Latest / Rheinpegel - der Düsseldorf-Podcast / Louis Vuitton auf der Kö - 1.000 Quadratmeter Luxus
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- Die Sommerferien haben begonnen und so langsam leert sich die Stadt. Ich merke das immer an den Parkplätzen. Die sind ja normalerweise, besonders hier in der Innenstadt, sehr schwer zu bekommen, vor allem zu bestimmten Zeiten. Ich bin da ja relativ rigoros, das heißt, ich stelle mich auch manchmal einfach irgendwo hin. Das geht jedoch natürlich irgendwann ins Geld. Und da es nicht Nicht nur mir so geht, hat die Stadt jetzt verkündet, dass man nach Ladenschluss auch auf ausgewählten Supermarktparkplätzen parken darf. 190 Plätze stehen für das sogenannte Feierabendparken zur Verfügung, wie mein Kollege Philipp Zeidner in einem Stück dazu schreibt. Der Grund dafür ist ja so simpel wie einleuchtend. Nachts sind diese Parkplätze ja nach Feierabend von den Supermärkten leer, während genervte AutofahrerInnen zunehmend frustriert durch die Gegendkurven und Parkplätze suchen. Eine Win-Win-Situation also. Natürlich gibt es Einschränkungen, vor allem zeitlicher Natur. Alle Details dazu kann man aktuell auf der RP-Homepage lesen. Wer sich über teure Parkgebühren wahrscheinlich nicht so viele Gedanken macht, sind die Leute, die regelmäßig bei Louis Vuitton shoppen. Das kann man hier in Düsseldorf neuerdings auf 1000 Quadratmetern. Maximilian Lovroth war in der neuen Boutique. Künstlerinnen, die aus Düsseldorf kamen oder hier gewirkt haben und um das 19. Jahrhundert lebten, sind Gegenstand eines Forschungsprojektes des Kunstpalasts. Katrin Dubois hat mir erklärt, worum es genau geht. Die EM ist fast vorbei und die Stimmung war gut. So manche Sachen, die extra für das Fußballspektakel angeschafft wurden, haben dazu beigetragen. Was davon ruhig erhalten bleiben dürfte, erzählt Marie Bockholt. Mein Name ist Tassia Kormann, ihr hört Folge 324 dieses Podcasts und der Rhein steht bei 3,86 Meter. Music. Rheinpegel, der RP-Podcast für alle, die Düsseldorf lieben. Und damit herzlich willkommen im Rhein-Pegel-Podcast, dem Podcast, in dem wir jede Woche darüber sprechen, was in Düsseldorf los ist, was die Bewohnerinnen und Bewohner bewegt, was geht. Mein Name ist Tossek Vollmann und ich darf für eine kleine wunderbare Weile diese Aufgabe übernehmen. Sebastian hat sich bei uns gemeldet mit einem Veranstaltungstipp in Benrath ist an diesem Wochenende Bierbörse. Von der Kirche bis zum S-Bahnhof. Ich denke, ortskundige Benratherinnen und Benrather wissen sicher, was das heißt. Kann man sich da durch das Angebot testen. Verschiedene Biere werden zur Verköstigung angeboten. Bei hoffentlich gutem Wetter findet das Ganze statt. Also Prost und don't drink and drive. und eine wirklich sehr schöne Nachricht hat Holger uns geschrieben. Er schreibt, super tolle Folge, hat heute mal wieder extra viel Spaß gemacht zu hören. Vielen, vielen Dank. Wenn ihr uns auch einen Veranstaltungstipp wie Sebastian oder ein Lob wie Holger mitteilen oder aussprechen wollt, könnt ihr das sehr, sehr gerne tun unter reinpegel-post.de geht das per Mail oder unter 0160 80 80 844. Da erreicht ihr uns auf WhatsApp. 1000 Quadratmeter Ladenfläche. Louis Vuitton hat sich vergrößert. Das neue Ladenlokal ist nur ein paar Meter entfernt vom bisherigen Standort. Und doch ist vieles anders. Neue Luxusmaßstäbe werden hier gar gesetzt, schreibt mein Kollege Maximilian Novroth dazu. Und nicht nur innen, Auch die über 30 Meter lange Schaufensterfront ist einmalig auf der Kö. Dafür muss das Unternehmen allerdings dann auch mehr als 200.000 Euro Miete monatlich blechen. Über das Sortiment, die Kundschaft und die Bedeutung eines solchen Ladens für die Stadt haben wir gesprochen. Hier sitze ich ein weiteres Mal mit Maximilian Navroth im Konferenzraum der Düsseldorfer Lokalredaktion. Hallo Tosja. Hallo, wie schön, dass du wieder da bist. Und wir haben ja schon das eine oder andere Mal darüber gesprochen, dass dieser Raum nun ja funktional karg ist, edel und wahrscheinlich überbordend luxuriös geht es dagegen in einer Lokalität nicht unweit von hier vor sich. Louis Vuitton hat ein neues Ladenlokal eröffnet auf der Königsallee. Du warst da zum Shoppen? Ja, ich habe es mir angeschaut. Nein, ich bin kein Luxus-Designer-Kunde, aber habe mich dafür interessiert, weil es nicht irgendein Laden ist und auch natürlich nicht irgendein Unternehmen. Louis Vuitton kennt, glaube ich, fast jeder, nicht nur in Düsseldorf, sondern irgendwie in der halben weiten Welt. Und dieser neue Laden, also die Profis nennen das ja immer Flagship-Store, Vorzeigefilial, ist einfach riesengroß. Der ist 1000 Quadratmeter groß, geht über zwei Etagen und ist auch überhaupt nicht zu übersehen. Wenn man an der Kö langläuft, waren die bisher an Nummer 20, war denen aber anscheinend nicht gut genug von der Lage und auch nicht groß genug vom Lokal. Jetzt sind sie an Nummer 28 direkt am Eingang Kö-Center und haben einfach mal 30 Meter Schaufensterfront. Das finde ich beeindruckend und irgendwie ja auch, ich bin gespannt, ob das so ein neuer Selfie-Hotspot wird in irgendeiner Art und Weise, weil so an so einem Schaufenster sich so, weißt du, wird da so lang flanieren, 30 Meter und so, also das werde ich gleich mal ausprobieren. Ich habe es witzigerweise schon gesehen bei meiner Ortsbesichtigung, da spazierte ein Pärchen raus mit zwei anderen Menschen, wo ich schätze, das waren die Eltern oder Schwiegereltern und die haben sich dann mit ihrer Louis Vuitton Tasche, ich weiß nicht, was sie gekauft haben, küssend fotografieren lassen vor dem Schaufenster von den Eltern. Sie? Also wenn ich nicht mal Trendsetterin bin, dann weiß ich auch nicht. Was ist der Unterschied zwischen 20 und 28? Also was passt an, also es sind ja in meiner Wahrnehmung nur acht Häuser weiter, das sind was weiß ich, 200 Meter. Also du hast gerade schon gesagt, es ist der Eingang zur Kühlgalerie direkt, aber also zum Kühlcenter, Verzeihung, die beiden verwechsel ich tatsächlich auch nach all den Jahren hier immer. Also was war der Grund, warum die ja doch relativ schnell, wie du in deinem Stück schreibst, da rübergezogen sind? Genau, also vergangene Woche Donnerstag hat der Laden geschlossen, der bisherige, der war 550 Quadratmeter groß und der neue hat dann am Tag danach, also vergangene Woche Freitag, aufgemacht und der ist halt fast doppelt so groß mit 1000 Quadratmetern und das ist der Hauptgrund, plus dass die halt die Fassade haben umbauen lassen. Also wenn du dir das anschaust, das alte oder das vorherige Haus war halt eine Sandsteinfassade, eher klassisch. Und das Neue ist komplett verglast und man kann auch gar nicht so viel von dem Inneren des Ladens sehen, weil da so eine Art Glasvorhang vor fast jedem Schaufenster sieht, außer vor zweien, da kann man so ein bisschen einen Blick erahnen. Und sonst ist da halt riesengroß das Logo von denen und eben dieses Monogramm LV, was ja auch so gut wie jeder kennt. Ja, wer das so alles kennt und für wen das erstrebenswert ist, da reden wir bestimmt auch gleich noch drüber. Jetzt habe ich auch ein bisschen entnommen der Stimmung dieses Stücks, was du dazu geschrieben hast, dass ja Louis Vuitton, also persönlich jetzt eh nicht, aber das Unternehmen, was dahinter steckt, das jetzt auch nicht so groß kommuniziert hat. Die haben es gar nicht kommuniziert. Das