Latest / Felix Tierwelt / #27 Marathon mit Hund? Gesund oder gefährlich?!
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- Felix Tierwelt: dieser Folge wird es mal richtig, richtig sportlich. Denn wir gehen mal in das Thema rein. Marathon mit Hund. Ist jetzt gesund oder gefährlich? Da haben wir dich mit dabei, Hanny. Du bist ja ultrasportlich, kann ich mal so nennen. Du hast ja in deiner Karriere ... schon dreimal den Ironman beendet, was an sich völlig irre ist. hast mir auch vorhin schon gesagt, die Welt oder die Menschheit auf der Welt, ein Prozent macht überhaupt einen Ironman oder trainiert darauf. Und was ich noch krass finde, ist vor allem, du trainierst immer mit deiner Hündin, mit deiner Alma und vor allem nicht irgendwelche Distanzen, sondern vor allem Marathon als auch Ultramarathon. Und darüber quatschen wir einfach mal. Und dann die direkte Frage an dich. Viele denken jetzt sofort, aufgrund von dieser Distanz, dass es vielleicht zu viel ist für den Hund. Wie siehst du das? Hanni: Ja, hallo Felix, erstmal danke, dass ich dabei sein darf, ⁓ deine Frage zu beantworten. Ich denke, wenn man seinen Hund gut trainiert und vorbereitet, so wie ich mich selber vorbereite, ist es eigentlich kein Problem und der Hund kann das schaffen. Felix Tierwelt: Das ist schon mal interessant. Wie gesagt, in dieser Folge geht es mal wirklich darum, Einblicke in deine Erfahrung zu bekommen, in deine Geschichte, was du da so alles betreibst. Aber auch für all die Zuhörer und Zuschauer, sagen, ich habe Bock, Sport zu machen mit meinem Vierbeiner, worauf muss ich achten, was gibt es für Fehler, macht es denn direkt, Marathon zu machen oder nicht. Man kennt es ja, man hat ja meistens hohe Ansprüche und dann merkt man erst mal, oh scheiße, es sind ja gerade mal zwei Kilometer, mir geht schon die Booster. Jeder der gerade zuschaut oder zuhört, schreibt gerne mal einen Kommentar auch wie euch die Folge so gefällt oder wie ihr zu dem Thema Sport steht mit Hund oder ohne Hund. Und deswegen lasst uns da einfach auch gesittet umgehen mit diesem Thema, ist mir ganz ganz wichtig. Lass uns jetzt direkt mal loslegen in dem Falle. Hanni, wie bist du überhaupt zu dem Thema Marathon als auch Ironman gekommen? Hanni: Das ist eigentlich eine ganz lustige Geschichte. Und zwar habe ich 2015 Abitur gemacht. ja, lernen und vorbereiten für die Prüfung war jetzt nicht so meine Stärke. Und da ich nicht wusste, was ich mit meiner freien Zeit anfangen sollte, habe ich einfach angefangen zu laufen. Habe meine Mama immer gefragt, ob ich mit ihr mitlaufen darf. Und bin so, ja, 2015 eigentlich erst zum Laufen gekommen. Und darauf die Jahre. Es ist halt immer höher, schneller, weiter. geworden. Felix Tierwelt: Da eine Frage an dich, besser gesagt, zwecks Iron Man. Was ist denn das genau? Weil viele stellen sich jetzt bestimmt die Frage, was bedeutet überhaupt dieser Begriff? Was muss man denn da überhaupt machen? Hanni: Ironman ist eigentlich nur ein Veranstalter. Eigentlich geht es darum, dass es eine Langdistanze im Triathlon ist. Wir müssen 3,8 Kilometer schwimmen. Dann fahren wir 180 Kilometer Rad und laufen anschließend noch einen Marathon. Felix Tierwelt: Also für manche ist ja schon Marathon viel und du machst das noch als Abschluss sozusagen, ne? Hanni: Genau, das Beste kommt zum Schluss. Felix Tierwelt: Also das schon heftig. Ich finde das schon eine krasse Nummer und du hast das ja schon drei Mal beendet. Also du hast nicht irgendwie angefangen und mal probiert, sondern du hast das Zeug auch noch beendet. Und das ist schon ziemlich heftig und deswegen finde ich es ultra interessant, dass wir heute mal quatschen können über das Thema Sport im Allgemeinen. im Endeffekt bist du ja ein Paradebeispiel, wie krass es überhaupt gehen kann oder wie weit man kommen kann in diesem Feld. Und das sogar noch mit einer Hündin Alma. Und da wollte ich dich einfach mal fragen, wie kam Alma eigentlich in dein Leben? Und auch gleichzeitig, wie kam die Idee so ein bisschen mit ihr laufen zu gehen? Kam das irgendwie oder war das schon immer geplant? Hanni: Also einmal kam im September 2022 in mein Leben. Ich habe sie natürlich vorher kennengelernt und als Welpe schon ein paar Mal besucht. Für mich war eigentlich immer klar, dass wenn ich noch mal einen Hund bekomme, dass der halt mit mir viel trainieren muss. Der muss im Alltag bei meinem Job dabei sein. Der ist in jeder Lebenslage dabei und für mich war von Anfang an klar, der muss auch mit mir laufen, damit ich nicht immer so alleine bin und durch die Wälder renne. Felix Tierwelt: Ich glaube es ist ja auch ein emotionales Thema, weil wenn du die ganze Zeit unterwegs bist, also im Marathon läuft man ja nicht innerhalb von ein paar Minuten, sondern ein paar Stunden, es ist ja auch wichtig vielleicht einen Vierbeiner dabei zu haben, der einen da begleitet, weil ein Zweibeiner, dann macht natürlich nicht jeder mit. Ich denke mal schon, dass es emotional einen zusammenschweißt. Wie läuft das bei euch denn überhaupt ab mit deiner Alma? Macht ihr da so Aufwärmübungen, bevor ihr loslegt? Wie passiert das? Hanni: Ja, das wäre schön, wenn Alma das machen würde. Nein, bald ich meine Sportschuhe oder die Laufschuhe in der Hand habe oder sie merkt auch oft, wenn ich meine Laufhose anziehe, dann ist hier im Haus Rambazamba und ein Gebälle und ein Gejaule, weil Alma los möchte und dann ist sie auch leider nicht mehr zu stoppen. Felix Tierwelt: Okay, das ist schon krass. Mir stellt sich direkt die Frage, vielleicht auch den einen oder anderen Zuhörer oder Zuschauer, wenn jetzt du ja so viel mit einmal unterwegs bist und im Endeffekt sind das schon echt lange Strecken, hat das eigentlich eine Belastung auf deren, ihre Gelenke oder hast du da bisher nur gute Erfahrungen sammeln können? Hanni: Also bis jetzt halte Alma noch keine irgendwelche Probleme mit ihren Gelenken, aber ich beuge dem extrem