Latest / Border Allein – Selbstführung für emotional intensive Menschen / Das Krankengeld und die Angst
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- 0:00Herzlich Willkommen bei Borderline.
- 0:02Heute sprechen wir über die Möglichkeit oder die nicht
- 0:07Möglichkeit, die die Leute haben, die Erkrankungen haben,
- 0:10egal in welcher Form und was die Betriebe und die
- 0:13Wirtschaftsunternehmen, egal ob jetzt Großbetriebe oder
- 0:17mittelständische oder Kleinbetriebe wie sie damit
- 0:21umgehen, wie sie mit euch umgehen, wie sie versuchen.
- 0:25Euch an der Arbeit zu halten, scheißegal, wie krank ihr seid
- 0:28und dass man eigentlich nur eine Nummer im System ist.
- 0:31Und ich glaube, es ist eine ziemlich interessante Folge
- 0:34geworden und wünsche euch damit viel Spaß und wir sehen uns in
- 0:37der Sendung einen wunderschönen guten Tag.
- 0:48Liebe Leute, mein Name ist Sven AK Borderline.
- 0:56So eine neue Folge. Und ja, das gibt es neues also
- 1:05erstmal vorab info ich hänge euch gleich wieder ein Lied
- 1:10hinten dran vom neuen Album, was im oder vom Album, Was im März
- 1:15und zwar am 6. März erscheinen wird.
- 1:17Das Album wird heißen Music for better Life und kommt auch unter
- 1:22meinem Namen raus, ist auch von mir alles rangiert und die erste
- 1:29Auskopplung ist jetzt draußen. Medita Dream heißt das gute
- 1:34Stück auf Spotify und überall da wo es Mucke gibt zu finden und
- 1:40mal wieder Streit im Mikro so also da arbeite ich gerade
- 1:47wirklich mit Hochdruck dran an dem Album und.
- 1:50Und es ist musikalisch gesehen schon fertig.
- 1:55Was jetzt noch fehlt, sind die Stories, aber kommt Zeit, kommt
- 2:01Rat noch ist ein bisschen Zeit, auch ich bin nicht nur mit
- 2:07fressart Vorfahrt, sondern habe ich das letzte Mal vielleicht
- 2:11schon erwähnt, eine Kooperation eingegangen, in dem Fall mit
- 2:14Watch Mods, der gute Junge aus Radevormwald, der.
- 2:18Wenn ihr auch so tolle Uhren haben möchtet, Blende ich euch
- 2:27hier ein. Ja und ansonsten können wir mit
- 2:30der Sendung starten, würde ich sagen, mal wieder keinen Kaffee,
- 2:35warum eigentlich keinen Kaffee? Ah ja, weil es mitten in der
- 2:38Nacht ist. Also bei mir jedenfalls und mir
- 2:43geht's jetzt heute. Das heißt, mir geht es darum,
- 2:48aber ich hatte die letzten Tage sehr, sehr viel tiefe Gespräche
- 2:52mit meinem Werten. Podcast Partner Marcel Schöne
- 2:56Grüße an der Stelle mein Freund wo es darum ging wie sehr macht
- 3:03eigentlich diese Leistungsgesellschaft ja nicht,
- 3:07macht sie uns kaputt, aber wie sehr ist sie dafür
- 3:09verantwortlich, dass psychische Erkrankungen.
- 3:14Ja, quasi nicht eingedämmt, sondern eher gefördert werden,
- 3:17und zwar durch so ganz subtile Dinge.
- 3:22Wir haben uns darüber unterhalten, dass es in vielen,
- 3:26vielen Firmen wahrscheinlich oder vielleicht bei euch auch
- 3:30Prämien Ende des Jahres gibt, wenn du.
- 3:35Diese Krankheitstage nicht überschritten hast, zum
- 3:38Beispiel. Dann bekommst du deine Prämie,
- 3:41was früher Weihnachtsgeld hieß und jedem zugestanden hat.