daher, der wohl versäumt haben würde, das wird keiner. Die haben ja Profis am Werk. Genau, also ich meine, die haben schon zur Eröffnung am Freitag die Stammkunden eingeladen und wahrscheinlich auch gewisse VIPs. Aber alleine, dass die an der Königsallee in Düsseldorf so präsent sind, ist halt schon Werbung und Austauschschild genug. Also alles andere erledigt die Laufkundschaft. Und das spricht sich dann ja auch rum. Also Leute, die da vorbeigegangen sind, habe ich wahrgenommen, die haben direkt den Laden entdeckt und besprochen und sind dann eben auch spontan reingegangen. Allerdings ist das gar nicht so einfach. Das wollte ich nämlich wissen, als du gerade Laufkundschaft gesagt hast, dann denke ich, es ist ja eher Stehkundschaft, also wenn man eins sieht, wenn man über die Köhe flaniert, so wie ich es natürlich oft tue, dann ist das diese Schlange vor Louis Vuitton, das hat sich ja, also genau, das ist auch noch vor ein paar anderen Läden auch irgendwie, aber es hat sich meiner Meinung nach natürlich am Anfang des ersten Lockdowns so ein bisschen ergeben, dieses Anstehen und seitdem ist es einfach, hat es nicht mehr aufgehört. Und deswegen gibt es jetzt ein paar Stränge, die ich gerne zusammenbringen würde. Also einmal, wie komme ich da rein? Wie lange muss ich anstehen? Wie benehme ich mich da drin? Und ich möchte schon mal spoilern, du hast es ja geschafft. Ja, sogar ziemlich spontan. Riecht es da drin nach Geld? Nee, das nicht. Es riecht neutral, würde ich mal sagen. Oder nach Leder. Es läuft leichte Popmusik, die Klimaanlage ist recht kühl, also man fühlt sich da irgendwie einigermaßen wohl. Normalerweise sollte man halt einen Termin ausmachen über die Internetseite. Das hatte ich zuerst vor, um einfach jetzt auch nicht unangekündigt da rein zu marschieren. Aber das geht im Moment wohl noch nicht, weil das System da noch nicht auf den Umzug umgestellt ist. Spontan geht theoretisch natürlich auch. Auch praktisch wird es dann aber so sein, dass du an geschäftigen Tagen, zum Beispiel samstags, teilweise bis zu zwei Stunden anstehen musst. So hat es mir eine Verkäuferin erzählt. Jetzt kann man natürlich sagen, ist das vielleicht so eine Masche wie bei Clubs, die darauf zählen, dass sich Leute das ja auch irgendwie dafür interessieren, wenn Leute davor stehen. Ein praktischer Grund ist aber einfach, dass die wollen, dass jeder Kunde, jede Kundengruppe von einem Kunden, Berater, Verkäufer, Kleinadvisor, wie auch immer man es jetzt nennt, begleitet wird durch den kompletten Laden von der Tür zum Sortiment, zur Kasse und dann auch wieder raus. Ja, verstehe. Das ist gewünscht wegen einer Art Exklusivität oder auch, damit man nicht aus Versehen mit seinem Rucksack was runterschmeißt, so eine Truhe für 100, 150 Euro? Ja, also ich würde sagen, Exklusivität, Sicherheitsaspekt natürlich auch. Du hast eine viel bessere Kontrolle, wer rein und raus geht. Die Leute werden auch gemustert an der Tür. Es gibt erstmal einen Sicherheitsmann, der aufmacht und guckt, wer kommt denn da rein. Und man braucht auch die Beraterin dafür, um zu wissen, was die ganzen Sachen kosten, denn Preise gibt es nicht. Okay, also verstehe. Das heißt, ich, naja, ich stelle mir jetzt vor, wenn ich da mit Termin reingehe, dann habe ich mich ja vorher vielleicht auch schon ein bisschen informiert, was ich haben möchte oder bin eh so up to date, dass ich weiß oder finanziell so unabhängig, dass es mir auch ein bisschen egal ist, aber wenn ich da jetzt reingehen wollen würde, ich mache mir einen Termin, dann, genau, frage ich die sogenannte Client Advisor, was die einzelnen Dinge kosten und dann sagen die mir das und wie ist das, also geht man dann ganz normal zur Kasse damit und dann wird es so. Genau, dann kriegst du halt die Einkaufstasche und im Laden selber, wie gesagt, hat man jetzt gar nicht das Gefühl, dass man so komplett erschlagen wird von Luxus, sondern für mich fühlt es sich eher an wie ein Designer-Museum, weil die Waren, das sind natürlich schon relativ viele auf den 1000 Quadratmetern, aber ziemlich großzügig nebeneinander angeordnet sind, fast wie in so einem Schaufenster. Also man hat das Gefühl, man läuft durch ein Schaufenster, weil da nichts irgendwie beengt an Bügeln hängt, wie in normalen Geschäften, sondern eher so präsentiert wird und ja, die besonders hochwertige Ware ist halt dann auch an so einem elektronischen Band gesichert, also wenn du da an so einer Handtasche zu stark ziehst, geht sofort ein Alarm los, der Schmuck ist natürlich eh hinter Glasfassaden, deswegen hat es auch so einen gewissen Museumscharakter. Ja, klar, it reeks Exklusivität irgendwie und Besonderheit. Und ich meine, 1000 Quadratmeter müssen ja auch irgendwie gefüllt werden, dass man da das ein wenig alles präsentiert. Ist ja irgendwie klar. Bevor wir jetzt dazu kommen, was das bedeutet für Düsseldorf und für die Köhe, ich muss einfach fragen, von welcher Preisspanne reden wir da? Konntest du das in Erfahrung? Was willst du denn kaufen? Also ich, was möchte ich denn kaufen? Darüber habe ich mir keine, wenn ich mir jetzt ein paar Badeschlappen kaufen möchte von Louis Vuitton. Die gibt es wirklich. Es gibt wirklich Schlappen, Badelatschen, die auch aussehen wie klassische Adiletten auf den ersten Blick, die natürlich ein bisschen anders sind, aber von der Verarbeitung exakt ähnlich wirken. Die kosten 550 Euro. Das habe ich in der Herrenabteilung entdeckt, fand ich irgendwie witzig, habe ich die Verkäuferin gefragt. Dann habe ich auch noch so einen herrlichen Satz aufgeschnappt von einem Typen, der hatte sich auf so einem Sofa bequem gemacht mit einem Kumpel per Video telefoniert und auch wörtlich gesagt, bin gerade bei Louis, brauche neue Schlappen. Ich glaube, er meinte Schuhe, nicht Badeschlappen. Aber ich fand es herrlich. Könnte auch ein deutscher Trap-Song sein irgendwie. Ja, es hat halt auch irgendwie gezeigt, dass die Leute da drinnen jetzt nicht aussehen, wie man sich das so vorstellt, sondern total verschieden sind. Also es gibt halt die, sag ich mal, 20-jährigen Jungsgruppen, die da mit ihren Gucci-Kappen und LV-Logo-Pullis rumrennen und die Sonnenbrillen anprobieren. Dann gibt es aber auch asiatische Familien, die in der Frauenabteilung ganz gesittet sich da normal alles anschauen. Dann gibt es russische Frauen, die sich Handtaschen angucken, deutsche Paare, die vielleicht spontan in Düsseldorf vorbeischauen. Also sehr gemischt und die Sprachen sind auch super international. Ich meine, die Marke Louis Vuitton gehört ja zu LVMH, einem der wertvollsten Konzerne in Europa, die halt sehr bekannt sind und dementsprechend auch Geld haben, da ein gutes Dutzend Kundenberater abzustellen. Und zu den Preisen nochmal, in der Frauenetage, die ja schon irgendwie der Kern des Ladens ist, im Obergeschoss, gibt es zum Beispiel Handtaschen aus Krokodilleder, die kosten 27.000 Euro. Wenn ich jetzt 700.000 Euro übrig habe. Was kaufe ich denn dann? Ja, das fand ich überraschend. Also ich meine, Handtaschen im Wert eines Neuwagens hätte man ja vielleicht noch erwartet, aber die Verkäuferin hat es sich nicht nehmen lassen, mir auch zu zeigen, was das nach ihren Angaben hochwertigste Produkt ist im Geschäft aktuell. Das ist ein Ring mit einem sehr, sehr großen Stein drauf. Ein grüner Smaragd ist das und dieser Ring soll wohl 700.000 Euro