Latest / Zusammener finden wir es heraus. Der WARUM Podcast / WARUM lassen wir kleine Kinder so früh in die digitale Welt eintauchen?
Transcript
- Sabine Osterauer: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Zusammener, finden wir es heraus, der Warum Podcast. Und ich habe heute eine ganz liebe Interviewpartnerin bei mir, die ich vorher noch gar nicht gekannt habe und die ich jetzt durch diesen Podcast auch näher kennenlernen werde, so hoffe ich. Und zwar habe ich die liebe Alett heute bei mir sitzen und die liebe Alett wird sich dann ⁓ gleich auch vorstellen. Aber heute geht es ⁓ die Frage, Warum lassen wir kleine Kinder so früh in die digitale Welt eintauchen? Sie ist selber Mama, hat sie mir auch verraten. Und ich bin ja auch Mama und deswegen liegt uns dieses Thema schon auch irgendwie am Herzen. Und ich denke, ist ohne weiteres auch Bedarf da darüber ein bisschen zu diskutieren. Aber bevor wir starten, liebe Alet, herzlich willkommen in meinem Podcast. Stelle ich doch einmal kurz vor, wer bist du, woher kommst du, was machst du und erzähl den Leuten da draußen. alles was du ihnen gerne anvertrauen würdest. Arlett: Ich danke dir, liebe Sabine, für die Einladung und für die schöne Ankündigung. Ich bin auch ganz gespannt, was uns heute erwartet. Ich bin Alett, wie du schon gesagt hast. Ich bin 45 und ich wohne seit einem Jahr knapp in Kiel im schönen deutschen Norden. habe mein Haus verkauft und ich wohne hier mit meinem Mann und meinen beiden Söhnen, die sind mittlerweile 15 und 13. Und dieses Thema, warum lassen wir Kinder so früh in die digitale Welt beschäftigt, mich seit ich Kinder habe. als so 15 Jahre oder 14, 13 Jahre. Und ich bin selber Coach, Transformationscoach und begleite Selbstständige in ihr Strahlen und ihr Leuchten und hauptsächlich dabei, sich selbst in der Tiefe zu vertrauen, sich nicht mehr zu bewerten oder zu verurteilen. Und das habe ich als Mama tatsächlich immer mal wieder getan, wenn es um das Thema Medienkonsum ging, weil ich mir diese Frage immer wieder gestellt habe. Wie viel ist in Ordnung? Ab wann ist es in Ordnung? Wo ist die Grenze? Warum mache ich das jetzt eigentlich gerade? Was steckt denn dahinter? Und ja, kann eine Menge erzählen. Habe eine schöne Geschichte, glaube ich, hier für diesen Podcast und bin ganz gespannt auf unseren Austausch und auf deine Fragen. Sabine Osterauer: Feindgeschichten sind immer gut, weil das ist das, was die Menschen draußen auch immer gerne anhören möchten. Ich muss dazu sagen, ich weiß jetzt gar nicht mehr, wie ich auf diese Frage gekommen bin und ich weiß auch ehrlicherweise gar nicht mehr so genau, wie wir dann zusammengekommen sind. Ich glaube, war über eine, über Anita, glaube ich, die das in ihrem Podcast Club ausgeschrieben hat. Mir ist dieses Thema wichtig, weil, also ich habe auch einen Sohn, aber der ist mittlerweile schon 22 Jahre alt und Wie er auf die Welt gekommen ist, 2004, habe ich das Gefühl gehabt, fing das Ganze eigentlich so vermehrt an, dass auch kleinere Kinder mit dieser digitalen Welt konfrontiert werden. Du warst so lieb und hast gesagt, du bist 45, ich darf es ein bisschen überboten, ich bin 52. Und wir kennen also noch die Welt ohne diesen ganzen Tra-la-la von Smartphones und Laptop und so weiter. Also wir wissen, wie es ist, als Kinder nicht erreichbar zu sein, nicht geortet werden zu können, keine WhatsApp zu verschicken, nicht auf TikTok zu sein. wir konnten uns noch ganz anders beschäftigen oder mussten es auch. Und wir sind dann wahrscheinlich als Erwachsene erst dann in diese Welt mit eingetaucht. Der eine mehr, der andere weniger, der eine mit Vergnügen, der andere mit, oh Gott, das ist mir viel zu viel. Aber unsere Kinder, deine sind 13 und 15, meiner ist 22, das heißt, der ist 2004 geboren, habe ich schon das Gefühl gehabt, dass es da auch schon losging. Mir ist es speziell aufgefallen zum Thema Handy zum Beispiel, dass sehr viele Gleichaltrige wie mein Sohn schon Handys hatten in der Volksschule. Mein Kind aber dann erst mit elf sein erstes Handy hatte. Er Gott sei Dank auch nie danach gefragt hat, auch kein großes Interesse daran hatte, spannenderweise, und sich eigentlich viel lieber mit den anderen Kindern gespielt hätte. Ob das jetzt irgendwie eine Sandkiste gewesen ist, das weiß ich Und da hatten wir wirklich schon so Situationen, dann Kinder, halt mit dabei waren, eher dann irgendwo in einer Ecke gesessen sind und am Hände gespielt haben. Und da fiel mir so das erste Mal auf, irgendetwas läuft da schief. Und heute ist es ja noch viel enger, glaube ich. Aber erzähl du einmal, wie hast du es bis jetzt erlebt? sage, deine Kinder sind noch ein bisschen jünger. Wie hast du das erlebt? Wie siehst du das? Und vor allem, was mich auch interessiert, wie es dir denn gegangen ist, dieser Umstieg, weil du bist ein Kind ohne digitaler Welt, also nicht so ausgeprägt wie heute, und hast aber zwei Kinder, die in dieser Welt bereits geboren wurden. Erzähl einmal. Arlett: Ja, das ist total spannend. Wie du sagst, ich kenne das auch, ohne digitale Welt aufgewachsen zu sein, wo wir noch von Haus zu Haus gegangen sind und geklingelt haben und gefragt haben, ob unsere Freunde Zeit haben. Heute liegen die Kinder auf dem Sofa und schreiben eine Nachricht. in entweder einen Gruppenchat oder einzeln und warten und gehen nicht einfach mal vorbei. Und ich erwische mich immer wieder dabei, wie ich sage, na, geh doch einfach mal rum, fahr doch einfach mal hin. Aber nein, die Kinder sind ja auch verplant. die sind ja irgendwie unterwegs und haben ja auch viel vor. Sabine Osterauer: Ja. Arlett: Viele andere Kinder sind dann bei Sportvereinen oder sonst irgendwas. Und ja, da wird eben einfach nur noch geschrieben. Und meine Kinder, es ist ganz spannend, ich habe ja zwei und der ältere Sohn, der wollte das auch nicht unbedingt von sich aus, aber der Jüngere natürlich. Als dann der Ältere ein Handy bekommen hat, dann wollte der Jüngere natürlich auch eins haben. Oder wenn es so ⁓ Tablet ging oder diese ganzen Geschichten. Und das war total spannend und erst recht, als ja mit Corona alle nach Hause geschickt wurden und die Welt dann sowieso ganz anders irgendwie getickt hat und Schule auf einmal auch digitalisiert worden ist. Und da der Unterricht über Zoom Sessions stattgefunden hat und die Kinder sich auch plötzlich nicht mehr treffen konnten. Und da war dann so auch meine Frage, wie geht das? Und ich war zu der Zeit noch Vollzeit beschäftigt. und hatte dann plötzlich noch einen zusätzlichen Job. Also viele Mamas kennen das ja, dass sie sowieso schon viel zu tun haben. Nicht nur den Job, sondern auch noch Haushalt, Kindergarten, vielleicht auch noch Freunde oder Eltern, ⁓ die sie sich kümmern. Und dann hatte ich plötzlich auch noch den Job der Lehrkraft und musste da mit meinen Kindern lernen oder Sachen aufarbeiten. Und das habe ich natürlich vormittags getan. Aber dann war die Frage, ja, was mache ich, wenn ich arbeiten muss und meine Kinder sich gerade nicht beschäftigen können? Und dann tauchte halt diese Frage des Medienkonsums auf. So einerseits sollten sie lernen und hatten auch digitale Aufgaben. Aber wie viel geht denn da eigentlich? Und das finde ich total interessant, auch diesen Werdegang aber meiner Söhne zu sehen. Also wir hatten Ich bin eine Mama, die auch viel mit den Kindern ins Gespräch geht und versucht, Dinge auch zu erklären, in die Warum-Frage zu gehen. Warum möchtest du denn jetzt diese Zeit am Tablet verbringen oder so? Was gibt dir das? Und bei meiner, ja, bei meiner eigenen Recherche, ich habe... Dann mich ja auf die Suche begeben, wie viel ist vielleicht normal oder üblich, findet man da Grenzen? Was sind eigentlich Empfehlungen von Psychologen, von Medien, Medienwissenschaftlern und so und bin dann auf einen Mediennutzungsvertrag gestoßen. Das fand ich ganz interessant und habe mit meinen Kindern sozusagen einen Mediennutzungsvertrag vereinbart, wo wir dann, also wo sie auch entschieden haben oder wir wir gemeinsam entschieden haben, wie viel Zeit sie für welche Sachen verbringen möchten. Sabine Osterauer: Okay. Arlett: zu welchen Tageszeiten auch, dass das am späten oder späten, also am Abend nicht mehr stattfindet. Sie sind nicht spät, sondern früh, sie