Latest / MOMENTUM - kevinkellermazza / Leben in der Schweiz: Warum so viele Deutschland verlassen
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- 0:00Natürlich mega schön zu hören, weil ganz ehrlich, ich liebe das Land. Also ich liebe die Schweiz unglaublich fest. Die Döner in der Schweiz, die sind viel besser. Wirklich, ich liebe die Schweiz und ich würde fast sagen, wirklich fast alles ist besser hier in der Schweiz. Kulinarisch, ja. Ja, auch kulinarisch ist auch alles besser. Aber sorry, Döner verliert ihr um Längen gegen Deutschland.
- 0:18Was hältst du eigentlich so von Deutschen? Du versuchst dich die ganze Zeit irgendwie, du hast gar keine Meinung dazu abgegeben. Ich habe keine Meinung? Dich abgegeben. Ich weiß, ich hoffe, du hast uns gern so, aber vielleicht einfach, weil wir so deine Dienstleistung in Anspruch nehmen. Deswegen kriegen wir Komplimente. Nein, hast du Anspruch? Für die, die sich sagen, GMG. Schweizer Ding auch den Leuten ein bisschen näher bringt. Vielleicht geht man irgendwie mal... In die Bank. Oder Pizza oder Döner. Döner.
- 0:50Oh mein Gott. Es ist halt so, eine Pizza kannst du mit allen möglichen Sachen bewegen, deswegen hast du rein theoretisch mehr Auswahl. Ananas zum Beispiel. Nein, aber so... Wir müssen leider den Podcast abbrechen. Also wir müssen uns ja nur unseren aktuellen Kanzler angucken. In Deutschland, der super viele Versprechen gemacht hat, die er im Prinzip alle gebrochen hat. Ich wollte gerade sagen, hat er eine nicht gebrochen? Zum Glück, danke dafür, noch keine Mordstreuung bekommen. Schätze ich mega fest, ich darf gerne so bleiben, ich benötige keine.
- 1:24Dann würde ich mal vorschlagen, dass man sagt, herzlich willkommen, schön, dass es geklappt hat. Es sind ja keine unbekannten Gesichter für mich. Für dich nicht? Nein, für mich nicht. Ich darf schon länger mit euch zusammenarbeiten, was richtig, richtig cool ist. Und ich habe euch auch schon verlinkt. Ihr habt mich, glaube ich, auch schon verlinkt in gewissen Reels etc. Von dem her, die Leute wissen ein bisschen, was wir für einen Zusammenhang haben. Aber...
- 1:48Für die wenigen Menschen, die euch noch nicht kennen, die noch kein Reel von dir gesehen haben, was wirklich sehr wenig sind, weil ich bin gerade mega viral angegangen, weil ihr ein sehr cooles Thema auch ansprecht. Aber wer seid ihr und was macht ihr genau?
- 2:04Ja, dann würde ich vielleicht kurz anfangen, uns vorzustellen. Genau, also wir haben ein Projekt, das nennt sich Welcome Switzerland. Und im Prinzip geht es darum, dass wir hauptsächlich deutschsprachigen Leuten helfen wollen, hier anzukommen, sich hier zurechtzufinden. Und auch den Leuten, die schon da sind, auch nochmal helfen, sich hier zurechtzufinden.
- 2:22Genau, im Prinzip. Aber es ist natürlich so, ich finde das immer wichtig zu erwähnen, dass wir auch für Schweizer da sein möchten. Das heißt auch für Schweizer, die das mal miterleben möchten. Die können natürlich auch gern zu uns kommen. Genau, hab ich irgendwas vergessen?
- 2:36Ich glaube nicht. Ja, wir machen uns aktuell sehr beliebt, würde ich sagen. Das sieht man in den Kommentaren. Ja, mein Name ist Amel. Wir kennen uns auch schon ein bisschen länger. Und ich weiß immer noch nicht, was wir hier suchen. Aber danke für die Einladung. Ich freue mich mega. Ich bin auch ein Riesenfan. Nicht nur von dir, auch von deinem Podcast.
- 2:57Und ja, der Chris hat es schon angedeutet, wir haben Welcome Switzerland gegründet, um quasi eine Plattform zu liefern für Leute, die aus Deutschland oder Österreich in die Schweiz ziehen und wir helfen denen bei gewissen Dingen, die man so zu erledigen hat.
- 3:14Du hast es angesprochen, ihr macht euch bei ganz vielen sehr beliebt. Das merkt man auch, weil ihr sehr viral geht in gewissen Aspekten des Bereichs. Bei anderen Gruppierungen macht ihr euch vielleicht gerade ein bisschen unbeliebt.
- 3:30Das wird sicher ein Thema des heutigen Tages sein. Erstens, wie geht ihr damit um? Ihr seid vorher nicht gross in der Öffentlichkeit gestanden. Ihr habt zwar Sales-Erfahrung, sehr viel Sales-Erfahrung. IT? Auch Sales. Auch Sales? Also auch Tech-Sales. Tech-Sales, okay. Und ich glaube, ihr habt mit dem Druck von Social Media, Hasskommentaren,
- 3:56Betreuungen online noch nicht sehr viel am Hut hatte. Darum wird es sicher ein Thema sein, wie ihr damit umgeht. Aber bevor wir auf dieses Thema eingehen, wieso gründet ihr «Welcome Switzerland» überhaupt? Was war die Grundidee von dem Ganzen?
- 4:13Also ich glaube, um es mal kurz zu erläutern, das hat glaube ich so ein bisschen auch mit meiner Lebensgeschichte zu tun. Ich muss dazu sagen, ich habe das auch schon mal in einem Podcast erwähnt, also ich habe in super vielen Ländern gelebt. Ich glaube insgesamt irgendwie in acht oder neun Stück und ich kenne halt so ein bisschen die Erfahrung, wie das ist. Du musst irgendwo ankommen und eigentlich dieses Ankommen besteht immer so aus zwei Ebenen. Das erste ist die administrative Ebene, das heißt du musst irgendwie ein Bankkonto finden, du musst eine Versicherung machen, du musst dich registrieren.
- 4:38Du brauchst zum Beispiel nicht einen Handyvertrag, einen Internetvertrag etc. pp. Das ist eigentlich so, das muss jeder machen. Das ist aber eigentlich auch so die, sag ich mal, einfachere Ebene und die zweite Ebene, die du dann hast, ist immer so diese emotionale Ebene. Das heißt, wenn du irgendwo ankommst und du willst da länger bleiben, dann musst du halt wirklich emotional ankommen. Das heißt...
- 4:55Du musst Bindung finden, du musst Freunde finden, du musst ein soziales Umfeld finden. Und wie gesagt, dadurch, dass ich schon in super vielen Ländern gelebt habe, kenne ich einfach diesen Prozess. Ich weiß, wie schwer das manchmal ist. Und ich muss sagen, ich glaube, ich bin damals in die Schweiz gekommen und habe mich hier super wohl gefühlt.
- 5:10Also ich bin in keinem Land, glaube ich, so schnell angekommen wie in der Schweiz. Ich glaube auch die Schweiz war das erste Mal in meinem Leben, dass ich irgendwo angekommen bin und irgendwie das Gefühl hatte, hey, ich gehöre hier hin, das passt für mich. Und dann war das so, ich habe halt mit vielen anderen gesprochen, die sich halt nicht so gut hier zurechtgefunden haben. Und wie gesagt, da ich diese Erfahrungen kenne, sage ich mal, ich weiß wie das ist, wenn du irgendwo hinkommst und du bist erstmal alleine am Anfang.
- 5:31Ich glaube, es ist ein bisschen diesen Drang verspürt, den Leuten da so ein bisschen Hilfestellung zu geben. Und das war eigentlich so diese Grundidee des Ganzen. Und deswegen, wie gesagt, diese Community-Meetings oder diese Community ist eigentlich immer noch so das Herzstück des ganzen Projektes. Dass wir wirklich versuchen, die Leute zusammenzubringen, dass die Leute sich halt, ja,
- 5:50angekommen fühlen und ich merke auch, wie gesagt, das ist wirklich eine super Resonanz, die wir haben. Also wir haben wirklich super viel Zuwachs und ich war jetzt erst am Wochenende war ich wieder weg und es ist ganz witzig, weil ein Freund von mir hat eine Mädel getroffen und sie meinte einfach so, er hat ihr ein Video von ihr von mir gezeigt und sie meinte so, hey, ich kenne den Typen so, ich gucke dem seine Videos und sie meinte halt auch so, hey, sie ist halt neu, sie versucht irgendwie Anschluss zu finden und wie gesagt, das ist halt genau das, was wir damit, ja, bedienen möchten und wie gesagt, es funktioniert, glaube ich, ganz gut.
- 6:20Okay, gut. Danke für diese Erläuterung. Bevor ich zu meinen Fragen komme, vielleicht zu dir. Was ist bei dir der Ausschlag? Ich bin nicht im Punkt. Ihr habt das ja zusammen gegründet. Wie ist das Ganze entstanden aus deiner Perspektive?
- 6:35Oh, also ohne zu weit auszuholen, bei mir war es komplett anders als beim Chris. Also ich habe mich gar nicht wohl gefühlt. Ich bin 2017 in die Schweiz gezogen und die ersten zwei, zweieinhalb Jahre würde ich sagen,
- 6:50waren für mich persönlich nicht so einfach. Die Leute, die mich kennen, würden sagen, das kann ich mir gar nicht vorstellen. Du bist ja kommunikativ, du bist offen und so weiter. Aber ich weiß nicht, woran es gelegen hat. Und zwar war ich vielleicht zu offen, zu direkt, zu kommunikativ. Konnte ich viel zu selten mal so ein Step-Back machen und sagen, hey, die Schweizer sind jetzt ein bisschen...
- 7:14bisschen ruhiger, du musst dich eher in die Richtung anpassen. Ja, so war der Start für mich. Es hat dann irgendwann sich gewendet und mittlerweile kann ich mir auch nicht vorstellen, woanders zu leben, um ehrlich zu sein.
- 7:30Aber ja, es war nicht so einfach wie jetzt beim Chris. Und der Chris kam dann auf mich zu und hat eben gemeint, hey, lass uns doch mal so ein Community-Treffen organisieren oder eine Community im Allgemeinen. Und ich habe zu ihm gesagt, nein, so Rentner-Treffen machen wir nicht. Weil ich war damals, ich war so lost hier, dass ich wirklich dann über Facebook-Gruppen so...
- 7:49beim paar Community-Treffen mitgemacht habe und war immer so mit Abstand der Jüngste dort, habe ich auch gemeint, das passt irgendwie nicht. Und dann kam dann mit dieser Idee und wie gesagt, das war die Grundidee, einfach mal zusammen essen gehen, zusammen trinken gehen. Mit einer Gruppe. Genau, speziell jetzt Leute, die quasi aus Deutschland oder Österreich hierher ziehen oder auch Leute, die seit kurzem hier leben.
- 8:13Und dann hat das quasi seinen Lauf genommen. Also mit den ersten Videos kamen dann auch so die ersten Leute, hey, könnt ihr uns auch mit dem helfen? Und hey, kennt ihr euch aus im Bereich Versicherungen? Was muss ich da machen? Wie soll ich vorgehen? Das ist ein Bereich, wo du sehr gut kommst. Genau, und dann kam eigentlich das eine zum anderen. Dann hiess es, hey komm, dann lass uns doch mal das Thema ein bisschen professioneller angehen und wirklich eine Agentur gründen, wo wir wirklich diese Sachen einfach abdecken und den Leuten da die Unterstützung auch bieten können, ja.
- 8:42Und das erste Community-Treffen hat da stattgefunden? Ja. Das war mega lustig, das war ein voller Erfolg. Ja, ich glaube beim ersten Treffen kam irgendwie, ich weiss nicht wie viele es waren, aber es waren nicht viele. Das war im Juni war das schon. Juni, also 25? Ja. Und wie viele Leute sind da hoch?
- 9:00Waren es zwei? Wie viele Leute sind gekommen oder wie viele Leute sind wegen dem Projekt gekommen, ist die Frage. Da waren schon einige Leute. Aber das waren halt, viele waren halt, sag ich mal, ja, Leute, die jetzt einfach wegen, weil sie mich halt kennen oder weil es halt Freunde waren. Muss ich sagen, das war in einer Bar, die auch der Bekannten von mir gehört. Wo? Das ist in der Nähe von der Langstraße.
- 9:22Genau. Also, rekapitulieren. Das erste Community-Treffen... Und nicht schlimm, weil Sachen wachsen dürfen. Ja, genau. Das erste Community-Treffen ist in einer Bar von einem Bekannten an der Nähe Langstrasse, wo abgesehen von Family & Friends zwei Leute gekommen sind.
- 9:40Ich glaube, abgesehen von Family und Friends. Einer, glaube ich. Okay, gut, ich wollte so ein bisschen die Zahlen nach oben schrauben. Das Lustige war, wir hatten ja damals... Ja, aber auch Family und Friends, auch die brauchen ja Anschluss. Das ist ja okay. Ja, die sind aber schon ein bisschen länger da.
- 9:57Es war rein Unterstützung. Grundsätzlich war es ja damals so, wir hatten auch gar keine WhatsApp-Gruppe. Dieses Kommi meine Gruppe, das gab es ja noch gar nicht. Wir haben das irgendwie über Facebook und so beworben. Da haben sich auch ein paar angemeldet und wir voll blauäugig, wir haben voll viele Anmeldungen. Und wir dachten natürlich, jeder, der sich anmeldet, der kommt auch. Und dann, bevor ich losgefahren bin, ruft er mich an und sagt, hey, kannst du noch unser Logo ausdrucken, dass wir das irgendwo so hinmachen? Und ich so voll euphorisch, komm da hin.
