Latest / Gin And Talk / Korbinian Kohler über Eskapismus, Achtsamkeit und Spiritualität
Transcript
- 0:00Speaker 0: Essen, trinken und schlafen in sehr hoher Qualität.
- 0:03Speaker 0: Kriegst du heute überall?
- 0:05Speaker 0: Das ist nichts Besonderes mehr!
- 0:07Speaker 0: Das muss perfekt sein.
- 0:08Speaker 0: Es muss fantastisch sein.
- 0:10Speaker 0: Du musst vom Tisch aufziehen und sagen, Mensch war das gut.
- 0:13Speaker 0: Und du musst sehr gut geschlafen haben im fantastischen Bettwäscher in einem schöneren und dunklen Zimmer.
- 0:18Speaker 0: Und dann musst du tolle getränke oder bestischer Bannern alles... Okay aber da holst du niemanden mehr Von weit weg zu dir.
- 0:28Speaker 0: Das ist kein Grund, um in Wien zu gehen weil es einfach zu banal ist, zu alttäglich.
- 0:34Speaker 0: Die Definition von Luxus wird immer individueller.
- 0:37Speaker 0: Früher war das noch relativ klar.
- 0:39Speaker 0: Luxus ist ein großes Auto mit viel Pass und Luxus isst ein Hotel mit viel Marmor und Gold.
- 0:47Speaker 0: Da würden heute wahrscheinlich die Mehrheit nicht mehr dem zustimmen sondern sagen wir haben gottschön bloßnet Die Zeiten sind vorbei, also wollen wir gerade nicht mehr haben.
- 0:56Speaker 1: Herzlich willkommen.
- 0:57Speaker 1: Mein Name ist Daniel Fürg und ich freue mich sehr, euch heute zu einer neuen Episode Gen & Talk begrüßen zu dürfen!
- 1:04Speaker 1: Ich bin heute am Tegernsee und treffe mich hier mit Kopinian Kohler.
- 1:07Speaker 1: Er entstammt eine Unternehmerfamilie die sich mit Mundpapier einen Namen gemacht hat.
- 1:12Speaker 1: Während die Papiermanufaktur seit vielen Jahren überaus erfolgreich von seinem Bruder geführt wird wurde Kopinien mehr oder weniger ungeplant zum Vollbluthotelier- und Gastronom.
- 1:22Speaker 1: Vor über zehn Jahren übernahm er das traditionsreiche Hotel Bachmayer Weissach und transformierte es zu einem modernen, innovativen Haus, das über die Jahre hinweg mit unzähligen Erworts ausgezeichnet wurde.
- 1:33Speaker 1: Aus einem Hotel wurde inzwischen eine ganze Gruppe an Hotels- und Restaurants rund um den Tigernsee – immer mit dem Fokus Orte für Glücksmomente zu schaffen!
- 1:43Speaker 1: Ich wollte von Corbiniankola wissen wie er zum Hotelier wurde warum Eskapismus nicht sein Konzept ist und welche Pläne er für die Zukunft und das Tiganseatal hat.
- 1:53Speaker 1: Wenn dir diese Episode von Genetalk gefällt, folge uns bei Spotify, Apple Podcasts oder wo auch immer du gerne Podcasts hörst und hinterlasse uns eine gute Bewertung!
- 2:02Speaker 1: Diese und viele weitere Episoden findest du auch als Videopodcast auf unserem YouTube-Kanal.
- 2:07Speaker 1: Jetzt aber viel Spaß beim Zuhören – schön dass ihr alle wieder mit dabei seid!
- 2:15Speaker 0: und eine Menge Zeit für ein persönliches Bargespräch.
- 2:20Speaker 0: Herzlich willkommen an unseren Bartresen!
- 2:24Speaker 1: Herzlich Willkommen
- 2:25Speaker 0: zu einer neuen Folge Gin & Talk.
- 2:29Speaker 1: Mach es dir gemütlich,
- 2:31Speaker 0: lehne dich zurück
- 2:32Speaker 1: und tauche
- 2:33Speaker 0: ein in die verrucht düstere Atmosphäre
- 2:36Speaker 1: unserer Studio-Bar.
- 2:45Speaker 1: Lieber KoBinion Kohler ich freue mich sehr dass wir uns heute hier im Bachmauer Weißhoch am wunderschönen TNC treffen können.
- 2:52Speaker 1: Herzlich willkommen.
- 2:53Speaker 0: Ja, vielen Dank!
- 2:54Speaker 0: Ich sage auch ein herzliches Willkommen zurück heute an einem ausnahmsweise sonnigen tag wobei am tägen sie ist natürlich immer sonnic.
- 3:03Speaker 1: das letzte mal dass wir uns unterhalten haben es eine ganze zeit her.
- 3:07Speaker 1: das war damals kurz nachdem sie hier übernommen haben und sie haben ja damals von den Plänen erzählt was die alles mit diesem haus vorhaben dass es so ein wohlfühlort werden soll einen ort der entspannung werden soll so ein bisschen dieses quasi Clubgefühl haben soll, Menschen kommen zusammen und fühlen sich hier wohl.
- 3:27Speaker 1: Und haben eine Auszeit von ihrem Alltag.
- 3:30Speaker 1: Und seitdem jetzt einiges passiert... Ich war jetzt einige Male hier immer mal wieder.
- 3:35Speaker 1: Und ich habe gerade schon gesagt jedes Mal wenn ich komme entdecke ich irgendwas Neues was sich wieder verändert hat.
- 3:39Speaker 1: Und drum herum ist ja auch ganz viel passiert mit anderen Hotels, mit anderen Restaurants die sie noch übernommen umgebaut usw.. Aber bevor wir da so in die Themen hineingehen Wenn ich mir anschaue, was sie heute alles so machen.
- 3:53Speaker 1: Dann habe Ich immer das Gefühl Alles Was Das Ganze So Ein Stück weit verbindet ist dieser Gedanke Den Menschen eine Auszeit in der Erholung Von Ihrem Alltag zu Geben Sondern So Eine Pause Zu Geben Die die Sie IrGendwie Wieder Ordnet und Und Auf auf So einen guten Wert Zurückbringt.
