Latest / Im Bett mit Buch / Schwestern
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- 0:01Einen zauberhaften Guten Morgen, guten Tag, guten Abend und gute
- 0:05Nacht, liebe Schwester Monique. Hallo, du schöner.
- 0:13Sehr schön. Kurz noch mal einen Buchtitel
- 0:16direkt mit in die Begrüßung reingezimmert so lieben wir
- 0:20unsere literarische Monique. Wie geht es dir an diesem
- 0:24zauberhaften Tag, an dem wir über Schwestern sprechen werden?
- 0:28Mir geht es prima und ich freue mich so, dass wir endlich über
- 0:31dieses tolle, tolle, tolle, tolle Thema Schwestern sprechen.
- 0:35Das ist richtig. Also wir haben, na gut, wir
- 0:38haben schon einmal über Familie gesprochen, jetzt kamen wir
- 0:41natürlich darauf, oh Gott, jetzt müssen wir auch noch über
- 0:43Brüder, Väter, Mütter, Großeltern und so weiter
- 0:46sprechen, aber wir bleiben erstmal bei den Schwestern,
- 0:49denn. Ich habe nur eine.
- 0:50Du hast glaube ich einige. Ich bin mit 2 Schwestern groß
- 0:54geworden. Das heißt zu dritt.
- 0:57Ich habe mehr ja, aber du bist mit zweien groß geworden, also
- 1:01ihr seid als 3 Schwestern Haushalt sozusagen aufgewachsen.
- 1:05Ich kann dir mitteilen, dass alle Bücher, über die ich reden
- 1:08werde, handeln, von 3 Schwestern hast du es auch.
- 1:11So, ich habe 3 Schwestern, 4 Schwestern, 5 Schwestern in den
- 1:14Büchern. Okay wow.
- 1:16Weil da sind wir schon auf jeden Fall eine Menge mehr.
- 1:19Mehr. Wie geht es dir, bist du in
- 1:23eurem Dreier Schwesternhaushalt, wie warst du da altersmäßig,
- 1:26die. Älteste.
- 1:27Die älteste bist du, die typische älteste Schwester.
- 1:32Sag mal ganz kurz, was ist die typische Älteste, die
- 1:34Verantwortung übernimmt? Richtig, die von klein auf
- 1:38gezwungen wurde, Verantwortung zu übernehmen und das im
- 1:41Erwachsenenalter da nicht sein lassen kann und ihre jüngeren
- 1:44Geschwister ständig damit nervt, dass ihnen sagt, was macht.
- 1:46Zu tun und zu lassen hat, wo man denkt.
- 1:48Ich sag's ihnen inzwischen nicht mehr, aber ich würde es so gerne
- 1:50und. Das ist auch unfair.
- 1:54Meine Schwester macht es auch nicht mehr, aber ich sehe ein,
- 1:58wir reden da recht oft drüber. Tatsächlich, mein Mann und ich,
- 2:00wir haben beide eine älteste Schwester, das ist schon krass,
- 2:05wie wie die in eine Rolle gedrängt werden von den Eltern.
- 2:11Also so automatisch. Also ich hab auch eine Tante,
- 2:14die die älteste Schwester ist, die automatisch sozusagen die
- 2:17Kehrarbeit übernehmen durfte und das finde ich so eine harte
- 2:24Ungleichbehandlung, weil das Macht natürlich auch extrem viel
- 2:27mit dem Charakter von ältesten Töchtern, ne, also ich glaube,
- 2:31dass es da schon jenseits von jeglicher.
- 2:37Charakterbildung außerhalb ist glaube ich, dieses Dasein als
- 2:41älteste Tochter oder älteste Schwester auf jeden Fall etwas,
- 2:44was sehr eindrucksvoll auch noch Jahre danach seine Kreise zieht.
- 2:49Ja, ja, würde ich auf jeden Fall sagen.
- 2:51Also generell ist ja dieser dieser Punkt das älteste
- 2:54Geschwisterkind zu sein, jetzt unabhängig vom vom Geschlecht
- 2:58auch etwas. Was glaub ich viele Vorteile
- 3:03hat. Also ne man man lernt von klein
- 3:05auf, dass man sich Sachen erkämpfen muss in dem Sinne weil
- 3:09man sie eben in dieser Geschwisterkonstellation, weil
- 3:12man der erste ist. Die Erste ist, die das ganze
- 3:13macht ne und man muss fast immer damit leben, dass die anderen
- 3:19das quasi einfach geschenkt bekommen.
- 3:22Und es viel früher dürfen. Ja, hart, das durfte ich auch.
- 3:28Und übrigens, ich wurde darauf hingewiesen, von unserem lieben
- 3:32Produzenten mit den Namen Götz, dass auch wir beide Namen haben,
- 3:35nämlich du liebe älteste Schwester bist Monique.
- 3:39Ja, das stimmt. Und du, lieber jüngerer Bruder,
- 3:45bist Kurt. Das ist richtig und wir beide
- 3:47treffen uns hier alle 2 Wochen. Und reden über Bücher zu einem
- 3:51bestimmten Thema. In unserem heißgeliebten Podcast
- 3:54im Bett mit Buch. Und wir sind natürlich super
- 3:59befähigt, über Bücher zu reden. Also falls da draußen jetzt
- 4:02jemand neu eingeschaltet hat und fragt, wie kommen die beiden
- 4:05eigentlich dazu, hier über Bücher zu reden.
- 4:07Code ist Buchhändler und ich bin Buchleserin und das macht uns zu
- 4:15einem Paar, das. Unfassbar stabil ist, dass, dass
- 4:21Krisen und Unglücke und auch Glücke überdauert.
- 4:27Das ist richtig, das ist eine der stabilsten Beziehungen, die
- 4:29man überhaupt haben kann in dieser kalten menschlichen
- 4:32Gesellschaft. Aber Monique stellt ihr
- 4:35Lichtlein ein wenig unter den Scheffel, sagt man das so, denn
- 4:38sie ist nicht nur Leserin und viel Leserin, und das ist eine
- 4:41sehr versierte und Buchkäuferin und Buchausleiherin, sondern
- 4:46auch Autorin. Und das freut natürlich den
- 4:50Buchhändler in mir, denn man kann zumindest jetzt in unserem
- 4:55Podcast Format jetzt nicht nur über Leseerlebnisse, die wir
- 5:00beide haben, reden, sondern für mich ist es immer extrem
- 5:03aufschlussreich zu erfahren, wie eine Autorin gewisse
- 5:06Textarbeiten sieht und für dich vielleicht ähnlich
- 5:09aufschlussreich wie Rotzig, manchmal ein Buchhändler über
- 5:15über. Die Industrie oder über über
- 5:17Bücher redet und auch das Leseverhalten, was wir an den
- 5:21Tag legen. Ich bin sehr viel gnadenloser,
- 5:24glaube ich, weil ich nicht dafür zahle und beziehungsweise ich
- 5:28dafür gezahlt werde, viel zu lesen und dementsprechend gebe
- 5:32ich mir nicht so viel Geduld mit Büchern, die mich langweilen, du
- 5:35bist da glaube ich hast da mehr stamina, oder?
- 5:39Ich überlege gerade. Also ich hab früher wirklich den
- 5:40Anspruch gehabt, jedes Buch zu Ende zu lesen, den hab ich nicht
- 5:44mehr, aber es tut mir immer noch weh, wenn ich ein halb gelesenes
- 5:47Buch nicht zu Ende lese. Du hattest auch in einer unserer
- 5:50letzten Folgen darauf aufmerksam gemacht, dass du in deinen 8
- 5:53Wochen der Ruhe und Entspannung, nennen wir es mal so, 12 Bücher
- 5:57und 2 halbe Bücher gelesen hattest und die 2 halben Bücher
- 6:01tun immer noch weh, oder? Die die sind inzwischen
- 6:03ausgelesen. OK, Ach wirklich.
- 6:05Ja, okay nicht schlecht. Ich dachte du hättest mit einem
- 6:08lachenden und einem weinenden Auge die Bücher zur Seite.
- 6:12Gelegt? Nee, das ging dann tatsächlich
- 6:15auch relativ fix hintereinander. Weißt du, welche beiden waren
- 6:18das? Die.
- 6:19Das weiß ich nicht. Okay das war auch eine gemeine,
- 6:21Unvorbereitete Frage jetzt. Muss ich mir ja nicht alles
- 6:24merken, was ich gelesen habe. Dafür habe ich good reads.
- 6:30Sehr schön aber dieses Mal. Geht es wie gesagt um Schwestern
- 6:35und du hast recht, natürlich, als ältestes Kind muss man sehr
- 6:40viel mehr sich erkämpfen, aber das heißt natürlich auch im
- 6:43späteren Leben, dass man meistens etwas lebensfähiger
- 6:46ist, als wir Jüngeren, dem einfach alles, also der silberne
- 6:50Löffel, in den Arsch geschoben wurde, wurde durchgehend.
- 6:54Aber immer noch der Unterschied. Also die ältesten Jungs mussten
- 6:57glaub ich nie irgendwie die Kehrarbeit wie es so schön heißt
- 7:01übernehmen, oder? Ja, also das, das kann ich ganz
- 7:04schlecht beurteilen. Also einfach weil mir natürlich
- 7:06n älterer Bruder gefehlt hat und dann bin ich in der DDR groß
- 7:10geworden und ich weiß nicht, ob die Sachen, die ich machen
- 7:13musste, nicht vielleicht auch n großer Bruder hätte machen
- 7:15müssen. OK, so einfach auch aus, also
- 7:17was was? Mich zum Beispiel wirklich
- 7:21unfassbar genervt hat, wenn ich meine nächst jüngere Schwester,
- 7:23die wirklich ne süße kleine Krabbe war, wenn ich die morgens
- 7:26in die in den Kindergarten bringen musste oder wenn ich die
- 7:29abholen muss, dann dann weißt du so so so Dreijährige, wenn die
- 7:33dann ihre Füßchen so steif machen, so bockig sind ne, dann
- 7:35passen die nicht mehr in die Schuhe rein und du stehst da und
- 7:37du willst eigentlich nur was mit deinen Freundinnen machen und
- 7:40musst aber ja. Diesem Görl die Schuhe anziehen
- 7:43und vergiss dann für n Moment, dass sie eigentlich ne süße
- 7:45kleine Krabbe das. Stimmt, aber man eigentlich nur
- 7:47schreien möchte zu seiner Mutter, dein Kind, zieh du das
- 7:50an, hab es noch bei mir auch geschafft, aber es ist natürlich
- 7:55so praktisch, die älteren Geschwister direkt zu
- 7:58missbrauchen. Ich hatte vor Kurzem, was heißt
- 8:01vor kurzem ist n weites Feld, vielleicht ist es auch schon
- 8:03Jahr her ein Gespräch mit einer befreundeten.
- 8:08Autorin tatsächlich, in diesem Falle, und die hat sehr viele
- 8:11Kinder und wir trafen zusammen bei einer Abendveranstaltung, wo
- 8:15auch du ab und an bist. Und ich fragte sie, hör mal du
- 8:19mit deinen 7 bis 12 Kindern, wir pasten jetzt gerade auf die auf,
- 8:23also wenn du und dein Mann, denn ihr Mann war auch da.
- 8:26Und sie meinte, Na ja, unsere älteste Tochter und ich guck die
- 8:28sie an, meinte, sie kann nicht dein Ernst sein.
- 8:31Ich hoffe, dass ihr ihr Babysitter Geld dafür gebt und
- 8:35sie sagte ja, natürlich machen wir das und dann dachte ich, OK,
- 8:38wow, das ist toll, weil das das ist Arbeit und du wirst dafür
- 8:43bezahlt, so wie fürs Autowaschen oder Rasenmähen oder was auch
- 8:46immer, dass das nicht für selbstverständlich genommen
- 8:49wird, das hat mich riesig gefreut.
- 8:52Also ein großes Hallo. An diese tolle Autorin mal
- 8:57sehen, vielleicht werde ich auch irgendwann noch mal in die
- 9:00Verlegenheit kommen, mit der ältesten Tochter ein Gespräch zu
- 9:02führen, um zu hören, ob sie wirklich alles richtig gemacht.
- 9:05Haben genau und lass dir Kontoauszüge zeigen.
- 9:08Ah was, das geht doch am Start vorbei.
- 9:10Schwarz so, aber es geht ja eigentlich, wie ihr euch denken
- 9:17könnt, um Bücher, um Literatur zum Thema Schwestern, davon gibt
- 9:23es. Wie bei fast allen Themen, die
- 9:25wir uns so aussuchen, eine gerüttelte Menge.
