Latest / Drakenhofs Mythen / Ein Vampir in Venedig Die Strigoi Teil 2 #carnevale #fantasy #lore
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- 0:02Willkommen Abenteurer. Wir sind zurück in den Karpaten
- 0:06und in der Geschichte Draculas. Heute betrachten wir seinen Weg
- 0:11durch Transsilvanien und wie er nach Venedig gekommen ist.
- 0:26Der Vatikan war klug genug, nicht an den endgültigen Tod
- 0:30eines Wesens Viva Dracul zu glauben, zu tief saß die Furcht,
- 0:35zu alt war das Wissen über die teuflischen Mächte.
- 0:38Mit denen er in Verbindung stand.
- 0:40Und so endete die Jagd nicht mit seiner vermeintlichen
- 0:43Hinrichtung Generation um Generation von Inquisitoren,
- 0:48Hexenjägern und Kreuzfahrern wurden ausgesandt, um Gerüchten
- 0:52übers Trigoy in den europäischen Wildnissen nachzugehen.
- 0:56Einige dieser Jäger kehrten zurück, ohne je eine Spur von
- 1:00Vlad oder seinen Bräuten gefunden zu haben, andere
- 1:04kehrten nie zurück. Immer wieder behaupteten
- 1:07einzelne, sie hätten Dracula getötet.
- 1:10Doch keiner dieser Berichte hielt der Wahrheit stand.
- 1:13Der Pfähler lebte weiter in diesen langen Jahren des
- 1:17Schattendaseins würden Wlad und seine Bräute ein Unstetes leben,
- 1:23so gut es ihnen eben möglich war, manchmal lebten sie im
- 1:26Luxus, ihre Fähigkeiten zur Täuschung, Manipulation und
- 1:30Verführung machten sie zu idealen Gästen der gehobenen
- 1:33Gesellschaft. Sie infiltrierten Adelskreise,
- 1:37Ballveranstaltungen Geheimgesellschaften und
- 1:40näherten sich dort in aller Ruhe.
- 1:43Doch nicht selten fielen sie auch tief und mussten in den
- 1:45Gassen der Städte Hausen, zwischen Bettlern und Dieben
- 1:49sich Nähernd von denen, die niemand vermissen würde.
- 1:53In dieser Zeit konzentrierten sich Wlad und seine Gefährtinnen
- 1:57besonders auf die Kirche. Immer wieder griffen sie kleine
- 2:00Gemeinden an, Saugten ganze Kirchengemeinden leer,
- 2:04vernichteten Klöster und Schändeten Altäre.
- 2:07Blatt hatte eine besondere Vorliebe entwickelt, er
- 2:10verwandelte Priester und Geistliche ins Trigoy, ein
- 2:14abscheulicher Akt, der sowohl körperlich als auch seelisch
- 2:18eine grauenvolle Wirkung hatte. Dieses trigoy Priester waren
- 2:22gebrochene Kreaturen. Gequält von einem inneren
- 2:26Konflikt zwischen den verbliebenen göttlichen Funken
- 2:29in ihnen und dem dämonischen Hunger, der nun ihr Dasein
- 2:32bestimmte. Sie lebten in beständiger Qual,
- 2:36wissend, dass ihre bloße Existenz eine Greuel für Gott
- 2:40und die Welt bedeutete, das Zusammenspiel der Heiligen Weihe
- 2:45mit der Verdammnis der Strigoi brachte eine seltsame Wirkung
- 2:48hervor, um diese ehemaligen Dieder Gottes entstand eine
- 2:52Atmosphäre des Verfalls als. Als würde die Luft selbst ihre
- 2:56Lebenskraft verlieren. Selbst die 3 Bräute, obwohl sie
- 3:00Vlad treu ergeben waren, Ertrugen die Nähe der Priester
- 3:04nicht, ihre Präsenz versetzte die Frauen in Angstzustände,
- 3:08dämpfte sogar ihre magischen Fähigkeiten.
- 3:11Die strigoi Priester waren eine ständige Mahnung an das
- 3:15Blasphemische ihres Wesens, und sie wurden gemieden, doch
- 3:20irgendwann kam die göttliche Vergeltung.
