Latest / Indiefilmtalk - Der Podcast über das Filmemachen | Produktion | Drehbuch | Regie / #192 | Task Force Querlitz – Adult-Animation made in Germany - Mit Arne Hain, Sebastian Simon, Jakob Zimmermann
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- 0:00Speaker 1: Dieses Ganze mit den Meteoriten oder so, das ist einfach eine schöne Prämisse, um über uns
- 0:06Speaker 0: zu sprechen,
- 0:07Speaker 1: über uns als Gesellschaft, aber eben nicht eins zu
- 0:09Speaker 2: eins.
- 0:10Speaker 2: Ich kann ja in der Stelle mal einer hacken, weil genau der Titel ist tatsächlich das, was sich eigentlich nicht geändert hat, alles andere schon.
- 0:18Speaker 2: Es
- 0:18Speaker 0: ist immer besser auf die fertige Stimme zu animieren, damit es auch wirklich Lippensynchron ist und damit man auch diese Energie, die die Stimme vorgibt, mit in die Animation reinnehmen kann.
- 0:34Speaker 1: Schön, dass
- 0:44Speaker 3: ihr da eingeschaltet habt beim Indie-Film-Talk-Podcast und dass ihr wieder dabei seid bei unserem heutigen Gespräch rund um die Filmerbeit und alles, was mit Filmschaffen zu tun hat.
- 0:56Speaker 3: Mein Name ist Eugene und ich freue mich heute ins Gespräch zu gehen und ein Thema aufzugreifen.
- 1:01Speaker 3: Wir haben einmal schon mal über Animationsfilm gesprochen, glaube ich, beim Podcast, aber wir haben ... Ich finde noch zu wenig über Animationsfilme gesprochen und ich wurde gefragt, ob ich ein Gespräch zum Thema Animationsserie, ganz genau adult Animationsserie aus Deutschland machen möchte.
- 1:17Speaker 3: Und da dachte ich näher auf jeden Fall, weil ich finde ja in diesem Bereich ganz spannend, dass wenn wir so was wie Simpsons haben oder Rick and Morty oder was gibt's noch, ich könnte aufzählen, aufzählen, aufzählen, sogar Spongebob könnte man nehmen.
- 1:30Speaker 3: Sind so Serien, die irgendwie... Auch Adults, also Erwachsene, gerne schauen und auch große Beliebtheit haben.
- 1:36Speaker 3: Aber aus Deutschland sieht man sehr wenig Produktion, die genau dieses Genre halt bedienen.
- 1:43Speaker 3: Und ja, vielleicht werde ich auch gleich meine Gäste fragen, woran das liegt.
- 1:46Speaker 3: Und besonders jetzt hier in dem Fernsehbereich dann, wenn es jetzt um oder Fernseh oder Streamer, wenn es um Serien geht, wieso da so wenig Formate aus diesem Bereich da es gibt, um halt auch vielleicht eine eigene Spur.
- 1:58Speaker 3: eine eigene Handschrift zu entwickeln, wie es zum Beispiel Ricken Morty über die letzten Jahre oder eben siebsten über die letzten, was es waren es, zwanzig Jahre, dreißig Jahre, die es schon gibt, entwickelt hat, auch vielleicht ja aus Deutschland zu entwickeln.
- 2:09Speaker 3: Bevor ich kurz wieder die Gäste vorstelle, ihr habt hier schon in dem Show Notes gelesen, wer das ist, wollte ich nochmal kurz einen kleinen Hinweis machen und wie immer... den Unterstützerinnen über Steady danken, dass sie uns so zahlreich unterstützen, dass wir überhaupt solche Formate wie dieses Format machen können.
- 2:25Speaker 3: Deswegen dein Dank geht erst mal dorthin hinaus.
- 2:28Speaker 3: und zusätzlich Ja, die bitte natürlich an alle, die diese Formate, unsere Gespräche, spannend finden, uns auch über den Weg, über Steady oder über PayPal ein Dankeschön dazu lassen.
- 2:38Speaker 3: Steady ist eine Art Crowdfunding-Plattform, wo ihr so ein bisschen wie so ein Abo wieder, aber wenigstens eine Möglichkeit, halt genau dieses Format zu unterstützen.
- 2:47Speaker 3: Das heißt, die könnt dann ausführen, könnt auch ordentlich kündigen.
- 2:49Speaker 3: Über den Weg uns ein Dankeschön dazu lassen, um halt genau solche Formate... wie genau solche Gespräche halt umzusetzen.
- 2:56Speaker 3: Zusätzlich haben wir in diesem Monat auch noch den Deadliner herausgebracht.
- 3:00Speaker 3: Das ist ein Tool, so eine Art Filmförderkalender, womit man halt, wir arbeiten daran, dass alle, aber wir versuchen, das so aktuell wie möglich zu halten, dass halt die meisten Finanzierungsmöglichkeiten für Filme, also wenn es jetzt um Förderungen geht, abgebildet sind, sogar.
- 3:14Speaker 3: Unser Gast, die Quantum, kommt gleich genau, die Vorstellung dazu, ist auch mit drin in diesem Kalender, also nicht sie sind mit drin, aber wir haben die mit zugeholt in das Ganze, in den Kalender, damit man halt wirklich sieht, okay, wann kann ich einreichen, worauf muss ich achten, was sind so die wichtigsten Informationen?
- 3:31Speaker 3: und da haben wir versucht, euch zusammenzutragen.
- 3:34Speaker 3: Das bekommt ihr auch, wenn ihr bei uns als Deli-Unterstützer dabei seid.
- 3:37Speaker 3: Deswegen, ich pack das einfach in die Schrohnot, guckt da gerne mal vorbei.
- 3:41Speaker 3: Und ja, das soll euch so ein bisschen unterstützen oder alle unterstützen beim Einreichen oder beim Finanzieren eurer Filmprojekte oder Serienprojekte.
- 3:49Speaker 3: Kommen wir zum eigentlichen Gespräch, nämlich einer Serie, die, ja, ich denke mal... Wenn diese Folge kommt, erst vor kurzem online gegangen ist, nämlich eine Adult Animation Serie.
- 4:00Speaker 3: Wir wissen gleich erklären, was Adult Animation Serie bedeutet, weil ich glaube viele denken, was anderes, wenn ich Adult Animation Serie sage.
- 4:06Speaker 3: Aber das werden wir gleich nochmal zusammen klären.
- 4:08Speaker 3: Nämlich die Serie heißt Task Force Querlitz.
- 4:11Speaker 3: Und das ist eine drei Folge, drei Episoden.
- 4:14Speaker 3: große Serie, die vom ZDF oder besser gesagt vom kleinen Fernsehspiel oder besser gesagt vom Quantum, dem Innovationslabor von dem ZDF kleinen Fernsehspiel entwickelt wurde mit den Creatern.
- 4:27Speaker 3: Wir haben einmal einen der Creator und Produzent der Serie, Sebastian Simon, da und einmal den Regisseur und auch Creator der Serie, Arne Hein.
- 4:38Speaker 0: Hallo, vielen Dank für die Einladung.
- 4:40Speaker 3: Wir sind heute nicht nur zu dritt da, sondern wir sind zu viert da, nämlich wir haben noch den Redakteur vom ZDF kleinen Fernsehspiel und von Quantum Jakob Zimmermann da.
- 4:49Speaker 3: Hallo
- 4:50Speaker 1: und vielen Dank, dass ich da bei euch sein darf.
- 4:52Speaker 3: Genau, das wird eine eluste Runde, glaube ich, und ein spannendes Gespräch, weil genau, es geht eben natürlich um diese Entwicklung von dieser Serie, wie es dazu gekommen ist und auch vielleicht die Frage, die ich vielleicht auch in die Runde stellen werde, wieso so wenig von genau so einer Art von Genre.
- 5:07Speaker 3: aus Deutschland gibt.
- 5:09Speaker 3: Bevor ich das aber mache, würde ich einmal meine Standardfrage stellen, die ich immer stelle am Anfang einer Folge.
- 5:14Speaker 3: Nämlich, wie seid ihr denn zum Film gekommen?
- 5:17Speaker 3: Ich sage das jetzt extra so, dass jetzt alle genug Zeit haben, darüber nachzudenken.
- 5:21Speaker 3: Und ich lasse gerade die Zeit so ein bisschen ticken, indem ich ein bisschen weiterspreche und dem Ball an Arne weitergebe.
- 5:29Speaker 0: Ja, ich bin ziemlich früh zur Animation und zum Film gekommen.
- 5:34Speaker 0: Ich habe das immer schon als Kind gemacht.
- 5:35Speaker 0: Ich war so ein... kautziges Kind, dass ich schon irgendwie ab drei Jahren habe ich mich immer verkleidet und wollte immer in irgendwelche Rollen schlüpfen.
- 5:43Speaker 0: Und dann habe ich irgendwann die Mini-DV-Kamera von meinem Vater in die Hände bekommen und habe dann gemerkt, dass man da Geschichten erzählen kann und dann mit meinen Freunden Filme gedreht und auch früh schon irgendwie mit den Puppen von meiner Schwester Puppentrickfilme gemacht, weil es am Anfang gar nicht so leicht war.
- 6:03Speaker 0: meine Freunde zu motivieren, jetzt da einen Film zu drehen und das so zu machen, wie ich das gerne hätte.
- 6:09Speaker 0: Deswegen habe ich auch schon früh mit Animationen angefangen und habe damit dann quasi nie aufgehört.
- 6:15Speaker 0: Und es war dann auch relativ schnell klar, dass ich das mal studieren möchte.
- 6:19Speaker 0: Und da hat sich dann eigentlich auch so, weil ich immer beides gemacht habe, Filme mit echten Menschen und animierte, weil es dann zum Studium ging.
- 6:28Speaker 0: hat sich das irgendwie konkretisiert, dass ich dann Animationen an der Filmakademie Baden-Württemberg studiert habe.
- 6:34Speaker 0: Und so bin ich dann irgendwie, habe ich mich dann für den Animationsweg entschieden.
- 6:40Speaker 3: Wieso hast du dich für den Animationsweg?
- 6:41Speaker 3: Also ganz lustig, weil bei mir ist es nämlich so, ich habe ganz viel drei Idee Animationen gemacht als Jugendlicher und habe dann gedacht, ich möchte auch Film studieren und habe dann... Auch Animationen studiert, weil ich dachte, naja, da bin ich frei, da kann ich selber entscheiden, meine Kreativität freien und laufen lassen.
- 7:01Speaker 3: Muss jetzt sich mit Menschen so viel arbeiten.
- 7:02Speaker 3: Ich habe sehr gerne mit Menschen gearbeitet, aber ich dachte, da kann ich besser das machen, was ich machen möchte, umsetzen möchte.
- 7:08Speaker 3: Und dann im Studio haben so ein bisschen der Switch, wo ich gemerkt habe, verdammt, das ist ja genau so viel.
- 7:11Speaker 3: Leute brauche ich hierfür.
- 7:14Speaker 3: Aber dann habe ich dann doch in dem Fall mehr in die Live-Action Richtung gegangen selber.
- 7:19Speaker 3: Wie war es bei dir?
- 7:20Speaker 0: Ja, also ich fand auch immer beides spannend.
- 7:24Speaker 0: Ich habe mich dann beworben an Filmhochschulen, ich habe mich für Resi in München beworben und für Animationen in Babelsberg und in Ludwigsburg und ich wurde für Animationen in beiden Fällen genommen und für Resi in München nicht, was ich rückwirkend auch verstehe.
- 7:41Speaker 0: Da habe ich auch was mit Animationen angemacht und das passt nicht ganz zur München, zur HFF.
- 7:47Speaker 0: Und das hat so ein bisschen meinen Weg, glaube ich, definiert.
- 7:50Speaker 0: Und das ist ein anderes Arbeiten.
- 7:52Speaker 0: Also es stimmt, ich arbeite auch gerne mit vielen Menschen zusammen.
- 7:56Speaker 0: Das war ja in dem Fall jetzt auch so.
- 7:59Speaker 0: Es ist aber ein anderes Arbeiten.
- 8:01Speaker 0: Es ist beim Szenischen Film, es ist ja schon... ein bisschen stressiger, wenn es dann an den Dreh geht und es ist ein anderer Prozess.
- 8:09Speaker 0: und ich mag, glaube ich, diesen langatmigeren Prozess lieber und auch, also in allen Bereichen arbeiten, liebe Menschen, aber ich mag die Animationswelt und die Animationsmenschen, die man vielleicht so ein bisschen als nerdy bezeichnen könnte, so ein bisschen.
- 8:29Speaker 0: Das ist ein bestimmter Typ Mensch auch.
- 8:33Speaker 0: fühle ich mich persönlich noch wohler.
- 8:36Speaker 3: Spannend.
- 8:37Speaker 3: Sebastian, wie sah das bei dir aus?
- 8:40Speaker 2: Ja, also bei mir war es nicht ganz so stringent wie beim Anne.
- 8:45Speaker 2: Und Anne ist da, finde ich, auch so, als er mir das erst mal erzählt hatte, wie früher irgendwie wirklich so eine Passion er schon entwickelt hat.
- 8:54Speaker 2: Da hat mich das total fasziniert, weil es ja wirklich, also dass jemand so früh einfach weiß, was er gerne hat und dann dieses ... diese Passion auch wirklich zur ... ... Profession macht, ... ... passiert vor selten, ... ... aber das war eine der Gründe, ... ... wie ich so total gerne ... ... mit einem zusammengearbeitet habe, ... ... weil ich war immer einfach so, ... ... er hat ... ... ein super professionelles Level ... ... auf einem sehr jungen, ... ... ich meine, wie alt bist du jetzt?
- 9:17Speaker 2: ... ... Achtundzwanzig, eine ... ... Weißig
- 9:19Speaker 0: gewonnen tatsächlich.
- 9:20Speaker 0: Weißig, weißig.
- 9:22Speaker 2: Also einfach, er ist ... ... auf der einen Seite noch echt ... Jung und hat voll gute Ideen und auf der anderen Seite hat er schon eine Professionalität, die du super selten finde ich irgendwie in dem Alter hast.
