Latest / Gin And Talk / Mark Benecke über Mord, Spuren und Insekten
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- 0:00Speaker 0: Wie gehen Sachen schief?
- 0:01Speaker 0: Es liegt daran, dass Menschen nicht die Wahrheit sagen.
- 0:04Speaker 0: Wenn es regnet hast du immer noch die Sperminköpfe in den Maden von der Leiche und kannst dann da den genierten Fingerbruck rausholen.
- 0:11Speaker 0: also der Fantasie sind da absolut keine Grenzen gesetzt.
- 0:14Speaker 0: Die absolute Gelassenheit mit der die Menschen in ihrem Auto sitzen was mit Fünfhundert kmh gerade Richtung Wand läuft ist halt auch geil!
- 0:21Speaker 0: Das ist so als ob ihr im Auto sitzt und sagt schönes Wetter heute.
- 0:24Speaker 0: ich lasse mein Ellbogen raushängen.
- 0:26Speaker 0: Vielleicht kann man vor der Wand ja doch noch abbremsen.
- 0:28Speaker 0: Und dann so, nein es sind noch zweihundert Meter und du fährst fünfhundert Stundenkilometer!
- 0:32Speaker 0: Es gibt keine Macht der Welt und kein Wunder was das abbremsen kann außer du biegst ab.
- 0:38Speaker 1: Herzlich willkommen mein Name ist Daniel Vöck und bevor wir gleich an unseren coronabedingt virtuellen Badresen gehen möchte ich kurz unseren heutigen Gast vorstellen.
- 0:48Speaker 1: Marc Benike isst Kriminalbiologe und Forensiker.
- 0:52Speaker 1: Er ist einer der international gefragtesten Experten auf seinem Gebiet.
- 0:56Speaker 1: Er untersuchte den Schädel von Adolf Hitler, die Mumien von Palermo und viele weitere spektakuläre Fälle.
- 1:02Speaker 1: Durch seine zahlreichen Auftritte in Fernsehsendungen, seine Bücher, Radio- und Podcastshows ist er inzwischen eine breiten Öffentlichkeit bekannt.
- 1:11Speaker 1: Ich freue mich auf ein spannendes Gespräch über Mord, Spuren und Insekten!
- 1:17Speaker 1: Viel Spaß beim Zuhören – schön dass ihr alle wieder mit dabei seid!
- 1:23Speaker 1: Zwei Menschen, eiskalte Drinks und eine Menge Zeit für ein persönliches Bargespräch.
- 1:31Speaker 1: Herzlich
- 1:31Speaker 0: willkommen an unseren Bartresen!
- 1:34Speaker 1: Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge Gin & Talk.
- 1:39Speaker 1: Mach es dir gemütlich, lehne dich zurück und tauche ein in die verrucht düstere
- 1:46Speaker 0: Atmosphäre unserer
- 1:47Speaker 1: Studio-Bar.
- 1:55Speaker 1: Marc, ich freu mich sehr, dass du dir die Zeit nimmst heute um meine ganzen Fragen zu beantworten.
- 2:00Speaker 1: Und ja ... Ich hofft ihr geht's gut!
- 2:03Speaker 1: Wir sind ja leider.
- 2:04Speaker 1: normalerweise würde ich dich hier zu mir an unseren Badresen einladen aber dieses Virus was da so herumfliegt verhindert das ja leider.
- 2:14Speaker 1: deshalb bist du in Köln und ich bin hier in München Aber ich freue mich trotzdem, dass wir uns zumindest sehen und hören können.
- 2:21Speaker 0: Ja hi
- 2:24Speaker 1: Du bist ja gar nicht so weit weg von hier auf die Welt gekommen habe ich gesehen in Rosenheim aber dann relativ schnell glaube ich nach Köln oder zumindest nach NRW in die Ecke, oder?
- 2:35Speaker 0: Ja nach Kologne ist schon richtig das war direkt die Achse stand.
- 2:39Speaker 0: Ich glaub was und warum.
- 2:42Speaker 0: mein Vater also meinen sozialer Vater der hat hier bei einer Firma gearbeitet Weil sie hat einen sehr schönen deutschen Namen gehabt, Polik Heckel Bleichert.
- 2:51Speaker 0: Das kannst du nicht erfüllen.
- 2:54Speaker 0: Und die haben so Seilbahnen und sowas hergestellt.
- 2:56Speaker 0: Hier in Köln gab es früher auch oder gibt's die noch?
- 2:59Speaker 0: Ich glaube nicht.
- 3:00Speaker 0: Gabs auch ein sehr großes Stahlkabelwerk.
- 3:03Speaker 0: also die sah man auch noch oder sieht sich immer noch umliegen teilweise auch so riesigen Rollen.
- 3:07Speaker 0: das sieht total unwirklich aus.
- 3:10Speaker 0: Die Nähe zum Ruhrgebiet spielt wahrscheinlich eine Rolle und dann sind direkt in Kologne gelandet.
- 3:15Speaker 0: ja
- 3:16Speaker 1: Wenn man mal versucht sich über dein Leben einen Überblick zu verschaffen und darüber den Überblick, was du eigentlich so alles machst.
- 3:23Speaker 1: Es ist wahnsinnig viel!
- 3:25Speaker 1: Hast Du eigentlich selber noch irgendwie einen Überblick über das, was Du alles tust?
- 3:30Speaker 0: Ja ich habe guten Überblick.
- 3:32Speaker 0: tatsächlich ist eine gute Frage wirklich aber ich lass das also wenn es ins Chaos abgeleitet oder.
- 3:38Speaker 0: Irgendwie nicht mehr verwaltbar wird natürlich von mir.
- 3:40Speaker 0: die Tina die gerade eben bevor wir die Sendung gestartet haben ja noch Apple geschnitten hat und so weiter, die unterstützt mich natürlich.
- 3:47Speaker 0: meine Frau macht den ganzen sozialen Medien Antwort Krammer sie den ganzen Troll abwehren der ganzen shit.
- 3:54Speaker 0: Und vernünftige antwort machen.
- 3:55Speaker 0: macht auch Videos in der zusammensucht zahlen raus und so.
- 3:58Speaker 0: aber sobald dass ... nicht mehr verwaltbar wird, geht's nicht.
- 4:01Speaker 0: Also ich selber arbeite ... ... dreihundert und sechstig Tage, sagen wir mal jetzt... also immer von neun Uhr morgens bis neun uhr abends, ... ... also zwölf Stunden am Tag immer oft auch deutlich länger mit Vorträgen sind, ... .... gehts bis zwei Uhr nachts.
- 4:13Speaker 0: Und dann wieder um neun und morgens geht es wieder los.
- 4:14Speaker 0: aber die... Wenn das ins Chaos abgleitet, streiche ich da.
- 4:18Speaker 0: Ich habe auch schon sehr viele Sachen die ich sehr gerne gemacht hab wirklich gestrichen.
- 4:21Speaker 0: Das geht nicht anders!
- 4:22Speaker 0: Also das kann ich jedem nur empfehlen falls jemand an der Empfehlung interessiert ist.
- 4:27Speaker 0: Ich würde auch Sachen die man wirklich sehr gerne macht und sagen okay das war jetzt super.
- 4:31Speaker 0: Ich würd's auch gerne weiter machen aber es geht halt nicht.
- 4:33Speaker 0: also es belastet mich dann oder wird zu viel oder erzeugt nur Chaos oder mega Stress und dann falle ich irgendwann tot um.
- 4:41Speaker 0: Dann lasse ichs halt.
- 4:45Speaker 0: Also, W ist vielleicht so viel gesagt.
- 4:47Speaker 0: Aber es ist wirklich unangenehm Sachen die man sehr gerne macht einfach dann gehen zu lassen oder sein zu lassen.
- 4:53Speaker 0: aber Es ist die einzige Methode weil ich kann von diesem.
- 4:57Speaker 0: Ich halte nichts von diesen künstlerischen kaos.
- 4:59Speaker 0: ich halt was davon viele sachen sehr freundlich und in kooperativ Und auch den anderen die verantwortung überlassen wenn sie das gerne möchten und so Zu machen.
- 5:08Speaker 0: aber ich halte nix davon wenn er so ins Künstlerische geflirre abdriftet dass das kann ich nicht leiden Geschmackssache.
- 5:15Speaker 1: War dir damals klar, als du dich entschieden hast ein bisschen mehr in die Öffentlichkeit zu gehen?
- 5:19Speaker 1: Das kam ja alles so Stück für Stück auch war.
- 5:22Speaker 1: dir war dir klar was da auf dich zukommt.
- 5:25Speaker 1: also mit all diesen vielen Dingen, die du da machst mit Formaten, mit Interviews und allem was daran hängt?
- 5:34Speaker 0: Ich bin in Köln aufgewachsen.
- 5:36Speaker 0: Guck mal das war für uns alle eigentlich keine Entscheidung oder... Man musste sich da nicht überlegen, was auf einen zukommt oder nicht.
- 5:45Speaker 0: Du konntest das jederzeit aufhören?
- 5:47Speaker 0: Das ist auch heute noch so... Wenn ich jetzt heute meine ganzen sozialen Profile abdreh und nicht mehr auf die Bühne gehe, dann weiß in zwei Tagen keiner mehr, dass es mich mal gab.
- 5:54Speaker 0: Also das ist wirklich so.
- 5:56Speaker 0: Das ist unproblematisch!
- 5:59Speaker 0: Ich war ja Schülersprecher immer und hab auch Schülerzeitungen gemacht.
- 6:02Speaker 0: Da war ich der Chefredakteur.
- 6:05Speaker 0: von der Schülerzeit.
- 6:06Speaker 0: Und da war es da das eigentlich gewohnt, die manche Leute sind später zur RTL gegangen, manche sind in politische Parteien gegangen, Manche haben sehr hohe religiose Ämter in der Kirche angenommen also irgendwie alle sind irgendwie in der Öffentlichkeit gelandet so wie sie gerade Bock hatten.
- 6:23Speaker 0: Und es gibt auch Leute, von denen man dann zwar nichts gehört hat.
- 6:25Speaker 0: Die stehen aber auch sehr stark im Rampenlicht.
- 6:27Speaker 0: Die sind zum Beispiel zu großen Finanzfirmen gegangen die dann später mit Milliardenbeträgen rum jongliert haben und so... ...die waren dann in einer anderen Sorte von Öffentlichkeit.
- 6:35Speaker 0: Aber wir haben alle so gemacht wozu wir Lust hatten und haben immer den Schritt gemacht auf dem wir gerade Bock hatten.
- 6:43Speaker 0: Zum Beispiel ich habe zum Beispiel mal zu einem Seminarleiter gesagt, das war der Arbeitgeber-Formant der Metallindustrie.
- 6:48Speaker 0: Die haben also immer schöne Seminare für uns ausgerichtet.
- 6:50Speaker 0: Also wirklich gute Seminaren, wirklich!
- 6:52Speaker 0: Die hätten uns gerne beeinflusst... Haben uns aber nicht beeinflußt außer in den Teilen, in denen wir uns gerne beinflussten lassen wollten die Gewerkschaften auch.
- 7:00Speaker 0: und dann habe ich zu einem von denen mal gesagt Ich würde gerne mal so ein Seminar leiten.
- 7:05Speaker 0: Und hat er gesagt okay Und dann habe ich das gemacht.
- 7:08Speaker 0: und jemand anderes, eine Freundin hat sich da gar nicht für interessiert.
- 7:12Speaker 0: Die wollte Geld verdienen, geregelte Arbeitszeiten haben im Medienbetrieb sein.
- 7:17Speaker 0: Die ist zur RTL gegangen zum Beispiel und war dann der Redakteurin.
- 7:21Speaker 0: Wieder andere sind zu Verbänden gegangen und haben da mit geregelten Arbeitszeichen dann Familie gegründet.
- 7:28Speaker 0: Also das war für uns alle total normal!