vor. Also Alma geht öfters zur Physiotherapie als ich. Felix Tierwelt: Das ist schon mal geil. Also gibst du dann auch zusätzlich etwas, also Nahrungsergänzungsmittel und dann machst du nur speziell Physio für deine Ferrakete. Hanni: Also sie kriegt Physiotherapie und dann halten hochwertiges Futter, was bisschen mehr Kalorien hat, weil sie natürlich auch extrem viele Kalorien und Nährstoffe im Training verbraucht. Felix Tierwelt: Das schon eine sehr interessante Sache, weil das ist schon nicht ohne. Eine blöde Frage an dich direkt. Wie siehst du denn das? Du hast ja extrem viel Erfahrung. Marathon als auch Ultramarathon läufst du ja mit Alma. Auch teilweise Wettkämpfe habe ich irgendwie auf Social Media gesehen. Ist denn jeder Hund überhaupt geeignet, einer Distanz wirklich zu laufen oder sagst du von vornherein, es gibt nur bestimmte Rassen, die das wirklich können? Was ist denn da so deine Meinung oder deine Erfahrung? Hanni: Ich glaube nicht, dass es speziell irgendwelche Rassen gibt, die das nur können. Wenn man in der Startlinie in Österreich steht, sieht man auch kleinere Rassen, wo man denkt, wow, die laufen jetzt echt hier in Ultra. Ich glaube einfach, der Hund muss da Lust drauf haben, der muss dafür brennen. Und dann kann man das eigentlich mit jedem Hund machen. Felix Tierwelt: Auch so ein Zwerg tacken oder wie sieht das aus? Hanni: Das kleinste, was ich gesehen habe, so ein Minibiegel. Es war wie ein Biegel, aber nur noch kleiner. Und der ist echt, die 50 Kilometer mitgelaufen. Felix Tierwelt: Ja, schon krass. Nochmal als Klarstellung, weil ich glaube, das haben wir noch gar nicht erwähnt. Wie ist nochmal die Distanz von einem Marathon als auch von einem Ultramarathon? Weil das unterscheidet sich ja auch enorm, oder? Hanni: Die Marathondistanz sind immer 42,12 Kilometer und alles was darüber fällt ist quasi ein Ultra. Felix Tierwelt: Also das geht dann ohne Ende nach oben oder wie ist das? Hanni: Bis über 100 Kilometer. Felix Tierwelt: Bist du sowas schon mal gelaufen 100km? Hanni: Nicht ganz, das ist mein weiteste ohne Alma, waren 87 Kilometer. Felix Tierwelt: ist schon verrückt. danach ist Finito, dann geht wahrscheinlich gar nichts mehr. Hanni: Das war schon ordentlich, vor allem in Österreich in den Bergen mit den Höhenmetern. Aber muss man mal... Felix Tierwelt: ⁓ okay. Das wollte ich gerade sagen, das kommt ja auch noch dazu. Die Höhenmeter, machen noch einen Fix und alle. Aber das ist schon Respekt. Und deine längste Distanz mit Eimer dann, wie viel hattest du dann da? Hanni: Genau, mit einem habe ich meinen längsten Lauf. Letztes Jahr im Oktober reite im Winkel, das waren 44 Kilometer. Felix Tierwelt: Respekt. Also ich bin schon froh, wenn ich 4 Kilometer gut schaffe. Wir hatten es vorhin schon gehabt. Ich habe mal trainiert gehabt, wirklich früher mal und war relativ schnell auf 10 Kilometer, aber ich habe da größten Respekt vor allem diese ganzen langen Strecken. Man kämpft ja innerlich im Kopf mit. Und das finde ich so spannend. Ich weiß ja nicht, wie du das siehst, aber ich glaube, man hat ja meistens immer den Kampf mit sich. Ich glaube, ab einer bestimmten Kilometerzahl, dass man irgendwie nicht mehr weiter will, ist so ein richtiger innerlicher Kampf. Und hilft dir dann einmal dabei, genau in diesen Situationen nicht aufzugeben oder was passiert dabei dir innerlich? Hanni: Ja. Ja, also da hilft Alma mir wirklich extrem. Also ich sehe das hier einmal im Vergleich beim Ironman. Da muss ich halt die Marathon-Distanz ohne meine Alma laufen. da ist es oft so, da beim letzten Ironman habe ich wirklich an sie gedacht, was sie jetzt bei Kilometer 31, 32 machen würde. Und sie wird einfach laufen. Immer vorweg, immer ran. Und da hilft sie mir mental sehr viel. Und wenn ich sie dabei habe, dann es kein Problem. Dann dreht sie sich bei Kilometer 31 einmal kurz um und denkt, ja, Hanni, jetzt mach doch mal. Und ja, wenn ich sie nicht dabei habe, dann ist es schon ein bisschen schwerer. Da helfen dann nur die Gedanken an sie. Felix Tierwelt: und freue mich, denke mir so, weißt du, sie dreht sich wahrscheinlich rum und denkt so, wann kommt denn die Alte? So ein bisschen. schieb, oder tut dich im Endeffekt noch mehr motivieren, noch dran zu bleiben. Und das ist schon äußerst spannend. Das mal ein bisschen so ein bisschen Einblick in deine Geschichte, was du so machst. Wir quatschen ja nachher nochmal oder wir gehen nachher nochmal drauf ein, was so bei dir ansteht und wie es so weitergeht. Aber lass uns mal wirklich ein paar Tipps raushauen, was all die Hundebesitzer machen können. Würdest du oder was würdest du jemandem empfehlen, also einem Hundebesitzer an sich, der jetzt sagt, ey, ich finde das so spannend, das Thema Marathon oder das Thema grundlegend Sport und Laufen gehen. Wie würdest du demjenigen so einen Ratschlag geben oder einen Plan geben? Wie fängt man denn überhaupt an? Renten man direkt 10 Kilometer mit dem Vierbeiner oder macht man das erstmal Schritt für Schritt oder wie würdest du das empfehlen? Hanni: Ja, ich glaube die ... Basis ist immer, dass man sich darüber klar macht. Möchte man den Hund einfach nur neben sich laufen haben, also locker weg, oder soll der Hund, so wie ich das mache, richtig im Geschirr quasi vor einem sein und mitziehen. Da wäre das Grundlegendste erstmal, dass man sich ein vernünftiges Geschirr kauft. Das ist wirklich das A und O, weil der Hund natürlich mit seinen Vorderbeinen extrem Freiraum braucht. Also ich kann da kein Geschirr nehmen, was den Hund vorne einschnürt oder einengt und ihm nicht ermöglichen kann genug vorzutreten. Also es ist wirklich die Basis, sage ich immer, es ist das Aller-allerwichtigste und da muss man ganz langsam anfangen. Also ich habe das auch so gemacht, ich habe sie mitgenommen im Geschirr und bin erstmal einen Kilometer gelaufen. wieder einen Kilometer gegangen, sie wieder abgemacht und habe das immer