- 9:33Speaker 2: Aber eine organisch gewachsene Professionalität, die ich super sympathisch finde.
- 9:37Speaker 2: Bei mir war es ein bisschen anders.
- 9:39Speaker 2: Ich war eher so trial-and-error-mäßig, lange Zeit unterwegs bzw.
- 9:44Speaker 2: hat mich einfach relativ spät erst gefragt, was für mich denn die Sachen sind, für die ich mich wirklich begeistern kann.
- 9:49Speaker 2: Also wirklich, ich habe mich dann damit auseinandergesetzt, wenn ich es musste, nämlich zum Studium.
- 9:54Speaker 2: Vorher eigentlich nicht.
- 9:56Speaker 2: Und bin dann eigentlich über so ein kurzes, über so einen kurzen Aufenthalt im Architekturbereich, also dabei für eineinhalb Jahre in Dresden eigentlich erst im Film gekommen, weil eigentlich erst, ich habe vorher nie irgendwie so für mich überlegt, ob ich mich im Kreativbereich überhaupt wohl fühle.
- 10:13Speaker 2: Und dann, Architektur war so ein Ding, wo ich das Gefühl hatte, das hat für mich eine Sinnhaftigkeit gehabt, mit der ich irgendwie erst mal anfangen konnte.
- 10:22Speaker 2: Aber hat mir eigentlich so überhaupt diese Welt überhaupt erst mit diesem kreativen Kosmos aufgemacht.
- 10:26Speaker 2: Und als ich dann gemerkt habe, dass es mir leicht fällt und ich Spaß habe, habe ich dann überhaupt erst angefangen, mir zu überlegen in diesem Kreativbereich, was mich denn wirklich anmacht.
- 10:36Speaker 2: Und bin dann eigentlich so, weil ich dann Freunde auch hatte, in Kunsthochschulen, in der Kunsthochschule für Medien zum Beispiel, darauf gekommen, was die so machen.
- 10:43Speaker 2: Und das hat mich dann irgendwie erst angefixt.
- 10:45Speaker 2: Und da habe ich dann angefangen, mich zu bewerben.
- 10:48Speaker 2: Und bin dann schließlich unendlich in der Kunstzuschule in Aufmacht gelandet, die natürlich jenseits der Professionalität von den Filmhochschulen ist.
- 10:57Speaker 2: Wir haben in Hessen ja irgendwie keine Filmhochschule und ganz viele Bundesländer haben das nicht.
- 11:03Speaker 2: Und es war insofern so ein bisschen wilderes Studium, als dass wir halt einfach wahnsinnig viel uns irgendwie selber beibringen mussten.
- 11:10Speaker 2: Und jeder irgendwie auch mit dem Duktus reingegangen ist.
- 11:13Speaker 2: Er wird, er wird Regisseur, auf jeden Fall ganz sicher.
- 11:17Speaker 2: Und ganz viele Autoren, Filmemacherinnen, so entstanden sind.
- 11:21Speaker 2: Mit manchmal auch großen Egos, wo man sich irgendwie erstmal quasi bewusst machen musste, was macht man denn da wirklich?
- 11:28Speaker 2: Und es hat immer einen Moment gedauert, so nach ein paar Semestern hat man es dann gewusst und dann wurde so auch alles wieder ein bisschen entspannter.
- 11:34Speaker 2: Genau, und das hat mich dann zum Film gebracht und ich bin dann aber nach dem Studium auch erstmal eigentlich ins Projekt leitende gegangen, weil ich mich noch nicht, oder ich habe mich nicht gesehen in dieser Zugmaschine von entweder Drehbuchautor oder Regisseur, sondern fand es eigentlich immer schön, Teams zusammenzukriegen, von denen ich überzeugt war, dass die tolle Sachen leisten können.
- 11:58Speaker 2: Und das finde ich beim Film generell, egal, ob du Animationen oder Realfirmen machst, diese Dynamik, die innerhalb von Teams entstehen und die du nur bedingt kontrollieren kannst, die kannst du am Anfang kontrollieren und dann kannst du flankieren und dann musst du halt gucken, was die Leute miteinander machen.
- 12:13Speaker 2: Das finde ich immer noch das, was mich irgendwie so antreibt und was eigentlich so das größte... Ding ist, dass ich irgendwie in diesem Filmbereich so schätze.
- 12:22Speaker 3: Und euer Produktionsstudio, was macht ihr, also ihr macht hauptsächlich Film oder macht ihr mehr commercial Sachen oder wie teilt sich das auch?
- 12:31Speaker 2: Also wir haben immer schon commercial und Fiction gemacht, weil für mich das eigentlich immer wichtig war, den Rücken soweit frei zu haben, wie es halt irgendwie geht, so, dass man sich nicht getrieben fühlt von einer Produktion in die nächste Produktion gehen zu müssen, einfach weil irgendwie der Umsatz da sein muss.
- 12:47Speaker 2: Sondern ich fand es schon immer wichtig, dass einfach, weil die Laufzeiten so lang sind bei diesen Animationsfilmprojekten, so dass du dich jedes Mal einfach kommittest, zu Monatenentwicklung, zu Jahren der Produktion oder der Gelder zusammenzukriegen.
- 13:01Speaker 2: Insofern war es für mich immer wichtig, dass wir sagen können, wir können die Projekte uns aussuchen und können nur da irgendwie Vollgas geben, wo wir voll überzeugt sind.
- 13:10Speaker 2: Ja.
- 13:11Speaker 2: Und ich fand es auch immer eine gute Mischung, so weil ich finde, es kann schon auch auslaufen, wenn du alles ... aus dir herausgenerieren musst, kreativ.
- 13:21Speaker 2: Und es ist ja dann doch wieder ein Job.
- 13:23Speaker 2: Also du arbeitest zwar kreativ, aber du musst irgendwie auch deinen Geld damit verdienen können.
- 13:27Speaker 2: Und ich finde es eigentlich auch immer ganz angenehm, wenn das eine ein bisschen mehr ... ... Selbstläufer wäre jetzt zu viel gesagt, aber ... ... wo du halt eben kürzere Projektzeiten hast ... ... im Commercial bei euch, kürzere Projektzeiten ... ... der Kunde eigentlich auch eine klare Agenda Hand, ... ... was er damit erreichen will ... ... und du da irgendwie reinspringen kannst, aber ... Ja, deswegen war es für mich immer wichtig, diese Kombination aus beiden zu haben.
- 13:51Speaker 2: Und im besten Fall befruchtet sich auch beides gegenseitig.
- 13:54Speaker 3: Hm.
- 13:55Speaker 3: Na, spannend auf jeden Fall.
- 13:56Speaker 3: Vielleicht werden wir ja im Gespräch irgendwie da wieder hinkommen.
- 14:00Speaker 3: Bei Jakob, wie sieht es bei dir aus?
- 14:02Speaker 3: Was ist dein Weg zum Film oder zur Serie?
- 14:04Speaker 1: Mein Weg zum Film ist, ich bin durch Schaunen zum Film gekommen.
- 14:08Speaker 1: Also, ich will gar nicht so durchs Machen irgendwie wie Ahnen.
- 14:11Speaker 1: Das finde ich dann auch immer total belebend und irgendwie faszinierend, wenn das so stringent ist.
- 14:15Speaker 1: Aber nee, das ist bei mir einfach.
- 14:17Speaker 1: Ich hatte so als wirkliche, habe ich eine große... große Lust irgendwie auf Filme schauen bekommen und wurde dann auch zum Seniast, hab dann auch ehrlich gesagt, ohne große zu denken, was will ich damit mal machen oder so, hab ich in Frankfurt Theater, Film und Medienwissenschaft studiert und hab das auch echt gerne gemacht, obwohl das total theoretisch war, aber ich fand das super.
- 14:36Speaker 1: So am Ende des Studiums hat sich dann die Frage gestellt, was mache ich denn damit?
- 14:40Speaker 1: Und da hatte ich dann Lust aus Praktischen.
- 14:44Speaker 1: Da wollte ich dann in den Kopf gesetzt, Drehbuchautor zu werden.
- 14:47Speaker 1: Ich hatte nebenbei, da schon Fistettessen ein bisschen lektoriert und so einreichend mal gewesen, das ist was, das könnte ich vielleicht.
- 14:55Speaker 1: Also da könnte ich mich irgendwie einbringen.
- 14:58Speaker 1: auch gemerkt, ehrlicherweise nach ein paar Jahren, dass ich das jetzt abgesehen von Talent ja oder nein, I don't know so, aber von den Arbeitsprozessen, die haben mir nicht so gefallen.
- 15:09Speaker 1: Also sozusagen dieses sehr viel mit sich selber ausmachen, sehr lange, lange, lange Feedback-Wege, das ist ja einfach bei uns in der Branche so, das dauert ja einfach ewig, was die mal gelesen hat, denn das ist überhaupt nicht so.
- 15:22Speaker 1: Und das ist gerade für Anfänger finde ich total hart und schwer.
- 15:27Speaker 1: Und hab da dann gemerkt, dass ich was anderes will, also dass ich mir das gar nicht vorstellen kann.
- 15:32Speaker 1: Ich war dann auch tatsächlich erst mal ganz strauß aus der Filmbranche, ich hab in der Werbung gearbeitet und fand das auch voll cool, weil ich da genau das hatte.
- 15:38Speaker 1: Ich hatte ein Team so, das kennst du ja an den Bastian, wenn ich bei euch reinkomme, denke ich schon, ah genau, das kenne ich irgendwie so.
- 15:46Speaker 1: Man hat so ein Team, man hat irgendwie... Zielen gemeinsames.
- 15:49Speaker 1: Man
- 15:49Speaker 3: hat ja auch einen
- 15:50Speaker 1: gemeinsamen Feind, den Kunden.
- 15:52Speaker 1: Ein bisschen böse gesagt.
- 15:55Speaker 1: Aber man hat so eine, man hat fast was einen zusammenschweißt und man hat irgendwie echt schnelle Feedbackwege.
- 16:02Speaker 1: Und das finde ich, das hat mir schon viel mehr Spaß gemacht.
- 16:05Speaker 1: Und das hat dann so, aber meine liebe Film war natürlich irgendwie da und auch irgendwie für das was passiert.
- 16:10Speaker 1: Und ich hatte da noch mal an die tatsächlich Glück, dass ich, dass ich die Möglichkeit bekommen habe als Redakteur im kleinen Fernsehspiel anzufangen.
- 16:18Speaker 1: Also ich lange, lange, lange irgendwie auch Kontakt gehalten habe, weil ich eben seit, ich glaube, zehn Jahre lang für die, für die als Lektor gearbeitet habe, wenn ich sogar länger, und das habe ich auch immer nebenbei noch weiter gemacht.
- 16:30Speaker 1: Und das, ähm, genau, und das ist dann sozusagen, jetzt finde ich, habe ich so die Rolle, die mir in dieser Branche gefällt, so, ne?
- 16:38Speaker 1: Also so, wo ich... wo ich sozusagen meinen Schauen irgendwie einbringen kann.
- 16:44Speaker 1: Ich kann irgendwie darüber nachdenken über Sachen, ich kann mit anderen Leuten darüber reden und ich kann irgendwie von der Seite oder auf so einem dialogischen Prinzip irgendwie mit Filmemachern zusammenarbeiten und denen vielleicht an den ein oder anderen Stelle auch irgendwie Hilfestellungen geben oder so.
- 17:01Speaker 1: Das
- 17:01Speaker 0: gefällt
- 17:02Speaker 1: mir.
- 17:02Speaker 1: Es gefällt mir auf jeden Fall mehr als selber zu schreiben.
- 17:05Speaker 1: oder zumindest als Autor zu sein.
- 17:08Speaker 3: Aber du begleitest ja ein Projekt, der auch ganz lange jetzt ist.
- 17:12Speaker 1: Genau, das mache ich auch voll gerne.
- 17:13Speaker 1: Also das mache ich auch total gerne.
- 17:15Speaker 1: Also das lange Begleiten, das finde ich auch super.
- 17:18Speaker 1: Es geht ja eher immer darum und das ist ja sozusagen dieses lange Warten auf das, was passiert.
- 17:24Speaker 1: Und das ist,
- 17:25Speaker 0: glaube ich, eher
- 17:25Speaker 3: eine
- 17:26Speaker 1: Frage, die... ist für uns als Redakteur gestellt, die sich nicht will.
- 17:30Speaker 1: Wir sind eher eine Bringschuld, dass wir den Leuten endlich mal uns zurückmelden.
- 17:33Speaker 3: Ja.
- 17:35Speaker 3: Okay, verstehe.
- 17:37Speaker 3: Das macht auf jeden Fall Sinn, ja, klar.
- 17:40Speaker 3: Aber das heißt, du bist wieder zurück in die Filmbranche gekommen mit der Prämisse, dass du halt was gefunden hast, wo du sagst, okay, da fühlst du dich wohl.
- 17:48Speaker 1: Ja.
- 17:50Speaker 3: Na, spannend.
- 17:51Speaker 3: Da merkt man auch wieder, der Weg ist ja nicht klar, ne?
- 17:54Speaker 3: Jetzt sag ich das auch wie Alan und auch wie bei Arne, aber der Weg kann ja so verschiedene Wege führen und am Ende doch dahin, wo man sich dann vielleicht wohlfühlt, ist immer ganz spannend zu hören von den verschiedenen Leuten, wie sie dann dahin gekommen sind, wo sie jetzt gerade sitzen.
- 18:09Speaker 3: Und das führt mich jetzt gleich auch direkt zu unserem Hauptthema.
- 18:11Speaker 3: Unser Gespräch ist nämlich die Frage Task Force Qualits.
- 18:14Speaker 3: Ist eine Serie, vielleicht könnt ihr mal kurz beschreiben.
- 18:16Speaker 3: um was es da geht.
- 18:18Speaker 3: Vielleicht gebe ich den Ball zur Arne und einmal sagen, was geht es?
- 18:22Speaker 3: Also wenn jemand die Serie noch gar nicht gesehen hat, worum geht es?
- 18:24Speaker 3: Jetzt brauchen wir eine Elevator-Pitch, weißt du?
