Latest / BZ am Ohr / Kochen, essen, posten (1): vegane Vesperstube im Schwarzwald – wie geht das?
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- Das alles hat angefangen damit, dass ich öffentlich Erstellung dazu bezogen habe, dass ich mich nicht mehr vegan nennen möchte. Und wenn da steht vegan, dann haben super viele Leute einfach Vorurteile. Dieses Wort ist so negativ konnotiert. Vegane Vesperstube mitten im Schwarzwald? Wie passt das zusammen? Für Sina und Marcel Hildmann passt das wunderbar. Die beiden betreiben in der Ortenau einen Gnadenhof für Tiere mit einer veganen Gastronomie dabei. Wie sie mit Mitte 30 diese große Lebensentscheidung getroffen haben, ob ihre kleinen Kinder auch vegan leben und warum es rund um ihren Lebenshof einen Shitstorm inmitten der veganen Szene gab, das erzählen sie hier bei BZ am Ohr, dem Podcast der Badischen Zeitung. Mein Name ist Dora Schölz, ich bin Redakteurin bei der BZ. Und diese Folge ist Teil einer kleinen Serie, ein Dreigängermenü zu Weihnachten. In der zweiten Folge erzählt die Freiburger Köchin Mira Maurer von der Vielfältigkeit ihres Berufs, von Instagram bis Showküche, zu hören ab 18. Dezember. In Teil 3 spricht Gourmetköchin und Instagram-Star Viktoria Fuchs aus dem Münstertal von Übergängen, hin zu ihrem eigenen Restaurant und natürlich ins neue Jahr, zu hören in der Weihnachtswoche. Und jetzt geht's los mit Sina und Marcel. Viel Spaß beim Zuhören. Herzlich Willkommen bei BZ am Ohr. Hallo Sina, hallo Marcel. Hallo. Hi. Schön, dass ihr da seid. Wir freuen uns über die Einladung. Vielen Dank. Cool. Zu Beginn würde ich euch gerne gedanklich ein bisschen auf eine kleine Reise schicken. Stellt euch vor, es ist Herbst, es ist vielleicht so wie heute sonnig, aber kalt und ihr wollt wandern gehen. Und dann wandert ihr eben stundenlang durch den Schwarzwald auf irgendeinen Berg hoch. und dann seid ihr endlich oben, grandiose Aussicht und ihr habt einfach Hunger. Was wäre denn in so einem Moment das, was ihr unbedingt essen wollen würdet? Also für mich müsste irgendwas ziemlich deftiges, herzhaftes sein und vor allem viel. Das ist das Allerwichtigste, also das wäre für mich das Wichtigste. Und dann noch ein guter Nachtisch dazu, möglichst mit Schokolade. Das wäre hervorragend. Also ich glaube, Käsespätzle wäre eigentlich weit oben. Boah, das klingt gut. Bei mir wäre es Gulasch, so ein Gulascheintopf. Und du hast auch mal gerne Wurstsalat mit Pommes oder Bratkartoffeln. Ja, stimmt, ja. Ja, auch nicht schlecht, ja. Und dann als Nachtisch vielleicht so ein fettes Stück Torte oder so. Finde ich immer gut. Schokotorte. Schokotorte immer gerne, ja. Lecker. Aber dann die Schokolade und das Gulasch, vegan, nehme ich an. Genau, richtig. Das auf jeden Fall, ja. In unserem Fall, ja. Wir sagen es gar nicht dazu, aber ja, in unserem Fall auf jeden Fall. Das ist für euch, selbstverständlich, genau. Ihr habt letztes Jahr 2024 einen Gnadenhof eröffnet, den Lebenshof Mut im Bauch, in Ottenhöfen im Schwarzwald, das ist so nordöstlich von Offenburg. Das ist ein Zuhause für Tiere, die sonst eben keiner mehr haben möchte. Der Hof liegt aber auch an einem Wanderweg, am Mühlenwanderweg. Es kommen also viele solche hungrigen Wanderer vorbei. Und bei euch gibt es dann eben auch was zu essen in der veganen Vestba-Stube. Werbung. Welches Tablet liegt bei euch unter dem Weihnachtsbaum? Zur Vorweihnachtszeit haben wir ein tolles Angebot für euch. Bestellt BZ Digital Premium und erhaltet ein Samsung Galaxy Tab A11 Plus oder ein Apple iPad der 11. Generation kostenlos dazu. Mit BZ Digital Premium habt ihr vollen Zugriff auf alle digitalen Inhalte der BZ, wie zum Beispiel die Digitale Zeitung, BZ Online oder BZ Smart. Geht auf mehr.bz.w-tablet oder schaut in die Shownotes und sichert euch euer kostenloses Tablet. Das Angebot gilt nur noch bis zum 21. Dezember. Werbung Ende. Nur um es einmal kurz dazu gesagt zu haben, vegan heißt eben gar nichts Tierisches, also nicht nur kein Fleisch, sondern eben auch keine Eier, keine Milch, kein Käse. Richtig. Genau. Wie kam das denn da im Ort an? So vegan und Schwarzwald, das ist ja erstmal nicht so das, was man irgendwie miteinander assoziiert. Und vorher gab es da ja auch ein Wirtshaus, das eher traditionell mit viel Fleisch irgendwie unterwegs war. Wie kam das an vor Ort? Wir haben tatsächlich jetzt gar nicht mal so viel davon mitbekommen, wie es vor Ort ankam, weil wir natürlich mit einer sehr großen Instagram-Community gestartet sind und das große Glück hatten, dass von Anfang an wirklich richtig viele Leute gekommen sind aus der ganzen Umgebung auch und auch von weiter weg. Deshalb mussten wir glücklicherweise auch nicht so den Fokus drauflegen. Wir haben natürlich immer mal wieder gehört, dass manche ein bisschen skeptisch sind, aber das war für uns halt auch überhaupt keine Überraschung, weil wir damit gerechnet haben, wenn wir mitten im Schwarzwald eine traditionelle Gaststube übernehmen und es dann plötzlich kein Fleisch mehr gibt. Ja, der Vorbesitzer sozusagen hat uns so ein bisschen gewarnt und meinte dann mal, ja, ob das dann so angenommen wird und ob dann die Leute noch kommen. Und ja, da ging es dann auch um so organisatorische Dinge wie die Telefonnummer, die wir dann übernehmen müssen für die ganzen Leute, die immer reservieren wollen. Und so haben wir gesagt, ja, wir gucken mal, wie viele Leute davon dann auch noch kommen und sich darauf wirklich einlassen. Es waren ein paar, würde ich sagen, oder? Ja, es waren schon ein paar, die auch immer mal wieder kamen, die das auch dann teilweise angenommen haben. Teilweise waren sie halt dann nur noch einmal da. Aber man hat das schon relativ schnell gemerkt, dass da ein ziemlich großer, ich würde fast sagen, Generationenwechsel stattgefunden hat. Also es ist eine völlig andere Zielgruppe, die wir da jetzt ansprechen, muss man schon ehrlich sagen. Auch altersmäßig? Ja, total. Ja, auf jeden Fall. Also vorher war wirklich, ja, es war schon eher so Rentner-Zielgruppe, viele so Busreisen und halt dann auch das Publikum, das man sich da vorstellt. Und das ist ja auch total legitim. Aber ich würde behaupten, im Schwarzwald gibt es solche Ausflugsziele eigentlich genug. Mehr als genug. Wirklich. Ich meine, vorher gab es viel einfach so eine Wurstsalat und Speckplatte und solche Geschichten. Das findet man also im Zweifel auch in wahrscheinlich zehn anderen Häusern in der Umgebung. Genau. Deswegen jetzt sind es halt eher Familie mit Kindern, muss man ehrlich sagen. Ja, okay. Und was steht dann so bei euch auf der Speisekarte? Also wir haben