Latest / re:invented – Der Business Podcast für Prozesse, Cloud & Transformation / 07 #BestPractice: SAP-Altsysteme compliant stilllegen – Retention Box im Praxis-Deep-Dive
Transcript
- 0:000: Willkommen zu re:invented – dem Business Podcast von Scheer IDS
- 0:050: Wir sprechen über Cloud, Prozesse und digitale Transformation
- 0:090: – praxisnah verständlich und immer mit Blick auf das, was Ihrem Unternehmen echten Mehrwert bietet.
- 0:190: Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge. Ich bin Susan Zare, freue mich,
- 0:230: wieder Fragen stellen zu dürfen. Und lasst uns mal in dieser Folge zu Beginn festhalten:
- 0:280: Viele Unternehmen haben ihr ERP bereits in die Cloud überführt oder stecken mittendrin
- 0:330: in der S/4HANA-Transformation. Oder anders gesagt, wenn Unternehmen ihr System umstellen,
- 0:420: dann ist schnell die Frage da: Was passiert mit den alten SAP-Systemen,
- 0:460: die weiterhin verfügbar bleiben müssen – aus ganz unterschiedlichen Gründen – aber eben
- 0:510: auch Kosten mit sich bringen. Darüber muss man sich Gedanken machen, denn es ist klar:
- 0:550: Der Dauerbetrieb dieser Altsysteme, der ist ganz schön teuer und der kann auch
- 0:580: riskant sein. Genau darüber wollen wir sprechen, denn die Scheer IDS bietet dafür eine Lösung,
- 1:030: die Retention Box, und wie man mit der umgeht, woher sie kommt und was sie bringen kann – darüber
- 1:090: kann ich jetzt sprechen mit Martin Rosahl. Er ist
- 1:110: Experte für Managed Services bei der Scheer IDS. Ich grüße dich, Martin.
- 1:160: Hallo Susan. Grüß dich!
- 1:180: Martin, viele Unternehmen haben, ich habe es gerade schon gesagt,
- 1:210: diese ERP-Landschaft modernisiert, sind dabei. Aber die alten SAP-Systeme bleiben ja trotzdem
- 1:260: hängen. Warum müssen wir darüber sprechen, wie wir mit diesen alten Systemen umgehen?
- 1:300: Danke für die Frage, das ist ein guter Punkt. Natürlich wollen viele Leute oder
- 1:350: viele Unternehmen in Richtung S/4HANA oder müssen Richtung S/4HANA gehen,
- 1:390: tun das auch in den nächsten Jahren oder sind schon mittendrin bzw.
- 1:420: haben es schon geschafft und müssen sich Gedanken machen dazu: Was ist denn mit
- 1:480: meinen alten Systemen, wo ja auch wichtige, wirtschaftsrelevante Belegdaten drin sind,
- 1:540: die jetzt möglicherweise nicht ins neue System überführt worden sind? Und dadurch, dass wir ja
- 2:010: in regulierten Branchen arbeiten, aber auch so Aufbewahrungsfristen
- 2:040: gegenüber dem Gesetzgeber haben, müssen halt Daten für x Jahre, Belegdaten,
- 2:090: aufbewahrt werden. Und hier genau kommt unsere Retention Box mit ins Spiel,
- 2:160: die genau diese Lücke schließt und so schließt, dass nicht am Ende des Tages ein
- 2:210: Altsystem wie ein neues System betrieben werden muss, also mit denselben Kosten
- 2:260: betrieben werden muss. Wir sind dort effizient unterwegs und können somit
- 2:300: eine sichere und auch saubere Lösung darstellen, um das zu gewährleisten.
- 2:370: Was sind denn so typische Risiken, die Unternehmen vielleicht auch unterschätzen,
- 2:410: wenn sie Altsysteme weiterlaufen lassen?
- 2:450: In allererster Linie sind das Kostenrisiken, in die sie reinsteuern.