kosten. Ein einziger Ring. Wow, genau. Der meinte, es würde aber gar nicht mehr so lange sein. Der wurde halt zur Eröffnung da reingestellt und wer ihn kauft, kriegt ihn dann und dann ist er weg. Ich verstehe. Das ist ja sowieso nochmal ein ganz eigenes Thema. Das finde ich immer so spannend. Es gibt ja von diesen ganzen Designern immer genau das, was tatsächlich in Läden angeboten wird. Und dann ja aber auch nochmal das ganze Haute-Volée heißt es doch dann, glaube ich, Haute-Couture. Haute-Volée ist das, was man einfach mitnimmt. Naja, ich setze mich hier schon wieder in die Nesseln. Diese Einzelstücke meinst du wahrscheinlich? Genau, und dieses, was dann tatsächlich bei den Catwalks, also maßgeschneidert ist und dann wirklich Einzelstücke oder ganz besondere Dinge sind. Ich meine, es macht ja schon Lust, da irgendwie reinzugehen und sich das einfach mal anzuschauen, was, wie du ja jetzt schon beschrieben hast, nicht so einfach ist. Also hattest du das Gefühl, die Stimmung ist da, dass man einfach mal gucken kann, weil man sich vielleicht gerne mal in so einem Umfeld aufhält? Oder ist es eher so ein bisschen, ich habe natürlich immer sofort diesen Pretty Woman Moment im Kopf, ist das eigentlich gar nicht so gewünscht, sondern ich soll da auch reingehen, wenn ich was kaufen möchte? Ich kann es nicht so genau sagen, aber ich persönlich hatte jetzt den Eindruck, dadurch, dass der Laden ja noch neu ist und ich war ja in der ersten Woche da, haben die Erfahrung mit Leuten, die da reinkommen und erst mal gucken wollen. Ich verstehe. Und davon leben die ja auch. Ich meine, guck mal, wir reden jetzt drüber, dadurch gewinnt der Laden ja nochmal an Wahrnehmung und so wird das ja auch bei normalen Leuten so Mund-zu-Mund-Propagandamäßig funktionieren. Ich hatte jetzt nicht das Gefühl, dass ich da irgendwie blöd angeguckt werde, dass ich nichts gekauft habe, sondern ja, die haben mich normal freundlich behandelt. Ja, das ist sehr schön zu hören. Jetzt noch kurz darauf hinaus, Louis Vuitton ist ja schon lange hier in der Stadt irgendwie vertreten, aber dieses, ja doch wirklich, ich meine 1000 Quadratmeter ist eine Hausnummer in jeder Hinsicht. Was macht das nochmal für den Standort Kö, für Düsseldorf, also wird damit gerechnet, dass noch andere Menschen dann hier, mehr Luxustourismus ist auch so ein Wort, was ja dann fällt. Ja, genau so ist es. Also ich habe mit Peter Wien gesprochen, der ist Vorsitzender der IG Kö, Interessengemeinschaft Kö, also der oberste Lobbyist dieser Luxusmeile und er hat ganz klar gesagt, der Laden ist ein Riesengewinn für uns, also für die Königsallee, aber er meinte auch für Düsseldorf. Und man könnte diesem Unternehmen dankbar sein, dass die sich hier so breit machen, weil das eben zeigt, dass es ein sehr attraktiver Standort ist. Und ich meine, wenn man sich Deutschland anschaut, gibt es ja neben der Kö vielleicht nur noch die Maximilianstraße in München, die so eine Dichte an internationalen, sehr teuren Labels bietet, die aber eben dann auch bereit sind, die entsprechende Miete zu zahlen. Weil der Laden kostet Louis Vuitton, wie ich gehört habe, mehr als 200.000 Euro Miete im Monat. Das muss man ja auch erstmal sacken lassen, also zweieinhalb Millionen Euro im Jahr. Aber da kann man sich dann drei Ringe für kaufen, wenn man spart. So, und das bringt Geld in die Stadt. Die Leute, die kommen, bringen Geld in die Stadt. Vielleicht kommt jemand aus Dortmund extra wegen des Ladens nach Düsseldorf, geht noch woanders hin, isst ein Eis, kauft was bei anderen Läden. Dann war ich bei der Kinder-Luxus-Modehändlerin Barbara Freer im Kühlcenter, die die vergangenen Monate sehr leiden musste, weil es einen riesen Bauzaun gab von Louis Vuitton, der quasi fast den kompletten Eingang dieses Kühlcenters versperrt hat. Sie hatte Tage komplett ohne Umsatz. jetzt ist der Zaun weg, der Laden ist offen, also dieser Louis Vuitton-Laden und sie sagt sofort, kommen hier mehr Leute rein, weil diese Laufkundschaft, die kriegen mit, da sind noch mehr Läden und dann strahlt das halt ab. Ich verstehe. Aber das finde ich spannend zu hören, weil ich hätte jetzt eher gedacht, weil es ist ja auch einfach sehr präsent, also es ist schon so ein bisschen breit gemacht im besten Sinne meinetwegen, aber es ist ja schon sehr präsent. Selbst für Köhmer stebe riesig. Und da wäre jetzt die Frage, ob das dann halt den anderen irgendwie, Dior ist ja auch, Weiß ich zufällig, ist ja auch nicht weit, ne? Total, ja. Also, dass das irgendwie sich so gegenseitig abnimmt, aber wahrscheinlich, wenn ich da regelmäßig shoppe, habe ich auch meine Lieblingsläden und sowieso die Stammläden, wo ich hingehe und weiß. Und es ist ja auch einfach, ehrlich gesagt, ein Industriezweig-Luxus für Düsseldorf extrem wichtig. Ich meine, wir haben Luxushotels, wir haben Luxuslabels, die sich an der Kö breit machen, wir haben Luxusimmobilien, Luxusärztinnen und Ärzte. Diese Leute leben hier, die da mitarbeiten, es sind viele Arbeitsplätze und ich finde das, klar kann man jetzt sagen, jetzt gilt Düsseldorf hier wieder als Reichenstadt, aber ich finde, man kann das auch irgendwie als Kompliment dafür sehen, dass die Köhe einiges richtig macht, ebenso als Luxusmeile auch weiter zu wachsen. Ja, und was ich sagen möchte, außer dass ich mich natürlich gerade falsch rumgerechnet habe, ich kann für drei Monatsmieten, kann ich einen Ring kaufen. Mein Gott, immer dieses mit Mathe. Möchte ich auch sagen, ich besitze ein Stück von Louis Vuitton. Kein Ring, sondern eine Tasche, so einen relativ großen Weekender, den habe ich geerbt von meiner Großmutter. und der ist sicher 40 Jahre alt. Also das ist ja auch dann am Ende was, jetzt müssen wir nicht darüber sprechen, was das für Qualität ist, aber irgendwie es ist ja schon, also es ist mir jetzt nicht unbedingt super wichtig, aber natürlich hänge ich auch emotional an dieser Sache, aber irgendwie ist das ein schönes Ding. Also ich finde, das ist immer so ein bisschen die Gefahr, wenn man dann auch spricht von, oder was heißt Gefahr, ist ein viel zu großes Wort, aber so Luxustourismus und so, dass es so inflationär wird. Also ich gehe ja auch nicht davon aus, oder ich habe ja, behaupte ja gar nichts, oder der Eindruck ist ja nicht da, dass alle Leute, die da reingehen, einfach so, das nehme ich, das nehme ich, ist doch egal, sondern dass man sich da auch vielleicht, genau, in so einem schön gestalteten Ladenlokal umguckt und dann denkt, okay, ich habe eine Sache, die möchte ich mir vielleicht auch gönnen oder leisten oder auch mal weitergeben oder so. Das ist ja in diesem Segment, das spielt ja alles zusammen. Natürlich auch das andere vielleicht so ein bisschen, ne, so haben, haben, schnell, schnell, so, aber also genau, das wollte ich noch hinzufügen. Ja, siehst du, dann würdest du mit deiner an, wie sie halt noch mal mehr Vielfalt in diesen Laden reinbringen. Das zeigt ja dann alleine, wie weit das geht. Ich gehe auch gleich. Ich danke dir sehr für dieses Luxusgespräch und bis zum nächsten Mal. Happy Weekend. Bis bald. Tschüss. Music. Die meisten Malerinnen, die in der Düsseldorfer Kunstszene zwischen 1820 und 1920 aktiv und durchaus erfolgreich waren, sind heute vergessen. Mit Katrin Dubois, der Leiterin der Sammlung für Malerei bis 1900 im Kunstpalast, habe ich über die Gründe dafür, ihr aktuelles Forschungsprojekt