jetzt gerade frisch unsere Herbstkarte und jetzt kommt auch bald die Winterkarte. Die unterscheidet sich natürlich schon vom Sommer, so wie es ja auch üblich ist, mit deftigeren Gerichten. Also wir haben jetzt eben dieses klassische Gulasch auf der Karte, worüber ich mich sehr freue. Käsespätzle haben wir immer. Was haben wir denn noch? Na, wir haben Serviettenknödel mit Pifferling jetzt momentan. Kommt auch sehr, sehr gut an. Maultaschen hatten wir jetzt die ganze Zeit auf der Karte. Da haben wir jetzt auch noch ein Gericht damit. Dann haben wir selbstgemachte Pritzelknödel mit... Waldpilz. Waldpilzrahmsoße, genau. Also solche Geschichten, das ist schon, ja alles ziemlich deftig, wie ich auch am Anfang gesagt habe. Es ist viel, es ist einfach so, dass man halt auch wirklich, wenn man jetzt unterwegs war, den Mühlenweg gelaufen ist. Ich meine, der hat knapp 13 Kilometer rund um Ottenhöfen, auch einige Höhenmeter. Da hat man dann schon Hunger, wenn man da bei uns dann ankommt, merkt man dann schon auch. Und dann haben wir, wie gesagt, auch viele... Torten, das ist auch so ein Ding geworden jetzt bei uns in letzter Zeit, was auch sehr gerne angenommen wird, gut angenommen wird, genau. Aber Timo, Timo Franke ist ja unser Küchenchef, der hat sich das auch nochmal sehr, sehr stark gewandelt. Er kommt ja auch aus Ortenhöfen gebürtig, also sein Elternhaus ist auch dort. Für ihn war das so eine Rückkehr wieder nach Hause in den Schwarzwald sozusagen. Aber er hat uns kulinarisch auf ein ganz neues Level nochmal gehoben. Also vorher war das viel so Sandwiches, ja, was man halt so in der veganen Küche erwartet, sagen wir es mal so. Und dann jetzt ist die neue Karte, also seit der Sommersaison diesen Jahres, schon sehr traditionell geworden. Der Timo Franca hat ja auch in Berlin in verschiedenen, auch sehr guten Restaurants auch gearbeitet und gelernt. Genau, der hatte ja mal auch ein eigenes Restaurant in Bühl. Da war er so ein bisschen seiner Zeit voraus, muss man ehrlich sagen. Also in so einer kleinen Stadt, so ein rein veganes Restaurant. Das war schon, wann war das? Das war um 2014 sowas. Also wir waren da Stammgäste, wenn wir uns total gefreut haben. Aber es war trotzdem zu der Zeit natürlich noch super schwer, da irgendwie Fuß zu fassen. Nischig sind wir irgendwie vegan. Allein die Produkte, also das ist ja heute noch super schwer, an die Produkte ranzukommen zu einem Preis, der einigermaßen vertretbar ist, den man auch den Leuten dann noch weitergeben kann in gewisser Weise. Aber damals war halt, da hat es bei Tofu im Supermarkt aufgehört, muss man sagen. Ihr habt jetzt gesagt, ihr nennt die Gerichte dann auch Kulasch und Käsespätzle. Das Europaparlament will aktuell Bezeichnungen wie Schnitzel oder Wurst für Fleischersatzprodukte verbieten. Aktuell verhandeln da die EU-Länder noch drüber, es ist noch nicht durch. Wie steht ihr denn dazu? Also ich finde es halt komplett lächerlich und ehrlicherweise habe ich das auch komplett von mir ferngehalten. Also es interessiert mich nicht, was die da entscheiden. Wenn es entschieden wird, dann müssen wir es halt umbenennen. Jo, dann ist es so. Es wird sich genau gar nichts ändern für uns. Also ich sehe das sehr entspannt und amüsiere mich einfach nur drüber, ehrlicherweise. Ich finde es einfach nur erschreckend, dass sowas überhaupt ein Thema sein muss. Also es gibt so viele Themen, mit denen man sich beschäftigen kann. Aber damit, also das ist wirklich sehr, sehr bezeichnend. Aber ja, also wie es Sina gerade gesagt hat, das ist für uns kein großes Thema. Wir haben ja jetzt auch nicht das Wording vegan irgendwie groß auf dem ganzen Hof da jetzt stehen. Weil, wie schon gesagt, wir sind an einem Wanderweg. Wir wollen alle Leute ansprechen. Wir haben das auch überall, steht das bei uns, alle sind willkommen. Jeder kann bei uns sein, wie er möchte und kann eben auch probieren. Und wenn da steht vegan, dann haben super viele Leute einfach Vorurteile. Dieses Wort ist so negativ konnotiert. Das ist verbrannt, um ehrlich zu sein. Also das ist meine Meinung. Die Gerichte sind das, was sie sind. Wir arbeiten jetzt auch nicht super viel mit Ersatzprodukten. Also wir haben ja auch, ich weiß gar nicht, ich glaube das Gulasch und der Zivilrostbraten. Gut und natürlich die Käsespätzle mit veganem Käse. Veganem Käse, okay, das ist das Einzige. Aber wir versuchen schon sehr, auch mit regionalen Zutaten und so zu arbeiten. Und wir haben halt einen kleinen Hinweis auf der Karte, das ist natürlich wichtig, dass alles 100 Prozent pflanzlich ist, damit jeder auch weiß, was er bekommt. Aber letztendlich denken wir, niemand bricht sich einen Zacken aus der Krone, wenn in dem Gulasch halt jetzt mal kein Schwein oder Rind drin ist, sondern es halt einfach in dem Fall jetzt Seitan ist. Also Weizeneiweiß. Es schmeckt wirklich verblüffend authentisch. Und es ist ja auch oft bei den Menschen so im Kopf, ja, warum müsst ihr denn jetzt Fleisch imitieren, wenn ihr es ja nicht essen wollt? Es gibt halt einfach unglaublich viele Menschen und da zählen wir auch dazu, die nicht aus geschmacklichen Gründen sich pflanzlich ernähren, sondern einfach aus... Ethischer Motivation. Und uns hat immer Fleisch, also mir hat immer Wurst sehr gut geschmeckt. Mir Fleisch tatsächlich, ja. Mir ist ja Fleisch, ja. Und das ist ja auch nichts Verwerfliches, dass man den Geschmack immer noch gut findet. Also wenn ich an einem Bratwurststand vorbeilaufe, dann rümpfe ich nicht die Nase und finde das eklig, sondern es erinnert mich an meine Kindheit. Ich finde es immer noch lecker und ich freue mich einfach total, wenn es da pflanzliche Alternativen gibt, die ich essen kann. Es gibt natürlich auch Leute, die da anders drauf sind, die da komplett drauf verzichten können. Das ist super. Aber ich glaube, der Großteil ist halt nicht so und feiert es, wenn es gute Ersatzprodukte gibt. Du kommst ja auch aus einer Fleischesser und sogar auch aus einer Anglerfamilie, habe ich gesehen. Mit zehn hast du aufgehört, Fleisch zu essen. Kannst du mal so ein bisschen erzählen, wie war das so als Kind? Wie bist du dazu gekommen? Also es gab so eine Situation, da gab es bei uns zu Hause Hähnchenschenkel zum Mittag aus dem Backofen. Und ja, mein Bruder hat damals einfach mit diesem Fleisch so rumgespielt und so eine... Vene, da rausgezogen. Sehne, oder? Sehne, Vene, keine Ahnung. Und für mich war das irgendwie, ich wusste schon irgendwie, ich weiß nicht mehr genau, wie es ist, aber ich wusste, ich glaube mit zehn weiß man natürlich, dass es Tiere sind, da ist man ja schon auch kopfmäßig