so nach und nach aufgebaut. Und es hat, glaube ich, ein halbes Jahr gedauert, bis sie wirklich mal zehn Kilometer am Stück vorneweg gelaufen ist. Also da muss man sich ganz viel Zeit lassen, die Muskeln aufbauen, die Kondition aufbauen. Das ist das Allerwichtigste. Felix Tierwelt: Also wie wir uns Menschen auch nicht direkt anfangen mit einem Marathon, sondern lieber erstmal Stück für Stück, bevor man da sich völlig kaputt macht. Weil ich glaube auch, wenn man da einfach so mit zu hoher Vorstellung oder zu hoher Motivation rangeht und meint direkt mal 10, 20 Kilometer zu laufen, ist glaube ich das im Endeffekt ein Schuss nach hinten. Oder was ist so deine Meinung dazu? Hanni: Ja, auf jeden Fall. Also ich kann das ja aus sportlicher Sicht selber sagen. Also man muss sich ganz langsam daran tasten. Man muss den Körper aufbauen, die Muskeln aufbauen, die Kondition aufbauen. Und es ist extrem wichtig, dass man das genauso mit dem Hund auch macht. Felix Tierwelt: Das ist schon mal sehr interessant zu wissen, weil du es gerade angesprochen hast und das finde ich eine interessante Sache mit dem Geschirr. Worauf sollte denn ein Hundebesitzer jetzt Acht geben? Ist das Hundegeschirr zwecks dem Laufen total anders als zum Beispiel beim Gassi gehen oder worauf muss ich denn Acht geben als Hundebesitzer? Hanni: Also wenn man mit dem Hund wirklich, man kommt ja dann schon in Richtung Zughundesport, sag ich mal, mit diesen Geschieren, weil der Hund einfach ja direkt einen auch irgendwo zieht und da sollte man wirklich darauf achten, dass man ein Geschirr hat, was dem Zughundesport ähnelt oder ja, zumindestens in die Richtung irgendwie geht, dass der Hund genug Freiraum hat, mit den Vorderbeinen genug vorzutreten. Felix Tierwelt: ist eine interessante Sache. ich habe das glaube ich schon mal bei dir gesehen oder bei irgendjemand anderen bedeutet ja im Endeffekt du hast so einen Bauchgurt und da ist so ein Seil dran, ist da ein Seil gespannt und das geht zum Geschirr von deiner Alma. Ist das richtig oder? Hanni: Es ist wie ein Klettergurt. Man muss da richtig reinsteigen, man hat so richtige Beinschlaufen und dann macht man es zu und es ist quasi mit einer Leine, mit dem Hund am Geschirr befestigt. Felix Tierwelt: Und dann kann es nicht ausbüxen sozusagen. Oder du wirst besser gesagt hinterhergezogen, wenn sie nicht mehr will. Dann musst du nachgeben. Aber kannst du da eine bestimmte Marke oder eine bestimmte Firma empfehlen, die da gute Sachen herstellt für solche Zugurte oder Geschirre in dem Falle? Hanni: Ja. Ich habe meine ganzen Ausrüstungen, die ich für Almohr und für mich habe, Nonstop Dogwear. Die sind da eigentlich marktführend was die Sache angeht. Also wirklich von der Qualität und Passform optimal. Felix Tierwelt: Video geht das schon mal interessant. Ich versuche das mal unter dem Video hinzuzufügen. In dem Falle, wenn jemand wirklich interessiert ist und sich da irgendwas schnappen möchte, einfach mal draufklicken, mal angucken. Oder wenn Fragen sind, gerne auch einfach einen Kommentar schreiben oder ich verlinke auch deine Kontaktdaten, Honey. Vielleicht kann sich dann jemand, wenn er sich wirklich für dieses Thema äußerst interessiert, mal bei dir melden, vielleicht mal bisschen ein Fragen stellen. Ich hoffe, das ist für dich in Ordnung. Hanni: Jürgen. Felix Tierwelt: Okie dokie. Wir haben ja jetzt das Thema gehabt Geschür so ein bisschen. Auch das Thema, dass man Stück für Stück startet. Also nicht direkt Marathon, nicht direkt volle Kanone sozusagen, sondern lieber Step by Step. Ab welchem Alter darf denn überhaupt ein Hund ernsthaft mitlaufen? Also ab wann macht es überhaupt Sinn? Sagst du direkt, im welchem Alter schon ein bisschen trainieren oder lieber erst ab dem ersten vollen Jahr? Was ist nun deine Meinung? Hanni: Ich kommt immer so von Hund zu Hund. ist sehr unterschiedlich, auch von Rasse zu Rasse. Also Alma ist mit ihr, ich glaube, sie war zehn Wochen alt, soll man ja nicht viel spazieren gehen. Dieser Hund wollte immer weiter und immer weiter. Und ich bin in ihren ersten Monaten wirklich sehr viel mit ihr spazieren gegangen und habe dann mit ihr angefangen mit dem Lauftraining, da war sie anderthalb. Da habe ich sie locker mitgenommen, einfach an der Leine, nebenher, ⁓ erst mal Kondition aufzubauen. Und dann habe ich, ich glaube, sie war ja knapp zwei Jahre alt, da habe ich richtig angefangen mit ihr mit dem Geschirr unter Zugdruck quasi zu laufen. Felix Tierwelt: Okay, bedeutet, wenn man so eine goldene Regel sagt, so Minimum das erste Jahr abwarten und dann Minimal Stück für Stück steigern und dann so vielleicht ab dem zweiten Lebensalter dann dementsprechend schon wirklich sportlich aktiv werden. Wenn man es möchte. Hanni: Die müssen erst komplett ausgewachsen sein. Die Knochen, das muss erst alles komplett entwickelt sein und sich gefestigt haben, damit man damit anfangen kann. Felix Tierwelt: Blöde Frage, Marbrand, was ist denn deine ALMA überhaupt für eine Rasse? Hanni: Alma ist ein Wischler, ein ungarischer Jagdhund sozusagen. Genau, mit viel Power und Motivation. Felix Tierwelt: Das glaube ich dir auch das Wort. Also wenn eine da 44 Kilometer abreißt, das ist natürlich ordentlich. Ich versuche auch mal hier ein Bild einzublenden oder vielleicht habe ich schon eingeblendet. Ich muss mal gucken, wie ich das im Videoschnitt mache. Aber ansonsten ist das schon... Es ist völlig verrückt. Also ich habe mich wahnsinnig gefreut mit dir hier diese Folge aufnehmen zu dürfen, weil das Thema ist schon sehr interessant und man muss auch wirklich sagen, es ist auch gar noch nicht so publik. Also ich weiß nicht, du hast gerade vorne davon erzählt. von diesen Rennen in Österreich, du kommst ja aus Österreich, das muss man dazu erwähnen. Wie läuft das eigentlich ab? da da Hunderte von Vierbeinern und Zweibeinern und die rennen ⁓ die Wette oder wie läuft so ein Wettkampf