Latest / Die Informantin - News erklärt von Sally Lisa Starken / Drohnen-Alarm in Litauen | Klage gegen früheren kubanischen Präsidenten | Empörung über israelischen Sicherheitsminister
Transcript
- 0:01Speaker 0: Heute ist Freitag der Zweiundzwanzigste Fünfte.
- 0:03Speaker 0: Ich bin Celi Lieser-Starken, Eure Informantin und das sind unsere Themen!
- 0:07Speaker 0: Wir sprechen über den Dronenalarm in Litauen.
- 0:09Speaker 0: Danach schauen wir nach Israel wo ein Video eines Ministers gerade für Empörung sorgt.
- 0:15Speaker 0: Und weiter geht es dann noch mit dem US Justizministerium die eine Mordanglage gegen den früheren kubanischen Präsidenten Castro erhoben haben.
- 0:24Speaker 0: Zum Schluss brauchen wir sie.
- 0:25Speaker 0: Die Gut News.
- 0:26Speaker 0: los geht's Ihr Lieben, am Mittwoch Vormittag haben die Behörden in der Lid-tauschen Hauptstadt Vilnius einen Luftalarm für das gesamte Stadtgebiet ausgelöst.
- 0:46Speaker 0: Hintergrund war die Sichtung eines unbekannten Flugobjekts im Osten des Landes.
- 0:50Speaker 0: Die Drohne kam laut offiziellen Angaben aus der Richtung von Belarus.
- 0:54Speaker 0: Die Lage wurde von den Sicherheitskräften als extrem bedrohlich eingestuft und dazu hören wir einmal den Verteidigungsminister von Litauen!
- 1:03Speaker 1: Derzeit liegt ein Verstoß im litauischen Luftraum vor.
- 1:07Speaker 1: Eine NATO-Luftpolizeimission wurde aktiviert und hat eine Drohne im Visier, die wir im Litauischen Lufthaum entdeckt
- 1:13Speaker 1: haben.".
- 1:15Speaker 0: Ja, die Bürgerinnen von Willenius haben Warnmeldungen direkt auf ihre Mobiltelefon erhalten.
- 1:19Speaker 0: Da wurden sie dann aufgefordert sofort Schutzräume aufzusuchen oder sich an sichere Orte zu begeben und auch die Staatsspitze wurde in Sicherheit gebracht.
- 1:27Speaker 0: Präsident Nause da und Regierungschefin Roginier Nie verbrachten die Zeit des Alarms im Bunkern – und auch Abgeordnete des Parlaments mussten ihre Arbeit unterbrechen und Schutz suchen!
- 1:37Speaker 0: Der Internationale Flughafen in Vilnius wurde komplett gesperrt und alle Staats- und Landungen fielen aus, ja auch der Zugverkehr in der Region wurde vorübergehend eingestellt.
- 1:46Speaker 0: Nach etwa dreißig Minuten gaben die Behörden dann Entwarnungen, weil die Drohne vom Radar verschwunden war.
- 1:52Speaker 0: Wo sie allerdings geblieben ist, ist bisher unklar.
- 1:54Speaker 0: Der Vorfall passt zu einer Reihe ähnlicher Zwischenfälle im Baltikum.
- 1:58Speaker 0: Seit Monaten kommt es dort immer wieder zu angespannten Situationen rund um mutmaßliche Drohnenflüge.
- 2:04Speaker 0: Russland wirft den baltischen Staaten vor, ukrainische Angriffe zu unterstützen und der russische Auslandsgeheimdienst SWR behauptet sogar das ukrainisch drohen direkt von lättischen Bodenstaaten.
- 2:16Speaker 0: für diese Anschuldigung gibt es nicht.
- 2:18Speaker 0: Lettland weist dies als Lügen zurück!
- 2:20Speaker 0: Die baltischen Staaten vermuten hinter den ständigen Grenzverletzungen eine russische Strategie – sie gehen davon aus, dass Russlands Störsender in der Region von Sankt Petersburg einsetzt.