- 9:29Ja, eine gerüttelte Menge. Und ich weiß nicht, ob ich schon
- 9:34mal bei einer Folge so zufrieden war mit meiner Auswahl wie
- 9:39heute. Wie schön also bei Büchern
- 9:41überschreiben, auch weil da habe ich ja einfach weiß ich auch
- 9:43nicht 24 dabei gehabt und das so, aber also heute habe ich 3
- 9:49Bücher dabei und die. Die sind alle großartig, 1
- 9:56großartiger als das als das andere.
- 9:58Und dann haben die auch noch ein verbindendes Element über die
- 10:01Schwestern hinaus und also ich bin, ich bin damit, ich bin
- 10:03damit sehr zufrieden. Ach toll.
- 10:05Und du? Ich habe auch 3 Bücher dabei,
- 10:09alle handeln von 3 Schwestern, die heißen auch nee, 2 von denen
- 10:13heißen auch wirklich nur die Schwestern und nicht 3
- 10:16Schwestern, da wären wir schon wieder bei Tschechow oder bei
- 10:18Christian Baron, da würde ich durcheinander kommen und.
- 10:22Es gibt was neues, Liebe Monique, etwas, was du schon ab
- 10:26und an hier in diesem Podcast gemacht hast und ich noch nie,
- 10:30glaube ich. Ich werde nämlich über ein Buch
- 10:32reden, mit dem ich nicht klarkomme.
- 10:35Oh, normalerweise bin ich doch immer so begeistert von den
- 10:38Büchern und jetzt habe ich aber ein Buch gelesen mit dem Namen
- 10:42die Schwestern von einem unglaublich fantastischen
- 10:45Autoren und ganz ehrlich, ich weiß nicht, was ich mit diesem
- 10:50Buch anfangen soll, aber da kommen wir ja.
- 10:52Noch dazu aber die beiden anderen Bücher.
- 10:54Die haben mich hellauf begeistert.
- 10:56Also ich bin auch ich bin auch sehr zufrieden mit unserer
- 10:59Themenauswahl, das haben wir richtig gut gemacht.
- 11:03Und dann ist es ja auch noch. Also ich weiß nicht, ob für dich
- 11:05dieses Thema Schwestern auch so emotional ist, aber für mich ist
- 11:09es schon auch noch mal. Also für mich ist es emotionaler
- 11:11als Familie einfach war. Also klar, weil ich eine von 3
- 11:16Schwestern bin, weil ich. Töchter habe die dann auch
- 11:19Schwestern sind. Und weil diese Beziehung
- 11:21zwischen Schwestern, ohne dass ich beurteilen kann, wie wie die
- 11:28Beziehung zwischen 2 Brüdern sind, ne das aber weil das schon
- 11:32noch mal zu eigen ist. Also man man ist sich so ähnlich
- 11:35und dann gibt es natürlich auch immer diesen Wunsch auch
- 11:38befreundet zu sein und dann wird es aber, also das ist heißt, es
- 11:41ist dann auch ne Konkurrenz manchmal zu zu Freundinnen, dann
- 11:44ist das Ganze natürlich altersabhängig.
- 11:46Und dann verbringt man aber viel zu viel Zeit miteinander, um
- 11:52einfach nur befreundet zu sein. Also es ist in jedem Fall
- 11:55komplexer und ich erinnere mich, ich habe es extra aufgeschrieben
- 11:57und es nicht vergessen, damit ich es nicht vergesse zu
- 11:59erzählen, dass früher auf Radio Fritz gab es doch mit den Blue
- 12:02Moon, du erinnerst dich bestimmt hoffentlich noch ein paar andere
- 12:05Menschen da draußen und da gab es mal einen mit Marion Brasch
- 12:08zum Thema Schwestern, und das ist der eine von beiden, wo ich
- 12:11mal angerufen habe und dann habe ich mit Marion Brasch über
- 12:13Schwestern geredet. Und darüber, wie das ist, wenn
- 12:15man mit Anfang 20 seine sechzehnjährige Schwester zu
- 12:18sich holt und fertig großzieht. Und ich habe tatsächlich.
- 12:23Diesen Blumon gehört. Nein, aber auch ein Buch, wo die
- 12:27eine älteste Schwester auch die sechzehnjährige andere Schwester
- 12:30dann zu sich nach Hause holen muss.
- 12:32Nur ist die ältere Schwester schon sehr viel älter, nicht 20,
- 12:36aber Marion Brasch hatte nur. Die hatte nur mit.
- 12:39Genau wie ich, ja. Bei dir in dem in deiner
- 12:42wunderbaren Besprechung zu dem Buch ab jetzt ist Ruhe gelernt
- 12:45habe. Ja, es ist für mich natürlich
- 12:49nicht ganz so emotional, weil ich einfach keine Schwester bin,
- 12:53aber ich natürlich den mit einem Bruder und einer Schwester den
- 12:57Unterschied sehe in den Beziehungen, und ich glaube,
- 13:00unter Brüdern ist es wie unter Schwestern auch, natürlich eine
- 13:05unglaubliche Nähe, aber gleichzeitig auch diese
- 13:06Konkurrenz. Ich glaube, dass Brüder eine
- 13:09andere Form haben, miteinander zu kommunizieren.
- 13:13Außer du als ältere Schwester hast eigentlich auch die ganze
- 13:16Zeit deine jüngere Schwester geprügelt, ja, und ich hatte,
- 13:21ich hatte in meiner Kindheit keinen guten großen Bruder,
- 13:24jetzt ist er ein hervorragender großer Bruder, aber als Kind
- 13:26hatte ich immer Angst, der wollte hat mich immer gejagt,
- 13:29was aber dazu führte. Dass ich danach in der Schule
- 13:32immer der Beste im Sprinten war. Ich musste Frau Spurado in der
- 13:38Savannah, wieso eine Gazelle vor dem Leoparden schnell wegrennen
- 13:44und für mich ist natürlich beim Thema Schwester eher diese
- 13:49Bruder Schwester Beziehung, die natürlich eine andere ist.
- 13:51Denn diese diese Konkurrenz ist da rausgenommen und.
- 13:57Eine Schwester ist, glaube ich, für einen Bruder eine der
- 14:01wenigen Orte, wenn ich es mal so nennen darf.
- 14:04Von Kindheit an, wo man man selbst sein darf, wo man
- 14:10Gefühle, also wo man einfach Sachen ausdrücken kann, die man
- 14:12anderen nicht gegenüber ausdrückt.
- 14:15Also es ist sozusagen die die Mischung zwischen einer, also
- 14:19die ältere Schwester ist die Mischung zwischen einer guten
- 14:21Freundin, einer Vertrauensperson und vielleicht teilweise auch
- 14:24ein bisschen Mutter, also. Das ist ne ne ne sehr schöne
- 14:28Beziehung, aber ich kann natürlich überhaupt nicht
- 14:31darüber reden, außer über das wenn ich mit Freundinnen Rede,
- 14:33mit Schwestern oder über Bücher, wieso n Binnenverhältnis von
- 14:38Schwestern. Aussehen kann.
- 14:41Und es kann ja wie in jeder Geschichte sehr, sehr schön sein
- 14:46oder so richtig, richtig schlimm.
- 14:48Oder? Beides oder beides genau im
- 14:51wahrscheinlichsten Falle ist es oftmals eine Mischung aus
- 14:55beidem. Ne, das stimmt, also zumindest
- 14:58ist es so in in in 2 meiner Bücher, wo es eher eine Mischung
- 15:03ist und in einem ist es eher eigentlich aus unerklärlicher.
- 15:08Begründen schwierig alles. Und in deinen Büchern.
- 15:11Die Schwestern haben die auch Brüder.
- 15:13Nein, in diesem Falle sind es wirklich immer nur 3 Schwestern
- 15:16ohne Brüder. Ja, bei mir auch.
- 15:19Ich weiß nicht, ob das ein Ding ist.
- 15:20Lustigerweise, es gibt ja es hatten wir ja gerade Tschechow,
- 15:233 Schwestern Christa, Es gibt ja sogar auch noch den Titel 3
- 15:26Schwestern, des öfteren 1 meiner Bücher heißt tatsächlich auch
- 15:30Triskele, also dieses alte keltische Zeichen der
- 15:33Dreieinigkeit. Also auch ganz klar darauf
- 15:36hingewiesen. Nee, Brüder finden nicht statt
- 15:38und ich hatte mal so ein bisschen, wie man es so gerne
- 15:41macht, mal geguckt, was ist denn so in der Weltliteratur oder
- 15:44oder in Dramen oder also auch in der Antike, und ich glaube, dort
- 15:48sind die Geschichten über Schwestern auch immer nur nee,
- 15:55Elektra, das stimmt nicht, da gibt es auch Brüder dabei.
- 15:58Ja, ich überleg gerade Antigone hatte doch auch Brüder, oder?
- 16:01Hatte Antigone Brüder? Also sie hat sie dann nicht
- 16:04mehr, aber. Ja, also Electra verliert glaube
- 16:09ich eher immer ihre Schwestern, nicht unbedingt die Brüder.
- 16:12Es ist auf jeden Fall hatten wir jetzt natürlich sozusagen die
- 16:15beiden berühmtesten Dramen der der Weltgeschichte, wo es um
- 16:21Schwestern geht, sind Antigone und Electra.
- 16:24Lustigerweise haben sich über Elektra sowohl Euripides als
- 16:28auch Sophokles her gemacht, wer hätte das gedacht, es ist so
- 16:30toll, was wir so alles lernen. Und es gibt ansonsten in vielen
- 16:38Werken der Weltliteratur auch immer wieder die jetzt nicht
- 16:42zentral sich nur um Schwestern drehen, aber immer wieder große
- 16:46Teile, die von Schwestern handeln.
- 16:49Also wir haben es bei den Metamorphosen von Ovid, ich
- 16:52hatte dir kurz erzählt, dass ich mir da diese besonders Hardcore
- 16:56Geschichte von trocken und philomela.
- 17:00Angeschaut hat. Also das ist wirklich eine der
- 17:02brutalsten Nummern, die, glaube ich, die Literatur je hergegeben
- 17:06hat, also mit Vergewaltigung, Verstümmelung, Mord und
- 17:08Kannibalismus alles dabei, das ist, zum Glück sind hier die
- 17:13Schwestern, mal die Rächerinnen, das freut mich ja sehr natürlich
- 17:18in der in der Edda gibt es ganze Teile, auch über Schwestern, die
- 17:21sind da meistens Göttinnen oder die Nornen, die ja nun die 3
- 17:26schicksalsgöttinnen glaube ich sind.
- 17:29Und in der Weltliteratur darf man tatsächlich nicht vergessen,
- 17:33lustigerweise ein Stück von Shakespeare, was einen ganz
- 17:37eindeutigen Männernamen hat, nämlich King Lear.
- 17:39König Lear handelt eigentlich hauptsächlich von Schwestern und
- 17:42gar nicht so sehr von King Lear, also wenn man es so lesen will,
- 17:47Geoffrey Shawser hat in den Canterbury Tales natürlich auch
- 17:50über Schwester geschrieben, ganz berühmt natürlich Jane Austin,
- 17:53sowohl Sinn und Sinnlichkeit als auch Stolz und Vorurteil.
- 17:57Groß für Schwestern, das sind keine Brüder.
- 18:00Mir fallen jedenfalls gerade keine ein.
- 18:04Lustigerweise die Brontees, die ja nun selber Schwestern sind,
- 18:08haben keine Ahnung. Wüsstest du da was, was explizit
- 18:15von Schwestern handelt oder die Midford Schwestern, die ja auch
- 18:18alle geschrieben haben? Nee, ich bin jetzt gerade
- 18:21gedanklich bei einem Buch, das ich nicht dabei habe, es aber
- 18:24auch ein Klassiker der Literatur ist.
- 18:26Little Women ja. Stimmt, ist 1 der berühmtesten
- 18:32Schwesternbücher eigentlich ne, dann natürlich die 3 Schwestern
- 18:36von Tschechow, die 3 Mädels, die Oh Monique, ich hab, das ist
- 18:40eine meiner tollsten Kulturerlebnisse in dieser Stadt
- 18:43gewesen, ich weiß nicht, hab ich die mal davon erzählt in den
- 18:45Neunzigern im Podeville, das war also das Podeville ist in der
- 18:49Nähe vom Alexanderplatz eine. Kulturstätte gewesen oder gibt
- 18:53es noch, aber in leicht veränderter Form und dort war
- 18:58ich eines Abends und wusste nicht, was mich erwartet und
- 19:00plötzlich, es gab natürlich ne Bühne, also eigentlich waren wir
- 19:03da zum Tanzen und feiern und dann gab es eine Bühne, auf der
- 19:05standen plötzlich 1012 15 Leute, oh, das ist so großartig, die
- 19:11haben nachgespielt, die 3. Schwester von Tschechow.