ab? Hanni: Es gibt leider nicht alt so viele Wettkämpfe. In Deutschland ist es unter Kranikros gibt es einige Wettkämpfe, aber die sind von den Distanzen nicht so lang, wie es Wettkämpfe in Österreich zum Teil gibt. Es gibt auch unterschiedliche Disziplinen. Bei den Rennen, wo ich mitmache, es 15 Kilometer Haltmarathon, Marathon und Ultradistanzen. Bei den kürzeren Distanzen sind schon echt viele Hunde am Start. Ich glaube im Oktober waren es über 50 Hunde, die bei den kürzeren Distanzen am Start waren. Da muss man auch extrem aufpassen, dass man sich nicht in diesen Pulk zu den anderen Hunden mit dem eigenen Hund stellt, weil der Start da extrem durcheinander. Felix Tierwelt: So wollte ich gerade sagen und manche Hunde können ja nicht miteinander. Dann gibt es einige Kleffe und einige Jaule oder weiß Gott was. Ich stell mir das schon echt ein bisschen wie so ein großes Chaos vor. Hanni: Ja, ist es auch. Aber je länger die Distanzen werden, desto weniger Hunde sind auch am Start. Also einfach weiter laufen, dann hat man nicht das Problem. Felix Tierwelt: Wollte ich schon gerade sagen. glaube bei 40 Kilometer oder allgemein Marathon und sowas, werden es weniger sein als die bei 5 oder 10 Kilometer. Also ist schon eine verrückte Sache, ne? Aber grundlegend mal blöde Frage dahingestellt. Das Thema ist ja noch eigentlich völlig unterm Radar. Also so viele Leute machen das noch gar nicht, oder? Oder was ist so deine Erfahrung, was das Thema angeht? Hanni: Ich kann auch nur aus Erfahrung sagen, dass es gar nicht so viele Leute machen. Das eigentlich schade, weil es so was Schönes mit dem Hund ist, zusammen zu machen und zu erleben. Ich kann es eigentlich nur jedem empfehlen, auszuprobieren. Felix Tierwelt: ist eine gute Motivation für jeden der hier gerade zuschaut. Vor allem wenn man das im Vergleich sieht zu all den Leuten die wirklich Marathon, Halbmarathon trainieren und laufen in dem Falle. Wenn die dann noch einen Vierbeiner einpacken, das ist dann schon mal was besonderes. Vielleicht wird das ja auch noch mehr Publik. Aber lass uns mal bisschen drauf eingehen bevor jetzt jemand richtig loslegt oder vielleicht auch schon Sport macht und jetzt seinen Vierbeiner dazunehmen möchte. Was denn denn aus deiner Erfahrung als Profi kann man ja schon nennen, die größten Fehler, Menschen beim Laufen mit deren Vierbeiner machen können. Oder besser gesagt, worauf sie aufpassen sollten, bevor diese Fehler entstehen. Hanni: Also ich glaube die größten Fehler sind zu viel zu wollen, den Hund zu schnell auf zu lange Distanzen mitzunehmen und was auch sehr wichtig ist, also gerade bei diesen Wettkämpfen, der Hund der muss einfach Kommandos können, damit man selber nicht hinfällt, das muss einfach im Vorfeld auch geübt und trainiert werden, dass diese Kommandos einfach sitzen und der Hund die einfach beherrscht. Felix Tierwelt: Ok, bedeutet erst mal Distanz runterschrauben, zu viel auf einmal sozusagen. Gleichzeitig Kommandos müssen halt da sein. Was für Kommandos denn überhaupt genau? Hanni: Das wichtigste sind die Richtung, also links, rechts. Da muss der Hund einfach drauf haben. Es gibt auch noch Tage, da verwechselt Alma links und rechts auch manchmal. Dann geht es ein Stück geradeaus vom Weg ab. Das muss einfach sitzen. Also links und rechts ist das Wertvollste. Dann voran ist halt immer auf Zug Gas zu geben. zurück ist, quasi bei Fußlaufen und hinten ist, dass der Hund hinten läuft. Also gerade im Downhill in den Bergen ist es extrem wichtig, dass der Hund das Kommando hinten kennt, weil er bergrunter nicht noch ziehen kann, dann kommen beide über Kops. Das ist so das Wichtigste, was man eigentlich trainieren muss. Felix Tierwelt: Das glaube ich dir, weil sonst bist du der Klippe näher als sonst und das ist keine schöne Sache vor allem in den Bergen, wie du es ja beschrieben hast. Da geht es ganz schnell mal abwärts und das will man in dem Falle nicht. Blöde Frage da in der Hinsicht, wie trainiert man das dann? Also gehst du dann auf einen Platz und trainierst davor links, rechts, vorne, hinten oder wie... geht man das denn an? Weil ich kann ja schon mal vorweg sagen, ich habe sehr, sehr viele Klienten, die ich begleite ernährungstechnisch. Und viele von denen machen Sport und ich habe von dir erzählt und die fanden das hochinteressant und schauen bestimmt gerade auch die Folge hier und würden bestimmt auch da sowas angehen und auch vielleicht dann vielleicht auch Stück für Stück sich da einarbeiten. Wie macht man das denn genau mit den Kommandos? Also wie hast du das denn überhaupt einmal beigebracht? Hanni: Ja, also ich muss sagen, ich hab's am Anfang falsch gemacht. Ich bin in Garten gegangen und habe mit Leckerlis ihr versucht beizubringen, wo links und rechts ist. Es war ihr völlig egal, sie wollte eigentlich nur die Leckerlis haben. Und dann hab ich angefangen beim Laufen, immer wenn eine Kreuzung kam, ich bin langsamer gelaufen und hab dann immer bewusst gesagt, je nachdem, ob wir es links oder rechts wollten, hab ich immer ganz deutlich links oder rechts gesagt. Und wenn sie es dann richtig gemacht hat, dann hab ich sie halt wahnsinnig gelobt und ihren Leckerli gegeben. Und so hat sie das eigentlich relativ schnell verstanden, wo links und rechts ist. Das mit Kommando hinten hat so ein bisschen gedauert, weil Alma immer vorweg möchte. Und da habe ich sie einfach immer auf ganz schmalen Wegen einfach immer nach hinten geschoben und habe halt immer das Kommando hinten gesagt und sie quasi nicht vorbeigelassen, dass sie es irgendwann verstanden hat und jetzt klappt es echt gut. Felix Tierwelt: Und das mit vorne weg war es, ich, oder so was? Wie hast du das hingekriegt oder war das direkt selbstverständlich für Alma? Hanni: Vorne oder voran ist für Alma Vollgas. Felix Tierwelt: Okay, weiß ich schon was abgeht und dann heißt es einfach nur noch den Trieb nachlassen und ab geht's sozusagen. Es ist