- 2:30Speaker 0: Diese Sender sollen Drohnen absichtlich fehlleiten, damit Sie ihn im NATO-Luftraum
- 2:34Speaker 0: eindringen.".
- 2:35Speaker 0: Erst am Dienstag schoss ein NATO-Kampfjet eine ukrainische Drohne über Estland ab.
- 2:40Speaker 0: Die Ukraine hat sich für solche Ihrflüge bereits offiziell
- 2:43Speaker 0: entschuldigt.".
- 2:44Speaker 0: In Lettland führte ein ähnlicher Drohnenabsturz vor einer Woche zu einer Regierungskrise, Verteidigungsminister Sprutz und Regierungschefin Selina traten daraufhin zurück.
- 2:53Speaker 0: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nannte die russischen Drohung völlig inakzeptabel.
- 2:59Speaker 0: Sie betonte das eine Bedrohung gegen einen Mitgliedstaat – eine Bedrogen für die gesamte Union sei.
- 3:04Speaker 0: Generalsekretär Magrute bezeichnete die Vorwürfe aus Moskau als absurd.
- 3:11Speaker 0: Es geht weiter nach Israel.
- 3:13Speaker 0: Dort steht der rechtsextreme Sicherheitsminister Ben Gvi in der Kritik, der Minister veröffentlichte auf der Plattform X ein Video mit dem Titel Willkommen in Israel.
- 3:22Speaker 0: Die Aufnahmen zeigen den Umgang mit Aktivistinnen einer Gaza-Hilfsflotte.
- 3:26Speaker 0: Diese Flotte war Anfang der Woche von der israelischen Marine gestoppt worden.
- 3:30Speaker 0: Sie hatte nach eigenen Angaben medizinische Hilfsküter in den Gasastreifen bringen wollen.
- 3:35Speaker 0: Das Video zeigt zehn, die international für Kritik sorgen.
- 3:38Speaker 0: Zusehen sind mehrere Aktivistinnen, die auf dem Deck eines Militärboots knien – ihre Hände sind auf dem Rücken gefesselt!
- 3:44Speaker 0: Eine Frau ruft Free Palestine, woraufhin Sicherheitskräfte eingreifen und sie zur Boden bringen.
- 3:50Speaker 0: Parallel dazu ist der israelische Minister Ben Gvir zu sehen, der zwischen den Fests genommen umhergeht und eine israelisch Flagge trägt, während die Nationalhymne abgespielt wird.
- 4:00Speaker 0: Besonders deutlich viele Reaktionen aus Italien aus, Regierungschefin Meloni nannte unerträglich und menschenverachtend.
- 4:07Speaker 0: Unter den Aktivistinnen befinden sich auch viele italienische StaatsbürgerInnen, Italien fordert nun eine offizielle Entschuldigung für die Verletzung der Menschenwürde.
- 4:16Speaker 0: Zahlreiche Länder haben bereits die israelischen BotschafterInnen einbestellt – dazu gehören Frankreich, Kanada, Belgien und die Niederlande.
- 4:23Speaker 0: Aus Irland kam ebenfalls Kritik unter den festgenommen ist.
- 4:27Speaker 0: Magare Konnolly, die Schwester der Ehricenpräsidentin Ja, und Bundesaußenminister Johann Wadephul nannte das Verhalten vollkommen inakzeptabel.
- 4:34Speaker 0: Er erklärte, dass solche Bilder den gemeinsamen Werten widersprechen – auch der israelische Regierungschef Netan Yahu distanzierte sich öffentlich von seinem Minister.
- 4:42Speaker 0: Er stellte klar, dass Ben Gvirs Vorgehen nicht enorm Israel entspreche.
- 4:47Speaker 0: Außenminister Gideon Saar warf Ben Gvir vor dem Staat Israel mit seinem Vorgehin vorsätzlich schweren Schaden zuzufügen.
