Latest / Border Allein – Selbstführung für emotional intensive Menschen / Border allein trifft... Jen!
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- 0:00Herzlich Willkommen, meine Damen und Herren, wir machen Rap Musik
- 0:03und hören Sie auch gern. Hallo, herzlich Willkommen bei
- 0:10Borderline, Mein Name ist Sven, Elke Borderline und zu Gast habe
- 0:15ich die wahnsinnig bezaubernde, gutaussehende, einfach zum
- 0:21Kotzen fette Jen endlich nach vielen Jahren.
- 0:28Der Hin und Herdiskotektiererei und nachdem sie mir so am Sack
- 0:30gegangen, darf ich auch mal mit dem Podcast.
- 0:32Ja, das klingt total nach mir. Ja, ja, auf jeden Fall warte.
- 0:36Ich muss dir mal dein Mikro ein bisschen näher schieben, so
- 0:40wunderbar, so, jetzt, wo du meinen Kaffee wegsäufst, ja.
- 0:44Ja. Meine Luft wegatmest was willst
- 0:47du eigentlich? Hier dein Essen wegfressen.
- 0:48Mein Essen wegfressen. Moment, Moment, Fräulein.
- 0:53Da wären wir keine Freunde. Warum denn?
- 0:55Du hast. Gesagt, du teilst alles mit mir.
- 0:57Alles ich. Möchte eine Rede halten.
- 0:59Ah Scheiße, haltet euch die Ohren zu.
- 1:01So natürlich haben wir einen Grund.
- 1:05So welchen Grund haben wir, warum, warum sitzen wir hier
- 1:08überhaupt? Warum kennen wir uns überhaupt?
- 1:10Und das schon so viele Jahre. Ne ne.
- 1:13Ja, also wie man merkt, man, wir kennen uns schon etwas länger,
- 1:17sie ist halt, sie ist halt Vorsitzende im Bonner allein
- 1:20Fanclub. Ich bin die einzige.
- 1:24Deswegen bist du. Was da?
- 1:27Oh ja. Oh ja, ja, erstmal einen Kaffee
- 1:32würde ich sagen. Und dann?
- 1:33Ja, Prost. Würde ich einfach mal anfangen.
- 1:37Wir führen auch kein Interview, also nicht so wie er, wie das?
- 1:42Wie das Format mit der mit der Drogensucht, sondern wir
- 1:44quatschen einfach drauf los. Natürlich haben wir einen
- 1:46Inhalt, aber erstmal will ich ganz gerne haben, dass du dich
- 1:51einmal vorstellst und so, dass es nicht direkt dunkel.
- 1:55Wird können schwierig werden, da die Leute immer von mir
- 1:59behaupten, ich schlafe im Sarg, könnte das schwierig werden.
- 2:02Der sieht aber du hast auch einen leichten Tined.
- 2:04Oder einen Tined. Den Tined den Sarg tined.
- 2:06Ja, oder der wird noch schlimmer, wenn ich aus Ägypten
- 2:08wiederkomme. Wart mal.
- 2:09Ab hat das auch was mit Sarkasmus zu tun?
- 2:11Auf jeden echt. Ja läuft bei uns super, aber wir
- 2:15müssen sie. Ich muss jetzt aufpassen, wir
- 2:16sind nicht mehr Frester als Vorfahrt, oder?
- 2:17Verdammt. Mist.
- 2:19So wie heißt du? Seit wann bist du und warum
- 2:21bist. Du, ich weiß nicht warum ich
- 2:23bin, das habe ich meiner Erzeugerin zu verdanken.
- 2:24Danke dafür. Seit wann bin ich?
- 2:28Seit 37 Jahren bin ich jetzt schon hier, ja sieht man, oder
- 2:32ja, bin ich auch mein Name ist Jen.
- 2:37Weißt du nicht eigentlich? Überleg dir jetzt ganz genau,
- 2:39was du sagst. Ich mach's auch vor Publikum,
- 2:42also dir in die Fresse hauen, nicht das, was ihr wieder denkt.
- 2:47So was ist bei dir nicht rund gelaufen.
- 2:53Wieviel Zeit haben wir? Wir haben, wir können auch
- 2:55Dreiteiler und Dreiteiler draus machen, das ist mir völlig egal.
- 2:58Wir können es auch am Stück Sinnen.
- 2:59Ich habe eigentlich so anderthalb Stunden, habe ich
- 3:01locker eingeplant mit dir. Ja, großartig.
- 3:04Weil du hast ja eine große Fülle.
- 3:07Und noch mal, wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Whoppern
- 3:10werfen. Ja, der war, der war tatsächlich
- 3:15nicht so schlecht. Der war super.
- 3:17So also dann mal ernst. War die Sache dabei so?
- 3:22Welche Erkrankung hast du? Depression und Komplexes PDBS.
- 3:27Also kein PDBS hast du ja ja warum wer hat, wer ist dafür
- 3:33warum verantwortlich? Im Großen und ganzen meine
- 3:37Erzeugerin, die ist dafür verantwortlich, die Zeit im
- 3:41Heim, die ist auch dafür verantwortlich, diverse Ex
- 3:46Freunde auch dafür verantwortlich, ja.
- 3:49OK, gut. Ob das gut ist, weiß ich nicht.
- 3:55War für dich jetzt nicht so ne. Nee, aber für alle anderen war
- 3:58es super. Du hast gern geschehen, ja.
- 4:03Die Jen ist mit der Idee auf mich zugekommen, über ein
- 4:06Tabuthema zu sprechen. Und nein, es geht nicht ums
- 4:09Rammeln, sondern tatsächlich um die Tatsache, was passiert, wenn
- 4:16oder wie ist das generell und da haben wir beide festgestellt,
- 4:20das wird einfach totgeschwiegen. Ich hatte es auch nicht am
- 4:22Schirm. Wie ist das, wenn man als
- 4:24psychische Erkrankte in dem Fall als Mutter, dann ein Kind
- 4:29bekommt und da, wie soll ich es ausdrücken?
- 4:33Kannst du es vielleicht besser erläutern?
- 4:35Ja, das ist schwierig. Also als Mutter wirst du
- 4:41generell schon als kleines Kind in diese Ecke gedrängt, wenn du
- 4:46Kinder hast. Du musst erst mal musst du
- 4:48Kinder haben, das ist sowieso egal, ob du krank bist, gesund
- 4:51bist, armreich du musst Kinder haben und.
- 4:54Und wenn du Kinder hast, musst du perfekt sein.
- 4:56Es zählt nichts mehr, außer dieses Kind oder diese Kinder
- 5:00zählt natürlich auch für Väter, also das muss man jetzt schon so
- 5:04sagen, da sind nicht nur die Frauen dabei, da sind auch die
- 5:07Väter, nur bei denen ist es natürlich weniger schlimm, wenn
- 5:09die ihr Kind verlassen, da ist das dann schon gang und gäbe.
- 5:12Das ist irgendwie normal. Ja, aber bei Müttern ist das
- 5:16ganz, ganz, ganz schwierig. Weil.
- 5:21Das ist ja quasi so, wenn eine Frau mehr als keine Ahnung 10
- 5:24Geschlechtspartner die Woche hatte, ist sie nicht Schlampe
- 5:26und der Mann ist der König. Zum Beispiel?
- 5:28Das ist auch. So meinst du das?
- 5:29Ja oder auch bei euch Männern ist der Druck immer gesetzt mit
- 5:32eurem Geschlechtsteil. Wenn der nicht funktioniert,
- 5:35bist du gar nichts da, habt ihr genau denselben Druck.
- 5:40Ja, ich weiß was du meinst. Ich weiß was du meinst.
- 5:43Ich weiß was du meinst. Ja, also sprich quasi, dass.
- 5:50Du in die Situation gekommen bist, ich tue jetzt so, als ob
- 5:53ich das alles nicht weiß, logischerweise.
- 5:55Na klar kenne ich die ganze Geschichte drumherum und du bist
- 5:58halt in die Situation gekommen, irgendwann eine Entscheidung
- 6:00treffen zu müssen für dich und für das ganz bewusst gesagt für
- 6:05das Kind und nicht gegen das Kind.
- 6:09Fang einfach mal an zu erzählen. Ja, also.
- 6:12Wie kam es dazu? Wann ist dieser Entschluss
- 6:15gereift? Ja.
- 6:19Ja, also ich bin relativ früh Mutter geworden.
- 6:22Heißt. Mit 19 war ich schwanger. 19
- 6:251920 war ich schwanger, mit 21 kam er dann, damals war es aber
- 6:31noch nicht so. Du warst mit 19 schwanger und
- 6:34mit 21 kam er. Kurz vor kurz vor bevor ich 20
- 6:38war aber ja mach mal den Klugscheißer.
- 6:39Kein Problem, kennen wir ja, damals war es noch nicht so
- 6:45bewusst. Dass ich psychisch krank bin.
- 6:48Also ich glaub jedem anderen war es klar, nur mir nicht.
- 6:51Ich hab das verdrängt, früher war das auch noch nicht so
- 6:54Thema, also wenn du früher gesagt hast, du hast
- 6:56Depressionen, ja dann war das als wenn du gesagt hast, du
- 6:59wärst schwul, also schwul oder lesbisch, was auch immer, also
- 7:02direkt raus aus der Gesellschaft, für mich, zu
- 7:06meiner Geschichte sind viele Sachen auch eigentlich immer
- 7:09normal gewesen, dass man gar nicht gedacht hätte, irgendwas
- 7:12läuft schief. Sondern eher, ach ja, das das
- 7:16ist so, das ist bei jedem so und dann kommt man da eben nicht so
- 7:20schnell drauf, dass mit einem eigentlich was nicht in Ordnung
- 7:24ist. Dann kam das Kind, ich dachte ja
- 7:29gut, okay funktioniert, weil funktioniert ja bei jedem.
- 7:33Wäre denn von Anfang an klar gewesen, du bist alleinerziehend
- 7:36oder ging es darum zu zweit erziehend zu sein, als Eltern zu
- 7:39funktionieren? Damals war es noch so.
- 7:42Dass es den Erzeuger meines Kindes noch gab und die Hoffnung
- 7:47bestand darin, dass das auch bleibt, dass das auch bestehen
- 7:50bleibt, das wurde dann aber nach ziemlich kurzer Zeit nach der
- 7:55Geburt war das schon klar, dass das nicht funktioniert habe,
- 7:58aber trotzdem, obwohl ich wusste, er ist die falsche
- 8:01Person für mich auch und für das Kind habe ich ein ganzes Jahr
- 8:05lang. Gekämpft, es doch durchzuziehen,
- 8:09weil ich bin auch ohne Vater aufgewachsen und wollte das
- 8:11meinem Kind nicht antun. Da kommen schon Selbstzweifel
- 8:14als Mutter selbst. Was hast du dir da für einen
- 8:16Erzeuger ausgesucht, das hättest du vielleicht besser machen
- 8:19können, aber man war jung, ne. Ich wollte gerade sagen, aber du
- 8:24bist ja nicht verwerflich, das kennen wir alle.
- 8:25Es wird wahrscheinlich auch. Jeder, der Leben zugehört.
- 8:28Irgendwann hat man irgendwann mal die falsche Person gehabt
- 8:30und hätte mich da direkt abhauen sollen.
- 8:33Ja. Kenne ich, habe ich schon
- 8:35gehört. Man hörte davon.
- 8:37Ja, ja. Ja, danach, nach einem Jahr bin
- 8:44ich dann doch wirklich gegangen, weil es einfach keinen Sinn mehr
- 8:47gemacht hat und musste ja dann ohne ob ich wollte oder nicht,
- 8:52musste ich ja dann die alleinerziehende Mutter spielen
- 8:55oder für das Kind auf jeden Fall da sein und auch den Vater
- 8:58ersetzen. Zumindest hat man es versucht,
- 9:01den Vater zu ersetzen, was wahrscheinlich auch alle kennen,
- 9:03wenn man nur noch alleinerziehend ist.
- 9:05Egal ob alleinerziehender Vater oder Mutter, man versucht immer
- 9:08beides zu ersetzen. Als du gesagt hast, du hast dann
- 9:13versucht, dich ums Kind zu kümmern, war da schon ne Distanz
- 9:16da. Ja, also die war unbewusst schon
- 9:21immer da. Aber es kam auch erst später
- 9:25raus. Also.
- 9:26Ich kannte es ja auch nicht. Ich hatte damals auch niemanden,
- 9:28der selber ein kleines Kind hatte, das ich jetzt hätte
- 9:31vergleichen können. So was machst du, was macht die
- 9:33andere Mutter? Für mich war das immer normal.
- 9:35Weil ich es aber auch nur so aus meiner Kindheit kenne.
- 9:39Okay. Ja, und dann sieht man viele
- 9:44Dinge einfach nicht. Wie hast du das denn das erste
- 9:46Mal festgestellt? Quasi, dass da, wie soll ich
- 9:50sagen, nicht der Bezug zu da ist?
- 9:53Wie er vielleicht laut laut Vorgabe der Gesellschaft, da
- 9:57sage ich ganz bewusst sein sollte.
- 9:59Tatsächlich ist mir das schon im Kindergarten aufgefallen, aber
- 10:06eher durch die Eltern der anderen Kinder, weil ich war auf
- 10:11dem Dorf, dann bist du die Alleinerziehende, dann bist du
- 10:14noch tätowiert, am besten, dann ist eh schon immer merkwürdig,
- 10:17da hat man schon festgestellt okay.
- 10:20Können ein bisschen schwierig sein, hat man sich aber auch
- 10:22nichts beigedacht erstmal weil man gedacht hat okay das ist,
- 10:25weil du jetzt alleinerziehend bist und tätowiert bist und
- 10:27sonst keiner bist. Du eigentlich quasi der Assi
- 10:29bist und. So anders bist ja.
- 10:31Und dann ging er in die Schule und dann wurde das vom Druck
- 10:34auch her immer schlimmer. Ich musste ja arbeiten gehen,
- 10:37also ich wollte nie den Harzer spielen, auch das ist in
- 10:40Ordnung, wenn es nicht anders geht, klar, logisch.
- 10:44Ich kannte es halt nicht anders von meiner Erzeugerin, die war
- 10:46immer arbeiten und habe auch da gedacht, obwohl ich als Kind
- 10:49schon wusste, das nicht in Ordnung.
- 10:51Also du hättest schon mal ein bisschen zu Hause bleiben
- 10:53sollen, ich selber habe es tatsächlich aber genauso
- 10:56gemacht, tragischerweise habe ich es genauso gemacht, ja.
- 11:00Was glaubst du warum? Erst habe ich gedacht, weil ich
- 11:04es nicht anders kenne, heute weiß ich, ich bin weggelaufen.
- 11:09Ja, dachte ich mir. Ja, dachte ich mir.
- 11:15Mit wieviel Jahren? Also?
- 11:17Wir können ruhig sagen, dein Sohn ne ohne jetzt hier Namen zu
- 11:21nennen, mit wieviel Jahren hast du denn dann gemerkt alles klar
- 11:26dit hier, dit funzt nicht. Da war er 8, als er 8 war, ist
- 11:33es wirklich aufgefallen, weil er sich verhaltenstechnisch auch
- 11:37ganz anders benommen hat. Mein Kind war schon immer
- 11:40sensibel. Der war schon immer ruhig, der
- 11:42hat sich auf die Schule gefreut und ich, ich hätte kein besseres
- 11:45Kind haben können, wirklich und mit 8 hat es angefangen.
- 11:49Auf einmal nimmt er Messer mit in die Schule, auf einmal fängt
- 11:52der an, der war immer so ne gute Dreiviertelstunde mit damals
- 11:56noch meiner Erzeugerin im Haus. Alleine weil ich ja arbeiten
- 12:00musste und erst ne Dreiviertelstunde später kam.