ja schon spannend und ich stelle mir das schon schwierig vor, wie viel, ganz plump gefragt, wie viel Zeit sollte man denn da einplanen oder dementsprechend Geduld mitbringen, bis man wirklich das drauf hat mit den verschiedenen Richtungen. Weil ich glaube, diese verschiedenen Richtungen oder Kommandos übt man ja erstmal nur mit ganz normaler Leine und später dann mit so einem Seil dann oder mit einem speziellen Geschirr. Hanni: Ich glaube, ich würde das einfach immer in Spaziergänge einbauen, frühzeitig. Also wenn ich einen Hund schon jung bekomme oder mich erst später dazu entscheide, mit dem Laufen zu gehen, würde ich das schon immer in Alltag einfach mit einbauen. Wenn ich mit ihm spazieren gehe, schon sagen an der Kreuzung links oder rechts. Felix Tierwelt: Verstehe. Bedeutet, wir hatten es ja gerade gehabt, in dem Falle die Distanzen erstmal klein halten, die Kommandos und sowas. Wann würdest du wirklich dann übergehen von diesen normalen Kommandos mit ganz normaler Gazileine, sag ich mal so, über zu einem richtigen sportlichen Set? Wann macht das aus deiner Sicht wirklich Sinn, da überzugehen? Gibt es da bestimmte Situation oder sagst du direkt anfangen, sobald alles ein bisschen steht oder wie hast du das gemacht? Hanni: Ich habe relativ zeitig damit angefangen. habe langsam Konditionen mit ihr aufgebaut, immer Kilometer für Kilometer, mit den Kommandos immer eingebaut und dann habe ich relativ schnell angefangen, sieh'n das Zuggeschirr. zu stecken, weil voran ging von Anfang an. Ich musste sie da eher immer bisschen bremsen und habe mir aber am Anfang auch immer noch eine normale Leine mitgenommen. Also sie hatte noch zusätzlich ihr Halsband um und habe sie dann halt einfach umgeschnallt sozusagen, wenn sie nicht mehr ziehen sollte in dem Sinne, weil einmal wirklich die zieht auch die 44 Kilometer einfach durch. Felix Tierwelt: Respekt auf jeden Fall. Muss man denn etwas beachten, wenn man jetzt zum Beispiel nicht nur unbedingt 5 km läuft, sondern 20 aufwärts, muss man da irgendwas beachten, was mitnehmen, zum Beispiel für die Eimer oder für den eigenen Vierbeiner? Hast du da ein Radschläge, ein Tipps oder kann man das einfach in einem Ding durchlaufen? Hanni: Ne, also durchlaufen würde ich es nicht, also ich habe immer einen... kleinen Fallnapf mit, wo Alma dann aus meiner Trinkblase, aus dem Rucksack immer Wasser bekommt. Oder ich lasse sie irgendwo im Bach trinken. dass der Hund bei solchen Distanzen Wasser irgendwo bekommt oder zur Verfügung hat, ist mit das Wichtigste. Also Leckerlis oder irgendwelches Futter unterwegs. Hab ich die Erfahrung gemacht, dass es sehr kontraproduktiv ist, weil der Hund einfach durch die Anstrengung und Aufregung sich dann natürlich übergibt. Und deswegen ist ja das Wasser. das A und O und danach ordentlich was zu fressen. Felix Tierwelt: Das habe ich mir nämlich fast schon gedacht, weil im Endeffekt, wenn man so sportlich unterwegs ist und kriegt dann noch lecker Lies oder kleine Futterstücke und sowas, das dauert nicht lange. Man muss natürlich auch aufpassen in Bezug auf Magendrehung. Das ist auch nicht ganz so ungefährlich, weil wenn man dann so sportlich so aktiv ist und dann noch Futter, das ist schon nicht ohne. Weil ich hatte nur gerade den Gedanken gehabt, deswegen frage ich dich. Weil ich habe so gedacht, ja normalerweise jeder Sportler, der trägt halt sein Wasser. oder hat dann irgendwelche anderen Sachen noch dabei, irgendwelche Gels oder irgendwas, aber bei Hunden sieht das halt anders aus. Und da ist schon, ich denke mal, das A und U ist das Wasser und der Rest kommt ganz am Ende, wenn man die Distanz oder die Einheit hinter sich hat, bevor man da irgendeine Scheiße dann sozusagen hat oder irgendwas Blödes passiert. Wir hatten es jetzt gehabt mit den Fehlern so ein bisschen. Wenn wir jetzt wirklich darüber sprechen, dass man wirklich so trainiert, trainiert, trainiert. Woran merkt man eigentlich, dass es irgendwann dem Vierbeiner zu viel wird? Gibt es da gewisse Anzeichen, gewisse Symptome, wo du sagst, bitte stehen bleiben, langsam gehen, aufhören, was ist so deine Erfahrung? Vielleicht hast du da was gesammelt mit einmal zusammen. Hanni: Ich glaube, das Wichtigste ist, wenn man merkt, dass der Hund wirklich nicht mehr kann, dass man aufhört und nicht noch sagt, das sind jetzt nur noch zwei Kilometer oder das ist nur noch ein Kilometer, schaffen wir noch, dass man da wirklich einfach aufhört und den Hund immer gut im Blick hat. Und ansonsten glaube ich, dass jeder seinen Hund sehr gut einschätzen kann oder dem ansieht, wenn es ihm beim Laufen einfach nicht gut geht. Das ist das Wichtigste. Felix Tierwelt: Also guten Gewissens einfach auch mal sagen, das reicht auch wieder da zu dem Thema, was wir vorhin schon hatten, nicht übertreiben, naja, das dankt dem Vierbeiner nicht, wenn man das dann immer mehr übertreibt, weil irgendwann kommen die Probleme und das will man nicht. Übrigens, kam gerade der Gedanke, ich finde es ultrasch spannend, auch wenn Leute zum Beispiel das gerade schauen und zum Beispiel mit Sport, das klingt ein wenig plump, aber mit Sport nichts zu tun haben, ist es ja eigentlich umso schöner laufen, also chocken zu gehen. mit dem eigenen Vierbeiner, weil man hat seinen besten Kumpel mit dabei, die eigene Fellrakete und es ist halt ganz anders und man, ich glaube auch zumindest, gut, ich bin bisher immer nur alleine gechockt, aber ist halt so, dass man einfach die Zeit, glaube ich, die geht viel schneller vorbei und das ist auch gar nicht so ein bisschen so ein Kampf innerlich, dass man denkt, ⁓ jetzt noch mal einen Kilometer und jetzt muss ich da noch hin und da noch hin, sondern ich glaube das ist so richtiger Flow oder Wie ist denn deine Meinung dazu, wenn du das einerseits siehst, wenn du alleine eine Distanz abschrubst oder abläufst gegenüber dem, wenn du mit Alma unterwegs bist? Ist das so riesengroßer