Latest / Fadegrad / Klettern im Eis mit Lukas Hinterberger
Transcript
- 0:04Was löst bei euch ein Kribbeln aus?
- 0:06Schweizige haben einen schnellen Puls, vielleicht auch ein
- 0:09bisschen Angst und Panik, bei mir ist es die Höhe, trotz
- 0:14Höhenangst oder vielleicht auch genau darum habe ich vor ein
- 0:17paar Jahren einen Kletterkurs gemacht und dort habe ich
- 0:21gelernt, mit der Höhe umzugehen und auch was für ein schönes
- 0:24Gefühl von Freiheit die Bergwelt auslösen kann und wie es auch
- 0:29ein bisschen süchtig macht. Der heutige Interviewgast hat
- 0:33keine Höhenangst. Meine Mühe.
- 0:36Berge und die Höhe, das sind so quasi sein zweites Zuhause.
- 0:40Ich bin Lara Abterhalden und ich rede heute mit dem Appenzeller
- 0:44Bergführer Lukas Hinterberger Hoi Lukas.
- 0:47Hallo Hanna, danke vielmals. Vater Grad der Podcast, der
- 0:59fragt, warum Menschen tun, was sie tun und wie sie geworden
- 1:02sind, wer sie sind. Liege richtig meiner Vermutung,
- 1:09dass du keine Wehen Angst hast. Nein, Höhenangst in diesem Sinn
- 1:12habe ich nicht. Aber wenn ich eine Phase habe,
- 1:15die ich nicht so viel ausgesetzt bin, und dann bin ich wieder mal
- 1:18ausgesetzt, dann merke ich es schon.
- 1:20Oha, ich bin mich nicht mehr so gewöhnt, aber es kommt dann
- 1:23recht schnell wieder und man gewöhnt sich schnell daran.
- 1:26Wir sitzen hier wie wir zuhause. Das Appenzell Appenzell in der
- 1:29Wohnung und man sieht auch ein bisschen, wenn man herumschaut,
- 1:31dass hier wahrscheinlich jemand zuhause berge hat.
- 1:33Also es hat so ein paar vereinzelte Bilder.
- 1:37Ja, was sind da vielleicht jetzt für Bilder hinter mir, habe ich
- 1:39gesehen, da sieht man Eis, ist das so deine Welt?
- 1:42Ja, also der Winter ist schon meine grosse Leidenschaft.
- 1:45Im Herbst wird immer Kribbelig auf den Winter hoffen, dass es
- 1:49kalt wird und viel Schnee gibt, das ist das eine Bild von
- 1:53Ägypten. Haben die erste Wiederholung
- 1:55gemacht von einer Route am Gross Rauchen im Winter und das andere
- 1:59Bild ist von meinen Hausbergen Kreuzbergen und dort habe ich
- 2:04meine ersten Klettermeter gesammelt und war auch heute
- 2:08noch eine grosse Herausforderung bei gewissen Touren dort.
- 2:12Genau das ist mein Heimatgebirge oder Albstein.
- 2:16Du arbeitest als Bergführer und auch noch als
- 2:19Milchtechnologisch. Genau.
- 2:22Und wie teilt sich das bei Dir so ein?
- 2:24Was arbeitest du wieviel? Als Bergführer bin ich etwa 150
- 2:27Tage unterwegs im Jahr, und das entspricht vielleicht so um die
- 2:3180%, als für eine Tätigkeit und als Milchtechnologe arbeite ich
- 2:34daheim. Familienbetrieb, dort bin ich so
- 2:38zwischen 2030% am Arbeiten, hauptsächlich in der
- 2:40Nebensaison, das ist so Ende Oktober, November, Anfang
- 2:43Dezember und dann kommt es ein bisschen darauf an wie früher,
- 2:47wie viel Schnee das gibt, ich mache Eisklettern mit Gästen
- 2:49oder schon auf Skitouren, das ist recht flexibel für mich zu
- 2:53planen. Jetzt haben wir Januar und es
- 2:57ist. War der Tag heute bewölkt, warst
- 3:01du heute raus. Wo bist du?
- 3:03Nein, heute habe ich dich zuhause gearbeitet in der
- 3:05Kreiserei und das Wochenende hatte ich einen Lawinenkurs und
- 3:09diese Woche habe ich noch einen Gast zum Eisklettern, genau wie.
- 3:13Muss man sich denn so den Alltag eines Bergführers vorstellen
- 3:18oder das Leben eines Bergführers?
- 3:19Was beinhaltet dein Job? Mein Job beinhaltet
- 3:23hauptsächlich Verwirklichung von Träumen von Gästen.
- 3:27Also das ist vielleicht fast im Sommer der Fall, wenn Gäste
- 3:32einen Wunsch haben von einem 4000 er einen schönen Berg zu
- 3:34besteigen. Und im Winter ist es vielleicht
- 3:37fast mehr, sag ich jetzt mal, ein Erlebnis, wo es ums schöne
- 3:42Skifahren geht, im schönen Schnee oder Eisklettern in einer
- 3:45schönen, verschneiten Winterlandschaft, da gibt es
- 3:48eigentlich von A bis z ein wenig alles, aber ich würde sagen, im
- 3:52Sommer kommen die Leute schon mehr mit, mit konkreten Wünschen
- 3:56und zielen, die es im Kopf haben und der Alltag würde ich sagen.
- 4:02Ist im Sommer sicher auch von der Tageszeit her länger.
