Latest / BZ am Ohr / Kochen, essen, posten (3): Viktoria Fuchs, wie führt man ein Restaurant in die 6. Generation?
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- Es gibt nicht diese eine Heldentag, von denen alle sprechen. Es gibt nicht dieses eine, es ist ein Vater erkrankt, ich laufe los. Das ist was, was es in Filmen gibt. Im normalen Leben ist es so, dass du erstmal wahnsinnig besorgt nach Hause fährst. Und dann überlegst, okay, was mache ich jetzt hier? Und ich bin nicht die Person, die wahnsinnig organisiert in ihr Leben reingestartet ist. Sondern dann war ich halt da und wir haben es halt gemacht. Mal eben ein Hotel und Restaurant übernehmen, das Romantik Hotel und Restaurant Spielweg im Münstertal. Das hat Viktoria Vicky Fuchs gemacht, zusammen mit ihrer Schwester Christine. Wobei das mit mal eben natürlich nicht ganz stimmt. Genau darüber haben wir im Podcast gesprochen. Was heißt es eigentlich, einen Familienbetrieb in die sechste Generation zu führen? Mit Mitte 30, einem kleinen Kind und drei Generationen unter einem Dach, die jeden Tag zusammenleben und arbeiten. Mit Dutzenden Mitarbeitenden, anspruchsvollen Gästen und mehreren Fernsehshows im Jahr. Daher kennt ihr Viktoria Fuchs vielleicht. Egal ob Kitchen Impossible, Küchenschlacht oder Fuchs und Vogel, wahrscheinlich ist euch Vicky schon mal über den Bildschirm oder den Instagram-Feed gelaufen. Meine Kollegin Annika Vogelbacher und ich haben sie im Münstertal besucht. Und passend zum Jahresende ging es um Übergänge. Von einer Generation zur nächsten, von der Köchin zur Chefin und natürlich von 2025 in 2026. Mit allem, was dazugehört. Ein schönes Weihnachtsessen und Pläne schmieden. Ihre Pläne teilt Vicky Fuchs im Podcast mit uns. Schön, dass ihr da seid. Ich bin Lisa Böttinger und ihr hört BZ am Ohr. Übrigens, diese Folge ist ein Teil einer Podcast-Serie, ein Drei-Gänge-Menü zu Weihnachten sozusagen. Das packe ich euch nochmal in die Shownotes. In Folge 1 geht es um Sina und Marcel Hildmann. Das Paar hat im Schwarzwald eine vegane Vesperstube eröffnet und sich damit nicht nur Fans eingehandelt. In Folge 2 nimmt die Freiburger Köchin und BZ-Kolumnistin Mira Maurer euch mit in ihre Welt zwischen Showküche und Instagram. Jetzt hört ihr Folge 3 mit Sterneköchin Viktoria Fuchs aus dem Münstertal. Die Folge eignet sich hervorragend, wenn ihr euer eigenes Jahr nochmal kurz Revue passieren lassen und Energie fürs neue Jahr tanken wollt. Vor Energie strotzt Vicky nämlich während des ganzen Gesprächs. Lasst euch anstecken und super viel Spaß dabei. Guten Morgen, Vicky Fuchs. Einen wunderschönen guten Morgen. Herzlich willkommen bei uns im Podcast BZ am Ohr und schön, dass wir heute dich besuchen dürfen. Normalerweise sage ich immer schön, dass du da bist, aber wir sind heute de facto hier im Spielweg im Romantik-Hotel. Ist aber auch natürlich momentan mit diesem leicht gezuckerten Berg vorne dran schon auch schön. Ja, man versteht, woher der Name kommt. Du warst gerade mal wieder nicht im Romantik-Hotel, sondern bei Verstehen Sie Spaß kürzlich, habe ich gesehen, mit Barbara Schöneberger und hast einen Winzer reingelegt. Ja. Ist das so ein Moment? Von vielleicht mehreren, mit denen du nicht gerechnet hast, als du den Job der Küchenchefin angetreten hast. Gibt es da noch mehr davon, wo du denkst, okay, darauf habe ich mich eigentlich nicht beworben? Genau, also mit sowas rechnet man nicht. Also A, es ist absurd, in einer öffentlich-rechtlichen, einer der großen Abendshows zu sitzen und neben Frederik Lau, neben Annika Lau und so, und dann sitzt man so rum und denkt so, wichtig ist, dass ich gerade sitzen bleibe. Und damit rechnet man überhaupt nicht. Es ist überraschend, das ist großartig, dass man das erleben darf. Aber es ist am Ende, wenn man drei Striche drunter zieht, auch mega gut, wenn ich wieder hier zu Hause bin. Ja, du warst auch die Einzige, die so in gechillten Sneakers da in dieser Runde saß, neben ganz vielen Glitzeranzügen. Ist mir auch aufgefallen, fühlst du dich da noch so ein bisschen exotisch oder nicht? Oder ist das fein? Witzig, dass wir direkt über Klamotte sprechen, weil normalerweise ist Klamotte nicht mein Thema, weil ich eigentlich, wenn ich im Fernsehen auftrete, immer Kochjacke an habe. Und mir ist es wichtig, dass die Leute, die mich kennen oder die Leute, die meine Freunde sind und sich das anschauen am Ende sagen, ja krass, das ist genau die Biki. Und ich glaube, ich habe das mit dem Outfit ganz gut hingekriegt. Es sah Samstagabend tauglich aus, aber ich habe mich immer noch wohl gefühlt und bin nicht auf irgendwelchen Heels rumgelaufen, auf denen ich a nicht laufen kann und b nicht. Weiß nicht, ich mich vielleicht nicht 100% wohlfühle. Stichwort High Heels. Du hast dich auch Insta als Fan von Barbara Schöneberger auch geoutet. Toll. Wer inspiriert dich denn mehr oder hat dich mehr inspiriert? Barbara Schöneberger oder Duis Steiner? Duis Steiner. Bei der hast du gelernt. Genau. Das bleibt wahrscheinlich ein Leben. Genau. Duis Steiner ist meine Lehrerin mit Udo Weiler zusammen, also mit ihrem Mann. Barbara Schöneberger ist jemand, zu dem man respektvoll aufschaut. Und das großartig findet, was sie in ihrem Leben erreicht hat oder was sie in ihrem Leben alles getan hat. Weil die hat auch wirklich von der Pike auf angefangen, die hat richtig gearbeitet, geackert, sagt sie manchmal. Und zu der habe ich aber keinen persönlichen Bezug, die hat mir nichts Persönliches mitgegeben, im Gegensatz zu Duis Steiner, die praktisch mein Leben schon auch