soweit. Aber irgendwie wurde es mir so richtig bewusst in dem Moment. Und dann war das Thema für mich komplett vorbei. Das war wirklich nur dieser eine Moment, der eigentlich gar nicht großartig schlimm war oder so. Aber dann sind wir abends auf so ein Dorf festgegangen und ich habe ganz bewusst meine letzte Currywurst gegessen. Und das war dann tatsächlich die letzte, das letzte Tier in meinem ganzen Leben, das ich gegessen habe. Nee, stimmt nicht. Ich hatte zwischendurch in meiner Jugend eine kurze Fast, da habe ich wieder Fisch gegessen. Aber ansonsten, ja. Und in Thailand hat es so mal einen Schweinefuß in der Sohn. Das war schrecklich. Das glaube ich. Und warum hast du dann entschieden, komplett auf vegan umzusteigen? Da war ich dann schon deutlich älter. Das war ungefähr zehn Jahre später. Also ich habe es mit 15 schon mal kurz probiert, aber damals war Vegetarisch schon noch exotisch. Vegan war der irgendwie utopisch und ich habe halt einfach alles weggelassen und mir ging es dann ziemlich schnell auch einfach nicht gut. Genau, aber als diese vegane Bewegung dann so ganz am Anfang war 2011, 2012 und da bin ich halt volle Kanne auf den Zug aufgesprungen, habe alles ausprobiert und ich weiß auch noch, Marcel war super skeptisch, meine Eltern und so, oh nee und so. Aber wir haben einfach die Sachen gekocht und es war super lecker, es hat uns allen total gut getan und das war halt der Anfang davon. Das heißt, bei dir war nicht sofort Marcel Feuer und Flamme? Nee, nee, am Anfang tatsächlich überhaupt nicht. Also ich kann mich noch erinnern, wir hatten viele Gespräche auch darüber, wie praktikabel das einfach ist. Also es war halt vor allem auch zu einer Zeit, da gab es halt nicht überall Ersatzprodukte. Also in meinem Kopf war das wie so eine Liste, die sich die ganze Zeit immer weiter minimiert und eigentlich kann ich jetzt gar nichts mehr essen. Also für mich war das ein ganz befremdlicher Gedanke. Vor allem bei mir war ja auch erst ganz gut, Was heißt ganz kurz? Wann war das? Ein paar Jahre vorher, als ich dann auch entschieden habe, kein Tier mehr zu essen? Nee, das war der gleiche Moment. Fast der gleiche Moment. Wir kennen uns seit 2011. Das stimmt, ja. Es war kein Jahr. Ja, stimmt. Es war sogar nicht mal ein Jahr. Wo ich dann schon, also du bist mit mir zusammengekommen, als ich halt vegetarisch war und musstest dich da schon, hast dich da schon ein bisschen ja dann auch angepasst. Ja, das auf jeden Fall. Und wir haben halt vegetarisch zusammengekocht und so. Naja, das war ehrlicherweise für mich der erste Moment, wo ich überhaupt drüber nachgedacht habe. Das war für mich nie ein Thema. Ich habe einfach gegessen, was es halt gab. Also es war für mich nie irgendwie eine Auseinandersetzung damit. Erschreckend im Nachhinein, muss ich sagen. Ja, deswegen war das halt für mich so der Schritt von, ich esse alles und denke überhaupt nichts nach innerhalb von einem Jahr zu, okay, ich soll mich jetzt vegan ernähren. Wo ich den Begriff erst vielleicht vor kurzem gehört habe, war ein bisschen viel. Ich habe auch nie gesagt, also bis heute nie gesagt, dass ich irgendwie vegan bin oder ein Veganer bin oder irgendwas. Sondern ich versuche einfach in jeder Situation, möglichst einfach immer die vegane Alternative zu nehmen. und das gelingt mir eigentlich auch ganz gut. Aber wenn ich jetzt irgendwo, weiß ich nicht, bin irgendwo und es gibt halt jetzt irgendwie nur eine Sache, wo ein bisschen Käse drin ist oder so, dann ist es so. Aber ich versuche auf jeden Fall immer so zu lösen, dass es möglichst vegan ist. Und das geht heutzutage, also ich würde sagen, in 95 Prozent der Fälle hervorragend. Ja, das hat uns zwei auch immer voneinander unterschieden. Also ich war ziemlich schnell tatsächlich dann auch arg streng unterwegs und wollte, dass mein ganzes Umfeld sofort vegan ist. Das ist aber auch so der Naturelle. Und von denen erwarte, dass die ganz schlimme Dokumentationen anschauen und so. Und für mich kam es absolut nicht in Frage, jemals wieder irgendwas anzurühren. Und es war... Eine schwierige Zeit tatsächlich, aber ja, das unterscheidet uns halt bis heute, dass ich einfach konsequenter bin in dem, was ich tun. Ich war eher der lockerere Typ und inzwischen weiß ich das an ihm auch sehr zu schätzen und wünschte mir manchmal, ich wäre auch so. Ich glaube aber, daher haben wir auch diese Umgangsweise auch mit dem Hof jetzt und so. Man könnte ja da schnell irgendwie denken, okay, das sind jetzt total die dogmatischen Typen, die irgendwie alle Leute beeinflussen wollen oder denen jetzt vorleben wollen, wie man es wirklich machen muss. Aber das ist genau das Gegenteil. Wir wollen einfach nur eine Alternative anbieten für die Leute, entweder die es aktiv suchen, das sind viele Leute, das ist schön, aber eben auch für die Leute, die einfach damit noch nie in Berührungen gekommen sind, die einfach nur da was essen und das waren also sehr, sehr viele Leute schon, die bei uns einen Wurstsalat jetzt im letzten Sommer gegessen haben und nie wussten, dass der vegan war, weil sie halt einfach nicht die komplette Karte gelesen haben und die trotzdem die Teller leer sind, also kann es so schlecht nicht gewesen sein. schmeckt trotzdem. Das heißt, für euch ist schon, oder für dich vor allem, Sina, die Hauptmotivation, dass einfach keine Tiere leiden sollen. Es gibt ja durchaus noch andere Gründe. Also weniger Ressourcenverbrauch, weniger Flächenverbrauch. Für manche Menschen ist es auch einfach gesünder, weil sie sich dann bewusster ernähren, weil sie weniger Fett zu sich nehmen. Aber für euch steht schon so das Tierleid im Vordergrund? Ja, also ich war schon immer einfach sehr arg mit Tieren, weil immer schon das Kind das alles zu Hause angeschleppt hat. Deshalb, ja, die Tiere stehen bei mir komplett im Fokus und ich wünsche mir einfach, beziehungsweise ich freue mich einfach drüber, wenn Leute zu uns kommen, die vielleicht zu Hause nicht vegan essen und einfach wenigstens diese eine Mahlzeit jetzt gegessen haben und dafür schon mal kein Tier sterben musste. In Deutschland leben ungefähr 1,5 Millionen Menschen vegan. Die Zahlen sind zuletzt deutlich gestiegen. Vegetarisch leben etwa 8 Millionen, also ungefähr 10 Prozent der Bevölkerung. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt möglichst viele pflanzliche und eher wenige tierische Lebensmittel. Sie sagen aber gleichzeitig, wenn man sich rein vegan ernährt, ist es teilweise schwierig, alle Nährstoffe zu sich zu nehmen. Also sie sagen, man muss das eben wirklich bewusst machen und gucken und da hinterher sein. Du hast ja gerade selber gesagt, als du 15, glaube ich, warst, hast du einfach mal alles weggelassen und es ging dir damit auch selber schlecht. Wie macht ihr das denn ganz konkret? Also ein Stichwort, das man da immer wieder hört, ist Vitamin B12. Das sagt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung auch. Das muss man tatsächlich supplementieren über Tabletten, weil es eben nur in tierischen Produkten enthalten ist. Wie macht ihr das? Genau so. Wir supplementieren und es ist auch wichtig, dass man supplementiert. Gerade B12 ist essentiell. Ich kenne tatsächlich keine einzige Person, die sich vegan ernährt, die das nicht auf dem Schirm hat. Und wo schränkt einen das ein? Also es ist halt wirklich auch so, dass den Tieren das auch supplementiert wird. Und dann nimmt man es halt übers Fleisch zu sich. Ich habe keinen Schmerz damit, einfach jeden Tag eine Tablette zu schlucken. Da ist auch nichts Schlimmes dran. Das ist auch nicht ungesund oder sonst irgendwas. Und dann so habe ich einfach die Nährstoffe abgedeckt und gut ist. Und wie ist das mit anderen Sachen? Also Eiweiß, Calcium, Eisen? Ja, also Eiweiß ist vegan überhaupt gar kein Thema. Man muss natürlich darauf achten, weil man ja weniger Quellen zur Verfügung hat. Muss man natürlich, also es ist sicherlich schwerer genug Protein zu sich zu nehmen, vegan. Aber wenn man es auf dem Schirm hat, Tofu ist ultra proteinreich. Zum Beispiel einfach oder Seitan, dann kriegt man das ganz gut hin. Auch die Ersatzprodukte, die es inzwischen gibt, die sind nicht alle zu verteufeln. Da sind auch viele richtig toll proteinreiche Sachen dabei, die man gut essen kann. Omega-3 ist ein ganz wichtiges Thema, aber das ist es für alle Menschen, die kein Fisch essen. Und ich kenne auch wieder viele Menschen, die sich Omnivu ernähren, aber vielleicht einmal im Jahr Fisch essen. Die sollten alle Omega-3 supplementieren. Also ich bin Ernährungsberaterin, ich kenne mich gut aus. Ich finde nicht, dass man Ernährungsberaterin sein muss, um sich vegan zu ernähren. Aber man sollte sich natürlich gut damit auseinandersetzen, damit einfach alles gut abgedeckt ist. Gerade wenn man das auch über eine lange Zeit macht. Wenn man das jetzt mal ein Jahr macht und sich am Anfang nicht direkt damit auseinandersetzt, dann passiert nichts Schlimmes. Gerade die B12-Speicher, die halten auch super lange, wenn die gut gefüllt sind. Und das sind sie bei den meisten Menschen. Aber man sollte sich auf lange Sicht, wenn man es langfristig machen möchte, schon einmal damit auseinandersetzen. Dann ist es aber auch eine Sache, die geht in Fleisch und Blut über. Und wie ist das mit euren Kindern? Ihr habt ja zwei kleine Kinder. Eben die auch vegan? Unsere Kinder, also ich hatte zwei komplett vegane Schwangerschaften. Die Kinder essen inzwischen Eier von unseren Hühnern, weil wir ja auch ganz viele Hühner auf dem Lebenshof haben. Und also die Kleine hat sich am Anfang schwer getan, weil die die ersten drei Jahre auch komplett vegan gegessen hat. Aber inzwischen essen die einfach auch gerne die Eier. Und in Eiern sind natürlich einfach auch viele Nährstoffe drin. Deshalb befürworte ich, dass die die Eier essen, solange sie uns zur Verfügung stehen von unseren eigenen Hühnern. Das heißt, ihr achtet bei den Kindern schon noch drauf, dass sie genug Nährstoffe kriegen. Auf jeden Fall. Aber die kriegen auch einfach ihr Säftchen abends und sind es gewohnt. Was ich spannend fand, die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat bis letztes Jahr in Schwangerschaft, Stillzeit bei Kindern und Jugendlichen von veganer Ernährung abgeraten. Aber seit letztem Jahr gibt es eben eine neue Bewertung, dass sie weder für noch gegen vegane Ernährung empfehlen, weil es einfach zu wenig Daten gibt. Da ist ja das Problem, dass es noch keine richtigen Langzeitstudien gibt. Also es gibt natürlich Menschen, die sich vegan ernähren und das auch schon viele Jahre. Sehr, sehr viele Jahre, das sind eher Einzelfälle, aber das große Problem ist ja, dass es, fast niemanden gibt, gerade auch in Deutschland, wo die Mutter bereits in der Schwangerschaft vegan war und man jetzt zum Beispiel selbst ein Kind bekommt und eine vegane Schwangerschaft hinter sich hat. Also dieses Übergenerationen hinweg, das fehlt halt wirklich komplett und das macht die ganze Studienlage ziemlich schwierig. Und Sie sagen aber eben auch deutlich, wenn man gut drauf achtet, dann kann es unter Umständen tatsächlich sogar gesünder sein. Das finde ich auch immer so schwierig, wenn man darüber gesprochen will, ist vegan oder omnivore gesünder? Das kann ja so unterschiedlich sein. Also es gibt ja Leute, die sich Omniveau ernähren, die ernähren sich ultra gesund und es gibt welche, die ernähren sich miserabel und so ist es auch bei Veganern. Es gibt Veganer, die essen nur Pommes und Chips. Das ist auch vegan. Also diese Debatte, die verstehe ich überhaupt nicht, weil da müsste man sich wirklich komplett mal die Ernährung anschauen. Das geht man ja bei uns sogar schon. Bei uns beiden. Man kann so und so vegan ernähren. Ich habe zum Glück eine Ernährungsberaterin an meiner Seite, das würde wahrscheinlich anders aussehen. Ich war jetzt sehr still die letzten Minuten, weil ich dazu zu dem Thema nicht so viel Zeit hatte. Hat einen Grund, ja. Bei veganer Ernährung ist tatsächlich ein Thema, auch manchmal noch das Thema Essstörung. Also wenn man sich sehr intensiv mit der eigenen Ernährung auseinandersetzt, kann es eben in manchen Fällen dazu führen, dass es auch zwanghaft werden kann. Oder Menschen, die bereits eine Essstörung haben, nutzen dann quasi diese Regeln der veganen Ernährung, um möglichst viel Kontrolle über ihre eigene Ernährung auszuüben. Du hast ja selber auch mal eine Essstörung gehabt, habe ich gesehen. Wie siehst du das? Kommt auch hier wieder komplett auf die Beweggründe an. Also wenn vegane Ernährung natürlich eine Ausrede ist, Lebensmittelgruppen ausschließen zu können und unterwegs, wenn man mit Freunden essen geht, eine Ausrede zu haben, nichts essen zu müssen, dann ist es natürlich fatal. Aber wenn sich jemand aus ethischen Gründen entscheidet, vegan zu essen, also das merkt man ja, gerade heutzutage muss das absolut keine Einschränkung sein. Deshalb gibt es bestimmt solche Fälle, aber sicherlich ganz, ganz wenige. Und auch bei mir selbst war das tatsächlich kein Thema, weil es mir immer um die Tiere ging und sonst um gar nichts. Und ich immer schon dann trotzdem auch mit dir in veganen Burger essen gegangen bin und so, dass ich die gleichen Struggles mit meiner