- 4:54Speaker 0: Der Sicherheitsminister selbst zeigte sich davon unbeeindruckt, er äußerte sich weiter kritisch über seine Gegner und bezeichnete sie als schwach.
- 5:01Speaker 0: Zugleich betonte er, dass im Umgang mit TerrorunterstützerInnen herternotwendig sei.
- 5:06Speaker 0: Auch die Aktivistinnen in dem Video wurden von ihm verspottet.
- 5:11Speaker 0: Ihr Lieben, ich bin ja aktuell für meine Lesetour wirklich viel mit dem Auto und mit dem Zug unterwegs.
- 5:16Speaker 0: Und auf den Fahrten höre ich wirklich besonders gerne Podcasts um mir so ein bisschen die Zeit zu vertreiben.
- 5:21Speaker 0: Ich bin wirklich – das wisst ihr auch schon lange – großer Fan von den Spiegel-Podcasten.
- 5:25Speaker 0: Dazu möchte ich euch heute passend den Podcast Firewall vom Spiegelem empfehlen!
- 5:30Speaker 0: Ja dort geht's um die aktuellen Recherchen zum Fall White Tiger und nem sadistischen Online-Netzwerk namens Siebensechs Vier.
- 5:38Speaker 0: Einige Mitglieder sollen sogar Morde begangen haben.
- 5:41Speaker 0: dass der Spiegel bei der Recherche sogar mehr herausfand, als die Polizei zu diesem Zeitpunkt wusste.
- 5:46Speaker 0: In den Folgen erfährt man dazu mehr zum Hintergrund von White Tiger und seinem Netzwerk – und sogar mit echten Originalaufnahmen!
- 5:53Speaker 0: Was ich am Spiegel besonders schätze ist die große thematische Vielfalt Mit der eben dort gearbeitet wird, ob Investigative Recherchen, Einmeldungen, Kolumnen oder Reportagen.
- 6:04Speaker 0: Beim Spiegel gilt der Anspruch präzise zu recherchieren und einzuordnen.
- 6:09Speaker 0: Genau das macht auch Firewall so spannend!
- 6:11Speaker 0: Und falls ihr jetzt neugierig geworden seid... Die neue Staffel hat insgesamt fünf Folgen.
- 6:16Speaker 0: Für Spiegelabonnentinnen ist die komplette Staffel auf spiegelpunkt.de sofort hörbar und Woche für Woche sind alle Folgen auf den gängigen Podcast-Plattformen verfügbar, also hört mal rein!
- 6:26Speaker 0: Den Link findet ihr wie immer in den Shownotes.
- 6:32Speaker 0: Das US-Justizministerium hat damit auch eine umfassende Mordanklage gegen den früheren kubanischen Präsidenten Castro erhoben.
- 6:39Speaker 0: Ihm wird vorgeworfen, an einem Plan zur Tötung von US-Bürgern beteiligt gewesen zu sein.
- 6:44Speaker 0: Der Fall bezieht sich auf die Ereignisse vor dreißig Jahren.
- 6:47Speaker 0: Im Februar in nineteenundzeixundneinzig schoss die Kubanische Luftwaffe zwei zivile Flugzeuge der Organisation Brothers to the Rescue ab.
- 6:55Speaker 0: Die Organisation halft damals Flüchtlingen aus Kuba und war Flugblätter über der Insel ab.
- 6:59Speaker 0: Bei dem Abschuss über international Gewässern starben vier Menschen.
- 7:03Speaker 0: Castro war zu diesem Zeitpunkt Verteidigungsminister und trug damit die Verantwortung.
- 7:08Speaker 0: US-Justizminister Blanche forderte Castro auf, sich freiwillig ein Verfahren in Florida zu
- 7:13Speaker 0: stellen.".
- 7:15Speaker 0: Gleichzeitig stellt er in Aussicht, dass Castro andernfalls auf die ein oder andere Weise in die USA gebracht werden könnte.