- 2:480: Weil der Betrieb von SAP-Systemen ist bekanntlich jetzt nicht das günstigste Mittel der Wahl. Es
- 2:530: muss halt sauber betrieben werden. Es muss auch compliance- und audit-sicher betrieben werden.
- 2:590: Und das stellt die Scheer sicher. Das stellt die Scheer insofern sicher, dass sie sozusagen für
- 3:060: sehr viele Kunden dieses SAP-Hosting, wie man es so schön nennt, auch bereitstellt. Und wenn die
- 3:120: Kunden jetzt im Zuge der S/4HANA-Transformation Richtung SAP ERP Cloud bzw. SAP On-Prem
- 3:190: weitergehen, ihre Landschaft überdenken müssen und ein Altsystem entsteht,
- 3:250: was so, wie es jetzt auch kostet, nicht weiter kosten soll und darf.
- 3:290: Da haben wir eine Lösung mit der Retention Box geschaffen, die bis zu 80 Prozent der
- 3:350: Kosten einspart, aber gleichzeitig auch dem Kunden die Möglichkeit gibt, immer wieder in
- 3:400: sein altes System reinzuschauen. Sei es für die interne Belegschaft, für die Mitarbeiter,
- 3:460: die halt noch mal alte Belegdaten einsehen müssen oder aber auch für Audits, die ja
- 3:520: auch regelmäßig stattfinden, wenn Wirtschaftsprüfer über die Daten
- 3:560: schauen müssen. Da muss man denen den Zugriff gewährleisten und das
- 4:000: funktioniert genauso gut, aber mit deutlich weniger Kosten in einem solchen Retention-System.
- 4:060: Also sie virtualisiert SAP-Systeme, um es vielleicht noch mal irgendwie
- 4:110: für mich so verständlich zu machen. Kann man das sagen,
- 4:150: das ist so eine Art digitales Schließfach dann von dem alten System oder vielleicht
- 4:200: kannst du vielleicht noch mal mir erklären, dass ich es noch mal richtig verstehe.
- 4:230: Ja.
- 4:230: Sehr gerne, sehr gerne. Also es gibt ja verschiedene Szenarien, ein SAP-System
- 4:270: zu betreiben. Es gibt die Szenarien, dass das bei Kunden sozusagen im Keller steht,
- 4:330: das altbewährte Mittel. Dann gibt es die Szenarien, dass man eine Private Cloud nutzt,
- 4:370: wo sehr, sehr viele Dienstleister, unter anderem auch die Scheer, unterwegs sind.
- 4:420: Und dann gibt es natürlich den goldenen Weg, dass man die Systeme sozusagen gleich in eine
- 4:480: Public Cloud bei einem Hyperscaler, wie die Scheer das bei Microsoft Azure macht, überführt
- 4:530: beziehungsweise die Systeme dort auch betreibt und auf genau dieser Plattform
- 4:580: setzt halt auch die Retention Box auf, dass die Systeme in Microsoft Azure auf
- 5:030: einer kostengünstigen Plattform liegen, als dass sie in einem Regelbetrieb liegen können,
- 5:120: und dadurch spart man sozusagen Kosten für die Kunden ein.
- 5:210: Also, damit spart man eben ordentlich Kosten ein. Trotzdem stelle ich mir jetzt natürlich die Frage,
- 5:270: wie groß wäre denn der Aufwand, wenn Unternehmen ihre Altsysteme vielleicht im Eigenbetrieb
- 5:320: halten würden im Vergleich? Also technisch, organisatorisch, wie kann ich mir das vorstellen?
- 5:360: Genau. Also es ist ja so, dass zu einem SAP-Betrieb immer dazugehört,
- 5:400: dass auch so ein System gepflegt wird. Es gibt die SAP-Basis-Seite, so nennt sich die,
- 5:470: und die SAP-Applikationsseite, die beide von der Scheer auch unter anderem betreut werden
- 5:520: können. Und wenn wir jetzt auf dieser Basisseite schauen,
- 5:540: muss so ein System halt regelmäßig gepatcht werden, security-relevante Sachen müssen
- 5:590: eingespielt werden. Es muss halt so überwacht sein und am Laufen und am Leben gehalten werden,
- 6:040: dass es für den Kunden nutzbar ist. Ein System, so ein SAP-System, ist ja auch geschäftsrelevant.