- 7:32Speaker 0: Und wenn du keinen Bock hattest, hast es sein lassen.
- 7:34Speaker 0: Es gab auch Leute die gesagt haben ja das mach ich jetzt mal zum Beispiel... ...gab's dann so eine größere Schülervertretung für den Bezirk und fürs ganze Bundesland.
- 7:44Speaker 0: Dann konntest du von da aus in die Politik gehen und da haben z.B.
- 7:46Speaker 0: die meisten von uns überhaupt gar keinen Bock drauf gehabt.
- 7:49Speaker 0: Also das war alles total entspannt wirklich!
- 7:52Speaker 0: Und erprobt muss ich auch sagen.
- 7:54Speaker 0: also wir haben alle immer nur so Die Bühne gehabt oder die Öffentlichkeit, oder die Fernsehradio oder jetzt heutzutage Internet Sachen auf die wir Lust hatten.
- 8:04Speaker 0: Das war für uns keine Planung oder so.
- 8:08Speaker 1: Du hast ja dann in Köln Biologie und Psychologie studiert?
- 8:12Speaker 1: und dann auch eine Promotion über genetische Fingerabdrücke geschrieben.
- 8:19Speaker 1: Hat dich von Anfang an, also als du dieses Studium begonnen hast, hat dich dieser forensische Background schon immer fasziniert?
- 8:29Speaker 0: Ich hatte da keine Ahnung von... Also ich hatte von überhaupt nichts Ahnung!
- 8:32Speaker 0: Ich bin da total reingestolpert, könnt ihr auch gucken, da gibt es mittlerweile Podcast zu vom Deutschland, vom Kultur.
- 8:40Speaker 0: Das Stichwort ist Forest Gump, also Googlebarn Mark Benicke.
- 8:42Speaker 0: Forest Gumps ist so ein Film der früher bekannt war wo halt einer von Lebensmomenten zum Lebensmoments stolpert und so ist das bei mir auch gewesen.
- 8:53Speaker 0: Also ich bin in die Biologie gegangen weil eigentlich ehrlich gesagt als Spider-Man fand ich was anderes kannte ich nicht.
- 9:00Speaker 0: Der ist ja Biochemiker Also Peter Parker und bleibt das auch immer.
- 9:05Speaker 0: Das habe ich zum Beispiel auch als Kind junglich, dann hab' ich mich nie gefragt wie lang dauert eigentlich so ein Studium?
- 9:09Speaker 0: Wie kann es sein dass der immer biochemisch studiert die ganze Zeit?
- 9:12Speaker 0: und gibt's überhaupt einen Biochemisch-Studium?
- 9:15Speaker 0: Und dann später Blade Runner fand ich auch noch ganz gut wo halt die Frage ist... ...wie kann man Bioandroiden von echten Menschen unterscheiden?
- 9:26Speaker 0: Die Frage ist wirklich immer noch sehr interessant!
- 9:29Speaker 0: Da war meine kleine Idee als Kombi.
- 9:32Speaker 0: Ich kannte ja niemanden, der studierte hatte niemanden.
- 9:34Speaker 0: Also der einzige, den ich kannte war mein Hausarzt an der Ecke.
- 9:36Speaker 0: Das war so ein tschechischer sehr stark mit tschechem Akzent sprechender kleiner Haussatz an so einer befahrende Straße an der ecke.
- 9:45Speaker 0: Der hat also...der war auch nichts was man heute als Akademiker wahrnehmen würde.
- 9:49Speaker 0: Ja da saßen nur alte Frauen im Wartezimmer immer und waren halt einsam weil nach dem Krieg oder im Krieg die Männer gestorben waren Und ähm...so halt ne?
- 9:58Speaker 0: Die schlimmste Krankheit die so ninety Prozent der Leute hatten war Schnupfen.
- 10:03Speaker 0: Ich meine es gab auch Krebs und so weiter, aber die wurden natürlich dann sofort an der Klinik weiter verwiesen.
- 10:07Speaker 0: Und deswegen hatte ich überhaupt keine Ahnung von Forensic.
- 10:12Speaker 0: Ich kannte auch nichts!
- 10:13Speaker 0: Ich kante Sherlock Holmes das war das Einzige... Das gab ja, muss man dazu sagen damals auch noch nicht CSI.
- 10:19Speaker 0: Diese Fernsehserien und so, die gab es ja alle überhaupt gar nicht.
- 10:22Speaker 0: Medical Detectives autopsieren nichts.
- 10:24Speaker 0: also True Crime aber auch fiktionalisierte Verbrechensformate.
- 10:28Speaker 0: das war damals überhaupt kein Thema.
- 10:30Speaker 0: Die älteren haben Tatort mal geguckt, das habe ich aber nicht geguckt.
- 10:33Speaker 0: das durfte ich auch nicht gucken oder nix y oder so.
- 10:38Speaker 0: das durft ihr aber auch nicht Gucken und hat mich dann noch nie interessiert, weil ich dachte mir ja meine Eltern werden schon Grund haben warum ich mich so Gewaltdarstellungen nicht aussetzen soll.
- 10:48Speaker 0: Deswegen hatte ich da keine Ahnung von... Ich bin da wirklich nur wegen den reingekommen, weil mich diese Techniken so interessiert haben die man da angewendet hat.
- 10:55Speaker 0: das war es.
- 10:56Speaker 1: Was ja für die Zeit auch nicht gerade gewöhnlich oder normal war ist dass du dann ja auch irgendwann in die USA gegangen bist um an der FBI-Akademie auch dich fortzubilden.
- 11:08Speaker 1: Wie kam es denn dazu?
- 11:12Speaker 1: Ist da irgendjemand auf dich zugekommen?
- 11:14Speaker 1: oder hast du gesagt, ich muss jetzt mal international schauen wie ich mich auf dem Gebiet fortbilden kann?
- 11:20Speaker 0: Nein, also ich muss das grundsätzlich mal sagen damit es jetzt nicht irgendwie so für Jüngere sich so anhält.
- 11:24Speaker 0: Ich habe mir noch nie irgendwas vorgenommen... ...ich hasse es wie die pesteren Leute kommen und sagen ich muss mir Lebenspläne machen und wie viel verdiene ich?
- 11:31Speaker 0: Und so!
- 11:32Speaker 0: Ich sehe das absolut ein bei jungen Frauen und Männern die sofort in die Familiengründung wollen.
- 11:37Speaker 0: da sehe ich das ein.
- 11:38Speaker 0: aber bei allen anderen die mir erzählen wollen sie haben Sie wollen irgendwas gerne machen und dann überlegen wie sie das am besten machen oder wie sie sich international aufstellen oder sonst was.
- 11:46Speaker 0: halt die fliegen direkt raus sofort ohne.
- 11:48Speaker 0: Da gibt es eine Ansage, das mache ich auch bei jedem Training.
- 11:50Speaker 0: Ich sage wenn ihr mir ankommt und mich fragt wie viel irgendwann da verdient in dem Beruf dann endet der Kurs für euch.
- 11:55Speaker 0: Tut mir leid!
- 11:56Speaker 0: Ich habe keine Zeit für so ne Scheiße.
- 11:58Speaker 0: Wir reden über Techniken, über Tatsachen, über Arbeit Und wenn ihr Strukturplanung machen wollt dann müsst ihr das bitte woanders machen.
- 12:05Speaker 0: Ihr könnt das machen?
- 12:07Speaker 0: Das geht mich aber nichts an!
- 12:08Speaker 0: Ich kann euch da nicht helfen Geht weg!
- 12:10Speaker 0: Das ist nicht mein Thema noch nie gewesen und wirds auch nie sein.
- 12:13Speaker 0: Ne Nicht weil ich das schlecht finde sondern weil ich davon kein Ahnung hab.
- 12:16Speaker 0: Es interessiert mich einfach nicht.
- 12:18Speaker 0: Und die FBI Academy, das war damals auch was total normales wie das, was ich vorhin erzählt habe.
- 12:23Speaker 0: Ich hab halt Comics gelesen und mehr wusste sich nicht.
- 12:27Speaker 0: Meine Chefin ist aus der ersten Generation von Leuten, die genetische Fingerabdrücke gemacht haben – die Mackie, die Prinz!
- 12:35Speaker 0: Die kannte damals Leute vom FBI, weil auf Kongressen das normal war, sich miteinander austauschen bei den FBI-Leute... Naturgemäß, sich dafür interessiert haben insbesondere wie man genetische Fingerabdrücke standardisieren kann.
- 12:47Speaker 0: Das war deren großes Thema Und es gab aber genauso viele total viele andere leute die sich jetzt nicht so spektakulär anhören wie FBI und ich fand das gut weil Die amerikanische rangehensweise waren europa nicht so bekannt.
- 13:00Speaker 0: also wir haben in europa die ganze zeit noch gedacht Ich bin ja aus der zweiten generation von genetischen finger abdrücken Wir können doch eigentlich egal ist doch egal welche wir verwenden, Hauptsache sie haben eine gute Aussagekraft.
- 13:12Speaker 0: Und die Amerikanerinnen und Amerikanern haben gesagt ne, wir müssen das international vereinheitlichen damit die Ergebnisse zu vereinheitlich sind.
- 13:18Speaker 0: Dazu muss man wissen da gab es noch keine internationalen Datenbanken und es war auch undenkbar dass die Datenbankungen zum Beispiel der Niederlande Belgien Frankreich geschweige denn Poln, Czech Republic etc.
- 13:29Speaker 0: Schweiz, dass die jemals zusammengelegt werden mit Deutschland.
- 13:32Speaker 0: also als ich angefangen habe weil das war so sicher wie dass es Tag und Nacht gibt, dass Datenbanken niemals vereinheitlich werden aus irgendwelchen Datenschutzgründen.
- 13:43Speaker 0: Und deswegen war das international auch völlig uninteressant anfangs.
- 13:49Speaker 0: Ich fand schon immer gut andere Arbeitsweisen zu sehen.
- 13:51Speaker 0: also ich bin schon als Jugendlicher quer durch die Welt gereist.
- 13:53Speaker 0: Ich habe eine Reisebüro gearbeitet und dann konnte ich mir immer Fahrkarten ausdrucken.
- 13:57Speaker 0: damals konnte man noch Bahnfahrkarten im Reisebuch kaufen Und der Chef, dem war das egal.
- 14:02Speaker 0: Er hat gesagt gut dann kriegst du halt das Geld nicht und drückst dir halt eine Fahrkarte aus.
- 14:05Speaker 0: Mir ja egal kommt für mich auch selber raus... ...und so bin ich schon immer rumgeguckt und habe mir andere Sachen geguckt.
- 14:11Speaker 0: und damals also das wussten wir aber!
- 14:14Speaker 0: Also jetzt kommt etwas was sich vielleicht komisch erinnert aber man rief halt mit so einer Art Code Wort in der Botschaft an, also in Frankfurt oder in Bonn je nachdem wann es war oder Berlin und dann haste halt gesagt Ich möchte gerne die Legale attaché sprechen.
- 14:27Speaker 0: Ich rufe aus einem Institut für Sohn zu.
- 14:28Speaker 0: anderen haben sie gesagt Ja, ich könnte jetzt nicht sehen.
- 14:32Speaker 0: Ich zwingte gerade mit dem einen Auge so, also zwinker-zwinker und dann wussten die in welcher Abteilung man wollte... ...und dann hast du gefragt und haben dir entweder ja oder nein gesagt!
- 14:42Speaker 1: Wie hast du die Zeit dort drüben erlebt?
- 14:44Speaker 1: Also auch für dich selbst?
- 14:46Speaker 1: Du bist ja davor vielleicht, ich weiß nicht ob du davor schon groß in der Welt außerhalb Deutschlands herumgekommen bist.
- 14:53Speaker 1: Aber wie war das für dich dann wirklich über den Atlantik und dort drüben die Zeit zu verbringen?