- 4:07Fangt früher an, man muss ein bisschen besser organisieren,
- 4:10vor allem, wenn man 23 Tage im Wallis ist dann noch 23 Tage
- 4:13Engadin und dann wieder zurück ist manchmal auch ein bisschen
- 4:16eine organisatorische Herausforderung, dass man nicht
- 4:19die ganze Zeit am hin und her pendeln ist.
- 4:22Und der Winter ist bei mir jetzt eher ein bisschen entspannter,
- 4:25da führe ich etwas weniger und von der Tageszeit her ist man
- 4:29auch häufig etwas früher daheim als im Sommer.
- 4:32Du bist selbständiger Bergführer, also mit dir kann
- 4:34man in Kontakt treten, wenn man irgendein Projekt will, oder?
- 4:39Wie wie kommst du an Kunden? Anfangen tut es hauptsächlich
- 4:42als Aspirant. Das ist eigentlich wie ein
- 4:45Lehrling in einer Berufsausbildung.
- 4:47Als Aspirant dürfen wir zwar noch nicht alleine unterwegs
- 4:49sein mit Gästen, aber wenn jetzt ich 2 Gäste habe, zum Beispiel
- 4:53die auf das Matterhorn reden und ich nehme aber nur eine Person
- 4:56ein Seil, dann suche ich einen Aspirant, wo der zweite Gast
- 4:59nimmt und dann lernt der Aspirant eigentlich in dieser
- 5:02Zeit Gäste kennen oder wenn man für Alpinschulen arbeitet,
- 5:07Lawinengehäuse gibt oder einen Skikurs, dann lernt.
- 5:10Und die ersten Leute kennen und baut sich ein bisschen Netzwerke
- 5:14auf und die Leute melden sich dann privat bei dir dann.
- 5:18Hast du gewisse Leute, die immer wieder mitkommen?
- 5:22Genauso Stammgäste, ja. Stammgäste, Du hast es schon
- 5:25angezogen wegen dem Bergführer Aspirant, da bist du
- 5:27wahrscheinlich auch du mal, oder wie hat es bei dir angefangen?
- 5:31Eigentlich tun meine Eltern, wir waren früher als Kind immer in
- 5:35den Sommerferien ins Wallis und haben dort den ersten Kontakt
- 5:38mit der Gebirgswelt, mit dem Vater der ersten 4000 er
- 5:42gemacht. Aber die Eltern sind nicht
- 5:44Kletterer gewesen, sondern einfach, ich sage jetzt mal, der
- 5:48klassische alpin Wanderschweizer, der motiviert
- 5:51ist, um etwas schwieriger zu wandern.
- 5:52Und man hat es dort ja jetzt mal drehen um mehr und mein Bruder
- 5:57ist genau das Gegenteil der Fall.
- 5:58Man muss sich ein bisschen verleidet und ist auch heute
- 6:01noch so. Mit Kritzbergig sein, wo man im
- 6:05Hintergrund seht, was ein bisschen begeistert geweckt.
- 6:08Hat. Nein, die sind dann erst später
- 6:09gekommen, wo ich dann eigentlich das Klettern entdeckt habe,
- 6:12eigentlich mit dem Bergsteigen angefangen und das Klettern ist
- 6:15erst nachgekommen. Die ersten 4000 Jahre, wo war
- 6:18das, wie war das gewesen? Das war der Gast Store in
- 6:21Zermatt. Wir waren dort in der Ferien und
- 6:23wir waren mit einem Bergführer zusammengegangen und das war
- 6:25noch lustig. Ich hatte dort alles aufgesogen
- 6:28was rundherum passiert, wie er uns dort anseilen, wie man den
- 6:33Klettergurt Steige etc. Und dann hat es dort vom Kleinen
- 6:37Matterhorn so eine Skipiste, Raab oder richtig Zermatt.
- 6:40Aber auf den Gaststuhl gehen wir zuerst auf die Piste und wir
- 6:44sind dort angeseilt auf der Piste, weil so vielleicht auch
- 6:47spalten haben können, aber nebenbei sind die Skifahrer
- 6:51gefahren ohne Seil und dann ist man da eigentlich etwas
- 6:54unlogisch vorgekommen und dann beim Zurückgehen sind wir wieder
- 6:57auf die Piste gekommen und dann habe ich mit Hintersteine
- 6:59losgeseilt, weil die anderen sind ja auch ohne Seil
- 7:03unterwegs. Und dann hätten als den
- 7:04Bergführer gesehen und gesagt, Oh, der Lukas sagt, ich darf da
- 7:07nicht, da hat es noch spalten, und das ist für mich so der
- 7:11erste. Die erste Auseinandersetzung mit
- 7:14der Gebirgswelten, ne. Du bist aber dann nicht direkt,
- 7:17hast nicht direkt Ausbildung angefangen als erstes, sondern
- 7:19hast noch einen anderen Weg eingeschlagen.
- 7:22Meine Eltern, Familie also mehr in einem Familienbetrieb, eine
- 7:25Kesselei, und ich habe während der Schulzeit zuhause immer viel
- 7:28geholfen. Am Samstag, am
- 7:30Mittwochnachmittag zu helfen. Und für mich ist eigentlich
- 7:32schnell klar, dass ich Käse lerne und der Betrieb irgendwann
- 7:37übernehme. Und dann ist aber dann der
- 7:39Bergsport präsenter und hat dann auch weniger gearbeitet. 60%
- 7:44geschaffen, damit ich mich über den Berg steige und diese Zeit
- 7:47ist sehr wertvoll, damit ich diese Erfahrungen sammeln konnte
- 7:52für nachher als Bergführer. Wenn man Bergführer wird, ist es
- 7:57ja auch so, dass man eine gewisse Zahl an Berge oder
- 7:59gewisse Sachen schon mal bestiegen hat.
