Latest / Fadegrad / Wie eine Mutter nach dem Tod ihrer Töchter zurück ins Leben fand
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- 0:00Weiß, wo sie den letzten Atemzug gemacht hat.
- 0:04Ich weiß es wirklich noch, es war einfach das Messer durchs
- 0:09ganze Herz, durch den ganzen Bauch, einfach nur ich bin nur
- 0:14ein Schmerz in diesem Moment. Wieviel hält den Menschen aus?
- 0:25Wieviel Schmerzen kann man Verträgen, ein Kind zu verlieren
- 0:28ist das Schlimmste, das Eltern durchmachen müssen.
- 0:31Erika können Sie geigern zweimal erleben, die vierfache Mutter
- 0:35hat 2 Töchter im Alter von 12 und 16 Jahren verloren, die
- 0:40beiden Zwillingsschwestern sind mit einem unbekannten Gendefekt
- 0:43auf die Welt gekommen, sie sind schwerbehindert und Erika kann
- 0:47ein GIGA hat sich schon früh mit dem möglichen Tod von ihren
- 0:51Kindern auseinandersetzen. Der Film Phönix aus der Asche
- 0:55erzählt die Geschichte der Erika Kuentz GIGA, die nach dem Tod
- 0:58von ihren beiden Töchtern in ein Loch geteilt wurde, aber auch
- 1:02über ihr Aufstehen, wie sie gelernt hat, mit dem Verlust
- 1:05umzugehen, neue Lebensfreude zu finden und Kraft aus etwas
- 1:09scheinbar Unaushaltbarem zu schöpfen.
- 1:13Heute erzählt die 62 jährige ihre Geschichte im fadengrat
- 1:16Podcast Ich bin Klara Abtenhalde und bin jetzt bei Erika
- 1:19Grünzeiger, die Heizlächtersteige in Toggenburg.
- 1:23Danke, dass du deine Erfahrungen mit uns teilst.
- 1:25Ja, sehr gerne. Vater Grad.
- 1:34Der Podcast fragt, warum Menschen tun, was sie tun und
- 1:38wie sie geworden sind, wer sie sind.
- 1:45Erika, nimm es doch bitte mal zurück in die Vergangenheit, wo
- 1:49du mit den beiden Zwillingen Tasche und Lamo schwanger warst.
- 1:53Es sind nicht deine ersten Kinder oder du hast schon 2
- 1:55erwachsene Kinder. Ja, das ist so.
- 1:57Ich habe. Dort hat Laura und Gregor, die
- 2:02sind dort nochmal überlegen, 16 und 13 Jahre und ich bin 40 und
- 2:10bin schwanger geworden, nicht geplant und auch noch nicht
- 2:14gewusst, dass es Zwilling sind. So die Situation war nicht in
- 2:19einer festen Partnerschaft, also in einer Partnerschaft, aber
- 2:22noch nicht so lange. Und daher ist es sehr
- 2:26herausfordernd. Ich bin überhaupt die Kinder.
- 2:33Ob ich sogar eine andere Abtreibung machen möchte, das
- 2:35ist eine grosse Frage. Und schon dort das Grosse ein
- 2:42großes Einschneidenserlebnis, weil ich habe mich dann
- 2:45entschieden, wie man ja weiß für Kinder und es hat wirklich
- 2:49ethische und moralische Gründe. Ich kann einfach ganz tief
- 2:53hinein gespürt, ich kann das nicht anders, ich kann irgendwie
- 2:56schon gespürt, es ist kein einfacher Entscheid, irgendein
- 3:01kommt da etwas Schwieriges auf mich zu, aber keine Ahnung.
- 3:05Was? Und ich habe auch gewusst, dass
- 3:07der damalige Partner. Kein Kind will und
- 3:12wahrscheinlich ich das auch alleine machen müsste und das
- 3:15mit den anderen 2 Kindern. Also die Schwangerschaft selber
- 3:19hast du schon nicht als sehr positiv erlebt.
- 3:22Ja, ist schon ganz schwierig und tatsächlich so gewesen, dass ich
- 3:25die mal zuerst alleine gemacht habe.
- 3:28Also der Vater hat sich zurückgezogen von der
- 3:30Lamontasche hat er mit der Zeit herausgefunden oder man hat mir
- 3:34gesagt, dass das Zwilling. Aber die ganze Schwangerschaft
- 3:37nicht gewusst, dass es eine Beeinträchtigung hat oder dass
- 3:41die irgendwie krank sind, das hat man nicht gesehen.
- 3:43Es hat alles gut ausgesehen eigentlich so, ich habe auch
- 3:46nichts anderes gespürt, wie bei anderen Kindern.
- 3:50Und es ist schon Belastung, sie einfach schon zu wissen, dass
- 3:53ich das vielleicht alleine mache.
- 3:57Aber setze ich dann der Vater wieder zurück und sagte, das
- 4:01machen wir? Glaube ich, haben sich doch noch
- 4:04freuen, so Zwilling, sei doch schon etwas Besonderes.
- 4:08So war das einmal, die Schwangerschaft, ja, und dann
- 4:12war die Geburt und. Hat man dann nach der Geburt ein
- 4:16bisschen gemerkt? Irgendetwas stimmt nicht, aber
- 4:21schön, nur morgen Geburtstag sogar ausserordentlich für
- 4:24Zwillinge und bei über 40 Jahren.
- 4:26Ich habe nicht einmal einen Kaiserschnitt machen müssen,
- 4:29aber sie haben jetzt schon nicht so richtig geschnürt, aber
- 4:32aussehen mässig habe ich jetzt nicht gedacht, dass da diese
- 4:36Beeinträchtigung vorliegen könnte.
- 4:39Ja, dann hat man dann mit der Zeit gemerkt oder die Ärzte so
- 4:43mutige Diagnosen zu stellen und dann gesagt, das scheint auf
- 4:48eine Behinderung hinauszulaufen. Wir wissen zwar nicht was, aber
- 4:51sie bewegen sich nicht richtig, sie ist auf und nicht sie oder
- 4:55nicht richtig, sie essen nicht und das habe ich dann wahnsinnig
- 4:59schwierig gefunden, also. Das heisst noch in diesen Tagen
- 5:01im Spital. Ja, das ist schon da.
- 5:03Und dort habe ich einen ersten richtigen Zusammenbruch.