- 3:23Während eines weiteren geplanten Massakers, diesmal in einer
- 3:27abgelegenen Kapelle nahe Bukarest, betrat Vlad mit seinen
- 3:313 Bräuten das heilige Gemäuer. Doch statt eines alten,
- 3:35schutzlosen Priesters erwartete sie dort eine Falle.
- 3:39Ein Trupp ausgebildeter Vatikanischer Krieger hatte sich
- 3:43dort verborgen, die Kämpfer waren vorbereitet, ihre Waffen
- 3:47geweiht, ihr Glaube fanatisch. Zwar riß die Attacke der Strigoi
- 3:52viele von ihnen in den Tod, Blut spritzte gegen Mauerwerke und
- 3:56Altäre, doch wie einst wiederholte sich das Schicksal,
- 4:00die Bräute, loyal bis zuletzt, warfen ihrem Herrn einen letzten
- 4:04Blick zu. Ein Blick voller Trauer und
- 4:07Angst und flohen, noch ehe sie selbst eingekreist werden
- 4:11konnten. Blatt hingegen blieb zurück, die
- 4:15Mönche und Krieger des Vatikans umzingelten ihn.
- 4:18Und obwohl einige noch von ihm getötet wurden, gelang es ihnen
- 4:22schließlich, das Biest Niederzuringen.
- 4:24Sie stießen Pfähle durch seinen Körper, zerhackten ihn mit
- 4:28geweihten Klingen und Rennten seine Glieder ab, geplant war,
- 4:33seine Überreste zu ihrem Kloster zu bringen, doch der Haß der
- 4:37Krieger war zu groß, statt dessen verbrannten sie, was sie
- 4:40konnten und verstreuten Platz Asche in den dunklen Wäldern,
- 4:45die 3 Bräute spürten jeden Schnitt.
- 4:48Jedes Brechen seiner Knochen, jede brennende Faser seines
- 4:52Körpers, der magische Pakt zwischen ihnen übertrug sein
- 4:56Leid auf sie. Als das Band zerriss und ihr
- 5:00Meister endgültig verstummte, erfüllte ein kollektiver Schrei
- 5:04die Nacht, ihr Geist war gebrochen, ihr gemeinsames Band
- 5:08verschwunden bis in die tiefsten Schichten ihres Seins, der
- 5:13Schmerz des Verlustes war so groß, dass sie einander nicht
- 5:16mehr ertragen konnten, das. Jede Erinnerung, jeder blick,
- 5:20jedes Wort hätte den Verlust erneut aufleben lassen.
- 5:25So trennten sich ihre Wege, Ceres kehrte zurück zu den
- 5:29Romanistämmen, nicht mehr als Schülerin, sondern als Herrin,
- 5:33sie Infiltrierte das fahrende Volk, übernahm es von innen
- 5:37heraus und wurde zu einer heimlichen Königin unter ihnen.
- 5:41Sibel verließ Europa ganz und wanderte nach Afrika aus.
- 5:46Dort suchte sie nach den uralten magischen Lehren der
- 5:49afrikanischen Völker, um ihre Macht zu vertiefen.
- 5:53Miriam hingegen zog weiter gen Osten, auf der Suche nach der
- 5:56Weisheit der großen Philosophen und okkulten Wissenschaftlern
- 6:00des Orients, jede von ihnen trank tief vom Blut der
- 6:04Menschen, in deren Gemeinschaft sie lebten, doch keine wagte es,
- 6:08jemals wieder einen anderen Menschen in einen Strigoi zu
- 6:11verwandeln. Die Erfahrung des Blutsbandes
- 6:15war. Das sie mit Vlad verbunden hatte
- 6:17und das so schrecklich zerbrach, war ein Trauma, das sie nie
- 6:21wieder ertragen wollten. So vergingen über 100 Jahre die
- 6:263 wandelten durch eine sich wandelnde Welt verstreut über 3
- 6:31Kontinente, doch verbunden durch eine tiefe Leere, die nie wieder
- 6:35gefüllt werden konnte. Vlad war tot und mit ihm der
- 6:40einzige, der sie wirklich verstanden hatte.