- 14:57Speaker 0: Habe ich ja vorhin schon gesagt.
- 14:58Speaker 0: also früher konnte ich mir im Reisebüro, wo ich gearbeitet habe als Jugendlicher, konnte ich mich immer Fahrkarten ausdrucken und hab auch schon Reisen organisiert für Leute nach Australien und so obwohl ich noch nie da war weil der Chef gesagt hat hier dass ist nur das hier das Great Barrier Reef da such einfach irgendwas raus da kannst du nicht falsch machen sowieso alles dasselbe.
- 15:16Speaker 0: Nö, für mich das ist dieses Forest-Gump-Ding wo ich bin.
- 15:20Speaker 0: Dann mach' ich mein Ding.
- 15:21Speaker 0: Also die FBI kennt mich also... Was ich da gelernt habe ist zu frieren und Kälte auszuhalten.
- 15:27Speaker 0: Die harten Jungs sind halt nicht so dünn wie ich.
- 15:28Speaker 0: Ich bin ja total dünnt.
- 15:29Speaker 0: Das seht ihr jetzt nicht weil ich zwanzig Kleidungsschichten hab.
- 15:31Speaker 0: Aber das ist echt richtig kalter gewesen und da gab's nur eine Decke im Sinne von Decke!
- 15:38Speaker 0: Und dann bin ich runtergegangen und hab gesagt gibt es ja auch hier so ne Art... In Köln sagt man in Plurmo was dickes?
- 15:44Speaker 0: Dann haben die gesagt Wir wissen nicht, was sie meinen.
- 15:46Speaker 0: Sorry!
- 15:47Speaker 0: Also das ist halt ein bisschen militärischer und da Pech gehabt.
- 15:50Speaker 0: Dann haben die gesagt ja du kannst aber runter in den Shop gehen und kannst noch eine Decke kaufen.
- 15:54Speaker 0: Dafür hätte ich aber kein Geld.
- 15:56Speaker 0: also ich hatte überhaupt kein Geld.
- 15:57Speaker 0: Nicht so wie Leute immer sagen Ich hab kein Geld sondern ich meine jetzt kein Geld.
- 16:03Speaker 0: Also ich hatte keinen Und dann habe ich gefroren.
- 16:07Speaker 0: So war das da.
- 16:08Speaker 0: Hat mich aber auch nicht interessiert, also so ist es halt.
- 16:10Speaker 0: Dann kommt man sich halt zusammen und kennt vielleicht der ein oder andere und dann geht's halt auch.
- 16:14Speaker 0: Also alles egal ich hab das war super da genauso wie es sonst super war.
- 16:20Speaker 0: du lernst halt was egal wo du hingehst solange halt vor die Tür gehst.
- 16:26Speaker 0: ab dem ersten Meter vor der Tür wirst du etwas lernen.
- 16:28Speaker 0: ganz einfach
- 16:30Speaker 1: Wenn du jetzt an so einen Tatort kommst, jetzt haben wir ja schon viel über Unplanbarkeit und künstlerisches Chaos.
- 16:38Speaker 1: Und es passiert so wie es passiert gesprochen.
- 16:41Speaker 1: aber wenn du an so ein Tatort kommt hast du da irgendwie eine Art strukturierten Plan den du abarbeitest?
- 16:52Speaker 1: oder nimm uns mal vielleicht ein Stück weit mit?
- 16:55Speaker 1: Wenn Du an so einem Tatort Kommst was machst Du als erstes?
- 16:59Speaker 0: Ja, das ist so eine Standardfrage.
- 17:01Speaker 0: Das kannst du nicht beantworten.
- 17:04Speaker 0: also wir sind ja hier im Team die Leute für die Fälle die komplett gegen die Wand gefahren sind Die vom Tellerrand fallen, die unglaubwürdig sind eigentlich in erster Linie wo sich Menschen nicht vorstellen können dass es anders gewesen sein könnte.
- 17:23Speaker 0: so könnte man's vielleicht in einen Satz fassen und Da kannst du nicht mit Standard Verfahren rangehen.
- 17:30Speaker 0: Also da gibt es überhaupt gar keine... Die Frage kann ich dir leider nicht beantworten, also wir haben... Also was ich immer dabei habe das kann ich vielleicht sagen ist eine Kamera, dass ist sehr wichtig, sehr gute Bilder zu machen.
- 17:42Speaker 0: Also unsere jetzt derzeit jüngste Studierende die hat mir zwölf, hat sie mir das erste Mal ein Buch geschenkt wo sie zu Hause Mäuse hat verwiesen lassen.
- 17:50Speaker 0: und dann hab' ich direkt auch mal meine sehr gute Leica gegeben zum Fotografieren üben, dann habe ich gesehen, und auch nicht rätselhaft findet, warum sie jetzt Fotos machen soll.
- 18:00Speaker 0: Von egal was?
- 18:01Speaker 0: Es spielt ja keine Rolle von was.
- 18:02Speaker 0: am Tatort kann alles interessant sein Stein ein kleines Insekt irgendwas was sich bewegt irgendwas was spiegelt.
- 18:09Speaker 0: Und das ist völlig egal.
- 18:11Speaker 0: und dann habe ich auch eine Kamera gekauft und hab gesagt pass auf dass Ich sehe dass du das raffst dass es dass das dokumentieren wichtig ist und nicht irgendwie mit blaulicht durch die Gegend rasen und Wichtigsein und Türen eintreten und so.
- 18:24Speaker 0: und Die hat sich da reingefuchst als eigentlich Als erste mal ins richtiges fotografieren und das wäre so was wichtig.
- 18:31Speaker 0: Also wenn jetzt eine Sache hören willst von mir, dann lerne zum Fack zu fotografieren auch wenn ich dich um vier Uhr nachts unterhose aus dem Bett hole, dann musst du gute Fotos machen ohne BlaBla, ohne Grede, ohne Begründungen... Ohne die Batterie ist jetzt leider gerade leer oder ich weiß nicht wo meine SD-Karte ist.
- 18:47Speaker 0: Ich will es nicht hören!
- 18:49Speaker 0: Mach gute Fotosts und tu arbeite einfach.
- 18:53Speaker 0: Nicht rumfaseln Das ist die das wichtigste an Pfundort, weil das was du am Pfund Ort siehst egal wie lange wie alt er ist.
- 19:01Speaker 0: Egal wie viel es geregnet hat, egal wie viele Leute vorher schon durchbetrampelt sind mehr hast du nicht!
- 19:07Speaker 0: Das was Du hast, hast Du!
- 19:08Speaker 0: Du kannst auch die Vergangenheit nicht ändern und sagen wer besser gewesen wenn die Rettungssanitäter da sind das gemacht hätten?
- 19:13Speaker 0: Ist alles nur geschwärts.
- 19:15Speaker 0: Einzige was zu tun kann ist die Zukunft ändern.
- 19:18Speaker 0: Die Vergangenhet kannst du nicht ändern.
- 19:19Speaker 0: also Fotografier was du hast und mach gute Bilder mit Tatortkärtchen also mit so einem Maßstab Ich halte es mal für dich in die Kamera, wer jetzt nicht das nicht sehen können.
- 19:29Speaker 0: Das ist ein Kärtchen mit Inch millimeter Zentimeter.
- 19:31Speaker 0: Farbskala habe ich selber entwickelt gibt's nichts zu kaufen verrückterweise... ...in dieser Weise als Wegwerfartikel verschenke ich auch zehntausendfach wirklich also kein Witz.
- 19:40Speaker 0: also wir haben da bestimmt schon hunderttausend Stück von gedruckt nur zum Verschenken und ich meine das echte Hunderttaussend!
- 19:44Speaker 0: Also nicht in Anführungsstrichen oder so reinische Zahlen sondern ich mein jetzt echte Zahl Und die legst du halt auf jedes Bild die beschriftest du vernünftig.
- 19:53Speaker 0: Also das würde ich sagen ist das Wichtigste.
- 19:54Speaker 0: Dokumentier was du hast, denn in zehn Minuten wird es nicht mehr so aussehen und der Rest ergibt sich dann aus dem... ...was die Fragestellung ist.
- 20:02Speaker 0: Wir arbeiten ja sehr oft auch aus Akten also dass wir nur Berge von Akten kriegen und dann müssen wir halt mit dem arbeiten was wir haben.
- 20:08Speaker 1: Du hast ja grad schon gesagt, ihr habt viele Fälle die wirklich an die Wand gefahren worden sind.
- 20:15Speaker 1: Viele Verurteilte kommen auch auf dich zu und sagen, ich hab das aber gar nicht getan.
- 20:20Speaker 1: Kannst du dir noch mal anschauen ob man nicht doch beweisen kann dass ich unschuldig bin?
- 20:28Speaker 1: Hast du über die Jahre herausgefunden?
- 20:32Speaker 1: also bei denen also kommen natürlich wahrscheinlich auch viele Leute auf dich irgendwie versuchen, sich rauszuwinden.
- 20:38Speaker 1: Aber es werden ja auch einige dabei sein wo wirklich was dran ist.
- 20:42Speaker 1: wie häufig kannst du denen helfen und woran liegt das überhaupt dass solche leute auch wirklich dann unschuldig verurteilt werden?
- 20:50Speaker 0: Also ich würde es noch weiter fassen eigentlich als du es jetzt gefragt hast.
- 20:53Speaker 0: also was geht da überhaupt vor?
- 20:55Speaker 0: also warum ist das überhaupt... also die geht's schief!
- 20:58Speaker 0: Das ist ganz gut untersucht.
- 20:59Speaker 0: Da gibt es gute Literatur zu.
- 21:02Speaker 0: Ich, warte... ich höre mich jetzt aus der Ferne!
- 21:05Speaker 0: Ich ziehe gerade ein Buch aus dem Buch.
- 21:06Speaker 0: Egal, jetzt komme ich wieder.
- 21:08Speaker 0: Bin vor der Kamera.
- 21:08Speaker 0: das hat der Kollege Sello geschrieben Das habe ich selber einbinden lassen.
- 21:12Speaker 0: Das heißt, er tut mir den Strafjustiz von und elf.
- 21:15Speaker 0: Ich hab auch mit seinen Nachfahren gesprochen Und der war der war straff Jurist, also im Strafrecht tätig.
- 21:23Speaker 0: Ich würde sagen spätestens seit dieser Untersuchung – es gibt auch vorher schon viele – ist das eigentlich bekannt?
- 21:28Speaker 0: Also es liegt daran dass man sich einfach nicht vorstellen kann, dass es anders war der Klassiker ist.
- 21:32Speaker 0: Der Raum war geschlossen und das gibt es übrigens auch schon bei Scheller Combs, die Geschichte heißt ja das gepflegte Band auf Deutsch Und der Raum ist geschlossen.
- 21:39Speaker 0: Es gibt entweder gar keine Erklärungen oder nur eine.
- 21:43Speaker 0: Und der Fehler ist, ich kann das jetzt mal spoilern.
- 21:46Speaker 0: Bitte alle die Ohren zuhalten beim gepflegten Wand.
- 21:48Speaker 0: Jetzt die Ohre zu halten und jetzt kommt die Auflösung.
- 21:50Speaker 0: Da ist halt ein Loch in der Wand und da passiert was durch das Loch an der Wand.
- 21:55Speaker 0: Wenn man jetzt aber das für nicht möglich hält dass ein Loch im der Wand ist weil er halt kein Loch hingehört und es auch keinen Sinn macht dass das Loch dahingehört oder es mit dem gesunden Menschenverstand nicht in Einklang steht oder dann noch nie etwas von gehört habe.
- 22:06Speaker 0: Das sind alles so Begriffe wie wir immer hören.
- 22:08Speaker 0: Dann hast du schon verloren muss halt kindlich daran gehen.
- 22:11Speaker 0: Also daran scheitert es meistens.