Unterschied eigentlich? Hanni: Ja, also ich bin ja, weil ich beruflich unterwegs bin, gezwungen ohne Alma auch mal laufen zu gehen. Und das sind die Leute, die katastrophal sind und nicht klappen, weil ich keinen Sinn darin sehe, laufen zu gehen ohne meine Alma. Da muss ich mich extrem motivieren, das zu machen und durchzuziehen, weil es einfach so viel mehr Spaß macht, mit dem Hund zusammen zu laufen, was zu erleben, durch die Natur zu rennen. Es ist einfach viel, viel schöner. Felix Tierwelt: Ich glaube, ist ein schöner Motivationsschub für alle, mal das auszuprobieren, langsam zu starten, vielleicht mal mit einem Kilometer oder maximal zwei Kilometer anzufangen und einfach mal zu gucken, ob man Lust hat. Ich glaube, das ist schon was Besonderes. Man sammelt einfach schöne Momente mit dem eigenen Vierbeiner. Wie sieht denn das aus deiner Sicht aus, zwecks Pause und Regeneration? Sagst du von Anfang an, lieber nur einmal in der Woche gehen und gewisse Zeit einfach pausen lassen oder Was kannst du da empfehlen, wenn jemand komplett neu startet? Hanni: Also ich würde einmalisch ein bisschen zu wenig. Also ich würde auf jeden Fall, wenn ich anfange, das zweimal. die Woche machen, weil man es ja einfach aufbauen muss. Man muss Muskeln aufbauen, die Gelenke daran gewöhnen. Da wäre zweimal in der Woche schon wirklich Minimum. Und dann würde ich das immer ein bisschen steigern, dass ich irgendwie auf drei, viermal die Woche Training dann immer komme. Es kommt dann ja nicht auf die Distanzen an. Ich muss ja nicht jede Woche drei oder viermal zehn Kilometer am Anfang mit dem Hund laufen, sondern einfach, dass der reinkommt, dass die Muskeln sich erinnern, dass ich Muskeln aufbauen kann. Ich glaube, ist somit das Wichtigste. Felix Tierwelt: Und wenn man da jetzt sagt, wir fangen jetzt an, blöd ausgesprochen, zwei Mal in der Woche jeweils erst mal zwei Kilometer, erst mal, dass jemand reinkommt. Zum Beispiel jemand, der noch gar nicht so viel gechockt ist und der Hund natürlich auch nicht. Das braucht ja ein bisschen Zeit. Also sagst du, sollte zum Beispiel, Dienstag läuft man das und das nächste Mal läuft man Freitag, dass man immer so zwei, drei Tage ungefähr Pause hat oder was ist so dein bester Tipp in dem Falle? Hanni: Ne, das würde ich machen, dass wir nur 2-3 Tage Pause dazwischen sind. Natürlich dann auch spazieren gehen. Nicht deswegen nur verkürzen, weil man denkt, ach man geht ja wieder laufen, sondern ganz normal weiter spazieren gehen. Auch größere Runden und dann einfach noch einen Tag mit dem Laufen einbauen. Felix Tierwelt: Das ist glaube ich ein echt guter Satz oder besser gesagt Idee oder nicht mal Idee, sondern Ratschlag, dass man dann nicht noch anfängt die normalen Gassi-Runden zu reduzieren, sondern ganz normal weitermacht und das als Bonus sieht, nicht dass man dann noch anfängt zu reduzieren, weil dann macht es natürlich keinen Sinn, sondern dass man stetig sein Level, sage ich mal, beibehält und darauf eben aufbaut. Das finde ich gerade echt spannend, also danke, dass du das erwähnt hast, weil ich glaube viele würden dann einfach sagen, ja ich bin doch jetzt gestern schon mit meinem Vierbeiner, keine Ahnung, 5 Kilometer gechockt, jetzt brauche ich heute nichts mehr machen. So ist es dann nicht, sondern man sollte trotzdem stetig dabei bleiben, auch den normalen Gassi-Rundweg sozusagen gehen. Hanni: Ganz genau, das ist extrem wichtig, dass man da nicht denkt, ach der Hund hat gestern so viel gemacht, dann machen wir heute nur eine Mini-Runde. Auf jeden Fall die normale Runde wie immer gehen. Das ist extrem wichtig für die Muskeln und Gelenke, dass man da nicht denkt, ⁓ jetzt machen wir mal nicht ganz so viel heute. Felix Tierwelt: Ich fand ein anderes Thema sehr spannend, weil ich in dem Bereich tätig bin. Du hast es vorhin schon bisschen anklingen lassen, was die Ernährung angeht. Wie wichtig ist jetzt überhaupt die Ernährung bei solchen sportlichen Hunden wie deiner Alma? Worauf muss man da acht geben? Hast du da ein paar Tipps auf Lager? Hanni: ⁓ Man muss extrem acht drauf geben, dass man ein gutes Hundefutter hat. Das ist auch von Hund zu Hund ein bisschen unterschiedlich. Die einmal bekommt ein Futter, das mehr Kalorien hat, weil sie in der Woche viel leistet. Am Anfang habe ich das so gemacht, dass ich sie dreimal am Tag immer fest gefüttert habe. Da sind wir überhaupt leider nicht mit hingekommen, weil sie ein bisschen was an Gewicht verloren hat durch ihre Aktivität. Ich habe es so umgestellt, dass sie den ganzen Tag Futter zur Verfügung hat. Das Lustige ist, dass sie jede Nacht ⁓ halb drei frisst. Warum auch immer. Ja, genau. Das ist schon wichtig, dass man da bisschen individuell guckt, ob der Hund wirklich genug frisst, ob das ausreicht. Felix Tierwelt: denke ich auch, weil im Endeffekt kann man dann gar nicht mehr danach gehen, was zum Beispiel der Hersteller für Empfehlungen gibt an Menge oder zum Beispiel, wenn man selber kocht oder barfen möchte in der Hinsicht, man braucht halt, ich denke mal überdimensional, also in deinem Falle mit den Ultramarathons oder allgemein, braucht man halt deutlich mehr Kalorienzufuhr und das ist schon wichtig zu wissen, dass man dann halt aufpasst, nicht zu wenig, aber auch nicht zu viel, weil sonst hast du schnell mal die Scheiße mit ich sag mal Untergewicht, auch Übergewicht, Übergewicht wird wahrscheinlich schwierig, es geht halt schnell dann auch irgendwann auf die Gelenke, auf die Verdauung und so was. Da muss man schon echt extrem Acht geben. da merkt man wieder, nicht nur der Sport ist wichtig, sondern vor allem die Ernährung. Ich glaube, das macht ja meistens so viel aus, denn du bist ja Profi in dem Gebiet, was Sport angeht. Ich 20 oder 30 Prozent ist ja immer der Sport, also immer das Training. Und der Rest ist meistens immer in die Ernährung. Wenn die Ernährung scheiße ist, dann bringt dir der ganze Sport vorne