Essstörung damals hatte, in vegan halt einfach. Ja, Stichwort Tiere, sprechen wir nochmal über euren Hof. Wie seid ihr denn zu dem Hof gekommen? Wie habt ihr entschieden, wir machen das jetzt? Ihr seid ja beide auch noch nicht so wahnsinnig alt. Das ist eine krasse Lebensentscheidung. Ja, muss man so sagen. Also wir kannten den Hof vorher schon. Das heißt, wir waren dort auch selbst wandern und waren dort und hatten halt tatsächlich, glaube ich, nur trockene Scheiben Brot, die als vegane Möglichkeit auf der Karte standen. Aber uns hat die Location total gut gefallen. Das war einfach sehr, sehr schön. War ein toller Ort. Wir haben uns da sehr wohl gefühlt. Und ich habe einfach so einen kleinen Faible für Immobilien, muss ich sagen. Das heißt, ich bin da recht informiert immer, was das Thema angeht. Und habe halt irgendwann durch Zufall gesehen, okay, dieser Hof steht zum Verkauf. Das ist ein sehr, sehr alter Hof. Das ist der zweitälteste, laut Erzählungen, in Nottenhöfen. Also Baujahr 1512 ungefähr, also wirklich alt. Mit sehr, sehr viel Land drumherum. Das heißt, wir haben ungefähr 14 Hektar Grund drumherum. Das ist eine Chance, sowas zu kaufen. Das gibt es nicht so häufig, muss man ehrlicherweise sagen. Also auch der Hof war viele, viele Generationen einfach im Familienbesitz. Und sowas wird halt im Normalfall weitervererbt. Und wir haben dann eben gesehen, okay, er steht jetzt zum Verkauf. Das ist jetzt halt so eine Chance. Entweder wir ergreifen sie jetzt oder wir bekommen sie lange wahrscheinlich nicht mehr. Also ich würde sagen, Thema Lebenshof war schon so, oder? War ein Thema für uns, aber es war eigentlich eher so, ich sag mal, wenn die Kinder groß sind, wenn wir 50 sind oder so und haben irgendwie sonst nicht mehr viel zu tun, dann können wir sowas mal machen. Also ich habe immer schon gesagt, dass das mein Lebenstraum einfach ist. Ja, und manchmal muss man so einen Lebenstraum halt dann auch einfach in der Realität dann auch wirklich ausleben, sage ich jetzt mal. Und halt nicht irgendwie immer so in die Zukunft schieben. Und wir haben gesagt, okay, jetzt diese Chance, die ergreifen wir jetzt. Weil wir natürlich glücklicherweise auch die finanziellen Mittel dazu haben. Genau, das muss man auch dazu sagen. Das hat dann auch so in unsere ganze Planung irgendwie ganz gut reingepasst, gerade zu dem Zeitpunkt. Wir haben gesagt, jetzt wir machen das. Haben dann den Hof gekauft, haben eine gemeinnützige Stiftung gegründet. Diese Stiftung betreibt den Hof. dass wir dann eine Gastronomie halt noch dabei haben. Das war so ein bisschen Zufall. Das war gar nicht euer Plan, oder? Nein, gar nicht. Wir hatten nie vor, Gastronomen zu werden. Wir wussten, dass das so mit das härteste Business ist, das man machen kann. Es ist einfach nur viel Arbeit für wirklich sehr, sehr wenig, was am Ende hängen bleibt. Das muss man ehrlicherweise so sagen. Aber wir haben halt auch gesehen, das ist eine Chance, dass wir unseren Lebenstraum, Lebenshof sozusagen, in die Realität umsetzen können. Und gleichzeitig können aber Leute zu uns auf den Hof kommen. Der Hof kann sich sozusagen selbst tragen, und die Leute haben halt auch einen Grund, zu uns zu kommen, weil... Beziehungsweise vor allem einen Grund, auch länger zu verweilen und mit der ganzen Familie zu kommen und nicht alles einpacken zu müssen, sondern auch satt zu werden bei uns. Das ist natürlich eine wunderschöne Möglichkeit. Und gerade dann eben die Kombination aus Lebenshof und einer veganen Küche, das ist für uns eigentlich unverhandelbar. Also... Ich kann mir jetzt nicht vorstellen, dass man irgendwie Lebenshof hat und dann gibt es eine Schweinewurst oder irgendwas. Das fand ich auf Tierheimfesten auch schon immer sehr kritisch, wenn es dann da der Bratwurststand war. Und du gehst da gerade hin, um halt eigentlich was Gutes zu tun. Also war schon immer sehr suspekt für mich. Ja, das stimmt. Thema Finanzen. Eure Haupteinnahmequelle ist aber Instagram richtig. Das ist richtig. Also du bist eben auch Influencerin. Du hast sehr früh auch schon angefangen mit Instagram. Dann zeitweise auch YouTube. Und inzwischen hast du auf deinem privaten Account 120.000 Follower und auf dem Account vom Lebenshof habe ich gesehen 67.000. Das ist ja schon eine Hausnummer. Ja, das ist ordentlich. Wir freuen uns natürlich ganz besonders, dass der Lebenshof-Account wächst. Das ist einfach voll schön. Das habe ich erst mit Svante, meiner Social Media Managerin, gesprochen, dass das einfach krass ist, weil die Leute folgen halt echt für Tierschutz und das ist für mich so viel mehr wert als auf meinem Hauptaccount, weil da geht es halt um mein privates Leben Und ja, der Lebenshof ist da auch Teil davon, großer Teil, weil wir auch täglich da sind. Aber das ist dann doch nochmal echt eine krasse Zahl, diese 67.000 aktuell. Und du machst ja auch Direktvertrieb von Produkten. Richtig. Kannst du mir erklären, wie das funktioniert? Letztendlich ist es nichts anderes als eine Kooperation, nur dass man selbstständig ist und nur mit dieser Firma arbeitet und sich zusätzlich noch ein Team aufbaut im Vergleich zu einer anderen Kooperation. Also ich mache beides. Also normale Kooperation bei Instagram heißt dann, du kriegst Produkte und zeigst die auf deinem Account und Leute können dann vielleicht auch über einen Link bei dir bestellen, bei der Firma bestellen und bei der Firma Rabatte. Genau, das ist der Unterschied, bestellbar der Firma. Es ist kein individueller, also es ist schon auch ein individueller Link. Die Firmen stellen meistens Rabattcodes zur Verfügung. Meistens ist es aber nicht, dass man am Umsatz beteiligt wird, wobei manchmal schon. Und im Direktvertrieb ist es halt so, dass man am Umsatz beteiligt wird und vor allem sich auch langfristig ein passives Einkommen aufbauen kann, was bei klassischen Kooperationen nicht der Fall ist. Also ich habe einfach versucht, dieses System mit tollen Produkten für mich so gut zu nutzen, wie es eben geht, weil ich jetzt, gerade jetzt, wo wir den Lebenshof haben, seit zwei Jahren einfach weiß, ich brauche wirklich viel Geld. Das kostet einfach einen Haufen Geld und ich habe inzwischen auch ein viel besseres Gewissen, tatsächlich auch Werbung zu schalten, weil ich genau weiß, wo es reinfließt. Ja, das war ja auch so der Hauptgrund, warum wir uns dafür überhaupt entschieden haben. Wir haben halt gemerkt, okay, wir können jetzt hiermit viel Geld verdienen, weil Sina offensichtlich auch ein Verkaufstalent hat. Also ist halt einfach auch so, ist ja auch nichts Schlimmes. Hat trotzdem immer so ein bisschen