- 3:46So, aber irgendwann hat man gemerkt, Oh, Deutschland liegt
- 3:50recht weit vorne mit der Krankheitsstatistik und wie
- 3:54können wir dem entgegenwirken, dann haben die Betriebe sich
- 3:56gedacht okay wir schaffen quasi weil es war immer eine
- 3:59freiwillige Leistung das Weihnachtsgeld ab und führen
- 4:02eine. Anwesenheitsprämie führen wir
- 4:06ein und somit ist den Leuten ja quasi mit dieser
- 4:13Anwesenheitsprämie ist ihnen quasi eingetrichtert worden oder
- 4:18oder nahegelegt worden sei besser nicht krank.
- 4:25So, das kann natürlich jetzt von der normalen Grippe bis.
- 4:33Zum absoluten Burnout kann natürlich alles eine Krankheit
- 4:37sein, klar, aber die Leute gehen mit 40 Fieber arbeiten, die
- 4:41Leute gehen mit Burnout arbeiten und weiter arbeiten und weiter
- 4:44arbeiten, einfach weil ich meine, da brauche ich keinem
- 4:47erzählen. Die Fixkosten, die wir haben, ja
- 4:49die sind exorbitant gestiegen, wobei die Löhne immer noch auf
- 4:54dem Niveau sind wie zu d Mark Preisen oder zu d Mark Zeiten
- 4:58jetzt so ganz krass runtergebrochen und.
- 5:02Dann stellt sich nicht nur die Frage, sondern die drängt sich
- 5:05ja förmlich auf. Was macht das mit jemandem, der
- 5:10eine psychische Erkrankung hat und wie sehr, wie sehr schmerzt
- 5:16ihm dieser Druck, dem er da ausgesetzt ist?
- 5:18Und wie sehr ist er diesem Druck ausgeliefert und da komme ich zu
- 5:22einer ganz klaren Meinung, also wenn die wenn die obere Etage in
- 5:26in irgendwelchen großen oder mittelständischen Firmen, auch
- 5:29in kleinen Firmen schon. Wenn die dann aufrufen, quasi
- 5:34eine Krankheit zu ignorieren, stattdessen lieber arbeiten zu
- 5:37kommen. Auf der anderen Seite aber viele
- 5:40Leute entlassen und dann quasi dem dem Stamm, der dann noch da
- 5:46ist, also nicht der Stamm der Shishun, sondern dem Stamm, der
- 5:51der Angestellten, die dann noch da sind, dass man denen dann
- 5:55quasi alles auferlegt, was vorher noch 10 Mann mehr
- 5:59mitgetragen haben so. Und ich glaub, da muss man kein
- 6:03großer Prophet sein, um dann auch zu dem Schluss zu kommen,
- 6:08das ist ne Mädchen mädchenrechnung Leute die geht
- 6:11nicht auf ne und meiner Meinung nach werden ja werden
- 6:17Krankheiten so mit Sicherheit alles aber nicht bekämpft, nicht
- 6:25eingedämmt und. Und ganz im Gegenteil, die
- 6:28Industrie, ich sag jetzt einfach mal die Industrie, das sind doch
- 6:31Handwerksbetriebe, Banken und so weiter und sofort
- 6:35Lebensmittelläden, also Supermarktketten, die diese
- 6:39Prämien ausrufen, die Sorgen eigentlich Schaufeln, die sich
- 6:44ein eigenes Grab, weil durch diese, durch diese Prämien
- 6:50werden die Leute einfach auf Dauer, vielleicht im ersten Jahr
- 6:52nicht, vielleicht schaffen die Leute auch noch ein zweites
- 6:54Jahr. Aber irgendwann sind sie einfach
- 6:56kaputt und das wird billigend in Kauf genommen.
- 7:00Weil unterm Strich ist jeder ne Nummer in einem in einem System
- 7:04ja in eine Nummer in der Buchhaltung irgendwo und wenn
- 7:08man denn dann ausgedient hat, dann wird man ersetzt, so
- 7:11einfach ist die Nummer. Und derjenige, der dann getan
- 7:16hat, gemacht hat und immer da war, trotz trotz, trotz, trotz
- 7:21Warnsignale, trotz Symptomen, die er hatte, ja, der steht dann
- 7:26am Schlauch, der steht ganz einfach am Schlauch und kann
- 7:29gucken wie er damit klar kommt und dann kommen dann die diese
- 7:33ganzen, ich sag mal lustigen Fragebögen, die man ankriegt von
- 7:37den Krankenkassen. Ja, was ist denn das Problem?