- 12:02Ach, ihr habt in einem Haus auch quasi gewohnt.
- 12:05Ja OK, ja, ich verstehe das war so ne Notlösung.
- 12:08Sie hatte einen schweren Unfall, konnte selber nicht mehr gut
- 12:11laufen und ich war zu dem Zeitpunkt immer nachts am
- 12:14arbeiten. Ja.
- 12:16Und er hat dann immer bei ihr übernachtet.
- 12:18So, und ich wollte irgendwann nicht mehr.
- 12:21Dass er sein Zuhause nicht kennt.
- 12:23Und dann gab es die Möglichkeit, so ein Doppelhaus zu mieten,
- 12:25dass sie unten wohnt, wie er oben, damit er wenigstens in
- 12:28seinem Bett schlafen kann. Also quasi wirklich eine
- 12:30Notlösung. Erstmal ja, inwieweit hat sie
- 12:33denn Einfluss auf ihn genommen? Ohne dass sie es wusste.
- 12:37Sehr viel wirklich also, das war auch meine eigene Dummheit, ich
- 12:41weiß ja, wie sie zu mir war, hatte aber diese Hoffnung, sie
- 12:44macht es bei ihm anders, dass. Sie es quasi wieder gut macht.
- 12:46Ja, aber dem war nicht so, dass. Ich habe das auch nie gesehen,
- 12:50also durch dieses Verhalten. Ich kam nach Hause, auf einmal
- 12:53war mein Wohnzimmertisch angezündet, so hast du so einen
- 12:56kleinen Brandfleck gesehen und es war ganz merkwürdig und dann
- 13:00ging es darum, dass ich habe ihm eine für mich eine super Schule
- 13:04ausgesucht damals die mit dem Dalton Prinzip gearbeitet hat,
- 13:08mit dem was mit dem Dalton Prinzip, die Daltons, die
- 13:11Daltons. Die 4.
- 13:12Die 4 Orgelpfeifen. So ungefähr.
- 13:15Das habe ich noch nie gehört. Das ist das Dalton Prinzip.
- 13:17Da geht es darum. Die Schüler dort kriegen montags
- 13:23ihre kompletten Hausaufgaben für die ganze Woche.
- 13:25Die können selber entscheiden, wann machen die die Hausaufgaben
- 13:29können, dann freitags kriegen die so n so ne Art Checkliste wo
- 13:33die dann eintragen können. War das jetzt leicht für mich
- 13:36war das jetzt schwer, könnte ich mehr machen könnte ich weniger
- 13:39machen und die Schüler werden wirklich nach deren eigenen.
- 13:43Leistungen bewertet. Also, das ist.
- 13:45Quasi das, was ich immer wieder fordere.
- 13:47Dass man. Kinder nach Talent benotet oder
- 13:51hinterher fördert. Weil das ist das, was ich nicht
- 13:54wollte, weil ich habe es bei mir gesehen in der Schule.
- 13:56Ja, also wenn man jetzt heute seine Kinder in die Schule
- 14:01schickt und eben nicht dieses Glück hat, in diese deuten
- 14:03Schule zu kommen, man regt sich ja nur auf, also.
- 14:06Wieso kennt wieso kennt kaum einer dieses Deuten?
- 14:09Weil das für die Schule unfassbar viel Arbeit ist.
- 14:13Und wir wissen alle, ohne jetzt alle über einen Kamm zu scheren,
- 14:16aber Sozialpädagogen ist. Schon ein bisschen schwierig,
- 14:21schwierig. Also wir haben auch ein
- 14:22schwieriges Leben. Ja, muss man auch, aber ich sehe
- 14:25es auch so, wenn ich mich für diesen Beruf entscheide.
- 14:28Also ich kann nur davon sprechen, ich bin heimkind, ich
- 14:30bin mit Sozialpädagogen, bin nicht aufgewachsen, ja und?
- 14:35Von wann bis wann warst du im Heim?
- 14:36Ich bin relativ spät, ich bin auch freiwillig gegangen, damals
- 14:39mit einem Tag, bevor ich 13 geworden bin, bin ich
- 14:42abgegangen. Ich habe gesagt, ich will nicht
- 14:43mehr ab 13 darf man sich heutzutage auch tatsächlich
- 14:46freiwillig dazu entscheiden? Ich glaube sogar mit 12 schon.
- 14:49Ne, mir wurde letztens gesagt 13, aber es kann auch 12 sein.
- 14:52Ich weiß nicht was sich da geändert hat und bin dann
- 14:55freiwillig gegangen, bin aber auch mit 16 auch freiwillig
- 14:58wieder raus. Ich musste allerdings die
- 15:01Unterschrift meiner Erzeugerin haben.
- 15:03Da ihr aber egal war, wo ich war, war das in Ordnung und bin
- 15:06dann auch wieder abgegangen. Und bist dann in der Wohngruppe,
- 15:09oder? Nein, ich bin zu Freunden.
- 15:13Also ich hatte damals im Heim eine sehr gute Freundin, die ist
- 15:16zurückgezogen nach Mannheim und ich bin hinterher gezogen und
- 15:19habe dann quasi 2 Jahre auf der Straße gewohnt, also mal von
- 15:22einer Couch zur anderen oder auch mal draußen oder was auch
- 15:25immer gerade funktioniert hat. Da bist du quasi 18 war es ne?
- 15:29Ja, ich. Und dann sagst du, bist du mit
- 15:3119 Jahr schwanger geworden. Ja.
- 15:34Auch da unten in Mannheim. In Bayern tatsächlich.
- 15:37In Bayern okay. Wer macht denn?
- 15:41So, Jenn wurde blockiert. Ja, widerlich, glaubt mir, ich
- 15:45bereue. Sie, Tom, sorry, Entschuldigung
- 15:48ihr anderen alle soll die auch auf's Event kommen, aber es ist
- 15:53halt. Bei Oh, ich komm nicht, ich bin
- 15:55nicht da, ich hab Fieber, ja. Ja, ich weiß nicht.
- 15:57Anders hab ich auch stangenfieber ähm.
- 16:00Gut okay, sondern ist quasi als er 8 war, ist dir dann
- 16:04aufgefallen, es geht nicht mehr, weil er auffällig wurde.
- 16:11Inwiefern konntest du denn damals einordnen, ob das an dir
- 16:16gelegen hat oder an deiner Mutter oder an der Situation
- 16:20generell oder wie oder was? Der Witz ist.
- 16:24Ich wusste zu dem Zeitpunkt zwar, dass mit ihm was nicht
- 16:26stimmt, habe aber nicht gedacht, dass es an mir liegt, weil ich
- 16:31immer versucht habe, meine Krankheit, wie wir wissen heute,
- 16:35dass es eine Krankheit ist, versteckt habe und ich dachte,
- 16:37ich mache das sehr gut und es war ein blöder Zufall, er war
- 16:42eben in dieser Schule und er war sehr hibbelig und und hat nicht
- 16:46zugehört und wie Sozialpädagogen halt manchmal so sind, der ist
- 16:50hyperaktiv, der braucht Italien. Ich bin extrem gegen sowas und
- 16:56habe mir dann einen Ergotherapeuten rausgesucht.
- 16:59Bei uns in der Nähe. Ich kann gar nicht sagen, wie
- 17:03sehr der mein Leben und das Leben meines Sohnes gerettet
- 17:06hat. Wirklich insofern.
- 17:09Ich bin erst mal hingegangen und habe gesagt, hier so und so
- 17:11sieht das aus. Die Schule verlangt das.
- 17:13Er durfte so lange auch nicht in die Schule gehen, also die
- 17:16Auflage war, du kriegst Ritalin, dann darfst du wieder kommen,
- 17:18wenn nicht, bleibst du weg, OK. Und der Ergotherapeut, bei dem
- 17:23Ich war, mit dem hab ich mich sehr lange unterhalten und der
- 17:26hat mich verstanden und wusste, wir prüfen das erst mal.
- 17:30Lass es mich ausprobieren, ich hab so n System, ich geb dem ne
- 17:34halbe setz den ins Zimmer hab ne Kamera laufen und ich seh dann
- 17:38ob es wirkt oder nicht ob es wirklich notwendig ist.
- 17:41Zeitgleich musste ich mir auch n Kindertherapeuten suchen weil er
- 17:44gesagt hat such dir mal einen weil wir dann mehr machen können
- 17:47hab mir dann in dem Gebiet den angeblich besten rausgesucht.
- 17:51Er hatte eineinhalb Stunden Gespräch mit meinem Sohn, kommt
- 17:54raus und sagt ja, das Kind hatte Kindheitsdepressionen, das war
- 18:00für mich, als ob man mir den Boden unter den Füßen wegreißt
- 18:05und er sagte, Nimm das jetzt erstmal so an, wir machen einen
- 18:09Termin aus mit dem Ergotherapeuten zusammen, wenn
- 18:11er das Ritalin genommen hat und dann sprechen wir nochmal.
- 18:13Das ist dann 2 Wochen später hat das dann stattgefunden, er kam
- 18:18dann mit der Akte und. Sagte dann ja, dieses Kind hat
- 18:23Depressionen, er braucht definitiv kein Ritalin.
- 18:26Das liegt aber an ihnen, sie haben das dem Kind zugefügt und
- 18:32ich wusste gar nicht wie warum. Und er hat mich auch ziemlich im
- 18:36Regen stehen lassen. Moment.
- 18:37Er hat also gesagt, also nicht der Ergotherapeut, sondern der
- 18:41andere. Der Kindertherapeut der.
- 18:43Kindertherapeut hat quasi gesagt, dass es an dir liegt,
- 18:46ja, dass das Kind jetzt diese Kindheitsdepression hat, ja.
- 18:49Weil woher soll er es auch kriegen?
- 18:51Kann ja nur von mir sein. Ja, okay.
- 18:54So, weil ich halt alleinerziehend bin und so
- 18:56weiter und sofort. Bei dem Gespräch kam dann aber
- 18:59auch raus, weil mein Kind hat sich viel mit dem
- 19:01Ergotherapeuten unterhalten. Da kam dann raus, dass meine
- 19:05Erzeugerin extrem die Finger im Spiel hatte, das heißt diese
- 19:09Dreiviertelstunde, die die beiden alleine waren, hat sie
- 19:11ihm eingetrichtert, er wäre dumm, ich würde ihn nicht
- 19:14lieben, ich wollte ihn gar nicht haben und so weiter und sofort
- 19:17und das hat dazu geführt, dass dieses Kind einfach diese
- 19:21Depression bekommt, was völlig logisch ist.
- 19:23Wenn ich jeden Tag reingetrichtert bekomme, es war
- 19:25bei mir nicht anders. Ja, mir wurde auch mal gesagt,
- 19:27du bist dumm, du kannst nichts und was weiß ich und irgendwann
- 19:30glaubt man das und das ging bei meinem Kind sehr schnell.
- 19:33Das sind ja Glaubenssätze, die sich da in in in der Kindheit
- 19:35bilden. Vor allem, weil das ja ne
- 19:36Person, also die Oma in dem Fall ist.
- 19:38Ja ne Person, der man eigentlich vertraut und denkt, ja.
- 19:43Das ist dann so, wenn. Man das im Alter ist, wo ein
- 19:45Kind noch überhaupt nicht entscheiden kann.
- 19:47Ein Kind kann erst ab 12 eigenständige Entscheidungen
- 19:51treffen, die das Leben beeinflussen, so dann ist ein
- 19:54Kind komplett ausgeprägt ne oder oder fertig so mit 8 hat er gar
- 19:58keine Chance, mit 8 muss er sich auf das verlassen was Mama ihm
- 20:01sagt, Opa ihm sagt Oma, ihm sagt wer auch immer Papa ne egal wer
- 20:05Lehrer so. Und mit 12 dann halt mit Beginn
- 20:08der Pubertät sind die ja erst fertig was das angeht.
- 20:11Deswegen kommt danach direkt die Pubertät.
- 20:13Eigentlich, so soll es sein. Ja, und ich habe immer gedacht,
- 20:16also ich hätte nie damit gerechnet, warum auch, ich hätte
- 20:19es wirklich besser wissen müssen.
- 20:20Ich habe nie damit gerechnet, dass sie das wirklich tut.
- 20:23Ich habe auch immer unbewusst, ohne dass ich wusste, dass sie
- 20:27ihm das einredet, seitdem er klein war, weil ich habe
- 20:29gewusst. Wenn du deinem Kind sagst, du
- 20:32bist dumm, glaubt er das irgendwann.
- 20:34Ich habe von Anfang an meinem Kind immer wieder gesagt, Ich
- 20:36bin stolz auf dich, du bist klug, du schaffst das, aber
- 20:40selbst das hat nichts gebracht für dieses, es war ja nur ein
- 20:43Jahr, wir haben nur ein Jahr in diesem Haus gewohnt und dieses
- 20:47Jahr hat gereicht, um alles, was ich in diesen 8 Jahren vorher
- 20:50aufgearbeitet habe, was ich dachte, es reicht zu zerstören.
- 20:58Ist jemals ein Gespräch mit deiner Mutter geführt worden?
- 21:00Nein, das. Also.
- 21:02Also dass ich zu diesem Zeitpunkt, dass der
- 21:03Ergotherapeut oder der Kinderpsychologe gesagt hätte,
- 21:06wir möchten auch gerne mal n Gespräch mit der Oma führen,
- 21:09weil es ja dann augenscheinlich tatsächlich auch n Problem damit
- 21:12gibt. Das gab es tatsächlich nie, aber
- 21:16das war eher so. Dieser Ergotherapeut war nicht
- 21:18nur Ergotherapeut für meinen Sohn, sondern er war auch
- 21:21wirklich Therapeut für mich, also der hat sich unfassbar viel
- 21:26Zeit für mich genommen, der weiß genauso viel von mir wie du.
- 21:31Und er war zum Beispiel der Meinung, wenn ich der auf der
- 21:35Straße begegne, müsste ich aufpassen.
- 21:38Da müsste ich wirklich aufpassen, dass ich nicht böse
- 21:40Dinge tue. Also er wusste auch, es hätte
- 21:43gar keinen Sinn, weil es gab mal ein Gespräch, als ich 18 war mit
- 21:46meiner Erzeugerin, was alles so vorgefallen ist und die Schuld
- 21:50lag immer bei mir, das wusste auch er, und wir haben beide
- 21:54gesagt, hätten wir dieses Gespräch geführt, wäre es wieder
- 21:56nur meine Schuld gewesen, es hätte nichts geändert.
- 22:00Und deswegen haben wir gesagt, das.
- 22:01Gespräch auch überhaupt keinen Sinn.
- 22:02Das reicht. Nein, und ich habe mich auch von
- 22:04diesem Kindertherapeut getrennt, weil er auch sagte, ach, ich
- 22:09würde schon Ritalin benutzen und dann habe ich gesagt, nein, ich
- 22:11möchte das. Nicht.
- 22:13Ja, und dann machte er die Akte zu und guckt mich an und sagt,
- 22:17Ah, noch so eine Helikopter Mom okay ja, du hast Ahnung und dann
- 22:23habe ich gedacht okay lassen wir bleiben und war dann tatsächlich
- 22:26auch weiterhin nur beim Ergotherapeuten, das ist.
- 22:28Weil der einfach mehr geholfen hat.
- 22:30Also der ist ja sogar in seiner Freizeit.
- 22:32Also wir hatten immer so den letzten Termin, immer montags
- 22:35und wenn er Feierabend gemacht hat und mein Kind hatte den
- 22:38letzten Termin, hat er mich angerufen, komm mal eine halbe
- 22:41Stunde später, ich geh mit dem noch ein Eis essen, also
- 22:43wirklich, also der hat uns beiden echt das Leben.