- 22:13Speaker 0: Die Erfolgsquote ist aus praktischen Gründen in Deutschland extrem gering, weil Wiederaufnahmeverfahren nicht durchkommt.
- 22:20Speaker 0: Ich habe gerade eins auf dem Tisch liegen.
- 22:22Speaker 0: da ist schon abgelehnt das Wiederaufnahmenverfahren im Fall der uns schon sehr lange begleitet.
- 22:26Speaker 0: Da hat dann der Strafverteidiger ein sehr bekannter Straf-Verteidiger in Deutschland hat nur noch geschrieben als letzte Stellungnahme dazu also jetzt sinngemäß ich sitze hier mit offenen Mund Mehr kann ich jetzt nicht mehr sagen.
- 22:43Speaker 0: Und hat dann dazu geschrieben, okay das zuständige Gericht hat über sechstausend Verfahren pro Jahr.
- 22:48Speaker 0: es gibt keine ausführliche Begründung und schreibt selber dass es wegen der über sechstausend Verfahnen pro Jahr auch keine Ausführungsbegründungen schreiben kann.
- 22:56Speaker 0: Ich meine ok was willst du jetzt noch machen?
- 22:57Speaker 0: Das ist nicht mehr anfächbar da kannst du ja wirklich nur mit auf einem Unter sitzen.
- 23:02Speaker 0: Es gibt aber auch andere zwei anderen sagen wir Schlaglichter, die ich mal setzen möchte.
- 23:07Speaker 0: Das eine ist das die Opfer wenn du so willst.
- 23:10Speaker 0: also damit meine ich jetzt Leute, die unschuldigt an einem Knast landen sich auch wirklich saudumm verhalten und wir haben einen.
- 23:16Speaker 0: bei dem sitze ich im knast.
- 23:17Speaker 0: das war auch ein sehr übler knast also ein sehr alter knast.
- 23:21Speaker 0: der ist mittlerweile auch geschlossen nicht jetzt schlimm oder unmenschlich aber einfach so ungemütlicher knast.
- 23:27Speaker 0: es gibt auch sehr schöne knäste muss man dazu sagen wo man es aushalten kann abgesehen vom freiheitsentzug.
- 23:34Speaker 0: Der ist also wirklich fies gewesen.
- 23:37Speaker 0: In Deutschland, und da saß ich mit dem unter der Erde in so einer Gesprächungszimmer... ...und dann erzählte mir auf einmal ja also... Ich habe das gesehen wie er umgebracht wurde, für den ich jetzt hier... Für den Mord, wo ich sitze, mein Nachbar, und hab gesagt... Ja wer war das denn?
- 23:55Speaker 0: Hatte gesagt, na das war meine Neffe!
- 23:57Speaker 0: Ich stand dahinter so eine Tür zageh' Und hab das also gesehen.
- 24:00Speaker 0: Dann dachte ich mir so, naja also die Gerechtigkeit sieht ja immer und die Polizei findet das raus.
- 24:06Speaker 0: Das weiß doch jeder!
- 24:07Speaker 0: Und dann hab' ich gesagt ach du Scheiße der hat wirklich...der sitzt im Knast und wartet immer noch darauf dass die Gerechtigkeit und die Polizei rauskriegen werden, dass da seine Neffe war.
- 24:18Speaker 0: Und dann bin ich zu seinem Anwalt gegangen, er war auch draußen weil ja?
- 24:21Speaker 0: Und dann habe ich gesagt sagen sie mal wissen Sie wie das passiert ist das Ganze und der so?
- 24:24Speaker 0: neh Ich hab den einfach halt verteidigt und so.
- 24:29Speaker 0: und dann hab ich gesagt Der hat mir gerade erzählt, dass er gesehen hat was passiert ist.
- 24:33Speaker 0: Da können wir das ja spurenkundlich ganz anders angehen.
- 24:36Speaker 0: und dann ist der Anwalt rein hat sich das angehört, hat gesagt es gibt's auch gar nicht!
- 24:39Speaker 0: Hat den ersten Anwald angerufen, wer den als Ersten verteidigt hat?
- 24:43Speaker 0: Und dann hat der erste Anwolt gesagt Ja klar!
- 24:45Speaker 0: Das hat der mir als erstes erzählt.
- 24:47Speaker 0: und dann hab ich gesagt passen Sie mal auf Kein Wort davon.
- 24:50Speaker 0: Das glaubt Ihnen niemand!
- 24:51Speaker 0: Sie werden jetzt keine Silbe vor Gericht sagen, weil niemand wird ihnen glauben dass ihr Neffe das war, weil die Spuren ganz kage spuren also ein Kabelbinder und noch so Kleinkramm.
- 25:00Speaker 0: Die sprechen eindeutig dafür, dass sie das waren Und sie sagen jetzt einfach gar nichts.
- 25:08Speaker 0: Das ist der eine Beispiel.
- 25:10Speaker 0: und dann will ich noch was ganz anderes sagen.
- 25:13Speaker 0: Das kann ich jedem empfehlen.
- 25:15Speaker 0: Ich würde mir mal die Aussagen der Der Täter aus Auschwitz-Bürgenau insbesondere anhören.
- 25:23Speaker 0: Und zwar gibt es einen Juristen, der ein sehr guter Jurist hat also ein Institut gegründet oder das trägt seinen Namen des Instituts und er hat den ersten Frankfurter Ausschwitzprozess begleitet.
- 25:38Speaker 0: und dass der Prozess als Schrafsache gegen Mülker und andere war einer der SS Leute in Auschwiz.
- 25:44Speaker 0: Ich halte das mal in die Kamera, du kannst es jetzt sehen.
- 25:46Speaker 0: Also das heißt Tonbandausschnitte des Ausschwitzprozesses, neunzehntelneinzigzig bis neunzwanzigfünfsechzig und da kann man sich die Original-Tonbänder ohne knacken, ohne rauschen...die sind also tip top!
- 25:56Speaker 0: Das hört sich so an als wie wir jetzt miteinander sprechen, als ob's digital wäre anhören und da kan man auch was drüber lernen, wie krass Leute halt einfach lügen.
- 26:05Speaker 0: und wie sie lügen davon macht man sich im Alltag keine Begriffe weil jeder Mensch die ganze Zeit lügt.
- 26:12Speaker 0: Du siehst heute aber gut aus.
- 26:14Speaker 0: Das ist aber ein schönes Kleid, was du gerade trägst.
- 26:17Speaker 0: Nee nee ich habe dem X nichts davon erzählt.
- 26:21Speaker 0: Blablabla Wenn Menschen reden lügen Sie und das kann man aber schöner und geschärfter sehen wenn sie unter starker Strafbedrohung stehen.
- 26:30Speaker 0: Das waren nämlich damals so bei den Auschwitzprozessen.
- 26:33Speaker 0: die waren ja alle schon wieder normalen Berufen Und viele von denen sind nur als Zeugen vor Gericht geladen worden.
- 26:40Speaker 0: gegen die Angeklagten, also die selber waren gar nicht angeklagt und mehrere davon verstricken sich aber in durch ganz wenige Fragen.
- 26:49Speaker 0: Die der Vorsitzenden Richter stellt in unfassbare Widersprüche Und Jahrzehnte später ist überhaupt erst richtig raus gekommen warum die so komisch gelogen haben.
- 26:58Speaker 0: Also wer sich mal dafür interessiert für dieses ganze Problem was ich eben wie gesagt hier etwas weiter fassen will Wie gehen Sachen schief?
- 27:05Speaker 0: es liegt daran dass Menschen nicht die Wahrheit sagen immer im Alltag, wenn es ernst wird oder auch sonst waren.
- 27:12Speaker 0: Also dieses aufrichtige Reden, das hast du eigentlich fast nur... Deswegen ist mir das auch so angenehm und ich bin auch in einem Vorstand von so einem Verband für Autismus.
- 27:23Speaker 0: Das haste eigentlich fast bei Asperger-Artisten
- 27:26Speaker 0: usw.,
- 27:28Speaker 0: weil die einfach nicht... Die können auch lügen, ne?
- 27:30Speaker 0: So ist das jetzt nicht!
- 27:31Speaker 0: Aber da ist die Rate des sozial angepassten Lügens halt quasi bei Null.
- 27:39Speaker 0: Das ist die Wurzel des Problems, das Menschen aus sozialen Gründen lügen.
- 27:48Speaker 1: Wir hatten vor ein paar Wochen den Strafverteidiger Steffen Ufer hier bei uns der sich mit Rolf Bossli damals zusammen sehr dafür eingesetzt hat dass man sich viel mehr mit der psychologischen Komponente der vermeintlichen Täter der Angeklagten auseinandersetzt.
- 28:04Speaker 1: Ist das also auch etwas neben der biologischen Komponente?
- 28:08Speaker 1: Du hast ja auch im Nebenfachpsychologie studiert.
- 28:12Speaker 1: Ist es auch etwas, was oft zu kurz kommt vielleicht auch der Überlastung des Justizsystems geschuldet?
- 28:19Speaker 0: Nein!
- 28:20Speaker 0: Das ist juristisch nicht lösbar.
- 28:21Speaker 0: Also ich kannte den Boss hier noch und hatte mit dem noch einen Fall zusammen.
- 28:25Speaker 0: Da war er schon sehr alt und ein bisschen tödelig.
- 28:26Speaker 0: Der ist später aber dann auch noch ganz religiös und so geworden, also ganz seltsam... Also passte nicht zu ihm eigentlich, aber wie gesagt ja hatte dann ich vermute meine Demenzerkrankung am Ende.
- 28:37Speaker 0: Und du kannst es juristisch nicht lösen!
- 28:40Speaker 0: Es muss eine Grenze geben ab der Menschen verantwortlich sind wenn du alles lebensgeschichtlich aufbereiten willst.
- 28:45Speaker 0: das sage ich auch aus Menschen die ich erlebt habe im psychischen Erkrankungen aber vor allen Dingen mit Persönlichkeitsstörungen.
- 28:51Speaker 0: Das ist das größere Problem also zum Beispiel Leute mit die Haar Ballerlein Persönlichkeit.
- 28:56Speaker 0: Störung ist jetzt eigentlich das Entscheidende bei den Fällen die ich sehe wo häufig sehr oder eigentlich immer Narzissmus dann auch eine große Rolle spielt, oder psychopatische Täter, Täterin die ich persönlich kenne.
- 29:07Speaker 0: Auch mit sehr hohen Opferzahlen... ...auch mit Kindsmorden und allen möglichen.
- 29:14Speaker 0: Also alles was so im Alltag besonders gruselig wirkt und besonders starke Abwehrreflexe hervorrückt.
- 29:22Speaker 0: Wenn du da anfängst, die Frage der Schuldfähigkeit wie das Bossi damals und andere zurecht gefordert haben zu machen, dann bricht das strafrechtliche System zusammen.
- 29:34Speaker 0: Weil es gibt wirklich immer einen guten Grund – immer!
- 29:40Speaker 0: Und damit sind wir wieder beim Alltagslügen.
- 29:42Speaker 0: Jeder hat im Alltag auch einen gutengrund, warum er am Alltag lügt und nicht einfach mal die Wahrheit sagt oder wenn er die Wahrheiten nicht sagen möchte, einfach erklärt, warum man die Wahrkeiten nicht sagen will oder wenn das schon zu viel verlangt ist, einfach mal Fresse hält anstatt zu lügen.
- 29:55Speaker 0: Also dieses Lügen, das treibt mich in den Wahnsinn und alle anderen Aspies natürlich auch.
- 30:00Speaker 0: Und es ist aber strafrechtlich nicht losbar.
- 30:03Speaker 0: also du kannst sozusagen nicht sagen ich möchte jetzt einen menschlichen Strafvollzug haben.
- 30:07Speaker 0: Auch hier möchte ich mal auf die sehr gute Verhandlungsführung des Richters von den Ausschwitzprozessen nochmal verweisen wo du dich am Anfang fragst.