- 7:41Und jetzt sind sie schon 4 Wochen krank, wollen sie nicht
- 7:43mal wieder arbeiten gehen, Krankenkassen, die aber auch
- 7:46damit werben, dass sie gerade bei psychischen Erkrankungen
- 7:49doch jetzt fortschrittlicher sind und auf die Problematiken
- 7:54eingehen bla bla Sülz so und wo geht man dann den Menschen ran,
- 8:02der keine Ahnung 10 2030 Jahre? In die Krankenversicherung
- 8:08einzahlt sie vielleicht ab und an mal für eine kleinere OP, für
- 8:13Krankheiten, für einen, für einen Hausarztbesuch, wofür man
- 8:19da ja halt mal Gelder wieder rausnehmen musste.
- 8:21So, dann braucht man plötzlich Geld aus dieser Krankheit, aus
- 8:25der man eingezahlt hat, um eine Krankheit wirklich
- 8:29auszukurieren, anzugehen, zu rehabilitieren, wie auch immer.
- 8:37Und dann kommen die Kassen und sagen ja, Stopp mal externes
- 8:42Gutachten. Dies das ihr kennt das alles,
- 8:45ihr kennt das alle und ihr kennt das alles und dann frag ich mich
- 8:51natürlich alter, was soll das bedeuten warum warum warum ist
- 8:56das so, ja. Warum steigen hier die Zahlen
- 9:00der psychischen Erkrankung immer weiter und weiter und weiter?
- 9:04Warum wird es eigentlich von oben immer weiter gedrückt und
- 9:08warum wird es von den Firmen eigentlich begünstigt?
- 9:11So? Da sehe ich doch und ich denke
- 9:14mal, damit bin ich auch nicht alleine, da sehe ich doch
- 9:16einfach einen Fehler im System, der so sowieso einfach auch
- 9:21nicht beizukommen ist. Mein das sieht doch n Blinder
- 9:25mit dem Krückstock, dass das System so nicht funktionieren
- 9:29kann. Die Krankenhäuser sind
- 9:31überfüllt, damit meine ich nicht nur die normalen Krankenhäuser,
- 9:35sondern gerade die die Psychiatrien, die Kliniken für
- 9:40für psychiatrische Erkrankungen, die sind voll Therapeuten, wie
- 9:44lange warten wir, wisst ihr alle.
- 9:47Wenn wir viel Glück haben, ein halbes Jahr mit viel Pech, 2
- 9:50Jahre das alles keine Seltenheit.
- 9:53Leute mit akuten Symptomatiken werden abgewiesen von den
- 9:58Kliniken, weil die voll sind, es gibt also weit weit mehr
- 10:01Nachfrage, als dass es ein Angebot gibt und da wird sich in
- 10:09den nächsten Jahren wahrscheinlich auch nicht viel
- 10:10dran ändern und. Sofern da nicht irgendwie mal
- 10:15ein, ja, eine Reformation gestartet wird.
- 10:18Ja, solange das ganze System nicht reformiert wird und
- 10:22umgemodelt wird, da werden wir mit diesem Podcast
- 10:25wahrscheinlich nicht viel dran ändern.
- 10:26Ich bin aber, darauf will ich jetzt eigentlich auch zu
- 10:29sprechen kommen, zu sprechen kommen aufgrund der ganzen
- 10:35Gespräche, die ich geführt habe mit Marcel.
- 10:39Ist mir auch klar geworden. Punkt 1 warum ich ausgestiegen
- 10:43bin und mich da komplett anders orientiert habe.
- 10:47Und zum zweiten ist mir dann noch bewusst geworden, wieviel
- 10:51Angst auch hinter dahinter steckt, seine logischerweise ja
- 10:58okay ich würde gerne aussteigen, ich bin krank, ich merke das,
- 11:02ich habe einen Burnout, ich habe dies, ich habe das.