- 22:47Gemacht hat auch so eine Vertrauenspersonsrolle deinem
- 22:49Kind gegenüber auch. Aufgenommen wahnsinnig?
- 22:51Ja, weil ihm hat schon immer die die Vaterrolle gefehlt, so ein
- 22:57Mann, einfach er. Der ihm Sachen zeigt.
- 23:00Und ja, der einfach ein Mann ist.
- 23:02Ne, das kann ich nicht. Ersetzen, keine Mutter ersetzen,
- 23:04das geht nicht, genau wie kein Vater der Welt die Mutter
- 23:06ersetzen kann. Das geht halt.
- 23:08Nicht das stimmt. Und er hat von vornherein immer
- 23:11gesagt, Ich bin kein Vaterersatz, er hat ja selber
- 23:13verheiratet, 2 Kinder, ne, aber ich kann mit dir alles essen
- 23:16gehen, es ist in Ordnung so, wir machen was zusammen, ist okay
- 23:19und das war, das war großartig, wirklich, also da bin ich dem
- 23:23heute noch wirklich, wirklich dankbar für 2018 war das so.
- 23:26Okay. Wie hat dein Sohn auf ihn
- 23:28reagiert? Auf den Ergotherapeuten AH, der
- 23:31den geliebt, der hat ihn wahnsinnig geliebt, der denkt
- 23:33heute noch an ihn. OK, das.
- 23:35Ist echt so, weil irgendwann muss es ja auch mal dann mehr
- 23:37oder weniger gab es ja dann wahrscheinlich auch mal einen
- 23:39Cut. Ja.
- 23:40Das muss ja da für deinen Sohn dann auch wieder er wieso eine
- 23:44Verlustgeschichte sein? Ja, aber das hat der
- 23:47Ergotherapeut sehr schlau gemacht.
- 23:49Das Erste, was der zu mir gesagt hat, als wir uns von diesem.
- 23:54Kinder Psychologen getrennt haben war du musst aus dieser
- 23:57Wohnung raus, du musst das Kind retten so das war dann der
- 24:00Zeitpunkt wo es bei mir Klick gemacht hat, aber ich wusste
- 24:03auch so schnell komme ich da nicht raus, ich muss kündigen,
- 24:07das dauert 3 Monate ich bin alleinerziehend mit welchem Geld
- 24:10wie und mein Sohn hat seit Baby an die wundervollste Patentante
- 24:16die er nur haben kann und die Wohnen in Saarbrücken sie hat. 3
- 24:24Generationen in diesem Haus, das sind Russen, die sind das
- 24:26gewohnt, da ist das normal. Ne, also der war auch immer zu
- 24:29Weihnachten dort, weil ich feiere kein Weihnachten oder
- 24:32oder zum Geburtstag sind wir runtergefahren, also das war
- 24:34schon immer, ihre Eltern sind für ihn Oma, Opa und ich habe
- 24:39sie angerufen und habe gesagt, habe ihr das erklärt und dann
- 24:43hat sie gesagt alles klar, pack die Sachen, ich hol ihn ja und
- 24:46dann habt ihr auch erklärt was mit mir los ist und sie sagte
- 24:50dann ja. Pack die Sachen, ich hole ihn
- 24:53ab, werd gesund und dann gucken wir weiter und der Ergotherapeut
- 24:58wusste ja, dass das da nicht so funktioniert und er hat mit mir
- 25:01zusammen da dran gearbeitet, dass jetzt dieser Cut existiert,
- 25:05dass er erst mal von dem Ergotherapeut getrennt ist.
- 25:10Dann gab es natürlich die Sache, er ist ja dann auch von mir
- 25:12getrennt, das kannte er ja auch nicht, er war ja 8 Jahre da,
- 25:15jeden Tag. Das hat man ihm natürlich auch
- 25:18irgendwie versucht zu erklären. Ich wollte ihm aber nichts zur
- 25:21laste. Soll ich im Achtjährigen
- 25:23erklären, hier, deine Mutter hat Depressionen, die kommt jetzt
- 25:25gerade damit nicht klar, du musst jetzt gehen, ja, ich habe
- 25:28dann irgendwie versucht ihm klarzumachen, dass er jetzt
- 25:33erstmal zu Oma und Opa kann und zu seiner Tante und dass da
- 25:37immer jemand zu Hause ist. Immer das, was er immer wollte,
- 25:39er wollte meine große Familie haben und dass immer jemand zu
- 25:41Hause ist und das konnte ich ihm nicht bieten, ob ich gewollt
- 25:44habe oder nicht. Und habe dann gesagt, Bleib doch
- 25:49erst mal bei Oma und Opa. Er wollte das dann auch so, der
- 25:51hat sich riefen. Aber erst mal so wirklich als
- 25:53zeitliche Überbrückung, bis du quasi den ganzen anderen Kram
- 25:57geklärt hast. Eine Wohnung und so weiter und
- 25:59sofort und da war für dich von vornherein klar, das wird eine
- 26:02längere Aktion werden. Nein, ich habe tatsächlich mir
- 26:07in meinem Kopf eingebildet. Das sind ein paar Monate, und
- 26:10dann ist das okay dann kommt er wieder.
- 26:14Dem war dann aber nicht so. Warum nicht?
- 26:17Naja, ich musste mich dann natürlich erstmal erstmal kam
- 26:20die Riesen depressionswelle, weil mein Kind einfach weg ist.
- 26:25Das war dann Anfang Ende Dezember. 2018 ist er
- 26:28runtergefahren und im Januar kam der richtige Bruch bei mir mit
- 26:35Suizidgedanken und so weiter habe dann noch Kontakt gehabt zu
- 26:38dem Ergotherapeuten, der wusste genau das bringt mich um und hat
- 26:42dann gesagt Oh komm doch noch mal vorbei.
- 26:44Komm, wir lassen die Stunde in der Woche lassen.
- 26:46Wir komm einfach, weil ich ja auch echt Probleme hatte mit
- 26:50Menschen darüber zu sprechen und das war für mich
- 26:53Vertrauensperson ohne Ende und dann haben wir darüber
- 26:56gesprochen und dann sagt er, ganz im Ernst, du musst dir
- 26:58Hilfe suchen, du musst einfach, ja, wollte ich natürlich nicht
- 27:03glauben, wollte ich auch nicht machen, ich hatte immer
- 27:04ausreden, nee, will ich nicht, die Warteliste ist zu lang und
- 27:08brauche ich auch gar nicht, bin so immer klar gekommen, das
- 27:10übliche Halt. Ja, und dann kam der
- 27:14Suizidversuch und dann hat es auch bei mir Klick gemacht und
- 27:18dann habe ich gedacht, jetzt wird es Zeit und bin aber erst
- 27:21mal nur zu meinem Hausarzt gegangen und das war schlecht,
- 27:24das hätte ich gelassen. Weil.
- 27:27Er mir, ich habe gesagt, ich weiß nicht mehr weiter, ich bin
- 27:29auch wirklich vor dem Arzt gesessen und habe geweint, was
- 27:32ich nie tue, ich tue, ich weine nicht vor fremden Menschen und
- 27:36er sagt ja, ich gebe dir jetzt Antidepressiva, kriegst du hin,
- 27:40machst du schon. Ja, er sagte dann auch, ich geb
- 27:43dir leichter so 25 Milligramm Meter Zapin ist schon okay
- 27:47läuft, mach einfach Krieg sie hin, meld dich in 8 Wochen
- 27:50nochmal. Ja ja heute lachen wir drüber
- 27:54damals war schwierig, habe ich gemacht für 4 Wochen und hab
- 28:00dann gedacht auf gar keinen Fall, das Krieg ich nicht.
- 28:05Hin nach dem Suizidversuch war dir da klar.
- 28:10Das wird eine Aktion, die doch nicht nur ein paar Monate geht,
- 28:14dass das Kind erstmal nicht mehr zurückkommen kann aus, wie soll
- 28:19ich sagen, aus eigener Unfähigkeit raus, damit gerade
- 28:22umzugehen, Erziehungsberechtigt zu markieren, zu spielen, zu
- 28:26sein, wie auch immer. Auch da nicht.
- 28:28Auch das hatte immer immer das im Hinterkopf, was mich, glaube
- 28:32ich, zu dem Zeitpunkt auch gerettet hat, war dieses der
- 28:36kommt wieder, der kommt wieder, ach.
- 28:37So meinst du, dass ich das aufrechterhalten.
- 28:40Ja, ich hatte immer den Glauben, der kommt wieder, das ist, ich
- 28:45wusste ja, ich wusste, ich brauch Hilfe, war mir aber nicht
- 28:47bewusst, dass ich so krank bin, das war mir nicht klar und hab
- 28:51dann gedacht, Oh, das regelst du, jetzt kriegst du sonst auch
- 28:53immerhin paar Monate und dann läuft das wieder.
- 28:56Dann ist dir bewusst geworden, dass du nicht nur einfach ne
- 29:00leichte Depression hast und 25 mg da einfach für Rauch
- 29:04ausreichen, damit es dir besser geht.
- 29:08Als ich dich getroffen hab. Hä?
- 29:122021 nee, 2020 war das glaube ich ne.
- 29:15Ja, ja. Ja, als ich das getroffen habe,
- 29:19ja. Da ist dir das bewusst geworden.
- 29:22Ja, also ich weiß, ich hab dich zur Therapie gedrängt, ja, das
- 29:25weiß ich. Ja, aber da ist es mir.
- 29:29Seht ihr, seht ihr. Ah, der Dicke kann helfen.
- 29:33Ich sag's euch. Ist der dicke.
- 29:35Ist hinter dir. Ach so, das ist der Schatten von
- 29:39Vorhang. Ach so, ich dachte der Buddha
- 29:40wäre es gewesen. Gottloser hasi, wie ist das
- 29:48Verhältnis heute? Ja, naja, er ist ein.
- 29:53Teenager Nee, pass auf. Nee, die Frage ist vielleicht
- 29:55auch viel, viel, viel, viel zu weit vorweggenommen 218 dann
- 30:03waren es ja 2 Jahre, bis du quasi gemerkt hast.
- 30:09Mit dir stimmt doch was nicht. Jetzt sei es jetzt durch mich
- 30:11oder wen auch immer, ist ja scheißegal.
- 30:14Das sind ja dann 2 Jahre plus die Zeit davor, wo du dir immer
- 30:18wieder gesagt hast, der kommt wieder, das heißt also du hast
- 30:21ja quasi prokrastiniert und hast das immer wieder so vor dir
- 30:25hergeschoben, so verdammt wie keine Ahnung, ich muss
- 30:28eigentlich zum Briefkasten, da sind Rechnungen drin, da gehe
- 30:29ich nicht dran, so ungefähr, ja so.
- 30:34Wie war das denn in der Zeit mit ihm?
- 30:35Weil auch er wird ja dann quasi das Wissen gehabt haben oder die
- 30:38Information von dir, du kommst bald wieder und dieses du kommst
- 30:42bald wieder, kommst bald wieder, kommst bald wieder, macht ihr
- 30:45dann irgendwann so n ja oder oder setzt so n so n so n so n
- 30:49denken bei ihm frei, so immer verarscht du mich hier oder was?
- 30:53Ja, ich habe ja im Grunde in diesem Zeitpunkt nichts anderes
- 30:55gemacht, als sein Erzeuger damals, als es hieß, ich hole
- 30:59dich alles, jedes zweite Wochenende ab und komm es
- 31:00einfach nicht. Ich habe im Grunde nichts
- 31:02anderes mit ihm gemacht, muss auch sagen, also seine
- 31:07Patentante war immer sehr dahinter, dass er anruft, er
- 31:09konnte von selbst, ging ja noch nicht, er wollte auch immer
- 31:12telefonieren, ich konnte aber nicht, ich habe es voll
- 31:15verdrängt, ich habe es nicht ertragen, ich habe nicht
- 31:18ertragen, mit meinem Kind zu telefonieren und dem zu sagen.
- 31:23Ich bin noch nicht so weit, weil ich habe ihm ja ganz andere
- 31:26Sachen gesagt. Ich habe ja nicht gesagt, hör
- 31:27mal Kind, ich bin krank, ich muss gesund werden, ich habe
- 31:30andere Sachen gesagt und dann erst mal eine Ausrede finden,
- 31:33warum es jetzt wieder nicht funktioniert.
- 31:35Schwierig. Habt ihr euch in der Zeit
- 31:36überhaupt gesehen? Regelmäßig oder unregelmäßig?
- 31:39Wir haben uns gesehen. Also ich habe die Ausrede damit
- 31:43benutzt, ich muss arbeiten, du wohnst 500 Kilometer weit weg,
- 31:47das ist immer, habt nicht so viel Zeit, ich.
- 31:49Bin aber ein 2 Mal im Jahr auf jeden Fall runtergefahren.
- 31:53Geburtstag und so weiter das habe ich gemacht, aber ich muss
- 31:57auch ehrlich sagen, ich bin zum Beispiel kein Familienmensch,
- 32:01dort unten sind gefühlt 20 Menschen als Familie, das
- 32:05ertrage ich nicht und dann sitze ich in diesem Haus 1020 Menschen
- 32:11total, wirklich eine liebevolle Familie, die es auch wirklich
- 32:14ernst meint, damit konnte ich nicht um.
- 32:18Das war mitunter 1 der Gründe, warum ich so selten da runter
- 32:20konnte, weil mir das ich konnte nicht ging nicht.
- 32:24Ja, logischerweise nachvollziehbar, weil man es
- 32:26selber nicht erlebt hat oder sich vielleicht gewünscht hätte,
- 32:29aber nie bekommen hat. Ja, und dann war ich dort ein
- 32:32paar Stunden und musste dann aber auch wieder fahren.
- 32:34Es ging nicht, das war für mich wirklich unerträglich und das
- 32:37kannst du so einem Kind auch nicht erzählen ist er denn
- 32:39jemals zu dir hochgekommen? Ja, also in den Ferien ja doch
- 32:42in den Ferien war okay ehrlich. Ich war aber auch froh, als er
- 32:48wieder weg war, weil das so viel nicht, weil ich ihn nicht liebe.
- 32:52Das tue ich, das weiß ich auch, aber es hat mich so viel Energie
- 32:56gekostet, weil ich musste wieder schauspielern, ich konnte nicht
- 33:00auf der Couch sitzen und einfach gar nichts machen und vor mich
- 33:02hinheulen oder was auch immer gerade Phase war, ich musste
- 33:06wieder Mutter sein, ich musste wieder.
- 33:09Genau das Bild darstellen, was dir sowieso immer eingetrichtert
- 33:14wird, was du von vornherein aber schon nicht konntest.
- 33:16Und dann war der eine Woche 2 da.
- 33:18Ich habe es geliebt und ich habe es genossen, wirklich, als ich
- 33:23ihn abgeliefert habe, bin ich nach Hause gefahren okay, du
- 33:28kannst wieder atmen, funktioniert.
- 33:30Wieder ja. Vor allen Dingen kommst du ja
- 33:31wieder aus der Rolle raus, die du gespielt hast, ne?
- 33:33Ja, also das ist so. Wenn du schon mal einen riesen
- 33:36migräneanfall hattest. Und du diesen Druck im Kopf hast
- 33:40und der dann einfach so aufhört. Genauso fühlt sich das an,
- 33:43inklusive keine Schulterlasten mehr und so weiter ich.
- 33:47Kenne das jetzt nur vom Borderline hin, deswegen kann
- 33:50ich es nachvollziehen. Ja, also das war.