- 5:07Eine Sinnkrise. Ich dachte, jetzt habe ich nicht
- 5:09abgetrieben aus ethischen Gründen, und jetzt komme ich zum
- 5:12Geschenk. 2 behinderte Kinder kann die Welt nicht verstehen
- 5:17und tatsächlich habe ich auch so gefunden.
- 5:20Ich glaube nicht, dass da irgendeinen Gott gibt, wo so
- 5:23etwas zulässt. Jetzt habe ich doch so einen
- 5:25Schritt gemacht, kann alles aufs Spiel gesetzt, ich kann eine
- 5:28neue Arbeitsstelle haben, einen Freund, der wahrscheinlich geht
- 5:33und komme nachher 2 behinderte Kinder.
- 5:36Ich kann noch nicht sehen, dass es auch ein Geschenk sei, aber
- 5:39es ist so eine ganz schwierige Situation.
- 5:42Also für dich ist die Geburt nicht gleich ein Wunder oder
- 5:45nicht positiven Gefühlen. Verbunden?
- 5:47Nein, weil gerade alles ist schwierig, sie hat auf
- 5:51Neonatologie. Monatelang also die
- 5:53Frühgebührsabteilung, weil sie eben nicht schnaufen konnte.
- 5:58Sie hat nicht essen können und Neonatologie ist einfach per se
- 6:02eine Herausforderung, weiß wahrscheinlich jede Mutter und
- 6:05jeder Vater, der das erleben muss.
- 6:07Die Kinder sind an den Schläuchen und es piepen den
- 6:09ganzen Tag und man weiß nicht, ob man die Kinder nachher nach
- 6:12Hause nehmen kann, ob sie überleben können und man sieht
- 6:15andere, die nicht gut zu weg sind.
- 6:19Es ist schwierig, finde ich, also etwas zu erleben.
- 6:24Ja, und haben es dann die Ärzte schon gewusst, welche Art von
- 6:27Behinderung das die beiden haben?
- 6:29Das hat mir eh nie herausgefunden, dass man dann
- 6:32auch sagen, Nein, es hat einfach.
- 6:36E. Vermutungen gegeben, kann man
- 6:37Untersuchungen an Masse und aber herausgefunden hat man nichts.
- 6:42Man darf da angenommen, weil beide das Gleiche hatten, sind
- 6:44ja eineiige Zwillinge, dass es müsste ein genetischer Defekt
- 6:49sein. Und dann, nach einer gewissen
- 6:51Zeit haben oder ist es noch weiter?
- 6:53Ich habe nach einem Monat eigentlich immer noch nicht
- 6:57recht. Essen heisst Saugen und sie
- 7:01müssen über so eine Nase sonden ernährt werden.
- 7:04Kommt mir wirklich alles wieder in den Sinn und.
- 7:06Gefunden. Ich habe jetzt genug, ich habe
- 7:08noch 2 andere Kinder zu Hause, ich muss das irgendwie managen,
- 7:12ich nehme die jetzt einfach zu Hause und wir arbeiten hier
- 7:15schon und ich bin sicher, die können irgendwann trinken, ich
- 7:20kann. Eine Hoffnung haben oder einen
- 7:24Wein oder was auch immer. Es hat mich etwas gedreht, dass
- 7:26ich diese nach Hause genommen habe und sie hat da einen Monat
- 7:30später haben sie tatsächlich getrunken und ich habe sie noch
- 7:33stillen, es ist eh schon etwas wunderbar und dann habe ich ganz
- 7:37viele Hoffnungen gehabt, dass das alles gar nicht stimmt, dass
- 7:40sie vermuten und dass sie überhaupt nicht behindert sind
- 7:43und ich habe Glück gehabt. Aber leider haben Sie sich dann
- 7:47nicht angefangen zu entwickeln. Aber es sind dann hier also der
- 7:52Vater der Zwillinge und du sind noch zusammen und dann zusammen.
- 7:54Ja er. Hat dann wirklich mich
- 7:58begleitet, aber. Wo man dann so wieder gemerkt
- 8:03hat, das stimmt wirklich etwas nicht.
- 8:04Sie entwickelt sich nicht und man hat dann auch, so wie das
- 8:08gesagt hat, früher Kindesabklärung.
- 8:11Ich weiß nicht mehr genau, wie die geheissen haben.
- 8:14Haben wir gefragt, was denken Sie denn und hat dann eine Mal
- 8:19gesagt, ich glaube, das läuft auf eine ganz schwere
- 8:22Behinderung heraus aus ihrer Erfahrung und in diesem Moment
- 8:26ist er dann gegangen. Und da waren es noch Babys. 6
- 8:29Monate. Er ist schon gegangen, dann bin
- 8:33ich dann alleine mit den vermutlich schwerbehinderten
- 8:36Kindern. Und mit meinen älteren Kindern,
- 8:40die beide in der Puppetage sind und auch.
- 8:45Eine Herausforderung auch bei gesunden Kindern.
- 8:47Das ist eine echte Herausforderung.
- 8:50Wie ist es denn für dich weitergegangen?
- 8:52Nachher den Alltag. Ja, dann zuerst einmal Chaos.
- 8:56Wie mache ich das? Ich habe nichts geschlafen, weil
- 9:00ich so viel betreue, und ich bin fast am zusammenbrechen gewesen.
- 9:05Dann hat eine Mutter von einem guten Freund von mir und hat
- 9:09dann gesagt, sie könne mir helfen.
- 9:11Das hat mir dann schon viel, viel Druck weggenommen und ich
- 9:15konnte wieder schnaufen. Sie ist schon jeden Tag da und
- 9:18hat mir mit denen geholfen und dann habe ich angefangen mich zu
- 9:21informieren, IV muss ich dann Ivey keine Ahnung haben
- 9:26eigentlich, man fängt dann an so ich glaube ich habe dort schon
- 9:31Google hat es wahrscheinlich schon gegeben, ich bin sicher
- 9:33digital unterwegs, ich habe angefangen.
- 9:36Aktionen hole. Was könnten sie, wo könnte ich
- 9:38Hilfe holen, aber ganz schwierig, ganz streng.
- 9:42Meine Freundinnen haben mich oft wahnsinnig unterstützt, ich habe
- 9:45noch nie arbeiten können, ich habe so eine grosse
- 9:48Betreuungsaufwand gehabt und habe dann auf das Sozialamt noch
- 9:52zu allem annehmen, weil der Vater von ihnen auch nicht so
- 9:57bezahlen will, wie er es versprochen hat.