- 30:14Speaker 0: wenn du so die ersten fünf sechs sieben zehn Stunden hörst denkst dir so warum fragt ihr denn immer nur so kurz?
- 30:19Speaker 0: Ich kann was gerade vormachen.
- 30:21Speaker 0: Also ein Mensch der nur als Zeuge da ist, der eigentlich gar nicht selber angeklagt ist.
- 30:26Speaker 0: Der aber auf der Rampe in Auschwitz gesehen wurde von anderen Leuten soll jetzt einfach sagen dass er an der Ramppe war will er aber nicht sagen aus sozialen Gründen weil dann seine Verwandten sagen wie du hast die Selektionen gesehen obwohl er vorher immer gesagt hat davon wusste ich nichts.
- 30:40Speaker 0: und dann sagt der Richter waren sie auf der Rampel?
- 30:42Speaker 0: dann sagt er nein.
- 30:43Speaker 0: so Eine halbe Stunde später sagt der Staatsanwalt, ich habe noch mal eine Frage an ihn angeklagten.
- 30:47Speaker 0: Waren sie an der Rampe?
- 30:48Speaker 0: Dann sagt er Vorsitzende Richter diese Frage hat der Zeuge schon beantwortet.
- 30:52Speaker 0: Da denkst du dir dann so Ja aber man wird doch wohl nochmal nachfragen dürfen.
- 30:56Speaker 0: Aber dann hast du kein Verfahren mehr.
- 30:58Speaker 0: Wenn man alles zerfrinselt und nochmal nach fragt Und wie in einem US-Film mit einem Kreuzverhör macht Oder wenn du nachfragst ja warum lügt er jetzt?
- 31:08Speaker 0: das bringt nichts.
- 31:09Speaker 0: Letztes Beispiel dazu, das vorletzte Verfahren gegen diesen uralten über- neunzigjährigen Mann auch wegen Auschwitz.
- 31:17Speaker 0: Da hat dann die Anklage... Hat ein ganz psychologisch ausgefeiltes Aufforderung im Schlussplädoyer gemacht.
- 31:27Speaker 0: Jetzt erzählen Sie doch!
- 31:28Speaker 0: Sie sind der letzte Mensch auf dem planeten Erde, der das noch erzählen kann warum sie anstatt an die Front zu gehen?
- 31:34Speaker 0: Das war ja der Deal.
- 31:35Speaker 0: wenn du nach Auschwiz gehst brauchst du nicht in die Front gehen Der erzählen kann, warum sie das gemacht haben.
- 31:41Speaker 0: Und der hat halt geschwiegende Angeklagte und ich weiß genau warum weil er sich gesagt hat die jungen Leute wissen nicht wovon Sie reden fuck you!
- 31:50Speaker 0: Das heißt du kommst mit diesem Psychologischen nicht weiter weil das ist unsere heutige Wahrnehmung.
- 31:55Speaker 0: aber der kommt aus einer anderen Zeit aus einer andern Welt hat andere Dinge gesehen.
- 32:00Speaker 0: dass war der der immer auch gesagt hat in Schulen.
- 32:01Speaker 0: der hat früher in Schulen auch davon erzählt der gesagt hat Ich habe gesehen wie Babys mit dem Kopf gegen die Wand totgeschlagen wurden.
- 32:08Speaker 0: Natürlich war der das selber.
- 32:10Speaker 0: Das hat er selber gemacht, nur er sagt natürlich ich habe das gesehen und er will auch davon erzählen.
- 32:15Speaker 0: aber er will natürlich nicht dass er hinterher das Schwein ist wo alle Leute auf die Straße anspucken und er beim Bäcker keine Schrippen oder Brötchen mehr kaufen kann.
- 32:23Speaker 0: Das heißt du kommst dich weiter mit dem Psychologischen!
- 32:25Speaker 0: Das ist ein anderes Thema.
- 32:27Speaker 0: Ich...das psychologische dient dazu dass Du in die Vorbeugung gehst.
- 32:31Speaker 0: Das Strafverfahren ist aber nicht für die vorbeugungen zuständig.
- 32:33Speaker 0: also ich unterstütze alle psychologischen Fragestellungen und rede auch ganz offen mit den Tätern.
- 32:38Speaker 0: Und nehme die, auch als ganz normale Menschen war nicht als Monster oder weiß was ich, wie die immer bezeichnet werden Bestien aber das juristische Strafprozessuale hat damit einfach nichts zu tun weil sonst gäbe es kein Strafjustiz mehr.
- 32:54Speaker 1: Du wirst ja auch ganz oft gefragt ob es eigentlich das perfekte Verbrechen gibt.
- 32:59Speaker 1: ohne irgendwelche Spuren zu hinterlassen ist das vielleicht auch ein Stück weit Deshalb gar nicht möglich, weil viele verbrechen ja gar nicht auf so eine lange Bank geplant werden.
- 33:11Speaker 1: Also wenn ich jetzt mich hinsetzen würde und ich sagen würde in zwei Jahren planig Personen Y umzubringen, würde ich es dann schaffen?
- 33:19Speaker 1: Wenn ich mir wirklich ganz akribisch die Zeit nehme ...
- 33:24Speaker 0: Hängt von Zufällen ab!
- 33:30Speaker 0: Ich sage dir mal ein Beispiel.
- 33:31Speaker 0: Also, ein sehr gut geplantes Delikt eigentlich das war so einen Gattinnenmord.
- 33:36Speaker 0: also da war einer der total pleite war.
- 33:37Speaker 0: er wollte dann oder seine hat auch seine Ehefrau umbringen lassen Hat aber eigentlich für ein sehr gutes Alibi für sich gesorgt.
- 33:43Speaker 0: also der hat das räumlich zeitlich ganz gut ausgetüftelt dass ja auf gar keinen Fall zu dem Zeitpunkt wo die getötet wurde an der Türschwelle Also sodass es auch relativ schnell entdeckt wurden.
- 33:53Speaker 0: Da war also das zeitliche jetzt nicht fraglich, ne?
- 33:56Speaker 0: Also da ging's jetzt nicht drum War das vor einem Tag Man konnte das gut eingrenzen.
- 34:03Speaker 0: Das ist schief gegangen, weil der zum Beispiel dann das Hotelzimmer für den Auftragstäter bezahlt hatte und da er aber damit gerechnet hat, dass es zum Auftragsteheter überhaupt keine Spur geben kann, kann natürlich auch die Hoteltransaktion überhaupt niemals auffallen.
- 34:19Speaker 0: Und die Spur, die das zu ihm legt ... Weil man dann die Spurs des Geldes verfolgt hat was ja eine sehr wichtige Spur heutzutage noch mehr als jemals zuvor ist.
- 34:28Speaker 0: Das war eigentlich Zufall.
- 34:30Speaker 0: Oder ein Kollege aus München, der Leiter der damaligen Mordkommission ist halt einfach mal bei einem Delikt in Peru hat er beantragt was dann niemals erlaubt worden wäre außer jetzt in dem Fall in München in Bayern weil die halt Geld haben und das ein bisschen strenger sehen dass da immer nach Peru fahren darf und hat dann eine ganz... Eigentlich würde man fast sagen Also sie würde sehr leicht durchs Raster fallen, eine Spur gefunden die sich darauf bezieht wo die Projekte eigentlich genau lagen in so einem Zelt.
- 35:02Speaker 0: In den Bergen da und hat das dann weiter verfolgt.
- 35:06Speaker 0: oder heutzutage hast du ganz verrückte Sachen.
- 35:08Speaker 0: ich war mal bei einer Verhandlung dabei Wo die Masken falsch aufgestellt waren?
- 35:12Speaker 0: Da hatte ihr bloß das ist so ne so ein Schrott so einen Schrottanbieter für Handy Produkte Und die sind also legendär dafür bei den Kunden und Kundinnen, dass sie also katastrophalen Kundenservice hatten.
- 35:26Speaker 0: Ich weiß gar nicht ob es hier noch gibt und auch sonst total viel Scheiße gebaut haben.
- 35:31Speaker 0: Die haben Mastenfallstrom aufgestellt und wenn du triangulierst dann guckst du wo ein Handy eingewählt ist in dem wir gucken von welchen Antennen die Signale aufgefangen werden und dadurch kannst du sehr genau sagen wo jemand ist.
- 35:43Speaker 0: das ist eine Alltagssache wird dauernd gemacht von jeder App.
- 35:49Speaker 0: Das war aber damals noch nicht so bekannt.
- 35:50Speaker 0: Und da hatte der Täter dann ein Handy in den Kofferraum gelegt und hat das rumfahren lassen von jemandem, der das Auto hatte... ...und dieses Handy war auf ihn zugelassen!
- 35:59Speaker 0: Und dadurch hat er gedacht okay, dann verwische ich halt total meine räumlich zeitlichen Spuren.
- 36:03Speaker 0: Jetzt waren aber die Sendemasten teilweise falsch aufgestellt von E-Plus und daraufhin hat die Polizei gesagt wir müssen uns das mal genauer angucken mit diesen ganzen Triangulationstaten.
- 36:12Speaker 0: Die sind irgendwie ein bisschen seltsam oder anders als sonst und sind dann auf die Art überhaupt mal auf die Idee gekommen, diese merkwürdige Spur des Handys anders zu denken.
- 36:23Speaker 0: Also es gibt so viele verrückte Zufälle da könnte ich dir jahrelang wirklich, wirklich jahrelang drüber was erzählen.
- 36:29Speaker 0: deswegen wenn du mit perfekten Verbrechen meinst eins worauf man nicht kommt falls du das meinen solltest weil es gibt natürlich keine perfekte Verbreche.
- 36:36Speaker 0: verbrechen sind idiotisch und nie perfekt dann denke ich mal ist die Antwort Du kannst es nicht steuern Es ist nicht steuerbar.
- 36:49Speaker 1: Bei deiner Arbeit spielen ja auch Insekten eine große Rolle und wie die an Tatorten in Spuren usw.
- 36:56Speaker 1: agieren, was verraten dir
- 36:59Speaker 0: oder
- 36:59Speaker 1: was sind die wichtigsten Informationen, die du mithilfe von Insektern quasi herausfinden kannst?
- 37:06Speaker 0: gibt's nichts wichtigstes?
- 37:07Speaker 0: also du musst oder ich kann es jetzt nur für mich sagen.
- 37:10Speaker 0: Es gibt natürlich Kolleginnen und Kollegen die das total anders machen, ne?
- 37:12Speaker 0: Also ich rede jetzt mal nur von unserem Labor.
- 37:15Speaker 0: Wir gucken einfach nur was da ist so wie ich das vorhin schon mehrmals sagte, Forest Gump Style, wir stolpern da rein, dokumentieren alles.
- 37:25Speaker 0: Ich kann dir mal Beispiele sagen, zum Beispiel vor zwanzig Jahren als das Aufgaben nach Giften in den Insekten zu gucken die ursprünglich aus der bereits zersetzten Leiche kommen wo dann kein Gift mehr ist weil sie zersetzt ist.
- 37:38Speaker 0: Da hat sich so ein Zweig gebildet der heißt forensische Entomotoxikologie also Gifte-Insekten Ausleichen die dann was darüber verraten ob die Person sich selber vergiftet hat.
- 37:48Speaker 0: jemand anders die vergiftete welche Gifste dass man ich muss ehrlich sagen auf die Idee wäre jetzt nicht so gekommen mich nicht so für den chemischen Teil der Interessiere, sondern ich habe in York mit dem Kollegen James Clary, also Jim.
- 38:02Speaker 0: James Clarry haben wir uns immer überlegt was ist das mit biologischen Spuren die in die Maden gelangen, die an der Leiche fressen?
- 38:08Speaker 0: und dann hat er dann später... Also wir haben es auch schon im Labor gemacht aber er hat es dann später als Studie gemacht mit Sperma einfach mal Spermauflichen Teile drauf und dann mal geguckt ob die Spermin Köpfe im Schlund oder Magen wenn man so will von Maden überleben.
