Latest / ntv Wirtschaft / Medikamentenmangel in Deutschland verschärft sich
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- 0:04Teslas Gewinn bricht ein. Meta verdient trotz eines boomenden Werbegeschäfts
- 0:09deutlich weniger und steckt noch mehr Geld in künstliche Intelligenz.
- 0:13Und der Medikamentenmangel in Deutschland verschärft sich. Hallo und herzlich willkommen.
- 0:19In diesem Podcast verwandeln moderne KI-Systeme journalistische Inhalte,
- 0:23die auf unseren NTV-Plattformen publiziert wurden, in ein neues Hörformat.
- 0:29Text und meine Stimme wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt.
- 0:33Vor der Veröffentlichung werden alle Folgen nach strengen journalistischen Standards
- 0:38geprüft. Viel Spaß beim Zuhören.
- 0:44Tesla hat im dritten Quartal deutlich weniger verdient.
- 0:48Der Gewinn sank im Jahresvergleich um 43 Prozent auf rund 790 Millionen Dollar.
- 0:54Der Umsatz stagnierte bei rund 28 Milliarden Dollar, lag damit aber über den Erwartungen.
- 1:00Noch verdient Tesla sein Geld vor allem mit Elektroautos.
- 1:04Elon Musk will den Konzern künftig aber stärker auf Robotaxis und humanoide Roboter ausrichten.
- 1:10Ob diese Wette aufgeht, darüber hat Nancy Lanzendörfer mit dem Analysten Jürgen Pieper gesprochen.
- 1:16Die Tesla-Aktie nachbörslich in New York nach Veröffentlichung der Zahlen,
- 1:21Herr Pieper, schön, dass Sie da sind, im Minus.
- 1:24Was stört denn die Anleger vor allem bei diesen Zahlen jetzt fürs dritte Quartal?
- 1:29Ja, es sind keine berauschenden Zahlen. Wenn man sich an Unternehmen vor Augen
- 1:33hält wie Tesla, was jahrelang eben sehr stark gewachsen war,
- 1:36Ja, dann ist gehaltener Umsatz und deutlich rückläufiger Gewinn natürlich nichts Verrauschendes.
- 1:41Gerade der rückläufige Gewinn, ich denke, der hat im Endeffekt auch ziemlich stark gestört.
- 1:45Ja, 56 Prozent, habe ich gelesen, Betriebsergebnis im Minus im natürlich Jahresvergleich.
- 1:51Sagen Sie, das ist ein Schock oder sagen Sie, gut, das Vorjahr war auch stark?
- 1:55Ich glaube, man hat mit einem deutlichen Gewinnrückgang gerechnet.
- 1:57Und es gab im letzten dritten Quartal 2025 einen positiven Sondereffekt.
- 2:04Es gab einen kleinen Boom für Elektroautos in den USA, weil eine Förderung ausgelaufen
- 2:08war und das haben die Leute gewusst und haben mit nicht besonders guten Zahlen
- 2:13gerechnet, aber sie sind eben anscheinend gerade auf der Gewinnseite nochmal darunter.
- 2:17Jetzt liegt die große Hoffnung natürlich auf autonomen Fahren,
- 2:21Roboter-Taxis, Roboter überhaupt.
- 2:24Ist das begründet, diese Hoffnung aus Ihrer Sicht?
- 2:27Ja, einerseits reden wir schon leider darüber. Elon Musk hat das,
- 2:31glaube ich, seit vier, fünf Jahren schon mal an die Wand gezeichnet, dass so etwas kommt.
- 2:36Und so gesehen, also streng betrachtet, geht es relativ langsam voran.
- 2:40Und die Frage ist natürlich auch, wird das jemals ein ganz großes Geschäft werden
- 2:44können? Denn er ist ja nicht der Erste, der mit diesen Produkten kommt.
- 2:47Bei selbstfahrenden Autos, bei Robotaxis gibt es nicht viel Wettbewerb.
- 2:51Und da ist Elon Musk schon grundsätzlich mit vorne.
- 2:54Aber viele Ingenieure sagen, dass die Technik von Tesla nicht besonders gut
- 2:59sei und dass er gegenüber Waymo beispielsweise in California deutlich im Nachteil ist.