- 4:14Speaker 1: Wann war denn Bei ihnen Eigentlich Der Punkt Dass sie Für sich selber auch Mal gemerkt Haben?
- 4:19Speaker 1: dass macht Sinn Also, dass man nicht die ganze Zeit... Sie kommen ja aus einer sehr unternehmerisch tätigen Familie.
- 4:25Speaker 1: Ich würde mal unterstellen das Thema Anspannung und ein gewisser Unternehmerischer Stress gehört da irgendwie auch zum Alltag seitdem sie denken können.
- 4:34Speaker 1: Wann war denn das erste Mal, dass Sie gemerkt haben solche Auszeiten sind wichtig?
- 4:39Speaker 0: Ja dann muss ich vorher mal korrigieren und einschreiten melden darf weil das ist nicht unser Thema.
- 4:46Speaker 0: Das Thema Pause ist zwar in der Psychologie ein wichtiges, weil sozusagen die Möglichkeit der Erholung und der Regeneration gibt.
- 4:57Speaker 0: Wer das ja ganz stark betreibt sind ganz viele so österreichische Hotels, die dann mit Eskapismus arbeiten.
- 5:02Speaker 0: Das heißt ich es kapiere, ich fliehe von meiner wirklichen Welt in eine interessante lustige aufregende andere Welt und gewinne dadurch.
- 5:13Speaker 0: Distanz zu meinem wirklichen Leben kann dann sozusagen erholt wieder zurückkommen, erholter wieder zurück kommen.
- 5:19Speaker 0: Das ist sicherlich sinnvoll aber das nicht nachhaltig.
- 5:23Speaker 0: Nachhaltig ist wenn Sie irgendetwas machen oder irgendwo hingehen wo etwas mit Ihnen passiert am besten wo sie sich was passieren lassen also wo sie gezielt einen Veränderungsprozess auch mitmachen.
- 5:42Speaker 0: Und das kann durch Perspektivwechsel, durch ein bisschen Anleitung oder Ähnliches passieren.
- 5:49Speaker 0: Ein Beispiel dafür ist bei uns der Me Too Onsense Bar.
- 5:53Speaker 0: Der ist eben ganz anders als sonst normalerweise in Europa.
- 5:57Speaker 0: die Spars, die arbeiten mit Eskapismus.
- 6:00Speaker 0: Also es ist ganz extrem wie in Österreich, wir haben ja fantastische Spars riesengroß und dann gibt's halt Disco Kugeln und da machen wir einen Bieraufguss und dann jodelt einer und es gibt tausend Kerzen und so... Das ist super!
- 6:11Speaker 0: Das ist ein bisschen Geschmackssache, aber es ist super.
- 6:14Speaker 0: Bei uns ist das anders.
- 6:15Speaker 0: Wir haben als Gegenpol beispielsweise einen Onsenbecken.
- 6:21Speaker 0: Man muss sich vorstellen, dass hat die heißeste Badewanne, in der sie je waren.
- 6:28Speaker 0: Da können Sie nicht einfach reinmaschieren und einen auf Discord Onsen machen, sondern da müssen Sie ganz ungar sich auf sich selber konzentrieren.
- 6:40Speaker 0: Zentimeter für Zentimeter führen Sie Ihren Körper in dieses Temperaturumfeld ein und gewinnen sozusagen Aufmerksamkeit und Achtsamkeit, sprich wörtlich Zentimeter-für-Zentimeter für Ihren Körpern.
- 6:55Speaker 0: Bis sie dann ganz drin sind und die Englern sagen im Merchen in diesem Zustand des heißen Wassers Nehmen wir also dieses Onsenbecken als metaphorisches Beispiel für vieles, was wir versuchen zu tun.
- 7:14Speaker 0: in der Bachmar-Weißsachwelt sage ich jetzt mal mit allen unseren Betrieben.
- 7:19Speaker 0: Wir wollen klar auch Spaß erzeugen und Freizeit werden
- 7:22Speaker 0: usw.,
- 7:22Speaker 0: aber wenn es uns gelingt auch eine selbstinitiierte Veränderung im Menschen herzustellen dann würde es mich persönlich besonders glücklich machen.
- 7:34Speaker 0: Ein anderes Beispiel ist das Thema Kunst oder Philosophie.
- 7:38Speaker 0: Die Philosophien kommen ein bisschen durch meine eigene Ausbildung, die ich mal biografiere.
- 7:41Speaker 0: Wir haben dieses Kabinärnskolleg.
- 7:43Speaker 0: Wenn wir es schaffen, dass da Leute aus den Vorträgen rausgehen und sagen, okay muss ich mal neu darüber nachdenken.
- 7:51Speaker 0: Idealerweise muss man neu für mein Leben drüber nachdenkt.
- 7:56Speaker 0: Dann würde es mir sozusagen ein besonderes Maß an Freude und eigener Erfüllung geben.
- 8:02Speaker 1: Das heißt, es ist eigentlich mehr ein Bewusstsein schaffen für sich selbst und die Welt um einen herum.
- 8:09Speaker 0: Genau!
- 8:10Speaker 1: Wann haben Sie denn für sich gemerkt dass das wichtig ist?
- 8:13Speaker 1: wenn wir die Kurve noch mal drehen?
- 8:15Speaker 0: Ja ich kann es gar nicht so sagen... Ich hatte da nicht einen Schlüsselmoment.
- 8:19Speaker 0: Ich war würde ich sagen immer so bisschen ein Sohender und bin's immer noch.
- 8:24Speaker 0: und je mehr man sucht desto mehr merkt man dass diese Suche nie zu Ende gehen wird.
- 8:31Speaker 0: Man muss also dann auch mal Spaß am Sohn selber entwickeln, aber stärksten reingebracht habe ich mich in das Thema während dem Philosophie Studium.
- 8:41Speaker 0: Ich hab an der LMU Philosophisch studiert und da ist man natürlich ganz massiv mit solchen Themen konfrontiert und kriegt es auch mal ein bisschen strukturiert.
- 8:52Speaker 0: Selber hat man ja immer so viele Gedanken und Vorstellungen.
