Latest / ntv Wirtschaft / Trade Republic wirbt mit Brad Pitt. Experte: „Nivea Creme der öffentlichen Wahrnehmung“
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- Ein Hollywood-Star wirbt plötzlich für ein deutsches Fintech und stellt damit eine einfache Frage. Kann man Vertrauen kaufen? Siemens Energy zeigt, wie viel Geld gerade in die Infrastruktur der Zukunft fließt. Und die Finanzaufsicht warnt, Risiken lauern nicht nur bei Immobilienkrediten, sondern auch in der nächsten Generation von Cyberangriffen. Hallo und herzlich willkommen. In diesem Podcast verwandeln moderne KI-Systeme journalistische Inhalte, die auf unseren NTV-Plattformen publiziert wurden, in ein neues Hörformat. Text und meine Stimme wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt. Vor der Veröffentlichung werden alle Folgen nach strengen journalistischen Standards geprüft. Viel Spaß beim Zuhören. Brad Pitt sitzt in einem dunklen Raum, schaut einfach nur in die Kamera und sagt kein Wort. Trotzdem ist die Botschaft klar. Trade Republic hat sich einen der größten Stars der Welt geholt, um Vertrauen zu verkaufen. Der Spot ist minimalistisch. Ein Gesicht, drei Botschaften. 2% Zinsen, kostenloses Girokonto, investieren ab einem Euro. Mehr nicht. Die Frage ist, reicht das? Ist das großes Kino oder verschossenes Pulver? Markenexperte Oliver Erichiello sagt, genau so muss man es machen. Nein, es ist eigentlich, wenn man genauer hinschaut, nur konsequent. Es geht ja um das schwer erarbeitete Geld, das man einem Finanzdienstleister anvertraut. Und vor diesem Hintergrund muss jemand, der neu im Markt ist, versuchen, im Rahmen des Kommunikationsgewitters, in dem sich heute unterschiedliche Akteure bewegen, sofort dafür zu sorgen, dass dieses Vertrauen bereitgestellt wird. Und das geschieht durch die Tatsache, dass man bekannte Persönlichkeiten in die Werbung einbindet. Darum geht es im Fintech-Markt. Vertrauen. Neue Anbieter wie Trade Republic sind schnell, digital, aber eben auch neu. Und Vertrauen entsteht normalerweise langsam. Also greifen sie zu einem Trick. Sie leihen sich Vertrauen. Hier kommt Brad Pitt ins Spiel. Ein Mann, den praktisch jeder kennt. Ein Gesicht, das funktioniert. weltweit. Eric Jello nennt das ziemlich treffend. Naja, Brad Pitt ist so eine Art Nivea-Creme der öffentlichen Wahrnehmung. Also er geht für alle. Und das ist die Besonderheit. Das heißt, sowohl junge Menschen kennen ihn, als auch vielleicht Menschen 50 plus, also meine Generation. Und das ist das verbindende Element. Er ist eine coole Socke, die es geschafft hat, in dem Moment für alle relevant zu sein. Trade Republic ist mit dieser Strategie nicht allein. Auch Konkurrenten setzen auf Promis. Revolut wirbt mit Mario Götze, Bitpanda mit Christoph Walz. Warum gerade diese Branche so stark auf Stars setzt, die Antwort ist einfach. Branchen kopieren sich. Branchen haben ein gewisses Ego. Branchen sagen sich, naja, wenn die A haben, dann sollten wir B haben. Und sicherlich ist es so, dass gerade dann im Bereich des Managements natürlich auch... Eine bestimmte Form der Risiko-Aversion herrscht. Das heißt, wenn man sieht, dass ein Unternehmen mit vielleicht so einem öffentlich bekannten, gesetzten Star agiert, dann sagt man sich, dann machen wir eigentlich das Gleiche oder wir gehen in die gleiche Richtung, dann kann man eigentlich nichts falsch machen. Und das ist vielleicht der entscheidende Punkt. Diese Kampagnen sind nicht unbedingt kreativ, aber sie sind effektiv. Denn in einer Welt voller Werbung zählt vor allem eines, Aufmerksamkeit. Und die bekommt man heute am schnellsten mit einem Gesicht, das jeder kennt. Die Frage bleibt, wie lange trägt dieses geliehene Vertrauen? Bei unserem nächsten Thema schauen wir mal wieder auf den großen KI-Boom, von dem auch Siemens Energy profitiert. Siemens Energy zeigt gerade ziemlich eindrucksvoll, wie stark das Geschäft laufen kann, wenn die Welt im Umbau