- 3:05Also das könnte eine ganz gute Geschichte werden, aber es ist sicherlich keine
- 3:10spektakuläre Erfolgsgeschichte, so wie es heute aussieht. Stichwort spektakulär.
- 3:14Wir haben die Bilder gesehen vom neuen Roadster, der vorgestellt worden ist.
- 3:18Ist da nochmal Fantasie dabei, auch beim Unternehmen oder wie ordnen Sie das ein?
- 3:23Erstmal ist es eine gigantische Show gewesen und auch ganz ehrlich gesagt spontan.
- 3:28Gefühlsmäßig betrachtet, auch eine tolle Show gewesen.
- 3:31Wenn man jetzt nur nachdenkt, was könnte daraus entstehen?
- 3:35Ja klar, es könnte ein spektakuläres Produkt sein, das wahrscheinlich keinen
- 3:39Raketenantrieb haben wird, aber was möglicherweise dann doch eines Tages in
- 3:43die Luft gehen könnte, das wäre
- 3:45was komplett Neues, hat vielleicht einen bestimmten Markt in 10, 20 Jahren,
- 3:50und was ich toll finde bei allen Gedenken, die man hat, dass er sich eben solche
- 3:54Sachen zutraut, dass er mit sowas.
- 3:57Nicht nur denkt, sondern sowas auch entwickelt und damit versucht an den Markt zu gehen.
- 4:02Er ist ein Visionär und die Idee ist ja jetzt auch, Tesla mit SpaceX zu fusionieren möglicherweise.
- 4:09Könnten da Tesla-Aktionäre auf eine Prämie vielleicht hoffen?
- 4:12Wie sehen Sie diese ganze Dynamik?
- 4:15Könnte sein, das hängt natürlich von den Konditionen ab, wie ein solcher Zusammenschluss
- 4:19zustande kommt. Ja, wer kauft wen?
- 4:21Aber es regt ja, wie so oft, bei Dingen, die die Maske anstößt,
- 4:27erstmal die Fantasie an. Das ist ja auch der Sinn und Zweck erst einmal.
- 4:30Aber wenn jetzt beispielsweise SpaceX der Übernehmer ist, dann wäre das grundsätzlich
- 4:35gut für Tesla-Aktionäre.
- 4:37Das wäre gut für Tesla, sagen Sie, wäre ein gutes Schlusswort.
- 4:40Aber ich muss Sie noch mal fragen, weil wir hier in Deutschland natürlich auch
- 4:42immer auf die kriselnde Autobranche schauen. Und jetzt im Vergleich BMW,
- 4:47Mercedes, wie sie alle heißen, verglichen zu Tesla, wie steht da Tesla da?
- 4:53Tesla steht aus Aktiensicht immer noch ganz einzigartig da. Sie sind quasi in
- 4:59einer anderen Welt unterwegs.
- 5:00Die meisten anderen Autos sind alte Industrie, werden niedrig bewertet,
- 5:05gehen auch durch eine Krise, gehen durch all diese Probleme mit ihren Arbeitskräften,
- 5:10mit Arbeitszeitmodellen und so weiter, mit schwacher Nachfrage.
- 5:13Dann gibt es noch eine Ferrari als ein bisschen ein Sonderthema, als Luxusgut.
- 5:17Und dann gibt es nochmal weit ab, sozusagen in einem anderen Universum,
- 5:21gibt es die Tesla-Aktie.
- 5:22Das hat bisher die letzten Jahre so funktioniert.
- 5:24Ob der Investor das ewig mitmachen wird und sagen wird, Tesla ist etwas ganz
- 5:29Besonderes, etwas ganz anderes.
- 5:31Das ist die Frage, die wir Deutschen neigen, ziemlich skeptisch zu beurteilen.
- 5:35Aber die Realität ist jahrelang eine andere gewesen. Tesla wird immer noch extrem
- 5:39viel höher bewertet als eine Mercedes oder VW.
- 5:43Und das wird auch so bleiben, meinetwegen? Ich glaube, es wird erst mal so bleiben,
- 5:46weil es wird es schaffen, die Fantasie am Leben zu halten mit diesen neuen Produkten,
- 5:50mit Robotern, Robotaxis.