- 8:02Oder wie wird man nachher Bergführer?
- 8:05Ja, genau, es geht in die Richtung.
- 8:08Und muss man mindestens 18 sein und eine Berufsausbildung haben,
- 8:13also eine Lehrer oder eine Matura?
- 8:15Das heisst, man kann eigentlich frühestens mit 21
- 8:18Bergführerausbildung abschliessen, die geht 3 Jahre
- 8:21und vor der Anmeldung muss man einen Dauernachweis ausfüllen
- 8:25und da sind vielleicht alles zusammen 100 touren, die wir in
- 8:29den letzten 4 Jahren gemacht haben, aber dass sie nicht
- 8:35dauert, sondern es muss eine gewisse Schwierigkeit
- 8:38beinhalten. Mhm.
- 8:40Wenn ich bei dir den Zeitpunkt gefunden habe, jetzt möchte ich
- 8:44es probieren. Es ist recht schnell ein
- 8:47Kindheitstraum also vor der Lehre eigentlich schon und dann
- 8:51in dieser Zeit, in der ich mehr Zeit genommen habe zum
- 8:54Bergsteigen, ist das aber wieder ein bisschen weg, weil ich
- 8:58gefühlt das Gefühl hatte, nein, ich will nicht meine
- 8:59Leidenschaft und Beruf machen, dass ich nachher Freude verliere
- 9:04und dann aber mit 20 Jahren, ist mir bewusst, nein, ich will das.
- 9:09Und mal hast du dann auch. Angezogen mit 324 Jahren
- 9:13begonnen. Und wie lange geht diese
- 9:15Ausbildung? Ist aber einerseits die Tour,
- 9:19die du leitest, wenn man dir auf Instagram folgt, dann sieht man
- 9:23auch, dass du viel aber auch selber unterwegs bist.
- 9:26Hast du viel Zeit, um auch eigene Projekte zu
- 9:29verwirklichen? Jein.
- 9:32Also ich sage jetzt mal zwischen Dezember und Februar, wo ich
- 9:37viel zuhause arbeite, bin natürlich etwas flexibler und
- 9:41wenn ich sehe, dass irgendetwas gut ist.
- 9:43Projekt im Kopf habe, dann werfe ich eigentlich alles her und
- 9:46dann ist das erste Priorität. Letztes Jahr im Februar haben
- 9:50wir ein Projekt, ein sybit Wintertrilogie und dort die
- 9:54Skitourwoche und wir haben gemerkt, oha Verhältnisse werden
- 9:57gut für das Projekt und dann habe ich den Gästen gesagt es
- 10:01tut mir leid. Das Albert steht an erster
- 10:04Stelle, aber ich würde es gerne mit euch machen und habe dann
- 10:07abgesagt. Das gibt es auch einen Film, der
- 10:11jetzt gezeigt wird. Alle Geräte, die es gibt, sind
- 10:16rauf oder? Genau, ja.
- 10:18Und würdest du sagen, da ist eines der grösseren Projekte,
- 10:20die. Bis jetzt.
- 10:22Ja, sicher, von der Strategie her, von der Planung her, vom
- 10:26Wetterfenster, vom ganzen Prozess her ist das sicher das
- 10:30grösste Projekt von mir. Vielleicht gehen wir auf dieses
- 10:35Projekt ein. Was ist das genau und wie lange
- 10:38habt ihr im Voraus geplant? Das ist die Zahl bei Ski
- 10:42wintertrilogie wir haben die erste Wintertrilogie gemacht und
- 10:46die Trilogie, da kommt auch ein wenig aus der alpinistischen
- 10:49Geschichte heraus, zum Beispiel einiger Mönch, Jungfrau sind die
- 10:523 die 3 schönen Gipfel dann. Logisch, dass man alle 3
- 10:57nadwände macht oder 3 Zinn sind 3 nadwände, das hat sich so
- 11:02etwas entwickelt. Der Status Trilogie und beim
- 11:05selben ist es auch logisch, es sind 3, man kann die gerade auf
- 11:08den Gipfel schauen, es ist eigentlich ein Sommerberg, es
- 11:12sind Klettertouren, ich habe es auch schon gemacht im Sommer die
- 11:15Trilogie an einem Tag, das ist sicher schon etwa 10 Jahre her
- 11:19und seit hier habe ich eigentlich den Gedanken im Kopf,
- 11:21wir können das auch im Winter machen und hat dann auch
- 11:25herausgefunden. Dass noch nie gemacht worden
- 11:28ist. Und dann kommt mehr so das
- 11:31Salpinistische Herz zum Schlagen, wenn man weiß, ah, das
- 11:33ist noch gar nicht gemacht, so das Abenteuer, oder?
- 11:36Und dann ist irgendwann dann einmal noch der Michi Wohlleben,
- 11:40ein guter Kollege von mir, in die Schweiz zu sagen, der wohnt
- 11:42in Heide. Auch ein bekannter Kletterer.
- 11:45Er ist Profi, Profi, Bergstiner, auch Bergführer.
- 11:48Und wir haben uns dann einmal getroffen.
- 11:50Wir sind zusammen klettern und ist eine Freundschaft entstanden
- 11:53und dann hat er mich von etwa 2 oder 3 Jahren darauf
- 11:56angesprochen. Lukas, du hast doch mal die 3
- 11:59Fragen gemacht und ich sage ja, warum meinst du?