- 10:23Wir haben uns so einen Tisch geholt, das Blatt da drauf mit dem Logo und warten einfach. Warten, nehmen einen Drink, nehmen den zweiten, nehmen den dritten und irgendwann mal so nach einer Stunde oder so kommt einer und ja, seid ihr hier, welcome Switzerland und wir so voll. Ey, das funktioniert ja.
- 10:41Und ja, so war der Anfang. Mega lustig. Ich hätte mich gefreut, wenn es mehr gewesen wäre. Aber wir verstehen uns ja gut. Dann saßen wir dort, haben gemeinsam noch was getrunken und sind dann irgendwann abgedüst. Und das sieht natürlich heute ein bisschen anders aus. Spannend, die Person, die gekommen ist, die ihr nicht kanntet, die keine Familie und keine Freunde war. Ja.
- 11:05Was ist mit dieser Person passiert? Ist sie weiter in der Community geblieben? Oder hat sie gesagt, «Hey, weisst du was, das funktioniert nicht, ich komme nie mehr.» Also ich muss sagen, dadurch, dass es ganz am Anfang war, ich glaube, er ist bis dato nicht mehr wiedergekommen. Ja. Das war damals bei Meetup, da hatten wir das beworben. Genau. Das war damals nur er. Nein, er ist nicht wiedergekommen. Aber er hat, weil du kannst bei Meetup auch so Bewertungen dalassen, er hat auch so eine 5-Sterne-Bewertung dagelassen. Das ist, glaube ich, das Höchste, was es gibt. Also er war schon zufrieden, genau. Aber ja, wieso das?
- 11:33Am Ende war es cool, wir hatten Spaß Ja, man muss natürlich sagen das sind natürlich die Grenzen fließend zwischen Community-Mitgliedern und Leuten, die unsere Freunde sind das verwicht sich ja Ja, definitiv, 100%ig
- 11:50Gut, du hast gesagt, du hast in ganz vielen Ländern schon gelebt. Wo bist du so? Ich kann natürlich vielleicht euren Podcast nicht nur aufnehmen, sondern auch hören, weil ich es mega spannend finde. Und das Thema ist sehr, ich sage jetzt mal, zeitgemäss, weiss ich schon sehr viel Background-Informationen, aber ich möchte natürlich auch für die Community ein bisschen erläutern. Aber wo hast du schon überall gelebt?
- 12:11Also in Deutschland, in England, in Irland, in Holland, in Australien, in Neuseeland und in der Schweiz. Gut. Und jetzt acht? Sieben. Sieben sind es, glaube ich. Sieben. Jetzt von deinen sieben Ländern.
- 12:27Wo bist du am längsten geblieben, abgesehen von Deutschland, wo du wahrscheinlich auf die Welt gekommen bist? In der Schweiz. In der Schweiz. Wieso Schweiz? Also ich muss sagen, wie gesagt, mir gefällt es hier absolut am besten. Das ist auch das, was ich gemeint habe. Das ist das erste Land, wo ich wirklich das Gefühl habe, hey, ich bin angekommen. Also ich mag die Mentalität, ich mag die Schweizer. Es ist ordentlich, es ist sauber, es funktioniert. Ich finde die Leute super freundlich hier. Ich muss auch sagen, ich persönlich habe absolut keine Probleme bis dato mit... Okay, gut, jetzt...
- 12:54Mit dem Social Media vielleicht nicht mehr. Aber bis dahin habe ich persönlich, wirklich von Gesicht zu Gesicht, habe ich hier noch nie wirklich Probleme gehabt. Ich muss sagen, wie gesagt, das ist für mich das absolut beste Land der Welt, wirklich. Wenn du sagst, du hattest da noch nie Probleme, persönliche, hast du das in anderen Ländern gehabt?
- 13:13Schon, ja, würde ich sagen. Ich glaube, es ist einfach auch so ein Mentalitätsding. Also ich komme mit der Mentalität der Schweizer, glaube ich, auch einfach sehr gut klar. Ich merke zwar, dass ich von meiner eigenen Mentalität her doch etwas anderes bin. Also ich merke schon, dass ich direkter bin, dass ich wahrscheinlich auch ein bisschen, aggressiver ist vielleicht das falsche Wort, aber ein bisschen...
- 13:34mehr outgoing, mehr pushy bin als die Schweizer, das merke ich schon. Aber ich muss sagen, ich finde die Mentalität der Schweizer selber super angenehm und ich komme damit super klar. Okay, schön. Natürlich mega schön zu hören, weil ganz ehrlich, ich liebe dieses Land. Also ich liebe die Schweiz unglaublich stark. Es ist... natürlich ich bin hier aufgewachsen, ich bin hier geboren und aufgewachsen, ich habe eine Zeit lang in Italien gelebt, weil ich habe auch italienische Wurzeln, aber
- 14:01Für mich kann ich nur zustimmen. Das Land, die Schweiz, ist einfach gigantisch. Es bietet dir alles, aussen das Meer. Und da haben wir andere Möglichkeiten. Wir können mega schöne Seen baden gehen oder wir steigen in ein Flugzeug ein und sind in einer Dreiviertelstunde am Meer. Du hast alles, was du dir wünschen könntest.
- 14:26Natürlich die grössten und wichtigsten Sachen sind ein System, das funktioniert, ein Gesundheitssystem und der ganze Lebensstandard, der wunderschön ist. Darum kann ich das sehr gut nachvollziehen und finde es schön, dass du das so sagst. Du hast aber gesagt, als du in die Schweiz gekommen bist, hast du es nicht so einfach gemacht.
- 14:48Du hast nicht in vielen anderen Ländern gelebt, nicht mehr? Nein. Du bist in die Schweiz gekommen. Ja. Was ist es, wie... Was hast du heute so rückblickend das Gefühl, wieso hat es bei dir so etwas längere Startzeit gebraucht? Rückblickend betrachtet liegt es nur an Menschen. Also es liegt nicht an irgendeinem Land. Sondern ich habe zu dieser Zeit, das war bei meinem ersten Arbeitgeber,
- 15:18Andere sagen jetzt schöne Grüße, das sage ich jetzt mal nicht. Da waren einfach Personen, ich bin einfach mit, ja die sind vielleicht mit meiner Art nicht klar gekommen, ich bin mit deren Art nicht klar gekommen. Aber ja, ich hatte da das Gefühl, dass jeder, der in der Schweiz lebt, so ist. Arrogant, hochnässig, herabwürdigend gegenüber Deutschen, die behandeln dich, als ob du aus einem Drittstaat kommst. Ich habe es dir, glaube ich, mal erzählt, diese Sprüche, wie du hast keine...
- 15:47Keine Rolex, aber auch keine Breitling. Du gehst auch mal im Aldi einkaufen. Was gibt es da für Produkte? Mit solchen Sachen wurde ich konfrontiert. Und dann kommst du da an und denkst dir so, hey, was geht hier ab? Ist jeder so? Und erst beim, als ich den Arbeitgeber gewechselt habe, eben nach zwei, zweieinhalb Jahren, habe ich dann Leute kennengelernt, wo ich dann feststellen musste, okay, es ist nicht das Land. Es ist nicht jeder.
- 16:12Weil ich bin, auf der einen Seite predige ich immer genau das, hey, du kannst nicht alle über den Kamm scheren und so weiter und so fort, aber genau das Gleiche habe ich getan. Und ich weiß nicht warum, aber wahrscheinlich, weil ich mich so ein bisschen einsam gefühlt habe, neu und so weiter und deswegen habe ich auch meine Prinzipien so ein bisschen über Bord geworfen. Was ich jetzt im Nachhinein natürlich nicht mehr machen würde, sondern ich würde mir dann einfach einen anderen Standort suchen.
- 16:41Aber ja, sowas bei mir. Wo bist du gelandet in der Schweiz? Du bist direkt in Aargau. Nein, nein, ich habe jetzt schon eine Odyssee an Umzügen hinter mir. Als erstes war ich in einem kleinen Ort in Ferraldorf bei Uster in der Nähe und dann in Birmensdorf in Zürich und gearbeitet habe ich am Zürichsee.
- 17:00Ja, genau. Schön. Also jetzt mal, du hast es vorhin angesprochen, das Land an sich ist natürlich... Insane. Das ist insane hoch 10. Also es ist unvorstellbar wirklich. Aber wie gesagt, damals konnte ich mich...
- 17:21dieser Schönheit des Landes gar nicht ergeben. Ich war so ein bisschen betrügt, weil ich bin in Deutschland groß geworden, ich habe mein ganzes Leben in Deutschland verbracht. Und obwohl noch in Baden-Württemberg, also in Stuttgart, im Schwabenland, sind ja die Leute per se eigentlich ähnlich den Schweizern, sagt man. So eher ruhiger und eher so scharfe, scharfe Häusle bauen, sagt man dort. Da wird gearbeitet und so weiter. Ja.
- 17:46Und trotzdem war es für mich eine riesen Umstellung, weil eben das Direkte, das Kommunikative. Ich kann mich noch erinnern, in den ersten zwei Jahren, ich habe nicht mal einen Nachbarn gekannt. Ich habe in so einem grossen Block gewohnt. Das ist in Deutschland nicht üblich. Da bringt man sich mal was zum Essen vorbei. Oh wirklich? Ja, ja. Aber das... Das schneidet sich jetzt mit der Aussage von Chris, habe ich das Gefühl. Ja, ich muss auch dazu, vielleicht würde der Chris mir widersprechen oder mich auch bestätigen. Er hat natürlich von Anfang an,
- 18:16auch ausschließlich mit Experts zu tun gehabt, überwiegend. Und ich eben nicht. Die einzige Person, mit der ich vertraut war, war meine jetzige Frau. Meine damalige Freundin, das war es. Und das war der Unterschied. Das heißt, ich bin hauptsächlich in Kontakt gekommen mit Schweizern. Ich konnte mich gar nicht akklimatisieren. Ich wurde direkt quasi ins kalte Wasser geworfen.
- 18:42So ein Riesenshitstorm wieder. Nein, Spaß beiseite. Also ich musste mich sofort anpassen. Und das ist, glaube ich, auch so ein bisschen der Unterschied. Ich weiß nicht, würdest du dem widersprechen? Nee, also ich muss dir, glaube ich, doch zustimmen, auf jeden Fall. Also ich muss sagen, es gibt eine lustige Geschichte. Ich bin damals hier angekommen und ein alter Schulkollege aus Frankfurt. An einem Tag bin ich angekommen, habe geschlafen und habe mich am nächsten Tag gleich mit ihm getroffen, weil er mir die Stadt zeigen wollte. Ja.
- 19:09Und ich bin im Mai hierher gekommen, das muss April oder Mai gewesen sein, ich weiß, es war relativ warm. Und damals sind wir durch Zürich gelaufen und ich habe wirklich durch Zufall, ich wusste nicht, dass diese Leute hier sind, habe ich an meinem ersten Tag, wo ich hier mit ihm unterwegs war, innerhalb von drei Stunden, vier Leute getroffen auf der Straße, die ich kannte.
- 19:27Und ich habe meine Tante erst nach zwei Monaten gesehen. Und die wurde die Spreiten machen. Das sind die Unterschiede so. Ja, und er meinte damals so zu mir, hey, bist du sicher, dass du nicht hier schon wohnst? Und ich so, ich weiß nicht, warum die auf einmal alle hier sind. Und ich bin dann, wie gesagt, ich bin dann durch einen anderen Freund, der auch aus Frankfurt kommt, bin ich dann relativ schnell auch in so eine Clique reingerutscht. Und dadurch habe ich halt super schnell Bekanntschaften gemacht.
- 19:51Aber ja, muss ich schon sagen, stimmt schon. Das waren hauptsächlich Experts. Es waren auch ein paar Schweizer dabei. Aber dann logischerweise Schweizer, die sowieso viel mit Experts oder Ausländern zu tun haben. Okay. Ich würde jetzt auch sagen, der
- 20:09von meiner Nachbarschaft, wo ich aufgewachsen bin, ist es eigentlich schon sehr ein Miteinander. Man kennt die Leute, man weiss, wer der Nachbar ist, man bringt auch mal Mehl rüber, wenn man fragt, oder wenn man sie fragt, dann gibt es mal den Zucker. Es ist ein Miteinander. Darum ist das für mich wie so ein bisschen...
- 20:30Natürlich muss man sagen, je nach Region, je nach Wohnblock ist das definitiv anders. Auch in der Schweiz gibt es gewisse Örtlichkeiten, die wahrscheinlich nicht so familienfreundlich sind oder nachbarschaftsfreundlich. Das gibt es, glaube ich, überall. Ich glaube, das ist nicht etwas, wo man sagen kann, der Schweizer ist so, der Deutsche ist so. Ich glaube, das ist schon sehr unterschiedlich. Absolut, absolut. Zu 100 Prozent würde ich dem zustimmen, klar.
- 21:00Also zum Beispiel bei meiner Frau war mega spannend, da merkt man halt einfach auch die Unterschiede. Sie ist im Solothurn aufgewachsen und sie hat mir einfach erzählt, sie war in Obergöske oder wie das heißt, genau, sie war die Einzige mit Migrationshintergrund in der Klasse.