- 8:56Speaker 0: Es ist auch gut und wichtig, wenn man sich die macht.
- 8:58Speaker 0: aber es ist natürlich toll, wenn wir mal unter Anleitung von Profis in gewisse Denkstrukturen eingeführt wird.
- 9:06Speaker 0: Und ich glaube das war sozusagen ein kleiner Turbo in meinen Bestrebungen.
- 9:12Speaker 1: Jetzt kann ich mich noch erinnern, als wir uns damals unterhalten haben.
- 9:15Speaker 1: Haben Sie so ein bisschen die Geschichte erzählt wie es überhaupt zu diesem Haus hier zum Bachmauer Weissach kam und dass das ja eigentlich mehr so einen Zufallsmoment war an dem Punkt?
- 9:25Speaker 1: Dass sie es ja eigentlich gar nicht geplant hatten.
- 9:26Speaker 1: Ich glaube sie wollten ein Haus kaufen eigentlich jetzt nicht wirklich mit dem Plan hier das ganze Areal mit dazuzunehmen.
- 9:35Speaker 1: Was war denn da noch mal der Moment, wo Sie gesagt haben nie ich mache das jetzt?
- 9:39Speaker 1: Ich werde jetzt zum Vollbluthotelier im ersten Schritt.
- 9:44Speaker 0: Also der erste Schritt war der Kauf und da war der Moment eine gnadenlose Selbstverschätzung.
- 9:50Speaker 0: also mir wurde das Hotel angeboten.
- 9:54Speaker 0: ursprünglich wie sie genau wie sie richtig gesagt haben wollte ich eigentlich nur daneben des sogenannten Leon Hardy Haus kaufen und dann hat irgendwann die Bank der Chef, der Bank der Sparkasse hier zu mir gesagt geh Kohle wollen es nicht auskaufen.
- 10:07Speaker 0: Und da ist mir natürlich erst das Herz ein bisschen in den Hose gerutscht weil es war eine deutlich größere Dimension als ich bis dahin gewohnt war.
- 10:15Speaker 0: aber es hat mich natürlich auch bei der Ehre und bei der Eitelkeit gepackt.
- 10:21Speaker 0: und wenn man sozusagen als Tegern sehe Ich bin bekennender Lokalpatriot.
- 10:26Speaker 0: Die Möglichkeit hat, das Bachmeier-Weißsach wieder zu Glanz zu bringen oder zumindest zu versuchen.
- 10:32Speaker 0: damals ist es etwas Besonderes und ich bin dann sozusagen an Start gegangen mit dem Gedanken heute bist du ein schlaues Kerlchen hast relativ umfangreiche Ausbildung und hast bis zu viel gereist.
- 10:45Speaker 0: Was besonders lustig ist der Ansatz, es gibt ja viele die da meinen sie waren schon viel in Restaurants und viel in Hotels und drum verstimmen sie was von der Branche.
- 10:53Speaker 0: Ich war eben auch so eine Und habe mich dann, ich hab das gekauft und jetzt wieder metaphorisch gesprochen.
- 11:01Speaker 0: nach einer Woche habe ich erkannt Hoppler Es gibt doch ein Grund warum man das Thema lernen und studieren kann.
- 11:08Speaker 0: aber nach zwei Wochen also auch wieder die zwei brauchen sie metaphorisch.
- 11:11Speaker 0: Aber habe ich gelernt Pocht ist genau dein Ding.
- 11:14Speaker 0: Das ist echt deine Sache, da sind ein paar Eigenschaften die dir vielleicht liegen.
- 11:20Speaker 0: du hast was.
- 11:21Speaker 0: es hat sehr viel mit Design und Gestaltung zu tun.
- 11:24Speaker 0: das hat aber auch mit Technik zu tun.
- 11:25Speaker 0: Es hat auch mit Finanzen etwas zu tun Immobilien.
- 11:29Speaker 0: Aber es hat vor allem mit Menschen zu tun.
- 11:32Speaker 0: Du musst ein Menschenmensch sein.
- 11:33Speaker 0: Du musst sowohl die Gäste mögen mit allen Facetten, die wir Menschen natürlich mit uns bringen.
- 11:39Speaker 0: Aber auch gerade auch die Mitarbeiter.
- 11:42Speaker 0: Die Mitarbeiter mögen mit allen Fasetten und Themen, die da mit im Gepäck sind.
- 11:50Speaker 0: Und dann habe ich mich eigentlich wie ein Besessener da rein stürzt in diese Branche, dieses Projekt, mach mal weiß ich nicht.
- 11:59Speaker 0: Ich würde sagen, die ersten fünf, sechs Jahre war ich wirklich manisch unterwegs Was sicher der Sache gut getan hat, aber mich schon auch ganz schön an meine Grenzen und auch darüber manchmal gebracht hat.
- 12:14Speaker 0: Und sicherlich auch die Familie ich vernachlässigt habe in der Zeit.
- 12:19Speaker 1: Wie schafft man denn dann diesen Spagat zwischen Leidenschaft vielleicht eine Portion Perfektionismus?
- 12:25Speaker 1: Und dann irgendwo die Vernunft, die dann im besten Fall irgendwo noch reinkommt und sagt vielleicht doch nicht alles auf einmal und doch nicht alle jetzt sondern wir müssen das irgendwie vernünftig planen.
- 12:36Speaker 0: Naja, Vernunft in der Philosophie ist vernünft ein toller Begriff und vernunft begabte Menschen usw.
- 12:45Speaker 0: im Geschäftsleben wird vernunft häufig so als Weichwaschmittel hergenommen um sozusagen eine klare Linie zu verwässern.
- 12:57Speaker 0: wenn sie was Herausragendes erreichen wollen dann müssen Sie auch herausragenden Trank glotzen Und dann gibt's nichts mit der Hinschwurbeln und lass uns mal vernünftig sein, sondern da müssen sie einfach sehr klar und sehr konsequent und mit überdurchschnittlicher Energie die Dinge machen.
- 13:20Speaker 0: Sonst wird es nix und ich bezahlt was Vernünftiges aber es wird nix herausragendes.
- 13:27Speaker 1: Wo hilft einem denn die Philosophie im Unternehmerleben?