- 6:46Der Riss im Himmel, jenes kosmische Ereignis, das die Welt
- 6:49veränderte, zerriss Italien buchstäblich in 2 Teile.
- 6:54Millionen von Seelen wurden von den plötzlich ansteigenden
- 6:58Fluten verschlungen und versanken in der Tiefe,
- 7:01unzählige weitere starben in den darauffolgenden Katastrophen.
- 7:06Die physischen Auswirkungen dieses Risses wurden seit seinem
- 7:09Öffnen umfassend dokumentiert. Tektonische Verschiebungen,
- 7:14Überschwemmungen, ständiger Klimawandel.
- 7:17Doch es gab eine Veränderung, die weit weniger verstanden
- 7:20wurde, eine metaphysische Umwälzung, deren Bedeutung erst
- 7:24langsam ans Licht kam. Mit dem Spalt zwischen den
- 7:28Realitäten drang Magie in die Welt, nicht wie ein plötzliches
- 7:32Überfluten, sondern wie ein stetiger Strom, ein stetiges,
- 7:37immer schneller werdendes tröpfeln.
- 7:39Das in seiner Intensität dennoch alles übertraf, was in der
- 7:44aufgezeichneten Geschichte je geschehen war.
- 7:47Die Grenzen zwischen den Welten wurden porös, durchlässig und
- 7:51mit dieser durchlässigen Wand begannen Veränderungen im
- 7:54innersten einzelner Menschen, jene, die vom Riß berührt
- 7:59wurden, entdeckten in sich Kräfte, die sich jeder
- 8:02wissenschaftlichen Erklärung entzogen, Magie roh,
- 8:06unverfälscht, uralt. Fand ihren Weg in die Seelen der
- 8:10Sterblichen. Der Riß rief nicht zu allen
- 8:14gleich, doch zu manchen sprach er mit lauter Stimme, zu keinem
- 8:19jedoch lauter als Souvlat Dracul, dem Pfähler der
- 8:23Walachei, obwohl er tot war, zerstückelt, verbrannt und in
- 8:28alle Winde zerstreut, bewegte sich die Magie durch die Welt,
- 8:32mit einem Ziel. Sie sammelte sich in
- 8:34Knotenpunkten an Orten des Unheils, der Geschichte des
- 8:38Blutes. Einer dieser Orte war der
- 8:41düstere, vergessene Wald bei Bukarest, ein Ort, den kaum
- 8:46jemand besuchte, nur selten verirrte sich ein Jäger dorthin,
- 8:50dennoch sammelten sich dort die uralten Energien genau an jener
- 8:54Stelle nahe dem alten Halbverfallenen Kloster, wo
- 8:59einst Draculas sterbliche Überreste vernichtet worden
- 9:02waren. Für das ungeübte Auge war nichts
- 9:05zu erkennen. Doch wer tiefes Verständnis von
- 9:08Magie besaß, hätte es gespürt. Die Erde selbst regte sich, der
- 9:14Staub vibrierte in Erwartung, doch nicht nur dort
- 9:18manifestierte sich diese neue Energie auf der ganzen Welt, in
- 9:22Afrika, im Fernen Osten, unter fahrenden Völkern, fühlten 3
- 9:27uralte Wesen ein Erwachen in sich, Zerres.
- 9:32Sibel und Miriam, die Bräute Draculas über ein Jahrhundert
- 9:38getrennt durch Schmerz, Fluch und Scham, spürten plötzlich wie
- 9:43ein lange erloschener Teil ihres Wesens zurückkehrte, wie aus
- 9:47einem uralten Schlaf erwachend spürten sie den Ruf ihres
- 9:51einstigen Herrn, das Blutband, von dem sie glaubten, es sei für
- 9:55immer zerrissen, Pulsierte erneut schwach, aber beständig.