- 10:01Eine Herausforderung hat die andere gejagt und ich bin immer
- 10:04nur am reagieren. Haben alle Mitleid gehabt mit
- 10:08mir und Mitgefühl und haben irgendwie versucht mich zu
- 10:12unterstützen. Mein ganzes Umfeld.
- 10:14Aber ich weiß auch nicht, wo ich die Kraft hinterher genommen
- 10:18habe, aber irgendwie war es gegangen.
- 10:20Also wenn ich jetzt zurückdenke, fragst du dich auch wieder alles
- 10:23geschafft hat. Ja, also.
- 10:25Wenn ich das da mal gewusst habe, hätte, hätte ich nicht
- 10:28gedacht, dass man so etwas schafft.
- 10:32Die Kraft überhaupt hat und dass ich nicht zusammengebrochen bin,
- 10:35war ich wirklich nicht zusammengebrochen.
- 10:36Ich bin dann sogar wieder arbeiten, ich habe es etwa so 9
- 10:40Monate später 50% habe ich Geld verdienen, habe eine Krippe
- 10:46gefunden, die sich bereit erklärt hat, auch 2 behinderte
- 10:49Kinder auf eine ganz nette Leiterin, alle haben sich
- 10:53bemüht, sie waren behindert. Sie sind einfach, sie haben
- 10:59einfach noch nichts machen können.
- 11:01Sie haben einfach mehr Aufwand gehalten als einen normalen
- 11:04kleinen Kindern, das hat man dort noch nicht gemerkt, sie
- 11:06sind ganz steif. So, sie ist behindert, so hat
- 11:12man noch nicht so recht gesehen, wie es aus läuft.
- 11:15Aber ich habe dann gesehen, sie machen keine Sitze, sie wollen
- 11:18nicht sitzen, sie wollen nicht krabben, sie machen keine rechte
- 11:22Töne, sie wollen nicht richtig essen, es ist immer alles so
- 11:25hart, ganz viele müssen mit ihnen.
- 11:31Reden. Trainingscamp mit Ihnen.
- 11:32Wie eben, dass irgendetwas gelernt, etwas Neues.
- 11:36Also du hast mit ihnen gedacht. Ja, ich habe dann, so ich glaube
- 11:40Ergotherapeutin zuhause, das ist dann, glaube ich, wieder, wie
- 11:45der Kinderarzt genau der hat dann das verschrieben, die hat
- 11:49mir gezeigt, wie ich eine Freundin hatte, die aus der
- 11:52Pflege kam und keine Ästhetik, die ist dann mit mir üben, was
- 11:56kann man noch Bewegung üben. Wie können Sie üben, dass sie.
- 12:02Krabbeln können. Ich bin mit denen auch auf den
- 12:04Rücken gelaufen und bin durch die ganze Wohnung durch
- 12:06Gekrabbelt, das ist irgendwie vielleicht checken, das habe ich
- 12:08gedacht, so Bewegung kann ich mit ihnen getanzt, ich kann dort
- 12:12oder heute noch tanzt, dann habe ich sie so auf die Hüfte
- 12:16genommen und habe Bauchtanz gemacht, also ich bin echt den
- 12:19ganzen Tag dran und meine Kinder haben mir geholfen, meine
- 12:22Eltern. Sehr engagiert.
- 12:25Wie haben. Sie denn sie aufgenommen haben
- 12:27Sie auch probiert, eben mitzuhelfen.
- 12:28Total und wirklich jede und jede auf jede Art muss ich sagen,
- 12:35ohne jede das gar nicht können. Die haben also ganz viel
- 12:38gemacht. Aber sicher für Sie auch eine
- 12:40Herausforderung. Sie haben gemerkt, dann sind 2
- 12:43behinderte Geschwisterte. Wie intensiv ist denn die
- 12:48Pflege, welche die Zwillinge gebraucht haben, am?
- 12:51Anfang. Noch nicht so viel, viel mehr
- 12:55wie bei anderen, weil ein kleines Kind braucht einfach
- 12:58viel Aufmerksamkeit und man muss schauen, was macht und helfen.
- 13:02Aber mit der Zeit oder wer selbständiger wurde und das hat
- 13:06einfach nicht funktioniert und ich kann immer wickeln, ich
- 13:12musste immer essen eingeben, ich habe es transportiert.
- 13:19Schlussendlich ist es dann auf das herausgekommen, dass man von
- 13:22der IV wird es ja abgeklärt wird, wieviel mehr Aufwand haben
- 13:26Sie gegenüber einem normalen Kind und schlussendlich haben es
- 13:318 Stunden jedes Mehraufwand gehabt gegenüber einem normalen
- 13:35Kind. Ich habe 16 Stunden pro Tag ja
- 13:37mehr Aufwand gehabt. Nicht machbar.
- 13:42Das ist neben dem Arbeiten noch. Gemacht und du hast gesagt.
- 13:46Man hätte eigentlich nie ein Recht herausgefunden, was sie
- 13:48haben. Nein, sie hat mir nicht gesagt.
- 13:51Sie hat dann angefangen, dass sie Epi Anfälle bekommen haben,
- 13:54zuerst nur so kleine, man sagt mir Kolonien und dann plötzlich
- 13:59sind die grossen Hafer gekommen und das ist dann ganz schwierig.
- 14:03Ich meine, Sie sehen wie ein Kind krampft und halb und
- 14:06ohnmächtig wird und keine Schnauze mehr bekommt.
- 14:10Und das minutenlang. Das habe ich ganz als schlimm
- 14:13empfunden. Dann haben wir unsere
- 14:17Teppichklinik für Abklärungen. Also ich bin in allen Spitäler
- 14:21zuhause, Kinderspital, epiklinik, Kantonsspital
- 14:26Winterthur. Man geht dann überall hin und
- 14:29schauen. Und nein, man hat es nicht
- 14:31herausgefunden. Wirklich nicht.
- 14:34Sie haben eigentlich gar nie gelernt, gehen reden.
- 14:38Sie haben damit angefangen, mitgehen an der Hand, also mit
- 14:42beiden Gefühlen und sitzen. Haben sie dort auch, können
- 14:48krabbeln, haben sie plötzlich alles viel verspätet, so etwa
- 14:51mit 6 Jahren, so war es dann ein bisschen essen und dann sind die
- 14:57grossen apo Fälle gekommen und dann ist alles weggegangen,
- 15:00alles was sie können, hat man also bei der Lama ist das innert
- 15:05zu einem Monat weg. Ich kann nicht zuschauen.