- 21:16Und dann kommt jemand wie ich, der so zwei Deutsche gefühlt in der Schule hatte, in der ganzen. Und das sind zwei komplett verschiedene Welten, die aufeinanderprallen. Sie hat mir erzählt, sie war die Einzige, die in einer Mietwohnung gelebt hat.
- 21:33Krass. Und das hast du in Zürich natürlich öfter. Oder als Beispiel Leute mit mehr Migrationshintergrund oder Leute, die jetzt nicht unbedingt Eigentum besitzen oder sonstiges, was ja völlig normal ist. Also der größte Teil besitzt einfach kein Eigentum. Aber wo sie mir das erzählt hat, eben konnte ich nicht glauben. Aber da merkst du eben, wie du schon gesagt hast, es liegt auch, es liegt nicht am Land, es liegt auch nicht am Menschen, es liegt auch nicht an der Region. Es ist immer irgendwie was dazwischen. Überall triffst du auf Leute, die
- 22:05die dich willkommen heissen oder eben nicht. Du hast Eigentum angesprochen. Eigentum, Finanzen, Finanzen, Wirtschaft, Wirtschaft, Politik etc. Was würdest du sagen, sind die grössten wirtschaftlichen Unterschiede zwischen der Schweiz und Deutschland?
- 22:24Also ich kann es ganz genau sagen. Also der größte Unterschied ist, den habe ich in meiner Jugend gemerkt, als ich aus dem ehemaligen Jugoslawien, das letzte Kosovo, und wenn da Leute aus der Schweiz, wenn wir damals Urlaub gemacht haben und uns dort quasi getroffen haben und uns mal unterhalten haben,
- 22:44Dann gab es so Leute, die so mit 19, 20 schon irgendwo in Australien waren und so weiter. Und für uns in Deutschland war das so, wie könnt ihr euch das leisten? Und da hast du schon die finanziellen Unterschiede gemerkt. Worauf ich hinaus will ist, ich habe damals im dritten Lehrjahr 580 Euro brutto verdient.
- 23:00Kann man sich ausrechnen, was das Netto war. Das war im dritten Lehrjahr. Und hier haben Leute schon irgendwie so 1.800, 2.000 Franken verdient, noch zu Hause gewohnt natürlich in dem Alter überwiegend und allein da hat es schon angefangen, dass da finanziell riesige Unterschiede waren.
- 23:17Das ist der Lohn. Der Lohn ist ein grosser Unterschied, aber auch die Ausgaben sind grosse Unterschiede im Sinn. Eine Mietwohnung in der Schweiz kostet einiges mehr als eine Mietwohnung in Deutschland.
- 23:33Du hast vorhin Döner angesprochen. Wo warst du? Stuttgart. In Stuttgart. Mega Döner scheinbar. Brutal. Ich will jetzt, ohne dass ich Geld dafür kriege, keine Werbung machen, aber brutal. Mach doch Werbung. Du kannst nicht mehr kommen. Ich glaube, Dillgelei oder so. Freitag, Samstag, Sonntag. Steakfleisch. Selbst gestapelt. Unfassbar gut.
- 23:56Und es gibt mittlerweile, ich muss sagen, ich bin, so Döner begleitet mich seit 2017, weil gefühlt, ich bin hierher gekommen und ich habe einfach gute Döner vermisst. Und ich glaube, erst so seit zwei... Ah, Dübendorf Döner ist top gewesen. Nein, nein. Jetzt weiss ich nicht mehr, aber... Ich weiss nicht, ob ich das Thema aufmachen soll, aber gefühlt habt ihr hier in der Schweiz so seit zwei, drei Jahren gute Döner.
- 24:22Nein, Entschuldigung. Nein, das ist jetzt kein Spaß. Ich kenne Leute, die sind früher extra über die Grenze gefahren, um in Deutschland Döner zu essen. Ja, aber sie waren Sparer. Nein, ganz ehrlich.
- 24:38Sorry, die Diskussion kommt immer wieder auf. Ich habe gestern sogar tatsächlich auf TikTok reagiert, weil auch ein Mädel da gemeint hat, die Döner in der Schweiz, die sind viel besser. Wirklich, ich liebe die Schweiz. Und ich würde fast sagen, wirklich fast alles ist besser hier in der Schweiz. Ja, auch kulinarisch ist auch alles besser. Aber sorry, Döner verliert ihr um Längen gegen Deutschland. Wirklich.
- 25:01Also ich sag dir eins, also meiner Meinung nach wirklich gute Döner in der Schweiz sind wirklich so Mittelmaßdöner in Deutschland.
- 25:09Da muss ich jetzt widersprechen. Es gibt ein, zwei, vor allem einer, wo ich sage, der ist für mich Top 3. Überhaupt. Nein, nein, nein. Ist okay, ist gut. Nein. Kann man sagen. Seit er Steakfleisch drin hat, ist er für mich... Ich habe Hunger, Leute. Er ist für mich überragend. Aber trotzdem muss ich sagen...
- 25:36In Deutschland ist es kulturgut gefühlt. Hier in der Schweiz, klar, gibt es schon Ewigkeiten Döner. Aber sorry, bei allem Respekt, manche sehen aus wie so ein Holzspieß. Willst du jetzt provozieren oder meinst du es ernst?
- 25:52Ich meine, zu ernst wird. Ich kann auch in meiner Karriere, als ich bei Apple gearbeitet habe, ganz oft nach Deutschland gehen, ob das Berlin... Ich habe sehr geile Burger gegessen. In Berlin habe ich richtig geile Burger gegessen. Aber dünner.
- 26:07Also sorry, eine Diskussion. Schön, dass wir das Thema aufmachen. Übrigens um noch ein bisschen Eigenwerbung zu machen. Ich habe sogar Reels gemacht darüber, wie ich die Döner in Zürich teste, wo ich sogar selber sage, die Döner sind schlechter hier als in Deutschland. Also wie gesagt, das ist ein Thema, das gibt es schon länger. Aber eine Sache und ich glaube, das sprechen viele Deutsche an.
- 26:28Was ist das für eine Unart hier in der Schweiz, dass die Leute das Fleisch nicht frisch schneiden, sondern in so einem Behälter aufbewahren und dann kommst du da hin und kriegst das Fleisch aus so einem Behälter. Ich verstehe das nicht. Ihr habt doch den Spieß, schneidet doch den Spieß. Erklärung bitte für alle, weil es stellen sich viele diese Frage. Wirklich, vor allem Leute, die aus Deutschland kommen. Bitte erklär es, weil ich kann mich noch erinnern, ich bin mal in den Dönerladen rein, es war abends, und sie so, oh sorry, was willst du? Ich wollte einen Döner, aber ist gut.
- 26:58Ich gucke, wie der Spiess leer ist. Was macht der? Und dann macht er diese Wärmebox auf. Und ich habe mich einfach geschämt zu sagen, hey, Bruder, nein, will ich nicht. Was machst du da? Okay, das verstehe ich. Wenn es länger ist, wenn schon alles abgestellt ist, aber du möchtest ja auch nicht Fleisch, das gut ist, wegrühren. Okay? Du würdest nicht Fleisch fortrühren? Wenn es gut ist, würde ich es verstehen, dass man es nicht macht.
- 27:25Also Fleisch, das du brauchst, wäre ja... Also es wäre ja... ...unterschiedene Schublade, wenn du das einfach vorträgst, nur weil es jetzt nicht mehr am Spiess ist. Weil es ist immer noch gut. Ich verstehe es, wenn man sagt...
- 27:40Ich nehme es jetzt, ich bin kein Dönermann oder so, ich nehme es jetzt vom Spiess, weil es gerade die richtige Temperatur, richtige Grad... Aber es ist kein Gas da, meinst du? Genau, aber es ist kein Gas, dann musst du es doch irgendwo anmachen. Sonst verbrennt es doch. Oder du musst unnötig Fleisch fortrühren. Weiss nicht, aber ich... Aber ich weiss es, jetzt, ich habe es. Wahrscheinlich ist die Qualität von diesem gestreckten Zeug so schlecht, dass sie es machen müssen, sonst trocknet es aus.
- 28:14Wir haben es. Klingt das jetzt logisch oder nicht? Hey, also ich muss sagen, ich habe, ja. Moment, nachdem was du gesagt hast, jetzt stellt sich aber doch die Frage, warum müssen sie das in der Schweiz machen und in Deutschland nicht?
- 28:30Ich habe mal gelesen, es gibt gewisse Hygienevorschriften und so weiter, die es in Deutschland nicht gibt. Aber die Leute werden eh wahrscheinlich fleissig kommentieren und irgendeiner wird uns die Erklärung liefern. Aber ich gehe stark davon aus, dass es auch damit zusammenhängt. Also ihr seid by far grössere Döner-Experten, als ich das bin. Ja. Du bist also Sushi-Experte wahrscheinlich. Absolut. Also ich kann mir an dieser Stelle sicher so sagen, aber...
- 28:59Würdet ihr sagen, die Qualität des Fleisches in der Schweiz ist nicht gut?
- 29:10Das ist besser in Deutschland. Kevin, ohne Scheiß. Ich würde sonst wirklich, ich würde was Essensqualität eigentlich wirklich bei allem den Punkt der Schweiz geben, aber was Döner angeht, auf gar keinen Fall. Ich will das ein für alle Mal zusammenfassen. Es gibt immer Unterscheidungen in drei Spieße. Es gibt einen Hähnchenspieß und es gibt so ein Japrak, nennt sich das, das ist gestapeltes Rindfleisch, das ist qualitativ. Und es gibt den sogenannten Hackdöner.
- 29:39Was mich an dem Hackdöder hier stört, ist, er ist erstens extrem hell und ich weiß, wie das produziert wird. Gestreckt mit Bindemitteln, mit Paniermehl, mit Eiswürfeln und so weiter. Das ist einfach eine klebrige Masse am Ende, die zu einem Spieß geformt wird.
- 29:57Und selbst der Hackdöner ist in Deutschland dunkler, sieht mehr nach Fleisch aus. Hier sieht er wirklich aus wie so ein Leder. In sehr vielen, nicht in allen, in sehr vielen Locations. Und das ist wirklich, neun von zehn Deutsche laufen an so einem Ding vorbei und sagen, wenn der in Deutschland aufmachen würde, wäre er pleite. Und hier stehen die Leute Schlange über Mittag. Vielleicht habe ich einfach das Glück gehabt, dass ich immer in sehr gute Döner-Räder gegangen bin. Du musst mir nachher unbedingt zeigen, welche du meinst.
- 30:27Ich zeige dir dann auch, was ich meine, anhand von Fotos und du wirst es verstehen. Zurückzukommen zum Thema Finanzen. Wir hatten ja das Thema Finanzen und ich habe ja angesprochen, das war so ein Thema Einkommen und so weiter. Aber du hast auch gemerkt, als ich dann hier war...
- 30:43Du siehst Leute, du siehst 20-Jährige mit einer Rolex, du siehst gewisse Autos, die du in Deutschland vielleicht so mal am Wochenende irgendwie zufällig gesehen hast und irgendwie fotografiert hast. Hier an der Bahnhofstraße am Paradeplatz ist es so alltäglich, so ein Lambo nach dem anderen, ein Ferrari nach dem anderen.
- 31:02Speziell in Zürich spürst du einfach diese gewaltige Finanzstrahlkraft der Schweiz. Gefühlt in jeder Ecke. Und das merkst du. Ansonsten frag mal einen Deutschen, nenn mir die drei größten Firmen der Schweiz.
- 31:24Die wenigsten haben überhaupt Ahnung. Die denken ja, es sind nur Banken. Dabei, wenn wir so von den Big Three, Big Four, Big Five sprechen, das sind ja riesige Konzerne. Unüblich für so ein kleines Land eigentlich. Aber ja, da merkst du einfach...
- 31:41Von den Finanzen her ist das natürlich kaum vergleichbar. Also für mich, deswegen sage ich auch, bis auf New York glaube ich, aber egal wo du hinkommst, ich kann preislich nichts schockieren. Wenn du so in Zürich unterwegs gewesen bist über einen langen Zeitraum, dann ist so alles andere. Ja, schockieren, also rein preislich, was Sachen kosten, kann dich nicht mehr schockieren. Ja, das meine ich. Es gibt vielleicht ein paar Länder, ein paar Städte, wo du sagst, okay, es ist auch teuer,
- 32:09Aber nicht doppelt. Unmöglich. Genau, nicht doppelt. Der Espresso kostet 50% mehr. Ich muss sagen, ein Espresso in der Schweiz, in Zürich vor allem, ist schon massiv teuer. Trink mal jeden Tag einen.
- 32:27Es muss dir finanziell richtig gut gehen. Und dann auch irgendwie, ich sage ja, du isst einen Burger und einen Pommes, bist du irgendwie mit einem Getränk bei 40 Franken. Bist du noch nicht satt, hast du einfach einen Burger gegessen. Da habe ich es schon gemerkt. Also die Diskrepanz von was man verdient und was man rausgibt,
- 32:46Würdest du sagen, jetzt schweizt es einiges besser? Ja. Ja, und es bleibt mehr übrig. Du hast in der Schweiz am Ende des Tages auf jeden Fall viel, viel mehr übrig. Das schon. Also es ist lustig, weil gerade auch so in unserer Kommentarsektion und so gibt es halt dieses Thema oft. Und wir schreiben auch Leute, ja, aber es ist doch alles so teuer. Ja, aber am Ende des Tages hast du halt einfach mehr übrig. Und ich würde auch sagen, am Ende des Tages geht es den Leuten in der Schweiz auch besser.