Touch. So ein Touch hat immer, ja. Wenn jemand gut verkaufen kann. Ja, finde ich schon. Das ganze Direktvertriebsthema und so, das hat halt alles so ein bisschen so ein Touch. Ja, ist tatsächlich auch so ein bisschen umstritten, weil ja Verkäufer dann auch wieder andere Verkäufer werben und dann aber dann mitverdienen. Das ist dann wie so ein Schneeballsystem. Nein, da muss man tatsächlich was zu sagen. Also es ist definitiv kein Schneeballsystem. Es gibt Direktvertriebe, die sind Schneeballsysteme. Die sind zwar grundsätzlich verboten in Deutschland, aber trotzdem gibt es immer wieder, gerade in der heutigen Zeit, mit Krypto, mit irgendwelchen Versicherungen, mit sonstigen Sachen, gibt es das definitiv. Da werden einfach nicht reale Produkte verkauft. Es werden Provisionen ausgeschüttet für Produkte, die keinen echten Wert haben. Und man muss Menschen einschreiben, um was zu verdienen. Also da muss man schon sehr achtsam sein, wo man da einsteigt. Also das ist nicht das, was du leist. Nein, das ist nicht das, was ich leist. Also wir verkaufen Staubsauger, das ist ein echtes Produkt und Haarpflegeprodukte. Genau. Und da haben die Leute einen echten Mehrwert davon. Und für uns ist es sogar, ich mache ja sozusagen das Management für Sina, das heißt ich verhandle alle Kooperationen, aber für uns ist es sogar... In den meisten Fällen die ehrlichere Form der Kooperation. Man bleibt halt eben dran, man ist für die Leute wirklich da, man berät die Leute. Und bei einer Kooperation ist es halt in den meisten Fällen so, die Firma bucht einen Influencer und sagt, okay, ich gebe dir Summe X für 5 Story Slides oder irgendwas. Dann macht man das halt einmal und sagt, oh, das ist alles super toll, finde ich alles klasse, kauf das bitte sofort. Und im Zweifel, ja, entweder es funktioniert oder es funktioniert halt nicht. Dann wird das Geld überwiesen und dann wissen aber die Follower auch nicht, ist das jetzt wirklich gut? oder warum macht die das jetzt nie wieder? Deswegen, ja, für uns ist so die Kombination daraus. Also wir sind schon immer sehr achtsam, auch welche, mit wem wir da zusammenarbeiten. Das sind halt bei uns jetzt wirklich Direktvertrieb und wirklich Langzeitkooperationen. Und durch diesen Direktvertrieb habe ich halt die Freiheit, nicht jede Kooperation annehmen zu müssen. Das wäre aber unmöglich. Genau. Ja, aber auch nicht mehr viel annehmen zu müssen, sondern nur das, was sich wirklich gut anfühlt, um halt auch wirklich authentisch bleiben zu können. Also 90 Prozent kommen sofort gar nicht in Frage mit irgendwelchen Bleaching-Sachen für Zähne und was weiß ich. Also es ist wirklich absurd, was es da mittlerweile gibt. Viele Anfragen. Jeden Tag, unendlich viele mögliche. Wow. Und was kommt da so monatlich netto bei rein? Das ist schwer. Also das kommt natürlich total drauf an. Wir haben keinen Festgehalt. Wir haben mittlerweile ein Team aus 15 festangestellten Mitarbeitern. Super viele Minijobber. Aber es kommt total auf den Monat an. Also wir hatten schon Monate, da war es sechsstellig. Wir hatten aber auch schon Monate, da war es... Weniger. Viel weniger, genau. Also das ist super individuell. Und das Team von 15 Leuten, das sind eben Tierpfleger, Leute, die euch auf dem Hof helfen, in der Gastro, der Koch, über den wir schon gesprochen haben, der Timo. Auch, ja. Social Media, Buchhaltung, Grafikerin, Hausmeister. Dann haben wir noch für Events, Eventplanung, wir machen viele Hochzeiten, viele Geburtstage, Firmenfeiern bei uns auf dem Hof. Das muss alles geplant werden und das können wir schon lange nicht mehr selbst. Und welche Tiere habt ihr? Und wie viele? Also wir haben um die 90 Tiere aktuell, weil sehr viel Geflügel dabei ist. Und es ist immer so ein bisschen schwer genau zu sagen. Genau, wir haben zehn Waschbären, vier Hunde und dann haben wir noch zwei private Hunde. Wir haben fünf Ziegen, wir haben vier Schweine, fünf Kaninchen, sieben Katzen, um die 50 Hühner, vier Gänse, einige Enten. Ja, ich glaube, ich habe niemanden vergessen. Das ist schon auch eine große Verantwortung. Ja. Und wo kommen die Tiere her? Also könnte ich jetzt auch als Privatmensch, wenn ich merke, Mensch, meine Stadtwohnung ist eigentlich viel zu klein für meinen Hund, könnte ich den dann auch bei euch vorbeibringen? Also, das ist ein sehr schwieriges Thema, was du da ansprichst, weil das haben wir ganz viel und da sind wir immer sehr vorsichtig. Also wir bekommen echt viele private Anfragen. Ja, meiner Katze wird es bei euch viel besser gehen oder wir haben ein Kind bekommen und irgendwie passt die Katze nicht mehr so richtig rein. Plötzlich Allergien auch oft. Ganz, ganz schwierig. Da muss man echt irgendwie, also ich mache es tatsächlich immer davon abhängig, telefoniere dann mit den Leuten, weil ich auch für die Aufnahme der Tiere ja die Verantwortliche bin und versuche halt abzuwägen, okay, was passiert jetzt wirklich mit dem Tier, wenn wir Nein sagen? Und meistens ist es so, dass die dann halt eh behalten werden. Von daher sind wir da nicht der geeignete Ort dafür. Wir sind halt auch kein Tierheim. Wir haben uns spezialisiert auf die absoluten Härtefälle. Wir haben Hunde mit ganz schlimmen Schicksalen, die auch erhebliche medizinische Baustellen mit sich bringen, die meistens einfach nur noch ihre letzten Jahre bei uns sind. Also meistens alte, kranke Tiere, mit Ausnahme der Waschbären. Genau. Die natürlich Wildtiere sind. Die sind jung und gesund, aber die sind in Deutschland ein Problem. Es ist eine invasive Art. Wenn die einmal in Menschenhand sind, dürfen die nicht mehr ausgewildert werden. Es gibt viel zu wenig Endstellen. Deshalb haben wir uns auch dafür entschieden, Waschbären aufzunehmen und die leider für immer einzusperren. Aber wenigstens halt so schön wie möglich. Warum dürfen die dann nicht mehr ausgewildert werden? Weil die heimische Tierarten bedrohen. und in Deutschland sich gerade sehr arg vermehren. Das ist sogar, glaube ich, EU-weit auch geregelt mittlerweile. Also da dürfen wir einfach nicht mehr, also müssen eingeschlägt oder abgeschossen werden, wenn sie einmal halt aufgenommen wurden. Und auch so versucht man natürlich das Waschbär-Problem in Anführungsstrichen zu bekämpfen. Jetzt haben wir viel über die positiven Seiten von Social Media und von Instagram gesprochen und was ihr da verdienen könnt. Es gibt ja aber auch eine negative Seite, also ihr bekommt viel Zuspruch, viel Lob, aber eben auch Kritik und es gab da auch in der Vergangenheit, würde ich fast sagen, einen regelrechten Shitstorm in dieser Tierschutz-Szene. Da gab es