mitgeprägt hat. Genau, da hast du, glaube ich, zwei intensive Jahre dann in der Ausbildung in der Küche verbracht. Dreieinhalb. Dreieinhalb. Wenn du jetzt auf dieses Jahr zurückschaust, wie viel Zeit verbringst du so hier, jetzt in diesem Spielweg-Idyll, sag ich mal, und wie viel bist du on Tour, egal ob es jetzt für einen Gewürzehersteller in Brasilien oder irgendwo ist, oder im Öffentlich-Rechtlichen oder im Privatfernsehen, wie teilt sich das auf? Wie war dein Jahr? Ich glaube, das muss man auch wieder differenziert betrachten, weil es gibt Jahre, wo man ein bisschen mehr weg ist und es gibt Jahre, da bekommt man ein Kind, dann ist man ein bisschen weniger weg. Und mir ist es wichtig, Nebensatz, ja, ich habe ein Kind. Wie alt ist deine Tochter? Eineinhalb jetzt. Wird jetzt im Februar zwei Jahre alt. Also es gibt verschiedene Antworten, die ich da gerne sagen würde. A, wir haben dieses Jahr im Spielweg ein anderes Jahr gehabt. Wir haben eine riesengroße Baustelle vor der Tür gehabt. Wir haben unseren Wellnessbereich sehr, sehr groß umgebaut, haben eine große Investitionssumme reingesetzt. Kommen wir noch drauf, ja. Wo wir aber einfach das Hotel oder auch das Restaurant nicht so stark auslasten konnten, weil wir das Kontingent gar nicht hatten, weil eben eine Baustelle war. Somit haben wir dieses Jahr gesagt, ich habe ein paar mehr Freiheiten, ich kann ein bisschen mehr machen. Das heißt, dieses Jahr war ich vielleicht 14 Tage mehr unterwegs als die anderen Jahre. Sonst habe ich für mich eine relativ klare Struktur. Ich sage immer so, wenn es am Ende sechs, sieben Wochen sind, wo ich nicht da bin, aufs ganze Jahr verteilt, mal zwei Tage, mal vier Tage, mal eine Woche in Brasilien, dann ist es für mich ein Rahmen, den ich mit meiner Familie, mit meinem Mann. Wenn jetzt aber du morgen anrufst und sagst, Vicky, ich habe eine gute Idee, wir verreisen jetzt nochmal ganz spontan, dann würde ich das individuell immer abklären lassen. Weil natürlich der Spaß, den mir das Ganze macht oder was Neues erleben zu dürfen, Menschen kennenzulernen, der steht natürlich auch auf keinem kleinen Platz, sondern es ist ja toll, das erleben zu dürfen. Und dann gibt es natürlich die dritte Antwort, die ich momentan immer wieder gebe und sage, dass die Generation, ich will jetzt nicht auf Generationen rumreiten, aber ich finde es wichtig, dass unsere Generation sagt, jede Mutter kann das so machen, wie sie möchte. Jede Mutter kann arbeiten, voll arbeiten, Teilzeit arbeiten, 2, 8, 10 Stunden. Wirklich, tut, was immer ihr wollt, bewertet aber nicht die andere dabei. Mir persönlich passt es wahnsinnig gut rein, eine arbeitende Mutter zu sein und nicht nur Mutter zu sein. Das ist aber meine persönliche Meinung. Mir völlig egal, was alle andere machen. Ich kriege das hier gut hin. Wir haben einen Mehrfamilienhaushalt. An alle, die noch Kinder kriegen wollen, das ist ein guter Tipp. Das ist super, dass du sagst. Ich habe das schon in mehreren Interviews von dir gelesen. Und ich finde, eigentlich sollte man die Frage ja 2025 gar nicht mehr stellen müssen. Wie ist es mit der Mutterschaft? Aber es ist halt immer wieder Thema. Und du wirst es wahrscheinlich auch einfach gefragt. Weil man doch denkt, hä, wie macht sie das? Genau, hä? Also ich habe hier, wir haben ein gutes Netz aufgebaut mit einer Tagesmutter, die ins Spiel bekommt, mit vier Kindern, die meine Schwester und ich gemeinsam dann haben irgendwie so. Mein Mann, meine Oma, meine Großmutter, mein Vater. Dann, Überraschung, Kind hat auch einen Vater, Johannes, ist auch noch hier. Und witzigerweise werde ich, wenn ich Geschäftsreise habe... War ein Witz mit der Überraschung, ne? Väter können das genauso gut. Genau. Also nein, natürlich nicht. Natürlich, aber ich meine, das hatte das nicht als Witz gemeint, sondern ich werde als geschäftsreisende Frau in meinem Alter immer gefragt, und wo ist jetzt das Kind? Und wenn mein Mann unterwegs ist, auf der Jagd oder auch auf einer Geschäftsreise oder irgendwo, der wurde das noch nie gefragt. Was ich aber damit sagen will, ist, dass wir, glaube ich, langsam davon wegkommen. Und jeder kann machen, was er möchte. Und für mich läuft es mega gut. Ich kann mich damit sehr, sehr gut identifizieren. Und wenn es nächstes Jahr anders ist, dann ist es nächstes Jahr wieder anders. Dann kommt wieder ein Jahr, wo es vielleicht wieder anders ist. Und ich sehe das überhaupt nicht in festen Strukturen, sondern jeder Mensch kann sich verändern, kann Dinge anpassen im Jahr. Man muss nur gucken, dass es für sich selber passt. Und dann, um auf deine Frage gerade eben zu kommen, es sollte kein Thema sein, aber es sollte auch wieder ein Thema sein, weil junge Mütter, junge BetreiberInnen, wie ich und meine Schwester, wie GeschäftsführerInnen müssen darüber sprechen, weil wenn wir nicht darüber sprechen, sondern sagen, es ist alles ganz selbstverständlich. Nein, es ist nicht selbstverständlich. Wir haben 85 Mitarbeitende. Wir leiten ein Hotel in der sechsten Generation. Wir sind beide Mütter. Wir haben beide eine Familie. Wir bekommen das hin, ja. Es ist ein Struggle, ja. Brauchst eine abartige Arbeit von davoriger Planung, ja. Machen wir es aber trotzdem, weil es ultra cool ist und weil wir es uns nicht anders vorstellen können, ja. Ich bin sehr, sehr stolz, hier sitzen und darüber zu sprechen, und zu sagen, wir haben es geschafft und bitte, wer den Traum hat oder wer das so machen will, ihr müsst nicht entscheiden und oder ober, es geht beides. Ja, vielen Dank. Bitte, bitte. Vielen