- 38:23Speaker 0: und dass tun sie.
- 38:25Speaker 0: Also wenn es regnet, hast du immer noch die Sperminköpfe in den Maden von der Leiche und kannst dann da den genetischen Fingerprog rausholen.
- 38:32Speaker 0: Der Fantasie sind da absolut keine Grenzen gesetzt.
- 38:36Speaker 0: das hängt wirklich vom Untersucherinnen ab und auch davon welche Spuren gesichert wurden.
- 38:41Speaker 0: Da kann ich ja auch noch ein Beispiel sagen.
- 38:42Speaker 0: zum Beispiel Es gab sehr große Auseinandersetzungen drüber von Seiten der Landeskriminalämter und der örtlichen Polizei ob man Leichen mit zu Klebebändern abkleben soll um alle Spuren zu sichern weil das unheimlich aufwendig ist durchzugucken.
- 38:58Speaker 0: Und dann sagen wir mal, bei den Fällen wo das aber gemacht wurde war halt unheimlich viel.
- 39:05Speaker 0: aus deren Sicht quatscht dran also schrott wenn du so willst und das war für uns halt immer super.
- 39:10Speaker 0: da kannst du die Insekten rausholen die mehr oder weniger durch Zufall abgeklebt wurden und kannst viele Informationen rausholen zum Beispiel in welche Umgebung lag die Leiche bevor sie in den Wald gebracht wurde weil es sind andere Insekte dran als im Wald.
- 39:24Speaker 0: Und dann hat ein Student, der Markus Halbach, da Monate am Waldrand mal verbracht und hat alle Waldinsekten untersucht, die an Leichen gehen.
- 39:34Speaker 0: Das waren völlig andere Tiere, als sie wie sonst drangehen.
- 39:38Speaker 0: Weil er aus dem Bereich der Insektenkunde kam, interessierte sich gar nicht so viele Leichen, hat auch die Tiere über der Leiche Flogen eingesammelt, was wir noch nie gemacht hatten.
- 39:47Speaker 0: Wir haben nur die Insekte genommen, die auf der Leich rumkrabbeln.
- 39:50Speaker 0: Und das war eine völlig neue Welt!
- 39:52Speaker 0: Also der hat quasi für uns, der ist danach dann Biolärer geworden.
- 39:55Speaker 0: Er hat gesagt ich mach das nie wieder tschüss!
- 39:56Speaker 0: Ich hab keinen Bock mehr auf diese kriminalistische Sache.
- 39:59Speaker 0: Das führt zu viel Arbeit und so... ...und auch gibt es ja auch kein Geld.
- 40:04Speaker 0: Dann ist er Lehrer geworden, er ist auch ein guter Biolärer geworden.
- 40:07Speaker 0: Und der hat die Welt erschlossen, sagen wir mal der Tiere über der Leiche.
- 40:13Speaker 0: Und das ist natürlich Spitze weil seit wir das wissen können wir natürlich uns fragen, okay was passiert denn eigentlich wenn jemand eine Leiche durch den Wald schleppt?
- 40:23Speaker 0: Was kommen dann Tiere die aus der Luft eigentlich kommen da dran?
- 40:26Speaker 0: oder was ist, wenn ich weibliche Tiere an der Leiche sehe und die Männchen aber nur über der Leich herum zirkeln.
- 40:32Speaker 0: Ist das ne Beobachtung, die vielleicht ein Zäugel oder Ne Zeuge machen könnte, wenn sie zum Beispiel sagen Ich habe einen riesen Schwarm Tiere gesehen Und dann denkst du vielleicht an Schmeißfliegen Aber in Wirklichkeit hat er winzig kleine Sie sind so ein Millimeter groß oder zwei Millimeter Groß Ganz andere Tiere gesehen,
- 40:46Speaker 0: z.B.,
- 40:47Speaker 0: ich sag mal Namen Heliumyziden.
- 40:49Speaker 0: und dann sind wir damit auch verschiedene Tagungen gegangen und haben gesagt, sagt man Leute hat irgendeiner von euch eigentlich schon mal HeliumYziden an Leichen gesehen?
- 40:55Speaker 0: Dann haben alle gesagt ne keine Ahnung, bis einer aus den Niederlanden aufstand.
- 41:00Speaker 0: das hört sich jetzt dramatisch an aber es war wirklich so und er hatte echt so wie Tränen in den Augen und hat gesagt endlich mir hat fünfzehn Jahre lang keiner geglaubt dass diese Tiere an leichen sind weil die halt nichts mit Leichen zu tun haben.
- 41:12Speaker 0: Und jetzt seid ihr die Ersten, die das mal gemessen haben und ich habe das auch weiter nicht publiziert weil alle gedacht haben Ich hab eine Maise und wirklich also es gibt keine Grenzen.
- 41:23Speaker 0: wir leben in der Welt der Gliedertiere, der Insekten und wenn du viel auf Kongressen bist so wie ich das bin und wenn Du viel mit Kolleginnen und Kollegen aus aller Welt redest Wenn Du viele tote Schweine rauslegst im Kolumbien, in Peru, in Kanada Unterwasser was die Kollegin Gell Anderson macht ... in Häusern, was meine Mitarbeiterin die Saskia mal gemacht hat.
- 41:42Speaker 0: Das ist... Du kannst so viel daraus ziehen.
- 41:46Speaker 0: das füllt also Bücher ne?
- 41:49Speaker 1: Du bist ja auch im Naturschutz sehr engagiert hast auch ein paar Interviews mal gesagt dass du gerade erlebst wie die Welt stirbt Dieses Insektensterben, was wir gerade ja in der breiten Gesellschaft gar nicht so wahrnehmen.
- 42:07Speaker 1: Wie ernst ist die Lage denn?
- 42:09Speaker 0: Also das ist mittlerweile gesellschaftlich, wenn du so willst schon angekommen.
- 42:13Speaker 0: also die Bildungsbürger-Bildungsbürgarinnen, also Leute, die sagen mal regelmäßig zum Beispiel eine Tageszeitung lesen oder mein Fingenspiegel online oder so.
- 42:20Speaker 0: Also halt so klassische Bildungsbürger, die müssen auch gar nicht studiert haben oder so sondern sagen wir mal so Facharbeiter-, Facharbeiterinnen, so interessierte Leute halt so.
- 42:29Speaker 0: ne Die wissen das schon.
- 42:32Speaker 0: Also, nur da passiert halt zehn Minuten später was Spannendes um Fußballverein gewinnt ein Wettbewerb oder ein Fußballtrainer wechselt steht an und schon ist es natürlich etwas anderes.
- 42:43Speaker 0: wichtig.
- 42:44Speaker 0: also bekannt ist das schon rausreden kann sich da keiner.
- 42:47Speaker 0: also diese dieses komplette desaster diese diese größte katastrophe dies jemals seites menschen auf der erde gibt gab inklusive aller Vulkanen, Katastrophen und Eiszeiten.
- 42:57Speaker 0: Es gibt kein... es ist nichts Schlimmeres jemals passiert geht halt allen einfach am Arsch vorbei weil sie sagen ja gut ich meine Insekten weiß ich nicht keine Ahnung interessiert mich nicht mag ich nicht oder sehe ich nicht?
- 43:12Speaker 0: also die Ausrede ist nicht vorhanden.
- 43:14Speaker 0: Also wer das in zehn oder fünfzehn Jahren mir erzählen will dass er's nicht gewusst hat dem den lach ich halt einfach aus und red nicht mehr mit dem.
- 43:19Speaker 0: also das sind Lügenmärchen.
- 43:23Speaker 0: Das Ausmaß ist nicht auf Insekten beschränkt.
- 43:26Speaker 0: Es gibt jetzt sehr viele Messungen, also ich habe zusammen mit dem Mann der die Krefeldertstudie mitgemacht hat das war die erste große Studie wo drei Viertel der Insekte verschwunden sind innerhalb von ungefähr fünfundzwanzig Jahren in einem Naturschutzgebiet in Krefeld also in der Nähe von Krefeld.
- 43:42Speaker 0: da hat man dann sehr viele statistische Anmerkungen gemacht von mir und von vielen anderen sehr ernst verfolgt, weil wir gesagt haben okay also so geht es jetzt nicht.
- 43:52Speaker 0: Dass man einfach sagt ok das ist statistisch nicht so einwandfrei und dass damit dann so ins ewige Nirwana schickt.
- 44:00Speaker 0: und dann habe ich beim bei der Tagung der Fliegenkundler die gibt da alle paar Jahre eine Welttagung der fliegenkuntlerin und fliegenkundler das vorgestellt.
- 44:09Speaker 0: auch da keine Resonanz alles so ja keine Ahnung.
- 44:12Speaker 0: wie sehen aber noch Fliegen und Mücken?
- 44:14Speaker 0: Das ist eine Gruppe in Wirklichkeit Fliegen hab ich gesagt, okay also das kann doch jetzt nicht wahr sein.
- 44:19Speaker 0: Und seitdem halte ich da regelmäßig Vorträge und kommt eigentlich nix zurück.
- 44:24Speaker 0: Leute sind immer nur so äh... Das ist aber jetzt schlecht, nicht so ja!
- 44:28Speaker 0: Es ist sehr schlecht, ändert euer Leben heute anstatt rumzulabern.
- 44:32Speaker 0: Dann so hmmm... Jaa... Aber das ist alles zu schwierig?
- 44:35Speaker 0: Nicht so.
- 44:35Speaker 0: ne es ist nicht schwierig, es ist sehr einfach.
- 44:38Speaker 0: Ihr könnt bei Greenpeace euren Strom kaufen statt bei eurem fucking Anbietter der euch nur voll lügt.
- 44:42Speaker 0: ihr könnt heute euch nur noch tierfrei ernähren labert doch nicht immer rum.
- 44:47Speaker 0: Es ist total einfach.
- 44:49Speaker 0: alles und lass euch nicht erzählen, es gibt... es hat keine große Auswirkungen.
- 44:55Speaker 0: das ist doch alles eine uralte Geschichte.
- 44:57Speaker 0: wenn keiner was macht passiert aber nix.
- 44:58Speaker 0: ich weiß nicht was das jetzt soll habe ich keine Lust mit euch drüber zu reden.
- 45:01Speaker 0: Macht etwas oder lasst es bleiben?
- 45:03Speaker 0: Aber holt mich jetzt nicht voll!
- 45:04Speaker 0: Und die Zahlen sind seitdem um dass damit ich das so ein bisschen unterstützen kann.
- 45:08Speaker 0: Ich hab zum Beispiel gleich ne Sitzung mit SAP.
- 45:10Speaker 0: Das ist eine der weltgrößten Firmen.
- 45:14Speaker 0: Die haben das von den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen ausorganisiert.
- 45:17Speaker 0: Und dann habe ich einfach mal so Daten geholt, von Tieren die die Leute mehr interessieren also Elefanten, Antilopen und so, ne?
- 45:22Speaker 0: Das kennt jetzt jeder von König der Löwen und so.
- 45:27Speaker 0: Du kannst dir das... Also das Ausmaß ist unvorstellbar!
- 45:30Speaker 0: Ich war vor einer Woche bei einer Konferenz vom Museum König.
- 45:32Speaker 0: Da hat die Kollegin in einem Nebensatz Darum ging es überhaupt nicht Der Vortrag handelte überhaupt nicht davon Hat die erzählt über Antilopen, die in dem Gebiet, im Naturschutzgebiet ... wo sie selber war und selber gezählt hat.
- 45:44Speaker 0: Da sind innerhalb weniger Jahre... ...fünfundachzig Prozent der Tiere weg, einfach weg!
- 45:50Speaker 0: Und das hat sie in so einem Nebensatz erwähnt.
- 45:52Speaker 0: Das war eine Zoom-Konferenz.