- 13:30Speaker 0: Er hat das wüsstig selber gerne.
- 13:33Speaker 0: Ich weiß aber, dass sie mir geholfen hat.
- 13:36Speaker 0: Dieses Studium für Sophie hat mir wirklich geholfend.
- 13:40Speaker 0: Es hat vielleicht dadurch, dass es mir irgendwie mehr Sicherheit gegeben hat oder Gelassenheit auf eine gewisse Weise.
- 13:47Speaker 0: Das würden wahrscheinlich nicht alle unterschreiben, das mit der Gelassenkeit... Aber irgendwie war das der größte Turbo in meiner beruflichen Laufbahn war dieses Philosophie-Studium und ich kann Ihnen nicht beantworten, trotzdem diese Frage nicht beantworte.
- 14:02Speaker 0: Ich kann nichts sagen an welcher Ecke, an welche Stelle zu welchem Moment mir das jetzt hilft weil es gibt keine konkreten Dinge wo es mir hilft aber wahrscheinlich sozusagen beim Weltbild dass man sich dann selber macht oder beim Gesamtüberblick der man sich selber macht
- 14:22Speaker 1: was man ja schon merkt hier auch im Haus einen gewissen Bezug zu Japan.
- 14:26Speaker 1: Es gibt diesen Bezug zur japanischen Klöstern, Sie haben gerade den Onsen Spa schon angesprochen.
- 14:34Speaker 1: War dieser Japan-Bezug schon davor da oder ist der durch dieses Haus dann entstanden?
- 14:41Speaker 0: Der war vorher schon da und ich habe ja zehn Jahre lang zusammen mit meinem Bruder Florian die Binnenbappé Frick Mund.
- 14:48Speaker 0: Da muss noch kein Mundpapier geführt.
- 14:51Speaker 0: Mein Bruder führt das heute alleine, es gehört ihm alleine und macht das hervorragend und ist sehr erfolgreich.
- 14:57Speaker 0: aber wir haben uns damals die Welt so bitte nach Ländern aufgeteilt wer sich um welchen Märkte kümmert und ich war für Asien zuständig und damit auch für Japan und bin nur ein zweimal im Jahr nach Japan gereist um dort Papier zu verkaufen was ja so bisschen Eulen nach Athen tragen ist aber trotzdem ganz gut gelungen.
- 15:16Speaker 0: Da hat es so ein bisschen angefangen, weil das selbst damals als ich noch nicht in der Orterie oder Gastronomie war.
- 15:23Speaker 0: Hat mich das unheimlich beeindruckt dort zum Beispiel Essen zu gehen und diese Bewusstheit und diese Aufmerksamkeit die auf dem Teller stattfindet und beim Service statt findet und T-Seremonien und solche Dinge.
- 15:38Speaker 0: Das fand ich fantastisch!
- 15:40Speaker 0: Und diese Feinheit Die habe mich eben nicht mehr losgelassen und es kam doch dazu, dass ich dann beim anderen Studium – ich habe vorher noch mal so ein MBA gemacht zu einem internationalen.
- 15:52Speaker 0: Da war auch eine Japanerin dabei wo sich ja Freundschaft entwickelt hat und noch verschiedene andere Ansatzpunkte.
- 16:00Speaker 0: Ein anderer war das ein Freund von mir, einen Schulfreund nach Japan gezogen ist und dort eine Brauerei eröffnet hat.
- 16:07Speaker 0: Es gab immer wieder Mal Bezüge zu Japan Und das hat dann letztlich zu dieser Japan-Affinität hier im Haus auch geführt.
- 16:18Speaker 1: Was man ja schon merkt, auch wenn man hier zu Gast ist, mir ist es gestern wieder ein paar Mal aufgefallen dass sie ja eine Belegschaft haben die durchaus bereits immer diese kleine extra Meile zu gehen und wenn's nur so'n kleiner Zusatzsatz in irgendeiner Aussage ist oder irgendwie dieses kleine Quäntchen mehr.
- 16:36Speaker 1: Jetzt sind wir in einer Branche unterwegs, in der Personalmangel quasi omnipräsent ist.
- 16:42Speaker 1: Viele ihrer Mitbewerber und auch generell Gastronomen Hoteliers müssen improvisieren, müssen schauen wo sie die Leute hinher bekommen.
- 16:51Speaker 1: Es gibt nur noch wenige, die das Ganze wirklich studieren oder auch wirklich die Ausbildung durchziehen Oder zumindest weniger als früher einmal.
- 17:01Speaker 1: Wie schaffen Sie das dann, dass es hier trotzdem so gut funktioniert?
- 17:04Speaker 1: Dass sie diese Leute bekommen und die Leute nicht nur da sind sondern eben auch bereit sind dieses kleine Plus dazu zu geben.
- 17:12Speaker 0: Also im einen glaube ich weil wir in den letzten Jahren ganz gut performt haben tolle Auszeichnungen kriegt, haben also vom Hotel jedes Jahres über immer unter den Top ten Hotels Deutschlands jetzt mittlerweile eigentlich in den unter dem Top Ten Hotels im deutschsprachigen Raum.
- 17:31Speaker 0: Also Deutschland Österreich, Schweiz, Südtirol... In unserer Sparte luxury Family Resorts eigentlich regelmäßig nur Nummer eins.
- 17:39Speaker 0: Das hilft natürlich schon weil wenn Mitarbeiter hier arbeiten dann ist das natürlich eine andere Visivenkarte.
- 17:45Speaker 0: die werden sich woanders bewerben.
- 17:46Speaker 0: also wenn sie woanders arbeiten Dass das eine, dass andere ist.
- 17:51Speaker 0: Ich habe mich strikt geweigert diesen generellen Trend unserer Branche mitzumachen der da heißt so ein bisschen mit weicher Stimme ah lass uns doch okay ist ja alles ein bissel hart dann lassen es doch vier Tage Woche machen Ja und merkst du noch ein bißel Homeoffice machen?
- 18:09Speaker 0: So!
- 18:09Speaker 0: Das ist so ein genereller Trend der in manchen Branchen vielleicht sogar auch wirkt vielleicht bei manchen Unternehmen.