- 12:02Ja, da werde ich im Winter etwas, dann habe ich gesagt, ein
- 12:04Jahr habe ich auch schon lange im Kopf, ich kann mich probieren
- 12:07und dann haben wir es vor 2 Jahren im Winter mal probiert
- 12:11und die Verhältnisse sind gar nicht gut gewesen und hätten das
- 12:14abgebrochen und letztes Jahr im Februar haben die Verhältnisse
- 12:17gestohlen, wir haben eine andere Strategie gehabt und dann hat es
- 12:19geklappt, genau. Und das ist also eine Kletterei
- 12:24hoch, oder ist da mehr Alpine zu wandern oder was für einen
- 12:27Charakter? Dieser Berg.
- 12:30Das sind Klettertouren, also die Schlüsselstelle ist etwa 16 und
- 12:35der Rest bewegt sich also um die 5 b bis 16 das meiste und im
- 12:41Sommer ist das wunderschöne Kletterei mit Kletterfinkern
- 12:44sehr flowig sage ich jetzt mal. Und im Winter hat man halt
- 12:48steige an, es ist vereissen, es hat Schnee drauf und die ganze
- 12:52Lawine Thematik kommt dazu und natürlich ist man auch viel
- 12:56langsamer, man hat Beiwachsmaterial dabei, wir
- 12:58haben auch damit gerechnet, dass man mindestens 1 biwa kennt.
- 13:02Ja, das ist im Winter ist. Eigentlich sind
- 13:05Herausforderungen grösser als im Sommer.
- 13:07Also die Zahlen wo du gesagt hast, das sind Schwierigkeiten,
- 13:09gerade beim Klettern. Für diejenigen, die es gar nicht
- 13:12kennen. Und im Winter hat man auch viel
- 13:16länger gesagt, dass ich gehört habe, dass ich auch 45 Stunden
- 13:20glaube und bei kehren, da wird dann auch in der Wand, oder?
- 13:24Nein, wir haben auf dem Westgrad Biwakiert.
- 13:27Es ist eigentlich nie eine Wandkletterei, es sind ja 3
- 13:31markante Geräte, Südwest und Ostgrat.
- 13:34Sich eigentlich immer obendrauf von den Geräten und weil es
- 13:38Granit ist, hat es immer so scharfe Türme und dann muss man
- 13:41immer wieder zwischendurch abseilen, dann kommt man wieder
- 13:43in den Schnee und dann wieder Bergschuh anlegen und ja genau.
- 13:48Das ist aber alles dann voll Schnee und vereist und
- 13:51schwierig, um die Bahnhöhe zu finden.
- 13:53Wahrscheinlich, oder? Zum Teil wir natürlich gewusst,
- 13:55wenn das frisch eingeschneit ist.
- 13:57Einen Tag nach dem Schneefall, dann haben wir keine Chance,
- 14:00weil das ist viel. Auch Reibungskletterei mit
- 14:02Kletterfinken und wir haben unsere Rahmenbedingungen, haben
- 14:06gesagt, es muss mindestens vorher eine Woche schön sein es.
- 14:11-20 Grad Haufen Gipfel so -10 ist vielleicht OK,
- 14:15lawinensituation maximal Stufe 2 und die Rahmenbedingungen haben
- 14:19wir letztes Jahr im Februar und und es ist ja Verhältnis, sind
- 14:23eigentlich gut dafür, dass es Winter war und wir haben
- 14:27einfach, wir haben einfach unser Abenteuer suchen wollten, es ist
- 14:30uns nicht um die Zeit gegangen oder um irgendetwas, sondern
- 14:34einfach um unser persönliches Abenteuer, den wir dort erleben
- 14:37konnten und das haben wir auch gefunden.
- 14:39Es ist auch ein spezielles Gefühl.
- 14:42Auf dem Gipfel. Ja, war es.
- 14:47Dieser Podcast ist ein ökumenisches Projekt und wird
- 14:50präsentiert von den evangelischen und katholischen
- 14:52Kirchen, der Kantone St. Gallen und Appenzell.
- 14:54Danke für eure Unterstützung. Er überwindet, da merkt man so
- 14:59ein bisschen, dass dieses Element, du erfreust dich auch,
- 15:02wenn man schon im Herbst auf den Winter wieso Winter also ich
- 15:06stell mir vor, gerade zum Klettern ist es ja eigentlich
- 15:09nicht optimal, der Winter nur schon.
- 15:11Für Finger. Was fasziniert dich am Winter?
- 15:14Der Winter hat für mich einfach so den wilde Charakter, also für
- 15:18mein bestes Beispiel der Albstein im Sommer.
- 15:21Wunderschön, aber ist alles so ein bisschen grün, ist ein
- 15:23bisschen viel verwachsen und im Winter ist das Grün nicht, im
- 15:27Winter sieht es aus wie in Alaska, das zieht mich auch so
- 15:31das wilde Weisse saubere Bild vom Winter.
- 15:38Und auch wenn Wasser gefriert, das hat für mich so eine
- 15:41vergängliche Art Eisklettern, das Kletterst, irgendein
- 15:43Wasserfall drauf und im Winter gefroren ist und im Sommer alles
- 15:46im Wasserfall okay und im Winter formt sich das zu einem mega
- 15:51schönen Gebilde. Es hat einfach für mich eine
- 15:54Faszination. Also für dich ist das Klettern
- 15:57auf das Bergsteigen auch Faszination Natur, oder was ist
- 16:02es, was es für dich ausmacht? Im Allgemeinen.
- 16:05Ja, sicher, auch das Körperliche.