- 45:53Speaker 0: Dann habe ich am Ende gesagt, sag mal hast du das mal veröffentlicht?
- 45:55Speaker 0: oder haste Zahlen?
- 45:56Speaker 0: Und dann hat sie einen sehr schönen Satz gesagt.
- 45:58Speaker 0: die war ganz ruhig.
- 45:59Speaker 0: Keine Aufregung kein Aktivismus gar nichts.
- 46:02Speaker 0: Die ruhe selbst eine junge Biologin.
- 46:04Speaker 0: Hat die gesagt ja also das war das erste was ich gemacht habe.
- 46:08Speaker 0: ... bevor ich irgendwas anderes veröffentlicht habe, ... ... hab' ich diese Zufallsdaten sozusagen wenn man so will oder diese ... ... ich nebenbefunde... ... hab', ich veröffentlich.
- 46:17Speaker 0: Und dann hat sie mir da in dem Weißen im Chatfenster ... ... hat dann jemand mir den Link geschickt.
- 46:21Speaker 0: und ich so das kann noch jetzt nicht wahr sein!
- 46:23Speaker 0: Und in diesem Museum König kannst du in der Cafeteria immer noch Tierprodukte kaufen?
- 46:28Speaker 0: Also der Kuchen ist mit Milch gemacht und mit Eiern und so ... ... und dann habe ich schon lange vorher schon von ein zwei Jahren ... ... habe ich denen gesagt Leute ihr könnt nicht einen Museum haben indem ihr den Atemschwund da stellt und gleichzeitig den größten Beitrag, der den Atemschwund bewirkt.
- 46:42Speaker 0: Nämlich dass die Menschen Tierprodukte verwenden.
- 46:44Speaker 0: Ne?
- 46:44Speaker 0: Ninzig Prozent allen Sojas auf der Welt werden zum Verfüttern an Tiere verwendet.
- 46:48Speaker 0: Drei Viertel des Wassers und so weiter werden verwendete um Tierprodukte herzustellen.
- 46:52Speaker 0: das wird die Landflächen, die Wälder wenn immer alle heulen, dass die Wälder abgeholzt werden ja dann verwenden auch nie wieder Tierprodukten.
- 46:58Speaker 0: was sind das für ein schwachsinniges Gelaber.
- 47:02Speaker 0: Dann haben die so einen lächelnden Brief mir zurückgeschrieben vom... Ich bin auch Mitglied seit Jahrzehnten im Förderverein und so, ne?
- 47:07Speaker 0: Also ich bin jetzt nicht irgendein Verrückter der da von der Seite kommt.
- 47:11Speaker 0: Und dann haben sie gesagt ja naja Herr Doktor Behnike!
- 47:13Speaker 0: Jetzt naja,
- 47:14Speaker 0: ne?!
- 47:16Speaker 0: Gegen Kuchen wird doch jetzt wohl keiner was haben können gegen den leckeren Stück Kuchen und gegen ein Bürstchen nachmittags,
- 47:21Speaker 0: ne!?
- 47:22Speaker 0: Wenn die Kinder da... ...und dass die Katastrophe ist unbeschreiblich Das Ausmaß ist unbeschreiblich und die absolute Gelassenheit, mit der die Menschen in ihrem Auto sitzen was mit Fünfhundert kmh gerade Richtung Wand läuft, ist halt auch geil.
- 47:42Speaker 0: Es ist so als ob du in dem Auto sitzt und sagst ach schönes Wetter heute ich lass mein Elbogen raushängen vielleicht kann man vor der Wand ja da noch abbremsen.
- 47:49Speaker 0: dann so nein es sind noch zweihundert Meter und du fährst fünfhundert Stundenkilometer!
- 47:53Speaker 0: Es gibt keine Macht der Welt und kein Wunder was das abbremsen kann außer du biegst ab.
- 47:58Speaker 0: Also ich kann dir das nicht anders beschreiben.
- 47:59Speaker 0: Es ist von den Daten hier unfassbar, es sind zwei Berichte dieses Jahr rausgekommen.
- 48:04Speaker 0: die können sich die Hörerinnen und Hörern ja gerne mal angucken.
- 48:06Speaker 0: also es ist jetzt Jahr März, im Jahr zwanzig.
- 48:09Speaker 0: Die sind vor kurzem raus gekommen von den Vereinten Nationen ein Bericht und vom britischen Finanzministerium ein Berricht.
- 48:16Speaker 0: Die beide sozusagen, da steht dasselbe in ruhigen sachlichen Worten drin wie das was ich gerade geschildert habe.
- 48:21Speaker 0: Es gibt keinen Wissenschaftler und keine Wissenschaftlerin auf dem Planeten Erde mehr die irgendeine andere auf Zahlen, Tatsachen und Messungen beruhende Mitteilung machen als ich.
- 48:33Speaker 1: Siehst du noch eine Chance das wir rechtzeitig kapieren wie ernst die Lage ist?
- 48:38Speaker 1: Und irgendwas dagegen tun?
- 48:39Speaker 1: also es ist ja alles sehr man hat ja aber das Gefühl wird tun immer nur so.
- 48:44Speaker 1: wir werden immer nur dann aktiv wenn's uns wirklich ganz persönlich weh tut.
- 48:49Speaker 1: glaubst du wir haben doch irgendeinen Weg?
- 48:51Speaker 0: Ja, der Weg ist ja klar.
- 48:52Speaker 0: Der ist ja längst bekannt.
- 48:54Speaker 0: also die Berichte sind alle raus wie gesagt.
- 48:56Speaker 0: Ich nenne jetzt nur mal die Vereinten Nationen.
- 48:58Speaker 0: ich möchte aber die Engländer deswegen besonders erwähnen weil sie halt sehr...die sind halt sehr krämerisch.
- 49:03Speaker 0: Die Schundscharztawien hat ja die Regenwürmer gezählt und mitgeteilt welchen betriebswirtschaftlich-volkswirtschaftlichen Wert die haben.
- 49:09Speaker 0: da gibt es ein sehr schönes Buch von ihm nur über Regenwirmer.
- 49:13Speaker 0: Eines der besten Bücher von Darwin wirklich
- 49:15Speaker 1: superbuch ...
- 49:18Speaker 0: auch ganz kremerisch und zahlenorientiert, so kennt man ihn eigentlich gar nicht.
- 49:22Speaker 0: Als heute sehen wir ihn nur noch als Helden der Biologie aber der war auch schon so... Und nee also die Wege sind alle vorgezeichnet ist kein Problem!
- 49:30Speaker 0: Also das ist alles machbar.
- 49:32Speaker 0: Also Fridays bei denen ich vor drei Tagen war viele Stunden lang.
- 49:38Speaker 0: Ich habe die kompletten Kundgebungen in Köln mitgemacht von der ersten bis zur letzten Minute.
- 49:41Speaker 0: Die waren wirklich sehr lang und auch sehr anstrengend.
- 49:44Speaker 0: sagen halt, es muss halt Verkehrswende sein.
- 49:47Speaker 0: Dann Energiewende und dieses Essensthema haben wir nicht so auf dem Schirm aber das bringen dann halt alle ein wie ich eher aus dieser Ecke kommen.
- 49:57Speaker 0: also Nahrungsumstellung was ist kein Problem?
- 49:59Speaker 0: Das kann heute problemlos passieren!
- 50:01Speaker 0: Ich wiederhole nochmal ihr könnt heute euren Energieanbieter wechseln insbesondere... Greenpeace oder so, die also nicht so rumlügen.
- 50:10Speaker 0: Es gibt auch solche, die verkaufen hier Fake-Ökostrom aber es gibt auch welche, die echten Ökostroben haben der auch wirklich ohne... Ich kenne jetzt schon alle Argumente gegen Ökostobe.
- 50:20Speaker 0: Die sind alle berücksichtigt bei Greenpeace.
- 50:23Speaker 0: Ihr könnt alle ab heute nie wieder ein Tierprodukt verwenden.
- 50:26Speaker 0: kein Leder, keinen Quark, keine Eier, keine Milch, keine Ausreden Kein Blabla, keine Molke.
- 50:32Speaker 0: ihr könnt alle Dafür sorgen, dass ÖPNV benutzen und Fahrräder und zu Fuß geht.
- 50:40Speaker 0: Ich kenne nämlich auch jedes Argument gegen Elektroautos.
- 50:42Speaker 0: vergessen wir Elektro Autos.
- 50:43Speaker 0: ja also die hier zuhören die meisten hier zumindest sind in der Lage mit ÖPN V zu reisen mache ich das ja seit ich lebe.
- 50:50Speaker 0: ich habe noch nie in meinem Leben ein Führerschein gehabt.
- 50:52Speaker 0: das geht man kann in der Nahstrecke natürlich dann Kraftfahrzeuge benutzen.
- 50:56Speaker 0: irgendwie wenn den Kalao am Bahnhof bist er liegt weit außerhalb der Stadt kannst du halt... musst du mit Kraftfahrzeug fahren, außer du hast dein Fahrrad mitgenommen.
- 51:03Speaker 0: Aber wenn du die ganze Technik dabei hast passt das auch nicht aufs Klapprad.
- 51:07Speaker 0: also so ist es ja nicht.
- 51:08Speaker 0: aber jeder kann das.
- 51:10Speaker 0: ich nur, ich war halt nur gelaber und ausreden.
- 51:15Speaker 0: Und dagegen kannst du...
- 51:17Speaker 1: Kann ich bezäugen?
- 51:17Speaker 1: Ich habe auch nie einen Führerschein gemacht und komme wunderbar überall hin wo ich ihn möchte.
- 51:25Speaker 1: Weil du auch gerade das Thema Ernährung ansprichst, vielleicht noch als einer der letzten Punkte bevor ich dir zu viel Zeit stehle.
- 51:33Speaker 0: Alles gut.
- 51:35Speaker 1: Vielleicht das Thema Ernährung nochmal kurz angesprochen?
- 51:38Speaker 1: Ich habe immer das Gefühl und auch mit ganz vielen Leuten schon darüber gesprochen eigentlich wäre doch das Thema in Anführungsstrichen einfachste Weg, wenn wir jetzt sagen Mobilität.
- 51:50Speaker 1: Ja gut da gibt es gewisse Befindlichkeiten und gewisse Herausforderungen.
- 51:53Speaker 1: die kann man vielleicht irgendwann mal.
- 51:55Speaker 1: also wenn man jetzt sagt Die Leute wollen einfach nicht.
- 51:57Speaker 1: dann gibt's vielleicht irgendwann Mal eine technologische Lösung dafür.
- 52:01Speaker 1: aber für Ernährung werden Wir keine technologischen Lösungen finden.
- 52:05Speaker 1: Also wir müssen uns verändern wir müssen unser Verhalten ändern Wenn wir da eine positive Veränderung herbeiführen möchten.
- 52:12Speaker 1: oder
- 52:13Speaker 0: Also technologisch ist das so, dass du bei der Verkehrswende sozusagen wenn wir jetzt mal darüber reden wollen weil das viele Leute noch nicht so im Bewusstsein sind.
- 52:21Speaker 0: Kannst du das?
- 52:22Speaker 0: Wenn die technischen Lösungen da sind, die jetzt sagen wir mal extrem umweltfreundlich wären und irgendwie wo keine Kinderarbeit in irgendwelchen Minen erforderlich sind dann ist es viel zu spät.
- 52:32Speaker 0: also die Zeit des Verhandelns ist längst vorbei.
- 52:37Speaker 0: realistisch seit zehn Jahren vorbei.
- 52:39Speaker 0: Also dieses ewige Verhandeln nützt nicht, das kann ja mal ein Beispiel aus Köln sagen.
- 52:41Speaker 0: in Kölnen wäre es sehr gut.
- 52:44Speaker 0: da wurde von den politischen Parteien bei der Wahl an dreihundertsechzig Euro Ticket versprochen für einen öffentlichen Personennahverkehr.