- 18:26Speaker 3: So, dass sich die Leute danach sofort Bock haben, den Podcast auszumachen.
- 18:31Speaker 3: Machen sie natürlich nicht.
- 18:32Speaker 3: Aber die hätten die Lust, um die Serie zu gucken.
- 18:35Speaker 0: Mal schauen, ob ich das hinkriege.
- 18:37Speaker 0: Also es geht um eine kleine Stadt in Deutschland, Querlitz, da ist ein Meteorit abgestürzt und seitdem passieren ein Haufen seltsame Dinge.
- 18:46Speaker 0: Portale, Dinge, Lebewesen verwandeln sich nichts mehr, wie es mal war.
- 18:52Speaker 0: Und vier Beamtenen auf dem Bürgeramt in Querlitz müssen sich dem Chaos mit der Superkraft der Bürokratie annehmen.
- 19:00Speaker 0: Das ist im Prinzip der kurze Pitch.
- 19:03Speaker 0: Viel Chaos.
- 19:05Speaker 0: Sehr verrückt Comedy.
- 19:08Speaker 0: Lohnt sich auf jeden Fall reinzuschalten meiner Meinung
- 19:12Speaker 3: nach.
- 19:13Speaker 3: Du hattest mich bei Bürokratie.
- 19:15Speaker 3: Sehr gut.
- 19:15Speaker 3: Ja
- 19:15Speaker 0: genau.
- 19:19Speaker 0: Das ist bestimmt.
- 19:21Speaker 0: Das sehen bestimmt alle so.
- 19:23Speaker 3: Genau das sind wie viele Folgen und genau die werden auf einmal ausgestrahlt.
- 19:28Speaker 0: Die werden, genau, sie ab dem vierundzwanzigsten Oktober sind sie in der Media, in dem Streaming-Portal, jetzt muss ich mich selber verbessern, im Streaming-Portal des ZDF zu finden.
- 19:40Speaker 0: Das sind drei Episoden, ah, zwanzig Minuten, die man getrennt voneinander angucken kann, wenn man das möchte, aber es sind insgesamt sechszig Minuten Animationen.
- 19:49Speaker 0: Das heißt, man kann die auch ganz angenehm an einem Abend am Stück wegschauen.
- 19:56Speaker 0: Genau, und am siebenundzwanzigsten, Entschuldigung, am siebenundzwanzigsten Oktober sind sie dann im Linie an Fernsehen, kurz vor Mitternacht.
- 20:05Speaker 3: Ja, kurz vor Mitternacht ist hier schon mal besser als irgendwann um drei.
- 20:10Speaker 0: Das stimmt und es ist ja wie das Thema, das du auch schon mal, also du hast es ja angerissen, das Zielpublikum sind Erwachsene.
- 20:20Speaker 0: Das heißt jetzt nicht, dass es versaut ist oder so, aber es ist nicht explizit an Kinder gerichtet, sondern eher Erwachsene zwischen zwanzig und dreißig.
- 20:31Speaker 0: Und es gibt eben auch Grafisches oder es ist auch Gewalt und Dinge, die ein für ein älteres Publikum gedacht ist.
- 20:40Speaker 0: Wir haben uns da auf jeden Fall nicht selbst zensiert.
- 20:43Speaker 3: Das wäre genau erstmal meine erste Frage, weil ich habe die Serie ja schon sehen dürfen und Und wollte mal wissen, inwiefern duftet ihr denn das zeigen, was ihr zeigen wolltet?
- 20:53Speaker 3: Oder inwiefern habt ihr euch da zurückgehalten?
- 20:55Speaker 3: Weil ich finde die Serie ja gar nicht so extrem, nennen wir es blutig oder was auch immer.
- 21:00Speaker 3: Die hält sich ja noch in Grenzen.
- 21:02Speaker 3: Die Sprache ist vielleicht, aber auch die Sprache ist jetzt nicht unglaublich böse.
- 21:07Speaker 0: Also es war ja auch nicht unser Ziel jetzt irgendwie anzuecken, sondern das, was die Geschichte braucht in dem Fall.
- 21:15Speaker 0: Und ich glaube, davon lebt es jetzt auch nicht primär.
- 21:17Speaker 0: Ich glaube, im Idealfall ist sie lustig, aber man geht auch mit den Charakteren mit.
- 21:24Speaker 0: Und es spielen sich da natürlich Drama ab.
- 21:27Speaker 0: Also ohne so ein Drama auch nicht der Witz.
- 21:31Speaker 0: Also es gibt da einen Konflikt und die Figuren haben halt schwere Aufgaben, dieses ganze Chaos mit bürokratischen Mitteln unter Kontrolle zu kriegen.
- 21:41Speaker 0: Und das ist eben nicht immer leicht.
- 21:44Speaker 0: artet aus in verschiedensten Formen.
- 21:47Speaker 0: Ich weiß nicht, ob jemand von den anderen Zweien was dazu sagen möchte.
- 21:51Speaker 0: Also es gab da natürlich auch Debatten, weil was davon abhängt.
- 21:57Speaker 0: Aber wir haben uns nicht, wie ich gesagt habe, nicht selbst zensiert.
- 22:00Speaker 0: Das ist auf jeden Fall nicht der Fall gewesen.
- 22:03Speaker 0: Im Nachhinein war dann eben die Frage ja, wie ist denn die Altersfreigabe?
- 22:06Speaker 0: und davon hängt dann eben auch ab.
- 22:08Speaker 0: wie man es sehen kann in dem Streaming-Portal und das ist für uns natürlich irgendwie auch wichtig.
- 22:15Speaker 0: Vielleicht kann der Jakob mal was zu sagen.
- 22:17Speaker 0: Ja,
- 22:17Speaker 1: ich kann da gerne was zu sagen.
- 22:18Speaker 1: Also sozusagen, das ist nicht eine Serie, wo wir jetzt von vornherein gesagt haben, das muss diese Freigabe erhalten oder so, sondern das war ein Ergebnis offener Prozess.
- 22:26Speaker 1: Das war jetzt erstmal das, also das, was sich
- 22:30Speaker 3: als
- 22:31Speaker 1: Edit Animation an der Serie manifestiert oder so, ist ja eher dieses Ding, dass wir sagen, Unser Zielpublikum sind eben keine Kinder, sondern das ist eine Serie, die geht auf Erwachsene und die darf Gewalt zeigen, die darf gemeinsam, die darf auch mal provozieren.
- 22:48Speaker 1: Das ist aber nicht, würde ich sagen, das Primärinteresse.
- 22:51Speaker 1: Das ist ja auch eigentlich bei den Zimpsen nicht und eigentlich auch bei Rick und Morty nicht, sondern eigentlich die Geschichten.
- 22:56Speaker 1: Ich kann mich noch erinnern, es gab mal eine ganz frühe Debatte irgendwie tatsächlich im Team irgendwo, wo es so darum ging.
- 23:03Speaker 1: Und da war ganz zum Beispiel ganz klar von der Haltung her, wir wollen gar nicht provozieren aus Provokationsgründen, sondern wir wollen immer an der Geschichte bleiben.
- 23:11Speaker 1: Und das war bei dem Team total wichtig, die ich als Sender total gerne mit, und das finde ich aber auch besser so.
- 23:17Speaker 1: Aber das ist nicht, also das geht nicht darum, dass man da irgendwie an so Stellschrauben gedreht hat und gesagt, so viel Agile Animation darf sein oder so viel darf es weniger sein.
- 23:25Speaker 1: Am Ende ist die Serie jetzt ab zwölf.
- 23:28Speaker 1: Also, deine Einschätzung ist, glaube ich, total richtig, Eugene, sozusagen, dass das gar nicht so das ganz harte ist oder so.
- 23:34Speaker 1: Also, das dürfen auch zwölfjährige gucken.
- 23:37Speaker 1: Ich finde trotzdem, ich war ja nicht um zwölfjährige damit zu viel anfangen kann.
- 23:40Speaker 1: Ich würde behaupten so, ab sechzehn, siebzehn macht es, glaube ich, Spaß.
- 23:44Speaker 1: Also, dann sind es irgendwie Sachen, wo man irgendwie an die Themen ran kommen, wo man das versteht, also die Komplexität.
- 23:52Speaker 1: dieser Lebenswelten und das würde ich noch ergänzen wollen.
- 23:56Speaker 1: sozusagen zu dem kurzen Pitch von diesem Down Geets.
- 23:59Speaker 1: Es ist ja dieses Ganze mit den Meteoriten oder so, das ist einfach eine schöne Prämisse.
- 24:06Speaker 1: über uns zu sprechen, über uns als Gesellschaft, aber eben nicht eins zu eins.
- 24:11Speaker 1: Sondern man kann halt irgendwie alle Themen so ein bisschen überhöht, in einer zugespitzter, ein bisschen härter rausarbeiten, ohne so krass thematisch sein zu müssen, was viele Serien ja oft so senden.
- 24:23Speaker 1: Heute reden wir mal über, keine Ahnung, über... Also, wir machen jetzt dieses oder dieses Fass auf heute, sondern hier kommen wir so die Möglichkeit, so leichter darüber zu sprechen, weil man es eben in so einer Fantasiewelt machen kann.
- 24:37Speaker 1: Das finde ich sehr gelungen daran.
- 24:39Speaker 1: Nee,
- 24:42Speaker 3: ich glaube, das hast du ganz gut erklärt.
- 24:43Speaker 3: Also, genau, das ist eine Edit Animation.
- 24:45Speaker 3: Also, ich habe es ja so ein bisschen vielleicht als Genre gesehen und dann dachte er so gleich, okay, das ist ja wie man ja immer schnell, man will ja gar nicht in dieses Loch fallen, in dem man halt sich ... Sofort irgendwie so eine Art Schub, nee, wie sagt man Schubladen, wo man sofort denkt, das muss jetzt so und das muss jetzt da rein.
- 25:01Speaker 3: Und es kommt vielleicht schnell, wenn man dann halt sieht, okay, Adult Animation, dann wartet man gleich irgendwie, ich kann das so von mir sagen, irgendwie, oh, da muss jetzt gleich irgendwie, Köpfe müssen rollen, das ist jetzt übertrieben gesagt, oder eben die Sprache muss gleich irgendwie ganz hart sein, muss es ja natürlich nicht, ich finde ich ganz spannend den Hinweis mit dem, auf das Thema hin, weil es vielleicht für Kinder gar nicht interessant ist.
- 25:20Speaker 1: Und vielleicht also nur damit nicht die falschen leute sind ausschalten sozusagen.
- 25:24Speaker 1: Es rollen.
- 25:26Speaker 1: Also nicht dass wir irgendwie sagen die rollen nicht.
- 25:32Speaker 1: Aber man müsste bis Episode drei durchhalten.
- 25:42Speaker 3: Wie kam es denn, dass es eine Serie geworden ist?
- 25:43Speaker 3: Also war das eine Grundidee, dass es eine Serie ist?
- 25:46Speaker 3: Oder vielleicht gehen wir ganz zum Anfang, spülen wir zurück.
- 25:49Speaker 3: Also erst mal wann ging es los mit der Idee?
- 25:51Speaker 3: und wie das hier eine Animation rausgemacht hat, ist aus eurer Geschichte her klar, die ihr davor erzählt habt.
- 25:57Speaker 3: Aber wie kam es zu einer Serie und wie kam ihr denn zusammen?
- 26:00Speaker 3: Also Quantum und Task Force Quaralits.
- 26:03Speaker 3: Hieß es immer Task Force Quaralits?
- 26:05Speaker 3: Ich werde auszusprechen, Leute.
- 26:06Speaker 2: Ja, tatsächlich.
- 26:09Speaker 2: Das kann ja in der Stelle mal einer hacken, weil genau der Titel ist tatsächlich das, was sich eigentlich nicht geändert hat.
- 26:16Speaker 2: Alles andere schon.
- 26:18Speaker 2: Ich hatte irgendwie das erste Mal mit der Lucia Haslauer auch von Quantum gesprochen.
- 26:25Speaker 2: Da gab es die Idee zu Task Force als eine Mischung oder... Der Pitch war so ein bisschen System-Sprengermiet, Stromberg, aber quasi im Monumentary-Realfilm-Bereich.
- 26:40Speaker 2: So, als Idee, was würde denn passieren, wenn man das, was hinter Deutschlands Türen teilweise stattfindet, nicht als Drama erzählt, sondern als Monumentary sehr schwarz humorig?
- 26:51Speaker 2: Weil ich persönlich irgendwie das Gefühl hatte, immer wenn über Gesellschaft gesprochen wird in Deutschland, dann wird es immer im Drama erzählt, so.
- 26:59Speaker 2: Und ich das Gefühl hatte, dass da eigentlich was total erzählenswertes da ist, was aber nicht so oft erzählt wird, weil man im Drama, was heißt die sichere?
- 27:09Speaker 2: Im Drama nimmst du halt alles ernst, so du recherchierst, du guckst, dass du authentisch bist und diese Zugang, den hätten wir aber gar nicht leisten können, also so, weil wir es einfach in der Art und Weise, wie wir sonst arbeiten, nicht machen.
- 27:24Speaker 2: Und genau vielleicht als persönlichen Zugang, also meine Schwester, meine kleine Schwester, arbeitet jetzt schon seit über zehn Jahren im Bereich Sozialarbeit.
- 27:32Speaker 2: Das heißt, die macht ganz viel Kinder- und Jugendarbeit, Familienarbeit.
- 27:37Speaker 2: Und die Geschichten sind halt manchmal hardcore und manchmal irgendwie auch sehr herzerweierend so.
- 27:42Speaker 2: Und beides ist halt irgendwie Bestandteil von dieser Arbeit.
- 27:46Speaker 2: Und für mich war immer so die Frage sowieso, also Sozialarbeiter, Jugendamt, was treibt die Leute an?
- 27:53Speaker 2: so wie was motiviert, die den Job zu machen, der einfach nicht einfach ist oder viel Verantwortung hast, wo du so scheitern kannst und dir so viel quasi auch aufladen kannst an Verantwortung für Dritte, für Vierte, so.