- 6:110: Da sind geschäftsrelevante Daten drin, Abläufe, Prozesse, die für Unternehmen dargestellt werden,
- 6:160: und wenn man das weiterlaufen lässt, dann produziert das natürlich dieselben Kosten
- 6:220: für den normalen Betrieb auch weiterhin. Und das möchte man nicht. Man muss Personal möglicherweise
- 6:280: vorhalten oder auch das Personal des Dienstleisters weiterhin so bezahlen,
- 6:330: als würde man das System aktiv nutzen. Was ja dann, wenn man in Richtung S/4HANA,
- 6:380: gucken wir jetzt einfach mal in die SAP ERP Cloud, also das RISE-Modell wählt, dann
- 6:450: nicht mehr notwendig wäre, nicht mehr in diesem Umfang notwendig wäre.
- 6:490: Und dadurch kann man sozusagen die Retention Box nutzen, denn die bindet das Nötigste,
- 6:560: was man braucht für den Betrieb, und realisiert dann sozusagen auf einer
- 7:020: anderen Kostenebene für Kunden genau diesen Retention-Box-Modus, den man dann gehen würde.
- 7:110: Also dieser Mehrwert, der erschließt sich mir eigentlich ganz gut. Trotzdem würde ich gerne
- 7:150: noch mal fragen, wo kommt das eigentlich her? Wie eigentlich sind wir dazu gekommen, diese Retention
- 7:220: Box zu nutzen? Weil das fängt ja wohl damit erst mal an, dass man sich die Frage stellen muss,
- 7:260: glaube ich jetzt mal, aus regulatorischer Sicht beispielsweise, warum kann man nicht
- 7:310: einfach diese Systeme abschalten? Also wo fängt das an und wie kam man dann zur Retention Box?
- 7:350: Genau, es ist ja jedes Land unterschiedlich und wenn wir in Deutschland unterwegs sind und die
- 7:420: Scheer ist ja in der Regel bei deutschen Kunden, die international agieren, unterwegs, obliegt
- 7:480: jedem Unternehmen eine Mindestaufbewahrungspflicht ihrer Daten, ihrer Akten im alten, altmodischen
- 7:550: Sinne, auch ihrer geschäftsrelevanten Daten. Und dahingehend, wenn man in eine neue Welt
- 8:020: umzieht sozusagen, die SAP-RISE-Welt, wenn wir jetzt die mal als Beispiel nehmen, dann wird
- 8:080: sehr viel Neues kreiert. Also das System bekommt neue Prozesse, man geht mit dem System auch in
- 8:150: die Cloud, also das wird dann auf verschiedenen Hyperscalern, wird eine Möglichkeit gegeben,
- 8:210: eben das zu hosten, das wird alles von der SAP realisiert und in dieser neuen Welt
- 8:260: sind dann aber die alten Daten so nicht überführt und diese alten Daten müssen weiterhin aufbewahrt
- 8:330: werden. Also aus verschiedensten Branchen gibt es dort Aufbewahrungsfristen von bis zu 25 Jahren,
- 8:400: weil man halt Daten hat, wie zum Beispiel im Public Sektor, Baudaten, baurelevante Daten,
- 8:470: geschäftskritische Daten, die aufbewahrt werden müssen und die müssen vorgehalten
- 8:520: werden. Die müssen nicht vorgehalten werden, dass man da jeden Tag, zu jeder Zeit immer
- 8:550: rankommt. Dann wäre man nämlich im Weiterbetrieb des Altsystems. Die müssen so vorgehalten werden,
- 9:010: dass man sozusagen uns als Dienstleister, wenn man diesen Service nutzen möchte,
- 9:060: einen Service Request, ein Ticket einstellt und dann in
- 9:120: diesem Ticket sozusagen mitteilt, man braucht den Zugriff auf die SAP-Umgebung,
- 9:160: auf die alte Umgebung von Zeitpunkt X bis Y und in diesem Zeitpunkt gewähren
- 9:230: wir sozusagen den Zugriff auf die Systeme und ansonsten ruhen die
- 9:270: Systeme. Die sind dann sozusagen im Sleep Mode und verursachen in dem Sinne keine
- 9:340: großen laufenden Kosten. Das ist ein geringfügiger Kostenblock,
- 9:380: der entsteht für das Vorhalten der Daten. Die müssen ja irgendwo liegen. Die liegen
- 9:420: ja nicht bei irgendjemandem im Keller, sondern in dem Sinne in Azure, genau,
- 9:480: also Microsoft Azure. Und diese Daten sind dann auf Zuruf bzw. auf Bedarf verfügbar.