sind ja relativ früh ins Bett gegangen. Aber ja, solche Dinge haben wir vereinbart. Und wenn ich jetzt heute schaue... Mein jungerer Sohn, ist manchmal habe ich das Gefühl, abhängig. Also der nimmt sein Telefon auch mit auf die Toilette, wo ich sage, da ist absolutes Tabu, genauso wie am Esstisch auch absolutes Tabu ist für digitale Geschichten. Und ich finde es insofern spannend, weil ich als Coach ja auch im Marketing auch online betreibe und dann schon auch viel am Handy. viel. Vergleichsweise glaube ich, bin ich noch relativ wenig am Handy, aber es gehört zu meinem Job. Und da auch immer wieder hinzukommen. und immer wieder einchecken, warum nimmt es bei dir gerade überhand, können wir das irgendwie anders kompensieren, was kannst du stattdessen tun. Und mein älterer Sohn, der hat sich selbst auf seinem Handy sogar eine Beschränkung installiert, also von sich aus alleine. Wir hatten zwischenzeitlich Zeitfreigaben, also diese Eltern-App, dass Eltern die Zeit einschränken können oder... geben können, wenn die Kinder das beantragen. Und er hat das für sich, der Ältere, jetzt selbst entschieden. hat nur noch schwarz-weiß auf seinem Telefon, also sieht auch gar keine bunten Sachen mehr, sondern ein komplett schwarz-weißes Display und hat für nur noch für bestimmte Apps, also zum Beispiel für bestimmte Videos, eine Freigabe, wo es auch nur noch ⁓ Lernthemen geht, ⁓ Lernthemen, ⁓ persönliche Entwicklung und Mindset-Sachen. Und der andere, der jüngere Sohn, am liebsten zeitweise alles Mögliche drauf von TikTok, was du angesprochen hast, Snapchat oder wie die ganzen Sachen alle heißen. Ich kenne sie noch nicht mal. Und dann gibt es die Phasen, wo das Handy gar nicht interessant ist. Also es ist irrespannend. Sabine Osterauer: Ja, ist interessant, weil du jetzt auch gerade angesprochen hast, dass du ja auch als Coach damit arbeitest, weil du ja dann auch deine Werbung machst, den Marketing machst, über Social Media wahrscheinlich und so weiter. Ich habe über das sehr viel auch nachgedacht und ich habe immer Samstagmittag bis Sonntag am Abend händefreie Zeit für mich eigentlich eingeteilt. Arlett: Schön. Sabine Osterauer: Aus dem Grund, weil ich wissen wollte, wie viel nutze ich das Handy privat. weil es ist halt den ganzen Tag irgendwie mit. Ich darf auch tagsüber erreichbar sein. Ich weiß nie, wann mich die Bestattung anruft zum Beispiel oder wenn ein Klient irgendetwas braucht oder wie auch immer. Manchmal muss man halt einfach auch erreichbar sein. Beziehungsweise wenn man dann unterwegs ist. Du hast am Handy alles drauf. Also du hast dein ganzes Leben mehr oder weniger drauf. Also viele, ich weiß gar nicht, was ich alles drauf spielen könnte wahrscheinlich. Aber für mich reicht, also das, was für mich drauf ist, reicht auch für mich. Und für mich war es dann zu wissen, wenn ich nicht arbeite und ich brauche es arbeitstechnisch nicht, wie viel verwende ich es dann trotzdem. Und habe mir dann angewöhnt, so ab Samstagmittag das Handy einfach irgendwo hinzulegen und maximal, wenn mich dann wer privat vielleicht von der Familie oder mein Kind mich anruft oder so, ich ja mal rangehe. Aber grundsätzlich habe ich das Handy dann gar nicht bei mir und es fehlt mir nicht. Arlett: Hm. Sabine Osterauer: Meine Frage ist, glaubst du, dass unsere Kinder, speziell die eben in dieser digitalen Welt hineingeboren worden sind, dass die auch das so sagen können, wenn ich es nicht habe, es fehlt mir nicht? Arlett: Ja, glaube ich schon. Also es ist unterschiedlich. älterer Sohn kann das sehr, gut. Der ist auch erstaunlich. Er ist sehr achtsam mit sich und seiner Zeit. Er antwortet zum Beispiel auch nicht auf Nachrichten. Wir haben ja einen Familienchat. gerade sind sie bei ihren Großeltern. Mein jüngerer Sohn antwortet immer sofort. Es sei denn, sie sind im Kino oder machen irgendwelche Sachen zusammen. Aber sonst antwortet er immer sofort, was ja ein Zeichen dafür ist. ist ja dauerhaft am Handy dort. Und mein älterer Sohn, hat jetzt, ich glaube, ist Tag zwei oder Tag drei, und er hat noch nicht eine Nachricht geschickt. Doch ein Foto hat er geschickt. ist ein Hirsch durchs Dorf gewandert und sie waren ganz dicht dran. Davon haben sie ein Foto gemacht, das hat er geschickt. So, aber sonst eben nicht. Und das ist so sein Alltag. Sie gehen auch beide interessanterweise nicht ans Telefon, wenn ich anrufe, weil sie auch gar nicht damit aufgewachsen sind, Telefon zum Telefonieren zu benutzen, sondern überwiegend wirklich zum... Sabine Osterauer: Okay. Okay. Mhm. Arlett: Handys zum Nachrichten schreiben, genau, oder Video gucken oder irgendwie sowas. Und mein älterer Sohn, kann das richtig gut, ohne Handy zu sein. Als wir jetzt kürzlich im Urlaub waren, hatte der das einfach auch irgendwo liegen und hatte da gar kein Interesse dran. Und der Jüngere, der hat das schon immer dabei, aber der möchte auch sehr gerne seine Erinnerungen festhalten. Also wie du sagst, mit dem Handy können wir alles machen und er nutzt das dann auch, ⁓ Fotos zu machen und so. Und deswegen hat er es immer da. Ich hatte ihn auch schon gefragt, ob die Kameranalte Sabine Osterauer: schreiben. Arlett: der native wäre, also ein Fotoapparat, eine Digitalkamera. Nee, er möchte das auch auf dem Handy haben. da, ja, der kann schon noch schlechter ohne sein Handy, aber er ist, ich sag mal, auf dem Wege der Besserung. Ihm fällt schon auch auf, dass andere sehr, viel am Handy sind, also noch viel, viel mehr als er. Vielleicht finde ich das auch noch viel, wie das immer so ist als Mama. Aber jetzt auf dem Flughafen haben wir zum Beispiel auch zwei kleine Kinder gesehen. Und eine Frage ist ja, warum lassen wir auch kleine Kinder so früh in die digitale Welt, die mit einem Tablet vor der Nase, also es schien wirklich so ein Kindertablet zu sein, weil das war gummiert und war in so einer dicken Hülle mit rechts und links auch zwei Haltegriffen. Und diese Kinder sind ihren Eltern damit hinterhergegangen auf dem Flughafen. und haben aber nur auf diesen Bildschirm geschaut. Ich glaube, die waren vielleicht fünf und drei. Also das Mädchen war sehr, sehr klein. Also wirklich sehr klein. Und beide haben das halt geguckt. Das ist meinem jüngeren Sohn aufgefallen. Und er meinte, Mama, guck mal. Und er spricht jetzt schon darüber, wenn er dann mal Kinder hat. Dann würde er das auch erst später erlauben. Deutlich später. Es ist dann ganz interessant, diese Wahrnehmung da zu sehen. Sabine Osterauer: Ja, also das sind auch Dinge, die mir immer wieder auffallen, dass eben die Kinder auch immer kleiner werden und vor allem, dass sich auch der Markt natürlich auch verändert hat und auch mittlerweile Sachen produziert, die speziell auf diese Altersgruppe abgestimmt sind. Wie du eben sagst, was gummiert ist mit Griff, dass es größer dass man es gut halten kann, bunter wahrscheinlich auch und leichter zu handhaben, wie auch immer. Aber natürlich immer mit diesen vielen bunten Farben, diesen Eindrücken. Und das macht natürlich schon noch etwas mit dem Gehirn. ⁓ auf die Frage zurückzukommen, es ist heute schon so, also war ja eine Zeit lang war ja das, das war ja toll und ich hatte das Gefühl, Jünger, die Kinder sind, dass die Eltern oder es wurde den Eltern vielleicht auch vorgegaukelt. wenn dein Kind sich schon mit drei Jahren mit dem PC oder mit dem Laptop beschäftigt oder mit dem Handy, das zeigt von Intelligenz und die können dann viel besser mit der ganzen Technik umgehen und das sind unsere ITler von morgen und keine Ahnung. Ich persönlich, also habe auch sehr viel darüber gelesen und da wurde schon auch immer aufgezeigt, dass das für das Gehirn eigentlich zum Erwachsenwerden jetzt nicht so der Burner ist und genau jetzt Arlett: Ja. Sabine Osterauer: Meine Frage ist, wenn Eltern das jetzt eigentlich doch jetzt wissen, dass das nicht ganz so super ist. Vom Gehirn her, von den Haltungsschäden her, Kinder sitzen ja dann auch anders beim Handy. Wir wissen es, also dieser Huckel hinten, ich weiß nie, wie ich den bezeichnen soll, beim Nacken hinten. Wir werden ja, also da gibt es ja auch mittlerweile auch schon so KI-Videos. Arlett: Ja, ich weiß. Sabine Osterauer: wo man den Menschen sieht in 20 Jahren, wenn das mit dem Handy und so weiter weitergeht, wie wir dann