- 10:02Getrieben von einem inneren Instinkt, fast unbewußt, begaben
- 10:06sich alle 3 auf den Weg zurück in das ehemalige Territorium des
- 10:11Osmanischen Reiches. Ceres war die erste, die im Wald
- 10:15bei Bukarest ankam. Wochenlang durchstreifte sie das
- 10:19dichte Geäst, getrieben von einem verwirrenden inneren Sog
- 10:23für Außenstehende hätte sie wie eine Wahnsinnige gewirkt,
- 10:27taumelnd, flüsternd, ziellos. Doch sie folgte einem Ruf, der
- 10:32tiefer war als Gedanken, älter als Sprache.
- 10:37Erst mit dem Eintreffen ihrer beiden Schwestern wurde die
- 10:40Verbindung stark genug, um ihr Ziel zu klären, wie
- 10:43Wünschelruten die unterirdisches Wasser erspüren, führte das
- 10:47gemeinsame Blutband sie zu einem bestimmten Ort dort, inmitten
- 10:53des Waldes, ohne zu wissen, warum, setzten sie sich nieder,
- 10:58Tag für Tag. Woche für Woche saßen sie unter
- 11:02dem dichten Blätterdach, regungslos und schweigend, als
- 11:06hielten sie Wache. Nur zum Jagen bewegten sie sich,
- 11:09und selbst dann nie weiter als unbedingt nötig, dann an einem
- 11:15dämmernden Abend geschah das Unvorstellbare, die Erde bebte
- 11:20unter ihren Füßen, der Boden, getränkt mit alten Erinnerungen
- 11:25und durchzogen von Fremder Macht, begann sich zu verformen.
- 11:29Als ob etwas sich in ihm sammelte, Zusammenzog, aufbrach,
- 11:34ein donnerndes krachen hallte durch das Gehölz und dann ein
- 11:39Durchbruch, eine einzelne Knochige, klauenbewehrte Hand
- 11:44durchbrach die Oberfläche, erhob sich in die Luft, vladracul war
- 11:50auferstanden, das erste, was Terracula nach seiner Rückkehr
- 11:59ins Leben tat, war. War der Gang in das alte
- 12:02Kloster, an dem er einst seinen gewaltsamen Tod gefunden hatte.
- 12:06Die Ruinen standen noch immer, doch das Gebäude war zerfallen,
- 12:10von der Natur und der Zeit gezeichnet, kein Leben war mehr
- 12:14in den Mauern, keine Gebete, keine Stimmen Vlad von Erde und
- 12:19Moder bedeckt, betrat das verlassene Gotteshaus mit
- 12:23langsamen, bedachten Schritten, sein Blick fiel auf das Kruzifix
- 12:27über dem Altar. Der gekreuzigte Sohn Gottes hing
- 12:31dort noch immer schwankend an einem letzten rostigen Nagel.
- 12:36Für einen kurzen Moment glaubten seine Bräute, dass Vlad aus Wut
- 12:40überall das Leid, das ihm einst von der Kirche zugefügt worden
- 12:44war, das Abbild Christi zerreißen würde.
- 12:47Doch Dracula tat nichts dergleichen, er lachte leise,
- 12:52ein kurzes, trockenes, fast amüsiertes Lachen.
- 12:56Dann wandte er sich ab und verschwand in der Dunkelheit der
- 12:59Nacht. Was einst als Rachefeldzug
- 13:02begonnen hatte, war längst zu etwas Größerem geworden, Platz 1
- 13:07blutgetränkter Pfad war nicht länger nur von Vergeltung
- 13:11getrieben, wo er früher nur die Diener Gottes tötete, seine
- 13:15Feinde demütigte und seinen Thron zurückfordern wollte,
- 13:19hatte sich sein Blickfeld nun erweitert, die Jahre als Staub
- 13:24verstreut und stumm hatte. Hatten ihn verändert.
- 13:27Sein inneres Wesen war neu geformt worden, gereift,
- 13:31verhärtet, übermenschlich geworden.
- 13:35Er sprach nicht mehr davon, Gott zu hassen, vielmehr strebte er
- 13:39nun danach, selbst einer zu werden.
- 13:42Die Idee der Rache war bedeutungslos geworden, der
- 13:46Thron der Walachei, einst sein erklärtes Ziel, interessierte
- 13:50ihn nun nicht mehr, sein Blick war höher gerichtet.