- 33:08Also es hat ja einen Grund, warum die Leute hier irgendwie, ich glaube jeder Achte in der Schweiz ist irgendwie nach Statistik Millionär. Es hat ja einen Grund, warum das so ist. Das kommt ja nicht von irgendwoher. Ich glaube, wenn wir über die Unterschiede reden, ich glaube einer der größten Unterschiede, den du hast, ist, dass du in der Schweiz viel selbstständiger sein musst.
- 33:25Du hast mehr Freiheit und die wird sozusagen weniger vom Staat oder von anderen abgenommen. In Deutschland ist es so, deine Krankenversicherung, die ist halt irgendwie gesetzlich, die wird dir vom Lohn abgezogen, da musst du gar nichts machen. Und hier kannst du dir das selber zusammenstellen. Das heißt, du hast hier im Prinzip mehr Freiheit, aber logischerweise auch mehr Verantwortung dadurch.
- 33:45Der Steuersatz, den du abgibst, wenn du jetzt 2'000, 3'000 Euro verdienst, wie viel gibst du ab? Wie viel bleibt dir effektiv noch übrig? In Deutschland oder in der Schweiz? In Deutschland. Franken. Wir sind hier bei Franken. Euro. Ich würde sagen, eigentlich kann man es runterbrechen und sagen, bis Mai arbeite ich eigentlich für den Staat und ab Juni arbeite ich für den Staat. Knapp die Hälfte, ja. Also so 45%.
- 34:14ist nur für die Steuern. Das wird direkt abgezogen vom Lohn. Dafür ist das Bildungssystem top. Das merkt man ja, wie Deutschland gerade an die Wand gefahren wird. Merkt man, dass das Bildungssystem top ist.
- 34:31Ja, aber es ist, ich meine, das ist das, was wir gesagt haben, was in Deutschland im Moment los ist. Also wenn du überlegst, wie viele Abgaben du hast und dann irgendwie die Schulen funktionieren irgendwie gefühlt nicht mehr richtig, die Infrastruktur wird immer schlimmer, habe ich das Gefühl. Also wenn du überlegst, es ist in Deutschland, keine Ahnung, wenn du mit der Bahn fährst, ich habe das schon mal gesagt, aber ich fahre nicht mehr mit der Bahn, weil die einfach so unzuverlässig ist.
- 34:52gleichzeitig ist es so, dadurch, dass halt die Bahn immer schlechter wird, müssen immer mehr Unternehmer und Logistikunternehmen auf LKWs ausweichen und dadurch hast du jetzt den nächsten Effekt, die Autobahn ist immer voller. Und dann hast du überall Baustellen. Also ich glaube, als ich irgendwie neu damals in Zürich war, 2011, da habe ich irgendwie gefühlt im Schnitt so, ja, wahrscheinlich ein bisschen unter vier Stunden gebraucht. Mittlerweile, wenn ich mit dem Auto fahre, habe ich das Gefühl, brauche ich so viereinhalb bis fünf Stunden im Schnitt. Aber ja. Ich fahre keine Bahn, also
- 35:22Nicht in der Schweiz. Ja, wenn ich du wäre, würde ich auch keine Bahn fahren. Das Jahrhundert Fotos machen mit irgendwelchen Leuten. Scheisse. Ich fahre nur ein Velo. Ich fahre wirklich schon seit Jahren keine öffentliche mehr. Einfach, weil ich es nicht gerne habe. Das ist einfach nicht mein Ding. Aber ich habe gehört, dass die deutsche Bahn nicht mehr
- 35:48in der Schweiz fahren darf, dass sie nur noch bis Basel darf und dann wieder zurückfahren muss, weil sie so Verspätungen haben und weil es die Schweizer öffentlichen Verkehr so behindern würde. Ich weiss nicht, ob es jetzt prinzipiell so ist, dass sie mittlerweile aus Prinzip sozusagen in Basel anhalten müssen, aber es ist so, ab dem Zeitpunkt, wo sie Verspätungen haben, dürfen sie nicht mehr reinfahren. Das heisst, auch wenn du dir jetzt einen Direktsuch buchst aus Deutschland, aus Freiburg zum Beispiel nach Zürich,
- 36:17Dann steigst du in Basel um, wenn der Zug zu spät ist und musst dann auf einen anderen Zug umweichen. Das ist so. Verständlich. Es ist
- 36:27Um das Thema nochmal aufzugreifen, es ist einfach extrem viel. Wir haben das Thema Steuern gehabt. Was wir noch nicht hatten, ist das Thema Rente. Es gibt viele, die sagen, mein Vater oder mein Großvater hat auch keine hohe Rente usw. Aber am Ende des Tages bleibt ihr hier in der Schweiz einfach als Rentner
- 36:49viel mehr übrig, sodass du dann die Möglichkeit hast, später auch zu sagen, hey, weißt du was, vielleicht reicht es mir, mit dieser Rente nicht hier zu leben, weil ich kein Eigentum habe, weil ich Miete zahle und so weiter. Aber dafür habe ich jetzt meine...
- 37:02Mit der Renate als Pärchen haben wir zusammen irgendwie 4.500, 5.000 Franken. Jetzt gehen wir irgendwie nach Portugal oder nach Thailand oder sonstiges und leben da wie Könige. Kommt der andere, der irgendwie in Deutschland beim Daimler, keine Ahnung, 25 Jahre am Band gearbeitet hat und kommt mit so einer 800, 900, 1.000 Euro Rente um die Ecke. Gewaltige Unterschiede. Gewaltige Unterschiede. Wie gesagt, ich sage nicht, dass es hier jedem Rentner besser geht per se. Das stimmt wahrscheinlich nicht. Es gibt immer Ausnahmen.
- 37:32Ausnahme gibt es sicher, aber ich würde auch zustimmen und würde sagen, 100%ig. Im Allgemeinen geht es einem Schweizer Rentner sicher besser als einem Deutschen Rentner. 100%. Was ja ein Armutszeugnis ist für die wirtschaftliche Lage in Deutschland. Ist es ein Armutszeugnis? Das heisst ja nicht, dass nicht genug Geld da ist.
- 37:50Es wird einfach an den falschen Ort ausgegeben. Also wenn es darum geht, in einer Dschungel eine Strasse zu bauen für x Milliarden, die kein Mensch braucht, würde ich sagen, vielleicht können es deine Rentner, die 30 Jahre lang in deinem Land etwas aufgebaut haben, besser brauchen.
- 38:10Beschäftigst du dich, das würde mich jetzt mal interessieren, wie siehst du die Thematik? Kriegst du einfach die Sachen mit, die man mitkriegt? Oder interessierst du dich auch hin und wieder mal so für die deutsche Politik, für das, was dort passiert? Ja, ich interessiere mich. Ich finde sie sehr unübersichtlich.
- 38:27Aber ich interessiere mich und versuche mich in diesen... Ihr wisst ja, ich muss viel pendeln, Zürich, St. Gall aktuell. Und ich versuche mich in dieser Zeit, vor allem wenn ich im Auto bin, weil ich nicht gerne öffentlich fahre, versuche ich viel Podcasts zu hören, anstatt Musik. Und dann ziehe ich mir immer wieder auch deutsche Podcasts rein, die es auch in die Politik gab. Aber...
- 38:54Meistens würde ich einfach gerne das Lernklub loslassen und mir einfach nur fünf Minuten lang an den Kopf schlagen, wenn ich denke, what the fuck, was geht eigentlich ab? Die Leute sehen es ja. Die Leute merken es, sie sehen es, es ist vor ihren Augen. Aber ich habe das Gefühl, alle machen es so ein bisschen...
- 39:15So ein bisschen dich. Ja, das war er. Es ist seine Schuld. Geben wir lieber Schuld, anstatt in die Lösung zu gehen. Ich sehe keine Lösungspolitik. Ich sehe eine Politik, eine schuldgebende Politik. Es ist ein Parteigetrieben. Ich will, dass es meiner Partei gut geht und mir. Das Volk ist jetzt mal lebensrechtlich.
- 39:35Aber das hat dich da hingebracht eigentlich. Du hast schon recht, es wird kaum Politik fürs eigene Volk gemacht. Das Thema ist ja allgegenwärtig bei uns beiden. Das sind so Punkte, wo ich sage, wie gesagt, da ist die Schweiz meilen voraus. Aber was wir halt einfach merken in unseren Kommentaren oder Leute, die uns kontaktieren,
- 40:02Vor allem die, die nicht wohlgesonnen sind mit dem, was wir machen. Es gibt viele, die sagen, ja, ihr tut das alles so gut darstellen, so gut ist das gar nicht. Jetzt weiß ich nicht, ob sie das nur schreiben, damit einfach nicht noch mehr kommen. Aber klar, es gibt, einer hat mal was Cooles geschrieben. Der hat gesagt, hey, mega spannend mal,
- 40:23Zu wissen, wie es wirklich in Deutschland ist, dementsprechend weiß ich, wie ich das hier noch mehr zu schätzen weiß. Oder dass es hier gar nicht so schlimm ist. Weil überall hat man so seine Issues mit irgendwelchen Leuten. Vor allem in der Politik. Aber wenn man keinen Vergleich hat, dann ist es immer schwierig.
- 40:44Wie prägt euch die Politik aktuell? Oder wie hat euch die Politik geprägt? Ist es ein Ausschlag über den Punkt, zu sagen «Goodbye Deutschland»?
- 40:56Ich würde schon sagen, für mich ja, auf jeden Fall. Also ich glaube, für mich ist es ein bisschen so, ich muss ehrlich sagen, in Deutschland, ich habe immer so das Gefühl, in Deutschland, die Politik, die wird gefühlt für alle anderen gemacht, außer für die eigenen Leute. Und ich glaube, das ist wahrscheinlich auch ein Grund, warum ich die Schweiz so toll finde. Weil ich habe das Gefühl, in der Schweiz, die Politik, dadurch, dass du halt auch noch mehr Demokratie hast und eine direktere Demokratie, direktere Demokratie,
- 41:19ist es so, dass die Politik schon eher für die eigenen Leute auch gemacht wird und dass du halt auch mehr mitbestimmen kannst. Wie gesagt, die Politik in Deutschland, ich habe immer das Gefühl, irgendwie die ganze Welt wird berücksichtigt, nur die eigenen Leute, die sind egal. Und ich würde schon sagen, dass mich die Politik geprägt hat. Ich glaube, es geht aber auch vielen Leuten so. Also ich glaube, viele Leute in Deutschland sind enttäuscht von der Politik. Also sie müssen uns ja nur unseren aktuellen Kanzler angucken in Deutschland, der super viele Versprechen gemacht hat, die er im Prinzip alle gebrochen hat.
- 41:49Ich wollte sagen, hat er eine nicht gebrochen? Hat er eine versprochen? Muss man suchen. Muss man wirklich suchen. Man muss schon tief suchen. Ja, aber da fängt es ja schon an, dass sowas überhaupt rechtlich erlaubt ist. Das ist unglaublich. Dass ich auf Stimmfang gehen kann und irgendwas erzählen kann und am Ende des Tages genau das Gegenteil mache, wie die Grünen bei der letzten Periode so, hey, wenn ihr uns wählt, stoppen wir Rüstungsexporte in Kriegsgebiete. Die werden gewählt.
- 42:18brechen alle Rekorde. Also nicht nur ein bisschen irgendwie gelogen, sondern das massivste Gegenteil davon. Und da finde ich, ich weiß nicht, ob es der Größe des Landes geschuldet ist, hier in der Schweiz läuft halt einfach alles ein bisschen direkter, ein bisschen persönlicher. Du hast auch das Gefühl, als Teil des Volkes quasi, durch diese direkte Demokratie, du bist ein Teil dessen.
- 42:49Du hast sie, ja?
- 43:14Und das Thema Familienfreundlichkeit im Zuge der Politik finde ich katastrophal. Da bietet natürlich Deutschland schon einiges mehr Benefits. Aber ich darf mich ja nicht beschweren. Weil ich habe das Gefühl mittlerweile, als Deutscher, kann ich mal sagen, hey, mega kalt heute. Dann geh doch zurück. Du bist jetzt hier, du hast dich über gar nichts zu beschweren.
- 43:44diskriminiert. Wenn du Sachen sagst, dass man dann gleich auf Angriff geht, so geh doch zurück in dein Land. Ja, aber eben Diskriminierung, ich finde es so, ich bin ein bisschen vorsichtig mit solchen Äusserungen. Also wir hatten da vorne das Thema, wo wir vor dem Podcast haben wir das Thema ja gehabt, wie wir aufgewachsen sind und unsere Fussballtrainer, wie sie mit uns umgegangen sind.
- 44:10Genau. Deswegen, ich finde... Ich glaube, die Haut heute ist sehr dünn. Von den Leuten. Ja, sagst du etwas, du wirst von der anderen Seite aufgehängt.
- 44:21Du kannst ja nichts mehr sagen. Von beiden Seiten. Von beiden Seiten, egal wo. Egal, ob von der linken Seite oder von der anderen Seite. Ja, aber das ist so diese Gesellschaft, in der wir uns heute befinden. Also man muss jeden sofort in irgendeine Schublade packen. Ich kann jetzt nicht sagen, hey, das ist der Kevin, den lerne ich heute kennen und gucke ich mal, vielleicht bilde ich mir in zwei Wochen meine Meinung über ihn, sondern ich muss sofort. Jetzt muss er meine Meinung. So was ist für einen, der hat aber komisch geguckt. Der hat mich nicht gern, weil ich Deutscher bin.