- 15:09Ich habe plötzlich. Von einem leichtbehinderten Kind
- 15:12habe ich eine schwerstpflegebedürftige Kind
- 15:14plötzlich in einem Monat. Sie hat jeden Tag ganz schwere
- 15:18Epidemien und es läuft alles weg und.
- 15:22Du hast auch gemerkt, wie es darunter leidet.
- 15:25Sie sind ganz tapfer. Sie haben eigentlich nie, also
- 15:28klagt sie, gar nicht geredet, aber sie hat nie gebrüllt, dass
- 15:32es ihnen schlecht geht. Sie haben vielleicht Brüder,
- 15:34wenn Sie richtig Schmerzen haben.
- 15:37Nein. Ich habe das Gefühl, ich habe
- 15:41einfach ausserordentlich tapfer die Kinder.
- 15:46Wo das aushalten? Sie sind ja vielleicht weiß gar
- 15:49nicht, ob das im Film sieht oder was im Film gesagt habe, aber
- 15:53sie sind der Vater ist ein Exil Tibeter, das heisst sie sind
- 15:57halbe tibetisch und haben auch so ausgesehen.
- 16:00Das ist auch noch speziell, vielleicht also Vermutung ist
- 16:04ein bisschen auch, dass es ein genetischer Defekt könnte
- 16:08gewesen sein, wo vom Tibet her gekommen ist, weil ja auch dort
- 16:11noch andere Sachen hat. Also das ist nicht eine Stunde,
- 16:14aber auch eine Vermutung. Und hat sich dann der Zustand
- 16:19der Zwillinge verschlechtert oder wie hat sich das entwickelt
- 16:23im Verlauf? Ja, so etwas schubweise, fast
- 16:25ein bisschen. Man kann es sich vorstellen,
- 16:27vielleicht wie MS oder als. Es ist wie ein Schuh bekommen,
- 16:31wo es ganz schlecht gegangen ist, also wo man sieht, jetzt
- 16:33gehen ein paar Sachen weg und dann haben sie sich ein bisschen
- 16:36erholt, aber nicht mehr so viel, wie es ist.
- 16:40Und dann ist eine stabile Phase gekommen, das ist schon fast
- 16:43euphorische Phase und dann ist der nächste Schub gekommen.
- 16:48Monate hat es gedauert. Es ist nicht so absehbar, aber
- 16:50was mit der Zeit klar gewesen ist, es gibt immer einen Schuh,
- 16:52der etwas weggeht und dann gibt es eine Phase, wo sie sich
- 16:56wieder etwas erarbeitet hat und dann ist wieder der nächste
- 16:58Schub und irgendwann. Haben dann die Ärzte und ich
- 17:02habe es selber dann gewusst. Das geht nur auf dem Tod raus.
- 17:07Also das ist nicht lange. Wie lange haben wir nicht
- 17:10gewusst. Aber man hat dann gesagt
- 17:12Lebenslimitierend, die Kinder werden nicht lange nicht alt.
- 17:18Also wen hast du denn das erste Mal erfahren, dass.
- 17:21Das muss jetzt gerade überlegen. Ich glaube, es ist ihm 2010. 7
- 17:28war sie, hat eben der erste grosse Schub gehabt, dass er ein
- 17:32Jahr später kam. Dort habe ich gewusst.
- 17:36Oder erfahren oder besprochen, dass die nicht, dass sie nicht
- 17:41alt wird. Ich habe dort noch gehofft, dass
- 17:43die Toshi das nicht so Festkommt wie sie und als sie in diesem
- 17:46Jahr, ein Jahr später genau das gleiche gemacht haben, mich fast
- 17:50durchgedreht, das ist die Höhle, um das zu sehen und wissen,
- 17:53Nein, es sei doch in genau gleich oder man kann nichts
- 17:57machen, man kann es nur begleiten und da sein und.
- 18:02Und hoffe, dass nicht mein Leid am Schluss.
- 18:06War dich mit dem Tod der Töchter auseinanderzusetzen?
- 18:11Ja, natürlich wahnsinnig schwierig, also mehr als
- 18:14schwierig. Es ist eigentlich, im Moment ist
- 18:17es toll, weil es ist etwas widernatürliches als.
- 18:21Älter als Mutter zu wissen, dass das Kind vor dir stirbt.
- 18:25Es ist ein Kind, wo ganz nahe ist zu dir, also die anderen
- 18:29sind natürlich auch nahe, ich habe daraus zur Pflege ist so
- 18:31eine Art immer nur das Baby Kind.
- 18:35Hormonell ganz anders mit den Kindern und es ist so, ich kann
- 18:40es mir gar nicht vorstellen, aber ich kann immer gewusst.
- 18:44Ich kann nichts machen, ich muss hier dauern und es wird
- 18:49irgendeinen Sinn haben. Was habe ich auch nicht gewusst
- 18:51und so. Was mir geholfen hat, weiß ich
- 18:58auch nicht. Ich glaube, mit der Zeit war es
- 18:59einfach, weil ich gesehen habe, dass sie sogar nichts konnte.
- 19:04Mir das passieren würde, würde ich nicht mehr leben, dann wäre
- 19:08es wirklich irgendeinen Zeitpunkt weg, würde ich auch
- 19:12gehen und von dem her hat es mir etwas geholfen.
- 19:17Siegt ein Goatsler schlussendlich, dass ich gewusst
- 19:20habe, jetzt tu ich ihnen nur noch einen Gefallen, dass sie
- 19:23können sterben und dass ich sie noch unnötig am Leben versuche
- 19:27zu erhalten, also dass es so ein bisschen so, aber es ist sehr
- 19:30abstrakt, also es ist eigentlich.
- 19:35In einem Gefühl das Vakuum drin. Wenn das ist.
- 19:39Man schaut wieso, wie durch ein Dings, durch einen ganz kleinen
- 19:42Spalt durch und die ganz grossen schlimmen Gefühle versucht man
- 19:46immer draußen zu halten. Man tut es immer so klein
- 19:49managen und ich habe versucht auch immer nebenan das Leben zu
- 19:54führen, wo sie nicht dabei sind, ich habe es ja dann auch in der
- 19:59IGO halten, das ist Ein Sonderschulbetreuungs mit der
- 20:03Betreuungswohngruppe habe ich sie dann unter der Woche bringen
- 20:07können und in dieser Zeit habe ich, wenn es möglich war.