- 33:52Und dann kickt natürlich direkt in der nächsten Sekunde das
- 33:55schlechte Gewissen. So wie kannst du als Mutter
- 33:58sowas denken, wie kannst du dir denken, Gott sei Dank ist das
- 34:01Kind hier weg, Gott sei Dank. Was man mal eben kurz erklären
- 34:04muss, ohne ins Detail zu gehen. Absolut nicht ins Detail zu
- 34:07gehen. Die KPTBS, die hat massivste
- 34:10Gründe bei dir. Massivste Gründe, ich kenn diese
- 34:12Gründe, da hat der Teufel zu tun darüber zu sprechen,
- 34:15logischerweise nur damit vielleicht so einige Zuhörer das
- 34:18nachvollziehen können, warum und weil wir sprechen die ganze Zeit
- 34:22über diese Depression und lassen die die Komplexe lassen wir so n
- 34:25bisschen auf Seite. Die trägt maßgeblich dazu bei,
- 34:29dass, da, ich sag mal ganz vorsichtig, Gefühle kaputt
- 34:32gemacht werden. So sagen wir es mal ganz
- 34:35vorsichtig und damit vielleicht jeder so nachvollziehen kann,
- 34:38warum man überhaupt so handelt, weil jetzt werden natürlich
- 34:42einige sagen, so jetzt nach dem. Bis jetzt, so stand jetzt so.
- 34:45Ja gut jetzt ne Depression und keine Ahnung und da war ne doofe
- 34:48Mutter, aber das ist ja kein Grund, da steckt viel viel mehr
- 34:51hinter als man jetzt hier sagen kann möchte sollte Punkt ja nur
- 34:56um das einfach mal zu erklären und aber das hast du ja alles in
- 35:02den ganzen Jahren gar nicht in Zusammenhang gebracht.
- 35:04Nein, nie. Ich dachte wirklich, das ist
- 35:06normal. Weil ich es ja nicht anders
- 35:09kannte. Ich, ich kann es ja, ist
- 35:10natürlich ist das keine Ausrede, aber nee, aber wenn man so
- 35:17aufgezogen wurde, wenn man nichts anderes kennt, auch keine
- 35:20anderen Familien, irgendwo man jetzt hätte gucken können,
- 35:23sagen, warum nehmt ihr euch in den Arm, was stimmt mit euch
- 35:25denn nicht so ist, ist das jetzt normal, dann denkt man auch mit
- 35:302025 3035, das ist normal, dass man sich.
- 35:36Nicht umarmt, nicht kuschelt, nicht sagt.
- 35:38Ich liebe dich und so weiter und sofort.
- 35:42Jetzt kenne ich dich ja schon ein bisschen länger und ich
- 35:45weiß, dass du sehr viel an dir selbst gearbeitet hast.
- 35:47Sehr, sehr viel. Und ich weiß ja auch, du hast
- 35:49die Therapie gemacht, das war eine Verhaltenstherapie.
- 35:53Verhaltens und Traumatherapie und.
- 35:54Traumatherapie. Aber ich merke jetzt mal ein
- 35:59bisschen vom Thema Weg, so, dass da immer noch.
- 36:05Weil du sagtest, gerade so bis 20, bis 30, bis 35, dann sind
- 36:08wir ja im aktuellen hier und jetzt bis auf 2 Jahre fast, dass
- 36:11da immer noch kein Abschluss mit stattgefunden hat, mit der
- 36:15ganzen Situation von früher, ne, dass da keine keine wirkliche
- 36:18Traumabewältigung stattgefunden hat beziehungsweise keine kein
- 36:22Umschreiben der Glaubenssätze. Ja, also.
- 36:28Du versuchst mir ständig Leute ins Coaching zu bringen.
- 36:30Gut, oder? Super.
- 36:32Ich mach's aber halt nur mal nicht die.
- 36:33Leuten, die ich gerne. Ne, aber das fällt mir gerade
- 36:36nur so auf. Das fällt mir gerade nur so auf
- 36:38und erklärt natürlich auch nach wie vor, wie ist die Situation
- 36:41heute erstmal nur wie ist die Situation heute mit dem mit
- 36:44deinem Sohn. Ja, also man muss dazu sagen, er
- 36:47ist jetzt natürlich 16 ist ein Teenager, ne, da ist natürlich
- 36:50die Mutter sowieso nicht mehr so wichtig, da geht die Freundin
- 36:53vor und die Jungs und was auch immer.
- 36:56Aber er lebt immer noch in Saarbrücken.
- 36:57Er lebt immer noch dort, er wird auch dort bleiben.
- 37:01Also das war dann nach paar Jahren schon guck.
- 37:05Mal. Das sind jetzt 8 Jahre, von die
- 37:06er da lebt und dann würdest du ihn ja quasi entwurzeln.
- 37:09Würde ich nie machen, ne. Würde ich, man heißt ja mit der
- 37:12Situation, irgendwann ist er ja dhakur gewesen.
- 37:14Ja, also ich hab ich hab immer gesagt, das weiß er auch.
- 37:18Als wir das letzte intensive Gespräch hatten.
- 37:20Das war halt Weihnachten, glaube ich vorletztes Jahr.
- 37:24Vorletztes Jahr, und da habe ich ihm auch mehrfach gesagt, wenn
- 37:28er nach Hause möchte beziehungsweise zu mir möchte
- 37:31sein, zu Hause ist ja unten immer immer wieder.
- 37:35Ist er auch Verwurzelter unten? Auf jeden Fall, weil er da unten
- 37:38ja jetzt wirklich all das hat, was er hier oben halt nie hatte.
- 37:42Es kommt ja dazu, wenn du auf dem Dorf wohnst und halt
- 37:44alleinerziehend bist. Und dann?
- 37:46Tätowiert und dann will auch nicht jeder mit dir was zu tun
- 37:48haben und gleichzeitig mit deinem Kind auch nicht.
- 37:50Also das Kind leidet da drunter. Ja klar.
- 37:53Mal abgesehen davon, dass du dann auch quasi mehr oder
- 37:56weniger ne Sozialphobie hast und sagst, ich will mit den Menschen
- 37:59auch gar nichts zu tun haben. Ich könnte mit denen auch
- 38:01überhaupt nicht klarkommen. Ja, ich weiß und er hat da
- 38:04drunter einfach gelitten und seitdem er dort ist, da ist
- 38:07immer jemand zu Hause, die ganze Straße, die sind.
- 38:10Befreunde die machen Straßenpartys und Oma und Opa
- 38:13ist da und der kommt nach Hause und es ist was zu essen gekocht
- 38:16und so weiter und sofort das normale, also wie man so sagt,
- 38:20das normale Familienleben findet dort unten statt, nicht bei mir.
- 38:25Hat er heute noch Kontakt zu seiner Oma?
- 38:27Nein. Nein, aber selbstgewollt.
- 38:29Also ich war ja mit ihr vor Gericht, weil sie in der ganzen
- 38:32Zeit, als ich nicht konnte, sehr schlauerweise einfach dort unten
- 38:36aufgetaucht ist. Bei ihm, bei ihm, ja, und auch
- 38:40da natürlich weiter auf ihn eingeredet hat.
- 38:42Dass er wie alt. 918. 19 zu genau.
- 38:46Dem Zeitraum ja und ihm da auch immer gesagt hat, siehste, ich
- 38:50habe es dir gesagt, sie hat dich weggegeben, sie liebt dich nicht
- 38:53und so weiter und sofort und dann habe ich irgendwann gesagt,
- 38:58ich habe mit seiner Patentante und mit den Großeltern gespürt,
- 39:00die Patentante war auf meiner Seite und.
- 39:02Aber die geht natürlich auch arbeiten und da waren nur die
- 39:04Großeltern zu Hause und die haben natürlich immer die Tür
- 39:06aufgemacht, weil ist ja Oma, die sind auch die Generation, die
- 39:09davon gar keine Ahnung haben, also da ist Oma ist natürlich
- 39:13liebevoll, natürlich darf die das Kind sehen und irgendwann
- 39:16habe ich es verboten und das lief dann so weit, dass ich mit
- 39:18ihr vor Gericht musste, um ihr einfach dieses Umgangsrecht
- 39:23wegnehmen zu lassen, aber ich habe verloren.
- 39:28Ja, weil das Wissen die wenigsten Großeltern haben
- 39:31generell ein Umgangsrecht, weil das liegt nicht nur bei den
- 39:34Eltern, sondern auch bei den Großeltern, und die können das
- 39:37tatsächlich vor Gericht erstreiten und kriegen oftmals
- 39:41recht. Und dürfen dann das Kind genauso
- 39:44wie quasi man kennt das ja immer, Kindsvater alle 2 Wochen
- 39:47genau so ein Recht können die Großeltern sich auch erstreiten.
- 39:50Ja. Das ist, das wissen die
- 39:52wenigsten allerdings. Ja, für mich war das auch
- 39:54wirklich ein Schock. Ich hätte auch nicht damit
- 39:56gerechnet, es hat sich auch einen Anwalt genommen und so
- 39:58weiter und sofort und hab die Situation aber auch nicht gut
- 40:02gemeistert, weil ich musste ja mit ihr in Konfrontation und
- 40:06durch das, dass ihr jeder Recht gegeben hat, wie das schon immer
- 40:09der Fall war, egal wenn ich. Draußen Rausposaunt habe, was
- 40:12sie mit mir gemacht hat. Dann hieß es immer, du lügst und
- 40:14deine Mutter ist die tollste und genau dieselbe Situation hatte
- 40:17ich vor Gericht dann natürlich auch und bin dann natürlich
- 40:19irgendwann explodiert, was auch so ein Richter nicht begreifen
- 40:22kann, warum das jetzt so ist. Und natürlich hat sie recht
- 40:24bekommen, habe dann natürlich aber nicht leise diesen
- 40:28Gerichtssaal verlassen und gesagt, ihr habt die Seele
- 40:30meines Kindes auf dem Gewissen, dieses Kind wird noch mehr
- 40:33leiden als sowieso schon. Wusste das Gericht was?
- 40:38Wie soll ich das sagen? Welche Schuld sich deiner Mutter
- 40:42quasi ausgesetzt hat mit dir. Also ist das rausgekommen.
- 40:45Die sind ja nicht blöd, die haben sich natürlich auch meine
- 40:48Akten geholt, klar, aber ich bin freiwillig ins Heim gegangen.
- 40:52Ja, ich meinte, ich meinte damit auch eher die Vorkommnisse, die
- 40:56es davor gab. Nein, die wurden ja nie, das
- 40:58wurde ich ne, das ja das. Wollte ich wissen.
- 41:02Wurde nie protokolliert, sagen wir so und von daher war das
- 41:06Halt so. Aber ich hatte wirklich.
- 41:09Ich nenne es jetzt mal Glück. Ich habe gesagt, sie war jetzt
- 41:12vor Gericht einfach nur um mir 1 reinzudrücken, sie wird danach
- 41:14nicht wiederkommen, so war es auch, also sie hat es noch
- 41:17einmal versucht, aber mein Kind war dann so weit, dass er gesagt
- 41:20hat, ganz ehrlich, auf gar keinen Fall, ich will das auch
- 41:22gar nicht, ich will die Oma gar nicht sehen, also er hat sie
- 41:24auch mal andere Oma genannt, was eigentlich schon alles sagt und
- 41:28war dann so schlau dann auch selber sagen, ich will die
- 41:30selbst ob sie kommt oder nicht, aber ich will sie auch nicht
- 41:32sehen und damit hatte sich das Thema gegessen, also auch heute
- 41:36nicht, dass ich wüsste, dass sie 2 Kontakt haben.
- 41:38Hast du eigentlich fällt mir gerade was ein, das weiß ich
- 41:41tatsächlich wirklich nicht. Hast du eigentlich das
- 41:44Sorgerecht oder so noch oder hast du das?
- 41:46Ich weiß nicht ich hab. Geschrieben, ich hab das
- 41:48Sorgerecht, aber er ist jetzt. Mittlerweile ist er dort als
- 41:52Pflegekind eingetragen, damit die auch ihre Unterstützung
- 41:55bekommen die. Ich denen finanziell nicht.
- 41:56Eben gegangen, hab aber Sorgerecht hab ich noch.
- 41:59Ich muss auch immer alle Unterschriften leisten wenn
- 42:00irgendwas passiert aber ansonsten.
- 42:04Stand das Wort Adoption, stand das irgendwann mal im Raum.
- 42:07Nie, nie. Nee, ich würde, aber das ist
- 42:11jetzt für alle anderen wahrscheinlich klingt das
- 42:13unfassbar fies. Würde sie fragen, würde ich aber
- 42:15ja sagen. Warum soll das fies klingen?
- 42:18Ich meine, jetzt hat man ja, man hat ja jetzt wirklich
- 42:21rausgehört, dass es geht dem Kind ja mehr als gut, ja mehr
- 42:24als gut und ich glaube keiner der das hier hört, würde sagen,
- 42:27was hat die denn da für einen scheiß, du hast dich nicht ins
- 42:29Heim abgegeben, du hast dich nicht an irgendein SOS
- 42:31Kinderdorf abgeschoben oder was weiß ich hätte.
- 42:33Ich auch nie gemacht. Sondern du hast ja dafür gesorgt
- 42:35trotzdem, dass es ihm gut geht. Das war ja.
- 42:38Das war mein Vordergrund. Ich wollte, da ging es erstmal
- 42:41nicht um mich. Als er gegangen ist.
- 42:43Es ging um ihn, also ich wollte ihn dieses, du musst dein Kind
- 42:46retten, was mir der Ergotherapeut damals gesagt hat,
- 42:50war so fest in meinem Kopf verankert, dass ich.
- 42:54Keine andere. Und es wäre auch keine bessere
- 42:55Lösung entstanden, als ihn darunter zu bringen.
- 42:58Und glaubt es mir oder glaubt es mir nicht, es hat mir wirklich
- 43:01mein Herz, der Bauch, ich hatte nicht gewusst, dass ich so
- 43:03Gefühle habe, aber sie waren da und deswegen natürlich auch eben
- 43:06der Suizidversuch so, da war klar, guck mal, du kannst doch
- 43:09was empfinden, da ist doch Liebe für dein Kind da, ja.
- 43:16Ich glaube, das hat aber mit Liebe dann in dem Moment nichts
- 43:18zu tun, sondern es hat was mit Gegebenheiten zu tun, glaube
- 43:21ich. Und ich weiß das ja aus vielen,
- 43:25vielen, vielen Gesprächen hier, was Border allein angeht, mit
- 43:30alleinerziehenden Müttern. Was glaubst du, wie viele Mütter
- 43:33sitzen jetzt da, hören das und was meinst du, wieviel gehen mit
- 43:37dir schwanger? Ja, das Traurige ist, ich glaube
- 43:41tatsächlich ganz viele, aber die wollen sich es, glaube ich
- 43:44selber auch nicht eingestehen, weil eben dieser Druck von außen
- 43:46immer kommt. Der Gedanke kommt, ich kenne es
- 43:48ja selber und der wird aber sofort wieder beiseite
- 43:50geschoben. Nee, so darfst du gar nicht
- 43:52denken. Was wäre gewesen, wenn du eine
- 43:54große Familie gehabt hättest, also sprich von vom Erzeuger
- 43:58sprechen wir ja gar nicht so. Es gab quasi Mutter Erzeugerin,
- 44:05wie du sie nennst. Was gab es noch in deinem
- 44:08Umfeld, die Familie gar nichts, gar nichts, was wäre gewesen,
- 44:11wenn da jetzt noch eine Oma, eine andere Oma dran gewesen
- 44:13wären, also sprich die Eltern quasi von dem Erzeuger deines
- 44:16Kindes, von dem Vater deines Kindes hat der sich eigentlich
- 44:19jemals darum gekümmert? Bis er 4 war, also dann aber
- 44:23auch wirklich nur sporadisch, wirklich sporadisch, bis er 4
- 44:27war. Und dann gab es eine Situation,
- 44:30wo er nicht so hat handeln können, wie er es gewohnt ist.