- 5:52Sie werden immer noch in einer anderen Welt unterwegs sein, Tesla.
- 5:56Ich glaube nicht, dass man als nüchterner Investor investieren sollte, ganz ehrlich gesagt.
- 6:01Aber sie werden, glaube ich, noch jahrelang in ihrer eigenen Welt unterwegs sein.
- 6:04Der Medikamentenmangel in Deutschland ist weiterhin ein Problem.
- 6:08Nach Angaben der Apotheken sind weiterhin mehr als 500 Medikamente kontinuierlich nicht lieferbar.
- 6:15Viele Wirkstoffe stammen von wenigen Herstellern im Ausland.
- 6:19Dazu kommen unterbrochene Lieferketten, Produktionsausfälle,
- 6:23Qualitätsprobleme und ein hoher Preisdruck.
- 6:26Warum Deutschland bei Medikamenten weiterhin so abhängig ist,
- 6:30darüber hat Mara Bergmann mit Henning Vöpel gesprochen, dem Direktor des Zentrums
- 6:35für Europäische Politik.
- 6:37Muss die Politik da noch mehr in die Verantwortung genommen werden,
- 6:40Herr Vöpel? Es kann ja nicht sein, dass lebenswichtige Medikamente gar nicht
- 6:43erst hergestellt werden, nur weil es sich für Pharmaunternehmen nicht lohnt.
- 6:50Ja, in der Tat. Wir haben bei wichtigen medizinischen oder pharmazeutischen
- 6:54Wirkstoffen eine große Abhängigkeit entwickelt, insbesondere von asiatischen
- 6:58Herstellern, also insbesondere China, aber auch Indien.
- 7:01Und wir haben ja auch schon in den vergangenen Jahren eigentlich erlebt,
- 7:04dass es zu Engpässen kommen kann,
- 7:05zu Versorgungsengpässen, bei Antibiotika-Mitteln, bei Schmerzmitteln.
- 7:10Und das sind kritische Versorgungsengpässe, die dort entstehen können.
- 7:14Und die Politik ist aufgefordert, hier Abhilfe zu schaffen. Die Europäische
- 7:18Union versucht das. Wir haben ein Biotech Act und ein Critical Medicine Act.
- 7:23Man versucht Lieferketten resilienter zu machen, eigene Produktionskapazitäten
- 7:27in Europa aufzubauen, um unabhängiger zu werden.
- 7:31Sie sprechen gerade die Abhängigkeit von China und auch von Indien an.
- 7:35Wie stark ist diese Abhängigkeit und welche Bereiche betrifft das vor allem?
- 7:41Ja, die ist sehr stark mittlerweile und insbesondere bei pharmazeutischen Wirkstoffen,
- 7:46also gar nicht die Endprodukte, aber wir müssen ja insgesamt die Lieferkette betrachten.
- 7:51Und China hat eben an bestimmter Stelle, nämlich ganz am Anfang,
- 7:54bei chemischen Grunderzeugnissen und pharmazeutischen Wirkstoffen eine hohe
- 7:59marktdominante Position sich erarbeitet.
- 8:0170, 80 Prozent ist die Abhängigkeit, die wir dort haben.
- 8:05Und die können eben auch genutzt werden, geopolitisch. China hat das vorgemacht
- 8:09bei seltenen Erden, bei Batterien. Da gibt es ja manchmal auch Beschränkungen
- 8:13der Freigabe. Auch das droht bei Medikamenten. Und wie gesagt,
- 8:16Antibiotika, Schmerzmittel, auch Hustensaft.
- 8:20Gerade im Bereich von Kindern sind hier kritische Bereiche, bei denen eben auch
- 8:26eine Daseinsvorsorge sichergestellt sein muss durch die Politik.
- 8:30Schauen wir noch mal auf eine andere Großmacht, auf die andere Seite des Atlantiks, nämlich auf die USA.