- 16:07Die Herausforderung mit sich selber, das psychische, dass man
- 16:10optimiert, dass man trainiert, dass man ein Ziel hat und darauf
- 16:13her schafft, aber auch natürlich das Abenteuer und uns erforschen
- 16:17und Freiheit und selbstständig sein müssen, musst du auf dich
- 16:22selber schauen, es sagt ja niemand, jetzt geht es links
- 16:25oder geht es rechts, das musst du selber herausfinden, und das
- 16:29sind ja so Faktoren, welche unserer Welt ein bisschen
- 16:31verloren gehen, das ist alles ist vorgegeben, jeder sagt, man
- 16:36muss machen und. Im Gebirge gegen Gottes verloren
- 16:40also geht es weg, und dann ist man auf sich alleine gestellt
- 16:42und der Ursprung eigentlich von von Mensch und Natur, kommt dort
- 16:48sehr zur Geltung. Natur kann einem natürlich dann
- 16:51streitschranke Weise oder so hast du auch schon erlebt, dass
- 16:55das Naturgewalt irgendwie erfahren hast oder an deine
- 16:57Grenzen gekommen bist. Ja, natürlich schon häufig.
- 17:02Schaut einem aber auch viele Warnzeichen, Vorzeichen und die
- 17:05muss man aufnehmen und und und und Schlauch verarbeiten und
- 17:10Entscheid treffen, vor allem vor allem im Winter mit der
- 17:13Lawinenthematik im Sommer ist es wirklich ein bisschen
- 17:15schwieriger mit den Gewitter die mega schnell kommen oder
- 17:18Steinschlag ist auch sehr schwierig zum Vorhersehen, aber
- 17:21im Winter gibt es Natur. Zeichen, dass man umkehren oder
- 17:26das Verhältnis gut sind. Und auf Dialog ist auch.
- 17:30Ja. Würdest du dich selber als
- 17:33extremen Bergsteiger bezeichnen? Nein, das ist relativ.
- 17:40Wieso nicht? Also für mich, für mich
- 17:42persönlich, für mein Verhältnis ist es extrem, oder?
- 17:46Ich habe natürlich manchmal auch gewisse Touren Angst oder denken
- 17:49Sachen, so sind wir jetzt in diese Situation gekommen, da
- 17:52habe ich nicht und da muss man Lösungen suchen, wie man da
- 17:54wieder rauskommt oder man muss umkehren, aber das ist ja der
- 17:57spannende Prozess für sich, wo man auch sehr viele Erfahrungen
- 18:01ausziehen kann, aber extrem mit allgemein gesehen, das ist
- 18:07extrem relativ, ja wie überall, es ist jeder eigentlich.
- 18:14Ersetzbar, sag ich jetzt mal. Und darum kann man das nicht
- 18:16sagen, dass man extrem ist, du. Wirst schon sagen, du gehst
- 18:20eigentlich nicht so viel Risiko ein oder wieviel Risiko bist du
- 18:23bereit zu Migros? War das ist schwierige Frage.
- 18:27Da ist auch sehr tagesformabhängig.
- 18:29Also wenn man ein bisschen vorbelastet ist vom Arbeiten
- 18:33oder oder irgendwie zwischenmenschliche, etwas
- 18:36familiäre Et cetera, dann dann ist man mental schwächer und
- 18:40dann merkt man das auch. Heute ist nicht mein Tag, sollte
- 18:44vielleicht kehren oder keine Ahnung was, und dann gibt es
- 18:47Tage, wo man mental fit ist, wo man mehr Risiko eingeht, aber
- 18:51das Risiko, dann kann sein, dass das für jemanden anders, denn
- 18:54kein Risiko ist, wo vielleicht physisch stärker ist Psyche
- 18:56stärker. Für mich auf mich.
- 19:01Quasi. Aber dann gibt es bei dir auch
- 19:03Situationen, wo du umkehrst. Natürlich dann schon viel kann.
- 19:08Was sind so eindrückliche Erlebnisse, die dir vielleicht
- 19:11geblieben sind oder was so in einer Grenzsituation war?
- 19:15Also ich. Habe mal eine Situation in der
- 19:18ich mit Gästen unterwegs war. Im Winter sind wir auf Skitour
- 19:23gegangen und dort hat es eine Spur eine Spur gekauft und ich
- 19:27habe gewusst, dass das Lawinenwünsche kritisch war und
- 19:31ich habe dann auf dem Aufstieg selber gespurt, eigentlich
- 19:36selber Spur gemacht und dadurch kann man auch die Alarmzeichen
- 19:40wohnen. Also wieviel Schnee hat es, gibt
- 19:42es wurmgeräusche aus der Schneedecke heraus oder weisst
- 19:44du auf Lawinenproblematik und das ist alles nicht vorhanden
- 19:49und dann sind wir auf dem Gipfel oben und dann habe ich so einen
- 19:51Hang gesehen, der noch keine Spur hat.
- 19:54Hat auch schön ausgesehen, Pulverschnitt und dann habe ich
- 19:57für mich den Entscheid getroffen, dass das vertretbar
- 19:59ist, um runterzufahren, weil der Hang ist nicht sehr steil und
- 20:03auch nicht sehr groß, aber den Gästen gesagt, sie sollen in
- 20:07meiner Spur fahren, sie sollen nicht zu fest links und rechts
- 20:10gehen. Sie hat jetzt aber auf dem
- 20:12Gipfel oben sehr fest Geluftet und sie haben die Pfähle noch
- 20:15weggenommen und am Rucksack genommen und die haben das nicht
- 20:18so wahrgenommen, wie ich gesagt habe und dann bin ich
- 20:20runtergefahren, ist alles gut gegangen und dann kommt der
- 20:24erste Gast und fährt voll links. 30 Meter rüber und löst dann
- 20:28eine Lawine aus und ist dann etwas hineingekommen.