- 44:32Mein Kind hat sich das Schlüsselbein gebrochen und er
- 44:36sollte zu ihm und seiner neuen Partnerin nie Probleme mit
- 44:40gehabt und die gehen, aber zum Beispiel sonntags immer Fußball
- 44:43spielen oder so früh war es früher immer, er war Fußball
- 44:45spielen, sie hat auf das Kind aufgepasst und die sind halt
- 44:47auch sehr rabiat miteinander umgegangen wie das ist mit Vater
- 44:50und Sohn halt ne. Und er hat sich das
- 44:51Schlüsselbein gebrochen auf den Dienstag und Freitag hat er
- 44:54hingehen sollen. Ich habe ihn angerufen und
- 44:55gesagt, hier pass mal auf, der hat sich das Schlüsselbein
- 44:57gebrochen, das erste, was kam, soll denn der Scheiß so jeder
- 45:00andere hätte gefragt, geht's ihm gut, alles in Ordnung und dann
- 45:02habe ich gesagt, ja, ist alles gut, er muss halt einen Rucksack
- 45:05Verband tragen für 6 Wochen und wenn du ihn am Wochenende holst,
- 45:08du musst halt ruhig mit ihm auf der Couch sitzen bleiben, wenn
- 45:11dir die erste Woche zu anstrengend ist.
- 45:12Was ich verstehen kann, verschieben wir das auf die
- 45:14andere Woche ist kein Problem aber.
- 45:18So geht es halt nicht. Und dann sagt er, nee, ich hole
- 45:20den wohl, aber ich muss halt Fußball spielen, ich sag, du
- 45:22musst gar nichts, also du musst dich um mein Kind kümmern.
- 45:23Ja, aber meine Freundin kann aufpassen, ich sag bei aller
- 45:26Liebe, ich sag ich sehe die an der Tür alle 2 Wochen ungefähr 2
- 45:29Minuten ich weiß nicht wer das ist wenn ich sie kennenlerne OK,
- 45:33aber es geht nicht, dass du Fußball spielst und sie mit ihm
- 45:36hier irgendwo auf dem Rasen rumtouren ich weiß nicht was
- 45:38hier Phase ist. Ja dann hole ich ihn halt nicht,
- 45:40meld dich dann irgendwann hab ich getan, er ist nicht
- 45:43rangegangen und da war er 4 jetzt ist er 16.
- 45:46Seitdem kam nie wieder irgendwas.
- 45:47Ich ging also Zigaretten holen und kam nie wieder.
- 45:50So, ja kann. Man sein wär er, wär er quasi
- 45:52auch niemals ne Option gewesen, dass er dich hätte unterstützend
- 45:55da. Nein, also ich bin auch nicht
- 45:57ehrlich. Ehrlich gesagt bin ich auch
- 45:58nicht auf die Idee gekommen, ihn anzurufen.
- 46:00Und so fragen, weil es für mich. Ja gut, ich mein zwischen
- 46:03zwischen meld dich mal und die Entscheidung des Kind braucht
- 46:06jetzt ne andere ne andere braucht ne lebensumstellung sag
- 46:09ich jetzt einfach mal. Waren 4 Jahre.
- 46:10Was waren 4 Jahre? Ja ja, hätte ich da auch nicht
- 46:13angerufen. Er ist mir auch ehrlich.
- 46:14Tatsächlich, mein Sohn ist jetzt 16, du hast das jetzt
- 46:17angesprochen, ist mir jetzt eingefallen.
- 46:19Im Leben wäre ich nicht darauf gekommen, den anzurufen.
- 46:22Also ehrlich. Das ist ja eigentlich
- 46:23naheliegend, ne so Scheiße. Ich komme gerade nicht klar, wen
- 46:26fragt man, dass andere Elternteil des Kindes, sollte
- 46:29man. Sollte man meinen.
- 46:31Ja gut, aber wenn der sich entzogen hat, was willst du
- 46:33machen? Und wenn der ich weiß nicht ob
- 46:35der Sorgerecht hat oder. Gar kein.
- 46:36Der hat alles abgegeben muss. Ich gerade sagen, dann muss ja
- 46:38entweder nie anerkannt oder oder alles.
- 46:40Abgegeben haben ne weil. Sonst hättest du ja auch den
- 46:42Jungen nicht einfach abgeben können.
- 46:44Also abgeben würde ich jetzt Scheiße an oder weiß ich, ich
- 46:46meine da hättest ja seine Zustimmung gebraucht.
- 46:49Deswegen war jetzt mein Gedanke, warum jetzt nicht der Vater?
- 46:53Klar, so eher für dich als Vater ist natürlich selbstverständlich
- 46:56ne so, aber war nie gang und gäbe.
- 46:58Ich muss aber auch dazu sagen, es gab als ich Kind war eine
- 47:01Situation, ich hatte damals aus der Schulzeit eine beste
- 47:04Freundin und ihre Mutter war mehr Mutter für mich als meine
- 47:07jemals hätte sein können und die hat damals als ich 11 war die
- 47:12Überlegung gehabt mich zu adoptieren sie.
- 47:16Das wäre für dein Leben wahrscheinlich das Beste, was
- 47:18hätte passieren können. Definitiv.
- 47:20Ganz ehrlich, was Besseres hätte mir nicht passieren können zu
- 47:23diesem Zeitpunkt. Alles hat seinen Grund, alles
- 47:25hat irgendwie. Gesagt, natürlich.
- 47:26Also sie ist auch hingegangen, sie hatte auch schon
- 47:28Adoptionspapiere geholt und alle Informationen, die es gab, ist
- 47:32zu meiner Erzeugerin gefahren und hat mit ihr ein sehr langes
- 47:34Gespräch geführt, aber meine Erzeugerin wollte aus stolz
- 47:39einfach nicht. Ja, aus Stolz und vielleicht
- 47:43auch aus finanziellem Beweggrund.
- 47:45Und sie sagt sie von Wegen, dann fehlt mir ja hier.
- 47:47Kindergeld. Kindergeld, Unterhalt und was
- 47:49weiß ich oder ich weiß nicht wie dein ist.
- 47:51Ich naja, Unterhalt gab es bei dir nie, also.
- 47:52Ich weiß gar nicht, lebt dein Erzeuger noch?
- 47:54Weißt du, du hattest irgendwann mal, glaube ich, hattest du
- 47:57Kontakt zu ihm aufgenommen, das klingelt bei mir noch.
- 47:59Ja zu ihm jetzt nicht. Also wenn man mal dir diese DNA
- 48:02Tests macht, weil man ja nicht weiß wo man herkommt, ne.
- 48:06Ach ja, jetzt weiß ich's, das hatten wir ja vor kurzem erst
- 48:08noch. Ja, jetzt fällt mir wieder.
- 48:09Ein also ich habe, sagen wir so, es gibt 3 Personen die es sein
- 48:13könnten, aber. Gerne Pizza essen.
- 48:15Ne, die gerne Pizza essen. Und Lasagne.
- 48:17Und Lasagne, Pasta? Exakt.
- 48:21Ami bitte lassen wir das ja, also.
- 48:28Ja, du solltest dich für das Gesinge entschuldigen.
- 48:30Für alles andere brauchst du dich nicht entschuldigen.
- 48:31Ey, ich bring ich bring, ich hab Musik raus, ich kann singen.
- 48:34Ich erinnere mich. Ne noch.
- 48:37Nicht ja, noch nicht bald. Kinder ist bald, bald, bald und
- 48:40es ist gut. 6. März und danach kommt im April
- 48:42kommt das das überall rum überhaupt bei Singer darum
- 48:45geht's heute nicht, das mach ich an anderer Stelle wenn du jetzt.
- 48:53Ist vielleicht ne rein wirklich rein hypothetische Frage, weil
- 48:56du sowieso sehr sehr beziehungsgeschädigt bist.
- 48:58Aber jetzt nur mal den Gedanken gesponnen, du bist ja noch, also
- 49:03eigentlich relativ jung was das angeht.
- 49:06Wenn du jetzt den Mann kennenlernen würdest und er sagt
- 49:09ich möchte ein Kind mit dir. Auf gar keinen Fall.
- 49:13Auf gar keinen Fall. Also sind wir mal ehrlich, also
- 49:16ich weiß das auch erst zu mir war das schon immer klar, aber
- 49:21so wirklich bewusst bewusst. Was war dir schon immer klar?
- 49:25Dass ich hätte keine Kinder kriegen sollen.
- 49:27War dir das mit 19 auch klar? Jein.
- 49:31Ich hatte es im Gefühl, ja, aber einen wirklichen, einen
- 49:34wirklichen Grund hatte ich nicht.
- 49:37Ich wusste, jetzt ist jetzt ganz provokant gefragt.
- 49:39Ich meine, wir kennen uns, ich darf das Fragen, aber warum gab
- 49:42es den Gedanken, Abtreibungen damals jemals mit 1819?
- 49:47In der ersten Sekunde, als mir gesagt wurde, dass ich schwanger
- 49:49bin, wollte ich es schon abbrechen.
- 49:51Aber es war zu spät. Also für euch, damit ihr das
- 49:54wisst. Es war einfach zu spät, ich habe
- 49:55es erst im fünften Monat mitbekommen, da fragt sich
- 49:59jeder, wie geht das denn, aber wenn man super gut in seinem
- 50:02Verdrängungsmodus ist, macht das auch der Körper mit.
- 50:04Du bist nicht die erste, tatsächlich nicht.
- 50:05Es gibt tatsächlich auch Frauen, und das weiß ich, die haben ihr
- 50:09Kind geboren und haben dann erfahren, dass sie schwanger.
- 50:11Sind das gibt es ja alle, das kenne ich auch ein Paar
- 50:12tatsächlich ja, gibt es ja und bei mir war es tatsächlich zu
- 50:16spät und dann kam natürlich auch der Gedanke Adoption.
- 50:22Ja, aber da kam wieder der soziale Druck.
- 50:26Das kannst du nicht machen, geht nicht.
- 50:27Was denken denn die anderen Leute von dir hättest?
- 50:29Du es gemacht, wenn du in einer Großstadt gelebt hättest.
- 50:31Ich hab in einer Großstadt gewohnt zu dem Zeitpunkt ja.
- 50:34Ja, ich kenn meinen einen nicht. Ich hab, da bin ich schon, man
- 50:39muss sagen, ich bin oft umgezogen, da hab ich schon in
- 50:41Saarbrücken gewohnt. Ja, jetzt komm ich nicht mehr.
- 50:43Mit meine Landkarte ist groß, nicht nur körperlich, sie ist
- 50:46auch so das. Verhält sich genauso wie mit
- 50:48Deinem. Körper exakt, du kennst das ja.
- 50:50Ja, ich weiß ja. Ich weiß, nee, also wir sind
- 50:53quasi die Dunkelziffer. Oh ja, Oh, schön, ist immer
- 50:58wieder schön hier zu sein. Wie zu Hause ist.
- 51:00Es ja, aber bitte nicht bei mir abwarten.
- 51:04Irgendwann steht mein Name an der Tür, weil irgendwer muss
- 51:06dich pflegen, wenn du alt bist. Alter Sack, wusste dir, dass er
- 51:09dieses Jahr 50 wird. Ich alter, was hast du hast du
- 51:12hast du, du weißt genau, ich schneide nichts raus.
- 51:15Wirst du auch nicht. Ich.
- 51:16Will nicht. Nein, natürlich nicht.
- 51:18Natürlich nicht. Ja, damit ist das Gespräch
- 51:21beendet und ein Stück, wie geht's dir persönlich heute so
- 51:30wie du jetzt hier gerade sitzt? Vor allem die wichtigste Frage.
- 51:35Ich versuche die ganze Zeit, ich meine, ich kenne dich ja
- 51:37ziemlich gut, ziemlich gut quasi in und auswendig so ohne dass
- 51:41wir jemals was miteinander hatten.
- 51:43Ich weiß aber, wie du denkst, wie du tickst.
- 51:45Ich versuche die ganze Zeit schon, irgendetwas in deinem
- 51:47Gesicht zu lesen, lese aber nichts.
- 51:51Was macht das, wenn du drüber redest oder hast du dir vorher
- 51:55schon drüber Gedanken gemacht? Okay ich weiß, ich rede nachher
- 51:57im Podcast mit Sven darüber maskierst du dich oder massierst
- 52:02du dich? Nicht also ich habe tatsächlich,
- 52:03also wir reden jetzt weiß ich nicht seit einer Woche darüber
- 52:05oder so, erst habe ich drüber nachgedacht, boah, was machst
- 52:09du? Also früher wäre es so gewesen,
- 52:11ich hätte keinerlei Emotionen gezeigt, wenn ich welche gehabt
- 52:13hätte. Ich hätte extrem maskiert, aber
- 52:18ich mach das hier auch nicht ohne Grund so und ich weiß,
- 52:21warum du deinen Podcast nicht ohne Grund machst.
- 52:23Das ist auch richtig. Und ich habe mir vorgenommen,
- 52:26einfach völlig blind hier reinzulaufen und welche
- 52:29Emotionen auch immer kommen, die kommen, hätte ich geheult, dann
- 52:31hätte ich geheult. Dann ist also, das kann ich aber
- 52:33auch erst, nachdem ich die Therapie beendet habe.
- 52:36Dann wäre das okay gewesen. Das liegt aber auch mit daran,
- 52:38dass das hier so Safeplace ist. Also das kommt noch mit dazu und
- 52:42für mich bist du das beste Vorbild, was öffentlich
- 52:47Emotionen zeigen, angeht, was du in deinem Podcast so rauslässt.
- 52:51Sagen wir es mal so, du versuchst auch immer, du
- 52:55schneidest schon nichts raus, das allein sagt doch schon alles
- 52:58und ich finde jeder der sich das anhört, dein Podcast generell
- 53:04lässt seine Emotionen genauso raus, warum das?
- 53:06Also zumindest zu Hause für sich, wenn man sich das jetzt
- 53:09anhört, warum sollte ich es tun? Also, aber ich muss sagen, ich
- 53:15habe ja gelernt, in der Therapie, reden hilft um es zu
- 53:18verarbeiten, ich habe es auch schon gut verarbeitet, klar, man
- 53:22merkt mir schon an, dass es noch nicht zu 100% verarbeitet ist,
- 53:26aber ich nur, weil meine Therapie beendet ist.
- 53:28Heißt noch nicht, dass ich mit mir am Arbeiten fertig bin und
- 53:31auch das hilft mir und ich finde es hilft hoffentlich auch
- 53:34anderen. Warum nicht?
- 53:36Also das ist schon. Was mich interessiert, inwieweit
- 53:39war das, ich sag mal mit dir und deinem Sohn Gesprächsthema in
- 53:44der Therapie ohne jetzt da auf irgendwelche Traumatas oder so
- 53:48einzugehen. Aber ist das mit welcher
- 53:51Priorität ist das behandelt worden, weil es ist ja auch für
- 53:55dich. Ja, auch ne Art Trauma.
- 53:58Ist es auch ne da? Brauchen wir nicht drüber reden.
- 54:00Also ich muss wirklich sagen, ich hatte für mich mitunter eine
- 54:04der besten Therapeutinnen überhaupt und sie konnte mich
- 54:08auch relativ schnell lesen und wusste, was Phase ist.
- 54:11Und sie wusste auch genau, ist auch heute manchmal noch so.