- 18:15Speaker 0: ich halte davon überhaupt nichts.
- 18:17Speaker 0: Bei uns arbeitet die Elite der Branche und bei uns arbeiten Leute, die vorankommen wollen.
- 18:23Speaker 0: Bei uns arbeiten Menschen, die an der Sperrspitze der Entwicklung sein wollen.
- 18:28Speaker 0: Wachen, Neugierige, interessierte, interessante Persönlichkeiten, die hier was lernen können, die sich entwickeln können.
- 18:35Speaker 0: Und da können wir ehrlich gesagt nichts anfangen mit Leuten, die dann im Vorstellungsgespräch mit Work-Life Balance und solchen Dingen kommen.
- 18:45Speaker 0: kommen und leistungswillig eine Freude an der Leistung haben, um der Beste zu sein.
- 18:51Speaker 0: Und Teil des Teams der Besten zu sein – das sind unsere Menschen.
- 18:56Speaker 0: Großen Respekt auch vor anderen die das anders machen aber das ist nicht unser Meteor.
- 19:01Speaker 1: Jetzt haben wir viel über das Bachmauer-Weißach gesprochen.
- 19:03Speaker 1: es gibt ja inzwischen die ganze Bachmahr-Weissach Gruppe.
- 19:06Speaker 1: Das heißt, sie haben nach diesem ersten spontanen oder fast spontaner Einfall dieses ganze Areal hier zu übernehmen ja nicht aufgehört.
- 19:15Speaker 1: Sondern es kam noch einige andere Projekte dazu zum Beispiel das Busy Baby Es kann das Clubhouse Tigernsee dazu Noch einige andere Sachen.
- 19:24Speaker 1: dass alte Bart hat wahrscheinlich das was am neuesten gerade eröffnet hat wieder und es kommen ja auch noch Sachen.
- 19:31Speaker 1: Was war denn der Punkt wo Sie gesagt haben?
- 19:32Speaker 1: Ne also jetzt jetzt mache ich weiter Jetzt habe ich es einmal richtig gut hinbekommen Jetzt machen wir weiter.
- 19:38Speaker 0: Ich würde gerne sagen können, dass ich in weiser Voraussicht mit großen strategischen Plänen das alles so geplant habe, dass dieses Grüppchen entsteht.
- 19:47Speaker 0: Es passiert es doch!
- 19:48Speaker 0: Das war so robotonistisch.
- 19:50Speaker 0: Dann durfte ich mal das Bergkotel Art des Walberghaus damals hieß noch Walberg Haus pachten.
- 19:57Speaker 0: und dann hatte ich als Vorbild diese Südtiroler Bergkottels die wirklich fantastisch sind teilweise.
- 20:04Speaker 0: Und da hat man gesagt, wir müssen auch in Deutschland und Bayern eine Gastronomie oder eine Hotarif diesen Kaliber implementieren.
- 20:14Speaker 0: Das gab es vorher nicht!
- 20:16Speaker 0: Dass auf dem Berg auch mal was Feinsinniges passiert, dass du einen Siebträger-Kaffee kriegst und nicht nur von einem Vollautomaten und ein liebevolles Dreigängemenü abends kriegste.
- 20:27Speaker 0: Dass die Zimmer selbst wenn sie sozusagen einfach sind... Aber das ist besonders, so ein Ästhetisch und liebevoll.
- 20:35Speaker 0: Das wollte man da
- 20:36Speaker 0: z.B.,
- 20:37Speaker 0: also dann gab es das.
- 20:38Speaker 0: Und dann gab's die Möglichkeit in Wiessee den ehemaligen Kirchenwirt zu kaufen.
- 20:45Speaker 0: Ein total runtergekommenes Gebäude aus den Achtzigerjahren war zu zweitrittel schon gesperrt wegen Brandschutz.
- 20:52Speaker 0: Ich hatte aber genau die Idee am Kopf als Zielgruppe gefühlte, zwanzig bis dreißigjährige ein bisschen unkonventionell Alpenaffin, hart arbeiten, hart feiern und sporten machen.
- 21:05Speaker 0: Und dadurch ist Busse bei wen standen?
- 21:07Speaker 0: Dann hatten wir die Tegensee des Club House was früher sozusagen einen Kuchencafe war.
- 21:17Speaker 0: Das ist eine Freundin von mir.
- 21:18Speaker 0: Die Elin Kreuzkamp von den Kreuzkramp-Kafés.
- 21:21Speaker 0: Und die gesagt hat Mensch du ich habe jetzt eh schon so viele Standorte in Dresden und München.
- 21:27Speaker 0: Hättest du nicht interessiert, das mit in dein Portfolio aufzunehmen?
- 21:30Speaker 0: Dann haben wir das übernommen und haben es umgebaut.
- 21:32Speaker 0: Und am dort ein israelisches Levante Grillrestaurant reingemacht.
- 21:35Speaker 0: Und dann,
- 21:36Speaker 0: z.B.,
- 21:37Speaker 0: altes Bart letztes Jahr im Juli als wirklich urtypisches bayerisches Gasthaus aufzumachen... ...dann haben wir noch die Seherparts, machen wir mal was aus der Seher-Part, sonst konnte ich auch kaufen.
- 21:53Speaker 0: war ein absolutes Filetstück, oder ist ein Filettstück zwischen Seepromenade und Seestraße in Rottach-Egern auch wieder ein Ding was völlig kaputt war.
- 22:04Speaker 0: Da haben wir neu entkärmt und neu gebaut und das sind jetzt Luxusfänenapartements und Paläden und paar Wohnungen und so.
- 22:12Speaker 0: Und dann dieses Weihmau opportunistisch und irgendwann wurde damals eine Strategie draus.
- 22:17Speaker 0: Diese Strategie hat vier Säulen.
- 22:20Speaker 0: die erste Säule weit überdurchschnittliche Aufmerksamkeit auf Ästhetik.
- 22:26Speaker 0: Architektur in, Architektor interior design, Grafikdesign, Produktdesign Gerüche Sound etc... Die zweite Säule ist dass wir vor allem hier im Haupthaus bauen wir so ein Multi-Generations Haus sind.