- 44:47Verschießt du? Oder umgekehrt, der redet Hochdeutsch, ab mit dem in diese Schublade. Und das ist das. Aber es ist am Ende, würde ich sagen, es ist wie in Deutschland. Das Lustige ist, dass zum Beispiel jetzt die AfD, aus welchem Gebiet kommen denn die meisten Wählerstimmen? Aus Gebieten, wo prozentual die wenigsten Ausländer wohnen.
- 45:10Aber ist es nicht so, dass in Duisburg gerade extrem viele Ausländer, die auch wählen, die auch selber wählen? Die selber was wählen? Die selber die AfD wählen. Die AfD ist glaube ich gerade in Migrantenstadtteilen sehr stark, weil sie von den Migranten selbst gewählt werden. Sie sind halt marketingtechnisch gut und dann gibt es irgendwelche Leute, die halt 14 Gehirnzellen haben, die sagen, hey.
- 45:37Nein, die mögen uns eigentlich und wenn wir die wählen, dann wird es uns auch besser gehen. Aber ja eben, solche soll es auch geben. Aber jetzt wären wir wieder bei dem Thema, wen willst du denn wählen? Also wenn du jetzt die aktuelle Politik nicht haben willst, wen hast du denn als Auswahl? Im Prinzip hast du eigentlich die AfD, du hast Bündnis Sarah Wagenknecht und dann hast du irgendwelche Kleinstparteien. Weil alles andere würdest du wieder ja die Altparteien wählen.
- 45:59Einfach das geringere Übel. Und da stellt sich immer zu spät heraus, wer das war. Das war ja in Amerika genauso. Du hast einen, der mit einer Windel unterwegs ist und einen anderen, der völlig durchgeknallt ist. Wen willst du jetzt? Und da geht es ja schon weiter. Das ist ja ein Land von knapp 400 Millionen Einwohnern. Und du hast die zwei als beste Option? Come on. Und in Deutschland ist es ja nicht anders. Was ist eigentlich der aktuelle Stand von BSW?
- 46:25Also BSW, das ist ja das nächste Thema. Also BSW ist ja nicht im Bundestag. Ja, weil sie war keine Nymphmusik. Ja, genau. Mega wenig Stimmen sind sie nicht. Aber das ist ja auch so ein Thema, was du vorhin gesagt hast. Also diese Politikverdrossenheit, das sind alle super Lupenreine Demokraten.
- 46:41Und es ist eigentlich mehr oder weniger offensichtlich, dass die BSW eigentlich um ihren Platz im Bundestag betrogen worden ist, aber es wird nicht nachgezählt. Locker. Das machen wir nicht. Ich glaube, jetzt sind es langsam so weit, dass sie ein paar Stimmabgabeorte nur mal gezählt haben. Und da sind ja extrem viele neue Stimmen gezählt worden.
- 47:06Für BSW. Und ich glaube, jetzt sind es ja noch ganz, ganz wenige, die fehlen. Wenn überhaupt noch. Vielleicht sind sie schon drüber. Aber auch dort, der Bundestag müsste das ja rechtfertigen und müsste sagen, okay, wir machen das. Das sind ja die Letzten, die sie ja drin haben wollen. Richtig. Ich finde das, was Sarah Wagenknecht macht aktuell, ultra geil. Sie geht in die grössten Podcasts.
- 47:33Und dort ihre Story zu erzählen. Sie ist eine super smarte Frau. Ja, extrem. Unglaublich. Und vor allem, was sie für Backgroundwissen hat. Und ich glaube, das ist auch der Grund, warum sie sie nicht reingehauen wollte.
- 47:46Sie spricht halt unangenehme Sachen aus. Unangenehm ist halt die Wahrheit. Sie spricht ja keine Lügen aus. Also Politik, ich... Wir werden langsam zu einem Politik-Podcast. Es ist so intransparent, dass man vor allem in Deutschland und deswegen das Thema... Ich beschäftige mich leider zu sehr damit, obwohl ich gar keine Lust habe. Dementsprechend...
- 48:13Ja, ist es leider dort, wie es ist. Ich bin froh, dass ich hier bin. Hier läuft es immer noch ein bisschen anders. Auch wenn der eine oder andere Herr und Frau Schweizer jetzt sagen, ja nein, bei uns, ich bin da auch nicht zufrieden und so weiter. Es sind immer noch gewaltige Unterschiede. Machen wir doch ein Thema, das ich dich mal abhacke.
- 48:32Was hältst du eigentlich so von Deutschen? Du versuchst dich die ganze Zeit irgendwie, du hast gar keine Meinung abgegeben. Abgegeben. Ich weiß, ich hoffe, du hast uns gern so, aber vielleicht einfach, weil wir so deine Dienstleistung in den Anspruch nehmen.
- 48:49Deswegen kriegen wir Komplimente. Für die, die es wissen, GMG. Ich sage nur GMG. Bist du auch mit Deutschen aufgewachsen oder waren es damals weniger? Ich bin mit sehr viel aufgewachsen. Hauptsächlich mit Albanern, Türken,
- 49:12Italiener waren die, die ich hauptsächlich aufgewachsen bin. Auch in meiner Schule, in der ich war, in der ersten bis 60er-Klasse, war ich der einzige Halbschweizer. Und ich bin ja halb Schweizer. Wo bist du aufgewachsen? Typetor. Ah, okay. Aber halb Fan. Coole, schöne Gegend. Ich mag Tübi. Tübi ist sehr lässig. In der Schule aus Sonnenberg,
- 49:36Von 1. bis 16. Klasse war ich der Einzige. Ich war der Ausländer, weil ich ein halber Ausländer war. Ich war der Ausländer. Nicht mehr so 1,20 Meter gross. Ich war immer... Italiener halt. Italiener halt. Jetzt hat sich zum Glück die Schweizer Regierne wiedergekriegt. Ja, nein. Also meine Meinung zu was? Zu Deutschland? Nein, zu Deutschland. Immer sehr kritisch gewesen.
- 50:04Warum? Ich bin sehr ein offener Mensch und ich liebe Menschen. Ich liebe Menschen per se. Aber gegenüber... Also nicht aber gegenüber. Gegenüber Deutschen, du hast immer so eine Schublade. Obwohl, ich möchte das nicht sein, ich möchte kein Mensch sein, der schubladisiert. Automatisch macht es ein bisschen. Und...
- 50:23die ganze Welle verfolgt, wo unglaublich viele Deutsche in die Schweiz gekommen sind und sehr gute Arbeitsstellen besetzt haben. Und das ist immer das, was du im Fernsehen hörst. Und dann bildest du dir automatisch eine Meinung darüber.
- 50:39Heute bin ich völlig neutral. Ich finde, jeder hat einen Platz verdient, der sich integriert. Jeder hat einen Platz verdient, der etwas macht. Und ob das ein Deutscher, einer aus Uganda oder aus Sierra Leone ist, wenn du dich gut verhältst, bist du mein Gast. Verhältst du dich nicht gut, schau selber. Also ich bin da relativ neutral. Also werden wir immer Gäste bleiben.
- 51:08Ich will ihn rankriegen. Nein, ich finde es... Aber da merkst du schon, es ist ja das immer, was von aussen kommt. Du hast vielleicht gar nicht so viel Kontakt gehabt, aber hattest schon quasi eine Schublade bereit. Das ist schon crazy. Aber ist ja menschlich, ist ja normal. Ja, absolut. 100%. Ich glaube, wenn man sagen kann, ich habe eine Schublade, denke ich, ich möchte das nicht haben, ich möchte das nicht mehr haben, ich möchte das ablecken, ist das...
- 51:38Ist das okay? Weil eben, hast du noch Gedanken, wie... Ja, aber ich glaube, das kriegst du nur weg, wenn du dann wirklich auch in Kontakt mit Leuten bist, die jetzt von da sind quasi. Aber was ich bei euch Schweizern einfach zu dem Thema noch extrem schätze, ist, ihr macht da, und das finde ich wirklich cool, das sage ich jetzt nicht ironisch, ihr macht da gar keine Unterschiede, ob das jetzt der Ahmed ist oder der Marco, der aus Deutschland kommt, der eine mit dem türkischen Background, mit dem italienischen Background.
- 52:08Es ist der Deutsche. Gefühlt für die Schweiz. Die Schweizer sagen der Deutsche. Die sagen nicht der Deutsch-Türke oder der Deutsch-Bitterloch. Das haben wir letztes Mal gemacht. So wie ich dich wahrnehme. Fühlst du dich ein Deutscher? Das meine ich. Und nicht der Albaner. Genau, das meine ich. Und das weiss ich wirklich zu. Das finde ich cool. Da gibt es keine Unterscheidung.
- 52:28Es ist einfach der Deutsche, nicht der Deutsch-Türk oder der Deutsch-Russ oder keine Ahnung. Und das finde ich mega spannend. Ja, es ist wirklich ein heikles Thema. Wir merken es eben auch bei den Kommentaren. Social Media gehört zu Chris. Der muss da einiges mitmachen. Ich habe mir schon aufgeschrieben, Hass auf Social Media, Umgang...
- 52:51Wie geht ihr mit dem um? Weil ich habe, als ich euch kennengelernt habe, mich kennengelernt hast du ein bisschen länger, ich habe dich kennengelernt, wir haben mit dem Podcast angefangen und dann nach ein paar Monaten sagst du, hey krass, wir haben die ersten Hasskommentare bekommen, ich habe die erste Drohung bekommen. Ich so, okay.
- 53:07«Wie geht das? Was macht ihr? Was läuft da?» «Du schneidest ja die Sachen.» «Ja, aber danach sind wir auf den Tag gewiesen. Danach müsst ihr mit dem klarkommen. Wie gehst du damit um? Die erste Hassnachricht, was ist in dir abgegangen?»
- 53:26Ich glaube, ich muss sagen, ich muss ehrlich sagen, ich glaube, mich lässt das relativ kalt tatsächlich. Also ich muss sagen, ich glaube, das geht nicht wirklich an mich ran. Manchmal nervt es ein bisschen, aber meistens denke ich mir, es hat ja nichts Besseres zu tun.
- 53:41Also ich meine, ich finde es irgendwie lustig. Also ich meine, okay, gut, muss dazu sagen, es gab eine Situation, die war halt wirklich krass. Ich bin irgendwie aufgewacht, gucke meine Nachrichten an und da hat dann wirklich einer geschrieben irgendwie, ey, wenn ich dich in die Finger kriege, bringe ich dich um. Und ich dachte mir so, das ist mal eine Ansage. Das ist wirklich mal eine Ansage.
- 53:57Also wir haben einige, die irgendwie bei uns kommentieren, die uns nicht mögen. Es gibt einen, der schickt immer so Toilettenpapierbilder. Den finde ich sogar ganz sympathisch. Er liebt dich. Nein, wirklich, ich finde den lustig. Ohne Scheiß. Hey, wenn du das siehst, wenn du mich irgendwann triffst, komm, ich gebe dir einen aus. Wirklich. Ohne Scheiß. Ich feiere das. Ich finde das witzig.
- 54:14Dann gibt es manche andere, die beleidigen einen halt. Der eine beleidigt mich irgendwie hoch und runter. Manche sind aber auch super witzig, die beleidigen irgendeinen. Wenn du dann aber normal antwortest, dann antworten die auf einmal wieder normal zurück und stellen es dann so dar, als wären es normale Kritik zu lesen. Ja, ich freue mich übrigens auf das, was noch kommt. Aber wie gesagt, der eine, muss ich sagen, das fand ich echt krass. Da bin ich wirklich aufgehört. Da muss ich auch sagen, da bin ich dann damals auch zur Polizei gegangen. Ich habe gerade, wenn ich fragte, sie haben schon Anzeige gemacht.
- 54:40Ich habe das angezeigt, ja. Das war echt krass. Also sorry, erst mal wirklich die härtesten Beleidigungen, die so im Buch stehen. Ja, aber es wäre gerade spannend, wie es dann weiterging. Du hast über Social Media eine Drohung erhalten. Eine massive Drohung. Ja, sie hat getrobt, mich umzubringen. Genau. Dann bist du zur Polizei gegangen. Wie ist das mit dem umgegangen worden?
- 55:01Also ich bin erstmal zur Polizei gegangen. Die Polizei hat dann da gesessen, weil er hat das mit einem öffentlichen Instagram-Account gemacht. Also es ist auch erkennbar, wer das ist. Ja, ja, er hat wirklich sein halbes Leben da auch irgendwie preisgegeben. Das war auch eine ganz lustige Situation, weil ich saß dann auf der Polizeiwache und durfte mir halt mit dem Polizisten, der hat dann mein Handy genommen und hat sich sein komplettes Instagram-Profil angeguckt und der Polizist saß die ganze Zeit nur so da.
- 55:25Weil der irgendwie, keine Ahnung, in einem Video mit Waffen durch den Wald gerannt. Im nächsten Video dann irgendwelche Katzenbabys. Boss. Jaja, im nächsten Video dann... Du wirst nicht umgebracht. Danke. Minga. Einfach eine Katzenbaby, süß. Und dann Familienvater und dann so Autos mit Kennzeichen, Arbeitgeber, hinten Logo. So alles öffentlich. Wann das denn war? Ja, ja. So machst du das. Nur was hier so ein bisschen untergeht ist,
- 55:55Morddrohungen für was? Ja, natürlich. Die, die die Videos gesehen haben, die wissen, da gibt es ja eigentlich so ein paar Deutschland-Schweiz-Vergleiche, warum ist es hier cooler als in Deutschland. Und dann kriegst du für das Mord... Und ich muss sagen...