- 9:580: müssen gelagert und gespeichert werden.
- 9:580: und werden auch nur dem Kunden so verfügbar gemacht,
- 10:020: dass er sie einsehen kann. Er kann sie nur lesen. Er kann die Daten nicht mehr verändern.
- 10:070: Das ist tatsächlich auch wahrscheinlich der Punkt,
- 10:090: der sich am meisten von der klassischen Archivierung unterscheidet, oder?
- 10:130: Ja, in dem Sinne, beziehungsweise auch die Tatsache, dass eine klassische Archivierung,
- 10:180: so wie es viele Unternehmen nutzen, die Daten ja ein Stück auslagert,
- 10:230: aber verfügbarer macht, wenn man sie jetzt auch auf die Schnelle braucht.
- 10:280: Wenn ich als End-User sozusagen auf meine alten Daten von vor fünf, sechs Jahren,
- 10:320: die archiviert worden sind, zugreifen möchte, dann sind die ein paar Klicks entfernt und
- 10:370: ich muss geringfügige Wartezeiten in Anspruch nehmen, also in Kauf nehmen.
- 10:420: Bei diesem Retention-System ist es so, dass der Kunde nach einem abgeschlossenen Projekt,
- 10:470: wo die Rechte und die Rollen einfach noch mal durch die Scheer quergecheckt
- 10:510: werden und finalisiert werden, sodass quasi auch alle Daten
- 10:560: eingeschränkt sind und geprüft sind, dass die nicht mehr für den Kunden im alltäglichen Bedarf
- 11:020: zur Verfügung stehen. Nur noch auf Anfrage bei Bedarf. Solche Bedarfe sind dann halt
- 11:070: die Wirtschaftsprüfer, die sich dann auch des Öfteren ankündigen und diese einsehen müssen.
- 11:130: Dafür wird dann ein spezieller Raum eingerichtet, wo nur der Kunde beziehungsweise der Dritte
- 11:220: nach Bedarf drauf kann und dann diese Daten einsehen kann. Das aber auch nur
- 11:280: für einen bestimmten Zeitraum. Die sind jetzt nicht über Monate hinweg verfügbar,
- 11:330: sondern wirklich auf einen angemeldeten Zeitraum,
- 11:360: dass sie danach wieder in den Ruhemodus versetzt werden können, weil sonst würde man die Daten
- 11:420: ja dauerhaft vorhalten und sie produzieren mehr Kosten, die man ja nicht haben möchte.
- 11:470: Jetzt hast du gerade schon so ein Praxisbeispiel genannt, wann man eben auf so eine Retention Box
- 11:520: zugreifen müsste beispielsweise. Kannst du uns vielleicht noch mal einen anderen typischen
- 11:570: Kundenfall skizzieren, vielleicht auch so im Vergleich, welche Herausforderungen man ohne
- 12:030: Retention Box zu mit der Retention Box hätte, einfach noch mal, um es besser greifen zu können.