gebaut sind, wie wir ausschauen, also Bandscheibenvorfälle und so weiter. Und meine Frage ist, wenn die Eltern das eigentlich schon wissen, dass es gar nicht so gesund ist für die Entwicklung ihres Kindes, warum schaut man da nicht vermehrt drauf? Oder glaubst du schon, dass es mittlerweile wieder eine Tendenz gibt in eine Richtung, wo man sagt, man ist ach... Arlett: Hmm. Sabine Osterauer: zusammen mit der Zeit, wo die Kinder wirklich auf diesen digitalen Geräten herumspielen. Arlett: Ich glaube, das kann man gar nicht so pauschal beantworten. Ich denke, dass einige Menschen da schon sehr drauf schauen, die vielleicht grundsätzlich ein bisschen bewusster unterwegs sind, vielleicht Gesundheit wichtig ist, denen Entwicklung wichtig ist, vielleicht auch eine bedürfnisorientierte Entwicklung ihrer Kinder. Warum machen es andere oder warum machen es die einen mehr und die anderen weniger, weil es ja auch sehr einfach ist, die Kinder ruhig zu stellen, in Anführungszeichen, und sich dann nicht mit den Bedürfnissen auseinandersetzen zu müssen oder vielleicht auch mit den Emotionen der Kinder. Denn das haben wir Menschen ja gar nicht gelernt. So sage ich es jetzt mal, mit unseren Emotionen umzugehen. wenn dann Kinder, nehmen wir mal dieses Beispiel am Flughafen, wenn das so kleine Kinder sind und dann musst du da vielleicht rechtzeitig sein. Du musst deinen Koffer einchecken, wenn du nicht nur ein Handgepäck hast. Und es sind ja Wartezeiten und Kinder sind ja eher mal sehr aktiv und nicht auf Warten ausgelegt. Das lernen wir ja erst im Laufe der Zeit. Und da laufen sie da vielleicht umher und dann muss man sich ⁓ die Kinder kümmern. Das ist einfach so. muss man ihnen vielleicht hinterher laufen oder sich mit den Kindern beschäftigen, ihnen sie mal an die Hand nehmen, irgendwo hin mitgehen. Das machen Kinder nicht, wenn sie ihren Fokus auf etwas anderes haben. Ich sag's mal so, sprich, wenn sie abgelenkt sind. Und wenn man ihnen also etwas gibt und ja, es gibt natürlich bestimmte digitale Sachen, die das Gehirn fordern. Mir fällt sofort Schach ein, wenn man dann irgendwie Schach spielt. Aber ganz, ganz viele Kinder schauen auch einfach irgendwelche Kinderserien. Da gibt es ja unglaublich viele Filme für Kinder, Serien für Kinder. Und dann laufen die in Dauerschleife und die werden ja auch in Masse produziert. ich als Coach, ich sehe es ja selbst, wie zum Beispiel Instagram schon mich unfassbar ich sag mal, teilweise wirklich nervt und ich mein Handy dafür gar nicht mehr in die Hand nehmen möchte, weil ich gar nicht mein Marketing ausrichten möchte auf Menschen, die nur eine Aufmerksamkeitsspanne von drei Sekunden haben. Da heißt das ja immer, du musst einen Hook, also einen Haken dahinschreiben, was die Menschen in der ersten Sekunde packt, ⁓ dann sie zum Anhalten zu bewegen. Sabine Osterauer: Ja. Arlett: Aber das ist gar nicht meine Zielgruppe. arbeite mit sehr tiefgründigen, leidenschaftlichen Menschen, die anders hinschauen. Und die breite Masse sind aber die Menschen, die nur noch so eine kurze Aufmerksamkeitsspanne haben. Und das betrifft natürlich viele, viele Erwachsene. Aber das betrifft eben auch viele Kinder. Also ich sehe es ja jetzt in der Klasse oder in der Generation meines jüngeren Sohnes. Also Generation, mein Älterer, die fallen ja beide in die gleiche Generation. Aber bei dem jüngeren Sohn, in der Grundschulzeit, also der wurde ja eingeschult in die erste Klasse und dann kam ja Corona. Und da ging das ja los mit diesen ganzen digitalen in der Grundschule war das vielleicht noch irgendwie auffangbar, dass die in der ersten und zweiten Klasse ganz, ganz viel verpasst haben. Aber ich merke es jetzt, wo er auf dem Gymnasium ist, dass er ist jetzt in der siebten Klasse, fünfte, sechste, siebte Klasse war es immer das Thema. Ich war immer Elternvertreterin seit meine Kinder in eine Richtung gehen, also Kindergarten, Schule. Und war daher auch mit an diesen pädagogischen Konferenzen oder Zeugniskonferenzen, wo sich die Lehrkräfte ja zusammensetzen und Sozialarbeiterinnen oder Arbeiter und teilweise auch Schulpsychologe und so. da ist immer das Thema gewesen, dass die Kinder eine niedrige Aufmerksamkeitsspanne haben und sich deutlich schlechter konzentrieren können als noch vor zwei, drei Jahren. Und das, denke ich, geht einfach damit einher, dass viele nach Hause geschickt wurden. Und viele, denke ich, denke ich nicht nur, sondern weiß ich auch aus meiner Erfahrung als Mama und im Kontakt mit anderen Eltern, dass viele Kinder einfach dort dauerhaft vor Medien, vor Fernseher oder vor Tablets gesetzt wurden, ⁓ ja ... Sabine Osterauer: Zeit rumzubringen. Arlett: die Zeit rumzubringen, weil das einfach der einfachere Weg ist. Ich weiß, ich hab als Mama da manchmal zwischen diesen ganzen ausgedruckten Aufgaben gesessen und hab manchmal einfach Nervenzusammenbruch bekommen, hab einfach nur gesessen und geweint, weil ich gnadenlos überfordert war, aber eben auch nicht aufgeben wollte. Und trotzdem war immer dieser Zwiespalt da zwischen ... Sabine Osterauer: Ja. Arlett: Gebe ich meinen Kindern auch ein Tablet in die Hand? Also meine Kinder hatten auch Tablets, natürlich. Aber wie viel darf es sein? Und das ist das, was ich meinte, mit immer wieder... Ich habe mich selbst immer wieder hinterfragt, mit meinem Mann immer ins Gespräch gegangen. Wir haben uns selbst sogar mal ein Kursgebuch dazu. Was sagt eigentlich, was sagen andere Experten, Pädagogen und so weiter? Und bin da in den Austausch gegangen, um mir selber auch da Unterstützung zu holen. Aber das machen, glaube ich, die wenigsten Menschen. Sabine Osterauer: Ja. Ja. Ja. Was sagen solche Experten? Also welche Erfahrung hast du dir dazu gemacht? Arlett: Na ja, die sagen, ja es ist eben unterschiedlich. Die einen sagen, kommt halt drauf an. Also nicht die einen, also Experten sagen, es kommt halt drauf an. Was gibst du deinen Kindern? Es gibt Sachen, die das Gehirn fördern und trotzdem ist es eben wichtiger für die Entwicklung auch rauszugehen, in die Natur zu gehen, sich zu bewegen und eben nicht nur an diesem Ding zu sitzen. Und da gibt es ja dann unterschiedliche Empfehlungen, je nachdem wie alt das Kind ist, wie viel Medienkonsum da erlaubt ist in Anführungs-, oder nein, empfohlen ist, die geben ja dann immer nur Empfehlungen ab. Man trifft ja die Entscheidung für sich selbst oder für die Kinder und da gibt es ganz, ja, gibt es tatsächlich klare Empfehlungen für die Altersstufen, das kann man im Internet recherchieren. Darüber sind wir dann auch auf diesen Mediennutzungsvertrag gekommen, das fand ich sehr interessant. Und das Wichtigste ist tatsächlich immer die Frage oder Ich glaube, diese Antwort gilt auf alles. auf die Menge an. ob du jetzt naschst, mal okay. Denn wenn du nicht nur naschst, die... Genau, danke schön. Fast Food ist okay oder Kuchen mit Zucker ist okay, aber eben nicht dauerhaft. Sabine Osterauer: Die Menge macht es gibt ja. Arlett: Genauso sollst dich gesund und ausgewogen ernähren, so sollst du dich auch bewegen. Ein kompletter Medienverzicht ist für diese Zeit wahrscheinlich auch nicht mehr angemessen, weil wir einfach viel, mehr in die Digitalisierung gehen können. Gerade jetzt auch mit KI. Das wird noch mal auf eine andere Art und Weise spannend und interessant, wenn es jetzt auch darum geht, wie man aus einem Foto von einem Menschen schon auch Videos machen kann. Und da dürfen wir und müssen wir, das glaube ich ist unsere Verantwortung als Erwachsene und erst recht als Eltern, immer wieder in Gespräche gehen. Also auch zum Beispiel an Schule. Es gibt ja ein klares Handyverbot, finde ich persönlich als Mama auch nicht gut. Ich denke, ein reines Verbot löst nicht die Problematik, wenn es jetzt darum geht, Videos von anderen Personen aufzunehmen und irgendwie das Problem ist wohl, dass das dann verschickt wird in WhatsApp-Gruppen und so weiter. sondern ich denke, wir dürfen ansetzen, dabei unsere Kinder zu verantwortungsvollen Menschen zu erziehen und nicht nur zu hörigen Bürgern, wo etwas verboten wird und sie haben sich gefälligst daran zu halten, sondern ich glaube, es ist einfach wichtig, darüber ins Gespräch zu gehen und zu schauen. Sabine Osterauer: Ja. Arlett: Wofür ist es wirklich dienlich? Was