Dank für das Statement. Wir kommen auch auf das Thema noch. Familienunternehmen und auch... Ja, zu führen und Frau und Mutter zu sein, ist auch ein großes Thema. Ich wollte aber noch ganz kurz mal einen Schritt zurück treten. Wir treten wieder zurück. Genau, wir tanzen. Ich verwahre nicht schlecht tanzen. Ist fein, du darfst trotzdem sitzen bleiben. Genau, weil wir ein bisschen über das Thema Übergänge sprechen in deinem Leben und wirken. und ein sicher ganz großer Übergang, der ja relativ eigentlich holterdiepolter kam, war ja tatsächlich, das Spielweg zu übernehmen. Damals warst du eigentlich woanders unterwegs und eigentlich bist du aus Kirchenboden Hamburg, Österreich warst, dann wieder hergekommen wegen der Erkrankung eures Vaters. Habt ihr euch entschlossen, gemeinsam das Spielweg zu übernehmen? Ich war auf Wanderschaft, ich war in Elmau in Deutschland. Es gibt zwei Elmau, einmal Elmau in Österreich, einmal Elmau in Deutschland. Ich war in dem Elmer in Deutschland und meine Schwester war schon im Spielweg und hat praktisch mit an der Seite von meinem Vater und meiner Mutter praktisch das Hotel mitgeführt. Und dann ist mein Vater, genau, hat eine Gehirnblutung gehabt, wo er dann wirklich eine ganze Zeit lang ausgefallen ist und auch so in dem Art und Weise, wie er den Spielweg geführt hat, nie wieder zurückgekommen. Er kann aber wirklich, er hat dafür was passiert ist. Es ist alles super glimpflich gelaufen und er hat als Unterstützung einen Stock und geht wieder jagen, backen und macht 187.000 Kurse im Jahr. Deswegen, wenn man da so drauf blickt, ist es super krass, wie es alles ist. Absolut. Ich bin da aber tatsächlich in Schloss Elmau gewesen, habe mit G7-Gipfel gekocht, war da ganz normal angestellt als Köchin und dann kam eben dieser Anruf. Und dann war das für mich nicht so eine richtige Diskussion. Ich habe das aber auch jetzt nicht als wahnsinnige Heldentat interpretiert, sondern fährt man mal nach Hause, weil es dem Vater wirklich schlecht geht. Das war die erste Überlegung. Was dann mit dem Spiel passiert, war so ein bisschen... Zweitrangig und dann kam meine Schwester und meine Mutter gesagt, okay, du bleibst jetzt ja eh mal zwei Wochen erst mal hier, wir müssen mal gucken, Sushat ist noch da, aber es fehlt halt jetzt einfach mal die Küchenschaftsstelle. Und dann bin ich da nicht so rein, wie jetzt übernehme ich das sofort und ich bin die bestausgebildete Person dafür, sondern ich habe mich damit wahnsinnig schwer getan. Ich habe nie eine eigene Küche geleitet, ich habe nie eine Personalführung gehabt, Ich habe auch nie gelernt, es zu tun. Ich habe keine Dienstpläne geschrieben bis jetzt. Ich hatte keine Kontrolle über Arbeitszeiten. Gesetze anmelden, Menschen Azubis. Speisekarten schreiben, Bestellungen machen, das war mir so halb... Präsent, aber nicht wirklich. Ich war einfach eine Mitarbeitende, die da fröhlich in Schloss Emmerung gesprungen ist. Und das kam per volle Wucht. Und ich sage mal, eine führende oder eine leitende Position in der Zeit war meine Schwester, die praktisch Hotelmanagement studiert hatte und mich erst mal tatsächlich zwei Jahre fast nur kochen lassen hat. Ist sie ja auch bis heute? Ja, es hat sich schon ein bisschen noch weiter gewandelt mit meinen Aufgaben, aber ich habe tatsächlich damals einfach 14 herrliche Stunden am Tag in dieser Küche verbracht und habe keine Verträge gemacht, habe Dienstplan so halbgeschrieben und das war ein Übergang, der sehr ruppig war, der aber völlig okay war für mich. Kannst du dich an den Moment erinnern, wo du gesagt hast, ja, ich mache es? Den gab es nicht. Es gibt nicht diese eine Heldentat, von denen alle sprechen. Es gibt nicht dieses eine... Ich zieh los. Es ist ein Vater erkrankt. Ich lauf los. Das ist was, was es in Filmen gibt. Im normalen Leben ist es so, dass du erstmal wahnsinnig besorgt nach Hause fährst. Und dann überlegst, okay, was mache ich jetzt hier? Und ich bin nicht die Person, die wahnsinnig organisiert in ihr Leben reingestartet ist. Sondern dann war ich halt da und wir haben es halt gemacht. Und dann war irgendwann klar, okay, mein Vater wird so schnell nicht zurückkommen. Und dann war irgendwann klar, okay, ich bleibe zu Hause. Ich habe mir immer angerufen, gekündigt, gesagt. Die Familie ist jetzt wichtiger als der Arbeitgeber. Was sie auch super verstanden haben. Ich habe immer noch mit denen ein ganz großes Verhältnis und habe mich da nie schlecht gefühlt. Und dann war ich zu Hause. und dann ist Chaos losgegangen. Kannst du so sagen, mit dem Blick von heute, das war eigentlich ein Stück weit auch eine glückliche Fügung, weil wenn man über dich liest, dann liest man so viel, also natürlich nicht, dass es deinem Vater nicht gut ging, aber dass du hierher zurückgekehrt bist auf die Dauer. Man liest immer über dich, du bist heimatverbunden, heimatverliebt und ich frage mich dann immer so, ist es tatsächlich so. Dein Wunschtraum hier wirklich den Lebensmittelpunkt auch zu haben oder ist es auch ein bisschen familiäre Verantwortung? Ich war schon immer ein Heimwehkind. Ich habe schon immer Urlaub zu Hause gemacht. Das heißt, ich war in der ganzen Welt und war wahnsinnig gerne hier. Dass ich irgendwann hierher zurückkomme, war nicht in Frage zu stellen. Das wusste ich. Ob es jetzt ein oder vier Jahre früher oder später ist, das kann man, glaube ich, retroperspektivisch, ist es so, wie es gelaufen ist, wahnsinnig okay. Für mich ist es wirklich wahnsinnig okay gelaufen. Ob es jetzt ein oder vier Jahre später oder früher ist, ist bis