zu dem Thema und die damit verbundene Ausstellung gesprochen. Ich sitze im Hofgarten, draußen ein Open-Air-Gespräch, nicht weit entfernt vom Kunstpalast. Und dass ich hier sitze, liegt unter anderem an Ihnen, Frau Dubois. Sie sind die Leiterin der Sammlung für Malerei bis 1900. Wir sind nicht unweit des Kunstpalastes und aus diesem Kunstpalast haben Sie einen Aufruf gestartet, beziehungsweise ein Forschungsprojekt ins Leben gerufen. Es geht um Künstlerinnen in Düsseldorf, aus Düsseldorf. Genau, also wie das mit Düsseldorf zusammenhängt, ist in den Fällen jedenfalls ein bisschen unterschiedlich. Aber es geht um Künstlerinnen, die hier, viele von ihnen haben hier studiert, andere sind hierher gekommen, um hier zu arbeiten und wir beschäftigen uns genau mit der Zeit, in der sie aber noch nicht an die Kunstakademie durften, weil sie dort ausgeschlossen waren. Und das ist so bis ungefähr 1919 der Fall, ab 1919 hat man dann zumindest. Eine eigene Institution angegliedert, die Frauenkunstschule, die dann so in den Folgejahren in die Akademie überging. Also es geht um den Zeitraum davor. Ich verstehe. Wie ist es dazu gekommen, dass Sie sich, also jetzt wissen wir ja, dass Sie für eine bestimmte Zeit auch zuständig sind. Das heißt, es hat wahrscheinlich damit zu tun, dass Sie sich mit Kunst aus dieser Zeit beschäftigen. Was ist der Ursprung, dass es um diese Künstlerinnen geht? Also warum und warum jetzt? Also ist es vielleicht was zeitgenössisches, dass es jetzt dieses Thema wieder mehr aufkommt? Also es ist natürlich auch immer wieder schon was zu den Künstlerinnen gemacht worden. Aber es ist nie so richtig umfassend, überblickend in einem großen Projekt passiert. Also es waren verschiedene Leute schon an dem Thema dran. Es ist auch in den 90er Jahren ein Lexikon zu Düsseldorfer Künstlerinnen und Künstlern erschienen, wo auch viele Frauen dann sehr verdienstvoll aufgearbeitet wurden für diesen Anlass und so. Aber das Überblickende, das ja auch wichtig ist dafür, dass man so auch als Interessierter, vielleicht auch als Journalistin oder Journalist, als jemand, der schnell Informationen braucht, dass man da mal schnell reinguckt und guckt, was war denn da überhaupt? Das gibt es so in der Form eben noch nicht und das war uns sehr wichtig. Und das passiert natürlich auch aus der Wahrnehmung heraus, dass da wahnsinnige Lücken sind, auch in unserer eigenen Sammlung weiterhin, auch wenn wir uns drum bemühen und dass eben dieser Wissensmangel auch weiterhin da ist und vieles einfach, ja, vieles noch so sehr nebulös ist und das nicht sein sollte. Was bedeutet Lücke? Das habe ich mich sofort gefragt. Also was können Sie da eine Zahl sagen oder also wie groß ist diese Lücke? Also wir haben, man muss sich so vorstellen, wir haben ungefähr so roundabout 1000 Gemälde aus dem Umfeld Düsseldorfer Malerschule in der Sammlung. Und davon sind ein gutes Dutzend Frauen, also 15, wenn ich mich jetzt nicht täusche, ich bin so schlecht mit Zahlen. Aber genau, davon reden wir. Und das ist schon die Zahl, nachdem wir uns in den vergangenen Jahren und auch schon seit dem Jahrtausendwechsel im Prinzip, man da mehr einen Fokus drauf gelegt hat. Aber das ist ja immer noch wenig. Ja, vor allem weil ja sehr, sehr wahrscheinlich ist, dass es trotzdem sehr viele Künstlerinnen gab in allen Zeiten, die gewirkt und gewerkt haben. Also wie Sie eben schon erwähnt haben, die durften dann an den Akademien und auch hier in Düsseldorf. Nicht sich einschreiben oder nicht offiziell quasi auftreten, wenn ich das richtig verstehe? Ja, offiziell auftreten schon, aber sich eben nicht einschreiben. Genau so meine ich. Also durften nicht offiziell da studieren, aber haben ja natürlich schon gemalt und geschaffen. Wie spüren Sie diese Frauen auf? Also wie kommen Sie an die Infos? Also woher wissen Sie, da gibt es doch noch jemanden? Also wir sind da schon seit ein paar Jahren jetzt auch dran, so mit diesem Forschungsprojekt, was Sie gesagt haben. Und da haben wir natürlich aufgebaut auf das, was andere auch schon gemacht haben. Es gab da schon eine Liste meiner Vorgängerin auch, die auch ganz viele Frauen drin hatte. Die haben wir uns genommen und haben angefangen weiter zu gucken, eben auch nochmal Quellen systematisch anzugucken, wie die Adressbücher Düsseldorfs, wo dann mit Malerinnen eben auch, Frauen auftauchen oder natürlich auch jede einzelne Frau nochmal genauer zu gucken, was da so die Umstände waren, auch in Archive zu gehen natürlich. Einfach alles, was uns eingefallen ist, zu tun, um auch mal auf so eine Zahl zu kommen, auch das mal quantitativ anzugucken. Und was daraus bisher geworden ist, also wir haben gestartet mit so 160 Namen, es waren auch damals schon mal Listen mit 200 Namen irgendwie so, die da schon bestanden und wir sind jetzt bei 470. Also es hat sich schon einfach einiges so ergeben. In welchem Zeitraum war das dann jetzt? Das ist 19. Und frühes 20. Jahrhundert, also eben bis 1919 waren die hier in irgendeiner Form hier und wir haben das Forschungsprojekt gestartet mit 18, 19, was die Neubegründung der Akademie war, aber es dauerte dann noch so ein bisschen, bis wirklich auch mehr Frauen hier waren, so bis in die späten 30er Jahre eigentlich, bis das so richtig losging. Ja, ich verstehe. Sie suchen die Frauen und dann archivieren sie quasi oder sammeln dann die Werke, die vielleicht auch verloren gegangen sind, weil das stelle ich mir den nächsten Schritt vor. Also dann haben sie einen Namen und dann ist ja auch irgendwie, ist ja wahrscheinlich auch was entstanden? Genau, also wir. Einmal machen wir diesen weiten Blick, das sammeln wir auch in einer Liste, auch einfach, um einen Überblick zu bekommen und Informationen zu sammeln, die dann wieder irgendwie das Gesamtbild sozusagen puzzelartig vervollständigen. Und dann gibt es einzelne Künstlerinnen, mit denen wir uns genauer beschäftigen, wo wir auch genauer gucken, was ist denn da noch greifbar von ihrem Werk, was gibt es da in öffentlichen Institutionen, was ist im Auktionshandel in den vergangenen Jahren aufgetaucht und so weiter. Und was genau, wo gibt es vielleicht sogar noch Nachlässe. Das können wir natürlich nicht für alle machen, aber also die gibt es und eine Auswahl davon wollen wir eben auch natürlich in der Ausstellung zeigen. Also es läuft ja auf einer Ausstellung auch hinaus und da geht es natürlich vorrangig um die Werke, die wir überhaupt, die gut sind. Das ist richtig. Also es gibt ja bei jedem Künstler auch und bei jeder Künstlerin da einfach Schwankungen, dass wir gucken, was ist da wirklich toll und was können wir überhaupt bekommen? Ich verstehe. Auf die Ausstellung können wir gleich sehr gerne noch etwas genauer eingehen, genauso wie auf die einzelnen Künstlerinnen, auf die sie sich jetzt quasi fokussieren. Ich frage mich, Frauen war es lange Zeit verwehrt, an der Kunstakademie zu studieren. Es gab sie trotzdem. Also, dass es auch ein wahrscheinlich großes Netzwerk an Künstlerinnen gab, stelle ich mir auch vor, weil wenn man selbe Interessen hat, das kennen wir ja heute auch, dann tut man sich irgendwie zusammen. Also gab es das, ist das bekannt, dass es hier dann in dieser Künstlerinnen-Szene losgelöst quasi von den Männern auch zusammenarbeiten gab oder halt ein Netzwerk, wo sich ausgetauscht wurde, wo sich unterstützt wurde? Ja, auf jeden