- 56:18Wir haben uns immer die Kommentare zugeschickt und uns kaputt gelacht. Am Anfang haben wir auch ein bisschen gelächelt, dann habe ich irgendwann zu ihm gesagt, das geht zu weit. Das geht nicht. Nachdem der Polizist sein Instagram mit dir durchgeschaut hat, wie es dann weiterging, ist er angezeigt gegen diese Person. Und er hat wahrscheinlich auch eine Scheibe im Jahr bekommen.
- 56:41Also ich weiß nicht, ob er jetzt was bekommen hat. Im Prinzip ist es so, die haben halt die ganzen Sachen, die er geschrieben hat, das Profil, haben sie sich halt gespeichert und haben halt gesagt, sie schauen, ob sie ihn finden. Es war auch so, ich war also erst bei der normalen Polizei in Zürich, da am Bahnhof Kai, die haben mich dann zur Kriminalpolizei verwiesen. Die ist da hinten im Kreis 5 an der Hartbrücke.
- 57:02Und genau, da habe ich das dann alles abgegeben, aber seitdem, wie lange ist das jetzt her? Zwei, drei Monate? Zwei Monate wahrscheinlich. Aber seitdem, muss ich sagen, habe ich auch nichts mehr davon gehört. Er hat sie ja nicht umgebracht, deswegen können wir nichts machen. Das war heftig.
- 57:17Ja, was? Meine Frau hatte auch gerade jemanden über Facebook, der ihr irgendwas verkaufen wollte, was offensichtlich gefakt war, weil auch der Kassenzettel war so mit Chez Chibiti erstellt, auf dem Kassenzettel steht so Top-Zustand. Dann ist sie zur Polizei gegangen und haben sie gesagt, wir brauchen einen Geschädigten.
- 57:37Es wurde ja niemand geschädigt. Erst wenn das passiert, dann können wir was unternehmen. Bei Morddrohungen, also ich habe ihm ja auch hundertmal gesagt, er hat halt gemeint, was ich auch gut finde, okay finde, so hey, ich will damit abschließen, gar keine Lust mehr, mich damit auseinanderzusetzen, aber mich jetzt schon interessiert, was jetzt daraus geworden ist. Also ich finde, ich muss ehrlich sagen, also ich finde, man muss sowas halt schon zur Anzeige bringen. Das kannst du nicht stehen lassen. Und du weißt ja auch nicht, weißt du,
- 58:06was für einen Schaden die Person hat. Weißt du, ich meine, du musst überlegen, also im Endeffekt, wenn du dich mit dem Recht auskennst, wenn du irgendwie eine Firma hast, meine Adresse ist ja öffentlich. Also wenn du mich finden willst, findest du mich. Und jeden, der eine GmbH hat oder der irgendwie einen Einzelunternehmer hat, wenn du den finden willst, findest du den. So, und dann, klar, weißt du ja natürlich nicht, wer weiß, wie durchgeknallt der ist. Am Ende steht der wirklich irgendwann, wirklich vor der Tür so. Das weißt du ja nicht. Aber weißt du, dazu noch kurz, wir sind erwachsene Männer.
- 58:33Ja.
- 58:52da ist natürlich auch die Gefahr, dass man irgendwann mal völlig verrückt wird und gar nicht mehr Lust hat, irgendwie groß das Haus zu verlassen oder einfach mal einkaufen zu gehen oder Sonstiges. Das ist ja völlig krank, in welche Richtung wir uns bewegen. Und ich glaube, ich habe mal gelesen, oder ich habe vor ein paar Tagen gelesen, dass die ersten Länder...
- 59:11das Thema Social Media jetzt komplett quasi öffentlich machen wollen. Damit würde ich sagen, man muss sich wirklich registrieren mit einem Ausweis. Und da gibt es solche, gut, der war ja nicht mal anonym, aber so anonyme Sachen, weil ich sage mal 99 Prozent passiert ja anonym. Und damit sowas einfach in Zukunft nicht mehr passieren kann, sind die ersten Länder schon dran.
- 59:32Und ich wäre ein riesen Befürworter dafür. Ich bin ja gut, ja. Also ich wäre 100 Prozent, wir haben nichts zu befürchten. Es geht ja nicht darum, mal irgendwie einen kritischen Kommentar zu hinterlassen. Aber selbst was wir uns teilweise durchlesen müssen, geschweige denn gewisse andere Leute oder Fußballer, die mal einen Elfmeter verschießen, werden die Kinder, wird damit tot gedroht und das Schlimmste auf der Welt gewünscht und so Sachen. Das ist ja völlig wahnsinnig. Also diese Welt, wenn man sich...
- 1:00:02wenn man sich in diese Social Media Welt begibt, dann hat man grundsätzlich, dann hat man Bock drauf, dann will man irgendwie was machen, so wie du als Beispiel und man tut sich ja mit solchen Sachen erstmal gar nicht beschäftigen. Und wenn es dann passiert, und in der Regel passiert das den meisten, würde ich sagen. Schneller als man am Ex-Lebisch, ja. Du lieferst ja gar keine Plattform für sowas, oder? Gerade im Fall. Wirklich? Okay, krass. Gerade.
- 1:00:30Denn es sind ja immer Themen, die irgendeinen Menschen triggern. Das kann ja alles sein. Das kann Politik sein, das kann Religion sein. Ich kann jetzt auch gleich sagen, ich habe noch, zum Glück danke dafür, noch keine Mordstreuung bekommen. Schätze ich mega fest, ich darf gerne so bleiben, ich benötige keine. Aber auch auf, vor allem TikTok.
- 1:00:55Sie haben dann irgendwie etwas über Religion oder irgendetwas... Letztes Jahr habe ich einen Gast gehabt, da habe ich gefragt, ob er gläubig ist. Habe ich gesehen, ja. Und da habe ich ihn gefragt, was würdest du für eine Frage stellen, wenn du eine Frage hättest, welche Frage würdest du stellen? Das ist eine ganz normale Antwort. Habe ich gesehen, ja. Sie können sich doch nur drehen.
- 1:01:16«Da kommen sie jetzt mit «Er hat gar nicht verstanden, was ein Dreiteilungswesen ist und wieso Gott und Jesus und Koran und...» Alles! Und ich denke jetzt einfach so... «She'll never fuck!» «Fuck, ist das nur eine Frage?» Ja, also jeder nimmt sich das raus, was für ihn ein Triggerpunkt ist. Und von dem her... Aber ja, mich lässt es natürlich völlig kalt.
- 1:01:44Null mir mit dem. Null. Ich muss sagen, ich finde es lustig, dass du jetzt sagst, was für ein Triggerpunkt ist, weil es ist auch ganz witzig. Wir haben irgendwie in den Kommentaren Schweizer oder Leute aus der Schweiz, die uns nicht hier haben wollen und die Schweiz voll verteidigen. Wir haben lustigerweise aber auch Leute aus Deutschland, die dann auch die Schweiz voll runter machen. Dann sagen sie, ja, nein, das ist überhaupt nicht gut da und warum sollte man da hingehen? Hey, es ist wirklich so witzig. Letztens habe ich ein Video gemacht, wo ich irgendwie die Schweiz mit Dubai verglichen habe.
- 1:02:13Und am Ende gab es irgendwie eine Diskussion, dass irgendwie jemand voll pro Dubai war und jemand voll Schweiz und dann haben die sich angefangen gegenseitig zu beleidigen. Das sind Durchworte. Aber es lief, weil es gibt kein schlechtes Marketing. Nein, es gibt kein schlechtes Marketing. Es ist alles, es ist Gesprächsstoff, solche Sachen gehen dann viral und das spricht dann weitere Kunden, potenzielle Kunden von euch an. Und wenn wir schon bei diesem Thema sind, potenzielle Kunden,
- 1:02:41Wer wollt ihr effektiv ansprechen? Wer ist euer Personas? Ich glaube, das ist gar nicht so einfach zu sagen. Es ist ein Spektrum. Also die Person, die in die Schweiz möchte prinzipiell, ist eigentlich wirklich jemand, den wir ansprechen möchten. Wir möchten aber genauso irgendwie den Deutschen ansprechen, der schon hier ist, der versucht Anschluss zu finden.
- 1:03:03Und genauso wie, und das ist wie gesagt, ich habe das vorhin schon mal gesagt, das ist mir wieder wichtig zu betonen, möchten aber genauso auch den Schweizer ansprechen, der irgendwie dabei sein möchte. Weil ich glaube, so ein bisschen ein Teil vom Projekt ist, was ich halt auch gerne möchte, ist so ein bisschen die Bindung einfach zu schlagen, sage ich mal, irgendwie zwischen den Deutschen und auch Österreichern natürlich, die wollte ich auch nicht vergessen, und den Schweizern, die so hier leben. Weil ich denke, es ist schon wichtig, dass wir uns auch untereinander verstehen und dass wir uns dann nicht vor den Schweizern verschließen. Ja.
- 1:03:30Ich glaube, es ist so ein bisschen ein besonderes Thema, was du bei den Deutschen hast. Ich glaube, bei vielen anderen, sage ich mal, Migrantengruppen jetzt, die helfen sich mehr untereinander und bilden da irgendwie gern ihre eigene Community. Ich finde, das machen die Deutschen nicht so stark und das könnten wir stärker machen. Auf der anderen Seite muss ich das, was ich dann bei den anderen Migrantengruppen sozusagen befürworte, auch ein bisschen negativ sehen, weil ich oft das Gefühl habe, die bleiben dann unter sich und schließen dann aber so in dem Fall die Schweiz, also die Leute hier sind ein bisschen aus, was ich auch nicht will.
- 1:03:57Deswegen, ich will schon, dass wir sozusagen eigentlich wirklich für jeden da sind. Klar hat das natürlich irgendwie ein bisschen einen Schwerpunkt auf jetzt einfach deutschsprachige, weil wir das halt selber sind. Ist halt auch, ist ein bisschen so eine Sache, als ich das gegründet habe. Es gibt super viele Gruppen, die sowas machen, aber die sind alle englischsprachig. Und ich glaube, es gibt nicht eine einzige, die deutschsprachig war, bis es jetzt halt uns gibt.
- 1:04:16Das ist auch unser Ansatz. Aber wie gesagt, im Prinzip ist jeder für uns interessant, der in die Schweiz will oder logischerweise auch schon hier ist und versucht, Anschluss zu finden. Schön. Für dich wahrscheinlich das gleiche oder hast du noch etwas zum hinzufügen?
- 1:04:37Nee, gar nicht. Es ist, wie gesagt, wir haben da die Rollenverteilung, er kümmert sich um Social Media, ich mache dann die Calls mit den Leuten und da ist wirklich dann auch extrem spannend, so die einzelnen Gründe auch zu erfahren, also zum größten Teil decken die sich natürlich auch.
- 1:04:54Ja und es ist aber nicht so einfach. Also die meisten stellen sich das extrem leicht vor. Wir melden uns bei denen und dann finden die für uns einen Job und eine Wohnung und dann kümmern die sich um alles und wir müssen irgendwie einfach nur mit den Koffern ankommen und im besten Fall holen die noch unsere Koffer ab etc.
- 1:05:09Wäre ausbissensmodal. Ja, genau. Wäre ein bisschen teurer, ja. Aber ja, grundsätzlich, wie gesagt, ist das, was wir machen, darf nie dazu führen, dass wir diesen Community-Gedanken wegwischen. Weil da haben wir gesagt, das muss Bestand haben. Was wir uns einfach wünschen würden, und wir haben in Zukunft schon ein paar Sachen geplant mit Volunteering und so Zeugs, dass auch...
- 1:05:35der ein oder andere Schweizer, der einfach mal auch wirklich eben diese Brücke auch selbst schlagen möchte, sagen möchte, ich komme vorbei, ich will mich mal mit euch unterhalten, eure Beweggründe verstehen und weil ich bin, ich bin dem Thema ein bisschen negativ gegenüber und dementsprechend komme ich mal gern vorbei, da ist wirklich jeder herzlich eingeladen und
- 1:05:59Das ist jetzt nicht sektenartig oder so, wir gehen mal gemütlich was essen, mal gemütlich was trinken, in Zukunft werden wir hin und wieder vielleicht auch ein Sport-Event zusammen besuchen oder mal Paddelspielen gehen oder whatever. Also das ist so und da ist wirklich… Ist ein zweites Event schon passiert? Ja, wir haben jeden Monat. Also wir haben die Community-Meetings, die finden jeden Monat statt. Okay. Jetzt am Donnerstag, falls du kommen magst.
- 1:06:23haben wieder eins und genau. Was wir uns als Ziel gesellt haben, ist, dass wir jeden Monat, einmal wirklich im Monat wirklich diese Community-Meetings haben. Und ich ziehe das auch knallhart durch. Also letzten Monat habe ich übrigens eine Stunde lang alleine auf dem Illuminarium gestanden, weil irgendwie alle zu spät kamen. Am Ende kamen dann noch drei. Aber ich konnte nicht...