ist. Was ich aber, was ich fest glaube, ist, dass ich oder mein Mann oder vielleicht auch meine Schwester, ich kann für mich, für meine Person sagen, dass ich ein wahnsinniges Glück im Leben habe, weil ich was mache, ich kann wirklich gut kochen. Wirklich. Ich mache was jeden Tag was mich sehr glücklich macht und das mache ich an einem Ort, der mich glücklich macht, und das sage ich nicht, weil sich das wahnsinnig gut anhört sondern weil ich glaube, dass Menschen das dann auch zu schätzen wissen wenn sie nicht jeden Tag strugglen und aufstehen und sagen, boah ist das jetzt das Richtige tue ich hier mit meinem Leben was Gutes und das ist eine Frage, die ich mich fast nie gestellt habe, weil ich Kochen wirklich liebe den Stress. Diese Nähe zu Produkten, Restaurant, volles Hotel, Gäste, das mag ich alles wahnsinnig gern. Und somit ist es, ob es jetzt ein oder vier Jahre später oder früher ist, auch gar kein Thema. Und deswegen liebe ich es hier, Und freue mich, dass es so gut ist. So, vielleicht. Was würdest du sagen, hat sich verändert mit dem Übergang an euch? Also ich habe gelesen, genau, dein Vater macht ja noch ganz viele Kurse und erwurstet und bestellt tolle Produkte her. Und macht auch, glaube ich, im November jetzt mal einen Abend, wo er so auf seine Art nochmal kocht. Klassiker, der Abend war schon. Genau, der Abend war schon, genau, er hat ihn gemacht und du hast dann so geschrieben mit einem Zwinker-Smiley, Er kocht die Gerichte, von denen er behauptet, ich sollte sie auch jeden Tag kochen. Machst du aber nicht. Wie verändert das nicht nur die Küche, sondern vielleicht auch eure Beziehung? Also erstmal ist es natürlich schon so, der Übergang war schnell, war dann ein bisschen ruckelig und hat auch definitiv riesige Fallhöhen mit sich gebracht. Also ich bin jetzt nicht nach Hause gekommen und habe sofort trainiert, sondern ich habe erstmal zwei Jahre lang in meinem absoluten Selbstchaos gefunden, habe Mitarbeitende auch erstmal verloren, weil ich vielleicht auch nicht die Führungskraft war, die sie gebraucht hätten, Ich habe Azubis gehabt, die ich heute, glaube ich, auch anders unterstützen könnte, weil man darüber viel, viel mehr weiß und wenn man führen lernt und wenn man Chefin sein vielleicht auch lernt, glaube ich. Das ist so eine Sache, in die man einfach reinwachsen muss. Genau. Das hat ja mit Kochen erstmal nichts zu tun. Nichts zu tun, genau. Und der Übergang war dann schon so, dass jeder hat eine persönliche Note, Sachen zu machen. Und ich koche anders als mein Vater. Wäre auch wirklich wahnsinnig komisch, wenn nicht. Und dann habe ich natürlich meine Küche reingebracht. Ich habe meine Gerichte reingebracht, mein Mann ist dazu gekommen, wir haben unsere Küche reingebracht. Das heißt aber nicht, dass ich die Küche von meinem Vater nicht wertgeschätzt habe oder nicht wertschätze. Es ist nur eine andere. Auch eine andere Zeit. Ein anderes Verständnis von Fleisch zu Gemüse. Ein anderes Verständnis von Schmoren, von wie viel schaffe ich es zu essen an einem Abend. Von Innereien, von so. Und wir versuchen einen guten Mischstoff hinzukriegen und ich würde seine Grundrezepte niemals mit Füßen treten. Aber es ist einfach jetzt nicht die hundertprozentige DNA, mit der ich mich auszeichne. Du gibst ihm zum Beispiel einen asiatischen Twist. Ich gebe ihm einen asiatischen Twist. Ich versuche mehr Gemüse, weniger Sättigungsbeilage, auch viel mehr vegetarisch. Ich habe per se keine Abneigung zu Allergien und Verträglichkeiten, dem Wehkitalismus auch in. Grenzen zum Veganen, wenn es nicht dogmatisch ist für mich, dann habe ich damit überhaupt kein Problem und unterstütze das komplett. Also du rennst nicht schreiend davon, wenn jemand fragt, kann ich Gluten fragen? Überhaupt nicht, weil ich glaube, dass unsere, es ist ein Fluch und ein Segen, den die Gastronomie hat. Natürlich muss man sich vorstellen, wir haben 100 Gäste à la carte da sind und ich weiß das alles nicht. Und es kommt an einem Tag ein Gluteniker, zwei Laktoseintoleranten, ein unangemeldeter Veganer. Vegetarier brauchen wir wirklich, da haben wir wirklich genug da. Aber es kommt ja immer ein bisschen darauf an, was hat die Küche vorbereitet. Es ist mir ja per se, was du isst, es ist mir wirklich völlig egal. Ess, was immer du möchtest, aber versuch damit, mich nicht in Stress zu bringen. Also wenn du zu uns zum Essen kommst und 15 Allergien hast, dann sei doch so fair zu uns und ruf vorher an. Schick die Liste, dann kann ich mich darauf vorbereiten. Easy going, mache ich dir. Aber komm nicht an einem 100er-Abend mit 15 Allergien und erwarte, dass ich mich praktisch nur um dich drehe. Das kann ich nicht. A, kann ich das meinen Mitarbeitenden gar nicht antun, ihnen zu sagen, ich brauche jetzt eine Tomatensuppe von dir ohne Laktose. Da guckt der Raffi mich an und sagt, wann soll ich das machen? Und deswegen, das ist das, was uns alles so, das ist praktisch in der Küchensprache, was uns in die Scheiße bringt. und. Ich habe damit aber, also wie gesagt, wir haben mittlerweile immer eine vegane Jude, wir haben immer eine vegane Beblanda und dann kann ich mit dem Gemüse-Map, das ich habe, Curries, Falafel, das kriege ich alles gut. Bisschen kreativ sein. Genau. Aber man braucht auch, was ich zum Beispiel auch finde, ist eine andere Art Küche. Und die finde ich in anderer Satzweise wieder wahnsinnig interessant. Und ich habe dadurch auch andere Kochtechniken gelernt. Die Doos zum Beispiel hat schon immer wahnsinnig viel Gemüsesuz. Gemüse, Fons, die hat damit schon immer viel