kannst du nutzen? Und wie kannst du es nutzen? Also da auch eine kurze Geschichte. Mein junger Sohn war auch auf einem Schulausflug, wo eigentlich ein Handyverbot war. Er hatte sein Telefon aber mit, weil er ja auch Fotos machen wollte und so weiter. Und die sind ins Schokoladenmuseum gegangen und vorne schon am Inforier im Eingang war ein riesengroßer, so eine Fahne, diese Aufsteller. Und da stand drauf, wenn du mehr wissen möchtest über Schokolade und ⁓ die Herstellung, scanne hier den QR-Code. Mein Sohn hat natürlich den QR-Code gescannt, weil er sich mehr Wissen aneignen wollte, hat dann aber eine Verwarnung bekommen, weil er das ja nicht machen sollte. Und dann ist halt die Frage... Sabine Osterauer: Fertig. Arlett: Wofür nutzt du es und wofür wäre es eventuell okay? Das hätte man total schön aufgreifen können als Schule. Man hätte sagen können, ihr dürft eure Handys mitnehmen für genau solche Sachen, dann könnt ihr euch mehr Infos anlesen. Ihr könnt später darüber einen Referat machen oder speichert euch diese Seite und wir thematisieren das nochmal im Rahmen eines Projektes oder so. Aber so funktioniert ja Schule ganz häufig nicht. Sabine Osterauer: Mhm. Also grundsätzlich glaube ich, oder was ich so rausgehört habe, grundsätzlich können wir glaube ich schon sagen, dass wir ja dieser digitalen Welt nicht entfliehen können. je nachdem, was man halt auch dann später beruflich macht als Kinder. Und dass es glaube ich ganz gut ist, sich mit diesen Dingen auch auseinanderzusetzen, wie wir halt gesagt haben, die Menge macht das Gift im Endeffekt. Und es ist ja die Welt teilweise schon so ausgelegt, weil Früher bist du halt in so ein Museum oder in so ein Ding reingegangen und da lagen halt dann Folder auf, die du dir mitgenommen hast und aus denen musstest du dann irgendein Referat machen oder eine Zusammenfassung oder wie auch immer, mein Gott, habe ich das damals gehasst. Und heute ist es so, dass du halt einen QR-Code hast und kein Prospekt mehr, was auf der einen Seite wieder für die Umwelt natürlich gut ist, keine Prospekte, kein Papierverlust, bla bla bla bla, aber auf der anderen Seite ... Arlett: Ja. Hahahaha Mh. Ja. Sabine Osterauer: Schließt es aber auch ein, dass du eben ein Handy hast, mit dem du das auch scannen kannst und dann hast du halt die Daten auf deinem Handy drauf. Ich bin ja froh, dass wir im Moment noch das Handy außen haben, weil wenn es dann irgendwann mal vielleicht doch implantiert ist mit irgendeinem Jeep, dann weiß das schon. Die Zukunft wird es schon noch irgendwie wahrscheinlich auch bringen. haben sich alle alten Filme noch irgendwann wieder gezeigt, dass es das gibt. Arlett: Hahaha Sabine Osterauer: Es ist ausgerichtet darauf, dass wir eigentlich auch mit diesen Sachen umgehen. Meine Frage ist, glaubst du, dass man sich Kinder damit vermehrt beschäftigt? dass sie in der Schule brauchen? Ich kann mich noch erinnern, mein Kind, das war ein ganz großes Highlight. Wir hatten Laptop-Klassen. Das ist knappe zehn Jahre her. Und das war damals das Highlight. Wir haben eine Laptop-Klasse. Und jedes Kind bekam einen Laptop. Der war so langsam und so voll gepackt mit irgendwelchen tausenden Systemen drauf und Virus, bla, bla, dass das ja, dass die Kinder ja nichts aufmachen können, dass der so langsam war, dass die Kinder teilweise verzweifelt sind bei den Hausübungen, weil das nicht weitergegangen ist. Aber das war damals halt so das Highlight. Ich glaube heute ist das sowieso gang und gäbe. Ich weiß nicht, ob es noch Hefte gibt. So dass mein Kind mit der Schule fertig ist, kann ich das auch gar nicht mehr sagen jetzt im Moment. Ich weiß nur, dass die Kinder teilweise auch verlernt haben zu schreiben, weil ja alles getippt wird. Also diese richtige Schrift, glaube ich, großteils auch verlernt oder wird zwar in der Schule wahrscheinlich beigebracht, in der Volksschule, weil dann irgendwie auch nicht mehr so verwendet. Glaubst du, dass dass auf der einen Seite durch diese Möglichkeit, so viel Wissen sich anzueignen, die Kinder auf der einen Seite extrem viel Wissen sich anhäufen können in sehr kurzer Zeit, was wir ja damals als Kinder nicht so hatten, weil wir müssten ja dann in die Bücherei, in die Schulbücherei, wie auch immer, mussten uns die Bücher holen, müssten uns das durchlesen, bis wir das gefunden haben. Heute googlst du das halt oder findest das woanders noch oder fragst KI. Aber auf der anderen Seite, wenn Sie sich dieses Wissen aneignen, eignen Sie sich auch Wissen an, das Sie auch verwenden können, diese digitale Welt, sage ich jetzt einmal, eine Stopp-Taste gedrückt wird, zum Thema Blackout und so weiter, und unsere Kinder dann trotzdem noch wissen, wie sie überleben können. Das ist jetzt apokalyptisch ein bisschen, aber Arlett: Mhm. Ja. Ja. Hm. Naja, immer ein Thema irgendwie. Genau. Sabine Osterauer: Blackout ist ja immer irgendwie auch ein Thema, wenn der Strom abgedreht ist. Arlett: Richtig, das ist immer ein Thema. Bei uns findet im September hier in der Schule so ein Katastrophenschutztag statt, wo das tatsächlich geübt wird. Wie verhält man sich denn, wie verhalten sich die Kinder und Leute, wenn Strom abgestellt wird? Also es ist ein Thema, was natürlich irgendwie Gang und Gebe offensichtlich ist. Ich war erschrocken, dass man das üben muss, aber ja gut. Bei uns gibt es übrigens noch Hefter und Schulhefte. Wir sind jedes Jahr vor neuen Schuljahr los und kaufen Hefte und Blöcke und sowas alles. Es gibt auch Laptopklassen. Also an der alten Schule gab es auch eine Laptopklassen. Es gibt sogar Schulen, wo das tatsächlich auch nur stattfindet. Ich bin ganz happy, dass an unserer Schule immer noch die Hefter und Hefte benutzt werden. Und ich... Also da sind wir ja ganz klar beim Thema Lernen. Das hätte ich auch noch angesprochen. Es schön, dass du das jetzt machst, dass du das vorwegnimmst. Denn wie lernen wir Menschen? Denn es gibt ja ganz unterschiedliche Lerntypen. Und es gibt welche, hören. Also die auditiven Typen, die können sich super schön was natürlich vorlesen lassen oder über Video hören. Andere sind, die lernen übers Sehen. Wieder andere lernen eben übers Schreiben. Also ich selbst habe, ich sage immer über die Hand. Sabine Osterauer: Genau. Arlett: über den Arm und die Hand in den Körper. Ich habe es immer überschreiben gelernt und mache das auch heute noch und schreibe ganz, ganz viel. Ich habe hier überall Notizblöcke oder Hefte liegen. Sabine Osterauer: Die Hauptdischen, Arlett: in die ich immer wieder reinschreibe und darüber mein Wissen verarbeite, auch Journal und solche Sachen, mir klar zu werden, was denke ich denn überhaupt, was empfinde ich, was fühle ich und das bringe ich natürlich auch meinen Kindern bei. Also ich habe bei meinem jüngeren Sohn auch schon gemerkt, dass er ein Problem hat mit dem Thema Lernen. gerade in Mathe. Viel ist ihm schwer, bestimmte Aufgaben zu lösen, weil er nicht verstanden hat, was der Lehrer gesagt hat. Also der Lehrer Er hat es offensichtlich nicht ganz so gut drauf, verschiedene Lernkanäle anzusprechen bei den Kindern. Ja, genau. erklärt nach jeder Frage immer wieder das Gleiche. Also in gleichen Worten erklärt er das die gleiche Aufgabe oder den gleichen Lösungsweg. Aber wenn man es beim ersten Mal nicht verstanden hat, versteht man das vielleicht auch nicht beim zweiten und auch nicht beim dritten Mal. Sondern manche Kinder brauchen es anders. Sabine Osterauer: Besserungswidrig. Arlett: Und dann hatte mein Sohn eine ganz schöne Idee. Er hat dann angefangen mit KI zu lernen. er hat dann, es gibt ja bestimmte, ich kann es einfach so sagen, ChatGPD, Gemini und NotebookLM und was es da nicht alles gibt. Soll ja jetzt keine Werbung sein. Aber das kann man ja nutzen. Und dann hat er das ganz klug für sich gelöst und hat gesagt, also nicht er, man kann ja diese Aufgabe dann abfotografieren und sagen, gib mir die Lösung, sondern er hat gefragt, wie kann ich diese Aufgabe gut lösen bitte? Erklär mir das. Und das fand ich total schön, dass er das genutzt hat, für sich zu lernen. Und andersrum, wenn es jetzt ⁓ andere Fächer ging, natürlich hat er dann auch den Lösungsweg selbst geschrieben mit der Hand oder hat, wir sind dann da reingegangen, für andere Fächer zu lernen, indem