relativ wenig. Oder wie siehst denn du das aus Profisicht? Hanni: Nee, ist genauso. Wir Sportler brauchen unsere Energiegels beim Training, brauchen unsere Recovery Shakes nach dem Training, wir brauchen Proteine, wir brauchen eine gesunde, ausgewogene Ernährung. Und das ist beim Hund denke ich einfach auch total wichtig, dass wenn er so viel läuft und so viel arbeitet oder mittrainiert, dass er da ein vernünftiges Futter hat, was zu ihm passt, was ihm alle Nährstoffe liefert und wo er einfach super mit zurechtkommt. Felix Tierwelt: Das ist ein schönes Schlusswort für dieses Kapitel. Ich wollte mal auf was anderes eingehen, nämlich wie sieht denn überhaupt so eine Trainingseinheit bei dir und bei deiner Alma aus? was passiert da? Macht ihr irgendwas Besonderes oder wie läuft das grundlegend ab? Hanni: Unser Training startet immer viel zu schnell, dass ich einmal bekannt führe. Die Nachbarn wissen, wenn ich loslaufe, gibt es ein Riesengebell. Dann geht es wie ein Pfeil los. Es dauert den ersten Berg, bis ich oben bin, bis einmal bisschen langsamer wird. Dann zieht einmal durch. Es ist egal, ob ich 10 km laufe oder 20 km. Alma ist erst zufrieden, wenn wir dann wieder zu Hause sind. Felix Tierwelt: Ich weiß schon mal Bescheid ist ja lustig. Also es gibt nicht irgendwas bestimmtes was ihr macht, sondern im Endeffekt Geschirr wird angezogen, ihr habt dann euer Band dran fertig und dann geht es sozusagen ab mit großem Gebell. Hanni: Ja. Felix Tierwelt: Das läuft ja. Ich hab mir so Gedanken gemacht. Vielleicht machen die zwar irgendwas Besonderes oder noch ein Aufwärmprogramm, aber du machst dich wahrscheinlich schon warm, schätze ich mal. Du läufst nicht direkt los, oder? Hanni: Ich mache mich schon warm, mache paar Dehnübungen und lockere mich vorher auf. Das muss ich aber auch im Badezimmer machen oder irgendwo anders, damit alle nicht weiß, dass es jetzt losgeht, weil sonst ist hier richtig Rambazamba. Felix Tierwelt: Das ist ja schon mal sehr, lustig auf jeden Fall. Aber ich glaube, das kann sich jeder Hundepesitzer da draußen vorstellen, weil im Endeffekt immer, wenn man die Leine schon in der Hand hat oder irgendwie raschelt und so, der Vierbeiner ist schon unterwegs und steht dann vor der Tür und will dann raus. Manche natürlich nicht, manche denken sich auch so, nee, bei dem Scheißwetter kannst du alleine rausgehen, aber ja, da ist halt das wie immer, jeder Hund ist halt unterschiedlich. Mal ganz stumpf dahingesagt, wenn wir sozusagen das mal umschreiben wie das ABC vom Laufen mit dem eigenen Vierbeiner. Was würdest du jetzt jemandem empfehlen, der jetzt ganz am Anfang steht, also der noch gar nicht selbst als Zweibeiner irgendwie mal die Distanz gelaufen ist und der Hund auch nicht. Was würdest du demjenigen raten als ich sag mal drei Schritte mäßig, wenn der jetzt anfangen möchte zu chocken. Was würdest du empfehlen, mach das, mach das, mach das. Wie sieht denn das aus? Hanni: Kaufe dir vernünftige Laufschuhe, passende Geschirr für den Hund und such dir eine kurze Strecke aus, die du immer unterteilst in 100 Meter gehen, 50 Meter laufen, 100 Meter gehen, 50 Meter laufen. Also mit ganz kleinen Schritten anfangen und dann wird man irgendwann große Erfolge haben. Felix Tierwelt: Das ist schon mal richtig gut. Noch mal zu dem Thema Schritt 1, vernünftige Laufschuhe. Was bedeutet das denn genau? Also worauf muss man nachgeben? Muss man unbedingt das teuerste vom teuersten kaufen oder ist billig immer so bisschen, wenn man billig kauft, kauft man immer doppelt? Was ist denn so deine Meinung dazu? Vielleicht hast du da ein Ratschläge. Hanni: Ja, also den meisten Fehler, den die meisten machen, wenn die anfangen zu laufen, die kaufen sich Laufschuhe, die eigentlich viel zu klein sind. Also man sollte meistens so ein oder zwei Schuhgrößen ruhig größer nehmen, weil die Füße einfach, ja, das ist ja ganz normal, die schwellen ein bisschen an. Und wenn man dann gerade bergunter läuft, dann stoßen die Zehe vorne in den Schuhen an. Dann hat man irgendwelche Schmerzen und Entzündungen, das muss nicht sein. Und man sollte wirklich darauf achten, wenn man anfängt zu laufen, dass man wirklich ein ein Schuh mit einer hohen Dämpfung nimmt, was einfach für einen selber auch, ja, gelenkschonender ist. Felix Tierwelt: Das sind schon einige gute Tipps. Ich denke, manchmal sollte man auch nicht unbedingt nur aufs Äußerliche gucken, sondern wirklich mehr technisch gucken oder sich einfach gut beraten lassen. Nicht im Internet mal shoppen und einfach drauf los. Ich glaube, das ist ganz wichtig, weil es geht ja im Endeffekt ⁓ die Gesundheit von einem selbst. Und wenn man sich da selber dann einfach schädigt aufgrund von Laufschuhen. Wir hatten es ja vorhin schon gehabt. Ich bin jetzt gerade frisch aus dem Skierlaub zurückgekommen. Und ich muss auch ehrlich sagen, mein Einer-Ski-Show war leider wenig zu eng. Oder zumindest bin ich einfach blöd und habe mir keine neuen gekauft. Und ich habe das auch gemerkt. Und das ist halt wie bei allem. Wir machen ja, sei es Skisport oder hier Joggen oder Laufen, weil wir natürlich selber körperlich fitter werden wollen. Und da sollte man sich nicht beeinträchtigen lassen. Und das ist schon ganz, ganz wichtig. Eine ganz andere Sache, was so deine Geschichte angeht. Gab es denn bei dir? Einen Lauf mit deiner Alma, der besonders emotional war, wo du ein geiles Erlebnis hattest, gab's da irgendwas, wo du drüber sprechen möchtest? Hanni: Ja, glaube der emotionalste Lauf war für mich im Oktober vergangenen Dann bin ich mit einmal das erste Mal die 44 Kilometer gelaufen und habe den, also es war im Oktober, habe die Monate vor viel mit ihr trainiert, habe sie immer das Tempo bestimmen lassen, was immer schnell war. Und das Wichtigste war für mich aber, dass wenn ich merke, dass sie nicht mehr kann oder irgendwas nicht mehr geht, dass ich aufhöre. Genau, und habe mich halt für den