- 11:05Kann ich das überhaupt? Kann ich mir das eigentlich
- 11:07leisten, weil ich kriege ja nur, ich glaube 67% meines letzten
- 11:10Nettogehaltes kriege ich Frau und Kind damit durchgefüttert,
- 11:15kriege ich dies, kriege ich das, kriege ich irgendwo eine
- 11:17Bezuschussung, kriege ich, was weiß ich, sondern das erzählt
- 11:21einem keiner, ja, man muss ja dann alle Möglichkeiten, die man
- 11:26quasi hat. Sich selber aneignen, irgendwas
- 11:29zu beantragen, aber darauf will ich gar nicht hinaus.
- 11:31Was wir alles beantragen können, da sollte sich jeder selber dann
- 11:35vielleicht auch mal ja das nachschlagen, weil es ja auch
- 11:39sehr individuell ist. Aber die Angst, die dann im
- 11:43Nacken sitzt, die begünstigt das ja erstmal nicht.
- 11:46Dieser, dieser finanzielle Druck, den wir hier ausgesetzt
- 11:49werden, und der trägt, ich will ja gar nichts anprangern.
- 11:55Ich will nichts anprangern, ich will auch nichts.
- 11:57Ich will auch hier nicht rumjammern, weil wir deutschen,
- 12:01wir, wir neigen auch dazu, regelmäßig zu jammern und wie
- 12:04Scheiße doch alles ist und bla und blub und keine Ahnung ein
- 12:09Land weiter verhungern sie ne, aber wir leben hier, wir haben
- 12:14damit zu tun, wir haben damit zu kämpfen und wir haben n
- 12:18Gesundheitssystem was eigentlich von von der ich mein Wir sind
- 12:21krankenversichert. Ja, in den wenigsten Ländern der
- 12:24Welt gibt es das überhaupt. Hast du Geld, kannst dich
- 12:28operieren lassen, hast du keins Verrexte so, so einfach ist die
- 12:32Nummer. Ja, wir sind ja hier eigentlich
- 12:34ganz gut aufgestellt, aber wenn natürlich diesem diesem
- 12:38eigentlich recht guten Krankensystem dann von der
- 12:43anderen Seite so mies in die Karten gespielt wird und ich
- 12:46weiß von Ansagen Anfang des Jahres, dass der jeweiligen
- 12:49Firmen, das werdet ihr auch kennen, wenn ihr in so einer
- 12:52Firma seid, dass da klar gesagt wird, ja und die dürfen es ja
- 12:57nicht offiziell sagen, aber inoffiziell sagen sie dann guckt
- 13:01doch einfach mal, dass ihr eure Krankheitstage Tage reduziert,
- 13:04werdet nicht so oft krank, ja, als ob sich das die meisten
- 13:10aussuchen, welche Krankheit sie bekommen haben.
- 13:15Gehabt haben oder sonst irgendwas, die irgendwelche
- 13:19Fehltage verursacht. So, dann sind viele noch Eltern,
- 13:21plötzlich wird das Kind krank und da können die ja gar nicht
- 13:24drauf. Ich mein jedem Elternteil stehen
- 13:26dann 10 Tage im Jahr zu 10 krankheitstage auf das Kind.
- 13:30Aber wenn das dann der Fall ist, dann wird dann von den von den
- 13:35Vorgesetzten gesagt, ja, aber kann er nicht irgendwie auf das
- 13:38Kind aufpassen, Oma, Oma, bremse, der Opa, der Tante oder
- 13:42sonst irgendwer und da sieht man mal, wie weit es da mit der
- 13:45Empathie und der Sympathie der seitens der der Arbeitgeber
- 13:50überhaupt her ist, ja. Und da steckt meiner Meinung
- 13:54nach riesen, Riesen riesen Nachholbedarf was was überhaupt
- 13:58ne Aufklärung betrifft. Nicht nur, dass wir uns
- 14:02untereinander hier connecten und sagen, ja OK, wir helfen uns
- 14:05gegenseitig, weil wir sind betroffen, nee, so lange wie
- 14:09gesagt ich hab das schon n paar mal gesagt, so lange dieser
- 14:12gelbe Schein, ich mein die Arbeitgeber kriegen ja nicht mit
- 14:14was drauf steht im Normalfall aber die Fragen, man weiß ja
- 14:17warum man krank ist so. Und solange diese Krankheiten
- 14:22einfach nicht akzeptiert und respektiert und toleriert
- 14:25werden, haben wir ihr Problem ganz einfach.