- 22:43Speaker 0: Auf gar keinen Fall zu verwechseln mit Familienhotel oder gar Kinderhoteln.
- 22:49Speaker 0: das sind wir absolut nicht.
- 22:50Speaker 0: Aber wir haben das auch wieder mal aus unserer eigenen Biografie meiner Frau und ich, vier Kinder zusammen.
- 22:56Speaker 0: Und wir hatten da zu Hochzeiten vom Teenager bis zum Neugeborenen.
- 23:01Speaker 0: Da sind sie ganz schön beschäftigt und die alle unter einen Hut zu kriegen.
- 23:06Speaker 0: Wir wollten aber selber behandeln werden wie erwachsene Menschen.
- 23:08Speaker 0: Also wir haben gesuchten also ein modernes Grand Hotel wo aber alle sechs Familienmitglieder nahe alle sieben damals hat man noch einen Hund gut versorgt sind.
- 23:19Speaker 0: Und das ist das, was wir hier eben auch versuchen.
- 23:22Speaker 0: Ein quasi modernes bayerisches Grand Hotel wo aber für alle ihre individuellen Touching Points kreiert sind Aber mal auch als Gruppe wieder zusammenkommen Solle zwei oder drei ist... Man muss sich darüber bewusst sein Essen trinken schlafen in sehr hoher Qualität Kriegst du heute überall?
- 23:42Speaker 0: Das ist nichts besonderes mehr!
- 23:44Speaker 0: Das muss perfekt sein Fantastisch sein.
- 23:47Speaker 0: Du musst vom Tisch aufstehen und sagen, Mensch war das gut!
- 23:49Speaker 0: Und du musst sehr gut geschlafen haben in einem fantastischen Bettwäschchen, in einem schönen und dunklen Zimmer... ...und du musst tolle Getränke an der bestischen Banyan als okay.
- 23:59Speaker 0: Aber da holst du niemanden mehr von weit weg zu dir?
- 24:04Speaker 0: Das ist kein Grund um in Wien zu gehen weil es einfach zu banal ist, zu alltäglich.
- 24:10Speaker 0: Drum ist unser Ansatz Alles das, was über Essen trinken und schlafen hinausgeht.
- 24:18Speaker 0: Das ist etwas bei uns besonders Wichtiges.
- 24:21Speaker 0: Also zum Beispiel Kultur, Philosophie, was wir schon angesprochen haben, Kabinettsgeleg oder realmäßig Kunstsaustellungen machen.
- 24:29Speaker 0: Bei Sport also von einer riesen Palette von Hundertfuchzig Fahrrädern über alle denkbaren Sportangebote von Yoga Pilates im Reiten.
- 24:40Speaker 0: Wir haben eine Reitstelle hinterm Haus wo wir auch Reitunterricht machen und ausreiten bis zu Standup-Petteln, einfach mal Weissach Beach.
- 24:48Speaker 0: Also Sport-Riesending!
- 24:50Speaker 0: Dann das Thema Kinder und Jugendliche mit einem riesen Kitzkrab mit unterschiedlichsten Angeboten.
- 24:57Speaker 0: Wir haben das ganz große Ding Tegensi Fantastisch.
- 25:00Speaker 0: Das ist ein Indoor Edutainment Center was wir vor zwei Jahren eröffnet haben, wo wir Entertainment, Sport, Education und Technologie kombinieren.
- 25:12Speaker 0: Einzigartig, in der Welt gibt es so noch nicht den Dorn das ganze.
- 25:17Speaker 0: Also alles was wir da essen, dringend schlafen ja aus der vierte Säule und die vierte säule.
- 25:22Speaker 0: jetzt komme ich wow nach langer antwort auf die frage tschuldigung warum so viele verschiedene häuser?
- 25:30Speaker 0: daraus wurde jetzt eine strategie dass wir nicht einen einen ort haben ein hotel an dem alle stattfindet.
- 25:38Speaker 0: wir haben in deutschland zwei wettbewerbe die wirklich vorrangend sind, in dem einen Ort und dort findet alle statt.
- 25:46Speaker 0: Sondern dass wir die gesamte Region Tegernsee zum Resort Erlebbar durch das Angebot ist.
- 25:55Speaker 0: Wir haben vom Berg oben bis hin direkt am See, bis in der Luft mit einem Bachmar-Weißer Reisaufbau und einem eigenen Heissaufballon drei Spars, acht Restaurants als Mobilitätspartner im BW Porsche wo wir Das Exportsch ist, wo wir die Gäste um den Tegernsee rumfahren zu einer einzelnen Outlets.
- 26:16Speaker 0: Also sprichwörtlich lange Rede dieses Gesamtangebot ist erst im Laufe der Zeit zu einer Strategie geworden.
- 26:25Speaker 1: Weil sie gerade auch so ein bisschen über Dinge gesprochen haben mit denen man jetzt vielleicht niemand mehr hier herlocken kann was eigentlich da der generelle Anspruch ist sondern da schwingt ja auch so'n bisschen Und das fällt mir hier auch immer auf, was da ja so ein bisschen mitschwingt ist.
- 26:40Speaker 1: Auf der einen Seite haben ganz viele Häuser die setzen einfach nur auf Luxus und machen alles was irgendwie teuer ist.
- 26:47Speaker 1: Alles was irgendwie hochwertig ist und da ist aber irgendwie keine Seele drin.
- 26:51Speaker 1: Wie schaffen Sie dann diese Balance zwischen hohem Anspruch?
- 26:54Speaker 1: Auf der anderen Seite Luxus, der ja irgendwie auch austauschbar ist inzwischen weil da hat jeder so sein gleiches Bild davon was irgendwie Luxus ist Auch da wieder diesen Plus, diesem Extra.
- 27:08Speaker 1: Diese Individualität und Besonderheit von dem was sie hier machen.
- 27:13Speaker 0: Na ja wie Sie sich sagen die Definition von Luxus wird immer individueller.
- 27:19Speaker 0: Früher war das noch relativ klar.
- 27:20Speaker 0: Luxus ist ein großes Auto mit viel Pässe Und Luxus isst ein Hotel mit viel Marmor und Gold.