gekocht. Ich bin mir sicher, dass teilweise Dusse Gerichte einfach vegan sind. Weil sehr oft auch ganz viel Geschmack rauskommt. Und deswegen ist glaube ich so, dass ich nicht ganz die Pfade meines Vaters und mit der vorigen Küche verlassen habe, sondern ich erweitere sie ein bisschen. Und mache es zu meiner eigenen Küche. Weil es ja wichtig ist, weil es ja mein, ich bin ja auch eine Handschrift. Ja, also wenn ich weiß, wo er hingehört oder weiß, was er kocht, das ist wahnsinnig schlimm für eine Köchin. War ich auch drin, was will ich eigentlich? Und ich glaube, das mal zu schärfen und dann irgendwann, das verändert sich natürlich auch. Man wird älter, man hat wieder einen anderen Gespack, was auch völlig fein ist. Aber es ist ja toll zu sagen, ich finde diese Küche, die ich gerade koche, großartig. Es ist ja was Positives. Ja, absolut. Und es ist auch eben ein Schuh, in den man ja reinwächst oder einfach eine Sache, die sich entwickelt. Ja, genau. Wir gucken auch noch auf deine... Und man darf übrigens Fehler machen. Oh, Jesus Christus. Auf jeden Fall. Ja, wirklich. Ich, überraschend, auch nur ein Mensch. Ich habe Fehler gemacht in der Personalführung, im Geschmack. Ich habe Sachen rausgeschickt, die ich heute nicht mehr schicken würde, weil ich einfach Fehler gemacht habe. Aber auch an denen bin ich gewachsen. Dann habe ich aber zum Beispiel auch kein Problem gehabt, zu den Gästen rauszugehen und zu sagen, es tut mir wahnsinnig leid. Das ist schiefgelaufen. Und wenn man mal in einer Situation ist, dann versucht man das natürlich zu minimieren. Learning by doing, ne? Muss man nicht nochmal haben. Ja, muss ich wirklich nicht nochmal haben. Du hast jetzt auch immer mal, wenn du über die Küche redest, so ein paar Namen genannt. Und wir wissen ja, du arbeitest ja mit deinem Mann zusammen in der Küche. Du arbeitest mit deiner Schwester zusammen. Eltern, Großeltern, alle unter einem Dach. Also es ist Family Business, ja? Es ist Family Business. Und nimm uns doch mal ein bisschen mit hinter die Kulissen, weil ich glaube, das hat wahnsinnig viele Vorteile und auch das Thema dann Kinderbetreuung und man kennt sich einfach. Aber scheppert es nicht auch mal krass, wenn ich mir vorstelle, in normalen Familien, die nicht zusammenarbeiten und keine wirtschaftliche Verantwortung gemeinsam tragen, ist es schon manchmal nicht leicht. Wirklich? Wie sieht es bei euch aus? Welcome to Shepherds Hausen. Tatsächlich, es ist genauso wie in jeder anderen Familie. Wir streiten uns. Wir haben unterschiedliche Meinungen. Das war, als wir den Spielweg übernommen haben mit mir und meiner Schwester, mit meiner Mutter, mit Mitarbeitenden, die wir da auch nicht ausgrenzen müssen, viel, viel schlimmer. Weil wir mussten alle unseren Platz irgendwie finden. Wo gehören wir hin? Was sind unsere Kernpunkte, die wir bearbeiten? Wo ist auch einfach mein Tanzbereich zu Ende? Wo habe ich einfach nicht mehr das Sagen? Weil wir brauchen uns in der heutigen Zeit nicht mehr hinzustellen und sagen, Ich bin der große Boss, ich bin hier die Chefin. Das funktioniert nicht. Meine lieben Damen und Herren, es kann nicht mehr einen Kopf geben, der über allem steht. Dann ist es eine wahnsinnig gut gemachte PR-Geschichte, aber es laufen immer hintendran mindestens 5 bis 70 Leute, die das Ganze zum Laufen bringen. Und das hat der Spielweg und das haben wir verstanden und haben gesagt, pass auf, wir müssen uns erstmal einteilen. Meine Schwester macht Hotelmanagement, alles was mit dem PC zu tun hat, Buchungssysteme, Schließbarkeiten, Hotelmanagement, E-Mails und, und, und, und, und. Löhne, Steuerberatertermine, Baustelle. Meine Mutter macht hingegen Außenbereiche, Blumen, Pool, Wiesen, alle Blumengestecke im Hotel, Tische, Reservierungen, Frühstück. Viele auch noch Hauskibbe. Mein Vater macht Jagd, alle Kurse, Brot, Wurst, auch Produktion für uns, also in der Küche. Mein Mann macht auch noch Jagd und dann alles, was wahnsinnig viel Zeit braucht. Salami, Schinken. Dieses ganze Räuchern, Räuchern, Kombukas, Kefir, der ganze Blödsinn. Mach dazu aber auch noch einen Posten. Also ist auch noch mit mir Küchenchef. Ich bin Küchenchefin, nebendran, mache aber noch das ganze Thema Personal, Urlaubsplanung, Azubis, Dienstpläne, stehe abends am Pass und mache mit ihm auch noch natürlich Kartengestaltung, Extrakarte und habe auch noch einen Posten. Und dann sind wir einfach am Ende wahnsinnig froh, dass wir alle beieinander sind. Und dass die Puzzleteile auch irgendwie zusammenfinden. Dass die Puzzleteile scheppert es da. Ja, haben wir gelernt, dass wenn es scheppert, es okay ist, wir sind alle nicht mehr nachtragend. Dazu haben wir keine Zeit. Auch zu viele Kinder. Da habt ihr so euren Workflow schon etabliert, dass ihr die Dinge dann auch abhakt. Weil ihr müsst ja auch, und das ist eine Frage, die ich mir auch gestellt habe, Du hast vorhin gesagt, ihr habt ja für euer neues Wellnesshaus. Fünf Millionen Invest ungefähr getätigt. Also wir haben auch eine ganz kleine wirtschaftliche Last. Genau. Und wie trifft man so eine Entscheidung auch dann zusammen, wenn eigentlich, also es sind erstmal wahnsinnig viele Menschen, die eine Meinung haben und die alle da auch emotional drin hängen und die im Alltag unterschiedliche Funktionen ausfüllen und eine andere Sicht auf die Sache haben. Wie trifft man dann so eine große Entscheidung? Also setzt ihr euch da noch alle zusammen oder gibt es dann da doch die zwei, drei Heads auf, die sagen, nee, sorry, Wellness brauchen wir, wir haben 2025, dieses alte Haus