- 13:54Auf einen Thron jenseits der Welt, jenseits des Göttlichen,
- 13:58Jenseits der Sterblichkeit. Blood sprach von einer neuen Art
- 14:03der Macht, eine Energie, die nur durch den Riss im Himmel
- 14:07erreichbar war. Der Riss war für ihn nicht mehr
- 14:10nur ein kosmisches Phänomen oder ein Tor für Magie, sondern eine
- 14:14Quelle Reiner Urzeitlicher Kraft, ein göttlicher Quell, aus
- 14:20dem er trinken wollte. Nur durch das stärkste, reinste
- 14:24Fremdartigste aller Elemente, das, was aus dem Jenseits kam,
- 14:29könne er die ultimative Transformation vollziehen, die
- 14:33Apotheose nicht mehr ein König unter Menschen, sondern ein Gott
- 14:38unter allen Wesen. Er offenbarte seinen Bräuten
- 14:42seine neue Vision mit klarem, ruhigem Ton, wie ein Prophet,
- 14:47der die Wahrheit spricht. Und wie steht's?
- 14:50Gelobten Serres, Sibele und Miriam ihm bedingungslosen
- 14:54Gehorsam. Denn so, wie sie den Ruf Latz
- 14:58gespürt hatten, als er auferstand, so spürte nun auch
- 15:01er den Ruf des Risses. Etwas zog ihn wie eine magische
- 15:06Kraft, ein Sog des Jenseits in Richtung des Risses im Himmel.
- 15:12Dieses Mal führte sein Weg nach Westen in die alte, ehrwürdige
- 15:16Stadt Venedig la Serenissima. An seiner Seite marschierten
- 15:22seine Bräute und die versklavten Romanikaravan, die unter zerres
- 15:26Herrschaft standen. Es war ein düsterer Zug, ein
- 15:30Konvoi aus Schatten und Blut, ihr Ziel war nicht mehr ein
- 15:34Fürstentum oder ein Palast, sondern die Schwelle zur
- 15:38Gottwerdung Vladrakul und seine Gefolgsleute hatten sich auf der
- 15:45Insel San Michele niedergelassen.
- 15:48Einer kleinen, abgeschiedenen Insel in der Lagune von Venedig,
- 15:52die nach dem Öffnen des Risses im Himmel vom Dogen selbst als
- 15:55Friedhof geweiht wurde, um die unzähligen Toten zu bestatten.
- 16:00Die Abgeschiedenheit, die unheilige Aura des Ortes und der
- 16:04mobile Charakter der Insel machten sie zum idealen
- 16:07Zufluchtsort für den wiedererstandenen Fehler, von
- 16:11dort aus konnte Dracula unbemerkt Operation auf dem
- 16:15venezianischen Festland durchführen.
- 16:17Während er gleichzeitig die Sicherheit und die Geheimhaltung
- 16:20durch die Isolation der Insel genoß.
- 16:23Immer wenn der Riss im Himmel seine Aktivitäten verstärkte,
- 16:27wuchsen auch blaz Kräfte in ungeahntem Maße, die fremdartige
- 16:32Energie floß durch ihn und seine Bräute, verlieh ihnen
- 16:36Fähigkeiten, die zuvor nur Traum oder Wahnsinn gewesen sein
- 16:40mochten. Blaz uralte Schwächen Verblaßten
- 16:43in diesen Phasen. Er kann sich zeitweise sogar dem
- 16:47Sonnenlicht aussetzen, ohne dass seine Haut verbrennt.
- 16:51Und er ist imstande, sich kurzzeitig in jenes staubgebilde
- 16:55Zurückzuverwandeln, aus dem er einst auferstand.
- 16:58Eine geisterhafte Transformation zwischen Leben und Tod doch die
- 17:03Einflüsse des Risses beschränken sich nicht allein auf Blood,
- 17:07auch seine Anhänger, insbesondere die Romani unter
- 17:10Ceres Kontrolle, spüren die Veränderungen.