Fall. Also auch vor allem dann später haben sie auch richtig Vereine gegründet. Das war in Düsseldorf eher ein bisschen spät, 1911, da gab es das in Berlin und München längst, also in anderen Städten. Aber das gab es hier eben auch. Es gab aber natürlich informelle Netzwerke immer. Also man weiß eben von den Freundschaften von einzelnen Künstlerinnen und es gab ja auch viele Frauen, die aus dem Ausland hierher kamen. Also gerade da war natürlich irgendwie vielleicht eine stärkere Bindung. Und auch insgesamt natürlich hat man sich austauschen müssen zu den einzelnen Bedingungen. Man hat ja auch oft bei denselben Privatlehrern studiert. Also der Ausschluss aus der Akademie bedeutet ja letztlich, dass man Privatunterricht nehmen musste. Und ja, das war aber auch teuer. Also das konnte natürlich auch nicht jeder, jede. Genau, und da hat man sich natürlich auch letztlich dann bei diesen Lehrern kennengelernt. Ich verstehe. Was dann auch wieder Männer waren wahrscheinlich? Oder gab es auch so ein paar Frauen, die das sozusagen übernommen haben? Also gab es dann da so? Also es gab auch in der Anfangszeit schon einzelne Frauen, von denen man weiß, dass sie auch selber Schülerinnen hatten. Und gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde es dann immer mehr, dass sich so private Malschulen gründeten, dass man das so ein bisschen professionalisiert hat und Anzeigen geschaltet hat. Es gab ja auch mehr Zeitungen. Die dann wiederum jetzt Ihnen zugutekommen, weil man da ein bisschen gucken kann, wer sich da so... Ja, wer eben Privatunterricht angeboten hat und darunter waren eben auch Frauen, also zum Beispiel Paula Monnier, die eine interessante Künstlerin ist, die wir auch in der Sammlung haben, die hat Privatunterricht gegeben und zwei Frauen, Else Neumüller und Hanni Stüber, die haben über sehr lange Zeit, noch bis 1930, wenn ich mich recht entsinne, eine Malschule gehabt und eben auch viele Frauen, Frauen dann ausgebildet. Eine Sache habe ich mich auch gefragt, also dass es jetzt irgendwie Netzwerke gibt, wo man sich zusammentut, ist das eine und dann genau über vielleicht ein paar Umwege trotzdem an seinen Unterricht und seine Ausbildung gekommen ist. Auch ist es ja nicht ganz unüblich, dass sich vielleicht Frauen in Bereichen, in denen sie nicht so sehr in Erscheinung treten konnten, aber wollten, sich vielleicht an die Männer gehalten haben, die das gemacht haben. Also es gibt ja viele KünstlerInnen-Ehen, wo dann vielleicht der Mann quasi als Künstler in Erscheinung getreten ist oder Musiker, Komponist, was auch immer und die Frau aber dieselbe Profession hatte und vielleicht mitgearbeitet hat, also ein bisschen im Hintergrund inspiriert oder wie auch immer man das elegant ausdrückt. Sind solche Sachen auch bekannt? Ja, auf jeden Fall. Und da gibt es natürlich so das ganze Spektrum. Also von Frauen, wo man dann mitkriegt, dass die eigentlich nicht mehr selbst in Erscheinung treten und so die gesellschaftliche Erwartung dann auch erfüllen, Hausfrau und Mutter zu sein und ihrem Mann zur Verfügung auch zu stehen. Auch Fälle, wo es Quellen gibt, wo Frauen äußern, dass sie das bereut haben. Also ganz speziell dann wegen der Kunst oder auch einfach generell? Ja, ganz so genau kann man das nicht immer wissen, aber in diesem einen Fall, das ist eine Künstlerin, Adeline Jäger heißt die, die eine erste Ehe ausgeschlagen hat. Also die wollte nicht und dann hat sie das irgendwie ihrer Familie vermittelt, aber irgendwie hat man sie dann doch gedrängt zu heiraten. Und ja, da gibt es von dem Mann auch zur Hochzeit dann so Reime, in denen aber ganz klar irgendwie auch formuliert ist, dass das jetzt den Abschied aus dem Atelier bedeutet. diese Ehe. Also das ist natürlich auch was, was in anderen Fällen, also da hat man es einmal so schwarz auf weiß sozusagen und von ihr wiederum spätere Lebenserinnerungen eben, dass sie diese Ehe bereutete. Sie hat weiterhin gemalt, Porträts hauptsächlich und so, aber das war sicherlich ein starker Einschnitt für sie. Andere, die haben neben ihren Künstler-Ehemännern weitergearbeitet, aber dann zum Teil eben in so als typisch weiblich erachteten Bereichen, also die haben und dann so Randzeichnungen, Illustrationen, Blümchen gemacht und so, obwohl sie vermutlich auch andere Sachen gekonnt hätten. Und dann gab es natürlich auch Malerinnen, die schon ihren Weg irgendwie eigenständiger gegangen sind, neben ihren in der Regel Künstlermännern oder die eben Verständnis dafür hatten und die auch von ihren Männern gefördert wurden zum Teil. Und sind das dann Frauen, die auch tatsächlich jetzt in der Nachwelt sozusagen ein wenig präsenter sind oder ist das alles? Mal so, mal so, würde ich sagen. Also es gibt zum Beispiel eine norwegische Künstlerin, wir haben ja auch eben einige internationale Künstlerinnen gehabt, die hier und ihr Mann war Kunsthistoriker, auch ein wichtiger Kunsthistoriker für Norwegen und da weiß man, dass er sie total unterstützt hat und so und sie ist in Norwegen schon präsent. Ich verstehe. Hier kennt man sie noch nicht so. Ja, ich verstehe. Das wird dann mit unserer Ausstellung. Die Ausstellung, wann findet die statt, wann ist die Eröffnung? Ende September nächsten Jahres. Und in Ihrem Aufruf, also ich sage das doch richtig, Sie haben einen Aufruf gestartet, dass man sozusagen mal wühlen soll in den Archiven, die man vielleicht zu Hause hat oder mal gucken, ob man die Namen kennt. Was da so hängt oder in den Schubladen liegt. Oder was vielleicht die Hochgroßtante war. Und da geht es ja um ein paar Frauen konkret. Wollen Sie die vielleicht einmal erläutern? In der Ausstellung. Also zum Beispiel gibt es zwei Künstlerinnen, wo wir wirklich nicht wissen, was mit diesen ganzen Gemälden, die die geschaffen haben müssen, passiert ist, weil die auch in den historischen Quellen immer wieder auftauchen, ganz präsent gewesen sein müssen. Das ist einmal Marie Wiegmann, die hat einen Professor der Kunstakademie hier dann geheiratet und Ernestine Friedrichsen. Die beide, also Marie Wiegmann hat auch Porträts gemalt. Es gibt da auch ein paar Dinge in Museen. So ist es nicht. Also es ist nicht, dass man da so ganz blank dasteht, aber es ist eben weitaus weniger, als wir das erwartet hätten am Anfang des Projekts. Und die war auch hier ansässig. Also da wäre es ganz, ganz toll, wenn sich da noch das eine oder andere finden würde. würde, vielleicht bei jemandem zu Hause. Und das Gleiche gilt für Ernestine Friedrichs, sind die eher so Genre-Bilder, also so aus dem täglichen Leben Situationen so irgendwie. Auf der Straße oder bei jemandem zu Hause Figuren, die irgendwas machen, so gemalt hat. Die ist auch so eine, wo wir nicht so recht weitergekommen sind und wo wir uns ein bisschen was erhoffen würden. Eine Künstlerin, die mir auch besonders am Herzen liegt, ist Elisabeth Jerichau Baumann. Die war im 19. Jahrhundert wirklich wahnsinnig bekannt, also für eine Frau muss man immer dazu sagen. Und sehr, sehr erfolgreich. Die war auch mit einem Künstler verheiratet, einem Bildhauer. Letztlich hat sie auch einen großen Teil des Geldes verdient für die Familie. Und darüber hinaus war sie natürlich auch noch Mutter. Also das Ehepaar hat neun Kinder bekommen, sieben davon hat sie großgezogen. Und sie war eben neben dieser Rolle, neben der Ehefrauenrolle, neben der Künstlerin, die sie ja ganz