- 54:15Schwierige Themen versuche ich direkt auszublenden, zu
- 54:18verdrängen und sie weiß ja, dann komme ich nicht weiter, also bei
- 54:20mir sowieso nicht, also ich. Habe mir den Orden geholt, somit
- 54:24unter einer der schwersten Therapie Menschen die da
- 54:27gesessen haben, weil es echt schwierig war nicht ranzukommen
- 54:30und sie wusste, wenn sie das Anschneidet ist vorbei und hat
- 54:33dann schlauerweise sich immer einen Zeitpunkt ausgesucht, wenn
- 54:36sie gefühlt hat ah ja okay heute heute ist ein Tag, heute geht
- 54:40das aber auch so, damit sie mich nicht gleich wieder in eine
- 54:42dunkle Phase zieht. Also das hat sie sehr gut
- 54:45gemacht. Ich muss aber ehrlich sagen ich
- 54:46war eineinhalb Jahre dort, von 100% haben wir. 30%, was
- 54:53wirklich mein Kind betrifft, heute so ab und zu greift sie es
- 54:56nur an. Also wir schreiben ab und zu e
- 54:58Mails und möchte gerne wissen wie es mir geht und sie hat auch
- 55:02immer noch einen Platz für mich. Sie sagt immer wenn irgendwas
- 55:03ist, komm einfach vorbei und sie fragt auch immer nach aber es
- 55:08funktioniert es. Ist okay was mache ich so für
- 55:10dich? Nochmal zur Therapie zu gehen,
- 55:13gerade im Moment finde ich, habe ich es nicht nötig und ich
- 55:15möchte gerade niemandem den Platz wegnehmen, der es
- 55:18dringender braucht. Möchte ich gerade einfach nicht.
- 55:21Also auch das. Ja, es ist widerlich, aber es
- 55:23ist tatsächlich. So weil weißt du warum das so
- 55:26ein Blog bei mir vorgeht? Das ist doch gar nicht böse
- 55:29gemeint, weil das ist der meist angeführteste Grund, nicht zur
- 55:35Therapie zu gehen, hab ich im Coaching kommt das unheimlich
- 55:39oft vor, dass die Leute dann sagen, ja, aber ich nehm doch
- 55:42den Leuten den Platz weg, ja ja, das stimmt so nicht, weil.
- 55:47Der Rucksack, den du trägst, ist dein Rucksack natürlich ja, und
- 55:50der wiegt für dich schwer und den kannst du nicht mit anderen
- 55:54Rucksäcken vergleichen, das ist richtig, man kann sagen, ja, es
- 55:57geht mir gut in meinem Leben, es geht mir einfach gut, ich habe
- 56:00keine Episoden, keine Phasen, keine dunklen Phasen oder sowas,
- 56:03dann ist es ja völlig in Ordnung.
- 56:05Ja, man muss aber auch dazu sagen.
- 56:06Also als ich angefangen habe in der Therapie, war das Ziel, wir
- 56:12versuchen wirklich die Traumata. Zu verarbeiten, dass es wirklich
- 56:17weg ist. Irgendwann kam sie aber auf den
- 56:20Trichter und hat sie recht. Weißt du was es bringt gar
- 56:23nichts, jetzt noch mal alles von vorne aufzuarbeiten, das macht
- 56:28deine durch das, dass ich ja Depressionen habe das gleich
- 56:30viel schlimmer. Wir fangen heute an dein
- 56:34Verhalten einfach zu ändern und das Trauma lassen wir einfach.
- 56:39Von selbst vergehen. Dann hast du aber wirklich eine
- 56:41gute Therapeutin gerecht. Wirklich eine gute, weil das
- 56:43ist, das ist genau mein mein Konsens im Coaching.
- 56:47Ey, warum sollen wir in die Traumatas gehen, warum, warum,
- 56:51weil wir haben hier und jetzt, wir müssen gucken, dass wir
- 56:53lernen, wie wir daraus entstanden sind und wie wir es
- 56:56vielleicht umkehren können, dass wir nicht mehr im hier und jetzt
- 57:00aufgrund Erfahrung, Erfahrung aus irgendeiner Vergangenheit.
- 57:05So handeln, sondern dass wir als erwachsene Person handeln und
- 57:08nicht mehr als Kind handeln. Klar ist auch hier dieser innere
- 57:11Dialog, den wirst du auch gehabt haben mit mir sicherer Ort und
- 57:15so weiter. Auch das Emdr.
- 57:17Wir haben es einmal versucht, aber.
- 57:19Das hat bei mir, davon war ich schwer begeistert, damals
- 57:22Schwerstens begeistert vom Emdr. Also ich war schockiert von mir
- 57:25selbst. Worden.
- 57:26Es ist bei mir auch gemacht worden und ich kann mich bis
- 57:29heute nicht mehr in die Situation denken, die wir da
- 57:31ausgeknipst haben. Bis heute.
- 57:33Ich habe das am Anfang der der MDR Behandlung war das
- 57:37omnipräsent und nach anderthalb Stunden war es weg und es ist
- 57:42bis heute weg. Ich also ich versuche jetzt auch
- 57:44gerade im Moment mich da noch mal reinzudenken blockiert
- 57:47sofort alles ist es ist weg irgendwo Schublade zu komme ich
- 57:51nicht mehr ran komme ich einfach nicht mehr ran ob ich will oder
- 57:53nicht und ich komme eigentlich immer an alles ran an das ich
- 57:56ran will aber da komme ich nicht mehr dran, das hat die komplett
- 57:59weggepackt also. Ja, Respekt dafür an meine
- 58:04damalige Therapeutin. Ja, also ich habe froh, dass das
- 58:07bei dir funktioniert hat. Also ich meine, ich habe ja
- 58:09mehrere Traumatas und wir haben uns extra eine ausgesucht, die
- 58:15sehr präsent ist bei mir, weil auch es gab einen Vorfall was
- 58:19das direkt wieder rausgeholt hat, wo ich gar nicht wusste wie
- 58:21das dazu kam, weil es war so. Ich wurde in der ganz blöd
- 58:25gesagt, ich wurde in der Kniekehle Kniekehle berührt und
- 58:29ich habe Aggression aufgebaut bis zum geht nicht mehr und.
- 58:32Und ich wusste nicht, wo das herkam.
- 58:33Dachte ich, was ist denn jetzt kaputt?
- 58:35Und da habe ich mit ihr drüber gesprochen und dann sagt sie,
- 58:38welches Bild kommt in den Kopf und dann ist mir ein Bild in den
- 58:42Sinn gekommen, was halt wirklich ein Trauma war, als ich 10 war
- 58:45und dann sagt sie, weißt du was, dann machen wir das eben eher
- 58:48jetzt, wir versuchen das, vielleicht kriegen wir es raus,
- 58:52aber ich habe es so blockiert, es ging gar nicht klar.
- 58:56Es ging, das war leider taktisch unklug von ihr, das hätte sie,
- 58:58das hätte sie noch ein bisschen aussitzen müssen.
- 59:00Ja, sie hat es. Versucht aber ja, ich finde es
- 59:03sehr gut, dass sie es versucht. Hat ja, weil das aber auch sie
- 59:05hat es aber auch. Ich verstehe sie auch, weil wie
- 59:07gesagt, ich blockiere sehr gerne oder habe es sehr gerne
- 59:09blockiert und es war gerade, ich habe gerade drüber gesprochen,
- 59:12also nutzen wir das aus, ne. Jetzt ist es gerade präsent.
- 59:15Nehmen wir es doch jetzt als Anlass, weil in 2 Wochen machst
- 59:18du sowieso wieder dich exakt und erzählst du.
- 59:19Nichts. Aber ich muss auch ehrlich
- 59:20sagen, wir haben es versucht und ich, ich, ich wollte das.
- 59:23Ich habe mit mir selber einen inneren Kampf gehabt, jetzt lass
- 59:25es doch zu jetzt. Zeig doch mal dieses Bild, so
- 59:28wie du es jetzt hast und redet. Ich muss ja direkt in diese
- 59:30Phase wieder rein, ging nicht, es ging einfach nicht.
- 59:33Wir haben es eine Dreiviertelstunde versucht, es
- 59:35ging nicht und dann sagt sie weißt du was?
- 59:38Macht nee keinen Sinn. Macht auch so keinen Sinn.
- 59:40Keinen Sinn hat dein Sohn irgendwann noch mal.
- 59:43Wir haben ja vorhin über den Kinderpsychologen gesprochen.
- 59:46Hat er irgendwann noch mal ne Art und Weise von oder irgend ne
- 59:49Form von von Therapie gehabt oder Gespräche,
- 59:51gesprächstherapien oder wie auch immer aufgrund.
- 59:54Für ihn war es ja eine massive, massive Eingriff in sein Leben.
- 59:57Ne, das müssen wir ja auch von der anderen Seite mal
- 59:59beleuchten. Und inwiefern hat es ihm
- 1:00:02geholfen und was hat er gemacht? Das würde mich interessieren und
- 1:00:05vor allen Dingen würde mich das interessieren für viele die
- 1:00:07vielleicht jetzt darüber nachdenken, wie sie mit ihrer
- 1:00:10Situation umgehen, was das vielleicht auch mit Kindern
- 1:00:14macht und wie man dem entgegenwirken kann.
- 1:00:17Ja, also ich habe das Glück, dass seine Patentante.
- 1:00:23Kindertherapeutin werden möchte, da hab ich sie ist die
- 1:00:27bestgeeignete Person dafür, die es gibt, und sie ist mit ihm zu
- 1:00:34einem kindertherapeuten Kinderpsychologen tatsächlich
- 1:00:37gegangen. Er hatte viele Gespräche, er hat
- 1:00:39viel aufgearbeitet von früher, weil im Grunde hat er dasselbe
- 1:00:44fast dasselbe durchgemacht wie ich, was ich mit meiner
- 1:00:47Erzeugerin durchgemacht, außer die extrem harten Fälle und.
- 1:00:52Natürlich sitzt das bei dem, also er ist auch Gefühlskalt
- 1:00:55heute noch, er ist Gefühls, gut, er ist jetzt aber auch Teenie
- 1:00:58und sowieso nicht so, dass man man zeigt ja nicht viel
- 1:01:02Emotionen, wenn man jetzt gerade Teenie ist.
- 1:01:05Also dieses ich liebe dich, musst du quasi rausprügeln, dass
- 1:01:09das mal kommt, aber egal bei wem, aber er ist wirklich
- 1:01:13gefühlskalt, also umarmen ist nicht mehr, das war aber schon
- 1:01:18als er noch jünger war nicht gegeben.
- 1:01:20Er hat wirklich das gespiegelt, was ich ihm vorgelebt hab.
- 1:01:24Ich hab ihm das selber. Angetan?
- 1:01:26Ja, ja, da kommt immer ein anderer Gedanke, ein anderer
- 1:01:28Zusammenhang, und zwar weiß man mittlerweile, dass Traumata
- 1:01:33vererbt werden können, das weiß man mittlerweile, man hat ja
- 1:01:36früher gesagt, Borderline kann nicht vererbt werden, weil
- 1:01:38Borderline Borderline steht ein Trauma zugrunde, immer.
- 1:01:43Man weiß aber mittlerweile, dass die Mutter das Trauma, also
- 1:01:46jetzt nicht die Situation des Traumas, logischerweise aber das
- 1:01:48Trauma selber kann man vererben. Es ist auch tatsächlich
- 1:01:52nachgewiesen, wenn du Traumata erlebst, während du schwanger
- 1:01:55bist, auch auch direkt. Es ist mit verankert das Ängste
- 1:02:00alles. Ich, ich mein Ich war damals
- 1:02:02nicht dabei. Ich würde es aber nicht nur
- 1:02:04darauf beschränken, dass du gesagt hast, was ich ihm angetan
- 1:02:07habe, weil ich glaube nicht, dass du ihm viel angetan hast.
- 1:02:10Das glaube ich gar nicht, weil ich mein, ich kenne dich.
- 1:02:13Ich, wie gesagt, ich kann das nicht beurteilen, das steht mir
- 1:02:15auch nicht zu, aber wenn ich sehe, da kommen Faktoren wie
- 1:02:18zusammen wie du bist schwer traumatisiert und die Person die
- 1:02:21dich traumatisiert hat hat quasi mit mehr oder weniger im selben
- 1:02:25Haus oder Haushalt gelebt oder Haus ist ja egal, dass das
- 1:02:31schon, dass das Zusammenspiel mit Sicherheit dazu geführt hat,
- 1:02:34dass es bei ihm nicht ganz so cool läuft, also das angeht.
- 1:02:37Das ist schon richtig, das stimmt auf jeden Fall, aber.
- 1:02:43Da kommen wir noch mal auf dieses.
- 1:02:44Ich hätte keine Kinder kriegen sollen, eben weil ich mental
- 1:02:48krank bin. Ja, aber war ich auch immer da?
- 1:02:51Muss ich dir widersprechen und glaub, du kennst meine
- 1:02:54Geschichten und ich war mental mit Sicherheit auch nicht auf
- 1:02:58der Höhe und mir hätte jeder Mensch auf der Welt attestiert,
- 1:03:01du und Kinder besser niemals und für mich jetzt.
- 1:03:05Hätte wie gesagt, hätte keiner lange geglaubt, was das Beste
- 1:03:07was passieren. Konnte ja, das stimmt.
- 1:03:09Also ich kenne ja deine Kinder also wirklich, also ich könnte
- 1:03:12es mir tatsächlich nicht vorstellen, wenn du keine
- 1:03:14hättest. Also das wäre viel schlimmer für
- 1:03:16dich gewesen, ganz im Ernst. Und ich sehe deine Kinder, ich
- 1:03:19erlebe deine Kinder und die sind Kind, die sind Kind, die können
- 1:03:23Kind sein, deswegen alles richtig gemacht.
- 1:03:26Also wenn man mir mit keine Ahnung der der groß ist geboren,
- 1:03:29da war ich glaube ich 3233 wenn man mir dann noch gesagt hätte,
- 1:03:32ich bin irgendwo alleinerziehend nach dem.
- 1:03:36Das hätte jeder abgeschmettert, jeder ne also von daher dieses
- 1:03:41ich hätte besser kein Kind gekriegt.
- 1:03:43Ich glaube, wenn die Umstände anders gewesen wären, vielleicht
- 1:03:46hätte es noch, aber manchmal ist das halt so, ja kann man drüber
- 1:03:49lamentieren. Also ich glaube, da liegt es
- 1:03:51aber auch manch einfach an der Person selber oder an der
- 1:03:54Diagnose, die dazu noch führt. Also also ich kenne natürlich
- 1:04:00auch, ich kenne eine Mutter, die war schwerst suchtkrank.
- 1:04:05Die hat auch 2 Kinder. Wir reden jede Woche, sie ist
- 1:04:08meine beste Freundin und ich nenne keine Namen, keine Panik,
- 1:04:12wir sagen dasselbe, wir hätten beide wirklich keine Kinder
- 1:04:15kriegen sollen, sie liebt ihre Kinder über alles, sie tut
- 1:04:17alles, also sie ist heute Austherapiert, gesund, sie tut
- 1:04:22alles für ihre Kinder, ob sie da sind oder nicht.
- 1:04:25Sind ihre Kinder denn da? Ihre Kinder sind auch nicht da,
- 1:04:28ihre Kinder sind bei den Großeltern.
- 1:04:32Beste Wahl wirklich für die Kinder, für die Großeltern, für
- 1:04:35die Mutter. Der Erzeuger ist quasi genauso
- 1:04:38wie der Erzeuger meines Sohnes, aber großartig, wirklich.
- 1:04:45Ich meine, es ist auch noch mal ein riesen Unterschied glaube
- 1:04:47ich, ob man es hört sich immer blöd an wenn man sagt man gibt
- 1:04:53ein Kind ab, du weißt auch wie ich das meine, es ist ein riesen
- 1:04:56Unterschied ob man dafür selber Sorge trägt wo das Kind hinkommt
- 1:05:00beziehungsweise. Man Entscheidungen für das Kind
- 1:05:03trifft oder ob es in eine Pflegefamilie kommt, in eine, in
- 1:05:07eine nicht bekannte, sagen wir es mal so, auf jeden Fall, weil
- 1:05:10er ist jetzt auch in der Pflegefamilie, aber in eine
- 1:05:12bewusste, selbstgewählte und ja, keine Ahnung, vernünftige
- 1:05:17Pflegefamilie. Die beste Option?