- 17:13Ihre Fähigkeiten zu Weissagungen haben sich vervielfacht und
- 17:17selbst jene, die zuvor nur einen Hauch von magischer Begabung
- 17:21besaßen, spüren nun, wie verborgene Kräfte in ihnen
- 17:25Erwachen. Besonders beunruhigend sind
- 17:28jene, die vom Fluch des Lykantropen betroffen sind,
- 17:31einst als bloße Gruselgeschichten abgetan, hat
- 17:35Ceres im Laufe des vergangenen Jahrhunderts die alten
- 17:38Geheimnisse des Mondes entschlüsselt.
- 17:41Rituale, Tränke und Beschwörungen, die es erlauben,
- 17:45das Tier im Menschen hervorzurufen.
- 17:48Die Varcolak, wie sie genannt werden, sind das Ergebnis dieser
- 17:53grausamen Umwandlung. Männer und Frauen, denen ein
- 17:56Gebräu aus Kräutern, Alkohol und Strigoiblut verabreicht wird und
- 18:01die während der Zeremonie körperlich zerspringen, ihre
- 18:05Haut reißt auf und das innere Ungeheuer tritt hervor.
- 18:09Die Transformation ist qualvoll und meist dauerhaft.
- 18:13Jene Vacolak, die nicht im Kampf zugrunde gehen, werden in die
- 18:17Kerkerräume unter San Michele gesperrt, gefangen in
- 18:21Dunkelheit, ihre animalischen Schreie Hallen durch die Nacht,
- 18:26die Romani selbst bilden das Rückgrat von wlads
- 18:29Infrastruktur. Sie erledigen die täglichen
- 18:32Arbeiten für die Strigoi, Reisen auf das Festland, um
- 18:36Informationen, Gerüchte und potenzielle Opfer zu sammeln.
- 18:41Dank ihrer jahrhundertelangen Erfahrung im Leben im
- 18:43Verborgenen gelingt es ihnen mühelos, sich in Menschenmengen
- 18:47zu bewegen, unauffällig und effektiv die Anonymität Venedigs
- 18:53spielt ihnen dabei in die Hände, sie sind ein unschätzbarer Teil
- 18:56von Draculas Netz. Doch Ihre Loyalität ist nicht
- 19:00freiwillig. Die Romani leben unter einem
- 19:03Joch, gefesselt an Serres und ihre Schwestern, durch
- 19:07generationsübergreifende Unterwerfung, Angst und altes
- 19:11Blut, die sogenannten Blutcrons, weiße Hexen innerhalb des
- 19:16Volkes, verfügen zwar über große magische Kräfte, doch selbst
- 19:20ihnen ist es nicht gelungen, den Bann der Schwestern zu brechen.
- 19:25Viele Versuche, Serres Kontrolle zu entkommen und.
- 19:28Enden in blutigen Massakern. Jetzt, da Zerres wieder mit
- 19:32Mirjam und Sibele vereint ist, ist ihre Macht größer als je
- 19:36zuvor, ganz zu schweigen vom unaussprechlichen Zorn ihres
- 19:40Meisters. Auch die 3 Bräute selbst haben
- 19:44durch die Nähe zum Riss eine massive Stärkung ihrer
- 19:47Fähigkeiten erfahren, die fremdartige Strahlung
- 19:50durchdringt sie, steigert nicht nur ihre vampirischen
- 19:54Eigenschaften, sondern auch ihre magische Potenz.
- 19:58Das uralte Ritual, das sie einst zu Strigoi gemacht hat, hat ihre
- 20:02Seele auf eine Weise miteinander verschmolzen, wie es den meisten
- 20:06Menschen unvorstellbar ist. Man sagt, dass sie miteinander
- 20:10kommunizieren können, ohne ein einziges Wort zu sprechen.
- 20:14Manche behaupten sogar, dass, wenn eine der 3 verletzt wird,
- 20:18die anderen ebenfalls bluten, ihre Verbindung ist nicht mehr
- 20:22nur eine metaphysische, sie ist fleischgewordene Einigkeit.
- 20:27Eine kollektive Entität aus Blut, Magie und ewigem Hunger.
- 20:33Vladracul ist nach seiner Wiederauferstehung nicht nur
- 20:37mächtiger, sondern auch kälter und entfremder geworden.