- 20:12Nicht nur immer an sie zu denken und auch ein normales
- 20:16Schlusszeichen Leben zu führen. Sie sind weggegangen,
- 20:20Freundinnen Triefen, die man nicht nur über die Kinder redet,
- 20:24sondern ganz andere Themen und mit der Zeit habe ich es immer
- 20:27besser managen können und ich denke, das hat mir geholfen zum
- 20:30Überleben, dass ich da nicht eingebrochen bin und
- 20:33untergegangen bin von diesen schwierigen Gefühlen.
- 20:37Und hast du einfach so wie Tag für Tag Schritt für Schritt
- 20:40gelebt und dich konzentriert auf.
- 20:41Das Leben, es ist so genau das. Es ist so wie eine Konzentration
- 20:46und. Was man auch, ich bin ja sehr
- 20:50beschäftigt mit mit Organisieren oder dann ist wieder
- 20:53irgendetwas. Dann habe ich wieder
- 20:55Intensivstation, weil sie, weil sie in einem Status gewesen
- 20:59sind, das ist Gestaltungs ist, wenn die Epilepsie nicht
- 21:02aufhört, Anfall oder sie haben. Eine Operation gehabt, wo sie
- 21:08nicht so nebenher wie sie Nebenwirkungen hatten.
- 21:14Wir sind Spital. Ich bin echt viel auch
- 21:16beschäftigt mit Organisationen mit IV Abklärungen, Anträgen mit
- 21:23Kinderspitex am sprechen, ich kann so, ich bin auch ein
- 21:28bisschen abgelenkt mit dem, weil das habe ich auch viel Zeit
- 21:31gebraucht, ich kann nicht nur. Meinen Gefühlen nachgehen,
- 21:35sondern ich kann immer managen. Ich bin immer am Manager
- 21:37arbeiten, schauen, meinen anderen Kindern dort schauen und
- 21:42das hilft schon auch ja zum Überleben.
- 21:48Dieser Podcast ist ein ökumenisches Projekt und wird
- 21:50präsentiert von den evangelischen und katholischen
- 21:53Kirchen, der Kantone St. Gallen und Appenzell.
- 21:55Danke für eure Unterstützung. Im Jahr 2015 im Alter von 12
- 22:03Jahren war er Lamont ich. Glaube auch wenn man es weiß,
- 22:08dass es irgendwann so weit ist, kann man sich nicht auf den
- 22:10Zeitpunkt vorbereiten oder ist. Es dir?
- 22:13Nein. Also wo, wo denn eigentlich das
- 22:19Ergebnis eintreten? Ist es besser gesagt, sie ist ja
- 22:21dann, sie hat eine schwere Grippe.
- 22:25Ich habe schon gewusst, dass die Vermutung, an einem Grip sterben
- 22:29könnte, aber auch da sie Grippe habe ich noch nicht gerade an
- 22:31das gedacht, aber plötzlich ist der Zustand so gekippt, dass ich
- 22:35dann wirklich gehört habe, von der Ärztin und von der
- 22:38Kinderspitex und mein Eindruck, die wird nicht viele Tage länger
- 22:43leben und dann ist das so. Ich bin völlig in einem
- 22:48Ausnahmezustand. Es braucht ganz viel Kraft, das
- 22:53auszuhalten. Es ist so, wie wenn man.
- 22:57Ein Vaterhorn auflaufen würde, weil man ist so in einer
- 23:00Spannung drin und man ist bei diesem Kind, ich kann sie nicht
- 23:03alleine lassen, aber jede Minute hat mich wie 100 Kilometer Lauf
- 23:10gebraucht vor Anstrengung von da sein, von Präsent sein.
- 23:15Und am Schluss dann, als ich gestorben war, sind dann meine
- 23:19älteren Kinder dabei und das ist weiß, wo sie den letzten Atemzug
- 23:25gemacht hat. Ich weiß es wirklich noch, es
- 23:28war schwierig, wenn einfach das Messer durchs ganze Herz durch
- 23:32den ganzen Bauch, durch einfach nur, ich bin nur ein Schmerz in
- 23:37diesem Moment. Das ist trotzdem, ich kann nicht
- 23:42vielleicht die Sinnlosigkeit, die andere vielleicht haben, die
- 23:46Unfallaufkommen oder der Überraschungseffekt habe ich
- 23:50auch nicht, aber der Schmerz ist Ungeheur gewesen.
- 23:56Wie es hat auch die Tasche gemerkt, dass.
- 24:00Das Lama gestorben ist. Das ist gar nicht dabei, weil es
- 24:04ist wirklich auch noch so Forscher, ein bisschen es.
- 24:10Religiöses Erlebnis es war nämlich an der Auffahrt.
- 24:15Ist sie so schlecht? Lamo und eigentlich wären zu
- 24:19diesem Tag im Sonnenmänteli, das ist von der Heilsarmee so, ein
- 24:23Ferienwochenende verlängert. Als ich das hätte bringen
- 24:27können. Die sind immer eingesprungen,
- 24:28wenn die Wohngruppen. Und dann ist hier oben und ich
- 24:34habe mich von dem her auch gut um Lamour gekümmert, habe nicht
- 24:37noch die Tasche gehabt, aber was ganz interessant war und
- 24:42wirklich wie fast ein Wunder, das sagt auch was für eine
- 24:45telepathische Verbindung die 2 gehabt haben, obwohl sie nicht
- 24:48miteinander geschwätzt haben. Mein Sonnenmetterli habe ich in
- 24:52diesem Moment nicht so informiert.
- 24:54Jetzt ist sie gerade am sterben. Ich habe schon gesagt, es geht
- 24:57dir nicht gut, aber ich habe mir danach gesagt, genau in dieser
- 25:00Todesstunde hat Toshi nur geträumt.
- 25:06Und die Brigade nicht so schnell, die haben sie nicht
- 25:09trösten, trösten mit nichts, die hat ja gar nicht gewusst, dass
- 25:13sie am sterben ist. Ist doch wahnsinnig, vorne hat
- 25:17sie nur geschlafen, da hast du jetzt 2 Tage nur geschlafen, sie
- 25:21ist nicht aufgewacht, aufgewacht und gebrüllt, eine Stunde und
- 25:25dann habe ich ihm jemanden geholt um sie zu holen, dass Sie
- 25:27sich hätten verabschieden können.
- 25:30Die Lamour ist zu Hause gestorben.