- 28:08Speaker 2: Und genau, das war damals für mich so als Prolezent die Prämisse, dass ich gesagt habe, ich finde es erzählenswert, aber ich wusste noch nicht genau wie.
- 28:15Speaker 2: Und dann hat es eigentlich von dem Zeitpunkt, von dem ich aus mit der Lucia, also von der Kollegin von Jakob, mit der darüber gesprochen habe, aber noch nicht genau wusste, wie und wo.
- 28:28Speaker 2: Noch mal ein Jahr gedauert, bis wir es dann in der Form hatten, dass wir gesagt haben, als Animationsserie können wir es uns so vorstellen.
- 28:34Speaker 2: Und dann hatten wir es gepitscht.
- 28:36Speaker 2: Und dann hat es bei Quantum Also man hat ja so einen gestaffelten Prozess, so und dann hat es bei Quantum schon mal eine kleine Beauftragung für einen Konzeptentwurf gegeben, so dass wir gesagt haben, okay, eure Idee finden wir interessant.
- 28:52Speaker 2: Wie genau stellt ihr es euch denn vor so?
- 28:54Speaker 2: Und an der Stelle dann haben wir dann den Simon Tummet mit reingeholt und Simon Tummet ist auch AK Ludwigsburg Absolvent, mit dem hat man schon andere Projekte gemacht und der war dann als Drehbuchautor maßgeblich eben auch so beteiligt daran, dass das Setting dann das Setting geworden ist, was es geworden ist, weil das war ganz viel.
- 29:14Speaker 2: Man entwirft ja eine Welt, so und da ist ja alles miteinander verwoben.
- 29:17Speaker 2: Das heißt, du entscheidest dich dafür, dass, beispielsweise, wir hatten auch darüber diskutiert, ob jetzt Querlitz ein immer noch Teil der deutschen Gesellschaft ist oder ob Querlitz komplett im Orbit nach ganz eigenen Regeln irgendwie existiert oder nicht.
- 29:32Speaker 2: Da waren ja ganz viel, was wir irgendwie ausbautrubern mussten und ab dem Moment wurde es dann immer mehr und mehr das Querlitz, was es jetzt ist.
- 29:40Speaker 0: Genau, und Simon ist da, der ist jetzt heute leider nicht dabei, aber der hat auf jeden Fall die Serie maßgeblich gestaltet.
- 29:48Speaker 0: Also ohne ihn wäre das gar nicht möglich.
- 29:51Speaker 0: Wer ist nicht das, was es jetzt ist?
- 29:53Speaker 0: Die Bücher und ganz viel Hirnschmalz ist da reingeflossen von ihm und ich kam dann erst als dritte Instanz quasi dazu.
- 30:01Speaker 0: Ich war dann schon im Prozess, im Schreibprozess von den Drehbüchern involviert, aber genau über... Sebastian und Simon ist das inhaltlich eigentlich dann.
- 30:13Speaker 3: Aber im Entwicklungsprozess wart ihr schon mit Quantum Enger verbandelt, in dem Sinne schon.
- 30:17Speaker 3: Also die haben den Entwicklungsprozess, ich hab jetzt nicht die Drehbücher für die Folgen schon vorher vorbeigegangen.
- 30:22Speaker 3: Das heißt, ihr wusstet schon, es sind drei Folgen.
- 30:25Speaker 1: Nee, das mit den Folgen, das kam ein bisschen später, da geht es dann ehrlich gesagt eher ums Finanzielle.
- 30:32Speaker 1: Wir hätten natürlich auch mehr Folgen genommen und es gab auch mehr Vorschläge für Folgen.
- 30:36Speaker 1: Aber sozusagen, wo es dann darum ging, wo man wirklich wusste, das ist das Budget für die Serie, das kann es sein.
- 30:42Speaker 1: Da war dann relativ schnell klar, damit können drei Folgen realisiert werden.
- 30:48Speaker 3: Ich
- 30:48Speaker 1: versuch das auch nochmal zu rekapitulieren.
- 30:50Speaker 1: Du hast das jetzt gerade so erzählt.
- 30:51Speaker 1: Sebastian stimmt, glaube ich, auch genau so.
- 30:54Speaker 1: Und aus unserer Perspektive war es natürlich so, wir hatten sozusagen so einen relativ niederschwelligen Entwicklungsauftrag gegeben an das Projekt.
- 31:01Speaker 1: Da gibt es noch nicht um Bücher, sondern dann ging es erstmal darum, wirklich irgendwie eine Art... Ich weiß gar nicht, ob es ein Treatment war oder ein Exposet war, eigentlich in einer Art Ausgestaltung dieser Ideenwelt, die sie uns mal gepitscht haben.
- 31:13Speaker 1: Und wir fanden damals vor allem, ehrlich gesagt, am ersten Schritt sozusagen diese Firma interessant.
- 31:17Speaker 1: Wir haben das Gefühl, okay, das ist eine hessische Firma, die können richtig was sozusagen und die haben eben auch die Möglichkeit, vielleicht mit der Hessen Film zusammen eine Förderung zu bekommen für was.
- 31:26Speaker 1: Das wäre doch mal interessant für uns.
- 31:29Speaker 1: können die jetzt im nächsten Schritt sozusagen ein Konzept entwerfen, was wirklich tragfähig ist.
- 31:37Speaker 1: Und da kann er irgendwie Simon ins Spiel.
- 31:40Speaker 1: Also nicht Sebastian Simon, sondern Simon Thurwood.
- 31:45Speaker 1: Und hat dann wirklich auch einen ganz, ganz tollen Vorschlag dafür erreichen.
- 31:48Speaker 1: Und das war der Punkt, wo wir gesagt haben, okay, damit können wir, da haben wir jetzt das Vertrauen und das können der Produktionsfirma so, wir haben Vertrauen ins Buch.
- 31:59Speaker 1: oder zumindest in die Person, die da auf dem Buch ist, dass das ein gutes Buchentwicklung ist.
- 32:03Speaker 1: Damit können wir in eine solider ausgestattete Entwicklung starten.
- 32:09Speaker 1: Und das war dann eigentlich der nächste Schritt.
- 32:11Speaker 1: Da haben wir gesagt, super, so machen wir das.
- 32:13Speaker 1: Und dann im weiteren Laufe dieses Prozesses kam auch Anne dazu.
- 32:19Speaker 1: Also da waren die Bücher noch nicht fertig, aber da waren natürlich sozusagen die Grundlagen angelegt.
- 32:25Speaker 3: Okay, vielleicht müssen wir da noch mal, weil ich glaube, das ist das, was jetzt wahrscheinlich viele Leute im Kopf haben, was macht Quantum wirklich?
- 32:31Speaker 3: Also ich glaube, dass man das mal kurz versteht, weil ich glaube, dann versteht man mehr so auch, wie die Zusammenarbeit dann nach weiter lief.
- 32:37Speaker 3: Vielleicht kannst du da kurz ein bisschen erzählen, genau, z.B.
- 32:40Speaker 3: ein kleines Fernsehspiel, Quantum.
- 32:42Speaker 3: als Erklärmann.
- 32:44Speaker 1: Genau, also sozusagen, wir sind also erst mal, es gibt das kleine Fernsehspiel, das ist eine Redaktion im ZDF, die vor allem die Büffilme produziert, sowohl fiktional wie auch dokumentarisch.
- 32:55Speaker 1: Und innerhalb dieser Redaktion gibt es sozusagen so eine so eine Sondertaskforsche, dann ich jetzt mal, die auch ein extra Budget hat und die innovative Formate fördern
- 33:06Speaker 3: soll.
- 33:09Speaker 1: In Innovativ ist natürlich irgendwie so ein Wort, das kann so alles oder nicht sein, aber ich versuch mal so ein bisschen die Range zu erklären.
- 33:15Speaker 1: Also so, wir haben auf der einen Seite, haben wir so was wie Taskboost Verletzts.
- 33:19Speaker 1: Da haben wir ein Projekt, das ist jetzt, also das ist... Toll, das ist super innovativ, aber es ist super innovativ für Deutschland oder für ZDF, sozusagen.
- 33:28Speaker 1: Es gibt Edit Animation so, aber das ist auch was.
- 33:31Speaker 1: Also wenn wir aussagen, ja klar, das gibt es einfach nicht im ZDF, das machen wir.
- 33:34Speaker 1: Dann meine Kollegin Sarah Günther, die du ja auch kennst, die hat zum Beispiel gerade ein Quantum-Projekt, die macht eine Show auf Twitch.
- 33:43Speaker 1: Streamergarten hängt das sozusagen so ein bisschen so eine Art Variante von vom ZDF Fernsehgarten, aber für eine ganz andere Zielgruppe.
- 33:52Speaker 1: Das ist auch Quantum.
- 33:53Speaker 1: Da würde man jetzt sagen, das ist von Außenbetrag wahrscheinlich sowas.
- 33:56Speaker 1: Okay, das gab es tatsächlich noch nicht.
- 33:59Speaker 1: Und das Dritte, der zum Beispiel sowas so ein Programm wie Clashing Differences, das meine Kollegin Lucia Haaslauer betreut hat.
- 34:06Speaker 1: Also, wo es darum geht, auch mal diese ganzen Begrifflichkeiten, die jetzt seit Jahren in der Branche rum umbarbern und Jobbezeichnungen, die wir haben, die aber eigentlich nie Geld da ist.
- 34:18Speaker 1: Sollte sagen, auch mal zu sagen, ja, was machen wir mal ein Projekt damit?
- 34:21Speaker 1: Also, dann lassen wir das doch wirklich mal durchfinanzieren und gucken, was heißt es denn, wenn wir wirklich irgendwie eine hierarchiefreie und diskriminierungsfreie Produktion durch exerzieren?
- 34:32Speaker 1: Auch, was heißt es fürs Haus?
- 34:33Speaker 1: Also, was lernt auch ein ZDF heraus, wenn Wenn so was plötzlich gemacht wird, was sind Learnings?
- 34:39Speaker 1: Also uns geht es immer darum, einmal zu gucken, können wir was Neues für die Zuschauer anbieten?
- 34:43Speaker 1: Aber können wir auch was Neues für uns und unsere Prozesse und fürs Haus irgendwie anbieten?
- 34:51Speaker 1: Das ist so eine Mischungsebene.
- 34:53Speaker 1: Da gibt es unterschiedliche Ansätze und das kann auch unterschiedliches sein.
- 34:59Speaker 1: Und trotzdem ist es natürlich manchmal ganz schwer.
- 35:00Speaker 1: Es gibt ganz viele Projekte, wo ich absage, wo ich sage, Ich sehe es nicht so innovativ, woher man drückkommt, ist aber super innovativ.
- 35:10Speaker 1: Also es bleibt natürlich so ein Rest, wo wir uns als Gruppe oder sozusagen einig darüber sein müssen, okay, genau das brauchen wir jetzt an der Stelle.
- 35:20Speaker 1: Genau, das ist im Grunde Quantum, also wirklich eine ganz breite Bandbreite an Sachen, was wir nicht so gerne, also ich sage das auch immer mit dem Blick darauf, dass bestimmte Leute zuhören, die auch uns sozusagen Einreichungen schicken wollen, was ich auch... Cooles, sozusagen, ganz klassische Serienprojekt oder so wollen wir gar nicht unbedingt haben, sondern es wäre schon darum zu gehen, was ist denn daran formal interessant, was gab es denn noch nicht?
- 35:45Speaker 1: und jetzt nicht nur auf der inhaltlichen Ebene, sondern auch auf der formalen.
- 35:49Speaker 1: Ja,
- 35:51Speaker 3: spannend.
- 35:51Speaker 3: Und das was zum Budget sagen, also was ist da... Wie groß würde die Projekte
- 35:58Speaker 1: sein?
- 35:59Speaker 1: Ich sage es mal so, wir haben einen Budget im Jahr und wir müssen uns auch entscheiden, wie viele Projekte wir das auftalen.
- 36:11Speaker 1: In so einem Fall wie Task Force Fairless haben wir jetzt irgendwie, da haben wir gesagt, okay, das ist echt ein dicker Batzen.
- 36:15Speaker 1: Da schaffen wir dann auch nur zwei Projekte im Jahr zu machen.
- 36:18Speaker 1: Und es gibt vielleicht andere Jahre, wo wir sagen, okay, das sind dann eher kleinere Projekte und da nehmen wir geringere Summen.
- 36:26Speaker 1: Deswegen bin ich da vorsichtig, sozusagen so eine Gesamtsumme zu nennen, weil die auch immer wieder sich ändern kann und weil die wahrscheinlich auch vom Projekt zu Projekt ein bisschen anders aussehen kann.
- 36:35Speaker 3: Und die wird auch zum Teil quer finanziert, also das heißt in dem Fall meine ich meine gefördert.
- 36:39Speaker 3: zum Beispiel bei euch von Hessen hat ihnen auch noch Geld dazugegeben, das heißt Gesicht nur aus dem Haus von TTF.
- 36:47Speaker 1: Genau, also wir sind dafür offen, sagen wir es so.
- 36:50Speaker 1: Das muss nicht sein, natürlich können wir auch theoretischen Projekte komplett durchfinanzieren.
- 36:55Speaker 1: viel daran einfach nicht möglich.
- 36:59Speaker 1: Und wir sind dann natürlich auch
- 37:00Speaker 3: roh,
- 37:01Speaker 1: oft darüber.
- 37:02Speaker 1: Wenn die Zentren sagen, hey, dann lasst uns doch einen anderen Förderweg irgendwie einschlagen.
- 37:06Speaker 1: Und hier, mit der Hessen-Film, die hier daran beteiligt waren, haben wir so genannt das Fifty-Fifty-Abkommen.
- 37:12Speaker 1: Das heißt, die können nochmal das Geld, das wir reingeben, quasi in selben Maße auch nochmal fördern.
- 37:19Speaker 1: Das ist ein sehr attraktiver Förderweg.
- 37:21Speaker 1: Das ist ein ganz tolles Abkommen, ehrlich gesagt.
- 37:23Speaker 1: Eine ganz tolle Zusammenarbeit mit den hessischen Filmen, damit wir das möglich
- 37:27Speaker 3: machen können.