- 14:28Und wie kann man denn hergehen, wie kann man denn wirklich jetzt
- 14:30mal Buddha bei die Fische, wie kann man denn hergehen und
- 14:35jemandem, der an einer Depression leidet, der keine
- 14:39Ahnung. Borderline, Adas, Burnout, was
- 14:42auch immer hat, wie kann man denn hergehen und dem noch
- 14:45eintrichtern und. Und den noch anders finanziell
- 14:48schmackhaft machen wollen, dass er sich gefälligst nicht
- 14:52krankschreiben lässt. Wie geht das so?
- 14:59Da stellt sich mir einfach die Frage, so wat verdammt läuft
- 15:04hier schief und von daher sind wir noch lange nicht am Ende der
- 15:10Fahnenstange angekommen, sondern wir sitzen quasi noch.
- 15:15Am Anfang im Po und Bandeln gerade erst los und das Land ist
- 15:20weit, weit weg. Ja und ich bin der Meinung ich
- 15:28will da nicht andersrum, ich will auch gar keinen dazu
- 15:32ermuntern zu sagen, EY tritt aus diesem System aus, lass dich
- 15:37krankschreiben auf ewig, nimm Krankengeld bis nicht mehr geht,
- 15:41will ich ja gar nicht. Aber ich möchte jeden Mut
- 15:44machen, der sagt, ich kann nicht mehr.
- 15:47Ich kann einfach nicht mehr. Mir ist dieser Druck einfach zu
- 15:51groß so, und natürlich gibt es Leute, die kommen mit diesem
- 15:55Druck klar, es gibt Leute, die kommen damit aber nicht klar.
- 15:59Und ich finde, man sollte die Leute, die damit nicht klar
- 16:02kommen, dann auch unterstützen und auch unterstützend dann
- 16:06behandeln und auch sagen, Ey, du brauchst mal eine Auszeit.
- 16:10Burnout kann von 4 Wochen bis zu keine Ahnung anderthalb Jahren
- 16:15dauern oder vielleicht sogar länger oder oder oder.
- 16:17Es gibt ja nun mal keine Faustregeln, ja und wer in der
- 16:22Depression, wer in der Depression steckt oder in der
- 16:24depressiven Phase steckt, der darf keine Angst haben.
- 16:29Auch mal ins Krankengeld zu fallen, der darf einfach keine
- 16:31Angst haben. So, und natürlich ist es ein
- 16:35ziemlich harter Schlag, wenn dann plötzlich 33% des Gehaltes
- 16:41fehlen. Natürlich ist das ein harter
- 16:43Schlag, aber da sprechen wir über ein paar 100€ ne, natürlich
- 16:48kann man hergehen und sagen okay, ich kann dann vielleicht
- 16:50Wohngeld beantragen, aber hoffentlich liege ich noch in
- 16:52dem Satz was weiß ich, was man alles kann.
- 16:56Ich bin ja kein Experte, ich bin nur soweit Experte, dass ich
- 16:59weiß und merke, so läuft das nicht und es kann nicht sein,
- 17:03dass ein ein ein Erkrankter, egal was er für eine Krankheit
- 17:07hat, Angst haben muss, sich krankschreiben zu lassen, Angst
- 17:10haben muss, ins Krankengeld zu fallen, Angst haben muss, krank
- 17:15zu sein, das kann nicht sein, das kann und darf nicht sein
- 17:21Punkt, finde ich. Korrigiert mich, wenn ich da
- 17:25irgendwie falsch liege, aber so ist das meiner Meinung nach und
- 17:33das beschäftigt mich jetzt schon seit 2 Wochen.
- 17:38Es hat ja auch indirekt mit mit unserer Erkrankung zu tun, es
- 17:43hat damit zu tun, dass Dinge einfach gefördert werden, die
- 17:48uns nicht unbedingt gesünder machen.
- 17:51So, und das ist das, was mich dazu motiviert hat, dann auch
- 17:53diese Folge so Einzusprechen oder hier auf youtube dann halt
- 17:59sichtbar zu machen, dass es viele, viele Dinge gibt, die
- 18:05dafür sorgen, dass wir nicht unbedingt gesund werden.