ist. Der Konzern sitzt auf einem Auftragsbestand von rund 154 Milliarden Euro. Allein im letzten Quartal kommen neue Bestellungen im Wert von 17,7 Milliarden dazu. Ein Rekord. Treiber ist vor allem der Boom rund um künstliche Intelligenz. Genauer gesagt, die Rechenzentren, die dafür gebaut werden. Sie brauchen enorme Mengen Strom und damit genau die Infrastruktur, die Siemens Energy liefert. Dazu kommt der Ausbau der Stromnetze. Auch hier investieren viele Länder massiv. Konzernchef Christian Bruch zeigt sich im NTV-Interview entsprechend optimistisch. Mara Bergmann hat mit ihm gesprochen. Ist KI auch der neue Wachstumstreiber für Siemens Energy? Also für uns ist KI ein extrem wichtiges Marktsegment. Wir haben ungefähr 25 Prozent der Aufträge im Gasturbinenbereich, sind im Bereich Datencenter. Bei der Netztechnik ist es deutlich weniger, aber es ist für uns ein wichtiges Segment geworden. Es ist trotzdem so, dass der ganz normale Strommarkt immer noch der Großteil des Geschäftes ist und das ist auch gut so. Aber die Dynamik, die insbesondere in den USA entstanden ist um Datencenter und künstliche Intelligenz, ist enorm. Und wir partizipieren natürlich sehr positiv daran. Also möglicherweise auch noch viel Potenzial beim Thema künstliche Intelligenz. Jetzt haben Sie den Strom angesprochen. Wie sehen Sie denn die Entwicklung des Strompreises bei uns? Viele machen sich ja akut Sorgen, gerade mit Blick auf die Energiekrise und so viele Unwägbarkeiten in dieser Zeit. Ja, ich glaube, man muss jetzt in der aktuellen Diskussion ein bisschen unterscheiden über das langfristige Bild und das kurzfristige. Was wir natürlich kurzfristig jetzt sehen, sind steigende Ölpreise und damit auch verbunden steigende Gaspreise. Ich glaube, man muss das langfristige Bild im Auge behalten, wie sich das entwickelt. Es wird sehr davon abhängen, wie sich grundsätzlich der Strombedarf, also die Gesamtstrommenge entwickelt in Deutschland und Europa. Denn eins passiert halt im Moment. Wir investieren viel Geld in unsere Energieinfrastruktur, in die Netze, in die Erzeugungsstruktur. Und da ist natürlich notwendig, dass dann auch dieser Strom gebraucht wird, damit man diese Kosten wieder umlegen kann und dann pro Kilowattstunde der Preis stabil bleibt. Also insofern wird es sehr stark davon abhängen, wie sich der Gesamtstrombedarf in Deutschland entwickelt. Wir arbeiten harter daran natürlich, dass der Ausbau der Energieinfrastruktur nicht immer teurer wird. Und da heißt es halt auch viel Effizienzen treiben im System, Sachen besser machen. Und auch da heißt es KI anwenden. Und wie steht es um den Stromhunger aktuell in Deutschland und was ist aktuell nicht so gut absehbar, wenn Sie sagen, es kommt ganz auf den Bedarf an? Also wo sind die Punkte, die Sie vielleicht noch gar nicht voraussehen können? Ja, nein, also was Sie im Moment sehen, ist ja, dass der Strombedarf in Deutschland eher flach ist, weil natürlich Segmente wie zum Beispiel Batterie, elektrisches Fahren, Elektrifizierung der Industrie sich nicht so schnell entwickelt haben, wie man das ursprünglich mal vor einigen Jahren in Deutschland gedacht hat. Das ist etwas, was sicherlich mit der Zeit kommen wird und was dann den Strombedarf erhöht und damit dann auch diese Investitionen, die jetzt getätigt werden, nachher auch sinnvoll macht. Aber das ist etwas, wo man über die nächsten Jahre gucken muss, wie entwickelt sich der Strommarkt. Sagt der Vorstandschef von Siemens Energy. Dankeschön. Christian Bruch nach Berlin. Künstliche Intelligenz spielt auch bei unserem nächsten Thema eine entscheidende Rolle. Die Finanzaufsicht BaFin warnt aktuell vor den Gefahren für die Sicherheit. Die Finanzaufsicht BaFin schlägt gerade an zwei Stellen Alarm. Beim Immobilienmarkt und bei Cyberangriffen. Zu den Krediten. Ungefähr jeder siebte neue Immobilienkredit gilt als riskant. Der Grund? Das Darlehen liegt über dem Wert der Immobilie. Klingt