praktisch sein musste, auch eine wahnsinnige Geschäftsfrau, hat ihre eigene Kunst europaweit an den Mann gebracht und auch noch ihren Mann mit sozusagen promotet. Und ja, das sind so Fälle, wo man sieht einfach, welche Energie und Kraft da manchmal hinterher gestanden hat. Ja, und eine interessante Sache ist ja immer zu beobachten, wie das vielleicht auch, ja, hat sich da sehr, sehr viel geändert. Ich meine, wir reden jetzt über einen Zeitraum, das ist über 100 Jahre her und die Frage ist halt, hat sich sehr viel verändert? Es haben sich natürlich Sachen verändert, aber die Themen, mit denen sich vielleicht heute beschäftigt wird und beschäftigt werden muss, sind ja auch immer noch irgendwie klassisch aufgeteilt. Also haben Sie da auch den Anspruch, ganz sicher, aber auch eine Idee, das quasi zu verknüpfen? Also die Frauen damals, die künstlerisch tätig waren mit den Frauen, die es heute sind? Wir werfen den Blick natürlich aus dem Heute da drauf. Und das ist uns auch ganz, ganz wichtig, dass wir das tun und dass wir gerade auch Themen dann vielleicht mehr in den Vordergrund rücken, die heute auch noch eine große Relevanz haben. Care-Arbeit ist eben so eine Sache. Also in welchen sozialen Situationen die Frauen irgendwie damals eben arbeiten mussten. Und da fällt natürlich der Gedanke zum Heute irgendwie dann nicht allzu schwer. Und wir versuchen das auf verschiedenen Ebenen, so diesen heutigen Blick mit reinzubringen, auch in der Vermittlungsarbeit und eben daran anzuknüpfen. Eben, es ist viel passiert, es sind ganz entscheidende Dinge passiert, aber der Weg ist noch nicht zu Ende gegangen. Und das ist bei so einem Thema natürlich total wichtig auch zu reflektieren. Ja, das stimmt. Die Vorurteile, die es damals gab, die es auch heute zum Teil noch gibt. Ja, welche meinen Sie zum Beispiel? Naja, das, was auch in anderen Berufsfeldern Frauen begegnet, zum Beispiel eben, was die Vereinbarkeit von Familie und Beruf angeht, solche Dinge. Ja, das ist natürlich mit neun beziehungsweise sieben Kindern ein noch sehr, sehr, sehr anschauliches Beispiel. Und das gibt es heutzutage sicher ganz, ganz genauso. Das stimmt. Genau. Und darüber hinaus gibt es natürlich viele andere auch. Hier zuhöre und denke, ach irgendwie, ich weiß, im Wohnzimmer hängen irgendwie drei Bilder. Also was mache ich dann? Dann rufe ich sie an, dann komme ich vorbei, dann melde ich mich. Am besten ist es natürlich immer, gerade weil es um Bilder geht, per Mail, direkt mit einem Bild und einen kurzen Hinweis, was es ist und in welchem Bezug man dazu steht oder was man weiß. Und ich versuche, mich natürlich zurückzumelden, sobald es irgendwie geht und das nicht versanden zu lassen, um Gottes Willen, in jedem Fall. Und ja, ich melde mich dann zurück und wir schauen mal, was es ist und was für Erkenntnisse man daraus gewinnen kann. Ja, haben Sie schon Überraschungen erlebt jetzt im Zuge dieses Forschungsprojektes? Also ist Ihnen eine Künstlerin untergekommen, die Sie vielleicht gar nicht auf dem Schirm hatten erst? Oder haben Sie ein Werk entdeckt, was irgendwie, also? Ja, ich auch. Ich kannte natürlich viele dieser Künstlerinnen vorher nicht. Also es werden Einzelne dabei sein, dann auch letztlich in der Ausstellung, die man vielleicht dann doch kennt, also zum Beispiel, aber dann vielleicht nicht mit Düsseldorf in Verbindung bringt. Gabriele Münter zum Beispiel, die ja eine so der bekanntesten Expressionistinnen ist, die war hier in Düsseldorf für eine kleine Zeit, aber das wird natürlich auch eine Rolle spielen. Also das ist sehr unterschiedlich, aber ja, jetzt mittlerweile sind die mir so vertraut, dass es mir schwerfällt, darauf zu antworten. Aber da gab es zum Beispiel Gertrud von Kunowski, sagt wahrscheinlich auch keinem was. Die hatte hier mit ihrem Mann auch eine eigene Kunstschule und war wahnsinnig wichtig. Und es waren viele Frauen eben bei den beiden und auch bei ihr studiert. Und das ist so einer, die man auf jeden Fall entdecken kann in vielen anderen mehr. Ja, ich verstehe. Und was wäre Ihr Wunsch für das weitere Fortgehen dieses Projektes? Also, dass aus diesen etwas über 400 Frauen immer noch mehr werden? Ja, wichtig ist natürlich auch, dass das jetzt nicht wieder mal so ein Projekt ist, mit dem dann alles endet. Sondern mit diesem Sammeln auch von Informationen ist natürlich schon auch der Hintergrund, Und dass wir das irgendwie weiter zusammentragen wollen und dann auch Auskunft geben können irgendwie über die Künstlerin und sich da was weiterentwickelt. Und eben diese Situation, man hat sich ja schon viel mit den Frauen beschäftigt, aber es scheint immer so, dann wieder zu einem Stillstand zu kommen und doch nicht so im öffentlichen Bewusstsein festzusetzen. Und dass wir da so einen Schritt weiterkommen, das wäre doch schön. 2024, 2025, 2026. Das wäre sehr, sehr schön. Ich freue mich auf die Ausstellung und ich werde bei Zeiten auch dann noch einmal darauf hinweisen. Ich danke Ihnen sehr für dieses schöne Gespräch hier in der Sonne mit Vogelgezwitscher und bis zum nächsten Mal. Tschüss. Music. Die EM neigt sich dem Ende und nicht nur die gute Stimmung bleibt im Gedächtnis, auch einige der Dinge, die extra für die Großveranstaltungen in Düsseldorf eingeführt oder aufgebaut wurden, haben Eindruck hinterlassen. Marie Bockholt hat sich Gedanken darüber gemacht, welche davon so schön oder so praktisch waren, dass die Stadt eigentlich daran festhalten sollte und die teilt sie mit uns. In unserer eigenen kleinen Fanzone, aka dem Besprechungsraum der Düsseldorfer Lokalredaktion, sitze ich mit Marie Bockholt. Marie, du hast oder tust es immer noch die EM ganz besonders auf dem Schirm in diesem Jahr. Bist du ein Fußballfan? Ist das dein Thema oder hat sich das jetzt einfach so ergeben? Ja, hallo und danke für die Einladung. Ja, war nur sehr schön, dass du da bist. Genau, ich war früher tatsächlich ganz großer Schalke-Fan, da war ich aber so 14 oder 15 Jahre alt. Genau, jetzt habe ich mich ein bisschen tatsächlich gewendet vom Fußball, aber genau, bin jetzt bei der EM begeistert dabei und gucke auch alle Spiele ganz fleißig. Ah, okay. Dann warst du auch schon in der einen oder anderen Fansong oder machst du das eher so entspannt im privaten Umfeld oder stürzt du dich ins Getümmel, auch wenn du nicht sozusagen schreiberisch aktiv bist darüber? Genau, beides schon. Also ich habe schon in der Fanzone am Burgplatz und am Schauspielhaus da war ich schon. Und aber auch schon im Garten bei Freunden und habe da das Achtelfinale Deutschland gegen Dänemark gespielt. Verstehe. Jetzt ist ja Deutschland gegen irgendwen wird jetzt nicht mehr passieren. Das ist jetzt allen seit einer Weile schon klar. Trotzdem ist und war vor allem diese EM ja hier in der Stadt sehr, sehr präsent. Es war sehr zu spüren. Du hast ein sehr schönes Stück darüber geschrieben, was wir in Düsseldorf auch nach der EM dringend behalten möchten, sollten, wollen. Darüber sprechen wir gleich. Aber vielleicht kannst du einmal ganz kurz so einen Rundumschlag oder so einen Eindruck geben. Wie hast du das empfunden bislang? Wie fandest du die Stimmung? Sind dir irgendwelche Geschichten, Anekdoten im Kopf geblieben, die da drumherum passiert sind, über die du vielleicht berichtet hast oder die du einfach so mitbekommen hast? Ich glaube, was in der Stadt ja ein großes Thema