- 19:16Jeden Akt in 5 Minuten, also 3 Akte 15 Minuten und es sah so
- 19:21aus, dass die Figuren sich hinstellten dann sagten, wer sie
- 19:24sind und was ihnen in diesem Akt widerfahren wird.
- 19:28Und damit das war, es wurde also gar nicht gespielt, sondern nur
- 19:30gesagt, wer sie sind und was passieren wird, und zur
- 19:33Verwirrung des Klassenfeindes wurde nach jedem Akt das
- 19:35Personal ausgewechselt, sodass die Schauspieler jetzt wieder
- 19:38neu. Jetzt bin ich aber diejenige.
- 19:40Und im Hintergrund gab es noch irgendwie eine Opern Sopran
- 19:43Sängerin, die ab und an nur einfach irgendwelche Sachen in
- 19:45den Raum rief. Es war total wirr, man hat aber
- 19:49innerhalb von einer Viertelstunde die gesamte
- 19:51Storyline um die Ohren geworfen bekommen und großartig
- 19:54unterhaltsam. Also vielen dank liebes Podewil,
- 19:56für diese Aufführung von Tschechows Schwestern in einer
- 19:59Viertelstunde ganz, ganz doll. Wenn wenn wenn wenn wenn ich,
- 20:04ich muss jetzt hier mal kurz einhaken.
- 20:06Also wenn ihr da draußen, die ihr zuhört, jetzt gerade denkt,
- 20:08Oh so, wow, weil ich habe jetzt gerade einer Viertelstunde alles
- 20:11aus der Weltliteratur über Schwestern erfahren.
- 20:13Prima kann ich auf der nächsten Party gut anwenden, auf einer
- 20:17Prüfung oder um den KI bot meiner Wahl eines Besseren zu
- 20:21belehren, dieses Angeberwissen to go geben wir gerne weiter und
- 20:25stellt euch gerne vor, der Code hätte euch das alles bei einem
- 20:28Kaffee erzählt und alles, was ihr jetzt noch machen müsst, ist
- 20:30dem Code diesen Kaffee zu spendieren.
- 20:33Das ist so elegant von dir, was du gerade gemacht hast.
- 20:36Das ist richtig, mir den Kaffee zu spendieren.
- 20:38Denn ehrlich gesagt, das ist das, was ich mir verdient habe
- 20:41und wie ihr das machen könnt, erfahrt ihr wie alle anderen
- 20:44Informationen auch in unseren Shownotes.
- 20:47Es gibt die verschiedene Möglichkeiten zu uns zu
- 20:50unterstützen, wenn ihr wollt und wenn man das an Amerika vorbei
- 20:54machen möchte, weil viele Bezahlsysteme laufen natürlich
- 20:57über amerikanische Anbieter, könnt ihr uns jetzt auch aber
- 21:00über den europäischen Zahlanbieter Vero.
- 21:04Unterstützen. Es gibt natürlich Möglichkeiten
- 21:06über Steady, es gibt Abo Angebote, wenn ihr das machen
- 21:09wollt, aber wir freuen uns auch über jedes Zuckertütchen zum
- 21:12Kaffee auch 0,50€, also werft rüber was ihr könnt und dafür
- 21:17könnt ihr dann mit uns angeben. Ja danke schon mal im Voraus.
- 21:24Vielen, vielen Dank. Monique, du fängst an.
- 21:27Ich fang an. Ja, OK, ich hab eigentlich
- 21:29überlegt, ob ich sozusagen der Reihenfolge nach anfange mit
- 21:33also wenn ich 345 Schwestern habe, das sozusagen mit den 3
- 21:36anfange, das ist aber ein Buch, das du auch gelesen hast.
- 21:39OK, wollen wir wollen, wollen, wollen wir das?
- 21:43Gleich als erstes zusammen. Wollen wir dann zusammen über
- 21:46das gleiche Buch reden? Ja, dann lass uns das zusammen
- 21:49machen, weil ich glaube, ich weiß, von welchem Buch du
- 21:51redest. Fang du mal an, also um das nur
- 21:55noch mit Begleitmusik zu untermalen, wir werden gleich
- 21:57über ein Buch reden, wenn ich das richtig verstehe, was aus
- 22:00Schweden kommt, was letztes Jahr erschienen ist und was von einem
- 22:05Mann geschrieben ist, der. Aus der Nachbarschaft heraus
- 22:10diese 3 Schwestern, begleitet über Jahrzehnte.
- 22:14Ich fange. Ich fange total gerne an mit
- 22:16diesem fantastischen Buch. Es ist so, so, so, so großartig,
- 22:23und also, ich glaube auch, also bis jetzt definitiv mein Buch
- 22:29des Jahres, ich habe es in diesem Jahr erst gelesen, und es
- 22:32heißt, die Schwestern von Jonas Hassen Kemiri.
- 22:36Und es geht um 3 Schwestern, die, die beobachtet werden,
- 22:43beschrieben werden. Analysiert werden von einem von
- 22:48einem ich Erzähler, der selber auch eine Rolle in diesem Buch
- 22:51spielt, und diese Rolle wird nach und nach immer größer, also
- 22:55alleine das was was kimiri da auf der sprachlichen Ebene und
- 22:59auf der strukturellen Ebene geschaffen hat, ist es.
- 23:02Fantastisch. Und ich habe überhaupt nicht
- 23:04damit gerechnet, dass dass diese Dynamik da reinkommt.
- 23:09Also toll, ganz kurz, worum geht es?
- 23:13Es gibt 3 Schwestern, die Nikolausschwestern, und die sind
- 23:16in dem schwedischen Stadtteil, in dem der ich Erzähler groß
- 23:22wird, haben die so einen gewissen Ruf, also das heißt mal
- 23:25die Nikolausschwestern, die Nikolausschwestern, so, als
- 23:28wären die so eine Einheit wären, die jeder kennen müsste.
- 23:32Und er brennt auch sehr darauf, sie dann wirklich
- 23:34kennenzulernen. Die 3 haben auch Namen Ina,
- 23:38Evelyn und Anastasia und unser Erzähler, der eben auch Jonas
- 23:44heißt. Er heißt auch wirklich Jonas
- 23:45hassen Kimiri, also das ist, das ist so brillant was.
- 23:47Er da macht, das ist unglaublich.
- 23:50Der begegnet ihnen immer wieder zu Hause in Schweden, in
- 23:55Tunesien. In den USA und, und, und.
- 23:59Das ist ein, das ist so ein großer europäischer
- 24:06Familienroman. Fantastisch, habe ich, glaube
- 24:09ich, schon gesagt. Man kann es nicht genau
- 24:11wiederholen. Ja, es geht über mehrere
- 24:15Jahrzehnte und rein von der von der Erzählweise ist es so, dass
- 24:19wir quasi immer ein Kapitel haben, das bei einer Schwester
- 24:22ist und dann ein Kapitel, das quasi beim Erzähler ist und.
- 24:27Und wir sind in unterschiedlichen, in
- 24:30unterschiedlichen Zeiten. Und diese Zeiten sind auch noch
- 24:33mal ich, jetzt gar nicht alles davon erzählen, aber die kriegen
- 24:36noch mal so n so n an so n unterschiedlich definierten
- 24:39Zeitrahmen. Also das heißt, es nimmt, es
- 24:42fängt so ganz langsam an und dann nimmt es so an in der
- 24:45Dynamik zu und und wird immer schneller und verdichteter und.
- 24:51Ich fand, am Ende ist es für mich war das n großer Wums, wie
- 24:54wie er sozusagen damit am Ende rauskommt.
- 24:56Einmal mit der Zeitebene, das ist für mich eine der
- 24:59brillantesten Kompositionen, denn ich glaube also wie du
- 25:03sagst es, es fängt langsam an und wird immer schneller.
- 25:05Er setzt ja in seinen Kapiteln richtig Zeitrahmen auch ne, also
- 25:09in der Vergangenheit sind es glaub ich einmal 3 Jahre, dann
- 25:11gibt es einmal 3 Monate im Kapitel, dann einmal 3 Wochen
- 25:14glaub ich und am Ende 3 Minuten so n bisschen in.
- 25:17Also das ist ein so eleganter Kunstgriff, der ja eigentlich
- 25:21ein relativ starrer Kunstgriff ist.
- 25:24Wenn er das nicht so noch, wie du sagst, abwechselnd mit
- 25:27Schwester Blick Jonas Blick so füllt und trotzdem innerhalb
- 25:31dieser Zeitebenen ja auch immer nach hinten und nach vorne
- 25:34springt. Das heißt, wir bleiben nicht
- 25:35jetzt einfach immer nur stumpf in dieser Zeit, er nimmt ihn nur
- 25:38als Anlass, um dann weiter auszuführen, ein so versierter
- 25:42Erzähler, ja. Und die, die, die, also wir
- 25:47erfahren im Grunde die Geschichte von 4, leben nämlich
- 25:51die von diesen 3 Schwestern und vom vom Erzähler selber, und die
- 25:55sind, die sind wirklich so ineinander geschoben und auf und
- 25:59auf verschiedenen Ebenen wie. Also wieso ein Gesamtkunstwerk
- 26:05ne und und als wenn man wirklich bei so einem yanga Turm dann
- 26:08immer so ein so ein Steinchen aus einer bestimmten Zeit
- 26:11rausnehmen könnte, sich das anschaut als Ganzes und dann
- 26:14wird das aber woanders wieder reingesteckt und dann kommt das
- 26:16nächste, also brillant und witzig, also auf so eine so eine
- 26:24sehr schöne, leichte, lakonische Art, ich finde man kann ihn
- 26:30super gut lesen. Man kommt super gut in diese in
- 26:34diese Geschichte rein und in in seinen, in seinen Erzählstil, in
- 26:40in, in auch mit seinen Abschweifungen.
- 26:43Also all das, wo er sich so zwischendurch hinredet
- 26:47hinerzählt man geht immer gerne mit und und lernt diese
- 26:52Schwestern auch gerne kennen. Mir ging das so, dass ich an
- 26:53manchen dachte, so Huch, wie die also, die war ja früher ganz
- 26:57anders, wie ist denn das passiert, wieso ist denn Ina
- 26:59jetzt so wie? Warum?
- 27:03Wieso erzählst du mir das denn nicht, aber erzählt eben nicht
- 27:05alles und ich finde es gibt einen.in dem ist er zwar kein
- 27:10typischer unzuverlässiger Erzähler, aber ein bisschen
- 27:13doch, und das merken wir dann am Ende, wenn sozusagen seine
- 27:16Geschichte größer wird, was er eigentlich gemacht hat, also
- 27:21dass er eigentlich sozusagen diese Geschichte von den 3
- 27:24Schwestern oder auch jede Einzelne für ein bestimmtes
- 27:27Modell stehend nimmt, um. Seine eigene Lebensgeschichte zu
- 27:32erzählen und um gleichzeitig irgendwie so ein Modellbild
- 27:35einer migrantischen Geschichte zu erzählen.
- 27:40Und ein bisschen kann man ja sagen, dass jede der 3
- 27:42Schwestern so ein Prototyp für so ein unterschiedliches
- 27:46Verhalten da ist. Ja, und Ach also.
- 27:50Also was den Erzähler und die Schwestern verbindet.
- 27:53Der Erzähler ist, glaube ich, ein Kind, 8 oder 9 Jahre, als
- 27:56die Schwestern mit ihrer Mutter. Der Vater existiert nicht mehr
- 28:00mit ihrer Mutter. In diesen Stadtteil ziehen der
- 28:05Vater von Jonas kennt diese Mutter in irgendeiner Form,
- 28:09Jonas Vater ist Tunesier, seine Mutter ist Schwedin, bei den
- 28:14Mikolaschwestern ist es andersrum, da ist die Mutter,
- 28:18die Tunesierin, und der Vater ist ein verschwundener Schwede,
- 28:21also sie haben eine ähnliche Migrationsgeschichte, was
- 28:24insbesondere für Jonas sehr wichtig ist, denn.
- 28:27Er ist sonst sozusagen der einzige, und das heißt, sie sind
- 28:31eine große Identifikationsfigur für ihn.
- 28:35Ab und an. Das ist natürlich auch, wie das
- 28:37Leben spielt über den Lauf der Jahre und Jahrzehnte ist ihm mal
- 28:41die eine Schwester näher, mal die andere die Beziehungen der
- 28:44Schwestern untereinander. Die auch sehr immer in der
- 28:48Reflexion zur Beziehung der eigenen Mutter sind, sind auch
- 28:52immer unterschiedlich. Die Mutter finde ich sehr
- 28:55spannend, die eine unglaublich große Rolle spielt im Leben
- 28:58dieser Schwestern, was ja klar ist.