er wirklich Texte liest und dann mit Stiften da rangeht, mit Leuchtstiften, mit unterschiedlichen Farben, dass ich mit ihm also dahin gegangen bin in Lernmethoden, in unterschiedliche Lernmethoden. Sabine Osterauer: Ja. Arlett: Ich weiß... ⁓ was er für ein Lerntyp ist. Da bin ich mal reingegangen und habe mir das für ihn angeguckt und dann habe ich ihm also bestimmte Lernmethoden beigebracht, dass er unterschiedliche Farben nutzt oder auch sich Karteikarten schreibt, bestimmte Dinge einfach aufschreibt, sich eine Struktur überlegt und so eine Sache. Und das machen wir am allerbesten ja auf einem Zettel mit einem Stift. Das ist halt total schön und das kriegst du über den PC nicht aufgefangen. Also man kann das auch über Präsentationen und über unterschiedliche Sachen, aber ich glaube, dass das nicht so gut verankert wird im Körper, als wenn du das über die Hand machst. Und insofern können meine Söhne ihr Wissen schon aufgreifen. Also sie haben auch Whiteboards. Mein älterer Sohn hat auch Whiteboards in seinen Zimmern. Der macht auch sehr, sehr viel mit Aufschreiben, mit Notizen. Das haben sie ganz, ganz früher schon mitbekommen, dass sie ... diesen Umgang auch mit Papier und auch mit Büchern hatten. Ich war zum Beispiel so eine Mama, wir hatten einen Buchladen gegenüber vom Spielzeugladen. Ich habe immer gesagt, und da mussten wir auch Lebensmittel einkaufen in diesem Haus, in diesem Zentrum. Und da habe ich gesagt, ich gehe nicht mit euch in den Spielzeugladen, aber in den Buchladen. Da können wir jederzeit und da können wir Bücher... Kaufe ich ihnen immer. Also Bücher können sie immer haben. So, müssen sie auch, die mussten sie noch nie von ihrem Taschengeld bezahlen. Auch jetzt, wenn sie irgendwelche Bücher brauchen, kaufe ich die. Ich mit meinem Mann auch ganz klar eine Regel, ich bezahle alles, irgendwie zum Lesen So, aber eben nicht technische Sachen und so. Also schon auch, aber im Maße. So und deswegen glaube ich, können meine Kinder damit ganz anders umgehen, weil sie damit ganz anders aufgewachsen sind. Also wir waren Eltern, die haben sehr, sehr lange auch vorgelesen und sie haben selber früh lesen gelernt. Aber ich... Ich glaube nicht, dass das alle können. Ich frage es ja, können Kinder das? Aber ganz allgemein, glaube, ganz viele sind dann da verloren und wissen damit, da nichts mehr anzufangen. Und ich glaube, viele sind auch ganz doll verloren, wenn wir so ein Blackout hätten und ihre Handys sind irgendwann leer, nicht mehr auf. Also sie können die nicht mehr laden oder Internet funktioniert nicht oder sonst irgendwas. Dann glaube ich, fallen ganz, ganz viele richtig krass zurück und könnte ich mir schon vorstellen, dass die auch in eine ganz merkwürdige Verzweiflung rutschen. Sabine Osterauer: Ich ich das... Ja. Arlett: Mhm. Sabine Osterauer: Wie du das eben angesprochen hast, wir sind ja doch noch eine Generation, also wir jetzt als Mütter schon eine Generation. Wir haben halt unseren Kindern noch vorgelesen. Für uns war das ja eine Errungenschaft, dass wir auch wissen, welche Lerntypen unsere Kinder sind. Das war ja auch in der Generation eigentlich dann so großartig zu sagen, ja, also mein Kind ist jetzt nicht schlecht in der Schule, sondern das ist ein anderer Lerntyp und deswegen braucht er das so und so und so aufbereitet. Und ich kenne das auch von meinem Sohn, der ist sehr haptisch und der muss es auch immer hören. Und diese Frontalunterricht in der Schule, das war für ihn immer die größte Katastrophe. Das ging halt gar nicht. Und ich habe mit ihm dann zu Hause gelernt, indem ich es ihm noch einmal vorgelesen habe, noch einmal erzählt habe, ihn Geschichten verpackt habe und so weiter. Und dann war das auch super. Also er hat Bücher nie gelesen, die habe ich gelesen und ich habe es ihm dann erzählt und er konnte es dann wunderbar weitergeben, wiedergeben. Er hat sich das gemerkt. Aber das Lesen selber, das war so überhaupt nichts. Er muss es immer hören. Also Hörbücher waren für ihn dann doch besser. Aber wir haben uns umgeschaut. Das heißt, haben herausgefunden, wie lernt jetzt unser Kind besser. Aber wenn wir jetzt die Generation anschauen, die jetzt kommt, das heißt, die Kinder, jetzt geboren werden, unter zwei, drei, vier, fünf, sechs Jahre alt sind, denkst du, dass da auch die Eltern dazu auch noch diesen Arlett: Ja. Sabine Osterauer: diesen Drang haben oder diese Motivation haben mit ihren Kindern so zu lernen und auf sie zu achten. Oder ist das jetzt auch schon die nächste Elterngeneration? Die sagen, wir haben es am Handy, wir haben es am Laptop, soll es googeln? Der Vorteil ist, wie du es gesagt hast, mit KI gelernt, finde ich auch super, weil die Nachhilfelehrer teuer sind. und auch nicht immer ein Termin frei ist und gut, sind sie sowieso immer ausgebucht und du musst dann, ja die Kinder dann auch wieder hinführen und abholen. ist auch schon mit sehr viel Zeit und Geld auch verbunden und heute, wenn du jetzt den guten KI-Freund hast und sagst, erklär mir jetzt diese Aufgabe, finde ich grundsätzlich jetzt auch ganz cool. Also mein Zugang, das ist immer meine Meinung natürlich dazu. Aber wie denkst du, die Eltern von heute, die ja doch wieder eine andere Generation sind wie wir, Wie sehen die das? Oder hast du bekannte Freunde aus der Familie, Menschen, sagen, die haben ganz kleine Kinder und sind auch ⁓ 15 oder 20 Jahre jünger als wir jetzt? Arlett: Ja, hab ich. Und ich hab ja auch über meinen Job total Erfahrung mit verschiedenen Menschen. Die sind allerdings ja sehr bewusst, also die sind sehr, achtsam mit diesem Thema. Und ja, denen ist es ganz, ganz wichtig, auch rauszufinden. wie viel dürfen meine Kinder oder nicht. Die sind so ähnlich, eher gestrickt irgendwie wie ich. Ich kenne aber auch Menschen oder ich erlebe es ja draußen auf der Straße, wie unbewusst Menschen auch sind. wenn man... auch geht auf Spielplätzen oder so teil. Da sieht man auch schon diese Unterschiede. Da gibt es die Eltern, die mit ihren Kindern gehen und mit ihnen spielen oder ihnen irgendwie helfen. Und dann gibt es die Eltern, die zusammensitzen und klönen, sich als Erwachsene unterhalten und die Kinder dann einfach losgehen und irgendwas machen oder sogar da schon auf dem Spielplatz mit einem Tablet in der Hand sitzen. Und ich glaube, auch da gibt es ja nicht dieses Also es ist vielleicht auch gar kein, also es ja nur eine kleine Szene in diesem Alltag, auch wie am Flughafen. Es ist ja dienlich und dient ja auch dem Kind irgendwie, wenn es nicht gestresst ist von den Einflüssen am Flughafen und diesen vielen Energien oder so, sondern sich vielleicht fokussiert auf so eine kleine Sache in diesem Moment und den Rest des Tages oder die nächsten Tage im Urlaub gar nicht mehr an diesem Ding sitzt. Aber ich glaube auch da, dass es ein riesen Unterschied ist. Ich erlebe schon in der nachfolgenden Generation, also die Menschen, die so 10 bis 15 Jahre jünger sind, dass denen andere Dinge auch schon im Alltag wichtig sind. Also ich war zum Beispiel auch immer Gleichstellungsbeauftragte in meinen vorigen Jobs und habe da dann immer in einem Auswahlverfahren gesessen und habe da erlebt, dass plötzlich junge Menschen viel öfter gerne von vornherein in Teilzeit gehen möchten. nicht weil sie schon Eltern waren und sich ⁓ Kinder kümmern wollten, sondern weil sie ihre Freizeit genießen wollten, weil ihnen das Leben wichtiger war und die das mehr genießen. Also diese Eltern erlebe ich auch, die gar nicht so viel Zeit verbringen mit Arbeiten und auch nicht so viel Zeit verbringen mit Technik, sondern Leben genießen in vollen Zügen und die auch wirklich bewusst ihr heute dann Eltern sein erleben wollen und mitbekommen wollen, wie ihre Kinder aufwachsen und sich mit denen eben viel beschäftigen. Ich glaube aber schon, dass der Großteil der Menschen Sabine Osterauer: Mhm. Arlett: Ja, die Kinder schon viel an der Technik hat, aber es ist nur so eine Vermutung, so ein Erleben. Ich glaube, es hängt auch davon ab. Also von vielen Faktoren. Ich bin ja auch Soziologin. habe Soziologie studiert. Das hängt immer von sozioökonomischem Status ab, von Einflüssen. Wie viel arbeiten vielleicht die Eltern? In welcher Region wohnst du denn eigentlich? Wenn du vielleicht in einem Ort wohnst, wo