- 1:06:45Ich habe wirklich noch stundenlang allein auf dem Illuminarium Ich habe mit dir mitgelacht Weißt du, schön Klar, natürlich Um diese Uhrzeit, nein, vergiss es Ich will das Thema gar nicht aufmachen Aber wie gesagt, diese monatlichen Meetings, die ziehe ich gerade durch Und wenn ich alleine in der Kälte auf dem Illuminarium stehe mit meinem Gin Tonic, dann ist es mir egal Ich ziehe die durch
- 1:07:12was ich in der Zukunft noch geplant habe ist, dass wir wirklich ein bisschen auch organisiertere Meetings machen also ich würde gerne irgendwie vielleicht mal auf so einen Schützenverein oder sowas gehen, es ist mir halt auch wichtig dass man vielleicht irgendwie gerade so die Schweizer Kultur und gerade so dieses ganze Schweizer Ding auch den Leuten ein bisschen näher bringt, weißt du, vielleicht geht man irgendwie mal in der Bonch
- 1:07:33Oder zum Bucherer. Ich wollte eigentlich jetzt das Lindmuseum sagen. Ja, genau, Schwingerfest oder Lindmuseum. Brüngli. Ja, genau. Oder es gibt ja diesen Markt. Wie hieß der jetzt? Biernachtsmarkt?
- 1:07:48Nein, den nicht. Es gab so einen Farmersmarkt irgendwie, glaube ich, in Basel vor einem Monat oder so. Das ist Obergro... Olga? Nee, Olga ist die Bratwurst, ne? Du meinst Olma? Olma ist aber in St. Kalle. Ja, dann ist es aber das. Das habe ich gemeint. Wo es auch so ein Wurzrennen gibt und so.
- 1:08:05Das habe ich gemeint. Weißt du, dass man mal zu sowas geht oder zum Schwingerfest oder du kannst ja auch hier, na, es gibt doch auch diese Küchlein mit Nuss. Da gibt es auch so Fabriken, die du besichtigen kannst und diese Schokoladen, dass du halt mal sowas machst. Das ist schon dann in der nächsten Zeit auch noch geplant, also für nächstes Jahr. Wie gesagt, diese monatlichen Community-Meetings, so wie gesagt, die ziehe ich durch.
- 1:08:30Und das andere, so größere Events, das wird dann wahrscheinlich in der Zukunft aber auch noch aufgesetzt werden. Das ist mir schon wichtig. Einfach so ein Sankt-Galler-Kulturgut. Einfach kurz mit einem Wort. Von Olma zu Olga. Hör doch auf, jetzt hat sich der... Also, er hat es nicht so gemeint. Ja, doch, doch, genau so. Das sind die Deutschen. So sind die Deutschen.
- 1:08:58Ihr habt recht, ich muss aber sagen, ich habe eine Zeit lang, wo ich mich dann richtig eingelebt habe, ich habe andere Deutsche gar nicht mehr gern gehabt. Ich wollte so der einzige Deutsche hier sein, ich weiß nicht wieso. Für mich kam dann wiederum so jeder Deutsche so rüber wie der eine, wo gerade viral gegangen ist mit der Aktentasche in Zürich.
- 1:09:18oder so gefragt wird und dann redet er kurz wegen Bankensystem. Weißt du Ariji? Hä? Ariji. Ja, kann sein. Liebe Grüße, mega Video. Ich glaube, du hast es bestimmt gesehen. So typisch Deutsche in der Schweiz mit so einem Mantel und am Zürichsee. Ja, ja. Und da hatte ich das Gefühl, dass wirklich jeder so ist. Wenn dann hohe Positionen und so weiter.
- 1:09:40Ja, aber das ist auch so ein Punkt. Viele Schweizer meinen ja, ich weiß nicht, was die für ein Gefühl haben, was für Leute hierher kommen. Das sind ja überwiegend top, top, top qualifizierte Personen. Bevor wir mit dem Thema springen, ich fange mal zum alten Thema zurück. Also was wir jetzt gesagt haben mit der Kultur, weil wir bekommen auch viele Kommentare, dass irgendwie Schweizer zu uns sagen, dass die Mundart auch stirbt, etc. Ich suche immer noch nach einem Schweizer, der irgendwie mal Bock hat, mit uns Content zu machen.
- 1:10:04Dass wir irgendwie auch gerade dieses Thema irgendwie ein bisschen mehr einbringen. Welches Thema? Dieses Mundart-Thema und dass die Leute halt, die Deutschen, die hierher kommen, ich meine, mir ist schon klar, es gibt auch verschiedene natürlich Schweizer Dialekte, aber dass irgendwie, also ich würde extrem gerne auch irgendwie so Welcome-Pakete anbieten, wo irgendwie wir dann halt Content drin haben mit jemandem, der halt wirklich Schweizerdeutsch kann, dass man irgendwie mal so ein paar Begriffe erklärt, dass die Leute, die hierher kommen, auch so die ersten Begriffe einfach wirklich von Anfang an erklärt bekommen.
- 1:10:30Ja, da musst du etwa 20 Leute haben, weil es gibt wahrscheinlich mehr. Es gibt mega viele verschiedene... Ich weiss, ich weiss, aber es gibt so ein paar Wörter, dass die Leute das halt wirklich von Anfang an mitbekommen. Was zum Beispiel? Ja, weisst du, so ein Gipfeli zum Beispiel. Oder ein Zeltli. Ein Zeltli. Weisst du, da in Syrien ist ein Zeltli... Ich weiss alles. Du weisst alles? Ja, klar. Du bist ein allwissender Deutscher. Nicht allwissend, nein, aber... Aber Deutscher. Deutscher, ja.
- 1:11:01Nein, ein Zelt in Zürich ist ein Bonbon. Okay. Und ein Zelt in Basel, Bern, Zürich ist ein kleines Zelt. Ja, aber das ist jetzt nicht gewusst. Und genau dafür brauchen wir... Ein Bonbon hast du nicht gewusst? Nein, das wusste ich nicht. Ein Bonbon hast du nicht gewusst? Nein, das wusste ich nicht. Ja, da musst du ein bisschen mehr mit richtigen Schweizer sein. Ja, deswegen suche ich immer noch jemanden, der Lust hat, damit zu helfen.
- 1:11:29Ja, verstehe. Dann einen Ausruf, wenn du ein waschechter Schweizer bist und schweizerdeutscher sprachmächtig bist, dann melde dich doch beim Chris Airsucht, der Content machen kann. Wird es, ja. Wirklich. Freue ich mich. Nicht schlecht, ja. Super. Cool. Hey Ragazzi, wir sind schon eine Stunde und zwanzig dran. Krass.
- 1:11:51Ja, krass, ja. Aber wir haben noch eine Schnellführrunde. Und ich habe ein paar Fragen mir aufgeschrieben und wir versuchen, die möglichst schnell zu beantworten. Also es geht auch euch beiden. Ihr dürft...
- 1:12:06Boah. Beantwortet beide. Mag ich eigentlich gar nicht. Vielleicht macht er zuerst du und dann du. Umgekehrt. Ich bin gespannt, weil ich führe das eigentlich immer gern aus, aber ja. Schnellfeuerrunde deswegen. Schnellfragerunde, Schnellfeuerrunde, was?
- 1:12:23Ja, schnell Antwortrunde stellen. Gut. Also die erste ist wirklich einfach. TikTok oder Instagram? Wow, TikTok. Also fairerweise, ich würde sagen, TikTok ist glaube ich ein bisschen interaktiver. Es ist ein bisschen einfacher, ein bisschen interaktiver gestaltet meiner Meinung nach. Auf der anderen Seite würde ich sagen, wir haben mehr Anklang auf Instagram. Ja. Ja.
- 1:12:46TikTok ganz klar, weil gefühlt musst du irgendwas können, um Reichweite zu generieren. Auf Instagram reicht es aus, wenn du irgendwie gut aussiehst. Als Frau zum Beispiel. Warum läuft bei dir Instagram so gut?
- 1:13:06Ja, aber ich bin trotzdem TikTok-Fan. Das Konzept, was du genannt hast, funktioniert aber auch auf TikTok. Das ist schon klar. Ja, aber ich habe keine Ahnung, wie dein Algorithmus funktioniert, aber ich sehe solche Sachen auf TikTok nicht so oft wie auf Instagram. Zürich oder Luzern? Zürich.
- 1:13:27Zürich, Europa. Over everything. Zürich over everything. Wieso lebst du im Aargau? Ich habe drei kleine Kinder. Ich bin in die Nähe von den Schwiegereltern gezogen. Aber Zürich ist meine Liebe. Schön. Ich habe mich nicht lieb. Eine positive Sache von der Schweiz und eine positive Sache von Deutschland.
- 1:13:52Eine positive Sache von Deutschland, es gibt kein Limit auf den Autobahnen, du kannst so schnell fahren, wie du willst. Immer weniger? Immer weniger Autobahnen, die das haben? Oder Autobahnabschnitt? Aber ja, okay. Kann man so zustimmen. Positiv Deutschland, die Direktheit. Positiv Schweiz, das...
- 1:14:15Döner-Kultur. Nein. Ich überlege jetzt nicht, weil ich nichts finde, sondern weil es zu viele Sachen gibt. Ich finde die Kultur von den Schweizern tatsächlich besser als unsere Kultur. Die Art, die Mentalität auf jeden Fall, würde ich sagen. Die Natur ist besser hier. Das Essen ist besser.
- 1:14:33Ich würde sagen, das Thema Regionalität wird hier sehr stark ausgelebt. Das Thema kleine Bauernläden, ich unterstütze den Bauern, ich kaufe dort ein und so weiter. Das gefällt mir hier extrem. Ich glaube, was die Deutschen sich von den Schweizern echt ein bisschen abschneiden können, ist, die Schweizer sind noch viel, viel stolzer darauf, dass sie Schweizer sind. Und ich fände, den Deutschen würde es auch ein bisschen gut tun, wenn sie ein bisschen mehr Eigenliebe hätten. Stark.
- 1:15:01Größte Challenge für euch auf Social Media? Das läuft doch. Ja, tatsächlich nein. Ich glaube tatsächlich, die größte Challenge, das hört sich jetzt witzig an, aber ist wirklich teilweise den Fragen und den Leuten wirklich ernsthaft zu beantworten. Das ist ganz lustig, weil als ich früher noch nicht mit Social Media aktiv war,
- 1:15:24Ich habe Leuten geschrieben und habe mich immer aufgeregt, wenn die nicht antworten oder wenn sie nicht so antworten. Und ich merke bei mir jetzt, ich mache genau das Gleiche, weil ich komme einfach nicht hinterher. Also wir kriegen teilweise so viele Anfragen. Ich kann wirklich nicht, es tut mir auch wirklich an jedem leid, der keine Antwort bekommt oder es ist wirklich keine Absicht, aber ich glaube, das ist wirklich die größte Challenge, dem wirklich gerecht Herr zu werden. Ja, einfach. Gut. Dir? Ist ein Ding.
- 1:15:56Pizza oder Döner? Döner. Oh mein Gott.
- 1:16:03Was soll eine mit Rucola, Bresaola, Burrata? Boah, schau mal. Ich bin schon hungrig. Nein, sorry, komm. Also allein die Nährwerte vom Döner sind viel besser als die von der Pizza. Also, ich sage es mal so. Wie kommt das so richtig? Wenn ich jetzt Essen geben würde, geplant, und ich ziehe mich so gut an wie der Kevin, dann würde ich auf jeden Fall eine Pizza essen für so schnell, schnell Döner. Aber ich kann diese Frage... Seit ich in der Schweiz lebe, Pizza. 100%.
- 1:16:33Kann ich nicht beantworten. Will ich auch nicht beantworten. In der Pizza so massiv viel feiner ist als in Deutschland. Ja, also es wird... Man muss schon sagen, also Pizzas in der Schweiz, ich bin Italo. Und ich habe schon verdammt gute Pizzas gegessen in Italien. Aber wie wir in der Schweiz Pizzas machen, die Pizzerias, die es hier hat, mega.
- 1:16:55Ich muss sagen, die Pizza in der Schweiz ist krass. Krass. Die Pizza ist brutal. Ich bin jeder Meinung, dass ich... Nein, das Fass will ich gar nicht aufmachen, weil du bist Italiener und deswegen... Schon gut, alles klar. Nächste Frage.
- 1:17:09Nein, aber würdest du mich jetzt fragen, wenn ich jetzt in meinem Leben lang nur noch Döner oder Pizza essen dürfte, dann würde ich Döner sagen? Nein. Doch. Also okay, die Sache ist halt, eine Pizza kannst du mit allen möglichen Sachen bewegen, deswegen hast du rein theoretisch mehr Auswahl. Ananas zum Beispiel. Nein, aber so... Wir müssen leider den Podcast abbrechen. Der Zeitpunkt ist gekommen.
- 1:17:29Wo alles ausartet. Würdest du sagen, das würde mich interessieren, ich erkläre dir auch, warum ich das sage, dass du zum Beispiel in der Schweiz besser italienisch essen kannst als in Italien. Weisst du, warum ich das frage? In der Schweiz besser italienisch? Also. Mein Lieber.
- 1:17:53Darf ich es ausführen? Soll ich es ausführen? Nein, nein, nein. Ich will es kurz ausführen. Dann frag dich nicht. Okay, ich will es kurz ausführen und danach will ich eine Antwort. Ich meine regional. Zum Beispiel in Napoli das, oder dort das, oder dort das, oder am Meer unten Fisch und so weiter. Aber was ich damit meine, ist speziell jetzt, ich kann nicht überall in Italien reinlaufen, in einem Restaurant, und einfach sagen, hey, bitte Spaghetti mit Pesto. Geht nicht überall. Nein, geht nicht. Nein, wirklich nicht. Nicht überall, ja, okay. Das meine ich.