- 18:08Ja, auch wenn ich, wenn ich dann höre, denn das höre ich halt
- 18:12auch nicht nur von meinen Coachies, sondern auch von
- 18:14vielen Betroffenen, dass in den in den in den Krankenhäusern,
- 18:18bei den Ärzten. Teilweise auch in Therapie, das
- 18:22gar nicht mehr richtig zugehört wird, das nur noch ein ein
- 18:26Abfrühstücken stattfindet. Ich weiß, dass viele Psychiater
- 18:30so eng getaktet sind, dass sie sich gerade mal maximal 1015
- 18:34Minuten pro Partien Zeit nehmen, um.
- 18:38Medikationen zu besprechen, um weitere Vorgehensweisen zu
- 18:42besprechen, um den Stand der Dinge abzufragen, um zu gucken,
- 18:45ey, was hat sich verbessert, was hat sich verschlechtert, wie
- 18:47geht es dir überhaupt. Ja, wenn ich das hier erzähle,
- 18:50ist ja schon ne Minute um, ja jetzt packt noch mal 9 Minuten
- 18:53drauf, in der Zeit soll der Psychiater alles abgefrühstückt
- 18:56haben, nee der muss so eng takten, damit die überhaupt noch
- 18:59Geld verdienen, weil auch die sind ja gekürzt worden, so und
- 19:02da, da stimmt doch was nicht in dem System.
- 19:04Da stimmt doch was nicht und ich hab die Hoffnung, dass
- 19:07vielleicht hier Leute meinten, wir haben ne riesen Reichweite,
- 19:11wir werden in Kliniken gehört, wir werden in Therapiestunden
- 19:13gehört, wir werden in Selbsthilfegruppen gehört, also
- 19:18Borderline wird sehr, sehr viel auch in in Fachrichtungen gehört
- 19:22so, das macht mich natürlich stolz, aber ich hab die
- 19:25Hoffnung, dass da vielleicht auch Leute bei sind, die das
- 19:26hören, die vielleicht irgendeine Möglichkeit haben, da etwas zu
- 19:30ändern und wenn es nur bei einem Arzt ist.
- 19:34In einer Klinik in ich wag es ja gar nicht zu sagen, bei der
- 19:38Krankenkasse oder oder oder, dass da halt was geändert werden
- 19:44muss, weil ansonsten, wenn ich das jetzt mal ganz überspitzt
- 19:49darstellen möchte, will ich eigentlich nicht, aber wenn ich
- 19:53es mal ganz überspitzt darstelle, dann sind oftmals
- 19:58viele Betriebe quasi. Würden die ja dann eine
- 20:03Mitschuld tragen, wenn's denn mal schief geht?
- 20:06Ich glaube, ich brauche es nicht weiter auszuführen und jetzt
- 20:11kann man natürlich sagen, haben wir nichts mit zu tun, liegt bei
- 20:14jedem selber, dass er sich halt krankschreiben lassen ja ja
- 20:17klar, aber wenn ich jemand eine Knarre an den Kopf halte ne
- 20:20läuft er nicht weg, dann bleibt er da wo er ist und macht was
- 20:25ich sage quasi wenn ich jemanden geißel.
- 20:31Haut ja nicht ab und wieder überspitzt dargestellt.
- 20:35Mag sein, wenn ich jemandem drohe, lass hier nicht
- 20:40krankschreiben, ansonsten weil sie dürfen es nicht sagen
- 20:43offiziell, aber ansonsten bist du raus.
- 20:45Ja, viele die sich haben krankschreiben lassen werden
- 20:48gekündigt, weil es ist ein Irrglaube, dass man während
- 20:52einer Krankheit nicht gekündigt werden kann, dass man
- 20:54Kündigungsschutz hat, hat man nicht, hat man einfach nicht.
- 20:58Man darf nur nicht aufgrund der Krankheit gekündigt werden.