- 37:28Speaker 3: Dann verstehe ich das und ich hoffe, die Zuhörer auch.
- 37:30Speaker 3: Dann versteht man aber, wie das zusammenkommt.
- 37:33Speaker 3: Trotzdem die Frage, wieso?
- 37:33Speaker 3: Denn diese Serie und kein Film, weil ich gesehen, kommt das ja alles gleichzeitig raus.
- 37:37Speaker 3: Es könnte auch einfach ein eineinhalb stündiger Film sein.
- 37:40Speaker 2: Ja, also ich glaube, für uns selber ist es natürlich mit Quantum eine Möglichkeit gewesen, als Proof of Concept was zu produzieren, wovon wir sagen, guck mal, das ist skalierbar.
- 37:52Speaker 2: Wir können hier super frei agieren und können hier einen tollen Lehrboden generieren für etwas, was danach noch weiter wachsen kann.
- 38:00Speaker 2: Und die Seegewohnheiten... sind für mich seriell.
- 38:04Speaker 2: Also auch da wieder, wenn ich mich wieder freig, wofür, wofür kann ich mich begeistern?
- 38:09Speaker 2: So, dann sind das die Serien so.
- 38:10Speaker 2: Wir haben jetzt zwar auch ein Kinderanimationsfilm, den wir gerade produzieren, aber es war immer die Idee mit kurzen, knackigen, zwanzig Minuten, wo man sagt, okay, wir haben zwei Fälle pro Folge, die wir bearbeiten.
- 38:26Speaker 2: Ja.
- 38:27Speaker 2: Linie also sprich irgendwie vertikal erzählt mit abgeschlossenen handlungen.
- 38:32Speaker 2: das hat immer finde ich auch den reiz dieser diese dramaturgie ausgemacht.
- 38:36Speaker 2: du springst rein du springst raus und dann geht schon wieder ins nächste kaus rein.
- 38:40Speaker 2: so
- 38:41Speaker 3: okay verstehe.
- 38:43Speaker 3: und das heißt wie habt ihr euch denn für die bei der entwicklung?
- 38:46Speaker 3: vielleicht geht es da mal an arne weiter bei der entwicklung von der serie Auch jetzt so stilistische Entscheidungen, also der Stil, wie die Serie aufgebaut ist.
- 38:55Speaker 3: Wo habt ihr da Inspirationen geholt?
- 38:57Speaker 3: Also am Ende denn doch bei den üblichen Verdächtigen, also Rick and Morty und Co.
- 39:01Speaker 3: Oder gibt ihr aus Deutschland jetzt keine, nicht so viele.
- 39:04Speaker 3: Ich sage auch die ganze Zeit, es gibt keine, ihr könnt mich gerne verbessern.
- 39:07Speaker 3: Also wenn es jetzt irgendwie, doch welche gibt die ich nicht kenne, dann die man jetzt irgendwie gut hervorheben kann.
- 39:14Speaker 3: Also im Fernsehbereich.
- 39:17Speaker 0: Also unsere Inspirationen waren jetzt auch nicht primär Animationsserien, muss man sagen.
- 39:22Speaker 0: Wir haben immer der Pitch oder der Vergleich war immer Rick and Morty meets The Office tatsächlich.
- 39:30Speaker 0: Und ich glaube Simon war auch inspiriert von Parks and Recreation.
- 39:36Speaker 0: Da haben wir ja lustigerweise im Vorgespräch auch schon kurz drüber geredet.
- 39:41Speaker 0: Dass das so eine Inspiration ist, und dann gab's zum Beispiel Smiling Friends, ist gerade eine Adultswürmenserie, die recht erfolgreich ist.
- 39:50Speaker 0: Das war auch so ein bisschen eine Inspiration.
- 39:53Speaker 0: Gleichzeitig war es uns auch wichtig, dass es halt diesem Setting gerecht wird.
- 40:00Speaker 0: Es geht um Bürokratie.
- 40:02Speaker 0: Wir wollten auch, dass das ein sehr deutsch, oder zumindest im Deutsch noch ein sehr aufgeladenes Thema, dem irgendwie auch gerecht werden.
- 40:10Speaker 0: dass es dann irgendwie nicht wirkt, wie die nächste Serie, die auch in den USA spielen könnte, sondern dass man irgendwie auch merkt, das ist, das Setting ist Deutsch.
- 40:20Speaker 0: Das heißt, ich habe mir irgendwie viele Inspirationen auch von Bürgerämtern rausgesucht, oder so, wenn es dann um die Gestaltung ging.
- 40:30Speaker 0: Gleichzeitig ist es stilisiert, seit jetzt nicht den Anspruch, dass es jetzt eins zu eins irgendeine Stadt und irgendein Bürgeramt ist.
- 40:37Speaker 0: Aber dass diese Welt da schon mit reinkommt.
- 40:39Speaker 0: Und auch Simon, der Autor, seine Eltern sind beide Finanzbeamte, soweit ich weiß.
- 40:50Speaker 0: Das heißt, ich glaube, er hat da sehr viel Persönliches auch reingelegt.
- 40:55Speaker 0: Was ja immer gut ist, das macht es authentischer.
- 40:59Speaker 0: Merkt man, finde ich, dann am Ende auch.
- 41:02Speaker 0: Wir haben uns jetzt nicht irgendeine Serie genommen und gesagt, so was wollen wir machen, sondern es kamen dann aus den Figuren raus, aus dieser Welt, die wir kreieren wollen.
- 41:11Speaker 0: Und es gibt, um deine andere Frage zu beantworten, es gibt Adalt Animation Serien aus Deutschland.
- 41:19Speaker 0: jetzt vor einem Jahr oder zwei Jahren kam Friedefeld.
- 41:25Speaker 0: Das war, soweit ich weiß, BR.
- 41:28Speaker 0: und ARD, die das finanziert haben.
- 41:33Speaker 0: Also es gibt ein paar, aber das war... Die haben sich auf die Kappe geschrieben, sie sind die erste Adult Animationsserie aus Deutschland.
- 41:40Speaker 0: Und jetzt könnte man sagen, das ist jetzt die erste Adult Animationsserie des ZDF.
- 41:46Speaker 0: Aber ich weiß nicht, wie... Also das zeigt eigentlich ja nur, dass Deutschland da ein bisschen hinterherhängt, was solche Formate angeht.
- 41:57Speaker 0: Gleichzeitig finde ich total schön, dass es jetzt ein Offenheit gibt und offensichtlich ja auch mit Friedefeld auch schon Interesse von anderen Sendern öffentlich.
- 42:06Speaker 0: Genau, darüber kann man.
- 42:08Speaker 3: Genau, das wäre meine Frage.
- 42:10Speaker 3: Ihr habt jetzt den Prozess durchgemacht.
- 42:12Speaker 3: Ich wollte eigentlich jetzt fragen, wie der Prozess so aussah.
- 42:15Speaker 3: Das kommen wir gleich dazu, weil du es gerade so angesprochen hast.
- 42:18Speaker 3: Woran denkst du denn, liegt das denn?
- 42:21Speaker 3: dass es noch so schwierig ist hier in Deutschland weiter umsetzen.
- 42:25Speaker 3: Animation ist eine Sache, edit Animation ist die zweite Sache.
- 42:27Speaker 0: Genau, also Animation wird aus Deutschland raus ja auch produziert und das ist aber primär, richtet sich an Kinder als Zielpublikum.
- 42:37Speaker 0: Und Animation ist verhältnismäßig teuer, es ist ein langer Prozess und ich glaube, das hängt auch viel damit zusammen.
- 42:45Speaker 0: dass man dann halt was wagen muss, wenn man einen Zielpublikum ansprechen will, wo man nicht weiß, das existiert schon.
- 42:51Speaker 0: Wenn man jetzt irgendein Kinderbuch nimmt, das war erfolgreich.
- 42:55Speaker 0: Da wissen die Geldgeber, okay, die Story ist schon erfolgreich.
- 42:59Speaker 0: Wir wissen, dass Kinder das gucken.
- 43:01Speaker 0: Da machen wir jetzt eine Animationsserie oder ein Animationsfilm draus, dann wird das auch geschaut.
- 43:05Speaker 0: Dann ist das natürlich attraktiv.
- 43:09Speaker 0: Und ich glaube, was sich jetzt ein bisschen ändert, so sehe ich das zumindest, gerade Jakob bestimmt auch eine andere Perspektive zu, ist, dass jetzt die Streamer natürlich viel breiter ihre Zielgruppen ansprechen.
- 43:22Speaker 0: Die sind ja sehr spitz immer.
- 43:24Speaker 0: Also so die großen Streamer versuchen wirklich für alle Zielgruppen was zu finden.
- 43:31Speaker 0: und dadurch, dass die öffentlich-rechtlichen jetzt mit ihren ihren Streaming-Portalen auch quasi da mithalten wollen, ist eben die Möglichkeit auch da andere Zielgruppen anzusprechen.
- 43:44Speaker 0: Und ich hoffe, dass es dafür dazu führt, dass eben mehr Bedarf auch ist für Adult-Animation.
- 43:51Speaker 0: Das wird sich zeigen.
- 43:52Speaker 0: Ich meine, Quantum ist da noch mal eine Ausnahme, weil ihr euch ja auf die Kappe schreibt spezifisch Projekte, die es so noch nicht gab, ob das jetzt Ob sich das jetzt skalieren lässt oder ob das eine Prognose für die Zukunft sein kann, das weiß ich nicht.
- 44:09Speaker 3: Also hätte die Serie bei ZDF laufen, also einfach direkt vom ZDF finanziert werden können, in der aktuellen Phase?
- 44:17Speaker 1: Ja, schon rein theoretisch, ja.
- 44:18Speaker 1: Ich glaube, es hängt ein bisschen davon ab, wo, also wahrscheinlich eher ZDF-Neo.
- 44:23Speaker 1: Aber es ist tatsächlich, also die Frage, ich glaube... Du hast aber eigentlich schon auch alles gesagt.
- 44:29Speaker 1: Also tatsächlich ist es natürlich Animations-Eimer relativ teuer, hat relativ lange Wege der Entwicklung.
- 44:35Speaker 1: so, da braucht man als Fernsehsender auch eine gewisse, einmal Know-How damit umzugehen, auch ein Know-How das einschätzen zu können.
- 44:41Speaker 1: Also wir wissen ja, ne?
- 44:43Speaker 1: Also das ist ja eine Sache, das ist ja Leute... kommen zu dir und sagen, ich habe ein tolles Konzept, das wird eine tolle Serie.
- 44:48Speaker 1: Eine zweite Sache ist ja sozusagen, es wird eine tolle Serie.
- 44:52Speaker 1: Und das ist natürlich auch immer einfacher, wenn es was ist, wo man sich selber vielleicht auch schon besser mit auskennt.
- 44:57Speaker 1: Und das ist natürlich, also da ist auch eine Hürde zu sagen, okay, ich vertraue, ich habe ein Wissen darüber sozusagen, dass die können das und es wird gut werden.
- 45:07Speaker 1: Und da haben wir es bei Quantum vielleicht ein bisschen leichter auch mal einen Sprung ins offene Wasser zu wagen.
- 45:13Speaker 1: Weil wir eben nicht den Zielgruppen Druck haben.
- 45:15Speaker 1: Wir haben nicht die Ziele, die sagen, das muss das Projekt erreichen.
- 45:19Speaker 1: Sondern wir können das erst mal auch als ein Experiment sehen.
- 45:21Speaker 1: Das ist sicherlich die eine Sache.
- 45:24Speaker 1: Ja, ich glaube aber, das ist schon eine entscheidende.
- 45:28Speaker 1: Ich glaube, so strategisch dem ZDF ist es schon klar, dass es Adult Animation gibt und dass es auch eine große Zielgruppe hat.
- 45:36Speaker 1: Tatsächlich ist immer die Frage, und da kann ich wenig zu sagen, weil es stecke ich einfach nicht an diesen Stellen, so zu sagen, ob es sich jetzt lohnt, für das WTF dafür gelten, Johann zu nehmen,
- 45:46Speaker 3: also
- 45:47Speaker 1: auf einem größeren Level, als wir das jetzt bei Quantum gemacht haben.
- 45:50Speaker 1: Das
- 45:51Speaker 3: kann ich nicht antworten.
- 45:53Speaker 3: Genau, auch da denke ich auch, da weiß ich nicht, ich hatte die Zahlen ja auch nicht.
- 45:57Speaker 3: Aber ich überlege gerade auch so was wie South Park und es gibt ja noch viel mehr, wo man jetzt denkt so krass, also das wird ja wirklich weltweit geguckt und auch national sehr gut angenommen, wenn ihr jetzt in Amerika siehst in dem Fall.
- 46:10Speaker 3: Das heißt und da müsstet ihr mir mal helfen, also wie viel mehr kostet denn Animationen im Vergleich zu Mit dem Know-How?
- 46:19Speaker 3: das habe ich verstanden.
- 46:20Speaker 3: Also klar, das Know-How ist nicht da, würde ich jetzt sagen, gut, man muss das hier irgendwie aufbauen.
- 46:24Speaker 3: Das wäre genau durch solche Serien.
- 46:25Speaker 3: Also das Vertrauen, was du gerade angesprochen hast, Jakob, ist erstmal, glaube ich, da das Wichtige, um dann überhaupt die Möglichkeit zu haben, nur Know-How aufzubauen.
- 46:33Speaker 3: Und dann, das zweite wäre aber natürlich, du meintest, das ist sehr viel teurer.
- 46:37Speaker 3: Ist es sehr viel teurer als Live-Action?
- 46:39Speaker 2: Ich glaube, das Ding ist halt, es ist für uns schwieriger im low-low-Budget-Bereich irgendwie zu arbeiten.
- 46:44Speaker 2: Also, wenn ich mir jetzt angucke, mockumentary-mäßig, du kannst ja immer sagen, okay, Kamerspiel so, wo du sagst, okay, die Story, die Schauspieler, die Fangs auf so.