- 1:05:19Ja, und dann gibt es ja immer noch die Möglichkeit, dass
- 1:05:23irgendwann das Jugendamt einschreitet und sagt, so, nee,
- 1:05:26aufgrund dessen keine Ahnung dies das jenes kommt das Kind in
- 1:05:29die Pflegefamilie. Ja, das ist nochmal n riesen
- 1:05:31unterschied wie ich finde. Ja, aber auch da gibt es auch
- 1:05:34Unterschiede. Also ich mein es gibt welche wo
- 1:05:36das Jugendamt kommen muss, weil die es bewusst vernachlässigen.
- 1:05:38Es gibt aber auch die. Milliarden verschiedene
- 1:05:40Szenarien, die es. Unbewusst machen ne, also
- 1:05:43genauso wie ich unbewusst dem Kind manche Traumata verabreicht
- 1:05:46hab, obwohl es nicht hätte sein müssen.
- 1:05:48Aber ich muss auch sagen, das weiß ich auch erst heute, ich
- 1:05:51habe damals. Als ich es noch nicht wusste,
- 1:05:54das Bestmöglichste getan, was ich hätte tun können.
- 1:05:58Alles. Was meinte ich gerade deswegen
- 1:05:59sage ich die Aussage, da gehe ich, da bin ich nicht mit dir
- 1:06:03einer Meinung. Ich habe dem Kind Traumata
- 1:06:05zugefügt, da bin ich so ein bisschen, nee, da bin ich nicht
- 1:06:08bei dir. Du hast.
- 1:06:10Das bestmögliche getan ob es, ob es ausreichend war oder nicht,
- 1:06:14das kann im Prinzip irgendwann vielleicht deinen Sohn
- 1:06:16beantworten. Klar, natürlich.
- 1:06:18Das kann keiner keiner wissen. Gibt es irgendetwas?
- 1:06:25Dein Sohn ist jetzt du sagst 16 in diesen 16 Jahren, was du
- 1:06:29bereut hast. Ja, ich hätte früher an mir
- 1:06:36selbst arbeiten sollen. Definitiv.
- 1:06:39Das hätte uns beiden tatsächlich geholfen.
- 1:06:42Ich hätte auch mal um Hilfe bitten sollen, auch das habe ich
- 1:06:46nicht getan, das sind so Sachen, wo ich sage.
- 1:06:50Das das bereue ich oder jetzt mal abgesehen von der Wahl des
- 1:06:55Erzeugers meines Kindes bereue ich das wirklich am meisten.
- 1:07:01Weil ich glaube, viele, die ein Kind abgeben, verschaffen sich
- 1:07:07Luft und arbeiten nicht an sich, sondern lassen einfach alles so
- 1:07:13dahin plätschern. Ja oder verwahrlosen quasi weil
- 1:07:16die habe ich ja auch durch. Also.
- 1:07:20Ja, ja. Also ich bin froh, dass ich an
- 1:07:24mir gearbeitet habe, weil hätte ich es nicht getan, weiß ich
- 1:07:27nicht, ob ich heute hier sitzen würde oder wie ich heute hier
- 1:07:29sitzen würde, wer weiß das schon, aber ja, aber.
- 1:07:33Daran sieht man ja, dass du mit, wie soll ich sagen, mit
- 1:07:40mütterlichem Verhalten entschieden hast.
- 1:07:42Sagen wir es mal so oder aus der mütterlichen Intuition raus
- 1:07:46entschieden hast. Das wohl deines Kindes trotzdem
- 1:07:50oben angesiedelt. Hat ich, muss aber tatsächlich
- 1:07:52auch dazu sagen, als diese Situation kam, dass er raus
- 1:07:58muss. Dort war aber auch mitunter mein
- 1:08:03inneres Kind rennen, ich habe mich ja selber da drin gesehen,
- 1:08:07ich war quasi er und mich hat man nicht gerettet, mich hat man
- 1:08:11dort nicht rausgeholt, ihn wollte ich da rausholen, so also
- 1:08:16ich habe mich selber dort auch gesehen, ich.
- 1:08:19Was glaubst du denn? Ich meine, es ist jetzt
- 1:08:21hypothetisch, aber du kennst dich selbst am besten.
- 1:08:23Was glaubst du denn, hättest du ihm angetan, was du ihm jetzt
- 1:08:28nicht durch die Entscheidung natürlich nicht angetan hast?
- 1:08:30Was glaubst du denn? Also du meinst wenn er jetzt da
- 1:08:33geblieben wäre, wenn ich gesagt hätte auf gar keinen Fall, ja
- 1:08:38dann hätte er irgendwann als Weise dagestanden.
- 1:08:43Definitiv. Weil dieser Druck einfach so
- 1:08:47immens ist, wirklich also jede Frau, auch Männer, kennen das.
- 1:08:51Dieser Druck ist so wahnsinnig, man kriegt ja nicht nur, man hat
- 1:08:54ja nicht nur den eigenen Druck, auch den, was man aus den Medien
- 1:08:56kennt oder früher den aus der Schule, die Lehrer irgendwann
- 1:09:00mal Ausbilder und so weiter und das Sozialleben drumherum, das
- 1:09:03Kind hat ja irgendwann auch Freunde, deren Eltern, das hätte
- 1:09:08mich das, das wäre furchtbar gewesen für den, also ich
- 1:09:13glaube, ich habe uns beide gerettet.
- 1:09:15Tatsache ich. Glaube das ist ein cooles
- 1:09:17Schlusswort. Ich glaube, das ist ein ganz
- 1:09:20cooles Schlusswort, soll man gar nicht glauben, dusselig wie du
- 1:09:22bist. Ich kann, jeder Hörer hat auch
- 1:09:26gemerkt, dass hinter dem, was und wie du es sagst und wie du
- 1:09:30es beleuchtest du jetzt vielleicht nicht unbedingt der
- 1:09:31dümmste Mensch auf der Welt bist.
- 1:09:33So. Dann kann man auch noch mal ganz
- 1:09:36klar festmachen, das hat hier nichts mit Intelligenz zu tun,
- 1:09:39überhaupt man Entscheidungen trägt, ob man pro Kind sich
- 1:09:42entscheidet oder wie auch immer, sondern dass es oftmals auf
- 1:09:46Lebensumstände ankommt und auf ja, auf Traumatas oder wie auch
- 1:09:50immer, dass man so ne Entscheidung treffen muss.
- 1:09:52Ja, also ich finde es geht halt nicht, wenn du nicht ehrlich zu
- 1:09:56dir selbst bist. Also stimmt stimmt, ohne das
- 1:09:58funktioniert es einfach nicht und man, man weiß sich heute,
- 1:10:01das klingt so widerlich, wenn ich das heute vor 3 Jahren hätte
- 1:10:03ich es nie gesagt, aber du musst dich einfach auch mal selbst
- 1:10:07reflektieren, du musst einfach mal gucken, was ist.
- 1:10:09Du kannst nicht immer nur gucken.
- 1:10:11Dass es dem Kind gut geht, also wenn du dich selber vergisst,
- 1:10:14das hab ich jetzt daraus zu lernen, ja dann kannst du es,
- 1:10:16dann tust du denen nur Schlechtes.
- 1:10:17Wollte ich gerade sehen. Du kannst ja lernen.
- 1:10:19Ja, also ob es jetzt es gibt, es gibt, ich kenne Mütter, die
- 1:10:22haben n schlechtes Gewissen, wenn die ihr Kind am Wochenende
- 1:10:25mal in einem halben Jahr zu den Großeltern geben, damit die
- 1:10:28einfach mal was für sich machen und und wenn es nur n
- 1:10:31Biertrinken ist oder was auch immer.
- 1:10:32Das wird so vergessen und du machst dich selber damit so
- 1:10:35kaputt und du tust diesem Kind einfach nichts gutes, egal ob du
- 1:10:39Vater bist, ob du Mutter bist, ab ihrem Paar seid, wenn du dich
- 1:10:44selber vergisst und selber deine Gesundheit und auch das, was du
- 1:10:48möchtest, in den Hintergrund stellst, tust du deinem Kind
- 1:10:51keinen Gefallen. Es lernt ja auch nie, es lernt
- 1:10:54ja genau das und dieses Kind wird genau das auch machen, wenn
- 1:10:57es groß ist. Und wenn sich das nicht
- 1:10:59therapiert, wird es auch deinen Enkelkindern so gehen.
- 1:11:01Also du ziehst das mit. Also ich hoffe wirklich, dass es
- 1:11:05bei meinem Kind so weit reicht, dass er diese mentale, diese
- 1:11:10mentale Krankheiten, die meine Familie einfach schon mitgezogen
- 1:11:13hat, dass es dort einfach endet, dass seine Kinder, wenn er
- 1:11:17welche bekommt, normal leben können.
- 1:11:20Wenn du damit nicht anfängst, zieht sich das über Generationen
- 1:11:23hinweg, also, und da kommt ja dann auch noch mal schlechtes
- 1:11:25Gewissen so, die Oma ist schuld, dass das Enkelkind depressiv
- 1:11:29ist. Furchtbar.
- 1:11:32Ja, schön. Ja.
- 1:11:36Fertig. Ich denke.
- 1:11:39Fällt dir noch irgendwas ein, weil ich hab das was was ich so
- 1:11:42im Kopf hatte, habe ich alles gefragt.
- 1:11:46Ich überlege die ganze Zeit die ganze Zeit, während ich dir
- 1:11:48zuhöre, überlege ich so ein bisschen, ob ich auch mal ein
- 1:11:51Punkt war. Also ich kann mir nicht
- 1:11:54vorstellen, dass es irgendeinen Elternteil da draußen gibt, der
- 1:11:57nicht mal auf der Couch oder im Bett oder wo auch immer gesessen
- 1:11:59hat und kein schlechtes Gewissen hatte.
- 1:12:01Ich. War ich muss auch ehrlicherweise
- 1:12:03zugeben, ich war oft an dem Punkt, obwohl ich ja damals,
- 1:12:08wenn ich sage, ich war alleinerziehend, gab es ja auch
- 1:12:09lange Zeit eine Frau, die die Miterzogen hat, also das darf
- 1:12:12man hier nicht unter den Tisch fallen lassen, und trotzdem war
- 1:12:15ich oft an dem Punkt, wo ich mit dem weder mit dem einen noch mit
- 1:12:18dem anderen noch umgehen konnte, wo ich eigentlich beides gerne
- 1:12:21weg gehabt hätte. Und trotzdem froh war, eine
- 1:12:24Familie zu haben. Aber auch ich war an dem Punkt
- 1:12:28zu sagen, es geht nicht, ich kann es nicht mehr, ich kann das
- 1:12:31nicht mehr, aber ich hatte dann das Glück, sag ich jetzt mal, um
- 1:12:35das großartig bewerten zu wollen, dass da immer noch ein
- 1:12:38Part dabei war, der mir was abgenommen hat, ich war damit
- 1:12:41nicht komplett alleine und oder gar nicht alleine so, da war
- 1:12:46immer jemand da, der es mit aufgefangen hat und ich glaube
- 1:12:49aber, wenn ich alleine gewesen wäre, komplett mit ihm.
- 1:12:54Du hättest es auch, du hättest es durchgezogen, du hättest es
- 1:12:56durchgezogen. Ich hätte es durchgezogen.
- 1:12:58Ja, ich hätte es so, wie ich, hätte diese, ich hätte diese
- 1:13:01Entscheidung, die du getroffen hast, hätte ich für mich nicht
- 1:13:06durchgezogen, sag ich dir ganz ehrlich wie es ist und dafür
- 1:13:10gehört dir eigentlich der größte Respekt, weil ich hätte glaube
- 1:13:13ich aus aus eigens gehandelt um nicht ganz alleine zu sein.
- 1:13:17Sage ich ehrlich, wie es ist, wenn ich da jetzt so drüber
- 1:13:19nachdenke. Heutzutage hätte es vielleicht
- 1:13:21damals gar nicht mitbekommen, aber wenn ich das heute so
- 1:13:23reflektiere, hätte ich es durchgezogen, ja, um nicht
- 1:13:28alleine zu sein, glaube ich. So, und wer sagt sich das schon
- 1:13:31selber? Also jetzt mal ehrlich, also
- 1:13:33solche Situationen kommen ja super oft, ob du Kinder hast
- 1:13:36oder nicht, es gibt auch Beziehungen, zum Beispiel wo du
- 1:13:38genau weißt, das ist gar nicht in Ordnung, aber ich will, ich
- 1:13:40kann und will nicht alleine sein, also auch das sowas
- 1:13:44erstmal auszusprechen macht auch.
- 1:13:46Ich hab ja gelernt, alleine zu sein, Gott sei Dank.
- 1:13:48Ich hab gedacht, ich kann das nicht ne es geht sogar richtig
- 1:13:51gut. Ich lieb es mittlerweile.
- 1:13:53Echt Ah lieben weiß ich nicht, aber ich ich priorisier das
- 1:13:56nicht mehr. Ja, ich musste.
- 1:13:58Ich musste hart lernen. Also ich hab so sehr geliebt,
- 1:14:01dass meine Therapeutin irgendwann zu mir gesagt hat,
- 1:14:02ja, pass mal auf, du vereinsamst das war noch mal so n so n so n
- 1:14:07Kick in die Fresse OK alles klar, ich versuche den guten
- 1:14:11Mittelweg zu finden, also mein also du merkst das jetzt ja
- 1:14:13auch, ich bin unterwegs und mach da was und hier was.
- 1:14:16Hätte ich vorher nicht gemacht, so geht es mir ganz gut, weil
- 1:14:18ich dann selber entscheiden. Kann geflogen so.
- 1:14:20Ja und ich mein, Das war geflogen.
- 1:14:23Ja, und da bin ich noch nie geflogen.
- 1:14:25Das kommt noch dazu. Also so schlimm ist es schon,
- 1:14:27dass ich sagen kann, ich bin echt stolz auf mich, dass ich
- 1:14:29das gemacht hab, ich hab mich sogar allein ins café gesetzt,
- 1:14:32wer macht denn so was, um einen Kaffee zu trinken?
- 1:14:34Ja gut. Für normale oder normal
- 1:14:37bescheuerte Menschen wie dich. Aber für mich war das nie, nie.
- 1:14:41Ich konnte nie irgendwas tatsächlich alleine machen,
- 1:14:44obwohl ich immer gerne alleine bin, aber öffentlich liegt aber
- 1:14:47auch an meiner Sozialphobie alleine sein unter Menschen ist
- 1:14:49immer schwierig, heute kann ich wirklich sagen, ich kann mich in
- 1:14:51einen Kaffee setzen, sitze da ne Stunde, guck auf mein Telefon,
- 1:14:54trink meinen Kaffee und geh nach Hause, wäre mir nie eingefallen
- 1:14:57ne also ich kann nur noch mal sagen Therapie rockt.
- 1:15:00Therapie rockt meistens aber oftmals.
- 1:15:02Ich krieg das leider immer wieder mit.
- 1:15:04Treffen so viele Leute, die Hilfe nötig haben, auf die
- 1:15:06falschen Therapeuten? Das ist so traurig.
- 1:15:09Das ist gerade, was Borderline, Adas und K PTBS und PTBS angeht
- 1:15:13ist. Das kann das Vorherrend sein.