- 27:29Speaker 0: Das würden heute wahrscheinlich die Mehrheit nicht mehr dem zustimmen sondern würden sagen wir haben Gott zu einem Plusnet Die Zahlen sind vorbei, das wollen wir gerade nicht mehr haben.
- 27:38Speaker 0: Dann gibt es diese Barefoot-Luxus, dass sozusagen ein Gefühl von Freiheit, Lebensgefühl von Freiheit die erwerbst... ...die Frage ist wahrscheinlich wie wir Luxus definieren?
- 27:52Speaker 0: Hoffentlich in der Erfüllung schon vom... Ich schau jetzt scheu zu sagen Perfekten Service weil perfektes Service nie aber von sehr gutem Service, der aber nicht nur durch die Erfüllung von Standards geprägt ist sondern immer den Gast in den Fokus hat.
- 28:14Speaker 0: Also es predigt sich sprichwörtlich mehrfach täglich halte ihr müsst die Dinge aus Sicht des Gastes sehen hört auf mit operativen Belangen und zu schauen wie die Abläufe sind usw.
- 28:29Speaker 0: das machen wir im zweiten Schritt.
- 28:31Speaker 0: wichtig ist der Gast Das Erlebnis für den Gast und das ist natürlich ein laufender Prozess, wo man immer wieder permanent dahinter sein muss.
- 28:42Speaker 0: Aber wir haben natürlich einen wahnsinnig starkes Team.
- 28:45Speaker 0: Wir haben wirklich gute Leute die das auch ertragen von mir diese permanente Mantra aber die es auch selber in Fleisch und Blut übernommen haben.
- 28:59Speaker 0: Diese Sicht des Gastes, das ist eigentlich Luxus.
- 29:03Speaker 0: Und du kannst auch in einem Drei-Sterne-Hotel Luxus haben.
- 29:07Speaker 0: Ich bin zum Beispiel auch, darf ich gar nicht laut sagen... Ich kann eine wahnsinnig tolle Zeit in einem Dreistellehotel haben.
- 29:15Speaker 0: Wenn da die auf mich eingehen und alles was sie tun mit Blickwinkel darauf haben dass es mir gut geht dann ist es Viel mehr Luxus als irgendein anonymes Fünf-Sterne-Hotel, die irgendwelche Gruppenstandards da abspulen.
- 29:31Speaker 0: Also machen wir weiß auch Luxus heißt Sicht des Gastes einnehmen.
- 29:36Speaker 1: Wenn wir mal so ein bisschen in die Zukunft schauen es gibt ja noch so einen Projektchen das so ein bischen habe ich das Gefühl ihr Meisterstück vielleicht werden könnte nämlich in Wildbad Kreuz neben dem Altenbad, das ja jetzt schon umgebaut und wieder eröffnet ist.
- 29:54Speaker 1: Also dieses wahnsinnig schöne sehr traditionsreiche mit historieaufgeladene Gebäude, dass sie auch übernehmen durften bzw.
- 30:06Speaker 1: auch pachten durften.
- 30:08Speaker 1: Können Sie da so ein bisschen erzählen was Sie da eigentlich genau vorhaben?
- 30:11Speaker 0: Gervild Parkort ist wirklich ein ganz besonderer Ort!
- 30:14Speaker 0: Wir haben es in der langfristigen Erbbaurechtsvertrag übernommen.
- 30:19Speaker 0: Das ist ein bisschen Hybrid zwischen Eigentum und Pacht, sodass man auch langfristig investieren kann dort.
- 30:27Speaker 0: Die Idee ist das wir als Architekten Mathieu tun, dass wir dort einen Ultraluxus – jetzt sind immer wieder was Italy-Ultraluxes aber – wahnsinnig auf den Gast konzentriertes Objekt machen.
- 30:44Speaker 0: Allerdings nicht im klassischen Hotelbereich da wo wir uns jetzt bewegen sondern Wir nennen es mental or spiritual retreat.
- 30:52Speaker 0: Das heißt, dass wir die Disziplinen neben Medizin, Psychologie, Philosophie und Spiritualität allerdings nicht religiös und auch nicht isoterisch sondern eher durch Dinge wie Natur Bewegung Yoga solche Dinge dort uns mit diesen Dingen beschäftigen.
- 31:14Speaker 0: Inflation und Zinsen usw.
- 31:16Speaker 0: haben wir jetzt mal eine Pause gemacht, aber seit zwei bis drei Monaten fangen wir gerade an wieder das Thema rauszuholen und uns intensiv damit zu beschäftigen.
- 31:26Speaker 1: Womit wir so ein bisschen bei dem quasi dritten Spagat wären den ich immer diskutieren wollen würde.
- 31:32Speaker 1: Sie haben eigentlich alle drei Begriffe gerade schon genannt dieses Zusammenspiel.
- 31:37Speaker 1: Wir haben ja bei diesen Themen wenn wir über mentale Gesundheit sprechen Achtsamkeit sprechen und all diese Themen.
- 31:45Speaker 1: Haben wir immer irgendwie diese Bandbreite zwischen esoterik, Gesundheit und irgendwie Religion, Spiritualität?
- 31:52Speaker 1: Wie findet man denn da genau den richtigen Spot sozusagen in dieser Dimensions-Grafik, so zu sagen ohne im Indiesoterik reinzurutschen.
- 32:02Speaker 1: Ohne in die Religion reinzuruschen und in die Spiritualität reinzururschen Und ohne dass es sich aber auf der anderen Seite auch wieder anfühlt wie irgendwie ein Kurhotel in dem man vielleicht ganz andere Dinge wieder assoziiert?
- 32:16Speaker 0: Wahrscheinlich jetzt müssen wir mal auf die schnelle Definition für die drei Dinge machen.
- 32:20Speaker 0: also Religion ist wenn ich sozusagen fest an etwas Glaube, an eine geistliche göttliche Struktur.
- 32:33Speaker 0: Esoterik – das bin ich ein bisschen gemein – ist wenn ich festan etwas Glabe aber nicht genau weiß an was ich eigentlich glaube und im schlimmsten Fall noch jemand anderen daran verdient.