nicht viel los ist. Also ich sagte ja eingangs, haben unser Haus verkauft, weil ich an dem Ort, wo es stand, das war für die Zeit, als meine Kinder noch kleiner waren, sehr, schön, ein Grundstück zu haben. Und bei uns tobte immer das Leben, wie wir hatten. teilweise da elf Kinder auf dem Grundstück. ja, meine Kinder, bei uns hat sie immer alles bei uns zu Hause abgespielt. Ich dachte manchmal, Mensch, könnt ihr nicht auch mal zu euren Freunden gehen? Die kamen immer alle zu uns. Dann war ich den ganzen Nachmittag damit beschäftigt, Obst und Gemüse zu schnippeln. Aber jetzt sind meine Kinder älter geworden. Ich hab auch gemerkt, hier ist sonst nix los. Ich häng tot überm Zaun, weil man für alles weiter wegfahren musste. Man musste sich entweder in die Bahn oder ins Auto setzen. Da war es schon so, dass wir sehr lethargisch geworden sind. Ich hab ich verliere auch die Lust an Bewegung. Lass mich da irgendwie fast schon lieber berieseln oder igel mich ganz komplett ein. Also ich war da glaube ich nahe an der Depression und habe gesagt, so wir müssen irgendwas ändern. Jetzt leben wir hier in Kiel und es ist ja eine Universitätsstadt am Wasser auch noch, an der Ostsee. Und die Menschen sind hier viel aktiver, viel dynamischer, viel sportlicher, aktiver. Wir bewegen uns hier viel mehr. Meine Kinder sind viel selbstbewusster hier geworden, weil sie ganz viele Dinge alleine machen können. sind viel, also mit ihren Freunden Die können sich plötzlich alleine treffen, ohne dass ich sie mit dem Auto überall hinfahren muss. Wir sind in fünf Minuten am Meer. Wir haben hier sämtliche sportliche Aktivitäten. Hier gibt es ganz viele Parks, wo Sportgeräte sind. Hier hat man viel mehr Möglichkeiten. Deswegen haben die Menschen wahrscheinlich hier auch weniger Lust, an ihren Geräten zu sitzen und wollen das Leben mehr draußen genießen. Ich glaube, da ... Sabine Osterauer: Mhm. Arlett: hängen ganz ganz viele Faktoren dran. Sabine Osterauer: Also du vermutest schon, dass es so ist, dass wenn es im Außen mehr Möglichkeiten gibt, auch interessantere Möglichkeiten, also je nachdem mit der Menschheit gestrickt ist. Also das hast du mir jetzt gerade gesagt, dass du mit ja ich brauche ein Auto, damit ich irgendwo hinkomme, ist genau meins. Also ich wohne auch so. Also ohne Auto bin ich aufgeschmissen, also wirklich aufgeschmissen. Also ich wäre stundenlang wahrscheinlich mit irgendeinem Bus zum nächsten Bus zur Bahn und so weiter unterwegs. Aber ich liebe das. Also dieses Er hängt auch mit dem Alter zusammen. Mein Kind ist groß, wohnt auch schon selber in einer Wohnung, wohnt in der Stadt, weil er braucht das wieder anders. Aber ich habe gerne meine Ruhe und wenig Menschen und so weiter. Und wie gesagt, Menschen sind natürlich auch unterschiedlich. Aber du würdest schon sagen, dass speziell jetzt bei jungen Familien und kleineren oder Kindern, dass wenn die Freizeitsbeschäftigungsmöglichkeiten so gar nicht vorhanden sind, Arlett: Ja? Sabine Osterauer: eben nur möglicherweise vielleicht ein kleiner Spielplatz mit einer Schaukel und einer Rutsche und fertig, dass die Tendenz ⁓ hinter dazu geht, dass man sich die bunte Welt mehr übers Handy dann holt oder übers Tablet holt, als draußen die Fantasie mehr zu nutzen und sich vielleicht – ich denke jetzt nur in früher, durch das, ich ja Trauerreden schreibe, ich krieg natürlich Arlett: Ja. Sabine Osterauer: Wenn jetzt jemand 1928 geboren ist oder 1942 geboren ist, die sind ganz anders aufgewachsen. Die hatten gar nichts. Aber die waren den ganzen Tag im Wald. Und im Wald haben sie tausend Sachen erlebt und tausend Sachen kreiert, gebaut, gemacht, tralala, hobsa saa und überhaupt. Das ist ja heute auch nicht mehr so. Teilweise verboten, teilweise wollen auch die Eltern nicht, dass die Kinder mit Hammer und Säge in den Wald ziehen, sag ich jetzt einmal. Ja, könnte ja was passieren und dann Arlett: Ja. Hm. Sabine Osterauer: Im Wald gibt es keinen Empfang, kann man es auch nicht orten, und so weiter. Das ist überspitzt natürlich gesagt. Aber dass es einfach so mitschwingt, dass die Kinder halt wirklich, wenn sie nicht die Freizeitangebote haben, sich dann mehr in diese digitale Welt hineinziehen lassen. Habe ich das jetzt? Arlett: Ja. Ja, das denke ich ganz klar. Also wie du sagst, Menschen sind unterschiedlich. Meine Kinder zum Beispiel waren nicht diejenigen, die Spaß daran hatten, Nägel ins Holz zu hauen. Das habe ich geliebt. bin mit meinem Vater immer in den Keller gegangen und habe immer gefragt, wenn der in den Keller ist, darf ich mit und habe Nägel in die Türen gehauen. Also es muss unglaublich geschallt haben in dem Haus. Ich war so Miethaus. Aber das war meine größte Freude. Oder wenn ich bei meinen Großeltern war am Wochenende immer und in den Ferien, erinnere ich mich, kleines Kind immer da am Strand. Also die haben auch am Wasser gewohnt. Ich war immer am Strand, im Schilf, alleine bin auf Bäume geklettert und ich war dann auch mit eigenen Kindern lange auf der Suche nach vernünftigen Kletterbäumen. Die gab es. in unserer Region einfach gar nicht, weil alles runtergeholzt ist, ⁓ Siedlungsfläche zu schaffen. Und da hatten wir immer nur diesen Knick, so Wüsche, Holunderbüsche oder so, da kann man nicht mehr vernünftig klettern. Hier in Kiel gibt es wieder schöne Kletterbäume. Das ist ganz toll. Jetzt sind sie älter, aber manchmal gehen sie noch auf den Baum, weil ich fand das immer klasse. wenn ich Ideen hatte, die sie in der Natur machen konnten, da hatten die gar kein Interesse dran. Beide interessanterweise gar nicht. Sodass ich dann mir als Mama überlegt hatte, okay, was können wir machen? Ich habe mit denen sämtliche Sportarten ausprobiert. Fanden sie alles doof? Fußball fanden sie doof, Judo fanden sie doof und alles mögliche. Trampolin fanden sie gut, da mussten wir dann aber auch über eine Stunde fahren in die Trampolinhalle, bis sie auf den Grundstücken hatten. dann eigene Trampolinen. Das war schon auch gut. Aber da sind wir wieder bei dem Thema, wie fängst du das auf und kannst du das gut kompensieren oder eben nicht? Und wenn die Kinder nicht so gestrickt sind, dass sie darauf Lust haben, ich brauche zum Beispiel den Trubel einer Stadt, du sagst jetzt, du brauchst die Ruhe auf dem Land, ich nutze cooles Tool, Human Design in meiner Arbeit. Da kannst du total schön sehen, braucht dieser Mensch eher Ruhe und Zurückgezogenheit? Was ist eine Wohlfühlumgebung? Da kann man auch total schön ablesen. Wie lernst du denn eigentlich? Wie verarbeitest du Wissen? Sitzt du eher vorne im Unterricht, wie du vorhin sagtest, Frontalunterricht? Oder brauchst du es mitten im Getümmel oder brauchst du die Wand im Rücken? Also sitzt du lieber hinten. So und wir sind alle unterschiedlich. Und das, glaube ich, ist die größte Herausforderung, wir Menschen haben, unsere Unterschiedlichkeit, unsere Einzigartigkeit anzuerkennen. Und das ist auch gar nicht so einfach, die aufzufangen. ich habe ja, ich habe gespürt als Mama, als erwachsene Frau, ich kann an diesem Ort nicht mehr leben. Dann ist es eine Herausforderung, Familie einen guten Mittelweg zu finden oder eine Lösung für alle. Und da dann wirklich reinzugehen. Bei uns ein Beispiel. hab dann angefangen zu überlegen, wie kann es gehen? Hol ich mir eine Wohnung irgendwo anders und bin dann vielleicht ein, zwei Tage mal weg, immer wenn ich irgendwie raus muss. Das kam für meine Söhne nicht infrage. Also sind wir nach einem langen Weg alle hier nach Kiel gegangen. Und wenn du Kinder hast ... vielleicht eins, zwei, drei. Und das eine will nur drinbleiben, das andere ist ein total aktives Kind und will am liebsten von morgens bis abends irgendwo unterwegs sein. Und das dritte ist noch wieder anders. Dann ist es für Eltern eine riesengroße Herausforderung, sich mit dem auseinanderzusetzen und das auch durchaus hinzukriegen. Und wenn du dann noch arbeitest oder Betreuungsmöglichkeiten kommen ja auch noch mal dazu. Das ist manchmal echt ein Balanceakt. Und ja, wenn das nicht gelingt, da Bedürfnisse unter einen Hut zu kriegen, dann glaube ich schon, dass Kinder dann eher auf sich selbst gestellt sind und eher zu Technik neigen oder in der Schule mitbekommen, dass ihre Freunde, also so war es ja dann bei uns, da durften