- 12:070: Also im Grunde genommen gibt es verschiedenste Szenarien. Also jedes Unternehmen ist da auch
- 12:110: ein Stück weit anders. Die einen haben halt eine Auflage, dass sie die Daten X Jahre,
- 12:160: Jahrzehnte aufbewahren müssen. Andere halten sich dann an die
- 12:190: minimalen gesetzlichen Vorschriften und dann können die Daten sozusagen
- 12:250: also müssen nicht mehr verfügbar sein, aber in der Regel ist es so, dass wenn ein Unternehmen
- 12:300: in Richtung S/4HANA geht, auch Prozesse neu gestaltet. Und da kommt es durchaus noch
- 12:370: mal vor, dass ein Unternehmen, wenn es schon im Neugestalten der Prozesse ist, das S/4HANA-Projekt
- 12:440: dann in den ersten Steps abgeschlossen ist, also die Migration erfolgreich ist, dann doch noch mal
- 12:510: in alte Geschäftsdaten reinschauen muss. Wie war das denn früher? Wie haben wir das dann
- 12:550: da gemacht? Dass da das Wissen meistens auch bei den Mitarbeitern liegt, wenn die in Rente gehen,
- 13:010: wenn sie den Job wechseln, dann vielleicht nicht mehr da ist und dass dann der Need da ist,
- 13:050: auch in diese Daten noch mal reinschauen zu müssen. Und da ist natürlich auch
- 13:090: die Gelegenheit da. In der Regel ist die Retention Box so aufgebaut, dass wir sagen,
- 13:150: es gibt einmal pro Monat den Need aus dem Kundenbereich heraus, in diese Daten
- 13:220: schauen zu müssen. Der ist aber nicht lang, der wird dann für 24 Stunden bereitgestellt,
- 13:260: wobei der Kunde dann seinen Arbeitstag zur Verfügung hat,
- 13:300: diese Daten dann einzusehen. Die restliche Zeit der 24 Stunden ist halt in Vorbereitung
- 13:360: und in Nachbereitung. Wenn wir das System wieder hochfahren, dann schauen wir einmal
- 13:400: die Minimal-Security-Anforderungen, die so ein System haben muss, dass es auch soweit
- 13:470: auf einem aktuellen Stand ist, und bringen das dann sozusagen wieder nach
- 13:510: Abschluss des Durchschauens der Daten wieder in den Sleep Mode rein. Und da
- 13:580: liegt es dann so lange, bis wieder der Need da ist, dass der Kunde dort Daten
- 14:030: einsehen muss oder jemand Externes wie ein Wirtschaftsprüfer sich anmeldet.
- 14:080: Das als praktisches Praxisbeispiel und auch der Aspekt der Kosten ist
- 14:120: für mich nachvollziehbar. Sicherheit haben wir auch schon angesprochen,
- 14:150: aber vielleicht noch mal abschließend. Ja, Punkt Sicherheitsrisiken. Was müssen wir da
- 14:210: beachten bei der Retention Box? Vielleicht auch im Vergleich zu klassischen anderen Systemen.
- 14:260: Also wir haben uns bewusst für die Variante in Microsoft Azure entschieden, da die Daten dort
- 14:320: DSGVO-konform aufbewahrt werden können. Das ist halt auch mehr im EU-Datenraum eine regulatorische
- 14:400: Anforderung für solche Aufbewahrungsthemen. Da ist man relativ gut unterwegs. Microsoft investiert
- 14:490: sehr viel Geld jährlich in die Weiterentwicklung von Security-Mechanismen, sicheren Rechenzentren
- 14:560: und kann das sozusagen alles in einem Produkt oder in solchen Produkten vereinen. Da kommen
- 15:030: wir dann sozusagen auf diese Sicherheit drauf. Die Sachen sind alle geprüft, zertifiziert und
- 15:110: in dem Sinne kann der Kunde sichergehen, dass die Daten dort compliant abliegen.