- 52:50Speaker 0: dann hätte man sehr schnell netzartig die Stadt mit einem Straßenbahnverkehrssystem überziehen können.
- 52:55Speaker 0: Das geht in Kologne sehr gut weil es gibt keine echte Metro wie in Paris oder New York oder London.
- 53:00Speaker 0: und dann könnte so eine Netz mit Straßenbahnen machen Weil die unter der Erde fahren sind wirklich auch nur Straßenbahne die dann wieder hoch kommen.
- 53:06Speaker 0: Das wäre sehr schnell gegangen, das wäre sehr energieeffizient gewesen.
- 53:08Speaker 0: Wir wären sofort eine Modellstadt geworden.
- 53:10Speaker 0: und dann haben die Parteien, die das versprochen hatten auch die Oberbürgermeisterinnen, auch Neugewälteparteien die vorher noch nicht im Stadtrat waren, haben sofort als erstes gesagt ne das ist schon so lange in Planung dass andere Projekte ein Tunnelprojekt was super teuer ist auch wieder garantiert schief geht.
- 53:26Speaker 0: Köln hat desaströse Erfahrungen mit Tunnel-Projekten gemacht.
- 53:31Speaker 0: Das nächste wird auch wieder so sein.
- 53:33Speaker 0: Und das Problem ist, dass die Energiebilanz scheiße ist.
- 53:36Speaker 0: Du kriegst wenn du diese Großbauprojekte auch wie Stuttgart-Einundzwanzig und so weiter machst.
- 53:41Speaker 0: Wenn sie dann fertig sind von der Planungsphase bis zum Ende vergehen ja meistens zwischen sagen wir mal fünf zwanzig bis vierzig Jahre in Deutschland.
- 53:51Speaker 0: Dieses Neubau dieses Graben, dieses Betonieren und so... Das trägt so stark dazu bei, dass sozusagen die das von heute so Klimaziele nennen.
- 54:03Speaker 0: Dass du dir eigene Klimazile untergräbst.
- 54:04Speaker 0: Selbst wenn du das in ÖPNV investierst, dass nicht mehr bis sagen wir mal... ...二 Tausendfünfunddreißig oder so überhaupt sich rentiert.
- 54:14Speaker 0: Da rechnest du dann mit Zeiträumen wie?
- 54:16Speaker 0: Das rechnet sich dann bis zum Jahrhundertwechsel.
- 54:19Speaker 0: nur bis zum jahrhundert Wechsel liegen bereits sogar zwei tausend Fünfzig.
- 54:23Speaker 0: schon liegen ja bereits große Teile der Niederlande Hamburg Bremen Teile von Bangladesch und so weiter unter dem Meeresspiegel.
- 54:31Speaker 0: Also das heißt, was nützt das Verhandeln und das Rumrechnen?
- 54:34Speaker 0: Wenn wir jetzt schon nach der besten Rechnung... Das ist keine Hochrechnung oder wie bei Wahlen, sondern es ist eine Tatsache die eher noch eine schwache Berechnung darstellt.
- 54:45Speaker 0: Meistens wird das sehr stark unterschätzt von diesen Klimamodellen.
- 54:48Speaker 0: Das wissen wir jetzt weil mehrere Kipppunkte überschritten wurden in den letzten Monaten.
- 54:53Speaker 0: Wir wissen also dass es schneller geht.
- 54:55Speaker 0: Was solls?
- 54:56Speaker 0: Also deswegen auf die technologischen Lösungen dazu setzen oder zu sagen fang noch mal mit der Ernährung an, was du ja jetzt gerade gefragt hast.
- 55:05Speaker 0: Das ist sehr gefährlich.
- 55:07Speaker 0: also du hast aber recht ich würde auch als Test dafür ob du überhaupt bereit bist etwas zu machen würd' dich die Ernährungen nehmen weil die sofort eben so riesige Landflächen, riesige Mengen an Süßwasser gewaltige Menge an CO² wieder freigibt dann natürlich die ganze Tierqual beendet von der wir jetzt hier mal gar nicht reden wollen.
- 55:25Speaker 0: ob du das ernst meinst, kannst du daran testen und ich kann dazu ehrlich sagen.
- 55:28Speaker 0: Ich habe in den letzten, sagen wir mal zwölf Monaten gelernt dass auch die meisten Leute, die eben Aktivisten für irgendwas sind was damit zusammenhängt nicht dazubereit sind.
- 55:39Speaker 0: Die sind nicht dazu bereit auf Tierfreie Ernährung umzustellen und fangen dann an mit diesem Bio-Fleischmärchen oder mit dem ganzen anderen Lügenmärchchen die du dann erhörst.
- 55:49Speaker 0: also so gesehen klar nur Das will ich jetzt nicht beklagen, weil ich will nicht wie so ein Kabarettist hier irgendwie rumheulen und die Leute zum Lachen bringen.
- 55:58Speaker 0: Und dass sie sich irgendwie wohlfühlen mit einem Tass.
- 56:02Speaker 0: Sondern ich möchte lieber sagen macht einfach was... ...und fertig!
- 56:07Speaker 0: Labert nicht rum, macht's heute.
- 56:09Speaker 0: Egal was!
- 56:10Speaker 0: Also Energiewende und Verkehrswende ist auch super.
- 56:13Speaker 0: zum Beispiel dann fahrt doch jetzt einfach Rad anstatt nur zu erzählen ihr Fahrrad.
- 56:17Speaker 0: Macht es doch wirklich messbar?
- 56:18Speaker 0: Nehmt ein Zettel schreibt da drauf wie viel ihr heute statt mit dem Auto, mit dem Öffentlich-Personalferkennung Rad gefahren zu sein.
- 56:25Speaker 0: in den Zetteln fühlt er jetzt jeden Tag aus.
- 56:27Speaker 0: ich will den zettel sehen.
- 56:29Speaker 0: Nicht die kabarettistische Schwafelnummer
- 56:33Speaker 1: Corona und die Pandemie hat uns in ganz vielen Bereichen zu einer Veränderung unseres Lebens gezwungen.
- 56:40Speaker 1: Und hier und da ja auch durchaus unsere Mobilität eingeschränkt, unser Konsumverhalten verändert.
- 56:46Speaker 1: Jetzt hatte ich lange Zeit die Hoffnung dass ... Nach Corona, die sich die Leute vielleicht so ein bisschen überlegen.
- 56:53Speaker 1: Brauche ich denn das alles was ich da so habe?
- 56:56Speaker 1: Muss ich die ganze Zeit neue Klamotten tragen?
- 56:58Speaker 1: muss ich die ganzzeit all diese Umwelt belastenden meinen Unbild belasten des Konsumverhalten?
- 57:04Speaker 1: muss ich das so ausleben?
- 57:06Speaker 1: inzwischen hab Ich das Gefühl dass ich glaube sobald das alles vorbei ist die leute vielleicht sogar ... noch mehr machen werden, was schlecht ist.
- 57:15Speaker 1: Weil sie zurückkommen und sagen jetzt endlich... ...und jetzt reise ich noch mehr, jetzt kaufe ich nochmehr... Hast du eine Hoffnung, dass es irgendeinen positiven Impact haben könnte?
- 57:26Speaker 0: Hoffnung ist ein sinnleerer Begriff.
- 57:30Speaker 0: Weil wir das heute mehrmals als Thema hatten, weil ich gerade da viel mit arbeite,... Das bringt dich durch Wände im KZ bis im KL.
- 57:38Speaker 0: Bringt dich das durch, indem du sagst okay vielleicht sterbe ich aber falls ich nicht sterbe sollte ich vielleicht daran glauben dass die Zukunft noch was bringen.
- 57:44Speaker 0: Aber ich meine in so einer Situation sind wir nicht.
- 57:46Speaker 0: Wir sind nicht eingepfercht in irgendeinem Lager wo wir nackt frierend geprügelt stehen sondern wir sind in Deutschland.
- 57:54Speaker 0: selbst wenn ich auf Hartz IV bin zahlt jemand meine Wohnung mein Fernseher um ein Auto für mich.
- 57:59Speaker 0: also es ist wirklich kein Vergleich.
- 58:01Speaker 0: ja und Natürlich ist man Handlungsspielraum eingeschränkt, aber für jeden ist der irgendwie eingeschrankt.
- 58:07Speaker 0: Aber da jetzt auf Hoffnung zu setzen oder bei Hoffnung zureden, ist halt genau das was ich gerade nicht möchte.
- 58:13Speaker 0: Cabaret-Hoffnungen, Rumhäten, Klugscheißern, Erklärungen abgeben... Das ist uninteressant!
- 58:20Speaker 0: Es interessiert niemanden.
- 58:21Speaker 0: Zeig mir was du heute machst.
- 58:25Speaker 0: Alles andere ist mir egal.
- 58:26Speaker 0: Ich hatte zum Beispiel vorgestern oder so auch ein Gespräch darüber.
- 58:30Speaker 0: Ich habe aber früher viel konsumiert und so, dann hab ich gesagt, interessiert mich nicht.
- 58:33Speaker 0: Das Vergangene ist vorbei!
- 58:35Speaker 0: Es interessiert sich was du ab der nächsten Minute machst.
- 58:38Speaker 0: Die interessiert dich nicht.
- 58:39Speaker 0: die letzte Minute, die ist vorbei.
- 58:41Speaker 0: Und deswegen... Hoffnung ist ein völlig uninteressantes Thema in dieser Situation.
- 58:48Speaker 0: Interessant ist was die Menschen handelnd auf der Grundlage von Zahlen tun und von Tatsachen und von Messungen mehr nicht und weniger auch nicht.
- 58:59Speaker 1: Das ist doch eigentlich ein perfekter Appell daran, dass uns alle die uns bis hierhin zugehört haben.
- 59:05Speaker 1: Einfach mal ab jetzt, ab der nächsten Minute, ab dem Moment wo sie auf den Stopp-Button auf ihrem Player drücken einfach mal anfangen Dinge anders zu machen und uns sinnvoller zu noch denken.
- 59:18Speaker 0: Ja dazu nur noch eine kleine Anmerkung ich würde das auch nicht als Stop ansehen!
- 59:21Speaker 0: Das is gar kein Stop.
- 59:24Speaker 0: vernünftige Weiterentwicklung, die menschlich und menschenfreundlich ist.
- 59:28Speaker 0: Und allen nützt das nütze dir selber und nutzt allen anderen mehr geht überhaupt nicht.
- 59:32Speaker 0: also das ist gar kein Stopp sondern das ist ein.
- 59:34Speaker 0: das ist so.
- 59:36Speaker 0: ich sagen Das ist ein Wechsel vom Werde noch kennt von Walkman auf einen MP-III SD Kartbetriebensystem was alles nütz viel besser ist.
- 59:50Speaker 0: Du verzichtest auf nichts, du rückst auch nicht auf Stopp.
- 59:52Speaker 0: Sondern du machst einfach was Schöneres Besseres wenn du so willst auch Glückliches weil natürlich in diese Kreislauf des Lebens vielleicht dann wieder stärker wahrnimmst.
- 1:00:01Speaker 0: also mit stoppert das gar nix
- 1:00:04Speaker 1: absolut ja.
- 1:00:06Speaker 1: danke dir für die ganzen vielen Einblicke und deine Zeit.
- 1:00:08Speaker 0: Ja dank es ist Fragen.
- 1:00:12Speaker 1: Das war's leider schon Die letzte Runde ist ausgetrunken.
- 1:00:16Speaker 1: das Gespräch zu Ende.
- 1:00:18Speaker 1: Vielen Dank fürs Zuhören.
- 1:00:21Speaker 1: Bitte nimm Rücksicht auf die Nachbarn und sei leise, wenn du die Bar verlässt.
- 1:00:26Speaker 1: Aber vergiss auf keinen Fall den abonnieren Button zu klicken!