- 25:32Das ist mir ganz wichtig. Sie sind nicht nur im Spital
- 25:37sterben lassen. Danach war ich die Kraft, um in
- 25:42meinem Alltag war er dann weitergegangen mit der Betreuung
- 25:46oder hast du auch Zeit gehabt, um zu trauern?
- 25:50Ich denke, wenn ich es jetzt heute so, was ich heute weiß,
- 25:52wie ich traurige, bin ich wahrscheinlich wieder in einen
- 25:55Überlebensmodus für die Tasche schauen müssen.
- 25:58Ich kann schon. Zika kann nicht gerade arbeiten,
- 26:03das ist klar. Habe ich auch krank geschrieben.
- 26:07Aber ich bin einfach mal sehr somatisiert, dass ich ganz viele
- 26:11körperliche Beschwerden Schmerzen habe.
- 26:13Mein ganzen Körper hat nur geschmerzt.
- 26:16Ich habe dann meinen Vater, der mir geholfen hat.
- 26:20Er war dann um die Behörden gegangen, das hätte ich gar
- 26:23nicht gemacht. Ich bin so wie ein Roboter
- 26:25herumgelaufen, so, ja, und irgendwann bin ich wieder
- 26:29arbeiten, und wenn ich heute sehe, bin ich so.
- 26:35Zierter Zustand wahrscheinlich sagt man für die Psychologie,
- 26:38wenn man Psychologie abspaltet und bin dann eher so ein
- 26:43bisschen so in diesem Jahr, bis die Tasche gestorben ist, bin
- 26:46ich wahrscheinlich viel in diesem Zustand gewesen, ich habe
- 26:49nicht so eine Trauer, wie es danach war, das war mir nicht
- 26:53möglich, ich habe mir so viele Tasche da sein und jetzt hat man
- 26:56etwas geholfen, ich habe ja noch jemanden und sie hat dann ja
- 26:59gleich ausgesehen wie die Lamu. Ja dann.
- 27:03Hast du in ihrem beiden Töchter. Ja, so.
- 27:07Sie hat auch für da so an erheben und er hat sich auch für
- 27:11das zur Verfügung gestellt, wer weiß denn nach?
- 27:13Ich habe manchmal das Gefühl, ich kann auch gerade zu ihr
- 27:15gesagt, du kannst jetzt einfach nicht gerade sterben, du musst
- 27:18jetzt einfach noch warten, ich verkrafte es gar nicht.
- 27:22Kann man ja nicht sagen, aber ich habe so mein sagen
- 27:24irgendwie. Ich habe immer gedacht, bitte
- 27:26lieber Gott. Mach, dass das nicht kommt.
- 27:29Ich breche sonst zusammen. Ich kann nicht alles
- 27:31miteinander, ich brauche wie Zeit und Kraft, um das auch noch
- 27:36mit dem Tasche zu machen. Sie ist ja dann 4 Jahre später
- 27:41gestorben, im Alter von 16 Jahren ist die Zeit noch, ich
- 27:45habe es. Auch sehr genossen mit ihr.
- 27:48Ich habe wirklich versucht, diesen Moment mit ihr so zu
- 27:52genießen wie möglich, weil man einfach solche Kinder, so eine
- 27:56intensive Beziehung hat und so viel Liebe.
- 27:59Sie ist. So viel hat mein Gefühl und
- 28:01Intensität zu tun, mich so im Moment mit ihnen lernt, so einen
- 28:06Moment einfach. Wahrzunehmen und zu genießen.
- 28:10Und das habe ich wirklich gemacht.
- 28:13Ich habe nicht immer gedacht, Oh, sie stirbt sich am morgen,
- 28:15also so habe ich nicht gerebt. Und wie ist es denn nach Oxygen,
- 28:19wo denn Tasche auch gestorben ist ist.
- 28:23Ist denn Krise? Ja.
- 28:25Dann ist denn ganz schlimm sie, weil dann ist es wirklich.
- 28:30Wieso richtig eingefahren? Also dann ist glaube ich auch
- 28:34alles gekommen, was von der Lamullo nicht verarbeitet war
- 28:37und es war dann so schwierig geworden, dass ich tatsächlich
- 28:41in eine Klinik gar nicht mehr. Funktionierfähig sein kann, bis
- 28:46herumgelaufen wie eine Halbbesoffene Ungeschwankte und.
- 28:52Ich habe es gar nicht mehr Recht, hat mich.
- 28:54Meine Ärztin hat mich dann darauf aufmerksam gemacht, ich
- 28:58muss sie in eine Klinik tun, sie kann nicht mehr, sie ist
- 29:02besorgniserregend oder sie müssen ihn schauen.
- 29:09Ja, dann bin ich glaube ich 2 oder 3 Monate bin ich dann in
- 29:12der Honig ein bisschen. Zeig mir die Kufe, sagen wir mal
- 29:17so, einmal erster Moment, weil die Scheibe kommen ja nachher
- 29:21dann noch. Man kann sich ja so etwas gar
- 29:24nicht vorstellen, wie man so etwas aushält.
- 29:26Es ist ja sonst 2. Eigentlich selten man es gar
- 29:29nicht aus, man tut einfach überleben und ich kann vielmals
- 29:34auch so Tag als ich dachte, ich überlebe das gar nicht, ich kann
- 29:40so auch. So eine Schwere in mir rein oder
- 29:43so eine Trauer oder so viel Schmerz oder so was soll ich
- 29:47denn jetzt noch? Was gibt mir noch Sinn?
- 29:49Ich habe vorne auch einen Sinn gehabt, ich habe diese 2
- 29:51schauen, das hat mir viel Sinn gegeben und und auch
- 29:54Befriedigung, auch wenn das vielleicht etwas komisch klingt,
- 29:57aber ich kann ihnen ganz viele gehen und das ist ganz
- 30:02wahnsinnig von den Gefühlen her hat mir das ganz viel
- 30:05zurückgegeben, das hat plötzlich gefehlt.
- 30:08Meine erwachsenen Kinder sind erwachsen.
- 30:12Mein Sohn ist auch ganz schlecht gegangen, nachdem das
- 30:14Taschentuch gestorben ist. Dass er sich noch vielleicht
- 30:17etwas antutachten. Von wo die Gefühle auch
- 30:24schwierig zum Aushalten. Man kann eigentlich nur bisschen
- 30:26überlebensmodus, Mhm. Wie sind denn die
- 30:30Verabschiedigungen oder Vererdigungen der beiden?
- 30:34Ich habe das grosse Glück gehabt, dass ich andere als
- 30:37Willenreiter hier und die vollen weiter persönlich kenne.