war und was mich auch am meisten fast beeindruckt hat, waren diese großen Fanwalks. Da sind ja wirklich teilweise mehr als 8000 Leute vom Rheinpark oder vom Aquazoo aus zum Stadion gelaufen zu Fuß. Ich bin zweimal mit dem Fahrrad aus Versehen mitten rein. Oh ja, genau. Da habe ich mir nicht richtig mitgedacht. Ja genau, auf der Theodor-Heuss-Brücke, da hat sich dann auch immer mehr eine Gruppe an Schaulustigen angesammelt. Also beim ersten Mal waren es noch relativ wenig, zum Schluss dann genau immer mehr. Ja, genau. Und das war schon, finde ich, sehr beeindruckend. Die Stimmung, wie alle gesungen haben, gehüpft sind und ja eigentlich schon auf dem Weg zum Stadion gefeiert haben. Und das hat ja auch die Düsseldorfer Stadtgesellschaft mitgenommen. Ich erinnere mich zum Beispiel an eine Seniorin, die von österreichischen Fans angeleitet diese Laola-Welle von ihrem Balkon gemacht hat. Die habe ich hinterher auch noch besucht. Und die hat mir eben auch gesagt, dass sie sehr beeindruckt war von diesen Fanwalks. Ich verstehe. Ja, irgendwie, ich weiß nicht, ob es so ein bisschen der fehlende Sommer wettertechnisch ist, aber das hat schon so ein bisschen Leichtigkeit reingebracht. So ein bisschen draußen spielen sich Sachen ab und man kommt irgendwie zusammen, natürlich in sehr, sehr großem Stil bei diesen Fanwalks, aber auch so ein bisschen, wie du sagst, man guckt im Garten, man ist irgendwie draußen. Also ich jetzt ehrlich gesagt persönlich nicht so sehr, was einfach damit zu tun hat, dass ich nicht so fußballbegeistert bin, aber natürlich bekommt man das irgendwie mit. Ich habe mitbekommen, dass die schottischen und englischen Menschen hier die Stadt ja quasi für eine kleine Weile, naja übernommen möchte ich nicht direkt sagen, aber zumindest die Biervorräte in Gefahr gebracht haben. Warst du auch manchmal so, also bist du abends nochmal irgendwie in die Stadt gezogen? Also standst du auch mal vor leeren Zapfhähnen? Nee, das zum Glück nicht. Das ist mir nicht passiert. Also wie jetzt schon gesagt, das ist alles irgendwie leicht. Es sind bestimmt auch Dinge passiert, die am Rande passieren. Immer Dinge, die nicht so schön sind. Das möchte ich natürlich nicht ignorieren. Aber trotzdem geht es hier jetzt eher um die Dinge, die vielleicht ein wenig auch diese Stadt... Vielleicht sogar verändert haben oder verändern können. Das erzählst du uns jetzt gleich. Aber ich habe tatsächlich das Gefühl, dass es was Positives reingebracht hat, was ja vielleicht in Zeiten wie diesen, wie man so oft und leider sagt und sagen muss, auch nicht selbstverständlich ist, oder? Das ist so. Genau, das habe ich auch. Und genau, das bestätigt ja eigentlich auch die Polizei. Also die sprechen ja bisher auch von einem sehr friedlichen Fest in Düsseldorf. Ja. Was sind die Dinge, von denen du das Gefühl hast, dass die sind während dieser EM irgendwie so gut gelaufen oder haben sich so gut etabliert. Das wäre doch schön, wenn das jetzt irgendwie bleibt. Wir haben in der Redaktion uns ein bisschen überlegt, was vielleicht auch Kleinigkeiten sind, die wir vermissen werden, wenn sie weg sind. Und uns sind zum Beispiel eingefallen die Toiletten im Rheinpark. Da gibt es ja zwar Vereinzeltoiletten, aber jetzt zur EM, gerade an dem Fantreffpunkt, waren ja ganze Anlagen eingerichtet von der Stadt. Ich meine, das war bestimmt auch sinnvoll bei diesen ganzen Menschenmengen, die sich da getroffen haben. Aber der Rheinpark ist ja auch an normalen Sommerabenden ganz gut gefüllt. Und da ist ja schon ganz praktisch, wenn man da Orte hat. Aber hallo, das habe ich gerade in unserem Vorgespräch auch schon gesagt. Ich gehe da ja sehr oft spazieren. Und naja, ich finde das auch ganz gut, dass ich jetzt zwischendurch immer mal einen Ort habe, wo ich meine nicht sehr beleidige. Naja, egal. Aber ja, auf jeden Fall, da stimme ich zu. Was auch noch ganz praktisch ist, auch eine Kleinigkeit, sind die Wegweiser, die es ja jetzt gerade überall in den Bahnstationen gab, vor allen Dingen an der Heinrich-Heiner-Allee oder auch im Hauptbahnhof und die ja auch Gästen der Stadt den Weg gewiesen haben zu wichtigen Stationen, in dem Fall jetzt zum Hauptbahnhof oder zur Arena. Genau, die werden leider wieder entfernt direkt nach der EM, aber waren ja eigentlich für die Übersicht ganz hilfreich. Warum werden die entfernt? Also warum wird das entschieden? Also ist das ein Mehrkostenaufwand, die irgendwie instand zu halten? Ist das einfach nur, weil die EM-Deko dann abgeräumt wird? Genau, also ich glaube vor allem Letzteres. Die sind halt auch im EM-Design gestaltet und werden genau mit dem Ende des Turniers dann eben wieder entfernt. Ich verstehe. Anders ist es aber zum Beispiel bei den Stadtbahnen, die sind ja gerade beklebt, der Rheinbahn, mit Willkommensgrüßen für die einzelnen Nationen und die werden noch etwas weiter bleiben und noch bis September durch die Stadt fahren. Immerhin. Was gibt es noch? Was hast du noch dir überlegt, beziehungsweise was wurde hier zusammengetragen? Was wir auch eine super Hilfe fanden für die Gäste in der Stadt, waren die Volunteers. Das waren ja viele unterwegs, man konnte sie leicht erkennen an den grünen T-Shirts. Die hast du auch besucht, oder? Ja, genau. Im Maxhaus war ein Volontier-Hub eingerichtet. Das war ein Treffpunkt für die Volontiers. Da gab es auch Freizeitaktivitäten und da wurde das alles koordiniert. Also es waren die Volontiers für Düsseldorf und die kamen aber aus ganz vielen unterschiedlichen Nationen. Also ich glaube aus Neuseeland und Mexiko, das waren so die weitesten, entferntesten Länder. Ja, das ist dann Fußballbegeistertheit trifft irgendwie Ehrenamt Deluxe. Ja, das stimmt, die stehen Frage und Antwort sozusagen, beziehungsweise eher Antwort und geben ein bisschen Orientierung hier in der Stadt den Gästen. Genau und ich glaube, man hat halt nicht so viele Hemmungen, die anzusprechen. Also einen Polizisten in Uniform oder eine Ordnungskraft in Uniform würde man vielleicht eher weniger nach einer Toilette oder nach einem Geldautomaten fragen. Bei den Volontiers ist das vielleicht anders. Das stimmt. Es gibt auch noch diese Trinkwasserbrunnen, die gibt es ja eh auch am Rheinpark zum Beispiel, aber irgendwie die wurden auch aufgestockt, oder? Also, dass man sich irgendwie was zu trinken holen kann oder irgendwie so? Genau, also die Stadtwerke haben in Kooperation mit der Stadt mehrere Stationen noch zusätzlich aufgestellt zu den Trinkbrunnen. Ja, das finde ich auch super. Genau, davon gibt es ja, glaube ich, mittlerweile schon über 20 im ganzen Stadtgebiet. Jetzt zu EM und zu anderen Veranstaltungen gab es eben zusätzlich diese Stationen. Die werden tatsächlich, hat mir eine Stadtwerkesprecherin gesagt, auch zu Rheinkirmen ist jetzt nochmal aufgestellt an drei Standorten. Also da gibt es dann auch kostenloses Trinkwasser. Ich verstehe. Auf der Festwiese. Und sehr schön finde ich auch, dass du ja ein bisschen erwähnst und mitnimmst, das ist natürlich auch eine Sache, die man jetzt nicht haptisch irgendwo behalten kann. Also das ist dieses internationales Flair irgendwie, dass das hier durch die Stadt weht. Wie kann man sowas behalten? Also meinst du, das bleibt jetzt ein bisschen? Ist jetzt Düsseldorf ein wenig mehr auf dem Schirm von anderen Nationen, die vielleicht vorher eher in andere Städte gefahren