- 28:59Aber sie spielt diese Rolle eher in Abwesenheit, denn sie hat
- 29:04immer probiert und es auch geschafft, ihre Kinder
- 29:06wirtschaftlich sozusagen nicht hängen zu lassen, sondern sie
- 29:10halt durch die Kindheit zu bringen, aber ihre Kraft und
- 29:13ihre Zeit reichte dann leider nicht mehr dafür, dass.
- 29:16Auch Mutter zu sein. Sie war also ne sehr abwesende
- 29:19Mutter, auch eine, die mit mit gesundheitlichen Problemen eher
- 29:25psychischer Art auch zu kämpfen hat.
- 29:27Das wird auch ganz klar geäußert, auch was das mit den
- 29:30Töchtern macht und was das Leben dieser 3 Töchter unglaublich
- 29:35bestimmt und zum Glück erst am Ende aufgeklärt wird, ist ein
- 29:39Familienfluch, denn von der Mutter weitergegeben an diese 3
- 29:44Töchter. Ist der Fluch, dass alles, was
- 29:48du liebst, wirst du verlieren und an diesen Fluch glauben die
- 29:523. Schwester, also als ob es
- 29:54wirklich ein die Gotteszähligen Gebote in Stein gemeißelt wären,
- 29:59was aus diesem Fluch letztendlich eigentlich wird
- 30:02oder was er eigentlich ist, wird am Ende aufgeklärt und das ist
- 30:06so so spannend, dass du erst im Nachhinein.
- 30:10Erfährst, was eigentlich so ein Fluch, der gar nicht existiert,
- 30:15wie sehr der das Leben dieser 3 Schwestern bestimmt, wie sehr
- 30:19die ihr Leben danach ausrichten und wieviel Unglück auch im
- 30:23Leben der Schwestern geschieht, weil sie diesen Fluch wieso n.
- 30:28Damoklesschwert über sich hängen sehen, selbst wenn es einfach
- 30:32effektiv gar keinen Fluch gibt. Das ist egal.
- 30:34Der eingebildete Fluch selber. Ist extrem wichtig für die
- 30:40Entwicklung der Schwestern. Genau.
- 30:42Und dieser dieser eigene Glaube an die Wahrheit des Fluches
- 30:46verursacht ja sozusagen. Sehr viel Unglück.
- 30:50Sehr viel Unglück und und und. Und dann auch immer wieder ne
- 30:54Bestätigung des Fluches, der gar nicht existiert.
- 30:58Und gleichzeitig, wie du sagst, witzig, tatsächlich mit mit mit
- 31:01einer guten Prise Humor. Geschrieben ganz, ganz, ganz
- 31:06fein übersetzt aus dem Schwedischen von Ursel
- 31:09Allenstein. Und was ich extrem hilfreich
- 31:14finde bei so einem Klopper von einem Buch.
- 31:16Ich würde gerade sagen, es ist auch noch ein richtig schöner
- 31:18Ziegelstein. Das ist ein ziemlicher
- 31:19Ziegelstein ist, dass man gut in ein Buch reinkommt und kemiri.
- 31:24Das ist so eine fantastische Idee, das 1.
- 31:26Kapitel. Ist eine Silvesterparty von 1999
- 31:31auf das Jahr 2000, auf das diese 3 Schwestern gehen und er
- 31:35beschreibt die 3 Schwestern so exemplarisch auf dieser Party,
- 31:40dass man von Anfang an weiß. Welche Rolle diese 3 Schwestern
- 31:45übernehmen? Der Klassiker, natürlich, die
- 31:46Älteste ist die, die, die streng ist, die koordiniert ist, die
- 31:50gar nicht so richtig feiern will.
- 31:52Die beiden Jüngeren drehen da eher freier, du siehst in dieser
- 31:56Partyebene schon die Gegensätze und auch die Konkurrenz zwischen
- 32:00diesen 3 Schwestern, dass dann 2 sich wundern, warum hat denn die
- 32:03eine plötzlich da nen Typen an ihrer Seite, das sieht doch gar
- 32:07nicht ähnlich, warum wir nicht und so weiter also es ist so
- 32:10viel leben dieser 3 Schwestern einfach in dieser Anfrage.
- 32:13Fangszene eines so dicken Buches und wie großartig, dass man
- 32:17diese 3 Figuren so vorgestellt bekommt, dass man mittendrin ist
- 32:23in ihrem Leben, schon bevor man es überhaupt gemerkt hat und
- 32:25erst dann in ihre Kindheitsgeschichte geht.
- 32:28Also es ist handwerklich inhaltlich so brillant.
- 32:34Und ich weiß noch, wir hatten drüber geredet.
- 32:36Es erschien ja im letzten Jahr, dann hatte ich es gelesen, ich
- 32:39wollte es die unbedingt aufdrücken und dann war Rowold
- 32:42etwas zurückhaltend mit der Auflage.
- 32:46Weil für mich war das total gut, weil ich wollte es dann
- 32:49eigentlich meiner Schwester zu Weihnachten schenken und dann
- 32:52lesen, wenn sie es durch hat und dadurch, dass es nicht mehr
- 32:54rechtzeitig zu Weihnachten kam, hat sie n anderes Buch bekommen
- 32:57und ich habe dann das ja trotzdem bestellte Buch im
- 33:00Januar gelesen, mit einer großen Freude, toll.
- 33:04Und ich bin auch sehr froh, dass wir das jetzt machen konnten,
- 33:06weil ich war noch so am überlegen.
- 33:07Warte mal, hatten wir das nicht schon genommen, aber wir hatten
- 33:10nur kurz drüber geredet, dass wir es noch nehmen wollen.
- 33:13Ich glaube in unserer Folge zu wirklich dicke Bücher und da
- 33:16hatten wir kurz drüber geredet und festgestellt, dass wir zu
- 33:20zweit über dieses. Aber jetzt mal keine Angst, es
- 33:22sind nur 736 Seiten und soweit wirklich dicke Bücher.
- 33:25Das ist wirklich die Hälfte von einem dicken Buch, je nachdem,
- 33:29aus welcher Welt man kommt. Wow, also das ist genau die
- 33:34Schwestern kimiri alle Infos wie immer in den Shownotes und das
- 33:38war wirklich, wirklich brillant. Was für ein Krasses.
- 33:43Buch ja toll, toll, ich weil es so schön passt.
- 33:48Liebe Monique, möchte ich zu meinem Buch mit dem gleichen
- 33:54Titel kommen die Schwestern. Von einem von mir total
- 33:58verehrten Autoren, nämlich dem irischen Großautor Kurm Teuben.
- 34:04Ein Literat ist also diese Sprache, die er hat und zum
- 34:09Glück auch wieder so brillant übersetzt von den Bandinis es
- 34:14ist ein ganz, ganz schmaler Band, also eigentlich wie für
- 34:17mich gemacht. Es ist eher eine Novelle 130
- 34:20Seiten, und es handelt über von dem Leben von 3 Schwestern.
- 34:25Nuria Conchito und Monce wahrscheinlich Monstera und die
- 34:29ursprünglichen Katalonien aufwachsen, dann stirbt der
- 34:32Vater und die Mutter geht aus unerfindlichen Gründen nach
- 34:35Buenos Aires. Mit diesen 3 Töchtern, die bis
- 34:39dahin wohl, glaube ich, auch ganz gute Schwestern miteinander
- 34:43waren. Und sobald sie aber in Buenos
- 34:45Aires landen. Ändert sich alles und für mich
- 34:50total unerfindlich wirklich und das macht das Buch für mich
- 34:54total ärgerlich, weil ich es nicht verstehe, sind alle
- 34:58Personen in diesem Buch Arschlöcher.
- 35:01Oh, ich finde, ich verstehe es überhaupt nicht, vorneweg die
- 35:05Mutter und die älteste Tochter und denkt, warum muss ich mich
- 35:09mit solchen Frauen befassen, also es war, es war wirklich ein
- 35:14Ärgernis über über diese Beziehung zu lesen.
- 35:19Die Mutter, die also sozusagen ihre gesamte Hoffnung nur auf
- 35:23die älteste Tochter setzt, die älteste Tochter, die ein ein
- 35:27Sendungs und Selbstbewusstsein hat, was also jedem Diktatoren
- 35:31blass erscheinen würde, wie die ihre jüngeren Schwestern
- 35:35behandeln, wie den letzten Dreck.
- 35:38Du kannst machen, was du willst, du brauchst keine Ausbildung,
- 35:40alles geht auf die älteste und du.
- 35:42Die jüngste lebt dann noch mit der Mutter zusammen, die älteste
- 35:45ist schon halb verheiratet, die mittlere hat sich ziemlich
- 35:48entfernt, ist aus dem raus, raus und dann sagt die Mutter
- 35:50irgendwann, ah ja, neben mir reicht das jetzt hier deine
- 35:52Älteste, meine älteste Tochter hat jetzt irgendwie ne andere
- 35:54Wohnung für mich besorgt, diese Wohnung hier wird in 3 Tagen
- 35:57gelehrt liebe 16 jährige jüngste Tochter guck wo du bleibst mir
- 36:00doch egal, mach dein Ding und dann denkst du so Entschuldigung
- 36:03was ist denn das für ne Mutter? Also das ist also selbst in
- 36:05jeder Not und es wird noch nicht mal erklärt ich glaube das
- 36:09ärgert mich so an diesem Buch. Also eine Novelle ist kurz, weil
- 36:13sie natürlich Sachen nicht erklärt, sondern viele Sachen
- 36:15als gegeben lässt. Wenn es aber so absurd ist, was
- 36:19wie diese 3 Schwestern miteinander umgehen.
- 36:22Auf jeden Fall leben sie alle ihr Leben da, über Jahrzehnte.
- 36:24Das ist auch teilweise ganz interessant und amüsant zu
- 36:28sehen, wie die 3 Schwestern ihre verschiedenen Leben leben, ohne
- 36:32irgendeine Form von Kontakt zueinander zu haben, vielleicht
- 36:35ab und an mal ne Karte zu schreiben.
- 36:37Es gibt tatsächlich eine sehr lustige, finde ich sehr gute
- 36:41Ebene, die betrifft die mittlere Schwester, die die älteste
- 36:46heiratet, also in die High Society von Buenos Aires, und
- 36:49seitdem dürfen sich die jüngeren Schwestern auch nicht mehr bei
- 36:51der älteren Zeit. Zeigen lassen, weil das ist ja
- 36:53extrem unangenehm zu sehen, wo sie herkommt, und darum verneint
- 36:56man diese Schwestern. Das führt dazu, die mittlere
- 36:59Schwester wird irgendwann Haushälterin und oder eher
- 37:02Gesellschafterin einer reichen Dame und dann der Tochter der
- 37:06reichen Dame, der. Gesellschaft von Buenos Aires
- 37:10und dort gibt es ja ab und an auch irgendwelche Diners.
- 37:13Dort ist dann die älteste Schwester eingeladen, die aber
- 37:16die mittlere Schwester einfach nicht erkennt, denn die mittlere
- 37:19Schwester ist ja nicht auf ihrer Stufe.
- 37:22Nee, nee, nee, also das ist auch so ne Beziehung, die ich so
- 37:26ärgerlich finde, dass ich eigentlich gar nicht möchte,
- 37:29aber. Diese mittlere Schwester und die
- 37:31jüngere Schwester. Das Buch wird hauptsächlich
- 37:34erzählt aus der Sicht der jüngsten Schwester heraus, die
- 37:36also sehr früh anfangen muss zu arbeiten.
- 37:38Sie wird Sekretärin und dann so mehr oder weniger dispatcherin,
- 37:43könnte man das Lernen sagen für eine so ne
- 37:46Autoreparaturwerkstatt hat also einfach ein ganz normales Leben
- 37:50mit den ganz normalen Ärgernissen natürlich auch im.
- 37:54Der Chef, der immer super war bis leider der Sohn übernimmt,
- 37:57der ist dann überhaupt nicht mehr super.
- 37:59Also das sind schöne Ebenen. Auf jeden Fall gibt es einen
- 38:02Briefverkehr zwischen der mittleren und der jüngeren
- 38:04Schwester und die jüngere Schwester sich immer wundert
- 38:07woher kann meine mittlere Schwester so unglaublich toll
- 38:10ausdrücken und witzig und wie sie über ihre Chefin schreibt
- 38:13und auch richtig lästert und irgendwann stellt sich heraus.