- 20:40Zwar bleibt er wählerisch bei der Auswahl jener, die er mit
- 20:44dem Blutkuss ins Trigoy verwandelt, doch jegliche Sorge
- 20:47um ihr Wohlergehen ist ihm völlig abhanden gekommen.
- 20:51Die erschaffenen Strigoi empfinden eine Tiefe, fast
- 20:55kultische Loyalität gegenüber dem Fehler.
- 20:58Gehorchend seien Anweisungen bedingungslos, selbst wenn es
- 21:02ihren Verstand oder ihr Leben kostet.
- 21:05Blatt nutzt diese Abhängigkeit schamlos aus und unterzieht
- 21:09seinen Nachkommen grausamen Experimenten, er ordnet seinen
- 21:14Vampiren an, gezielt bestimmte Menschen zu jagen und ihr Blut
- 21:17zu trinken, in der Hoffnung. Dass seine Diener nach und nach
- 21:22deren Eigenschaften, Erinnerungen, Fähigkeiten und
- 21:26sogar aussehen annehmen. Auf diese Weise will Vlad die
- 21:30ultimative Wahrheit herausfinden, ein Weg, um durch
- 21:34ideales Blut seine eigenen endgültigen Transformationen zu
- 21:38vollziehen, eine höhere göttliche Existenzform.
- 21:43Einige der ersten Strigoi, die in Venedig ausgesandt wurden,
- 21:47erhielten den Befehl, ausschließlich das Blut des
- 21:50Adels zu trinken. Diese Vampire nahmen zunehmend
- 21:54die Sprache, Manieren und das Wissen der venezianischen
- 21:57Oberschicht an, um sich besser zu tarnen und deren Intrigen zu
- 22:02durchschauen, doch auch die untersten Gesellschaftsschichten
- 22:05Venedigs blieben nicht verschont, viele Bürger wurden
- 22:09verwandelt und. Um insbesondere in den Gilden
- 22:12der Stadt als Spione oder Werkzeuge eingesetzt zu werden.
- 22:16Blood plant über diese Einflusspunkte ein Netz der
- 22:19Kontrolle zu weben, mit dem er letztendlich sein eigenes Ziel
- 22:23erreicht, die Auffindung eines Begabten, eines Individuums, das
- 22:28durch den Riss im Himmel ähnlich verändert wurde, wie er selbst.
- 22:32Blood glaubt, dass das Trinken des Blutes eines solchen Wesens.
- 22:37Der Schlüssel zu einer endgültigen Transzendenz sein
- 22:40könnte. In diesem Streben hat Vlad sogar
- 22:44befohlen, einiges Trigoy auf Wahnsinnige anzusetzen, jene,
- 22:49die in Heilanstalten eingesperrt sind und von den Ärzten bereits
- 22:52als durch den Riss beeinflusst angesehen werden.
- 22:56Das Blut dieser Wahnsinnigen ist mächtig berauschen und führt zu
- 23:00körperlich besonders starken und schnellen Vampiren, doch diese
- 23:05Kraft hat ihren Preis. Der Wahnsinn ihrer Opfer
- 23:08überträgt sich auf die Strigoi, die zunehmend ihre Intelligenz
- 23:12verlieren und von einem unstillbaren Blutdust verzerrt
- 23:16werden. Diese entarteten Vampire,
- 23:19genannt Reaper, sind kaum mehr als rasende Bestien, man hält
- 23:24sie in Ketten, denn selbst die ältesten und erfahrensten
- 23:27Strigoi können ihnen im freien Zustand kaum standhalten,
- 23:32während Vlad selbst das Blut magisch begabte Wesen kaum
- 23:36verträgt wird. Es versetzt seinen Körper in
- 23:38einen lähmenden Zustand. Sterben die meisten gewöhnlichen
- 23:42Strigoi an der puren Gewalt solcher Magie oder verfallendem
- 23:47Wahnsinn. Doch nicht alle eine uralte
- 23:50Gruppe, die Nosferatu, überleben diese ersten Strigoi älter als
- 23:57die meisten Legenden, leben zurückgezogen in den Schatten
- 24:00der Gesellschaft, Vlad hat ihnen befohlen, vorsichtig und gezielt
- 24:04zu trinken. Ein Tropfen magischen Blutes
- 24:08zurzeit langsam über Monate hinweg.