- 15:190: Wie schnell – wenn ich jetzt das Unternehmen umstellen möchte – wie
- 15:230: schnell lässt sich denn ein Altsystem in die Retention Box überführen?
- 15:270: Es kommt immer ein bisschen auf den Umfang an. Jedes SAP-System von Kunden ist unterschiedlich.
- 15:350: Das muss man ganz klar festhalten. Und die einen Kunden haben halt deutlich größere
- 15:400: Systeme als andere. Und dann entscheidet auch der Umfang der zu überführenden Daten.
- 15:470: Immer noch das Projekt, was dann geführt wird. Wir haben als Erfahrung gesagt,
- 15:520: weil wir dann ja aus vielen Projekten auch kommen und da dieser Need entsteht,
- 15:570: dass man zwischen fünf bis maximal zehn Personentage dort investieren muss,
- 16:020: einmal die Rollen und Berechtigungen quer zu checken, vorzubereiten für
- 16:070: den Retention-Modus und das Überführen in diesen Retention-Modus, also der Daten in die
- 16:140: Microsoft-Azure-Welt, ist relativ schnell gemacht.
- 16:170: Das kann, wenn man das stringent durchzieht und durchgeplant ist,
- 16:230: gehört natürlich auch Vorbereitung des Kunden mit dazu, innerhalb weniger Wochen auch stattfinden.
- 16:280: Was sind da so die wichtigsten Schritte,
- 16:300: also wenn man es mal wirklich so in Schlagworten dann aufführen müsste.
- 16:340: Also ganz, ganz wichtig ist – und das merken wir
- 16:360: halt auch aus unseren Projekten heraus –, dass der Need während des Projekts,
- 16:390: während des Laufens schon entsteht, dass der Kunde sich natürlich im Vorfeld und
- 16:450: sollten wir in solchen Beratungsprojekten mit aktiv sein, bringen wir genau solche
- 16:490: Themen auch mit an, dass er sich rechtzeitig darüber bewusst ist, dass solch ein Budget,
- 16:540: auch wenn es nicht riesengroß ist, aber ein Teil des großen Ganzen sein sollte oder sein muss am
- 16:590: Ende des Tages und dass das auch mit geplant wird. Und dann natürlich auch im Zuge des Go-Lives ins
- 17:060: neue System solch ein Übergang von einem Altsystem in ein Retention-System auch sichergestellt wird.
- 17:170: Jeder Kunde handhabt das anders, solch einen Übergang. Die einen sagen, wir lassen unser
- 17:220: Altsystem mindestens noch ein halbes bis ein Jahr laufen, weil wir davon ausgehen,
- 17:270: dass wir öfter dort noch mal rein müssen, auch wenn wir es nicht mehr produktiv nutzen. Andere
- 17:310: Kunden sagen, das kann nach wenigen Wochen schon in den Retention-Modus überführt werden,
- 17:350: weil wir uns sicher sind, das Projekt läuft so sauber durch, dass die Daten dort
- 17:400: dann abgelegt werden können. Das ist wirklich sehr, sehr individuell. Es kann halt sehr, sehr
- 17:450: schnell gehen, wenn ein Kunde das forciert, aber es kann halt auch in einem Projekt – und solche
- 17:510: SAP-Projekte sind halt nicht in Monaten zu rechnen – passieren. Es gibt große Unternehmen, die machen
- 17:560: das seit Jahren schon, dass dann halt so ein System mitgenommen wird und überführt werden kann.
- 18:040: Also man kann jetzt nicht sagen,
- 18:050: das dauert mindestens ein paar Monate oder maximal ein paar Monate.
- 18:100: Also vielleicht vom Entstehen der Anforderungen beziehungsweise vom Platzieren der Anforderungen
- 18:140: bis zur Überführung könnte man, wenn man das in einem Sprint durchzieht und alle Daten und Fakten
- 18:200: vorliegen, also die Größe des Systems, der Datenbank, die damit reinspielen,
- 18:270: und bis hin zum Deployment und Überführen der Daten in Azure, könnte man das im Idealfall in
- 18:340: anderthalb bis zwei Monaten schon durchführen. Aber im Idealfall bewegen wir uns dann
- 18:400: im luftleeren Raum sozusagen, das ist der goldene Weg und der trifft
- 18:460: meistens so nicht ein, muss man ehrlich sagen.