geht gar nicht mehr. Wie redet ihr miteinander? Erstmal haben wir, meine Schwester und ich, vor sieben Jahren eine GmbH gegründet. Jetzt müssen wir kurz einmal in die Wirtschaftlichkeit reingehen, weil ohne Verantwortung und auch wirtschaftliche Verantwortung triffst du solche Entscheidungen nicht. Du sitzt jetzt nicht da und überlegst dir, ach, was mache ich heute? Ja, lass mal einen Wellnessbereich bauen. Für 5 Millionen. Für 5 Millionen. So funktioniert es natürlich nicht. Also A, wir haben einen sehr, sehr engagierten Steuerberater, der Christian Winterhalter, und der hat von Anfang an gesagt, wir müssen in die Verantwortung gehen. Das heißt, wir haben praktisch, mein Vater hat die Immobilie noch gehört, wir haben eine GbR gegründet und eine GmbH. Meine Schwester und ich waren praktisch vier Jahre geschäftsführende Gesellschafter in der GmbH und haben somit praktisch schon auch finanzielle Situationen kennengelernt, haben BWAs gelesen, sitzen in Meetings. Da muss, also vor allem ich, die das nicht studiert habe, musste da reinwachsen. Ich hatte davor. Jetzt nicht Angst, aber es war einfach ein Metier, in dem ich mich nicht wohlgefühlt habe. Ja, voll. Woher auch? Meine Frage wäre auch genau die, ihr baut ein Haus an, das musst du dir selber dranbauen, um das alles zu benutzen. Aber da hast du mir ja noch gar nicht. Also erst mal dieses Ganze, ich hatte noch nicht mal, also als ich hier hingekommen bin, meine Lohnabrechnung habe ich nicht geöffnet. Ja, das ist krass. Ja, das ist krass. Was will ich damit? Also und deswegen, ich war da wirklich wahnsinnig schlecht vorbereitet. Vielleicht sollte an alle Jugendlichen heute, vielleicht kümmert ihr euch ein Tick mehr drum wie ich. Aber ich habe gearbeitet einfach. Ich habe das alles nicht... Ich habe es auch für maximal nicht wichtig empfunden, übrigens. Bin ich hier hingekommen, habe es gelernt. Meine Schwester, mich auf den Hosenboden gesetzt und mich mal ganz kurz die Flügel gestürzt. Da hat es richtig gescheppert, aber war auch wichtig. Dann habe ich gelernt, damit umzugehen. Habe ich gelernt, Fragen zu stellen, die man fragen darf. Sie sind nicht unangenehm, sie sind nicht peinlich. Geld fragen. Was ist eine BDA? Was sind Deckungsbeiträge? Also all sowas, was der Umsatz, ja, keine Ahnung, wirklich nicht. Ja, da rein zu wagen. Ich habe einen Realschulabschluss, ohne mich jetzt hier, aber sowas lernt ihr in der Schule. Das ist ja kein mindernder Faktor, ein Realschulabschluss. Überhaupt nicht, aber ihr seid praktisch bis zum 10. Lebensjahr in der Schule und dann werdet ihr ins Berufswesen überlassen. Dann gibt es natürlich die Berufsschule, klar, aber so. Dann haben wir, nachdem wir vier Jahre diese GmbH gegründet haben, haben wir praktisch vor zwei Jahren, bevor dieser große Umbau war, haben wir ihn komplett übernommen, haben eine GbR gegründet und wir verpachten uns praktisch unser eigenes Hotel selber. Das macht wahnsinnig viel Sinn. Wo sind die Mitarbeitenden angestellt? Und im Zuge von dieser nochmal Umformierung. Hotelübergabe, sitzt man wahnsinnig viel zu sechs an Tischen und bespricht die Zukunft. Was passiert, wenn Verträge, Steuerberater, Ehepartner, Kinder, Erbe, das alles wird einmal auf links gedreht. Wenn man das alles schon mal durchgesprochen hat, dann hat man schon wieder wahnsinnig viel geschafft. Da auch nochmal wirklich, unser Steuerberater war da wahnsinnig hinten dran und der Mann meiner Schwester. Der hat uns da stark beraten, war als Berater und nicht als Ehemann in dem Raum. Das war auch nicht immer einfach. Und interessanterweise auch, weil du hast ja vorhin schon das Frauenführung-Mutter-Thema angesprochen, auch wieder zwei Männer, die du jetzt nennst, die da hinten dran waren, Steuerberater und der Mann deiner Schwester. Du hast nämlich auch mal ein interessantes Interview gegeben, ich glaube, das war gemeinsam mit Tim Melzer, als er hier eine Schwarzwälder Kirschtorte getestet hat oder so. Da hast du gesagt, versuchen Sie mal als Frau und Gastronomin um die 30 einen Kredit bei der Bank zu kriegen. Unmöglich. Genau, das war wahnsinnig aus dem Kontext gerissen. Ich muss hier einmal sagen, ich habe gesagt, für eine Investition, wenn du selbstständige Köchin bist und hast kein Hotel im Nacken, du hast keine wahnsinnige... Bist Solo-selbstständig. Bist Solo-selbstständig, genau. Also du hast keine Familie hintendran, du hast keine Sicherheiten mit einer Immobilie. Dann, glaube ich, ist das für dich nochmal sehr viel schwieriger, weil auch die Investoren natürlich den Faktor Kind kennen und sehen. Und das habe ich dann früher auch immer gesagt, naja gut, die ist ja gar nicht im Hotel oder der oder der. Also auch die Deutschen haben ja einen großen Fehler. Das gibt es in Frankreich übrigens nicht. Wenn wir irgendwo hinkommen, finden wir es wahnsinnig toll, wenn der Chef da den ganzen Tag rumspringt. Lieben wir. Ist das so? Liebst du das? Also in einem Restaurant, wenn du da reingehst und jetzt sagen wir, du gehst in Freiburg in die Wolfshöhle und da ist der Faust da. Findest du das natürlich toll? Mensch, der Chef ist da. Du gehst zu Du's, dann sagst du, ach, die Du's ist da. Das erwarten wir teilweise. Da muss man natürlich aber auch immer ein bisschen hinten dran schauen, wie sehr sind wir im operativen Geschäft und im nicht so operativen Geschäft. Weil zum Beispiel meine Schwester macht 60 Prozent ihrer Arbeit vom Büro aus. Und ist weniger sichtbar dadurch. Und ist einen Tick weniger sichtbar wie ich. Und kriegt dafür immer wieder blöde Kommentare von