- 21:01Aber ein Grund, liebe Leute, den finden die immer, da könnt ihr
- 21:04euch am Kopf stellen, könnt ihr mit der Beine wackeln, man kann
- 21:08auch in der Krankheit entlassen werden, nur halt nicht wegen
- 21:11einer Krankheit so und damit wird suggestiv unterschwellig
- 21:16immer wieder gerne gedroht und da ist doch da ist doch so eine
- 21:21so eine gewisse Verantwortung seitens der der Firmen auch
- 21:26nötig. Dass man sagt, OK, wir schaffen
- 21:29irgendwelche Möglichkeiten, wie das anders zu dengeln ist, ohne
- 21:36den Druck auszuüben. Ich habe diese, ich habe jetzt
- 21:39keine, ich habe jetzt keine finale Lösung, natürlich nicht,
- 21:42ich habe jetzt erstmal nur ein Problem, spreche ich gerade an
- 21:46ein Problem wo ich sehe, das ist ein Problem, weil.
- 21:51Ich habe mich noch mit jemand anderem unterhalten und der
- 21:53Struggelt seit Wochen, seit Wochen und Monaten damit sich
- 21:58auf Burnout krankschreiben zu lassen, traut sich aber nicht,
- 22:04weil er einfach Angst hat. Ich meine, was machen die
- 22:07Menschen, die googeln, ich spreche mit anderen Leuten die
- 22:10sich haben krankschreiben lassen, die ins Krankengeld
- 22:12gefallen sind. Ey ihr werdet die abstrussten
- 22:16Geschichten hören und. Das hat auch denjenigen dazu
- 22:21erstmal bewegt, sich nicht krankschreiben zu lassen.
- 22:25Wo ich dann gesagt habe, ich kann natürlich nicht jetzt
- 22:32sagen, lass dich krankschreiben und Scheiß auf den Rest.
- 22:36Nee, nee, das liegt schon in seiner, in seiner
- 22:38Entscheidungsgewalt, aber wo ich ganz klar die die Notwendigkeit
- 22:43sehe, dass er erstmal aussteigt. Aber der Struggelt und Struggelt
- 22:49und Struggelt und wird immer unglücklicher, und zwar von
- 22:51Woche zu Woche mit jedem Arbeitstag mehr.
- 22:56Auch bei ihm in der Firma sind Leute gekündigt worden, aber die
- 23:01Auftragslage hat sich quasi verdoppelt.
- 23:05Ich muss das glaube ich nicht weiter ausführen.
- 23:07Ja und jetzt mal ganz ehrlich, ich bin aber nicht Fische Leute,
- 23:11da kannst du nur krank bei werden wenn du schon.
- 23:16Mit einem schlechten Bauchgefühl zur Arbeit gehst.
- 23:20Wenn du schon mit einem miesen Gefühl aus dem Haus gehst.
- 23:23Morgens, wenn du jeden Tag darüber nachdenkst.
- 23:27Boah, Scheiße, kann ich es mir erlauben, mich krankschreiben zu
- 23:30lassen, schmeißen die mich, rauskomme ich mit der Kohle klar
- 23:34und und und das ist doch Belastung pur, das ist doch
- 23:39Belastung pur und. Natürlich kann jetzt irgendwer
- 23:42sagen, ja, aber hat man sich ja selber ausgesucht, musstest du
- 23:46auch unbedingt in dem und dem Betrieb anfangen.
- 23:49Hättest du dich mal weiterentwickelt hier, fickt
- 23:51euch, weil das sind Strukturen, die Greifen vom Kleinstbetrieb
- 23:57bis zum großen Betrieb, die Greifen einfach überall, einfach
- 24:02weil da einfach nur noch ein wirtschaftlicher Grund hinter
- 24:06steckt und nichts Menschliches mehr.
- 24:10Viele, viele Arztpraxen sind mittlerweile die kannst du schon
- 24:14gar nicht mehr Arztpraxis nennen, sondern Firma.
- 24:17Die sind ganz schnell dabei, gerade Orthopäden, das weiß ich
- 24:22aus meiner beruflichen Laufbahn, die sind dabei, die wollen nur
- 24:25noch, die wollen nur noch operieren, ja egal ob man das
- 24:28konventionell hinkriegen würde oder alternativ hinkriegen
- 24:33würde, die wollen operieren, die müssen Geld verdienen, das sind
- 24:36Firmen, das sind einfach Wirtschaftsunternehmen.
- 24:40So, und da ist so, da kriege ich Bauchschmerzen mit.