- 46:55Speaker 2: Und speziell, wenn du dann halt irgendwie sagst, du hast eigentlich den Anspruch, dass du international ... ... wettbewerbsfähig bist, ... ... gibts im Animationsbereich, ... ... gefühlt einfach nicht so was wie Low-Low-Budget.
- 47:10Speaker 2: So, das ist einfach die Hemmsch oder die ... ... die unterste Hürde, die ist einfach deutlich höher.
- 47:15Speaker 2: Und das ist halt manchmal so auch ein bisschen die Crocs daran, weil es irgendwie ... ... Produktionen halt auch manchmal so unflexibel macht.
- 47:22Speaker 2: Gleichzeitig denke ich mir, ... ... ich meine AI ist so ein bisschen so der Elefant im Raum, ... ... natürlich irgendwie auch für die Animationsbranche, ... ... dass ... man natürlich einen reflektierten Umgang mit dieser Technologie finden muss, aber die könnte es auch wieder ermöglichen, Produktionen zu ermöglichen, die sonst halt in Deutschland nie ermöglicht werden könnte.
- 47:45Speaker 3: Es wäre auch meine Frage, wir sind jetzt genau bei der Produktion, jetzt nicht KI unbedingt, aber hat auch... neue Technologien euch die Arbeit auch erleichtert, dass ihr es überhaupt für diesen Preis umsetzen konntet.
- 47:55Speaker 3: Ihr gab es jetzt, ich weiß nicht, ob mit wassig gearbeitet habt, ob ihr mit Adobe Animation gearbeitet habt, keine Ahnung.
- 48:00Speaker 3: Also ob ihr solche Tools schon genutzt, dass es halt einfach ein bisschen günstiger ist in der Anschaffung und der Umsetzung.
- 48:05Speaker 3: oder ist es auch da vielleicht eine Möglichkeit, genau wie du sagst, also gar nicht nur KI, sondern auch einfach neue Technologien, die uns die Möglichkeit bieten.
- 48:16Speaker 3: Ich weiß nicht, wie es jetzt aussah bei euch.
- 48:18Speaker 0: Ich würde dazu vielleicht auch noch mal kurz was sagen zu diesem Kosten-Ding.
- 48:22Speaker 0: Ich glaube, man kann das auch nicht pauschalisieren.
- 48:26Speaker 0: Ich glaube, dass so eine Idee, wie wir sie jetzt hatten, viel Anomalie und was da alles passiert, dass das im Szenischen gut, um das gut zu machen, bestimmt genauso teuer gewesen wäre oder
- 48:38Speaker 3: vielleicht
- 48:39Speaker 0: auch teurer.
- 48:41Speaker 0: Es gibt bestimmte Formate oder Ideen, die sich auch anbieten in Animationen.
- 48:46Speaker 0: Und dann ist das, glaube ich, kosteneffizienter am Ende.
- 48:50Speaker 0: Also, ich glaube, unsere Serie als szenische Serie zu machen, ob das überhaupt inhaltlich funktioniert hat, ist die andere Frage.
- 48:58Speaker 0: Wäre aber, glaube ich, auch ganz schön aufwendig gewesen und teuer.
- 49:00Speaker 0: Genau.
- 49:01Speaker 0: Und die Tools, wir haben also animiert, wurde in Moho.
- 49:04Speaker 0: Das ist eine Software, in der... die es gaukelt quasi vor, dass es gezeichnet ist.
- 49:11Speaker 0: Es ist nicht alles einzelbildweise gezeichnet, so ähnlich wie du auch gesagt hast Adobe Animate, kann man die Figuren da wie so Marionetten riggen und dann kann man sie quasi einzelbildweise bewegen und sie können sich auch so ein bisschen im Raum drehen und gaukelt auch so eine Dreidimensionalität vor.
- 49:30Speaker 0: Das Tool hat es uns auf jeden Fall einfach gemacht.
- 49:32Speaker 0: Am Anfang standen auch so Sachen im Raum, wie wir mischen verschiedene Animationstechniken.
- 49:38Speaker 0: weil das ja auch cool sein könnte.
- 49:41Speaker 0: Alles verändert sich und damit verändert sich auch die Animationstechnik.
- 49:44Speaker 0: Aber das hat sich relativ schnell gezeigt, dass das für diese sechzig Minuten Animationen, die wir schaffen, mit dem Budget, das wir hatten, dass das nicht realisierbar wäre.
- 49:55Speaker 0: Und ich glaube, diese Art von Animation, diese garrickten, zwei-D-Charaktere, das ist relativ gängig.
- 50:02Speaker 0: Das ist auch Rick and Morty oder sowas.
- 50:04Speaker 0: Das sind alles diese... Diese Formate.
- 50:07Speaker 0: die werden alle so umgesetzt und das hat auch sein sein Grund weil es halt relativ ökonomisch ist und eine Kosten günstige Art zu animieren ist und auch skalierbar.
- 50:20Speaker 0: KI haben wir nicht eingesetzt in dem Fall, aber das ist ein großes Thema.
- 50:25Speaker 0: da könnte man jetzt auch viel darüber diskutieren.
- 50:28Speaker 0: Ich weiß gar nicht ob das jetzt an der Stelle Sinn macht.
- 50:36Speaker 3: schwierig ist, oder wie meinst du?
- 50:38Speaker 0: Ja, das ist immer sehr, ich glaube, also es ist ja ein Neuland und niemand weiß so richtig, was jetzt kommen wird.
- 50:46Speaker 0: Dass es alles verändern wird, ist schon klar in jeder Gesellschafts, in jedem Bereich und natürlich auch in der Animation.
- 50:56Speaker 0: Ich glaube gerade ist es eher so.
- 50:58Speaker 0: die Frage, wo steckt man sein Geld hin?
- 51:00Speaker 0: Steckt man das Geld in Menschen vor Ort oder steckt man sein Geld?
- 51:04Speaker 0: Weil am Ende werden all diese Tools werden teurer werden, je mehr sie genutzt werden.
- 51:10Speaker 0: und dann steckt man sein Geld in Menschen vor Ort oder steckt man sein Geld in Firmen, die diese Tools zur Verfügung stellen?
- 51:21Speaker 0: Oder umgeht man das?
- 51:22Speaker 0: Es gibt natürlich auch andere Wege.
- 51:25Speaker 0: Und dann gibt's da noch die Frage von Urheberrecht, die für so Filmschaffende natürlich auch wichtig ist.
- 51:32Speaker 0: Und auch die Frage, ob's am Ende was dabei rumkommt, ob das Menschen überhaupt sehen wollen.
- 51:37Speaker 0: Aber das wird sich zeigen, ob es nicht irgendwann eine Übersättigung von Bilderflut gibt.
- 51:45Speaker 0: Und ob dann nicht wieder das, was handgemacht ist und wo irgendwelche Menschen dahinter sind, wieder rausstichen.
- 51:51Speaker 0: Sind alles offene Fragen, die ich nicht beantworten kann.
- 51:55Speaker 0: Es wird dich irgendwie zeigen.
- 51:57Speaker 3: Also ich dachte, Arne, dass du mir jetzt die Antwort dafür gibst.
- 52:00Speaker 3: Ich kann dich
- 52:01Speaker 1: erst auslassen,
- 52:03Speaker 3: wenn du mir da die Antwort dafür gibst.
- 52:05Speaker 3: Nee, natürlich nicht.
- 52:06Speaker 3: Und das, wie du schon sagt, ist nochmal so ein extra Fass, was man da aufmachen müsste.
- 52:09Speaker 3: Und da kann ich nur verweisen auf unsere Folge zum Thema Kaihi in der Branche.
- 52:13Speaker 3: Auch sehr spannend.
- 52:14Speaker 3: Und würde einmal, da nochmal, ich überleg gerade, wie ich den Bogen zurückmache, nochmal, also nochmal für Verständnis, wie so eine Animationsserie entsteht.
- 52:21Speaker 3: Wie seid ihr im Rangengang, nachdem ihr die Drehbuch fertig habt?
- 52:24Speaker 3: Das heißt, dann genau Storyboardprozess oder was?
- 52:26Speaker 3: Der
- 52:27Speaker 0: Prozess ist so, dass die Drehbücher entstehen, währenddessen wird aber auch schon visuell gearbeitet.
- 52:34Speaker 0: Und vieles passiert auch parallel, weil die Prozesse relativ langwierig sind und Entscheidungen aber früh getroffen werden müssen und nicht im Nachhinein umgeändert werden können.
- 52:45Speaker 0: Dass zum Beispiel die Charaktere schon designt werden.
- 52:50Speaker 0: damit man auch das hilft, auch beim Schreibprozess zu wissen, wie sehen diese Figuren aus.
- 52:56Speaker 0: Und dann relativ zeitig, nachdem die Drehbücher fertig sind, wird dann in Storyboarden gegangen.
- 53:04Speaker 0: Das waren in dem Fall vier Storyboarder innen, die mit denen ich im Raum saß.
- 53:09Speaker 0: Und wir hatten ein bestimmtes Pensum auch und haben dann in ein paar Monaten diese ganzen Episoden schon durch.
- 53:17Speaker 0: gezeichnet, aber das sieht dann nicht so aus wie die fertige Animation, sondern hat nur die Funktion, dass man vorab weiß, funktioniert das, was wir hier machen, bevor man dann aufwendig daran geht, das final zu visualisieren, weil das sind eigentlich, man geht so schrittweise vor.
- 53:32Speaker 0: Im Drehbuch lässt sich sehr viel flexibel ändern.
- 53:35Speaker 0: Das heißt, man versucht, so lange wie möglich im Drehbuch zu bleiben.
- 53:39Speaker 0: Bis man sich sicher ist, okay, das kann so vom Drehbuch funktionieren.
- 53:43Speaker 0: Und der zweite Beweis ist dann quasi dieses Storyboard, das ich dann auch schon zusammengeschnitten hab.
- 53:49Speaker 0: Und wo dann auch der Drehbuchautor Simon und ich schon Stimmen als Platzhalter eingesprochen haben.
- 53:54Speaker 0: Das heißt, diese ganze Serie wurde einmal vorgesprochen von uns und durchgespielt.
- 53:59Speaker 0: Dass wir auch wissen, am Ende wird dann so lange an diesen Storyboards und an diesen Dialogen gearbeitet, bis wir wissen, genauso lang wird's.
- 54:08Speaker 0: Dann war das genau diese zwanzig Minuten und jede Einstellung in diesem Animatik heißt es dann, ist genauso lang wie sie dann auch animiert wird.
- 54:15Speaker 0: Da wird dann nicht mehr viel dran gerüttelt.
- 54:18Speaker 0: Und dann hatte man dieses Animatik und damit ist man dann in die Sprachaufnahmen gegangen und hat die Fertigen, die finalen SprecherInnen aufgenommen, den Cast.
- 54:29Speaker 0: Das wird dann auf dieses Animatik geschnitten und liegt auch schon an Ort und Stelle.
- 54:33Speaker 0: Und dann Weil das auch eine logistische Hürde ist, werden diese ganzen einzelnen Schnipsel, also die Einstellungen an unterschiedliche Animator-Innen gegeben und die animieren dann ihre Sequenz.
- 54:50Speaker 0: Und dann wird es wieder zusammengesetzt im Prinzip.
- 54:52Speaker 0: Und da sind natürlich noch andere technische Schritte mit drin, so was wie diese Designs, die es gab, müssen erst mal in diese Software übersetzt werden und dafür dass die dann eben animierbar sind.
- 55:05Speaker 0: Das ist ein eigener Prozess.
- 55:07Speaker 0: Das Animieren selbst ist ein eigener Schritt.
- 55:09Speaker 0: Da hatten wir in dem Fall dann zwölf Animatorinnen,
- 55:13Speaker 3: die
- 55:15Speaker 0: parallel animiert haben.
- 55:16Speaker 0: Und dann wird das Ganze am Ende zusammengesetzt mit den fertigen Hintergründen.
- 55:21Speaker 0: Das ist auch ein eigenes Team, die diese Hintergründe designen.
- 55:25Speaker 0: Und dann wird das in After Effects zusammen, also im Compositing zusammengefügt.
- 55:31Speaker 0: und dann wieder in den Schnitt reingeholt.
- 55:33Speaker 0: Also vieles passiert parallel.
- 55:36Speaker 0: Und es muss halt gut koordiniert sein, dass dann auch alles zusammenspielt und dass auch die Animationen wie aus einem Guss wirkt und nicht, als ob das zwölf verschiedene Menschen animiert haben.
- 55:47Speaker 3: Das ist so die
- 55:48Speaker 0: Hauptherausforderung.
- 55:50Speaker 3: Ich glaube, das ist gelungen, oder?
- 55:53Speaker 0: Ich bin zufrieden, ich bin sehr glücklich.
- 55:54Speaker 0: Das Team war super, die waren alle sehr talentiert.
- 55:58Speaker 0: und haben mir einen tollen Job gemacht, und dafür bin ich sehr dankbar.
- 56:01Speaker 0: Das kann ich mir nicht auf die Karte schreiben, das sind alles die Menschen, die da dran gearbeitet haben.
- 56:06Speaker 3: Das heißt aber, die Sprecherinnen sprechen eigentlich fast wie ein Hörbuch?
- 56:11Speaker 3: Ja, genau.
- 56:12Speaker 3: Also
- 56:13Speaker 1: da
- 56:13Speaker 3: sind auch viele,
- 56:14Speaker 0: die dann irgendwie aus dem Bereich kommen, sind überrascht, weil eben Deutschland, weil ja so wenig aus Deutschland produziert wird, sind also ein Grundsprecherinnen, das gewöhnt auf fertige Animationen zu sprechen.
- 56:26Speaker 0: und denken dann, dass das eigentlich so läuft, aber auch dieser Serien aus den USA ist immer besser auf die fertige Stimme zu animieren, damit es auch wirklich Lippensynchron ist und damit man auch diese Energie, die die Stimme vorgibt, mit in die Animation reinnehmen kann.
- 56:43Speaker 0: Das heißt, so wie Hörbuch, wie du sagst, die sehen dann diese Vorzeichnung.
- 56:48Speaker 0: Aber meistens lösen wir uns da komplett von.