- 20:31Aber er hat wieder rausfahren können und der Zweitgast hat
- 20:34dann Angst von dieser Seite, wo die Lawinen gekommen sind, ist
- 20:38nach rechts gegangen und links wäre es ja schon gegangen und
- 20:41hat danach die ganze Rechtsseite ausgelöst und ist dann auf der
- 20:44Lawine angekommen und hat ihn wieder rausfahren konnten und
- 20:48dort ist er mehr so der Kopf. Was machst du eigentlich da?
- 20:51Jetzt habe ich einen totalen Fehlentscheid getroffen und am
- 20:55nächsten Tag. Habe ich extremen Respekt
- 20:57gehabt, um mich mit ihnen auf den Skitouren zu gehen, weil ich
- 21:00Angst hatte, dass es wieder das Gleiche passiert, weil ja wie
- 21:02ihr das Vertrauen verloren von meinem Können und dann sind wir
- 21:06auf einer Flächeren Ski durchgegangen und sehr defensiv
- 21:10unterwegs und es ist auch alles gut gegangen und ja, danach hat
- 21:13es Zeit gebraucht um das analysieren, was habe ich falsch
- 21:18gemacht, das habe ich nicht wahrgenommen und jetzt fühle ich
- 21:21mich wieder gut, aber das sind so Situationen vor allem vor
- 21:23allem mit Gästen, wenn du die Verantwortung von jemandem hast,
- 21:27fahren viel mehr als wenn du wenn du selber für dich
- 21:30unterwegs bist, dann hast du eine Verantwortung für dich oder
- 21:32vom Kollegen oder er hat sie für sich.
- 21:35Dann ist kannst du ja nicht vergleichen.
- 21:37Also bei dir selber bist du eher mal bereit.
- 21:40Vielleicht ein Risiko. Einzugehen?
- 21:42Genau, ja. Wenn du Gäste hast, ja, ist ja
- 21:44auch sehr ein vertrauenswürdige Job, oder?
- 21:47Werkführer vertraut man eigentlich das Leben an oder
- 21:50genau wie erlebst du so Gäste, erlebst auch viel Dankbarkeit
- 21:55oder eben in diesem Fall haben sie dir wahrscheinlich auch
- 21:57keinen Vorwurf gemacht, oder? Nein.
- 21:59Nein, sie haben mir keinen Vorwurf gemacht und mir hat dann
- 22:02auch gesagt, dass es an der Kommunikation sicher auch
- 22:05gescheitert ist. Ich habe zu wenig darauf
- 22:08hingewiesen. Hingewiesen.
- 22:09Es war sicher mein Empfehler gewesen, aber es ist immer kein
- 22:10Vorwurf gemacht. Nein und danke danke gesagt,
- 22:13dass das am nächsten Tag alles gut gegangen ist, dass man auf
- 22:17den richtigen Wegen unterwegs war und Besitz von allen Gästen
- 22:21habe ich immer Dankbarkeit bekommen.
- 22:23Wie schwierig ist es eben solche Situationen wie du jetzt auch
- 22:26beschrieben hast, zu beurteilen? Du musst eigentlich innerhalb
- 22:30von wenigen Momenten entscheiden, wir gehen weiter,
- 22:34wir brechen ab. Wie schwer fällt dir das?
- 22:37Da fällt mir eigentlich nicht schwer, wie ich ein schlechtes
- 22:40Bauchgefühl habe. Dann gehe ich um, egal, egal was
- 22:44eigentlich Zeichen der Natur sagen, wenn die sagen, ja, es
- 22:48passt alles, aber ich habe ein schlechtes Bauchgefühl, dann
- 22:50denke ich um. Ist sicher auch der Faktor
- 22:55Mensch an oberster Stelle. Also wenn die Verhältnisse und
- 22:58das Gelände eigentlich alles erlaubt, aber der Faktor Mensch
- 23:02sagt Nein, dann gehe ich um. Wenn Laien unterwegs bist, wann
- 23:06merkst du Städte? Jetzt habe ich meine Grenze
- 23:10erreicht, jetzt geht es nicht mehr.
- 23:11Was hast du jetzt für ein Anzeichen?
- 23:13Wenn es einem oder man stösst fast ein bisschen auf so ein
- 23:17bisschen Kloß im Hals und das Schöne ist aber, mit Kollegen
- 23:21kann man viel besser darüber schwätzen und und der Kollege
- 23:25sagt, er muss vielleicht auch Bergführer ist, spielt er
- 23:27schlussendlich kein Rugel, sagt Hey, nein, ich habe ein mega
- 23:29gutes Gefühl aus dem und dem Grund.
- 23:33Der vielleicht einmal weiter voraus und dann sehen auch mal,
- 23:35es ist wirklich alles gut, aber das ist auch heikel, weil es
- 23:38gibt so eine gefährliche Gruppendynamik, um sich
- 23:41gegenseitig rauf pushen und der Zeitpunkt darf man nicht nicht
- 23:47überschreiten oder nicht zu fest erreichen, dass man sich auf der
- 23:51kommunikativen Ebene gut austauschen und nicht einfach
- 23:55den einen Opfer aus und andere hinten an und dahinter denkt, ja
- 23:58davor oder weisst du was er macht und der Vater denkt
- 24:00dahinter, sagt, denkt schon, ich weiß, ich weiß.
- 24:03Bach oder so. Und das muss man merken.
- 24:08Es sollte aber gleich noch zu den schönen Momenten kommen.