- 1:18:23Und darauf will ich hinaus. Hier ist die Qualität. Du kannst in jedes Restaurant in Italien gehen und sagen, ich hätte gerne eine Spaghetti Carbonara und du bekommst keine Rahmsauce. Du bekommst eine richtige Carbonara. Und wenn du dann fragst, könnte ich sie bitte mit Rahmsauce haben,
- 1:18:46Dann wirst du rausgeschossen. Okay, aber als ich in Gallipoli war, kriegst du garantiert keine... Kriegst du das garantiert nicht? Was? Als Beispiel Carbonara. Wieso nicht? Nein, nicht überall, vielleicht in einem von zehn Träschlis. Der Rest ist alles Meeresfrüchte, Fisch und so weiter. Je nachdem, wo du bist. Das meine ich. Und hier geht es um guten Italiener. Aber da hast du ein paar italienische Restaurants, die richtig, richtig gut sind. Genau. Und dann ist alles gut. Und dort bekommst du die Sachen, ja.
- 1:19:12Und dann kann das Kind nur mit Tomatensauce essen? Pomodoro oder Pomodoro? Pomodoro. Meine Frau kann ihr Pesto essen, ich kann meine Muscheln essen usw. Und alles ist top. Und jeder ist zufrieden. Meine Frau isst keinen Fisch, als wir dort im Süden waren. Sie isst schon das Brot mit Olivenöl gegessen, was auch fein ist. Fein, mit Salz. Tipp, top. Aber das wäre meine Frage. Aber kannst du nachvollziehen, warum ich das gefragt habe? Klar, rein vom Geschmack her. Ja, ja. Also Geschmacklich hast du jetzt einfach...
- 1:19:41Ja, da würde ich auch so schauen. Da würde ich definitiv auch so schauen. Meine nächste Frage an euch. Wieso Podcasts?
- 1:19:50Das ist eine sehr gute Frage. Ich glaube, das liegt so ein bisschen an mir. Also es ist ganz lustig. Ich glaube, Amel und ich, wir unterscheiden uns so ein bisschen, weil ich glaube, Amel, der denkt oft über Sachen nach und ich bin so jemand, ich renne einfach den Kopf durch die Wand. Ich bin eines Morgens aufgestanden, habe gedacht, es wäre cool zu machen, wir machen es jetzt einfach. Und dann haben wir damit angefangen. Ich glaube, es passt halt einfach ins Konzept, weil es gibt...
- 1:20:15Ich glaube, er und ich, wir reden beide gerne so. Wir tauschen uns gerne über Sachen aus. Und ich denke, es hat einfach gepasst. Und ich muss sagen, es macht auch super viel Spaß. Und ich denke, es passt halt auch einfach so ein bisschen ins Konzept. Also dieses ganze, ich meine, du weißt es ja auch, wir reden natürlich über die Themen, die irgendwie uns betreffen, die jetzt irgendwie, sagen wir mal, Deutsche in der Schweiz betreffen. Dann hast du irgendwie Gäste, die du dazu nimmst und du kannst es halt so einfach viel weiter fächern. Und ich denke auch einfach, weil wir grob gesagt einfach Bock drauf hatten. Ja, genau.
- 1:20:43Das zum einen und zum anderen war da immer die Herausforderung, dass wir gesagt haben, okay, aber irgendwann mal hat man ja über die Themen gesprochen. Unterschiede politisch, finanziell, Steuern. So, was machst du dann? Aber ja, ich glaube, das entwickelt sich dann einfach eben mit Gästen und so.
- 1:21:00Und ich habe auch schon ganz coole Gäste bei euch. Genau. Wir haben noch ein paar richtig coole. Genau. Es entwickelt sich einfach. Man hat Lust. Und wir haben Gott sei Dank auch jemanden an unserer Seite, der die Räumlichkeiten, das Autovisuelle usw. auf höchster Ebene
- 1:21:22auf höchstem Niveau beherrscht. Ja, ich glaube, Offside Lab Offside Lab, genau. Offside Lab. Herr Keller. Er will, dass wir ihn so ansprechen. Herr Keller. Nein, also wie gesagt, das erleichtert uns natürlich auch extrem viel. Das muss ich an dieser Stelle sagen. Wie die Blume. Und ich glaube,
- 1:21:46Vielleicht hätten wir es nicht so krass durchgezogen, wenn diese Komponente nicht wäre. Aber wie gesagt, es macht Spass und man entwickelt sich weiter und dementsprechend schauen wir mal, was die Zukunft bringt. Es macht auch mega viel Spass mit euch. Erstens mal ihr eröffnet
- 1:22:02sehr coole neue Perspektiven zu gewissen Themen, was mega, mega wichtig ist, finde ich, vor allem heutzutage, dass man einfach so ein Wissen über verschiedene Bereiche erlangen kann, über eure Ansichtsart. Ich finde das wirklich super, was ihr macht.
- 1:22:19Ich glaube, es kommt auch sehr gut auf den Markt an. Ihr könnt an einer richtig grossen Gruppe von Menschen eine grosse Unterstützung leisten. Darum ein sehr cooles Projekt. Danke, danke. Jetzt kommen wir zur letzten Frage. Ob das mit «Welcome Switzerland» oder was auch immer zu tun hat, könnt ihr selbst entscheiden. Wenn ihr eine Sache verändern könntet in der Vergangenheit, was würde es sein? In unserer Vergangenheit?
- 1:22:52mit so Fragen, die du schnell beantwortet haben möchtest, aber die man eigentlich ja, deswegen stellst du sie. Ganz ehrlich, glaube ich, ich hätte wahrscheinlich tatsächlich versucht, schon früher in die Schweiz zu kommen.
- 1:23:07So. Okay. Schön. Schreiben sie so gut bei der Schweiz. Perfekt. Love it. Den können wir aufnehmen. Ja, ja. Ich würde, ich sage von der... Das ist ein Kissen. Das scheint so scheinend zu sein. Jetzt kommen die Kommentare. Der ist gar nicht so schlimm. Ich würde viel früher mit Social Media starten. Okay. Ja.
- 1:23:32unabhängig jetzt, ob privat oder im privaten Bereich quasi etwas mit Social Media machen und auch zum Thema Work on Switzerland da jetzt eigentlich nichts anders machen. Das lief von Anfang an gut, sage ich mal, Gott sei Dank. Aber für mich persönlich würde ich in den Bereich gerne früher reingehen. Also, wir sind eigentlich fast fertig mit dem Podcast. Was hast du jetzt vor?
- 1:23:59Jetzt habt ihr noch Zeit, um etwas in die Kamera für eure Community zu sagen. The stage is yours. Egal, was wir wollen. Nein, ganz sicher nicht egal, was. Konzentrier dich. Nein, aber es gibt jetzt keinen Rahmen. Hast du etwas in die Kamera für deine Community? Hast du es mit den anderen Gästen auch so gemacht? Ja, wirklich. Was haben die dann so gesagt im Schnitt? Muss doch direkt aussehen. Lügt der Podcast. Ja, genau.
- 1:24:27Achso, also für unsere Community, die jetzt deine Folge guckt. Ja. Okay. Warum guckt ihr mich jetzt beides auf? Leg los. Ja, dann hey, unsere Community, wie gesagt, kommt bitte auf unsere Treffen. Wir wollen wirklich, dass ihr Anschluss findet. Also wenn ihr Bock habt zu kommen, wenn ihr Anschluss sucht, kommt gerne. Wir helfen euch weiter. Wie gesagt, wir würden uns auch sehr freuen, wenn wir mehr Schweizer dabei hätten, weil wir möchten gerne diese Brücke zwischen den Deutschen und zwischen den Schweizern finden und natürlich auch zwischen den Österreichern.
- 1:24:57Das wäre mir sehr wichtig. Ansonsten freue ich mich immer noch über jeden, der uns schreibt. Wie gesagt, für alle, die uns direkt anschreiben auf Social Media. Falls wir nicht antworten oder es mal länger dauert, das tut mir wirklich leid, das ist keine Absicht. Aber wir haben wirklich so viele Anfragen, dass es teilweise schwer ist. Ansonsten, wie gesagt, ich mag unsere Community. Ich habe euch sehr gerne. Wir freuen uns auf die nächsten Treffen.
- 1:25:20Und wir würden uns natürlich auch auf jeden freuen, der sonst gerne mal vorbeikommt. Wie gesagt, wir treffen uns einmal im Monat. Ja, ich werde das demnächst dann auch, wir haben eine WhatsApp-Gruppe, wenn ihr da rein möchtet, schreibt uns. Und ansonsten denke ich, werden wir das in der nächsten Zeit dann auf unseren Social-Media-Kanälen öffentlich announcen, wenn ihr kommen sollt. Genau. Und ja, guckt unseren Podcast, guckt dem Kevin seinen Podcast.
- 1:25:42Und ja, das wäre es dann von mir an der Stelle, denke ich. Perfekt. Ich würde mich dann eher den Schweizern widmen. Ja, kommt vorbei. Wir sind gar nicht so schlimm. Oder nicht alle. Und nein, wie gesagt, wir wollen uns einbringen. Wir sind gern hier. Wir wollen euch das Leben nicht schwerer machen, als es sonst ist.
- 1:26:05und grundsätzlich, wie gesagt, wir sind happy hier zu sein, es ist ein wunderschönes Land, wir sind gern in der Schweiz und dementsprechend kommt gerne vorbei, lasst euch auch davon überzeugen, dass die Deutschen gar nicht so schlimm sind, wie man denkt und dementsprechend ja, ich möchte mich auch nochmal bei dir bedanken, so danke für die Einladung, ich weiß, wie gesagt, ich kenne dein Intro und dann redest du immer von inspirierenden Menschen, deswegen weiß ich nicht,
- 1:26:35Ich muss es für die Folge mal beantragen. Nein, wirklich. Ich bin ein Fan von dir. Ich bin ein Fan deines Podcasts. Leute, unterstützt den Kevin. Ich hoffe, dass...
- 1:26:51Momentum noch ganz, ganz, ganz, ganz viele Folgen mit ganz, ganz tollen Persönlichkeiten. Vielleicht mal irgendwann wieder mit uns. Aber ja, danke wirklich. Danke für alles. Danke fürs Zuhören, fürs Zuschauen. Danke, dass ihr auf unsere Videos reagiert. Und mehr gibt es von meiner Seite aus nicht zu sagen.
- 1:27:11Ich glaube, ich hätte auch noch was dazu zu fügen. Jetzt bin ich drin. Genau, wie gesagt, die haben natürlich gesagt, kommt gerne bei uns vorbei, wir freuen uns. Aber wir würden uns übrigens auch freuen, wenn wir mal woanders vorbeikommen würden. Das heißt, falls irgendwas gibt, wo wir mal hingehen können, weil wie gesagt, wir möchten gerne diese Brücke auch schließen. Also falls es irgendwelche Events gibt, irgendwelche Schweizer Events, wo ihr sagt, wir müssen da mal hingehen, wir müssen uns das mal angucken, dann...
- 1:27:33Weist uns bitte darauf hin oder ihr könnt uns natürlich auch gerne einladen. Dann freuen wir uns natürlich auch, wenn wir da hingehen können. Und ansonsten, wie gesagt, auch nochmal vielen lieben Dank an dich, Kevin, dass wir hier sein durften und allgemein für deine Unterstützung. Danke noch vielmals. Habt euch alle mehr lieb. Einfach alle. Sehr schön. Hey, danke vielmals an dieser Stelle auch an euch, dass ihr dir die Zeit genommen habt, um in den Podcast zu kommen.
- 1:27:56Und ich muss wirklich sagen, ich habe es vorhin schon erwähnt, ihr seid zwei sehr aufgestellte Menschen. Chris, Amelie sind wirklich inspirierend, weil, was heisst Inspiration? Inspiration sind Leute, die andere Leute bewegen können, um sich in das Bessere zu wandeln. Und was ihr macht, ihr unterstützt Menschen im Ausland, um in die Schweiz zu kommen. Nicht nur das, ihr unterstützt auch Menschen, die schon in der Schweiz sind, die noch keinen Anschluss gefunden haben.
- 1:28:22um einen Anschluss zu finden, um eine Community zu bilden. Und ich glaube, ihr macht das mit sehr viel Herzblut, ihr macht das mit Passion, ihr macht das auf allen Plattformen. Also ihr versucht euch in allen Richtungen zu bewegen. Und darum muss ich wirklich sagen, ihr seid inspirierende Persönlichkeiten und ich möchte mich bei euch herzlich bedanken dafür. Und schön, dass ihr da gewesen seid im Momentum-Podcast und dass ihr ein Teil von Momentum seid. Ich finde das mega, mega schön. Und an dieser Stelle
- 1:28:49an dich. Danke vielmals, dass du wieder eingeschaltet hast bei Momentum. Heute haben wir wieder zwei, es sind drei Erfolge, also wir haben zwei inspirierende Persönlichkeiten gehabt, die sehr, sehr viel für uns machen, für Deutsche machen, für Österreicher machen. Und wenn euch diese Folge gefallen hat, dann liken sie doch. Ihr habt hier unten ein paar Knöpfe, es ist mega simpel. Ein Like hilft uns extrem fest, dass noch viel mehr Leute
- 1:29:15den Podcast gesehen und dass wir noch viel mehr und neue Gäste einladen können. Gleich hat es noch das Glöckchen, mit dem verpasst du gar keine Folge mehr vom Momentum Podcast. An dieser Stelle danke vielmals, alles Gute und bis zum nächsten Mal. Guys, it's a wrap. Merci. Danke schön. Super.