- 30:41Also bin ich befreundet und er hat mit den Harfen gespielt,
- 30:45jedes Mal in der Kirche. Und das hat, so wie auch noch
- 30:50ein wenig geholfen. Ich bin aber jedes Mal in den
- 30:53Kielen, wir haben in einer kleinen Kapelle beides mal
- 30:57Abschied genommen. Ich habe immer gedacht, ich will
- 31:01dann gar nicht mehr aufhören, aber ich bin wie versteinert.
- 31:05Ich habe kaum Brüder können, das ist alles erst nachkommen sehr.
- 31:09Es ist sehr wichtig zu verabschieden, weil auch für die
- 31:13Leute, für die, die sie gekannt haben.
- 31:15Ich habe mich getraut gefühlt, das hat mir sehr viel bedeutet,
- 31:18aber emotional. Nicht wirklich anwesend.
- 31:24Ich bin eine Höhle und wie. Würdest du den Trauerprozess
- 31:29beschreiben? Dass es rund bei mir und ich
- 31:33glaube mit den anderen, die ich auch geredet habe, kommt in die
- 31:35Welle, immer wieder und immer so eine Ungeheuerlichkeit.
- 31:42Der Schmerz ist immer noch. Wenn jemand kommt, ist er immer
- 31:44noch gleich schlimm, weil das ist eigentlich nicht zu
- 31:48verarbeiten. Es ist einfach da.
- 31:50Mein Kind ist mir oder meinen Kindern aus dem Herzen gerissen
- 31:53worden und es tut einfach weh. Pasta aber heute.
- 32:01Und es ist jetzt schon seit ein paar Monaten so.
- 32:03Ich habe wirklich das Gefühl, ich habe wieder zu meinen alten
- 32:06Fröhlichkeit gefunden, das bringe ich nicht mehr nach, ich
- 32:09komme nicht mehr dort hin, ich kann unbeschwerte Tage, ich habe
- 32:13wirklich Tage, die ich nicht sein muss, denken.
- 32:19Ich glaube. Dass sogar das Leben für mich
- 32:23wieder. Es hätte wieder eine
- 32:26Verheisssung. Ich habe mich wirklich wieder
- 32:28Freude. Ich habe das Gefühl, es macht
- 32:31wieder Sinn, das habe ich vorne lange nicht gehabt.
- 32:36Ich glaube, ich habe wirklich überlebt, alles überleben zu
- 32:41können. Das würde ich jetzt heute sagen.
- 32:45Wie lange hat es gebraucht, bis diese Lebensfreude wieder
- 32:47gespürt? Hat die ich heute habe lange.
- 32:52Ich habe sicher zwischen Ihnen wieder Freude gehabt, aber das
- 32:54tief ist immer eine schwere Restschwere manchmal am Morgen.
- 33:01Es geht einfach nicht. Ich kann nicht mehr, wenn ich
- 33:04könnte, würde ich mich umbringen, aber es geht nicht,
- 33:07weil ich meine Kinder. Ich will nicht das Leben
- 33:11fortwerfen, das lässt meine ethisch und moralische
- 33:15Überzeugung nicht zu. Aber.
- 33:18Manchmal hätte ich so am liebsten gemacht, dann hätte das
- 33:20Elend, hätte ich das Gefühl gehabt.
- 33:22Aber es ist so, die Zeit heilt, nicht heilt.
- 33:29Zieht, geht, zieht zum Verarbeiten so, es Macht an
- 33:33ihnen etwas und es verarbeitet. Und ich glaube, mein Glück ist
- 33:36auch, dass ich tatsächlich schwierige Gefühle kann, auch
- 33:39mal aushalten und zu lassen und auch mal wieder auf die Seite so
- 33:45eine Mischung und ich habe gute Therapie, ich bin Therapie.
- 33:51Bei der Therapie aber es gibt kein Geheimrezept, das muss
- 33:56glaube wirklich jede und jeder mit sich ausmachen.
- 34:02Vielleicht so hier etwas, wo an etwas glaubt, was mehr ist.
- 34:11Das hat mir auch geholfen. Ich habe irgendwie immer einen
- 34:15Glaube an etwas mehr, ich habe es ja benennen können und von
- 34:19dem her habe ich immer gewusst, es hat alles einen Sinn, ich
- 34:22habe ihn nicht benennen, aber es.
- 34:26Ist mir nicht nur schlimm zu widerfahren, ich habe ganz viel
- 34:28Schönes. Wir haben ja auch eine
- 34:32Vorstellung, wie lange das Leben sein muss oder Dauer.
- 34:36Und es kann ja ein Leben kurz sein und vollständig, und ich
- 34:40kann es so ein bisschen so anfangen, so ein bisschen
- 34:42pragmatisch oder philosophisch einfach, und das hilft Mhm.
- 34:48Wie geht es dir heute, wenn du Athlet denkst?
- 34:52Gut, ich bin wahnsinnig beglückt, dass ich sie begleite.
- 34:57Ich bin froh, dass ich mich dort für Sie entschieden habe.
- 35:00Moni, ihr müsst darüber nach studieren, ob ich es ausdrücken
- 35:05will oder nicht. Sie sind ein riesiges Geschenk
- 35:10vom Himmel. Sie haben sich zur Verfügung
- 35:12gestellt. Ich konnte Liebe lernen, ich
- 35:16darf mitfühlen, lernen, sie haben ganz viel gebracht für
- 35:20alle Menschen, rundherum habe ich das Gefühl.
- 35:26Daher. Habe ich ein Glück gehabt, dass
- 35:29ich sie in meinem Leben habe, so sehe ich es heute.
- 35:33Im Film sagst du ja, dass die höchste Form von Liebe ist, dass
- 35:37du sie hast gehen lassen. Ja, ich glaube einfach so habe
- 35:41ich es empfunden. Habe wie über das hinaus über
- 35:48mein eigenen Empfinden das ja behalten wollen und das ist für
- 35:54mich jetzt das grösste Opfer, das ich bringen musste und das
- 35:58musste ich nur machen, weil ich sie geliebt habe und ich wusste,
- 36:00ich mache es aus einer reiner Liebe lasse ich sie gehen, das
- 36:04sind nicht mehr in so einem. Gefangenenkörper oder in so
- 36:08einem Körper gefangen mit Huhn schnaufen, mit so so wenig
- 36:13Lebensqualität, Mhm. Und wo stellst du dir vor, dass
- 36:18deine Töchter sind? Also ich kann mir vorstellen,
- 36:23der kommt auch noch in den Buddhismus.