- 24:11Was ist für dich der schönste Moment, wenn die Leute unterwegs
- 24:14bist mit Gästen? Schönen Momenten sind sicher,
- 24:18wenn man alleine ist. Wenn man eine Tour auslässt, wo
- 24:21keine anderen Leute unterwegs sind, sehr egoistisch, aber das
- 24:25ist eigentlich das, was jedem Alpinistisch für sich Zucht ist
- 24:28die Einsamkeit für sich alleine vom Wetter her kommt es nicht so
- 24:33darauf, dass es schön ist oder schlecht ist.
- 24:36Es gibt auch sehr schöne Erlebnisse, wenn das wüste
- 24:37Wetter ist, dann fährt es einfach mehr ein und man kommt
- 24:40zurück in die Hütte und man ist mega stolz auf den Gast und
- 24:44umgekehrt, dass man das Miteinander geschafft hat.
- 24:47Und wenn du selber unterwegs bist?
- 24:49Sicher, Projekte, wo man länger daran arbeitet, wo man
- 24:51vielleicht 23 mal probieren muss, bis es klappt.
- 24:54Ist auch das planen etwas, was du gerne machst?
- 24:57Das vorbereiten? Mache ich auch gerne.
- 24:59Morgen mit der Lieblingsteil. Aber wenn ich nicht gerne mache,
- 25:03ist Rucksack packen. Ich habe immer Angst, ich habe
- 25:06etwas vergessen oder ich finde etwas nicht, weil ich es letztes
- 25:09Mal anders versorgt habe. Ah, der Rucksack packt, es ist
- 25:12nicht zu mies. Man braucht auch wahrscheinlich
- 25:15sehr viel, wenn man so unterwegs ist.
- 25:17Ja, ich will nicht wissen, wieviel Zeit in meinem Leben
- 25:19schon verbracht hat. Zum Rucksack.
- 25:21Das ist für dich der Unangenehmste teil?
- 25:24Definitiv Berg. Ist ja etwas, was ich mir
- 25:28vorstelle. Wenn jetzt im Umfeld jemand
- 25:30machen würde, hätte ich auch ab und zu ein wenig Angst um diese
- 25:33Person. Wie reagiert dein Umfeld, wenn
- 25:36du unterwegs bist? Oder wenn du vielleicht länger
- 25:37auf Tour bist? Freundin sagt immer schon Pass
- 25:41auf. Sie hat eigentlich auch mehr
- 25:43Respekt, wenn ich mit Gästen unterwegs bin.
- 25:45Also wenn ich privat unterwegs bin, und zwar aus dem einfachen
- 25:49Grund wegen der Häufigkeit mit meinem Gäste 150 Tage unterwegs
- 25:54ist, muss nicht unbedingt ein schwieriges Gelände sein, ist
- 25:56einfach rein statistisch die Wahrscheinlichkeit, dass etwas
- 25:59passiert, also wenn man 5 mal im Jahr etwas sehr schwieriges
- 26:03machen kann, wo auch gefährlich ist.
- 26:06Es ist einfach eine reine Statistik.
- 26:08Und wahrscheinlich auch schwierig, um überhaupt mal eine
- 26:11Nachricht zuschicken oder wenn man in den Bergen unterwegs ist.
- 26:14Oder ist es auch mittlerweile besser?
- 26:16Nein, sie weiß mittlerweile, dass wenn sie 2 Tage keine
- 26:18Antwort bekommt, dann hat man einfach keinen Empfang oder ich
- 26:22melde mich. Immer wenn man auf dem Abstieg
- 26:24sind oder zurück in den Hütten, weil dort hat man meistens
- 26:28Empfang und sonst macht es sicher eigentlich nicht so
- 26:32schnell sorgen. Es hat sich daran gewöhnt.
- 26:34Wir haben schon ein bisschen über die Salbitrilogie geredet.
- 26:38Gibt es sonst noch Projekte oder Expeditionen?
- 26:42Besonders eindrücklich für dich oder geblieben sind.
- 26:46Auf Expeditionen bin ich nicht sehr viel.
- 26:47In China waren wir im 2016 Gebirge und 2017, im Sherakua
- 26:54Valley in Pakistan und im Jahr 2019 sind wir im nördlichen
- 26:59Inlandeis von Patagonien und die 3 Expeditionen haben alle sehr
- 27:03schöne Erinnerungen hinterlassen und schöne Momente.
- 27:07Ich kann jetzt nicht sagen, weil es das schönste ist.
- 27:09Auf jeden Fall habe ich in Zukunft nicht mehr grosse
- 27:12Expeditionen geplant. Aus dem Grund, dass wir älter
- 27:15werden, Ende April auch ein bisschen aus dem nachhaltigen,
- 27:19aus dem Nachhaltigkeitsgrund, dass wir auch sehr viel
- 27:22Abenteuer in der Schweiz, in den Alpen erleben und Projekte haben
- 27:26und ein paar Sachen im Kopf haben.
- 27:27Ein Kollege und ich haben erzählt, jetzt nicht mehr ich.
- 27:31Darf gespannt bleiben. Verändert wird er dich als
- 27:35Kletterer oder Bergsteiger auch verändern, wenn ein Kind ein
- 27:38Kind ist. Ja, wir sind jetzt gerade vor 34
- 27:41Wochen im Südtirol unterwegs und haben dort einen Nordwand
- 27:45geklettert und eine rechte Herausforderung ist auch
- 27:51anspruchsvoll und gefährlich gefährlich und dort ist man der
- 27:55Gedanke nie nie durch den Kopf heimkommen, weil ich werde ja
- 27:59Vater, wieso weiß ich nicht, vielleicht habe ich keine Zeit
- 28:02gehabt für den Gedanken. Dürfen nicht.
- 28:05Das wird verändern, weil dann wäre ich falsch unterwegs.