Wettkampf angemeldet. Es war nicht so ein typischer Tag. Ich musste sehr lange noch arbeiten und habe dann elf Stunden bis nach Österreich gebraucht mit Alma zusammen, weil nur Stau war und ich war schon mental. Ich hatte eigentlich schon gar keine Lust mehr. Dann sind wir spät abends angekommen. Ich wusste, ich muss jetzt schlafen, weil es ⁓ halb sieben morgens losging. Ich wusste, der Hund muss jetzt schlafen. Wir müssen irgendwie ausgeruht da morgen früh stehen. Ja und dann bin ich natürlich nicht eingeschlafen. Ich lag die halbe Nacht wach, weil man ist dann ja auch aufgeregt und ja und bin dann halt eigentlich an die Startlinie gegangen und hab gesagt, ich gucke wie weit wir heute kommen. Ich gucke wie gut wir drauf sind, was wir heute daraus machen. Und es war mit der schönste Lauf überhaupt. Es war bombastisches Wetter. Alma ist ohne mit der Wimper zu zucken 44 Kilometer durchgelaufen. Ich glaube, ich werde nie vergessen, wie sie sich Kilometer 37 umgedreht hat, weil ich nicht so schnell den Berg hoch war und einmal richtig laut gebellt hat. So ein Motto, jetzt mach aber mal. Genau, also ich glaube, das ist so mit einem Erlebnis, was ich mit ihr nicht vergessen werde. Felix Tierwelt: Das schon besonders. Weißens kommt es immer ganz anders, als man sich selber vorstellt. Das sind Momente, die man einfach nicht vergisst. Das ist schon etwas Besonderes. Mal auf das Thema einzugehen bei diesen Events, bei diesen Wettkämpfen. Gibt es dann auch richtig so Medaillenverleihungen und sowas in die Richtung Preisgeld? Wie läuft das ab? Ich kenne das nur vom Marathon meistens immer die ersten von einer Altersgruppe oder vom gesamten. Die dann immer irgendwas, also die werden dann ausgezeichnet oder wie läuft das da ab? Gibt es da auch sowas oder wird das anders geregelt? Hanni: Nee, das ist genauso da. Bei den Wettkämpfen kriegt sogar der Hund eine Medaille umgehangen, wenn er das möchte. Alma möchte das im Ziel nicht so gerne. Dann nehme ich immer ihre Medaille. Aber Alma hat mittlerweile unter meiner Medaillenreihe hier zu Hause auch schon ein kleines Brett, wo ihre verdienten Medaillen hängen. Und genau, dann ist es so, dass die Männer gewertet werden und die Frauen gewertet werden. Genau. So läuft das. Felix Tierwelt: Ist schon cool, aber ich denke, Alma braucht das gar nicht. Alma hat da gar keinen Bock drauf, die will einfach nur rennen, glaube ich. So höre ich das raus. Ist ja krass. Wie geht es jetzt eigentlich bei dir weiter? Wir hatten ja schon ein bisschen geschnackt, bevor wir diese Folge hier gestartet haben. Du bereitest dich ja jetzt ein bisschen vor, was den nächsten Iron Man angeht und so was. Also was geht denn eigentlich bei dir ab? Ich will gar nicht zu viel vorwegnehmen. Hanni: Okay. Ja, was geht ab in 2026? Ich hoffe viel. Ich werde jetzt die Saison starten mit einem Wettkampf mit der ALMA tatsächlich. Genau, wir werden eine Halbmarathon-Distanz laufen, weil ich einfach nicht eine Marathon-Distanz so kurz vor dem Ironman quasi noch vorweglaufen wollte. Und dann werde ich am 7. Juni in Hamburg an der Startlinie stehen, beim Iron Man Hamburg. Felix Tierwelt: Das ist schon was. Also es ist ja auch gar nicht mehr so weit weg. Wir haben jetzt gerade den 23. Februar. Die Folge kommt ja eh erst ein bisschen später. Und das ist nicht mehr so weit weg. Und vielleicht darf man das schon vorwegnehmen. Du willst ja dich in, glaube ich, in Hamburg ein bisschen qualifizieren, dass du eventuell sogar dementsprechend wohin kommst. Hanni: Ja, der große Traum von eben Triathleten ist es einmal auf Hawaii zu starten. Ab diesem Jahr, 2026, wird es wieder extrem schwer einen Platz dafür zu bekommen. Aber ja, das ist mein großes Ziel und mein großer Traum, irgendwann verdient, mir diesen Platz zu erarbeiten. Und ja, vielleicht komme ich diesem Jahr dem Ziel, dem Traum ein Stück näher. Und wenn nicht, habe ich noch einige Jahre vor mir, denen es wieder klappen kann. Felix Tierwelt: wollte ich gerade sagen. Wir drücken dir auf jeden Fall alle die Daumen, die bestimmt auch alle noch gerade zuschauen oder zuhören. Vielleicht kriegst du auch ein paar Nachrichten geschickt. Ich weiß es ja nicht. Also fühlt euch auch alle frei, wenn was sein sollte, wenn ihr euch für das Thema interessiert oder vielleicht nur Glückwünsche oder Daumen drücken, der Hanni schreiben wollt. Ich verlinke alles in der Videobeschreibung und das mal dazu. Auf jeden Fall vielen, vielen herzlichen Dank, dass du die Zeit genommen hast. Ich habe ja das immer wieder mitbekommen hier auf WhatsApp, mit meinem Status oder teilweise auf Instagram. Was du so machst an Trainingseinheiten, ist ja wirklich krass. Also das ist ja Wahnsinn. Da schon mal Hut ab, dass du dir da überhaupt die Zeit nimmst, nach den ganzen Trainingseinheiten noch mit mir hier eine Podcast-Folge aufzunehmen, ⁓ einfach den Leuten auch bisschen Mehrwert oder Einblicke zu geben in deine Geschichte, in deine Arbeit, aber auch Tipps und Tricks, was das Laufen geht, schon mal vielen, herzlichen Dank. Vielleicht hast es mitbekommen oder nicht, Hanni. Bei mir ist es immer so, am Ende von meinem Podcast hat immer der Gast Das letzte Wort und in dem Falle du. Deswegen, wenn du nur noch einen Satz an alle Hundebesitzer gerade, die gerade zuschauen oder zuhören, richten könntest, welcher wäre das? Hanni: Genießt mit eurem Hund jede Sekunde, jede Minute, jede Stunde, die ihr mit ihm habt. Macht wundervolle Abenteuer. Zeigt ihm die Welt. Nehmt seine Motivation an und genießt einfach eure unvergessliche Zeit, die ihr zusammen habt. Felix Tierwelt: Das ist ein sehr, sehr schönes Abschlusswort, vielen, vielen herzlichen Dank. Ansonsten an alle, die gerade noch zuschauen oder zuhören, ich hoffe, euch hat das auch Spaß gemacht, diese Folge hier, oder diese sportliche Folge. Ansonsten schaut gerne mal bei den anderen Folgen vorbei und weiterhin ganz, ganz viel Spaß. Tschüss!