- 24:12Auf diese Weise entwickeln sie sonderbare, schattenhafte
- 24:16Fähigkeiten, doch sie müssen sich beinahe zu Tode hungern, um
- 24:20zu überleben. Ihre ausgemerkelten Leiber sind
- 24:23von Entkräftung gezeichnet, doch ihre Erkenntnisse sind von
- 24:28unschätzbarem Wert, zumindest für Wlad, der sie genau
- 24:32beobachtet. Ein weiteres Ziel seiner Studien
- 24:36sind die Raschar fremdartige, nicht menschliche Wesen, die
- 24:41sich durch das Wasser bewegen und mit den Tiefen verbunden
- 24:44sind. Besonders interessieren lad jene
- 24:47Hybriden, in denen noch menschliches Blut fließt, die
- 24:51sogenannten Aquatischen Strigoi, die auf diese Kreaturen
- 24:54angesetzt wurden, nehmen zunehmend fischartige Merkmale
- 24:58an und fühlen sich im kalten Wasser wohler als an Land.
- 25:02Doch die wirklichen Ungeheuer der Kirche von Dagon konnte Vlad
- 25:06noch nicht erreichen. Weder wurden sie getötet, noch
- 25:10mit dem Blutkuss beschenkt, was passieren würde, wenn man eines
- 25:15dieser urzeitlichen Wesen in einen Strigoi verwandelt, bleibt
- 25:18ein unheilvoller Gedanke, der Vlad jedoch fasziniert, einen
- 25:23anderen Zweck erfüllen die strigges Wesen der Lüfte,
- 25:28geschaffen zur Aufklärung und zur Bewachung.
- 25:31Diese geflügelten Bestien sind eine Perversion ihrer
- 25:35Artgenossen. Sie trinken nicht das Blut der
- 25:37Menschen, sondern das andere. Strigoi der Kannibalismus
- 25:42verändert sie, ihre Körper wandeln sich langsam, ihre Haut
- 25:47spannt sich zu Flügeln, ihre Gesichter werden fledermausartig
- 25:51je älter sie werden, desto monströser erscheinen sie in den
- 25:56höchsten Türmen Venedigs streiten sie sich in blutigen
- 25:59Rangkämpfen um Dominanz sie. Und fressen alles, was Ihnen
- 26:03begegnet, selbst Knochen. Blood studiert all seine
- 26:07Schöpfung mit obsessiver Gründlichkeit, doch seine wahren
- 26:11Ziele kennt niemand. Vieles Trigoy glauben sie zu
- 26:15kennen, sie kämpfen untereinander, wenn sie längere
- 26:19Zeit von Ihrem Meister getrennt sind, aus Gier nach seiner
- 26:23Gunst, in ihrem Streben, sich nützlich zu machen.
- 26:27Verwandeln Sie sich immer weiter, werden zu neuen Wesen,
- 26:30stärker, fremder, aber auch geistloser sie verlieren ihren
- 26:36Verstand, ihre Menschlichkeit, ihren freien Willen.
- 26:40Für Vlad sind sie alle nur Werkzeuge, nutzvieh, und je mehr
- 26:44Zeit vergeht, desto mehr gleichen sie genau dem
- 26:48willenlosen Vieh gezüchtet, gelenkt und geopfert auf dem
- 26:53Altar seines höheren Ziels. Dies war nun die Geschichte
- 26:59Draculas und der Strigoi in Karnevale.
- 27:02Wie findet ihr die Erzählung? Wären die Vampire eine Fraktion
- 27:06für euch? Schreibt mir eure Meinung in die
- 27:08Kommentare, wenn ihr mehr über die Fraktion und Geschichten von
- 27:12Karnevale oder anderen Welten erfahren wollt, dann gebt dem
- 27:16Video ein Like und abonniert den Kanal bis zum nächsten Mal.