- 28:11Bis jetzt ist meine Überlegung. Du.
- 28:16Nicht Wille sterben. Sagen wir jetzt.
- 28:20Und Nachhaltigkeit hast du noch angesprochen, einfach wegen dem
- 28:23Fliegen. Ja, also ich probiere schon.
- 28:25Also ich bin viel geflogen und durfte eigentlich nicht mehr
- 28:28Schnaufen von meinem Fussabdruck her vielleicht nicht so viel wie
- 28:33andere, aber für meine Verhältnisse zu viel.
- 28:35Auch als Bergführer probiere ich in der Region zu bleiben,
- 28:38möglichst viel mit ÖV zu machen. Klar, es ist nicht immer möglich
- 28:42im Winter, wenn es etwas schneller gehen muss, von den
- 28:44Temperaturen her, vom Zeitmanagement geht es manchmal
- 28:46manchmal nicht anders, um mit dem Auto zu.
- 28:48Gehen du sagst, du suchst dir manchmal auch vor allem auch
- 28:51Orte, wo du alleine bist. Und du hast auch schon erste
- 28:55Begegnungen, also Routen, dann bist du geklettert, wo noch
- 28:57niemand vorhanden ist, wird auch in Zukunft noch das Thema sein
- 29:02oder etwas, wo du noch gerne machst.
- 29:05Ja, ist natürlich die grosse Feuer, das grosse Feuer von
- 29:09jedem Bergsteiger um den ersten sein.
- 29:12Das ist unumstritten, aber eben das Feuer habe ich fast mehr im
- 29:16Winter. Und im Sommer ist es eigentlich
- 29:19einfacher, zum ersten Begehungen zu machen.
- 29:22Also wenn jetzt eine Felswand anschaust, und es hat vielleicht
- 29:2510 Routen in der Felswand, dann kannst du vielleicht irgendwo
- 29:28auch noch eine 11 ein Bohren, dann hast du einfach eine neue
- 29:30Sportkletter oder neue mehr solange Routen eingebaut, aber
- 29:33das reizt weniger als irgendwie im Winter eine Eislinie
- 29:38entdecken, die noch niemand geklettert hat, ist manchmal
- 29:41auch schwierig zum herauszufinden, ob es überhaupt
- 29:42schon mal geklettert wurde, da muss man manchmal recht lange
- 29:45forschen, aber das ist auch ein spannender und schöner Prozess
- 29:49und. Wenn man anhaut, hätte man gerne
- 29:51jemanden gemacht und dann probiert man es und dann
- 29:53irgendwann schnallt man auch an. Jetzt weiß ich warum das noch
- 29:56niemand gemacht hat, weil es einfach nicht dahin kommt oder
- 29:58weil es zu gefährlich ist. Oder weisst du auch nicht was?
- 30:00Und dann musst du manchmal wieder etwas hocken und sagen,
- 30:03ja, das ist. Jetzt nichts.
- 30:05Wie plant man so etwas, wenn keine Kletterführer und nichts
- 30:07herum sind, was die Tour eingezeichnet sind?
- 30:10Also da geht man einfach mal drauf los oder wie schätzt?
- 30:13Man das wir kennen vielleicht Locals, die einheimischen
- 30:17Bergführer, die einheimischen Bergsteiger, und die Wissen
- 30:21vielleicht noch mehr. Leitet den Kontakt weiter oder
- 30:22umgekehrt und dann kannst du eigentlich immer immer etwas
- 30:25tiefer graben. Und wenn du halt keine Infos
- 30:29hast, dann gehst du halt einfach probieren und schaust selber wo
- 30:33es durchgeht und genau. Wie geht es bei dir in der
- 30:37nächsten Zeit weiter? Kannst du uns vielleicht gleich
- 30:39schon etwas verraten, was für Projekts anstehen oder ja, wann
- 30:43bist du wieder in den Bergen unterwegs?
- 30:45Ja, das ist halt auch viel relativ spontan.
- 30:47Aber wir haben ein wenig grösseres Projekt.
- 30:51Bei uns in der Region in Ostschütze Wir haben vor 3 oder
- 30:554 Jahren Nieslinie entdeckt, wo noch nicht gemacht worden ist.
- 30:59Das wissen wir und dort müssen aber die Lawinensituationen sehr
- 31:03gut passen. Man muss ein Wetterfenster haben
- 31:06und genau jetzt gehen wir ein bisschen auf das Liebe Beulen,
- 31:10aber es ist halt auch immer schwierig oder wenn man es
- 31:12arbeitet wie alle anderen, dann muss man sich halt ein bisschen
- 31:16schlau wegräumen, aber wenn wir gehen, ja das weiß ich wie
- 31:19gesagt nicht. Wird spontan der Fall genau
- 31:22super, danke. Dank danke vielmals für das.
- 31:24Gespräch. Danke noch einmal.
- 31:25Lara ist spannend. Wie begleitet das Thema wie
- 31:31immer mit einer Themenwoche auf Instagram.
- 31:33Dort gibt es dann auch noch verschiedene Inhalte zu dem
- 31:36Thema, wo noch auch mitdiskutieren und eure
- 31:39Erfahrungen mit einbringen. Oder natürlich unsere
- 31:43Nachrichten auf Instagram schreiben.
- 31:44Dort findet ihr uns unter at Fadengrat Bodenstrich Podcast
- 31:49wenn euch diese Folge gefallen hat, sind wir natürlich auch
- 31:51immer froh, wenn ihr sie weiterleiten oder teilen.
- 31:55Bis zum nächsten Mal. Vater Graz.
- 32:07Mhm.