- 7:22Speaker 0: US-Präsident Trump bezeichnet Kuba offen als Schurkenstaat – er erklärte die USA würden Kuba befreien!
- 7:28Speaker 0: Das Vorgehen erinnert stark an die Strategie gegen Maduro in Venezuela.
- 7:32Speaker 0: Maduro wurde ebenfalls angeklagt und später von US-Spezialkräften nach New York verschleppt.
- 7:38Speaker 0: Kuba reagiert mit Widerstand auf die Vorwürfe.
- 7:40Speaker 0: Präsident Dias Kanell nannte die Klage eine politisch motivierte Aktion ohne rechtliche Grundlage, er sieht darin ein Vorwand für eine geplante militärische Aggression der USA.
- 7:50Speaker 0: Berichten zur Folge bereitet sich die Insel bereits auf einen Krieg vor – Kuba hat hunderte Kampfdrohnen von Russland und dem Iran gekauft.
- 7:57Speaker 0: Diese könnten bei einem Angriff Ziele in Florida oder den US-Stützpunkt Quantanamo treffen.
- 8:03Speaker 0: Gleichzeitig versinkt Kuba in einer Versorgungskrise.
- 8:06Speaker 0: Es gibt kaum noch Treibstoff, Medikament oder Lebensmittel – der Strom fällt in vielen Regionen für zwanzig Stunden am Tag aus.
- 8:12Speaker 0: US-Ausminister Marco Rubio hat der kubanischen Bevölkerung Hilfen in Höhe von hundert Milliarden Dollar angeboten.
- 8:18Speaker 0: Er machte die Führungen in Kuba für diese Situation verantwortlich.
- 8:22Speaker 0: Kubas Außenminister Rodríguez nannte dieses Angebot zynisch.
- 8:25Speaker 0: er verwies auf die seit Jahrzehnten bestehende OS Wirtschaftsblockade, die das Land erst in diese Lage gebracht habe.
- 8:34Speaker 0: Wir brauchen sie die guten News.
- 8:35Speaker 0: Ein KI-Tool aus Würzburg soll jetzt dabei helfen, auf Hasskommentare im Netz zu reagieren.
- 8:40Speaker 0: Der sogenannte Haskompass wurde von dem Sprachwissenschaftler und Medienpädagogen Sebastian Zollner entwickelt.
- 8:46Speaker 0: In sozialen Netzwerken wie Instagram X oder TikTok kommt es immer zu abwertenden oder diskriminierenden Kommentaren.
- 8:52Speaker 0: Das kennen wir am Ende alle.
- 8:54Speaker 0: Ja das wird dann manchmal gemeldet und in manchen Fällen aber nicht entfernt.
- 8:58Speaker 0: Und der Hasskompass, der analysiert entsprechende Aussagen und ordnet mögliche schwachliche und inhaltliche Muster ein.
- 9:04Speaker 0: Und im Anschluss liegt das Tool verschiedene Strategien für mögliche Reaktionen vor, darunter etwa argumentierende, erklärend oder deeskalierender Ansätze.
- 9:13Speaker 0: Ziel ist es Nutzerin bei der Einordnung solche Inhalte zu unterstützen und Optionen für eine Reaktion auf Hasskommentare aufzuzeigen!
- 9:22Speaker 0: Ihr Lieben – Das war schon wieder für diesen Freitag.
- 9:25Speaker 0: Ihr findet wie immer alle Quellen- und Informationen in den Shownotes.
- 9:28Speaker 0: Informiert euch selbst, sprecht darüber und bildet euch unbedingt eure eigene Meinung.
- 9:33Speaker 0: Ich freue mich wie immer über jede Nachricht von euch, abonniert den Podcast, drückt auf die Abo Glocke und wir hören uns dann am Montag wieder.
- 9:40Speaker 0: Denn irgendwas passiert ja immer – bis dann!