wären? Also ich glaube, das ist ja schon die Hoffnung von den Verantwortlichen in Düsseldorf, die die EM mit organisiert haben, dass es eben auch die EM über dieses Turnier hinaus strahlt und dass auch in Zukunft noch mehr Gäste anlockt und dass vielleicht die Menschen, die schon hier waren und die Stadt jetzt ein bisschen kennengelernt haben, auch Düsseldorf weiterempfehlen an ihre Freunde oder Verwandte und dass es dann in Zukunft auch noch mehr internationale Gäste wegen dieser EM geben wird. Und dann wäre es ja schön, wenn die zum Beispiel in den Rheinbahnstationen auch wüssten, wo sie raus und wo sie wieder rein sollen. Wie realistisch ist, wenn jetzt quasi Düsseldorferinnen und Düsseldorfer sich äußern würden, dass diese Dinge tatsächlich auch beibehalten werden oder dass das passiert oder nochmal überlegt wird? Also ich glaube, das Internationale in Düsseldorf, das ist schon realistisch, dass das bleibt. Ich meine, bei den Weihnachtsmärkten, da kommen ja auch immer viele Touristen in die Stadt. Bei anderen Kleinigkeiten, wie zum Beispiel bei den Toiletten im Rheinpark, da glaube ich jetzt nicht, dass da eine ganze Anlage neu aufgebaut wird. Genau, da hatte die Bezirksvertretung 1 vor zwei Jahren ja auch noch einen Versuch gestartet, eine neue Toilette einzurichten. Das hat nicht geklappt. Von daher sind es viele kleine Vorschläge. gehen, die dann, genau. Ich meine, auf der anderen Seite so diese Idee von diesen Volunteers, also man kann natürlich auch mit einer naja, offenen Ausstrahlung durch die Stadt laufen und irgendwie, also mich darf man immer ansprechen und fragen, ich kann meistens nicht so richtig himmelsrichtungsmäßig den Weg dann weisen, aber ich habe gute Tipps, wo man Pommes und vielleicht den ein oder anderen Kaffee bekommt. Also das kann man sich ja vielleicht selber behalten, dieses ein bisschen ja, in der Stadt zur Hilfe zu sein oder so. Und international geht es ja durchaus auch bei der Kirmes zu. Die erwartet ja auch sehr viele Besucherinnen und Besucher in jedem Jahr. Hast du da das Gefühl, dass manche vielleicht ihren Aufenthalt, also jetzt die kommen dann zu einem Spiel nach Deutschland und kriegen dann mit, hier ist diese Kirmes, also kommen nochmal Leute wieder? Also meinst du, da überschneidet sich ein bisschen, also die Kirmes wird noch voller? Das ist jetzt einfach mal so offen gefragt. Da habe ich heute Morgen drüber nachgedacht. Ist eine gute Frage. Also ich weiß auf jeden Fall, dass ja glaube ich in zwei Festzelten auch das Finale übertragen wird. Also zumindest gibt es da ja eine Überschneidung dann von Kirmesbesuchern und Fußballfans. Genau, also ja, das könnte durchaus passieren, glaube ich. Also steht die Stadt noch ein wenig weiter im Zeichen der EM. Wo kann man denn jetzt noch, wie gesagt, also keine Deutschlandspiele mehr und so weiter und so fort. Diese Wunde müssen wir jetzt nicht nochmal aufreißen, für wen es jetzt auch eine Wunde ist. Wo erlebe ich hier noch EM-Flair ganz gezielt? Also die Fansounds sind noch offen. Gibt es noch irgendwelche Aktionen, weißt du, von Partys, die irgendwie drüber rum sind? Also ist nochmal die EM ganz präsent oder ebbt es langsam ab? Genau, es gibt ja auf jeden Fall noch das Stadion der Träume am Bertha-von-Süttner-Platz, am Hauptbahnhof. Da präsentieren sich genau verschiedene oder alle Nationen, die an der Euro teilgenommen haben. Was passiert da genau? Also da gibt es verschiedene Aktionen und jeder Tag steht unter dem Motto von einem Land. Also ich glaube, es steht zum Beispiel noch, Tschechien aus. Genau, und ich weiß auf jeden Fall, dass es da am Sonntag auch noch eine große Abschlussveranstaltung geben wird mit Mitmachkonzert. Oh. Genau. Ansonsten gibt es noch eine Party zum Abschluss am Sonntag in der Fanzone am Schauspielhaus. Und ja, im Tuata-Museum gibt es noch DJ-Konzert. Da legen noch DJs auf. Ja. Ja, also es ist schon noch ein bisschen in der Stimmung bis Sonntag in der Stadt. Sehr gut. Vielen Dank für diese Tipps. Da kann man ja dann mal vorbeischauen. Und vielen Dank für das Gespräch und Und dass du deine Wünsche, was von der EM vielleicht ein wenig beibehalten werden könnte, mit uns geteilt hast. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. Bis dann, tschüss. Jetzt kommt das Wochenendwetter für Düsseldorf vom Wetterstruxy. Es gibt mal wieder große Unterschiede, was die Einzelmodelle angeht. Und dementsprechend müssen wir uns diese Woche ein bisschen da durchwurschteln. Ich grüße euch damit ganz herzlich zum Wochenendwetter. Ja, die Modelle, die brechen mal wieder hin und her und hier und dort. Und wann regnet es jetzt wie und wie viel? Da gibt es leider selbst für den morgigen Freitag schon große Unterschiede, deswegen werden wir uns da mal ein bisschen herantasten. Der Freitag bringt uns relativ viel Regen. Dieses relativ ist ein bisschen abhängig davon, wo die stärkeren Niederschläge entlangziehen werden, denn es wird ein stärkeres Niederschlagsband so rund um die Morgenzeit über uns ziehen. Es kann sein, dass da auch mal einzelne Gewitter mit dabei sind, die sich so dazwischen mischen und je nach Modell und je nachdem, wo die stärkeren Niederschläge entlangziehen werden, stehen so zwischen, sagen wir mal, 2 bis maximal 15 Liter pro Quadratmeter binnen 3 Stunden um 8 Uhr, also von 8 bis 11 Uhr im Raum. Und hier müssen wir tatsächlich noch einfach ein bisschen abwarten, wo dann genau die stärkeren Niederschläge entlangziehen werden. Die Modelle gestern, die ich mir genauer angeschaut habe, die haben den größeren Block noch entlang des Niederrheins berechnet. Temperaturen liegen dann bei so etwa 16 Grad am Morgen und mit weiteren Schauern zum Nachmittag hin werden die Temperaturen kaum über 19 bis 21, eventuell bis 22 Grad hinaus kommen. Der Samstag bringt uns allen voran relativ viele Wolken. Das wird so ein Mix aus einzelnen sonnigen Phasen und vielen wolkigen Phasen. Rund um die Nachmittagszeit sind dann auch schon mal ein paar Schauer dabei. Temperaturen liegen dann bei 12 bis maximal 20 Grad. Und der Wind, der wird ein ordentliches Wörtchen mitreden. In Böen wird es bis zu 45 Kilometer pro Stunde doch recht lebhaften Wind geben. Der Sonntag bringt uns dann ein bisschen Wetterbesserung. Das Wetter stabilisiert sich ein wenig, sodass wir gerade bis zum Nachmittagchen relativ viel Sonne bekommen werden. Ab den Nachmittagsstunden sind dann auch schon mal etwas häufiger Quellwolken dabei. Da kannst du dann auch mal den einen oder anderen Regentropfen rausgeben. Der große Wurf in Richtung Regen wird es aber nicht geben. Temperaturen liegen bei 11 bis maximal 23 Grad. Und dann blicken wir noch kurz auf die neue Woche, denn der Montag soll noch mal ein bisschen Wärme bringen, so dass wir maximal 28 Grad und Sonne bis Wolken bekommen werden. Am Abend drohen dann erneut Schauer und Gewitter, die das Ganze wieder beenden könnten. Und der Dienstag wird dann wieder ein Mix aus Sonne und Wolken geben und weiteren Schauern. Das Ganze dann bei gedämpfteren Temperaturen. Damit wünsche ich euch jetzt ein schönes Wochenende und wir hören uns dann nächste Woche wieder zum Wochenendwetter. Also bis dann, ciao, ciao. Mehr Düsseldorf-Wetter gibt es im Wetterstruxy-Blog, jensstrux.blog. Das war der Rheinpegel für diese Woche. Mein Name ist Tosja Kormann. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. Music.