während Corona-Zeiten die Kinder nicht mehr raus und sich ja nicht mehr verabreden untereinander. Also die Eltern hatten auch nicht das... Viele haben es auch nicht erlaubt, dass ihre Kinder überhaupt das eigene Haus verlassen, also aufs Grundstück gehen. Nicht mal über einen Zaun einen Federball spielen. Da hätte ich gesagt, das ist doch alles noch möglich. So ein über den Ball wird das nicht... Ja, das ist keine Ansteckungsgefahr, aber gut, auch nur meine Meinung. Aber da haben dann viele Kinder diese Flucht in die digitale Welt ja gefunden. Als es dann wieder in Schule ging, also meine Kinder kamen dann plötzlich mit Sachen nach Hause, dass sie auch am Rechner Spiele spielen wollten und sich dann online verabredet haben mit ihren Freunden, da musste ich mich erstmal informieren, was sind denn das eigentlich für Spiele und bestimmte habe ich einfach auch nicht erlaubt. So, hatten wir dann das, also wenn es ⁓ Gewaltspiele ging, das haben viele Kinder in dem Alter, also die waren ja dann teilweise... wo Gewaltspiele an der Tagesordnung waren und das gefeiert wurde, wenn man da ganz viele Menschen abgeschossen hat und da Blut gespritzt ist oder auch also nicht nur Schießen, was ja Jungs damals oder Mädchen auch draußen gespielt haben, Kaubäubende, Indianer und solche Sachen, ich nicht. Ich fand Gewalt schon immer blöd, aber das habe ich zum Beispiel unterbunden und habe gesagt, ich möchte nicht. dass da irgendwelche Kämpfe ausgefochten wurden. Also auch, wo man sich gegenseitig schlägt und verprügelt und sowas. Das ging für mich gar nicht. Aber das war etwas, das ist teilweise in deren Klassen ganz normal gewesen. Unabhängig jetzt auch vom Geschlecht. Und das fand ich erschreckend. Find ich auch heute immer noch erschreckend. Aber ja, da darf man dann immer wieder bei sich einchecken. Wie weit geht da meine Verantwortung? ich das überhaupt wissen als Eltern? Viele wollen es ja gar nicht wissen. Sabine Osterauer: Mh. Ja, richtig, das wäre jetzt mein nächster Ansatz gewesen. Du hast dich ja dann damit beschäftigt, heißt deine Kinder sind nach Hause gekommen und gesagt, ja stell dir vor, wir haben in der Schule das und das Spiel gesehen, wir möchten das jetzt auch haben und du hast dir die Zeit genommen, hast dich hingesetzt, hast dir das angeschaut und gesagt, nö. Also das nicht, weil Gewalt und so weiter, das möchte ich nicht, hast du dann das wahrscheinlich auch erklärt. Weil da gab es natürlich nicht ein, Mami, wenn du das so siehst, sondern warum nicht? du hast dann versucht, das zu erklären. Und möglicherweise hast du es gut hinbekommen. Möglicherweise haben sie es dann trotzdem irgendwo bei irgendeinem anderen Freund gespielt, wie auch immer, man weiß es ja nicht. Aber du hast zumindest dagegen gehalten und versucht, ihnen zu erklären, warum du das für sie nicht sinnvoll findest. Jetzt gibt es aber Eltern, die das vielleicht nicht tun. Arlett: Mhm. Sabine Osterauer: weil sie einerseits die Zeit nicht haben, sich die Zeit nicht nehmen wollen, zu viele Kinder haben, auch immer, zu viel Arbeit haben, wie auch immer, oder selber in so einem, in so einer, ja, mit solchen Spielen auch sich selbst konfrontieren. Es gibt ja sehr viele Erwachsene, zocken, also brauchen wir gar nicht drüber reden. Und die das vielleicht total in Ordnung finden, wenn der halt mit elf oder zwölf auch schon auf die Jagd irgendjemand den Kopf abschlägt, oder wie auch immer. Arlett: Mhm. Ja. Sabine Osterauer: Und da ist meine Frage jetzt, denkst du, dass wir speziell auch in der Schule viel mehr Aufklärungsunterricht brauchen würden? Also du sitzt jetzt in Deutschland, ich sitze in Österreich. Ich denke, Deutschland und Österreich machen es nicht ganz richtig, was die Schule betrifft, aber würdest du sagen, dass es schon sinnvoll wäre, in der Schule noch gezielter auf diese Thematik einzugehen, aber da jetzt nicht im Sinne, sondern wie wir schon am Anfang gesagt haben, mit Arlett: Mhm. Sabine Osterauer: Verbot, sondern wirklich Erklärung. Arlett: Ja, definitiv. Also es gibt ja teilweise an Schulen Veranstaltungen, wo Experten kommen und dann Eltern darüber auch informieren. Also bei uns war das tatsächlich auch so, dass mal so ein Infoabend stattgefunden hat oder eine Frau von der Stadtbibliothek kam und dann über Spiele auch informiert hat und so. Das wurde von nicht allen Eltern genutzt. würde mal sagen, die Minderheit der Eltern hat das genutzt als die Mehrheit. Und trotzdem finde ich, sollte Schule definitiv mehr über diese Themen nicht nur informieren, sondern ich finde, wenn wir jetzt ganz normal die Fächer mal anschauen in der Schule, worauf bereitet denn Schule vor? Ich glaube, allgemein darf Schule noch mehr über Werte sprechen. darf es in Schule noch mehr stattfinden, dass man auch lernt, mit Emotionen umzugehen, also bestimmte Sachen auch auszuhalten. Weil ich glaube, solche Spiele haben ganz, ganz viel mit Emotionen zu tun, auch mit Emotionen wegdrücken vielleicht, wo ich mich nicht auseinandersetzen möchte mit mir und meinen Themen. Und da darf noch viel, mehr in diese Richtung stattfinden. Also ja, ich denke, Schule darf da noch mehr informieren und zwar in einer wirklich Also auch in alle Richtungen. Medien soll nicht verteufelt werden oder Medienkonsum soll nicht verteufelt werden. selbst, also meine Kinder spielen auch, die zocken auch bestimmte Sachen. So Minecraft war eine lange Zeit ein Riesenthema oder Roblox, wo sie da bestimmte Sachen bauen und handeln und so was. Riesenthema. Also hatten wir Diskussionen ohne Ende. Das hört sich jetzt so an, als wenn meine Kinder da ganz vorbildlich aufgewachsen sind. Sabine Osterauer: Ja, Nein, ich schon bewusst. Arlett: So sind sie nicht, also auch für die Hörerinnen und Hörer muss ich das hier einmal klarstellen. Aber ja, in Schule darf da noch viel, mehr stattfinden, aber noch breiter gefächert, so würde ich es mal sagen, mit noch mehr Möglichkeiten. Wie kann das Ganze denn auch förderlich genutzt werden, dass wir da noch mehr hingucken dürfen? Ja. Sabine Osterauer: Die Frage war ja, warum wir schon die kleinen Kinder so früh in die digitale Welt eintauchen lassen. würdest du denn so sagen, was ist denn so der, also rein deine Meinung, also wir reden ja da immer von unseren Meinungen, aber so deiner Meinung nach, wann würdest du ein Kind von heute, das geboren wird, mit der digitalen Welt konfrontieren? Was denkst du? Arlett: ist eine echt schwierige Frage. Da würde ich, glaube ich, auch wieder schauen, was ist das für ein Kind. Manche Kinder sind ja wirklich relativ früh schon sehr, sehr pleatsch. Ist auch immer die Frage, was würden die gucken sollen? Ist auch dann wieder die Frage, könnte ich es überhaupt schon vorher wissen? Wissen Kinder, was sie gucken wollen, wenn sie es nicht kennen? Ach, ich... Puh, das ist eine echt schwierige Frage. glaube auch da, das kann man gar nicht pauschal sagen. In der Grundschule, denke ich, ist es definitiv schon angemessen, da bestimmte Sachen zu erlauben. Ich weiß nicht, ob auch schon eher Kindergarten. Ich erinnere mich gar nicht mehr. Also meine Kinder hatten ja dann auch so kleine Sendungen. ist auch die Frage, ne? Fernseher, es ist am Fernseher, ne, dass man da schon bestimmte Sachen guckt. Wo fängt es an? Also sind das Geschichten, Serienfilme, Sandmännchen gab es bei uns damals immer, das abends geguckt. Aber ich glaube, da gibt es keine einheitliche, ähm... Sabine Osterauer: Wo fängt's an? Arlett: gleichgültige Antwort. Da komme ich echt in Straucheln bei der Frage. Sabine Osterauer: Zum Abrunden zum Schluss würdest du schon sagen, dass die Kinder deshalb so früh teilweise konfrontiert werden, eben aus Gründen, was leichter ist, ein Kind rückzustellen, ⁓ Zeit zu überbrücken, so wie du die Geschichte erzählt hast vom Flughafen, ⁓ sie vielleicht auch abzulenken, wenn sie, keine Ahnung, beim Friseur sitzen, weil ich letztens auch gehört, weiß jetzt gar nicht, ja, wir mussten den Kleinen festhalten zu dritt, damit er sich die Haare schneiden lässt. Arlett: Ja. Sabine Osterauer: Ja, und dann gibt es Kinder, haben einfach das Tierblatt in der Hand und lassen sich die Haare schneiden. Also ich glaube schon, dass es auch oft ein Mittel zum Zweck ist, einfach ⁓ die Kinder ruhig zu stellen, sie