Vorwürfe, ihr würdet die Tiere nicht gut, nicht artgerecht behandeln. Und da gab es dann auch eine Kontrolle vom Veterinäramt. Richtig, nicht nur eine. Ich habe da mal nachgefragt beim Veterinäramt, eben vom Landratsamt des Ortenau-Kreises. Spannend. Journalist-Arbeit. Wichtig, wichtig, ja. Die haben ja gesagt, zu konkreten Kontrollen machen sie eben keine Angaben, aber der Lebenshof hat eine tierschutzrechtliche Genehmigung nach Paragraf 11 des Tierschutzgesetzes und in dem Rahmen dürft ihr eben auch die Tiere öffentlich zeigen und zur Schau stellen. Und da gibt es eben normale Routine-Kontrollen. Und unabhängig davon kann es eben grundsätzlich sein, dass es Kontrollen gibt, zum Beispiel wenn sich Bürger beschweren. Und in eurem Fall war es aber eben so, dass sie, also haben sie mir jetzt nicht bestätigt, Aber so erzählt ihr es, dass sie kontrolliert haben und festgestellt haben, es ist alles in Ordnung. Genau richtig, ja. Das alles hat angefangen damit, dass ich öffentlich Erstellung dazu bezogen habe, dass ich mich nicht mehr vegan nennen möchte, weil ich es nicht befürworte, wie mit diesem Begriff umgegangen wird, beziehungsweise wie die Menschen drauf sind, die sich mit dem Veganismus identifizieren. Ich habe mich quasi gegen die vegane Bubble aufgelehnt, von der ich jahrelang selbst teil war. Und das hat einen riesengroßen Rattenschwanz mit sich gezogen. Ich würde es immer wieder genauso machen. Ich stehe dazu, was ich gesagt habe. Aber ich habe natürlich den Ärger von ganz, ganz vielen Menschen auf mich gezogen. Und dann ging es halt auch schon los mit, ihr dürftet keinen Lebenshof gründen. Wenn, dann muss man 100% vegan sein, um einen Lebenshof zu gründen, obwohl ich nie eine Aussage getätigt habe zu meiner Ernährung. Ganz im Gegenteil. Ich habe gesagt, an meiner Ernährung hat sich nichts geändert, nur an meiner Einstellung. Kannst du das nochmal ein bisschen genauer beschreiben? Deine Einstellung hat sich geändert, aber nicht deine Ernährung? Ja, also als Beispiel, wie ich damals drauf war. Ich war schwanger und wir sind zusammen nach Patagonien geflogen. Und auf diesem Flug, wir haben veganes Essen angemeldet und es gab auf diesem Flug kein veganes Essen. Es gab ein Missverständnis. Und Marcel hat die Mahlzeit dann gegessen, die vegetarische, und ich nicht. Und das war halt ein, wie viele Stunden sind wir geflogen? Boah, das waren bestimmt 14, 15 Stunden oder so. Ja, ich habe nichts gegessen und ich war schwanger. Und wir sind dort angekommen und am Flughafen gab es auch nichts zu essen. Und ich habe nichts gegessen. Und ich habe halt einfach, ich habe das sehr stark in Frage gestellt irgendwann. Und habe einfach gesagt, ich wünsche mir, und das war das, was ich in diesem Reel auch ausgesagt habe, ich wünsche mir, dass ich mehr Lockerheit an den Tag legen kann, was dieses Thema betrifft. Dass ich mich immer vegan ernähre, wenn es geht. Aber wenn es Notfälle gibt, dass ich einfach von diesem Dogmatismus wegkomme. Und dass ich meine Gesundheit genauso oder mein eigenes Wohlbefinden auf die gleiche Stufe stelle wie halt den Veganismus. Und dass ich mir erlaube, in solchen Extremsituationen, die so selten im Leben vorkommen, Ausnahmen zu machen. Das war alles, was ich damit aussagen wollte. Und dass ich halt auch zurückgerudert bin davon, dass ich teilweise den Kontakt zu Freunden abbrechen wollte, weil die sich nicht vegan ernährt haben. Ich weiß nicht, was für ein Mensch ich damals war. Ich kann mich damit überhaupt nicht mehr identifizieren. Und ich weiß, dass es Menschen da draußen gibt, denen geht es. Und ich habe schon immer auf meinem Account einfach das erzählt, was mich beschäftigt. Und das hat mich ganz arg beschäftigt, weil ich mich selbst so arg in Frage gestellt habe und meine Einstellung damals. Und weil ich auch gesehen habe, dieser erhobene Zeigefinger, damit erreiche ich gar nichts. Und ich einfach wahrscheinlich auch erwachsen geworden bin und mehr Sanftmut habe walten lassen. Das war einfach mein Bedürfnis, mich auszutauschen über dieses Thema. Aber ich glaube, was auch noch ein Punkt war, wir haben ja dann auch gerade im Zug, dass wir diesen Lebenshof gegründet haben, Leute kennengelernt, die so zu uns gefunden haben, sag ich jetzt mal, die auch alle Veganer waren und die auch alle sehr perfekte Veganer waren. Und wir haben relativ schnell ein menschliches Muster feststellen können, dass wie gesagt, mit dem, was du gerade beschrieben hast, von dir selbst sehr übereingestimmt hat, auch wenn die Leute teilweise, ich sag jetzt mal. Älter waren, also älter als du damals. Es entwickelt sich ja auch jeder Unterschied. Genau, aber wir haben halt einfach relativ schnell festgestellt, dass das, wie die Leute sind, einfach auch ein Teil des Problems ist, warum in der Gesellschaft, in der Mitte der Gesellschaft dieses Thema so unglaublich kritisch beugt wird. Also ich kann das auch in gewisser Weise nachvollziehen, wenn niemand lässt sich gerne bevormunden, niemand lässt sich gerne irgendwie das alles absprechen und das ist... Ja, es ist natürlich eine sehr schwierige Position, in der wir jetzt sind, weil wir sind für die Leute, die mit Vegan nichts am Hut haben, die haben immer noch die Hardcore-Veganer, weil wir halt so essen und wir sind aber für die vegane Bubble, die viel zu lockeren Veganer, die man nennt es heutzutage Pick-Me-Veganer. Es wird uns oft vorgeworfen, dass ich eine Pick-Me-Veganerin bin. Und trotzdem, ich könnte Instagram nicht machen. Ich könnte das alles nicht machen, wenn ich nicht meine Meinung sagen würde. Ich bin ein provokativer Mensch. Aber trotzdem, das klingt jetzt aber auch so, als gäbe es nicht viele Leute, die so denken würden. Der Großteil der Menschen, die zum Beispiel uns folgen, denken so. Es gibt immer mal wieder, also da kommen halt 500 Kommentare unter so einem Reel. 480 sagen, ja, ey, super, genau das, endlich sagt es mal jemand. Und dann kommen halt vier Leute, die sagen... Keine Ahnung, zündet diese Frau an, so nach dem Motto. Also die sind ja immer sehr extrem, die Menschen. Es ist dann sehr extrem. Das ist ja immer, wenn es in eine Richtung geht. Was glaubt ihr, woher kommt es in dieser veganen und in dieser Tierschutzszene, dieser Dogmatismus? Ich würde fast sagen, das ist nicht nur da so. Also wenn wir jetzt mal Thema Elternschaft nehmen, die bedürfnisorientiert Bubble. Stimmt, ja. Wenn du da ein bisschen was anders machst. Ich spreche auch über Erziehung, aber nicht so krass. Also ich bin da, da habe ich noch nie einen Shitstorm für bekommen. Aber ich weiß, dass die Leute da auch so drauf