unseren Gästen reingedrückt. Ach, schön, dass ich sie auch mal sehe. Ach, Sie sind, da waren Sie im Urlaub. Macht mal Löhne für 95 Mitarbeitende im Sommer mit Aushilfen und Schülern und Praktikanten und Azubis. Und Nachtzuschlägen und dem ganzen Blödsinn. Das braucht sie zwei Tage für. Und dann kommt sie nach zwei Tagen Löhne, Steuerberater, Überweisungen, tausend Probleme, zählen runter und kriegt erstmal eine Klatsche von wegen, ach, wollen Sie ihm frei? Und da müssen wir uns ein ganz kleines bisschen in der Gesellschaft umdenken. Ja. Ist es ein Thema auch bei euch, weil ihr zusammenführt, ich sag mal, die ungleich verteilte Sichtbarkeit? Jein, wir haben damit relativ gut gesprochen und haben immer gesagt, wir versuchen, dass immer einer im Spiel ist. Aber mit einer bin nicht immer ich gemeint. Das bin ich, mein Mann, meine Mutter oder meine Schwester, die offen im Spiel rumlaufen können. und. Ohne jetzt arrogant wirken zu wollen, fragen natürlich schon 10% ist Viktoria Fuchs da, weil sie aus der Präsent der Medien, weil sie aus der Präsenz des Instagrams natürlich mich auch treffen wollen, weil sie es auch schön fänden, mich zu sehen. Klappt es immer? Nein. Sind manche dann ein bisschen enttäuscht? Ja, versucht dann meine Schwester, meine Mutter als Familie natürlich zu sagen, aber schauen Sie mal, ich bin heute da, wir können auch, also das puffert natürlich wahnsinnig viel ab, Und gib mir ein bisschen mehr Freiraum, auch freie Tage zu machen. Weil nächstes, bitte alle zuhören, ich habe auch frei. Ja, super Übergang. Freizeit. Unbedingt. Ja. Du hast auch erzählt, weil du ja oft auch danach gefragt wirst, genau, Mutter sein und Küchenchefin sein und Familienbetrieb leiten und Verantwortung. Und du hast gesagt, ja, und ich nehme mir auch ab und zu Zeit für nochmal andere Dinge, nur für mich. Was sind deine Tipps? Du hast vorhin schon so schöne Tipps rausgegeben für Leute oder insbesondere Frauen, die den Mumm haben dürfen, beides zu haben. Also ich sage mal, Kinder und einen herausfordernden Job oder verantwortungsvollen Job. Womit tankst du auf? Jetzt muss ich wieder nur über mich sprechen. Also ich bin, und Tipps finde ich jetzt auch nicht so richtig gut, ich glaube, das muss jeder wieder sehr persönlich sprechen. Ich habe das große Glück, einen Mädelsfreundeskreis zu haben. Und die sind in Freiburg viel oder auch teilweise in Berlin und für mich gibt es wirklich, also, Eine Beziehung funktioniert wie eine Beziehung und ein Kind, um Gottes Willen, ich will das hier nicht kleinreden, aber einen Abend mit den Mädels feiern zu gehen in Freiburg oder essen zu gehen oder wir machen einen Ausflug und gehen wandern. Und es gibt andere Themen außer Kind und Hund und Hotel, sondern ja, es ist einfach ein gutes Gespräch. Das macht meine Akkus anders voll. Dass das im ersten Jahr mit Kindern nicht möglich ist, müssen wir uns hier nicht anlügen. Ab dem Zweiten können wir versuchen, zu sagen, hey, und dann muss die Kommunikation zum Johannes stimmen, sage ich, Johannes, du würdest mich heute wirklich wahnsinnig freuen, kann ich vielleicht mit denen feiern gehen? Und dann macht er sich auch krumm dafür, zu sagen, klar, es geht. Und mir ist es wahnsinnig wichtig und mir gibt es wahnsinnig viel. Und deswegen Shoutout an alle meine Freundinnen, die das wahnsinnig gut mitmachen auch. Und wir kriegen das gut hin, deswegen, da bin ich sehr stolz drauf. Cool. Ja, das ist einfach auch wichtig. Genau. Also fragt man sich einfach auch, wo ist da noch Zeit für ein bisschen Leanback? Und jetzt ist erstmal gerade nicht so viel Leanback, weil es ist Vorweihnachtszeit und es ist der nächste Übergang. Sag mal ganz kurz, was bedeutet für euch der Übergang ins nächste Jahr 2026? Weil das ist tatsächlich, also dieses Haus wurde 1705 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Korrekt. Und im kommenden Jahr werdet ihr in... Hausaufgaben gemacht. 1705, genau. Und nächstes Jahr wird das Haus 165 Jahre in eurem Familienbesitz sein. Was macht das mit dir? Ist das so ein Trommelwirbel oder ein, Traditionsthema, was auch so ein bisschen emotional kickt? Müssen wir kurz wieder über Inside Victoria Fuchs sprechen? Gerne. Wusste ich natürlich alles nicht. 1705, habe ich das dir jetzt gerade mitgeteilt? Nein, natürlich nicht du, aber sowas bearbeitet alles meine Schwester. Ich habe mir vor zwei Jahren gesagt, dass wir bald ein Jubiläum haben. Da freue ich mich natürlich drauf. Ich bin eher die ausführende Kraft. A, macht natürlich nächstes Jahr alles mit uns, weil dieser Bau fertig wird. Weil wir Mitte März, Anfang April unseren Wellnessbereich abgeschlossen haben. Das ist ein wahnsinniger Meilenstein für dieses Hotel. Wir haben damit die Richtung gegeben für die nächsten 20 Jahre. Wir haben alles jetzt in einem Qualitätsanspruch. Hotelzimmer sind perfekt, das ist ein großes Wort. Alle Hotelzimmer sind gut, der Wellnessbereich ist neu und. So wie wir uns das vorgestellt haben, nicht 17 Saunen, 15 Grotten, noch eine Salzlecke, was der Geier war, alles. Kein Shishi habt ihr, glaube ich, es mal genannt. Sondern es gibt zwei wunderbare Pools, es gibt Blicke auf diesen Branden, den keiner hat. Wir haben eine Liegewiese, wir haben einen Naturspa, wir haben eine Dampfsauna, eine Biosauna und eine Panorama-finnische Sauna. Und wir wollen kein Wellnesshotel werden, aber wir glauben, das gehört dazu in unserer Größe. Und zwar genauso, wie wir das gut finden. Einfach vom Herzen her. Ich möchte eigentlich nur noch im Wellnessbereich liegen, in den Ruheberaum oben und