- 38:17Dass diese Chefin, die einfach die Briefe schreibt und immer
- 38:21über sich selbst lästert und einen Riesenspaß mit der
- 38:24mittleren Schwester hat und man sich nicht klar ist, haben die
- 38:26eigentlich ne Beziehung am Laufen oder sind die wirklich
- 38:28nur? Also das ist tatsächlich ne
- 38:30lustige Ebene, das ganze kulminierte darin, dass alle 3
- 38:33Schwestern am am Ende des Buches nach Katalonien zurück müssen in
- 38:38Anführungsstrichen, denn sie haben zusammen das Haus einer
- 38:41Tante geerbt in den Bergen. Wo sie auch die Ferien als
- 38:46Kinder immer verbracht haben und alle sehr unterschiedliche, aber
- 38:50schöne Erinnerungen darin haben. Und natürlich ist der Sinn
- 38:54dieser Ebene, dass sie zurückkommen, alle 3 plötzlich
- 38:57in einem Haus leben, was sie entweder veräußern oder eben
- 39:01nicht veräußern wollen und natürlich zurückgewerfen werden
- 39:03auf ihre eigene Vergangenheit. Und dann sozusagen, wenn man
- 39:09sich jetzt auch Rezensionen dazu durchliest, die es schon gibt
- 39:13auf dem englischen Markt, zumindest dann gesagt wird, dass
- 39:16das natürlich sozusagen jetzt die Schwestern zu einer
- 39:19Neureflexion ihrer Beziehung und so weiter führt und dass es dann
- 39:24doch wieder eine vorsichtige Annäherung zu der 3 Schwestern
- 39:27gibt und ich so, nein, also die bleiben in dem Haus.
- 39:30Immer noch genau die gleichen Arschlöcher zueinander, nur dass
- 39:34in diesem Falle die jüngere ganz alleine ist und nicht mehr
- 39:38dieses Band mit der mittleren Schwester hat, sondern die
- 39:40mittlere Schwester plötzlich n Band mit der Älteren hat und das
- 39:43Ganze endet Lullert unbefriedigend weg.
- 39:48Es ist so befriedigend mal auch n Buch schlecht zu machen.
- 39:51Das mache ich ja. Du machst das nicht schlecht, du
- 39:53findest das. Ich finde es schlecht.
- 39:56Ich und und ich glaube, ich bin einfach auch ein bisschen
- 39:58beleidigt, weil ich diesen Autoren einfach so großartig
- 40:00finde und mich so wahnsinnig freue, wenn es ein neues Buch
- 40:03von Kurt Teuben gibt, weil der, und das muss man in diesem Buch
- 40:06auch lassen, die Sprache ist toll, wir sind wirklich
- 40:09natürlich, es ist ein großartiger Autor, ein stilist,
- 40:12tolle Übersetzer, also alles da, aber eine Beziehungsgeflecht,
- 40:18was einerseits ärgerlich ist und andererseits einfach.
- 40:21Unerklärlich. Also ich einfach nicht verstehe,
- 40:23was treibt die an und warum soll ich darüber lesen.
- 40:26Das sind 130 Seiten, kann man also schnell weglesen, aber.
- 40:30Der schreibt doch sonst eigentlich eher auch ordentlich
- 40:33dicke Bücher. Der schreibt sonst ja, also.
- 40:35Brooklyn hatte ich von ihm gelesen und das war.
- 40:37Schon der schreibt sonst eigentlich immer so die normale
- 40:40Größe. Er hat ja auch dieses
- 40:42fantastische Buch. Über, wie er selber sagt, eine
- 40:46Familie im Krieg mit sich selbst.
- 40:48Da geht es, wo wir gerade bei Elektra waren, um an nicht
- 40:51Antigone. Es geht um Iphigenie und Elektra
- 40:53und Dorrest und ihre Eltern, die ja auch nicht von schlechten
- 40:57Eltern waren. Agamemnon und Klytämnestra ist
- 41:00glaub ich die die Frau eine so brillante Wiedererzählung eines
- 41:04griechischen Mythos und also der ist wirklich.
- 41:06Inhaltlich, und und und und formal so breit aufgestellt.
- 41:11Und es ist ja auch ne tolle Idee, einfach über 3 Schwestern
- 41:14in Argentinien zu schreiben, aber vielleicht bin ich da
- 41:19billig, aber ich finde die Figuren, über die ich lese,
- 41:22müssen mir auch ansatzweise Freude bringen und wenn man
- 41:24einfach der zweien dieser, also der Mutter und der älteren
- 41:27Schwester, schon durchgehend durchgehend eine Schallern
- 41:30möchte für. Für ein so asoziales Benehmen.
- 41:35Nö Nee, habe ich kein Verständnis für.
- 41:37Also kommt Heuben die Schwestern ist jetzt gerade im März
- 41:42erschienen diesen Jahres und etwas, was ihr gar nicht
- 41:46unbedingt lesen müsst. Und wenn ihr es aber trotzdem
- 41:48schon gelesen habt und es toll findet, dann erzählt dem Code
- 41:51bitte warum. Mich würde es auch
- 41:53interessieren. Ja, das würde mich auch
- 41:55interessieren. Vielleicht war ich einfach nur
- 41:57in a Bad Place, wie man sagt, aber wenn ihr es gelesen habt.
- 42:02Und es toll fandet. Bitte, bitte, bitte lasst es uns
- 42:05wissen, auf Insta zum Beispiel bei unserer Insta Seite im Bett
- 42:10mit Buch könnt ihr das entweder uns als DM schicken oder einfach
- 42:14als Kommentar. Mich würde es auch interessieren
- 42:18ob es da Gegenmeinungen gibt zu meinem Versuch eines Verrisses.
- 42:26Ich glaube, das ist die Art von Verriss.
- 42:27Da würden sich manche Autorinnen.
- 42:31Die anders verrissen worden sind.
- 42:33Noch. Immer noch drüber Freunde, oder?
- 42:36Du, du bist zum Glück kein Marcel Reich ranicki beim
- 42:40verreisen. Nein, nein, nein, nein, nein,
- 42:42nein. Das würde mir auch gar nicht,
- 42:44das würde mir auch wirklich gar nicht in.
- 42:46Die Rolle passen, aber entschuldige, es hat nichts
- 42:49damit zu tun, aber kennst du diesen sensationellen von
- 42:52Loriot, wo er das Kursbuch der Deutschen Bahn bespricht, in so
- 42:57einem Literaturkritiker Ductus, also er liest einfach nur das
- 43:01Kursbuch vor. Ich sag irgendwie offener Dingen
- 43:03ab 18:39 Uhr, das ist sehr fein beobachtet, ich muss es mir noch
- 43:10mal anhören, das ist so so toll. Loriot, die Literaturkritik
- 43:13könnt ihr mich auch anhören, tolles tolles Ding, nichts mit
- 43:16unserem Thema zu tun und jetzt zurück zu dir.
- 43:20Ja, dann mach ich mal weiter mit dem Buch mit den 4 Schwestern
- 43:23und dem heute schon vorgekommenen Titel Hallo du
- 43:28schöne von Anna Politano. 2023 als ja, Hello Beautiful erschien
- 43:36ja Familienroman Schwesternroman spielt hauptsächlich n Chicago
- 43:40und das sind 4 Schwestern, also 2 zweier Pärchen, sozusagen ne.
- 43:46Die ältesten beiden stehen sich sehr nahe und die jüngeren
- 43:48beiden stehen sich sehr nahe, aber alle 4 stehen sich ihm auch
- 43:51sehr nahe, Leben mit ihrer Mutter in einem Haus zusammen
- 43:54und das also am Anfang gibt es auch noch n Vater dazu.
- 43:57Und es ist eine ganz enge Verbindung, die dann aber, und
- 44:00das erinnert mich jetzt an an das, was du gerade von Kolben
- 44:03Teublin erzählt hast, nachdem der Vater gestorben ist und der
- 44:07Vater wurde immer sehr, ja ambivalent gesehen, wird die
- 44:13Mutter auf einmal sehr seltsam und verlässt dann im Grunde auch
- 44:16ihre, ihre, ihre 4 Kinder, nachdem sie mit mit den auf
- 44:23unterschiedliche Weise schon Auseinandersetzungen hatte.
- 44:26Und wie wird uns das Ganze erzählt?
- 44:27Also wir haben im Grunde im Mittelpunkt einen Mann zu
- 44:29stehen, William Waters, der ja sehr zurückhaltend, ein sehr
- 44:34anständiger, eher schüchterner, ruhiger junger Mann ist, der
- 44:39eine ganz schwierige Kindheit hatte, also der Eltern hatte,
- 44:42die eben genau nicht dieses Zuhause waren, was diese 4
- 44:46Schwestern mit ihren Eltern hatten, die im großen, lauten,
- 44:49Trubeligen Haus und dem Garten und alles und der verliebt sich
- 44:55in. Die älteste Schwester in Julia
- 44:58und die beiden werden ein paar und ja, heiraten auch und er ja,
- 45:08also er ist quasi dann Teil dieses Schwesterngeflechts und
- 45:11er erzählt es uns im Grunde auch.
- 45:15Es ist viel, viel, viel, viel aus seiner Perspektive, nicht
- 45:19ausschließlich, aber so, das sind die Padawano Schwestern,
- 45:22also auch hier gibt es diesen Trend.
- 45:24Die Schwestern als Einheit über den Nachnamen zu zu definieren
- 45:30und jede der Schwestern hat also, ähnlich wie jetzt bei
- 45:34Kimiri oder so so ne eigene Persönlichkeit.
- 45:37Logischerweise, Schwestern haben das und entstehen aber auch für
- 45:43für ne bestimmte Position innerhalb der Familie, also
- 45:45Julia, die Älteste ist die ambitionierte, die ist sehr
- 45:48zielstrebig, sehr kontrolliert. Kann unheimlich gut organisieren
- 45:55und ja hat nen starken Willen, wirkt vielleicht eher mal so
- 46:00rational, wobei ich aber auch sagen würde, an vielen Stellen
- 46:03ist es halt einfach auch, also kann ich natürlich als älteste
- 46:05Schwester auch sehr relaten drauf, einfach auch dem
- 46:09geschuldet, dass es halt auch funktionieren muss, so die
- 46:14nächste jüngere Schwester und die die Julia am am nächsten
- 46:17steht ist Silvie Silvie ist ja die.
- 46:22Literatin, die es am Anfang noch gar nicht weiß, eher ne ne
- 46:26träumerin, sehr auf ne sehr spezielle Art und Weise
- 46:31romantisch, also wirklich sehr speziell.
- 46:35Denk viel nach viel, viel Sehnsucht und eben ja, aber
- 46:39diese sehr tiefe Zuneigung zu ihren Schwestern und eben auch
- 46:42insbesondere zu Julia oder Julia wäre vielleicht auch so, dann
- 46:47haben wir. Die die dritte Cecilia, die wird
- 46:50Künstlerin, aber die die jüngeren beiden, also, die
- 46:54kommen auch vor, aber die stehen nicht so sehr im Zentrum wie die
- 46:56ältesten beiden Schwestern. Ja, in jeder Hinsicht
- 47:02unkonventionell, und dann haben wir noch die die jüngste
- 47:06Emmeline. Und das ist so
- 47:09überraschenderweise als Jüngste die Care Arbeiterin, die
- 47:12fürsorgliche, die eigentlich auch unbedingt ein Kind möchte,
- 47:17aber dann keins bekommt. Unter anderem deshalb, weil weil
- 47:24sie in einer lesbischen Beziehung lebt und das aber ganz
- 47:29souverän und erwachsen für sich auf eine andere Art und Weise
- 47:32lösen kann. Also sie wird einfach Erzieherin
- 47:34und sie ist innerhalb der Familienkonstellation auch die.
- 47:37Diejenige, die eben immer vermittelt und dafür einen
- 47:42Ausgleich sorgt. Und ja, und so sind diese 4 im
- 47:47Grunde in sich, ein System, das dann auch, nachdem die Mutter
- 47:50sehr, also ja auch überraschend und abrupt dann gegangen ist.
- 47:54Und obwohl die dann alle gerade schon erwachsen sind, auch für
- 47:58füreinander da sein muss, und dann passiert natürlich etwas
- 48:00so, und das hat natürlich mit dem Mann zu tun, der.
- 48:05Der da von außen reingekommen ist und der auch so viel erzählt
- 48:08und und im Grunde ja, ist es aber eben nicht als so
- 48:17actionreich erzählt, sondern es ist total langsam erzählt und
- 48:22wir gucken dann eben wieder an, wie verändert das diese ganzen
- 48:25Beziehungen zueinander und so, und das macht viel Spaß, das zu
- 48:30lesen. Man kann das auch wirklich sehr,
- 48:31sehr schnell lesen, ich habe das irgendwie, glaube ich, direkt
- 48:33nach Weihnachten gelesen und. Und da passt es auch.
- 48:36Passte das für mich super in diese Zeit rein.
- 48:38Einfach mal weiß ich nicht, 2 Nachmittage auf dem Sofa liegen
- 48:41oder 3. Es war mir ein klein bisschen zu
- 48:43seicht, so ein ganz bisschen so, ich dachte so och ich warte mal,
- 48:49jetzt hast du schon diese 4 tollen Schwestern und können
- 48:51kann das nicht noch also so die jüngeren beiden waren da geht
- 48:59doch mehr, da steckt doch noch viel mehr drin.