sind. Also es ist überall, wo ein Thema so sehr glorifiziert wird und jemand macht es dann anders und man sich mit Menschen identifiziert. Also wenn so eine Community draus entsteht, da passiert es ja ganz oft. Im veganen Bereich ist es sehr extrem. Warum das so ist, kann ich dir nicht sagen. Weil natürlich auch viele Emotionen wahrscheinlich mit reinspielen, wenn es um Tiere geht. Genau, und das waren eben dann auch die Menschen, die angezeigt haben. Also die Leute, die auch bei uns auf dem Hof waren. Wir hatten da echt Probleme mit ein paar Freiwilligen, die da waren, die eben aus dieser Bubble kamen. Und schnell gemerkt haben, dass wir halt echt nicht in diese Richtung gehen und da einfach anders drauf sind. und dass bei uns halt Baggerfahrer auf dem Hof arbeitet, der halt Fleisch isst. Ja, wir sind auf dem Dorf. Wenn wir diese Hilfe nicht annehmen würden, dann gäbe es diesen Hof nicht. Ja, und dann kamen eben Anzeigen. Das war tatsächlich Ende letzten Jahres eine ziemlich schwere Zeit für uns. Aber inzwischen hat sich das alles... Also, dass weiterhin wir beim Veterinäramt angezeigt werden, das ist normal. Und das geht auch anderen Höfen so. Also gerade der besagte Veterinäramtstermin, also wie der abgelaufen ist. Es waren ein Mann und eine Frau, die dann eben dazukamen. Und meinten, ja, wir wollten mal kontrollieren und so und dann kamen sie zum Klemmbrett und meinten, so folgende Anzeigen liegen gegen sie vor und das war wirklich so eine ganze Liste. Und es war aber wirklich so, also beim Vorlesen haben sie schon immer so ein bisschen geschmunzelt und gesagt, ja okay, also das weiß ich jetzt auch nicht so genau, aber ja, wir müssen dem nachgehen, das ist auch völlig in Ordnung, das ist deren Job und ich hätte niemals gesagt, ey, was soll denn der Mist, wieso seid ihr jetzt überhaupt hier? Ganz im Gegenteil, wir waren froh, dass sie da waren, weil wir ja nichts zu verbergen hatten und auch, es wurde uns auch vorgeworfen, unsere... Unsere Tiere dürfen nicht zum Tierarzt. Und wir haben halt zwei fette Ordner vorgelegt, die sich in einem halben Jahr bei uns angehört haben. 1.000 Euro für Tierarzt. Mit sämtlichen Tierarztrechnungen. Da war das Thema halt vom Tisch. Wobei es uns auch wiederum gezeigt hat, wie man eben gewisse Dinge in dieser Bubble auch einordnen muss. Also wie man auch, wie manche Organisationen zum Beispiel arbeiten. Also das, was du jetzt gerade gesagt hast, journalistisch arbeiten. Das finde ich genau so, muss man das machen. Einfach beim Veterinäramt anrufen, mal fragen, ey, wie ist es denn eigentlich? Und wenn man jetzt sagen würde, das Ziel ist eigentlich, dass es möglichst allen Tieren gut geht, würdet ihr sagen, der Weg dahin ist nicht, ich bin jetzt selber total dogmatisch und versuche irgendwie alle anderen mit dem Holzhammer auch zu überzeugen, sondern eher zu versuchen, kleine Zwischenschritte. Also ich glaube, es gibt durchaus Menschen, die auf diesen Dogmatismus anspringen, deshalb verurteile ich das nicht. Ich finde, es ist okay, dass es Leute gibt, die auf die Straße gehen, die Schilder hochheben, die Passanten ansprechen und denen grausame Bilder zeigen. Mein Weg ist es nicht, deshalb verurteile ich es aber nicht. Und genauso würde ich mir umgekehrt einfach auch wünschen, dass es akzeptiert wird, dass es Menschen gibt, die damit ein bisschen lockerer umgehen und dadurch eine andere Bevölkerungsschicht vielleicht erreichen. Zum Schluss nochmal was Leichteres. Ja. Es ist ja bald Weihnachten. Habt ihr ein paar vegane Rezept-Tipps rund um Advent und Weihnachten? Das ist jetzt unser 14. Oder 15. veganes Weihnachtsfest. Ja, wir haben viel ausprobiert. Wir haben viel ausprobiert. Wir sind jetzt seit drei Jahren bei veganen Gänsekeulen hängen geblieben. Aus Austernpilzen. Eingewickelt in so Reispapier, durchsichtiges Reispapier. Dann kam noch so ein Holzstab rein. Ich habe noch nie in meinem Leben Gänsekeulen gegessen. Ich habe Ihnen keine Ahnung geschmeckt. Aber dieses Essen ist einfach das leckerste Essen. Ich wünschte, wir würden es mal in einem Jahr auch machen. Aber es ist leider extrem aufwendig, weil man diese Pilze poolen muss. Also man kann einen kleinen Shoutout vielleicht geben. Inspiration war vegane Wunder bei Instagram. Der hat das vor einigen Jahren gepostet. Der postet es auch seit Jahren immer wieder zu Weihnachten. Das ist das beste Essen. Probiert es aus, wirklich. Das ist wirklich hervorragend. Wir machen inzwischen noch Räuchertofu rein, um ein bisschen Protein noch reinzubekommen. Genau, ein bisschen gerebene Räuchertofu. Dann eben, wie gesagt, diese gepoolten Pilze. Das ist immer so mein meditatives Vorweihnachtsprogramm am heiligen Abend, dass ich dann da zwei Stunden stehe und diese Austernpilze zerrupfe. Und dann muss man die halt recht ausführlich marinieren und dann mariniert lassen und dann ausquetschen und so. Aber das lohnt sich sehr, das Mausbünen. Damit kann man wirklich viele Leute überzeugen. Super knusprig, super saftig. Und dazu ganz klassisch Klöße und Rotkohl. Genau, selbstgemachte Klöße gibt es dann immer bei uns dazu. Rotkohl, Feldsalat. Und dann sind eigentlich alle happy. Sehr weihnachtlich. Genau, ich muss auch Chorolat noch als Nachtisch oft und dann sind wir eigentlich alle happy. Wobei wir uns dieses Jahr an Weihnachten auch auf dem Hof ein bisschen durchfressen werden, muss ich sagen. Da gibt es auch ein Weihnachtsmenü dann. Ja, genau, genau. Also an den Weihnachtsfeiertagen werden wir jeweils ein Weihnachtsmenü haben. Das hat Timo schon geplant. Das wird wirklich hervorragend. Habt ihr ein paar Beispiele, was es dann gibt? Das kann ich dir tatsächlich so noch nicht im Detail sagen. Ich glaube, das ist noch Timos Geheimnis. Ja, das ist tatsächlich so. Ja, er ist noch an den Menüs, aber wir werden es auf Instagram verkünden, sobald es soweit ist und sobald man auch fix reservieren kann, genau. Das hört sich richtig gut an. Ja, super, Sina, Marcel, ich danke euch ganz herzlich für eure Einblicke, dass ihr da wart. Sehr gerne. Ein Dankeschön geht natürlich auch an die ZuhörerInnen. Wenn euch diese Folge von BZ am Ohr gefallen hat, dann hört doch auch in Teil 2 und Teil 3 unserer Weihnachtsserie rein. Ihr könnt BZ am Ohr auch gerne abonnieren auf eurem Podcast-Player, damit ihr keine Folge mehr verpasst. Ihr könnt der Badischen Zeitung auch folgen bei Instagram, da gibt es regionale News, da gibt es tolle Geschichten wie die von Sina und Marcel. Genau, und dann bedanke ich mich ganz herzlich und alles Gute. Danke, dass du hier seid. Danke für die Einladung. Tschüss. Tschüss.