auf diesen Berg schauen. Ist das dein Plan für 2026? Was ist dein persönliches Ziel für das kommende Jahr? Gut, jetzt gehen wir aber tief rein. Jetzt? Jetzt? Gehen wir, jetzt ist schon Deep Dive. Was ist mein persönliches Ziel? Ich würde wahnsinnig gern ohne größere Komplikationen diesen Wellnessbereichbau abschließen. Jetzt kommt es wahnsinnig plakativ, Aber wenn man so eine Vorgeschichte hat, hätte ich es wahnsinnig gern, dass meine ganze Familie gesund bleibt und meine Freunde. Riesenstütze, Freunde bei mir, meine Mädels, Familie, dass es denen allen gut geht. Dass wir es weiterhin schaffen, auf der Kommunikationsebene, wo wir gerade sind, meine Schwester, ich, mein Mann und meine Mädels, dass wir uns Freizeiten schaffen, dass meine Schwester in Urlaub gehen kann, dass ich in Urlaub gehen kann, dass wir im Einklang mit diesem Hotel, dass es stressig ist. Es ist eine mentale Belastung, es sind viele Mitarbeitende, die sehr viel von uns verlangen, dass wir es da schaffen, Hotel, Freundschaften, Beziehung und Kinder unter einen Hut zu bekommen. Wenn das schon mal geknäht und dann unsere Belegung des Hotels wieder da anknüpfen kann, wie vor zwei Jahren. Das wäre noch ein gutes Thema, wenn die Belegung wieder stimmen würde. Plötzlich jetzt ein bisschen Belegung wieder stimmen würde. Die Belegung hat dieses Jahr nicht gestimmt wegen einer großen Baustelle. Und deswegen waren die Belegungszahlen nicht so wie letztes Jahr. Das kann man sich nicht vorstellen. Dann ist man ein bisschen angespannt. Und dann ist man natürlich ein bisschen angespannt. Und natürlich ist dieses Ganze mit Freundschaften und Beziehungen und so, wenn da diese große Keule der Wirtschaftlichkeit kommt, dann druckt es schon sehr wahnsinnig. Und wenn praktisch dieser Übergang, wir sprechen ja so viel über Übergänge, wenn dieser Übergang zu Hotelbereich, wenn das Bereich ist fertig und der Übergang zu einer schönen Belegung, wo unser Schauerberater kommt und sagt, ach Mädels, so wie wir uns das ausgereicht haben, ist das alles eingekommen. Das wäre ein schöner Plan für 2026? 26, ja. Und zum Schluss, Stichwort Freunde und Beziehungen, wie feiert ihr Weihnachten und was gibt es natürlich auch zu essen, bitte? Wir haben seit drei Jahren, seitdem meine Schwester den wirklich wahnsinnigen, Entschluss gefasst hat, den 23. und 24. zuzumachen. Das hat sie einfach aus dem Bau heraus entschieden. Fand ich irgendwie merkwürdig. Ich so, okay, dann machen wir das natürlich. Und seitdem wir das haben, finden es alle nur ganz großartig. Weil alle Mitarbeitenden haben frei, wir haben alle kleine Kinder. Und dieses ganze Weihnachtsgame gibt mir diesen Kindern, die da rumlaufen und Weihnachtslieder singen, nochmal wahnsinnig viel mehr Sinn. Für uns nochmal. Ich will ja nicht werten, das macht man nicht. Wir, am 24. ist meine Schwester bei der Familie meines Mann, ihren Mannes in Düsseldorf. und am 25. Sind wir alle zusammen und am 24. essen wir tatsächlich sehr klassisch Ente-Rotkraut-Klöße. Aus dem Ofen, Kartoffelknödel, Rotkraut. Und du kochst? Nee, mein Mann. Eigentlich, wenn wir frei haben, koche ich nie. Das ist wirklich ganz witzig. Muss auch mal sein. Aber er kocht ja auch den ganzen Tag. Danke, Johannes, fürs Kochen. Danke, Johannes. Und wir sind heute reingestartet, letzte Frage, wir sind heute reingestartet mit den Momenten, mit denen du nicht so gerechnet hast in deiner Küchenschaff-Karriere, Küchenchefinnen-Karriere. Barbara Schöneberger und so weiter. In den letzten Jahren haben sich da solche Momente gesammelt. Wenn du jetzt nochmal fünf bis zehn Jahre in die Zukunft schaust, von welchen Momenten würdest du dich da gerne noch überraschen lassen von dieser Art? Wir haben jetzt sehr viel über das Arbeiten gesprochen, wir haben viel über meine Mädels gesprochen und was mir tatsächlich ein bisschen untergegangen ist, vielleicht auch die Beziehung zu Johannes, wo wir praktisch verheiratet sind, ein Kind haben und jeden Tag 44 Stunden nebeneinander herarbeiten. Ich würde mich wahnsinnig gerne überraschen lassen, dass es dieses ganze Päckchen mit uns genauso wenig macht wie die letzten zehn Jahre, sondern dass wir da immer noch so wahnsinnig frei, gut gelaunt und jetzt wird es wieder kitschig, vielleicht auch voller Liebe durchlaufen. Das würde mich gerne überraschen. Und dann wirklich bring it on. Ich bin hier. Lass uns gute Shows machen, lass uns im Spielweg viel Spaß haben, lass uns an diesem Tisch 100, an dem wir so oft sagen, das ist unser Stammtisch, viele lustige Abende haben, wo so Weinringe von so Gläsern auf Tischen stattfindet. Lass uns tanzen gehen. Ich habe den wilden Sommer heraufgeschworen. Lass dem Hotel gut gehen und lass den Mitarbeitenden gut gehen, die schon wirklich so, so lange bei uns alle arbeiten. Und wenn das alles eintrifft, dann Jesus. Freunde, es wird ein gutes Jahr und frohe Weihnachten. Vielen Dank für diese Schlussworte. Sehr, sehr gerne. Vielen, vielen Dank, Vicky Fuchs, dass wir da sein durften. Sehr, sehr gerne. Ihr könnt öfters vorbeikommen. Ich würde mich freuen. Danke dir. Machen wir, glaube ich, vielleicht sogar ganz gerne. Wenn der Wellnessbereich dann am Start ist. Ja, wir machen dann eine Führung durch den Wellnessbereich. Mega. Einen Jahresausklang voller Wellness oder was immer ihr euch wünscht, das wünscht euch das ganze Podcast-Team der Badischen Zeitung. Wir verabschieden uns jetzt in die Weihnachtspause und hören uns in der zweiten Januarwoche wieder. Vielen Dank fürs Zuhören. Kommt super gutes neue Jahr. Wir freuen uns auf euch.