- 49:01Aber vielleicht wie beim beim Franzen ich.
- 49:05Wo es ja auch gar nicht um die jüngeren Geschwister geht.
- 49:10Entschuldigung, es ist ganz schlimm, das Buch, was du
- 49:12besprochen hast, genau, wo du doch auch sagtest, also bei
- 49:15dieser Pastorenfamilie, dass der jüngste Bruder überhaupt nicht
- 49:19stattfindet, mehr oder weniger, aber dass es da ja mehr Teile
- 49:23geben. Ja, aber das glaube ich hier bei
- 49:25denen nicht. Okay die sind das okay.
- 49:27Nee, und dafür geht es auch in der Zeit viel zu sehr voraus.
- 49:31Also dass. Das das glaube ich nicht, dass
- 49:33es darauf angelegt. Ist also es hat auch mehrere
- 49:37Jahrzehnte als Handlungszeitraum.
- 49:39Oder ob es jetzt wirklich Jahrzehnte sind, aber wirklich
- 49:41einen sehr langen Zeitraum. Und wie, wie weit sind die
- 49:44auseinander? Die Schwestern sind die vom
- 49:47Alter her nah beieinander, oder? Die sind relativ nah
- 49:49beieinander. Also ich weiß gar nicht, ob es
- 49:51irgendwo mal explizit gesagt wird, wieviel Jahre unterschied
- 49:54da sind, aber ich weiß nicht, lass es vielleicht 10 sein
- 49:56zwischen der ältesten und der Jüngsten, aber ich bin mir da
- 49:58nicht, ich bin mir da nicht ganz sicher.
- 50:01Und also wirklich alles in allem ein schönes Buch, wunderbar
- 50:05geschrieben und eine schöne Unterhaltung.
- 50:12Sehr schön also ein Hauch mehr Tiefgang wäre wünschenswert
- 50:15gewesen. Aber aber.
- 50:16Muss ja auch nicht immer sein. Muss auch, nee, muss auch
- 50:19überhaupt nicht immer sein, lediglich so.
- 50:21Ich dachte mir so, ach da noch. Ein bisschen so das.
- 50:26Ja. Gibt es nicht von Maxi Wander
- 50:28das Buch Guten Morgen, du schöner.
- 50:31Ja, das gibt es auch. Noch und genau ist natürlich n
- 50:34bisschen nah dran. Hallo du schöne, ja guten morgen
- 50:36du schöne im Original Hello Beautiful.
- 50:38Hello beautiful. Von einer Polizei.
- 50:40Ein ein, ein Spruch des Vaters, dass er immer zu seinen Töchtern
- 50:45sagt. Also wenn immer eine sein Zimmer
- 50:46betritt und so was auch noch mal interessant ist, ist sozusagen.
- 50:50Die die Sicht auf den Vater, die sich im Laufe dieses Buches
- 50:53sehr, sehr ändert. Das das, das ist interessant,
- 50:58das ist gut erzählt, mir tut es so ein bisschen leid, dass sich
- 51:00diese Sicht auf die Mutter nicht ändert und auf deren
- 51:03Beweggründe, warum dann vielleicht irgendwie nach all
- 51:06der Zeit einfach auch mal gut war.
- 51:08Vielleicht hat das auch was mit Selbstschutz zu tun, weiß ich
- 51:10alles nicht, weil es mir nicht erzählt wird und das das
- 51:13vielleicht auch noch mal. Das tat mir so ein bisschen
- 51:14leid, also dem Vater wird es zugestanden, dass er dann eben
- 51:17quasi. Nach seinem Tod anders
- 51:21betrachtet werden darf und nicht nur aus der Rolle, die er in dem
- 51:24Moment innehatte und was er, was er alles Schönes und Lebendiges
- 51:27in die Familie reingebracht hat. Und die Mutter wird für mein
- 51:30Empfinden da sehr drauf reduziert, wie sie sich dann
- 51:34verhalten hat, aber dass das ja wahrscheinlich sehr, sehr, sehr
- 51:38wahrscheinlich auch noch ne Geschichte hat, das hat mir, das
- 51:42hätte ich, das hätte ich gerne gewusst, dass.
- 51:44Also es darf ja gerne alles kompliziert sein und Leute
- 51:47dürfen Arschlöcher sein, aber ich wüsste gerne, warum.
- 51:49Die Beweggründe ne ja, also wie beim Krumm Teufel warum warum
- 51:53seid ihr so ist ohne Not ja ja, aber auf jeden Fall klingt das
- 51:58nach einer sehr viel runderen und runder Raum Nummer.
- 52:02Rund das ist absolut. Super, sehr sehr schön.
- 52:07Ich springe direkt zum nächsten. Text wieder 3 Schwestern, wie
- 52:11ihr euch denken könnt, das ist ich hatte den Titel schon
- 52:14erwähnt am Anfang triskele heißt das Buch von einer deutschen
- 52:18Autorin namens Miko Sophie Kümmel, und es ist brillant,
- 52:24also so eine großartige Grundidee muss man erst mal
- 52:28haben, denn wir haben auch hier 3 Schwestern, Mercedes, Mira und
- 52:32Mathea, irgendwie hatte die Mutter angenommen, das ist ein
- 52:35Wurf, ist es aber nicht, und das Macht das Buch so spannend.
- 52:38Der Altersunterschied dieser beiden 3 Schwestern, die älteste
- 52:43ist 48, die mittlere ist 32 und die jüngste ist 16.
- 52:48Es sind 16 Jahre, immer zwischen diesen 3 Schwestern, und die
- 52:54Treffen, die Leben alle relativ entfernt und ohne Berührung
- 52:58miteinander, einfach aufgrund dieses riesigen
- 53:00Altersunterschiedes, und sie treffen zusammen in der Wohnung.
- 53:06Ihrer Mutter nach dem Suizid der Mutter um.
- 53:10Das ist irgendwo in der Provinz, in der Kleinstadt in Sachsen
- 53:13Anhalt, um den Nachlass zuordnen und wie wir uns natürlich denken
- 53:20können, die Mutter wird im Tagesfall auch ungefähr 16
- 53:23gewesen sein, beim ersten Kind dann 32 und dann 48 beim
- 53:27jüngsten Kind. Und was für ein genialer
- 53:30Kunstgriff, denn eigentlich beschreibt es das Leben einer
- 53:34Frau über den Verlauf mehrerer Jahrzehnte.
- 53:37Aber aus der jeweiligen Sicht einer Tochter, die alle ihre
- 53:41Mutter komplett anders sehen, denn da, wo die älteste
- 53:45Schwester Mercedes die sieht ihre Mutter noch als ganz
- 53:51politisch und rebellisch und ne junge Frau, die was erreichen
- 53:54will. Die mittlere Schwester Mira
- 53:57wiederum, für die ist die Mutter schon recht instabil und
- 54:02distanciert und hat sich schon eigentlich n bisschen vom Leben
- 54:05zurückgezogen und für die jüngste Schwester ist die Mutter
- 54:10einfach nur leider wirklich eine eine depressive ältere Frau, die
- 54:15mit dem Leben eigentlich abgeschlossen hat und die
- 54:18jüngste Schwester ist 16 als die Mutter.
- 54:21Selbstmord macht und da wie diese 3 Schwestern
- 54:24aufeinandertreffen, die wie gesagt gar nicht viel
- 54:26miteinander zu tun haben und sich dann der Aufgabe, diese
- 54:31Wohnung aufzulösen, immer an ihre Mutter erinnern, aber an 3
- 54:34komplett verschiedene Frauen sich erinnern, was am Anfang zu
- 54:38einem riesigen, nicht riesig, aber natürlich zu einem Konflikt
- 54:42fühlt, weil jede Schwester möchte, dass ihr Mutterbild das
- 54:46einzig wahre ist, wie sie langsam durch Annäherung dazu
- 54:50kommen, dass. Einzusehen, dass es mehrere
- 54:54Mutterbilder nebeneinander stehen können.
- 54:56Und weißt du, Monique, dieser Kunstgriff von diesen 16 Jahren,
- 54:59das ist ja nicht so. Auch wir, die wir Geschwister
- 55:01haben, die näher aneinander dran sind, haben ja trotzdem andere
- 55:04Bilder von unseren Eltern, aber das so explizit auszudrücken,
- 55:09einfach 3 verschiedene Alter. Es ist ein ganz, ganz, ganz
- 55:14berührendes, wunderbar geschriebenes, sehr, sehr leises
- 55:17Buch. Viel läuft wirklich über
- 55:21Reflektionen, über Gespräche, es ist ein multipolares Buch in in
- 55:27der Hinsicht, dass wir auch immer die einzelnen Blicksichten
- 55:30oder nämlich blicksichten du weißt, welches Wort ich
- 55:33eigentlich benutzen möchte, aber zu blöd dafür sind.
- 55:37Welchen Blick halt immer die jeweilige Schwester auf ihr
- 55:41Leben und insbesondere das Leben der Mutter wirft und wie sie
- 55:44probieren müssen, jetzt zusammenzukommen.
- 55:46Denn die Älteste ist mittlerweile, lebt in Berlin mit
- 55:52ihren 48 Jahren, ist, wie es sich für eine älteste Tochter
- 55:55gehört, sehr geordnet, sehr mag ihre Arbeit sehr gerne, ist also
- 56:00wirklich steht im Leben, ist aber sehr getaktet, die
- 56:03Mittlere, die Mira. Die sich einfach wirklich
- 56:07einfach verabschiedet hat, mehr oder weniger von der Familie und
- 56:10gesagt, ihr seid mir alle zu blöd, die auch gar kein
- 56:12Interesse hatte, sich um ihre jüngere Schwester zu kümmern,
- 56:14die hat das Haus verlassen, als die jüngere Schwester geboren
- 56:17wurde und die also immer weiter sich entfernte von der Familie
- 56:21und wirklich erstmal lernen muss.
- 56:24Ihre Schwestern wieder näher an sich ranzulassen und sehr
- 56:28berührend die Geschichte der jüngsten Mathea, die mit ihren
- 56:3116 Jahren natürlich nicht alleine leben darf und die jetzt
- 56:35irgendwo hin muss. Und sie landet natürlich bei
- 56:37ihrer ältesten Schwester, und das war für mich der Punkt, wo
- 56:40du meintest auch, dass man sozusagen dann seine jüngere
- 56:43Schwester zu Ende erzieht und mit zu sich nach Hause nimmt.
- 56:47In diesem Falle ist die ältere Schwester natürlich wie eine
- 56:50Mutter, weil sie einfach 32 Jahre älter ist.
- 56:52Was das aber auch mit dem Leben von der ältesten Schwester
- 56:55Mercedes machte, die nie jemanden hatte, um den sie sich
- 56:59so kümmern musste wie jetzt diese sechzehnjährige Schwester,
- 57:01die auch einfach n sechzehnjähriges Mädchen ist,
- 57:04die vor ihrem Telefon klebt und Social Media und einfach
- 57:09sozusagen auch in ihrer Trauer erstmal gar nicht raus kann und
- 57:12will. Und dass die älteste Schwester
- 57:15lernen muss. Zeit, aus ihrem extrem
- 57:18getakteten Leben rauszunehmen, um sich um diese jüngere Tochter
- 57:21Schwester zu kümmern. Dass das aber nicht nur Arbeit
- 57:24ist, sondern auch gewinnbringend, kann also
- 57:26emotional gewinnbringend sein kann, wie die beiden Schwestern
- 57:30sich annähernd und auch die Dritte sich wieder annähert,
- 57:32ohne dass sie sich am Ende alle um den Hals fallen und sagen,
- 57:34wir sind die Geliebtesten Schwestern, sondern dass sie
- 57:37einfach sehen, dass jede ihr eigenes Recht hat auf ein
- 57:42eigenes Bild, auf eine eigene Geschichte, auf die eigene
- 57:44Erinnerung an diese. Mutter, die für die älteste Halt
- 57:48noch in Ordnung war. Für die beiden Jüngeren einfach
- 57:51wirklich qua ihrer Krankheit keine gute Mutter sein konnte.
- 57:55Wirklich sehr, sehr, sehr berührender Roman, finde ich,
- 57:59und ganz, ganz leise erzählt. Und es geht natürlich, wie
- 58:06gesagt, viel um diese Beziehungen der Schwestern
- 58:08untereinander und das Bild auf die eigene Mutter.
- 58:10Es ist aber natürlich auch. Im im Kern ein Buch über Trauer
- 58:17und Erinnerung und wie man umgeht mit Trauer.
- 58:23Und für mich gab es ein eine Anekdote, die ich noch zum
- 58:28Besten geben möchte, weil ich sie für eine der klügsten
- 58:31Anekdoten halte, die ich je gehört habe.