- 18:480: Martin, vielleicht auch noch mal zum Schluss. Du bist ja eben auch involviert mit der Scheer
- 18:530: IDS an solchen Transformationen von Unternehmen. Wie gehst du an
- 18:580: so eine Beratung ran? Was sind so die ersten Points, auf die man achten muss zu Beginn?
- 19:030: Wir sind da als Team unterwegs. Das ist ein Team von erfahrenen Projektleitern, die in solche
- 19:100: Akquisen mit reinkommen und natürlich auch von sehr vielen Consultants und Beratern, die dort
- 19:160: mit aktiv sind und aus ihren Erfahrungen schöpfen. In der Regel müssen wir erst mal verstehen: Wie
- 19:220: tickt das Unternehmen? Wie ist es unterwegs mit seiner SAP-Umgebung? Wie alt ist die SAP-Umgebung?
- 19:280: Welchen aktuellen Stand hat die SAP-Umgebung des Kunden? Das ist wirklich höchst individuell.
- 19:330: Da kann man wirklich nicht von dem Status reden, sondern das sind definitiv immer
- 19:390: individuell zu betrachtende Szenarien und je nach Szenario kann man den Kunden dann halt auch
- 19:460: beratend an die Hand nehmen. Es gibt Kunden, die möchten das gerne,
- 19:510: möchten dort mitgeführt werden. Es gibt aber auch andere Kunden, die sagen,
- 19:550: sie haben eine ganz klare Vorstellung, wie das laufen soll. Die haben sich das Projekt
- 20:000: gedanklich schon so zurechtgelegt, dass man da Hand in Hand zusammenarbeiten kann.
- 20:050: Und so kristallisiert sich immer relativ schnell ein vernünftiger, sauberer Weg raus,
- 20:110: den wir als Beratung sozusagen vorschlagen und mit dem Kunden gemeinsam beschließen.
- 20:160: Martin, vielleicht zum Schluss. Was ist denn ein Rat, den du Entscheidern mitgibst,
- 20:210: die vielleicht vor einer S/4HANA-Transformation stehen und vielleicht auch noch nicht wissen,
- 20:270: was sie mit den Altsystemen so machen sollen?
- 20:300: Genau. Also im Idealfall immer mit dem Dienstleister, mit dem IT-Dienstleister,
- 20:340: der Erfahrungen mit diversen Projekten aus diversen Branchen hat, reden und
- 20:400: sich den Übergang von solchen Altsystemen im Vorfeld auch schon rechtzeitig überlegen.
- 20:460: Dann beschleunigt das das Projekt, das Projektende nach hinten raus deutlich
- 20:510: und macht es auch für alle, die sich dann mit dem neuen System ja durchaus intensiv
- 20:560: beschäftigen müssen und vielleicht dann doch noch mal alte Daten einsehen müssen,
- 21:010: sehr, sehr einfach. Und dann ist natürlich auch die Transparenz in der Budgetierung
- 21:060: gewahrt. Das kann man so mitgeben, dass man da frühzeitig daran denken sollte,
- 21:100: auch wenn es ein kleiner Punkt ist in so einer Transformation nach S/4HANA, ist es ein nicht
- 21:160: unwesentlicher Punkt.
- 21:190: Das nehmen wir genauso mit an der Stelle und man kann natürlich auch jederzeit noch mal auf dich,
- 21:240: auf dein Team zugehen. Und an der Stelle sage ich erst mal vielen Dank,
- 21:270: Martin Rosahl, Experte für Managed Services bei Scheer IDS. Danke für das Gespräch.
- 21:320: Sehr gerne.