- 8:34Ah, denn dieses Jahr haben mehrere Manager internationaler Pharmakonzerne sehr
- 8:39eindringlich davor gewarnt, dass viele neue Medikamente in Deutschland nicht
- 8:43mehr zeitnah auf den Markt kommen und zwar wegen der US-Pharmapolitik.
- 8:48Wie groß ist dieses Problem aus Ihrer Sicht und was genau ist da eigentlich das Problem?
- 8:54Ja, auch hier gibt es ein Problem in der Tat, die Zulassungsbeschränkung, auch die,
- 9:00sag ich mal, die Idee auch von Donald Trump insbesondere vorgebracht,
- 9:04dass wir einen unfairen Wettbewerb hätten, also dass amerikanische Anbieter,
- 9:10zu geringe Preise erzielen würden auf europäischen Märkten und da gibt es auch
- 9:14Lieferbeschränkungen.
- 9:15Auch von dieser Seite droht in der Tat eine Beschränkung. Also auch hier nochmal,
- 9:19das ist ein kritischer Bereich, das ist insbesondere auch eine kritische,
- 9:24Infrastruktur, kann man sagen, bei der Europa unabhängiger werden muss in beide
- 9:29Richtungen eigentlich, Richtung China und auch die USA.
- 9:32Also Bürokratieabbau, auch hier ein Thema, klinische Studien müssen schneller
- 9:36vorangebracht werden, Forschungsbedingungen verbessert werden,
- 9:39aber eben auch eigene Produktionskapazitäten errichtet werden.
- 9:43Sie nennen da ein ganz wichtiges Stichwort, nämlich das Stichwort der Unabhängigkeit.
- 9:47Was konkret muss Deutschland tun und was muss auf europäischer Ebene gelöst werden?
- 9:55Nun ja, man kann die Lieferketten natürlich resilienter machen,
- 9:59also über Handelsabkommen versuchen, die wenigen anderen Anbieter eben zu aktivieren,
- 10:05für Europa interessanter zu machen.
- 10:07Das versucht man auch, aber wie gesagt, 70, 80 Prozent, das ist natürlich eine
- 10:12strategische Abhängigkeit, die wir entwickelt haben. China hat auch sehr lange darauf hingearbeitet.
- 10:17Denken Sie an die Strategie Made in China 2025, die ja angekündigt hat,
- 10:24dass man im Bereich der Medizinforschung, der Produktion, der pharmazeutischen
- 10:28Produktion führen sein will bis 2049.
- 10:31Das hat man jetzt im Jahre 2026 schon relativ gut geschafft.
- 10:35Also das ist ein strategisches Ziel Chinas gewesen und Europa hat dem eigentlich
- 10:41wenig entgegengesetzt.
- 10:42Und wir müssen jetzt gucken, dass wir zunächst in der kurzen Frist Lieferketten
- 10:45resilienter machen, aber, das ist ganz wichtig, auch die Produktionsbedingungen
- 10:49in Europa, in Deutschland selbst stärken.
- 10:52Nach dieser existenziellen Versorgungsfrage noch eine kleinere,
- 10:56aber für Reisende ziemlich praktische Nachricht.
- 10:59Airbnb verschärft ab dem 20. November seine Regeln für Vermieter.
- 11:04Gäste müssen beim Checkout künftig weder das Geschirr abwaschen,
- 11:08noch die Betten abziehen oder den Müll außerhalb der Unterkunft entsorgen.
- 11:12Zulässig bleiben einfache Aufgaben. Schmutziges Geschirr ins Spülbecken stellen
- 11:17oder benutzte Handtücher zusammenlegen.
- 11:20Die Plattform begründet das damit, dass Gäste meist eine Reinigungsgebühr zahlen
- 11:25und deshalb keine Arbeiten übernehmen sollen, um die sich eigentlich eine Reinigungskraft kümmert.
- 11:31Das war unser Blick auf die aktuellen Nachrichten aus der Wirtschaft für den Moment.
- 11:35Wir hören und lesen uns wieder bei NTV. In der App, im TV oder hier im Podcast.
- 11:42Das war unser Blick auf die aktuellen Nachrichten aus der Wirtschaft für den Moment.
- 11:47Wir hören und lesen uns wieder bei NTV, in der App, im TV oder hier im Podcast.