- 58:35Und das betrifft genau diese verschiedenen Erinnerungen.
- 58:38Die Geschwister haben an ihre eigenen Eltern und man ist ja
- 58:41immer der Meinung, dass nur meine eigene Erinnerung stimmt
- 58:45und ich hatte mich, vielleicht habe ich es dir jetzt hier mal
- 58:47mit einem Freund unterhalten und da ging es um eine Tour, ich
- 58:50glaube es war eine Safari die die 4 Kinder mit den Eltern im
- 58:53Auto machten und dann stieg man irgendwo aus und.
- 59:00Und dann stieg man wieder ins Auto ein, aber eben nur die
- 59:02beiden Eltern und 3 Kinder. Ein Kind wurde draußen vergessen
- 59:06ärgerlich wurde danach wieder eingesammelt, also alles in
- 59:09Ordnung, aber der Kern der Anekdote ist, dass der Freund
- 59:12mir erzählte, sowohl er als auch seine 3 Geschwister sind der
- 59:17festen Überzeugung, dass sie die Person sind, das Kind sind, was
- 59:21draußen sitzen gelassen wurde, jedes einzelne der 4 Kinder
- 59:24erinnert sich Vivetly daran, ich bin derjenige, der draußen war
- 59:29und diese Anekdote möchte ich so weit wie möglich wirklich
- 59:34einfach streuen in die Welt, denn das erklärt uns so viel
- 59:40darüber, wie eigene Erinnerung funktioniert und dass wir die
- 59:44Erinnerungen anderer Menschen zulassen müssen, weil es ist für
- 59:47sie einfach die Wahrheit, auch wenn wir sagen, das stimmt
- 59:49überhaupt nicht, sondern wir vielleicht auch selber darauf
- 59:51kommen können, dass unsere eigene Erinnerung trügt, und man
- 59:55hat es doch so oft auch in familiären Verhältnissen.
- 59:58Dass man sich mit seinen Geschwistern unterhält und man
- 1:00:00denkt zusammen entschuldige, waren wir im gleichen Raum, als
- 1:00:03das Geschehen ist. Das kann doch nicht dein Ernst
- 1:00:05sein und ich glaube, jede Familie kennt das irgendwie und
- 1:00:09das aber so dermaßen kondensiert in einer Geschichte habe ich es
- 1:00:14noch nie erlebt, weil es einfach so toll verbildlicht, was
- 1:00:18Erinnerungen machen und wie schwer es auch ist, seine eigene
- 1:00:21Erinnerung loszulassen und die Erinnerung eines anderen
- 1:00:24gleichwertig daneben zu stellen und zu sagen.
- 1:00:27Von beiden in irgendeiner Form geschehen sein?
- 1:00:31Auf jeden Fall finde ich auch die Mikko Sophie Kümmel macht
- 1:00:35das ganz, ganz, ganz, ganz wunderbar, wie sie es schafft,
- 1:00:40die Erinnerungen dieser 3 Schwestern immer weiter
- 1:00:42miteinander versöhnen zu können, das ist ein wirklich ganz
- 1:00:45ungewöhnlicher, ruhiger, wunderbarer Roman.
- 1:00:49Ja, ich bin, ich hänge noch so fest.
- 1:00:52An den 16 Jahren unterschied also die 16 Jahre auch was.
- 1:00:56Was sehr Magisches haben also, und und dann also dann befinden
- 1:01:03sich ja quasi zu dem Zeitpunkt, als die Mutter sich sich das
- 1:01:08Leben nimmt, alle jeweils in einem sehr signifikanten
- 1:01:13Alterszeitpunkt für die Mutter, nämlich als sie dann jeweils
- 1:01:16Mutter geworden ist, und das ist fantastisch brillant aufgebaut,
- 1:01:20also das ist so n bisschen, wo man denkt in klein, aber wie bei
- 1:01:23Jonas Kimiri, wo man denkt, Alter, was hast du dir alles
- 1:01:26davor schon dabei gedacht und auch dort denkt man so, also auf
- 1:01:31einer formalen Ebene, also inhaltlich eh toll und
- 1:01:33geschrieben, toll, aber auch auf dieser formalen erzählerischen
- 1:01:35Ebene n Kunstgriff wirklich ne richtig richtig gute Idee klingt
- 1:01:41klingt. Wunderbar.
- 1:01:43Das waren also noch. Mal 3 Schwestern.
- 1:01:46Ich hatte jetzt noch mal 5 Schwestern.
- 1:01:48Yes, ja. Haben übrigens deine. 3
- 1:01:51Schwestern von eben haben die auch so einen, einen
- 1:01:55Familiennachnamen, aber die sind wahrscheinlich lustig, wollte
- 1:01:58ich noch drauf eingehen, weil du ja.
- 1:01:59Meintest die Nikolaschwestern und wie hießen sie bei der
- 1:02:01Anapolitano? Die bombardiero Schwestern, die
- 1:02:06Pavanola? Pavarotti, die Pavarotti.
- 1:02:09Schwester pavanola nee, nee, pavlow nee, wir.
- 1:02:13Haben nen Namen. Nee, die. 3.
- 1:02:16Ich, ich hatte nämlich noch mal überlegt, als du das sagtest,
- 1:02:18wieder mit diesen. Es klingt ja mal wie n Film, die
- 1:02:20Nana Schwestern in, also bitte korrigiert mich wenn es falsch
- 1:02:27ist. In meiner Welt haben diese
- 1:02:28Schwestern gar keinen Nachnamen OK padawano.
- 1:02:31Padawano, und das würde auch gar nicht.
- 1:02:34So passen, weil sie ja gar nicht, wieso eine Einheit
- 1:02:36auftreten, wie es jetzt die Padawano oder die
- 1:02:38Nikolaschwestern tun. OK, also ich hab jetzt noch mal
- 1:02:41Schwestern die als. Einheit auftreten, das sind
- 1:02:43nämlich die Lisbonschwestern. Ich weiß wen du meinst, glaub.
- 1:02:47Ich, ich glaub, dass du das weißt.
- 1:02:49Weil. Der.
- 1:02:50Autor dieses Buches Die Selbstmordschwestern einer
- 1:02:54deiner Lieblingsautoren ist Jeffrey Eugenidis sagst du ja
- 1:03:01eugenidis Eugenidis. Eugenidis ich glaube eugenidis
- 1:03:04jetzt hab ich selber schon wieder vergessen.
- 1:03:06Eugenides wäre meine bevorzugte Aussprache.
- 1:03:08Aber ich weiß nicht, ob die irgendwas mit seinem Namen zu
- 1:03:12tun hat. Das ist soweit ich meine mich zu
- 1:03:16erinnern, der Debütroman von Eugenides und ich hab den das
- 1:03:22ist nicht das erste, was ich von ihm gelesen habe, aber ich hab
- 1:03:24von ihm ein Buch gelesen und ich war so unfassbar begeistert,
- 1:03:27dass ich alles von ihm lesen wollte, für seine Verhältnisse
- 1:03:31eher einer der kürzeren Romane. Ja, eine Familie mit 5 Kindern,
- 1:03:37die Lisbon Familie, die Schwestern Cecilia, Lux, Bonnie,
- 1:03:43Mary und Therese, das ganze spät in den 70er Jahren in der
- 1:03:47amerikanischen Kleinstadt Vorstadt bin ich mir gerade
- 1:03:50nicht mehr so sicher. Die jüngste der Schwestern
- 1:03:54unternimmt einen Selbstmordversuch und stirbt
- 1:03:59auch später und die anderen Schwestern?
- 1:04:03Geraten daraufhin in Isolation oder werden eben auch bewusst
- 1:04:09isoliert, damit die nicht auch noch einen Selbstmordversuch
- 1:04:16machen. Und das Ganze wird auf eine
- 1:04:20sehr, sehr interessante Art und Weise erzählt, nämlich von einer
- 1:04:25Gruppe von Nachbarsjungen also, die Erzählen immer als wir, hat
- 1:04:28man ganz, ganz selten. Selten ja.
- 1:04:32Zum Glück ganz ganz. Selten, weil ich glaube, in den
- 1:04:33meisten. Fällen ist es nicht gut, aber in
- 1:04:34diesem Fall ist es super gut, weil natürlich auch so eine
- 1:04:38Familie mit 5 Mädchen. Also natürlich ist es einfach
- 1:04:40auch ein Thema für die Jungen in der Nachbarschaft und das dann
- 1:04:46auch so als Gemeinschaft zu erzählen, hat noch mal eine ganz
- 1:04:49eigene Dynamik und und und. Poetik und auch Dringlichkeit
- 1:04:54also. Weil er quasi die der ganze Ort
- 1:04:57irgendwie dabei zugesehen hat und und das miterlebt hat.
- 1:05:01Und dann geht es aber über so einen langen Zeitraum, ja, und
- 1:05:07es gibt auch in dem ganzen Buch, Es gibt keine klare Erklärung,
- 1:05:10warum die Mädchen sich das Leben nehmen, es gibt ganz viel
- 1:05:16Beschreibung von von ihrem Leben, und mitunter ist das
- 1:05:19wirklich so. So so, so lebendig und und und
- 1:05:23so laut und so miteinander verbunden.
- 1:05:25Also total überraschend war gar nicht das, was ich erwartet
- 1:05:28habe, aber was als ich den Titel gelesen habe und immer wenn
- 1:05:32einer der Jungen durch irgendwas so n Zugang bekommt zu zu einem
- 1:05:36der Mädchen oder so ne, also das sind dann immer gleich
- 1:05:39Neuigkeiten die die dann eben geteilt werden.
- 1:05:43Und ich entschuldige kurz unterbrechen.
- 1:05:45Weil du. Sagtest die Mädchen.
- 1:05:46Sich das Leben nehmen also. Das heißt, wir müssen den Titel
- 1:05:49ernsthaft, wir müssen den Titel, wir müssen den Titel ernst
- 1:05:53nehmen, es bleibt. Nicht bei der einen Schwester.
- 1:05:55OK, ja, und die? Sind insgesamt.
- 1:05:58Sind die sind die Mädchen irgendwie so n bisschen
- 1:06:00rätselhaft, nicht so zugänglich also weil die sehr miteinander
- 1:06:05zu tun haben und natürlich durch diese Isolation wird es
- 1:06:09natürlich auch noch schlimmer, die können sich ja dann auch
- 1:06:10nur. Fast nur mit sich selbst
- 1:06:13beschäftigen es gibt eine, die da versucht auszubrechen oder
- 1:06:17auch die es auch immer wieder macht.
- 1:06:19Und ja, und die sind also irgendwie sind es ganz normale
- 1:06:26Mädchen und gleichzeitig sind die irgendwie unerreichbar und
- 1:06:29dadurch bekommen die halt auch gleich noch so n Mythos mit
- 1:06:33dabei. Ne, das klingt so flirrend.
- 1:06:34Ja das ist so so Flirrend. Und die sind, die sind da.
- 1:06:36Aber. Die sind nicht wirklich da, also
- 1:06:40ne, dass das. Das bekommt dann auch so n so n
- 1:06:43ja magisches glaube ich nicht das richtige Wort, aber durch
- 1:06:47die Distanz, durch die nicht Erreichbarkeit so was
- 1:06:49unerklärliches, was da rundherum um um sie existiert und
- 1:06:54natürlich ja auch einfach durch diese diese tragische Geschichte
- 1:07:00und den den den Selbstmordversuch zunächst
- 1:07:04Versuch der jüngsten Tochter, und dann sind die sind die
- 1:07:06Mädchen eben aber auch, also das erzählen hier eben Jungs.
- 1:07:10Die sind halt auch Projektionsfläche für die
- 1:07:12Vorstellungen, für die Träume, für die Fantasien von von den
- 1:07:17Jungs. Und da ist auch einiges
- 1:07:20irgendwie nicht so klar, ob das jetzt so der eine sagt das so,
- 1:07:22der andere sagt das so, also erzählerisch super Idee,
- 1:07:28wirklich ich überhaupt sagen muss, bei allem, was wir heute
- 1:07:30bei Schwestern hatten, erzählerisch haben die alle
- 1:07:32alle, ja selbst der ärgerliche kommt.
- 1:07:35Teuben. Sind finden wie finden die
- 1:07:40Eltern statt? In bei dem Disponsisters also
- 1:07:42sind die sind die Projektionsfläche, sind die sehr
- 1:07:46da. Was passiert, wenn sie ihre
- 1:07:48Kinder, ihre Töchter in die Isolation schicken, oder ja,
- 1:07:52also die, die die die finden. Natürlich statt die werden auch
- 1:07:55beobachtet, aber über die wird nicht so viel von den Jungen,
- 1:07:59jedenfalls nicht so viel philosophiert, wenn ich mich da
- 1:08:01jetzt recht erinnere, weil Eltern.