- 32:46Speaker 0: Und Spiritualität ist sozusagen eher Überbegriff der auch kleine Andockmomente auch an die Philosophie hört und auch an der Psychologie hat, wo was ganz viel mit Verbundenheit zum Ganzen zu tun hat.
- 33:05Speaker 0: Und vielleicht auch Gefühle oder Emotionen, die daraus entstehen können – ein Zugehörigkeits zu einem größeren Ganzen wie es mal ganz allgemein nennt.
- 33:17Speaker 0: Das hat eigentlich relativ wenig.
- 33:18Speaker 0: Hokus-Bokus kann eigentlich jeder von uns auch schon zum Beispiel beim Spaziergang im Wald erleben.
- 33:25Speaker 0: Wo du sagst, oh Gott also das ist schon... es gibt schon mehr als nur das normale Leben was wir so haben.
- 33:33Speaker 0: Es gibt schon irgendwas was mich echt berührt.
- 33:35Speaker 0: oder wenn sie bei mir ist die neunte Symphonie vom Beethoven, wenn ich da in einem Samenkonzert bin und der Chor kommt rein und fängt zu sehen und dann denke ich mir mein Gott!
- 33:46Speaker 0: Das gibt schon Es gibt schon mehr.
- 33:49Speaker 0: Irgendwas ist da was Besonderes und das würde ich sozusagen als Spiritualität empfinden, dieses Gefühl empfinden Leute auch in Regionen, was dann toll ist.
- 34:02Speaker 0: Ich bin totaler Befürworter von Regionen.
- 34:05Speaker 0: Ich finde es gut.
- 34:06Speaker 0: Es gibt auch eine Gesellschaft Halt und Stabilität und Richtung.
- 34:10Speaker 0: aber für Spiritualität allgemein Braucht es nicht zwingend, nur Religion.
- 34:21Speaker 0: Aber wir waren in Europa jetzt noch nie so unreligiös wie heute aber auch selten so spirituell wie heute.
- 34:28Speaker 0: also insofern da ist jetzt gerade ich glaube das ist ein Entfindungsprozess gerade.
- 34:32Speaker 1: Das heißt am Ende wollen sie eigentlich einen Ort schaffen der wie wir vorhin schon gesagt haben Auch wieder dieses Bewusstsein fördert den Menschen die dann zu ihnen kommen diese Bewusstseinsförderung zu sagen, ich nehme mich wahr.
- 34:48Speaker 1: Ich nehme das um mich herum wahr und ich kann am Ende vielleicht besser mit beiden umgehen?
- 34:54Speaker 0: Wir sind ja in einer wahnsinnigen rationalen Welt!
- 34:57Speaker 0: Und früher war es so wenn du in die Kirche gegangen bist dann durftest du organisiert spirituell sein und du durfteste dich sozusagen dies Sache hingeben.
- 35:11Speaker 0: Wenn du jetzt sagst Ich gebe mich eine allgemeine Spiritualität hin.
- 35:16Speaker 0: Dann ist es in unserer rationalen Welt oft mal auch bitte schwierig, weil du dann halt einfach die Gefahr bist, dass du als unrealistisch oder als Spinner oder irgend sowas oder in die isoterische Ecke reinrutscht.
- 35:30Speaker 0: und ich finde das schon schön wenn wir das schaffen diese Spiritualität, wie man es zum Beispiel in Indien lebt.
- 35:39Speaker 0: Also wenn sie nach Indien fahren die Leben tagtäglich mit Spiritualitäten und das hat nichts Spinnertes uns hat nix irgendwie irrationales sondern ist mitten in deren Leben und es ist völlig vernünftig und gut und hilft den Menschen weiter.
- 35:59Speaker 0: und ich glaube wir werden das schaffen dass So eine Art von Spiritualität, egal ob es jetzt aus religiöser Richtung kommt oder auch immer aus Meditationen oder Yoga oder Natur oder Garteln oder Musik.
- 36:16Speaker 0: Aber ich glaube wir haben Bedarf als Menschen und müssten das sozusagen wieder mehr zulassen dass es Teil unseres Lebens ist.
- 36:26Speaker 1: Haben Sie ganz persönlich eigentlich so eine Art spirituellen Sehnsuchtsort, an dem sie regelmäßig sind um eben genau da auch wieder ein Stück weit achtsammer und bewusster zu leben?
- 36:39Speaker 0: Das ist kein spezieller Ort aber sagen wir oder vielleicht allgemein ist der Orts in die Berge.
- 36:46Speaker 0: Ich bin leidenschaftlicher Wanderer und wenn ich sage mal wie gestern zwei Stunden in Österreich über die berge marschiert dann Und auch durch Regen und Schnäbel und Sonne.
- 37:01Speaker 0: Da ist eine starke Naturverbundenheit, und ich würde sagen da kommt auch schon so ein bisschen was für Spiritualität auf.
- 37:11Speaker 1: Danke Ihnen sehr dass wir hier einen Einblick in all das kommen konnten, was Sie hier so tun und mehr darüber lernen konnten und auch diese Balance in diesen ganzen Themen irgendwie verstehen durften.
- 37:26Speaker 1: Ich danke Ihnen sehr.
- 37:27Speaker 0: Danke Ihnen und noch mal schön, dass Sie da sind und danke, dass sie auch solchen Themen Platz
- 37:33Speaker 0: geben.".
- 37:35Speaker 0: Das war es leider
- 37:36Speaker 1: schon!
- 37:36Speaker 1: Die letzte Runde ist ausgetrunken.
- 37:38Speaker 1: –
- 37:39Speaker 0: das Gespräch zu Ende.
- 37:41Speaker 0: Vielen Dank fürs Zuhören.
- 37:43Speaker 0: Bitten im Rücksicht auf die Nachbarn und sei leise wenn du die Bar verlässt aber vergiss auf keinen Fall den Abonnieren-Button zu klicken.
- 37:57Speaker 1: Gin &
- 37:58Speaker 0: Talk ist ein Podcast von Forty-Eight Forward, produziert
- 38:02Speaker 1: in den Forty Eight Forward Studios in
- 38:04Speaker 0: München.