- 56:52Speaker 0: Und dann dürfen die auch sehr viel von dem Acting und von dem Spiel reingeben.
- 56:58Speaker 0: Das sind da relativ frei.
- 57:00Speaker 3: Das war dann in dem Prozess vielleicht auch irgendwas, wo ihr das Gefühl hattet, das war eine Schwierigkeit, also eine Hürde, die zu überkommen hattet, in dem Prozess der Entwicklung oder des Produktionen der Serie Sebastian.
- 57:14Speaker 2: Ja, ich überleg grad.
- 57:16Speaker 2: Ich meine, wir hatten halt immer wieder so Punkte, wie Anne schon meinte, wo man halt Entscheidungen treffen musste und die dann halt einmal getroffen auch so bestand haben mussten.
- 57:26Speaker 2: Also beispielsweise animatik.
- 57:29Speaker 2: Als die animatiks dann durch waren, musste man sich halt dazu agreeing, dass man jetzt daran nicht großartig mehr was verändert, weil alles andere würde irgendwie das Timing nach hinten raus torpedieren.
- 57:42Speaker 3: Ja.
- 57:43Speaker 2: Ich überlege gerade, also wir hatten einen Punkt, das war so die Detail, den Detailgrad der Hintergründe, wo wir uns einfach lange Zeit nicht sicher waren, ob wir das irgendwie in der Quantität, die wir einfach hatten, irgendwie durchbekommen.
- 58:00Speaker 2: Wo man sich natürlich auch einmal agreeing muss und dann sagen muss, okay, mit diesem Stil fahren wir jetzt.
- 58:06Speaker 2: Und das hat dann ein bisschen gedauert, bis wir das dann wirklich so... soweit optimiert hatten diese Pipeline, dass alle beteiligten Artists auch wussten, was ist denn so der Look, den wir, das sind die Gesetze unseres Looks, weil dadurch, dass wir alles hier, also anders als beim Live-Action, klar, da hast du auch irgendwie Szenenbild oder so, aber ist ja wirklich, musst du alles irgendwie definieren, weil nichts einfach da ist.
- 58:31Speaker 2: Es gibt keine Location, die da ist, aber sonst wie so.
- 58:34Speaker 2: Und dadurch, dass wir auch personell so ein bisschen, also unser Lead war beispielsweise der Hintergrundlied, konnte nicht von Anfang an dabei sein, deswegen mussten wir erst mal jemanden mit rein nehmen, der dann als sein Stellvertreter agierend, also das heißt, wir hatten immer so trial-and-error-mäßig auch da Sachen probiert.
- 58:49Speaker 2: Und da war schon so ein Punkt, ich würde mal sagen, das war so im Januar, bevor wir in die Animation gegangen sind, es war um für die Hälfte der Produktionszeit dann durch.
- 58:59Speaker 2: Wo wir schon mit den Leads und mit dem Art Director auch nochmal irgendwie gegencheckt haben, so ist dieser Hintergrund wirklich, schaffen wir das in dem Umfang.
- 59:09Speaker 2: Und das war schon, also alles ging gut raus, aber es war alles auch schon eine ganz schöne Punktlandung.
- 59:13Speaker 2: Da hätte jetzt nicht viel links und rechts irgendwie, da gab es nicht so viel Puffer, wo man sagen hätte können, so, ha!
- 59:19Speaker 2: Deswegen, genau, also das war so ein Nadelöhrung, das ich mich da jetzt erinnere.
- 59:27Speaker 0: Also ich meine jeweils die Teams zu eichen, dass sie alle wissen, wie es zu sein hat.
- 59:33Speaker 0: Das ist auch immer ein Prozess gewesen und immer am Anfang von jedem Produktionsschritt war ein bisschen Unsicherheit und dann hat sich das immer mit der Zeit irgendwie gefestigt.
- 59:44Speaker 0: Es ist irgendwie alles gut aufgegangen.
- 59:46Speaker 0: Für mich war auch noch ein großes Learning, was die Sprachaufnahmen angeht.
- 59:51Speaker 0: Da haben wir auf jeden Fall, da hat sich im Nachhinein auch noch mal was geändert, weil wir gemerkt haben, in dem Prozess, das ist bei diesen Animationsprojekten auch immer ein bisschen schwierig.
- 1:00:01Speaker 0: Simon und ich hatten alles schon eingesprochen und da haben wir alle möglichen Rollen selber gesprochen.
- 1:00:07Speaker 0: Und ich zum Beispiel auch die eine von den Hauptfiguren Ellie.
- 1:00:11Speaker 0: Und da habe ich meine Stimme dann einfach auf hundertzwanzig Prozent Geschwindigkeit.
- 1:00:14Speaker 0: Im Animatik kann man das ja einfach machen, wenn man sagt, das ist Platzhalte.
- 1:00:18Speaker 0: Und das hat eine gute Dynamik und das hat funktioniert.
- 1:00:22Speaker 0: Erst nach den Sprachaufnahmen ist dann klar gewesen, wie wichtig dieses Tempo ist.
- 1:00:28Speaker 0: die Sprecherin in dem Fall eben noch nicht gegeben.
- 1:00:33Speaker 0: Und dann mussten wir noch mal eine Sprachaufnahme gehen und mussten irgendwie ... Das war auch was, wo Jakob sehr behalig war, was ich auch gut fand, dann rückwirkend.
- 1:00:41Speaker 0: Weil es dann auch so ... Da gibt's so eine Unsicherheit, weil alle haben das mit unseren Stimmen schon gehört.
- 1:00:46Speaker 0: Und dann gewöhnt man sich da dran und dann kommen da wieder neue Stimmen drauf.
- 1:00:49Speaker 0: Das ist
- 1:00:50Speaker 1: immer ein
- 1:00:51Speaker 0: schwieriger Prozess.
- 1:00:52Speaker 0: Und das war tatsächlich knifflig, das so zu treffen.
- 1:00:55Speaker 0: Und da auch zu ... Ja, da habe ich auch gemerkt, wie wichtig dieses Tempo und diese Dynamik ist, was die Stimmen angeht.
- 1:01:06Speaker 0: Wie sehr die noch das ganze fragen.
- 1:01:09Speaker 3: Also ich kann ja, ich frag mal und dann kann man ja raus schneiden, wenn ihr sagt, ihr wollt darauf nicht antworten.
- 1:01:14Speaker 3: Ich hatte das Gefühl bei Malik auch, dass es halt irgendwie... dass er so eine andere, als ob er eine andere Ebene hatte beim Schauen.
- 1:01:23Speaker 3: Ich wusste nicht, woran das liegt.
- 1:01:25Speaker 3: Kann es auch am Tempo liegen oder ging es nur mir so?
- 1:01:29Speaker 3: Weil er, klar, ich hab ihn auch von der Erzählweise, ist er sehr ruhig, ne?
- 1:01:34Speaker 3: Und ich hab das Gefühl, alle anderen sind viel schneller als er.
- 1:01:37Speaker 3: Aber es ging vielleicht ging es nur mir so.
- 1:01:39Speaker 3: Aber ich...
- 1:01:42Speaker 0: Da gibt es auch ganz unterschiedliche Meinungen zu.
- 1:01:46Speaker 0: Ja, also das kann ich so nicht sagen.
- 1:01:49Speaker 0: Ich finde, Noah Tynver hat Malik gesprochen und das hat er sehr toll gemacht, finde ich.
- 1:01:56Speaker 0: Und das passt auch gut.
- 1:01:58Speaker 0: Ich finde, wenn man die Serie guckt, vielleicht, so geht es mir zumindest, dass es wechseln auch so ein bisschen die Hauptfiguren.
- 1:02:06Speaker 0: Jede Episode hat eine der vier Hauptfiguren, geht es um deren Konflikt.
- 1:02:13Speaker 0: Und die geben auch sehr die Geschwindigkeit der Episode an.
- 1:02:17Speaker 0: Das heißt, die Episode eins hat zum Beispiel ein ganz anderes Tempo als Episode zwei, einfach weil die Hauptfigur, um die es geht, das Tempo ein bisschen angibt.
- 1:02:28Speaker 0: Und das in Malix Episode gibt er auch so ein bisschen das Tempo an.
- 1:02:32Speaker 3: Die Serie ist ja jetzt draußen.
- 1:02:34Speaker 3: Und das heißt, es waren wie gesagt drei Folgen.
- 1:02:37Speaker 3: Wie läuft das?
- 1:02:37Speaker 3: Das heißt, man guckt jetzt erst mal, wie gut kommt die an?
- 1:02:40Speaker 3: Wie gut wird die angenommen?
- 1:02:42Speaker 3: Und dann schaut ihr, also benutzt jetzt aus dem Quantum Labor Filme oder Serien, wie gehen die denn jetzt?
- 1:02:49Speaker 3: Was ist so der Lebenszyklus von denen jetzt?
- 1:02:51Speaker 3: Also nachdem sie jetzt da laufen, werden die jetzt weitergenommen vielleicht?
- 1:02:54Speaker 3: Oder was sind so die Faktoren noch, die man erachtet?
- 1:02:58Speaker 1: Also sagen wir so, das was Berlin bittet sich natürlich an.
- 1:03:02Speaker 1: für eine Weiterführung im Grunde.
- 1:03:03Speaker 1: So drei Folgen, das ist vertikal, das ist keine Geschichte aushält, man könnte das weiter machen, so ist ja auch die Konzeption.
- 1:03:10Speaker 1: Und jetzt kommt vielleicht sozusagen der große Vorteil von Quantum ist, dass es ja unfassbar frei ist.
- 1:03:16Speaker 1: Der große Nachteil von Quantum ist natürlich, dass wir auch immer wieder was Neues machen.
- 1:03:19Speaker 1: Das heißt, wir können und werden es nicht weiterführen bei uns in der Redaktion.
- 1:03:26Speaker 1: Das ist ganz klar, weil wir da auch nicht die... Einmal nicht die Ressourcen dafür haben, und zweitens das auch nicht als unser Markenkern
- 1:03:34Speaker 3: sehen.
- 1:03:35Speaker 1: Und tatsächlich wäre dann sozusagen die Frage, gibt es da, also gibt es Partner im Haus sozusagen, die aus irgendeinem Grund sozusagen, da geht es dann natürlich schon vor allem um Geld sozusagen, die halt die Lust haben, das weiterzuführen und darin was viel Versprechen ist, dann sehen.
- 1:03:50Speaker 1: Das sind so, also natürlich... redet man darüber, aber das ist nichts, was jetzt irgendwie final ist oder wo man sagen könnte, das würden die und die Richtung irgendwie gehen.
- 1:03:59Speaker 1: Das kann ich zu dem Zeitpunkt einfach nicht viel zu sagen.
- 1:04:01Speaker 3: Mhm, okay.
- 1:04:03Speaker 3: Aber gibt es Projekte, die dann den Weg gefunden haben in den normalen, regulären ZDF-Alltag?
- 1:04:08Speaker 3: Es gibt
- 1:04:09Speaker 1: diese Projekte, ja.
- 1:04:12Speaker 1: Ich müsste jetzt ein bisschen der Zeit zurückgehen, glaube ich, bis das letzte Quantum-Projekt so ist, als was wirklich als Pilot gedacht war und dann übernommen worden ist, aber das gibt es immer wieder.
- 1:04:20Speaker 1: Und das kann auch sehr gut funktionieren.
- 1:04:23Speaker 1: Das ist aber sozusagen auch fairerweise sagen, dadurch das Quantum nicht, eben wie andere, Stellen im ZDF so klar sagt, wir gehen auf ein Vielpublikum, wir gehen auf eine Dings, sondern eben diese Freiheit hat, da auch wirklich sein Ding zu machen.
- 1:04:38Speaker 1: Das ist dann natürlich am Ende auch die, kann auch eine kleine Hürde sein, den nächsten Schritt dann zu gehen.
- 1:04:44Speaker 1: Ich hoffe sehr, ich bin super geworden, ehrlich gesagt, aus Redaktors Sicht.
- 1:04:49Speaker 1: Ich finde das natürlich total toll, wenn es weitergehen könnte, in irgendeiner Weise und ich werde dafür auch irgendwie... viel Unternehmen und viel Gespräche führen, aber ob das dann wirklich am Ende so ist,
- 1:05:01Speaker 3: das weiß ich nicht.
- 1:05:03Speaker 3: Okay, okay.
- 1:05:03Speaker 3: Und lizenztechnisch ist es jetzt, liegt das Projekt dann nach einem Jahr oder irgendwie sowas, können jetzt Sebastian und Arne weiter machen oder die Produktion zu hören von Sebastian oder wie sieht es da aus?
- 1:05:14Speaker 3: Ich meine jetzt allgemein für Projekte, die bei euch dann über Quantum umgesetzt werden, weil dann hast du jetzt irgendwie so eine tolle Idee, die jetzt entwickelt wurde und dann... kommt sie vielleicht, geht sie vielleicht weiter, vielleicht geht sie nicht weiter und dann müsste man ja vielleicht, sagen wir, irgendjemand, das hat jetzt Interesse und sagt, hey cool, wir wollen es weiterführen.
- 1:05:30Speaker 3: Wäre da die Möglichkeit oder ist es dann erstmal nichts, müsste es eine andere Idee sein?
- 1:05:35Speaker 2: Ja, also ich meine, genau grundsätzlich, wir werden uns natürlich auch darüber unterhalten mit dem ZDF, weil Jakob auch von vornherein gesagt hat, ganz mit auf den Karten spielend, dass einfach Niemand weiß, was passiert und ob was passiert danach.
- 1:05:50Speaker 2: Deswegen für uns jetzt bei der ersten Staffel haben wir die Möglichkeit, die mit auszuwerten international.
- 1:05:58Speaker 2: Das ist super.
- 1:06:00Speaker 2: Und ansonsten, wenn es zu keiner weiteren Zusammenarbeit jetzt für Staffel zwei mit dem ZF kommen sollte, dann dürften wir irgendwie auch links und rechts anderweitig weiter gucken.
- 1:06:12Speaker 2: Natürlich jetzt auch vor dem Hintergrund der Historie.