- 1:08:05Ja, einfach auch noch so ne, die sind ja so ne Naturgewalt, also
- 1:08:08die sind halt da, die können bestimmen und das sind die 70er
- 1:08:10Jahre, also auch diese Isolation.
- 1:08:12Na ja, wenn die Eltern das ne was soll man machen, ja passiert
- 1:08:17halt und es ist natürlich eigentlich auch folgerichtig,
- 1:08:19dass die. Jungs in der Nachbarschaft sich
- 1:08:22mehr auf die Schwestern konzentrieren und nicht auf die
- 1:08:24Eltern sind halt Eltern. Gibt es halt überall.
- 1:08:27Also ich. Vielleicht hab ich da auch was
- 1:08:30einfach vergessen. Das ist jetzt schon weiß ich
- 1:08:32nicht, als ich es gelesen habe. Aber mir ist es nicht in
- 1:08:34Erinnerung geblieben. Also die sind da, ja, aber um
- 1:08:38die geht es halt tatsächlich nicht, ne und auch dadurch, dass
- 1:08:41ja eigentlich das ja nicht erklärt wird, was genau passiert
- 1:08:45dort was, was ist das, warum passiert das, warum ist es
- 1:08:50gerade in dem Fall so ansteckend, wenn man also nur
- 1:08:56wenn wenn Eugene des das hätte erzählen wollen, hätte er sich
- 1:09:00natürlich ganz anders mit den Eltern beschäftigen wollen, aber
- 1:09:02das ist nicht. Die Geschichte dir erzählt und.
- 1:09:06Was ich. Was ich am Anfang vom Podcast
- 1:09:09gesagt habe, ist, als ich mir die Bücher jetzt noch mal
- 1:09:12angeguckt habe und ein paar Gedanken dazu aufgeschrieben
- 1:09:15habe, ist mir aufgefallen, dass alle 3 Bücher über 345
- 1:09:20Schwestern jeweils von außen von einem Mann betrachtet werden und
- 1:09:24erzählt werden. Das ist schon interessant, also
- 1:09:27das sind jetzt alles, das ist nichts, was ich irgendwie.
- 1:09:32Unter Mail gays oder so was einordnen würde, weil so sind
- 1:09:36diese Blicke nicht. Trotzdem ist es interessant,
- 1:09:40weil das natürlich noch mal n anderer Blickwinkel ist.
- 1:09:44Ich mich jetzt total bei allen dreien total interessiert, wie
- 1:09:47andere Frauen da drauf. Ja ich wollt gerade sagen, also
- 1:09:50die Nachbarsmädchen jetzt. Zum Beispiel?
- 1:09:51Wie würden die auf die Selbstmordschwestern reagieren?
- 1:09:56Und. Ich überleg, magst du dir deine
- 1:10:00Bücher noch mal anschauen? Also war war das da war das da
- 1:10:03auch so? Na ja, also gut beim Kimiri,
- 1:10:05ganz klar. Bei Kurmteuben ist der Erzähler
- 1:10:09ein Mann, aber das, das war es auch schon.
- 1:10:12Ansonsten finden Männer in diesem Buch wirklich kaum statt
- 1:10:14und das Buch ist. Wenn überhaupt, aus der Sicht
- 1:10:20einer Person, dann am ehesten aus der Sicht der jüngsten
- 1:10:23Schwester, weil wir am nächsten an ihr dran sind, aber sonst gar
- 1:10:28nicht. Und bei der bei der Mikro Sophie
- 1:10:30Kümmel ist es ganz klar ein ein eigener innerer Blick, diese 3
- 1:10:36Schwestern, denn wir haben auch immer wieder die
- 1:10:38Eigenperspektive der jeweiligen Schwester, da ist also gar kein
- 1:10:43Blick von außen richtig drauf, ja OK.
- 1:10:46Gut, dann muss ich. Mich fragen, warum ich
- 1:10:48ausgerechnet da jetzt 3 Bücher ausgesucht habe, wo die
- 1:10:51Schwestern vor allen Dingen durch den durch männliche
- 1:10:54Beobachter geschrieben werden. Ich habe ein ein kleines
- 1:10:58Kinderbuch. Noch Monique, was mir so
- 1:11:01irrsinnig gut gefallen hat und dort ist es nämlich auch 3
- 1:11:03Schwestern aus der Sicht eines Nachbarjungen, wobei die 3
- 1:11:06Schwestern sind die Nebenfiguren und der Nachbarjunge, aber es
- 1:11:09ist einfach nur ne süße kleine Geschichte.
- 1:11:11Es heißt Stewart Horton. Der gerne mal abgekürzt wird mit
- 1:11:16S Punkt horten, was so viel heißt wie Schorten, was n
- 1:11:19ziemliches Drama ist für ihn, denn er ist einfach wirklich zu
- 1:11:22klein für sein Alter und er ist mit seinen Eltern in eine neue
- 1:11:25Stadt gezogen und hat nichts zu tun und es ist der Anfang der
- 1:11:28Sommerferien. Was für ne blöde Idee also er
- 1:11:30hat kann auch keinen Kennenlernen, die einzigen die
- 1:11:33er kennenlernt sind die 3 Nachbarskinder die 3 Schwestern,
- 1:11:36das sind Drillinge die auch noch eineiig sind.
- 1:11:40Und die langweilen sich auch furchtbar.
- 1:11:42Die haben als Ferienprojekt, wir machen eine Zeitung, wir werden
- 1:11:46Journalistinnen, und da es einfach nichts gibt, worüber Sie
- 1:11:49schreiben können, schreiben Sie halt die ganze Zeit über diesen
- 1:11:51armen Jungen von nebenan, der sich gar nicht wehren kann, und
- 1:11:54die sind halt andauernd auf seinen Spuren, und das ist
- 1:11:56wahnsinnig lustig, da passiert. Richtig ist n richtig tolles
- 1:11:58Abenteuerbuch, also ne richtig schöne Geschichte.
- 1:12:01Was ich da so klug fand, das ist nur das, wo ich drauf komme.
- 1:12:05Der Blick von draußen. Er verwechselt diese 3
- 1:12:07Schwestern immer und er findet die auch total nervig, aber eine
- 1:12:10von den 3 Schwestern mag er, die ist irgendwie netter, aber
- 1:12:14trotzdem verwechselt er sie immer bis die Schwester die er
- 1:12:18mag ihn irgendwann mal darauf anspricht und sagst immer ich
- 1:12:20merk doch du vermeidest unsere Namen und so weil du einfach
- 1:12:22keine Ahnung hast wer wir 3 sind ne.
- 1:12:25Ich geb dir mal den Tipp, hör mal auf uns von außen zu
- 1:12:27betrachten, sondern gehe mal eher, betrachte uns von innen
- 1:12:32nach unserem Charakter, also was sagt dein Herz sozusagen, dann
- 1:12:35wirst du uns auseinanderhalten können und das ist so n
- 1:12:38wichtiger Tipp so n wirklich n Lebenstipp, der so im nebenbei
- 1:12:42den Kindern die dieses Buch lesen auf den Weg gegeben wird,
- 1:12:46weil es wirklich n richtig zauberhafter, richtig guter
- 1:12:49Gedanke ist. Also das Buch heißt Stewart
- 1:12:51horten. 8 Münzen und eine magische Werkstatt.
- 1:12:54Sag mal, die Frage, ist es wirklich magisch oder nicht?
- 1:12:56Es ist ein wirklich richtig richtig tolles Kinderbuch für
- 1:12:59alle Kinder ab 10 von einer Autorin namens Lissa Evans
- 1:13:04erschienen, ist es bei Mixed Vision und meines Erachtens auch
- 1:13:07gar nicht mehr lieferbar, sondern nur noch antiquarisch,
- 1:13:10aber diese Infos findet man in den Showdown du hast so Recht
- 1:13:19und. Liebe Schwester.
- 1:13:21Monique Ja, wir könnten hier so ein kleines Konvent aufmachen.
- 1:13:24Vielleicht ja. Siehst du, diese Schwestern
- 1:13:27haben wir jetzt gar nicht dabei, die haben wir tatsächlich noch
- 1:13:30ein Thema. Ja, aber bevor wir uns jetzt in
- 1:13:34unsere Klösterlichkeiten zurückziehen, haben wir
- 1:13:38natürlich noch die elegante Aufgabe, das Buch fürs Bett
- 1:13:43anzumelden. Das heute.
- 1:13:46Nicht von dir, kommt auch nicht von mir kommt, sondern von einer
- 1:13:50unserer treuen Hörerinnen. Und das ist in diesem Falle
- 1:13:53Sabine. Vielen, vielen dank Sabine, für
- 1:13:56dieses wunderbare Buch fürs Bett.
- 1:13:59Was du uns empfehlen wirst. Und ich bin natürlich ein
- 1:14:02bisschen böse, weil jetzt kann ich nicht mehr drüber sprechen.
- 1:14:05Aber gut, dir sei es gegönnt. 1000 dank für diesen Beitrag und
- 1:14:09jetzt kommt Sabine ein weiteres Buch.
- 1:14:13Fürs Bett hier bin ich wieder. Diesmal möchte ich gerne Brian
- 1:14:18Sewell ans Herz legen. Mit seinem Buch Pavlova oder wie
- 1:14:24man eine Eselin um die halbe Welt schmuggelt.
- 1:14:28Es hat nur 172 Seiten, die Geschichte scheint bizarr zu
- 1:14:32sein, aber in Wirklichkeit ist sie zauberhaft elegant und
- 1:14:36poetisch, augenzwinkernd und berührend zugleich.
- 1:14:40Stellen wir uns einen englischen Gentlemen auf Reisen in Pakistan
- 1:14:45vor, das. Mr. Bee sieht plötzlich eine
- 1:14:49Eselin, deren Rücken voll bepackt ist und deren dünne
- 1:14:53Beine unter der schweren Last zittern.
- 1:14:57Als englischer Gentleman ist er fest entschlossen, dem Tier zu
- 1:15:00helfen und es mit nach Hause zu nehmen.
- 1:15:03Das einzige Problem ist aber, sein Zuhause liegt in London und
- 1:15:08ein Esel kann nicht im Flugzeug reisen, eine Eselin auch nicht.
- 1:15:13Also begeben sich Mr. Bee und Pavlova, wie er die Eselin von
- 1:15:17nun an nennt, auf eine lange Reise durch den Nahen Osten bis
- 1:15:22nach Europa zu Fuß. Sie werden über Grenzen
- 1:15:27geschmuggelt, von Drogendealern aufgegabelt, sie entspannen im
- 1:15:31Hammam, kreuzen die Seidenstraße und Speisen mit Diplomaten.
- 1:15:37Ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen.
- 1:15:39Es gehört mit zu den schönsten Lektüren, die ich in den letzten
- 1:15:43Jahren erleben durfte, und es ist auch ein fantastisches
- 1:15:47Geschenkbuch. Also hier ist mal wieder Sabine
- 1:15:51Hensch und alles Liebe. 1000 dank, Liebe.
- 1:15:55Sabine, Es ist wirklich 1 der schönsten Bücher und der alte
- 1:16:00Buchhändler in mir hat auch den perfekten Verkaufslogan dafür.
- 1:16:04Zumindest benutze ich den immer im Laden, wenn ich es den
- 1:16:06Menschen näherbringen möchte, nämlich stell dir vor, Erich
- 1:16:09Kästner wäre nicht gestorben ist, sondern ist nach England
- 1:16:11gezogen und hat einfach weiter geschrieben, so liest sich
- 1:16:14dieses Buch, glaube du hast das schon mal am Rande erwähnt.
- 1:16:18Wahrscheinlich, aber das klingt nach einem Buch, das man ruhig 2
- 1:16:21oder dreimal erwähnt kann. Mindestens.
- 1:16:24Und damit. Zeit fürs Lesen.
- 1:16:27Großartig und vielleicht noch n Kaffee.
- 1:16:32Vielen dank, Liebe Monique. Es war eine zauberhafte,
- 1:16:35höchstens Dreiviertelstunde, die wir miteinander verbringen
- 1:16:38durften und ich freue mich riesig, dich in 2 Wochen zu
- 1:16:42einem neuen Thema zu unserem Podcast wieder befragen zu
- 1:16:46dürfen, zu wunderschönen Büchern, Dankeschön, lieber
- 1:16:49Kurt, Dankeschön Liebe. Hörerinnen und Hörer und bis in
- 1:16:522 Wochen bis dann ciao ciao. Im Bett mit Buch ist eine
- 1:17:00Produktion von irgendwas ist immer Konzept und Produktion.
- 1:17:04Götz Gring, Modalmer Redaktion und Hosts Mundi Lukas und Kurt
- 1:17:09von Hammerstein.