das Beste aus beiden Welten zwischen Weißwein und Rotwein. Bist du sonst eher rot oder weiß eigentlich? Das haben wir ja noch gar nicht geknärt. Das ist sehr jahreszeitenabhängig. Im Sommer gerne weiß, wobei weiß geht eigentlich immer, aber im Winter gerne auch mal so einen warmen Rotwein. Wobei auch der geht an so einem Sommerabend. Was rede ich mich hier um Kopf und Kragen? Ich trinke gerne Wein. Auf jeden Fall ist Blanc de Noir tatsächlich so ein Trendding habe ich das Gefühl und da haben wir einen ganz leckeren aus Südafrika probiert dann sind wir sage und schreibe zwei Meter nach links gewandert und damit in Slowenien gelandet wenn es denn echt so einfach wäre, dann würde meine blöde Flugachse auch nicht immer so kicken das wäre ein Traum dann haben wir einen Sauvignon Blanc getrunken der war ganz frisch und so fruchtig also wirklich ohne sauer zu sein Das finde ich ist ja auch immer bei Weißwein so ein Ding. Und dann waren wir jetzt zum Schluss noch klassisch bei uns an der Mosel und haben da einen Riesling probiert, der auch wirklich, wirklich lecker ist. Also man muss sich, glaube ich, hier echt ein bisschen ein Ziel setzen, was man denn eigentlich probieren möchte, wenn man das nicht so blind drauf losmacht wie wir. Weil es gibt so viele Weine, man kann sie, glaube ich, nicht alle probieren und den letzten auch noch schmecken. Von daher, es gibt hier wirklich für jeden Lover, egal ob Brot oder Beis. Gibt es hier was zu entdecken? Es gab ja eben bei diesem Eröffnungsreden, Reigen, gab es ja ein Rechenexempel, dass wenn man auf der Pro-Wein jeden, also alles einmal durchprobieren wollen würde, müsste man 23 Gläser Wein pro Minute trinken. Ich weiß nicht, ob wir das heute schaffen, so viel Auswahl ist ja heute hier auch nicht. Das sind alles dann aber auch Winzer und Weingüter, die bei Pro-Wein Go City quasi in der Stadt zu finden sind. Also das ist ja auch irgendwie ganz spannend. Also hier ist ja so ein bisschen wie so ein Best-of, wie so eine kleine Auswahl. Und genau, da werden wir bestimmt jetzt in der nächsten Etappe auch noch ein bisschen was erfahren, was dann tatsächlich in der Stadt los ist, was ja auch die nächsten Jahre dann wahrscheinlich weiter so passieren wird. Und genau, ich hole mir jetzt noch eine saure Gurke am Buffet und wir setzen unsere Weltreise weiter fort und melden uns dann gleich wieder zurück. Absolut. So, zurück im Dessertraum. Das ist hier irgendwie ein bisschen unser Spot, ne? Das ist unser Podcaststudio jetzt geworden. Dafür haben wir relativ wenig Musse Schokolade gegessen bis jetzt, möchte ich mal anmerken. Aber wir haben natürlich unsere, das ist ja jetzt keine kulinarische Reise, oder sagt man das dann trotzdem? Degustative Reise. Eine, ja, keine Ahnung, eine vinologische, ich weiß es nicht. Auf jeden Fall haben wir jetzt einmal die Runde gemacht. Es wurde noch ein bisschen was probiert. Was gab es noch im Glas? Wir hatten noch zwei Weine aus Deutschland. Da war noch ein Riesling und ein Blonde Blonde dabei. Und dann haben wir nochmal die sinnbildliche Brücke geschlagen und sind nochmal ins Ausland gereist und in Katralanien gelandet. Das war sehr spannend. Es gibt ja also auch kleine Vorträge zu erleben. Ich frage mich, ob das dann auch bei ProWeinGoCity, also gibt es auch nochmal solche Veranstaltungen, wo es ein bisschen Vortrag und so gibt? Naja, es geht ja hier nicht nur darum, dass man hier sich hinstellt und lecker Weinchen säuft. Es ist ja schon auch so ein bisschen die Idee, ein bisschen was zu lernen über Wein. Und da ist natürlich die Herkunft ein ganz, ganz, ganz großer Teil von. Und da gibt es auf jeden Fall auch bei der einen oder anderen Veranstaltung, einfach weil du auch Experten da stehen hast, die dir nicht nur sagen können, der Wein kommt jetzt aus Katalonien, sondern die können dir im Zweifelsfall sagen, Wie ist der Boden da beschaffen? Wie ist da die ganze Umgebung? Das ist natürlich auch alles. Einen guten Wein beeinflusst. Tatsächlich, wir haben ja gerade uns nochmal so ein bisschen durchs Programm geblättert. Es gibt bei diesen mannigfaltigen Veranstaltungen große und kleine. Es gibt mit Essen, es gibt ohne Essen, es gibt mit Programm, ohne Programm. Also da lernt man auf jeden Fall so einiges. Es gibt immer ExpertInnen, die man auf jeden Fall auch fragen kann. Das merke ich hier schon. Also auch die Stimmung hier schon bei dieser Veranstaltung ist sehr kommunikativ. Alle unterhalten sich. Auch die Gäste, nicht nur die Aussteller, sondern auch die Gäste. Also man sieht hier schon, Leute haben Lust auf irgendwie, was man sonst so unter Genuss fasst. Essen, trinken, die schönen Dinge des Lebens. Und ich glaube, diese Veranstaltungen, die es hier im Rahmen der Pro-Wein-Go-City gibt, die sind natürlich auch preislich von bis natürlich. Also man kann hier Geld loswerden, aber es lohnt sich auf jeden Fall. Und es gibt auch kleinere Veranstaltungen, wo man dann vielleicht nicht ganz so tief ins Portemonnaie greifen muss. Liebe Lilly, vielen Dank für diesen unterhaltsamen und schönen Abend und ich freue mich schon aufs nächste Mal. Ja, mir hat es auch sehr viel Spaß gemacht. Tschüss. Tschüssi. Das war der Rheinpegel für diese Woche. Wenn ihr uns, wenn ihr mir eine wirklich große Freude machen wollt, dann abonniert diesen Podcast überall, wo es ihn zu abonnieren gibt und bewertet ihn mit Punkten, mit Daumen, mit Sternen, mit allem, was geht. Lasst Kommentare da und teilt diesen Podcast. Erzählt jemanden davon, der Düsseldorf liebt oder noch viel besser, der das gefälligst noch lernen soll. Mein Name ist Torsten Kormann. Vielen Dank fürs Zuhören. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. Wieder einen Reihenpegel durchgehört. Gratulation. Jetzt müsst ihr nur noch jemanden von dieser Episode erzählen. Music.