- 1:15:15Ich krieg das täglich mit täglich und das ist unfassbar
- 1:15:18wieviel da falsch läuft. Ja oder wieviel es dann auch
- 1:15:20einfach schlimmer machen. Also ohne euch jetzt irgendwie
- 1:15:22Angst zu machen oder so, ich kenne viele, die haben super
- 1:15:26viele Therapeuten durch und es entweder haben Sie es schlimmer
- 1:15:28gemacht oder die haben die einfach fallen lassen weil dann
- 1:15:30heißt du bist nicht therapierbar ja das.
- 1:15:33Hat auch nichts damit zu tun. Angst zu verbreiten, sondern
- 1:15:35vielleicht dann so ein bisschen zu sensibilisieren, achtet gut
- 1:15:39bei der Wahl des Therapeuten. Setzt euch nicht auf jede
- 1:15:41Warteliste, erkundigt euch über jeden Therapeuten, was kann der,
- 1:15:44was kann der nicht, am besten ist immer noch Mund zu Mund
- 1:15:46Propaganda und dann notfalls auch mal eine längere Wartezeit
- 1:15:49in Kauf nehmen. Und vor allem nicht aufgeben,
- 1:15:51wenn der eine schlecht war zu sagen, ich gehe nicht mehr in
- 1:15:54die Therapie. Nein, ich habe auch 3
- 1:15:55Therapeuten verschlissen. Also ich muss. 2.
- 1:15:58Bevor ich da meine hatte. Damals, und ich hatte wirklich,
- 1:16:00wirklich Glück. Du weißt das ja, ich wollte
- 1:16:03eigentlich nie zu einer Frau gehen, nie, weil ich habe
- 1:16:06leichtes Problem mit Frauen, so dass ihr das mal wisst.
- 1:16:09Aber es war die Therapeutin meiner besten Freundin und ich
- 1:16:12habe gesehen, was sie mit ihr gemacht hat, das war der
- 1:16:16Wahnsinn und auch dann wollte ich nicht hingehen und dann hat
- 1:16:19mir erst hast du mir erst helfen müssen, mich zwingen müssen
- 1:16:23dahin zu gehen und auch da kann ich nur sagen, ich habe es dir
- 1:16:26vor Jahren schon gesagt, auch du hast mein Leben gerettet, das
- 1:16:29gehört mit dazu. Ja gut, das sehe ich nicht so.
- 1:16:31Aber. Ja, das ist schon immer so
- 1:16:33gewesen, aber das akzeptiert jetzt.
- 1:16:34Einfach mal im Auge des Betrachters, wenn du es so
- 1:16:36siehst. Jetzt brechst du ja gar nicht
- 1:16:38ab. Ja, und so lernen ja die
- 1:16:40Menschen gegenseitig von sich und über sich und keine Ahnung,
- 1:16:43ja nee, aber wie gesagt, allein sein und so, ich priorisiere das
- 1:16:46alles nicht mehr, priorisiere, dass es mir gut geht, egal wie.
- 1:16:49Das. Ist für mich wichtig
- 1:16:50mittlerweile und das mache ich nicht mehr von Lebensumständen
- 1:16:53abhängig und. Das kannst du auch, das kannst
- 1:16:54du auch richtig gut. Also wirklich, wer hätte vor
- 1:16:56einem Jahr gedacht? Bei mir ja.
- 1:17:00Ja, vor dem Jahr schon. Da fing das alles an, aber so
- 1:17:02vor anderthalb, 2 Jahren war da kein Denken.
- 1:17:04Drin? Ja, auf gar keinen Fall.
- 1:17:05Ja und werden Podcast verfolgt, der der ist ja Zeitzeuge.
- 1:17:07Ja, quasi. Wirklich also?
- 1:17:10Von wie gesagt, von von ganz unten irgendwie in ne gewisse
- 1:17:14Art von Normalität. Die wird, die werde auch ich nie
- 1:17:17erreichen, ne? Keiner von uns wird das, also
- 1:17:20wird nie funktionieren, aber für sich ein.
- 1:17:23Also ich ist ja auch so. Wenn man jetzt so sieht, normal
- 1:17:26heißt es Haus, Garten, heiraten, Weißer Garten so, aber jeder hat
- 1:17:30für sich so seine Art Normalität, womit er wirklich
- 1:17:32leben kann und auch konform ist. Und auch ich kann sagen, ich
- 1:17:36habe Normalität und auch wirklich.
- 1:17:40Alles so, wie es sein soll, gerade für mich gerade brauch
- 1:17:42ich. Das quasi, wenn man das jetzt
- 1:17:44mal auf deine Draufsicht nimmt, führst du ein ganz beschissenes
- 1:17:48Spießerleben. Du fährst jeden Tag zur Arbeit,
- 1:17:50du stehst nachts auf, fährst zur Arbeit, fährst jedes Mal.
- 1:17:53Ich glaub irgendwie 7080 Kilometer zur Arbeit, bis dann
- 1:17:57den ganzen Tag, bis hast du ne verantwortungsvolle Position,
- 1:18:00fährst nach Hause, fährst, fällst tot um, gehst schlafen,
- 1:18:03gehst wieder arbeiten so ab und zu.
- 1:18:06Kommst du da mal raus und unternimmst irgendwas?
- 1:18:08Also ein ganz normales Leben, eigentlich wirklich so und das
- 1:18:12ist ja das, was ich meine. Wichtig ist, dass man mit
- 1:18:14irgendwas glücklich ist. Das ist das wichtige und man
- 1:18:16muss nicht priorisieren, was man nicht.
- 1:18:18Hat also ich muss, muss auch tatsächlich sagen, in der
- 1:18:21Therapie hat es ja angefangen, ich bin ja befördert worden in
- 1:18:23der Therapie, und früher war das völlig egal, ob ich lebe oder
- 1:18:28sterbe, und es gab die Phase, als ich diesen neuen Job
- 1:18:33angefangen habe, es hat 3 Monate gedauert.
- 1:18:35Ich bin zur Therapie gegangen und war völlig entsetzt, weil
- 1:18:38ich Panik hatte zu sterben. Und dann guckt die mich an.
- 1:18:42Ja, sieh mal eine an, wie kann das?
- 1:18:43Denn das ist. Witzig.
- 1:18:46Oh. Ja, nee, pass auf, da muss man
- 1:18:48kein Prophet für sein. Warum glaubst du, ist das so?
- 1:18:51Weil ich jetzt genau das, weil ich was habe, wofür ich leben
- 1:18:54kann. Jetzt sagen wir andere, aber du
- 1:18:57hast doch ein Kind davon. Aber was ist denn quasi das
- 1:19:01erste Mal passiert? Das allererste Mal.
- 1:19:04Das allererste Mal war tatsächlich, doch ich hab mir,
- 1:19:08ja, ich will es nicht weit ausholen, aber mir wurde immer
- 1:19:10gesagt, du bist dumm, du kannst. Nichts richtig.
- 1:19:12Das erste Mal hat man dir bestätigt, Ey, du kannst was und
- 1:19:16das machst du richtig gut so und was will man auf einmal nicht
- 1:19:19mehr sterben, ich auf gar keinen Fall haben sie vielleicht ich
- 1:19:24lebe noch 100 Jahre. Also wirklich.
- 1:19:26Also ich hätte nie gedacht, dass ich mal Panik hab zu sterben.
- 1:19:30Wirklich, das war. Gruselig war das.
- 1:19:33Ich muss ehrlicherweise sagen, ich mein, Wir kommen, aber ist
- 1:19:35ja auch scheißegal. Eigentlich läuft ja sowieso
- 1:19:37einfach, läuft das mal. Stunde 20 ist ja egal.
- 1:19:41Ich muss ehrlicherweise sagen, ich hab in den Ganzen auf und ab
- 1:19:44hab ich irgendwann die Angst vorm Tod zum Beispiel komplett
- 1:19:48verloren, komplett das Ding, das beschäftigt mich überhaupt
- 1:19:52nicht, hab ich auch 0 Angst vor 0 interessiert mich gar nicht.
- 1:19:55Das einzige was mich interessieren würde, was wird
- 1:19:57aus meinen Kindern so kommen die damit klar oder nicht?
- 1:20:01Und aber sonst immer, das könnte ich mir egal, da könnte ich mir
- 1:20:04das gar nicht sein. Ja, das.
- 1:20:05Tut es auch. Bis vor einmal war es mir auch
- 1:20:07egal. Ich weiß, mein Kind ist safe,
- 1:20:09ja, also mir erst recht egal sein, ich weiß der kriegt Diebe,
- 1:20:12der ist alles, der ist Safe, der trauert okay tun wir alle, also
- 1:20:16wegen irgendwem und dann ist aber auch okay, weil er ist
- 1:20:20behütet und geliebt und weiß. Nicht ich doch mal was aus
- 1:20:22diesem einen Moment geworden ist.
- 1:20:25Dir ist eine Verantwortung übertragen, du bist befördert
- 1:20:27worden, man hat dir quasi gezeigt, ey.
- 1:20:30Das ist geil, was du hier machst, jobtechnisch.
- 1:20:32Und dann kommt so peu a peu kommen die Schritte dazu, dann
- 1:20:36fliegst du im Urlaub, dann fliegst du alleine im Urlaub,
- 1:20:39dann gehst du ins café und plötzlich lernt man das Leben
- 1:20:42nicht nur zu akzeptieren, sondern auch irgendwie geil zu
- 1:20:45finden. Ne ist so total.
- 1:20:47Also manchmal. Fliegst du jetzt, fliegst du.
- 1:20:48Demnächst fliegst du nach. Ägypten.
- 1:20:51Ägypten fließt du dann ne genau ja.
- 1:20:54Jetzt hast du aber jetzt hast du aber mal richtig Geschmack dran.
- 1:20:55Läuft aber, wenn man. Einmal dran geleckt hat.
- 1:20:57Ja, hör mal. Ja, ich glaube, ich hole jetzt
- 1:20:59so alles nach, weil ich meine, ich werde ja auch nicht jünger.
- 1:21:01Lass deinen Spruch, Spar es dir einfacher, ich wusste das keine
- 1:21:06Panik, ich hau nachher eine rein wenn die Kamera.
- 1:21:07Aus, ist ja klar. Wenn ich dran komme.
- 1:21:12Wenn Masse sich einmal in Bewegung setzt, läuft.
- 1:21:13Hey, ich schwinge dann auch noch im Flugzeug.
- 1:21:15Wart mal ab. Ja, ich weiß.
- 1:21:17Nicht Turbulenzen kommen dann von mir.
- 1:21:18Aber ja, worauf wollte ich hinaus, ein bisschen fahren?
- 1:21:22Ich hab den Faden verloren. Er läuft bei dir.
- 1:21:24Nicht oder auch nicht. Er läuft bei dir, er.
- 1:21:26Schwingt bei mir, wer rollt bei dir?
- 1:21:27Ja, du kennst doch Key. Bowling ja, das ist ja für dich
- 1:21:29das Ding. Ah, großartig, macht mich, hast
- 1:21:31du nicht. Gemacht.
- 1:21:32Ja, ich weiß zurecht völlig zurecht, klar, aber wie gesagt,
- 1:21:35Mach ruhig was du willst, weil ich hab ja keine Angst.
- 1:21:38Vor dem Tod eben. Er kommt noch so, du brauchst ja
- 1:21:40keine Angst vor dem Tod, aber nur Angst vor mir.
- 1:21:42Und das ist das nicht quasi dasselbe siehst du aus wie der
- 1:21:44Sendemann stimmt, so hab ich den denn immer vorgestellt.
- 1:21:46Oder, oder. Nur du bist noch bleicher als
- 1:21:48den, den ich mir vorgestellt hab.
- 1:21:50Hauttyp. Mozzarella, ich sag es dir mal
- 1:21:51wieder. Wieso?
- 1:21:53Hauttyp, Mozzarella und Mozarella Stick ist nicht weit
- 1:21:55reingeholt. Gut, dass den niemand versteht.
- 1:21:58Sehr gut, sehr gut. Es gibt auch nur eine Podcast
- 1:22:01Folge, wo du den einmal erwähnst.
- 1:22:02Das ist super. Ja, ich weiß.
- 1:22:04Ich erinnere mich. Zu relastik.
- 1:22:05Schrägstrich. Schrägstrich genau so ihr
- 1:22:08lieben, erstmal herzlichen Dank. Ja, danke dafür.
- 1:22:11Dass du hast dich jetzt lange noch aufgedrängt.
- 1:22:14Widerlich. Nachher heulst du wieder, wenn
- 1:22:16ich geh. Ja ne, ich hab ne fette
- 1:22:18Überweisung von dir gekriegt, dass du hier reden darfst.
- 1:22:20Alles. Cool die 2€, das ist schon okay.
- 1:22:222,5 0€ ja tschuldigung siehst du so viel Geld hab ich schon das.
- 1:22:25Beruhigt dich schon, das hab ich gebracht.
- 1:22:27Weil du nie frisst, obwohl du so fett bist, versteh ich eh nicht
- 1:22:29wie das funktioniert. Aber das.
- 1:22:30Mit dem Zunehmen tatsächlich Lach an den neuen Tabletten, da
- 1:22:33konnte ich mal bei zugucken. Ich hatte neue Tabletten
- 1:22:34gekriegt, die alten, die haben eher das Gegenteil bewirkt, das.
- 1:22:37Kann ich ja. Unter die neuen ja, du kennst
- 1:22:40mich ja noch, das war viel schlanker, die Hälfte quasi.
- 1:22:42Naja, wollte das jetzt nicht übertreiben, ja.
- 1:22:45Ja, ich weiß. So und eine neue Tablette
- 1:22:46gekriegt und dann ist es andersrum gegangen.
- 1:22:48Aber mir ging es besser, deswegen ist es mir tatsächlich
- 1:22:50auch scheißegal das. Ist doch scheißegal, ehrlich.
- 1:22:52Natürlich, natürlich guck mal in den Spiegel und Denk so okay, du
- 1:22:56musst irgendwas machen, aber Ernährung passt, Bewegung passt,
- 1:22:59es passt alles, es ist einfach so wie es ist und aber mir geht
- 1:23:02es. Gut, Prioritäten sind gerade
- 1:23:04anders gesetzt, richtig. Und dann ist das völlig in
- 1:23:06Ordnung, ganz schön ernst auch. Das ist mir mittlerweile.
- 1:23:09Früher war das ein Trigger bei mir.
- 1:23:10Oh, das war ein Trigger. Ne, alles was keine Ahnung mir
- 1:23:14irgendwie im Spiegel zu Fett aussah war ich der, der der
- 1:23:18traurigste und verzweifelteste Mensch dieses dir, den Du
- 1:23:21überhaupt vorstellen. Kannst ja.
- 1:23:22Kenn ich bis hin so. Ich will hier nicht mehr sein
- 1:23:24heutzutage. Ey es ist alles geil, ich mag
- 1:23:26mich, es ist alles cool. Ich hab dir gesagt, du spendest
- 1:23:29mir jetzt noch mehr Schatten. Bleib ruhig so.
- 1:23:30Ist schon in Ordnung. Also ich lieb dich auch fett,
- 1:23:33ja. Ich bin ja auch nicht
- 1:23:34schattenspielerin. Ich weiß in dem Sinne vielen
- 1:23:36Dank. Und.
- 1:23:37Gerne. Wir hören uns nächste Woche
- 1:23:38wieder, dann hoffentlich ohne das komische Trullagedönse hier
- 1:23:42ja. Gegenüber, klar.
- 1:23:44Ist alles ein bisschen ausgeufert.
- 1:23:45Anderthalb Stunden, aber die senden wir auch am Stück, die
- 1:23:47hauen wir am Stück raus, und ja, dann würde ich sagen, bis
- 1:23:51nächste Woche und verpiss dich. Endlich.
- 1:23:59Und. Kannst du bitte aufhören?
- 1:24:00Rumzustillen ist er wieder nicht.