- 24:44Ja, aber das ist ein Riesenproblem und wie gesagt,
- 24:49der Sinn der Folge soll sein, OK, jeder der sich das jetzt
- 24:52anhört und der vielleicht selber mit sich struggelt, dass er
- 24:56vielleicht ein bisschen mehr Mut hat zu sagen, ey, ich muss aber
- 24:59auf mich achten, was nützt das, wenn ich jetzt noch 33 Jahre 4
- 25:03Jahre durchziehe und dann liege ich da, da ist keinem
- 25:08mitgeholfen. Euch nicht euren liebsten nicht
- 25:12im besten Fall euren Kindern nicht und im Betrieb, dem ist
- 25:16das scheißegal. Ihr seid Nummer, keine Ahnung
- 25:19456 und obwohl 456 überlebt immer naja, aber ihr wisst wie
- 25:28ich meine und denen ist es egal, aber ihr seid für euch
- 25:32verantwortlich für eure Gesundheit dafür.
- 25:36Dass eure Frauen, Männer, eure Kinder lange was von euch haben
- 25:41und ich plädiere dafür, dass wenn jemand wirklich nicht mehr
- 25:45kann, dass er ohne Angst zum Arzt gehen sollte und sich eine
- 25:49verfickte Krankmeldung holen sollte und das auch darf und
- 25:54dafür keine Sanktionen erfahren muss.
- 25:57Ihr, liebe Leute, war eine andere Folge ist ein Thema das
- 26:02brennt, brennt mir so ein bisschen unter der unter der
- 26:04unter der Zunge. Die Geschichte ist mit dem paar
- 26:09Minuten, mit den keine Ahnung 26 Minuten, die ich jetzt drauf
- 26:11habe. Auf der Uhr ist sie nicht
- 26:13auserzählt, aber sie ist angestoßen und ihr dürft gerne
- 26:18bei Spotify, bei youtube, egal wo ihr das jetzt seht oder hört
- 26:23in die Kommentare schreiben, was euch vielleicht passiert ist
- 26:26widerfahren ist, ob ihr Angst habt, vielleicht machen wir noch
- 26:30im zweiten Teil davon, wie auch immer.
- 26:34Also es ist halt ein Riesenthema und das ist ja, das zieht sich
- 26:37ja nicht nur aus der Arbeitswelt, sondern das zieht
- 26:40sich ja auch in die Gesellschaft mit rein in die
- 26:41Gesellschaftsform, in die Gesellschaft, in die
- 26:44Gesellschaftsstrukturen, weil ratzfatz, obwohl du
- 26:49krankgeschrieben bist und eigentlich in Lohn und Brot
- 26:51stehst, wirst du abgestempelt als jemand, der faul ist, der
- 26:57einfach keinen Bock hat zu arbeiten, wo gesagt wird, hör
- 27:02mal. Was stimmt denn mit dir nicht?
- 27:05Du wirst ja wohl noch arbeiten können und das ist eine
- 27:08riesengroße Problematik und die ist nicht unwichtig, die ist
- 27:13absolut nicht unwichtig so, aber lange rede gar keinen Sinn, mein
- 27:18Name ist Sven, ihr hört jetzt im Anschluss hat schon mal einen
- 27:22Auszug von einem weiteren Track des Albums Peter.
- 27:32Und Music for a better life. Entschuldigung, ich habe gerade
- 27:34gedacht, ich hätte nicht aufgenommen aus dem Album Music
- 27:38for A Better Life und ja, zieht es euch rein, ich versuche alle
- 27:44Genres irgendwie so ein bisschen abzudecken, aber so, dass es
- 27:47immer noch entspannt, bisschen meditativ und so ein bisschen
- 27:51chill out mäßig bleibt, dass man halt auch mal runterfahren kann
- 27:54in jeder Lebenslage und mal seinen Gedanken freien Lauf
- 27:58lassen kann, ja, also hört es euch an und am 6.
- 28:00März kommt das Album. Und wenn ihr eine Uhr braucht,
- 28:04ihr wisst Bescheid. Eine schöne Seko, angelehnt an
- 28:12die Rolex Day Date, so in diesem Sinne macht es gut und eine
- 28:19schöne Woche, euer Sven.