- 1:06:15Speaker 2: Ich denke, es würde Total gut zum ZDF passen, weil uns war natürlich auch bewusst dieses Nadelöhr, durch das wir jetzt am Schluss nochmal durchgequetscht werden.
- 1:06:23Speaker 2: Im Sinne von finden wir dann aus dieser Nische herauskommt doch wieder dem Weg zum Mainstream.
- 1:06:28Speaker 2: und ein bisschen Mainstream muss man ja einfach haben, damit man gesehen wird.
- 1:06:32Speaker 2: Und ich denke dafür ist Quantum einfach ein wahnsinnig wertvolles Format, weil es mutig Dinge ausprobiert, die sonst noch nicht gemacht wurden und ja auch intern quasi im ZDF so ein bisschen disruptiv ist, was ich finde, dem ganzen super gut tut.
- 1:06:49Speaker 2: und gleichzeitig ist es natürlich immer eine Packung buntes und man weiß irgendwie nie nach hinten aus wie eine Produktion dann wahrgenommen wird.
- 1:07:01Speaker 2: Insofern bin ich auch total gespannt so wie sie wahrgenommen wird, was die Reaktionen sind.
- 1:07:08Speaker 2: Und ich denke, mit dem, wo wir jetzt stehen, wir haben eine super Ausgangsbasis.
- 1:07:13Speaker 2: Wenn man da jetzt eine zweite Staffel draufsetzen würde, klar, man hätte seine Learnings, man hätte seine Sachen, wo man sagt, ah, die würde ich gerne beim nächsten Mal noch mal ein bisschen anders probieren.
- 1:07:22Speaker 2: Aber es ist eine super Ausgangsbasis und wir konnten beweisen, dass wir es im Budget und im Zeitrahmen zu einer Qualität umgesetzt bekommen.
- 1:07:32Speaker 2: ... die mithalten kann.
- 1:07:34Speaker 2: Und das ist, glaube ich, auch das ist schon mal irgendwie wichtig.
- 1:07:38Speaker 2: Quasi jenseits von, wie gut ist die Serie auch einfach so hartfaxmäßig zu sagen, ... ... ist es umsitzbar und
- 1:07:44Speaker 3: das
- 1:07:44Speaker 2: konnten wir auf jeden Fall auch beweisen.
- 1:07:47Speaker 3: Hm, gespannt.
- 1:07:48Speaker 3: Dann würde ich lange zum Ende kommen ... ... und würde eine letzte Frage in die Runde stellen, ... ... nämlich, was arbeitet ihr gerade, ... ... weil ich hier in den nächsten Projekten auf was kann, ... ... können wir uns freuen.
- 1:07:57Speaker 3: Das ist immer schwierig, weil ihr seid gerade, ... ... wart gerade auf die Auswertung.
- 1:08:03Speaker 3: Und die Zuhörer, ihr habt ja schon ausgewertet.
- 1:08:05Speaker 3: Also nicht habt schon, aber es läuft schon.
- 1:08:08Speaker 3: Genau, das heißt, arbeite ich gerade an was anderem.
- 1:08:10Speaker 3: Du hast ja schon, ich glaube, Sebastian, du hast schon ein bisschen was angedeutet, dass du gerade an einer Kinderserie oder einem Kinderfilm arbeitest.
- 1:08:17Speaker 3: Kannst du dazu schon was sagen?
- 1:08:19Speaker 3: oder ist das noch in Kinderschuhen?
- 1:08:24Speaker 2: Es ist ein neunzigminütiger Kinderfilm.
- 1:08:31Speaker 2: Kinder-Kino-Film, ähm, drei D animiert.
- 1:08:37Speaker 3: Basierend auf einem Buch.
- 1:08:39Speaker 2: Nee, tatsächlich, tatsächlich irgendwie, das ist so ein bisschen diese Kerngeschichte, wie viel entwickelt man tatsächlich selbst.
- 1:08:45Speaker 2: Und bislang hatten wir irgendwie immer, ähm, hier auch, ähm, viel selbst entwickelt.
- 1:08:49Speaker 2: Und das ist, also jetzt, ähm, mit einem Outhorn zusammenentwickelt worden, ähm, Genuine, ähm, Kinderstoffe sind natürlich wahnsinnig schwer platzierbar, so muss man einfach sagen, also wie Anne Freund meinte, wenn du nicht irgendwie den Erfolg, quasi das Erfolgsversprechen im ersten Schritt schon quasi mit garantieren kannst, dann ist es immer ein bisschen schwer, aber mich hatte damals an dem Film extrem das visuelle Konzept überzeugt, dass sehr minimalistisch dahergekommen ist und ... einfachen Settings geboten hatte, ... ... das mich so ein bisschen an Pipi Langstrom ... ... für den Weltall irgendwie erinnert hat, ... ... wo ich gesagt habe, ich würde es gerne sehen so ... ... und es ist trotzdem technisch gesehen so, ... ... dass ich mir denke, ja ... ... auch da, da spielt jetzt wieder das Thema AI rein, ... ... auch da bin ich mir ... ... fast sicher, dass man mit einer ... ... Kombination aus alter und neuer Technik ... ... einfach was ... ... großartiges ... ... raus produzieren kann.
- 1:09:53Speaker 2: Ja, also genau das ist ... lange Antwort, Entschuldigung.
- 1:09:56Speaker 2: Das ist so im Fiction-Bereich, so das Projekt, an dem wir gerade arbeiten mit Arne zusammen sind, wir auch haben überlegen, links und rechts neue Projekte, die wir da anschieben wollen.
- 1:10:08Speaker 2: Ansonsten arbeiten wir auch viel für Führen mit zusammen, dem Kinderkanal zusammen, mit dem wir dann Projekte zusammen oder Formate zusammen entwickeln.
- 1:10:16Speaker 2: Wir haben zum Beispiel Dieses Jahr Klimagefühle mit dem HR zusammenentwickelt.
- 1:10:20Speaker 2: Im Auftrag für Kinderkanal ist eine kleine Serie zu Klimagefühlen für Kinder, also im Schulalter.
- 1:10:27Speaker 2: Das heißt, wir haben auch nicht immer den Lead-Lead-Hood auf, sondern arbeiten auch gerne irgendwie einfach ausführend für Produktionen, mit denen wir uns auch identifizieren.
- 1:10:38Speaker 3: Schön.
- 1:10:38Speaker 3: Hm, spannend.
- 1:10:40Speaker 3: Spannend.
- 1:10:41Speaker 3: Also ich hänge noch bei Pipi Langström im Weltall, aber ... Damit hast du dein Pitch gut umwandelt, sagen wir mal so.
- 1:10:53Speaker 3: Das ist doch spannend.
- 1:10:54Speaker 3: Arne, bei dir, wie sieht's da aus?
- 1:10:56Speaker 0: Ja, Basti hat schon gesagt, es ist in dem Fall auch eine Kinderserie.
- 1:11:02Speaker 0: Ich hab gar nichts gegen Kinderserien, so ist es ja nicht.
- 1:11:04Speaker 0: Das klingt vielleicht anders.
- 1:11:07Speaker 3: Du musst ab jetzt nur noch adult sagen.
- 1:11:10Speaker 3: Ja,
- 1:11:10Speaker 0: also man wird ja gerne eine Schubladen.
- 1:11:14Speaker 0: Wenn man mal eine Sache gemacht hat, wird man dafür gefragt.
- 1:11:17Speaker 0: Aber es gibt ein Konzept für eine Kinder-Serie, an dem ich schon sehr lange dran bin.
- 1:11:22Speaker 0: Kasimir und Oma Baum heißt das.
- 1:11:25Speaker 0: Um einen kleinen Jungen und die Großmutter sein Baum.
- 1:11:30Speaker 0: Und es wird vergesslich.
- 1:11:32Speaker 0: Es ist in so einem Bollerwagen und der Junge zieht den Baum hinter sich her und wir suchen, was um die Vergesslichkeit zu
- 1:11:40Speaker 2: tun.
- 1:11:42Speaker 0: zu stoppen.
- 1:11:43Speaker 0: Und das ist ein aktuelles Projekt, das ich auch Ende des Monats in Madrid bei Cartoon Springboard pitche.
- 1:11:50Speaker 0: Also Cartoon Forum und Springboard sind so Europa.
- 1:11:55Speaker 0: Das ist so das Pitching Event in Europa.
- 1:12:00Speaker 0: Genau, und da ist Pixel Pack auch involviert und wir schauen gerade, dass wir irgendwie eine Entwicklungsförderung auf die Beine stellen.
- 1:12:09Speaker 0: Und dann arbeite ich noch an einem Kurzfilm mit ein paar Freunden und Kommilitonen, auch von der auch ehemalige Filmakademie.
- 1:12:16Speaker 0: Und das wird mal wieder ein Puppentrick-Film.
- 1:12:21Speaker 3: Ja.
- 1:12:22Speaker 3: Aber das eine mit dem Baum, das ist ein Kurzfilm auch, ne?
- 1:12:26Speaker 0: Nee, das soll eine Serie werden.
- 1:12:27Speaker 0: Tatsächlich ist es ein Serialesformat.
- 1:12:31Speaker 0: Und mal schauen.
- 1:12:31Speaker 0: Also gerade so Entwicklungsphase und dieser Kurzfilm ist... ist finanziert, wenn auch nicht extrem mit extrem hohem Budget, aber das ist auch ganz schön, da mal wieder dran und sowas arbeiten zu können.
- 1:12:45Speaker 3: Ach schön, das klingt schön.
- 1:12:47Speaker 3: Nicht gespannt, was dabei rauskommt.
- 1:12:49Speaker 3: Ja, Jakob, wie reicht man denn am besten bei euch Projekte ein?
- 1:12:54Speaker 3: Für die Millionen von Projekten, die jetzt auf euch zukommen?
- 1:12:59Speaker 1: Ja, irgendwann so Aussagekräftig, so ein schönes Wort.
- 1:13:02Speaker 1: Aber das, nein, also tatsächlich was... Es muss gar nicht viel sein, gerade bei Quantum nicht sozusagen.
- 1:13:08Speaker 1: Es muss einfach erkennbar sein, dass wir ein gutes Gefühl dafür bekommen, was ist denn der Kern dieses Projektes und was soll das gehen.
- 1:13:17Speaker 1: Und das natürlich auf eine Art und Weise uns zu präsentieren, dass wir auch schnell sozusagen die ersten kritischen Fragen beantwortet werden.
- 1:13:24Speaker 1: Also das würde ich einmal sozusagen in die... Perspektive eines kritischen Redakteurs, der zu viel auf den Freiburg schadzt, zu wechseln, oder eine Redakteurin, das sind ja genauso viele, so zu sagen, wenn nicht mehr, und so zu sagen, zu fragen, so zu sagen, was könnten denn kritische Fragen an meinem Projekt sein, und die idealerweise schon früh beantworten zu können.
- 1:13:42Speaker 1: Also, so zu wissen, was ist, also... Was kann man machen, damit es zum Fliegen kommt?
- 1:13:51Speaker 1: Ansonsten reicht uns bei Quantum im ersten Schritt auch so was wie eine Idee oder ein kurzes Konzeptpapier.
- 1:13:58Speaker 1: Da können wir schon mal einschätzen, kann man damit ins Gespräch
- 1:14:02Speaker 3: gehen.
- 1:14:05Speaker 3: Das macht man über die Webseite bei euch.
- 1:14:08Speaker 1: Das macht man über die Webseite.
- 1:14:11Speaker 1: verändert hat, deswegen hoffe ich, dass ich aktuelles spreche, weil wir, also durch die Umstellung aus Streaming-Portal sind wir jetzt auf der Unternehmens-Website, aber da findet man meines Wissens auch alles, alles was man braucht, um uns zu erreichen sowieso, also uns als Redakteurinnen und Redakteure und auch um zu wissen sozusagen, was braucht man für eine Quantumeinreichung, was braucht man für eine
- 1:14:35Speaker 0: andere Einreichung,
- 1:14:36Speaker 1: es steht da alles.
- 1:14:38Speaker 3: Schön, spannend.
- 1:14:39Speaker 3: Ansonsten guckt ihr einfach in den Deadliner, den wir jetzt haben bei uns auf der Webseite, wenn ihr Steady Unterstützer seid, diese kleine Werbung musste sein.
- 1:14:56Speaker 3: Nee, vielen Dank euch natürlich, genau, die Folge geht eher um eure Serie und ich, genau, erstmal... alle Leute, die zugehört haben.
- 1:15:03Speaker 3: Ich hoffe, ihr habt Lust bekommen, einmal in die Serie oder zweimal oder dreimal in die Serie reinzuschauen und euch mal über die scheinbar die zweite und die erste ZDF.
- 1:15:13Speaker 3: adult animations serie so um vielleicht noch schöner mal reinzuschauen und genau einfach mal gucken was alles was auch geht.
- 1:15:21Speaker 3: ich glaube das ist ja wie ich glaube du hast es vorher gesagt in der gern immer mit was hoffnungsvolle was was zukunftsrechtigend und ich glaube am ende geht es um diese vertrauen in genau solche projekte.
- 1:15:31Speaker 3: und um dann halt irgendwie am ende zu sagen Wir machen gute Animationsserien aus Deutschland oder Edit-Animationsserien, dass mehr von solchen Projekten überhaupt möglich gemacht werden, um sich weiterentwickeln zu können.
- 1:15:45Speaker 3: Da ist es cool, dass ihr das angegangen seid.
- 1:15:48Speaker 3: Alle, die hier sitzen.
- 1:15:49Speaker 3: Ich hoffe, da kommen noch mehr.
- 1:15:51Speaker 3: in den nächsten Jahren.
- 1:15:52Speaker 3: Deswegen vielen Dank euch für eure Zeit, dass ihr hier sitzt, ihr saßt und vielen Dank an die Zuhörenden, dass ihr euch die Zeit genommen habt, mal reinzuhören, in das Gespräch zu hören.
- 1:16:01Speaker 3: Und wie immer, beendet die Folge mit einem guten Tag, guten Abend oder gute Nacht.
- 1:16:07Speaker 3: Und wir hören uns bei der nächsten Folge wieder.
- 1:16:26Speaker 0: Ciao.