- 36:25Dazu habe ich kennenlernen in dieser Zeit.
- 36:28Übrigens haben wir sogar. Mal eine Segnung bekommen, um
- 36:32Dalai Lama persönlich. Wo auch gesagt hat, oder die
- 36:37haben gesagt, das sind Seelen, die sich zur Verfügung stellen
- 36:40und die gehen nachher nicht wieder, wo sich vielleicht
- 36:42wieder inkarnieren oder gar nicht inkarniert.
- 36:45Ich habe das Gefühl, sie sind wirklich in einem anderen
- 36:49Universum, in einem anderen, haben dann wirklich gesagt zum
- 36:52Licht und dort sind es auch gar nicht das Gefühl, dass sie
- 36:55wieder zurückkommen, sie haben so viel Geld als ihre Aufgabe,
- 36:58aber das ist die Verbindung. Irgendwo?
- 37:01Nicht so. Der Film Phönix aus der Asche
- 37:04hat dich ja während einer längeren Zeit begleitet.
- 37:07Über mehrere Jahre und in dieser Zeit hat Tasci auch noch gelebt,
- 37:10am Anfang, letztes Jahr war der Film rausgekommen und mehrere
- 37:13Kinos haben den Film gezeigt und am 21 September zeigen Amnesty
- 37:18International den Film nochmals im Cineville im Rahmen der
- 37:21Inklusionsinitiative. Genau wie ist für dich.
- 37:25So die Realisation des Films. Es ist ja eigentlich unter einem
- 37:31anderen Aspekt. Bin ich angefragt worden.
- 37:34Dort hat man gesagt oder mich gefragt, ob ich auch bereit wäre
- 37:37mit anderen. Protagonistinnen und
- 37:39Protagonisten als Angehörige empfindet man, dem Dokument
- 37:43mitzumachen, wo einfach mal eine Plattform für Angehörige gibt.
- 37:47Ja, wo Menschen pflegt, die schwer erkrankt sind und Kinder
- 37:51oder Erwachsene, egal. Und dann ist halt das passiert,
- 37:57dass täusche nach einer Woche gestorben ist.
- 37:59Und dann habe ich zuerst gar nicht gewusst, ob ich dem Film
- 38:03mehr weitermachen kann. Und dann haben wir doch, weil es
- 38:07ist so ein tolles Team, wir sind, wir haben so einen
- 38:10irrsinnigen Austausch, ich habe so viel Vertrauen gehabt, und
- 38:13dann haben wir gemerkt, hey, das ist vielleicht ein Zeichen, wir
- 38:17tun einfach mal das weiterlaufen lassen und.
- 38:21Wir kaufen mal weiter, begreift und ich habe gesagt, ja, aber
- 38:24ich nehme mir das heraus, dass wenn ich das nicht möchte, dass
- 38:27der Film nie jetzt zeigt wird oder jederzeit abbrechen kann.
- 38:31Also es ist nicht, wir haben ja gar kein Skript oder Drehbuch
- 38:34gehabt, wir haben einfach gesagt, wir lassen es einfach
- 38:36laufen und irgendwann ist der Zeitpunkt.
- 38:39Home, wo man sagt, jetzt ist alles gesagt, was wir sagen
- 38:42wollen. Wir schliessen den Film ab und
- 38:44wir möchten unserem Umfeld zeigen, wir haben es dann im
- 38:49Kino wilder Mann in Merendorf welcher Vorzeige meiner
- 38:54bekannten und unserer Bekannten und Familie und haben dann
- 38:57gefragt um diese zu reservieren und dann sind sie so begeistert
- 39:01wo es den Film gesehen hat, sie werden gleich ins Programm
- 39:04aufnehmen und dann war da irgendwie ein Stein ins Rollen
- 39:07gekommen und. Dann haben Sie ein paar andere
- 39:10Kinos sich dann auch gemeldet, haben die Interessen gehabt.
- 39:14Ich konnte es so machen, dass ich mich als Sprachrohr gesehen
- 39:18habe und dann ging es nicht, dass meine Person so im
- 39:21Mittelpunkt ist. Das willst du gar nicht, ich
- 39:24hätte dich bald ausgehalten, aber so ein Sprachrohr für
- 39:27andere, die genauso viel wie ich erlebt habe und schwierig und
- 39:31tragen und tun. Und dann hat mich das auch
- 39:35beflügelt und sagte Ja, Wow, für das kann ich den Film zeigen,
- 39:40für das komme ich auch an die Podiumsgespräch.
- 39:43Mit anderen Mut machen oder holt euch Hilfe und so weiter also so
- 39:50ist das dann gegangen. Und als Abschlussfrage, was
- 39:53wünschst du dir für die Zukunft? Ich wünsche mir, dass die
- 39:58Fröhlichkeit, die ich wieder gefunden habe, dass sie bleibt.
- 40:03Ähm, ja, das ist vor allem für mein Leben oder einfach, dass
- 40:06die wieder da bleibt und ganz viele schöne Momente wünsche ich
- 40:10mir noch in meinem Leben und natürlich auch meinen Kindern,
- 40:15die Leben. Ich finde, Sie haben das
- 40:18wahnsinnig toll gemacht und ich bin wirklich stolz auf sie, wie
- 40:22sie im Leben stehen, ich habe auch etwas Schwieriges erleben.
- 40:26Danke vielmals, Erika Krönenzgeiger, dass du mit uns
- 40:29über den Verlust der Lamontage geredet hast und über deinen
- 40:33Weg. Das Leben, ja.
- 40:34Sehr gerne. Ich werde eindrücklich Filme
- 40:39sehen. Kann er zum Beispiel am 21
- 40:41September im Sinne Wien. Der Trailer zum Dokumentarfilm
- 40:45zeige ich euch in den Shownotes noch verlinken, dort findet ihr
- 40:48auch den Link zu Details zum Film Phönix aus der Asche, die
- 40:52höchste Form von Liebe, Hilfe, Eltern, die Kinder verloren
- 40:56haben, findet ihr zum Beispiel beim Verein Regenbogen Schweiz
- 41:00oder beim Kinderspital St. Gallen, beide links findet ihr
- 41:03auch im Podcast beschrieben danke allen vielmals fürs
- 41:06Zuhören und bis zum nächsten Mal.
- 41:15Vater Grad. Mhm.