technisch, hat aber klare Folgen. Wenn etwas schiefläuft, etwa Jobverlust oder höhere Zinsen, geraten diese Kredite schnell ins Wanken. Und dann das zweite Thema, Cyberangriffe. Die Zahl steigt und die Angriffe werden raffinierter. Neue KI-Systeme finden Schwachstellen automatisch und nutzen sie direkt aus. Im Fokus steht eine Software namens Claude Mythos. Sie analysiert Systeme und liefert, wenn man so will, gleich die Anleitung für Angriffe mit. Patrick Duane hat genau darüber mit dem Chef der BaFin, Mark Branson, gesprochen. Der KI-Bereich ist durch die Entwicklung bei Anthropic und dem Mythos-Update sozusagen zutage getreten, nämlich dass diese künstliche Intelligenz in der Lage ist, Schwachstellen in der IT, vor allen Dingen im Finanzsektor, ausfindig zu machen und möglicherweise Tür und Tor für kriminelle Eigenschaften zu ebnen. Wie genau ist die Problematik, wie schätzen Sie das bei der BaFin aktuell ein? Zuerst würde ich sagen, nicht nur beim Finanzsektor. Das Thema Cyberrisiken, Cyberangriffe, das kann überall eintreffen und es ist sehr wichtig, das anzugehen bei alles, das Teil unserer kritischen Infrastruktur ist. Das kann Energie versorgen, das Gesundheitssystem, natürlich Bankenzahlungssysteme sind auch sehr kritisch und deswegen beaufsichtigen wir sehr eng in diesem Bereich der Cyberabwehr. Aber sie haben gesagt, was ist genau das Problem? Die neuen Modelle, die finden Schwachstellen, das ist Schwachstellen im Software, das ist nicht neu, aber sie finden es schnell und sie können auch diese Schwachstellen schnell ausnutzen. Das Spiel hat sich nicht geändert, aber das Tempo des Spiels, also das wird alles viel, viel schneller abspielen. Was müssen jetzt Banken, um mal bei dem Beispiel zu bleiben der Finanzinstitute, was müssen die jetzt tun, um dieser Schnelligkeit entgegenzutreten? Ja, es bedeutet, dass die Schwachstelle, die man findet im eigenen Software, sehr schnell wieder zu beheben. Also dann dieser Zyklus, manchmal hat es Monate gedauert, man hat die Sachen gesammelt und dann gesagt, jetzt werde ich ein Update machen, jetzt ist meine Software wieder auf dem letzten Stand. Das kann nicht mehr Monaten dauern, das muss innerhalb von ein paar Tagen sogar Stunden, das ist ein ganz anderes Tempo. Und das ist in sich selber, das kann deswegen ein bisschen ruppelig werden, weil wir wissen, wenn man schnell Updates einspielt, man hat nicht die Zeit, das zu testen, dann können die Sachen nicht so perfekt funktionieren von Anfang an. Wir erwarten, dass kurzfristig noch mehr Unterbrüche führen kann. Aber das dient der Sicherheit. Und zum Schluss schauen wir noch auf ein Thema, das viele sicherlich interessieren wird. Der Sommerurlaub steht an. Und die Bahn will mit einem besonderen Angebot punkten. Die Deutsche Bahn versucht, den teuren Sommer ein Stück weit abzufedern. Mit einem neuen Angebot für Familien. Für 99,99 Euro soll eine ganze Familie im Fernverkehr hin- und zurückreisen können. Bis zu fünf Personen, Sitzplätze inklusive. Buchbar ab Mitte Juni, gültig bis zum Ende der Sommerferien. Bahnchefin Eveline Paller sagt im Exklusivinterview mit dem Stern, jeder soll weiterhin die Möglichkeit haben, in den Urlaub zu fahren, trotz hoher Sprit- und Flugpreise. Die Bahn setzt damit bewusst einen Kontrapunkt zur allgemeinen Teuerung. Und sie gibt noch ein zweites Versprechen. Die Ticketpreise sollen in den kommenden zwölf Monaten stabil bleiben. Allerdings bleibt ein Problem bestehen. Die Pünktlichkeit im Fernverkehr liegt aktuell unter 60 Prozent. Palla räumt ein, eine schnelle Verbesserung wird es nicht geben. Erst müsse die Entwicklung gestoppt werden, dann könne es wieder aufwärts gehen. Unterm Strich heißt das, günstiger Reisen, ja, aber Geduld bleibt weiterhin Teil des Tickets. Das war unser Blick auf die aktuellen Nachrichten aus der Wirtschaft für den Moment. Wir hören und lesen uns wieder bei NTV, in der App, im TV oder hier im Podcast.