abzulenken oder vielleicht sie sogar aus einer starken Antriebsphase rauszuholen und zur Ruhe zu bringen, möglicherweise. Ich glaube, dass es ein Fluch und ein Segen zugleich ist. Arlett: Mhm. Ja. Ja. Sabine Osterauer: Und ich glaube, dass es natürlich immer im Auge des Betrachters liegt und ich glaube schon, dass es immer in der Eigenverantwortung liegt. Wie gehe ich mit der Situation ⁓ bei meinen eigenen Kindern? Ich finde es auch total schwierig zu sagen, ja, fangen wir mit drei an oder fangen wir mit zehn an oder ja, wann fangen wir an? Ich glaube, dass es ganz viel mit Aufklärung zu tun hat. Ich glaube, dass es ganz viel mit Eigenverantwortung auch zu tun hat. Arlett: Hmm. Sabine Osterauer: Wenn ich so zurückdenke, wie wir Kinder waren, uns wurde auch zum Beispiel gesagt, Rauchen ist ganz schlimm, das darfst du auf gar keinen Fall. Wir haben es alle probiert. Also ich glaube, die meisten von uns haben es probiert und haben festgestellt, grauslich will ich nicht oder sind halt dann zu rauchen geworden mit 14, 15. Ab dem Zeitpunkt, wo sie es sich dann leisten konnten selbst, aber probiert haben wir es alle und ich glaube, es ist mit der Technik, mit dem Handykonsum und so weiter eigentlich nichts anderes. Arlett: Ja! Sabine Osterauer: So wie es halt damals auch war mit wie viel Schokolade, wie viel Zuckerkonsum und so weiter, Energydrinks, ja, nein. Ich alles, irgendwie Körper und Geist schaden könnte, hat natürlich auch seinen gewissen Reiz, auszuprobieren, weil der Mensch, glaube ich, schon auch bisschen Grenzgänger ist. Weil irgendwo muss er ja seine Erfahrungen machen, weil wenn wir immer nur alles richtig machen würden... Wer hat dieser Planet kein Lernplanet? Ich weiß jetzt nicht, ob das nicht auch einmal cool wäre, also so für ein paar hundert Jahre oder so. Aber grundsätzlich glaube ich, dass wir solche Herausforderungen auch ganz dringend brauchen. Vielleicht so ganz zum Schluss, aus deiner Sicht auch als Coach und auch mit Human Design und so weiter. Was würdest du Jungeltern mitgeben? Worauf könnten sie achten? Arlett: Genau. Sabine Osterauer: dass du sagst, ich glaube, ist jetzt zu viel, vielleicht ein bisschen mehr dahinter sein, dass es ein bisschen weniger mit dieser digitalen Welt konfrontiert wird, das liebe Kind. Arlett: Ja. Naja, ich glaube, Sie können erstmal bei sich selbst hinschauen. Wissen Sie denn eigentlich, was das Kind da guckt? Denn wenn Sie Ihren Kindern mit drei erlauben, etwas zu schauen, ja die Frage, kriegen Sie es mit? Also setzen Sie Ihr Kind wirklich weg mit. Sabine Osterauer: Bewusst. Arlett: dem Gerät in der Hand oder schauen sie vielleicht auch mit dem Kind. Das war mir immer wichtig zu sehen. Was gucken meine Kinder? Und dann immer das Verhalten des Kindes beobachten. Wir merken ja, wenn wir da wirklich bewusst hinschauen, wann das Kind in so eine Lethargie verfällt, also wirklich in dieses noch mehr, noch mehr, noch mehr. Und da dürfen wir, denke ich, auch immer wieder bei uns selbst hinspüren. Ich glaube, wir kennen die Antwort in uns drin. Wenn sich das schon irgendwie als Elternteil nicht richtig anfühlt, dann wird es sehr wahrscheinlich auch nicht richtig sein. Und da dann immer ins Gespräch gehen. Das kann man auch schon mit sehr, sehr kleinen Kindern da zu gucken. diese, das darfst du gucken. Oder in diesem Rahmen, also wir haben auch bei Bedürfnis orientiert, da Erziehung, Erziehung in Anführungszeichen, also Begleitung, geht es glaube ich immer darum, dass wir Eltern unserer Verantwortung uns bewusst sind. und immer auch im Rahmen stecken. Und innerhalb dieses Rahms können sich die Kinder vielleicht bisschen austoben. Also in der Entscheidung treffen, okay, diese zwei Serien, da darfst du was auswählen oder diese zwei Richtungen oder du darfst heute 15 Minuten gucken und so. Also du kannst schauen, am Vormittag oder am Nachmittag oder irgendwie so, dass da einfach die Eltern schauen, auch nett und freundlich mit sich sind, wenn es doch mal zu viel wird, dass sie sich selbst da nicht verurteilen oder sich schlecht fühlen. sondern einfach immer wieder schauen, dass sie es vielleicht am nächsten Tag dann ein bisschen besser machen. Und du sagst es ja richtig, ich glaube dann gibt es auch wieder kein richtig, ne? Wie du sagtest, ganz zu Anfang perfekt machen, was ist schon perfekt, was ist schon richtig. Da dürfen wir einfach bei uns selber einchecken, wenn wir einen Partner haben, mit dem auch immer wieder sprechen, mit den Kindern sprechen und einfach gucken, ja, dass wir uns gut ⁓ uns und ⁓ unsere Kinder kümmern und dann... ist es wahrscheinlich auch da wirklich wieder sehr sehr individuell, wie viel tut dem Kind vielleicht gut und wie viel dann irgendwann nicht mehr. Sabine Osterauer: Mmh. Aber unterm Strich würdest du auch sagen, immer schön in der Eigenverantwortung bleiben und das nicht abschieben an irgendwelche großen Wissenschaftler, Lehrer, Politiker oder was auch immer, sondern sagen, okay, das Angebot ist da und ich kann immer noch entscheiden, wie viel davon und was genau. Arlett: Ja. Definitiv und schlimmstenfalls wird die Schuld auch auf das Kind geschoben. Also ich habe das auch zum Beispiel erlebt, dass ein Junge meines Sohnes, also ein Freund meines Sohnes, auch ziemlich viel am Rechner immer war und noch mehr und noch mehr und noch mehr. Und der Vater dann irgendwann, der Vater hat zu Hause gesessen, hat gearbeitet und irgendwann dann kam und wirklich den Strom abgedreht hat und gesagt hat, und jetzt ist aber Schluss und hat dann dem Kind die Verantwortung sozusagen übertragen, dass er sich nicht an Vereinbarungen hält. Da denke ich mir, okay, da darf ich als erstes bei mir als Mama hinschauen, warum konnte es denn so weit überhaupt kommen? Und ich kann nicht meinem Kind, also ich kann natürlich meinem Kind die Verantwortung übertragen, aber bis zu einem gewissen Alter bin einfach ich als Elternteil da selbst in der Pflicht hinzuschauen. Wenn es Regeln gibt zu Hause, bin ich als Mama auch in der Pflicht. zu der Zeit, wenn die abgelaufen ist, hinzugehen und zu sagen, jetzt ist aber deine Zeit Schluss oder vielleicht sogar schon zehn Minuten eher, so mache ich das dann, sag du, denk dran, in zehn Minuten ist hier aber Feierabend, stell dich schon mal drauf ein, weil ich weiß, Sohn oder mein Junge oder Sohn zumindest, der muss das für sich wissen, der hat zwar schon auch so seinen Timer dann da, aber trotzdem kann man das noch viel, besser begleiten, diesen Prozess an sich. Und das finde ich das Allerschlimmste, dann die Kinder dafür verantwortlich zu machen und dann schlimmstenfalls vielleicht auch noch dafür zu bestreiten. Sabine Osterauer: Aber trotzdem. Arlett: Also der durfte dann eine Woche keine Technik und auch nicht raus oder sich mit Freunden verabreden und so eine Scherze. Und das ist natürlich, finde ich, richtig mies. Sabine Osterauer: Zum Thema Zeit kann ich nur sagen, unsere Zeit ist auch beendet. Wir könnten wahrscheinlich noch eine Stunde dran hängen, aber ich hoffe, dass wir es zusammen wieder einmal herausgefunden haben zu dem Thema heute, warum lassen wir kleine Kinder so früh in die digitale Welt eintauchen. Lieber Alett, vielen herzlichen Dank, dass du mit mir über dieses Thema diskutiert hast. Arlett: Ja, das war so schön. könnten ja wahrscheinlich noch richtig. Sabine Osterauer: auch andere Blickwinkel kennenlernen dürfen, ich habe auch bisschen anders draufschauen dürfen, liegt möglicherweise auch daran, dass ich eben einfach auch nicht mehr die kleineren Kinder habe, sondern schon in den Erwachsenen, wo ich mich gar nicht mehr entmisch, also der muss das einfach auch selber für sich entscheiden. Und ja, ich hoffe den Zuhörern und Innen da draußen hat auch diese Folge Spaß gemacht und ich würde mich freuen, wenn so viele Menschen wie möglich sich das anhören und auch vielleicht das eine oder andere Kommentar dalassen. Genau, zu Dialett, alles in die Show Notes gebe ich dann natürlich hinein, kriege ich ja von dir dann auch geschickt. In diesem Sinne, herzlichen Dank, dass du bei mir warst und dass du mit mir diese eine Stunde, sechs Minuten darüber geplaudert hast. Vielen herzlichen Dank. Arlett: Vielen Dank für die Einladung, es war mir eine Freude. Sabine Osterauer: Ich keine Ahnung.